Dummer 98 Samstag, den 27. April 1918 11. Jaljrga^ g. Die .»Lleue Tagesreitung" rjchemt hinzu tritt noch das Bestellgeld; bei den erhoben. jeden W-rltaq. Negelmätzig« Beilagen „Der Sauer aus Hessen". ..Ai« KptnnssnI.-". K.Mg-prei«: Bei Sen Poltanltalten mer,el,al,rli» MI. 2.4» Agenten manalli» 85 Pjg. einichlietzlich Tiäge-lohn. Anreisen: Giundietle 25 Pfg.. lolale 20 Pig, «ni-ig-n von auswatts werden durch PdNnachnaiim« Eiiüllungsorl ^riedberg. SchriNIeitnng und Aerlas ^riedberq jheiseni. „anaueritratz- 1L H-in>precher 14. Paitjgeck.Ldntd »Ir. 4S59. .'lut Uran Hurt g, M. _ Gtoi und Dranoeter genoMmen. — Elm, 9000 Gefangene am Kemmel und an der Komme. Vergebliche Gegenangriffe. — 17000 Tonnen versenkt. — Deutschland und Holland. E, --——■ - J ———— .— —rrz * Der deutsche Generalstak = meldet: ===» W. T. K. Großes Karrplquartier, dezr 26. April. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Der Nngriss der Armee des Generals Sixt von Armin gegen den Kemmel führte zu vollem Erfolge. Der Kemmel. die weit in die flandrische Ebene blickende Höhe, ist inunse- r e m B e s i tz. Nach starker artilleristischer Feuerwirkung brach die Infan- terie der Generale Sieger und v. Eberhard gestern zum Sturm vor. Französische Divisionen, im Rahmen englischer Truppen mit der Verteidigung des Kemmel betraut, und die bei Wytschacte und Dranoeter anschließenden Engländer wurden aus ihren Stellungen geworfen. Die großen Sprengtrichter von St. Eloi und der Ort selbst wurden genommen. Die zahlreichen in dem Kampfgelände gelegenen Betonhäuser und ausgebauten Gehöfte wurden erobert. Preußische und bayerische Truppen erstürmten Dorf und Berg Kemmel. Unter dem Schutz der trotz schwierigen Geländes heranblei- Lenden Artillerie stieß die Infanterie an vielen Stellen bis zum Kemmelbach vor. Wir nahmen Dranoeter und die Höhen nordwestlich von Vleugelhoek. Schlachtgeschwader griffen die mit Fahrzeugen und Kolonnen stark belebten rückwärtigen Straßen des Feindes mit großem Erfolge an. Als Beute des gestrigen Kampftages sind mehr als 6500 Gefangene, in der Mehrzahl Jranzcsen, unter den Gefangenen ein englischer und ein sranzö- stscher Regimentskommandeur gemeldet. Südlich von der Somme konnte Villers Dretonneux. in das wir eingedrungen waren, vor feindlichem Gegenangriff nicht gehalten werden. Weitere starke Gegenangriffe scheiterten hart östlich vom Dorfe und an dem dem Feinde entrissenen Wald und Dorf Hangard. Die Eefangenenzahl aus diesem Kampfabschnitt hat sich auf 2100 erhöht. Zwischen Avre und Oise außer zeitweilig auflebendem Feuer nichts von Bedeutung. Auf dem Westufcr der Mosel stürmten sächsische Kompagnien französische Gräben und drangen in Regnieville ein. Nach Erfüllung ihrer Aufgaben kehrten sie mit Gefangenen in ihre Listen zurück. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeifter: Ludendorff. Abendbericht. Berlin, 26. April, abends (WTB. Amtlich.) Gegenan- grif'e des Feindes gegen den Kemmel und im Kampfgebiet südlich von Villers-Bretoneux sind unter schweren Verlusten ge. scheitert. Der österreichische Generalstak == ===== = meidet: =.- - Wien, 26. April. (WTV.l Amtlich wird verlantbart: An der Südwestfront keine besonderen Ereignisse. Der Chef des Generalstabe». Ereignisse zur See. In der Nacht vom 22. zum 23. April stieß eine Abteilung unserer Zerstörer in die Cüdadria gegen bic^ Otranto-Straße vor. Im Feuergefecht mit gegnerischen leichten Streitkrästen wurde ein feindlicher Zerstörer stark beschädigt. Unsere Einheiten kehrten ohne Verluste mrd Beschädigungen zurück. Flottenkommando. * Wien, 26. April. (WB.) Aus dem Kriegspressequartier wird genießet: Unsere leichten Seestreitkräfte hatten in letzter Zeit wiederholt Vorstöße gegen die Straße von Otranto unternommen, hierbei jedoch weder Tampferverkehr noch Bewachungsfcchrzeuge wahrgenommen. Bei der durch Teile der Torpedoflotille durchgeführten Erkundung in der Nacht auf den 23. April wurden im Vorfelde von Valona feindliche Torpedobootszerstörer gesichtet und angegriffen. Nach kurzem Artilleriegefecht, bei dem gute Einschläge beobachtet werden konnten, griffen überlegene feindliche, aus Herr alarnrierten Häfen kommende Einheiten in den Kampf. Ta der Zweck des Vorstoßes, den Verkehr in der Straße zu beunruhigen und die feindlichen Kriegshäfen, in deren unmittelbarer Nähe sich das Gefecht abfpielte, zu alarmieren, erreicht war, wurde das Gefecht abgebrochen. Ein feindlicher Zerstörer blieb mit schweren Beschädigungen liegen, ein anderer hatte nach Valona abgedreht. Die eigenen Einheiten erlitten weder Verluste noch Beschädigungen. Das türkische Hauptquartier — meldet: ===== Konstantinopel, 25. April. (MTV.) Amtlicher Tagesbericht. Palästlnafrout: Stellenweise lebhafteres Artilleriefeller. Kaukasusfront: In der Nähe ven Kars nehmen unsere Bewegungen weiter einen günstigen Verlauf. An der Küste sind unsere Truppen über Ozurgeti hinaus im Vormarsch gegen die Eisenbahnlinie Kutais-Vatum. Sonst keine bedeutenden Ereignisse. Konstantinopel, 26. April. (WB. Amtlich) Generalstabsbericht. Palästinafront: Rege Patrouillentätigkeit an der ganzen Front. Vorfühlende englische Kavalliere und Panzerkraftwagen wurden am Jordan abgewiesen. Kaukasusfront: Auf ihrem Vormarsch nordwestlich von Ofurgaty schlugen unsere Truppen starke feindliche Banden in die Flucht. Sonst nichts von Bedeutung. Die Tanchbootmeldnng. Verl!