Dummer 104 Samstag, den 4. Mai 1018 11. Jahrgang. v,o Tanesteiivns" -rlchemt jeden Werüaz. Negelmätzige Beilagen ..Der Sauer aus Dessen". ..Dir Kpiuussul,«". Ke.ugsprei«: Bei den Poltanstalten vieneljährlich S3£t 2.40 ftimu tritt noch das Bestellgeld; hei den Anenten monatlich 8S Pig. einichlietzlich Trägerlostn. Ant-igen- SillNd-.eile 2st Pfg.. lokale 20 l-stg. steigen von auswärts werden durch Postnachnahme d * „hoben. Enullungsort Friedberg. Kchrittleitung und Derlag .lsttiedbrrg (£>eilen), dänauerstiaste 12. ^erniprecher «S, Basti Heck-Lonto stlr. 48;». in! ^rantiurt a. M. _ f in Siez jillkk die Knie Garde in Finnland. 30 060 Gefangene. — Taganorom am Asow'schen Meer defekt. — Wachsende KampftätigKeit in ?tttieu. 10000 Tannen versenkt. » Der deutsche Generalstak _.=== meldet: = W. T. K. Trotzes Ha«prq«artier, de» 3. Mai. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Au den Schlachtfronten lebte der Artilleriekampf in einzelnen Abschnitten auf. Starker Feuerwirkung folgten feindliche Teilangrisfe südlich von Villers-Bretonneux und auf dem Wc't- ufer der Avre. Fm Gegenstotz machten wir Gefangene. Im übrigen beschränkte sich die Infanterie auf Erkundungen. An der lothringischen Front hielt die rege Tätigkeit des Feindes an. Oste«. Ukraine. Aus der Linie Zekaterinoslaw—Charkow sind wir in das Donez-Gebiet einmarschiert. Am Asowschen Meer haben wir Taganorow besetzt. Der Erste Eeneralqvartiermeister: Ludendorff. Airendberich> Berlin. 3. Mai, abends. (MTB.) Amtlich.) In Südwestfinnland haben wir den Feind in fünftägiger Schlacht bei Lathi und Tavastehus vernichtend geschlagen. 20 060 Gefangene. Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. * Berlin, 3. Mai. (MTB.) Das finnische Hauptquartier mel. det: Bei Lahti zwangen die weihen Truppen den Feind zur Kapitulation. 12 000 Gefangene wurden gemacht, 20 Geschütze. 200 Maschinengewehre und 1000 Pferde erbeutet. In Cavolak rücken unsere Truppen gegen Kouvala vor. Stockholm, 3. Mai. Nach „Svenska Dagbladet" herrscht in Cüdfinnland über das durchgeführte Befreiungswerk eine starke Begeisterung für Deutschland, die bis zur Unterschätzung der eigenen Kräfte gehen soll. Doch wird erwartet, dah das baldige Eintreffen Mannerheims hierin einen Stimmungsumschwung Hervorrufen werde. Der österreichische Generalstak -— weidet: L Wie«. 3. Mai. Amtlich wird verlautbart: Gestern wuchs die Kampftätigkeit an der ganzen italienischen Front zwischen den Iudikarien und der Adria wieder beträchtlich an. Am 1. Mai errang Oberleutnant v. F i a l a den 15., 18. und 17. Lustsieg Der Ckzcf des Eeneraistabes. Das türkische Hauptquartier meidet: == Konstanzinopel, 2. Mai. Amtlicher Tagesbericht. Palästinafront: Auf dem Ostufer des Jordans nehmen die Kampfe weiter einen für uns günstigen Verlauf. Vor unseren zähe verteidigten Stellungen verblutete sich der Engländer gestern in vergeblichen, bis zum Abend anhaltenden Stürmen. Starke im östlichen Jordan-Becken nach Norden vorgestotzene Kavalleriemassen sind von unseren rasch herbeigeeilten Kräften unter der Führung des Obersten Essad Bey empfindlich geschlagen und zur Auflösung gebracht worden. Eine Anzahl Gefangene, sieben Feldgeschütze, ein schweres langes Geschütz, Pferde, Munitionswagen, ein Panzerkraftwagen und viel Kriegsmaterial sind bis jetzt eingcbracht. Bei Ammon brachte eines unserer Flugzeuge Zwei feindliche Flugzeuge zum Absturz. Die Insassen, vier englische Offiziere, wurden gefangeugenommen. Sonst nichts von Bedeutung. .. - ■ ' "■" = - * Dev bulgarische Generalstak fc= = 1 meldet: r —A Sofia, 30. April. (WTB.) Generalstabsbericht. Mazedonische Front: Zwischen Ochrida- und Prespa-See kurze Feuerüberfällo von feindlicher Seite. Nach wirksamer Aeuervorbereittmg besetzten unsere Truppen drei feindliche Vorposten nördlich des Dorfes Bahowo. Ein gegen unsere Sturmabteilungen unternommener feindlicher Gegenangriff wurde durch Feuer abgewiesen. Oestlich des Wardar faßte der Feind feit dem 23 April das Feuer einer beträchtlichen Anzahl seiner Batterien gegen unsere Stellungen südlich der Ortschaften Vogoroditza und Stojakowo zusammen, die er mit mehr als 50 000 Granaten belegte. Am Abend des 29. April erreichte das Feuer neue Heftigkeit, und kurz darauf griffen zwei Bataillone Engländer unsere Stellungen an. Nach kurzer Zeit wurde der Feind durch Feuer blutig abgewiesen. Vereinzelte englische Soldaten, denen es gelungen war, sich unseren künstlichen Hindernissen zu nähern, wurden mit Handgranaten verjagt. Unsere Verluste sind unbedeutend, dagegen die des Fein- des sehr schwer. Dobrudschafront: Waffenstillstand. WWtt Ließ iibrr die WjcheMj. Konstantinopel, 2. Mai. (Agence Milli.) Wie unser Korrespondent in Batum meldet, wurde eine aus 10 000 Bolfchewiki bestehende Streitmacht auf dem Marsch nach Elisabethopol durch den Widerstand zweier aus Daghestan herangerückter Regimenter in der Gegend von Elisabethopol aufgehalten. Letztere erhielten Verstärkungen und schlugen die Volschewiki, denen sie 8000 Gefangene abnahmen. Cie machten den in Baku stehenden Volschewiki den Vorschlag, sich zu ergeben. 