Dummer 110 Montag, de» 13. Mai 1018 11.. Iahrg» .. Die .Nene Tageszeitimg" erjcheint jeden Werktag. Regelmäßige Beilagen „Der Sauer aus Hessen". „Die Spirmssnve". S-r«gspr-is: Bei den Postanstalten vierteljährlich Mk. 2.40 hinzu tritt noch das Bestellgeld: ei den Agenten monatlich 85 Pfg. einschließlich Trägerlohn. Anreizen: Grund',eile 2ä Psg., lokale 20Psg^ Anzeigen von auswärts werden durch Postnachnahme erhoben. Erfüllungsort Friedberg. Hchriftleitrmg und Derlag Frie'dberg (Hessen). Hanauerstraße 12. Fernsprecher 48. Postjcheck-LonLr, Nr. 4359. Amt FrauksurL a. M. eitern feindlicher ♦ Am Kemmei bh Engländer und an der Somme die Franzosen mit -chmersten Verlusten uvgewie'eu. Die Diederlage der Engländer am Jordan. — Die Befreiung Finnlands. — 41500 Tonnen nerjrnkt. Der deutsche Generalstad ^ ° ^ meldet: W. T. K. Großes Hairp1-;«<,rtter, de» 11. Moi. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Im Kemmelgebiet war die ArtillerietätigkeiL zeitweilig lebhaft. Wir führten kleinere Unternehmungen mit Erfolg durch. Französische Teilangviffe nördlich vom Kemmel und Lei Loker wurden abgewiesen. Auf dem Schlachtfeld an der Somme entwickelten sich mehrfach Infanteriekämpfe. Englische Regimenter griffen nach mehrstündiger .Feuerwirkung unsere Linien im Walde von Aveluy vergeblich an. Ihre Angriffswelleir erlitten in unserem Feuer schwerste Verluste. Ebenso scheiterten nächtliche Angriffe des Feindes gegen Hangarid. Auf dem Westufer der Avre faßte der Franzose im Parke von Erivesm. Fuß. Im übrigen brach auch hier sein Angriff blutig zusammen. Erkundungsgefechte am Oise-Msne-Kanal, in der Champagne und nordöstlich von Pont-n-Morffon im Walde von Apre- mont wiesen wir den Vorstoß eines durch Pioniere und Flammenwerfer verstärkten französischen Bataillons ab. Mit starkem Minenbeschuß fügten wir den Amerikanern südwestlich von Apremont und nördlich von Parroy schwere Verluste zu. Mazedonische Front Nordwestlich von Makotwo drangen deutsche Stoßtrupps in französische Gräben ein und machten Gefangene. Der Erste Generalquartiermeister: LudenbsrVf. Abrrtdirsricht. Berlin. 11. Mal, abends. (WTB. Amtlich.)' Oertliche In- fanterleqefechte am Südufer der Lys und auf dem Westufer der Avre. Sonst nichts von Bedeut«^ W. T. S. Großes ga«prq»arrter, den 1Ä. War. AinMch. Westlicher Kriegsschauplatz. An den Schlachtfronten blieb die Gesechtstätigkeit auf örtliche Kampfhandlungen beschrankt. Nördlich vom Kemmel und am Südufer der Lys griff der Feind nach heftiger Artillerievorbereitung an: an mehreren Stellen stieß er zu starken Erkundungen vor. Nördlich vom Kemmel brachten wir im Nahkampf den feindlichen Angriff in unseren Linien zum Scheitern; im übrigen brachen seine Cturm- truppen schon in unserem Feuer zusammen. Auf dem Westrffer der Avre entwickelten sich aus einem eigenen Vorstoß südwestlich von Mailly heftige Kämpfe, in denen wir mehr als 30 Gefangene machten. Zwischen Avre und Oise mehrfache Erkundungs- gefechte. An der übrigen Front nichts von Bedeutung. * — Im Luftkampf wurden in den beiden letzten Tagen 19 feindliche Flugzeuge abgesihoffen. 12 von ihnen brachte das bisher von Rittmeister Freiherrn v. R i ch t h o f e n geffihrte Jagdgeschwader zvm Absturz. Leutnant Loewenhardt errang seinen 20. und *1. Luftsieg. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. ALendberkcht. Berlin, 12. Mai, abends (MTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. ®} ■ . .. . —g .-.' T y me -y r temart Mmmimcm .> || Der österreichische Genrralstab I fc== meldet: ==J Wien, 11. Mai. (WTV.) Amtlich wird tzcrlautbart; An der italienischen Front war gestern beiderseits die Er- tundungs- und Fliegertätigkeit wieder sehr rege. Der Chef de» Generalstabes. * Wien, 12. Mai. (WTB.) Amtlich wird verlautbart; Im Pasnbiogebiet griff der Feind vorgestern unsere Sicherungstruppen an, wobei es ihm gelungen ist, in unsere Vorstellungen aus dem Monte Corno einzudringen. Unser gestern an- gesehter Gegenstoß warf die Italiener wieder hinaus. In anderen Abschnitten der Eebirgsfront wurden italienische Erkundungsabteilungen abgewiesen. Feldpilot Oberleutnant Linke-Crawford schoß am 11. Mai zwei englische Flugzeuge ab und errang damit seinen 22. und 23. Luft sieg. In Albanien stellenweise lebhaftere Kampftätigkeit. Der Chef des Eeneralstabes. —• ~ ' ' ' " IS I Der bulgarische Generalstab meidet: Sofia, 9. Mai. (WTV.) Eeneralstabsbericht. Mazedonische Front: Zwischen Ochrida- und Prespa-See zerstreuten wir eine französische Infanterieabteilung, die nach Ar-, tillerievorbereitung sich unseren Gräben zu nähern versuchte. Jnr selben Abschnitt drang eine unserer Abteilung in die feindlichen Stellungen auf dem Mali Sat und kehrte mit Gefangenen zurück. Im Norden von Monastir, östlich der Tscherna bei dem Dorfe Stravina, auf dem Dobropolje und südlich Huma war die Feuertätigkeit beiderseits zeitweise heftiger. Unsere Posten bei dem Dorfe Skorsko und östlich des Wardar verjagten durch ihr Feuer angreifende serbische und englische Abteilungen. Q . . — m Das türkische Hauptquartier |l » = i.. meldet: -4 1 Ksnstantinopel» 10. Mai. (WTB.) Tagesbericht. Stellenweise gesteigerte Artillerietätigkeit. Oestlich der Straße Jerusalem—Nablus wurde eine feindliche Aufklärungsabteilung von uns vertrieben. Im Küstenabfchnitt schaffen unsere Flieger zwei feindliche Fesselballone ab, die brennend zu Boden stürzten. Auf den übrigen Kriegsschauplätzen ist die Lage unverändert. 41500 Tonne» versenkt. Berlin, 10. Mai. (WTB. Amtlich.) Neue A°Vooterfolze im Mittelmeer: Sechs Dampfer und zwei Segler von zusammen über 25 000 Bruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der portugiesische bewaffnete Dampfer „Averro" (2209 Bruttoregistertonnen) mit einer Ladung Material und Vferden, sowie der englische Transportdampfer „Melbeck Hall" f5634 Bruttoregistertonnen), der anscheinend Munition geladen hatte und unmittelbar nach dem Torpedotreffer unter gewaltigen Detonationen sank.' * Berlin, 11. Mai. (WTB. Amtlich.) Im Sperrgebiet um England wurden durch unsere U-Boote neuerdings versenkt 16 500 Bruttoregistertonnen feindlichen Handelsschiffsraumes. