Dummer 142 DonuerstaK. Ken 2V. Juni 19io 11. Jahrgang. -4%, rlene TageszeiLm , D “’ teile V nnreintunc“ crlrijemt icdei, Wertta,. Regelmätzige Beilagen „Ser riai.kl- aus tikss-n". „die x.pinnftuti°". SeMgspr-is: Bei den Postanstalten olerleüälirlick, Mk 2 40 (,m,u tritt noch »°, ««'tellge d. d-n «»n.-n m°n°.l.»8S Psg. -inlchll-tzlich Träg-rl-tzn. Ai.-eig-n: Srun-n-Ue 2d P|g.. .«kale M P.g. Anzeigen von -uswnr-s werden durch Po tn-c n°^ erhoben. Enmllxnqsorr ^rtedberq. Zchmfrleituny und Uerlaq yriedbecq lHeifeni. la^ uer'trcrge 12. Ferrupcecher 48. PostjKeck-Lonto Wc. 435 9, Amt Frankfurt a. M. Der Krlzaiig der Schlucht i* |)«lirn. Zer Fojetta-Kanal ükerjchritteu. — Uene Erfolge am MonteUo. — Teilkampfe in Frankreich. 24500 Tonnen verjenkt. Der deutsche Generalstak - - meldet: — 4 .. M» T. K. Großes Holrprqttartier. den 19. Juni. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Rege Erkundungstätigkeit der Infanterie. Teilangriffe des Feindes am Nieppe-Walde und nordwestlich von V6Lhune wurden abgewiesen. Der Nrtilleriekampf lebte nur in wenigen Abschnitten auf. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Südwestlich von Dommiers scheiterte am frühen Morgen der Angriff französischer Regimenter im Nordostteile des Waldes von Villers-Cotteröts. Am Tage mehrfach wiederholter Ansturm drückte unsere östlich von Montgobent vor- fpringende Linie etwas in das Innere des Waldes zurück. Im Clignon-Abschnitt, nordwestlich von ChLteau-Thierry stießen mehrere feindliche Kompagnien zum Angriff vor. Sie wurden von unseren Vorposten abgewiesen. Artillerie und Minenwerfer belegten mit starken Feuerüberfällen feindliche Anlagen bei Reims. Nachstoßende Jn- fonterieabteilungen brachten etwa 50 Gefangene ein. Sofia, 17. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabs- bericht. Mazedonische Front: Das Artilleriefeuer war westlich des Ochridasees und an mehreren Stellen im Cernabogen auf beiden Seiten zeitweilig heftiger. Westlich des Dobro- polje zerstreuten wir durch Bombentreffer eine feindliche Sturmabteilung. Südlich von Huna von Zeit zu Zeit lebhafte beiderseitige Beschießung. Oestlich des Wardar und an der unteren Struma wurden stärkere englische und französische Erkundungs-Abteilungen durch unser Feuer vertrieben. [ Das türkische Hauptquartier [j *== meldet: ==©' Konstantinopel, 17. Juni. (WB.) Amtlicher Tagesbericht. Palästinafront: Beiderseitige Artillerie- und Patrouillentätigkeit. Unsere schwere Artillerie beschoß feindliche Truppenlager am Jordan-Brückenkopf und in dem von englischen Truppen und Depots belegten Ort Jericho. Offizierspatrouillen von uns machten erfolgreiche Vorstöße auf dem Ost-Jordan-Ufer und brachten Gefangene ein. Aus den übrigen Fronten ist die Lage unverändert. Gestern wurden 23 feindliche Flugzeuge und drei Fesselballone abgeschossen. Hauptmann Beickhold errang seinen 35., Leutnant Zeltjens seinen 22. Luftsieg. Der Erste Gcneralqnartiermcistcr: Ludendorff. Abendberkcht. Berlin, 19. Juni, abends. (WB. Amtlich.)' Von den Kampffronten nichts Neues. » ^7777^77 " - - — -—.. — « |I Der österreichische Generalstak *=== meldet: - 35?tcrt, 19. Juni. WB.) Amtlich wird verlautbart: Der Südflügel der Heeresgruppe des Feldmarschalls v. B o r o e v i c erkämpfte in stetem Vordringen neue Vorteile. Der Kanal Fosetta wurde an einigen Punkten überschritten. Der Italiener seht alles daran, unser Vordringen zu hemmen. Auf engen Räumen werden Gefangene zahlreicher, zusamniengewürfelter Verbände ein- gebracht. Heftige Feindangriffe, die namentlich beiderseits der Bahn Oderzo—Treviso mit großer Zähigkeit geführt wurden, brachen unter schweren Verlusten teils in unserem Feuer, teils im Nahkampf zusammen. Die Divisionen des Generalobersten Erzherzog Joseph durchstießen bei Sovilla am Südfuße des Mon- tello mehrere italienische Linien. Die Zahl der Gefangenen erhöht sich. An der Gebirgsfront waren die von uns am 15. Juni genommenen Stellungen zwischen Piave und Brenta und südöstlich von Asiago abermals das Ziel erbitterter Anstürme. Der Feind vermochte trotz großer Opfer nirgends Vorteile zu erreichen. Auch auf dem Doso Alto stießen 5ie Italiener immer wieder vergebens vor. An der Tiroler Westfront harte Kämpfe. Der Chef des Gencrnlstabes.. Der klügarische Gcncralstak meldet: -y Sofia, 16. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabsbericht. Mazedonische Front: An mehreren Stellen der Front, besonders westlich des Ochrida-Sees, im Cernabogen, westlich des Dobropolje und südlich vn Huma war die Feuertätigkeit auf beiden Seiten zeitweilig heftig. In der Ebene vor den Stellungen nördlich des Tahino-Sees Patrouillenzusammen- stoße zu unseren Gunsten. Im Wardartal beiderseitige lebhafte Fliegertätigkeft ' 24 500 Tomrrri Versenkt. Berlin, 19. Juni. (WB. Amtlich.) Im Sperrgebiet des Mittelmeeres verß'nkten unsere U-Boote sechs Dampfer und vier Segler von zusammen 24 500 Brurtorgistertonncn. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Berlin, 18. Juni. (WB.) Ueber die kürzlich vor einem italienischen Hafen erfolgte Versenkung eines durch Zerstörer gesicherten Fahrzeuges, das als Truppentransporter erkannt werden konnte, berichtet der U-Bootskommandant: Unmittelbar nach dem Torpedoschuß mußte das U-Boot tauchen. Es wurde mit zahlreichen Wasserbomben belegt, die jedoch keinen Schaden anrichteten. Etwa eine Stunde später wurde aufgetaucht und durch das Sehrohr festgestellt, daß anstatt der vorher anwesenden drei Zerstörer jetzt 15 jedenfalls schnell herbeigerufene Fahrzeuge auf der Untergangsstelle anwesend und damit beschäftigt waren, die im Wasser Umhertreibenden zu retten. Viele vollbesetzte Rettungsboote und Flöße trieben umher. An Deck der Zerstörer und der anderen Fahrzeuge wimmelte es von gelbgekleideten oder nackten Soldaten. Die Bordwände aller Fahrzeuge hingen voll von Menschen und alles bemühte sich, die Schwimmenden herauszuziehen. Demnach war das versenkte Schiff ein vollbesetzter Truppentransportdampfer. Einzelne Bewacher sicherten die Trümmerstätte durch schnelles Zickzackfahren. Wegen des schnellen Sinkens des Schiffes, der bewegten See und des starken Stromes ist mit größeren Menschenverlusten zu rechnen. Vermutlich war der Dampfer nach Tripolis, Albanien oder Salonik bestimmt. Die Versenkung des Truppentransportdampfers dürfte deshalb zur Entlastung der Landkriegführung auf den südlichen Kriegsschauplätzen beigetragen haben. Pnifidje Kaperschiffe