Kummer 103_ Freitag» den 3. Mai 1918 _ _ 11. Jahrgang. Die ..?'eue Taoeo,eituna" - cheint ,eden Werktag. Regelmäßige Beilagen „Dev Dauer aus Heller»", „Die Dpinnstube". Ke?«gspreis: Be: den Bo,tan,kalten oiec(eliälnI»cl> :Wt 2.40 tjin^u tritt noch bas Bestellgeld: e, een '^lnenten monatlich 85 Pjg. einschließlich Trägerlobn. Anzeigen: Grundierte 25 Psg^ totale 20 pig^ Anzeigen von auswun: aerüen D^nij Bo.rnachna me erhoben. E ulliinasori driedberg. Hchriftleitung und Vertag Uriedberp sHeisenj, ^anauerltrage 12. Fecn'pceher 48. Patj heck-Tonto Rc. 18,3. r-caaijurt a. M. ArtiUerieKämpfe im Weste». ....ZS - -"" ZZZ Z Z ." « Der deutsche Generalstad -- meldet: r W. T. Großes Zauplquartier, den S. Mai. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht und Deutscher Kronprinz. An den Schlachtfronten ist die Lage unverändert. Der Vrtilleriekampf war im Abschnitt des Kemmelberges gesteigert. Auch zwischen Somme und Lucebach, bei Montdidier, Lassigny ^md Noyon lebte er vielfach auf. Im übrigen blieb hier die Hefechtsjätigkeit auf Erkundungen beschränkt. Heeresgruppe Herzog Albrecht. An der lothringischen Front war die französische Artillerie in den Nachmittagsstunden rege. Kleinere Vorstöße des Fein- d« wurden abgewiesen. OsteT. Ukraine. Vor Cebastopol brechen wir feindlichen Widerfttnd. Die Ktadt wurde am 1. Mai kampflos von uns besetzt. Der Erste Seneralquartiermeister: Ludendorff. Abendbrricht. Berlin. 2. Mai, abends. (WTB. Amtlich.) Don den Kriegsschauplätzen nichts Neue». Der österreichische Generalstab ... meldet: - Wien, 2. Mai. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Nichts Neues. Der Chef des Eeueralstabe». Das türkische Hauptquartier - , meldet: - Konstantivopel» 1. Mai. (WTB.) Amtlicher Tagesbericht: Paläftinafront: Im Iordantale und östlich des Jordan entwickelten sich neue Kämpfe. Seit den frühen Morgenstunden des 30. April versuchte der Engländer mit starker Infanterie und Kavallerie einen Durchbruch auf Ost-Iordan-Land zu erzwingen. Alle'seine Angriffe scheiterten bis zur Stunde an dem tapferen Widerstand unserer Truppen, die ihre Stellungen restlos behaupten. Im Iordantal nach Norden vorgedrungene feindliche Kavallerie ist von uns zum Kampf gestellt. Auf den übrigen Fronten ist die Lage unverändert. 26000 Tonnen versenkt. Berlin, 1. Mai. (WTB. Amtlich.) Im westlichen Mittel, meer versenkte neuerdings ein U-Boot, Kommandant Kapitän- lemtnant Klafing, bei schwerem Wetter fünf Dampfer von zusammen etwa 26 000 Brutto-Registertonnen. Alle Dampfer waren gesichert, vier von ihnen tief beladen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Ein Truppentransportdampfer vermißt. Lugano, 1. Mai. Agenzia Amerikana meldet: Der Trup- xentransportdampfer „Eyllop" ist verschwunden. Torpedierung englischer Kriegsfahrzeuge. Hollandfch Nieuwsbureau meldet aus London: Die britische Korvette „Cowslip" ist am 25. April infolge Torp ie- rung gesunken. Fünf Offiziere und ein Matrose werden vermißt. An dem gleichen Tage wurde noch ein weiteres Torpedoboot versenkt. Ein Offizier und 12 Mann der Besatzung werden vermißt. 'S , Berlin. 1. Mai. (WTB.) Ueber die Aufnahme, welche die letzten englischen Angaben über den Stand der Schiffsraum-, frage drüben finden, gibt folgende Blutenlese aus englischen Zeitungen Aufschluß: „Economist" vom 28. März bezeichnet die von Eeddes miigeteUten Zahlen als ..unvollständig" und weit echt im prchjchtii — Sebastovol von uns belebt. — 26000 Tonnen versenkt. davon entfernt, die ganze Geschichte der Gewinne und Verluste zu geben. „Statist" vom 23. März schreibt: Eeddes jagt der Oeffentlichkeit nicht, was sie wissen will und deshalb ist das Gefühl des Mißbehagens nicht beseitigt. Wir trauen denen nicht, die uns mißtrauen. Wir glauben, daß unsere Behörde dann schlecht unterrichtet und für ihren Posten ungeeignet ist. „Journal os Commerce" vom 22. März wirst Eeddes vor, Ver- steckfpiel zu treiben. Die Art und Weise, worin die amtlichen Darstellungen die Schiffe aufzählen, muß einem die Frage aufdrängen, ob wir es hier mit Adookatenkniffea zu tun haben oder mit Staatsmännern. Unsere allmächtigen Gesetzgeber haben Angst, alle Tatsachen zu enthüllen. Cie setzen uns in jeder Beziehung Fragen vor, statt Tatsachen, und Ziffern statt Schiff«. Die „Times" vom 20. März fasten die gegenwärtige Lage in dem Satz zusammen, daß der vorhandene Schiffsraum weit hinter den Bedürfnisten der Nation zprückbleibt. Der Schiffsraummangel macht sich im Leben eines jeden von uns täglich und stündlich bemerkbar und die Lösung der Ausgabe wird täglich schwerer. Die Leute, die die Lage kennen, sind der Ueberzeugung, daß jeder Verzug die unglücklichsten Folgen haben kann. „Sunday Times" vom 17. März schließt: Unser Mangel an Schiffen erreichte den Eefahrpunkt, den unsere Versorgung erleidet, ja selbst unsere Eisenbahnen befinden sich bald in der kritischen Lage. Dieser Mangel stellt Me militärische Kraft des Verbandes ernstlich in Frage. Neue britische Sperrzone. Kopenhagen, 1. Mai. (WTB.) „Nationaltidende" meldet aus Kristiania: Das Ministerium des Aeußern teilt mit, daß eine neue britische Sperrzone in der Nordsee errichtet worden ist. Sie geht über 59 Grad 1 Minute 30 Sekunden nördlicher Breite, 4 Grad 49 Minuten östlicher Länge weiter über 59 Grad 29 Min. nördlicher Breite, 3 Grad 10 Min. östlicher Länge, 58 Grad 25 Min. nördlicher Breite, 0 Grad 50 Min. westlicher Länge, 59 Grad 20 Min. nördlicher Breite, 0 Grad 50 Min. westlicher Länge, 60 Grad 21 Min. nördlicher Breite, 3 Grad 10 Min. östlicher Länge, 60 Grad 00 Min. nördlicher Breite, 4 Grad 56 Min. östlicher Länge. Von dort wird das norwegische Hoheitsgebiet bis 59 Grad 12 Min. 30 Sek. nördlicher Breite, 4 Grad 49 Min. östlicher Länge gerechnet. Die Schlacht im Westen. Die Lage vor Ypern. Lugano, 1. Mai. Barzini legt in Depeschen aus dem ftan. zöfischen Hauptquartier dar, daß Ypern unter dem deutschen Bombardement längst seinen Wert als Eisenbahnknotenpunkt eingebüßt habe. Der Verlust des Kemmels habe die