Nummer 133 Montag, den 10. Juni 1918 11. Jahrgang. Oie ..Ueue Tna-sr-it«„g" erscheint leden Werktag Regelmäßige Beilagen Bauer ans Hessen" „Die Suinnssut.- hinzu tritt noch das Bestellgeld: Ke, den Aaenten monatlich 85 Pfg. einschließlich Trägerlohn. Anzeigen: erhoben. EElungsort Friedberq. Zchriftleitung und Vertag vriedberq fHeffen, Bezugspreis: Bei den Postanstalten viecrelsährlich Rtk. 2.40 Grundzeile 25 Psg.. totale 20Psg^ Anzeigen von auswärts werden durch Poitnachnahme anaueräraße 12. ^ern>vrecher 48. Bostjizeck-Lonto Rr. 4859. Amt Frankfurt a. M. ejlamtveute seit 85 000 Gefangene, über 2250 Geschütze, viele Tausende van Maschinengewehren. Tettangriffe im Westen abgeschlagen. — Erfolgreiche Unternehmungen. — 31500 Tonnen versenkt. Die Explosion in Kiew. . - . .. — » Der deutsche Generalstab « — - meldet: ü M. T. K. Großes Aauptqnorrier, den 8. Juni. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgru e Kronprinz Rupprecht. Zeitweilig auflebender Artilleriekampf und Erkundungsgefechte. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. _ Erneute Angriffe des Feindes nordwestlich von Chateau- Dhierry und Gegenangriffe zur Wiedernahme der verlorenen Linien an der Ardre brachten ihm nur unbedeutenden Geländegewinn. Mehrfacher Ansturm französischer, amerikanischer und englischer Regimenter scheiterte unter schweren Verlusten. Im übrigen ist die Lage unverändert Der Erste Generalquartiermclster: Lndendorff. Abendbericht. Berlin, 8. Juni, abends. (W. T. B.) Amtlich. An der Schlachtfront ist die Lage unverändert. M. T. S. Großes garrptqrrartier» den 9. Juni. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Der Artilleriekampf lebte am Abend vielfach auf und nahm heute früh im Kemmelgebiet, südlich von der Somme und an der Avre an Stärke zu. Teilangriffe der Franzosen südlich von Ilpern, der Engländer nördlich von BeaUmont— Hamel wurden blutig abgewiesen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An der Oise lebte die Gefechtstätigkeit auf. Ocrtliche Angriffe der Franzosen auf dem Südufer der Aisne und südlich des Ourcq scheiterten. Eigener Vorstoß östlich von Outry brachte 45 Gefangene ein. Amerikaner, die nordwestlich von Cbateau-Thierry erneut anzugreifen versuchten, wurden unter schweren Verlusten und Einbuße von Gefangenen über ihre Ausgangsstellungen hinaus zurückgeworfen. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Bei erfolgreicher Unternehmung auf dem Ostufer der Mosel machten wir Gefangene. Leutnant Kroll errang seinen 24. und 26., Feldwebel Rumev seinen 23. Luftsieg. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Abendbericht. Berl'n, 8. Juni, abends. (WB. Amtlich.) Westlich der Oise nahmen wir die Höhe von Gnry und die anschließenden feindlichen Linien. jj icv österreichische eralstab j] .—... = meidet: r Vataillonsstärke gegen unsere Stellungen. "Sie wrwden durch Feuer abgewiesen. Sehr erbitterte Kämpfe entwickelten sich aus den wiederholten Angriffen auf dem Monte Pertica. Der Feind stieß hier nach heftigen, am Mittag zu größerer Kraft anwachsenden Geschützfeuer in 1 Kilometer Frontbreite vor. Seine Anstürme scheiterten an der trefflichen Wirkung unserer Artillerie und der Tapferkeit der Kämpfer im Schützengraben. Mit stark gelichteten Reihen flüchtete der Angreifer auf feine Linien zurück. Gefangene und Kriegsmaterial blieben in unserer Hand. Besondere Anführung verdient das bewährte Komaromer Feldjägerbataillon Nr. 19. Es hat den Hauptanteil am Erfolg. Auch an der Piave-Mündung scheiterten alle Erkundungsversuche des Gegners. Der Chef des Generalstabes. Der bulgarische Genrralstab l ========== meldet: -■ Sofia, 8. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabsbericht. Mazedonische Front: An verschiedenen Stellen der Front besonders in der Moglena-Gegend und südlich von Doijran war die beiderseitige Feuertätigkeit zeitweise lebhafter. Südlicb von Gevoheli, östlich vom Wardar, bei den Dörfern Matschnkowo und Krastari, sowie an der Struma- Mündung versuchten feindliche Abteilungen unsere Vorposten zu überraschen, wurden jedoch durch Feuer abgewiesen. Das türkische Hauptquartier = meldet: ■ Konstant,nopel, 6. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabsbericht. Mazedonische Front: Westlich von Bitolia verstärkte sich die beiderseitige Feuertätigkeit an mehreren Stellen im Cernabogen und aus beiden Seiten des Dobropolje zeitweilig. Oestlich vom Wardar versuchten englische Angriffs- cbteilungen wiederholt, sich unseren Feldwachen bei dem Dorfe Krastali zu nähern: sie wurden jedoch durch Feuer Vertrieben. Südlich von Doiran war das feindliche Artillerie- seuer zeitweilig lebhafter. Im Wardar-Tale beiderseits lebhafte Tätigkeit in der Luft. * Konstantinopel, 8. Juni. (WB.) Amtlicher Heeresbericht. Von den Kampffronten nichts Neues. Die Gchmtbente seit 21. Mars. Berlin, 8. Juni. (W. B.) Durch die Erfolge der siegsteicl-en Armee des Deutschen Kronprinzen wuchs die Beute aus den großen Kämpfen im Westen seit 21. März nunmehr auf 185 000 Gefangene, über 2250 Geschütze und viele Tausende von Maschinengewehren an. Die Einbuße an nicht annähernd zu schätzendem Kriegsmaterial und Geräte aller Art kostete die Entente ungeheure Werte. Wien, 8. Juni. (W. T. B. Nichtamtlich) Amtlich wird verlautbart: Zwischen A s i a g o und der Brenta setzte der Feind leine Erkundungsvorstöße mit starken Abteilungen fort. Er wurde zum Teit durch Feuer, zum Teil im Handgemenge abgeschlagen. Der Artilleriekampf ist an der ganzen Südwestfront rege. Der Chef des Generalsiabes. 9 Wien, 9. Juni. (WB.) Amtlich wird verlautbart: Die italienische Erknndungstätigkeit erfuhr gestern eine weitere. Steigerung. Sie blieb überall erfolglos. In ^udicarren und bei Asiago trieb der Feind Abteilungen von ^ie Schlacht im Westen. Berlin, 9. Juni. (WB.) Der deutsche Vorstoß in«. Ard regelet, bei dem 300 Gefangene gemacht und mehrere Maschinengewehre erbeutet wurden, traf in eine Nahtstelle der französischen und englischen Divisionen und zwang die Franzosen zum eiligen Heranfühlen von Verstärkungen sowie zu verlustreichen Gegenangriffen. Das deutsche Feuer liegt mit großer Heftigkeit auf den rückwärtigen Verbindungen der Franzosen und Engländer und vor allein ans den Marne-Uebergängen bei Epernay. Der Bahnhof Epernay selbst wurde unter Fernfeuer genommen. Brände wurden beobachtet. 