19 000 Tonnen versenkt. Berlin, 2. Mai. (WTB. Amtlich.) Auf dem nördlichen Kriegsschauplatz wurden wiederum 19 000 Bruttoregisterionnen vernichtet. Zwei Dampfer wurden im AermeUanal aus stark gesicherten Eelettzügen herausgeschossen. Namentlich festgestellt wurden der englische Dampfer „Knight Templarz" (7175 Bruttotonnen) und der englische Raaschoner „Wilson". Der Chef des Admiralstabs der Marine. • Kopenhagen, 2. Mai Aus Kristiania wird gemeldet: Die norwegischen Dampfer „Rimfakse" aus Bergen und „Frogner" aus Kristiania wurden versenkt. Wassenopfer des v-Zootlrrieges. Amsterdam, 2. Mai. (WTB.) Wie ein hiesiges Blatt aus London erfährt, teilte der Vorsitzende des Bundes der Matrosen und Heizer, Havelock Wilsom mit, datz durch den U-Vootkrieg seit August 1914 ungefähr 15 000 englische Seeleute umgekommen seien. Haag. 3. Mai. Reuter meldet ohne Datumsangabe aus einem Hafen der atlantischen Küste, der nicht naher bezeichnet wird: Im Hasen von Delaware flieh ein Kreuzer mit dem ' Handelsschiff „City of Athens" zusammen. 74 Menschen verloren ihr Leben. Die Rettungsboote des Kreuzers retteten 61 Personen. Das Dampfboot sank nach sieben Minuten, der Kreuzer blieb unbeschädigt. Die Schlacht im Westen. Berlin, 3. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Dem gewaltigen feindlichen Artilleriefeuer gegen das Kemmelgebiet am Abend des 1. Mai folgte ein neuer Angriftsversuch des Feindes, den jedoch das zufammengefaßte deuftche Feuer im Keime erstickte. Während in Flandern der Feind bei feinen vergeblichen Angriffsversuchen Verluste erlitt, verbluteten am 2. Mai aufs neue starke feindliche Kräfte in Gegend Vil- lers-Bretonneux und auf dem Westuser der Avre. Am schwersten litten die Australier, daneben Kanadier und Neuseeländer, die in ihren Massen von der englischen Führung in der vordersten Line eingesetzt wurden. Bei deni Kampf südlich von Villers-Bretonneux blieb eine größere Anzahl Amerikaner in unserer Hand. Weiter zurück. Rotterdam, 3. Mai. Di« „Daily News" melden von der Front aus Frankreich: Wir werden in den nächsten Tagen gezwungen sein, unter Umständen weiter zurückzugehen. So lange der Feind nicht seine ganzen Reserven in die Schlacht gebracht hat, ist an einen Umschwung der Kriegslage nicht zu denken. Die Bahnlinie Amiens—Bethune-Hazebrouk tft in schwerer Gefahr. Eardiners Wahrheiten. Bern, 3. Mai. (WTB.) Eardiner schreibt in den „Dail? News" zur Kriegslage: Der Feind hat ein-en Erfolg erzielt, an den hier vor zwei Monaten niemand im Traume gedacht hätte. Wir hielten die britische Front für unverwundbar, sie wäre es vielleicht auch gewesen, wenn die Politik Robertsons sich durch- gesetzt hätte. Die Niederlage der fünften Armee brachte de« Feind in Schutzweite an Amiens, die Niederlage der Portugiesen in Schutzweite an Hazebrouk und Bethune. Wir wollen uns nicht einer Selbsttäuschung hingeben, daß wir „planmäßig" zurückgingen. Nicht im Namen der Strategie ging die fünfte Armee unter dem Verluste von Zehntausenden von Gefangene« \ und unter der Aufgabe von Höhen, die ihre Kameraden in achtmonatiger Schlacht erkämpft hatten, in wenigen Tagen 30 Mer, len zurück, sie wurde von einer UebeTmacht überwältigt und mutzte zurückgehen, wobei ich von der höheren Führung gar nichts sage. Auch die Portugiesen sind nicht geflohen, um den Feind in eine Falle zu locken, sondern aus viel einfack>eren Grüirden. Abgesehen von dem Frontabschnitt des Vimyrückens, sind wir von den Höhen hinuntergetrieben worden. Die lebensnotwendige Bahnlinie Amiens-Vethune-Hazeörouk, die das französische Heer mit dem britischen und dieses wiederum mit der Küste verbindet, ist in schwerer Gefahr. Der Feind steht auf dem Kemmel, dem ersten der steilen Einzelberge, deren Besitz eine weitgehende Umgestaltung der nördlichen Front zur Folge haben mutz. Dabei müßte der ohnehin schon eingeengte Be- wegnngsraum bei einem weiteren Geländeverluft die doppelt verwickelte Unternehmung des Kampfes und des Rückzuges au- tzerordentlich erschweren. » Törichte Gerüchte Berlin, 8. Mai. (WTB. Amtlich.) Die umlaufenden Gerüchte, daß bei unseren letzten Operationen im Westen eine große Anzahl unserer Leute durch Ertränken den Tod gefunden hätte, entbehren, wie uns von maßgebender Stelle erklärt