«. 25. April. (WTB. Amtlich.) An der Westküste Englands nvurden von unseren U - Booten wiederum 17 000 Brutto-Registertonnen vernichtet. Unter den versenkten Schiffen waren ein tiefbeladener 5000-Vruttoregistertonnen-Dampfer und ein ebenfalls tiefbeladener Tankdampfer von 1000 Brutto- registertonnen. Der Chef des Admiralstat» der Wann,. Berlin, 25. April. (WTB.) Nach Berichten französischer Blätter ist der französische Dampfer „Marc", 1000 Tonnen groß, von einem deutschen Unterseeboot versenkt worden. Der Angriff ans Zeekriigge. London. 25. April. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Nach den Erzählungen der Offiziere des Kreuzers „Vindictive" haben die englischen Schiffe, die den Angriff auf Zeebrügge ausführten, sich der Küste unter dem Schutz von Rauchwolken genähert. Diese dehnten sich von Zeebrügge bis Ostende aus. Dadurch wurden die Deutschen eine Zeit lang irre, geführt, aber sobald sie die englischen Schiffe entdeckten, begannen sie ein Bombardement, das sich, als die englischen Schiffe sichtbar wurden, zu einem unbeschreiblichen Arttllerieschnell- feuer steigerte. Von den Schifsslandungsbrücken, die an Bord des Kreuzers „Vindictive" mitgeführt wurden, konnten nur zwei gebraucht werden. Bei den Landungstruppen traten schwere Verluste durch das Granatfeuer ein. Es gelang einer Landnngsabteilung, auf einen Torpedobootszerstörer ungefähr 50 Handgranaten zu werfen, was eine heftige Explosion zur Folge hatte. Dagegen vermochten sie sich nicht den anderen Torpedobootszerstörern zu nähern. Die Landungstruppen hatten noch einen Angriff auf eine Landbatterie ausgeführt, aber über den Erfolg dieses Angriffes sei nichts berichtet worden. Bei der Rückkehr habe auf der „Vindictive" ein vollkommenes Chaos geherrscht. Das Deck war von Blut überströmt. Ueber- all lagen Tote und Verwundete. Mit äußerster Kaltblütigkeit gab der Kapitän der „Vindictive" seine Befehle trotz dem Kartätschenfeuer und brachte das Schiff sicher unter den Schutz neuer Rauchwolken. Zwei der ältesten Tauchboote brachten unter dem Viadukt von Zeebrügge zwei Tonnen Explosivstoffe zur Entladung, um die Entsendung von Verstärkungen von der Küste hcr zu verhindern. Die Schlacht im Weste«. Die neuen Angriffe vor Amiens. Berlin, 25. April. (WTB.) Um den Wald von Hangard wurde wechfelooll gekämpft. Der östliche Ansläufer des Höhen, zuges zwischen dem Wald von Hangard und dem Dorf Hangard siel schließlich in deutsche Sand. Damit war das Dorf umfaßt, so daß es konzentrisch unter Feuer genommen werden konnte. Di« Franzosen, die hier die Verteidigung hatten, schienen den in der letzten Zeit schon häufig heiß umkämpften Ort unter allen Um» ständen halten zu wollen. Jedenfalls war ihre Verteidigun§ erheblich zäher als die der Engländer auf dem nördlichen Teil des Gefechtsfeldes. Aber obwohl die" französische Führung di« ganz außergewöhnlich schweren Verluste nicht scheute, die ihre Infanterie in dem tiefliegenden und mit Feuer überschütteten Dorfe erleiden mußte, gelang es ihr dennoch nicht, durch krampfhaftes Festhalten an dieser Stelle die Schlappe der Engländer weiter nördlich wettzumachen. Zur Mittagftunde hellte da» Wetter ein wenig auf. Jetzt hatte man von den Beobachtungsstellen aus wenigstens so viel Uebersicht, daß man die Fortschritte der deutschen Truppen feststellen konnte. Hangard war von schwerstem Feuer zugedeckt und der darin versteckte Feind unschädlich gemacht. Roch am Abend des 21. wurde nach erbittertem Häuserkampf das stark besetzte Dorf genommen. Hier allein wurden 506 Gefangene gemacht. Starke wiederholte Gegenangriffe des Feindes gegen Dorf und Wald Hangard scheiterten blutigst. Lange Eefangenenkolonnen, hauptsächlich Engländer, wurden von dem Kampffekde abtransportiert. Weiter südlich von Hangard. westlich der Avre, gelang es den Deut, schen die Hohe nordwestlich Castel zu nehmen. Die blutige» Verluste des Feindes sind auf der ganzen Front sehr schwer.' Die in vorderster Linie befindlichen französischen und englischen Di- Visionen sowie die von rückwärts zu Gegenangriffen herangeführten frischen feindlichen Kräfte wurden teilweise schon i» der Bereitstellung von unserem zufammengesaßten Artillerie, und Maschinengewehrfeuer stark gelichtet. Von den englische« Truppen hatte hauptsächlich eine australische Division, die auch wieder im Brennpunkt der Kämpfe stand, sehr gelitten. Auch die Franzosen mußten infolge der englischen Schlappe aufs neue hohe Blvtopfer bringen. Berlin, 25. April. (WTB.) Am 21. April früh wurde voH den deutschen Truppen zwischen Warsusee, Abancourt und de» Luce ein geplanter Angriff ausgeführt. Die Artillerievorbereitung war kurz, aber von größter Heftigkeit und Wirkung. Si« begann kurz nach 1 Uhr 30 vormittags und deckte die feindlich« Artillerie, die anfangs zu erwidern versuchte, bald zu. Planmäßig um 7 Uhr trat die Infanterie auf die vordersten feindlichen