Muriner 139 Montag, den 17. Inni 1918 11. Jahrgang Tagesiei wm / Die .,L!eue Tageszeitung" ericheint jeden Werktag Regelmäßige Beilagen „Der Kauer'aus Hessen", „Die Spinnssube". Kezugspreis: Bei den Postanstalten merreljährlich Mk. 2 . 4 O hinzu tritt noch das Bestellgeld; '.-ei den Äoenten- monatlich Big. einschließlich Trägerlolin. Anzeigen: törundzeile 2b Pfg., lokale 20 Psg^ Anzeigen von auswärts werden durch Postnachn'ahme erhoben. E-nillungsork Fttedberg. ^chrittleilnng und Verlag -vriedberq (Hessen), ^anaueräratze 12. Fecmprecher 48. Postjheck-Laato Sir. 4850, Amt iytanffurt a. M. Uedergang über die Piave. — 16060 Gefangene. — KampfesLKligkeit an der Aucre, dei Uoyon. Krthnue. Aommicr«, im Wald von Dillers-Cotterets. — Die Gefangenenzah! südlich der ALsne ans über 2000 erhöht. — Dnsftjchs Danden« in Starke von etma 10 000 Wann vernichtend -efchlagru. 28000 Tonnen verdenkt. — Regiernngssttdilänm des Kaisers. Der deutsche Generalftak meidet: Der österreichische Generalstal» weidet: !! Das türkische Kanptqnartier ^ welde«: ——-- J W. T. K. Großes Aarrptquarriev, derr 15. Juni. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Rege Artillerietätigkeit. Südwestlich von Morris macksten wir Gefangene. Stärkere Vorstöße des Feindes an der Ancre wurden abgewiesen. Der Artillerie- und Minen-Feuerkampf lebte am Abend beiderseits der Sonune auf. «Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Südwestlich von N 0 y 0 n blieb die Jnfanterietätigkeit Mrf örtliche Kampfhandlungen beschränkt. Das Artilleriefeuer ließ an Stärke nach. Südlich der A i s n e blieb der Artilleriekampf gesteigert. Mehrfache Teilangriffe, die der F-ünd gegen unsere Linien im Walde von Villers-Cotterets ^rte, wurden ab' gewissen. Die Gefanoenenzahl aus den letzten Kämpfen südlich der Aisne hat sich auf 48 Offiziere und mehr als 2000 Mann erhöht. Leutnant Udet errang seinen 30., Leutnant Kirsch- stein seinen 25. und 26. Lustsieg. Osten: Heeresgruppe Eichhorn. Etwa 10 000 Mann russische Banden, die von tzeisk kommend in der Muß-Bucht an der Nordküstc des Nsowschen Meeres landeten und Zum Angriff auf Daganrog vorgingen, wurden vernichtet. Teile des Feindes, die auf Booten und Flößen zu entkormnen versuchten, wurden im Wasser zusammengeschossen. Der Erste Genernlgunrtiermeistcr: Ludendorff. Abcndbericht. Berlin, 15. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) Oertliche Angriffe des Feindes nördlich von Bethune und südlich der Aisne sind verlustreich gescheitert. W. T. Großes Kauptqnartter, derr 16. Inni. Amt!ich. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Südwestlich von M e r r i s und nördlich von B e - 1 y n n e wurden englische Teilangriffe, bei denen der Feind westlicb von Lacon in unsere vorderen Linien eindrang, im Nahkampf obgewiesen. An der übrigen Front blieb die Jn- fanterietätigleit ans Erkundu -gefechte beschränkt. Der Artilleriekampf lebte am Al nördlich der Lys, nördlich der Srarpe und beiderseits der Somme auf. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Kleinere Jnfcmteriegefechte auf dem Kampffelde südwestlich von 9? oijo n. Südlich der Aisne dauerte erhöhte Gefechtstätigkeit an. Starke Angriffe der Franzosen gegen, D 0 m m i e r s wurden durch Gegenstoß auf der Höhe westlich von Doiu- miers zum Scheitern gebracht. Ebenso brach ein gegen unsere Linien am Walde von Villers-Cotterets gedichteter Angriff verlnstreick) zusammen. * Leutnant Menkhoff errang seinen 34. Lrrftsieg. Der Erste Eeneralquartiermeister: Ludendorff. Abendbericht. Berlin, 16. Juni. (WB. Amtlich.)' Don den Kampf- fronten nichts Neues. Wien, 16. Juni. (WTB. Nichtanltlich.) Amtlich wird verlautbart: Heute früh steigerte sich das G e s ch ü tz f e u e r in vielen Abschnitten der Südwestfront zu großer S t ärk e. An der albanischen Front sind gestern nesterdings unter Einsatz der Reserven durchgeführte Angriffe der Franzosen «südwestlich von Sinaprente gescheitert. Der Chef des Generalstabes. Zll die itülkmjdp Knien emgebrochtN. Uev-er 10,000 Gefangene. Wien, 16. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegspresscquartier wird vom 15. Juni, abends, gemeldet: Unsere Armeen sind heute vormittag sowohl aus der H o chs lä ch e der Sieben Gemeinden als anch über die P i a v e in die feindlichen Linien eingebrochen. Bis zum Mittag liegen Meldungen über 10,000 Gefangene (Italiener, Engländer und Franzosen) vot. Die Geschützbeute ist betracht''" Wien. 16. Jum. (WB.) Amtlich wird verlautbart: Gestern früh griffe« an der Piave und beiderseits der Brenta unsere Armeen nach mehrstündigem Artille- riemassenfeuer die Italiener und ihre Verbündeten an. Die Heeresgruppe des Feldmarschalls von Borovic erzwang sich an zahlreichen Stellen den Uebergang über die hochgehende Piave Die Korps des Generalobersten Wurm nahm nach Niederringen erbitterter Gegenwehr San Donna di Piave und beiderseits der Bahn Ober- zo-Treviso in breiter Front die feindlichen Stellungen. Die Truppen des Generalobersten Erzherzog Josef bemächtigte« sich überraschend der Verteidigungsanlagen am Ostrande des Montello und dränge« in dieses Höhengelände cin. General der Kavallerie Fürst Schönburg wurde bei dem Uebergang seilles Korps durch eine Granate verwun- det. Die Zahl der cm der Piave eingebrackrten Gefangene« beträgt 10000, an erbeuteten Geschützen sind bisher etwa 60 gemeldet. Auch der erste Ansturm beiderseits der Brenta hatte Erfolg. Starken feindlichen Widerstand brechend und alle Hindernisse des zerklüfteten waldreichen Gebirges über- windend stießen unsere Truppen vielfach bis in die dritte feindliche Stellung vor, wobei 6000 Italiener, Franzosen und Engländer als Gefangene in unserer Hand bliebe« Die daynt gewonnenen Vorteile vermochten wir aber nur teilweise zu behaupten. Oestlich der Brenta mußte der Berg N a n i e r o vor überlegenen, durch flankierendes Geschützfeuer unterstützten Gegenangriffe« des Feindes wieder freigegeben werden; indessen der Italiener an den Nordhängen der Grappa vergebens gegen unsere dort in seine ersten Linie« festgeklammerten Bataillone vorstürmte. In den Waldzonen der Siebe« Gemeinden träfe« unsere Regimenter auf eine von den Alliierten schon in den Vortagen vorbereitete Angriffs gruppe, vor deren Gegenstoß ein Teil des eroberten Geländes wieder geräumt wurde. Bei Riva im Abschnitt des Majors Erzherzog Maximilian entrissen wir den Italienern den Dosso Alto. Im Adamello-Abschnitt erstürmten bewährte Hochgebirgsbatail- lone den Corno di Cavento, wobei 100 Gefangene und 3 feindliche Geschütze eingebracht wurden. In Albanien wurde am 14. Juni abends ein neuere licher Angriff der Franzose« im Devolital abgeschlagen. Der Thrs des Erneralstabes. Konstantinopel, 14. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabsbericht. Palästinafront: Im Küstengebiet stießen Mt mehreren. Stelle« starke eigene Patrouillen in die vordersten Gräben des Feindes vor und fügten ihm erhebliche Verluste zu. An den anderen Fronten ist die Lage unverändert. Konstantinopcl, 16. Juni. (W.B Nichtamtlich.) T:- neralstabsbericht. Palästinafront: Fm Küstengebiet nur gering, Gesechtstätigkeit. Im Jordanbecken wurden feindlich Lager unter wirksames Feuer genommen. Zwei gegen .-m- fcrc Stellungen vorstoßende feindliche Kavallerieregimenter wurden vertrieben. Am Ostufer des Jordans tagsük?r beiderseitiges Artilleriefener. Eine unserer Batterien unternahm mit feindlichen Fliegern einen eriolgreichen ?u'ber> fall auf feindliche Bootsstationen am Nordrand des Tr . n Meeres. Ein am 11. 6.. gegen die Hedschasbahn gerich . r Vorstoß feindlicher Kamelreiter wurde von unseren Posten abgewißse«. Feindliche Karawanen und ein Rebelkenlagex wurden von unseren Fliegern mit Bomben angegrisseil'. Das am 0. 6. abgeschossene feindlich Flugzeug wurde von Leutnant Matzke zmn Absturz gebracht. An der übrigen Front ist die Lage unverändert. 28000 Tonnen versenkt. Berlin, 14. Juni. (WB. Amtlich.) Durch die To! g- keit unserer U-Boote wurden wiederum 28 000 Brnttoregutertonncn. versenkt. Den Hauptanteil an diesen Erfolgen von 17 000 Brt. hat Kapitänleutnant Georg, dessen Erfolge hauptsächlich im Aermelkanal erzielt wurden. Unter-anderen wurden , zwei tiefbeladene Frachtdampfer von zirka 6000 und 4000 Brt. Größe sowie ein Tankdampfer vom Aussehen des „Lurellum" (zirka 6000 Brt.), der in Beigleitung von zwei großen U-Bootsjägern fuhr', vernichtet. Ferner wurden von dem im englische« Kriegsdienst eingestellten Fischerfahrzeuge „St. Jobns" das Geschütz und die Kriegsflagge er« beutet. De>* Kommandant, ein Maschinist und ein Mann wurden gefangen gnommen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * Die Versenkung feindlicher Truppentransporter. Berlin, 16. Jrnn. (WB.) Das Auftauchen deutscher U-Boote an der amerikanischen Küste hat den Feinden neuen Anlaß gegeben, darin eine Bedrohung der amerikanischen Trrippentransporte zu erblicken, von denen die Westmächte eine Wendung des Kriegsglücks zu ihren Gunsten erhofften. Bekanntlich genießen die Truppentransportdampfer bei dem Feinde den Vorzug, daß sie besonders gut beschützt und geleitet werden. Daß aber unsere U« Boote sich durch noch so große Geleite nicht in ihrer An« griffslust hindern lasse«, ist durch die vielen Versenkungen aus stark gesicherten Geleitzügen hinreichend bekannt. Seit dem 1. Februar 1917, dem Beginn des uneingeschränkten U-Bootkrieges. sind von unseren U-Booten 3 9 Truppentransportdampfer auf der Hin- oder Rückkehr versenkt worden. Dabei ist zu bemerken, daß diese Zahl nur die mit Sicherheit als Truppentransportdanrpfer lestgestellten und versenkten Schiffe enthält. Bei dem heutigen Stande der U-Bootkriegführung kann, wie schon oft erklärt ist, nur bei einenr Bruchteil der versenkten Schiffe sestgestellt werde«, welche« Zwecke« sie dienen. In diesem Jahre sind von größeren Truppentransportdanrpfern u. a. bereits versenkt worden: am 23. Januar ein 10 000 T - Dampfer im Mittelmeer, am 30. Januar der emst' Dampfer „Minnetonza", 13 528 Brt., am 11, M iat franzöfWe Kmnpfer „Sani Anna-, 9850 Sfct, am l!t gSe. o«r englriche Dampfer „Tusccmia", 13 348 Brt., am 23 Mar der englische Dampfer „Moldavia", 9500 Btt., und jüngst der amerikanische Dampfer „Präsident Lincoln", 16168 Lrt. Die drei letztgenannten Dampfer waren zuur Leit voll besetzt mit amerikanischen Truppen. Haag, 14. Juni. (WB.) Korrespondenzburau. Anrtlich. Das MlNlsterium des Aeußern teilt mit, daß nach eine.»' Berichte des holländischen Gesandten in London die britische Regierung zugab, daß die Mine, durch deren Explosion am 15. Z 18 das Dampflotsenfahrzeug Nr. 14 zum Sinken ge- bracht wurde, wobei mebrere Personen umkamen, von der brrtnc.En Marine drei Seemeilen außerhalb eines von ihr £? ^rel?W an gegebenen Minenfeldes ausaelegt worden '?* Die britische Itegierung, die die Auslegung dieser Mine einem Vergehen bei der Navigation zuschreibt, hat wegen k»e^ Vorwlles rbr Bedauern ausgesprochen und sich bereit erklärt für den Verlust des Lotsendamvftrs eine Vergütung zu zahlen und aiich die Angehörigen der bei dem Unfall ums Leben gekommenen Seeleute schadlos zu halten. Berlin, 14. Juni. (WB.) Nach holländischen Presse- Meldungen wurde am Sonntag morgen der holländische Logger „Helena" anscheinend durch das Artilleriefener eines Unterseebootes versenkt, wobei drei Mann durch einen Schnlß getötet wurden. Ueber die näheren Umstände ist hier noch nichts bekannt. Die Versenkung erfolgte aber, sofern deutsche Seesiieitkrafle in Frage kommen, zweifellos außer- .-alb der freien Jahrrinne, da diese peinlich von uns geachtet wird. Das unsere Gegner nicht die gleiche Rücksicht nehmen, beweist das vor kurzem erfolgte Auslegen von Minen im östlichen Teil der freien Ninne und in den holländischen dänischen und schwedischen Hoheitsgewässern durch unsere Jemde, wodurch der Verlust mehrerer neutraler Handels- ßsiiffe sogar holländischer Kriegsfahrzeug« herbeigefühtt ist. Begeben sich die Fahrzeuge außerhalb der freien Fahrrinne rn das Sperrgebiet, so müssen die Besatzungen es sich selbst zuschrelben, wenn gegen sie mit Waffengewalt vorgegangen wird, da alle in dem Sperrgebiet angetrofsenen Fahrzeikge als im Dienste unserer Feinde fahrend angesehen werden. Stockholm, 14. Juni. (WB.) Der schwedische Dampfer ^ora 1555 Brt., wurde auf dem Wege von Hüll nach Metibl in Schottland, wo er Kohlen für Schweden ein- nehmen sollte, vor der Tyne-Mündung von einem deutschen U-Bot torpediert. Neun Mann kamen inn. Pie Schlacht im Westen. '£• Berlin, 15. Juni. (WB.) Wiederholte Angriffsver- suche des Feindes nach heftigen Feueriiberfällen an der Matz-Front verliefen ergebnislos. Die deutsche Ar- till-rie nahm u. a. Feuerzielen den Bahnhof von Com- piegne