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Die Schlacht im Westen. Berlin, 12. Mar (WB.)' Auch am 11. Mar setzte der Feind die Wiedereroberungsversuche im Kemmelgebiet fort, in den Morgenstunden griff er nach starker Feuervorbereitung in twa einem Kilometer Breite nördlich des Dorfes Kemmel an. Sein Angriff brach auch an diesern Tage wie bisher unter schweren Feindverlusten zusammen. Im An- fchlnsse an diese Kämpfe blieb das Artilleriefeuer besonders gegen das Kemmelgebiet tagsüber äußerst lebhaft. Westlich des Clarence-Flusses erfolgte ebenfalls in den Morgenstunden nach starker Feuervorbereitung ein feindlicher Teilangriff, der restlos abgeschlagen wurde. Das Stahlwerk Morbecque sowie die Schächte von Noeux und Bethune wurden von uns mit schwerem Kaliber belegt. Das Stahlwerk von Jsbergues liegt still. Gute Wirkung unseres Minenüberfalles auf die Amerikaner und an der lothringischen Front bestätigte sich weiterhin. Auch am nächsten Tage, dem 11. Mai, wurden noch weitere Abtransporte Toter und Verwundeter aus dem Walde von Apremont nach dem Kirchhof von Stagnent beobachtet. Erfolglose französische Angriffe an der Avre. Berlin, 12. Mai. (WB.) Zwischen Lucebach und Oise entfalten die Franzosen eine außerordentlich rege Tätigkeit Nachdem verzweifelte uird opferreiche Versuche in der Gegend von Hangard. die deutsche Front von Amiens rurrück- zudrücken, unter schweren Verlusten sämtlich scheiterten, zeigen die Franzosen neuerdings Angriffsabsichten in größerem Umfang gegen den für sie so außerordentlich störenden und bedrohlichen deutschen Brückenkopf auf dem westlichen Avreufer. Wie sich mehr und mehr herausstellt, war der französische Vorstoß bei Grivesnes als ein großer Angriff gedacht und mit starken Kräften durchgesührt worden. Der außerordentlich zähe Widerstand, den die deutsche Besatzung im Park von Grivesnes in den bis gegen Mitternacht währenden Nahkämpfen entgegensetzte, sowie die Geschicklichkeit der Anschlußkompagnien, die ihre Gräben ab- riegelten, beschränkten den französischen Einbruch auf das bisher von den Deutschen gehaltene Stück des Parkes von Grivesnes. Alle Versuche der Franzosen, ihren geringen Anfangserfolg zu erweitern rmd über die ftache und deckungslose Hochebene von Malpart vorzudringen, scheiterten im deutschen Artillerie- und Maschinengewehrfeuer. Der Park von Grivesnes, der bisher wegen der Schwierigkeit, in dem dichten Holze die eigenen und ftemden Linien zu erkennen, von beiden Gegnern nicht beschossen wurde, liegt nunmehr unter schwerstem deutschen Vernichtungsfeuer. Weiter nördlich in der Gegend von Auberviller brach am 11. früh zwischen 5 und 6 Uhr ein französischer Angriff im deutschen Abwehrfeuer zusammen. Im Augustawalde störte ein deutscher Vorstoß französische Angriffsabsichten. Nach starker Artillerievorbereitung stießen wir in den Wald vor und machten mehr als 30 Gefangene. Auch östlich der Avre bis an die Oise fühlten die Franzosen an zahlreichen Stellen mit Patrouillen gegen die deutschen Stellungen vor. Alle diese Tastversuche wurden unter erheblichen Feindverlusten bereits bei den vordersten Sicherungen abgewiesen. Nördlich von Manncomp versuchten die Franzosen in der Nacht auf den 11. mit starken Patrouillen die Oise zu überschreite Ein Uebergangsversuch wurde durch Maschinengewehr- und Minenwerferfeuer vereitelt, ohne daß der französische Angriff bis jetzt irgendwo zu größerer Wirkung kam. Es kostet die bloße Absicht, die deutschen Stellungen an der Avre und Oise zurückzudrücken, den Franzosen erhebliche Verluste, da in den massierten Bereitstellungen das deutsche Vernichtungsfeuer empfindliche Lücken reißt. Die MttlW der Engländer in PEstum. Der „Basler Anzeiger" meldet: Die Niederlage der Engländer an der Palästinaftont ist noch größer und vollständiger, als es anfänglich schien. Türkische Kavallerie ist nach neuen Berichten südlich der Straße Iericho-Telnimrin iiber den Jordan gesetzt. Sie ist damit in den Rücken der nach Norden gerichteten englischen Haupffront gelangt. Falls die Operatton größere Bedeutung annimmt, besteht die Gefahr, daß die Engländer auch Jerusalem wieder verlieren werden. * Berlin. 12. Mai. (WTB.) Während auf dem westliche« Kriegsschauplatz die feindlichen Armee unter den deutschen An« griffen schwerste Verluste erlitten, brachten auch unsere Bundes- gcnoffen, die Türken, im Verein mit Teilen der dort kampfenden dentschen Truppen den Engländern in Palästina zwei erhebliche Niederlagen bei. Am 22. März überschritten die Engländer östlich Jericho den Jordan und gingen über Es Salt gegen die Hedschasbahn beim Bahnhof Amman vor. Der Zweck des englischen Angriffes war die Zerstörung der Hedschasbahn und damit die Unterbrechung der im Süden stehenden türkischen Truppen, und die Aufnahme der Verbindung mit den im Ost-Iordan- tal und östlich des Toten Meeres wohnenden Araberstämmen, die schon wiederholt Unzufriedenheit gezeigt hatten. Die schwachen türkischen Postternngen wurden überrannt und die kleine Besatzung von Amman hatte schwere Angriffe der Engländer auszuhalten, doch gelang es noch rechtzeitig Ersatz herbeizuschaffen. Auch von Norden waren inzwischen rechtzeitig Verstärkun. gen herangeführt worden, die den Engländern durch ihr Vorgehen über Es Salt den Rückzug zu verlegen drohten. Es kam am Oschaberge nördlich von Es Salt zu blrttigen Kämpfen, in dcrren die Engländer gezwungen waren, das eroberte Gebiet zu räumen. Dm 7. April waren sie wieder bis in ihre Ausgangsstellung am Jordan zurückgettieben. Sie ließen erhebliche Beute an Material und einige Gefangene in den Händen der Sieger. Am 3(1 April versuchten sie das gleiche Unternehmen. Unter gleichzeitigem Angriff gegen die Teil Ninrin-Stcllung brach starke eng« lische Kavallerie zwischen dieser Stellung und dem Jordan durch und versuchte über Es Salt irach Osteu einschwenkend in den Rücken der zäh verteidigten türkischen Stellring zu gelangen. MNederu-m geüurg es konzentrisch -ercmgeMhrtr« KrSst«, di, englischen Plane zu vereiteln. Hierbei zeichnete sich besonder» die 24. türkische Division, der deutsche Kräfte Leigegebea war«, aus. Den zurückgeherrden Engländern wurden zehn Geschütz«, eine Anzahl Maschinengewehre und viel Kriegsmaterial abge- nommen,' ebenso wurden zahlreiche Gefangene gemacht. Nach fünftägigen heftigen Kämpfen waren die Engländer in ihre Brückenkopfstellung am Jordan zurückgeworfen. Bei beiden Unternehmungen waren die blutigen Verluste des Gegners sehr schwer. Die Defr-inttg Finnlands« Kopenhagen. 