Stellungen zum Sturm an, die sofort genommen wurden. Den Angriff begleiteten mehrere Sturmpanzerwagen-Abteilim« gen, die, mit der Infanterie vorgehend, die am stärksten aus- gebauten feindlichen Stützpunkte der ersten und zweiten LiniH mit Geschützen und Maschinengewehren niederkämpften. Aus der Richtung von Warfufee^Abancourt kam der Angriff sehr schnell über die erste englische Stellung hinweg, bis an den Ost. rand von Villers-Bretonneux. Hier leisteten die Engländer hartnäckigsten Widerstand. Die deutschen Sturmpanzerwage« unterstützen jedoch durch Bestreichen der Dorfstraßen und flankierenden Angriff vom Nord, und Südrand des Dorfes sehr wirksam die Infanterie. Besonders erbittert war der Kampf an der Bahn und am Kirchhof südlich des Ortes. Diche Punkt« versuchte der Engländer vergeblich zu halten. Unterdessen hatten weiter südlich, gleichfalls von Sturmpanzerwagen unterstützt, die deutschen Angriffstruppen von Marcelcave her die gegen das etwa 5 Kilometer entfernte Dorf Cachy sich hinzie- hende, lang gestreckte Ebene durchschritten und die erste und Zweite englische Linie überwunden Die rückwärtigen Verbindungen funktionierten gut. Co war es möglich, das Feuer der Artillerie mit Sicherheit zu leiten. Die Wirkung des deutsche« Artilleriefeuels zeigte sich auch bald in der ziemlich schwachen, zuweilen fast ganz aussetzenden Antwort der englischen Artillerie, vor allem aber in der erfreulichen Tatsache, daß die deutsche Infanterie trotz des weiten, offenen und schutzlosen Geländes keine größeren Verluste erlitt. > , Im Sturm genommen. Berlin. 26. April. (WTB.) Am 25. April setzte um 3.30 vormittags auf der Front beiderseits des Kemmel die Artillerie» Vorbereitung zum Angriffe ein. Schon gegen 7 Uhr vormittags trat die Infanterie aus ihren Stellungen zum Sturm an. Auf der ganzen Angriffsfront wurden die feindlichen Stellungen eingedrückt. Im Laufe des Vormittags war bereits die Ruine des Wirtshauses südlich St. Eloi-Berghe, das Dorf Kemmel genommen, sowie die Höhenlinie des Kemmel selbst überschritten. Weiter südlich wurde ebenfalls noch am Vormittag das Dorf Dranoetre erstürntt. Die Gegenwehr des Feindes war besonders nordwestlich Wytschaete in zahlreichen Betonunterstände« sehr^stark. Im Laufe des Nachmittags machte der Angriff auf der ganzen Front weitere Fortschritte. Unsere leichte und schiver« Artillerie folgte der Infanterie dichtauf, erleichterte ihr das Borwärtskommen und verminderte die Verluste. Im Lank« •'fa* Nacht wurden bet St. Elo ^zunächst Ae südlich d« Orte» liegenden großen Sprengtrichter in deutsche Hände -e-racht, dann der Ott selbst durch beiderseitige Umfassung erstRrmt. Hier wurde eine größere Anzahl Gefangener eingebracht. Auf dem Südteil des Angriffsabschnittes stellte sich der Gegner zum Gegenangriff bereit. Seine Ansammlungen tu Gegend Loere wurden sofort unter zusammengefaßtes Vernichtungsfeuer genommen, das den geplanten Angriff -erschlug. Im Laufe des Kampftages wurden mehr als 6500 Gefangene gemackt. Sie gehören drei franzöjMen und mehreren englischen Divisionen an. Die blutigen Verluste des Feindes, der unter allen Umständen die wichtigen Höhenstellungen -u halten versuchte, sind ungewöhnlich schwer. Die Eroberung des Kemmclberges Berlin, 26. April. (WTV.) Mit der Eroberung des Kem- melma'sivs und der beiderseits angrenzenden Stellungen des Feindes vom Kanal von Comines b's Ypern bis westlich Dra- nceter (vier Kilometer westlich Bailleul) hat die Armee des Generals Sixt von Armin einen neuen großen Erfolg errungen. Erst vor wenigen Tagen hatten in diesem Abschnitt die Franzosen am Kemmelberg, als dem wichtigsten der englischen Ver- teidigungsfront die arg mitgenommenen englischen Divisionen abgelöst. Zn einem schwungvollen Tagesbefehl hatte Sir Douglas Haig auf dieses Eingreifen der Bundesgenossen hingewiesen, um den gesunkenen Mut seiner Truppen zu heben. Auch diese Hoffnung auf Frankreichs Hilfe, die mehr und mehr von den Engländern in Anspruch genommen wird, hat sich als trügerisch erwiesen. Als in den Morgenstunden des 25. April noch kurzer, aber außerordentlich wirkungsvoller Artillerievorbereitung deutsche Truppen die steilen Hänge des Ke.nmelberges gewandt hinanstürmten, brach der Widerstand der Franzosen genau so schnell zusammen wie die"Verteidigung der Engländer östlich und weIrlich des Kemmel. Nordwestlich von Wyffchaete jedoch leistete der Engländer in Betonbauten, die zum Teil noch aus der Zeit vor der Wytfchaeteschlacht stammen, heftigen Widerstand. Er wurde in musterhaftem Zusammenarbeiten von Infanterie und Artillerie gebrochen. Drei starke feindliche Stellungen wurden hintereinander im Sturm genommen. Das Dorf Dranoeier fiel nach heftigem Kamvf den Bayern unter Führung Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Franz in die Hände. Im Dorfe wurde ein ftanzösifcher Bataillonskomman- drur und Hunderte von Franzosen und Engländern in buntem Gemach gefangen. Nicht weniger als drei französische und englische Divisionen wurden hier auf ganz schmalem Raume ein- eesetzt. Die Engländer machten aus ihrer Enttäuschung über me geringe Widerstandskraft der Franzosen kein