Nummer 125 __ FrekkasT^r« Sl.Mal 1918 _ 11. Ja hrgang Die ..Z'ene S'ay-sr-ilung" erlchernt jeden Werktag Regelmäßige Beilagen „Der Kauer aus Helle»-. „Die Kpiunkkube". Ke?«gspreis: Bei den Postanitalten Diectelrdljrltc^ m 2.40 hinzu tritt noch das Bestellgeld; bei den Aaenten monatlich 85 Pfg. einschließlich Trägerlohn. Anzeigen: Grund,ette 25 Psg^ lokale 20 4irg^ Anzeigen von auswärts werden durch PoNnachnahme erhoben. Erfüllungsort Friedderg. Hchriftleituug und Verla.; vriedberg (Hessen). Hanauerittaße 12. ^ernigrecher 43. Poitsheck-Lonto Nr. 4859. Amt Frankfurt a. M. Mir «iilikm ms dilmMd irr Mar«. Soissons genommen. — 35000 Gefangene. — Die Keule unübersehbar. — 30 000 Tonnen versenkt. m - - -■ ■ — m Der deutsche Generalstab L..-.— meldet: r W. T. S. Großes garrptqnartier» den 30. Mai. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. An den Kampfronten zwischen User und Oise naAn die Gefechtstätigkeit vielfach zw Oertliche In fanteriegefechte. Der Angriff der Kampfarmeen des deutschen Kronprinzen schreitet siegreich vorwärts. Nördlich der Aisne wurde in hartem Kampfe bei Crecy-au-Mont, Juvigny und Cuffies Gelände gewonnen. Brandenburgische Truppen haben Soissons genommen. Südlich der Vesle brach die in der Bildung begriffene neue Armee der Franzosen in den unaufhaltsamen Angriffen unserer Divisionen zusammen. Wir warfen den Feind nach hartnäckigem Widerstand bis über die Linie Villemontoire— Fere - en - Tardenois — Coulognes—Brouillet—Branscourt ßuriick. Die Forts der Nordwestfront von Reims find gefallen. Der Nordteil von La Neuvillette und B6th6ny wurden genommen. Die Gefangenenzahl ist auf 36000 gestiegen. Die Beute an Artillerie und Kriegsmaterial ist gewaltig. Geschiitze aller Art bis zum Eisenbahngeschütz schwersten Kalibers wurden erobert. Das stürmische Vordringen unserer Angriffstruppen verwehrte dem Feinde, die im eroberten Gebiete aufgestapelten reichen Kriegsvorrote zurück- zuführen. Große Bestände fielen in Soissons, Draisne und Fismes in unsere Hand. Ausgedehnte Munitionslager, Eisenbahnzüge, Lazarettanlagen mit zahlreichen SanitätS- ausrüstungen kamen in unseren Besitz. Flughäfen mit startbereiten Maschinen und Flugzeugmaterial wurden erbeutet. Bei den Heeresgruppen Gallwih und Herzog Alhrecht lebte die Gefechtstätigkeit nur zeitweilig auf. Unsere Flieger schossen in den letzten drei Tagen 33 feindliche Flugzeuge ab. Oberleutnant Berthold errang seinen 29. Luftsieg, Leutnant Roeth brachte in einem Fluge von Tirmuiden bis südlich von Dpern fünf feindliche Fesselballone brennend zum Absturz. Der Erste Eeneralquarttermeister: Ludendorfs. Abendbericht. Berlin, 30. Mai, abends . (WB. Amtlich.? Südlich von Fere-en-Tardenois nähern wir uns kämpfend der Marne. ' 1111 ■ 11 11 — 3 » Der österreichische Grncralstal» -- meidet: ======, Wien, 30. Mai. (WB.) Amtlich wird verlautbart: Die Kämpfe in Tonale-Gebiet dauern an. Auf dem Adomello "'obiet steigerte sich das feindliche Artillerieseuer. Mehrere sein>li.te Angriffe auf unsere Stellungen südlich des Pi'osena-N'l-etschers wurden abgeschlagen. Ein feindlicher Erkuudungsversllch über die Piave nördlich Dona mißlang. Der Chef des Geueralstabe». : er önl^nrische Gcncralstaö - 7 —-—^-: meldet: ====== Sosm, 23. Mai. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabs- bericht. Mazedonische Front: Westlich des Ochrida-Sees. in der Gegend von Bitolja und zu beiden Seilen der östlichen Cerna wurde das beiderseitige Artillerieseuer zeitweilig heftiger. Auf dem Vorgelände nördlich der Ljumnitza für uns günstige Patronillengefeck r. Bei der Altschak Mühle machte der Feind einen langen Feuerüberfall. Das verstärkte feindliche Artilleriefeuer bei Dojran hält an. Das türkische Kanptqnartier —-. meldet: ===== = Konstantinopel, 29. Mai. (WB. Nichtamtlich) Generalstabsbericht. Palästinafront: Im allgemeinen mrr gerinae Gefechtstätigkeit Auf dem Ostjordan-Ufer bekämpfte unsere Artillerie feindliche Bewegungen im Brückenkopf nördlich des Toten Meeres. Vorstoßende Kavalleriepatrouillen und Kraftwagen wurden vertrieben. Mesopotamien: Unsere Ostgruppe nimmt Besitz von dem Gebiete südöstlich und südlich von Kerkuk. Von den übrigen Fronten nichts Neues. ' Die Schlacht im Westen. Das 11. französische Korps fast geschlossen gefangen genommen. Berlin, 30. Mai. (WB.) Fast allen an der Aisnefront eingesetzten feindlichen Divisionen war Ruhe versprochen worden, auch denen, die Hals über Kopf im Verlauf der Schlacht in den Kampf geworfen wurden. Eine dieser Divisionen blieb zwei Tage ohne jede Verpflegung. Das aktive 11. französische Korps ist fast geschlossen in Gefangenschaft geraten. Die diesem Korps unterstellte amerikanische 1. Division wurde ohne Artillerie-Unterstiitzung einaebracht und war anscheinend ungenügend mit Infanterie-Munition versehen. Die 39. Division kann schon jetzt nach zwei Tagen durch Verluste. hauptsächlich aber infolge einer hohen Einbuße cm Gefangenen als aufgerieben gelten. An vielen Stellen leisteten die Franzosen heftigen Widerstand. Bei der Barbarossa-Höhle wehrte sich ein französischer Major, indem er unaufhörlich selbst Handgranaten auf unsere Sturmtruppen warf. Nur mit Mühe gelang es, den tapferen Offizier zu überwältigen. Die überall vorhandenen großen Höhlen und Klüfie dienten zum Verbergen der Grabenbesatzungcn und Bereitschaften. Unser wohlgezieltes Artilleriefeuer gestattete es ihnen nicht, ihre Unterschlüpfe zu verlassen. Als das deutsche Feuer nachließ, standen die Angreifer bereits mit Maschinengewehren vor den Eingängen. In einer dieser Höhlen wurden allein 350 Gefangene gemacht. Bei Dcrudessin fiel ein Regimentsstab in deutsche Hand. Ein englischer Divisionär in Gefangenschaft. Berlin. 