unter wirksamstes Feuer. Erkannte feindliche An- «ammlungen wurden mit Erfolg beschossen. Eigene Pa- trouillenunternehmungen brachten Gefangene imö Maschinengewehre ein. Aus einem vor rmserer Front liegenden Tank wurden mehrere Franzosen gefangen genommen. Ein Crkundungsvorstoß des Feindes, der um 4.30 Uhr gegen unfere Stellungen in der Gegend von Reims angesetzt war, tvurde glatt und mit schweren Verlusten für den Feind ab-' geschlagen. Im Raume zwischen Ancre und Avre, bei Albert und beiderseits der Somme lebhafte Artillerietätigkeit. Am 14. Juni 12.50 Uhr vormittags griff der Feind nördlich der Ancre m mehreren Wellen unsere Stellungen an. Sein Angriff scheiterte unter hohen blutigen Verlusten. Im As- schlich an abermalige stärkere Artillerievorbereitung griff der Feind in der Nacht zwischen Ville snr Ancre und Mor- lancoutt an. Auch hier scheiterte sein Vorstoß restlos in deutschem Feuer und Gegenstoß. Die Kämpfe um die Höhen bei Noyvn. Berlin, 15. Juni. (WB.) Der angesetzte Gegenangriff der Franzsen südwestlich von N o y o n übertraf an Wucht alles bisher Dagewesene. Mit mehreren eisernen Divisio- nen der besten Elitetruppen, und unterstützt von weit über Tanks und großen Flugzeuggeschwadern stieß der Feind um 11 Uhr 30 vormittags nach starker Artillerievorbereitung zwischen Courcelles und Mery vor. Nach Auf- zeichnungen, die in dem Tagebuch eines gefangenen ftan- öosischen Offiziers gefunden wurden, sollte L a t a u l e ge- nommen werden und die Tanks sodann bis Cuvilly durck>- oxcdym, um den DeutsclM die beherrschenden Höhen zu entreißen. Tie zum Gegenstoß eingesetzten deutschen Trup- hiP *T n l n ^nb nicht nur zurück, sondern drangen brs über die bisherige Linie vor. 66 der feindlichen Tanks lregen allein hier zerschossen hinter und vor unseren Li- men. Mit erstaunlicher Schnelligkeit wurden sie von un- serer Artillerie in Brand geschossen oder außer Gefecht ge- [?£*• Mehrzahl der Tankwagen liegt östlich und west- rch Courcesirs, nördlich Bellay und nördlich Cournay Al- lem auf der Straße Mery—Lataule waren nicht weniger ols 16 Tanks angesetzt worden. Der Feind hatte aller- ^ 6 ^ ^ rluste erlitten. Seine weiteren Angriffe zEr schellten an der Mauer der tapferen Divisiolren, die nun st^-on nach der Ueberwindung der feindlichen Stellung an J" vorherigen Tagen nach vielen Kämpfen immer noch Viesen frechen feindlichen Elitetruppen überlegen blieb. Berlin, 15 Jum. (WB.) Die strategische Bedeutung i.ompiegnes als Versammlungs- und Aufmarschgebiet zu Angriffen gegen die deuffche Flanke war untrennbar v«r- bunden mit dem Hohenmassiv südwestlich von Noyon. Die- d^s ^ deutscher Hand. Damit verlor y*JL Don Compiegne, das unter ständigem deutschen Artllleriefeuer üegt, seinen Wert. Die französische Heei-eSlÄtung wußte, wanmr ste ihre» Truppe» de» Befehl Ab, in den nun verlorenen Stellungen bis -um letzten Blutstropfen auszuhalten. Zur Wiedereroberung der Hohenstellungen warf sie die besten Divisionen in den Kampf. Um reden Preis sollten sie die verlorenen Stet- lungen wieder nehmen. Division auf Division brannte m den immer aufs neue wiederholten Gegenangriffen zur s Dle Aussagen von eingemachten Gefangenen der verschiedenen Truppenteile, im ganzen über 16 000 Mann m.t mehr als 400 Offizieren, ergaben einwandfrei, daß die Franzosen vom 9. Juni ab mehr als das D o p - pelte der Truppen in den Kampf warfen, als ursprünglich m der stark besetzten vorderen Front stand. Der Rest der französischen, im Raume zwischen Montdidier und Noyon eingesetzten Divisionen dürfte karnn noch als Rah- men für die Neuauffüllung in Betracht kommen. Die Erfolge der Armee Hutier. Derfln, 14. Juni. (WB.) Um sich die volle Bedeutung de- im Verlauf von nur zwei Angriffstagen von der Armee Hutier ersti-lttenen Sieges zu verdeutlichen, muß man sich tlarmachen. daß unsere Divisionen hier in 40 Kampfstunden ! ebensoviel Gelände erstritten haben als seiner Zeit die vereinigten englisckM und französischen Armeen in ihren fünf Monate umfassenden beispiellos blutigen Ansti'irmen der großen Somme-Schlackst zu erringen vermochten. »Dabei war das Gelände der Matz-Schlacht mit' seinen ausgedehnten Waldungen und schroffem Hügelcharakter einer zielbewnßten Verteidigung ungleich günstiger alschie waldarmemund flachen Bodenwellen der Somme Landschaft. Unsere Kanonen beherrschen heute Stadt und Bahnhof Compidgne. * Sre lähmen damit an diesem der französischen Heerführung bedeutungsvllen Eisenbahnknotenpunkt "die gegnerische Be- wckgungsfreiheit auf schlverste. Bei den großen Tankan- g'iffen, mit denen der Franzose am Dienstag den um diele Stunde bereits gesicherten Erfolg an der Matz uns streitig zu machen versuchte, wurden von unserer Artillerie und Infanterie von 80 angreifenden Kampfwagen 36 außer Ge- fecht gesetzt. Auch hier schwebte, wie vor Soissons, über Fochs Gegenangriffen ein tragisches „Zu spät". Berlin, 14. Juni. (WB.) Die großen Erfolge der AriitL Hu tier zwischen Montdidier und Noyon haben eine wesentliche Linien-Kürzung und -Verbesserungerzielt. Der Feind ist in den Grund hinabgeworfen worden, während wir von den eroberten Höhen seine Stellungen weit übersehen. Die Armee Hutier kann ferner heute schon eine aufs neue schwer ins Gewicht fallende Schwächung der feindlichen Kampfkräfte für sich buchen. Große Mengen französ. Leichen füllen die Wälder "und Schluchten des heiß umstrittenen Geländes. Dagegen erscheinen unsere Verluste unverhältnismäßig gering. Die Gefangenen- zahl muß in Anbetracht des geringen Frontabschnittes ebenfalls als sehr hoch bezeichnet werden. Artillerie-, Muni- tions-, Maschinengewehr- und Materialverluste des Feindes sind sehr bedeutend. Aufs neue brachte das französische Volk hier ungeheure Blutopfer vergebens. Diesel kann die französische Heeresleitung die Niederlage nicht mit dem Ueberraschungsmoment beinänteln, da einwandfrei festgestellt und in der französischen Presse zugegeben ist, daß der geplante deutsche Angriff tagelang vorher dem Feinde bekannt war. ^Mung ?