wird, jeder Grundlage Friedcnsgedanken. Rotterdam, 3-. Mai. Nach Londoner Berichten halben am 4. Mai in London zahlreiche Versammlungen für die baldige Einleitung von Friedensverhandlungen stattge- funden. Dem „Daily Telegraph" zufolge wurden am 4. Mai in der Graftchaft London 23 Versammlungen der Friedensfreunde abgehalten. Ausführliche Mitteilungen über die Kundgebungen enthalten die Londoner Blätter nicht, mutmaßlich sind diese durch den Zensur nicht zur Veröffentlichung zugelassen worden. Der Pariser „Temps" schreibt in einem aufsehenerregenden Aufsatze: Die Stadt Paris erörtert seit einigen Tagen Friedensgedanken. Der Monat Mai wird die Der- bandsdiplomatte vielleicht vor die Aufgabe stellen, sich fchliissig zu werden, ob der Augenblick für irgendwelche Anbahnungen gekommen sei. Von dem Ergebnis des Angriffs in Italien hänge es fraglos ab, ob und welche Anerbietungen der Verband vorfinden werde. Beachtenswert ist ferner, dah die französische Zensur so duldsam geworden ist, ganz ausgesprochen friedensfrenndlich gehaltene Auftätze aller Blättstr der sozialistischen Linken erscheinen jetzt, lückenlos. Die Fnkttnsvtthandliurgkn in Markst. Bukarest. 2. Mai. (WTB.) Der bulgarische Finanzmini» ster Tonischem ist im Laufe des gestrigen Tages, der türkische Minister des Aeutzern Achmet Resiimy Bei heute abend in Bu. karest eingetroffen. In der Begleitung des letzteren befand sich auch der Kaiserliche Botschaftsrat in Konstantinopel Graf Waldburg, der ebenso wie der Kaiserliche Gesandte in Sofia, Graf Oberndorfs zur mündlichen Berichterstattung hierher berufe« worden ist. Die DulrmßttVerljMlungen vor dem Abiihliiß Bukarest. 3. Mai. (WTB.) Der bulgarische Ministerpra» sident Radoslawow ist heute mittag in Bukarest eingettof. fen. Die Abordnungen der verbündeten Mächte sind somit voll- zählig versammelt. Nachdem tn den letzten Tagen verschieden, noch nicht endgültig geklärte Fragen ihre Lösung gefunden habe^ ^gehen die Bukarester Verhandlungen ihrem Ende «ittgege«. Die Befreiung Finnlands. Stockholm, 3. Mai. Aus Helfingfors wird gemeldet: Fin» land ist jetzt ganz in der Macht der Regierungsttuppe«. Nur i» gewissen Teilen des Landes treiben noch bewaffnete Banden ihr Unwesen. Die Zerstörung, die die Noten anrichttten, ist un- geheuerltch. Sie betragt allein für Eisenbahnen nach oberfläch, licher Schatzung 150 Millionen finnische Mark. Der Verkehr Abo—Lübeck ist wieder ausgenommen worden. In Rauno vernichteten die Roten vor dem Verlassen der Stadt große Getreide- Vorräte, indem ste die Lager nrit Petroleum übergossen und an- zundeten. ' Kevde hat ste ein» Granate - i mvegge fe gß> und dß, Zro»i» des Schicksal» will e«, daß das Geschoß einem englischen Geschützrohr entstammt. Vielleicht stimmt diese kleine Episode den zum Aber, glauben neigenden Franzosen nachdenklicher, als die sich täglich bestätigende große Wahrheit, daß Frankreich mehr et» Opfer seine» englischen Verbündeten wird. Die Ulimiilzung in der Ukraine. Berlin, 3. Mai. (Privattelegramm der „Frankfurter Ztg") Der Führer der Bauerndeputierten, die in Kiew die Rada gestürzt haben, Skoropacki. tst Abkömmling einer alten ukrainischen Kosaken-Hetmannsfamtlie. Nachdem die Rada seit längerer Zeit ihren Einfluß mehr und mehr verloren hatte, konnte sich die Umwälzung in Kiew ziemlich unblutig vollziehen. Es herrscht infolgedessen wiederum vollkommen friedliches Leben. Skoropacki ist in der heiligen Sophienkirche feierlich geweiht worden. Ob der ukrainischen Gesandte in Berlin, Sewjruk. seinen Posten behalten wird, hängt völlig von den Entschlüssen der neuen Regierung in Kiew ab. - Ihm üanfr der halliiirdWn Kchift. Amsterdam, 2. Mai. (MTB Richtaintlich.) Rach einer Reutermeldung hat die englische Regierung auf die holländische Rote betreffend die Beschlagnahme der niederländischen Schisse in den Häfen der Alliierten eine ausführliche Antwort ertetlt. Diese geht auf die zwischen Großbritannien und den Niederlanden gepflogenen Verhandlungen ein und betont, daß die von Holland an die Annahme des Vorschlages der Alliierten, Schiffsraum gegen Lebensmittel abzutreten, geknüpften Bedingungen emer Ablehnung gletchgekommen feien. Infolgedessen sei die Beschlagnahme der in den Häfen der Alliierten liegenden Schiffe unvermeidlich geworden. .Die RiÄ>erlande hätten sich darauf gefaßt machen müssen, da der britische Gesandte im Haag dem Minister des Aeußern erklärt habe, daß andere Maßnahmen er- griffen werden müssen, falls kein Abkommen zustande käme. Ei« gleiche Erklärung sei von den Vereinigten Staaten abgegeben worden. Die Antwort wiederholt dann die Zusage betreffend den Schadenersatz an die holländischen Reeder. England. Die