im Stillen OM? Haag, 19. Juni. Hollandsch Nieuwsbureau meldet: Im Zusammenhang mit der Meldung, daß der Dampfer, auf dem der australische Premierminister Hughes sich beftndet, auf der Reife von Australien nach einem westamerikanischen Hasen im Stillen Ozean von einem deutschen Kaperschiffe angegriffen und schwer beschädigt wurde, erinnert das amerikanische Ma. rineaml daran, daß Ende 1917 amtlich festgestellt wurde, daß sich auf dem Stillen Ozean wenigstens zwei kleine deutsche Ka- per-Zügler befanden, und zwar der ehemalige französische Schoner „Lutece", sowie eine Motor-Schaluppe. Beide Fahrzeuge sind mit den Ueberlebenden des „Seeadler" bemannt, der im August 1917 bei der Insel Moyeha strandete. Seitdem war es in Washington unbekannt, daß sich sonst noch deutsche K-'ner- schiffe im Stillen Ozean aufhielten. IHooie (in der virMchkn KM. Bern. 18 . Juni. (MTV. Nichtamtlich.) Die Pariser Ausgabe der „Chicago Tribüne" meldet aus Newyork vom 13 . Juni, daß die norwegischen Dampfer „Vindeggen" und „Hen- decklund" an der Küste von Virginia von einem Tauchboot versenkt worden sind. Die Wmilhijlhe Offenßve in Wien. ii An der Piave. Lugano, 19. Juni. Der Kriegsberichterstatter des „Secolo" meldet: Es ist den Oesterreichern gelungen, die Piave zwischen Fukzi und Nervesa auf einer Strecke von etwa 5 Kilometern zu überschreiten und in das Montello- gebiet einzudringen. Ihr Vormarsch erreicht aber nur eine Tiefe von 4 Kilometer. Der Wagenpark und die Kanonen des Erzherzogs stehen noch auf dem linken Ufer der Piave und erwarten Fertigstellung der Brücken, deren Bau von den italienischen Kanonen sehr behindert wird. Weiter südlich ist der stellenweise bis 2 Kilometer breite Fluß von österreichischen Truppen besetzt, die auf Booten und Flößen hinüberznsetzen versuchen, fortgesetzt gestört durch das ltalienische Feuer, das den Fluß beherrscht. Zwischen Foffalto und Basilo ist der Fluß gewunden und hat steile Ufer. Hier konnten die Oesterreicher das diesseitige Ufer gewinnen und einen Brückenkopf Herstellen, den sie mit großer Kraft halten und verbreitern. Es gelang ihnen auch, eine Verbindung mit ihren Truppen nördlich von Fossalte herzustellen. Wir müssen unsere Lage mit Ruhe betrachten. Sie ist ernst und schwierig, und der Feind verfügt ungeachtet seiner großen Verluste noch über große Reserven. Die Bedeutung der Uebcrgänge. Rotterdam, 18. Juni. (WB.) Nach einer Meldung des „Nieuwe Rotterd. Cour." aus London berichtet der Korrespondent des „Daily Telegr." bei der italienischen Armee vom 18.^ Juni: Das meiste Gelände hat der Feind im Piaveabschnitt gewonnen. Dort zogen die Oesterreicher an drei Stellen über den Fluß und richteten in den ursprünglich italienischen Linien drei Brückenköpfe ein. Um den Uebergang zu verschleiern, schossen die Oesterreicher große Mengen von Rauchgeschossen ab. die den Fluß und die österreichischen Laufgräben mit einem dichten schwarzen Nebel bedeckten. Die wichtigste Flußüberschreitung ist im Montello- gebiet, die von besonderer Bedeutung ist, weil es die Verbindung zwischen den Gebirgsstraßen und der unteren Piave bildet. Der Besitz des Montello würde für den Feind den Wert haben, daß er die in der Piaveebene gelegenen italienischen Verteidiaungsstellungen in der Flanke und rückwärt- beherrschen würde. Treviso. Wien, 19. Juni. Die „Neue Freie Presse" meldet: Treviso steht unter sckMerem österreichischem Geschützfeuer-. Wie das „Volksblatt" meldet, stehen die österreichischen Truppen an der Piave nur 15 Kilometer von Treviso entfernt. Die Italiener leisten an der Einbruchsstelle heftigsten Widerstand, da Treviso der wichtigste Eisenbahnknotenpunkt im Frontbereich ist. Gestörte Verbindungen. Rotterdam, 19. Juni. Der „Daily Ehromcle" melde! von der italienischen Front: Der gewaltige Umfang der Kämpfe hat sich am Montag weiter gesteigert. Die ganze Front ist in den Dampf der Geschütze gehüllt. Es ist unmöglich, daß die Italiener einige Frontveränderungen vermeiden können. Alle von Treviso ausstrahlenden Bahnlinien liegen im schwersten feindlichen Granatfeuer, so daß die Truppen nur auf großen Umwegen nach der Front gebracht werden können. Die Schlacht im Westen. Berlin, 18. Juni. (WB.) Am Bahnhof von Compiögne rief unser Feuer Brände hervor. Desgleichen erzielten ausgiebige Bombenabwürfe auf die feindlichen Flughäfen von Baray und Verines sowie im Waldlager von La Moliöre Brände und Explosionen. Berlin, 18. Juni. (WB.) In Flandern und in der Gegend zwischen Scarpe und Somme lebte das Artillerie. teuer an verskyteSenen Stellen aus. FBnttiche Vorstöße scheiterten unter schweren Verlusten, wobei Gefangene in deutsche Hand fielen. Unsere Artillerie bekämpfte mit erkanntem Erfolg die feindlichen Batterien und nahm die Verkehrspunkte des Feindes unter wirksamstes Feuer. DaS Munitionslager von Mondicourt flog infolge Beschießung in die Luft. Die Bahnanlagen von Amiens erhielten sctzveres Feuer. Fruchtlose Gegenstöße. Berlin, 19. Juni. (WB.) Der Bahnhof St. Nicolas und die Bahnanlagen von Amiens wurden auch am 18. Juni mit schwerstem Flachfeuer bekämpft. Der Feind, der an den verschie- densten stellen der Front, in Flandern, beiderseits der Somme, zwischen Noyon und Chateau-Thierry fast täglich mit stärkeren graften Teilangriffe unternimmt, steigert dauernd die unge- v *5!! 6 Iuti ß c Ä Verluste, die die Entente seit dem 21 . März an der Westfront erlitten hat. Er griff nach starkem Artilleriefeuer in den frühen Morgenstunden und in den späten Vormittagsstunden des 18. Juni südwestlich Dommiers mit frischen Kräften unter Einsatz zahl- reich«! Tanks unsere Linien an. Zm Nahkampf und im Eegen- stoß wurde er abgeschlagen. Biele Tanks blieben voi unseren Linien zerschossen liegen. Die Räumung von Paris. r , mett 'J 9 ' l Unl ® ie " 2ßicn - ^g. Zig" meldet von der chwelzcrischen Grenze, daß die Räumung von Paris tatsächlich durchgefuhrt wird. 1 ^ Millionen Bewohner sollen die Stadt Paris verlassen. Dagegen werde die Negierung bis zur zuneb- menden Beschiehung in Paris bleiben und die StZTtn Permanenz tagen. Eine neue Off ifive. der 4 9 '.S" tl - *" "Mal.." berichtet, man darf trotz »ich: erwarten, daß der Feind auf ril S TV" sichtet h°b° Er müsse me baldig Tut sch e,du dg erlangen und werde alles au.biUen. um sse zu erreichen. Hinter der deutschen Front °.°n gegenwärtig Truppenbewegungen und Konzentrierungen 2 Ä 2 ‘ mcrtc «oe steh- bevor, die den ft7her^n Pi-«di"«folg?