Widerstandsfähigkeit für Ypern stark beeinträchtigt. Um die große militärische Ueberlegenheit der Verbündeten darzutun, erzählt Barzini, daß der Kemmelberg von einem einzigen französischen Regiment gegen eine große Anzahl deutscher Divisionen verteidigt worden sei. Der Direktor des „Secolo" telegraphiert von der englischen Front, gewiß habe der Feind einige bemerkenswerte Vorteile errungen. Auf dem Wege nach Amiens aufgehalten, habe er gewisie Fortschritte auf dem Wege nach Ypern gemacht. Wo wird er morgen sein Heil versuchen? fragt der Berichterstatter. Man möchte an eine Schlacht bei Arras denken, vielleicht auch an eine durchgreifende Operation gegen Ypern. Auf alle Fälle ist das letzte Ziel der Deutschen, immer mehr gegen die Küste zu drücken. Inzwischen faßt der „Secolo"-Dircktor seine Eindrücke von der englischen Front dahin zusammen: „Soldaten, Soldaten, immer mehr Soldaten. Auf allen Straßen strömen immer neue ungezählte Mengen von deutschen Soldaten heran und auch Kanonen. Gern würde er mehr sagen, aber er dürfe nicht. Das Geheimnis des Erfolges liege eben in dem, was er nicht sagen dürfe, was aber die Leser erraten dürften. Alles bange von den Truppenmengen ab, die man den Regimentern des Feindes entgegenwerfen könne. General Foch halte feine Karten in der Hand und scheine nicht unzufrieden Die Kämpfe am 1. Mai. Berlin, 2. Mai. (WTB. Nichtamtlich).) Am 1. Mai steigerte sich von Mittag ab gegen die Front nördlich Dorf Kemmel bis westlich Dranoeter die feindliche Artillerie- tätigkeit erheblich. Erkannte Truppenbewegungen und Ansammlungen wurden unter wirksamstes deutsches Vernichtungsfeuer genommen. Die deutsche Führung hat die Initiative und die operative Armfreiheit. Ihr kann es gleichgiltig sein, ob die eigene Linie einiae hundert oder Iflttlllff I%lL „1 Stur; der ukrainische» Dada. tausend Meter rückwärts verlauft. Dagegen muss . 'ng. länder und Franzosen bei jedem dentsck-en Vorstoß n. die in fieberhafter Arbeit nengesch)affenen Stellungen wieder zu verlieren. Ihre Operationsarmee, die zum einheitückien, gewaltigen Gegenstoß bestimmt war. muß in lokalen Kämpfen sowohl in Flandern wie vor Amiens, an der Avre und an der Oise divisions- und baiaillonsweise verausgabt werden und verblutet. Damit ist schon jetzt die Fesselung der Hauptmasse der feindlichen Heere an einer von der deutschen Führung gewollten Front erreicht. Französische Stimmen über die Einnahme des Kemmelberges. Bern, 2. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Einnahme des Kemmelberges wird von der französischen Presse weiter besprochen. Die Blätter versuchen im allgemeinen die Bedeutung des Ereignisses durch den Hinweis darauf abzuschwächen, daß es den deutschen Truppen nickt gelungen k bei dem gleichzeitigen Angriff auf die Linien vor Aiiücn- größere Erfolge zu erzielen. „Petit Parisien" ist gegen diese Papiertaktik. Man dürfe das unglückselige Abenteuer in seiner Tragweite nicht herabsetzen. Die Höben, die der Feind jetzt angreife und größtenteils schon zu Fall gebracht habe, feien die letzte Barriere, die die Straße nach Dünkirchen versperrtem Ter Fall aller Höhen bis zum Catsberg würde die Stellung der englischen und belgischen Truppen an der Mer schwer gefährden. Der „Temps" meint, man müsse auf neue Angriffe auf diesem Abschnitt des Schlachtfeldes sich gefaßt machem Der ..Matin" schreibt: Tie Deutschen versuchen, den äußersten linken Flügel der englisch-französisck>en Armeen mit aller Gewalt zu sprengen« Die Deutschen haben es. Dank ihrere inneren Verbindungs- linien bisher immer fertig gebracht, sich die ziffermähige Ueberlegenheit zu sicherm Man muß hoffen, daß der Wider» stand der Ententetruppen sich zunehmend verstärkt. Das Ende der Kampfpause. Der „Temps" meldet: Die Kampfpause von Amiens ist vorüber. Im ganzen Kampfgebiet hat die Aufklärungsarbeit in großem Maße wieder begonnen. Wahrscheinlich werden dir Deutschen die Offensive wieder aufnehmen. Es hängt alles von den Reserven ab. Laut den „Basler Nachrichten" meldet Rcui-r aus W'fhi > ton' Der Wochenbericht des amerikanischen Kriegsamtes sagt, daß der Ausgang der gegenwärtigen Kampfhandlungen an der Westfront lediglich von der Frage der Reserven abhänge. Die Uebernohme der Ablösung von Einbeiten der Frontarmeen uns der sofortige Einsatz ausgebildeter Leute in die Feuerlinie sei die gebieterische Pflicht der Verbündeten. Außerdem müßlrn unverzüglich sehr bedeutende Bestände zur Auffüllung der entstandenen großen Lücken unter die Fahnen gerufen werden. In militärischen Verbandskreisen ist man der Ansicht, daß der Plan der feindlichen Heeresleitung dahin gehe, durch Umfassung die britische Front von Arras abzudrängen, alsdann Amiens zu nehmen und den Brückenkopf bei Ypern zum Verschwinden zu bringen. Franzosen an der gefahrdetsten Stelle. Der „Zürcher Anzeiger" meldet: Die englischen Trvppen find aus den Linien gegenüber dem Frontwinkel Langemarck— Zillebeke—Voormezeele, die durch den deutschen Druck stark gefährdet waren, ganz oder zum größten Teil herausgezogen. Französische und belgische Truppen haben sie ersetzt. Die bisher in Ruhestellung befindlichen Belgier wurden neuerdings mehr nach rechts verschoben, um an der Verteidigung des letzten Streifens ihres heimatlichen Bodens leilzunehmen. * > 67 300 Mann In einer Woche. Schweizer Grenze. 2. Mai. Nach Londoner Berichten enthält die englische Verlustliste für die dritte Aprilwoche die Namen von 67 300 Mann. , Kolonien und Dominions. -afel, 2. Mai. Der „Daily Telegraph" meldet: Die britischen Kolonien und die Dominions sollen im Laufe dieses Jahres nach dem Vorschlag des englischen Kriegsamtes 750 000 Mann Hilftruppen nach Europa bringen. Die Heranziehung bisher neutralen Schiffsraumes zur Durchführung der Trans, porte erscheint unabwendbar. Wie Beschießung von Katt». r ^nf, 2. Mai. Poincare und der Mitttärgouverneur von Parts besichttgten die Verheerungen, die die vorgestrige Fernbeschießung auf beiden Pariser Setneufern angertchtet hatte. Paris. 1. Mai. (MTV. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Das große Geschütz hat wieder die Gegend von Paris beschossen. Drei Frauen wurden leicht verwundet §1iu*? der Kirwer Uada. . Die „Frankfurter Zeitung" veröffentlicht folgendes Pnvattelegramm aus Berlin: Aus Kiew sind Nachrichten eingetroffen, daß sich in der Ukraine eine Staatsumwalzung vollzogen hat. Die Nada lst gestürzt worden von Bauerndeputierten, die aus dem ^ande nach Kiew gekommen sind. In Kiew haben sich zwischen den verschiedenen Richtungen Kämpfe abgespielt, bei denen sich die deutschen Militärorgane von jedem Eingriff ferngehalten haben. Die Bildung eines neuen Ministerium« ist im Gange und die an der Spitze der Bauerndeputierten stehenden Persönlichkeiten sind an den deutschen Botschafter herangetreten und haben ihm erklärt, daß auch sie den Frie- den von Brest-Lltowsk voll anerkennen und auf seinem Boden stehen.. Genauere Nachrichten über die Entwicklung der Dinge m Kiew und in der Ukraine liegen bis zur (Stunde nicht vor. Die aus Kiew gemeldeten Verhaftungen von Mit- fr f ?l eren . Radaregierung durch die deutschen Militärbehörden sind wieder aufgehoben worden. Die Ver- hchteten sind wieder entlassen worden. Die augenblick- uchen Vorgänge bei dem Sturz der Radaregierung stehen rn keinerlei Zuscwimenhang mit den vorher erfolgten Verhaftungen. Deirtlcher Reichstag. Iw c. ®*& un 0 hatte sich noch mit der Vorlage des Urbeltskammergesetzes zu beschäftigen. Die Redner Aba. Brandes (U. Soz.). Abg. Nowicki (Pole) Giebel (L^z.) treten noch mit wesentlichen Verbesserungsvorschlägen an die Vorlage heran und wünschen vor allem die Ver. vrndung der Angestelltenausschiisse mit der Vorlage. Da- gegen wenden sich Abg. Kuckhosf (Ztr.) und Dr. M a r g u a r d t (natl.). Sadann wird die Vorlage an eine Kommission von 28 Mitgliedern verwiesen. Es folgt die Mette Lesung des Haushaltes des Reichswirtschaftsamtes. Es wird beraten über allgemeine Fragen. Stillegung und Uebergangswirtschaft. wobei diese Fragen getrennt behandelt werden sollen. Berichterstatter des Ausschusses ist Avg. Hoch (Soz.). Abg. Dr. Mayer-Kaufbeuren (Ztt.) beschäftigt sich mit Fragen, der Uebergangswirtschaft. ebenso nach ihm Abg. Südekum. worauf die Weiterberatuna auf Freitag, 2 Uhr, vertagt wird. — Schluß 6 Uhr. Das gleiche Wahlrecht im preußischen Laadlag abgelehnt. Berl,«. Mal. (WTB. Nichtamtlich., Im «b- Ncoldnetenßaus wurde heute der.sozialdemokratische An. trag aus Wiederherstellung des 8 3 der Regiernngsoor- l-ge. der das gleich- Wahlrecht vorfleht, mit 235 gegen 183 Stimmen bei vier Stimmenthaltungen abgelchnt s 3 der Kommsistonsbejchliisic, der ein Mehrftimme»: Wurde in namentlicher Abstimmung mit 232 gegen 133 Stimmen, bei 2 Stimmenthaltungen angenommen. Der Sitzungsbericht. Dir zweite Beratung der Wahlrechtsvorlage wird sort. besetzt. Abg. Dr. R e w o I b t (Freikonj.): Die frühere und die setzige EtPktsregierung trägt die Verantwortung dafür, daß in der letzigen Zeit die Wahlrechtsvorlage eingebcacht werden mußte Unsere Kampfer an der Front werden einen Ekel empfinden '“'J“ erfahren, daß hier Reden gehalten werden, wie wir sie vom Abg. Hoffmann gehört hoben, der in Zwischenrufen als Va° r «a lmi> H°ch®srräter bezeichnet worden ist. Die Linie be- ruft sich auf die Zulage der Krone. Die Sozialdemokraten haben keinen Recht, dre Krone für sich in Anspruch zu nehmen W,r haben als Monarchisten ein Interests daran, daß der Trä- ger der Krone rn besierer Weife in di-,er Sache beraten wird als es nach unserer Auffastung bisher der Fall ist. Di- Reaie-' "f," Sant> l aa aUfB,en ’ 06et iä> warne davor, daß darüber hinaus e.n Druck auf die Wähler geübt wird. Freilich Im "m bei Snt ' d, l’ ^ but * eine Auflösung eine große polt. H"0orgerufcn werden würde. Wir Hallen die Auflösung und Neuwahlen während des Krieges für eine Ost°rb°tfchaft ist die Zusage gegeben worden daß der der Neuordnung des Wahlrechts auch die Wähler di- jetzt ,m Feld stehen, mitraten und mittun sollen. Die Regierung beruft sich auf di« Staatsnotwendigkeiten Fch kenne nur -,ne Staalsnotwcndigkeit, das ist die Erhaltung und Fori- sü daVd e^d""^^ Etaatswesens und wir sind nicht da. Vizepräsident des Staatsminifleriums Dr. Friedbera^ Was die Frage der Auflösung betrifft, so würde es auch bie S?e?‘mm ß für nicht im Interesse des Landes erachten wenn zur die Regierung überhaupt erst Stellung nach der dritten nehmen wird. (Hört. hört, und Zuruf- von ^n unkb- £& ia S u yT : ^ anMI > Inzwischen kann wohl -ine C 18 “ 10 noch möglich sein. Das hat ja fchon der Ministerpräsident angedeutet. Wir haben ein bestimmtes m ä Tp *?7* t J Ber0 * Ä Dalf - - ö * nB t-egt eben der große Uv. ^77' R-woldt hat seinen B-r-chmmgev Wer da« Pluralwahlrecht eine einzige Wahl zugrundegelegt. Ich be- dauere außerordentlich, das uns hier Erfahrungen fehlen. Ich mochte aber «mregen, daß einmal hier das Ex-mp-l mit dem Pluralwahlrecht gemacht werde. Dann würden seine jetzigen Anhänger vielleicht anders darüber denken. (Beifall links.) Abg. Kardorff (bei keiner Partei): Die Ausführungen, die ich zu machen habe, sind der Grund des Ausfcheiden, au, meiner Partei, an der ich mit allen Fasern meines Herzens ge- hangen habe Ich bin ein unbedingter Gegner des gleichen Wahlrechts Ich bin aber trotzdem bereit,- unter der Daraus- fetzung wirklicher Kauielen, auf den Boden des gleichen Wahl, rechts zu treten, weil ich es für unabwendbar halte. Ich erblicke meine Aufgabe darin, dem Lande in großer schwerer Zeit zu meinem Teile gute Dienste zu leisten. Abg. Dr. Otto- Eöttingen (natl.): Namens eines großen Teiles meiner Freunde erkläre ich. daß wir au, dem Boden d-s gleichen Wahlrechts stehen. Wir werden zu unserer Haltung insbesondere durch die königlich- Botschaft veranlaßt, die im Volke das Bewußtsein ausgelost hat. daß das, was der König will, rechtens ist. # ö m von der Osten (konf.): Die königliche Staats, regiecung trägt die Verantwortung dafür, daß wir in dieser Zeit, in der wir alle Schulter an Schulter zusammenstehen