Lage in Irland. Haag, 3 .Mai. Der parlamentarische Korrespondent d« „Daily Chronicle" berichtet, daß die Regierung be- -schloffen habe, das Homerulegesetz vorzulegen. Der Entwurf trägt dem föderativen Gedanken Rechnung und will Irland sein eigenes Parlament geben. England Herr Belgiens. Haag, 3. Mai. Verhandlungen der belgischen Regie- rung in Le Havre uckd der englischen Regierung haben zu einem Abkommen geführt, nach dem die englische Militär- Polizei nach Friedensschluß 18 Monate lang in Belgien bleiben soll, und zwar, weil die Unzufriedenheit im belgi- schen Volke so ungeheuer ist. daß ohne eine solche fremde Mtze der Ausbruch einer Revlution als sicher gilt, die die Konrgsherrschaft wegfegen mußte. Die bisherige Regierung findet nur noch bei den Stadtbehörden und den obersten Klaffen Unterstützung. Wie die Engländer in UMrankM hn»?en. Einem Feldbrief, der unserer Schrtftleltung zugegangen ist, »fitnehmen wir folgende Stelle: »,-rag und Nacht schleudern die Engländer Verderben und Vernichtung in die glast so hübsche Gegend. Ein verblendetes Volk, diese Franzosen! Immer größere Strecken Landes Lassen sie sich rerwüsteii. Und wozu? Nordfrankreich ist ein fruchtbares, reiches Land: überall große Eutshöfe und schön« ^Städte. Estaire, La Eorgue, beides Städtchen mit je 4000 Einwohnern, Merville. so groß wie Friedberg, sind große Schutthaufen. Durch die Straßen von Merville kann man nicht gehen, weil sie alle durch den Schutt der eingeschosienen Hauser verschüttet sind. Und die hübschen Kirchen, alle werden sie in den Erund geschossen. Blühende Gehöfte, eines nach dem andern wird in Brand geschossen. Tausende dieser Güter sah ich schon, alle dem Erdboden -macht. Die Einwohner mußten fluchtartig ihre Woh,„ r verlassen Hab und Gut zurücklassend. An der Kette im Stall verbranntes Vieh ttifft man überall,- hier und da steht man noch den Hofhund auf den Trümmern sitzen, aber auch er wird von den englischen Geschossen getroffen. Aus stefer blühenden Gegend, die seither vom Krieg vollkommen verschont geblieben war, haben die Enolüader während 14 Tage ein« Oed« und ein Trichterfeld geschaffen/ wie es bei Verdun nach 3 Jahren Krieg nicht »iel schlimmer war, Milliarden von Werten haben die armen Frauzosen wieder geopfert. Und so wird es weiter- Heyen. Wir werden es doch schaffen!" * , M°n schreibt uns von der Westfront: „In früheren Kämpfen its Weltkriege, wurde di« onrch ein hochragendes Madonnen- bttd gekrönte Spitze des Kirchturmes von St, Albert von einer Granate^ dergestalt umgebogen, daß der Turm etwa einer deutlichen „1 glich. Als sich dann der Gefechtslärm im Lause der immer weiter von den Mauern der Stadt entfernte, ver- «tti« tt-n^jstschen Bevölkerung dt- Sage, der "«lvren W«. «im es einmal nnrom ,« .önge, d>. Madonna »»llend. vom K!rcht«W hkrabzMrten.„zahleu. Preußisches Abgeordnetenhaus. Die zweite Beratung der Wahlrechtsvorlage wird bei § 2 der Bestimmungen über den Ausschluß von der Wahlberechtigung enthält, fortgesetzt. Danach sollen u. a von der Wahlberocktigung ausgeschlossen sein, wer die bürger- lrchen Ehrenrechte nicht besitzt. Abg. Delbrück (Kons.) beanttagt, diese Bestimnnm- gen zu streichen und wendet sich gegen den Antrag des Abg. Herns (Gosp. der Kons.), nach welchem von der Wahlberech- ttgung ausgeschlossen sein sollen, die in Preußen sich auf- haltenden fremd rassigen Personen. Abg. Dr. Bell (Ztr.) erklärt sich ebenfalls gegen den Antrag Herns und äußert Bedenken gegen die Bestimmungen des § 2 der KommissionsbeWüsse. Ein Regiernngskommissar bittet mfr Ablehnung des Kommlsswnsbeschlusses zu 8 2, wonach von der Wahl- bercchtkgnng ausgeschlossen werden sollen, wer wegen eines Vergehens, das die Aberkennung der bürgerlichen Ehren- rechte zur Folge haben kann, zu einer Gefängnisstrafe von mindestens secks Monaten rechtskräftig verurteilt worden ist. Alle der Streichung dieser Bestimmung (Nr. 4 des $ 2) trttt Redner für Anfrechterbaltung der Nr. 3 (bürger- ttchen Ehrenrechte) ein. Ferner empfiehlt Redne^ Streichung der Nr. 7 (Ausschluß wegen Nichtzahlung der Steuern). Abg Heins (Hospitant bei den Kons.): Mein An- ng ist eine direkte Pflicht gegen unsere kämpfenden Bruder tm Felde, Unsere jetzige Regierung verpflichtet sich wir'm T" ,^'°ld-mokr°t Bebe, hat gesagt: „Haben wir Preußen, dann haben wir Deutschland,' Kn Oesterreich hat nach Naumanns Ausspruch das gleiche Wahlrecht alle darauf gesetzten Hoffnungen ertötet. Kn Amerika und Eng. wnd ,N nur ein Br,-»teil der Wahlfähigen wahlberechtigt. Dort herrsisit die Diktatur der jüdischen Geldwirtschaft, in Amerika die der Morgan. Cabn und Rasssgenossen und in Engwnd die des Lord Nortbcliffe gleich Jakob Stern und sf ™ ?"