U mmner 0L , > Kreilag, den LS. April IS 18 _ ____ i L ^a^gans. Die .,r'ene Tnnesreitnny" erichemt irden Wertlaz. Regelmäßige Beilagen „Der Kauer aus Hessen", „Zie Spinnssube". Ke?«gspreis: Bei den Postanitalten merlellährltch Mk. 2.4(2 hinzu tritt noch das Bestellgeld; dei den Agenten monatlich 85 Psg. einschliehlich Trägerlohn. Anzeigen: Grunv^eile 25 Psg., lokale 20 Psg^ Anzeigen von auswärts nerven durch BoinachnahmL erhoben. EluiiUunasori Fetedberq. Schriftleitunq und Verlag vriedberg (Hesseni, ^anauerstraße 12. Fern« pre her 4S. Ps tj heL-Lsnto ‘iir. tS>9. -l ut Tcnijuct a. M. EngMchcr Ruckttlg vor Uperv. — Nördlich der Dys mehr als 2560 Gefangene. — Sieden Schiffe, darunter ein Trnp^entransportdampfer versenkt. — Glänzendes Ergebnis der achten Kriegsanleihe. ».. H —~ Der deutsche GrneraMab _ : meldet: =====• p. T. K. Großes Hauptquartier. den IS. April. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Der Feind überließ uns gestern große Teile des von ihm in monatelongem Ringen mit ungeheuren Opfern erkauften flau- drischcn Bodens. Dre Armee des Generals Sixt von Arnim «ahm, dem schrittweise weichenden Feinde scharf nachdränaend, Poelcapelle. Langemark und Zonnebeke und warf den Feind bis hinter den Steen-Bach zurück. Südlich vom Blankaart-See hemmte ein feindlicher Gegenstoß unser Vorwärtsdrängen. Nördlich von der Lys geuannen wir unter starkem Feuerschutz Boden und säuberten einige Maschinengewehrnester. Die Kämpfe der letzten Tage brachten mehr als 2500 Gefangene, einige Geschütze und zahlreiche Maschinengewehre. An der Schlachlfront zu beiden Seiten der Somme nahm der zeitu e.lig auflebende Feuerkampf bei Moreuil und Montdidier größere Stärke an. Auf dem Ostufer der Maas hatten kleinere Unternehmungen bei Orncs und Watronville vollen Erfolg und brachten Gefangene ein. Nördlich von Flirey (zwischen Maas und Mosel) scheiterte ein starker französischer Vorstoß unter blutigen Verlusten. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neue« Der Erft« Generalquartiermeister: Ludeudorsf. Ak-eredlirrl cht. Berlin, 18. April, abends. (MTV. Amtlich) In Flandern und auf dem Schlachtfeld an der Lys ist die Lage unverändert. Nordn estlich von Moreuü brachen starte französische Angriffe blutig zusamme«. j| Der österreichische Gencrolstnb ?=== meldet: ===« Wien. 18. April. (51*123.) Amtlich wird verlautbart Zwischen dem Gardasee und der P'.ave lebhafter Artillerie- kampf und rege Feuertätigkeit In Albanien errang der Offi- zierslelloertreter A r r i g h i seinen 24. Luftsieg. Der Chef des Generalstabes. Sr^icr. 16. April. (?' '.P.l Generalstabsberichl. Mazedonische Front: Im Tal des oberen Skumbi vertrieben unsere Posten durch ihr .Feuer zwei französische Infanierie- abteilungen beiderseits der Straße Vitolia—Prilep. Lebhafte Feuertät gkeit auf beiden Seiten. Oestlich des Wardar zersprengten wir eine verstürbe er.u'-,che Patrouille Im Struma- tal setzten sich lebhafte Erl '.fechte fori in den Ebenen vor den Stellungen bis in die vorgerückten Nachtstunden. Im Dorfe Prcfenik nahrnen unsere Lauheiten einen Offizier und acht nicht verioundete Engländer sowie 20 Schwerverwuudete gefangen und erbeuteten m-chrere Maschinengewehre, Bomben- werfer. eine große Anzahl Gewch,: und anderes Kri >'oalr'.ial. Auf beiden Seilen des Mardar lebhafte Lufttätigkeit bei dem Feinde , Dcbrudfchafront: Waffenstillstand Konstantinopel, 16. April. (WTB.) Tagesbericht. Rege Patrouillentättgkeit an der Palästinafront. Unsere klber Batum hinaus längs der Eisenbahn verfolgenden Truppen haben die Gegend 20 Kilometer nordöstlich von Batum erreicht, i Sonst nichts Nettes. ! «, * Konstantinopel, 17. April. (WTB.) Tagesbericht. Kaukafusfront: Unsere Truppen nähern sich planmäßig Kars. An der Küste besetzte unsere Kavallerie Tschuruk Su (Koublety). Die Verfolgung wird fortgesetzt. Soweit bis jetzt feftgestellt werden konnte, nahmen unsere Vesatzungstruppen in Batum von feindlichen und fremden Elementen, welche die Festung verteidigten, 600 Mann in Offiziersuniform und 2500 Mann m Mannschaftsbekleidung gefangen. Unter denselben befand sich der Festungskommandant, viele hohe Stabsoffiziere, 25 Geschütze verschiedensten Kalibers, Lokomotiven, mehrere Waggons, Automobile. Viele Nachrtchtenmittei und Verpflegungsvorräte wurden erbeutet An der Poläftinafront wurden feindliche Etkunoungsabtcilungen abgewiesen. Aus den übrigen Fronten ist die Lage unverändert. - $ Diilikirchkn M flifiiport nnlrr Um. Berlin. 18. April. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 17. auf den 18. April wurde Ostende von Cee aus beschossen. Militärischer Schaden ist nicht entstanden. Unsere Torpedostreit- kräste nahmen am Morgen des 18. April feindliche Lager und Etapelplätze zwischen Dünkirchen und Nieuport mtt 600 Schutz unter Feuer. Der Chef des AdmiralftaH» der Mari«. Sieben Schiffe versenkt. Berlin. 17. April. (WTB Amtlich.) Im Sperrgebiet «m die Azoren wurden von einem unserer U-Boote in den letzten Wochen fünf Dampfer und zwei Segler versenkt. Hiervon waren bewaffnet der griechische Dampfer „Kithira" von 2240 Brutto- registertonnen und der französische Dampfer „Qued Sebou" von 1540 Bruttoregistertonnen. Auf dem letzten befanden sich 156 Soldaten. Die Geschütze, je eine 9 Zentimeter- und eine 7,5- Zentimeter-Kanone, wurden erbeutet. Die für unsere Feinde bestimmten Ladungen waren besonders wertvoll. Sie bestanden aus Palmöl, Palmkernen. Erdnüssen, Baumwolle, Gummi, Wachs, Eisen, Stahl. Das U-Doot brachte 27 Tonnen Gummi und 5 Tonnen Wachs für die deutsche Kriegswirtschaft in der Heimat mit. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * Tev Seekrieg. San Sebastian. 17. April. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Das Fischerboot „Nuestra Senora de Carmen" aus San Sebastian ist etwa neun Meilen von der Küste auf eine Mine gelaufen und gefunken. Die aus 12 Mann bestehende Besatzung ist verloren. Madrid, 17. April. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Das spanische Fahrzeug „Louise" ist torpediert worden. Drei Mann der Besatzung ertranken. Pie Schlacht im Westen. Berlin, 17. April. (MTB.) Mit der Eroberung von Lange- marck und Poelkapelle mußten die Engländer den Deutschen zwei Orte überlassen, die sie während der Flandernosfensive im Jahre 1917 unter den schwersten Verlusten und trotz vielfacher Ueberlegenheit an Zahl und Material erst nach wochcnlangen Kämp'en erobern kannten Poelkapelle besetzten die Engländer am 4. Oktober 1917 nach über zweimonatigen bluligen Kämpfen. Lloyd George ließ seinerzeit zur Eroberung von Poelkapelle Victoria läuten.- Ganz England feierte auf die Meldung des Marschalls Haig den Schlackttag des 4. Oktober als größten Sieg seit der Marneschlacht. Am 17. April 1918 mochten die deutschen Waffen diesen englischen Sieg zunichte. Bei der Erstürmung von Wytschaete wurden über 400 Mann, darunter 18 Offiziere, gefangen genommen. Die eingebrachte Beute beträgt vier Geschütze, darunter eins schwersten Kalibers, und eine große Anzahl Maschinengewehre. Der Feind leistete zunächst heftigen Widerstand. Auch hier warf ihn ein umfassender Angriff zurück, der ihn von den Höhen westlich und nordwestlich des Dorfes traf. Von 8 Uhr abends ab führten die Engländer drei starke Gegenstöße gegen die neu gewonnenen deutschen Stellungen. Sie wurden sämtlich unter hohen Feindverlusten abgewiesen. Desgleichen scheiterte ein Vorstoß zweier englischer Kompagnien zwischen Wytschaete und Wuloerghem. Bei der Erstürmung von Wytschaete schlossen sich die Eidlichen Nachbarlruppen dem Vorgehen an. Sie nah° men im kühnen Anlauf die Höhen nördlich vom Westausgang des Dorfes Wulverghem. Hierbei wurden über 300 Gefangene gemacht. Am gleichen Tage wurde der Engländer auch über de« DouvoBach zurückgeworfen, wo er unter schweren Verlusten vergeblich Widerstand geleistet hatte. In Vailleul leistete der Gegner überaus zähen Widerstand. Der Befehl de« Marfcballs Haig, keinen Schritt zurückzuweichen, sollte hier anscheinend mit aller Kraft befolgt werden. Mit der Erolurun- dcr Höhen östlich des Dorfes wurde die englische Stellung in de« Stadt selbst immer unhaltbarer, zumal mit Tagesanbruch die deutschen Truppen ihren Angriff gegen die Linie Lille-Cappe- lynde fortfctztcn. In den ersten Morgenstunden wurde der stark ausgebaute und zäh verteidigte Stützpunkt Cappelyude genonw men, wobei über 300 Gefangene zweier englischer Divisionen i% deutsche Hand fielen. Trotzdem versuchten die Engländer i« ihren zahlreichen Maschinengewehrnestern, die Stadt zu Halten- Don den aus Nordosten und Nordwesten eindringenden deutsche« Truppen wurden sie jedoch im Handgranatenkampf überwältigt. Im Anschluß an die Einnahme des wichtigen Vailleul, von den» nicht weniger als neun Chausseen nach allen Richtungen ausstrahlen, ging der Angriff auf der ganzen Front vorwärts. Die deutschen Regimenter stiegen von den Nordhängen der erstürmten Höhen herab und gewannen weiter Raum. Im ganzer» wurden bei der Eroberung von Vailleul 700 Gefangene gemacht. Die blutigen Verluste der Engländer find hier ganz besonder« schwer. In anerkennenswerter Tapferkeit opferten sie hie: im» «er wieder neu eingesetzte frische Kräfte. Ein blutiger Tag für den Feind. Berlin, 17. April. (WTB.) Am Mittag des 16. April wsn Meieren im umfassenden Angriff genommen. Nachmittags fetzten drei starke planmäßige französisch-englische Angriffe mit Tankunterstützung ein, um den Deutschen den in Richtung auf Caestre erkämpften Geländegewinn wieder zu entreißen. Knies außerordentlich schweren Verlusten, vor allem der massierten fran,zösischen Truppen, wurde der Angriff restlos abgewrefen. Auch weiter südlich richtete sich gegen unsere Stellungen beiderseits von Vieux Berquin 8.45 Ahr abends nach einstündiger Ar« Lillcrievcrbereitung ein starker feindlicher Angriff. Auch er brach int deutschen Artillerie- und Maschinengewchrfeuer blutig zusammen. Am selben Abend vetsuchte der Feind, nach Artillerie» Vorbereitung und unter Einsatz zahlreicher Schlachtflieger einer? Vorstoß gegen unsere Stellungen am Clarence-Fluß. Wählend dieser glatt abgeschlagen wurde, hielt unsere Artillerie eine« weiteren feindlichen Angriff gegen Locon durch Feuer nieder. Der 16. April ist für Engländer und Franzosen infolge ihrer oft wiederholten und stets vergeblichen Gegenangriffe ein besonders blutiger Tag. Das letzte Bollwerk Bnerns. Kaum ein anderer Nahkamps seil dem 21. Marz entriß dei». Engländern eine so ungeheure Zahl von Todesopfern als das furchtbare Gemetzel, das der Preisgabe von Vailleul voran» ging. Die ergänzenden Meldungen heben die erbitterte'*« Kämpfe um den Liller Berg und den Revelsberg hervor. Auch die bei Wytschaete und Meteren vernichteten Abteilungen zählte Haig zu seinen Elttetruppen, die er als die eiserne Gardo Bperns bezeichnele. Die Militärkritik setzt geringe Hoffnunge« auf das letzte Bollwerk Aperns, nämlich das stark befestigte Hü- gelmafsto Kemmel-Boeschepe Man erneuert die Mahnung a« Fcch, sich dort nicht zu verbeißen, sondern, den bei Arras und der» bei Albert drohenden Gefahren Rechnung tragend, rechtzeitig eine verläßliche neue Küstenverteidigung zu organisieren. Vergebliche feindliche Angriffe. Berlin, 15. April. Am Morgen des 17. April wurde ein erneuter starker feindlicher Angriff gegen Wytschaete im deutschen Abwehrfeuer erstickt. Auch später nach starker Artillerievorbereitung unternommene tiefgegliederte feindliche Angriffe hier und nordöstlich von Wulverghem brachen unter sehr starken Feindverlusten zusammen. Zwischen Bailleul und Morville. vor ollem südlich Merville, erreichte das femdliche Feuer tagsüber größte Heftigkeit. Ein deutsckier Vorstoß in die feindliche« Linien westlich Aketeren brachte 80 Gefangene ein. In der Nacht vom 17. zum 