30. Mai. (WB.) Der Divisions-Kommandeur der 50. englischen Division Sir Rees ist in der Nacht vom Montag zum Dienstag gefangen worden. Die Verbände seiner Division waren auseinandergerifien, überall fluteten die englischen Truppen zurück, Nachrichten von vorn und von den Nachschubtruppen blieben aus. Da entschloß sich Sir Rees, mit seinen beiden Brigadekommandeuren persönlich zu Fuß an den französischen Nachbarabschnitt zu gehen, um sich dort zu orientieren, was eigentlich geschehen sei, wie die Kämpfe bei den Franzosen ständen und was weiter beabsichtigt sei. bezw. welche Stellungen weiter rückwärts gehalten werden sollten. Die höhere Führung hatte ihn ohne jede Nachricht gelassen. Es gelang ihm nicht, einen höheren französischen Offizier aufzufinden. Unverrichteter Dinge mußte er den Rückweg antreten. An der Aisne wurde er von den beiden ihn begleitenden Brigadekommandeuren getrennt, er selbst fiel, allein zurückkehrend, einer deutschen Patrouille in die Hand. Der Sturm bei Fort Malmaison. In der Nacht zum 27. stano die Division in dem ihr angewiesenen Versammlungsraum östlich Pargny hinter der Aillette nnd dem großen Stauwasserbassin südlich von Filain bereit. Um 4 Uhr 30 vormittags mußte sie auf Behelfsbrücken den Aillettebach überschreiten und sich in diesem schmalen Versammlungsraum zum Sturm aufgestellt haben. Das nach dem Feind hin abfallende Gelände war einzusehen Er mußte, sollte der Angriff überraschend erfolgen, in der Dunkelheit stattfinden. Feindliches Zerstörungsfeuer lag auf dem oben erwähnten Abschnitt. Die wackeren Pioniere ließen sich hierdurch in ihrer Arbeit nicht stören. Dreimal wurden drei Brücken zerschossen, dennoch gelang der Ueber- gang über den Fluß. Um 3 Uhr 30 vormittags stand die Division im befohlenen Raume bereit. In frischem Draufgehen wurden die ersten feindlichen Linien überrannt. Be- gleitbatterien folgten der Infanterie dicht auf dem Fuße. Feindliche Maschinengewehre hielten jetzt stellenweise unsere Sturmtruppen auf. der rechte Flügel konnte nicht rechtzeitig vorwärts. Da griff ein Unterstützungs-Regiment, welches als Reserve folgte, selbständig ein. Die Trümmerreste des Dorfes Pargny wurden genorumen, und die steilen Hänge östlich des berühmten Forts Malmaison erstürmt. Das Fort selbst wurde von beiden Seiten umgangen. Die nachfolgenden Truppen kämpften im Nahkampf mit der sich tapfer wehrenden Besatzung und warfen diese nieder. Hiermit war dieser Teil des Höhenrückens des Chemin des Dames in deutscher Hand. Verbände wurden neu geordnet, das Re- lerveregiment zurückgenommen. Dem tapferen Kommandeur eines dort kämpfenden Regiments wurde die Hand zer. schmettert. Dennoch meldete er persönlich die Uebergabe des Komandos an seinen Nachfolger dem Divisionskommandeur. Leutnant Bogt hatte mit seiner Kompagnie eine feuernde Batterie erbeutet. Die Geschütze fielen unversehrt in unsere Hand. Die überlebenden Bedienungsmannschaften wurden gefangen. Um 7 Uhr 30 war der rechte Flüael bis über den Damenweg gelangt. Nun konnte der Angriff einheitlich im Sturmlauf weiter vorgetiagen werden. Hameret Ferme wurde gestürmt und Jo'uy genommen. An der Straße Jouy-Daurains Ferme wurde eine eingebaute schwere Batterie mit allem Zubehör und reichlicher Munition erbeutet. Zahlreiche Geschütze und Gefangene fielen an diesem Tage in die Hand der siegreichen Division. Eine feindliche Kraftwagenkolonne lag zusammengeschossen in einem Hohlweg südlich Jouy. Die eigenen Verluste waren gering. Erregung in Parks. Karlsruhe, 30. Mai. Schweizer Blätter bringen Berichte von der französischen Grenze, aus denen hervorgeht, daß trotz der Beschwichtigungen der französischen Presse in Paris sichtliche Beunruhigung und Erregung herrscht, einerseits wegen der erneut eingesetzten Fernbeschießung, andererseits wegen der großen deutschen Offensive. Man vermutet nämlich, daß diese unmittelbar auf Paris abzielt. Die Zensur übt einen sehr scharfen Truck aus. Im allgemeinen darf über die Rückzugsbewegung der englisch-französischen Truppen nichts weiter gebracht werden, als die amtlichen Agenturberichte melden. Die Zeitungskommentv'- sind überaus kurz gehalten und klingen lediglich in Ermoh- nungen an die Bevölkerung ans, die Ruhe, Kaltblütigk'^ und Zuversicht nicht zu verlieren. • Die feindlichen Meldungen. Paris, 20 Mai. Der französische Abendbericht von: fn >. Mai schreibt u. a.: Nach stundenlangen Grabenves"chi'n haben die französischen Truppen die Stadt Soissons räumt. Die Truppen, die Reims decken sind hinter den Aisnekana! nordwestlich der Stadt zurückgezogen Rotterdam, 30. Mai. Die „Morning Post" meldet von der Front: Der Befehl der Räumung des Cbemin de? Dames wurde von Fach selbst gegeben. Die englische Heeresleitung und die englischen Soldaten treffe keine Schuld. Solange die Deutschen Soissons nicht erreichen, ist die Laie noch zu retten und der Weg nach Paris für den Feind gesperrt. — Die „Times" melden am Mittwoch früh: Soissons liegt im Feuerbereich des Feindes. Die nächsten Stunden müssen unsere Gegenmaßnabmen bringen. Tie Lage ist augenblicklich mit der Bedrohung eines Durchbruchs unserer. Linien zu vergleichen. Werterer Rückzug? Genf, 30. Mai. „Echo de Patts" meldet von der Fronr: Nach Lage der Dinge müfien wir mit einem weiteren Rückzug rechnen und mit der Preisgabe weiteren französischen Landes. Auch der »Matin" schreibt zensuriert: Wir wer- den weiteren strategischen Räumungen nicht mehr aus- weichen können. Berlin, 29. Mai. (WB.) Die außerordentlich gewundenen französischen und englischen militärischen Berichte vom 29. Mai versuchen auf jede nur mögliche Weise den deutschen großen Sieg an der Aisne zu verkleinern. Ihr Haupt» schlagwort ist immer wieder der „Anfangserfolg, wie er nach jedem Art'illerievorbereittmgsfeuer einzutreten pflegt." Dabei vergessen die Ententeschreiber völlig, daß sowohl bei der Sommeschlacht und der Flandernoffensive, so auch jetzt an der Aisne das deutsche Artillerievorbereitungsfeuer im Gegensatz zu dem wochenlangen Trommelfeuer der Franzosen und Engländer nur kurze Stunden dauerte. Sie vergessen ferner,' daß trotz der kurzen Feuervorbereitung dem Deutschen am ersten Tage ein hunderfach größerer Erfol- beschieden war als der Entente in allen ihren Groß-Offen« siven langer Monate. Daß die Entente einen Durchbruch, der schon am ersten Tage mehr als achtzehn Kilometer Tiefe erreichte, der außer schweren blutigen Verlusten dein Peinde gewaltiges Kriegsmaterial, Gesckmtze und Beute kostete, als Anfangserfolg bezeichnet, ist nur dadurch zu erklären, daß sie fürchten muß. die Wahrheit werde von ihren eigenen Völkern nicht ertragen. Die deutschen Berichte würden sich nicht scheuen, einen so gewaltigen Erfolg deS Gegners, der in über fünfzig Kilometer Breite ähnliche Nefilltate erzielte, voll anzuerkennen. 9 Der Kaiser an den Kronprinzen. Berlin, 30. Mai. (WB. Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser sandte an den Kronprinzen folgende Drahtung: ^Seiner Kaiserlichen Hoheit dem Kronprinzen. General der Infanterie und Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Kronprinz. Angesichts der großen Erfolge, welche die tapferen und kampferprobten Truppen der Dir unterstellten Heeresgruppe in diesen Tagen unter Deiner Führung errungen haben, verleihe Ich Dir den Stern der Groß, komture des Hausordens von Hohenzollern mit Schwer- tern und spreche Dir zu dieser hohen und wohlverdienten Auszeichnung meine herzlichsten Wünsche aus. gez. Wilhelm I. R." Ilnifmle Stinten ;u dem deutschen Siege. Bern, 29. Mai. Der Militärkritiker des „Bund" bespricht den ^ dritten Akt der Schlachtenfolge im Westen und schreibt: Die deutsche Heeresleitung habe aus der strategi- scheu Handlungsfreiheit den grötzten Nutzen gezogen und in kühnem Wechsel des Angriffsfeldes und des Angriffszieles, ober unter genauer Beobachtung des gegebenen Operation^ kreifes und der Zusammenfassung der Massen die Offensive vom briaschen auf den französischen Heeresfliigel übertragen Mit dieser Variante habe man rechnen müssen, seit es den Deutschen gelungen war, das britische Feldheer operativ zu lahmen und die freien Reservearmeen Fachs aus dem Zen- tratraum nach dem linken Flügel zu ziehen. Der jetzt an der Aisne erfolgte deutsche Vorstoß habe sich schon mahnend angskundigt, als die Deutschen am 5. April gegen die linke Alsnefianke vorgingen und die Franzosen zum Rückzug von Amicy und dem Plateau von St. Gobain zwangen. Man sckZilne allerdings in englischen und französischen Militär- kreisen bestimmt auf die Fortsetzung der deutschen Offensive gegen den englischen Heeresfliigel gerechnet zu haben. Der Angriff an der Aisne treffe nun auch nicht die Franzosen allein, sondern auch die hier als Ersatz für weggezogene Divisionen eingesetzten Engländer. Der deutsche Offensiv- stotz habe sich wiederum gegen eine Nahtstelle der feindlichen und einen Frontteil angegriffen, dessen strategische Bedeutung sehr hoch eingeschätzt war, da es sich um den dahinterliegenden wichtigen Abschnitt Reims- Soissons handelte, den die Franzosen unter allen Umständen hatten müßten. Der gewaltige deutsche Stoß zeuge wieder- um von überlegener Führung und mäßigem Angriffsgeist. Der Lntte Schlachtakt stehe den ersten Offensivstößen der Deutschen weder an Kraft noch an Tiefenwirkung nach und das sei eigentlich das bezeichnendste Merkmal der'Ent- Wicklung. f 3KüL 8u bet deutschen Offensive im schreibt der Milrtarkritiker