? SR i" ter 0leW) 5°sopaat. 8" Frankreich regiert j «' dunk> die Advokatur. Die Hauptkriegshetzer sind ln Italien der Bürgermeister Nathan, Minister Auzatti. ^onnino. Barzelari. dÄnnunzio. die ärasten unter ihnen sind meist auSgewanderte Juden aus Deutschland. (Der M ^esen Ausführungen durch Zwischenrufe und Gelockter von der Linken unterbrochen.) Aus Rußland nenne ick nur Kerk gleich Kerenski. Lederblum gleich Lenin Sobelsobn gleich Radek. Braunstein gleich Trotzki. Finkel- steln gleick Literinow. Der letzte Botschafter in England wurde wegen Bankernbrucks steckbrieflich verfolgt. Die Ost- judenfrage ist für uns gefährlicher als die Polenfrage. Zu- erst kommen sie meist als Hausierer in die Ostnmrk, dann siebt es über den Kaufmann. Bankier oder Advokaten zum Unterstaatssekretär und zum stellvertretenden Minister- Präsidenten. Bethmann stand vollständig unter der Herr- j fmaft des Alljudentums. von Rathenau und Ballin, Cohn, Haase. Aronsohn geführt. Warum Ist der Kampf des All-' judentums gegen Preußen so erbittert? Goethe sagt: „Es ist Jeglicher im ganzen Land auf eine oder andere Art mit Israel verwandt und diesem schlauen Volk blieb ein Weg nur offen, solang die Ordnung steht, hat's nichts zu hoffen." Darum heraus mit den Juden aus dem preußischen Wahl- reckl (Gelackter links, lebhafte Z/visckenrufe links). Dann will ich auch dem deutschen Vc^k das Vertrauen entgegen- ich ibm das gleiche Wahlrecht geben kann. (Gelachter lrnks). Bringen Sie dieses Opfer, opfern Sie Ihre Juden. (Heiterkeit). Abg. Kanzow (Vpt.): Wenn Herr Heins sagt: Rau? mlt oen Juden aus dem Wahlrecht, dann muß er auch von ihnen sagen, daß sir auch aus der Wissenschaft heraus sollen. Wir wissen aber alle, welch hervorragende Leistungen die Juden in der Wissenschaft oufzuweiscn haben: ohne lhre außerordentlichen Leistungen auf dem Gebiete der Kriegswissenschast. wären wir Überhaupt im Kriege nicht durchget'ommen. Die Juden haben im Kriege ihre Pflicht voll und ganz getan. Abg. L e i n e r t (Soz.) begründet den Alttrag Braun (Soz.) auf Streichung der Rrn. 4, 7 und 8 (Ausschluß wegen Armen. Unterstützung aus öffentlichen Mitteln.) Abg. Cassel (Vpt.): Die preußischen Juden haben keinen Grund, sich vor Herrn Heins und seinen Gesinnungsgenossen zu furchten. Abz. Strobel (Unabh. Soz,): Auch wir weisen die Ausführungen des Abg, Hein» mit Entschiedenheit zurück. Abg, B r t s l y lN-rtl,): Wir lehnen den Antrag Heins einstimmig ab und schlagen vor. Nr. 3 des 8 2 (Ausschluß von der Wahl wegen Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte) zu streichen und die übrlgeu D-sttmmungen der 8 2 aufrechtzuerhalten. Nach kurzen Ausführungen des Abg, Bonin-Stormann (Freikons,) wird die Besprechung geschlossen. Zu 8 2 wird der Antrag Delbrück aus Streichung der Nr 3 lAusschluß von der Wahl wegen Verlust der bürgerlichen Ehren, rechte) angenommen. Im Ubrjgen wird 8 2 untei Ablehnung m anderen Anträge unverändert angenommen. Der Anttag Seins ist zurückgezogen worden. Es folgt die Beratung über 8 4 t, der 0i« Wahlpflicht vorfieht. Wer ohne hinreicheiiden Ent- lchuldtgungsgrund fein Stimnirecht nicht ausübt, soll nach dem Ausschußbeschluß ein Viertel de» Jahresbeiträge» seiner Staat», etnkommensteuer, mindest««,» aber. 5 Mark als OrdnungMrak, Dr. Bell (Ztr.) begründet den Antrag Patsch (3*t.jC wonach als Ordnungsstrafe mindestens 5 Mark und höchsten» 200 Mark gezahlt werden sollen. Abg. Dr. L u d e w i g (Ratl.) beanttagt, daß die Ordnungso strafe bis zur Höhe des Viertels des Jahresbetrages der Ein- kommenstener gezahlt werden solle. Minister des Innern Dr. D r e w s: Die Sttafe maß so hoch sein, daß sie eine wesentliche Einbuße für die bedeutet, die ohne ausreichenden Erund der Wahl fernbleiben. Ich bitte den Aus- schußbeschluß aufrechtzuerhalten. Abg. v. d. Osten (Kons.): Wir lehnen den Antrag der Sozialdemokraten ab und sttmmen dem Antrag Ludewig zu. Je radikaler das Wahlrecht ist. umso notwendiger ist die Wahlpflicht Abg. Kanzow (Vpt.) erklärt, daß seine Freunde der Wahlpflicht freundlich gegenüberstehen. Der Anttag Ludewig und Porsch auf Herabsetzung oder Er- laß der Strafe werden angenommen und mit dieser Aenderung § L k. Die übrigen Paragraphen werden abgelehnt. Die § 4 bis 5 werden ohne Erörterung angenommen. Nach § io ist jebet Preuße, der 30 Jahre alt ist und seit wenigstens drei Jahren die Staatsangehörigkeit besitzt, wählbar. Ein Anttag Braun (Soz.), die Wählbarkeit auf 25 Jahre herabzusetzen, wird abgelehnt. § 10 wird unverändert angenommen. Die 8§ 11 bis 13 werden ohne Erörterung angenommen. Zu § 14 (geheime Wahl) begründet Abg. Dr. Lewin (Vpt.) den Antrag Aronsohn (Vpt.), in