^" ^°r-«-stch.lich werde st- in ft Große Erfolge im Luftkrieg. MSsLWZ« ^ste bciorachsten. sind an unseren Erfolgen unse^ Arbeits- teili^t ^' 0 ^^Mtteger in hervorragender Weise be- E bte Siegeszcchl unserer Abwchrgcschtitze stellt ne Hochstleistui^üar Im ganzen verloren unsere Gegner &nrrm,,. U 99 q r s- ^'"pkmEei 413 Flugzeuge und 27 Fessel- Flugzeuge blieben in unserem Besitz- die andern wurden fenseits unserer Linien völlig zerstört zum mit^W 3 ^n^' mk Erfolgen sind uns^e Flieger ^tiat^ kuZZ, Abwehrgeschütze mit 60 Flugzeugen be- Sn lv U f en 18 ^ugzeuge jenseits unserer Linien schwer beschädigt zur Ladung gezwungen davon 12 iimS unfer ^£toe^)rfeue r von der Erde, Des weiteren fielen ?egreichen Vordringen unserer Truppen an der fibr7o^r Kindliche Flugzeuge unver- beschädigt in unsere Hand. Was der Lustmacht l2 J2 ^ e -' l"°sen nackpveisbaren Verlusten durch die zahlreichen Angriffe unserer Bombengeschwader, die im Monat Mai übr 800 000 Kg. Sprengstoff abwarfen, in seinen Flughafen an Schaden zugefügt ist, entzieht sich unserer FesMellung. Dw Ballone hielten stärkster feindlickA Gegen- ä . um 5wtz engste Fühlung mit der kämpfenden Truppe und erzielten in der Zusammenarbeit mit ihr hervorragende Erfolge. Unsere Verluste durch feindliche Ein- Wirkung betrugen 185. Flugzeuge, von denen 109 jenseits nn- ftrer Limen verblieben und 28 Fesselballone. Graf Önrinn übrr Krieg und Frieden. * ^ un ** (WTB. Nichtamtlich.) Das „Frem- bnngt folgenden Artikel über eine Unterredung, welche der Mmster des Aeußern seinem Chefredakteur ge- wahrt hat. Die Rede, die Lord Milner am 14. Juni in London gehalten hat, schlug wieder auffallend harte Töne gegen dre Machte des Vierüundes an. Hierbei sprach Lord Mrlner allerdings fast ausschließlich über Deutschland und dessen Kriegsziele, während er die übrigen Verbündeten entweder mit Stillschweigen überging, oder sie als von Deutsch- and geknechtete Staaten hinstellt, denen die Macht zu selb- ständiger Entschließung fehle. Wenn auch ohne weiteres klar M, daß die Ausführungen Lord Milners propagandistisckien MoUven entsprangen, so hielten wir es doch für nötig, die -u wüung des k. u. k. Ministers des Aeußern über diese Ausführungen kennen 51 t lernen. m;t “l ,®,“. 1 1 0 " öutzert sich wie folgt: Die Rede Lord srilsl . to f bet einmal einen tiefen Einblick in die Psyche unserer-Fe-nde. In dieser Rede kommt neuerlich das ^burfms zum Ausdruck, die Kriegszi-le der Mittelmächte ..^uMuß der deutschen Herrschergelüste, nicht allein bezüglich ihrer Gegner, sondern auch ihrer eigenen Bundesgenossen. hmzustellen. Als Ausfluß dieser Herrschergelüste werden neu-rdings unsere Frieüensverträge mit Rußland Rumänien hmgestellt. Ja. sind denn durch den Frie- d-nsschluß mit der Sowietreuubltk die Rüsten unter eure yremdherrschast gekommen, over HSktr etwa et, fiegreiÄ« England die Phelonie eine» Bundesgenoffen milder be. hmidelt, als wir es Rumänien gegenüber taten?! Aber das ficht unsere Gegner nicht an, und durch schaurige Aus- malung dr uns angedichteten Absicht aus Knechtung der W«lt soll den Völkern der Entente die Notwendigkeit des Ver- zweiflungskampfes bis zur völligen Erschöpfung bewiefen werden. Daß dabei fast immer nur von Deutschland die Rede ist und fast garnicht von Oesterreich-Ungarn, erklärt sich auS der erwähnten These zur Genüge. Pie völlige Einigkeit unserer Truppen im Kampf und m den Krregszielen ist unsere Stärke, an der unsere Gegner bisher trotz allem vergeblich zu rütteln versuchten. Wo Lord Milner von Deutschland spricht und unser so nebenbei als dessen Opfer gedenkt, dset tut er selbst das, worüber er sich mrt Worten beschwett; daß nämlich auf Seiten der Mittelmachte versucht wurde, eine alliierte Ration gegen die an- dere aufzuhetzen. Doch bei uns wird ihm dies nicht ge- ^u^che Joch ist für Oesterreich-Ungarn das ÄA sr belverseitigen felsenfesten Freundschaft und vollen Rücksichtnahme auf die Interessen beider Teile. Anders Ware das Verhältnis zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland nicht einen Augenblick lang möglich. Muß rnan denn noch immer das oft genug gehörte Wort zitteren: jr „ ^ ie allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber!" Was die angeblichen Ziele der Mittelmächte und deren Bedürfnis betrifft, durch-immer weitere Meere von Blut zu waten, so möge Lord Milner denn doch einmal emen anfrlchtrgen Versuch unternehmen, sich dariiber des näheren zu erkundigen. Er wird erstaunt sein, wie himmelweit unsere Ziele von jenen entfernt sind, die unsere Gegner der Welt immer wieder als die unsrigen vorzutäuschen suchen und die Schreckensgemälde an die Wand malen. Darin, daß diese untergeschobenen Ziele unerreichbar sind, stimme ich Lord Milner ohne weiteres zu; aber ich kann Ihnen versichern, daß es in den Zentral machten, und hier darf Oesterreich-Ungarn trotz Lord Milner wohl auch rm Namen Deutschlands sprechen, keinen Menschen mrt gesunden Sinnen gibt, der sich ein ähnliches Ziel auch nur in seinen verwegensten Träumen gesetzt yatre. Ueberall fft die schärffte Bewachung der «irgeMchen mid strengste Bestrafung angedroht. MoSkru, 8 . Juni. (WB.) Petersburger Telegraphen- Agentur. (Verspätet eingelroffen.) SDer Kampf mit der Gegenrevolution wird infolge des entschlossenen Wider- standes der slowakischen Truppen und der revoluttonsseind- ttchen Bewegung kleiner Teile des russischen Bürgertums schwieriger. Aus Pensa zurückgeworftn. find die Tschecho- Slowaken aus Sysran marschiert und haben sich der großen Wolgabrücke bei dieser Stadt bemächttgt und somit der Hauptverkehrsader nach Sibirien. Professor Prokop War, tschechischen Führers Masaryk, fordert'di« Aust ständischen auf, den Widerstand gegen die Sowjettruppen aufzugeben. Die telegraphische Verbindung mit Omsk- Tomsk und Irkutsk ist unterbrochen. Indianertum. Budapest, 18. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Pester Lloyd" schreibt über die Aeußerungen des Grafen Burmn im „Fremdenblatt": Es ist nicht etwa ein neues Friedensangebot, das der Minister des Aeußern der En- tente macht, sondern vielmehr eine Aufforderung an die Entente, sich auf den Weg aufrichttger und konkreter Verhandlungen zu begeben, und die Erinnerung daran daß wir Niemals die Ziele, die uns Vorschweben, unbedingt nur auf dem. Wege der Gewalt verwirklichen wollen. — „Vilag' sagt: Die Aeußerungen Burians sind umso bedeutungs , ^ cr hmzufügt, daß er diese auch im Nanien Deutschlands rnache. PallnoRi mit der Inbinfttefeilönng beMraßt. <5ofra f 19. Juni. Die Krone hat Malinow beauftragt oas Kabinett zu bilden, was voraussichtlich bald Taffache sein wrrM . Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Malinow das Präsidium und das Aenßere übernehmen. Malinow hat sich irte Unterstützung der Demokraten, Nationalisten, Agrarier Radikalen und Sozialisten, das ist in der Svbranje die Mchr- heit, gesichert. Die HauFttausgabe der neuen Regierung wrrd sein, die wirtschaftliche und volksrechtliche Frage zu regeln und zu organisieren. Unzulängliche Ueüersicht und mangelhafte Organisation im Wirtschaftsleben des Landes brachte den Sturz der bisherigen Regierung. §wpüg in Sibirien Berlin, 18. Juni. Das Bild der Ereignisse in Sibirien stellt sich nack) der Petersburger Presse folgendermaßen dar: In Wesffibirien sind die Bolschewiki anscheinend durch die Gegenrevolutionäre und die Tschechen gestürzt worden. Die telegraphische Verbindung mit Sibirien ist unterbrochen. An vielen Stellen sind die Telegraphenlinien in den Händm der Tschechen. ist durch die Tschechen genommen worden. Bei Tomsk, Jekaterinburg und Ufa finden schwere Kampfe statt. ^ Ein Oberst Iwanow und ein Mann namens ^lachowiffch richteten ein Telegramm an den Rat der Volkskommissare nach Moskau, in dem es heißt: „Die Bolschewiki sind in Sibirien g>estürzt worden. Die mterimisttsche sibirische Regierung, die von der sibirischen Duma gewählt wurde, hat die sibirische Regierung angetreten. Ihre erste Aufgabe ist die Einberufung der Kon- stituante, Beschlußfassung über die polittsche Gestaltung Sibiriens und Klarlegung des Verhältnisses zu Rußland. Die sibirische Regierung ist berett, Rußland mit Brot zu versorgen, aber nur untcr der Bedingung, daß der Rat der ^ ne militärischen Maßnahmen gegen sie Gegen diese Vorgänge wendet suh Lenin in einem Aufruf an alle Arbeitenden. Er teilt mit, daß der Rat der Volkskommissare sich in keine Verhandlungen mit diesen Gegenrevoluttonären eiuläßt und Truppen gegen sie bereits in Marsch bringt. Lenin greift die Franzosen schr heftig an. Den russischen, französischen und ffchecksischen Jnrperia- listen werde es nicht gelingen, die russische Rcvolutton durch Hunger zu besiegen. Die Besetzung von Samara und Omsk grbt Lenin zu. Die Tschechen würden durch englische und französische Börsenleute unterstützt. In den angrenzenden Wolga-, Ural und sibirischen Bezirken befiehlt Lenin die Mo- oüisatton der fünf letzten Jahrgänge und in Mos. 2 u die Mobilisatton der Ingenieure der gleichen Jahrgänge Wir lesen in der „Bgyer. Landztg.": Nun bat Herr Woodrow Wilson, der unermüdliche Phrasenheld, eine neue geniale Verfügiing erlassen. Nach einer kürzlich bekannt gewordenen Anordnung ist jede briefliche Verständigung zwischen Deutschen und ihren Ange- hörigen in Amerika verboten. Wer heute das zweifelhafte Glink hat, im Schatten des Sternenbanners zu wohnen, der wird ins Gefängnis gesperrt, wenn Vater oder Mirtter, Weib oder Kind in der alten Heimat sich unterfangen, ihm mitzuteilen, daß sie gesund oder krank seien — ganz von dem Verbrechen zu schweigen, dessen er sich schuldig inachen würde, ollte etwa er selbst versuchen, durch Vermittlung Neutraler einer Familie ein Lebenzeichen über den Atlanttk zu senden. Das schwedische rote Kreuz in Stockholm hat diese Ver- ügung als amtliche Kundgebung des amerikanischen roten Kreuzes nach Deuffchland übermittelt, es kann sich also nicht um eine Erfindung handeln. Herrn Wilson gegenüber muß man „deutsch" reden und aussprechen, daß die Gesinnung dieses dunklen Ehrenmannes eine derarttge ist, daß wir ihm auch die geringste menschliche Achtung versagen müssen. Was er hier neuerdings erftmden hat, ist Jndianerethik es ist der Rtarterpfahl in einer raffinierten Neuausgabe. Seelische Martern si^id es, mit denen er harmlose Menschen, die an sich unter der Not des Krieges schwer zu leiden haben, peinigt. Jeder Staat hat das Nechch und sogar die Pflicht, zur Kriegszeit die Briefe, die über seine Grenze hereinkom"- men und über sie hinausgehen, zu kontrollieren. Aber ein Kulturstaat muß auch wissen, wo hier die Grenze liegt, wo die Notwendigkeit aufhört und die Schikane, die sinnlose Grausamkeit beginnt. Auch Herr Wilson weiß das natürlich aber er hat nun oft genug bewiesen, daß es ihm gerade darmn zu tun ist, über diese Grenze hinwegzugreifen. Er will keinen Waffengang nach vornehmen Grundsätzen, er wütet wie ein mittelalterlicher Ketzerrichter. Aus einer kleinen, erbärmlichen Seelenfassung heraus bewirft er den Gegner mit Schmutz, weil er unfähig ist, ihn mit einer ehrlichen Waffe zu bekämpfen. Im Lauft dieses furchtbaren' Krieges haben wir mit schmerzlichem Staunen sehen müssen, was hier und dort hinter der Maske der „Kultur" für ein wahres Gesicht verborgen ist. Amerika mit Woodrow Wilson - an der Spitze hat alles andere in den Schatten gestetll. Das kann nicht oft genug ausgesprochen werden. Hiifter dem dünnen Firnis, der jetzt abspringt, zeigt sich unverhüllt der Indianer, nur fehlt das, was dem roten Mann noch immer einen gewissen Nimbus gab. Er hatte das Heldenhafte des Tigers, zerfleischte und ließ sich auch zerfleischen, ohne mit der Wimper zu zucken. Was in Amerika jetzt große Phrasev spricht, das sind degenerierte Mammonisten. Frankreick känrpft einen furchtbaren Kampf urns Dasein, England wehrt sich verzweifelt, um die Jahrhunderte alte Weltherr- Ichrft zu retten. Völkertragödien spielen sich vor unserm Augen ab. In Amerika gibt es nichts von alledem. Das Großkapital sieht seine Jntereessn bedroht. Es bezahlt Herrn Wilson dafür, daß er diese Interessen wahrnimmt. Diesem Mann ist kein Mittel zu schlecht, um seinen Auftraggebern Au dienen. Kaum ging jenials ein schlimmerer Lügner und Heuchler übsr die Erde. Menschlichkeit und Kultur, dft er so oft im Munde führt, lagen nienrals einem Völkerlenker fermer als ihm. Er kämpft aus der Tieft seines Wesens heraus gegen den ehrlichen deutschen Geist, gegen Treue und Wahrhaftigkeit, die ein Mensch seiner Art hassen und fürchten muß. Aber auch sein Satanismus wird an dem Felsen des Deuffchtums schließlich zerschelle^ Der l>e'.it!l!;e Polhefag in Wien. Wien, 16. Juni. Heute ist im Wiener Nathause unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung der Deutsche Volkstag abgehalten worden. Vom Rathause wehten F ' ' zn in österreichischen, nationaldeutschen und den Färber " Stadt Wien. Auf der Rednerbühne