Kummer 117 J Mittwoch, Sen 22. Mai 1918 __11. Jahrgang. Die .,Lle«e Tageszeitung" erscheint jeden Werktag. Regelmäßige Beilagen „Dev Kauer ans Hessen", „Die Spirnrssube". Bezugspreis: Bet den Postanstalten vierteljährlich Ätt. 2.4L hinzu tritt noch das Bestellgeld: bei den Agenten monatlich 85 Pjg. einschließlich Trägerlohn. Anzeigen: Grundzeile 25 Pfg., lokale 20Pfg^ Anzeigen von auswärts werden durch PostnachnähmL erhoben. Erfüllungsort Friedberg. Zchriftleitung und Deriag Friedberg (Hessen), Hanauerstraße 12. Fernsprecher 48. Postjcheck-Lonto Nr. 4859, Amt Frankfurt a. M. Die Uorgange in Irland. Der gescheiterte Franzosenangriff auf den Kemmel. — Kaiser Kart in Konftantinopel. 21000 Tonnen versenkt. Der dentsche Grneralstak meldet: ——— W. T. S. Großes Kauptquartiev» den 21. Mak. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Der Kemmel war gestern wiederum das Ziel starker feindlicher Angriffe. Sie sind blutig gescheitert. Die Verteidiger des Kemmelberges haben einen vollen Erfolg errungen. An der Front von Voormezeele bis westlich von Dranoeter leitete stärkster Feuerkampf die Jnfanterieangriffe ein. Ihr Hauptstoß war gegen den Kemmelberg und seine westlichen Hänge gerichtet. In mehreren Wellen brachen die vorn eingesetzten französischen Truppen vor. Infanteristische und artilleristische Feuerkraft brachte ihren Ansturm zum Scheitern und zwang sie unter schwersten Verlusten zur Umkehr. Oertliche Einbrüche des Feindes in unsere Trichterzone wurden durch Gegenstöße wiederhergestellt. Oestlich von Loker ist noch ein Franzosennest zurückgeblieben. Englische Divisionen standen nach Gefangenen-Aussagen in dritter Linie bereit. Da den Franzosen jeder Erfolg versagt blieb, kamen sie nicht mehr zum Einsatz. Am Abend und während der Nacht nahm der Artilleriekampf mehrfach größte Heftigkeit an. Erneute feindliche Angriffe am Abend aus Loker wurden abgewiesen. An den übrigen Kampffronten verlief der Tag Verhältnis, mäßig ruhig. Stärkeres Feuer lag auf unseren Batteriestellnn- gen und rückwärtigen Ortschaften beiderseits der Lys, namentlich in Verbindung mit örtlichen Infanteriegefechten nordwestlich von Merville. Am Abend trat auch bei Bucquoy und Hebu- terne, südlich von Villers Bretonneux und der Aor« vorübergehend Feuersteigerung ein. An der übrigen Front nichts von Bedeutung. V V r > * - Vrnr.''-- Jn den letzten drei Tagen wurden 59 feindliche Flugzeuge und 3 Fesielballone zum Absturz gebracht. Leutnant Löwen- Hardt errang seinen 24., VizeseLdwebel R u n e y seinen 29. und 21. Luftsieg. Der Erste Geueralquartiermeffter: Ludendorff. Abendbericht. Berlin, 21. Mat, abends. (WTB. Amtlich.)' Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. 1 j Der österreichische Generalstob ! #======= meidet: = A Wien, 21. Mai. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: An der italienischen Front führte die beiderseits entfaltete Erkundungstätigkeit zu mehrfachen Kampfhandlungen. Südöstlich von Mori streßen in der Nacht zum Sonntag Abteilungen ungarischer Infanterie in die feindlichen Stellungen. Am Lop- picsee, bei Asiago und auf dem Sasio Nosso wurden italienische Patrouillen zurückgewiesen. Bei Feuer wurden stärkere feindliche Erkundungsabterlungen durch Gegenstoß geworfen. Bei Capo Sile entriß uns der Italiener einen Vorpostengraben. Die Fliegerkompagnie 14 schoß am 19. Mai vier feindliche Flugzeuge ab, die alle auf unserem Boden niedergingen. Der Chef des Generalstabes. Der blllgarische Generaistab —= —_ meldet: —- , Sofia, 20. Mai. (WTB.) Generalstabsbericht. Nördlich von Bitolia drangen Abteilungen unserer Infanterie in die feindlichen Gräben ein und brachten Gefangene und Kriegsmaterial ein. Oestlich von Dobropolje wurden feindliche Sturmtrupps, die nach Artillerievorbereitung sich unseren Stellungen zu nähern versuchten, durch unser Feuer vertrieben. Oestlich des Wardar Patrvuillenzrffammerfftöße, in deren Verlauf wir Engländern zu Gefangenen machten. -- $ v i 21000 Tonnen versenkt. Berlin, 29. Mai. (WTB. Amtlich.) Im Sperrgebiet um England versenkten unsere U-Boote wiederum sechs Dampfer Und zwei Segler wtt zusammen 21 000 Bruttoregistertonnen. Die Erfolge wurden vorwiegend an der Westküste Englands und im Aermelkanal erzielt. Den Hauplanteil daran hat das unter dem Kommando des Kapitänleutnants H u n d i u s stehende Boot. Die Schiffe waren mit einer Ausnahme sämtlich lief beladen, vorwiegend mit Kohlen. Ein Dampfer wurde aus einem besonders stark durch Zerstörer und Kreuzer gesicherten Geleitzug herausgcschossen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. « Berlin, 20. Mai. (WTB.) Die „Daily News" vom 2. Mai berechnet den Schaden, den die Versenkung eines einzigen Frachtdampfers anstiftete, wie folgt: „Wie von sachverständiger Seite erklärt wird, ist es unter den augenblicklichen Arbeiter- Verhältnissen in England unmöglich, einen 5000 Bruttoregistertonnen großen Dampfer in weniger als acht Monaten von dem Tage des Auffetzens der ersten Platte an fertigzustellen. Der Bau nach Einheitsmuster und die sabriksmäßige Anfertigung von Schiffsteilen im Binnenlands haben die Fertigstellung dieser Teile beschleunigt, doch geht viel Zeit mit dem Zusammensetzen verloren. Es bedarf einer 6^monatigen Arbeit und neunstündiger Arbeitszeit von 400 erfahrenen und geschickten Arbeitern, wenn der Stapellauf innerhalb der festgesetzten Zeit vor sich gehen soll, und weiterer sechs Wochen, um das Schiff in den Dienst zu stellen." Man darf bezweifeln, daß es heute noch möglich fft, ein Schiff innerhalb sechs Wochen nach dem Stapellauf in Dienst zu stellen. Immerhin lehrt dies Beispiel, besonders wenn man es vervielfältigt mit der Zahl von 1086 versenkten Seedampfern, die nach den „Times" vom 7. Februar allein England in einem Jahre verlor, welchen unermeßlichen Schaden an Arbeit und Gerät unsere Feinde erleiden. Die Schlacht im Westen. Mitten im Gegenangriff. Genf, 21. Mai. Der „Temps" meldet am Sonntag: Der Gegenangriff des Verbandes fft in seinen Vorbereitungen so weit beendet, daß wir in dem Kampf um den Besitz des Kem- mels bereits mitten in ihm stehen. Der Besuch des Präsidenten an der Front darf als letztes Vorzeichen dafür erscheinen, daß wir bis zum letzten Mann fertig sind und voll Vertrauen auf die kommenden Wochen blicken dürfen. Das „Petit Journal" meldet: Die neu einberufenen belgischen Iahresklasien sind in ihre Stellungen am Ppernbogen eingerückt. Die Kämpfe vom 29. Mai. Berlin, 21. Mai. (WTB.) Nachdem bereits seit einigen Tagen die Westfront durch stärkstes Feuer aufflammte