dem besondere Bestimmungen für die Sicherheit der geheimen Wahl gefordert werden. Nach kurzer Besprechung, an der sich Abg. Dr. Bell (Ztt.), Lüdicke (Freikons.), Hirsch-Berlin (Soz.) und Boisly beteiligen, wurde gemäß dem Antrag Aronsohn im § 14 die Worte „Di« Wahl ist geheim" vorangestellt. Im übrigen wird der Antrag Aronsohn abgelehnt. In der Fassung des Ausschusses lautet de, Eingang des § 14: Gewählt wird mit verdeckten Stimmzetteln. Die 88 15—23 werden im wesentlichen nach den Ausschuß, beschlüssen angenommen. § 24 enthält Bestimmungen über di. Abgrenzung der Wahlbezirke. Darauf wird die Weiterberatung auf Samstag Nil llh» vertagt. Schluß XQ Uf)i. Vom Felde der Ehret Rieder-Florflavt. Der KrlegsfieiwiMge Urtteroffizier Hei^. rich Alt, welcher sott Kriegsbeginn im Felde steht. Inhaber des Eisernen Kreuze» und der Hessischen Tapferkeitsmedaille ist. wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde zum Vizefeldveke» befördert. Wir gratuliere«. Die 8. Kriegsanleihe «ad das Kei^atlarareü. Ist das wicht ein Wundervolk. dieses Volk der germanischen Stämme, einmütig in seiner militärischen und unbezwingbar in seiner wirtschaftlichen Kraft? So wird man sich zweifellos in den neutralen und — feindlichen Lagern zugeraunt haben, als da» Resultat der „Achten" mit der Riesensumme von Über 14 X Mil. Harben bekannt gegeben war. Wie oft schon hat der geschäftige und gehässige englische Draht die Mär in die Welt getragen. Deutschland sei am En^e seiner Kraft: es seien Hungeraufstände ausgebrochen. Es fehle an Lebensmitteln und Munitton und vor allem an Geld. Und nun brauste dieser Milliardenerfolg durch den weltumspannenden Draht. Ein Volk, das Dank fetter überlegenen Technik den unentbehrlichsten Bestandteil des Pul- vers aus der Luft gewinnt, das auch wie ein Zauberer Futter» stoffe aus der Lust bereitet, die der Schöpfer täglich frisch und unverbraucht liefert, hat nur eines nicht getan, es hat die Mil. Uarden nicht aus der Lust gegriffen, sondern aus dem Spar, strumpf und dem Ueberschuß der wirtschaftlichen Dolksttasi herausgcholt. An dieser Tatsache vermögen auch die geschick. testen Verdrehungskünsteleien unserer Gegner nichts zu ändern Waren auch die physischen Voraussetzungen für ein Gelingen de-, achten Kriegsanleihe wieder vorhanden: die Entscheidung hing wie immer, an der Seelensttmmung des deutschen Volkes: si, waren wiederum abhängig von dem Vertrauen in die Kraft de» Heeres und von dem Willen zum Sieg. Die riesenhaften Er- folge unserer acht Kriegsanleihen verdanken wir nicht zuletzt unseren Feinden selbst. Ste haben im Deutschen Reiche den Zu. stand des geschlossenen Handelsstaates herbeigeführt, indem si« völkerrechtswidrig und gewalttätig die Ein- und Ausfuhr lahm legten. Infolgedessen mußte Deutschland seit Beginn des Krieges seinen Bedarf an Gütern auf eigenem Boden decken: dafiir blieb aber auch das Anlage suchende Geld im Lande und es ent. wickelte sich ein Rückflußsystem in unserm Wirtschaftskörper wie in einem weltabgeschlossenen Eilande. Der Krieg beschäftigte die Industrie, die tm Sturmtempo umlernte. Ausfuhrwaren wurden nicht mehr erzeugt, dafür aber drehten sich Maschinen und Spindeln für den eigenen Kriegsbedarf. Das dem Reiche gewährte Geld floß wieder in tausend und aberta'usend Kanälen zur Bürgerschaft zurück: die Industrieanlagen blieben gewinn- bringend, die Arbeiterfäuste fanden Beschäftigung und der ganz» Wirtschaftskörper blieb so gesund, daß weder Zahlungsaufschie- bungen noch Betriebseinschränkungen kaum nötig waren. So steht heute Deutschland finanzielle und militärische Kraft un- versehrt da. In beider Hirvstcht sind gewaltige Siege errungen worden. Noch ist die Kraft unseres Hauptgegners England nicht bezwungen, sind seine teuflischen Eroberungs» und Vernichtungspläne nicht zerstört, ast^r der Tag dürfte nicht mehr fern sein, an welchem auch dieser Gegner den von allen erhofften deutschen Frieden anzunehmen gezwungen sein wird. Die jüngsten gewaltigen Erfolge an der Westfront und der unaufhaltsam tätlich wirkende U-Boot-Krieg dürften hierfür sprechende Beweis«^, sein. Daß auch unsere verwundeten Krieger in den La-arettev bei der achten Kriegsanleihe „ihren Mann" gestanden habe«,.