11. Mai .Verlingske Tidende" meldet aus Hechngfors. daß der finnsi - Landtag wahrscheinlich am 15. Mai zusammcirtreten werde. Von den ftüheren 70 sozialistischen Landtagsabgeordneten sind nur noch 16 vorhanden. Die übrigen find entweder geflüchtet oder gefangen genommen. Mchrere der bekannten Führer halten si^ -n Petersburg auf. Man erwartet mit Spannung, wie die rr.e Regierung die Forderung ihrer Auslieferung beantworten wird. Die bsi Wiborg gemachte Beute wird auf zwei Milliarden geschätzt. Die Gesamtzahl der Gefangenen wird mit 80 000 angegeben. RiiWeNlitMtzugg derfinnüchkn Wen Garde Ber.ra, 12. Mai. Während der Verhandlungen des Hauptausschusses hat der Vizekanzler v. Payer darauf hinyewiefsn, daß die Note Garde in Finnland entgegen dem Friedensvertrag von russischer Seite mit Waffen und Munition unterstützt und in jeder^ Weise gefördert worden ist. Die „Norddeutsche Allg. Zeitung" teilt nun heute einen dokumentarischen Beweis dafür mit, daß Rußland die finnische Rote Garde mit Waffen unterstützte. Der finnischen Regierung ist nämlich ein Schreiben in die Hände gefallen, das Folgendes besagt: Finnische Rote Garde. Festungsabteilung, Generalstab der Roten Garde. Helfingfors, 6. April 1918. An das russische Liguidationskomitee in Finnland. Der Generalstab der finnischen Roten Garde bittet Die dringend, folgendes für den Gebrauch des Stabes zu geben: 1 Japa- msche Bergkanonen, 75 Millimeter, vier Stück. Diese Kanonen veftnden sich rn Hogolund, Batterie Nr. 3. 2. Kanonen sechs vom Modell 1903 Nr. 4266 Ein Stück befindet sich auf Batterie Rr. 102. 3. 6/77 Batterie Nr. 101. (UirterWrift.) Chef des Heeres der filmischen Noten Earde: A. -barmt. Ernst Housen. Sehr dringend. Auszuhändigen 6. April 1918. I, Semcnoro. Die Turiner Revolten. Mails»-, 11. Mat. (WTB.) Der „Corriere della Sera" Meldet, daß die Prozeßverhandlungen über die Turiner Revolten. die am 14. Mai beginnen sollten, auf Verlangen der Der- teldiger verschoben worden seien, da die Prüfung der sehr zahl, reichen UnterfuchWgsakteu bis zum obigen Zettpuntt unmöglich wäre. a * Der nnabhSngige Staat Kttaaea aaerlraaat. Kowuo, 10. Mai. Dem Präsidenten des littauischen LandeSrateS ist am 4. Mai die von Seiner Majestät dem Kaiser und König unterschriebene Urkunde ausgehändigt worden, durch die der unabhängige littauische Staat von der deutschen Regierung anerkannt wird. Die Ueberreichung geschah in feierlicher Form durch den Chef der Militärverwaltung Littauens, der in einer Ansprache dem jungen lit- tauischen Staate Glück- und Segenswünsche mit auf den Weg gab. Der Inhalt der Urkunde ist gleichlautend mit der Ant- wort, dre der Reichskanzler der littauischen Delegation in Berlin am 23. März d. I. erteilt hat. Die kaiserliche Anerkennungsurkunde, die nunmehr ver- offentlicht wird, hat folgenden Wortlaut: Wir, Wilhelm von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser und König von Preußen w., tun hiermit kund und zu wissen: Nachdem der littauische Landesrat als anerkannte Vertretung des littauischen Volkes am 1L Dezember 1917 bie Wiedererrichtung Littauens als eines unabhängigen, nrit dem Deutsche Reich durch ein ewiges festes Bundes- verhältnis und durch Konventionen, vornehmlich auf dem Gebiete des Militärs, des Verkehrs, des Zoll- und des Münzwesens verbundenen Staates verkündet und zur Wiedererrichtung dieses Staates den Schutz und die Hilfe des Deutschen Reiches erbeten hat. Nachdem ferner nunmehr die bisherigen staatlichen Verbindungen Littauens gelöst sind, beanftragen Wir hiermit Unseren Reichskanzler, den Grafen von Hertling, dem littauischen Landesrat zu erklären, daß Wir auf der Grundlage der vorstehend genannten Erklärungen des litauischen Landesrats vom 11. Dezember 1917 im Nanien des Deutschen Reiches Litauen als einen freien und unabhängigen Staat anerkennen und bereit sind, dem littauischen Staate den erbetenen Schuh und Beistand bei seiner Wiederaufrichtung zu gewahren. Wir gehen dabei von der Voranssetzirng aus, daß die abzuschließenden Korwenttonen den Interessen des Deutschen Reiches ebenso Rechnung tragen werden, wie den littauischen und daß Littauen an den Kriegslasten Deutschlands, die auch seiner Befreiung dienten, teilnehmen wird. Gleichzeitig erteilen wir Unserem Reichskanzler Vollmacht nn Benehmen mit der Bevölkerung Littauens die zur Wiedererrichtung des selbständigen littauischen Staates erforderlichen Maßnahmen zu treffen und zur Herstellung eines festen Bundesverhältnisses zum Deut- schm Reick und zum Abschluß der hierzu vorgesehenen und ororderttchen Konventtonen das weitere zu veranlassen. '''' ^rkund deffen haben Wir Gegenwärtiges höchst eiQcrJ-o -v r(] unterschrieben und mit unserm Jnsiegel versehen bissen. Geneben Großes Hauptquartier, den 23. März 1918. gez. W i l h e l m. gez.. Graf v. Hertling. ermächtigt, daß Professor Quidde weder vom Reichskanzler noch vom Auswärtigen Amt einen Auftrag irgendwelcher Art für i>cp gevüMlten Amerikaner gehabt hat. Menbiirgg Dank an den Kaiser. Dem Kaiser ist am 7. Mai folgendes Telegramm des Gene» ralfeldmarschalls von Hindenburg zugegangen: Seiner Majestät dem Kaiser und König, Potsdam. Eurer Majestät lege ich alleruntertänigst für die an mich gerichteten gnädigen Worte ehrfurchtsvollen