18. April machte der Feind auf der ganze« Front starke Feucrüberfälle gegen deutsche Gräben. Die Bah« nordwestlich von Amiens, das Gleisdreieck Longeau, sowie di« Bahi^slrecke Amiens—Ailly wurkien von de: deutschen Artilleri« ausgiebig beschossen. Frankreichs TadesbataiUone. Seit dem 21. März verwendet Großbritannien die Franzose» nach der Art, wie seinerzeit die Russen ihre Todesbataillon« einsetzten. Ueberall dort, wo der deutsche Augrijs die britiicheH Stellungen zu durchbrechen droht, müsse« französische Xmw&'l elnspringen. Nach eiligstem Antransport werden sie sofort kn dl« f Schlacht geworfen und vornehmlich zur Durchführung der <5* L genangriffe bestimmt Infolgedessen sind dte französischen Der- [ lüste besonders schwer. Der jüngste Einsatz französischer Trup- pen am Nordteil der englischen Front zum Gegenstoß gegen den vcn den Deutschen eroberten Ort Meteren hat tue Franzosen be- lenders hche blutige Opfer gekostet. Die Zerstörungen in Paris. Paris. 17. April. Der „Mann" berichtet, daß nach dem letzten deutschen Fliegerangriff das Bild der Zerstörung einzelner Stadtteile von Paris ein ähnliches gewesen sei wie seinerzeit von Verdun. Arras und Reims. Das „Journal" schreibt Die Unterstünde gegen Fliegergefahr seien nicht beleuchtet gewesen. Der durch die Fliegerangriffe und die Fernbejchießung in der Hauptstadt angerichtete Schaden sei sehr beträckttich. Voraus, sichtlich werde die Evakuierung von etwa 100 090 Kindern aufs Land erfolgen. Itnlienifche Ketrachtmrykn. Bern. ll>. April. (WTB.) Die italienischen Berichterstatter an der Westfront verheimlichen nicht, wie ernst die Lage der Verbündeten sei, umsomehr als sich die Pläne Hindenburgs noch nicht mit Bestimmtheit erkennen liefen. Im allgemeinen herrsche die Ansicht vor, daß das, was bis jetzt geschehen sei, nur als Auftakt zu dem großen Hauptstoß zu betrachten fei. Der Frontberichteistatter der ..Stampa" hebt hervor, daß die bis dahin am Nordflügel eingesetzten deutschen Reserven nicht so zahlreich siien. daß man daraus auf eine dort geplante entscheidende Aktion schließen könne Die deutsche Strategie der letzten Wochen erinnere an den plötzlichen Vorstoß Hindenburgs auf Warschau, der die russischen Reserven auf sich zog und den Sieg ln Masuren ermöglichte. Heute fei für die Deutschen auf der Westfront dank oer von ihnen besetzten inneren Linie eine rasch» und volle Ausnutzung ihrer Reserven möglich. Der militärische Mitarbeiter der „Stampa" führt im Leitartikel aus, man müsse den Gedanken ins Auge fassen, daß alle seitherigen Offensivstöße des Feindes einem genau vorher festgelegten Plane entsprechen. Leider erlaube die Lage bis heute nicht, anzunehmen, daß die Schlacht bei Armentieres ein Ersatz für das Manöver bei Amiens sei. Der Erfolg bei Amiens fei allerdings von größerer Tragweite als bei Armeniieres. wo nur der linke Flügel dos belgisch-englischen Heeres abgesprengt werden könnte. Nachdem t s den Deutschen gelungen sei. die inneren Flanken der Alliierten zu bedrohen, versuchen sie ese nun nach ihrer alten Taktik mit starken Pressionen auf die Flügel, wo es Fach noch nicht möglich war. die nötigen Reserven jeweils rechtzeitig hinzuwerfen. ohne die Einheit und Schlagkraft der ihm unterstell- ten Manör.criermasse zu gefährden. Die Lage sei heule derart, daß sie keine Stagnation zulasse. Auch die Alttierten fühlten sich tnzwychen auf dem Flügel und dem Zentrum so gefährdet, daß sie nicht strllstehen und sich keinesfalls auf eine einfache Verteidigung gewisser Stellungen beschränken könnten. TUTE TAUOUUUUA fKtbnm Lieber Baron BmimO - lch Sie von dem Posse» meines gemeinsame» ffU mmzmlnisterr in Gnaden enthebe, ernenne ich Sie gleichzeitig zum Minister meines Hauses und des Aeußeren, und betraue Sie mit dem Vorsitze in dem gemeinsamen Ministerrate. Zu- gleich übertrage ich Ihnen die Leitung meines gemeinsamen Finanzministeriums. Budapest, 16. 4. 1918. Karl m. p. Burian m. p. * Baratt Kurkatt a« Graf v. KerUkttg. Wien. 18. April. (WTB.) Drr Minister des Aeußern richtete an den Reichskanzler Grafen von Hertling folgende Depesche: Seine l u. k. apostolische Majestät, mein allergnädigster Herr, haben mich beute zum Minister seines Hauses und des Aeußeren zu ernennen geruht. Indem ich Euere Exzellenz in meiner neuen Eigenschaft wärmstens begrüß-, gebe ich der Bitte Ausdruck, daß Hochdüselben das Vertrauen und Entgegenkommen, deren mein Amtsvorgänger in so hohem Maße sich erfreuen durfte, auch meiner Person entgegenbringen mögen. Befestigung und Ausbau des altbewährten Bündnisses mit dem Deutschen Reiche bildeten seit jeher die Grundlage meines Denkens und Fühlens. Auf diese: unverrückbaren Grundlage auch fernerhin weiterzubauen, erachte ich als meine vornehmste Pflicht. So hoffe ich. daß es mir in treuem Einvernehmen mit Euerer Exzellenz vergönnt fein möge, die verbündeten Mächte in nicht attznferner Zeit dem ersehnten Ziele — einem gerechten und ehrenvollen Frieden — zuführen zu können. /fru ^erschüttert und das amerikanische Heer werde über de» T vzea» hinweg herbeiströmen. Lloyd George schloß: J 1 "* "Erd manchmal die Hoffnung und manchmal die 5***** 1 "**«**«- Wenn wir aber fest aneinander ge. schlossen bleiben und uns weder de: Furcht, noch der Panik hin- geben, wenn wtt bereit sind, alle Maßregeln zu treffen und an. zunehmen und wenn sich alle Parteien in Großbritannien und Irland zufammenschlkeßen. wenn die irischen Männer aus Irland mit den Iren kämpfen, die weit über das Meer kommen, um Schulter an Schulter an der Seite der Engländer zu kämp. fen, wenn wir das tun, so werden wir siegen. Wie Reuter bemerkte, verließ darauf Lloyd George „nte, donnerndem Beifall den Saal. Die Kämpfe in Finnland. Stockholm, 17. April (WTB) Nach einer Drahtung aus Abo haben die roten Gardisten auch Salo, Nystad, Ntihimakt und Lathtis verloren. Die Deutschen haben sich mit den Truppen Mannerheims vereinigt, fo daß jetzt das ganze südwestliche Finu- land rim den Aufrührern befreit ist. Das rote Heer ist bei Toi. jalo vollständig umzingelt Wie der Berichterstatter des „Aftonb ladet" aus Abo meldet. hat sich dort nach der Einnahme der Stadt durch die weißen Gardisten herausgestellt. daß die roten Gardisten einen Schaden in Höhe von mehreren Millionen angerichtet haben, indem sie 13 im Haien liegende Dampfer, das Telegraphenamt un) das Fernsprechamt zerstörten, die Lebensmittelvorräte wegführten, die Geschäfte und Aemter plünderten und in allen öffentlichen Gobäuden große Verheerungen anrichteten. Die weißen Gardisten, die unter der Führung des schwedischen Leutnants Graf Ehrerrsvaerd einzogen, wurden als Befreier begrüßt, Crcrnins Alttchicd. Das kaiserliche Handschreiben. SS'ML, 17. Avril. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Wiener A-ilung' reröffentlrcht das folgende kaiserliche Handschreiben: Lieder Graf Czernm? Indem ich meinen gemeinsamen Finanzminister Stephan Baron Burian zum Minister meines Hauses und des Aeußern ernenne, enthebe ich Sie nunmehr in volle. Gnaden von diesem Amte und brr Ihnen mit meinem Handsch: eiben vom 13. 4. unter Annahme Ihrer Demission aufgetragcnen einstweiligen Fortführung der Geschäfte. Wäh- re.u) einer der bedeutsamsten Epochen der Weltgeschichte aller Zeiten haben Sle im Interesse einer Politik, die nach wie DwT _ metn £ au5 und für meine Staaten richtunggebend bleiben soll, in aufopferungsvoller Weife und unermüdlicher Pflichttreue hervorragende Dienste geleistet, deren Ihnen zu gerechter Befriedigung gereichende Erfolge Ihnen nicht versagt geblieben sind, indem c fördert werden können, bedeutet die Versenkung auch nnr eines kleinen Schiffes etwas ganz anderes, ww bei B-eainn des^ ll-Bootkrieges. Zudem bedeutet ein Anstalt eines Schiffes auch einen Ausfall an 4 bis 5 Frackttadimnen. Unter diesen Verhältnissen muß auch der uwßte Pessimist sagen, daß die Lage der Gegner stch in stark iran> fendem Maße mit schnellen Schritten verschlechtert und daß jeder Zweifel an den Erfolgen des U-Bootkrieges nicht berechtigt ist. (Beifall.) Auf eine Anfrage eines Berichtererstatters führt- der Staatssekretär aus: Unsere Gegner bemühen sich ewstg^'hre Abwbrmaßnahmen gegen die U-Boote mit gll setzen der GesckMi'indigkeiL u. a. entsteht, wird naeh engliübcn Oellen sehr hoch beziffert. Die Angaben schwanken zwischen "5 60%». Im übrigen werden unsere Kommandanten geradezu ans Geleitzngangriffe geschul- und es vergebt kein Tag, wo nicht eines oder , ?re Schiffe au§ Geleitzügen heransgeschossen werden, l. iibte Kom- Mandanten bekommen es fertig, 3 bis 4 Schiffe nacheinander ans demselben Geleitzug herauszuschießen. Der Staatssekretär ging sodann darauf ein, daß der Schiffbau ausschlaggebend ftir die Schiffbanstahlfrage sei. Was die Leistungen Amerikas betrifft, so ist die Hilfe von dort an Mannschaften und Flugzeugen im ersten Jahre seiner ?Tei'- nähme am Kriege verhältnismäßig gering gewesen. Die Erwartungen unserer Feinde find schwer enttäuscht worden. Wenn Amerika später eine halbe Millionen Truppen in Frankreich halten will, so braucht es dazu dauernd einen Frachtraum von etwa zwei Millionen Tonnen, die der Versorgung seiner Bundesgenossen entzogen würden. Nach amerikanischen und englischen Angaben (Lloyd George) selbst kommt im übrigen das Eingreifen eine» {* großen Heere»' für diesen Feld,ug nicht mehr in Frag«. Der Zkra». fckretär besprach sodann eingehend den amerrkanisch«, Schlutz der Sitzung stellte Staatssekretär B, Capelle fest, daß alle U-Bootvergebungen selbstverständlich vom Reichsmarineamt erfolgt sind und daß niemals die Reicl>smarineverwaltung weder vom Reichskanzler ncch von der obersten Heeresleitung zu größeren U-Bootvergebungen veranlaßt wurde. Vom Reichsmarineamt ist alles n^w Er* henkliche für die Entwickelung der U-Bootwaffe geschehen. ssniloffruist da altes Fandltsrmlkstk. Berlin. 17. April. f3BI33. Amtlich.) Wie kürzlich mit. gekeilt worden ist. sind die 1869 Geborenen und auf Grund der Landsturmaufrufe zu den Fahnen cinberufenen Landsturmleute spätestens am 30. April zu entlassen, soweit sie nicht freiwillig im Dienste bleiben wollen. Soweit sich solche Leute vorübergehend. beispielsweise als Urlauber, im Hcimatgeblete aufhalten. sind sie von der Verpflichtung zur Rückkehr ins Fel), zur Etappe oder in das- besetzte Gebiet entbunden. Sie haben sich alsbald zu der für sie zuständigen Ersatzformation zu begeben, dre ibre Entlassung veranlaßt. Dre Gemeindevorstände wer- den ersucht, die ortsanwesenden Urlauber dieses Jahrganges KKrvon in Kenntnis zu setzen. Die Strfltüfrfolgwnf? Kichitomkys. tot Fron- System tzaL Ufa diess 8s» Levermur E»yla«ds de« Todesstoß z» versetze» km Begriffe find, so hat das Heimatshrer bewiesen, daß e» seinerseits nicht zurückfteht, wenn es gUt. de« Vaterland seine Dienste zu leihe«. Die dis jetzt bekannte« Zah. len lasten erkennen, daß der Erfolg der achten Kriegsanleihe die siebente wahrscheinlich übertreffen wird, ja es ist berechtigte Hoffnung vorhanden» daß das Ergebnis der Achten das beste von sämtlichen Anleihen sein wird. Erfreulich ist es. daß allenthalben die rege Beteiligung aus landwirLjchaftlichen Kreisen hervorgehoben wird. Daß die Landwirtschaft bester wie im letzten Herbst herangegangen ist. bat seine Ursache darin, daß im Herbst der Erlös aus der Ernte noch nicht eingegangen ist und der Landwirt ist nicht gewohnt, auf Pump Anleihe zu kaufen. Bei ihm muß das Geld daliegen, wenn er dafür etwas anschaffen will. Zn der Stadt Friedberg war das Ergebnis 5332700 Mark, es stellt sich um etwa 600 000 Mark höher wie bei der siebenten Anleihe. Noch bester ist der Erfolg in Butzbach, das dieses Mal mit 6,19 Millionen Mark an der Spitze des Kreises Friedk-erg marschiert und 1.7 Millionen Mark mehr wie das letzte Mal gezeichnet hat. Nachstehend einige bis jetzt bekannte i Zeichnungsergebnisse: die in Klammern gestellten Zahlen be- - ziehen sich auf die siebente Anleihe: Mainz 53,50 (39,62): Eo- burg 23 (17): Aschaffenburg 10 (8JO; Pforzheim 27,74 (19.5); Solingen 30 (25); Kolberg 11 V* (10K-); Dresden 239 (209), Chemnitz 109 (77); Bielefeld Stadt und Land 50 (43.6); Esten 225 (201); Dortmund 65 (61,8); Magdeburg 178,2 (141,7); Karlsruhe 125 (100); Barmen 83 (66); München-Gladbach 26 (22 H). Berlin, 17. April. Bei der Tagung der nächsten Vollsitzung ds Herrenhauses am 26. April steht als fünfter Punkt der Bericht der Gefchäftsordnungskommifsion über d u Antrag des ersten Staatsanwalts beim Landgericht I Berlin um Erteilung der Genehmigung zur strafrechtlichen Verfolgung des Mitgliedes des Herrenhauses Fürsten Lich- norvsty. Verschiedenes. Die Verkäuferinne« im Schlaraffenland. Leipzig. 