*ter Kraft erhalten haben mag und noch erhält m ^bland und Italien, ist bereits verbraucht und ausgegeben und die » Vernichtung der Streitkräfte rat Felde t|t Merklich näher gerückt." Die Dknle bti da KkrbWnkvk in Ilalikn. Wien, 15. Sunt (WBs Der Kriegsberichterstatter der „Neuen Freien Presie" schreibt: Angesichts der Spannung, mit der man den von der gegnerischen Seite angekündigten gröberen Kampfhandlungen an der Südwestfront entgegenficht, weiden neue Zahlen über unsere Beute bei der Herbstoffensioe in Italien Dan/ck Zu’- 7m ^ ° 0n ^ständiger Stelle erhalten habe. ch betragt die Beute an Kriegsmaterial allein, soweit sie die X Dcn un,eten Beutesammelstellen und von der war, unter anderem: Ee- schutze etwa 2300, darunter die Hälfte mittleren und schweren Kalibers, etwa 3000 Maschinengewehre, tOOMinenwerfer, 150 000 Znfanteriegewehre, eine Million Handgranaten, über 1% Mil. tonen Artilleriegeschosse, 52 Millionen Infanterie- und Ma° sch'nengewehrpatronen, 700 000 Kilogramm Pulver, 150 Flug, i zeuge davon 30 völlig unversehrt. Alle diese Zahlen beruhen auf EtUchen Feststellungen bezw. Schätzungen und sind durchweg als Mlndestzahlen anzusehen. Dazu kommt der erbeutete Proviant. Monturdepots, Futtermagazine, Pneumatiks, Wagen und Auto- parks, die ebenfalls in unsere Hand gefallen sind und zum größeren ^erle verwendet werden, nicht zu vergessen die Vorräte an Chemikalien und Medikamenten. Der Wert der gesamten italienischen Beute beläuft sich auf mehrere Milliarden. Der <4ransport dessen, was bei der Frontarmee nicht sofort verwendet wurde, wie Altmaterial usw. in das Hinterland ist heute nocy nicht abgeschlossen. Die ifrnidjtnng Drr bgPjkMjjchki Garde. Kiew, 14. Juni. (WB.) Die Heeresgruppe Eichhorn veröffentlicht heute folgendes Telegramm an den Generalfeldmarschall v. Eichhorn: „Euer Exzellenz melde ich einen Erfolg der mir un- terstellten Truppen westlich Taganrog. Meine Bataillone, Eskadrons und Batterien haben die bolschewistische Rote Garde, die, unter dem Befehl eines tschechischen Oft ftzrers stehend und seit dem 10. Juni von Jrisk kom- mend. etwa 10 000 Mann an der diesseitigen Küste des Asowschen Meeres landete und zum Angriff gegen Taganrog vorging, nahezu vernichtet. Ueber 3000 Tote der bolschewistischen Roten Garde wurden bisher gezählt, ohne die . im Wasser Umgekommenen. Unsere Verluste sind gering. General Knorzer." Die U-Donle an der nmerikani/chen Küfle. Große Besorgnis. Haag, 16. Juni. Aus London wird gemeldet: Zn ame-, rikanischen Handelskreisen herrscht wegen des Ausbleibens einer Anzahl wertvoller Frachtdampfer große Besorgnis. Die erbeuteten Geschütze. Berlin, 16. Juni. (WB.) Das unübersichtliche, durch waldreick)e Schluchten zerrissene Gebiet der gegenwärügen Kämpfe bringt es mit sich,' daß eine zahlenmäßige Feststellung her Beute nicht so rasch erfolgen kann, als sonst. Ständig laufen neue Meldungen über erbeutete Batterien und Geschütze ein. In einer einzigen Schlucht südlich Kas- signy stehen 8 Batterien schwerer Kaliber wen 22 bis 27 Ztm. Eine Reihe der Geschütze ist neuester Art, aus dem Jahre 1917. Die Geschützlafette und die Protze sind' mit breiter, anndicker Vollgpmmibereifung versehen und werden von großen Zugmotoren bewegt. Die Geschütze einschließlich der Verschlüsse der Zieleinrichtungen sind völlig unversehrt. Munition ist zahlreich in den Unterständen ausgestapelt. In der gleichen Schlucht befindet sich weiter rückwärts ein 15 Ztm.°Langrohrgeschütz neuester Art. An den Hängen der nämlichen Schlucht stehen viele 7,5 Ztm.- Feldkanonen. Ihre Protzen liegen zumeist mitsamt der Bespannung und Bemannung zusammengeschossen in den Hohlwegen. Ueberall in dem Gelände findet man Ma° schinengelvehre in Mengen verstreut. Auch die Bergung der großen Bestände erbeuteter Munition jeglicher Art mW Pioniergerät wird noch längere Zeit beanspruchen. OhcrÜ Ggli über den Zikg an der Matz. Basel, 14. Juni. In der Besprechung der Schlacht an der Matz und des gegenseitigen Stärkeverhältnisses in der Schlacht am Damenweg hebt der Militärberichterstatter der ..Basler Nachrichten", Oberst Egli, hervor, daß die Bedeutung der Schlacht an der Matz nicht im Geländegewinn und auch nicht in der Beute an Gefangenen und Material liege sondern darin, daß eine kanipfbereste und tiefgegliederte französische Armee in wohlvorberciteten Stellungen mti) sehr kurzer Artillerievorbereitung geworfen wurde. Auch ani Damenweg sei es nicht deutsche Uebermacht ge- wesen, die den Sieg davongetragen habe, sondern die Masse der alliierten Truppen habe beim deutschen Angriff ebenso versagt wie am 9. April. Immer wieder werde auch versüßt die Schuld an dieser Niederlage Rußland aufzubürden, wäh- rend vor dem deuffchen Angriff die leitenden Männer der Alliierten anderer Ansicht gewesen seien. Charakteristisch dafür sei ein Urteil des englischen Oberbefehlshabers vom 25. Dezencher 1917, in dem es heißt: ^Was der Feind cm Eülllijcht Granjakatzkite» gegen Gefangene. Berlin» 15. Juni. (WB.) Ein neuerlicher Vorfall aus dem Kemmel-Gebiet beweist wiederum die unmenschliche Grausamkeit englischer Soldaten gegen Verwundete. Am 25. April wurden ein Offizier und fünf Leute des Infanterie-Regiments Nr 118 bei ihrem Vorgehen in die englische Stellung umzingelt. Kurz darauf horte man von der Stelle, wo sie im englischen Graben verschwunden waren, entsetzliche Todesschreie. Als der deutsche Angriff dann über diese englische Stellung vorgetragen wurde» fand man die Leute in einem Hausen kreuz und quer durcheinander tot daliegen. Nach ihrer ganzen Lage waren sie nicht im ehrlichen Kampfe gefallen. Verschiedenen Leuten waren die Augen ausgestochen. Der dazu benützte Dolch lag mitsamt den Augen auf der Brust des Offiziers; die anderen waren in rohester Weise verstümmelt. Das Rkgikrnngsjuhilännl des Kaijers. Berlin, 16. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffenk« licht ein Telegramm des Reichskanzlers Ministerpräsidenten Dr. H e r t l i n g on den Kaiser, worin er ihm zugleich im Namen des Staatsministeriums zum 30. Jahres- tag des Regierungsantritts die Glückwünsck-e darbringt und an die Worte des Kaisers bei dessen 2^;ährigem Regierungsjubiläum erinnert, in denen er seinen dnmals von der ganzen Kulturwelt anerkannten Friedenswillen betonte. Der Reichskanzler sagt dann weiter in der De- pesche: „Entscheidungen von einer Größe, die die Mitwelt vielfach nur ahnungsvoll erfassen kann, sind unter der Füh- rung Eurer Majestät in den letzten vier Jahren gefalle^ Mt ehernem Griffel ist am 4. 8. 