standen blumengeschmüa. . - Büsten der beiden verbündeten Kaiser. , Zur Tagung hatten sich ringenden Herrenhausmitglied Pattai, zahlreiche Reichsrats-, und Landtagsabgeordnete aus Wien und der deutschen Provinz, viele Wiener Stadl, und Gemeinderäte, viele Bürgermeister und Gemeinderät« deutscher Provinzstädte, Vertreter der Volksräte aller Kronländer. Ver. treter der deutschen Schutzvereine sowie der deutschnattonalen und christlich-sozialen Organisationen Wiens und der Provinz. Bürgermeister von Wien Dr. von Weiskirchner begrüßt«! die Tagung mit einer Ansprache, in der er ausführte, es gelft den Kampf für die Lebensexistenz des deutschen Volkstums.' Die Grundbedingung unserer Existenz sei das untrennbar«. Dündnft mtt dem Deutschen Reich einerseits und die Schaffung ^ innerer Ordnung im Staate andererseits. Die Deutschen verlangten. daß Dämme mffgettchtet würden gegen die slawische Hochflut von Nord und Süd. insbesondere, daß den Deutsches" nickt der Wes ins freie Welt me« verschlolleu werde. Redner schloß mH der Mahnung -ur Ettttgmrg aller Deutsche» Oester- und mit einem Gruß cm die Brüder im Deutschen Reich, die tu diesem Kriege bewiesen hätten, daß deutschem Geist und bettt» scher Kraft die Zukunft gehöre. A Hierauf sprach Reichsratsabgeordneter Pacher, der sich gegen die Zerreißung des Reiches durch die Slawen wandte. Reichs- ratsabgeordneier Mataja feierte das deutsch - österreichische Bündnis. Sodann legte der Reichsratsabgeorduete Wolf die Forderungen der Deutschen dar. Schließlich wurde einstimmig eine Entschließung angenommen. Diese entbietet zunächst den heldenmütigen Kämpfern für Volk und Vaterland den Gruß und Dank des Volkstages. Das deutsche Volk in Oesterreich erwartet zuversichtlich, daß dank der ruhmreichen Waffenerfolge die Armeen des Vierbundes den Krieg siegreich beenden werden. Im festen Vertrauen auf sie erhofft es einen baldigen ehrenvollen Frieden, wett der unermeßlichen Opfer an Gut und Blut, die es gebracht, einen Frieden, der das deutsche Volk zu einer neuen Blüte und Größe führt. Das deutsche Volk in Oesterreich entbietet den Brüdern im verbündeten Deutschen Reiche seinen Gruß, fordert den engsten politischen, militärischen und wirtschaftlichen Ausbau des so herrlich bewährten Bündnisses, in dem es die sicherste Bürgschaft für eine lange Dauer des kommenden Ftteden erblickt. Der Volkslag weist einmütig die Bestrebungen auf die Errichtung eines tschechisch- slawischen und jugo - slawischen Staates zurück, fordert die - Sonderstellung Galiziens unter Berücksichtigung der Interessen der deutschen Siedelungcn, die Fest, legung der deutschen Sprache als Staatssprache, die eheste Erfüllung der Forderungen der Deutschen in den Sudetenländern, insbesondere in Böhmen, die Freihaltung des Weges zur Adria für das Deutschtum, die ungeteilte Erhaltung Tirols sowie, daß Triest und Südtirol nie wieder der italienischen Jrredenta ausgeliefert werden. Schließlich stellt der Volkstag eine Reihe weiterer nationaler Forderungen sowie Forderungen bezüglich der österreichischen Ernährungswirtschaft auf und spricht die Erwartung aus, daß auch im Ernährungswesen eine Einheitsfront der verbündeten Mittelmächte geschaffen wird. Die Tagung verlief in voller Ruhe. Die KrjkMk!l.Waf!kn — incht amde jWe GMM Wir haben gestern eine Rede des Generaldirektors B a l • Itn gebracht und dazu bemerkt, daß mix zu unserer Freude uns ganz damit einverstanden erklären können. Es ist bedeutsam, daß ein Mann, der so mitten im Erwerbsleben steht, wie Bal- lin, rückhaltslos zu einer Verutteilung unseres Kriegsfozialis- nrus kommt. Wir bringen deshalb seine Ausführungen aus? führlicher. Ballin führte aus: Geheimrat Dove sprach heute mittag aus, daß man vertrauensvoll die vom hanseatischen Geiste getragenen Vorträge von heute morgen in sich aufnehmen könne. Wir danken für dieses Vertrauen. Es wird uns eine heilige Pflicht fein, dahin zu ftteben, diese Aufgabe restlos zu erfüllen. Aber ihrerseits muffen sie dafür sorgen, daß man Abstand nimmt von der gefährlichen Absicht, die Volkswirtschaft und hie Weltwirtschaft im Kafcrnenhof zu betreiben. Schaffen Sie uns Licht, Luft und Freiheit. Ich verstehe das Mißtrauen der Regierung einem solchen Volke gegenüber nicht. Industrie, Handel, Schifffahrt und alle Stände, wo immer sie sich in ehrlicher Arbeit be. tätigen konnten, haben mitgewirkt an Deutschlands Ruhm und Größe. Meine Herren! Deutschlands Landwittschaft ernährte ein 70-Millionenvolk durch bald vier Kriegsj^re hindurch. Die Industrie vollbrachte Leistungen, zu deren Lob man kaum noch Worte findet, und nrit den Wolken sind wir gesegelt, nebenbei haben wir auch etwas Schiffahrt und Binnenschiffahrt getrieben. nicht ganz ohne Erfolg. Angesichts aller dieser Leistungen will man die Friedenswirtschaft wieder aufbauen im Zwangsverfahren? Das können und dürfen Sie nicht zulasten. Ich bin der festen Ueberzeugung. daß die NebergangswirLfchaft sich auf einer falschen Bahn befindet. Damit wird dem Wirtschaftskriege nach dem Kriege der Boden bere-tet. Wir können nicht einen Zwang fetzen, wo wir von unseren Feinden Freiheit verlangen. Wir^ können nicht für die Freiheit der Meere kämpfen und gleichzeitig vor Mitteleuropa Siegel legen. Wir können nur einen Frieden brauchen, der das freie Spiel der Kräfte wieder herstellt. Es ist eine unabänderliche Forderung, daß sofort nach dem Kriege die überseeischen Rohstoffe und Nahrungsmittel nach Maßgabe der Beteiligung, die die einzelnen Länder 1913 an dieser Ausfuhr hatten, zu gleichmäßigen Bedingungen verteilt werden und eine Sicherung geschaffen wird für die volle Gleichheit im Weltverkehr. Eine gewisse staatliche Aufsicht zur Durchführung dieser wittschaftlichen Aufgabe ist nötig, aber wenn heute gesagt wird, daß die Ueberaangswirtschaft teilweise drei Jahre dauern soll und tausend Kriegsgesellfchaften dafiir verwendet werden und dann erst langsam ab gebaut werden soll, dann kann ich diesen Absichten nur meine ernstesten Warnungen entgegensetzen. . Sobald der Krieg vorbei ist, werden alle tüchtigen Männer m ihrer üblichen Betätigung zurückeilen. In den Krieg-gesell- .chaften wird ptzen bleiben, was an diesen nicht gerade*schönen Geschöpfen geheime Reize entdeckte oder sich unter den Fittichen von Vater Staat geborgen fühlt. Der Redner trank auf die glückliche Zukunft des deutschen Volkes und auf das Wohl * des deutschen Reichstages. Kahm m die fräs, Mlimm mr dm