16. Aug. Daß die Verkäufer und Verkäuferinnen rn den Geschähen des täglichen Bedarfs zur Zeit stark umworbene Persönlichkeiten sind, ist allgemein bekannte Tatsache. Rach den Mittelungen der ..Leipziger Schuh- und Lederzeitung" müssen aber die Verkäuferinnen in dieser Branche direkt ein Schlaraffenleben führen. Das genannt» Blatt erzählt u. a.: ..Die Schuhwarenoerkäuferinnen sind beute die umfchwärmtesten Personen, weder der Reiche noch der Vornehme scheut sich heute, mit der Schuhwarenverkäufer'n sich auf freundschaftlichen Fuß zu stellen. Was Wunder, wenn heute die Verkäuferin der sc sehr begehrten Fußbekteidungsgegenständr erklärte, sie habe es noch nie io gut gehabt, wie jetzt tm Kriege, tlnd in der Tat werden diese früher meist schlecht entlohnten Verkäuferinnen von dem reichen Publikum in geradezu unglaublicher Weise verhätschelt und j verwohnt Sie werden mit kostbaren Gegenständen, mit teuren feidnen Blusen, mtt Etzwaren, die der gevöbnUche Sterbliche heute weder erhält noch bezahlen kann, m't Brillanten (sic!). Weinen. Lckcrrn geradezu überschüttet und die Wohnung mancher Verkäuferin gleicht im Innern einem kleinen Warenhaus Felgende Episoden ans einem Dresdener Schuhwarenhaus werden uns von einer der dort beschäftigten ersten Verkäuferinnen als verbürgt m,tgeteilt: Die Frau eines Sanatoriumsbcsitzers aus Dresdens Nähe kommt ins Geschäft. Sie unterbreitet der Verkäuferin zunächst eine kostbare seidene Bluse und bringt dann noch eine delikate Cervelatwurst zum Vorschein. Die Verkäuferin kennt ihre Leute. Binse und Wurst verschwinden und die Geberin gelangt in den Besitz der gewünschten Lackschuhe. Ein Weinhändter vom Rhein scheut die weite Reise nach Dresden nicht. Die Verkäuferin ist zwar anfangs zurückhaltend, aber ein Präsent von 25 Flaschen Wein tut auch hier seine Schuldigkeit. Am Fernsprecher im Schuhgeschäft wird die Verkäuferin verlangt. Frau Kommerzienrat V. die am Tage zuvor auf das aufmerksamste bedient worden ist. hat bereits der Verkäuferin einige Stücke Butter und andere Seltenheiten zukommen lasten. Sie will ncch fin übriges tun und bietet der Verkäuferin ihre Loge im ersten Rang in der Hofoper an. Die Verkäuferin lehnt aber dankend ab. denn sie ist bereits von der Familie des Fa- brikdirekrors D. für den Abend in den ..Englischen Garten" ge- beten worden, um an einem kleinen einfachen Abendesten leil- zunehmen. denn sie konnte „zufällig" die Wünsche der reichen Familie rn bezug auf Frühjahrsschuhe erfüllen." (Die Farben werden hier wohl etwas reichlich dick aufge- *ragen fein.) Aus französischen Briefe«. Wie drückend der Krieg gegen Deutschland empfunden wird, wie im Grurde der französischen Volksseele eine Verständigung mrt den Mittelmächten h.'rbeigrsehnt wird, und wie verzerrt sich die prahlerischen Rufe der „Bcfrerer der Völker" in den Köpfen der Franzosen widerspiegeln, geht aus einem Briefe hervor, der uns in die Hände fiel und den ein Gefangener an feine Familie kurz vor seiner Gefangennahme auf Posten schrieb. Es heißt dert wörtlich: ..Seit Erschaffung der Welt man eine solche Sklaverei nicht gesehen. Für die Freiheit der Völker zu kämpfen! Von Frerhert leihe Spur! Cie sollen ihre Millionen nur selbst verteidigen: wir wollen zu unserer Familie zurück und für unsere Kinder arbei1-:a. es fehlt an Leuten; augenblicklich bin ich mit noch älteren Kameraden in vorderster Linie (der Schreiber des Brieses ist 45 Jahre alt). Wer hätte das geglaubt! Unsere Frauen und Kinder sterben derweilen Hungers! Das ist die wahre Stimmung an der Front. Was die Zeitungen schreiben, ist nichts als Lug und Trug." Gin neuer Heimatfreg. Roch sind die genauen Zahlen der achten Kriegsanleihe Kkcht bekannt, aber schon heute kann man mit Eewißrheit sagen, £ das deutlLe Volk in der Heimat sich hinter die Sieger an Usm Felde der Ehre. Nieder-Wöllstadt. Dem Dragoner Karl Neibling, der feit Kriegsbegiim ununterbrochen im Felde steht wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. Die Hessische TapferkeitsmedaUle erhielt er schon früher. Herzlichen Glückwunsch! Ans der Heimat. Fricdberg. Herrn Feldpostsekretär Keßler wurde anläßlich der Brest-Litowsk°Wiener Kurierfahrten das „O;ster- reichische Goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Band der Tapferkeitsmedaille" verliehen. Unseren herzlichsten Glückwunsch! Friedberg. Zum Einbruch im Warenhaus. Es ist gelungen, den einen der beiden Einbrecher, dre den Diebstahl im Warenhaus ausgeführt haben, festzunehmen. Rach alter Verbrechergewohnheit zog es die Beiden wieder an den Schauplatz ihrer Taten, abends stiegen sie wieder in einen Zug nach Frankfurt. Der Pförtner Kühl erkannte sie sofort und die Polizei in Frankfurt wurde durch ten Fernsprecher auf das Paar aufmerksam gemacht. Leider gelang es bei der Einfahrt dem einen Spitzbrrben zu entkommen, während der andere seinem Schicksal verfiel. Volksschule. Zu Beginn des Schuljahres 1918 betrug die Gesamtzahl der Schüler in der Musterschnle 870, und zwar 430 Knaben und 440 Mädchen. Die Schule im Stadtteil Fanerl>ach zählte 131 Knaben und 122 Mädchen, zusammen 253 Schüler. Reu ausgenommen wurden in Friedberg 165 ,im Stadtteil Fauerbach 44 Kinder. FC. Okarben. 