des äußerst entente- freundlichen Blattes „Koebenhavn". daß die Schlacht an J V tn t&rem . degmn sich zu einem großen Sieg für Ue Deutschen gestattete. Der Sieg, der durch Len Namen des Kronprinzen direkt an das Kaiserhaus geknüpft ist wme «7? angezweifett werden. Der ungeheuer gewatv £ft W v m ™ Sr r° 6er ***** durchdrang, schont an Kraft sogar die Offensive vom 21. März zu übersteigen CbMi^d 777 ^ Ü0T Stus™ hält, daß der Verlust des Chemin des Dames das schmale Talbett zwisck^i dem mnk-7^777 ^bmFluß für die Alliierten unhaltbar machen r ^^.uulrch ist, daß die Deutschen ein bedeutendes Naturhmdern-s, wie den Aisneftuß, sofort überwinden w 5 a “ B 'r, 29 ' ^ aL "Nieuwe Rotterdamsche Courant" « 7 rim niederländischen Blätter der Of'ensive ausführliche Besprechungen widmet, sagt, der Zweck dieses ernsten A„g„ff,z fei eg< Me Reserven des Feindes auf den gewunAitcn Punkt hinzuziehen. Deshalb müsse auch der feindliche Angriff derart sein, daß der Fe7nd ge-wungen liV 16 9lt ^ rben zu entsenden, ob er nun wolle oder mcht, selbst auf die Gefahr hin, anderweit große Vorteile zu verlieren. Das se, nun gerade der Fall gewesen und so sei eme Lage emgetreten. d,e die deutschen Führer bereits an- nni k'? u a te "' n ? mlld> We ' die Reserven Fochz in W UT,b ^rgeschickt werden müssen «nd zwar um die Ausbuchtungen der stark gebogenen Front herum. Auch s->uuahme von Fismes schreibt der „Nieuwe Roller- damsche Courant" große Bedeutung zu. . 29. Mae. MB.) „Het Vaderland" schreibt- Die deut chen Armeen überschritten nicht nur die Aisne. sie er- Mb 7L77 über die Veste. In einein- 7? Deutschen bei Fismes. an dem Orte des Vesle-Ueberganges. bis zu einer Tiefe von 18 Km diese^Oste mT en * &er ifnten ‘ e ift man der Ansicht, daß d-e^e Offensive nur eine Ableitungsoffensive ist, mn die Reserven von Foch zu binden, und daß der Hauptswß an «ner anderm Stelle erfolgen wird. Wenn aber bereits die Ableitungsoffensive mit einer solchen Kraft geführt wird, ^ *777 '1 mÜ *"• Wl einer Gewalt «NN ML Hauptstoß losbrechen wlrdj, * * ' 30000 Tonnen versenkt. Berlin. 29. Mal. (WB. Amtlich) Unseren U-Booten fielen lm Sperrgebiet uw England wiederum 30 000 Bruttoregistertonncn > V * J feindlichen Handclsschifsdraumes zum Opfer Davon entfallen allein 27 000 Bruttotonnen auf Rech- nung des von Oberleutnant z. S. P a tz i g befehligten Boows. das an der Westküste Englands, vorwiegend in der ^rischen See und deren Zufahrtsstraßen sieben Dampfer und zwei Segler versenkte. Die Schiffe waren in großer Mehrzahl englischer Nationalität, darunter vier Kefbs» laüene Dampfer von 5000 Tonnen und darüber An Ladungen hatten die Schisse Vieb, Erz und Grubenbolz für England?» sowie Stuckgut für Amerika an Bord. Ein tief- beladener englischer Dampfer wurde aus einem großen stark gesicherten einlaufenden Geleitzug herausgeschossen. Na- ment, ich festgestellt wurde der englische bewaffnete Dampfe. „Medora (513o Bruttotonnen). Der Chef des Admiralstabes der Marine. Jivki NniMrillnngMia valentt . Hang, 30. Mai. Reuter meldet aus London- Die Admiralität bricktet.- Das Transportschiff „Leasowe Castle" wurde am 25. Mai von einem feindlichen U-Boot im Mittel- meer versenkt. Neun Mann der Besatzung werden vermißt. Man vermutet, daß sie ertrunken sind. Unter ihnen be- findet sich der Kapitän und zwei Telegraphisten. Auch 18 Offiziere und .9 Soldaten des Truppentransports werden vermißt. Sie sind wahrscheinlich ertrunken. . Basel, 29. Mai. Einer amtlichen Mitteilung des'japanischen Marineministeriums in der japanischen Presse vou Anfang April ist zu entnehmen, daß am Abend des 31. März ein Truppentransportdampfer im Mittelmeer aus einem von japanischen Torpedobooten gedeckten Geleitzug heraus- geschossen und so schwer beschädigt wurde, daß das Schiff nahezu sank. 400 Mann der an Bord befindlichen Truppen wurden von den japanischen Zerstörern gerettet. Die Beschießung von Paris. Paris, 29 Mai.. (WB.) Havas. Die Belchießung des Pariser Gebietes durch das weittragende Geschütz geht weiter Die Blatter melden heute: Zahlreiche Fußgänger fanden gestern an verschiedenen Stellen der Stadt auf der Sttaße kleine zweizinkige Gabeln, äbnlich denjenigen, die im letzten ^ahre in den aus Amerika stammenden Säcken mit Ge- tretbe gefunden wurden, dag zur Ernährung der Pferde be- stincmt war. Die Herkunft der Gabeln kennt man nicht. Der Pariser Gouverneur untersagte den Blattern auch rne leiseste Andeutung der Treffpunkte der deutschen Geschosse. .8.0- Mai. Der französische Unterrichtsmimster prüft angeblich zur Zeit die Frage, ob die Pariser Schulen nrcht nach auswärts zu verlegen seien. daß ihnen diese Tatsache mit Rücksicht" auf das gespannt« EhaltmS von den eigenen Offizieren verheimlicht wurde. — Ms die Gefangenen hörten, daß die Deutschen schon an der Aisne fiten. wurden sie sehr bedrückt, „c'est touiours l, m£me , sagte etner von ihnen. Unter den englischen Gefangnen bennden sich auch amerikanische Aerzte. Ein Zeichen für den im englischen Heere herrschenden Aerzte. Mangel. Der Tiger ist