und Grotzpatrouillen und Erkundungsabteilungen der Entente die deuffchen Linien nach schwachen Stellen abtasten, löste am Morgen des 20. Mai in Flandern gewaltige Artillerievorbereitung einen im größten Maßstab angelegten englisch-französischen Angriff gegen den Kemmel und die westlich und östlich anschließenden Stellungen aus. In 10 Kilometer Breite liefen die fran- zösischen Sturmwellen, welche die erste und zweite Linie bildeten, an. Auf dem flachen Grunde südlich des Dikkebusch-Sees, den das schwere Feuer der letzten Wochen freilich längst in ein Trichterfeld verwandelt hat, fetzten die Franzosen besonders dichte Masten an, in^er Hoffnung, von hier aus das Kemmel- mcffsiv von Norden her zu umfasten. Aus wenigen Metern Entfernung schlug ihnen ein rasendes Feuer entgegen. Wie mit einem Schlage stockte die Angriffsbowegung und alles flutete zurück. Aber was die eigenen Gräben erreichte, waren nur kümmerliche Reste. Gegen den Kemmel selbst kam der französische Angriff garnicht erst zur Durchführung; se verheerend schlug das deutsche Vernichtungsfeuer in die französischen Bereiffchaften, daß sie nicht zum Vorgehen zu bewegen waren. An der Straße Kemmel—De Kleit brach der ftanzöstsche Angriff vor den deuffchen Hindernisten zusammen. Oestlich Loker gelang es den Franzosen lediglich, ein örtliches, eng begrenztes Schützennest, das jetzt unter dem zusammengefaßten deutsche Feuer liegt, zurückzulasten. Zwffchen Loker und Dranoeter war es den Franzosen unter rücksichtslosestem Einsatz zuerst gelungen, vorzukom- men, aber ihr Erfolg war nicht von langer Dauer. Die deutschen Kampftruppen selbst setzten sofort zum Gegenstoß an. In brausendem Sturm, an einer Stelle unter persönlicher Führung des Regimentskommandeurs, jagten die Deutschen die Franzosen wieder zurück. Restlos verloren diese das im ersten Ansturm gewonnene Gelände, das voll lag von Toten. j ä ^ Lebhaftere Kampftätigkett. Basel, 21. Mai. Im heutigen Havas-Kommentar heißt es unter anderem: Die Artillerie war auf beiden Seiten reger, besonders auf einer etwa 15 Kilometer breiten Front zwischen Bucquoy und Albert. In Flandern begann der Feind mit einer außerordentlich heftigen Artillerievorbereitung unter Verwendung von Gasgranaten. Alle Anzeichen sprechen für diH bevorstehende Wiederaufnahme der feindlichen Offensive. Der Luftangriff auf London. Londo«, 20. Mai. (WTB.) Reuter meldet amtlich' Die Verluste bei dem Luftangrfff am Sonntag betragen: Tot 17 Männer, 14 Frauen und 6 Kinder, verwundet 83 Männer, 4tz Frauen und 23 Kinder. In der Provinz wurden zwei Männer, drei Frauen und ein Kind verwundet. Ein beträchtlicher Schaden wurde an Häusern und Eigentum angerichtet. Die Vorgänge in Irland. Weitere Verhaftungen. Rotterdam, 21. Mai. Nach Londoner Telegrammen dauern die Massenverhaftungen in Irland fort. Bis zum 20. Mai abends waren nach der Londoner „Morning Post" 725 Verhaftungen in Irland vorgenommen. Zürich, 21. Mai. Das „Secolo" meldet aus Paris: Auf Veranlassung der englischen Negierung wurden die national-irischen Landesvereine in Paris und den übrigen französischen Städten geschlossen * Gin irischer Aufruf. Rotterdam, 21. Mai. In einem von Cork ausge« gangenen Auftuf der vereinigten Iren heißt es u. a.: Die Regierung des verbrecherischen Lloyd George behauptet, daß wir aus Deutschland Waffen bezogen hätten, um mitten in der drohenden Offensive gegen die Alliierten auch in Irland die Waffen zu erheben. Die Angst Lloyd Georges ist groß, sie grenzt an Wahnsinn. Laßt Euch durch Liigen der englischen Aufhetzer nicht umgarnen. Wir wollen unsere Rechte und unsere Freiheit mannhaft, aber ohne Tücke, ohne blindes Wagnis erringen. Was Euch jetzt erzählt wird, ist erlogen. Irland streitet für sich selbst und bekcünpft alle, die es auf seinem Wege zur Freiheit behindern. Die Deuffchen haben uns nichts getan. Wir sind nicht ihre Feinde. Wir wünschen einen gerechten Frieden, der ihnen wie auch uns die freie Entwicklung schenkt, der sie wie uns vor den gierigen Anschlägen Englands aiff andere Güter befreit. * Mn Aufruf i*tt Amerika. Bern, 21. Mai. (WB.) Die irischen Nationalisten haben am 16. Mai folgenden Aufruf an Amerika gerichtet: „Die Klausel des Wehrpflichtgesetzes, welche der Negierung das Recht verleiht, die Wehrpflickst durch eine königliche Verordnung auf Irland auszudehnen, ist größtenteils unter dem durch ministerielle Erklärungen hervorge^ rufenen Eindruck angenommen worden, daß man nicht versuchen werde, von der fraglichen Befugnis Gebrauch zu machen, bis das irische Parlament und eine verantwortliche irische Regierung ins Dasein gerufen sein würden. Dis häufige Vertagung der Einbringung des versprochenen Homerule-Gesetzes sowie die Nachrichten über die Tätigkeit der mit dem Gesetzentwurf betrauten Kommissionen sowie die neuerlichen Ministerreden bestärken uns aber in der Ansicht, daß die Regierung weder jetzt, noch bei den neu- lichen Wehrpflichtdebatten die wirkliche Zlbsicht hatte, daS Homerule-Gesetz, welches die geringste Hoffnung auf eine Befriedigung der irischen naffonalen Forderungen böte, ein. zubringen und durchgusetzen. Die letzten Ereignisse nähren die Ueberzeugung, daß die Regierng überhaupt keine Absicht hat, mit der Gesetzesvorlage hervorzutreten, und daß! alle Versprechungen lediglich bestimmt sind, um das Unterhaus und das britische Publikum zu täuschen und besonders um die amerikanische Regierung, das amerikanische Volk und die alliierten europäischen Naffonen zu hintergehen. Während wir bei unserer oft wiederholten Erklärung beharren, daß niemand außer einem vom irischen Volke frei erwählten Parlament das Recht hat, der irischen Nation die Wehrpflicht aufzuerlegen, betonen wir, daß jeder Versuch, die Wehrpflicht in Irland zu erzwingen, nicht nur eine schwere Vergewaltigung der nationalen Rechte Irlands, sondern ein neuer, höchst ehrloser Lreubruch der englische» Negierung sein wurde, der, wenn er von der deutschen 9te* gierung verübt würde, in England als ein besonders schände licher Fall von Pruffianismus verurteilt werden würde. Die gesamte Propaganda-Maschinerie der englischen Regierung wurde in Bewegung gesetzt, um den Namen Irlands in Amerika anzuschiwärzen. Als erwählte Vertreter der irischen Nation betrachten wir es als unsere Pflicht, ein- Lringlichst an das amerikanische Volk und die amerikanische Regierung zu appellieren, sich durch derartige propagandistische Entstellungen nicht täuschen zu lassen, sondern über die Sache Irlands nur die Irländer zu hören, die mit den nationalen Bestrebungen des