M-mn t In dem Jahresbericht, den der Genosse Haase im Sozialdemokratischen Wahlverein Wiesbaden-Rheingau (Untertaunuskreis) erstattete, befindet sich felgende bemerkenswerte Stelle: Auch in Zukunft muffen wir der Frauenbewegung erhöhte Aufmerksamkeit widmen. Haben wir die Frauen, werden wir um so leichter den heimkehrenden Mann gewinnen. Mögen sich die nationalen Parteien diesen Satz merken! Gegen die Zeutralißerung der KriegsvirtjAst in Kerlin tu* batdtunlichste Beseitigung der behördlichen Zwangswirtschaft richttt sich eine Anfrage, die die Abgg. Köhler und v. Brentano im Heff. Landtag gestellt haben. Cie lautet: * Die von sämllichen südwestdeutschen Handelskammern zu Frankfurt a. M. für den 25. Mai l. Is. einberufen ge- wefene Versammlung ist entstanden aus der Abnttgung gegen die immer stärker werdende Zentralisierung in der Neichshauptstadi und den hieraus erwachsenden Gefahren für den Südwesten Deutschlands. Die „Frankfurter Ztg." führt dies zutreffend in einem Artikel über jene Versammlung an. Einstimmig wurden folgende Resolutionen von der außerordentlich stark besuchten Versammlung angenommen. Die fast lückenlose Zentralisierung der Kriegswirtschaft in Bcrlin hat dem südwestdeutschen Wirtschaftsgebiet schwere Nachteile gebracht. Die Kriegsgesellschaften haben den für Südwestdeutschland außerordentlich bedeutungsvollen, leistungsfähigen und kapitalkräftigen Handel aufgesogen, während wichtige Zweige seiner Jndusttie teils still liegen, teils erttaglos geworden sind. Die fortwährend notwendigen Reifen nach Berlin bei gleichzeitiger Verteuerung und Verschlechterung des Eisenbahn-, Post- und Telegraphenverkehrs legen jedem einzelnen Betrieb große Opfer auf. Um die gemeinsame Gefahr für den Wiederaufbau und die spätere Entwicklung des südwestdeutschen Wirtschaftsgebietes abzuwenden, richtet die Vereinigung an die gesetzgebenden Faktoren die dringliche Aufforderung, mit der bisherigen zentralistischen Kriegswirtschaft zu brechen, die Ucbergangswirtschaft auf der Grundlage der zusammengehörigen Wirtschaftsgebiete aufzubauen und im übrigen bei allen zentralen Organisationen Südweftdeutschland die ihm gebührende Verttetung zu gewahren. Die von der Vereinigung sdweftdeutscher Handelskammern vertreterreu Industrie- und Handelskreife erblicken in der während des Krieges durchgefühtten Zwangswirtschaft und in einer Herübernahme derartiger Maßnahmen in die Friedenszeit eine Abkehr votz den bewährten Grundlagen unserer staatlichen und wirtschaftlichen Zukunft. Die Vereinigung vertritt die Ueberzeugung, daß unbeschadet einzelner, durch besondere Verhältniffe gewisser Erwerbszweige gebotenen Bindungen Industrie und Handel nur in freier Wirtschaft der so dringend erforderlichen Wiedergesundung entgegengeführt werden Hm*'»* Wir fragen an: welche Stellung nimmt die Eroßherzogliche Regierung zu diesen Entschließungen ein? Ans der Heimat. Friedberg. (A n § 5 e i cf) rt it n g.) Den Helferinnen der Kinderkrippe Fräulein Liefe! Böckel, Minni Lainpas, Edith Schönberg. Selma Strauß und Erna Zinßer wurde das Ehrenzeichen für Kriegsfürsorge verliehen. Gold' und Silberankaussstelle. Der nächste Ankaufstag findet morgen. Freitag, den 21. d. Mts., nachmittags von 3—5 Uhr im Großh. Hochbauamt, Schützenrain 5, statt. Eierprozcssc. Hnnderttausende von hessischen Geflügelhaltern haben gegen die wegen Nichterfüllung der Eierablieferungspflicht erlassenen Strafbefehle von 1 Mark für jedes nicht gelieferte Ei Einspruch erhoben. Die Schöffengerichte haben demnächst in diesen Massenprozessen zu erkennen. Begründet wird der Einspruch damit, daß im Jahre 1917 infolge des Verbots der Fütterung von Getreidekörnern, des Mangels an eiweißhaltigen Futtermitteln und der erst im Mai erfolgten Zustellung der Eierscheine kein Hühnerhalter seinen Verpflichtung Nachkommen konnte. Außerdem beruft man sich auf die niedrigeren Geldstrafen im Regierungsbezirk Wiesbaden und Koblenz. Die Abgabe des Obstes. Eine überraschende Nachricht bringt soeben die amtliche „Darmst. Ztg." in einer. Bekanntmachung des hessischen Ministeriums des Innern. Danach wird in Aenderung der Bekanntmachung vom 29. Mai d. Is. betreffend den Verkehr mit Obst abgeöndert und zwar: Der §3 der Verordnung, wonach dem Erzeuger die Abgabe von selbst- gezogenem Obst an Selbstverbraucher aus anderen Gemarkungen in Mengen bis zu 5 Kg. gestattet ist, wird aufgehoben, diese Bekanntmachung tritt sofort in Kraft. Gewiß ist der Unfug, der mit dem Ankauf von Obst von Seiten der Verbraucher sowohl, wie der Erzeuger getrieben wurde, ungeheuerlich gewesen. Boten doch die Käufer beispielsweise den Kirschbaum, besitzern am Baume,selbst außer dem Höchstpreise von 65 Pfg. noch 60—70 Pfg. Trinkgeld, und ging das Obst für diesen hohen Preis in die benachbarten Großstädte. Aehnlich ging es schon mit Erdbeeren. Mit dem anderen Frühobst dürfte es kaum anders werden. Wie aber die Landesobststelle die Kontrolle darüber ausüben will, ist uns unerfindlich. Jedenfalls wird es einen Sturm von Entrüstung erregen, wenn der Verbraucher nicht mehr in der Lage sein soll, sich einige Pfund Spoiseobst zu kaufen, denn auf dem Wege bis zum Markt oder den Verkaufsstellen wird nach den bisherigen Feststellungen soviel Obst verschwinden, daß nur ein ganz kleiner Bruchteil der Intereffenten sich den Genuß verschaffen kann. Nun, die Erfahrung wird es ja lehren. FC. Kirschencrnte 1918. Infolge der anhaltenden Trockenheit liefern Heuer die Hauptkirschengobiete nicht den dritten Teil des regelmäßigen Ausfalles. Vilbel. Der Beigeordnete Hergel, ein in der ganzen Umgegend bekannter Mann, der zeitweise die Bürgermeister- geschäfte hiesiger Stadt versehen hat, wurde von der Gießener Strafkammer wegen Urkundenfälschung zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. Er hatte in einem anonymen mit der Unterschrift „Schmidt" versehenen Schreiben aq das Großh. hessische, Ministerium de» hiesige» Amtsschreiber Trant «tue» schlechte» Familienleben» und nicht einwandfreien Lebenswandels öe, ztchttgt. Erschwerend kam bei der Verurteilung in Betracht, daß Herget äußerlich mit Traut in bestem Einvernehmen ver. kehrte und sich gewiffermaßen als Freund von ihm aufspielts. Ober-Eschbach. 