31,500 Tannen versenkt. Berlin, 7. Juni. (WB. Amtlich.) Durch die Tätigkeit unserer U-Boote sind im Sperrgebiet um die Azoren und die westafrikanische Küste neuerdings wiederum rund 21 000 Bruttoregistertonnen vernichtet worden. Unter den ver- senkten Schiffen befanden sich der bewaffnete englische Dampfer „Santa Jsabell" (2023 Br.--R-T.ch der englische, als U- Bootfalle dienende Hilfskreuzer „Bombala" (3314 Br.-R.-T.) der mit einem 12 Zentimeter- und zwei 10,6 Zentimeter- Geschützen bewaffnt war, ferner der bewaffnete italienische Dampfer „Enrichetta" (6011 Bc.-R.-T.), der italienisch Segler „Alessandra" (2432 Br.-R.-T.), der französische Segler „Micheolt" (2336 Br.-R.-T.) Der japanische Dampfer „Kawa hi Maru" (6749 Br.-R.-T.) wurde vor Freetown schwer beschädigt, außerdem die französische F.-T.-Station sowie ein kleines liberianisches Kriegsfahrzeug in Monrovia durch Artillerie zerstört. Unter den versenkten Ladungen befanden sich, soweit festgestellt werden konnte, vor allem Weizen, Mehl, Baumwolle und Kohlen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. « Berlin, 8. Juni. (W. T. B. Amtlich.) Durch die Tätigkeit unserer U-Boote wurden im Sperrgebiet um England wiederum 10,500 Brutto-Registertonnen Handelsschiffsraum vernichtet. Unter den versenkten Schiffen befand sich ein tiefbeladener mittelgroßer Frachtdanmpfer, der aus einem star* gesicherten Geleitzug herausgeschossen wurde. Der Chef des Admiralstabes der Marine Die denllchen U=goote an der amrikanWen Küste. Berlin, 8. Juni. Nach New-7)orker Meldungen der Morgenblätter wurden seit dem 26. Mai an der nordamerikanischen Küste 15 amerikanische Schiffe torped'crt. Die Stadtbehörden von New-2)c»rk haben Maßregeln veröffentlicht für den Fall einer eventuellen Beschießung vom Meere her. London, 7. Juni. (W. B.) Meldung des Renterschen Bureaus. Aus New-Dork wnrd der „Daily Mail" gemeldet, daß im ganzen vierzehn Schiffe, meist K ü st e r ? dj o = ner, an der atlantischen Küste versenkt wurden. Gestern wurde bei Cap Virginia der Schuner „Desauß" als Wrack treibend aufgefunden: man weiß nicht, was aus der Mannschaft geworden ist. Fünf N-Boate? Rotterdam, 7. Juni. „Petit Parisien" meldet, daß es fünf deutsche U-Boote seien, die in den amerikanischen Gewässern kreuzten. Kopenhagen, 7. Juni. „Politiken" meldet aus Washington: Dos Marineministerinm teilt amtlich mit, daß sich von den deutschen Unterseebooten mindestens zwei in den amerikanischen Gewässern aufhalten. Amerikas größtes Schiff überfällig. Das spurlose Verschwinden des amerikanischen Riesendampfers „Cyklop" erregt, laut „Voss. Ztg.", in amerikanischen Schiffahrtskreisen und an der Newyorker Börse ungeheures Aufsehen. Der „Cyklop", der sich mit 400 Mann Besatzung und einer wertvllen Manganerzladung auf der Fahrt von Westindien nach Newyork befand, ist 20,000 Tonnen groß und das größte Frachtschiff der amerikanischen Handelsflotte. Der Dampfer ist seit einiger Zeit überfällig, ohne das nur ein drahtloses Gefahrsignal auf- gefangen wurde. In Schiffahrtskreisen wird angenommen, daß durch das Erscheinen der deutschen U-Boote in den amerikanischen Gewässern das Rätsel gelöst ist und daS Schiff den Angriffen feindlicher U-Boote zum Opfer fiel. • tl-Kaot-Arbeit. Washington, 7. Juni. (W. T. B. Nichtamtliä).) DaS Schisfahrtsamt meldet: Der englisch? Dampfer „Ha r p a- than" (4588 Bruttoregistertonnen)' wurde am Mittwoch, .torpediert und sank. Die Besatzung wurde gerettete Kopenhagen, 7. Juni. (W. T. B. Nichtamtlich.)' Nach einer Mitteilung des Ministeriums des Aeußern ist die dänische Schonerbrigg „Argus" am 2. Juni im Atlantischen Ozean versenkt worden. Die Besatzung ist m Ga» leay gelandet worden. Haag, 8. Juni. Holländisch Nieuwsbureau meldet aus Newyork: Ein U-Boot hat am Freitag morgen den norwegischen Dampfer „Vinland" versenkt. 15 Ueber- lebende sind gelandet. • Stockholm, 9. Juni. (WB.) „Stockholms Dagblad" mel- det aus Kristiania: Gestern kamen 14 Mann von dem schwedischen Varkschisf „Anton" an. das aus der Reise nach West- hartlepool mit einer Halzladung bei Lindesnaes von einem deutschen U-Boot durch Brandbomben versenkt worden war. Die Besatzung brachte 23 Stunden im Boote zu. Rotterdam, 9. Juni. (WB.) „Maasbode" meldet: Der amerikanische Ampfer „O. B. Jennings" (10 290 Bruttoregistertonnen) stieß am.24. März an der englischen Küste mit dem englischen Dampfer „War Knight" (7591 Brt.) zusammen. 37 Personen kamen dabei ums Leben. Weiteres wird über das Schicksal des Schiffes nicht gemeldet. — Der englische Dampfer „Basiol" (3223 Brt.) ist nach Zusammenstoß mit dem Dampfer „Margaux" gesunken. Der englische Dampfer ..Alcincus" (6743 Brt.) ist mit dem Dampfer „Artenis" zusammengestoßen und wurde schwer beschädigt. Der englische Dampfer „Antenor" ( 5319 Brt.) lief, nachdem er im Mittelländischen Meer torpediert worden war, schwer beschädigt in den Hafen von Algier ein. Der englische Dampfer „Demodocua" (6689 Brt.) ist schwer beschädigt in Malta eingelaufen. London, 9. Juni. (WB.) Reuter. Am Sonntag kam in einem irischen Hafen ein im Sinken begriffener Bel- faster Dampfer mit drei Toten an. du durch ein deutsches Unterseeboot nach seiner Abreise aus einem englischen Hafen torpediert worden war. Zinn llntfrgang du .Jotiiitp ftwntfö“. Kristiania, 7. Juni. (WB.) Die Nordens Handelsog Sfoefartstidende vom 25. Mai bringt folgende Warnung: Ein größerer norwegischer Dampfer, der soeben in Rotterdam angekommen ist, telegraphiert seiner Reederei, daß dem Schiff eine Menge treibender Minen auf der Strecke nördlich der Doggerbank bis Hoek van Holland begegnet sei. Rotterdam, 7. Juni. (WB.) Der „Nieuwe Rotter- damsche Courant" meldet, daß die Hospitalschiffe vorläufig nicht mehr fahren werden, weil sich herausgestellt hat. daß die Fahrrinne nicht frei ist. Die Fahrten werden erst wieder ausgenommen werden, wenn die Fahrrinne wieder frei ist und wenn sich herausgestellt hat, warum sie es diesmal nicht war. Amsterdam, 7. Juni. (WB.) In der Direktion des Rotterdamschen Lloyd wurde dem „Handelsblad" milgeteilt, daß die Verwundetentransporte jetzt eingestellt werden. Von den Offizieren des Hospitalschiffes „Sindoro" erfährt „Handelsblad", daß der Geleitzug um 12 Uhr 3 Minuten einpassierte und daß man nach dem Unglück an noch zwei weiteren Minen vorüberkam. v Nicht torpediert. Berlin, 8. Juni. (W. B. Amtlich.)' Nach Nachrichten aus Holland sollen mehrere Leute der Besatzung des holländischen Dampfers „Koningin Regentes" behauptet haben, daß das Scbiff torpediert worden sei. Nach der mit Holland von der deutschen Regierung für die sichere Ueber- whrt der