Dank zu Füßen. Ich bin hochbeglückt darüber, daß die alten Beziehungen mei. ner Familie zur Marienburg nunmehr durch die Gnade meines kaiserlichen und königlichen Herrn in einer mich so hoch ehrenden Weise erneuert werden sollen. Gottes Schutz fei auch fer- ner die Ostmark für alle Zeit empfohlen. gez. Feldmarschall v. Siedenburg. Dev H-Daot-Krieg. (Reichstagssitzung vom 11. Mai.) Abg. Dr. Pfleger berichtet über die Verhandlungen im t Hauptausfchuß und spricht der gesamten Flotte den uneingeschränkten Dank des Reichstages für ihre Leistungen in diesem Krwge aus. (Beifall.) Der gleiche Dank gebühre den Werften. Staatssekretär Admiral von Ea pelle: Ich mochte zunächst dem Dank der Marine Ausdruck geben für die anerkennenden Worte, die der Berichterstatter der Marine und ihrer Tätigkeit gewidmet hat, und ich möchte auch meinen besonderen Dank aussprechen und mich voll und ganz dem anschließen, für die anerkennenden Worte, die er den kaiserlichen Werften, den Privatwerften und den sämtlichen Lieferanten für di« Unterseeboot- waste gewidmet hat. Wir haben in dem uneingeschränkten U-Vootkrieg eine sehr starke Seeoffensive gegen die Entente begonnen. Die Ergebnisse sind den Herren aus den Veröffentlichungen des Admiralftabes bekannt. Auch für April lauten die bis her vorliegenden Berichte günsttg. Natürlich sind auch Verluste emgetreten. Eine so starke See-Offensive wie die jetzige geht nicht ohne Verluste ab. Aber, was die Hauptsache ist. während der Dauer des uneingefchräntten U-Bootkrteges hat der Zuwachs an U-Booten an der Front die Zahl der Verluste überttoffen. Unsere Offensive zur See steht heute stärker da wie bei Beginn des uneingefchräntten U-Bootkrieges (Hört, hött!), und das ist uns die sichere Aussicht auf Meßlichen Erfolg. Der U-Voot. kriog wächst sich immer mehr zu einem Kampf zwischen der U-Bootleiskung und der Neubauleistung an Schiffen aus. Bis. her haben die monatlichen Versenkungsziffern den Neubau noch stets um Hin Mehrfaches übertroffen Das geben selbst englische Minister und die gesamte englische Presse zu. Besonders bezeichnend erscheint mir ein Aufruf an die englischen Werftarbeiter der m großer Zahl auf den englischen Werften verteilt worden rst. Dieser Aufruf lautet: „Der Bau der Handelsschiffe belauft sich im März auf 161 000 Tonnen oder 32 Schiffe von je 5000 Tonnen. Aber die Hunnen versenken gleichzeitig 81 Schiffe. (Beifall.) Werft- arbeiter! Ihr könnt und werdet verhindern, daß die Hunnen uns aushungern." Heber d« Turiner Vorgänge selbst gestattet nunmchr die Zensur dre Veröffentlichung folgender Einzelheiten: Es wurden seinerzeit mehrere tausend Personen auf Verlangen der Sicherheitsbehörde verhaftet. Die Präfektur setzte 328 Personen wegen unerlaubter Ansammlungen und 94 Personen wegen Beschädigung städtischer und privater Lokale sowie wegen Ausschreitungen gegen die Polizei gefangen. Mchrere Ang^lagte, die Waffen trugen. werden sich vor dem Militärgericht zu verantworten prm nie imrif) firtt Criö Mih. Roman von CourthsMahler. 8) _ Nachdruck verb, Sie schüttelte den Kopf. „Natürlich nicht — aber ich will doch großmüttg se Ursula umarmte Mutter und Bruder noch einmai ihrer stürmischen Art und eilte dann in wenig damenha Sprüngen, die Treppe in der großen Vorhalle hinauf. „Und das will eine junge Dame sein?" sagte ft fron Frankenau mit einem lächelnden Seufzer zu ib Sohn. - Er zog ihren Arm durch den seinen, nachdem er . uno Ueoerzieher einem Diener übergeben hatte und fü! sie rn das Wohnzimmer. Das war, wie alle Räume Herrenhauses, mit gediegener Pracht und feinem Verstä ms aucgestattet. Der >i war sehr groß, aber alle trauliche, mollige Ec nachten ihn wohnlich imd haglich. Fan von Falkenai: ;og ihren Sohn neben sich auf ei Divan nieder und sah ihm mit mütterlicher Zärtlichkeit die Ailgen. Er küßte ihre Hände. ^ , ' ,9 ? lm . sollst Du Dich ausruhen, liebe, treue Mo- habe nur während der Zeit, da ich ungebunden drauj in der Welt umherstreifte, oft genug Vorwürfe ge.nacht i idj Dir hier zu Hause alle Arbeit aufgebürdet habe " Sie lächelte froh. „Es ist mir nickK schwer geworden, Hans Ullrich. ' wu-it nicht vergessen, daß wir in Brinkmann einen überc tua-trgen und zuverlässigen Venvalter haben, der mir a! schwere abnahm. Ich habe sozusagen nur die Oberauffi geführt. Und ich fühle mich wirklich nicht so ruhebedürft als Du anzunehmen scheinst. Aber froh bin ich doch, h *>u nun heimgekehrt bist und nun bodenständig auf Dell angestammten Scholle werden willst." ÜL'Tc- irf) kühle selbst, daß es hohe Zeit W ch Gott, ich habe gar »icht darauf geachtet, wie schnell i €t« angeh iches Friedensgefpräch. ■ptc „Norddeutsche All. Zeitung" schreibt: Die „Daily Mail" beschäftigt sich erneut mit dem Thema einer neuen deuffchen Friedensoffensive und macht Angaben über einen angeblichen Bo- ch des Professors Quidde bei einem in Genf weilenden Ame- rilaner Heren. Diesem hätte Prof. Quibde im Aufttage des Reichskanzlers und des Auswärtigen Amtes ein an den Präsidenten Wilson zu übermittelndes Verständigungprogramm entwickelt. Diesen Angaben gegenüber sind wir zu der Feststellung Fahre dahingeflogen sind — erst in der Residenz und nun gar draußen in der Welt." „War es denn schön draußen?" fragte sie lächelnd. Seine Augen strahlten auf. Er nahm ihre Hand und küßte sie. „Herrlich war das zwanglose Umherstreifen liebe, teure Mama! Daß Du mir das ermöglicht hast, kann ich Dir nie genng danken. Da draußen habe ich erst gemerkt, wie kleinlich man wird im höfischen Treiben einer kleinen Residenz. Und ich hatte mir doch immer eingebildet, daß ich ganz ftei bin von Engherzigkeit und Kleinlichkeit. Es ist wundervoll für einen Mann, liebste Mama, wenn er sich einmal den Wind so recht kräftig um die Nase wehen lassen kann. Und ich habe in den zwei Jahren mehr gelernt und gesehen, als in meinem ganzen übrigen Leben. Und nun ich das erlebt ^.be, erleben durfte, nun will ich mich bescheiden, will in Ruhe und Frieden meinen Kohl