sichtlich gerührt. Paris, 30. Mai. SDer Ministerpräsident Clemenceau ist gestern abend 6 Uhr nach Paris zurückgekehrt. Wie der „Pro gras de Lyon" meldet, erklärte Clemenceau einigen ZeUungsvertretern: „Was soll ich Ihnen sagen? Ich Hab« Soldaten und Chefs in bewundernswertem Zustand ge- troffen Die Soldaten gehen mit Gesang in die Schlacht und sind prächtiger denn je." Die Meldung fügt hinzu: Clemenceau sagte dies mit sichtlicher Rührung. Seine Stimme zitterte und seine Augen waren feucht. Dit rnlßlch-iikrainilihkli stieDkilMrhnnDlnlisim. Kiew, 30. Mai. (WB.) Die öffentlichen irkrainisch- russi scheu Friedensverhandlungen sind noch nicht wieder auf. genommen, da die Kommissionsverhandlungen wegen der Demarkationslinie noch nicht abgeschlossen sind. » Kiew. 30. Mai. (WB.) ..Kiewskaja Mysl" verösfenk- licht ein Protesttelegramm Tschitscherins an Josse wegen d"r bedeutenden . Grenzverschiebung auf der Donfront nach Osten, desgleichen wegen der Garantie, welche die deutsche Negierung für die Unantastbarkeit der russischen Delegation wahrend des Aufenthaltes in Kiew und auf der Hin- und Rückreise übernommen hat. . Kiew, 30. Mai. (MB.) Zum Lcjkter des Pressebureaus beim Ministerim des Innern ist Schriftsteller Donzow er, nannt worden. Englische Truppen im Konkasns. Berlin, 29. Mai. (WB.) Aus Kiew wird vom 25. Mai gedrahtet: Die Kiewer Zeitung „Poslednije Nowosti" berich- tete aus Baku: Es kommt die Nachricht, daß vor drei Wochen englische Truppen in Lastautos aus Mesopotamien den Kaukasus betreten haben. Eine starke Avantgarde sucht Verbindung mit der Kornilow-Abteilung. Die Halbinsel Apscheron und Baku sind von den Engländern besetzt. Das Vorgehen geschieht in der Richtting Tiflis—Alexandropol— Sarikamysch und Kars—Erzerum. » Moskau, 24. Mai. (WB.) Meldung der Petersburger Telegraphenagentur. Die Kaukasische Republik hat durch 1 ie Vermittlung des Grafen Mirbach der Sowjetregierung vorgeschlagen. Vorbesprechungen bezüglich eines Vertrages zur Regelung der Verhältnisse zwisck)en Rußland und der Kaukasischen Republik herbeizuführen. Tschitscherin hat das Anerbieten angenommen. Ein «iiheilvkrkiindl'nder Sfrilfirij. Bei der Feier des englischen Nationalfestes (Empir« Oay), die kürzlich in der Pariser Sorbonne stattsand. tat der Festredner Marineminister Georges Leygues. um die Wichtigkeit dev Seegewalt historisch zu erweisen, u. a. den folgenden Ausspruch: „Es waren die Flotten Karthagos, welche die Macht Roms in Schach hielten!" Sollte seinen Zuhörern. der unheilverkündende Klang dieser Worte entgangen sein? Wie lange denn haben die Flotten Karthagos ore Macht Roms im Schach gehalten? Doch wohl nicht langer, als bis Karthago zerstört wurde. Ist Herr LeygueS am Ende gar ein „Defaitist"? Auf jeden Fall haben die „Basler Nachrichten" recht, wenn sie bemerken, er hätte rm Interesse der Sache, die er vertritt, wohl besser getan, den Hinweis auf Karthago zu Unterlasten. Die Ernte in Dulanriek-. Sofia,^ 30 Mai. (WB.) Nach Blättermeldungen hak oie Ernte in den südlichen Gebieten begonnen. Die letzten Negenfälle -haben den aussichtsreichen Stand der Staaten im ganzen Lande noch bedeutend gebessert. Mm Odafifehlghlibkr in Dm fHorfcrn. Berlin, 30. Mai. (WB.) Der Kaiser ernannte der; Generalobersten v. Linsingen, bisher Oberbefehlshaber d^r Heeresgruppe Linsingen. mit dem 1. Juni fiir die fernes Kriegsdauer zum Oberbefehlshaber in den Marken. Gkflinßkük am Chemin des Damm. Die Gefangenen. Engländer und Franzosen, geb^n völlige Ueberraschung zu. Man verttaute aus die Unbe- zwinglichkeit der Bergstellungen. Ein alter Krieger aus der Bretagne nennt das deutsche Schlagfeuer das stärkste, das er im Kriege erlebt habe. Der Mann gehört zu dem bekannten tapferen Bretonen-Regiment Nr. 19. Er bewunderte die Organisation der deutschen Aittllerie, die in zwei Stunden vollbracht habe, wozu die Franzosen Tage ge- br.iucht hätten. — Der Winterberg wurde von der 50. englischen Division verteidigt. Auffallend junge Kerlchen in großer Menge. Es ist frischer uneingeübter Ersatz aus dem Mutterlande. Die Offiziere klagen über die Strapazen der Division. An der Somme focht sie als Eingreifedivision. Dann an den Kemme! in „Ruhe" gesteckt, wurde sie noch- mals abgekämpft, um nun auf dem Winterberg völlig zu verbluten. „Das war unsere zweit? Ruhe," sagten die Leute Bernerkenswert ist die große Anzahl von Verwundeten. — Auch dre französische 22. Division, die im Abschnitt AilleS— Cerny—Courtecon überrannt wurde, ist eine alte bekannte Division aus der großen Schlacht. Sie versuchte im März d. Js. beii Roye den Vormarsch aufzuhalten, kam aber zu spar, um die Niederlage der 10. Division zu verhindern und wurde in die allgemeine Flucht mit hi nein gerissen. Daß die Franzosen von der Anwesenheit der Engländer tm Nachharabschnitt nichts wissen, läßt Darauf schließen. Kein Wahlrcchtskompromist. Berlin, 30. Mai. Der nat.