irischen Volkes sympathisieren und geeignet sind, für die irische Nation zu sprechen. Eingedenk der Bande der Sympathie, die stets zwischen der amerikanischen und der irischen Nation seit der Gründung der Republik bestanden haben, bitten wir das amerikanische Volk, seinen britischen Bundesgenossen zur Pflicht zu machen unverzüglich im Falle Irland die Grundsätze der demokratischen Freiheit und der nationalen Selbstbestimmung zur Anwendung zu bringen, die in der Erklärung Wilsons so großartig aufgestellt und deren Genuß Irland vorenthalten wird, während das irische Volk ausgefordert wird, dafür in den fremden Ländern zu kämpfen." Kaiser Karl in Koustautiuopel. Konstantinopel, 15. Mm. (WB.) Meldung der Agence Milli. Nachmittags fuhr der Hofzug mit Kaiser und König Karl und der Kaiserin Zita unter den Klängen der österreichischen Hymne in den mit den Fahnen der verbündeten Länder herrlich prangenden Bahnhof von Sirjedschi ein. Dort hatten sich der Sultan in der ungarischen Marschall- Gala-Uniform mit dem gesamten Hofstaate und den kaiserlichen Prinzen, der Großwesir, der Khedive von Aegypten, der Scheich-ül-Jslam, die Präsidenten des Senats und der Kammer mit Senatoren und Deputierten, sämtliche Mit- glieder des Kabinetts, die Chefs der Verbündeten diplomatischen Missionen mit ihrem Personal, die Hof- und Staatswürdenträger, die Generalität und das Offizierkorps zum Empfang des Herrscherpaares eingefünden. Im Aildis-Palast fand Empfang und Vorstellung statt. Konstautinopel, 21. Mai. (WB.) Bei der Ankunft des österreichischen Kaisecpaares im Yildis-Palast, leisteten die kaiserlichen Garden die Ehrenbezeugungen, während die Musikkapelle die Volkshymne intonierte. Nachdem der Sultan seinen Gästen hier seinen Wiükommengruß entboten hatte, verabschiedete er sich. Das Herrscherpaar empfing hierauf den Thronfolger. Zia Eddin, den Prinzen Abdul Nedschid Effendi. den Großwesir, den Khediven von Aegypten, den Scheich-ül-Jslam, die Präsidenten des Senats und der Kammer sowie die Mitgliedr des Kabinetts. Nach der Vorstellung der türkischen Hof- und Staatswürdenträger wurde dem Monarchen vom Boffchafter Markgrafen Pallavicini eine weitere Zahl von Persönlichkeiten vorge- stellt, darunter der deuffche Boffchafter Graf Bernstorff, der bulgarische Gesandte Koluschew, der türkische Kriegs- minister, mehrere türkische Offiziere sowie in der türkischen Armee dienende deuffche Offiziere. Der Kaiser richtete au jeden huldvolle Worte. Konstautinopel, 19. Mai. (WB.) Bald nach der Ankunft im Mldis-Palaft stattete Kaiser Karl den kaiserlichen Prinzen Besuche ab, während die Kaiserin Zita die Besuche der kaiserlichen Prinzessinnen und Gemahlinnen und Minister empfing. Um 5 Uhr nachmittags fand im Boffchaster- gebäude in Pera Empfang der österreichischen und un- garischen Kolonie statt. Konsul Hertzfeld hielt an den Kaiser eine Huldigungsansprache. Der Kaiser antwortete teils in deutscher, teils in ungarischer Sprache und äußerte seine Genugtuung über die ihm zum Ausdruck gebrachten Gefühle. Sodann erfolgte die Vorstellung der Spitzen der österreichischen nd ungarischen Kolonie und Damen. Hierauf empfingen der Kaiser und die Kaiserin im Botschafterpalais die hier weilenden österreichischen und ungarischen Offiziere und ihre Damen. Am Abend fand im Dolma Bagtsche- Palast ein Mahl in engerem Kreise statt, bei dem der Sultan zwischen dem Kaiser und der Kaiserin saß. Das hchmriilmlcht Tmbea Zer Wem«. Wrkn, 21. Mai. Nach Meldungen aus Prag waren an den hochverräterischen Umtrieben auch Funktionäre der Stadt beteiligt. Gegen diese Beamten ist von der Statthafterer ein Verfahren eingeleitel worden. Die Resolution, die angenommen wurde und die in der Presse nicht wiederzugeben ist, soll von dem zum Tode verurteilten und vom Kaiser begnadigten Klofac verfaßt sein. Slawische Wünsche. W en, 20. Mai. Die Blätter nrekden aus Prag: Hier fand eine große slawische Versammlung statt, an der auch Vertreter der Italiener ieilnahmen. Ls wurde eine Kundgebung beschlossen, in welcher die Vertteter der kulturellen Einrichtungen in der slawischen Nalion den einmütigen Willen anssprachen, nach Kräften alles zu tun, um die Befreiung der bisher unterdrückten Völker zu erreichen und eine bessere Zukunft auf der Grundlage ^er Weltdemokratie und des SeLbstbeftimnruugsrcchtes zu erzielen. Sie sprechen sich gegen die Unterdrückung einzelner Nationen durch die Oberherrschaft einer einzigen Nation aus und treten für eine Verständigung von Natron zu Nation und gegen Äe Uebergriffe des Imperialismus ein. Rumänien. »ufowit, 21. Mai. (8318.) Bei dem M-chl, das der Konv Mandant der et^n ruamnijche» A«n«. SentuU Lrigares«. m Pleite «Srtoowsca, bfo rumänisch. Arm« fei baß Marghiloman den besten Frieden «hatten habe, der unter den gegebenen Umstanden zu bekommen gewesen fei. Es sei einer der größten diplomatischen Effolge. der dir Hoffnung rechtfertige, daß Marghiloman nunmehr das Land auf dem guten Woge vorwärts führen werde. Zn der Antwott wies Marhiloman darauf hin, daß die Armee unvorbereitet auf der unsinnig langen Front von 200 Kilometer in den Kampf getreten sei. Sie habe aber ihre Pflicht getan. Mit dem Hinweis auf die Erwerbung Veffarabiens betonte Marghiloman. daß dieses Land nicht in Kffchinew, sondern bei den Friedensverhandlungen in Bukarest erworben worden sei. Marhiloman versicherte schließlich seinen Zuhörern, daß ohne die Untefftützung Oesterreich-Ungarns und Deutsch, lands Rumänien nicht um drei Millionen Menschen und 15 000 Quadratkilometer reicher geworden wäre- Ukraine. Kiew, 20. Mai. (MTB.) Der Hetman wohnte gestern gemeinsam mit dem deutschen, österreichisch-ungarischen und bulgarischen Vertreter der Eröffnung des neuen Hauses des ukrainischen Klubs bei einer literarisch-künstlerischen Gesellschaft, deren Mitglieder vornehmlich dem sozial-föderalistischen und sozialdemokratischen national-ukrainischen Kreise angehören. In einer bemerkenswerten, mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Rede in ukrainischer Sprache bezeichnete General Skoropadski es als sein Hauptziel, Hand in Hand mit dem ukrainischen Volk eine starke unabhängige Ukraine auf demokratischer Grundlage zu schaffen. Andere Redner feierten, zum Teil in deutscher Sprache, Deutschland, dem das Wiedererstehen der Ukraine zu verdrucken sei, und wünschten engsten Anschluß an das Deutsche Reich, dem die Ukraine in kultureller, wissenschaftlicher und technischer Beziehung so unendlich viel Dank skchulde. Die Erwiderungsrede des Botschafters Frhrn. v. Mumm klang