bauen und die großen Ei nd rucke in mir ausklingen lassen, unvergängliche Schätze m mir aufspeichern. Eine große Aufgabe teilt mir ja das Leben nicht zu aus meiner friedlichen Scholle, aber man »nutz sich begnügen." Ernst sah ihn seine Mutter an. „Mache es Dir zu einer großen Aufgabe, mein Sohn. Auch in der Stille kannst Du Großes schaffen und viel Gutes tun." Er nickte „Fu, Mama — Du hast schon recht. Und wo ich stehe, will ich fest und sicher stehen und nach Kräften schaffen und wirren. Ich hoffe mich bald einzuleben und zurechtzufinden." „Das hoffe ich auch. Und ich hoffe auch, daß Du Dir bald eme liebe, vernünftige Frau an die Seite stellen wirst, die teilnehmen wird an Deinem Schaffen." Er sah sie ein wenig unbehaglich an. „Muß dies Thema gleich erörtert werden, Mama?" „Ja, Hans Ullrich, je eher, je besser. Sieh mein Sohn, Du bist 35 Jahre alt, ich meine, da ist eS hohe Zeit Einen großen Erfolg scheint dieser Aufruf zunächst nicht gehabt zu haben, denn nach den neuesten Veröffentlichungen der englischen Admiralität, die durch Router verbreitet sind, ist die Schifssbauleistung von 192 000 Tonnen im März auf 111000 Tonnen im Aprtt zurückgegangen oder in Schiffe mngerecbnet von 32 auf 22. Das bedeutet einen Rückgang von 80 000 Tonnen oder 10 Prozent. Was Amerika baute, ist bis jetzt gering gewesen und hinter den Erwartungen weit zurückgeblieben. Wenn auch in Zukunft mit einer Steigerung zu rechnen ist. so wird dieser Zuwachs voll für Dich, eine Wchl zu treffen. Und wie ich Dir schrieb, habe ich mich auck) schon umgesehen nach einer passenden Frau für Dich Eine große Auswahl bleibt Dir ja nicht." „Da hast Du recht, Mama. Und Du schreibst mir, daß Du eme bestimmte jun^e Dame aus der Nachbarschaft ins Auge gefaßt hast. Willst Du mir sagen, welche junge Dame Du meinst?" Das Thema lag ihr sehr am Herzen. „^.ch will es Dir sagen. Meiner Ansicht nach würde Baroneß Haßbach in jeder Beziehung vorzüglich zur Herrin von Frankenau passen." Hans Ullrich sah vor sich hin. „Du meinst, ttebe Mama, daß die Verhältniffe am besten passen würden?" „Gewiß auch die Verhältnisse, das brauche ich nicht erst zu erläutern. Aber auch die Persönlichkeit der jizngen Dame ist in jeder Beziehung als zu der Deinen passend zu betrachten. Sie ist ein schr sanfter, ansck' ' .'gender Charakter und wird sich gern meinem etwa: ungestümen und herrischen-Sohn fügen." „Ist das so sicher, Mama?" Frau von Frankenau nickte energisch „Ganz sicher. Ich kenne sie und kenne Dich Jtzy ergänzt einander ganz vorzüglich" „Aber zuweilen wissen die Mütter bei aller Liebe doch nicht, was für Freien für ihre Söhne passen." „Ich glaube doch, daß ich gut gewählt habe, mein Sohn. Baroneß Karla ist eine reizende, gesunde und ttebens- würdige junge Dame." „Das mag alles sein, Mama. Aber damit ist noch nicht gesagt, daß wir mit einander synipathisieren. Und Du wirst doch nicht wollen, daß ich mich mit einer Frau verheirate, die mir unsympachisch ist." Die alte Dame schüttelte den Kopf. \ Fortsetzung toXol und ganz durch Amerika selbst cmfgeibraM-. Zu den DersenLm- gen durch U-Boote kommt aber auch der starte Abgang im Schiffsraum durch Seeunfälle und Unbrauchbarwerde« von Schiffen. Einer der bekanntesten englischen Grvtzreeder erklärte auf einer Versammlung der Schiffahrtskammer, daß die Verluste der britischen Handelsflotte durch Seeunfälle wegen der durch den Krieg geschaffenen Bedingungen dreimal so groß sei wie im Frieden. Er setzte hinzu: „Ich glaube, ich täusche mich nicht, wenn ich sage, alles, was wir seit Kriegsboginn neugebaut haben, hat lediglich genügt, um den Verlust durch Seeunfälle .zu decken, von den durch den Feind verursaasten Verlusten garnicht zu reden." (Hört, hört!) Der Abgang der Welttonnage durch Seeunfälle und Unbrauchbarwerden betrug im Frieden durchs-ittlich 800 000 Br.. Registertonnen, darin allerdings die Verluste des Vierverbandes -mit einbegriffen. Nun mögen sich die Herren überlegen, was dieser Abgang bedeutet. Der englische Premierminister Lloyd George hat in seiner großen Rede über die Westoffensive am 9. April dem Sinne nach erklärt, wenn der Landkrieg verloren gehen sollte, so sei der Seekrieg noch lange nicht zu Ende. Wir werden abwarten müssen, ob das englische Volk.sich diese Drohung zu eigen machen wird. Tut es das, so werden unsere U-Boote weiterhin ihre Pflicht tun (Beifall) und der Erfolg wird ihnen sicherlich nicht fehlen. (Lebhafter Beifall.) Die Gegner werden dann sehen, daß unsere U-Boote länger aushalten. Meine Herren! Soweit es noch irgend möglich ist, das heißt, soweit die anderen unabweisbaren Bedürfnisse von Heer uttb Marine es zulasten, wird die gesamte dafür geeignete Kriegsindustrie in den Dienst des U-Bootes gestellt werden. Es wird Vorsorge getroffen werden, daß noch auf Jahre hinaus keinerlei Lücken in der regelmäßigen Ablieferung neuer U-Voobe enfftrchen können. (Lebhafter Beifall.) Wir haben daher allen Grund, mit Vertrauen und Zuversicht auf unsere U-Boote zu sehen (Beifall), und können fest darauf bauen, daß diese vereint mit unserem siegreichen Heere ihr Ziel erreichen werden. (Lebhafter Beifall.) Meine Herren! Ich möchte noch auf einen anderen Punkt eingehen. Die Herren haben in den heutigen Morgenblättern gelesen, daß die Engländer einen neuen Vorstoß gegen Ostende gemacht haben. Die englischen Berichte behcmpten, daß dieser Vorstoß von Erfolg gekrönt gewesen sei. Demgegenüber stelle ich fest, daß, wie aus den amtlichen Veröffentlichungen des Ad. miralstabes hervorgehl, das englische Sperrfchiff außerhalb des Fahrwasters gesunken ist, daß mithin der Angriff wie der erste, «1* mißlungen zu bezeichnen ist. (Lebhafter Beifall.) An diese Erklärung schloß sich eine längere Aussprache, die nichts bemerkenswertes geboten hat. Die Reichstags-Diäten. Berlin, 11. Mai. Die gestern vom BundeZrat angenommene Vorlage auf Abänderung des Gesetzes über die Gewährung einer Entschädigung an die Mitglieder des Reichstags sieht eine