-lib. Abgeordnete Lohmann nennt die Nachricht von dem Abschluß eines Wahlrechts- kompromisses a7s unbegründet. Die „Kreuzzeitung" erklärt für die konservative Fraktion ebenfalls die Unrichtigkeit dieser Nachricht. Pie WiHinng einer nitrit forDmm/ ©erlitt, 29 Mai. Der Bundesrat hat heute einen Ge» setzentwurf ü. cc ü? Heranziehung von Heeresunfäbigen zu militgnschemArbeitsdienst angenommen. Es handelt sich bei diesem Gesetzentwurf um die Frage, wie die mit Zuchthaus bestraften Personen während des Krieges zum Dienst für das Vaterland herangezogen werdet! können. In einer Zeit, wo jeder Arm gebraucht wird, erscheint eS nicht als gerechtfertigt, diese Personen freizulasten, und es gibt ge- nügend Beschästtgung im Deutschen Reiche, für die ihre Kräfte nutzbar gemacht werden können. Der Gesetzentwurf ich aber auch als Sicherheitsmaßnahme zu betrEen. In den Großstädten mit Mastenbevölkerung bat es sich heraus- gestellt, daß viele vorbestrafte und lichtsck)eue Elemente eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bilden. Es bestand bi« jetzt keine gesetzlichje Handhabe, gegen diese Eleinente einzuschreiten. Nun soll die MöglickLeit gegeben werden, dies« zweifelhaften Personen aus den Städten zu entfernen und sie an geeigneten Plätzen in militärischem Arbeitsdienst zZ- verwenden. Man wird zugestehen müsten, daß diese Vestimmuna eine durchaus vernünftige Maßregel ift. die übrigens i^ on; feindlichen Ländern schon längsh dmchgeführt & Ans dev Heimat. Friedberg. Morgen beginnt die zmn besten der Luden- dorff-Spende Veranstaltete Opferwoäie, deren beide ersten Tage auch bei uns eine Haussammlung bringen werden. Wer auch nur ein Fünkchen Von Dankespflicht im Herzen trägt, wird diese Gelegenheit nicht vorübergehen lasten, um seine Gaben darzubringen für die Kriegsbeschädigten, die ihr Blut Hingaben, um unsere Heimat vor dem Feinde zu schützen. Die jungen Sammler und Sammlerinnen, die uns die Sammelliste entgegenstrecken, sollen nicht umsonst gebeten haben. Zur Ludendorfs-Spende. Ludendorsfs Name glänzt über eine neue Mahnung an das deutsche Volk, über die Mahnung, der Männer zu denken, die ihre Gesundheit, ihre Glieder für Deutschland verloren haben. Den Kriegsbeschädigten gilt das hochherzige Werk. Alle, die gesund und blühend in den Kampf zogen und herrliche Taten zu Deutschlands Ehre und unser Wohl verrichteten, und die im Tosen der Schlacht wund und krank wurden, sie alle sollen wissen, wie Deutschland ihnen dankt. Die Glieder, die sie verloren, sollen ihnen durch künstliche ersetzt werden, ihre Krankheiten sollen heilen, ihre Wunden vernarben. Dazu wurde die Ludendorfs-Spende geschaffen! Aus allen Teilen Deutschlands müssen Summen zusammenströmen, damit den tapferen Helden, unseren Vätern, Söhnen. Brüdern geholfen werden kann, damit jeder Einzelne der Tapferen wieder dem wabren Leben, seiner Arbeit zurückgegeben werden kann. Was bedeutet Geld gegen die Taten, gegen die Leiden unserer Kriegsbeschädigten? Nichts! Es ist nur ein kleines äustres Zeichen unseres Dankes, aber dieses Geld soll zum Glückspender werden. Die Ungezählte, die der Krieg aus der Werkstatt, aus d?n Bureaus, von der Feldarbeit fortrief und die nun wund und krank heimkehrten, sie alle müssen ihrer Tätigkeit wieder zugeführt werden. Ihnen die wahre Heimat, für die sie bluteten, wiederzugeben, das will die Ludendorff-Spende, llnd das wäre ein schlechter Deutscher, der seine Brüder leiden ließe. Im ganzen Deutschen Neicbe wird jeder freudig seine Gabe bringen, muß jeder seinen Dank bezeugen, daß wir glücklich sind und daß wir leben in unserem unversehrten, unangetasteten deutschen Vaterland, das danken wir ihnen. Die Ludendorff-Spende soll ihnen sagen, wie tief wir ihnen danken, wie groß unsere Liebe zur heimatlichen Scholle ist, die wir ihnen zum glücklichen Hafen bereiten woelln. Ostheim. 29 Mai. Diebstahl ohne Ende. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurden einem hiesigen Einwohner seine sämtlichen Hasen, 4 Muttertiere, darunter 2 mit 12 Jungen — Säuglingen — gestohlen. Die Tiere, wahren PrackKexernplare, zweijährig, repräsentierten einen Wert von etwa 200 Mark. Den Umständen nach waren die Diebe mit allen Einbruchswerkzeugen versehen. Der Drahtzaun vom Garten war mit einer scharfen Zange durchbrochen, um durch die Oeffnung einzudringen, die Schlösser der Stallungen mit denselben Zangen gewaltsam zerstört. sr.Hanan, 28. Mai. In der Marienkirche zu Hanau fand heute aus Anlaß, der vor 100 Jahren vollzogenen Vereinigung der Lutheraner und Reformierten im Fürstentum Hanau, dem kurhessischen Anteil an dem Fürstentum Isenburg und dem Großherzogtum Fulda eine Gedächtnisfeier statt unter Anteilnahme der Behörden, der Universität Marburg und benachbarten Kirchengemeinschaften. Generalsuperintendent Fuchs aus Kassel hielt die Festpredigt, Metropolitan Henß aus Windecken sprach über die Vorgänge auf der damaligen Synode, die die Vereinigung beschlossen hat. Tie theologische Fakultät der Universität Marburg hat dem Generalsuperintendenten Fuchs in Kassel und dem Metropolitan Henß in Windecken, dem Verfasser der aus Anlaß der Hundertjahrfeier herausgegebenen Festschrift, die Doktorwürde verliehen. Im Namen der Nassauer, Frankfurter und Heisen-Darmstädter Kirche beglückwünschte Geh. Reg.