18. Juni. Die Haussammlung für die Lu- dendorff-Sperrde hatte ein schönes Ergebnis. Hierbei gingen ein: 043 Matt. Die Gemeinde sowohl als auch die Sparkaffe gaben je 200, gleich 400 Matt. Von diesen 1343 Mark wurden 1200 Mark an das Krersamt abgeführt, während 143 Mark der örtlichen Kriegsfürsorge zugewiesen wurden. Hoffentlich ist e» in anderen Otten gleich gut gegangen. FC. Büdingen, 18. Juni. Eine von Milchproduzenten und Verttetern von Molkerei-Genossenschaften abgehaltene Versammlung nahm nachstehende Entschließung einstimmig an: „Die Versammlung stellt fest, daß der Milchpreis, der im Büdinger Milchgebiet gezahlt wird, nicht in Einklang steht mit den in der Bekanntmachung der Landes-Milch- und Fettstelle festgelegten Richtlinien. Es handelt sich hierbei um der!^on der Leitung des Milchgebietes festgesetzten Einheitspreis von 32 Pfennig. Dieser Preis reicht im allgemeinen nicht aus, um die zurzeit erheblichen Kosten der Milcherzeugung zu decken, ganz zu schweigen von einem Verdienst/ auf den die Milcherzeugende Landwirtschaft eigentlich doch Anspruch hat. Der Verband der hessischen lündwirtschaftlichen Genossenschaften wird beauftragt, die nötigen Schritte zu tun, um das Interesse der Landwirtschaft des Kreises Büdingen nach der Richtung hin wahrzu- nehenm." Gleichzeitig betonte die Versammlung die Notwendigkeit der Gründung öttlicher Erzeuger-Organisationen auf genossenschaftlicher Grundlage in den Gemeinden, die keiner Molkerei-Genoffenschaft angeschitossen sind. 8 r. Wachenbuchen (Kreis Hanau), 18. Juni. Bürgermeister Mankel erlitt kürzlich in Frankfurt infolge Ueber- fahrens durch ein Fuhrwerk eine schwere Verletzung, sodaß in einem Frankfurter Krankenhaus eine Operatton vorgenommen werden mußte. Heute vormittag ist er gestorben, da noch eine Lugenentzündung hinzugetreten war. Klein-Steinheim. Am Eingang des Dorfes Klein- Steinheim wurde, wie die „Oberhessische Zeitung" berichtet, von den Genbarmen eine von Offenbach kommende Droschke angehalten, in der ein Soldat rvü eine Frau von Hanau, ängstlich ein Paket verbargen, das 40 bis 45 Pfund Fett enthielt. Der heute so begehrte Artikel kam aus Karlstadt, war per Schiff nach Offenbach befördert worden und sollte in der Droschke seinem Besttmmungsort Hanau zugefühtt werden. Das Fett wurde beschlagnahmt rmd auf das Klein-Stein- heirner Rathaus gebracht, während die Hamsterer nach Fest? stellung ihrer Personalien mit betrübten Gesichtern ihre Fahrt fortfetzen dursten. FC. Vom Main, 18. Juni. Der 12jährige Sohn des Sta- tionÄüeners Mahlein in Miltenberg stürzte von einem Lindenbaum, den er zur Blutenfommlung bestiegen hatte, Er verletzte sich derart, daß er bald darauf ft*** - Aus Starkevbu»^. FC. Zwingenberg, 18. Juni. Die Versteigerung des Heugrases von den städtischen Wiesen brachte den außer-' ordentlich hohen Erlös von 11500 Mark ein. FC. Dieburg, 18. Juni. In der elterlichen Wohnung erschoß sich der 46jährige Sohn einer hiesigen Familie. Aus Rheinheffen. Wallertheim. Die „Mainzer VolkSzeitung" berichtet von hier: „Die Untersuchung gegen den zurzeit im Mainzer ProvinziaüArresthaus inhaftierten Besitzer einer hiesigen Grohmühle hat so gravierendes Beweismaterial ergeben^ daß der Untersuchungsrichter das Ersuchen, den Angeschuldigten gegen Stellung eines hohen Kautionsbetrags vorläufig auf freien Fuß zu setzen, abgelehnt hat. Es handelt sich um eine ausgedehnte Schleichhandelsaffäre, in die auch' die Firma Krupp in Essen verwickelt sein soll, welche von der Wallertheimer Mühle zu Wucherpreisen einen Waggon (300 Zentner) feinstes Weizenmehl bezogen haben soll. Ob sich das in Rheinheffen verbreitete Gerücht bewahrheitet, es sei von dem verhafteten Mühlenbesitzer auf Schleichwegen und durch falsche Deklaration auch Weißmehl über Holland nach England geschmuggelt worden, bedarf im Interesse der Beruhigung des Publikums dringend der Aufklärung." Bekanntlich stehen die Schiebungen der Wallertheimer Mühl? mit der Mühle in Affenheim in Verbindung. Aus Hessen-Raffau. ^ Gxp?gs»sir im Höchster Elektrizitätswerk. Höchst a. M., 48. Juni. Infolge Ueberhitzung ist heute früh gegen 4 Uhr der große Transformator des städfischen Elektrizitätswerkes an der Ecke Königsteiner Straße und Sedanstratze in die Luft geflogen. Durch den gewalfigen Luftdruck wurden fast alle Fensterscheiben der Nachbarhäuser zertrümmert. Menschenleben kamen nicht zu Schaden. Der Sachschaden fft sehr erheblich. Die Stromzuführung nach verschiedenen Stadtteilen ist unterbrochen, dürfte aber im Laufe des Tages durch Umschaltung wieder hergestellt werden Höchst a. M. Eine Frau kam in ein stark besuchtes Zimmer des Rathauses und stellt ihren Korb, in dem eine Brieftasche mit mehreren 100 Mark Inhalt lag, abseits auf den Boden. Ihr Kind posfierte sie daneben. Als die Frau nach Erledigung des Geschäfts den Korb wieder an sich nahm, sah sie sofort, daß die Brieftasche verfemenden war. Wo sie hingekommen ist, konnte noch nicht festgestellt werden. verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ottol Hirsche!, Friedberg: für den Anzeigenteil: R. Hevner, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Dages-eLkiNA" «■Jj! SfriMerjaJ-jg, Kirnt nie doch Me Leid geschah Roman von Courths-Mahler. 97 ) Nachdruck verboten. Da trat Graf Rudolf in formeller Haltung an sie heran. "Wie ist es gegangen in dieser Zeit, Fräulein Christa?" fragte er leise. Sie wandte ihm ihr ernstes Gesicht zu. ^ J fr* ‘ L i „Gut — viel besser als ich dachte." "Mein Freund Birkenheim Hai mir so viel lsebens- wertes über Sie gesagt. Er hat Sie entschieden ins Herz geschlossen." „Das freut mich sehr, wie Sie sich deuten könnend „Ja, ja! Haben Sie schon etwas tun können, nm Ihre Mission einzuleiten?" ..Nein, noch nicht. Ich wollte mir erst das Vertrauen Herrn von Virkenheims erringen." „Das ist wohl geschehen. Und ich hoffe, das; ich Ihnen nun ein wenig helfen kann. Hoffentlich kann ich einige Wochen hier bleiben." „Ist das nicht bestimmt?" 