14 in den deuffchen Ge- ichichtstafeln eingezeichnet, da ein in seiner Existenz bedrohtes Volk sich in beispiellosem Opfermut zur Verteidigung seiner höchsten Güter hinter Eure Majestät stellte. Stunden schwerster Enffchlüsse und gewaltigster Erlebnisse haben die vergangenen Kriegsjahre Eurer Majestät g* Eracht. Noch ist es bei den immer wieder zu Tage tretenden Vernichtnngsabsichten unserer Feinde in Dunkel ge- hüllt, wann das entschlossen kämpfetrde, zu jedem Opfer bereite deutsche Volk und seine treuen Verbündeten di« Früchte ihrer weltgeschichtlichen Leistungen werden pflücken können. TaS Volk in Waffen und in der Heimat wird bis zum Letzten durchhalten im stolzen Vertrauen auf die eigene Kraft und die Führung durch Euer Majestät und die so herrlich bewährten Heerführer. Mit dem Staats- Ministerium darf ich am heutigen Tage dem treu und tief empfundenen Wunsche Ausdruck geben, daß Gottrs reiche^ Segen weiterhin auf Eurer Majestät königlichem Dause ruhen möge und unser teures Vaterland m seiner schweren Zeit schirmend geleiten möge, Alleruntertänigst ge-. Hertling. Berlin, 16. Juni. Aus Anlaß des 30jährigen Regierungsjubiläums hat der Präsident des Reichstages Feh- r e n b a ch folgendes Telegramm an Seine Majestät den Kaiser gerichtet: „Euer Kaiserlichen und Königlichen Majestät bitte ich zum heutigen 3Ojährigcn Regierungs- jubiläum die ehrerbietigste Huldigung des Deutschen Reichstages entgegennehmen zu wollen. Gott verleihe dem deutschen Volke nach siegreichen Waffentaten einen baldigen Glück verheißenden Frieden und Eurer Majestät noch viele Jahre gesegneter Regierung." Berlin, 16. Juni. (WB. Amtlich) Seine Majestät -er Kaiser verbrachte den heutigen Jahrestag zusammen mit dem Kronprinzen und dem Prinzen Heinrich im Großen Hauptquartier. Hierbei wurden folgende Reden gewechselt: Generalfeld marschall von Hindenburg hob die Friedensliebe des Kaisers l-ervor und betonte den Beweis der Standhaftigkeit, den das deutsche Volk und Heer gegen eine Welt von Feinden gegeben habe. Einem Volke von solcher geistigen, schöpferischen und sittlichen Kraft wollen die Neider den Platz an der Sonne nich gönnen. Hatte sich doch der englische Ministerpräsident erst kürzlich erdreistet, das mannhafte Ringen Deutschlands unter Eurer Majestät erhabener Führung gegen die Erdrosselungsversuche der Entente eine bösartige Krankheit, eine Pest zu nennen, die ausgerottet werden müßte! Jetzt, wo wir entscheidenden Kämpfen entgegengingen,' lege das deutsche Volk das Gelübde unverbrüchlicher Treue ab. Der Kaiser dankte für den Glückwunsch Er feiere den Tag im Feindesland. Im Frieden habe man oft gehofft, daß Gott uns in der Stunde der Gefahr die rechten Männer zur Seite stellen möge, die Hoffnung habe uns nicht getäuscht. .,Jn Eurer Exzellenz und Ihnen, Herr General." sagte er. „hat der Himmel dem Deutschen Reiche und dem' deutschen Heere und unserem Generalstabe Männer ge- sck)enkt." „Ich wußte es ganz genau, um was es sich handelte, denn der Beitritt Englands bedeutete den Welt- . Lampf, ob gewollt oder nicht. Es handelte sich nicht uin einen strategisä^n Feldzug, es handelte sich um den Kampf von zwei Weltanschauungen. Entweder soll die preußisch- deutschgermanisä)e Weltanschauung über Recht, Freiheit, Ehre und Sitte in Ehre bleiben oder die angelsächsisä-e, daS bedeutet, dem Götzendienste des Geldes verfallen und die Völker der Wett arbeiten als Sklaven für die angelsächsische Herrenrasse, die sie unterjocht. Diese beiden Anschauungen ringen miteinander, und da muß die eine unbedingt überwunden werden, und das geht nicht in Tagen und Wochen und auch nicht in einem Jahre." Der Kaiser schloß mit den Worten: „Ten Sieg der deutschen Weltanschauung, den gitt es! Ich trinke mein Glas auf das Wohl des hohen Führers meines Heeres, des Generalstabes und des gesamten deutschen Hee^s. Hurra!" Jjrrr o. Kiihllnium in ParmfinR Darmstadt, 15. Juni. (WB.) Der Staatssekretär des Auswärtign Amtes Herr v. K ü h l m a n n ist heute abend 9 Uhr hier eingetroffen und wird morgen mittag 1 Uhr vom Großherzog im Jagdschloß Wolssgarten empfangen und abends 9 Uhr wieder von hier abreisen. Schlarwort und Schwertjchlag. „Wo in diesem wahnsinnigen Völkerkampf gegen unser Deutsches Reich und sein wirtschaftliches L^ben nach bald vierjährigem Weltkrieg ein wenig Waffenstillstand einge- treten oder gar ein förmlicher Friedensveltrag abgeschlossen worden ist, wie im russischen Osten, da ist diese Wirkung nicht durch die Schlagworte der Pazifisten geschehen, sondern durch den wortlosen Schvertschlag unserer todes- nmtigen Heere. Denn das Gesetz der Geschchte ist auf Tat gestellt, nicht aufs Wort. Gegen Todfeindsck)aften, wie sie uns dieser Krieg an den Hals gehetzt hat, hilft kein Schlag- wort, gleichgültig. ob aus dem religiösen oder moralischen oder sonst einem vernünftigen Wortsck)atz, noch weniger ein Friedensangebot aus großmütigem Herzen, sondern einzig der Scbiwertschlag. so wuchttg, so rücAchtsls, bis die Mach: der Feinde gebrochen ist. Nur sieghafter Schwertschlag und heldischer Einsatz des Lebens an der Front und durch vaterländischen Geist geläuterte und geführte Tat im Alltag der Heimat. Mit pomadigem Stubenglück hinterm Ofen ist's ein für allemal vorbei. Es ist auch im Frieden ein Hemmnis für den Aufschwung der sittlichen Kräfte und für die Verwirklichung großer kultureller Absichten gewesen. Jetzt gilt es ohne Phrase ganz den Pflichten des Staates zu leben zur Erhaltung des völkischen Daseins und aller Freiheiten gesunder Entwicklung. Aber was sind Freiheiten ohne Kraft, Rechtsansprüche ohne Macht? Phantome sind's,' Schlagwort-Jdeale, fauler Zauber. Nach den ehernen Gesetzen der Kraft wird der Krieg seinen Ablauf nehmen, nicht nach sentimentalen Launen und Wünschen. Der Marsch in die neue, die friedliche Zeit unsrer befestigten Weltstellung darf nicht durch Schlagwort- Phantasterei aufgehalten werden. Lebenswille ist Sieges- r^ille. Er zwingt ihm freie Bahn!" FranMjche Erkenntnis. Der Berichterstatter der „Deutschen Tageszeitung" meldet: In einem hier vorliegenden Pariser Brief an einen in der Sck)weiz weilenden Franzosen der höheren Gesellschasts- schrchten HMt eS: Me ÜBUI ruft nach! Joffre. Auch di* Soldaten scheinen kein richtiges Vertrauen zu Foch und P6tain mehr zu haben. Di« Schuld für die Niederlagen wird auch von den Offizieren unseren obersten Führern zugeschrieben. Und da erklärt man uns in der Kammer: „Es geht nicht, daß wir Foch mir nichts dir nichts absetzen, es geht