Austauschdampfer getroffenen Vereinbarung und den demgemäß den Unterseebooten erteilten Anordnungen ist es vollkommen ausgeschlossen, daß die „Koningin Re- genles" von einem deutschen Unterseeboot angegriffen und beschossen worden ist. Daher müssen die übrigens im Widerspruch zu den Auslassungen anderer Beobachter stehenden Verdächtigungen in einem Teile der holländischen Presse, als ob ein deutsches U-Boot schuld an dem Verlust des Dampfers und mehrerer Menschenleben sei, auf das nachdrücklichste zurückgewiesen worden. Haag, 8. Juni. (W. B.) Wie das Korrespondenzbüro erfährt, machten die ersten amtlichen Berichte, die den Ma- rinebehorden anläßlich der Versenkung der „Koningin Re- gentes" eingereicht worden sind, jetzt eine nähere Untersuchung durch eine besondere technische Kommission in Middelburg notwendig. - / , Die Keschießmig von Paris. Bakel, 8. Juni. Wie Havas amtlich aus Paris meldet, wurde die Beschießung der Gegend von Paris durch ein weit- tragendes Geschütz gestern fortgesetzt. Paris, 9. Juni. (WB.) Havas. Die Beschießung des Pariser Bezirkes durch das weittragende Geschütz wurde am Samstag forgesetzt. ' Berlin, 8. Juni. (WB.) Der französische Funkspruch erhebt in den.letzten Tagen mit geflissentlichem Eifer immer wieder die Beschuldigung, die Deutschen hätten am Fronleichnamsfest mit ihren Ferngeschützen Paris beschossen, wäh- i-end die britische Negierung erklärt hätte, an diesem Festtage von der Front entfernt liegende Städte nicht zu bombardieren. Er behauptet, Deutschland sei sogar verpflichtet gewesen, an diesem Tage auf Paris nicht zu schießen, und der deutschen Negierung werde kein anderer Ausweg bleiben, als dis Schuld auf den deutschen Generaljtab abzuwälzen. Es genügt, hierzu die Tatsache festzustelleu, daß' die Deutschen das französische Fronleichnamsfest ebenso respektiert haben wie die Engländer das deutsche. Die Franzosen feiern nämlich das Fronleichnamsfest nicht wie die Deutschen an dem eigentlichen Festtag, sondern am darausfolgenden 'Sonntag. Das Aussetzen der Beschießung geschah auf einen besonderen Befehl der Obersten Heeresleitung. Wenn sich die französische Presse und der französische Funkspruch im Anschluß an diese falschen Beschuldigungen wieder die grüß« ten Beschuldigungen gegen die Deutschen erlaubt, so ist dies nur eine scheinheilige Entrüstung, denn gerade die Franzosen haben die Heiligkeit der Festtage mit Füßen getreten, als sie am Karfreitag 1918 Laon mit schwersten Kalibern beschosien und am Fronleickmamstag 1916 in Karlsruhe zahlreiche Kinder durch Fliegerbomben töteten. Noch heute trägt als Zeichen dieser Verachtung jedes christlichen Gefühls die Fahne des französischen Bombengeschwaders die Inschrift „Karlsruhe". Pentlche Flieger nhtv Paris. Zürich, 8. Juni. Aus Paris wird gemeldet: Fast 1^ Stunden blieben deutsche Fliegerstaffeln über Paris und Umgebung tätig. Die Abwehr durch Geschütze und die Verfolgung der über 30 Flugzeuge blieb vollkommen ergebnislos. Den Sachschaden, dessen Umfang verschwiegen wird, schreibt man vornehmlich einer neuartigen Orientierung der deutschen Flieger zu. Englischer Monnschottsmongel. Zürich, 8. Juni. Der Schweizerische Prcßtelegraph meldet aus London: Sir Geddes, der Minister für nationale Verteidigung, erklärte daß heute die Regierung dring- ftcher als je an das Land einen Appell richten müßte, der Armee die nötigen Soldaten zu verschaffen. Die Regierung sei gezwungen, aus den Pnvatindustrien, aus den Bergwerken und ans den Mnnitionswerkstätten Soldaten zu requirieren. Die Regierung .habe die Tragweite dieses Beschlusies wohl erwogen, ehe sie ihn gefaßt habe. Ueue Musterung in Amerika. Washington, 6. Juni. (WB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Eine Million Amerikaner, die eben 21 Jahre alt geworden sind, wurden gestern für den Militärdienst eingeschrieben. Gleichzeitig wurden die Mobilmachung von 200 000 eingeschriebenen Männern angeordnet. Damit wächst die Gesamtzahl der bisher nach dem Selectiv- Service-System Aufgerufenen aus 1575 704 Mann. Rußland. Kiew, 5. Juni. (WB.) Nach Meldungen der Moskauer Presse ist der Belagerungszustand in Moskau auf die Vororte im Umkreis von 20 Kilometer erweitert worden. Muraloff hat außerrdentliche Vollmachten erhalten. Die Stimmung im Rate der Volkskommissare ist ruhig und zu* versichtlich. Vieles belastende Material gegen die gegenrevolutionären Parteien, darunter besonders gegen den Verband zur Verteidigung des Vaterlandes und der Freiheit, ist aufgefunden worden. Die Explosion in Kiew. Kiew, 7. Juni. (W. B.) Die Zahl der Toten bei dem gestrigen Explosionsunglück ist noch nicht festgestellt, beläuft sich aber wohl aus rund 100. die Zahl der Verwundeten auf angeblich 600—700-, davon sind über 500 durch Glassplitter verletzt worden. Kämpfe in Ostasren. Haag, 8. Juni. Reuter meldet aus Schanghai: Ein Telegranim vom 2. Juni aus Charbin betagt: General Semenow meldet, daß die Bolschewiki über den Onon gezogen sind und dann heftige Angriffe ausführten, die jedoch znrückgeschlagen wurden. Die Nachrichtenogentur des Ostens in Charbin meldet, daß Semenow infolge entstandener Meinungsverschiedenheiten am 29. Mai aus Charbin nach Sibirien abgereist sei. Es verlautet, er werde seine Truppen innerhalb einer Woche nach Hause schicken und selbst nach der Mongolei flüchten. Rumänien. Bukarest, 7. Juni. (WB.) Bei den Wahlen für das rumänische Parlament, das aus zwei Senatskollegien und drei Kammerkollegien gebildet wird, wurden gestern für das erste Kammerkollegium 66 Regierungskandidaten, drei Carpisten, und zwar Peter Carp, sein Sohn Gregor Carp und der ehemalige Minister Nenitescu, sowie General Ave- regelt als Unabhängiger gewählt. Die Wahlen verlaufen ruhig ohne Zwischenfall. Die Parlamentssitzungen, die am 17. Juni beginnen sollen, werden im Jassyer National- theater abgehalten. Die VerhlNi-IvW gegen das pslnßche Hilfskorps. Wien, 7. Juni. (WB.) Meldung des Wiener K. K. Telegraphen-Korrespondenz-BureauS. Am 8. Juni beginnt in Marmacos-Sziget die Haupwerhandlung gegen eine Anzahl Angehöriger des aufgelösten polnischen Hilfskorps. Die Vorgänge, die die Veranlassung dazu bilden, sind die folgenden:. Der größte Teil des im Bereiche der Ostfront disloziert gewesenen polnischen Hilfskorps ist om 15. Februar 8 Uhr abends nach der Zerstörung von Eisenbahnen Telegraphen» und Telephonlinen in Snigyn, Czernowitz . und Luzan Kotzmann aus den Kontonierungsstationen westlich Czernowitz eigenmächtig nach Osten abmarschiert mit der offenbaren Absicht, sich über unsere Linien nach der Ukraine durchguschlagen. Dank geeigneter Maßnahmen unterer Truppen ist es gelungen, trotz versuchter Gegenwehr den größten Teil des polnischen Hilfskorps am Abmarsch zu verhindern. Etwa 120 Offiziere und 3500 Mann des polnischen Hilfskorps wurden entwaffnet und nach Huszt^gebracht, wo die gerichtlichen Erhebungen mit aller Beschleunigung eingeleitet wurden. Auf Grund dieser Erhebungen wird die Anklage gegen 91 Offiziere und 84 Monn erhoben, die sich vor dem Kriegsgericht zu verantworten haben werden. Etwa hundert Angehörige des Hilfskorps werden als Zeugen vernommen werden. Die übrigen Angehörigen des Hilfskorps wurden, soweit sie österreichisch-ungarischer Staatsangehörigkeit sind, einer Musterung unterzogen. Das lh!nk!l!llj-japani!l!;e WlilärMginineii. Tokio. 