3 ^ f \}; Er lächelte. „Was ist bestimmt? Niemand kann wissen was ge^ schkeht. Es gibt sehr viele politische Differenzen, und ich kann jede Stunde abgerufen werden. Aber ich hoffe es nicht. Ich möchte so gern mal ein paar Wochen alle Politik vergessen. Also hoffentlich kann ich Ihnen ein wenig behilflich fein. Vielleicht kann ich meine diplomatischen Fähigkeiten auch einmal auf diesem rein privaten Gebiet betätigen." „Ich nehme dankbar Ihre Hilfe an," sagte Christa warm und herzlich. „Wann und wo kann ich Sie einmal allein sprechen? Wir haben doch wohl mancherlei zu erwägen." „Nach Tisch, wenn von Virkenheim ruht, bin ich bei schönem Wetter immer im Park in dem kleinen offenen Pavillon." „Gut, dort werde ich Sie morgen aufsuchen. Sieht man uns zusammen, so ist es eben ein Zufall gewesen, der uns zusammen führte. Doch still jetzt — die Baronin kommt auf uns zu." Nach diesen Worten sprach Graf Steinau in formeller Weise einige nichtssagende Worte zu Christa, sich den Anschein gebend als bemerke er das Herannahen dar Baronin gar nicht. Diese mischte sich nun ins Gespräch. Gleich darauf trat auch Herr von Birkenheim wieder ein. der auf einige Minuten von seinem Verwalter abgerufen worden war. Er lies; sich neben Graf von Steinau in einen Sessel nieder, und die beiden alten Freunde plauderten angeregt eine Weile miteinander. Bald darauf kamen die Frankenaner Herrschaften an. Mit fast jugendlicher Lebhaftigkeit begrüßte -Graf Steinau Frau von Frankenau. „Meine liebe verehrte gnädige Frau, ich freue mich, Sie wiederzusehen und hoffe auf einige genutzreichePlauderstündchen mit Ihnen." „Daran soll es nicht fehlen, lieber Graf. Die Freude an unserem Wiedersehen ist gegenseitig. Diesmal find Sie Ihren eunden recht' kange feM Ich grause, es ist efrt Zahr her, fett wir uns zuletzt gesehen haben." erwiderte Frau Sabine herzlich. ^ w u * Graf Steinau Überlegte. ^ ff _ ^ "Ja, es kann sogar etwas langer sein, meine verehrte Freun. din. Draußen in der Welt vergeht die Zeit so schnell, und man hat immer so viel vor^daß man kaum merkt, wie sie entschwindet." Frau von Frankenau lächelte. ' „Nun, uns vergeht die Zeit hier auf dem Lands auch recht schnell." 7 „3 W0 herrlichsten Früchte hingen. rl ’ i! finbcn? 3u lolchen StreifjUgen flni> sie mm sicher nicht mehr zu haben." Iö ^ te * ® in ***** wf und verwirrt war sie noch immer^ aber langsam gennnn sie doch ihre Sicherheit wieder. • maC ba ? unbelangt, Graf Joachim, beim Obslstipitzen mn ich immer noch gern dabei." „Wirklich?" Schwester behauptet, baß nur gestohlenes Obst so rrchttg schmeckt, mrschte sich Hans Ullrich ins Gespräch. — "®° *£ Eulern Ursula recht, der Meinung bis ich auch, ttauensnoll^i, *%***> * u verzagen und kann mich ver. 2?^ ^ ' mm ** U'ch gestoh. Ursula nickte herzhaft. ! „Natürlich, ich bin immer dabei, Graf Joachim." sah Ursula immer noch mit staunenden Blicken an. für ilti reizendes Geschöpf war aus dem unfertigen Back, fisch geworden! ü „Warum sehen Sie mich nur so komisch an, Graf Joachim'"' W°ch ° s"1nd°' m 0e ® en etßenC B-kangenheit energisch z„; „Komisch? Habe ich Sie komisch angesehen?" „Ja. Als konnten Sie das Wunder nicht fassen, das, ich In. Mischen ein erwachsener Mensch geworden bin." ^ »JJ“ einem warmen Blick sah er ihr in ihre tiefblauen sagte"e°'l!ise^ " ~ ^ es ni(%t *“&?<>«* Wunder." Das Blut schoß ihr jäh ins Gesicht. In ihren Augen lag ein verwirrter, hilfloser Blick. Ursula gefiel Graf Joachim immer mehr. Er fand sie sehr reizend. ' 1 Sie atmete tief auf. \ „Nun muß ich aber erst mal die anderen begrüßen," sagte sie hastig und lief davon. 19 gefallet *** ***' ^ 3Cuö * n Iö0 dn saunendes Wohl- Sie begrüßte Herrn von Virkenheim und die Baronin und ihre Tochter. Dabei sah sie verstohlen nach ihm zurück, und als sie ln seinen leuchtenden Blick hinein sah, wurde sie wieder sehr rot und verlegen. Schnell wandte sie sich ab. V! 3n J cinent ^zen regte sich ein seltsames Ge- fuhl Sollte die kleine Ursula, ohne daß er es geahnt hatte, mit besonderen Gefühlen seiner gedacht haben? Ihre holde Verwirrung, ihre scheuen Blicke, die sonst gar nicht in ihrer Art lagen — waren das nicht bedeutungsvolle Zeichen? W “ 3U ** V" mt - Sic stand i«*t neben 2«»nwt OTi) SeatBWe diese in ihrer herzlich zutran. lichen Art, die bei allem Ungestüm ihr Wesen karakterisierte. Neben Christas stolzer Schönheit kamen allerdings Ursulas !l 7 ^nlcht so recht zur Geltung. Und Graf Joachim halte entschieden für Christa etwas mehr empfunden, als für anders Franen. Aber trotzdem hatte er plötzlich das Gefühl, als wenn v-yrifta etwas an stch habe, was ihn abkublte. Ec hatte mit tümpfinden. als wäre es gar nicht fchr erstrebenswert, Ehristas Neigung für stch zu gewinnen. „Sie Ist viel zu Nug und zu schön für mich," dachte er. Tr hatte das Gefühl, als müsse er neben Christa eine rcch« unbedeutende Nolle spielen. Das würde ihn Niederdrücken. Neben der kleinen Ursula glaubte er sich eher behaupten z« TÜL. L roflri,e ai,dl mit w"> ^rch dick und dünn gehen und nicht mitleldtg lächeln über seine Schwächen. Es wurde ihm sehr warm ums Herz. Fortsetzung folgt. ^ Statt Karten. Die Verlobung unserer Tochter Jlse mit dem Landwirt Herrn Richard Wendel, Leutnant der Reserve, zu Okarben, beehren wir uns anzuzeigen. Pfarrer Hermann Bernbeck und Frau Emilie geb. Rössing. Okarben, Juni 1918. Meine Verlobung mit Fräulein Jlse Bernbeck beehre ich mich anzuzeigen. Richard Wendel Okarben (Petershof), Juni 1918. Betr.: Die Fleischverorgung für die Stadt Friedberg. Kelranuimachnug Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß der Verlauf non Rind- und Kalbfleisch sowie Wurst uir diese Woche am Freitag. den 21. Juni 1918, nachmtt- ta s von 1 — 6 Uhr in den sämtlich, n hiesigen Metzgerläden stattfindet. Schweinefleisch gelangt nicht zur Ars abe. Die Verkaufszeit ist genaicein- zuhatten. «rrledberg, den 20. Juni 1918. Der Bürgermeister. 2. V.: D a .n m. Kekanntimrchnng. 2^886 - Nächsten Samstag, den 22. ds. Mts., vormittags 9—1 Uhr onngen wrr in der alten Post durch die hiesigen Kolonialwaren' Händler «äse zum Verlauf. Auf jeden Abschnitt „d" der Brotkarte wird 1 Käse bezgl. 50 Gramm zu 22 Pfennig verabfolgt. ^ ö Friedber,, den 18. Juni 1918. / Der stello. Bürgermeister (städt. Lebensmittel- us,chuß) 2. A.: Langsdorf. Allen Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mit- t-Ilung daß es Gott gefallen hat. unseren lieben herzensgulen einzigen Sohn, Bruder und Neffen Carl Friedrich Riedel nach langem schweren Leiden, im hoffnungsvollen Alter von 20 Jahren heute morgen aus dieser Welt zu stch zu rufen. Affenhelm, den 19. Juni 1918. Im Namen der franernften Kiifldjorip: SBill). Niedel, Eräfl. Hofgärtner. ' b'M» Tellnahm« vielen ^Jahren^piakttsch^ältge" Lan->wir..chaf- erfahrener und sei. GutsverWalter UMm i Pilüie mH Eisen- u. Holzgründel, welche demnächst eintreffen, erbitte ich sofort. nr Deichselrollen, Vorderwagen. Sandsteinschleifer und Anhauebleche offeriert lAlfilH _LeLdendergeu. Heldenbergen. Die erfolgreichste Centrifuge und Waschmaschine ist noch vorrätig bei Wilhelm lioliroy. 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