schon deshalb nicht, weil England Einspruch erheben würde..." Die wahre Ursache aber ist Herrn Clemenceau sofort inS Gesickst geschleudert worden: „Es geht deshalb nicht, weil Sie Joffres Abgang aus dem Gewissen haben und weil Sie gleichzeitig mit Foch gehen müßten." Die Natton hat die wcckwe Lage Frankreichs erkannt: Unsere eigenen Kräfte erlahmen wie bei einem Menschen mit galoppierender Schwindsucht. England gibt an, nickt mehr leisten zu können. Italien will oder kann nicht mehr. Das Vertrauen zur Regierung und Heeresleitung ist dahin. Und so bleibt uns nur nock übrig, uns mit Anstand in das Schicksal zu finden. Es reißt einem das Herz entzwei, wenn man täglich Zeuge ist. wie die letzten männlichen Kräfte aus den Bureaus, den Werkstätten, den gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben genommen werden, um die wankende Front zu stützen, wenn man sieht wie alles darniederliegt, wie die kleinsten Hoffnungen begraben werden, wie weite Flächen Landes nicht mehr bestellt werden, wie Frankreich jetzt in schnellem Tempo abstirbt. Eine Desorganisation die man noch vor wenig Wochen nicht für möglich gehalten hätte, ist eingerissen in den staatlichen und privaten Betrieben Die Provinz weiß wenig von der Hauptstadt weil Post und Eisenbahnen versagen, und die Hauptstadt lebt ohne Ahnung, wie es mit der Provinz bestellt ist, dahin. Alle halbwegs Tauglichen sind eingezogen. In den Ministerien und den Stadt- und Provinzverwaltnnaen bleiben die Arbeiten liegen, weil kein Ersatz für die Beamten da ist. In der Ernährungsorganisation ist eine Krisis eingetreten, nachdem sie eben notdürftig zustandegekommen ist. Das Kartensystem ist durchbrochen worden, weil niemand da ist, es weiterzufübren. weil die militärischen Notwendigkeiten alle bürgerlichen Fragen in'den Hintergrund sclüeben. Auch viele Gerichtshöfe müssen schließen, weil es an Beamten fehlt. Mit den Sicherheitszuständen steht es schlimmer als je. Und nun heißt es gar. Paris werde vom Feinde bedroht. Bisher trösteten sich die in Paris Zurückgebliebenen mit den Klagebriefen der nach dem Süden und Westen Geflohenen. Jetzt wird man diesen folgen, obwohl die Not auch im Süden und Westen infolge der Evidemien und der Ernährungsschwierigkeiten zum Himmel schreit. Aber man will in Paris nicht auch noch das Opfer der deutschen Granaten werden. Die aber, welche Zurückbleiben würden, werden die Geschicke Frankreichs bestimmen, sie werden Revolution machen, dem grausamen Spiel das Ende bereiten und den Feind als den Erlöser (wrangen..." Diese Aeußerungen sind immerhin sehr bemerkenswert. Allzu weitgehende Schlüsse daraus aber zu ziehen, hielten wir für nicht angebracht. Uci-e ptNittkiligiing drr Sflbflüfrionur. Nach der Wegnahme der letzten verfügbaren Kartoffeln aus dem Lande ist den Selbstversorgern bekanntlich zugesichert worden, daß ihnen die bis zum 15. Septenrber zugemessenen Kartoffeln tatsächlich belassen werden sollten, weil das Kriegsernährnng>amt erkannte, daß diese wenigen Kartoffeln neben der verkürzten Brotration während der arbeitsreichen Sommerzeit von den Landleuten wirklich dringend gebraucht wurden. Inzwischen ist das Kriegsernährungsamt jedoch anderer Ansicht geworden. Schon vor längerer Zeit wurde dieser Termin aus den 15. August zurückgelegt Weiterhin schwirrten nun aber seit mehreren Wochen Gerüchte herum, nach denen die Reichskartosselstelle die Kommunalverbände angewiesen hätte, die Versorgungs- Periode der Selbstversorger nochmals abzukürzen und den Endtermin vom 15. August aus den 20? Juli, bezw. den 10. Juli, zurückzusetzen. Naturgemäß sollten die Selbstversorger dementsprechend ausgesordert werden, die ihnen vom 10. Juli bis 15. August noch zustehenden Kartoffeln schleunigst abzuliesern. Wie die „Deutsche Parlaments- Korrespondenz" mitteilt, hat die Reichskartoffelstelle den Endtermin der Versorgungsperiode für Selbstversrger nunmehr auf den 23. Juli festgesetzt. Das Kriegsernährungs- amt scheint daranach auf denn Standpunkt zu stehen, daß die Selbstversorger vom 20. Juli ab schon neue Kartoffeln essen sollen. Wie dem Kriegsernährungsamt bekannt sein dürfte, sind in Teilen der Oftmark erst in der vergangenen Woche die atzten Kartoffeln gepflanzt worden. Wirs gemacht wird! Wir brachten neulich unter der Ueberschrift „Zeichen der Zeit" aus Obererlenbach die Nottz, daß hier der Preis für einen Morgen Land auf 1900 Mark bei einer Versteigerung getrieben worden sei, und daß die Steigerer Munitionsarbeiter gewesen seien. Die „Korrespondenz Hecht" übernimmt diese Nachricht und versendet sie in folgender Weise an die Zeitungen, wo sie heute überall zu lesen ist: „Obererlenbach, 13. Jrrni. (Hohe Nckerpreise.) Bei der Versteigerung von 10 Morgen Ackerland, die vor dem Kriege 11 000 Mark kosteten, erzielte der Verkäufer jetzt 19 000 Mark. Zeick>en der Zeit!" Merkt ihr was? Mit einem kleinen Taschenspielergrifs hat man den Sinn der Nottz vollständig geändert. Da3 Zeichen der Zeit ist darin zu erblicken, daß die Munitionsarbeiter den Bauern die Ackerpreise in die Höhe treiben. T^.-ch die HiMveglassung des Umstandes, daß die Munitionsarbeiter die Steigerer t \en, bekommt die Meldung die Färbung alö ob die Landwirte so viel verdienten, daß sie ganz ungeheuerliche Preise für Aecker anlege* kömrten. So wird'S gemacht! Vom Felde der Ehre. Friedbei-g-Fauerbach. Grenadier Georg Rausch erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Herzlichen Glückwunsch' Melbach. Dem Jäger Rabenau, Sohn der Frau Emilie Rabenau Wwe., wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Ans der ijcimnt. Pferdeverstcigerung. Mittwoch, den 12. Juni 1918, vormittags 10M> Uhr, werden auf dem Jagdschloß K r a n i ch st e i n bei Darmstadt durch die Landwirtschafts- kammer 30 Stück holländische Fohlen versteigert. An der Versteigerung können nur hessische Landwirte teilnehmen, d.ie von ihrer Bürgermeisterei eine Bescheinigung haben, daß sie Landwirt sind und dringend der Pferde bedürfen. Die Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung und mit Rückvergütüng. Die näheren Verkaufsbedingungen werden vor Beginn der Versteigerung bekannt gegeben. Sollte Jemand verhindert sein, zur Versteigerung zu kommen und möchte sich durch einen Bekannten ein Pferd ersteigern lassen, so muß er diesem eine amtlich beglaubigte Vollmacht ausstellen, des Inhalts, daß