Uirmmer 88 Dienstag, den W. Aprtt 1918 11. Iahrgc x. Neue Tageszeitun Die „Zlen- Tagesreilung" erscheint jeden Werktag. Regelmäßige DeUagen „Dev Kauer aus Kesse«", „Die Spiunssuve". Kenrgspveis: Bei den Postanstalten vierteljährlich Att. 2.40 hinzu tritt noch das Bestellgeld; bei den Agenten monatlich 85 Pfg. einschließlich Trägerlohn. Anzeigen: Grundzeile 25 Pfg.» lokale 20Psg^ Anzeigen von auswärts werden durch Poitnachnahm- erhoben. Erfüllungsort Friedberg. Schr-iftlettuug und Uerlag Friedberg (Hessen). Hanauerstratze 12. Fernsprecher 48. Postj check-Conto Nr. 4859. Amt Frankfurt a. M. Mrsrnbrutr im letzten Halbfahr 517000 Gefangene, 7246 Geschütze und gegen 20000 Maschinengewehre. Erstürmung von Wnlnergtzem. — Kesetznng von Hrlstngfors. Der deutsche Generalstab .s meldet: ..- ---- W. T. K. Großes Hatrptq«avtiev, de« IS. April. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Auf dem Schlachtfelde an der Lys kam es vielfach zu erbitterten Nahkämpfen. Südwestlich von Nieuwekerke, sowie zwi. scheu Bailleul und Merris wurden englische Maschinengewehr- nester gesäubert, ihre Besatzung gefangen. Gegenangriffe, die der Feind aus Bailleul heraus und nordwestlich von Bsthune führte, brachen verlustreich zusammen. An der Schlachtfront zu beiden Seiten der Somme blieb .der Artilleriekampf bei regnerischem Wetter in mäßigen Grenzen. Oste«. Nach heftigem Kampf mit bewaffneten Banden find unsere tn Finland. gelandeten Truppen, tatkräftig unterstützt durch Teile vrrserer Seeftreitkräfte, in Helsingfors eingerückt. Der Erste Eeueralquartiermeister: Ludendorff. Abenbbericht. Berlin, 15. April, abends (WTB.) Amtlich.)" Oertliche 'Kämpfe auf dem Schlachfeld an der Lys. Wulrerghem »nd di« feindlichen Linien nordöstlich vcm Orte wurden erstürmt. Der österreichische Generalstab ? ?_—tivcsbct: ==s=J Wien, 35. April. (WTB.) Amtlich wird verlautbart; An der Südwestfrout stellenweise erhöhte Kampftätigkeit. Der Chef des Ceneralstabes. ^ •* ^ I' 15 000 Tonnen versenkt. Berlin, 14. April. (WTB. Amtlich.) Neue U-Booterfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 15 000 Bruttoregisterton- ne«. Zwei Dampfer wurden nach hartnäckiger Verfolgung aus demselben großen, durch Kreuzer, Zerstörer und Flugzeuge stark gesicherten Geleitzug herausgefchossen. See Chef des Admiralstabs der Rarin«» — Die Schlacht im Westen. Berlin, 15. April. Bei dem bereits gemeldeten Unternehmen nördlich Ct. Mihiel in der Nacht vom 14. April wurde der grüßte Teil der östlich und südöstlich von Maizey auf dem rechten Maasufer gelegenen amerikanischen Stellungen erstürmt. Die an der Chaussee St. Mihiel-Rouvrais stark besetzte feindliche Hauptwiderstandslinie winde im scharfen Kampf gegen den sich tapfer wehrenden Feind größtenteils aufgerollt. Außer der Einbuße an Gefangenen erlitt der Feind äußerst schwere Verluste. Der französische Heeresbericht aus Paris vom 14. April 4 Uhr nachmittags meldet das Eindringen der Franzosen an der lothringischen Front in die deutschen Linien bei Vurnes. Auch diese Meldung ist, wie mehrere französische Berichte der letzten Tage, frei erfunden. Bei der Säuberung der Maschinengewehrnester westlich Nieuwekerke wurden zwei Offiziers und hundert Mann gefangen und zahlreiche Maschinengewehre erbeutet. Ein feindlicher Angriff, nordwestlich Nieuwekerke brach am Morgen des 14. April unter schweren Feindverlusten zusammen. Die Franzosen fetzten die rücksichtslose Beschießung der eigenen Städte fort. So wurden am 14. April die deutschen