sollten. gezwungen sind, über eine Frage, die Meinungsverschieden- hetten hervorgerufen mußte, zu verhandeln. Unter meinen Parteigenossen wird als Ehrverletzung emp'unden. wenn unsere Partei in der ernsten Not des Vaterlandes von der Linken selbstsüchtige Motive unterstellt werden. Den Abg. von Kar- dorf bitte ich. zu bedenken, daß wir in einem konstitutionellen Staate leben. Der Iulierlaß ist durch das ministerielle Be- gleitungsstück des Ministerpräsidenten gedeckt, und wenn wir aus sachlichen Bedenken zu einer anderen Entscheidung kommen, so liegt darin keineswegs eine Verletzung der Ehrfurcht vor der Krone, sondern wir kolgen lediglich unseren verfassungsmäßigen Pflichten, auf die wir d toeldjem das gleiche Wahlrecht eingeführt werden soll. <.12 Abstimmung über den Antrag Braun ist eine nament- ttche. Der Antrag wird in namentlicher Abstimmung mit ff gegen 183 Stimmen bei 4 Stimmenthaltungen abge- Iefmt. (Abg. Adolf Hoffmann (U. Soz.) ruft: Feld- graue und Munitionsarbeiter hört!) Dagegen stimmten gesch ossen die Konservativen mit Ausnahme des Abg. Wallbaum, dre Freikonservativen mit Ausnahme der Abgg. Bredt-Morburg, Arendt, v. Kardorff und Wagner, 33 Natlonalliberale, darunter die Abgg. Bartling, Beumer, Fuhrmann, Hirsch.Essen, Lohnmvn, Westermarm,rmd W Zentrumsrmrgrreor, darunter die slvgg. &rar Heurel- Dmmevsmark Frhr. v. L°e, Tyrf Spee, Lorenz. Pesi-r ufw. Vom Zentrum enthielten sich der Abstimmung die Abgg. Frchen. Underberg und Bönisch Alle anderen Parteien stimmten geschlossen für den sozialdemokratischen Abstimmung Über § 3 der Kommissionsbe- fr&luffe über das Mebrstrmmenwahlrecht ist ebenfalls eine namentliche. Der Paragraph wird mit 232 gegen 183 Stimmen bei 2 Stimmenthaltungen angenommen. Hierauf wird die Weiterberatung auf Freitag, 11 Ubr vertagt. — Schluß y 2 5 Uhr. Die Kirferrrnften ans der Ukraine. Berlin. 2. Mai. (WTB. Amtlich.) Wie bereits bekannt, schlossen die Mittelmächte in den letzten Tagen mit der Regierung der Ukraine Verträge über die Lieferung von Getreide. Hülsenfruchten, Futtermitteln und Saaten, ferner über Eier und Schlachtvieh ab. Die von der ukrainischen Regierung und den Mittelmächten in der Ukraine für die Aufbringung und den Ab. transport geschaffene Organisation hat wie wir hören, die Ar- beiten bereits begonnen. Nach telegraphischen Meldungen aus Kiew sind in den letzten Tagen des April an den ukrainischen Versandplätzen etwa 2 Millionen Zentner Getreide und Futtermittel zur Verfügung der Mittelmächte gestellt worden. Nicht unerhebllche Mengen passierten bereits die Grenze. In den letzten Tagen sind etwa 1200 Waggons Lebensmittel aller Art über die sogenannte „Trockene Grenze" zu den Mittelmächten hereingekommen. Von den ersten Lieferungen wird mit Rücksicht auf die zur Zeit in Oesterreich bestehenden Ernährungsschwierigkeiten der größere Teil in Oesterreich belassen. Da die ungarische Ernte erheblich früher hereingebracht wird als die deutsche und somit Oesterreich-Ungarn schon in einigen Wochen sich selbst helfen kann, einigten sich die Mittelmächte untereinander dahin, die ersten Ankünfte zum größeren Teile Oesterreich. Ungarn zu überlassen, während dafür im Juni und Juli der größere Teil nach Deutschland kommt. Aber auch von den ersten Lieferungen sind bereits Sendungen über die Landesgrenze nach Deutschland unterwegs. Insbesondere werden die über das Schwarze Meer in Brarla eintreffenden Ladungen von Getreide und anderen Lebensmitteln bis auf weiteres ausschließlich Deutschland zugeführt werden. Inzwischen trafen in Braila bereits 30 000 Zentner Getreide ein. die mit der Eisenbahn nach Deutschland unterwegs sind. Es zeigt sich also, daß die von den Mittelmächten für die Versorgung aus der Ukraine getroffenen Einrichtungen anfangen zu arbeiten. Es ist zu hoffen, daß aus dieser Quelle bald größere Mengen Lebensmittel in Deutschland eintreffen. Ob diese Hoffnung erfüllt wird, hängt in erster Linie davon ab. wie die politischen Verhältnisse in der Ukraine sich gestalten, und ob es gelingt, die äußerst schwierigen Fragen der Finanzierung unserer Ankäufe und des Transpottes großer Warenmengen befriedigend zu lösen. In diesen Richtungen sind die möglichen Schritte bereits getan worden. ClöjnkNtcau drr KrikysvkrlSngkrer. Aussprüche de» jetzige» franzöflscheu MlnisterprSfidente«. ..fo kommt mit der Gedanke, daß von allen Mächten Frankreich die einzige ist. die. um nicht zu sagen, daß sie den Krieg wünscht, ihn doch ohne großes Bedauern sehen würde." (Aus dem Bericht des russischen Botschafters Graf Benckendorff an Safanow. vom 12725. Febr. 1913.) Wir haben eingewilligt, die Negierung zu übernehmen. den Krieg mit doppelter Anstrengung zu führen. (22. Oktober 1917.) Ich glaube nicht, daß die Gesellschaft der Nationen der noU wendige Abschluß des Krieges ist, weil ich dem Einttitt Deutsch, lands in die Gesellschaft der Nationen nicht zusttmmen werde. (November 1917.) Der erste Grundsatz ist der der Freiheit, der zweite der des Krieges mrd der, daß man dem Kriege alles opfern müsse, um den Triumph Frankreichs stcherzustellen. (9. März 1918.) Mein Wahlspruch ist: Ueberall. selbst in der inneren Pott, tik, führe ich Krieg — in der äußeren führe ich K»ieg . . . Ich fahre fort Krieg zu führen, und werde fortfahren bis zur letzten Viertelstunde, denn die letzte Viertelstunde wird uns gehören! (9. März 1918.) Ich bin entzückt? Die Engländer haben standgehalten urrd alles geht aufs beste! (Ende März 1918, während der Großen Schlacht in Frankreich.) nun greift Oesterreich in Italien nicht an? Diese Frage wird allenthalben gestellt. Auch im Haupt- ausschuß des Deutschen Reichstages haben der Sozialdemokrat Noske und der Fortschrittler Müller-Meiningen es fiir angezeigt erachtet, Oesterreich-Ungarn daran zu erinnern, daß es d Was heuWage a»ks ««gtdöiea wirb. ' Man schreibt der ^Wahrheit" aus Köln: Als langjähriger Leser Ihrer geschätzten Zeitung gestatte ich mir, Ihnen etwas über „Eusittn". das in den „Bildern vom Tage" laut Anlage in aufdringlicher