dieser den Auftrag hat, für ihn ein Pferd zu steigern, und daß er die Bedingungen, die dieser anerkennt, ebenfalls anerkennen will. Friedb^rg. Dem Eisenbahn-Güterbodenarbeiter Valentin Georg Eichler wurde das Erinnerungszeichen für 40jährige Dienstzeit verliehen. Fricdberg. Der musikalische Abend zum Besten der Luden- docfs-Spende ist bis auf weiteres verschoben. Fricdberg. (B e s i tz w e ch s e l.) Die Villa II des Herrn I. Abplanalp, Hindenburgstraße 13, ging käuflich au die Rentnerin Lina Eersin in Vad-Ncmheim über. FC. Butzbach, 14. Juni. Oberlehrer Professor Dr. Wagner, wurde zum Oberlehrer an der Realschule zu Langen ab 1. Juli ernannt FC. Lich, 14. Juni. Die vom Fürsten Solms-Hohen- solms-Ltch, zum Andenken an den jüngst gefallenen Erb* Prinzen errichtete Erbprinz-Philipp-Stiftung erhiett nunmehr die landesherrliche Bestätigung. Frankfurt a. M. Apfelwein-Logen sind das Neueste im Gebiete um Frankfurt herum. Seitdem der Wein uner- schwinglick teuer geworden und das Bier trotz des hohen Preises nur mehr in bierähnlicher Gestatt erhältlich ist, ist der Apfelwein natürlich auch aufgeschlagen. Höchstpreise, die dafür festgesetzt sind, werden natürlich nicht eingehalten. So haben sich denn leidenschaftliche Apfelwein-Trinker zu sogenannetn Apfelweinlogen zusammengetan. Sie kaufen den Apfelwein stückweise und trinken ihn unter sich. Aehn- lich gehts auch an der Mosel, wo die Mitglieder von Kasinos und ähnlichen Vereinigungen für ihren Selbstverbrauch sorgen. FC. Vom Main, 14. Juni. Der bisherige Direktor Gareis der König!. Wein-, Obst- und Gartenbauschule Veits- höchheim verläßt am 1. Juli diesen Posten um seinen neuen in Wiesbaden anzutreten. Obstbaulehrer Folger wurde all Verweser ernannt. sr. Hakan, 14. Juni. Die im Landkreise Hanau für das Rechnungsjahr 1918 zu erhebende Kreissteuer ist auf 33% festgesetzt worden gegen 32% im Vorjahre. sr. Hochstadt (Kreis Hanau), 14. Juni. Daß es nob wendig ist, das an die Stallhasen zu verabreichende Futter genau zu prüfen, beweist folgender eigenartiger Fall: Ein wertvoller Stallhase eines hiesigen Einwohners war plötzlich auf unerklärliche Weise verendet. Um die Ursache des plötzlichen Todes des Hasen zu erforschen, ließ man das Tier durch einen Sachverständigen öffnen. Zum großen Er. staunen entdeckte man darin eine noch lebende Schnecke, hü die Eingeweide des armen Tieres so zerstört hatte, daß naturgemäß verenden mußte. Aus Starkcnburg. Rüsselsheim a. M., 12. Juni. Im Bischofshermer Bahnhof wurden rn der letzten Mentag Nackt aus einein geschlossenen Güterwagen 2 Säcke Mehl gestohlen. Ein Sack hatte aber ein Loch und hinterließ eine Spur, die hierher nach Rüsselsheim führte. In der Sache fand bereits eine Verhaftung statt. Ans Hessen-Nassau. Homburg, 15. Juni. Um die Mittagsstunde brannte di, große Lagerhalle der Rex Konservenglas-Gesellschaft vollständig nieder. Das Feuer fand an den aufgestapelten Vorräten an Nexapparaten. Einmachgläsern, Gummiringen. Verpackung^, material usw. reichliche Nahrung. Von dem gesamten Lager konnte auch nicht das Geringste gerettet werden. Zn dem Ma. schinenhaus der Staatsbahn explodierten durch überspringend, Funken einige Oelfnffer und setzten das Gebäude in Brand FC. Limburg, 14. Juli. Am Dienstag wird im hiesigen Dome die Leiche der zu Frankfurt a. M. verstorbenen Landgräfin Anna von Hessen beigesetzt werden. FC. Igstadt, 14. Juni. Für die Dauer von acht ^ihren wurde Bürgermeister Kleinschmidt in Igstadt emstimiin? wiedergewählt. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!, Friedberg; für den Anzeigenteil: R. H e y n e r, Iliedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung*, ' A- G„ Friedberg i. H. Besatz tzanaue Act M 4 ‘ ^tudetex rützE i moderner. ArbeUen ® lt uttU ^ nefte Vd«tt‘* en der Lag-- ,«uett 1* können. ief*. *•»'.* sind »'* : tt dau^'^ e «uM»* 9lotaUon^ it aU'oS«' t0 .arerMen Pt«) uir taffe liefe? M gsichch. • Roman von Coiurths-Mahler. Nachdruck verboten. . „Ursula ist sehr energisch in ihren Zu- und Abneigungen, Mama. Kinder und Hunde haben sozusagen emen sechsten Sinn, mit dem sie den Wert oder Unwert eines Menschen instinktiv herausfühlen." • „Oho, Hans Ullrich, unter die Kinder lasse ich mich nicht mehr rechnen. Mer mit dem sechsten Sinn, das kann stimmen." sagte Ursula eifrig. Es war ein heißer Julitag. Hans Ullrich war über die Felder geritten, um nach deni Rechten Zu sehen. Gleich nach loac er aufgebrochen und nun wollte er über Birken- heim nach Hause reiten. vzu Birkenheim wollte er im Vorüberreiten guten Tag sagen und im Auftrag seiner Mutter anfragen, wann die beiden Grafen Steinau eintreffen würden, oder ob sie schon angekommen seien. An der Parkmauer von Birkenheim angekommen, ließ er sein Pferd im Schritt gehen. . Am Himmel stieg langsam eine Wolkenwand empor, oce ern heranziehendes Gewitter ankündigte Und plötzlich erhob sich ein jäher Windstoß, als erster Vorbote des Ge- wltters. Dieser Windstoß wirbelte ein weißes Briefblatt über die Parkmauer. Es flog direkt auf Hans Ullrich zu und blieb, gegen seine Brust gedrückt an seinem Nock hängen. Er koste es ab und sah an der Mauer empor. Da er den Birkenhelmer Park kannte, wußte er, daß jenseits dieser Stelle ern offener Pavillon stand, der mit Korbmöbeln aus- gestattet war. Sicher hatte dieses Briefblatt da drüben auf dem Tisch im Pavillon gelegen und war herüberaetrieben worden. Er sah auf das beschriebene Briefblatt herab, ohne sich etwas dabei zu denken, imd las: „Mein liebes Fräulein Christa! Es freut mich sehr, Ihnen mttteilen zu können, daß uns der Zufall ein famoses Mittel m die Hand spielt, Ihnen imauffällig Einlaß in ir mru™ verschaffen. So könnten Sie ungehindert ^Mission erfüllen. Ich ebne Ihnen den Weg und ver- sckMe Ihnen eine Anstellung als Sekretärin bei Herrn von Birkenherm. Es wird mir nicht schwer fallen. Sie unter einem anderen Namen dort einzuschmuggeln. Für den gillen Zweck darf es uns nicht auf einen kleinen, harmlosen Betrilg ankommen. Bitt*, lassen Sie mich wissen, ob nachmittag zwischen fünf und sechs Uhr besttmmt an- ttefft. Geben Sie mir telephonisch Bescheid. Wir besprechen dann alles Weitere. Ihr ergebener alter Freund Graf Rudolf Steinau.