Unterkünfte in der Stadt Laon weiterhin beschossen. Die Stadt wurde schwer beschädigt.. Rotterdam, 15. April. Der „Notterdamsche Courant" meldet aus Paris: Die schwersten Tage der Kämpfe an der Nordfront stehen bevor, der große Zusammenstoß, der sich als entscheidend erweisen werde. Die Deutschen liefern die Schlacht zu dem einzigen Zweck, die beiden Armeen zu vernichten. Diesmal hätte die Schlacht ein strategisches, und kein geographisches Ziel; sie wünschen bald eine Entscheidung zu erzielen. Der Reutersche Berichterstatter bei der englischen Armee meldet, daß die Deutschen zahlreiche frische Truppen heranführten. Sie setzten weiter mit ungeschwächter Kraft ihren Angriff fort. Augenscheinlich wollten sie um jeden Preis Bailleul gewinnen Der Kampf um Nieuwekerke. Berlin, '14. April. (WTB.) Am Vormittag des 13. April setzten die Engländer nördlich von Wulverghem zu starkem Angriffe an, der unter schweren blutigen Verlusten zusammenbrach. Am Nachmittag desselben Tages durchstießen die deut. schen Truppen westlich L'Alouette die feindliche Stellung und rollten sie von Süden her auf, erstürmten Nieuwekerke. Um die Höhe westlich des Ortes entspann sich ein erbitterter Kampf, in dem die Deutschen mit Eroberung der wichtigen Höhe siegreich blieben. Am Abend des 13. April versuchten die Engländer mit dicht massierten Kräften den Ort Nieuwekerke wieder zu nehmen. Nach heißem Rahkamps wurde der Ort behauptet. Auch nordwestlich Nkeroille brachen feindliche Gegenstöße unter hohen Feindverlusten zusammen. Bei L'Epinette wurden 600 Gefangene eingebracht. Englische Kolonnen, die auf verschiedenen Straßen im Vormarsch zum Schlachtfeld waren, wurden wirksam vom deutschen Artilleriefeuer gefaßt. Die Räumung non Arras. Zürich, 15. April. Der „Matin" konstatiert, daß im Gegensatz zu anders lautenden Behauptungen kein Nachlassen des deutschen Druckes an der Westfront wahrzunehmen fei. Arras wird seit Freitag schwer beschossen. Der „Temps" meldet, Arras sei von der Zivilbevölkerung geräumt. Auch die militärischen Anlagen der Stadt Arras seien wegen der Nähe der Kampfzone fortgebracht worden. Die Fliegertätigkeit. Berlin. 15. April. (WTB.) Die günstige Witterung bot am 12. April unseren Luftstreitkräften reiche Gelegenheit zur Betätigung unserer Bombengeschwader. Sie richteten fortgesetzt heftige Angriffe gegen die drei großen feindlichen Eisenbahnknotenpunkte hinter der Schlachtfront St. Omer, St. Pol und Amiens. Besonders auf dem Ostbahnhofe in Amiens entstanden starke Brände und Explosionen. Erkundungs-, Artillerie- und Schlachtflicger unterstützten das siegreiche Vordringen unserer Truppen durch das Ansrechterhalten der Verbindung zwi. schen der Truppe und der Führung und durch kühnen Angriff gegen den Feind auf der Erde. Die Ballene folgten der Infanterie auf dem Fuße. Unsere Jagdflieger hatten wieder einen besonders erfolgreichen Tag: 24 Flugzeuge und 2 Fesselballone fielen ihnen zum Opfer. Leutnant Mrnckhoff errang seinen 24. Luftsieg. Wir verloren durch Abschuß drei Flugzeuge, fünf werden vermißt. An der neuen Kampffront bei Armentieres war die feindliche Fliegertätigkeit zeitweise auffallend schwach. Unter den feindlichen Flugzeugen wurden ältere Typen gesichtet, die schon seit längerer Zeit aus der Front herausgezogen worden waren Dies ist offenbar ein Zeugnis für die schwierige Lage des feindlichen Flugwesens, das allen Teilen der Front starke Luststreitkräfte entnommen hatte, um sie bei Amiens ein- zufetzen. Deutsche