30. Mai. (W. T. B. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die japanische Regierung hat eine Mitteilung über das chinesisch-japanische Militärab- komnien veröffentlicht. Die Noten über dieses Abkommen wurden am 25. März ausgetauscht, als'Japan die Versicherung gab, daß die japanischen Truppen, die sich, um eine Defensiv-Operatwn gegen den Feind auszuführen, aut chinesischem Gebiet befinden, vollstä.,d!g zurückgezogen würden sobald der Krieg beendet sei. Die- heutige Note fügt hinzu, daß'im Mai zwei Abkommen abgeschlossen seien, in denen die Art und die Bedingungen des Zusammenwirkens der Armeen beider Länder bei der gemeinsamen Verteidigung gegen den Feind auf der Grundlage der aus» getauschten Noten festgelegt seien. Die Mitteilung stellt nachdrücklich alle Gerüchte in Abrede, wonach Japan beabsichtige, die Aufsicht über die Eisenbahnen, Arsenale und Finanzen Chinas zu übernehmen. Amerikanische Erpressungen. Den Vereinigten Staaten von Nordamerika ist jede- Mittel recht, um den Mittelmächten neue Feinde zuzusühren. Die Behandlung der europäischen Neutralen hat zur Genüge die 'Schärfe des Drcks gezeigt, den Nordamerika anwendet, um sie der Entente gefügig zu machen. Mit ähnlichen Mitteln arbeitet Wilson auch auf feinem eigenen Kontinent. Erst kürzlich sind einige mittelamerikanische Staaten zun, Anschluß an die Feinde Deutschlands gezwungen worden. Wie die nordamerikanische Regierung arbeitet, kann auS einem Druckversuch ersehen werden, den sie gegen Mexiko ausgeübt hat. In diesem Falle ist es allerdings bei dem Versuch geblieben und noch dazu ist er bekannt geworden, was den Nordamerikanern doppelt unangenehm sein muß. Mexiko brauchte für seine Finanzen dringend 300 Millionen Goldpesos und verhandelte über deren Beschaffung mit den Vereinigten Staaten. Als Bedingungen bot Mexiko an: einen Ausgabekurs von 100 Prozent, eine Verzinsung von 5 Prozent, daneben eine Kommission von y? Prozent und eine Tilgung in 30 Jahren, abgestuft in drei Raten mit zehnjährigem Zwischenraum. Diese Bedingungen waren gewiß für die mexikanischen Verhältnisse etwas günstig. WaS ober bot Nordamerika dafür? Ein Darlehen von 3000 Millionen Goldpesos, davon 100 Millionen in Maschinen, einen Ansgabekurs von 86 Prozent, eine Provision von 3 Prozent. — Wir lernen hier Wilson altz den gemeinsten Wucherer kennen, von der Sorte, die ihte armen Opfer zwingen, gänzlich überflüssige Waren mit in den Kauf z» nehmen. — Hauptbedingung aber war: sofortiger Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Deutschland. Wirtschaftskrieg und baldige Kriegserklärung an Deutschland. Damit wird außer der üblichen amerikanischen Auswucherung, auch hier die amerikanische Absicht offenbar, durch Gewährung oder Verweigerung von Darlehen den Rest der neutralen Möckite zum Krieg gegen Deutschland zu zwingen. Bei Mexiko hat dieser Versuch keinen Erfolg gehabt. Die nordamerikanischen Bedingungen wurden von Carranza glatt abgelehnt. Man kann sich aber nun denken, wie Guatemala und Nicaragua zur Kriegserklärung gegen Deutschland gekommen sind. Deutscher Reichstag. Der Reichstag hat mm sein neues Präsidium, rn dem nun glücklich der Scheidemann sitzt. Es wäre auch schade, weckn's nicht wäre. Nachdem das Zentrum den NeiclKkanzler gestellt hat, ist eg nicht weiter verwunderlich, daß es auch den ersten Reichstagspräsidenten liefert. Ein Freisinniger und ein Sozialdemokrat stehen ihm zur Seite und der Nationalliberale Paasche unterscheidet sich nicht viel von den Beiden. Der neue Präsident heißt Fehrenbach, er hielt die übliche patriotische Festrede, sprach von unserem unüberwindlichen Heere, der unbezwingbaren Ausdauer des deutschen Volkes und die Auguren des Reichstages klatschten ihm Beifall. Damit war die Komödie beendet und das „hohe Haus" setzte seine „Beratungen" fort. ^ „Die Majorität!" Wir lesen in der Deutschen Zeitung: Von hochgeschätzter Seite wird uns geschrieben: . Der Reichstag ist zu neuer Tätigkeit zusammengetreterL) Thiers begrüßte einmal seine Deputiertenkammer mft de» Worten; Herren! Das, Larch bestndet sich allemal sann ant wohlsten, wenn Sie nicht beisammen find.^ Keiner unserer Minister findet den Mut mehr. Lies unserer angeblichen Volksvertretung ins Gesicht zu sägen. Man stöhnt hinter den Kulissen und verbeugt sich vor ihnen, ist tapfer im verschlossenen Zimmer und findet draußen nicht einmal den Mut. Selbstverständliches auch yur zu sagen, geschweige denn zu tun. Und doch wäre es nötig, daß endlich einmal offen der Wahrheit die Ehre gegeben würde. Bisher wars noch immer so, daß dieser Reichstag wie Mehltau wirkte auf alle Hoffnungspflänzchen während dieses Krieges. So oft er oder sein „Convent" zusammentritt, geht, bis tief hinein in die linken Wählernrassen, die bange Frage um: Welches Porzellan wird er uns nun wieder zerschlagen? Je größer dabei der heute nur noch verhaltene Jubel über die großartigen Erfolge unserer Waffen, umso bänger diese Frage. Das ist unser Kriegsschicksol seit dem 1. August 1914. Je höher uns ein Sieg hob in Hoffnung und Tatenlust, umso tiefer stürzte uns dieser Reichstag immer wieder in den Staub der Entsagung. Nie war ein Reichstagen Wahrheit so unvolkstümlich wie dieser, auch bei den Mehrhntswählern. — nie hielt einer mit der Hilfe einer ratlos gewordenen Regierung die Vorspiegelung seiner Volkstümlichkeit und den Schein seiner Unentbehrlichkeit aus selbstsüchtigen Machtzwecken höher als dieser. Hier liegt Bcthmanns tiefste Schuld. Der hohle Redeschwall seiner politischen Scheinmoral kommt dem Reiche teuer zu stehen. Die Furcht vor der Ueberzahl der Feinde hat das deutsche Volk