* Datiert war dieser Brief 12. Mai. Hans Ullrich hatte erst nicht weiter lesen wollen, als Z-rr,^ Qn ]ven ber Brief gerichtet war. Aber wider- Willen hatte chn Wort um Worb gefesselt. Er konnte einfach E cm^rs, ti mt M m Lrohvem er sich sagte, daß er indiskret war, mußte ex den seltsamen Brief bis 31 t Ende lesen. Unwillkürlich hatte er sein Pferd -mgehalten. Und kaum hatte er den Brief durchgelesen, da öffnete sich eine kleme Pforte m der- Parkmauer und Christa Hellmut trat hastig heraus. Sie trug ein sehr hübsches, aber schlichtes, weißes Stickereikleid, und Ihre Erscheinung hob sich hell und leuchtend von der Parkmauer und dem Waldesgrün ab. _ r .^ n L schweiften unruhig suchend umher, und da erblickte sie plötzlich unter den Bäumen den reglosen Reiter Ein dunkles Rot schoß in ihr Gesicht. „ r J* n W (ii [rj0 M sie zu ihm auf und wußte nicht, ob sie gchen oder bleiben sollte. Da war er schnell an ihrer Seite. Dicht vor ihr parierte er sein Pferd. In der Hand hielt noch das ojfene Briefblatt. Sichtlich erschrocken bemerkte das Christa und ihre Irr s^rr äU ^ rem ^ eraen ' öI§ müsse sie den lauten Schlag desselben unterdrücken. . _ _? r W sie groß und forschend an und merkte sehr wohl daß sie sehr bestürzt und verlegen war. m gnädiges Fräulein, ich vermute, daß Sie das Bnefblatt suchen, das mir der Wind über die Parkmauer entgegentneb." - - ^mete ttef auf. Die Röte in ihrem Antlitz wich ern r leichten Blässe. Aber ihre Augen sahen groß und stolz zu rhm empor. . '.'f § mürde mir nichts helfen, wenn ich leugnen wollte auch nicht Ja, Herr von Frankenau, ich suche ores Vnttblatt. Ern tückischer Windstoß entriß es mir, als rch drüben rm Pavillon, wo ich schreiben wollte, meine Schrerbmappe öffnete," sagte sie ganz ruhig. Er liefe seine Augen nicht von ihr. fco m * r Qn die Brust — ich nahm es arrf — und me den Inhalt gelesen. Ich bitte deshalb rmr Verzeihung." Blick^ ^lug die Augen nieder vor seinem forschenden ,Niemand kann Ihnen verwehren, ein offenes Papier zu lesen das Ihnen der Wind in die Hände treibt. Aber für mrch ist das sehr peinlich. Wollen Sie nur sagen was Sie über diesen Brief denken?" Er ließ den Blick nicht von ihrem Gesicht. „Ich denke mir, daß Sie nicht sind, wer Sie fern wollen, und daß Sie Ihre bestimmten Gründe haben, imerkaünt in Birkenherm zu weilen. Denn daß Sie unter fremdem J™ ln Birkenheim Einlaß gefunden haben, verrät mir dieser Brief." * Sw atmete tief a,ff. Groß und klar sah sie ihn m . bürten nicht glauben, daß mich unedle oder gar verbrecherrsck-e Absichten hierher geführt haben." Er lächelte. „Nein das glaube ich nicht — von Ihnen nicht. Außerdem bürgt mir die Mitwisserschaft Graf Steinaus für die Lauterkeit Ihrer Absichten." Ihre Augen strahlten o.itf. Almen, H^r von Frankenau. Dar-f ich Ihnen eine Bitte aussprechen?" Ein gepreßter Atemzug hob seine Brust. „Wenn Sie mich so ansehen — ach, Sie wissen fo jrarta genau, daß ich Ihnen keine Bitte abschlagen kann " Em schelmisches Lächeln erhellte ihr Antlitz. „Keine? Das möchte ich doch nicht erproben, ich denke mir, e^, gibt mancherlei, was Sie mir nicht erfüllen wür- oen. di- SST “ Iei " C ° 6 Unö sich über „Was kann ich für Sie knn?" fragte er Sie sah ihn fest an. WrSrf ^ dgen ~ Über das, was Ihnen dieser Bnes verraten hat — schweigen, gegen -edrrmmm." . ^enn ich Ihnen das bedingungslos verspreche — wollen Sie mir dann sagen, wer Sie in Wahrheit sind?" ^ Lächeln, das ihm alle Rnhe zu rauben drohte, sah sie zu ihm auf und schüttelte leise den Kopf. -,Nein — das kann ich Ihnen nicht sagen." .„Und soll ich es auch nie erfahren?" „Vielleicht doch — ich weiß es jetzt neck, nicht." Ern tiefer Ernst lag auf seinen Zügen. „Es ist seltsam alles an Ihnen scheint mir so wahr imb FI Q r f 0 echt und ungekünstelt, und doch sind Sie mir ein Rätsel." Sie schüttelte lachend den Kopf. M-^'^^^runde ist so gar nichts Rätselhaftes an mir. ?;!'-rr- Cr " lC ? f n @ie üch Nicht den Kopf. Ich will Ihnen freiwillig noch sagen, daß ich in Birkenheim eine Mission zu erfüllen habe, zu der mich der letzte Wille einer geliebten Verstorbenen bestimmt hat." „Und wenn Sie diese Missiap erfüllt haben, werden Sie dann Birkenheim verlassen?" ».Wahrscheinlich." stnch sich über die Augen. Sie sah. wie er ein mächtiges Gefühl in sich niederrang. Es ist vielleicht besser, wenn ich Sie aus-den Augen ver- liere — aber wehe wird es mir tun," sagte er leise. Und dann richtete er sich straff empor, setzte seine Miitze wieder auf und holte tief Atem. . ■> "Ach glaube, Sie halten mich wegen meiner Fragen für sehr neugierig," ftrhr er in gemacht'leichtem Ton fort. In ihren Augen leuchteten die Goldfunken auf. , . ."Ach weiß sehr wohl, Neugier von Teilnahme 311 unter* scheiden. Sind Sie nun beruhigt. „Beruhigt? O nein!. Ich werde sehr unruhig über das alles Nachdenken müssen. Aber ich glaube nicht, daß ich das Rätsel lösen werde." .. tut mir leid, daß Sie sich damit herumquälen müssen." Er seufzte tief auf. _ Fortsetzung folgt, Bekanntmachung. Kunsthonig "WU ist noch vorrätig bei H. Thomas, Fauerbach. An diejenigen, die nicht beliefert werden können, verabfolgen wir Dienstag, den 18. ds. Mts., vormittags von 9 bis 11 Uhr in der alten Post. Zimmer Nr. 7. aus Abschnitt „3" der Brotkarte 74 Pfund zum Preise von 55 Pfennig. Ariedberg. den 15. Juni 1918. Der stellvertr. Bürgermeister. (städt. Lebensmittel-Ausschuß) ___2. A.: Langsdorf. Bekanntmachung. „ 3um 1918 ist eine Nachtragsbekanntmachunq mm' 3U bet Bekanntmachung ^ M- 8/1. 18. K. R. A. vom 26. März 1918, betreffend „Beschlagnahme, Enteignung und Meldepflicht von Ein- nchtungsgegenständen bezw. freiwillige Ablieferung auch von anderen Gegenständen aus Kupfer, Kupferlegierungen, icickel, Klckellegierungen, Aluminium und Zinn" erla fen worden. " Der Wottlaut der Nachtragsbekanntmachunq ist in den Amtsblättern und durch Anschlag veröffentlicht worden. Strlk (gen crfllfummantio 18. AriileekrB. Bekanntmachung. aus Schü.7?e°wchstei?'"" 2-" Uhr. finde. Sktftdflmuß oo« 30 WildWn Fohseir , rj lut Landwirte, die sich durch Burgermeisterei-Befcheiniciuna als solche und a.s pferdebedllrstig auswetsen tonnen, werden zugelafsen Bedingungen werden vor der Versteigerung bekanntgegeben.' Landwirtschastskammer für das Erosther^gtum Hessen. Wir empfehlen sofort ab Lager lieferbar: > 8nis«iihWjchj»ki, Hki«kNtt Getreidemaher, Saematchinen sowie alle anderen tandw. Maschinen a. Geräte. Ferner: Auto-Uordrrnmgen für MShmaschi«e«. Schäfer ^ Fischer, Uldda, Vahnhofstraße 38. ,