^ dürste bekannt sein. Besonders interessiere« wird die hiesige, Bürgerschaft de» Ergebnis der Zeichnungen der hier «ntev« gebrachten Verwundeten und Kranken. Vo« LS0 Insassen de»' . lriostge« Reservch-Lazarelt» hahy, 70, also taft ft Pro»rtt. Mi* MMe Sllmme von ttl. I2VDM Marl ^zeichnet. Anvieser' >umme sind die Teillazarette wie folgt beteiligt: »Minden- instalt mit 16 000 Mark. „Bürgerhospital" mit 18 00V Mark, ^.Gewerbeschule" mit 49 OVO Mark, „Schloß" mit 35 000 Mark [unb „Musikschule" mit 7000 Mark. — Sollten diese Zeichnungen nickst für manchen „Daheimgebliebenen" Beispiel sein?, h, y«. " -- Ans der Heittrat. ^ufVerKuryattkirrvasie oder irn rednzerrhäns KonzE der ÄöTl ' kapelle. Donnerstag, v. Mai (Himmelfahrt). nachm, von 4—« Uhr, abends von 8—SN Uhr auf der Kurhausterrasse oder im Konzerthaus Konzert der Kurkapelle. Freitag, 10. Mai, nachm, von 4K— §*A Uhr auf der Kurhausterrasie oder im Konzerthaus Konzert der Kurkapelle: abends 8 Uhr im Konzerthaus: Erstes Philharmonisches Konzert der Kurkapelle. Samstag. 11 Mai, nachm, von 4K—6 Uhr, abends von 8— 9% Uhr auf der Kur. hausterraffe oder im Konzerthaus Konzert der Kurkapelle; im 'ThtHtiarinsth* nfipith« R ?ffrr* SSnfrmner. Schließung vcn Metzgereien. Durch den Kreisausschuß des Kteifes Friedberg wurden nachstehende Metzgereien wegen Unzuverlässigkeit ihrer Inhaber geschlosien und den Inhabern der Gewerbebetrieb auf unbestimmte Zeit untersagt: 1. Metzgermeister Wilhelm Braun in Ober-Efchbach, 2. Metzger Nathan M ü l l e r in Bönstadt. 3. Metzger Karl Fuhr in Groß. Karben. In allen Fällen handelt es sich um unerlaubte Ausfuhr von Vieh oder Fleisch, in den Fällen 1 und 2 außerdem um heimliche Schlachtungen und Schleichhandel mit Fleisch nach Preußen. Den Metzgern Wilhlm Braun und Nathan Müller wurde außerdem der Handel mit Vieh untersagt und die Ausweiskarte eingezogen. Bad-Nauheim. (Unterhaltungen vom 5. bis 11. Mai 1918.) Täglich vormittags 814 Uhr Frühkonzerl in der Trinkkuranlage. Sonntag. 5. Mat. nachm, von 4—6 Uhr, abends von 8— 9% Uhr auf der Kurhausterrasie oder im Konzerthaus Konzert der Kurkapelle. Montag, 6.. Dienstag, 7. Mai. nachm, von 4^—6 Uhr» abends von 8— 9*A Ufn auf Mt Kurhausterrasie oder im Konzerthaus Konzert der Kurkapelle. Im Theatersaale Dienstag, 7. Mai, abends 8 Uhr: Zaubervorstellung Bellachini. Mittwoch, 8. Mai. nachmittags von 41L—6 Uhr, abends von 8— 9 S A Uhr Franffurt am Main. Infolge einer Explosion auf der Umformstation am Schillerplatz, die in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um VA Uhr stattfand, wurden dort schlimme Verwüstungen angerichtet und der ganze Trambahiwerkehr lahm- gelegt. Die Städtische Nachrichtenstelle teilt mit: „Infolge einer Explosion im Alkumulatorenraum der Umformstation am Schillerplatz ist der gesamte SLraßenbahnbetrieb unterbrochen. Die Maßnahmen zur Aufnahme eines beschränkten Betriebs sind tm Gange. Voraussichtlich wird es möglich sein, noch im Laufe des Tages den Betrieb in beschränktem Umfange auf den Hauptlinien wieder aufzunehmeir. Bei der Explosion ist niemand zu Schaden gekommen." Kirchliche Nachrichten. Sonntag Rogale, 5. Mai 1918. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 9 S A Uhr: Herr Pfarrer Die hl. Nachmittags 6 Uhr: Feierliche Uebergaöe des Luther- fensters. Mitwirkung des Kirchengesangvereins. Gottesdienst in der BurgArch«. Vormittag» 11 Uhr: Kindergottesdienst. Herr Pfarre* Diehl. Nachmittags 2 Uhr: Katechismuslehre für die weiblichß Jugend. Herr Pfarrer N i t t e r. Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach. 10 Uhr: Gottesdienst. Anschließend Katechismuslehre die Mädchen. m Katholische Gemeinde. 5. Sonntag nach Ostern: 5. Mas 1918. Veichtgelegenheit am Samstag von 5 Uhr an und Sonntagch früh von 6 Uhr. Ytl Uhr: Frühmesse. 8 Uhr: Hl. Messe. Gemeinsame hl. Kommunion der Jünglinge. YA9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 2 l A Uhr: Christenlehre und Rosenkranz Bruderschafts-Andacht mit Segen und Umgang. Abends 8 Uhr: Mai-Andacht mit Predigt und Segen. Während der Woche die Pfarrmesie um 7 Uhr. » Montag. Dienstag und Mittwoch Flurprozessionen an btt Eeorgskapelle und Bittamt. Nack, dem Hochamt Ausgabe von Büchern aus der Vorro- mäus-Vücherei. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ctto Hirsche!. Friedberg: für den Anzeigenteil' N. H e y n e r. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung*« A- G.. Fnedberg i H Landgräflich Hessische coucessionirte Landesbant Filiale Friedberg i. H. Vud Homburg V. d. H. Filiale Vad-Nauheim Bilanz per 31. Dezember 1917. Aktiva. Mark Pf. An Kasia-Konlo: Bestand .. 446728 86 » Wechsel-Konto: Bestand... 1408249 19 ^ Cffetten-Konto: 2000 zurückgekauste eigene Aktien al pari ohne Zins .... Mk. 857142.85 Diverse Effekten.. 929194.35 1786337 20 „ Konto-Korrent-Konto: Guthaben bei Banken und Bankiers . ..Mk. 4464503.19 Diverse Debitoren . ... 6811720.60 11276223 79 H Bürgschastsschuldner-Konto. 30111 — 100000 — „ Kupons-Konto: Bestand.. 32854 02 — 115 080504 1 06 I Passiva. Per Aktien-Kapital-Konto: 2000 Aktien Zl 250 Gulden . . . . Mk. 857142.85 1000 „ ä 1000 Mark . . . . „ 1000000.