Erhöhung von 3 Millionen auf 5 Millionen Mark jährlich vor. Begründ et^lvird diese Erhöhung mit der Verteuerung aller Lebensveryältnisse. Die Erhöhung erstreckt sich jedoch nur auf die jeweilig laufende Legislaturperiode und muß bei Beginn einer neuen Periode neu beschlossen werden. Die Auszahlung einer erhöhten Entschädigung ist so gedacht, daß die Monatsraten vom Dezember bis April, die bisher je 400 betrugen, verdoppelt werden sollen. * Bäcker fast ausschließlich RoggenmM verbacke», daß sich mit dem Zusatz von Frischkartoffeln nicht gut verarbeiten läßt und wodurch die Raffe unseres gegenwärtigen Brotes hervorgerufen wird. Nachdem nunmehr die Zuweisung von Kartoffelmehl zur Brotstreckung im Gange ist, ist wohl in aller Kürze ein besseres Brot zu erwarten. Friedberg i. 10. Mat. Die am 7. Mai d. I. in der „Roichskrone" in Friedberg stattgefundene öffentliche Versammlung der Kriegsbeschädigten und ohem. Kriegsteilnehmer zur Angliederung an den „Reichsbund der Kriegsbschädigten und ehem. Kriegsteilnehmer" (Sitz Berlin) und Gründung einer Ortsgruppe für Friedberg und Unlgegend wurde von dem Ein- berufer mit einer Erklärung über Zweck und Ziel des Bundes eröffnet. Es verlas ein Kamerad der Ortsgruppe Hanau die Schrift „Dank oder Recht? Ein Wort an die Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten". Hierauf fand nochmals eine Erläuterung über die Entstehung und die Einrichtungen des Reichs, bundes statt, sowie über die Schwierigkeiten^ mit denen der Bund lange Zeit bei seiner Entwicklung zu kämpfen hatte, bis er nun endlich mit seinen rund 30 000 Mitgliedern frei an die Ocffentlichkeit treten konnte. Ein Beweis für die gerechten Ziele und Bestrebungen des Reichsbundes ist, daß sämtliche anwesende Kriegsbeschädigte ihre» Beitritt zum Reichsbund erklärten und die „Ortsgruppe Friedberg (Hessen) und Umgegend" gegründet wurde. Dieselbe konnte gleich nach ihrer Gründung die erfreulicher Zahl von 38 Mitgliedern verzeichnen. Nach Beschluß der Versammlung wurde hieran anschließend sogleich zur Wahl des Vorstandes für die Ortsgruppe geschritten und derselbe wie folgt einstimmig gewählt: 1. Vorsitzender Kamerad Schäfer, 2. Vorsitzender Kamerad Kordel, 1. Schriftführer Kamerad Ehemann, 2. Schriffführer Kamerad Madre; 1. Kassl-erer Kamerad Bretthauer. 2. Kassierer Kamerad Holler, 3 Beisitzer: Kamerad Siebert, Groninger und Marganus. Beschlossen wurde weiterhin, jeden letzten Samstag des Monats, abends 8^4 Uhr Mitgliederversammlung, ferner j^>en Mittwoch, abends 8}4 Uhr (erstmalig am 15. Mai), im Lokal des Kameraden Marganus (am alten Bahnhof) die kameradschaftlichen Zusammenkünfte abzuhalten. So ist nun auch für Friedberg und Umgegend durch Gründung dieser Ortsgruppe dem vielseitig ausgesprochenen Wunsche der Kriegsbeschädigten und Kriegsteilnehmer entsprochen worden. Möge diese Vereinigung zum Wohle unserer Vaterlandsverteidiger sich weiterhin entwickeln. Französische Stahlhelme. Zur Förderung der Hinter- bliebenen-Fürsorge stehen dem Kriegsbeute-Vertrieb zu Gunsten der Nationalstiftung eine größere Anzahl der von unseren tapferen Trrrppen im Westen erbeuteten französischen Stahlhelme zur Verfügung. Es wird damit vielen die erwünschte Gelegenheit geboten, aus der dem Staate gehörigen Kriegsbeute ein hervorragend seltenes un- bleibendes Andenken an den großen Weltkrieg zu erwerben und gleichzeitig damit zur Foe^ung unserer Zwecke, die Not der Hinterbliebenen der im Kriege gefallenen Helden zu lindern, beizutragen. Der Preis eines Stahlhelmes ist auf 2b Mark festgesetzt. Jeder Käufer erhält eine Urkunde über den Ursprung und Erwerb des Beutestückes. Für alle diejenigen, welche einen Stahlhelm erwerben wollen, liegen Bestell-Listen zur Einzeichnung in den hiesigen Buchhandlungen bis zum 20. Mai ls Js. offen. Feldpostpäckchen bis 550 Gramm nach der Westfront. Im Anschluß an die kürzlich erfolgten Mitteilungen wird darauf hingewiesen, daß nunmehr auch der Versand von Feldpostpäckchen (50—550 Gramm) nach der Wesffront wieder fteigegeben ist. Cr Wginig der MgelchlMükn Pddfihr. Berlin, 8. Mai. (WB.) Im Ausschuß des Reichstages zur Vorbereitung der Getränkesteuern sagte der Staatssekretär Rödern u. a.: Eine Herabsetzung der Weinsteuer von 20% auf 10%, wie das Zentrum, Nationalliberale und Fortschrittler beantragen, würde sicher bald eine Erhöhung auf 20% folgen. Die gestellten Anträge sind für die Finanzverwaltung wenig erfreulich. Ihre Annahme würde den Ertrag ans der Weinsteuer fast auf Null herabsehen müssen. Dies wäre angesichts der hohen Besteuerung von Bier und Branntwein höchst ungerecht. In der Abstimmung wurden unter Ablehnung aller übrigen Anträge die Anträge auf eine Herabsetzung der Weinsteuer von 20 auf.10% angenommen. Uom Felde der Ehre. Stammheim. Herr Heinrich S ch n e e b e r H.e r von hier, in einem Grenadier Regiment, erhielt jetzt nach seiner schweren Verwundung die Hessische Tapferkeitsmedaille, das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erwarb er sich schon früher. Ans der fietumf. ° ^ Friedberg. Seit längerer Zeit wird mit Recht Klage über die Beschaffenheit unseres .'es geführt, währenddem wir uns früher in rmserer Suwt eines einwandfreien Stück Brotes erfreuen durften. Die öffentliche Meinung schiebt die Schuld einfach den Bäckern zu, die dem Brot mehr Kartoffeln als zulässig, beimengen würden. Diese Auffassung ist aber eine irrige, da den letzteren zur Brot- streckung nicht mehr Kartoffeln als unbedingt nötig, zugeteilt werden und auch dem Brote bei einem noch stärkeren Kartoffelzusatz ganz der Halt genommen wäre. Die Schuld liegt einzig und allein an dem der Stadt Friedberg zugewiesenen Mehl. Obwohl wir uns hier in der gesegneten Wetterau befinden, in der doch größtenteils Weizen ange- baufwird, kann z. Zt. auf eine nur ganz geringe Zuteillmg don Weizenmehl, das sckieinbar bedauerlicherweise anderen Verbänden zugeteilt worden ist, gerechnet werden, sodaß die «r. Hanau, 8. Mai. Die 74 Fahre