-Rat Dberkonsistorialpräsident Nebel aus Darm- stadt die Gesanltsnnode und der Gesamtsnnodal-Ausschuß in Kasses spendete 3000 Mark zum LViedrausieben der Bibelgesellschaft. Ans Nheinbessen. # FC. Worms, 29, Mai. Der 22 jährige Taglöhnex Philipp Müller und der 16 jährige Fabrikarbeiter Ludwig Hartmann, beide von hier, rösteten gestern an dem Leininger Weg hinter der Elefanten Brauerei im freien Felde Kartoffeln, wobei Funken auf einen Strohhaufen, der zur Herstellung von Futtermitteln bestimmt war. flogen und dielen in Brand setzten und einäscherten. Ein Schaden von 40 000 Mark ist dadurch entstanden. Die Täter wurden festge- nommen. FO. Wiesbaden, 28. Mai. Bei Winzern, bei Würzburg arbeitete das Servierfräulein Wilbelm von hier zwischen November bis Februar d. Is. Da sie hier ihren festen Wohnsitz hatte, kam sie öfters während dieserZeit wieder nach hier und brachte bei dieser Geleaenbeit sich Lebensmittel aus dem Bayerischen mit. Auf Bitten und Drängen gab sie einigen Bekannten öfters von den gebamsterten Lebensmitteln ab. Gute „Freunde" machten der Polizei die Mitteilung, daß die Wilhelm einen schwunghaften Hand-ck mit Lebensmittel betreibe. Hierauf begab sich ein Beamte, nach den Wohnung in der Kirchgasse, und traf die eben abermals aus Würzburg angekommene Wilhelm an, als sie ihre mitgebrachten Herr lichte iten auspackte. Sie gab dem Beamten' zu, öfters aus dem Bayerischen Lebensmittel mitgebracht und an Bekannte abgegeben zu haben. Hierauf bekam sie einen Sttafbefehl der aus 14 Tage Gefängnis lautete, weil sie Lebensmittel eingeführt und unerlaubten Handel damit bettieben hvbe. Gegen diesen Strafbefehl legte die Wilhelm Berufung ein. Das Schöffengericht setzte die Strafe auf fünf Tage herab. Auf eine andere Strafe konnte nach dem neuen Gesetz vom März d. Is. nicht erkannt werden. FO. Nastätten, 28. Mai. Eine bedeutende Menge Getreidevorräte wurde bei dem Landwirt Philipp Wilhelm in Buch durch die Getreide-Aufnahme-Kommission aufgefunden Dem Landwirt halfen die versäüedensten Ausreden nichts, er wurde in eine Geldstrafe von 300 Mark genommen. FO. Limburg, 27. Mai. In hiesiger Gegend hat die Kornblüte eingesetzt. Die Frucht steht dicht, Halm und Aehren haben sich prächtig entwickelt. FO. Aus dem Untertaunus, 29. Mai. Der bekannte Gastwirt Philipp Anton Bester in Bärstndt ist im 69. Lebensjahre plötzlich gestorben. Der Verstorbene war vor einigen Tagen von einer Fliege ins Gesicht gestochen worden, wodurch eine Blutvergiftung entstand die seine» schnellen Tod zur Folge hatte. FO. Braubach, 29. Mai. Am hellichten Tage stiegen in Filsen in eine Wirtschaft Diebe ein und stahlen aus einer Kasette über 2000 Mark und zwei Taschenuhren. Als Täter stehen ein Feldgrauer und ein Zivilist im Verdacht. ^rbfitömnrUtaninarrltrr^re^ÄTu^^uS“^: Offene Stellen: Mehrere §KIssdienst pflichtige. auch Frauen, fürs besetzte Ce- biet, 2 Tagelöhner, 2 Arbeiieftamilieo, 10 Knechie. 1 Wärter, 2 Hefter, 1 Müller. 1 Hausbursche. 1 Knechteiamilie, 4 D-enst- möobe. 9 Hausmädchen, 1 Flickerin für Herr ichastshaus, 1 Wirtschafterin, 1 Melkerin, 1 Näherin für Bataillon. Stellensuchende: 1 Verwalter für Hofgut, mebrere Melkerfamilien und ledige Melker. 3 Fräulein für Büro, 1 Eutssekretärin. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!. Friedberg: für den Anzeigenteile R. H eti n er. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung", A- G.. Friedbera i H Bekanntmachung. Nächsten Montag, den 3. Juni, findet in der alten Post der Verkauf von Walnuß^Oel für folgende Bezirke statt: vormittags von 6—10 Uhr für die Nummern 501—800 des Bezirks II „ 10—11 „ „ „ „ 801—1100 „ ll „ 11—12 „ „ „ „ 1101 aufwäri» m U nachmittags von 3—4 Uhr für die Nummern des Bezirks Hl. Die abmgebende Menge beträgt für Familien von 1—2 Personen 7io Liter und kostet 0.75 Mt. von 2—5 Personen 2 / 10 Liker und kostet 1.50 Mk. von über 5 Personen */ 10 Liter und kostet 2 25 Mk. Die Lebensmittelkarten sind als Ausweis vorzule"en Rituell lebende israeli i che Familien und Haushaltungen, die geschlachtet haben, sind vom Bezug aus-eschlossen. Gefätze sind mitzubrmgen; das Geld ist abgezählt bereit zu halten. • Friedberg, den 30. Mai 1918. Der stellv. Bürgermeister. (siädt. Lebensmittel-Aus chutz.) ____ I. A.: L a n g s d o r f. DeKamrtmirchmlz. Am 29. Mai 1918 ist eine Bekanntmachung Nr. 0. 760/5. 18 K. N. A., betreffend ^-Beschlagnahme und Bor- .ratserbebung von Eumnffbereisuirgen für Kraftfahrzeuge jeder Art", erlassen worden. T t Wortlaut der Bekanntmachung ist in den Amtsblättern und durch Anschlag veröffentlicht worden. _L'cl!ki. (stm alkoi iim iiög 18 . Armtt?oliis. Zur Heuernte empfehlen wir: Hmmdcr, alle erstes deut ches Fabrikat, ab Lager Nidda. £(1)5 ft $ Nidda, Dahnhofstratze 38. kaufen Sie TliPtk«. Mmlstii, Mü. larbfti, Lucke. JiinJrl, nirgends bester, nirgends billiger wie bei AaSoll Ik‘c 9 s§iein, Am »ll.pista«'. Friedlierjr i. @3. Schalste. 