Hehl. Die Franzosen andererseits sind nicht weniger erbittert darüber, daß sie überall für die Engländer die Kastanien aus dem Feuer h-len s-llen. Die deutschen Verluste sind auch hier wieder er- Neulich gering, obwohl der Kemmelberg den Feinden die Verteidigung außerordentlich erleichterte. Ein gefangener englischer Offizier mußte gestehen, auf dem Weg bis zur Sammelstelle nicht einen einzigen toten Deutschen gesehen zu haben. Deutsche Flieger griffen Reserven und die zurückilutenden Kolonnen des Feindes mit Maschinengewehren, Handgranaten und Bomben an. gefeit, tag mm ui drt«r Einigung gelangen totü unft tag keinerlei Arckch $u Beunruhigung besteht. Ohne die Schwierigkeiten zu Mterschätzen, die sich bei der Erneuerung des Wirtschaftsabkommens ergeben, erwartet man doch, daß das Abkommen in ein paar Wochen abgeschlossen werden wird. Die dänischen AMsien. Kopenhagen, 25. April. Die Folketingswahlen vom letzten Montag ergaben nach endgülttger Feststellung 71 Mandate der Regierungsparteien gegen 69 der Opposition. Die Regierungsparteien sehen sich aus 39 Sozialdemokraten 32 Radikaldemokraten zusammen, die Opposition aus 46 der gemäßigten Linken, 22 Mitgliedern der - konservativen Volkspartei und einem Abgeordneten der sogenannten „ENverbsliste", deren Programm vor allem gegen inner- politische Regierungsmaßnahmen wie Maximalpreise rwd ähnliches gerichtet ist. Demnach haben die Radikalinskis nur eiste sehr knappe Mehrheit im gelobten Lande der Demokratie erzielt. Deutscher Reichstag. Die Kefchie'miig von Natts. ^ Baftl, 26. April. Wie Zavas aus Paris nreldet, schlug kel der gestrigen Beschießung durch das Ferngeschütz eine Granate durch das Dach einer Mansarde im sechsten Stockwerk bis in das fünfte Stockwerk durch, wo sie explodierte. Sie richtete dort Schaden an und warf einen Teil des Daches auf die Straße. Eine junge Dame wurde schwer verletzt. Auch noch im nächsten Jahr. r . Wie „Jtalia" erfährt, erörterten die alltterten Kabinette die Frage eines neyen Winterfeldzuges. Lie gegenwärtige allgemeine Kriegslage lasse die Er^ rerchung der Kriegsziele der Entente in diesem Jahre nicht Ehr möglich erscheinen. Die Entscheidung darüber werde der Kriegsrat in Versailles bringen. Cik'e amerikanische Verlusttiste. -er ®, er f' 25 ’ blpnl- Die französischen Zeitungen ver- offentluhen die von General Pershing herausgegebenen ersten bis zum 11. April reichenden Verluste der ame- ri.amschen Truppen. Es wurden da aufgeführt: Gefallen rn der Scklacbt 182, durch Unglücksfälle getötet 163, an r 0eftorben 785 ' verloren auf See 237, getötet durch Gas-Selbstmord oder Hinrichtung 37. Im ganzen Todes- falle 1464. Dazu kommen 780 Verwundete, 22 Gefangene ^ 41 Vermißte. ' " " 3m Reichstag wurden am Donnerstag die Gcttänkesteuern besprochen. Reicksschahsikretär Gral R o e d e r n begründete die Vorlagen und wies darauf hin, daß jetzt ganze Arbeit gemacht werden müsse, damit bei der Neuordnung der Finanzen erneute Vorlagen vermieden werden können. Die Besteuerung der Weinkellervorräte bedeute eine indirekte Besitzstener. Abg. H e r o ' d (Zentr.) hatte gegen die Wetnsteuer keine Bedenken, bedauerte dagegen, daß das Branntweinmonopol eine große Zahl Selbständiger vernichten werde. Ein Ausbau der Vesitz- steuern werde sich nicht umgehen lassen. Abg. Müller- Rei. chenbach (Soz.) wandte ein, daß die Geträ'ckesteuern das Gastwirtsgewerbe schwer bedrängen werden Die Weinsteuer gehe zu weit. Abg. Dr. Vlunck (Fortschr.) meinte, die Vorliebe für Monopole habe sich unter der Herrschaft der Kriegsgesellschaften stark abgekühlt. Das Branntweinmonopol dürfe nicht vom agrarischen Standpunkt ° aus behandelt werden. Abgeordneter S ch u l e n b u r g (natl.) wünschte Schutz der kleinen Brennereien und hatte starke Bedenken gegen die Besteuerung der Mineralwässer, Limonaden und Obstweine. Abg. Dr. Roe- stcke (kons.): Eigentlich hätte man diese Finanzreform noch weiter verschieben sollen, bis wir übersehen können, welche Kriegsentschädigung wir erhalten. Beim Bier ist die Fabrikatsteuer der einzig mögliche Weg. Die schwächeren Existenzen müssen gegenüber den stärkeren mehr geschont werden. Man wendet sich gegen den Eingriff in die Gewerbefreiheit. Es gibt aber auch eine Grenze der Freiheit wie der Einschränkung. Die Landwirte sind es ja gewöhnt, an allen Ecken und Enden eingeengt zu werden. Es ist zwar unangenehm. Kaffee und Tee zu verteuern, aber diese Lasten sind zu ettragen. Wir haben uns an die Ersatzmittel gewöhnt, und viele Leute werden auch nach dem Kriege nur noch deutschen Tee ttinken. Der Wein war bisher ein noli me tangere. 