in ein Vivat, floreat, crescat für den Klub und Staat aus, die sich beide ein neues dauerndes Heim gezimmert hätten, dessen Grundlagen für die junge Republik ein schleunig in Angriff zu nehmende ukrainische Kulturpolitik, vor allen Dingen durch den Ausbau eines nationalen ukrainischen Schulwesens sei. worin das sicherste Unterpfand liege für das Erstarken in der wirtschaftlichen und politischen Selbständigkeit des jüngsten Mitglttdes der europäischen Völkergemeinschaft. Eine Petze Präsident Wilsons. Basel, 21. Mai. Wie Havas aus New Dorf meldet, hielt Präsident Wilson anläßlich des Festes des Roten Kreuzes eine Rede, in der er u. a. sagte: Wir sehen vor uns zwei Pflichten: Die erste ist die Pflicht, den Krieg zu gewinnen und die zweite, die mit der anderen Hand in Hand geht, fordert, daß wir den Krieg auf eine große und edle Weise gewinnen, in dem wir nicht allein den faktischen Wert unserer Macht beweisen, sondern auch den Wert unserer Ziele und unseren eigenen Wert. Ich habe kürzlich sagen hören, wir müssen eine Armee von 5 Millionen Mann schaffen. Weshalb sollten wir uns auf dieses Ziel beschränken? Ich habe den Kongreß gebeten, keine Grenze festzusetzen, denn auch der Kongreß — dessen bin ich sicher — hegt wie wir alle den Wunsch, daß jedes Schiff, das Waffen oder Material befördern tann, bei jeder Fahrt, die es unternimmt, mit soviel Leuten und soviel Material beladen sei, wie es aufzunehmen vermag. Von diesem unverrückbaren Ziel des Sieges werden wir uns durch heuchlerische Friedensvorschläge nicht abbringen lassen. Er erging sich dann in den üblichen Redensarten, die wir bei dein Erzheuchler gewohnt sind. Der Friede nicht sehr nahe. Der Burengeneral Schmutz hielt wieder eine Rede. Am Ende gab Smuts der Ueberzeugung Ausdruck, daß der Krieg entscheidend, nicht bloß unentschieden enden werde. Smuts drückte fein tiefes Bedauern über die kürzlich vorgekommenen Enthüllungen der Friedensschritte aus, weil, wenn der Krieg zu Ende kommen solle, die Kriegführenden dann und wann inoffiziell in Verbindung treten müßten, um zu erfahren, was ihre Gegner dächten und welchen Vorteil sie aus der Lage ziehen könnten, wie sie sie auffaßten. Die einzige Alternative sei. wetter zu kämpfen, bis eine Seite völlig zermürbt fei. Die Zeit kommt, fuhr Smuts fort, in der d« Feind bereit ist, auf untre Hauptbedingungen einzugehen. Aber wenn keine inoffizielle Vergleichung der Auffassung stattsindet, wie können die Krieg- ührenden wisten, daß der Feind bereit ist, auf sie einzugehen? Der Gang zur Friedenskonferenz ohne die Gewißheit, daß die Haupibedingunge« angenommen werden, wäre das Gefährlichste, was man tun kann. Die Konferenz, die schließlich einberufen werden wird, wird eine Konferenz werden, die die Details fest- zvsetzen hat. nachdem die Hauptgegner über die Hauptziele einig geworden sind. Wie kann man dies ausfindig machen, wenn inan nicht miteinander gesprochen hat? Aber wie will man miteinander ins Gespräch kommen, wenn immer wieder Enthüllungen gemacht werden, man mit Steinen gegeneinander wirft? Den Friedenszieken dient man nicht allein mit dem Mut der Armeen, sondern auch mit allen Waffen der Diplomatte, wenn die Zeit reif ist. uns und unsere« Alliierten einen befriedigenden und guten Frieden zu sichern. (Beifall.) Schließlich sagte Smuts. er wünsche nicht seine Hörer zu entmutigen, aber er glaube nicht, daß der Friede schr nahe sei. Deshalb gebe er dem Volke den Rat. fest und treu zur Regierung zu stehen. (Beifall.) DollcheuHilche Anmaßung in DenWand. Es geschehen Zeichen und Wunder: d« „Vorwärts" ist hoh« Ehren teilhaftig geworden, um die ihn zwar deutsche Blätter nicht beneiden werden, die in ihren AnKffen doch d« Beachtung toeö ftro. Sc* führend« Blatt der deutschen Sozialdemokratie varf sich gewissermaßen als Amtsblatt fühlen, als amtliche» Sprachrohr der russischen Regierung, vertreten durch den bok schewiftischen Botschafter A. Joffe in Berlin. Das kam für dem d« die täglichen Gäste in dem Palast der Russischen Botschaft sett Herrn Joffes Einzug kennt, nicht gerade überraschend. De« ^ mi > daß sich der „Vorwärts" im Glanze des tuf. sticht Regierungsmoniteurs sonnt und nun selbst Gelder aus Staatskaffen annimmt. da er das sonst als Merkmal einer Rep- trlrenpreffe ansah. Scheinbar sind ihm diese Bedenken aber null und nichtig, denn bei dem erhärteten Dalles der bolschewistischen Staatskaffen steht es ja durchaus nicht zu erwarten, daß es russische Regierungsgelder sind, mit denen Herr Joffe seine Agita- lionskosten bezahlt. Und nicht immer war es dem „Vorwärts" und seinen Hintermännern angenehm, in einem Atem genannt zu werden. Während des letzten Munitionsarbeiterstreiks verdeckte der „Vorwärts" mehrfach nicht bloß die bolschewistischen Methoden, sondern den Bolschewismus schlechthin, weil er sich durchaus nicht mit den Ansichten, Zwecken und Zielen der deutschen Sozialdemokratie vereinen ließe. Daß er sich nun als amtliches Sprachrohr der Bolschewisten in Deutschland zeigt, wirkt um so komischer, als eben diese Bolschewisten in Rußland ganz heftig ins Wackeln geraten. Aus Moskau, ans Großrußland überhaupt, kommen fortlaufend Meldungen, nach denen die Regierung des Herrn Joffe sich höchster Unsicherheit erfreut und nur mit Kanonen und Maschinengewehren noch einen Schein ihrer Macht aufrechterhaltcn kann. Der in russischen Lettern und deutscher Uebersetzung im „Vorwärts" veröffentlichte Erlaß der „Sowjet-Republik" tautet" -^m Namen der russischen sozialistischen föderativen Sowjets-Republik bringe ich allen kriegs- und zivilgefangenen russischen Bürgern hiermit zur Kenntnis, daß auf Grund der Ratifikation des Friedensvertrages zwischen Rußland und Deutschland der Schuh der Interessen der sich in Deutschland aufhaltenden russischen Bürger am 1. Mai d. I. von der spanischen Botschaft auf die russische Botschaft übergegangen ift Die Botschaft der russischen Republik trifft alle Maßnahmen, um die Rückkehr der Kriegs- und Zivilgefangenen in die Heimat zu beschleunigen und ihre Lage zu erleichtern. Gruß von der Arbeiter- und Bauernregierung Rußland? Der russische Botschafter A. Joffe. Dieser Erlaß dokumentiert in eigenartiger Weife die Dankbarkeit der Sowjet-Regierung gegenüber der spanischen Botschaft, die sich für die russischen Untertanen in opfervollster Art einsetzte. Er muß aber zugleich vom deutschen Standpunkt in energischer Weise zurückgewiesen werden, denn die Lage der ruf- fischen Zivil und Kriegsgefangenen in DenffchlaM» ist durchaus nicht derart, daß sie der Vefferung und