16. April. Die 20jährige Wilhelmine Leonhard dahier wurde vom Schöffengericht Vilbel wegen Vergehen gegen Sie Verordnung des stellvertretenden Generalkomman- dcs des 18. Armeekorps, betreffend Verhalten gegenüber Kriegsgefangenen, zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Aus Starkcnburg. FC. Groß-Gerau. 16 April. Dem Leutnant und Kompagnie, führer Müller. Lehrer in Königsftädlen, wurde das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen. FC. Babenhausen. 17. April. Die Witwe A. Rollmann im benachbarten Pflaumenheim erhielt die Nachricht, daß am 31. März bei einem Sturmangriff ihre beiden Söhne zu gleicher Stunde den Heldentod gefunden. FC Ans dem Ried. 17. Avril. Eine 61 jährige Frau legte in einem Anfall von hochgradiger Nervenüberreizung dadurch Hand an sich, daß sie d-en Kopf in eine Kanne Waster steckte und so erstickte. Aus Hessen-Nassau. FC. Wiesbaden. 17. April. Auf dem Büro der Landwirtschaftskammer dahier war der 16jährige Friedrich Reinhardt angestellt. Von einem anderen jungen Mann wurde er darauf aufmerksam gemacht, daß man sich Geld verschaffen könnte, wenn man dre Zahlungsanweisungen eines Direktors, der ein Konto bei der Ncssauifchen Landesbank hat, ausfüllt. Da lernte Reinhardt eines Tages zwei junge Mädchen von der hiesigen Bekleioungsstelle kennen, ging öfters mit ihnen aus, was Geld kostete, und eines Tages im Oktober erwischte er eine Zahlungsanweisung, füllte sie auf 500 Mark aus und bekam den Betrog anstandslos auf der Landesbank ausbezuhlt. Als dies klappte, stellte stch Reinhardt noch viermal Zahlungsanweisungen aus und erhob auf diese Weise den Betrag von 1750 Mark. Das Geld gab er in Gesellschaft der beiden jungen Mädchen aus. Um ! zu imponieren, steckte er sich hei Spaziergängen mit den Mädchen das Ordensband vom Kriegsverdienstkreuz ins Knopfloch. Heute hotte sich Reinhardt wegen schwerer Urkundenfälschung und Betrug vor dsr Strafkammer zu verantworten. Er wurde in eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten genommen. Wege« Uebertretung erhielt er eine Geldstrafe von zehn Mark. FC Wiesbaden» 17. April. In einem Schwermutsanfaü stürzte sich heute früh ein Fräulein Grimm im Hause Herder- strcße 6 aus dem Fenster in den Hof und erlitt schwere innere und äußere Verletzungen, denen sie bald darauf erlag. FC. Wiesbaden. 18. April. Zwei 18jährige junge Mädchen. Fürsorge.; öattnge. waren eines Taaes aus dem Johannis- stift dahier ansgerückt und als |tc nicht wußten wohin mW- Abend, klopften sie bei verschiedenen hiesigen Prostituierten an.* wurde» aber abgewiesen. Auch am Römertor bei der Witw, Müller, ws Kontrolldirnen wohnen, sprachen sie vor und bäte» um Obdach. Es wurde gewährt. In schamlosester Weise aber veranlatzte die Müller die jungen Mädchen, sich gegen Entgell der Unzucht hinzugeben. Wegen Kuppelei nahm heute da» Schöffengericht die Müller in eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten. Der Amtsanwalt hatte drei Mcnate beantragt. FC. Aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden, 16. April. D-v Bezirksausschuß beschloß hinsichtlich des Anfangs der Schonzeitz für Birk-, Hasel- und Fasanenhähne sowie des Schlusses der Schonzeit für Rehböcke es für das Jahr 1918 bei den gesttzlich bestimmten Zeitpunkten zu belassen. Die Jagd aus Rehböck» tm diecsertigen Bezirk geht daher am Donnerstag, den 16. Mat d. I. auf. FC. BierfLadt, 17. April. Am Samstag wurde hier in der Wilhelmftraße eine Eeheimsck'lächterei von der Polizei gehoben und das Fleisch an die Einwohnerschaft verteilt. FC. Büdesheim bei Bingen, 17. April. Die Ehefrau des Arbeiters Schuhmacher dahier wurde wegen Mißhandlung ihre» Stieftöchterns und wegen Verbrechens gegen den 8 176,3 $» einem Jahr sieben Monaten Zuchthaus verurteilt. FC. Weilburg, 16. April. Be, der stattgehabien Versteige- rung, der dem französischen Staatsangehörigen Myrtill Martz gehörigen Mühlenwerke Guntersau dahier blieb die Berliner Firma Friedrich Oswald Krüger Letztbietende mit 75 650 Mark für die Gebäulichkeiten und Wiesen. Ihr wurde der Zuschlag vorbehaltlich der Genehmigung des Landwirischaftsminisiers erteilt. FC. Nastätten, 16. April. Der Ende voriger Woche vo» einem Güterzug überfahrne Schlosser Michel von Vogel ist an den erlittenen Verletzungen gestorben. Unter außerordentlich starker Beteiligung fand gestern dir Beerdigung in Vogel statt. Aus Kurhesse». FC. Marburg, 17. April. Eine der Allgemeinheit dienend« Schuhinstandsctzungswerkstätte ist jetzt auch in hiesiger Stadt eingerichtet worden. FC. Aus dem Kreise Wolshagen. 17. April. Fallend» Brennholzpreise! Wenn noch kürzlich 4 Raummeter Buchen- scheitholz mit 100 Mark und Buchenknüppel mit 80 Mark bezahlt wurden, wurden jetzt auf den letzten Versteigerungstecmi- nen für elfteres 60—63 Mark und für letzteres 40—44 Mark gezahlt. FC. Lindenfels, 16. April. Zwei hiesige Kurgäste, Fra« Herda aus Wiesbaden und ihre Tochter hamsterten in Winterkasten 173 Eier und 8 Pfund Butter, die ihnen durch die Gendarmerie abgenommen wurden. Der „Odenwälder Anzeiger* fordert mit Recht die Ausweisung solcher Kurgäste, die alle Kurgäste tu Verruf bringe». Die Abgabe getragener Kleidung erleichtert den Erwerb eines Bezuasscheines. Offene Stellen: 1 lediger Verwalter. 6 Knechte. 2 Melkerlehrlinge. 2 Knechte« familien. 1 verheirateter Verwalter. 1 Kuiicher. 4 Ar citetfomUien, 6 Schreiner. 2 Glaser, 9 Dienstmägde, 12 Hausmädchen, 5 Küchen Mädchen, 1 Köchin. Stellenfuchende: Mehrere Melkerfamilien un > ledige Melker. 1 Fräulein fü ? Büro. 1 W rt chafterm. 1 Haushälterin, 1 GutsaMei.tl., mb Hofaufsicht. 1 Kriegersfrau mtt 7 lährizem Mädchen (Näherin) Kiicherjchan. ÜStül 8t» *««1« «**.».