20 Prozent Steuer sind außerordent- lich hoch, man sollte nicht über 10 Prozent gehen. Wir befinden uns in einer kritischen Lage. Wenn wir die Weinsteuer schwächen wollen, dann hält man uns vor. wir wollten den Wohlhabenden billige Getränke sichern. Sind wir aber für die Wein- steuer, so halten uns die Winzer vor, wir wollten nur die Pro- duktion des Ostens schützen. Schluß des Berichts X6 Uhr. Nralkßillhe Sichmnigtil im Mn. Auf ein von dem nationalliberalen Verband für West- Preußen an den Generalfeldmarschall von Hindenburg abgesandtes Telegramm ist folgende Drahtantwort einge- gangen: „Den nationalliberalen Verband für Westpreußen bitte ich versichert zu sein, daß ich nichts unterlassen werde, erne ausreichende strategische Sicherung unser Ostmark zu erwirken. Generalfeldmarschall v. H i n d e n b u r g. Deutjchlaud und Holland. Amsterdam, 25. April. (WB.) Der Berliner Korre- »Pondent von „Algemeen Handelsblad" erfährt von gut Llnterrichteter Seite, daß in den letzten Tagen zwischen der Mutschen und der niederländischen Negierung geführten Ver- s&cinblunQeu in Berlin die Ueberzeugung bervorgerufe« Kichnowskys Strafverfolgung. Berlin. 27. April. (WTB.) Das Herrenhaus hat heute beschlossen, dem Anträge des Ersten Staatsanwaltes beim Landgericht I Berlin auf Erteilung der Genehmigung zur strafrechtlichen Verfolgung des Mitgliedes des Herrenhauses Fürsten v. Lichnowsky stattzugeben. Ans der Heimat. Fttcdberg. (K r e i s s ct m m c l ft t (I c.) Nachdem im vergangenen Jahre durch die Sammeltätigkeit der Schuljugend große Menge an Altmaterialien. Obstkerne, Papier und Frauenhaare zusammengebracht worden sind und den zentralen Bewirt, schaftungsstcllen (Kricgsgefellschaften) zugeführt werden konnten, soll auch in diesem Jahre die Tätigkeit von neuem aufge- nommcn werden. Infolge der immer mehr zu Tage tretenden Knappheit der Rohstoffe drängt sich die Notwendigkeit auf. oben genannte Stoffe möglichst ausgiebig zu erfassen. Durch eine auf Veranlassung des stellvertr. Generalkommandos neu geschaffene Organisation sollen die Ergebnisse des Sammelns noch wesentlich gegen früher gesteigert werden. Zu diesem Zweck ist für den Kreis Friedberg eine Krelssammelstelle eingerichtet worden, der zur Durchführung ihrer Aufgabe die vier Bezirkssammelstellen Friedberg. Bad-Nauheim, Butzbach und Vilbel unterstellt sind. Letzteren stad die benachbarten Orte als Ortssammelstellen zu- gewiesen. Träger der Sammeltätigkeit ist auch diesmal wieder die Schuljugend unter Leitung ihrer Lehrer. Zum Ansporn und zur Wachhaltung des Sammeleifers ist ein besonderes Prämien- system eingerichtet worden. Zunächst soll alles noch irgend Der- wendbare aus dem Haushalte der Eltern herausgeholt werden; in fremden Häusern famineln die Schulkinder auf Grund eines von der Schule ausgestellten Ausweises. Gesammelt werden besonders Frauenhaare, Zigarrenabschnitte, Eumini. Obstkerne, Kordel, Korke, alle Arten Metalle, Papier und Wildfrüchte. An alle Bewohner unseres Krises ergeht daher die dringende Bitte, unsere Schuljugend bei ihrer vaterländischen Arbeit bereitwilligst zu unterstützen und ihr dabei jede Förderung angedeihen zn^lassen. Wer das Kleinste gibt, erweist dem Vaterland einen Dienst! Viele Wenig geben ein Viel! Die behördliche AlttteldÄftelle fceftnbet sich in der Stadt- Cinfiaug " tt ** *«®»Ww r f*ttl9°lfe au* . eiusjreiwna ©o* Planen un *** * NHw-ch- rnkSmmßjmtJiß. halb 4Mr ge-ffneL"! Krieaerwchrmrmen verbunden. Mufikversi«. Die zehnte musikalische Andacht findet Do« »erstag. 2. Mai, abends 8J4 Uhr, i» der Stadttirche statt Ei« tritt frei, Programm 30 Pfg. OrlfrLcht«. Aus dem Kreise Gießen schreibt man unr foh 3«tfes. 2" unserem Kreis hat man eine amtliche Bekannt» machung erlassen durch die den Bürgermeistern zngemulet wir» 21 Fragen und Spalten über die AnbrmflSche von Oelfrüchte» zu beantworten. Man kommt bald um vor lauter Erhebung« und letzt rvrrd ernem auch noch «in- solche Arbeit zugemntetr Darüber herrscht nicht nur bei den Bürgermeistern sondern auch bei den Bauern die größte Erregung, denn man will damit nur wieder den Samenbau den Leuten vereleln. Zudem ist n.ar, ?“$ ^ Meinung, daß das Krcisamt gar kein Recht hätte, eine solche Bekanntmachung zu erlassen. Zst denn niemand da. de. hier Wandel schafft. an F 0- ® am M--N. 25. April. Die Kettenschiffahrt auf dem Main ist gegen das Vorjahr erheblich gestiegen. Di- Zahl der tm ersten Vierteljahr 1918 gefahrenen Kilometer beträgt 21211 (in der gleichen Zeit des Vorjahres 8910). Im Bergverkehr be. trug die der beförderten leeren Fahrzeuge 518 der belade, neu Fahrzeuge 267 (80) und der beförderten Güter -14 81b (13 491) Tonnen. Die Einnahmen an Schleppgebühren beliefen sich auf 92 944 Mark (28 608 Mark). Im Taloerkehr wur. den^l (9) leere und 14 (3) beladene Fahrzeuge mit 1607 (461) Tonnen Güter befördert. Die Einnahmen der Schleppgebühre« imj:T|ten Vierteljahr 1918 beliefen sich auf 94 209 Mark gegen 28 769 Mark in der gleichen Zeit des Vorjahres; sie sind demnack um 65 4-10 Mark gestiegen. ' AuS Starkenburg. Weiterstadt bei Darmstadt. Militärischer Zwane g e g e n d i e s ä u m i g e n M i l ch a b l i e s e r e r. In der hie. sigen Gemeinde wurde so wenig Milch abgeliefert, daß sich dir Landes-Milch- und Fettstelle veranlaßt gesehen hat, ein Probe, melren in den Stallungen zu veranstalten, was die Landwirte mit Gewalt verhindert haben. Die Landes-Milch- und Fettstell, sah sich daraufhin veranlaßt. 