alte Schirmflickerin Katharine Brand aus Karlsberg in Bayyern, hatte sich in Fulda als Karttznschlägerin niedergelassen. Don der Tätigkeit der Alten hatte auch die Polizei Kenntnis erlangt, die dafür sorgte, daß sie wegen Betrugs zur Anzeige gebracht wurde, was ihr vom Schöffengericht in Fulda eine viermonatige Gefängnisstrafe eintrug. Hiermit gab sich die Kartenschlägerin aber nicht zufrieden und sie ging an die Strafkammer in Hanau, wo sie den Richtern offen erklärte, die Zukunft nicht Voraussagen zu können, daß sie den vielen aus Stadt und Land sie aufsuchenden Leuten aber doch etwas sagen müsse, weil diese es nicht anders haben wollten. Der Gerichtshof sprach die Angeklagte unter Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils aber frei. In der Urteilsbegründung hieß es in der Hauptsache, daß nach einer Ausscheidung des Reichsgerichts beim Vorliegen derartiger Fälle wohl eine Strafe verhängt werden kann, aber nur dann, wenn jemand durch die Vorspiegelung, daß ihm eine wertvolle Auskunft erteilt wird, bestimmt worden ist, Geld hinzulegen. Das liegt hier nicht vor, vielmehr haben die die Angeklagte aufsuchenöen Personen ihr lediglich aus Mitleid oder dafür etwas gegeben, daß sie von ihr -unterhalten worden sind. Auch von einer Beunruhigung des Publikums kann im vorligenden Fall nicht gesprochen werden. sr. Langenselbold, 8. Mai. Die Händler Heinrich Brück- m a n n und Josef Schwarzkopf aus Langenselbold sollten sich beim Verkaufe von Weißkraut einen übermäßigen Gewinn verschafft haben und hatten deshalb Geldstrafen von 300 und 200 Mark erhalten. Sie erhoben Einspruch und wurden vom Schöffengericht Laivgenselbold freigesprochen, da der Gerichtshof der Ansicht war, daß sie sich einen übermäßigen Gewinn nicht verschafft hätten. Vrückmann hatte das Weißkraut, für das ein Höchstpreis nicht bestand, im Kreise Friedberg für 7 Mark den Zentner gekauft und für 14 Mark an Schwarzkops weiterverkauft. Er behauptete, er habe einen Eisenbahnwagen nicht bekommen können und deshalb die 40 Zentner Weißkraut durch Pferdefuhrwerk nach Langenselbold schaffen müssen. Dazu feien zwei Tage nötig gewesen und die Transportkosten hätten sich auf 200 Mark belaufen. Diesen Angaben schenkte der Gerichtshof Glauben. Schwarzkopf hat für den Zentner 14 Mark gegeben und zu 17 Mark weiterverkauft. Durch Schwund uird sonstige Unkosten habe er am Zentner nur IX Mark verdient. Auch diese Angaben glaubte das Gericht, das, wie oben mit- getOilt, auf Freisprechung erkannte, -» ± Oberrsdeu (Verdorbene Jugend.) Ami. Mai b* Js. hat der kaum 16 Jahre alte Hans Scharf aus Oberroden auf dem Wege nach Niederroden die zehn Jahre alte Tochter des Feldhüters H^ welche im Felde eine Anzahl junge Gänse hütete, unter Anwendungen von Drohungen vergewaltigt, indem er dabei dem Kinde, das zu schreien vessuchte, das Messer vorhiell mit den Worten, wenn Du schreist, sieche ich Dich tot! Der alsbald fcftgenommene Rohling gibt die Tat in allen Einzelheiten kaltblütig zu und wurde in Untessuchungshaft abgefiihrt. FC. In den Waldungen des Vogclsberges, Spessart, Ode», waldes und Taunus blühen zurzeit die Heidelbeeren. Dia Sträucher hängen voll von Blüten, so daß eine reiche Ernte M erwarten ist. Aus Rheinhcssen. FC. Worms, 9. Mai. Der 80 jährige Landwirt Jakob Schmitt in Ilbesheim machte seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Bingen, 7. Mai. Am Samstag wurden in einem hiesigen Eaf6 von einem Schutzmann vier junge Leute beobachtet die sich verdächtig gemacht hatten. Unter Zuhilfenahme von zwei Hilfsschutzleuten wurden sie zur Polizei gebracht. Das Kreuzverhör ergab, daß sich unter den Festgenommenen die zwei Posträuber befanden, die am 9. März 1918 in Saarwellingen einen an einen elektrischen Wagen angehängten Postwagen mittels Brecheisen erbrachen und daraus Papiergeld in Höhe von 10 200 Mark entwendeten. Die Täter teilten das Geld und hatten solches bis jetzt in einem Schuppen und einer Scheuer unter Holz und Heu versteckt gehalten; nun wollten sie sich in Begleitung von zwei weiteren Burschen, denen sie 1650 Mark schenkten, am Rhein schöne Tage machen. Insgesamt wurden bei ihnen noch 8043 Mark vorgefunden und beschlagnahmt. Auf die Ergreifung der Täter'war eine Belohnung von 500 Mark ausgesetzt. Aus Hcssen.Nassau. FC. Wiesbaden, 10. Mai. Der dringend des kürzlich In Höchst am Main verübten Raubmordes verdächtige 29jährige Fabrikarbeiter Ludwig Renno aus Nied, gebürtig aus Münster im Taunus, hatte sich heute vor der Strafkammer als rückfälliger Dieb wegen eines schweren Einbruchsdiebstahls in Kriftel, wo ihm ein AiHug und ein Ueberzieher in die Hände gefallen, die er aber, als er verfolgt wurde, fortgeworfen, zu verantworten. An Händen und Füßen gefesselt wurde der Angeklagte den Richtern vorgeführt. Gegen Renno, unter dessen Vorstrafen sich bereits längere Zuchthausstrafen befinden, beanttagte der Staatsanwalt eine Zuchthaussttafe von zwei Jahren. Das Gericht ließ aber Milde walten, da Renno sofort ein völliges Geständnis abgelegt, und nahm ihn nur in eine Gefängnissttafe von einem Jahr. FC. Wiesbaden, 8. Mai. In der Unterfuchungssache wogen der Effenbahndiebstähle am Bahnhof Biebrich-Ost sind bis jetzt gegen 21 Pessonen Haftbefehle erlassen worden. Die Angelegenheit nimmt immer größeren Umfang an, so daß wettere Der» Haftungen noch bevorstehen. FC. Wiesbaden, 7. Mai. Ein Seitenchor der hiesigen Maria-Hilfskirche soll zu einer Eedächtniskapelle für die Kriegsopfer ausgestaltet werden. FC. Wiesbaden, 6. Mai. In der Dotzheimer Gemarkung und in den benachbatten Gemarkungen hatte das Wildern und Schlingenstellen Ende v. I. solchen Umfang angenommen, daß eine Festungsgendarmerre-Patrouille aufgebotcn werden mußte, um gegen die Knapper einzuschreiten. Als an einem Sonntag nachmittag im Dezember v. I. die Förster das Revier in der Frauensteiner Gemarkung abgingen, begegneten ihnen der Ar- ; beiter Dillmann, jetzt Soldat, und der Tagelöhner Josef