Weife zur Stillung von vorzeittgem Hunger- und Ducstgefühl sowie für Raucher zur Tabaküberwindung angepriesen wird, zu berichten. Als starker Raucher, der unter der jetzigen Tabaknot sehr leidet, holte ich mir in der hiesigen Glocken-Apotheke das Wundermittel. Ich erhielt in schöner Papiervcrpackung mit vielen aufgedruckten Empfehlungen von Feldärzten usw. eine Blechdose (Größe einer Wichsschachtel) mit etwa 40—50 zementähnlichen, malvenduften, den Tabletten für M 2.75 und versuchte gleich. Hunger. Durst und Tabakverlangen damit zu stillen. Der widerliche Geschmack des Erzeugnisies sowie die negativen Ergebnisse veranlaßten mich aber bald, davon Abstand zu nehmen und zu bedauern, für das Geld keinen wirklichen Tabak, wenn auch in Apothekergaben. oder eine Pfanne Bratkartoffeln gekauft zu haben. Ich bin überzeugt, daß man mit einfachen sauren Karamellen, einer Zitronenscheibe oder einer Backpflaume oder Nordhauser Kautabak ganz andere, jedenfalls zufriedenstellendere Erfolge erzielt. Wie manchem mag die schöne Anzeige einen gründlichen Hereinsall gebracht haben. Der Doscndeckel ist mit der Anlage, wonach Dr. „Ehrlich" u. Leer. Berlin N 4. Hersteller sind, überklebt, und zeigt nach Entfernung des Aufgeklebten. daß sich vorher Goedeke u. Ec.. Chem Fabrik. Leipzig-Berlin 9t. 4, mit der Herstellung befaßt haben. Verkaufspreis M. 2.—. der Sprung von M. 2.— auf M. 2.75 ist wohl durch die neuen Anzeigen veranlaßt worden. Dabei dürfte der Inhalt einen Herstellungswert von 10 Pfg. höchstens haben. Die Sache grenzt meines Erachtens an den berüchtigten Dombastusrummel. Die Drotralion. In der Sitzung des Ernährungsbeirates des Reichstages, der am 26. April unter dem Vorsitz des Staatssekretärs v. Wal- dow tagte, wurde die Frage besprochen, ob am Schlüsse des Wirtschaftsjahres eine Kürzung der Brotration eintreten müsie. Rach eingehenden Referaten des Leiters der Reichsgetreidestelle. Unterstaatssekretärs von Gravenitz und des Unterstaatsstkre- tärs im Krlegsernährungsamt von Braun, der an den Wirt- fchaftsverhandlungen in Kiew bis in die letzten Tage teilgenommen hat, wurde Uebereinstimmung dahin erzielt, daß die Lage zurzeit noch ungeklärt ist. um eine so einschneidende Maßnahme zu beschließen, die sich möglicherweise später als unnötig erweisen könnte. Es toll daher abgewartet werden, wie sich die Abwicklung der Getreidezufubr aus der Ukraine in der nächsten Zeit vollzieht. Es find alle Vorkehrungen getroffen, um die von der Ukraine vertragsmäßig zugestcherten Getretdemengen. die ausreichen würden, um zusammen mit den eigenen Beständen der Retchsgetreidestelle unsere Brotversorgung in gleicher Höhe bis zum Schluffe des Erntejahres sicherzustellen, hereinzubringen. Einige Transporte sind bereits eingetcoffen: die Entwicklung in de« nächsten Wochen wird volle Klarheit bringen. Dem §e!de der Ehre. Frledbergh Dem Leutnant und Kompagnieführer N ö d i n g wurde daj^E'lferne Kreuz erster Klasse verliehen. Herzlichen Glückwunsch! Die Welthnngersnot. In ungewöhnlich düsteren Farben werden in der Wochenübersicht des dänischen Blattes „Finanstidende" vom 24. April die Aussichten der Nahrungsmittelverforgung der Welt geschildert. Es heißt dort: Das ehedem so reiche Europa ist ein Ar. menhaus geworden. Die Gefahr, auf die wir schon im November 1916 htnwiesen. daß der Getreidevorrat der Welt mehr und mehr schwindet, bis Hungersnot herrscht und den Krieg aufhält, ist immer nähergerückt. Die Ernte von 1916 war schlecht, die vcn 1917 nahezu eine Mißernte, aber die Ernte von 1918 kann noch nicht einmal mit dieser Bezeichnung versehen werden. Sie kann zu einer Katastrophe führen. Selbst wenn das Ergebnis in Indien und Australien normal fein sollte, karm das Getreide infolge des Unterseebootkrieges nicht nach Europa gebracht werden. Amerikas Landwirtschaft ist vom Untergänge bedroht, da die Arbeitskräfte fehlen, und es kann eine Frage werden, wieviel für die Ausfuhr übrig bleibt. Die Ernährungsvsrhältniffe in England, Frankreich und Italien sind bereits beunruhigend schlecht. In diesen Ländern schwächt die Offensive die landwirtschaftlichen Arbeiten, ja hemmt sie vielleicht ganz. Die russische Kornkammer scheint nahezu leer zu sein und kann im besten Falle nur Kleinigkeiten an ihre nächsten Nachbarn abgeben. In Finnland und Rußland geht bereits jetzt der Hungertod feinen stillen Gang. Das Saatgetreide wird aufgegeffen und im Laufe des Sommers stirbt die Bevölkerung aus. Europa hat sich durch den englischen Liberalismus in einen furchtbaren Hinterhalt locken lassen. Es hat sich auf die Kornproduktion ferner Länder verlassen und hat sich im Vertrauen darauf eingerichtet, daß es stets Lebensmittel von seinen Lieferanten erhalten kann. Es nützt nichts, sich in Illusionen hineinzuleben. Das reiche Europa ist ein Armenhaus geworden, und draußen ist die Rechtssicherheit nicht groß. Es ist nichts zu bekommen, außer was die Not den andern zwingt, uns für unsere Erzeug- p.iffe zu geben. Und selbst die Not kann nur geben, was ste hat. Ls ist deshalb am klügsten, daß auch wir den Leibriemen anspannen und uns in Lumpen kleiden, um nicht zu viel Mißgunst zu erregen. Die Hungersnot scheint das einzige zu sein, was uns den Weltfrieden bringen kann, aber welcher Jammer wird dieser Friede sein. Ein Hungerfrieden, wo wir froh sein können, wenn wir unser schwarzes dänisches Brot noch haben. Wir stehen mitten in der Welthungersnot, und die größte Vorsicht ist notwendig, damit wir uns die Not vom Leibe halten. i— - ---- — - Aus der Heimat. In Wucherer'. „Die Halsabschneider". „Denen soll mau die Fenster einschlagen", „Wartet nur. wenn einmal der verdammte Krieg aus ist, wolley wir mit den Burschen schon verhandeln!" und lauter so gemeine und aufreizende Gespräche. Dann erzählt wieder ein anderer: „Ich habe der Frau, als ich die Kartoffeln hatte, eine Mark weniger gegeben als ausgemacht"; wieder ein anderer sagt: „Ich habe zweimal zu Mittag umsonst gegessen!