- „ Reservefonds-Konto: Bestand.. „ Spezial-Neservefonds-Konto: Bestand ........ „ Talonsteuer Reserve: Bestand ... . . . . „ Dividenden-Konto pr. 1915. „ Dividenden-Konto pr. 1916.. . „ Depositen-Ksnto: Auf Kündigung angelegt. „ Scheck-Konto: Depositen in lausender Rechnung. „ Konto-Korrent-Konto: Diverse Kreditoren....... „ Hastungskonlo. . . . „ Gewinn- und Verlust-Konto: Retto-Gew'mn .. Mark PS. 1857 142 85 159 615 81 185 000 — 7000 — 140 — 140 — 8116732 67 1421212 47 3147 722 27 30 m — 155 686 99 Soll Gewinn- und Verlust-Konto per 31. Dezember 1917. An Depositen Zinsen-Konto: Für bezahlte Zinsen „ Steuer-Konto: Bezahlte Steuern .... „ Unkosten-Konto: Gehalte, Spesen etc.. . . n Gervin» .. Mark 247 958 10 534 93915 155686 Pf. 48 24 18 99 Per Saldo-Vortrag. „ Wechsel-Konto: Ueberschrch . „ Zinsen-Konto: Desgleichen . „ Effekten-Konto: Desgleichen. „ Provisions-Konto: Desgleichen „ Kupons-Konto: Desgleichen. 1 15 080 504 1 08 Habe« Mark Pf. 44048 23 61722 02 338 918 93 19 375 21 40 742 72 3287 78 508 094| 8# i 508094/89 Die Dividende für 1917 gelangt mir 8% = Mk. 80— per Aktie gegen Einreichung des Dioidendenfcheines Nr. 13 sofort zur Auszahlung. Dad-Homburg v. d. H., den 30. April 1918 Der Vorstand. Holzversteigerung. Montag, den 6. Mai l. I., vormittags von 11 Uhr ob, kommt im G.memdewaid Nieder-Rosbach aus verschiedenen Distrikten nachstehendes Holz zur Versteigerung: 16 EichensLämme, 23—47 cm Durchm.. 4,8—12 m Länge — 12,41 Im Inhalt; 3 Kiefemstämme, L9—35 cm Durchm., 6—7 m Länge — 1,50 im Inhalt: 8 Lärchenstämme, 13—25 cm Durchm., 8—20 m Länge — 3,87 tm Inhalt; 41 Fichtenstämme, 12—25 cm Durchm, 10—21 m Länge — 14,41 im Inhalt; 21 Fichtenderbstangen — 1,28 fm Inhalt. Der Anfang ist im Distrikt Alterhee^wald. Nieder-Nosbach, den 3. Mai 1916. irohherzogl. Bürgermeisterei Nieder-Nosbach. Kitz. Rechmmaen in allen Formalen liefen »chnell und billig Anir »Sne«kil»i>g. dijl iiSaric i Mit m. BiiM t. GejchcistssteNe Franksurt a. M., Kronprinzensttatze 41. (Kronprinzenbau.) — Fernruf Römer 4268. Bürostunden Montag. Dienstag, Donnerstag, Freitag, nachmittags von 2—4 Uhr. — Geschäftsanzeigen ln diesem Raum msr für unsere Mitglieder; dieselben sind kostenlos, jedoch mutz bei Aufgabe der Anzeige auf die Mitgliedschaft hingewiesen werden. Eine frischmelkende gelernte Kuli zu verkaufen. Näheres bei Wilhelm Byrau, Holzhausen. Oberh. $ Is. Qualität llgensett garantiert rein, empfiehlt ölen I mg ! Herz Aaron, ' “. \5*uw«a i, L.. ^ Gut erhaltenes Uinuo von solider Konstruktion gegen Kasse zu kaufen «ejucht. Osi. unter i*\ T. 8. 56* an Rudolf Mosse, Franksurt a. M. Wohnung zu vermieten. Bingenheimer Mühle, ' ^Statton Reichelstzeiim Bettsedm- Eelegenheitskauf! 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Wölfersheim r « 9,0!cn - 1 B-i-llor.icrer. 7 1 ® ur 2 Depcschenboten. 1 Expedient, L e,fter ’ 6 Holser, 2 Kaisterer. 12 Kauf- Icutc 2 ttoche, 1 Kut ch-r. 15 Lagerverwalter. 1 Nachtwächter 1 Packer. 1 Pferdepfleae.. 1 Registrator! ^Schreiber 2 Spediteure, 1 Telephons. 7 Verkäufer 2 Achter 1 Zugabfertiqer. 1 Lageraufieher. 1 Zeichner- 2 Telephonistinnen. l> Stenotypistinnen lg Schrerbennnen 1 Buchhalterin. 2 Hausmädchen 1 Der. kauferin, i, Wa cherinnen. 1 Verwalterin für Molkerei 1 Sermerfraulein. 12 Fabrikarbeiterinnen, 6 Magaün- arbeiterinnen. 3 Putz,rauen, l Köchin. Nähere Auskunft erteilt die gilfebifnfiinrl&rfffüe frifbbfr? i. fj„ ß\iwtMraf]t 30 V, Zahnarzt Theo Dörsam Friedl Dörsam geb. Weber kriegsgetraut Friedberg i. H„ den 4. Mai 1918. ich für bald ' jüngere Beamte (Gehalt Mk. 80—160 pro Monat bei freier Station je nach gehabten Stellungen) auch Kriegsbeschädigte. Bewerbungen mit vollständigem Lebenslauf, Zeugnisabschriften, gewünschtem Gehalt, wann Eintritt möglich usw. Caatzuchtwirtschaft Pfrua-Baltersbach Oilwdler (Bezirk Trier). Smkkllkjijjiie Fmdtsers. Der Unterricht der Gewerblichen ft-oribildnnns^ chnle (Sandwerkerze,chenschule) beginnt iur die Leb» linge, die im ersten Lehrjahre stehen, am ^ Montag, den 6. Mai, 1 Uhr nachmittag- und der für die Lehrlinge im 2. und 3. Lehrjahre am Donnerstag, den 2. Mai, 1 Uhr nachmittags. Die Anmeldungen nimmt der Unterzeichnete Schul, lerter an den Tagen des Unterrichtsbeginns von 1 bis ^Uhr nachmittags entgegen. Bei der Aufnahme ist das ^chulabgangszeugnis und der Lehrvertrag oorzulegen. mindestens die zweitoberste Klaffe eine, * a * CIt ' können auf Aufnahme Schuljahr 3)05 ^"^"chlsgeld beträgt 12 Mark jür das Friedberg, den 18. April 1918. Für den Aufsichtsrat: Die Schulleitung r gez.: Haag, Gr. Baurat. gez.: Dlpl.-Ipg. S ch n e i d t, Gr. Hauptlehrer. 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