Burck- ! Hardt, beide aus Frauenstein, die abseits von der Landstraße ihren Weg vom Walde her nahmen. Die Förster stellten beide \ und fanden bei der Bisitatton Draht und Schlingen, sowie eine» ! französischen, mit sechs scharfen Patronen geladenen Armee- ! revolver vor. Da es tags zuvor stark geregnet, nachts aber gefroren hatte, konnten auf dem Laub die Fußspuren der beiden verfolgt werden, die aus einem Dickicht führten, in dem die Beamten Schlingen fanden. Burckhardt hatte sich heute wegen dieses Schlingenstellens vor den Schöffen zu verantworten. Das Gericht nahm wegen dieses Jagdvergehens den Angeklagten in eine Gefängnissttafe von sechs Wochen. Der Amtsanwalt hatte drei Monate beantragt. FC. Biebrich a. Rh., 10. Mal. Die Güterd iebstähle, die auf dem Bahnhof Biebrich-Ost ausgefiihrt worden sind, repräsentieren nach den bis jetzt festgestellten Ermittelungen einen Wert von 30 000 Mark. FC. Kestert, 7. Mai. Die Kirschenernte fällt hier gering aus. Ein Teil der Bäume hat gar keine, der andere nur wenig Behang. Die nasse Witterung während der Blüte scheint die Schuld zu sein. FC. Schierstein, 9. Mack. In der hl« abgehcrAenen Ge- meindevertretersitzung wurde wegen der Eingemeindungsangelegenheit mit Wiesbaden die vom Gemeinderat bestimmte Kommission gutgeheißen, die vorläufig in unverbindliche Verhandlungen mit dem Magfftrat Wiesbaden eintreten soll. Sie besteht außer dom Gemoinderat aus je zwei Vettretern der Industrie, des Gewerbes, der Landwirtschaft und der Arbeiterschaft. — Vermißt wird fett dem 6. Mai der 76jähr>igc Privatier Karl Rudolf von hier. FC. Niedcrcisen, 9. Mai. Vor einigen Tagen ist im Aarthal eine Schülerabteilung aus Frankfurt a. M. eingetroffen, die ans 82 Kindern besteht. Sie wurde in den Gemeinden Niedernessen, Flacht und Holzheim untcrge- bracht. Die Kinder werden in zwei Klaffen von Frankfurter Lehrkräften, die zu dauernder Beauffichttgung und' Beschulung mitg^ommen sind, unterrichtet und haben täglich zwei Stunden Unterricht, um dann den Pflegern zur Arbeitsleistting zur Verfügung zu stehen. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!. Friedberg; für den Anzeigentett: R. Heyner, Friedberg. Druck und Verlag der «Neuen Tageszeitung", G.. Friedbera L & ^ . \ Nstrrgstverkeyr 1M8. Wiederseh'n in der Neben Heimat war seine und unsere Hoffnung 1 Plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser lieber, herzensguter, treuer braver Cohn, Prüder, Schwager, Enkel, Onkel, Neffe und Vetter V ö ö Heinrich Meier int Jiifaniek-c-Reqiment 168, Nachrichten-Abteilung. Inhaber des Eisernen Kren-es II Kl. »ach zweijähriger tteuer Pflichterfüllung am 3. Liai im Alter von 21 Jah,en den Heldentod fürs Vaterland ߀|tOtl)CH i[t# Reichelsheim (Wctleraii), Mai 1918. In tiefem Schmerz: Herrmann Meier u. Frau Emilie geb. Nohl Willy Meier, z. Zt, im Jäger-Bataillon Marburg, «. Frau Altred Meier, z. Zt. im Felde Minna Meier Emma Meier Alice Meier Elisabeths Nohl, Mwe. Herrmann Nuthenkolk, Kassel Heinrich Meier ) Rudolf Meier ! Berlin Helmuth Meier j Während der Kriegszeit miisscn olle Betriebsmittel oerlü'ab^ bleiben für die Zweae der Heeresverwaltung imb bcc hin Je tigen Verkehrs. Für den Personenverkehr zu Psriwsten können auH in diesem Jahre besondere Vorkehrungen nicht netroffen^ll?^^ Mrt Unzutraglichkeiten aller Art, Zurückbleiben' b?im Reiseantrilt' oder unterwegs muß gerechnet werden. Daher benutze d e E!!n- bahn nur. wer notgedrungen reisen mufo. u 1 ^\cn» .. Um Schwierigkeiten bei der Abfertigung der ^üa- möglich vorzubeugen, wird folgendes bestimmt' ^ Ö ' 0Weit °* 9 . An den beiden Pfingstfeiertagen sowie am Tage vor- vnb nachher werden zur Benutzung von Schnell- (DO Sünen Fahrkarten des öffentlichen Verkehrs nur für solche Nellen « L-LLÄLNLr äÄtäffi sääs »“»" «irss i: SiÄÄ'SSStÄÄS» tC - nt ' i^buld nach der Zahl der verabfolgen Fagrkar^n eine Aeberla chligt werden lonnteii. dev Bezirks «, von Rnuimcr 501 auswärts. Für iede auf der Lebensmittelkarte verzeichnete Perfon 1 Käse zum Preise von 22 Pfq. &b$nUt e ,"** n0ai ® Wl 1 Käse zum Preise von 22 Pfg. Friedberg, den 11. Mai 1918. Der stello. Bürgermeister (städt. Lebei.smittel-Ausschuß) 2. A.: Langsdorf. Donnerstag.den 16. Mail.Is, kommen in dem Freiherr von Rutcr ichen Wald. Hof Hasselheck, zur Versteigerung: 4004 schwere Eichen-Wellen. Zusammenkunft vorm. 10 Ahr am Haffelhecker-Feld. ^ Friedberg, den 11. Mai 1918. Für die Freiherrl. von Ritter'sche Eutsverwaltung: Fourier. Ohne Frage _ kaufen Landwirte alle gangbaren Wasch-, Schmier- «nd Putzartikel . nirgends besser, nirgends billiger wie bei der Firma Heß. Berfandhaus Phil. Diener, Spezialhans für Wasch- und Putzartikel, I'ricillieps: S. II. 2n den früheren Räumen des Warenhaus Geschwister Mayer, am alten Bahnhof.) TlMlenKilM, schßn grast, ä 35 Pfg. «. 25 Pfg. TlibchjlWstll und j kriist. CemiseOllM. Dewald's-Eartenbau Friedberg. Kaiserstr. 51, gegenüb. der Engel-Apoth. Großes Lager in welche vor 14 Tagen zum ersten- U'al gekalbt hat. zum Fahren leicht lernbar, steht zu vertäu fen bei Richard Metzger. Landwirt. MunzenberI bei Butzbach. Gelber Boxer, auf den Namen „Nero" hörend lenilaufen. Boc Ankauf wird gewarnt. Gegen Belohnung abzug. bck H. Schmidt. Bura-Eräfenrode Tapelsn- und Linoleumhaus Bad-Nauheim. Frankfurterstrabe 65. gemlpt. 631 Damkü-uKiiiderhLtku Hrrrrn-«. Kniibk». Slroljiitrn Jeder darf radfalireil .JeaM Kodier, Ä mit meinem erlaubnisfreien Original-Spiralfederreifen?,75. Holzrei^ fen 6,25, 1a Hanf- Taureifcn 14,75, Elfenring 11,—, elastischer Feder- Holzreifen 13 Mk., alle per Sick. 51ann jeder auf jede Felge auflegen. Uin- c tausch gestattet, al- so kein Rrsiko. Tausende geliefert. Wtederverkäufer Rabatt. Weißen . Ulltertlllükll Meisten Dlikriknßrilülpstli Prißeii JfHikn StniiiiplnuiJoriifn ^Jahe des Rathauses. SlhlM, aÄfnXi. 4. usw. Wir stricken Trümpfe an. Hederichspritze ungebraucht, abzugebesr. Näheres M. Rllseilkljlls, Gikfta. 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