* Eine reich illustrierte Chronik der ICEreignisse feit dem 1. Juli 1914. Herausgegeben von Dr. E. H. Baer. Verlag von Julius Hoff- mann, Stuttgart. / Band 15, Preis 6 'JJ ark. Ungeheuer schwillt für jede Gesamtdarstellung der kriegeri'che« und der politischen Ereignisse des 'U'ettkriegcs der Stoff un er der lchreidenden Feder an; welrl e Aufgabe, chn nu zu orbnen, zu gliedern, zu einem lebendigen Gesamtbilde or ani^ch auf^ubauen ! Der ..Völterlrieg" faßt die Vorgänge auf dem Welits.eater in Zelt- abschnilten von je einem halben Jahr zusammen, innerhttb dere« er feinen großen Rundgang über die Schlachtfelder. ; intet den Fronten, durch die Parlamente und Kabine!te vollendet, eine Einteilung, die ebensowohl gute Uebcrsicht als auch zwanglofe Bitdung von natürlichen Darilellungsgruppen möglich macht. Der nun ausgegebene 15. Band bringr die inneren Vorgänge Frankreichs im 4. .Kriegshalbjahr lE"de Fe bruar bis Anianz August 1916. und die wirtichaftliche Entwicklung die es Lande» im angegebenen Zeitabschnitt, ferner die ge amten Italien betreffenden Ereignisse knegeri cher und politi'chec Natur, so besoiu« ders die große österreichiiche Frühjahrsoffensive von 1916 und de» Stur; des Kabinetts Salandra, schließlich noch den See- und Luftkrieg die er Zeit, worunter Deutschlands großer Seesieg wom Skagerrak, der Untergang Kitcheners auf der Hampshire und ems Reihe eriolgrcidjcr Lustangriffe auf En land zu rechnen sind. Hat die eigene Ar', wie der „Völkerkrieg" dte Geschehnisse vo» den Le er bringt, schon bisher außerordentlich warme, dereuwitttg» Anerkennung gefunden, so läßt sich von dem neuen Bande woh lagen, daß das Werk wie äußerlich umtangreicher .o mnerlick volllomn euer wird: immer wieder ne e Quellen bieten sich dar. immer sorgfältiger wird die Auswahl, sicherer die Velalbei ung, ge chlossener der Aufbau, schöner und lebendiger das Ganze. Wa« auch wlssenichaftiiche Nachprüfung in späteren Werken über de» Krieg noch klären, berichtigen oder besser überschauen wird: keines derielben wird mehr den heißen Atcm und den lebendigen Puls- fchlaa der großen Zeit haben können, der aus dem „Völk?rkrieg" io eigretfend empfunden wird. Tiefste Beieeluna des Geschehens ist das ruhmvolle Bestreben der Kunst unserer Zeit; hier wird sie auch aus die Geschichtsschreibung übertragen. Aus der Höhe der Zeit stehen diese Bände besonders auch mit ihren ,o mannigfaltigen. so wahren und schönen Bildern, welche die lebetwig» Wirkung der Darstellung vorirefflich ergänzen. Berantwortlich für den politischen und lokalen Teil: LttO Hirschet. Friedberg: für dev Anzeigenteil: R. Henner/ Fnedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung-. A- (£ griedbera i K. Graue Gefahren. Roman aus der Gegenwart von M. Gontard - Schuck. )8) Nachdruck verboten. Und er, der Berlin nicht ausstehen konnte, hielt sich diesmal volle drei Tage in dem ungeheuren Ameisenhaufen auf. Und widerwillig nur entschloß er sich endlich zur Heimfahrt. — „Hoffentlich hat sie die Folgerungen aus dem Vorfall gezogen und ist nach Kiel gefahren," dachte er, als er sich dein Heimatstädtchen näherte. Der telegraphisch beorderte Wagen wartete am Bahnhof. Kurz und wortkarg, wie es sonst nicht seine Art war, begrüßte er den alten Johann. Aber obgleich ihm die Worte auf den Lippen lagen, fragte er doch nicht, wie es zu Hanse aussah. Johann bastelte ein wenig lange am Schntzleder dernm, als der Herr eingestiegen war. Es schien, als wenn er etwas sagen wollte. Aber ungeduldig rief der Baron: „Los, Johann! Los! Worauf warten wir denn noch?" ^a kletterte der Alte, ohne ein Wort zu sagen auf den Bock und fuhr ab. — Im Arbeitszimmer des Barons hatte sich die Post ge- häirft. Flüchtig sah er sie durch, während Friedrich ihm einige Erfrischungen zurechtstellte. „In einer halben Stunde will ich den Verwalter sehen, Friedrich." Er konnte nun doch nicht umhin, einen Blick auf den Alten zu werfen, der noch immer keine Anstalten machte, das Zimmer zu verlassen. „Was ist los, Friedrich? Was hast Du auf dem Herren?" „Ich wollte dem gnädigen Herrn mrr sagen, daß unsere junge gnädige Frau krank ist," sagte Friedrich, und milder Vorwurf klang durch seine Stimme. Friedrich konnte sich schon einmal ein Wort erlauben. Er war älter als sein Herr. Halte ihn anfwachsen sehen, hatte ihn begleitet, wenn er aus Reisen ging. Kurz nnd gut d wenn einer sich etwas erlauben durste, so .var es Friedrich. „Krank? 's wird nicht so schlimm sein! Deshalb brauchst Du nicht gleich ein Gesicht zu machen wie ein Regen- p!eisen! 'n bißchen Kopfschmerz!" „Es ist schlimm, Herr Baron!" Friedrich sagte es mit allem Naö^rnck. der ihm zu Gebote stand. rr Herr von Werkheim stutzte. „Schlimm? Wer sagt Las? Die Bestie wohl?" „Nein, Bessie hat es nicht gesagt. Aber der Herr Medizinalrat war schon dreimal hier und wird auch heute wieder kommen. Dann können der Herr Baron ja selbst mit ihm sprechen." „Der Medizinalrat?" Mit abwesendein Gesichtsausdruck wiederholte es der Baron. „Der Medizinalrat? Jawohl, jawohl, ich werde ihn fragen." Gedankenlos sagte er es vor sich hin. Mas war denn das nun wieder? War das etwa auch Komödie? Aber nein! Der Medizinalrat kam nicht um einer Laune willen znm dritten Male. Sollte er ihr doch unrecht getan haben? Ach lvas! Bon ein paar harten Worten wird man nicht gleick krank. Friedrich machte sich noch immer im Zimmer zu schaffen. Augenscheinlich hatte er noch etwas auf dem Herzen. „Na, was ist's denn noch Alter? Hast Du mir noch nicht Unangenehmes genug gesagt?" Ueber das faltige Gesicht des Alten huschte ein schattenhaftes Lächeln. „Herr Baron verzeihen, ich wollte nur sagen, daß die Bestie erzählte, die gnädige Frau sei am Morgen, als der Herr Baron so rasch abreisten, mit ganz verstörtem Gesicht nach oben gekommen und habe befohlen, Bessie solle sofort Packen. Ganz aufgeregt sei sie hin und her gelaufen nnd habe nur immer gerufen: „Rasch, rasch, Bessie! Wir müssen fort! Wir müssen mit dem nächsten Zuge fort." Und da habe sie. die Bessie, auch alles zusammengetragen und wollte gerade Auftrag wegen der Koffer geben, habe aber erst noch zur gnädigen Frau gesagt, wohin gnädige Frau denn reisen wollte und welche Koffer mitgenommen werden sollten. Ta habe die gnädige Frau sie, die Bessie, so merkwürdig angesehen, als ob sie sie gar nicht kenne und gesagt: „Wohin? Ja, wohin fahren wir denn, Bessie?" Und dann habe sie sich Plötzlich mit der Hand nach dem Herzen gegriffen und sei zusammengebrochen. — Ja. und die Bessie rief nun das ganze Schloß zusammen, und als nach einer Stunde die gnädige Frau immer noch nicht zu sich kam. da Hab' ich den Reitknecht in die Stadt geschickt znm Herrn Rat." „Nach einer Stunde erst, Friedrich?. Ja, um Gottes- willen, warum denn nicht sofort?" Aufgeregt schritt Werkheim durchs Zimmer. „Nach einer vollen Stunde! Bedenke dochl^- War er doch zu hart gewesen? Hart gegen eine Frau!' Mußte er sich auf seine alten Tage noch diesen Vorwurf machen? Waren die Werkheims nicht immer ritterlich Herren gewesen? „Wann wollte der Medizinalrat wiederkommen?" „Gestern war er um fünf Uhr hier." „Es ist gut, Friedrich. Laß mich jetzt allein. Und wenn der Medizinalrat kommt, führe ihn sofort zu mir." „Jawohl, Herr Baron!" „Den Verwalter will ich jetzt nicht sehen." „Jawohl, Herr Baron!" Als der Alte das Zimmer verlassen hatte, trat der Baron ans Fenster und sah über die Felder nach dem schmalen Band der sich durchwindenden Landstraße. Ungeduldig wartete er auf die Ankunft des Arztes. Er suhlte sich bedrückt. Krankl Lag darin ein Vorwurf für ihn? „Achwas!" sagte er laut. „Was kenn ich dafür? Hatte ich nicht recht, ungehalten zu sein? Und schließlich, was habe ick denn viel gesagt? Der Kuckuck soll bei einer solchen Gemeinheit nicht aus seiner Ruhe kommen!" Aber trotz aller Selbstbeschwichtigungsversnche wurde er die Unruhe nicht los, und mit einem Seufzer der Erleichterung sah er endlich den leichten Wagen des Medizinalrates den Banmweg heraufkommen. — „Nun sagen Sie mir um alles in der Welt, Herr Rat, was sind denn das für Sachen? Ich hatte ja keine Ahnung, daß meine SckMegertochter krank geworden ist. Es ist doch hoffentlich nichts Ernstliches?" Der Medizinalrat zog langsam die Sckultern hoch. „Ich wünschte, ich könnte nein sagen, aber so wie.—" „Um Gotteswillen, Doktor, tvas aber? Mas wollen Sie damit sagen? Steht es denn wirklich scklimm?" „Sehr ernst sieht es aus. Ich fürchte sehr, es wird ein Nervenfieber, mein lieber Herr Baron. Alle Anzeichen dafür sind vorhanden." „Nervenfieber?" Verständnislos schüttelte Werkheim den Kops. „Und was könnte die Ursache sein? Ich meine, was sind gewöhnlich die Ursachen zu einer derartigen Erkrankung?" Der Medizinalrat hob die Schultern. „Darüber kann ick nichts Bestimmtes sagen. Im allgemeinen heftige Gemütsbewegungen, seelische Erschütterungen und dergleichen« Es gibt aber anck noch andere Grundunachen genug. Aber nun möckte ich doch erst mal nach der gnädigen Frau sehen. Es ist ja möglich, daß eine Welldung zum Besseren eingetreten ist." Fortsetzung solat. Kelrnn»itnmchi»ng. 2n den Geschäften von A. Schmidt und M. Rosenfeld sind noch Handkäse Dorret^. Auf jeden Abschnitt „V* der Brotkarte wird 1 Käse P»m Prei'e von 23 Pf«. abgegeben. Friedderg, den 18. April 1918. Der stelle. Bürgermeister. sstädt. Lebensmittel-Ausichuß). __ 3: A.7 Langsdorf. **** Bekanntmachung. Wen Nreitag, den 19. April ab. verlaufen die hiesigen Kolonial- ] warenge.chäste toudenf. Vollmilch (uagezrcke t). Preis per Dose 2 *Ütf. Fried erg. de» 18. April 1918. Der üellvsrtretende VürrermeUtek (städt. Led.nsmi'.tel-Ausschutz) __ I. A.: L a n a s d o r f. Bekanntmachung. S .rutkurtoffelu „Industrie" geben wir in kleinen Mengen für Gartenbau, gegen Kartoffeltauen Mittwoch und Samstag vormilaos ab. Preis pro Pfund 8 Pfennig. Zriedberg, den 18. April 1918. Der stello. Bürgermeister. (städt. Lebensmülel-Ausschutz. I. A.: Lan-'sdorü mmmm H Wr's Wmchulm bc r t bewä wtestes Mittel zur Vernichtung von Hederich, Disteln und a en Unkräutern, anerkannt als bestes Mittel von vielen landwirtschaftlichen Versuchsstationen empfiehlt f ml 0':r, Ms rr lisch. Tklefin Amt Mlfkrshcim Ur.7. : ls^nues ooer mj rleres Gilt zu lau en ober zu pachte« ne ucht. Ang.'oore linier F. A. I97£ an „AliA“ Allgemeine Anzeigende ell.chast m. b ij., Berlin 20. 9, Vrwapeüerslr. <>. ,/üc |Ojort Mruml! ii. Weiler gebucht töeotg Weisensee, st rirobc rgH.. Ho pl al tratje 3S. Suche f r so o.t braves ZienAMches. Georg Weisensee, Friedberq i. $>., Ho pi alitraste 38. k Zu vertäu,en. 1 WMirer-sWm für schweres Fuhrwerk, sowie ca. 6 gute Flihrküümete. T'riedberg. Ho'pitalstratze 36. Verlaufe 4 jährige Sanifrfic ürtöille prima ein- und zwei pännig gelohten, weil überzählig. K. Wit ich, Rendel. kann der Geschäftsmann auch während der Kriogszeit nicht ganz entbehren, wenn auch der Papiermangel und die Teuerung eine gewisse Einschränkung mit sich gebracht haben. Die Eeschästsdrucksache ist und bleibt nun einmal für jeden Geschäftsbetrieb unentbehrlich, fei es, das; man sie braucht zur llebermittlung geschäftlicher Angelegenheiten, oder zwecks Regelung von Ausständen usw. Wie kein Geschäft seinen Vertreter oder Reisenden in schäbigem Gewände zum Besuche seiner Kundschaft hinausgehen läßt, so sollte es auch darauf bedacht sein, dast die von ihm verbrauchten Drucksachen die es ja doch auch bei dem Empfänger derselben vertreten sollen, ein einwandfreies Aussehen haben. Auch familiäre Mitteilungen jeder Art lassen in ihrer äuheren Aufmachung einen Schluss auf die Persönlichkeit des Absenders zu. Wir empfehlen uns zur Anfertigung von Drucksachen jeder Art in sauberer und geschmackvoller Ausführung und sichern schnellste Lieferung und billigste Berechnung zu. 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