20 Mann Militär nach Weiterstadt zu senden und jedes Gehöft, worin die Melkungen vorgenom- men werden sollten, militärisch zu besetzen, worauf die Vornahme glatt vor sich ging. Die Kosten der militärischen Besetzung muß die Gemeinte tragen, außerdem werden die in Frage kommen, den Landwirte noch eme Strafe erhalten. Wir bringen diese« Fall deshalb zur öffentlichen Kenntnis, weil cs auch in de, Wetterau noch einige Gemeinden gibt, in denen sich die Land- nurte über die Psttchtabgabe der Milch hiuwegsetzen. Der FaV in Weiterstadt möge ihnen zur Warnung dienen. Kmc Darmstadt, 25. April. Der Hessische Landes- verem für Kriegerheimstätten hielt heute int Fürstenscuü raotec unter dem Vorsitz des Finanzmimsters Dr. Becker seine er-ste ordentliche Generalversaminlung ab, zu der auch der Großherzog mit Gefolge, der Statsminister Dr. v. Ewald, der Minister des Innern v. Hombergk, General v. Heyl, Oberkonststorialpräsident Nebel, die Provinzial- direktoren, Oberbürgermeister, Vertreter anderer Behörden Bauernvereine und Genossenschaften erschienen waren. Nach der Begrüßimg durch den Vorsitzenden hielt Geh. Ober- ocmnrt Prof. Hoffmann einen sehr lehrreichen Vortrag über die Errichtung von Kriegerheimstätten in Verbindung mit dem Klein-Wohnungsbau worauf Prof. Meißner über die von der Gemeinde Msselsheim in Verbindung nrit der dorttgen Arbeiterwohnhäuserkolonie teils ausgeführten, teils in Aussicht genommenen Kriegerheimstätten berichtete. Es folgten dann Mitteilungen des ersten Vorsitzenden über die bisherige erfreulicherweise sehr günstige Entwicklung des Vereins. Er konnte zunäckK feststellen, daß wiederholte Versuche durch Verhandlungen eine Vereinigung mit dem schon 20 Jahre bestehenden, das gleiche verfolgenden Ernst- Ludwigsverein, zur Errichtung billiger Wohnungen, zwecks geniemsamer einheitlicher Arbeit, keinen Erfolg batten. Aus dem eingehenden Bericht über die bestehende Organisation und die Errichtung von Siedelungsgenossenschaften geht hervor, daß dein Vereine etwa 7000 Mitglieder und Körperschaften angehoren. Die Jahresbeiträge sind auf etwa 28,000 gestiegen. Das im Jahr 1917 etwa 45,000 Mark betragende Vermögen ist im letzten Jahre durch Sttftungen und Anwendungen auf etwa 560,000 gesüegen, von denen über 500,000 Mark in Kriegsanleihe, der Rest auf Bankguthaben angelegt ist. Jahresrechnung und Bilanz wird gittgeheißen und dem Vorstand und Verwaltungsrat Entlastung erteilt. Die vorgelegten Wirtschafts- mrd Haus- halttrngspläne finden Genehmigung. Die vorgeschlagene Statutenänderung, welche eine Erhöhung der Zahl der Ver- waltungsmitglieder von 12 auf. 15 vorsieht wird gutgeheißer, und die Wahl alsbald vorgenommen. In der nun folgenden Allssprache sagt u. a. Oberkonsistorialpräsident Nebel die Mitwirkung und Unterstützmr^ der fritcljcnfaffen zu. Prof. Heusser Gießen spricht dann über die Tätigkeit der Vauvereine im Kreis Gießen in Bezug auf die Kriegerheim- stätten, worauf Provinzialdirektor Geheimrat Best Mainz die Bautätigkeit in Mainz und die Fortschritte rm Bau- Vereinswesen schildert, wobei er aus die dortige Wohnungsnot eingeht und darauf hinweist, daß es unsere Ehrenpflicht sei, unseren Kriegern geeignete Wohnstätten zu verschaffen. Riegerungsrat Dr. Kröhling Mainz verbreitet sich über die Bauverhältnisse im allgemeinen, worauf Geh. Oberbaurat Prof. Hoffmann es für eine falsche Auffassung hält, wenn man annehme, daß die geschlossene Bauweise billiger sei, wie die Herstellung von 1—2 Wohnungshäusern. Nach weiteren Ausführungen der Herren Oberkonsistorialpräsi« d^rt Nebel, Geheimrat Best und Anderer schließt der Vorsitzende mit Dankesworten und dem Hinweis die Versammlung, daß die jetzigen Erfolge im Westen uns zu der Hoff^ nung berechttgten, unsere tapferen Kämpfer werden baÄ zu uns zurückkehren, sodatz wir uns bereit halten müssen, als Dank für ihre Leistungen enffprechenb würdige Heimstätten zu bieten. Mit der Versammlung war eine hübsche Ausstellung von Plänen und. Zeichnungen aller Art für Kirchlich» Nachricht»«. So««lag Laatante, 28. April 1818. Gottesdienst in der Stadttirche. ^ Bor mittags 9X Uhr: Herrn Pfarrer Klebers**, Mbends 8K Uhr: Herr Direktor S ch o e l l. Gottesdienst in der Bnrgkirche. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst. Herr. Pfarrer Witter. Nachmittags 2 Uhr: Katechismuslehre für die männliche Jugeno. Herr Pfarrer Kleb erg er. Kollekte für das Krüppelheim in Nieder-Ramstadt. m 6t rt8eU Auuerdach. 18 Uhr. Gottesdienst. Anschließend KatechismG-lehre dt« Jünglinge. * . r Katholische Gemeinde i. Sonntag nach Ostern: 28. April 1918. BeichLgelegenheit am Samstag von 5 Uhr an und Sonntags früh von 6 Uhr. V s 7 Uhr: Frühmesse, 8 Uhr: MiliLäcgcttesdienst (Singmesse mit Predigt). Gemeinsame hl. Kommunion der Pfarrei. 1410 Uhr: Hochamt mit Predigt. MachmMag* ZK Uhr Armon-Seelen-Andacht. Danach Be> s«mnlu«tz des Mülter-Bereins. Um 4 Uhr: Verfamnilung des JünglingsvereÄs Abends 8 Uhr: Kriegs-Vitt-Andacht mit Segen. Während der Woche um *A7 Uhr und 7 Uhr hl. Messe. Freitag abends 8 Uhr: Kriegs-Andacht. Nach dem Hochantt Ausgabe von Büchern aus der Borr« ma'us-Bücherei. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!. Fnedberg; für den Anzeigenteil: N. Heyner. Friedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung", A G.. Frledbera i ^ Ltatt besondenen An2si§s. kleine Verlobung mit Fräulein Anni Madsen, Tochter des verstorbenen Kapitäns des Nordd. Lloyd Herrn Lorenz Madsen und seiner Frau Gemahlin Hedwig geb. Petersen m Hamburg, beehre ich mich anzuzeigen. Hermann Kleberger, Gerichts-Assessor Leutn. d, R u. Komp.-Führer I. M.-Q.-K. 4. kgl. sächs. Inf.-Rgt. Nr, 103 z. Zt. kdt. zum M.-G.-Waffenmelstorkursus, Spandau, V.. Berlin-Charlottenburg, April ißi8. Kantstr. 93, hochp. J Tieferschüttert und unerwartet erhielten mir die traurige Nachricht, dah unser lieber, guter, hoffnungsvoller Sohn, unser einziges Kind Richard Cötz Kanonier im Futz-Artitterie-Regrment 23 im Alter von 22 Jahren infolge seiner am 15. April erhaltenen schweren Verwundung am 10. d. Mt», in einem Feldlazarett verstorben ist. Reichelsheim (Wetterau), 26. April 1V1L. ~ 2n tiefem Schmerz: Heinrich Eötz und Frau Emma geb. Erle. Kekanntmachr»rig> Die zur Zeit im Umlauf befindlichen Seifeutarten verlieren Ende d. Mts. ihre Gültigkeit und sind am Montag, den 23. Apnl 1918 gegen neue Karten zu folgenden Zeiten umzutauschen: Bezirk LS. Museumsgebiiude, Haagstr. 18 • I. Stock. Bezirk I. Ln der Markthalle des Stadthauses. Nr. 1—150 von 8—9 Uhr, „ 151—300 „ 9—10 .. „ 301—450 „ 10-11 „ .. 451-000 .. 11—12 .. 601 u.höher „ 12-1 t Bezirk III. Schule in Fauerbach. Nr. 1—150 von _ 151 u. höher „ 8—9 Uhr. ö-io .. Berichtigung. Die in der Nummer 96 25. April) bekannt gegebenen der „Neuen Tageszeitung" (vom letzten Horzversteiaerungen in der Oberförsterei Konradsdorf finden am ISiensla^, «len *. Mai und Mittwoch, «Sen 8. Mai (nicht am v0. April und 1. Mai) statt. Holzverstngerung. Ln drm Gemeindewald Ober-No-bach, Distrikt Johannesheck. Jungerbnfch und Wasserdöll kommt fol ^endes Hol; zur Versteigerung : Montag, den 29. April 1918 50rmEichen-Scheiter. 17 rm Virken-Scheiter. 16 rm Kie ern- Schei er. 5 rm Vuchen-Knüppel, 113 rm Eichen-Knüppel, 23 rm Birten-Knüppel. 100 rm Kieiern-Knüvpel, 18 rm Fichten-Knüppel, 3000 Eichen-Wellen, 2200Kiefern-Wellen, 55 rm Buchen- und Eichen-Stöcke. Mittwoch, den 1. Mai 1918. 6 Buchen-Stämme von 30—49 cm Durchm. u. 6—7 m Länge 7 Eichen-Stämme von 37—40 cm Durchm. u J —11 m Länge 51 Ermen-Stamme von 19—33 cm Durchm. u. 6—12 m Läng? 7 Fichten-Stämme von24—31 cm Durchm. u. 17- 18 m Läng? 18 Lärchen-Stämme von 24—39 cm Durchm. u. 7—15 m Länge 13 Kiefern-Stämme von 24—34 cm Durchm. u. 5—14 m Länge In demselben Termine läßt Jacob Wilhelm Dieffenbach und ^udwig Becker von Ober-Rosbach mit versteigern: 2 Eichen-Stämme von 46 cm Durchm. und 10 m Länge 6 Fichten-Stämme von 87—40 cm Durchm. u. 16 m Länge 11 Fichten-Stämme von 18—27 cm Durchm. u. 16 m Länge Die Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung ist an beiden Tagen vormittags 9% Uhr vor dem Wald am Distritt Johannesheck. Ober-Rosbach, den 23. April 1918. Erosth. Bürgermeisterei Ober-Rosbach Dieffenbach. Nr. 1-150 151-300 301—450 451—645 von 8— 9 Uhr, 9— 10 „ 10-11 .. 11-12 .. Bezirk Ha. Museumsgebäude Lesezimmer im Erdgeschoß. Nr. 646-800 von 8—9 Uhr, .. 801-950 „ 8-10 „ „ 951—1100 „ 10—11 ,. „ 1101—1250 „ 11-12 „ 1251u.ho .er „ 12-1 Die vorstehende Zeiteinteilung ist genau einzuhatten. Die Marken für Mai. Juni und Juli der zurückzugebsnde» Ceisenkarten müssen mit abgeliefert werden. Friedbrrg, den 26. April 1918. Der Bürgermeister. 2. V.: Damm. Blusen Neuheiten in vornehmen Formen, riesiger Auswahl und sehr preiswert Fr.WfilSI 1 , Friedbsrg i. H. f iiüisiii 11 1\. smü m. Aktiva. Kassenbestand .... Guthaben bet der Bank Guthaben in laufender Rechnung. Geschäftsguthaben bet Genossenjchaften Mobilien. Darlehn gegen Schuldschein . Darlehn gegen Hypothek Wertpapiere, Kriegsanleihe . Ztnsenreste. Stückzinsen. lerthtm wirie 1. naan i.m.i. mmi t. GesckästssteNe Frankfurt a. M., Kronprinzenstratze 41. (Kronprinzenbau.) — Fernruf Kämer 420tt. sBÜrsstunden. Momag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, nachmittags »on 2—4 Uh,. — Gefchäftsanzeigen in diesem Raum nur für ' unsere Wttstteder; dieselben find kostenlos, jedoch mutz bei Aufgabe der Anzeige auf die Mitgliedschaft hingewtefen werden. Bruteier aus meiner langjährigen anerkannten Reinzucht des rebhuhnf. ttal. Huhne» hat abzugeben Htunuiltr liiertet# Okarben. Passiva. Reservefond .... Betriebsrücklage Geschäf sguthaben der Genossen Spareinlagen und Kartengelder Schuld bei der Bank Reingewinn .... Giroverbindlichkeiten . Mtigltederstano Anfang 191 Zugang in 1917 . Abgang in 1917 . Mitgttederstand Ende 1917 Gronau, den 25. April 1918. Mk. 5 370.— „ 15 896.83 „ 250— „ 8QÜ0.- 30 .— „ 11 927.- „ 106 984.— „ 49 0> 0.— „ 9 962 25 237.50 Wi. 201 0 S 7 .Ü 8 Mk. 3 200.50 2 805.12 1 770.- 185 074.12 7 800.— 1 007.34 Mk. 201657.08 56 2 2 56 w Gbzugeben Adolf Bausch# Nieder-Wöllstadt. Spar- und Darlehnskasse e. E. m. 11. H. Ioh. Philipp Diehl. Friedr. Adolf Wenzel. 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K is Illen, *£££*> Heute Samstag Abend 8 Uhr Sportvor§t031ung> Sonntag, 28. April T VorstcNnn^ci, T Nachm. 