Erleichterung bedürfte. Sie haben über nichts zu Nagen und sind in ihrer Mehrzahl ftoh. daß sie die Raubtierfteihett ihrer Heimat nicht am eigenen Leib zu verspüren brauchen, die die Doschewfften eingeführt haben. Am allerwenigsten könnte danach Herr Joffe der Mann sein, der etwas zu beffern in der Lage wäre. Wollte Herr Joffe aber wirklich ernsthaft an der Besserung der Lage der Gefangenen arbeiten, so mag er es gettost tum In seiner Heimat bietet si. UilliiNdtiMMM aus der liiilitiite beichlMahm. Der „Vorwärts" schreibt: Im Reichstage gelangte die von uns schon behandelte Anfrage der Genossen Keil und Meerfeld zur Beantwortung, wonach sich Privatunternehmer beim preußischen Kriegsministerium die Lieferung von Ersatztürklinken derart gesichert haben, daß ungerechtfertigte Gewinne von vielen Millionen Mark dabei erzielt werden. Der Vertreter des Kriegsministeriums erwiderte darauf, das Kriegsministerium habe bis jetzt lediglich Probeaufträge auf Ersatztiirklinken erteilt, ,lm Erfahrungen zu sammeln. Massenvergebungen seien noch nicht erfolgt, ebensowenig seien Privatunternehmern Zusicherungen gemacht Das Kriegsministerium scheint danach von gewissen Dingen, die im Gange sind, nicht unterrichtet zu sein. Wir wissen von Plänen, gegen welche der Millionen gewinn der v. Behr-Pinnowschen Sacknaherei als Bagatelle erscheint. Wie wollen der Negierung verraten, daß es sich nicht nur, 4)ie die Anfrage der Abgg. Keil und Meerfeld es ausdrückt. Am „viele Millionen", sondern um eine bis anderthalb Milliarden Mark handelt, die zwei findige Unternehmer sls Gewinn aus dem Geschäft herauskalkuliert haben, wobei es sich übrigens nicht nur um Ersatz der Türklinken, sondern auch der Fensterriegel handelt. Ihre Gewinnkalkulation beruht auf der Basis: Kosten pro Ersatzstück 4 Mark, Gewinn pro Ersatzstück 2 Mark, so daß auf jeden Sozius i Mark entfällt. Die tüchtigen Geschäftsleute sind Baurat Lentz, Berlin, Unter den Linden 13, und sein Kompagnon, ein gewisser Lachmann. Lentz würde mit dem Türklinkenzug nicht den ersten Kriegsgewrmr machen, der Krieg hat Mm bereits diverse Millionen eingebracht. r Das deutsche Volk hat jedenfalls ein dringendes Interesse daran, W ersichren, wie weit es seine TürÄnken -um Nutzen des Vaterlandes'und wie wert zmu Herren Lentz und Lachmann abliefert. Wir find hier ausnahmsweise in der Lage dem „Vorwärts" bei-ustinrmen. Wenn der Staat Rohstoffe braucht, dann möge er dcchin sorgen, daß der schlechte Ersatz nicht teurer kommt, wie die ursprüngliche gute Ware. So ist es bei der Beschlagnahme der Kupserkessel gÄvefen. Wir mußten die guten Kupferkessel hergeben, bekamen einen schofelen Ersatz, der aber mit Knöpf und Kameelgarn schließlich mehr wie der Kupferkessel gekostet hat. Der Lieferant aber hat einen schönen Verdienst gehabt. Oder soll das der Zweck der Uebung sein? Die tmifit KekinrnuuMil für die FraüMiilk. Als man im Dezember 1908 die Mädchenschulreform in Preußen durch führte, die dann auch in Heffen und anderen Bundesstaaten bald Nachahmung fand, schuf man bekanntlich in den oberen Klaffen einen doppelten Weg der Weiterbildung. Der eine ist die Studienanstalt, die zur Universität führt, der andere die Frauenschule, die vornehmlich die Ausgaben des praktischen Lebens im Auge hat. Für die letztere Schulart wurden 1908 noch keine näheren Bestimmungen getroffen, weil man Spielraum für verschiedene Versuche lassen wollte. Aufgrund der inzwischen gemachten Erfahrungen hat nun Preußen kürzlich neue und eingehendere Bestimmungen erlassen. Auch diese Bestim- murrgen werden sich wohl bald in den übrigen Bundesstaaten durchsetzen, vielleicht mit entsprechenden Abänderungen, denn bei keiner Schulgattung ist die Rücksichtnahme aus besondere lokale Berhältniffe so wichtig, wie gerade bei der Frauenschule. Sie soll ja in erster Linie die künftige Hausfrau und Mutter für ihre schönen Pflichten vorbereiten. Dabei spielt aber natürlich die Umgebung, in der sich das Familienleben abspielt, eine große Rolle. Der ländliche Haushalt stellt wesentlich andere Aufgaben als der städtische, der großstädtische wieder andere als der kleinstädtische, in der Jndustriegegend muß man sein Leben auf andere Bedürfnisse einrichten wie da, wo etwa der Fremdenverkehr, der Handel, oder sonst ein Erwerbszweig blüht. So wird die Frauenschule stets Bewegungsfreiheit behalten müssen. Die neuen Ministerialerlasse legen aber doch die Hauptgesichtspunkte, die den Rückhalt für den ganzen Erziehungsplan bilden, fest. Es handelt sich da einmal um die Kenntnis der sämtlichen hauswirtschaftlichen Aufgaben und sodann um die Einführung in die Kindererziehung. Für jeden dieser beiden umfangreichen Aufgabekrerse wird ein Jahr angesetzt. Es wird dabei entweder so verfahren, daß beide Aufgaben gleichzeitig im ersten Jahre schon in Angriff genommen werden, und dann im zweiten Jahre ihre Ergänzung dadurch finden, daß die Beziehungen zwischen Haus- und Volkswirtschaft, zwischen Familrenerziehung und staatlicher oder kirchlicher Jugendarbeit behandelt werden. Oder aber es wird die eine Aufgabengruppe im ersten Jahre völlig zu Ende geführt und dann der zweiten ein eigenes Jahr gewidmet. Letzteres Verfahren hat wohl den Vorzug. Die jungen Mädchen sind dann schon etwas reifer, wenn sie mit Kindern zu tun bekommen. Sie lernen also im ersten Jahre erst einmal ihr häusliches Reich kennen und beherrschen: Kochen, Bügeln, Nähen, Buchführen, Haushaltspläne aufstellen, Gartenbau, Umgang mit Wertpapie. ren, gute Formen des geselligen Verkehrs, Regeln für guten Hausschmuck und eine wertvolle Hausbücherei und dergl. mehr. Wie die Privatwirtschaft mit der Volkswirtschaft zusammen- hängt, wird dann schon überall ausgezeigt, eine sehr notwendige Belehrung, wie es gerade der Weltkrieg uns ernpfinden läßt. Das zweite Frauenschuljahr führt dann in den Kindergarten, läßt die Schülerinnen erst die Behandlung einzelner Kinder lernen, führt sie auch in Geschichte und Theorie der Pädagogik ein und weist sie endlich auf die sozialen und staatlichen Einrichtungen und Aufgaben der Jugendpflege hin. Es wird aber auch neben diesen praktischen Aufgaben die wissenschaftliche Vilduirg (zum Teil nach freier Wahl) weitergeführt. Da wird noch deutsche Kunst und Literatur, Geschichte, Musik, fremdsprachliche Lektüre usw. gepflegt. So kann die Frauenschule den jungen Mädchen einmal dasselbe werden, was den Schülern unserer höheren Knabenschule die Universität ist. DreiskrhirhilW fiir Hafer für den Kttreshedlns. Zur Deckung des Haferbedarfs für die in der Front stehenden