in diesern Kriege verlernt. Dafür hat es die stete Angst vor dem Reichstag ansgetauscht, die auf ihm lastet wie ein Alp. Es kennzeichnet die ganze verfassungsfässchende Entwicklung. in der wir stehen, daß man heute von einer Reichstagspolitik überhaupt reden kann und muß. Der Reichstag ist dank der Meisterschaft eines Bethmann schon lange nicht mehr bloß der gleichberechtigte Gesetzgebungsfaktcr, der er im Bau der konstitutionellen Monarchie sein sollte. Er ist längst das. was an sich die Regierung zu sein hätte: der Träger des politischen Leitgedankens der Reichsgestbäfte. Er leitet. Die Regierung leidet. Und mit ihr das Volk das als bloßes Mittel zum Zweck in jeder Hinsicht die Sünden der Verfassungsfälschungen bar zu zahlen hat.... Der Reichstag trägt an seinem Tor das Wort: „Dem Deutschen Volke". Nach der Politik, die er treibt, ist die Berechtigung dieser Widmung in Zweifel zu ziehen. Es stünde vielleicht besser dort das Fremdwort: ^.Der Majorität", für das lateinische Lettern angemessen wären. Die Regierrmg aber, mag sich über ibr Portal das Wovt der Frau von Staol schreiben: „Nichts ist eine Zeitlang so angenehm, wie der Verfall einer Regierung, welche sie sei, denn ihre Schwäche gibt .ihr den Anschein der Milde. Aber der Sturz, der darauf folgt, ist schrecklich" Der Cingriff in die Dlehbestande. Der Ernährungsauyschuß des ZHeichstags nahm am Mittwoch seine Beratungen wieder auf. Auf der Tagesordnung stand die Beratung der Denkschrift Gruppe „Preisregelung". Doch wurde die Sitzung ausgefüllt durch eine eingehende Aussprache über die Klagen betreffend die Eingriffe in die Viehbestände. Der Leiter der Reichsfieischstelle gab einen Ueberblick über die Ablieferungspflicht der einzelnen Bundesstaaten. Zur Förderung der Schweinemast soll mir Mastverträgen vorgegangen werden: hierbei gelten besondere Abmachungen für die Preisgestaltung. Auch im Falle einer frühzeitigeren durch Futtermangel bedingten Abnahme soll den Mastern Schadloshaltrmg zugestanden werdcrr. Mit den Rindvieh- beständeu ist die Ration kaum mehr durchzuhalten, soll nicht die Milchlieferung stark gefährdet werden. — Nach weiteren Aufklärungen des Vertreters der preußischen Londesflejsch- stelle wurde die weitere Beratung auf Donnerstag vertagt. Die Fruhdrrrlchpramir,,. Im Ernährungsausschuß des Reichstages erklärte der Rnterstaatssekretär Dr. Müller,' daß die Frühdruschprämien auch in. diesem Jahre beibehalten werden würden. Die Obstund Gemüseprejie hätten gegenüber dem Vorjahre teilweise erhöht werden müssen, weil die Erzeugungskosten und die Unkosten des Handels gestiegen seien. Die Reichsstelle für Gemüse und Obst habe aber vorläufig nur die Richtpreise festgesht. Höchstpreise sollen erst dann festgesetzt werden, wenn der Ausfall der Ernte sich übersehen läßt. Verkehr mit Srol-rlmbe »nd Mehl m der Ernte 1918. Der Kommunalverband Friedberg erläßt folgende*Bekanntmachung: Durch Verfügung des Direktoriums der Reichsgetreide- ,stelle vom 15. Mai R. M. 2812 D. ist die Tageskopfmenge an Mehl für die Versorgung-l- chtigte Bevölkerung vom 16. Juni 1918 ab auf 160 Gramm fc/.gesetzt worden. Die Schwer- und Schwerstarbeiterzulagen werden in der seitherigen Höhe und nach den zur Zeit geltenden Bestimmungen weiter ' gewährt. Die Streckung mit Kartoffeln bleibt in der seitherigen Höhe bestehen. Auf Grund hiervon wird mit Wirkung vom 16. Juni 1918 ab für die Gemeinden des Kreises Fricdberg nachstehendes angeordnet: 1 ) Die Gemeinden erhalten für den Kopf der per- sorgungsberechtigten Bevölkerung von dem Konrnrunalver- band täglich 160 Gramm Mehl, wöchentlich also 1120 Gramm Mehl. Daraus sind unter Verwendung der vorqe- schriebenen Mengen Kartoffeln als Streckungsmittel 1600 Gramm Gebäck herzustellen. Es entsprechen 10 Gewickts- teile Mehl 10 Gewichtsteileu Trocken^rrtoffelo 90 Ge- wichtsteilen Frifchkertoffeln, 2) Die Brotkarten find' nach dem den Gemeinden von unserer Geschäftsstelle der Mehlversorgung in Friedberg gesandten Formblatt jeweils für die vorgeschriebene Versorgungsperiode herzustellen. Abweichungen von der vorgeschriebenen Form der Brotkarten sind nur mit unserer Genehmigung gestattet. 3) Zur Herstellung von Brot kann bis zu zwei Drittel des dazu erforderlichen Mehles Weizenmehl verwendet werden. ^ 4) Brote dürfen vom 16. Juni 1918 ab nur noch rm Derkaufsgewicht von 1600 Gramm und 800 Gramm, Brötchen im Verkaufsgewicht von 50 Gramm bereitet werden. Die für die StadtBäd-Nauheim seither gestattete Herstellung von Tafelbrötchen im Verkaufsgewicht von 30 Gramm und zum Preise von 3 Pfennig das Stück bleibt auch weiterhin in Kraft. 5.) In Abänderung der Verordnung vom 22. August 1917 (Amtsverkündigungsblatt Nr. 196) betragen die Brotpreise vom 16. Juli 1918 ab für die Städte Bad-Nauheim und Friedberg sowie für die Gemeinden Butzbach und Vilbel für einen Laib Brot von 1600 Gramm 63 Psg., für einen Laib Brot von 800 Gramm 32 Pfg, -ür alle übrigen Gemeinden des Kreises Friedberg vom 16. Juni 1918 ab für einen Laib Brot von 1600 Gramm 61 Pfg., für einen Laib Brot von 800 Gramm 31 Pfg. 6 ) Vom 16. Juni 1918 ab sind auf Reichsreisebrotmarken durchschnittlich nicht mehr als 200 Gramm Gebäck auf den Kopf und Tag zu verabfolgen. Es dürfen daher für jeden Reisetag an eine Person künftig nicht mehr als 4 Reichsreisebrotmarken über je 50 Gramm Gebäck ausgehändigt werden. 7) Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung werden nach 8 79 Ziffer 12 der Neichsgetreideordnung vom 21. Juni 1917 mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bis zu 50 000 Mark oder mit einer dieser Strien bestraft, ebenso wer sich durch Vorspiegelung'falscher Tatsachen oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen rechtswidrig .größere Brot- oder Mehlmengen oder mehr Brotkarten verschafft, als ihm nach den Anordnungen des Direktoriums der Reichsgetreidestelle und des Kommunalver. bandes zustehen. * 8) Die Bekanntmachung des Kommunalverbandes vom 27. Oktober 1917 (Oberhessischer Anzeiger Nr. 253 vom 27. Oktober 1917) tritt vom 16. Juni 1918 ab außer Kraft. Friedberg weiß nidit - wohin mit den Men! Eine der häßlichsten Begleiterscheinungen zu den vielen Nachteilen und Mängeln, die uns unser Zwangsverteilungs- und Ernährnngssystem gebracht hat, ist der Neid, der sich überall und jederzeit breit maeftt, keinem das notwendigste gönnt und gleich über Ungerechtigkeit schreit, wenn ein an* derer ein halbes Gramm mehr bekommt als die höchsteigene Persönlichkeit. Man kann