4 Uhr: Extra Fremden- und Familien-Vorsfeilung mit voUftändigem Abendprogramm. Besonders dem auswärtigen Publikum zu empfehlen, dasderAbendvorflellung nicht beiwohnen kann === Binder halbe Preise. --- — Abends 8 Uhr grosse volkstümliciie Vorsleüung. Sämtliches Künstlerperwnal. Alle Clowns uno Auguste. Es ladet ergebenst ein Die Direktion. Hlontaar Aheml W l~B»r Paradevorsteilung. Belr.: Den Feldschützendienft in der Stadt Friedberg. Kelrantttmachnng Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, datz die in 1917 in Pflicht genommenen Ehrenfeldschützen Landwirt Philipp Karl Rupp, „ Friedrich Schütz, „ Karl Waliher * Karl Lebeau * Otto Peirt „ Ernst Canstein Oekonomie-Aufseher Friedrich Erundmann. Oekonomie-Verwalter He nrich Hagenmeyer Flei'chbeschauer August Niaurer Profe or Dr. Karl Schmidt Direktor Dr L dwig AZinheim Eä tner Heinrich Schneider Stadloerordn. Karl Peter Ludwig » Loth E Heinrich Philippi „ Heinrich Thomas „ Peier Dietz und „ Jean Füller Ihren Dienst für das laufende Jahr wieder ausgenommen haben. Friedberg, den 24. April 1918 Der Bürgermeister. I. B.: Dam m. Kurhaus Bad-Nauheim. Dienstag-, den 30. April 8 Uhr, (Theater-Saal) UcdCI*-Abend JMarie Graienick, Bad-Nauheim—Leipzig Prof. J. Ci. Iflraczek, Brunn, am Klavier Lieder von Unger, Wöss, Brahms, Mraczek, Strauß. Karten: Mk. 8, 2, I, an der Kurhaus- und NMk-Nttjichmiiig fit Itifiilittj imis Itaigfpü. Sonntag, den 28. April 1918, nachmittags 3 Uhr findet in der Wirtschaft „Zum Deutschen Haus" am Bahnhof zu Friedberg lEllermeierj die statt. Iahres-Berfammlung Zu reger Teilnahme wird aufgefordert. Tagesordnung: Geschäftsbericht, Rechnungsablage, Entlastung des Vorstandes, Wahlen, Verschiedenes. Friedberg, den 14. April 1918. Der Vorsitzende: Falk. Kekanntmachnng. Sehwarze Hiermit werden alle Bäckermeister des Kreises Friedberg zwecks Gründung einer Ein- und Verkaufsgeno üen- schast zu einer am S. Mai, nachmittags SV- Uhr. im Hessischen Hof stattfind.nden Imprägnierte In allen Farben. Versammlung Mayer J. Hirsch höflichst eingeladen. Bei der großen Bedeutung, welche die Genossen- imaftsfrage heute für jeden Bäckermeister hat, ist es Pflicht jedes Kollegen, auf dieser Versammlung zu erscheinen. Auch Frauen, deren Männer im Felde stehen, sind herzlich willkommen. Das Referat über die Gründung einer Genossenschaft ubemehmen Kollegen von Darmstadt, Gießen u. Büdingen. Um zahlreichen Besuch wird dringend gebeten. priedderx dem Rathause gegenüber. Imi-Hi liejert fortwährend u d billigst K. See. Maffenhe.rn bet LLlb.?' Ke»klbkjiij>Ik KlkMg. Der Unterricht der Gewerblichen Fortbildungsschule (Handwerkerzeichenscl ule) beginnt für die Lehrlinge, die im ersten Lehrjahre stehen, am Montag, den 6. Mai, 1 Uhr nachmittags ,n & der für die Letztlinge im 2. und 3. Lehrjahre am Donnerstag, den 2* Mai, 1 Uhr nachmittags. Die Anmeldungen nimmt dstr Unterzeichnete Schulleiter an d?n Tagen des Unterrichtsbeginns von 1 bis 2 Uhr nachmittags entgegen. Bei der Aufnahme ist das Schulabgangszeugnis und der Lehrvertrag vorzulegen. Nur Schüler, die mindestens die zweitoberste Klaffe einer Volksschule durchlaufen haben, können auf Aufnahme rechnen. Das Unterrichtsgeld beträgt 12 Mark für das Schuljahr. Friedberg, den 18. April 1918. Für dcn Anfsichtsrat: Die Schulleitung: gez.: Haag, Gr. Vaurat. gez.: Dipl.-Ing. S ch n e id t, Gr. Hauptlehrer. reiuüllige Versteigerung. Seidenstoffe Sammle Stickereistoffe Kattune Heinrich i d. Emde, Friedberg. Kaiserstr. 125. Montag, den 29. April, vormittags von l9 Uhr A versteigere ich in Bad-Nauheim, Fürstenstraße 29. un Auftrag der Konrad Mörler 3. Eheleute Erben das zur Landwirtschaft und Krttscherei gehörige Inventar gegen Barzahlung: 2 Landauer nebst 4 besonderen Räder für Gummibereifung, 1 Halbvcrdeck, 1 Oekonomicwagen, f Schlitten mit Geläute, 3 zweispänrttge und , emivü,irrige Ehaisengeschirre (3 davon silber- ^ Säemaschine, 1 DZckwrrrzmühle, 3 WMW, l Grupper, 1 Häckselmaschine, f ^anchefas;, Ernteleitern, -Tuch und -Seiler, 1 efegmühle, 1 ^rettetrwage usw. Versteigerung bestimmt Nmr Anfertigung eigener Garderobe nach dem Schnittmuster- Album „Eh und fertig für Alle“. Erspart in der Kriegszeit viel Geld. Erprobt, gut und billig. Nur 15 Mark. Anmeldungen jede Woche bei L. ßaar, Friedberg. Haagitcatze 14, 1 Tr.'ppe. Ich kaufe alte Blßylß S i gestrickte Kleidungsstücke, die aafeetragen und nicht mehr zu reparieren sind. Dieses im allgemeinen Interesse, um die nötigen Ausbesserungen an weniger schadhaften Kleidungsstücken noch vornehmen zu können. Fr. Weber, Friedbergi H. 1 Heuwender (Gabelwender), noch neu, billig zu verkaufen. Schuch, Pfandmeister u. Auktionator. Jrir&ritfi Karl &o|t, * 11 ^ 41101 ^ 0 «. Bad Salzhausen. Die Kurzett beginnt am Mittwoch, den 1. Mak d. Is., von da ab ist das Badehans und Znhalav torium von 8—12 und von 2—6 Nhr geöffnet. Bad Salzhausen, den 25. April 1918. Grsßls. ßqftfbirfküon stad Salrljanlkn. Oberhtjjijlhk Krafifnttemerke G. m. b. §«, Friedberg (Hessen) Betriebseröffnung: Mittwoch, den 1. Mai 19l8. Es werden für dauernde Beschäftigung noch weiter angenommen: 29 männliche Arbeiter 29 weibliche Arbeiter. Anmeldungen nächsten Montag und Dienstag! auf dem Büro, Hoipitalstraße. Die Direktion. Wagener aSchlötel Frankfurt a. M. 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