Pferde bedarf die Heeresverwaltung dringerrd den von den Landwirten bei der Aussaat oder bei der Fütterung ihrer Pferde ersparten Hafer. Die Landwirte werden dringend aufgesordert, in weitgehendstem Matze der Aufforderung der Heeresverwaltung auf Haferablieferung nachzukommen. Ausdrücklich wird noch betont, daß für diesen Hafer, der bis zunr 15. Juni 1918 abzuliefern ifr, der Preis auf 69 Mark für die 199 Kilogramm festgesetzt ist. Felde der Ehre. Groß-Karbe». Obergefreiter Karl Kötter, bei einem Fuß-Artillerie-Batl., erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. Herzlichen Glückwunsch. Berstadt. Kanonier Richard K n ö ll, bei einem Artillerie- Regiment, im Westen, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Herzlichen Glückwunsch. Aus der Heimat. Eil- und Frachtstücks» tverkehr. Die bisherigen Annahmebeschränkungen für Fracht- und Eilstückgüter fallen vom 21. Mai an fort. Es bleiben nur noch folgende Einschränkungen bestehen: Dis Begrenzung des Höchstgewichts der einzelnen Stücke bei Eilgut auf 100 Kilogramm, für beschleunigtes EUgut auf 50 Kilogramm, ferner die Anordnung, daß Holzverfchlage, Lattengestelle und Haraffe nur in zerlegtem Zustande angenommen werden; schließlich bleiben auch diejenigen Güter, di» her schon zugunsten des Waperweger von der Beförderung mit der Eisenbahn ausgeschlossen waren, auch weiterhin auf den Wasserweg verwiesen. Im übrigen nehmen die Eisenbahndienststellen nunmehr beschleunigtes EUstückgut, Eilstückgut und Frachlstückgul wieder ohne weiteres zur Beförderung an Für die Auflieferung in größeren Mengen ist vorherige Vereinbarung mit der Versandabfertigung erforderlich. FC. Bad-Nauheim, 20. Mai. Im 98. Lebensjahre verstarb in Eaffel die verwitwete Frau Pfarrer Augner geb. Löbell aus Marburg a. d. L. Diese Dame war nach der Kurliste von 1842, welches die erste Liste des Bades Nauheim war, der erste gedruckte Kurgast des Bades, denn schon vor 1842 waren Kurgäste in Vad-Nauheim anwesend. FC. Alsfeld, 20. Mai. Die Postverbindung von Alsfeld nach Loshausen soll wegen zu hoher Betriebskosten eingestellt werden. FC. Vom Main, 20. Mai. In den Weinbergen in Fram ken ist der Austrieb der Reben überall schön und gleichmäßig. Zahlreiche und große Samen sind vorhanden. Kommen diese gut durch die Blüte, dann ist wieder die beste Hoffnung für ein gutes Weinjahr gegeben. Aus Starkenburg. FC. Zwingenberg, 20. Mai. Pfingsten 1868, also vor 50 Jahren, wurde hier durch die Landsmannschaften in Tübingen, Göttingen, Bonn, Halle und Würzburg der Bund der deutschen Landsmannschaft (Eoburger L. E.) gegründet, der jetzt auf den deutschen Hochschulen 59 Landsmannschaften umfaßt. Zur Erinnerung an die 50jährige Wiederkehr der Gründung findet am 22 Mai eine Gedenkfeier hier statt. Höchst i. O., 20. Mcri. Der hiesigen Gendarmerie ist es gelungen, eine Geheimschlächterei ausfindig zu machen, von der schon längere Zeit ein Schleichhandel mit Fleisch ausging. Bei den Metzgern Wilh. Barth und Joh. Stockum IV. wurde ein in der Nacht geschlachtetes Rind beschlagnahmt und das Fleisch in hiesigen Sammelstelle überwiesen. Schon lange war es öffentliches Geheimnis, daß auswärtige Gastwirte wie auch die hiesr- gen beffer bemittelten Einwohner bei Barth jedes Quantum Fleisch zu hohen Wucherpreisen erhalten konnten; aber Barth verstand es immer, die Polizei zu täuschen. Bemerkenswert ist, daß Barth als Metzger die Fleischlieferung für die Ernst- Ludwig-Heilftätte zu Sandbach hatte und von dieser hierfür vom Militär reklamiert war. Aus Rheinhesseo. FC. Mainz. 20. Mai. Von der Militärschiffahrtspolizei wurden an der Maarau zwei mit Halstüchern zufammengebun- dene Leichen, die eines Mannes und einer Frau, geländet, die ungefähr zwei Wochen im Wasser gelegen haben. Die Personalien sind noch nicht festgestellt. FC. Mainz 20. Mai. Rach dem Voranschlag sollen an Umlagen auch für 1918 hier erhoben werden: auf 100 Mark Steuer- ivcrt des Vermögens 31,5 Pfg., auf eine Mark staatliche Einkommensteuer 159,3 Pfg. FC. Worms. 20. Mai. Die ersten reifen Schlotzkirfchen wurden in Freinsheim von dem Arbeiter Flasch gebrochen und zu einer Mark das Pfund verkauft. — Die Spargelernte in Freinsheim ist so ergiebig, daß das Angebot die Nachfrage bereits übersteiget; infolgedessen sind auch die Preise erheblich zu. riickgegangen. Seither wurden 80 Mark pro Zentner bezahlt, seit vier Tagen will der Handel nur noch 60 Mark anlegen. Ans Hessen.Nassau. FC. Bürstadt. 20. Mai. Der älteste Bürger der hiesigen Ge- nleinde, Rentmeister a. D. Dujeberg, ist im 89. Lebensjahre plötzlich gestorben. Im Jahre 1860 kam er als Gemeindeeinnehmer und Verwalter der Post hierher. FC. Niederlahnftein, 20. Mai. Dem Weichensteller Dinsch- mann von Friedrichssegen wurde auf dem Felde ein Sack Setz- kartoffeln gestohlen. Die Gendarmerie forschte nach und ertappte auf dem Wege nach Ahl einen Arbeiter von hier mit einem Sack von 40 Pfund Kartoffeln und nahm diesem dieselben ab. Es stellte sich aber heraus, daß es nicht die dem Weichensteller gestohlenen Kartoffeln waren, sondern in Frücht geham. sterte. Auch dies ist nicht erlaubt und die Kartoffeln blieben konfisziert. FC. Vom Westerwald, 20. Mai. In der Tabakfabrik in Hittfcheid wurden eineinhalb Zentner Tabak samt einem Hand- wagen gestohlen. Erbenheim, 21. Mat. Der hiesige Eemeinderat hat in seiner letzten Sitzung den Beschluß gefaßt, zu der Frage der Eingemeindung der Ortschaft nach Wiesbaden vorerst noch keine Stellung zu nehmen, sondern die endgültige Beschlußfassung bis nach dem Kriege auszufetzen. Dem Beschlüsse war eine Umfrage bei der gesamten Bürgerschaft vorausgegangen, welche insofern ein überraschendes Ergebnis hatte, als nicht einer von allen den Befragten sich bedingungslos für die Annahme des Wiesbadener Eingemeindungsangebots erklärte. FC. Aus Kurhessen, 20. Mai. Aus Furcht vor Strafe hat sich in Haine in einer Scheuer der 15jährige Sohn einer Witwerhängt. » Gk« schweres Grubenunglück. Hamborn, 21. Mai. Auf Schacht 3 der Gewerkschaft „Deutscher Kaiser" erfolgte eine Kohlenstaubexplosion, welche das Hangende löste, wodurch fünfzehn Bergleute verschüttet wurden. Mit den Retiungs- und Aufräumungsarbeiten wurde sofort begonnen. Bisher konnten jedoch nur drei der Berui^lückten als Leichen geborgen werden. Allem Anschein nach werden auch die anderen zwölf nicht mit dem Leben davongekommen sein. Hamborn, 21. Mai. Rach den letzten Meldungen hat das Grubenunglück auf der Gewerkschaft „Deutscher Kaiser" 21 Opfer gefordert, von denen 20 als Leichen zu Tage gebracht wurden Ein Verletzter befindet sich in Behandlung. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!, Friedberg; für den Anzeigenteil: R. H e y n e r , Friedberg. Druck und Verlag der >,Neum ^Tageszeitung SfrJ*9 Fnedberg Wem nie dnrch Liebe Leid gejchch. Roman von Courths-Mahler. 15) Nachdruck verboten. „Ach, manche Männer lieben das. Und sie wird eine anständige Mitgift haben, denn das Vermögen ihrer Mutter ist sehr groß, und ihr Bruder muß ihr doch auch abgeben." „Nun ja, das wird sich finden. Aber so lange Du noch nicht Frau von Franlenau bist, mußt Du vermeiden. Dich mit ihr zu Überwerfen. Ihr Bruder hält große Stücke ans sie und liebt sie sehr." „Leider. Nun ich werde mich tunlichst beherrschen." „Das ist recht- Seiner Mutter sind wir sicher." „Meinst Du wirklich, daß sie mich schon als Schwiegertochter ins Auge gefaßt Hst?" „Ich bin überzeugt davon. Sie spricht in den schmeichel- Haftesten Ausdrücken von Dir." Die Madonnenaugen der Baronesse leuchteten falsch und frohlockend. „Ich habe es mir auch schwer genug werden lassen, mir chre Zuneigung zu erringen. Ursula ist förmlich eifersüchtig auf niich. Es freut mich, daß sie sich darüber ärgert." „Suche lieber, Dir auch Ursulas Zuneigung zu gewinnen. Wenn inan von einem Menschen geliebt wird, kann man ihn leicht beherrschen." „Ach, bei Ursula wäre das vergebliche Mühe. Ich habe schon alles versucht." „Jedenfalls mußt Du aber einen erträglichen Standpunkt zwischen euch festhalten. Heute wird ja Herr von Frankenau angekommen sein. Nun bin ich gespannt, ob er Unser lieber Sohn und Bruder Gustav Wolf Leutnant der Nes. und Vatterieführer, Ritter des E. K. I, E. K. II und der Hessischen Tapferkeitsmedaille, erlag am 25. April feiner am 24 . April erlittenen schweren Verwundung. Wohnbach. In namenlosem Schmerz: fümilie Wilhelm Wolf IV. Bekanntmachung. Der Bundesrat hat auf Grund des § 3 des Gesetzes über die Ermächtigung des Vundesrats zu wirtschaftlichen Maßnahmen usw. vom 4. August 1914 (Reichsgesetzblatt S. 327) die Vornahme einer Reichswohnungszählung angeordnet und zwar ist als Zählungstag für das Eroßherzoglum Hessen der 24. Mai besttmmt. Für die Zählung kommen Hauslisten zur Verwendung. Für jedes Hausgrundstück mit mindestens einer Wohnung ist eine Haus, liste auszufullen, iu die alle Wohnungen, die bewohnten, die ander- weit benutzten und die leerstehenden, einzeln einzutragen find. In der Liste ist folgendes zu beantworten: 1. Lage der Wohnung (ob Vorderhaus. Hinterhaus, Seitenflügel, Quergebäude) 2. Stockwerk (ob Keller, Untergeschoß. Erdgeschoß eine Treppe usw) 3. Raine des Wohnungsinhabers (Haushaltungsvorstandes); leeutehende und anderweit benutzte Wohnungen sind als solche zu bezeichnen, auch ist anzugeben, seit wann sie leerstehender anderweit benutzt werden; 4 . Zahl der Wohnräume (heizbare oder nicht heizbare Zimmer und Kammern) 6. Ob außerdem eine eigene Küche vorhanden ist; 6. Vertraglicher Jahresmietpreis der Wohnung; 7. Falls sich der Mietpreis auf Wohnung und zugehörigen Eewerberaum bezieht, die Art des Gewerberaums (ob Laden, Kontor, Werkstatt ufw.) 8. Zahl sämtlicher Bewohner einschließlich der Kinder, Dienstboten, Schlafgänger usw. 9. Ob in der Wohnung außer der Ehefrau oder der Haushaltführenden eine verheiratete oder verwitwete Frau sich aufhält, die zur Zeit keine eigene Wohnung hat und nach dem Kriege mit ihrem Ehemann oder ihren Kindern oder allein eine besondere Wohnung beziehen wird. Wenn ja, in welcher Gemeinde der Ehemann dieser verheirateten oder^verwitweten Frau zuletzt gewohnt hat (Gemeinde, Die Hauseigentümer oder ihre Stellvertreter sind verpflichtet, die Hausirste die am 23. Mai zugestellt und am 25. Mai wieder avgeholt w'rd, sofort nach Empfang auszufüllen. Die Haushaltungsoorstande oder ihre Stellvertreter sin) verpflichtet, dem Hauseigentümer alle zur Ausfüllung der Hausliste erforderlichen Angaben zu machen. Wer sich weigert, die auf Grund dieser Verordnung vorgeschrie- venen Angaben zu machen, oder in die Hausliste einzutragen, oder wer vorsätzlich wahrheitswidrige Angaben macht, wird mit Geldstrafe bis zu 1500 Mk. bestraft. Friedberg, den 15. Mai 1918. Mrsermeister. _ I. V.: Damm. Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Kronpnnzenstratze 41. (Kronprinzenbau.) — Fernruf L'.ömer 420». »urvstundkn: Monte», Dienstag, Donnerstaa. Freitag, nachmittags •*" — 6°.!ch°st»<>nzelg-n in diesem Raum nur für Mitte Mitglied»»: dleseiben sind kostenlos, jedoch mutz bei Stuf» ga&e der Anzeige auf die Mitgliedschaft hingewiesen werden. Ein zugfest gelernter Fahrochse 2V2 Jahre alt, zu verkaufen. Zu erfragen in der Eeschästs- Pelle der „Reuen Tageszeitung". wirklich, wre feine Mutter wünscht, sofort daran denkt, sich in Frankenau festzusetzen und sich zu verheiraten. Sicher wird ihm dann einleuchten, daß Du als die künftige Erbin von Birkenheim, eine sehr annehmbare Partie für ihn sein wirst." Die Baronesse sprang auf und ttat ans Fenster. „Ich möchte nicht nur von diesem Standpunkt aus von ihm begehrt werden," stieß sie hervor. In ihrem Charakter lag, trotz der zur Schau getragenen Sanftmut eine gewisse Leidenschaftlichkeit. Sie hatte schon vor Hans Ullrich von Frankenaus Abreise, wenn er auf Urlaub zu Hause war, mit begehrlichen Blicken nach ihm gesehen. Es lockte sie, den von den Frauen Verwöhnten für sich zu gewinnen. Wenn auch für sie am meisten maßgebend war, daß er der reiche Majoratsheer war, so sah sie doch auch in ihm den vielbegehrten, interessanten Mann. Als er vor zwei Jahren auf Reisen gegangen war, ohne daß es ihr gelungen war, ihm näher zu treten, da hatte sie gefürchtet, er würde sich draußen in der großen Welt eine Frau suchen. Gottlob war das nicht geschehen, und nun er in Frankenau blieb, wollte sie mit allen Mitteln versuchen, ihn zu fesseln. Sie war ganz fest entschlossen, seine Frau zu wedren. Seiner Mutter hatte sie eine sehr berechnete Koinödie vorgespielt, und es war ihr gelungen, diese für sich zu gewinnen. Und Hans Ullrich von Frankenau würde auch zu gewinnen sein. Jeder Mann ist an irgend einer Schwäche zu fassen. Urrd sie hoffte, daß auch er zu fassen sein würde. Es blieb eine Weile füll zwischen den beiden Damen. Erblich! wandte sich die Baronesse wieder um. Sie sah daß ihre Mutter in ttefes Nachdenken verloren war. „Woran denkst Du, Mama?" Die Baronin richtete sich mit einem Seufzer auf. „Ich dachte darüber nach, ob Maria von Platen wohl noch am Leben ist. Zu gern möchte ich das wissen." Tie Baronesse setzte sich ihrer Mutter gegenüber. „Könntest Du das nicht in Erfahrung