nicht mehr auf der Straße gehen mit einem Paket, ohne von Augen verfolgt zu werden, die wie die eines Aasgeiers frech umherspähen, trägt jemand gar einen Korb, so steckt sich gleich jemandes Mechorgan hinein und überall stehen Ohren lauschend vom Schädel weg, um zu hören, wo sich vielleicht diese oder jene Quelle für einen anderen aufgetan hat. Wir müssen eben diese trostlose Zeit in Geduld ertragen, es sind menschliche Untugenden die der Krieg neben so vielen anderen ausgelöst hat. Anders liegt aber die Sache, wenn Behörden, oder wenigstens Personen, die in öffentlicher Stellung stehen, solche Wege wandeln und wenn dieses Gebahren geradezu in eine Denunziation ausartet. Dem Lebensmittel-Ausschuß zu Friedberg ist dieser Tage von^befreundeter Seite folgendes Schreiben zugegangen: „Bekanntlich ist die Belieferung von West-Deuffchland mit Fiscben wegen der in Holland ungünstig liegenden Verhältnisse sehr schlecht. Bei den Beschwerden, die von Frankfurt her eingegangen sind, wurde vor einiger Zeit von dem Rhein-Main-Kauf mitgeteilt, daß in Frankfurt Fische nicht zu haben seien, während man in Friedberg nicht wisse, wo man damit hin soll und heute waren nun 2 Herren aus Offenbach hier, die ähnliche Mitteilungen gemacht haben. Ich nebme an, daß es sich hier um eine Seeschlange handelt, die sich aus irgend einem geringfügigen Vorgang, der nachher ins Ungemessene vergrößert wird, herausgebildet hat. Ich bemerke im übrigen daß ich hier beim Reichskommissar mit der Verteilung absolut nichts zu tun habe und daß ich auch im einzelnen darüber nicht unterrichtet bin. was Sie bekommen haben. Vielleicht ist es Ihnen aber für die spätere Belieferung Friedbergs von Wichtigkeit, von diesen Mitteilungen auS der Nachbarschaft etwas zu hören. Vielleicht können Sie auf diese oder jene Weise die Angelegenheit dort in der Umgegend oder hier klarstellen, damit, wenn von hier überhaupt etwas zu verteilen ist. nun Friedberg infolge einer vermutlich noch ganz vorübergehenden größeren Belieferung nun so und solange nichts bekommt. Es ist überhaupt fitr eine Stadt nicht sehr angenehm, wenn sie in dieser Meise von den Jndustriebezirken als weit bevorzugtes Gebiet bezeichnet wird. Die Herren aus Offenbach sollen ein Beigeordneter und der Landtagsabgeordnete N e u m a n n gewesen sein. Im übrigen haben die Offenbacher auch darauf geschimpft. daß sie keine Süßwasserfische bekämen. Ich habe hier den Herren gesagt, daß ich es nickt fiir wahrscheinlich hielte, daß beträchtliche Mengen Süßwassenfische nach Friedberg gekommen wären. Es wäre mir sehr lieb, wenn Ihnen meine Mitteilungen irgendwie von Werl sein könnten.* Wir stellen fest, daß die Angaben des „RHein-M^n" Kaufs" und der beiden Offenbacher Herren — es handelt sich neben dem Landtagsabgeordneteg Neumann noch um den Beigeordneten- Kappus - jeglicher Berechtigung entbehren und völlig aus den Fingern ge. sogen lind. Im November 1917 hat die Stadt Fried- berg 200 Pfund minderwertige kleine Fische (Schollen) er- halten und seit dieser Zeit, also seit 7 Monaten, ist, nachdem vielleicht zwanzig Depeschen verschickt worden sind, einmal, ©nb® Äpril, eine kleine Sendung erfolgt. Das war alles! Süßwasserfische kamen überhaupt nie nach Friedberg. Und da wagt man die Behauptung aufznstellen. Friedberg wisse nicht, wohin es mit den Fischen sollte» W^m die Herren was derartiges gehört hätten, so wäre es ihre Pflicht gewesen, erst einmal Erkundigungen einziiziehen, bevor sie bei den zuständigen Stellen derartige Märchen verbreiten, wodurch eine spätere Belieferung Friedbergs rn Frage gestellt werden könnte. Dieses Verhalten verdient um deßnüssen noch mehr gebrand- markt zu werden, weil der Kreis Offenbach bekanntlich mh Kartoffeln, Milch usw. fast ganz von dem Kreis Medberg ernährt wird: zum ^ank wird dann dieser .Kreis von den Jndustriebezirken als bevorzugtes Gebiet hingesselltl Auch ein Beitrag zur Geschichte imserer Kriegswirtschaft. Friedberg. Unteroffizier Ludwig Stern (Inhaber des Zigarrengeschäftes Ed. Oppenbeimer Nachfolger), der j seit Krüegsbeginn im Felde steht, z. Zt. bei einem Jnft.-Reg. im Westen, erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt er schon früher. Wir gratulieren! Friedberg-Fauerbach. Der Wehrmann H Hergen- r ö d e r, welcher seit Kriegsbeginn im Felde steht, erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Reichelsheim i. W. Dem Leutnant und Kompagnie- fi'hrer Winter 11/365. wurde das Hessische Kriegsehrenzeichen in Eisen verliehen. Es ist dies die fünfte Kriegsauszeichnung, die dem wackeren Vaterlandsstreiter zuteil wurde. Leidheckea. Der Vizewachtmeister Ad. Rheinfurth in einem Feld-Artillerie Regiment auf dem westlichen Kriegsschauplatz wurde zum Leutnant der Reserve befördert. Pohlgöus, 4. Juni. Dem Reservisten Wilhelm Spie- von hier, bei einem Ield-Art.-Regt. im Westen wurde daS Eiserne Kreuz verliehen. Die hessische Tapferkeitsmedaille hat er schon früher erhalten. Ans der Heimat. Friedberg. Herr Oberfchulrat Ritsert hat in der vorigen Wocbe die hiesige Augustinerschule besucht und wohnte dem UnterricA in mehreren Klassen bei. Himbach (Kreis Büdingen), 7. Juni. Während hier und in der Umgegend in sonstigen Jahren Tausende von Mark für Kirschen gelöst und diese durch Händler überall hin ver- fiachtet werden, fallt die Kirschenernte heuer sehr spärlich aus. Viele Bäume tragen gar nichts und bei anderen lohnt sich kaum das Pflücken. Auch die übrigen Obstbäume zeigen nur ganz geringen Fruchtansatz, zumal die Raupen in diesem Friihjahr an den Bäumen und Sträuchern großen Schaden verursacht haben. Maar. Am Dienstag abend stürzte der Landwirt Konrad Zinn von dem Gerüst seiner Scheuer und war in 10 Minuten tot. Der Verunglückte ist bereits im Herbst vorigen Jahres schon einmal in der Scheuer abgestürzt und hatte sich den Arme gebrochen. sr. Hanau, 6. Juni. Festgenommen wurde die bei der städtischen Lebensmittelstelle beschäftigte Köchin Katharine Klein, die offenbar fortgesetzt das städtische Lager bestohlen hat. Bei einer Durchsuchung ihrer Wohnung hat man etwa 5 Pfund Butter, 110 Eier und eine größere Menge Dosen Fleisch- und Gemüsekonserven gesunden. Diese Lebensmittel stammten aus dem städtischen Lager. Aus dem Taunus lesen wir in Frankfurter Blättern: In den Erdbeerenorten, die jetzt in die Haupternte einge- trtcn sind, spielen sich Tag um Tag unglaubliche Herren und Kämpfe zwischen Erzeugern Händlern und Privat* käufern ab, wobei die Händler regelmäßig unterliegen, weil sie nicht die Schwindelpreise anlegen können, die die mit Geld gespickten Privatpersonen den Bauern bezahlen. Ohne Besinnen bezahlten am Mittwoch Frankfurter Frauen in Neuenhain für das Pftind 6 Mark. Und der Züchter wäre ein Narr, wenn er diese 6 Mark nicht nehmen sollte, stattt der 70 Pfennige, die die Obrigkeit für das Pfund als Erzeugerpreis festgesetzt hat — so meinte wenigstens der Gemeindebeamte enes Taunusortes. So ist es auch möglich, daß sich an den verschiedenen Plätzen seit einigen Tagen förmliche Schleichhandelsbörsen für den Erdbeerenverkauf gebildet haben, auf denen 8er Meistbietende den Zuschlag erhält. Der kleine und reelle Händler ist dabei vollständig ausgeschaltet, da ihm das Wuchern von Amtswegen verboten ist. FC. Vom Taunus, 6. Juni. In den städtischen Wal* dimgen von Idstein wurden bei der letzten Holzversteigerung für die Klafter Buchenreiser I. Klasse durchschnittlich 26,50 Mark erlöst. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: OttS' Hirsche!, Friedberg: fiir den Anzeigenteil: R. H e y n e Friedberg, Druck und Verlag der «Neuen Tageszeitung*^ A G., Friedberg i, 9lfm nie durch Liebe Leid ge-chah. Roman von Courths.Mahler. 28) Nachdruck verboten. „Hast Du es anders erwartet?" „Ich fürchtete, Dir wehe zu tun. Ich bitte Dich, gönne mir noch eine letzte kurze Frist der Freiheit. Diesen Soimmer laß noch vergehen, denn hier in der Nachbarschaft ist doch keine Frau für mich zu finden. Im Winter gehe ich mit Dir und Ursula nach der Residenz, uüd da werden wir dann gemeinsam Ausschau halten nach einer passenden Frau für mich. Urselcken will auch dabei helfen." Frau von Frankenau lächelte. „Unser Wildfang? Na, auf diese Hilfe bin ich gespannt. Also müssen wir wohl oder übel noch bis zum Winter warten Da Du Baroneß Karla nicht heiraten willst, wird uns ohnedies nichts anderes übrig bleiben. Uebrigens wird die Baronesse sehr enttäuscht sein, wenn Du Dich nicht um sie bewirbst Sie- scheint doch stark darauf zu rechnen." „Fa, Mama, das dürfte der richtige Ausdruck sein — sie rechnet darauf. Du hast Dich doch in keiner Weise zu irgendwelchen verbindlichen Worten ihr und ihrer Mutter gegenüber verleiten lassen?" „Ganz gewiß nicht, Hans Ullrich, das hätte ich nie getan, ohne Deiner sicher zu sein. Freilich habe ich die junge Dame viel in n>eine Nähe gezogen, um sie möglichst genau kennen zu lernen, aber nie habe ich ein Wort fallen lassen, warum ich das tue. Vielleicht haben es die Damen selbst herausgefühlt, aber das verpflichtet doch nicht." „Das ist mir lieb, Mama. Ich möchte nicht, daß von unserer Seite Hoffnungen geweckt worden waren, die ich nicht erfüllen kann. Ich werde ohnedies sehr vorsichtig und taktvoll sein müssen, um der Baronesie gegenüber den rechten Ton zu finden, zumal zwischen Frankenau und Birkenheim ein lebhafter Verkehr stattfindet." Die alte Dame sah nachdenklich vor sich hin. „Ja — ich werde wohl gelegentlich der Baronin gegenüber eine Bemerkung fallen lassen, daß Du im Winter nach der Residenz auf die Brautschau gehen willst. Das wird sie hoffentlich verstehen." Hans Ullrich stimmte bei. * .4 t 't ~ / \ „Ja, das tue, liebe Mama.^ t Sie nahm nun ihre Arbeit wieder aus. Er sah eine Weile ihren fleißigen Händen zu. Und dann fiel ihm eine kleine Szene aus der Vergangenheit ein. Als er auf der Schwelle zwischen dem Knaben und Jünglingsalter gestanden hatte, da hatte sich in seinem Herzen zum erstenrnal ein seltsames Gefühl geregt — ein Gefühl, gemischt aus Anbetung und Schwärmerei — das erste scheue Empfinden für eine Frau. Nie vorher und nachher hatte ihn ein ähn-' liches heiliges und überwältigendes Gefühl ergrifien, und es hatte ihn hierhergetrieben, zu den Füßen seiner Mutter. Er hatte den Kopf in ihren Schoß geborgen und hatte sich streicheln lassen. Die Mutter hatte kein Wort gesprochen, auch er nicht, und doch hatte er sich verstanden gefühlt. Daran mußte er denken. Und er erinnerte sich nun auch, daß er. als er damals den Kopf gehoben hatte, über dem Nähtisch der Mutter die Photographie jener jungen Dame hatte hängen sehen, der seine erste, scheue schwärmerische Anbetung gehört hatte. Von seiner Erinnerung getrieben sah er lächelnd auf — und wirklich da hing das Bildchen noch in dem schlichten ovalen Rahmen. Es war eine Photographie in Kabinett- große und stellte eine reizende junge Dame dar. Als er seinen Blick jetzt darauf ruhen ließ richtete er sich plötzlich auf und sah mit weitgeöffneten Augen in das schöne Mädchengesicbt. Er beugte sich vor, um es genauer zu be- trachten. Und da wurde ihm plötzlich klar, an wen ihn Christa Hellmut erinnert hatte. Dies weibliche Bild halt» denselben eigenartig geschwungenen Mund mit den zarten weichen Mundwinkeln, die sich beim Lächeln zu reizenden Grübchen vertieften. Er erhob sich, nahm das Bildchen von seinem Platz und sah darauf nieder. Ja, das war die Aehnlichkeit, die er gesucht hatte, als er in Christa Hellmuts Gesicht gesehen hatte. Sie hatte ihn erinnert an seine erste scheue Jugendliebe, die er längst vergessen gehabt und die nun in seiner Erinnerung wieder lebendig wurde. Seine Mutter sah fragend zu ihm auf. „Was hast Du mit dem Bild, Hans Ullrich?" Er ließ seine Augen nicht davon. „Nichts. Mama, ich sehe es mir nur einmal wieder art W hat mir immer so gut gefallen. Nickst wahr, das Original dieses Bildes ist Maria von Birkenheim, die Herrn von Platens Gatfin wurde?" „Ja, Hans Ullrich." „Sie muß ein bildhübsches Mädchen gewesen sein.* Fortsetzung folgt. Frankfurter Hypothekenbank. Pfandbriefuerlosung am 3. Juni 1918. Bei der am 8. Juni 1918 vor Notar stattgehabten Verlosung sind von unseren 3 72% pfirndl-riefen der Serien 13, 13. 