Pionierarbeit. — Ruhe in Lille. Berlin» 14. April. (WTV.) Am ersten Tage der Schlacht bei Armentiercs nach Einbruch in die feindlichen Stellungen galt es ein 2% Kilometer breites Sumpfgelände zu überbrücken, um das Nachziehen der Artillerie und Kolonnen zu ermöglichen. Vis am Abend des ersten Kampftages gelang es bereits auf neu angelegten Faschinendämmen, Bohlen und Schotterwegen zahlreiche schwere Batterien und Trains hinüberzuschaffen. Nach 48 Stunden hatten zwei vollständige Divisionen, sowie große Teile zweier weiterer Divisionen die sumpfige Enge passiert. 30 Konr- pagnien hatten in rastloser Tag- und Nachtarbeit zehntausende von verschiedenen Faschinen und Bohlen von dem mehrere Kilometer entfernten Stapelplatz herangeschafft und eingebaut. Wo kurz vorher noch Geschütze und Pferde buchstäblich . versanken, rollten nach wenigen Stunden schon Lastautomobile, schwere Kanonen und roll beladene Kolonnen. Diese schwierigen Arbeiten mußten im feindlichen Storungsfeuer und bei wiederholten Fliegerangriffen durchgefül)rt werden. Die jüngste Untersuchung des üblichen englischen Geschosses ergab, daß das Geschoß aus einem Stahlmantel besteht und einem geteilten Bleikern, dessen kleinerer Teil in der Mantelspitze, der größere unten im Geschoß liegt. Der Stahlmantel ist wenig widerstandsfähig, daß er bei dem Entfernen des Geschosses aus der Hülfe ohne weiteres abbricht. Trifft also das Geschoß auf einen Widerstand, so schlägt durch den Vorwärtsschwung der untere Kern des Bleikernes gegen das Blei in der Spitze und spritzt unter Zerreißung des dünnen Stahlmantels nach allen Seiten. Dieses dem Ansehen nach von der normalen Patrone nicht zu unterscheidende Geschoß ist also seiner Wirkung nach dem bisher festgestellten feindlichen Dum-dum-Geschoß mit abgeschnit- tener Spitze rollig gleich. In auffallendem Gegensatz zum Kampfgetöse steht die Ruh« im Rücken der fechtenden deutschen Truppen. Trotz schwierigster. Wegeverhältnisse hat sich der Verkehr sofort eingespielt und vollzieht sich mit der Regelmäßigkeit eines Uhrwerkes. Dies« Ruhe Mirkt wohltuend auf die Landeseinwohner. Während noch am 9. April die Einwohner der Stadt Lille und der Vorstädte in Angst und Sorge lebten, war diese Stimmung bereits am 13. April völlig gewichen. Das anhaltende Vordringen der Deutschen rückt die von englischen Granaten und Fliegerbomben stündlich drohende Gefahr in immer weitere Ferne. Bezeichnen^ ist, daß die Einwohner der zerschossenen Dörfer und Städtchen sich nunmehr hinanswagen und sich wieder der Bestellung der, Gärten und Felder widmen. Nur wie ein abziehendes Gewitter klingt noch der Schlachtenlärm zu ihnen herüber, aber der' grollende Kanonendonner entfernt sich von Stunde zu Stunde weiter nach Norden und Westen. m Ungeheure Kalbjahresberile. «om 15. Oktcber 1917 bis 15. April 1918 haben die Mit. telmächte über 517 009 Gefangene gemacht, 7246 Geschütze, gege« 20 000 Maschinengewehre und mehr als 300 Tanks erbeutet. Außerdem fielen über 100 Panzerkraftwagen, 630 Autos. 7004 Fahrzeuge und unübersehbares Eisenbahnmaterial in ihr« Hände. Unter diesem befinden sich über 800 Lokomotiven und 8000 Waggons. Die Bestände des Munitionsdepots find noch nicht annähernd festgestellt. Allein an Artilleriemunition wurden bisher über 3 Millionen Schuß festgestellt. In derselbe« Zeit wurden über 1100 Flugzeuge und mehr als 100 Fesselballone abgeschossen. Die Beute an sonstigem Kriegsmaterials Pioniergerät, Handfeuerwaffen, Gasmasken, Vekleidungs- und Verpflegungsdepots konnten zahlenmäßig noch nicht anirähersL festgestellt werden. Die Kefchietzmrg von Daris. Paris, 14. April. (WTV.) 