bringen?" „Wie sollte ich denn? Ich könnte höchstens ein Auskunftsbüro damit beauftragen und das ist auch nicht so einfach." „Ich denke. Du stellst Dir das schwerer vor, als es ist Du brauchest doch nur in Stockholm nachforschen zu lassen. Ihre letzte Nachricht kam doch von dort, nicht wahr?" Die Baronin fuhr erschrocken auf und starrte ihre Tochter an. „Was willst Du damit sagen? — Was meinst Du für Nachrichten?" Die Baronesse lächelte iiberlegen. „Liebe Mama, vor mir brauchst Du wirklich nichts zu verbergen, ich weiß doch, daß Du Deine Gründe hast, eine Annäherung Deiner Kusine Maria an Onkel Heinz zu verhüten und weiß auch, daß Du deshalb nie jemand den Schlüssel zur Posttasche gibst. Jeder Brief, der in Birken- heim eintriftt und jeder, der hinausgeht, wandert, durch Deine Hand. Und das ist sehr klug von Dir. Aber ich habe viel von Dir gelernt, Mama, und ich habe beobachtet, daß Du mißliebige Briefe entweder zurückschickst oder ver- nichtest." (Fortsetzung folgt.) Beiranntmachnng. Nachdem das Großherzogtum von den vorge'ehenen erheblichen Lieferungen an die Heeresverwaltung und an Preußen in diesem Jahr befreit worden ist, hat Vas Großh. Ministerium des Innern durch Bekanntmachung vom 2 . Mai ds. Js. folgende Aenverunzen uno Erleichterungen in der Eierabgabepflicht angeordnet. Die nach dem Aufforderungszettel zur Eierabgabe für den Monat Juni abzuliefernde Anzahl braucht erst spätestens bis Ende Juli, die für den Monat Juli abzuliefernde Anzahl erst spätestens bis Ende September und die für die Monate August, September und Oktober bis Dezember abzuliefernde Anzahl erst in der Zeit vom Oktober 1918 bis Februar 1919 abgegeben werden. Außerdem wird derjenige, der die bisher bis Ende Juli, jetzt erst brs Ende September abzugebende Menge ordnungsgemäß und recht- zertlg spätestens bis zum 30. September abliefert, auf Antrag von dem Rest seiner Ablieferungsvflicht befreit. Dieser Antrag ist rechtfertig. also spätestens bis zum 30. September ds. Js. an den Gemeindevertrauensmann zu richten, lHermann Hanstein für Friedberg, Joh. Wilhelm Sang für den Stadtteil Fauerbach). ^. 5 ro ^ erwartet, daß nunmehr sämtliche Geflügelhalter ihrer Ablieierungspflicht rechtzeitig Nachkommen, da diese Aenderung für alle eine ganz wesentliche Erleichterung bedeutet. Im Interesse eines jeden Geflügelhalters ist es jedenfalls dringend gelegen, die früher bis Ende Juli, jetzt erst bis Ende September abzugedenden Eier auch rechtzeitig abzuliefern, da er alsdann auf seinen Antrag von dem Rest völlig befreit wird. Weitere Erleichterungen werden nicht gewährt. Geflügelhalter, welche trotzdem noch glauben, sich ihrer Abgabepflicht entziehen zu können und dies auch bisher schon getan haben, werden unnachsichtlich zur Verantwortung gezogen. Friedberg, den 21. Mai 1918. Der Bürgermeister. I. V.: Damm. in Ziegenberg. Dienstag, den 28. Mai, vormittags S Uhr werden versteigert: Stämme; Eichen: 3 I. Kl. = 5,81 fm, 2 II. Kl. = 2,74 fm, 2 IV. Kl. = 1,35 fm, 122 V. und VI. Kl. = 29,8lfm; Buchen: 70 111., IV und V. Kl. = 30,81 fm; ferner 2 Eschen III. und IV. Kl. 0.93 fm, 5 Linden II.—IV. Kl. — 2,79 fm, 3 Ahorn III. u. IV. Kl. = 1,08 fm, 8 and. Laubholz (Akazie, Birke, Erle. Hainbuche, Ulme) Hl.—IV. Kl. --- 3,17 fm, 34 Fichten V. Kl. = 9,17 fm. Derbstangen r 8 Eichen = 0,95 fm, 73 Fichten = 3,69 fm. Rcisstangenr 994 Fichten = 7,52 fm. Das Holz lagert in verschiedenen Forstorten hiesigen Reviers. Zusammenkunft auf der Kreisstraße unterhalb Ziegenberg am Vogeltal. v. Pasiavant'sche Forstverwaltung. _ * Nothnagel. BiiiM Bttinilich-Mkiis. ca. 15 bis 20 VW Zentner !a Buchen-Brennholz, brenn fertig. 20 bis 25 cm lang geschnitten und gehackt, auf Wunsch können auch andere Längen geschnitten werden, in gesamter oder waggonweiser Teillieferung, bei wöchentlicher Lieferung von 800 bis 1000 Zentner preiswert zu verkaufen. __ Otto Adam, Schotten. MI «IGF Mitglieder-Versammlung Samstag, den 25. Mai 1918, nachm. 2 l / 2 Uhr im Gasthause Zum Solmser Hof in Hungen. Tages-Ordnung: Vorlage der Rechnung pro 1917. Entlastung des Vorstandes. Wahl des Ausschusses. Satzungsänderung des § 24, Abs. 2. Beratung von Vereinsangelegenheiten. Ridda, den 16. Mai 1918. _ Der Vorstand. Vrennmeister^ zum 1. Juli d. Js. vom Hofgut Utphe bei Station Berstadt— Wohnbach gesucht. Gehall zu erfragen in der Geschäftsstelle der „Reuen Tageszeitung". = Stuttgarter = \ Lebensversicherungsbank a. G. (Alte Stuttgarter) Gegründet 1854. Versicherungsstand Ende i«n I Milliarde 195 Millionen M. Bankvermögen. 524 „ „ Darunter Eitra- und Dividendenreserven 78 „ Ueberschuss im Jahre 1917. 19 Auskünfte erteilt in Friedberg: Fr. Landau, Kaufmann. Friedberg, Kaiierstr. 51, gegenüb. der Engel-Apoth. Großes Lager in Dnmkn.nSlndkkMkll Herr«,- n. Knabr«. KtroWk« Weißen ilttlertdillfit Weißen Jamelißrümpstn Weißen Hemden LtrWpftnu.Zockkn Hosenträgern ufw. Wir stricken Srümpfe an. Bekanntmachung In der Zelt vom 16. Mai bis 15. Juni 1918 wird gegen die Lieferungsabschnitte 18 und 17 d. Sützstoffkarten „H" (blau) u. gegen die Lieserungsabschnitte 1 u. 2 der neu auszugebenden Süß- stoffkarten „G" (gelb) von den Süßstoffabgabestellen Süßstoff abgegeben. Es gelangen auf Abschnitt 16 und 17 je ein Briefchen bezw. 1 u.2je eine Schachtel zur Ausgabe. Mit d.Iö.Juni vertier, d. Abfchn. 18 und 17 bezw. 1 und 2 ihre Gültigkeit. Rach diesem Zeitpunkt nicht abgerufene Süßstoffmengen dürfen von den Abgabestellen ftei verkauft werden. Friedberg, den 8. Mai 1918,. Der Bürgermeister I. V.: Damm. Maschinen-Oel bestes, für landwirtsch. Maschinen, Wasserglas «S Salmiakgeist Seifenpulver^U"' loses und in Paketen Llhmierskiskll- Ersatz Blkichhülse, Bums Trspelifliilke, Stiick-Krast sowie and. bewährte Putz-, Wasch-, Stärke-Mittel, empfiehlt Fr. Hilbrecht Wwe., Friedberg i. H. 1 Waggon ist heule noch bei uns eingetroffen hü«. Cilnl-GwUHill Friedberg i H. ÄlNuifttW für den Sommer von Dame gesucht, die sich im Haushalt betätigen möchte. Vergütung wird gezahlt. Angebote unter Nr. 1018 an die Geschäftsstelle der „Neuen Tageszeitung" erbeten. Für sofort evtl. 1. oder 15. Juni solides fleißiges Dienstmädchen gesucht. Frau Ernst Schneider, Firma Mack, Friedberg. Suche für meinen 16jährigen» kraftigen Sohn lunimi. Lehrstelle. Dr. Heinr. Kautz, Mainkur (Kr. Hanau), Maldstr. 33, Fernsprecher Offenbach 1567. , Eine Hem mit 19 Küchlein, 14 Tage alt. sind zu verkaufen bei Hugo Lindt. Weckesheim. 1 Einspänner-Wagen steht zu verkaufen bei Konrad Wetzstein, Dorheim. 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