15, 19 und 4°/o Pfandbriefen der Serien 14, 16, 17 «nd 18 die folgenden Nummern zur Rückzahlung auf den 1. Oktober 1918, mit welchem l'^nfKnci endigt, gekündigt worden. Es beziehen sich diese Nummern auf sämtliche Serien und Literae, also auf alle Stücke, welche eine der Nummern tragen. Olno ™ 9Jr ‘ 284 383 406 933 "IO 1290 1608 1625 2399 2118 2606 2815 3160 3196 3305 3889 4353 4408 4790 4814 5029 5084 5292 6270 6694 7128 7447 7526 7594 8188 8204 8410 9158 9260 9345 9454 9717 9871 9996 10119 10247 10443 st 223 st 99 5 12156 12391 12706 13097 13341 13586 13777 14231 16197 16524 oonn? ITT! 4 18106 18712 10003 20110 20468 20637 21120 21193 22363 22929 230 °1 23266 23888 24151 25416 25878 26383 26828 28466 28772 29250 29608 30287 31214 31300 31339 31742 31767 32089 32764 32796 32850 32962 33887 33964 35726 36278 36332 36705 36706 36798 36804 36849 36972 37126 37527 3 ' 736 37813 37818 38268 38330 38427 38576 38614 38641 38797 39820 40102 40113 40379 40919 41371 42788 42794 42800 42878 43106 43495 43898 43935 44799 44829 46107 46594 46695 47233 47303 47317 47332 47651 47792 49855 5 014 50847 50858 50916 51250 51300 51343 52205 52316 52389 52834 53181 53925 54989 55054 60190 61398 61479 61546 61579 61601 62224 62278 62935 639U9 64821 65915 66489 67049 67159 67177 67521 68283 68422 69432 69789 69997 70228 70968 71380 71576 71641 71711 71858 71902 72449 72631 72651 73104 73818 74775 74846 74980 75293 75402 77412 77651 77872 78097 78456 80C64 80151 80707 80887 81344 81806 82502 82695 83448 83559 83637 83657 84871 84963 85980 86036 86587 86754 87226 87809 100488 100614 100743 102628 120488 120915 122247 122538 123508 124307 124913 125325 125385 125498 125785 125789 126180 127861 128725 129432 129587 129731 129802 13U422 130640 131220 131540 132048 132696 133075 134007 134197 134205 134497 135U64 135347 135756 137423 137624 137802 138534 139134 139606 140704 141506 142293 144063 144409 145063 145234 146325 148094 148459 l4 °029 150618 150694 151065 151880 152345 152791 152875 153024 155048 166526 loa978 156765 158319 158724 159554 159562 159564 159876 160533 1°0oo6 161142 162062 162154 163195 163237 163282 164259 164470 166635 1° 7 °1 3 167370 187802 168618 169811 202341 202920 203144 203964 204137 20o3G0 205589 207085 207797 9lücf3afjlung biefer heute gekündigten Pfandbriefe erfolgt vom 1. Oktober 1018 ab. Auf solche Stücke, welche erst nach dem 31. Oüober 1918 zur Einlösung gelangen w.rd für die Zeit vom 1. Oktober 1918 ab bis auf weiteres ein 2°/oiger Depojrtal ins vergütet. ‘ a Aus früheren Verlosungen find noch rückständig: Zeichnungen auf vre litt m Ser. 12, Lit. N Nr. 240, 6506 „ „ P „ 16227 „ „ ., 0 - 16214 Set 13, Lit. 0 Nr. 77281, 101890 „ .. ,. ? ,. 60261, 68168, 102111 „ 23558 >> >. „ Q * 20709, 29229, 65005, 72064 '■■■ 15, Lit. O Nr. 86007 , L,l. O Nr. 143* 3, 145574 „ „ „ P „ 14199:., 145419 n n tt R „ 140074 Set. 14, Lit. N Nr. 32847, 51560 „ O „ 31224 P »» 1 t» „ R „ 34200, 38127, 42064, 47416 31797 Q „ 32847, 38631, 46611. 50037 Ser. 17, Lit. dl Nr. 162493 w „ „ O „ 123919, 160333, 200009 18, Lit. N Nr. 131552, 156367 „ „ „ O „151787 „ „ „ Q „ 130662, 139487, 153687 . Einlösung erfolgt in Frankfurt a. M. an unserer Kasse, auswärts bei -banth iu,ern, die sich mit dem verkauf unserer Pfandbriefe und Kom- munal-LMi.Mionen beschäftigen. ^, e j )e ’! ba ! el6 ' t w-rd auf Wunsch der Umtausch der verlosten Pfandbriefe aeaen gabelms"besorgl^^" Serien, die rmr zur Zeit ausgeben, zu dem jeweiligen Ab- Die Kontrolle über Verlosungen und Kündigungen unserer Pfandbriefe Lber- kostenfreif Antragsformulare, aus welchen die Bedingungen werde»? ^ tonnen on unserer Kasse sowie bei unseren Einlösungsstelien bezogen «übernehmen wir kostenfrei die Verwahrung von Pfandbriefen Kom- munals-Obligationen und Aktien unserer Bank in offenem Depot. Frankfurt a. 2JL, den 5. Juni 1918. Frankfurter Hypothekenbank. werden bei uns entgegengenommen. Der Zeichnungspreis beträgt für die ÖV 2 % auslosbar zu 100 Kronen binnen 40 Jahren auf Kronen 92.50 abz. 1 / 2 % Provision, 0.46 Zinsvergütung, Kr. 1-3772 Vergütung des am 1. Sept. ds. Js. fälligen, bereits jetzt zur Einlösung gelangenden, Zinsscheins --- K. 90.16 V//» 5v 2 % Slantsfchahscheine vom Inhaber ab 1. Sept. 1923 halbjährig zu 100 K. kündbar, auf 96.00 abz. 1 / 2 % Provision K. 1.37y a Vergütung des am 1. Sept. ds. Js. fälligen, bereits jetzt zur Einlösung gelangenden, Zinsscheins K. 94.12V//. Die laufenden Zinsen sind ab 1. Juni zu entrichten. Zinsscheinsälligkeit: 1. März und 1. September. Zeichnungsfrist: 28. Mai bis 2. Juli ds. Js. Die Bezahlung kann in österr. Zinsscheinen, Noten oder in Mark zum jeweiligen amtlichen Kurse, derzeit 66,65, erfolgen. Landgräflich Hessische eene. Landeshank Filiale Friedberg. Mobiliarversteigerung. Mittwoch, den 12. Juni, nachmittags 1% Uhr anfangend. versteigere ich im Austrage der Erben von dem verstorbenen Rentier Ludw. Falk im Hause Kaiserstr. Nr. 32 gegenüber der Reichskrone freiwillig gegen bare Zahlung: 1 Pianino mit Stuhl, 2 Sofa, 2 Sessel, 1 Kleider- fchrank, t vollft. gutes Bett, 1 Regulator, 1 silb. Taschenuhr, Spiegel, Bilder, Borhänge, Gallerten, Borlagen, I Badeofen, 1 Badewanne, Tische, Stühle, 1 Nachischrank mit Marmorpl. 1 kleinen Schrank, 1 Waschtisch mit Marmorpl., Gläser, Porzellan, 1 GaSherd, I Ofenschirm, 1 Kommode und noch sehr vieles andere. Nuppel, _ _ beeid. Taxator und Auktionator. Am Donnerstag, den 13. Juni 1918, vormittags 11 Uhr beginnend. wird im RathauS zu Rendel das diesjährige Heu- u. Grummetgras der gräfl. Wiesen öffentlich versteigert. Heusenstamm, den 7. Juni 1918. Gräflich von Schöuborn'Icheg Rentamt. Eine gebrauchte GrllsmalMajchjne (Cormick) und ein Tiesschnitt- batten zu verkaufen. Karl Bickel, Ilbenstadt. Simmentaler Butte (Herdbuchtier) gekört. 18 Monate alt, zu verkaufen. Rudolf Rieh, sHeuchelheim, Kr. Büdingen. fe u. Strickgarne in enormer Auswahl. Clenientine Stern, Friedberg, Kaiserstraße Nr. 51, gegenüber der Engel-Apotheke. la. Schmieröl für landwirtschaftliche und Dreschmaschinen. I». Cylimleröl la. Wagenfctt Ia. Le«9eri‘ctt empfiehlt Jos. Derseld. Friedberg, Kaiserstraße 116. Es zeichneten ferner: Bezirks» sparkaffe Mathildenstift 5000 Me. Aktienzuckersabrik Wetterau 1000 Mk., Wilhelm Häuser 50 Mk^ Profeffor Dr. Stromann 20 Mk^ Jean Abplanalp 30 Mk . Fra^ Ph. Windecker Wwe. 200 Mk^. Nathan Stern 20 Mk., P. Dietz 30 Mk., PH. Steinhäußer 50 Mk., Marg. Bachmann 1 Mk., Fried,. Elbert 10 SHt, Wilh. Faatz 10 Mk. Marg. Kern 1 Mk.. Frau Petrus 1 Mk., eine Deutsche in Amerika 50 Mk., I. Engelter 20 Mk^ Gustav E. Brake 100 Mk., A. Ungelenk 20 Mk.. G. M. Reuß 100 Mk., BigeliUs 2 Mk.. Kart K. Müller 20 Mk.. Frl. C. Eon- radi 10 Mk., W. Schönberg 20 Mk.. Dr. med. Nompf 100 Mk., Julius Aletter 20 Mk., Aug. Ball zer 10 Mk.. Reichsbankv. Fromme 50 Mk.. Ehr. Brückmann Wwe. 100 Mk., N. N. 50 Mk.. Frl. Schön 3 Mk., Frl. Klein 3 m. p N. N. 3 Mk.. Aug. Dietz 4 Mk. Allen Spendern herzlichen Dank! Weitere Gaben nehmen die hiesigen Banken, die Sparkaffe und die Geschäftsstellen der hiesigen Zeitungen entgegen. Der Ortsausschuh. Haushälterin mit 4jähr. Kind, sucht Stelle in Landwirtschast oder Gärtnerei. Frauenloser Haushalt bevorzugt. Angebote unter Nr. 1147 an die Geschäftsstelle der „Neuen Tages« zeitung."