15. Teleloa Ir. 460. WT Größtes Kager am Matze! Große in Bad Homburg v. d. Höhe. Im Auftrag des Bevollmächtigten versteigere ich am 3.. 4. und 5. 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Garten-Möbel. Bänke, Korbseffel, Stuhle, Schemel, Blumentische und Kübel usw. Küchen-Einrichtung. 1 gr. Küchenherd. Schränke, Anrichten, Stühle, Tische, Fleischklötze. Eisschränke und Maschinen, Bänkel und Gestelle, sämtliches Küchengeschirr (Silber), Meffer u. Gabeln, Glas u. Porzellan. Besichtigung findet Sonntag den 2. Juni 1918, nachmittags von 2—7 Uhr statt. Bad Homburg v. d. H.» den 27. Mai 1918. i August Herget ' beeidigter Auktionator und Tarator. Cm-lk.Oetreilimöhtt in purem gebrauchsfertigem Zustande, billigst bei Mn-Sppelii Heldenbergen. Einen schön gebaute» jprung- jähtgen Simmentaler Zuchtbullen» 16 Monate alt, jowie einen 6 Atonale alten Eber, reines deutsches Edelschwein, gr verkamen. OSl» Sfiensräer, C rund-Schwalb, im. Cut möbliertes Zimmer ver sofort, mögt. Klavier, eventl. mit voller Pension gejucht. Ost. unter K. K. an die Cc chäitsstelle der „Neuen Tages'.eilung." Wem nie tnirdi Liebe Leid geschah. Roman von Courthß.Mahler. 22 ) Nachdruck verboten. „Ich habe Sie nie als einen grilligen Gesellen kennen gelernt, Herr von Birkenheim, wenn ich auch leider oft bemerken mußte, daß ihr Augenleiden Sie quält und nervös macht. Das ist kein Wunder. Aber die junge Dome scheint wirklich eine sehr angenehme Persönlichkeit zu sein. Außer* dem macht sie unbedingt den Eindruck, als sei sie eine vornehme Dame. Man kann es nicht begreifen, daß sie eine abhängige Stellung bekleidet." „Sie haben recht; ihre Erscheinung und ihr ganzes Wesen ist vornehm. Es ist ihr wohl auch nicht an der Wiege gesungen worden, daß sie eine solche Stellung bekleiden muß. Graf Steinau teilte mir mit, daß sie aus sehr guter Familie sei." „Das merkt man ihr an." „Gewiß. Und mir kann es nur angenehm sein, da ich lie fast den ganzen Tag um mich habe. Wäre sie mir in der Gesellschaft begegnet, hätte ich sie für eine Aristokration gehalten." „Ich auch!" entfuhr es Hans Ullrichs Lippen. Und er hatte eine Gefühl der Enttäuschung und des Bedauerns, daß seine schöne Reisegefährtin nur schlichtweg Fräulein Hellmut hieß. Er war in seiner erwartungsvollen Stimmung nach Virkenheim gekomnien. Kaum hatte er die Zeit erwarten können, denn er hoffte bis zuletzt, seine Reisegefährtin als Gast der Birkenheimer Damen zu finden. Er hatte sich das Wiedersehen in den leuchtendsten Farben ausgemalt und allerlei süße, verlockende Hoffnungen hatten sich daran geknüpft. Und nun war er bitter enttäuscht, und er trug ein so bedrücktes Gefühl mit sich herum, als sei ihm eine liebe Hoffnung zerstört worden. Dieses Fräulein Hellmut durfte ihm nichts sein, als eine Angestellte des Hauses, in dem er freundschaftlich verkehrte. Es gab keinen Weg, der sie und ihn zusanimcnführte. Als gleichberechtigt konnte sie nicht neben ihm stehen. Eine Verbindung mit ihr war nach den Gesetzen seines Hauses unmöglich. Sie war ihm nicht ebenbürtig. Das schmerzte ihn sehr. Einen Moment wollte der Wunsch in ihm aufflammen. ammen- kunfl an der Niddabrücke bei Staden. Dln-enheim, 30. Mai 1918. Krolch. ©lierförftprfi Kingknheim. Eolldes fleißiges Mädchen für Haus- und Gartenarbeit zum 15. Juni gesucht. dlllll Marie Wucht Aufruf! P eutschland kämpft seinen schwersten Kampf; das Ringen drangt zum Ende. Tausende und Abertausende der Kämpfer in Heer und Flotte kehren zurück, die Glieder verstümmelt, die Gesundheit erschüttert. Ihre Kraft dem deutschen Wirtschaftsleben zurückzugewinnen, ihre Zukunft zu sichern ist Dankespfiicht der Heimat. Die Rentenversorgung liegt ausschließlich dem Reiche ob. Soziale Fürsorge mutz sie ergänzen. Sie auszuüben sind die im Reichsausschutz der Kriegsbeschädigtenfürsorge zusammengefatzten Organisationen berufen. Das gewaltige soziale Werk auszubauen ist das Ziel der Darum gebt, lands Zukunft! zusammenstehen, wird das hohe Ziel erreicht. v. Hindenburg Generalfeldmarschall v. Stein Kriegsminister, General der Artillerie uns kämpften und litten!' Nur wenn alle Dr. Graf v. Hertling Reichskanzler Dr. Kaempf Präsident des Reichstages Macht aus sorgenvollen Opfern des Krieges freudige Mitarbeiter an Deutsch Ehret die Männer die für Der Ehrenvorsitzende: Ludendorff Erster Generalquartiermeiste^ General der Lnsanterie Dieser Ruf von Deutschlands führenden Männem findet begeisterten Wiederhall in allen deutschen Landen. Unser Vaterland ist durch die tapferen Helden, die draußen Glieder und Gesundheit geopfert haben, vor den Schrecken des Krieges geschützt worden. Jetzt gilt es, unseren Dank auch durch die Tat zu zeigen. Bewohner Friedbergs! Helft in altbewährter Opferwilligkeit den Kriegsbeschädigten; Stattet diese Dankesschuld durch reiche Zeichnungen in die Sammellisten ab, die demnächst in Umlauf gesetzt werden. Der Ortsausschuß: 2. Füller W. Eeorgi E. Kühn Th. Mörschel I. Stern Lebertran Vieh-Kahne FutttrklwchtNlllkh! Drogerie AdolsKchmrdl Lriedberg t. 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