** und so geht das Gespräch fort. Einsender glaubt nun im In- tereffe der gerechten Sache, man sollte die Landwirte und Er. zeuger auf dieses Gebühren von solchen Menschen aufmerksam machen und denen, die somit Wohltaten mtt Undank belohnen, unter keinen Umständen was abgeben und verkaufen, damit sie einmal zu einer anderen Meinung kommen, denn solche Ausdrücke hat der Bauer gewiß nicht verdient. Aus Starkenburg. Darmstadt. Verschiedene Diebe und Einbrecher wurden gestern durch die Polizei verhaftet, darunter ein gewisser L. Schuchmann und sein Genoffe Allweier, die verschiedene Hasen- und Hühnerdiebstähle ausgeführt haben und denen auch der Einbruch im Postamt in Heppenheim zur Last gelegt wird; ferner der I. Feldmann aus Griesheim, der verdächtig ist, dafelb.' einen Geldbetrag von 500 Mark gestohlen zu haben. Groß-Umstadt. An den Pranger gehört die ca. 20 Jahre alte M. Knodt aus Groß-Umstadt, die dort bei einem Landwirt daselbst in Stellung war. im vorigen Frühjahr und Sommer 1917 sich nicht entblödet hat. mtt einem russischen, ebenfalls daselbst in Arbeit befindlichen Gefangenen fortgesetzt intimen Verkehr zu pflegen. Die Angeklagte wurde s. Z. durch einen Strafbefehl zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt, obwohl sie leugnete. Auf ihre Berufung hatte das Schöffengericht Eroß-Umstadt zu befinden und sprach die Angeklagte frei, da die alleinige Aussage des Gefangenen und eines weiteren russischen Kollegen von ihm za einer Verurteilung nicht ausreiche. Hiergegen hat nun der Staatsanwalt Berufung verfolgt, da weitere Belastungszeugen auftratrn. Die Sttafkammer verurteilte die Angeklagte zu einer Gefängnisfttafe von vier Wochen. In Rimbach l. O. hat sich der bekannte Arzt Dr. Geist aus unbekannten Gründen in einem kleinen Teich ertränkt. Aus Heffea-Nasiau. FC. Wiesbaden, 1. Mat. Auf der Station Sindlingen- Zeilsheim stiegen im Dezember v. Z. im letzten Augenblicks kurz vor Abgang des Fruhzuges nach Höchst in aller Eile zwei Männer mit einem Schließkorb in den Packwagen. Ein zur Arbeit fahrender Einwohner von Sindlingen, der ebenfalls den Packwagen noch schnell wegen Ueberfüllung des Zuges bestiegen hatte,, unterhielt sich bis nach Höchst mit den beiden Reifegenof- fen, auch über den Inhalt des Korbes. „Wir haben uns ein paar Kartoffeln gehamstert", erwiderten die Beiden. Auf feiner Arbeitsstätte in den Farbwerken angekommen, erfuhr der Arbeiter, daß feinem Bekannten, einem Landwirt aus Okriftel, in der vergangenen Nacht ein Schwein aus dem Stalle gestohlen und unweit davon abgeschlachtet worden war. Jetzt fielen dem Sindlinger die beiden Paffagiere mit dem schweren Schließkorb ein. Er meldete den Vorfall und beschrieb den einen Mtttetfen- den. Diese Beschreibung paßte auf den in den Farbwerken ebeW- falls arbeitenden Schlaffer Johann Rollen aus Frankfurt am Main, der auch am vorhergehenden Tage nicht auf feiner Arbeitsstätte gewesen war. Bei einer bei Rollen vorgenommenen Haussuchung wurde das noch warme Schwein aus Okriftel, dem ein Vorder- und zwei Hinterschicken fehlten, gefunden. Rollen hatte sich heute dieserhalb vor der Sttafkammer allein zu verantworten, da fein Begleiter der große Unbekannte war Der Diebstahl selbst konnte ihm nicht nachgewiesen werden, er wurde aber als Hehler angesehen und erhielt wegen Hehlerei eine Gefängnisstrafe von neun Monaten. FC. Vierstadt, 1. Mai. Der Schneidermeister Graf dahier wurde von feinem Fuhrwerk geschleudert, nachdem das Pferd des Magens scheu wurde und durchging. Er erlitt schwere Ver« letzungen an beiden Beinen. FC. Nüffelsheim. 1 . Mai. Um der Spatzenplage zu begegnen, beschloß die Gemeinde für jeden Spatz, alt oder jung, drei Pfennig zu vergüten. FC. Flörsheim. 1. Mai. Am letzten Sonntag wurde am Hellen Tage während des Hochamtes in einem Haufe der Hauptstraße eine Bettdecke gestohlen. Nachbarsleute sahen, wie der Dieb im Zimmer, gemütlich feine Zigarre rauchte, die Bettdecke über den Kopf schlug und das Haus verließ. Man ließ ihn ruhig Ziehen, in der Annahme, daß ihm die Decke gehöre oder er sie doch rechtmäßig erworben habe. Der Irrtum klärte sich bald auf. FC. Oberlahnftei«. 1 . Mai. Der hier neugegründete Milch- fchafzuchttrerein besitzt bereits 200 Tiere. FC. Aus Kurheffen, 1. Mai. Heftige Gewitter mit wolken- bruchartigem Regen gingen in der vorgestrigen Nacht in dem Merrathal zwischen Treffurt. Allendorf und dem Meißner nieder. Die Werra. Wohra und Frieda führen Hochwasser mit. Besonders schwer heimgesucht von dem Unwetter wurden die Dörfer Wiefenfeld und Sickerode. Die Feldfluren sind schwer mitgenommen. da die Waffermaffen die Ackerkrume mtt der Wintersaat und den frischgepslanzten Kartoffeln mit fortreißen. Auch in dem Dorfe Frieda hat das Hochwasser beträchtlichen Schaden angerichtet. Abenheim. Wir erhalten folgend« Zuschnft: Nr. 100 der „Neuen Tageszeitung" bringen Sie eine Notiz Wer meine Mühle (entnommen der „Frankfurter Volksstimme") die nicht der Wahrheit entspricht und diene Ihnen hiermit zur Berichtigung folgendes: Der Beamte der Neichsgetreidestelle hat festgestellt, daß 1017 Sack Roggen und Weizen (und nicht 5000) für die Firma Krupp in Essen gemahlen wurden, Der Weizen wurde von der Firma Krupp in Essen ab Station Essen geliefert und das Mehl nach dort zurückgefandt. Woher die Firma Krupp den Weizen bezogen hat, ist noch nicht festgestellt, nach Auslagen der Firma soll er ans okkupierten Gebieten stammen. Ebenso ist es unwahr, daß ich 3000 Zentner Grieß ans Weizen, der dem Kommunalvcrband gehörte, hcrgestellt und zu hohen Preisen verkauft haben soll. Sämtlicher mir vom Kom- nrunalverband überwiesene ' Weizen und Roggen wurde zu 94% ausgemahlen und das Fabrikat dem Kommunal- verband angedient. Gleichzeitig bemerke ich Urnen noch, daß ich kein Pfund Weizen gekauft, oder mir auf Schleich- wegen beschafft habe. Aus Rieder-Mörlen schreibt man uns: An alle Landwirts Oberhessens, besonders der Wetterau! Seit Januar, ganz besonders in den, letzten Monaten, wird der Schleichhandel mit Lebensmitteln, besonders mit Kartoffeln, sthr stark großtratter s aus dem Frankst,rter und dem angrenzenden preußischen Gebiet Homburg und dem Maintal betrieben. Im Gespräch und Verkehr mit den Bahnbeamten und Bediensteten ist man zur Ueber- -eugnng gelangt, daß von Stockheim Uber Nidda. Hungen, Eie. tzen. an den Bahnstationen der W-serbahn, sowie den dazwischen liegenden Nebenbahnen täglich S00 bis 400 Zentner Kartoffeln aus der Mstterau gebracht würden. Man würde es ja den Be- dürftigen, denen man es schon an den E-stcht-züg-n -nsieht, die auch nicht übermäßig ausgepackt haben, von Herzen gönnen, wenn sie dann nur in der Bahn ihre verbitterten und gehässigen Gespräche einstellen würden.. Einsender, der ln letzter Zeit mehrmals in der Bahn gefahren ist. sowie ander« Landwirte, mit denen er gesprochen hat. habe» die Wahrnehmung gemacht. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ottck daß solche Hamster, die östers einen ganzen Bahnwagcn -oll- H j r (* e l . Fciedberg; für den Anzeigenteil: R. Heyn er. lade», nichts weiter zu tun wisse», al, über die Erzeuger los- Fftedbecg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung", Offene Stellen: Hilfsdlenstpflichtige aller Berufe für besetztes Gebiet: 1 verdeiiateter Verwalter, 1 Melkerlehrling 3 Kutscher, 3 Fabritardeiler. 1 Arbeiterfamilie, 1 Knechtefamile, 3 Schreiner, 1 Hausdur.che. 1 Gutsschnued, 1 Heizer. 1 Bäcker, 2 Küchenmädcher^ 0 Hausmädchen, 3 Haushälterinnen. 1 Beiköchin, 1 Köchin. Stellensuchende: Mehrere Metterfamtlien und ledige Melker, 2 Melkerinnen in einen Siall, Fräulein für Büro. IllVyiV rV* (jv* ***** “ I zudonnern. Da fallen Ausdrücke wie „Die Dreckbauer«", ».Die ^ ,A. Gr, Kriedbera i A Wem nif imrrfj Licdc M mich»!,. Roman von Courthß-Mahler. Nachdruck verboten. „Ja, gottlob, der Schaden ist ganz geheilt, Lank Ihrer Hilfe." Mit einem etwas kühnen Blick sah er tief in ihre Augen hinein „Es wäre ja auch jammerschade gewesen um Liese schönen Augen," sagte er mit schmeichelnder Betonung. Daß er mit dieser Bemerkung ein wenig über die Grenze des Erlaubten gegangen war, wußte er sehr wohl. ' rf” f § ^r eln starkes Verlangen in ihm erwacht, dies uw q°swtte Beisammensein mit der schönen Fremden nach Kräften aurzunutzen. Und er gehörte zu den Männern, die von den Frauen verwohnt werden und deshalb jede Frau iur o" legbar halten. Al>er trotz seiner bestechend liebenswürdigen Weise nmtete sich sein schönes Gegenüber bei dieser Frage sofort m fto:} abwerscnder Haltung empor .Wünschen Sie die Unterhaltun z„ beenden?" fragte toütr"i U 7- on,cr,cnb ’ oIme Schärfe, aber ihn doch oeutl in leine Grenzen zurückweisend. Seine Stirn rötete sich jäh. ‘ r t rt ’ uutEIich, mein gnädiges Fräulein, wenn ^ es tun wurden. Beweisen Sie mir — ich wollte nichts als eine To.mrbe feststellen." nicht'walw? IT'!“']' 1 ' n ° mufi flon * unpersönlich bleiben. • t gewiß nacht. Laß ich bereuen soll. »n eine folcfy? gewilligt zu haben." Ganz erschrocken sah er sie an. ®°"das will ich ganz gewiß nicht. -Vittc. zurn-n Sie mir nickt." 2>er abweisende ?,na verschwand ans ihrem Gesicht. .,^ck will nicht, daß es soweit kommen soll, daß ich Ihnen zurn"n müßt-. Deshalb betone ich die Grenzen die zwischen uns inne glatten werden müssen. Lassen Sie uns Srfhrf T'r Me d"r Zufall zusammenge- lubrt bat und d-e ha, bereitwillig einige langweilige Stnn- L/" -Söffe Sie sind in,stand, den Standpunkt fäbr °n d?.' r* ^ r "If? finö ' Qf? -»'fällige Reiseqe- S ;. blt s'ch m knwer Zeit wieder völlig ans dem Ge- -ckidew- persönliche Note ist vollständig auszu- machte ein ganz zerknirscktes Gesicht. verze'iben."^"b mein gnädiges Fräulein, mir zu Sw lächelte nun wieder ein wenig. geschehen. Gehen wir darüber hinweg. Meine Lckrotfhelt darf Sie nicht befremden. Ich bin durch dleVerhaltnrsse gezwungen, allein zu reisen. Wenn Sie mir mcht einen vertrauenerweckenden Eindruck gemacht hätten Iwisck-n^ ^erlich zu einer Unterhaltung K, f ° ef0 ^ men - trotz des Eingriffs höherer Machte, ^ch traue Ihnen unbedingte Ritterlichkeit zu und nehme ohne weiteres an, daß es meinerseits keines Wortes reise^ nm @ic 5U erinnern, daß ich ohne Schutz Er richtete sich beschämt empor. «Mein gnädiges Fräulein, ich wäre untröstllch, wenn Me glauben wurden, daß Sie Ihre gute Meinung, für die rch Ihnen ergebenst danke, verbessern müßten. Sie sollen gewiß nicht mehr nötig haben, an meine Ritterlichkeit apvel- >eren zu müssen. Ich werde Ihnen ganz sicher keinen Anlaß mehr geben, mrr zürnen zu müssen." Sie nahm nun wieder eine zwanglosere Haltung an. “"L $°f„ ertfr ■}" wieder ganz friedlich und „ohne persönliche Note r aie innge Dame gewünscht hatte. . Hans Ullrich von Frankenau gefiel ihr sehr. Trotz seines kleinen Ausfalls aus persönliches Gebiet hielt sie ihn doch für einen Mann, der einer Dame nie zu nahe treten wiwde, wenn sie ihn nicht selbst dazu ermutigte. Daß sie das n,a)t tat, wiißte er nun, und nun konnte sie sich v->r- trauensvoll seiner Gesellschaft überlassen. ®" tereffe ’ n ,ein wännlich sympathisches »ff 1 171,1 dm festen prägnanten Zügen, die durch keinen deckt wurden und in denen sich Klugheit und &r ()afte cin 'nteressantes und sehr chlirakteriNisches Gesicht, das man nicht wieder vergaß wenn man einmal hinein geschaut hatte. Um seinen schmallippigen. ansdrncksvollen Mund spwste zuweilen ein leicht ?nrfaftiWv§ Lächeln, „nd von der aristokratischen Nase bis zu den Mundwinkeln It-f ein Z„g icr von einer leisen Übersättigung hätte reden können^ wenn seine Angen diesen Z„g nicht Lügen gestraft hätten. Diese Annen hatten etwas Suchendes, fast Sehnsüchtiges So blicken Menschen, denen das Leben, trotzdem es ibnen viel gesenkt bat. doch das Beste schuldig geblieben is, - die Erfüllung ihrer Ideale. Die junge Dame stellte fest, daß ihr Reisegefährte ein sehr interessanter junger Mann sei. Sie tarierte ibn richtig ans einen ehemaligen Offizier. Seine sicheren, eleganten Bewegungen verrieten eine gute Kinderstube, und die ganze Erscheinung hatte etwas Vornehmes. Aristokratisches in, besten Sinn dos Wortes. In, Lauf der Unterhaltung verriet Hans Ullrich von Frankenau, daß er von einer Weltreise ziirück'ehrte. und es erwies sich, dost auch die junge Dame schon ein gutes Stück Welt kennen gelernt hatte. So konnten sie über inanen L.rt ihre Meinungen anstanschen. und er merkte daß sie mn kluges und sicheres Urteil hatte über das, was sie ge- sehen hatte. w eS il,m kf,T ,eii ' bnfi eT n * seinem Jfeileaiel mit ScknellzngSgelckwindlcikeit näherte. Er hätte rHr/f-j 31 ’ 1 "^" fcWnüen mögen, denn sie erschienen ihm so köstlich wie nicht viele, die er erlebt hatte. Aber die Wnsten Stunden entschwinden gewöhnlich am schnellsten. Das hat wobl schon jeder an sich selbst erfabren Und unerbittlich rückte Hans Ullrich von Frankenaus Reise- ziel heran. Als sich der Zug der zweiten großen Station, einer mittelgroßen Provinzstadt, so weit genähert batte, daß die Turme derselben sichtbar wurden, erhob er sich mit einem Hefen Seufzer, nahm seine Reisetasche aus dem Gepäcknetz und zog seinen Ueberrock an. „Leider — leider muß ich nun auf eine Forstenuna wnferer Unterhaltung verzichten, da ich sogleich mein Reife- f°ben werde, mein gnädiges Fräulein. Ich hoffe Sie betrachten dies „leider" nicht als eine Abweichung nach der p-rfonlichen Richtung," sagte er mit einem Lächeln, das ihn sehr liebenswürdig erscheinen ließ. Es zuckte leise um ihren reizenden Mund wie leichte Schelmerei. „Wir scheinen beide dasselbe Reiseziel zu haben," sagte sie, ohne weiter auf seine Bemerkung ein- zu gehen. Er blickte entschieden freudig überrascht auf. . -. ^igen auch an der nächsten Station aus?" _ Sie junge Dame ihm gegenüber neigte das Haupt. „So ist es," sagte sie ruhig und erhob sich ebenfalls, um sich fertig zu macken. Sie zog einen Schleier über ihr Gesicht und wollte eine kleine lederne Handtasche aus dem Gepäcknetz nehnien. Aber ec kani ihr zuvor und stellte die Taiche auf den Sitz. Und nun standen sie sich, als der Zug in die große .! Bahnhofshalle einfuhr, noch ein Weilchen aufrecht gegen- über, zwei stolze, schlanke Gestalten. Ihre Augen hafteten ineinander. In denen der jungen Dame g'.änzten ganz eigenartige goldene Lichter, als seien Sonnenfunken darin gelangen, lind die stahlblauen Augen Hans Ullrich von Frankenaus sahen in das Gesicht der jungen Dame, als hätte er brennend gern etwas gesagt, was wieder das pp'Mnliche Gebiet gestreift hätte. Aber er preßte die Lippen zusammen als gaoe er sich Mühe, sich diese Worte nicht entwisären zu lassen. Nun hielt der Zug. Hans Ullrich ergriff nidjt nur feine Reisetasche, sondern auch die der jungen Dame Sie wollte im wehren, aber er sagte ruhig und bestimmt:' „Sw müssen mir \dyon gestatten. Ihnen beim Aus- steigen behilflich zu sein." Ta ließ sie ihn gewähren. Er sprang zuerst aus dem Zug, stellte die Taschen auf dem Bahnsteig nieder und half ihr beim Anssteigen. Sie rief einen Gepäckträger an, gab ihm ihre Hand- lasche und den Gepäcksck-ein und sagte ihm einige Worte. Hans Ulli ich wartete, bis sie sich ihm wieder zinvandte. „Kann ich Ihnen noch irgendwie zu Diensten sein. meine Gnädigste?" Sie dankte ruhig und bestimmt. „Ich bedarf Ihrer Hilfe nicht." Er zog den Hut und verbeugte sich. Und seine Angen senkten sich mit einem intensiven Aufleuchten noch einmal rn die ihren. „So gestatten Sie mir, mich zn verabschieden, mei« gnädiges Fräulein. Ich werde die Stunden, die ich in ^hrer Gesellschaft verleben durfte, nie vergessen und werbt daraus hoffen, daß uns der Zufall ein Wiedersehen beschert. Ich würde mich sehr freuen — sehr." sagte er mit Nachdruck. Emen Augenblick ruhten die beiden Angenpaare irr einander. Auch die Angen der jungen Dame leuchteten auf. „Wie es das Schicksal will. Leben Sie wohl." Damit neigte sie das Haupt und wandte sich zu dem Kofserträger, der sie noch etwas fragte. __ Fortsetzung folgt. im Haushalte: Stoff-Farben in größter Auswahl. Drogerie AdolfSchmidt Frledberg i. S., Kai er'traße 7. Kelranntinnchnng. Käsevorlcauf*. 3n den Geschäften von: ff SÄ 1 ? Fr. «Banner e, Mörschel I. SM. 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Mai und 1 nachmittags von " " " 29. „ j 2-5 Uhr i ^ t _° Itetl ^Uter sck uppen (Bahnhofstraße) Friedberg. Kleineres oder mittleres Gut — |u J auf f n 0ber pachten gesucht. Angebote un.er F. A. 1972 an Allgemeioe Anzeigen- eselllchaft m. b. H.. Berlin W. 9, ^öudapeilerstr. 6. Braves ßlun sofortigen Eintritt gesucht. Frau Abr. Stern ^ ^ Friedberg, Kaiserstraße 51. Worte der Anerkennung werden uns oft über die Jnserations- erfolge ausgesprochen, die selbst mit kleinen Anzeigen in der „Neuen Tageszeitung" erzielt werden. Wenn Cie irgend etwas anzubieten, zu verkaufen oder zu kaufen haben, so bedienen Cie sich vorteilhaft unseres Blattes. GkVklbkjijjüie Kikdiserg. _ Der Unterricht der G.-w-rblichen ft-ortbilvunnS schule lycindwerkerzeichensä ule) beginnt iür die Lehr lrnge, die im ersten Lehrjahre stehen, am Monlar, den 6. Mai. 1 Uhr nachmittags und der für die Lehrlinge im 2. und 3. Leh.sahre am Donnerstag, Sen 2. Mai, 1 Uhr nachmittags. Die Anmeldungen nimmt der Unterzeichnete Schul leiter an den Tagen des Unterrichtsbeginns von 1 bis ~ j , nai v rn *'tta:is entgegen. Bei der Aufnahme iit das ^chulabgangszeugnis und der Lehrvertraz vor^ulegen och'Er. die mindestens die zweitoberfte Klasse einer "Volksschule durchlaufen haben, können auf Ausnahme rechnen. Das Unterrichtsgeld beträgt 12 Mart iür das Schuljahr. ' Friedberg, den 18. April 1918. Für den '.'»„fstchtsrat: Die Schnllettnng: gez.: Haag, Gr. Baurat. gez.: Dipl.-Inq. Schneidt, Gr. Hauptlehrer. Ich kaufe Reisig mn B»ck..n, Eichen. Erlen, «Imcn. Wetben', Hsza 'lung des Geldes an die Lieferanten übernehmen. Es ist dringende vaterländische Pflicht, datz alles Reisig geliefert wird. ^«gustKonrad, Hungen (Oberh.) Bestellter Aufkäufer für Oberheffev und onnreuzeude Gebiete. Zungwehr 608 Friedberg. Sonntag, den 8. Mal 1918. p inkttich 8 Uhr morgens Antreten am Geratchaus der städtische» Feuerwehr Feuerwehrübung. töolflecfmn EGeil. 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