'Amtlich wird gemeldet: Das weittragende Geschütz beschießt weiterhin das Pariser Gebiets Am 13. Avril keine Verluste. Zum ersten Male auch nachts. Genf, 15. April. Aus einem Massenbericht über die vorgestrigen Treffer der deuffchen Ferngeschosse geht hervor/ daß letztere diesmal in unmittelbarer Nähe der großen in« neren Boulevards Verheerungen anrichteten; besonders groß war die Zerstörung am Boulevard d'Ftalia. Es war das erstemal, daß die Beschießung auch nachts fortgesetzt wurde. Paris, 15. April. (WB.) Nach einer Matinmeldung rief die Beschießung heute Nacht nur verhältnismäßig ge«, ringen Sachschaden hervor. Ein Geschoß krepierte auf der gepflasterten Straße, die tagsüber sehr belebt ist, und tkf das Bersten eines Kanalisationsrohres hervor. Ein anderes sprengte die Mauer eines Gehöftes in die Luft. Kein« Opfer an Menschen. Die Pariser legten, wie der „Matin*- meldet, keine Beunruhigung an den Tag. Havas meldet amtlich: Das weittragende Geschütz setzte die Beschießung' der Gegend von Paris während des 14. April fort. Ein« Frau wurde getötet. Die denilche fanhiig in HMnchrs. Berlin, 15. April. (WB.) Das Eindringen des deutschen Geschwaders nach Helsingfors war durch dichten Nebel, gefährlichste Navigationsverhältnisse und Packeis sehr er-' schwert. Die Navigation mußte durch die Besetzung wich-, tiger Punkte über das Eis ermöglicht werden. Außerhalb' von Helsiugfdrs wurde dem russischen Kriegsschiff „Pzotr Waltki" und großen russischen Transportdampfern und Eis«' brechern mit tausenden von Angehörigen der russische» Murine und deren Familien an Bord, anscheinend auf dem Wege nach Kronstadt begegnet. Das Kriegsschiff grüßte mit^ der Flagge das deutsche Geschwader, es hatte die Weißbrote Flagge als Zeichen neutraler Haltung gesetzt. Die Flagg» wehte auch über der wegen ihrer Ausdehmmg stark be«. rühmten Seefestung und auf den im Hafen zurückgeblie« benen russischen Kriegsschiffen. Vor dorn Leuchtturm yovi Grahara gab ein großer öliger Fleck im Eise, sowie Schiffs-» intmnter, Torpedobootkessel usw. den Platz an, wo drei eng*, lische U-Boote bei der Nachricht von unserer Annäherung^ gesprengt worden lvaren. Sofort nach der Ankunft des dcut^ schen Geschwaders wurde ein Landungtzkorps noch am spätes .12. ^lpril^ausgeWjft. Es erlitt die ersten luste schon während der Lanbimg Aurch ein Automobil Sek'. roten Garde, das unter der Flagge des Roten Kreuze- mtt Änem Maschinengewehr schoß. Die Hanptnester der roten Garde waren fast sämtlich in der Nähe des Hafens gelegene StaatSgebäikde. Dom frühen Morgen bis zum Mittag des 13. April hatte daS Landungskorps der Marine und eine in der Nähe deS Hafens angetroffene Kompagnie deutscher Urger schtvere Straßenkämpfe beim Nord- und Südhafen. Die Roten bestrichen mit Maschinengewehr auch die Annäherung an den Landungsplatz, sowie die Verbiirdung zwischen dem am Süd- bafen gelegnen Drarktplatz und der Halbinsel Skatudden. Unsere Matrosen hatten auf der letzteren einen besonders schweren Stand, da die Noten das gegenüberliegende Senats- . haus besetzt hatten. Ein rotes Nest mit etwa 200 Männern ' und Frauen und Jugendlichen ergab sich bald nachdem Eingreifen der GesMtze der Mincnsuchboote und der Be- gleitschiffe. Trotzdem die sich ergebenden dt er? r neu Hän- ; Hielt dastanden, wurde von anderen Roten auf sie und die , deutschen Begleitntannschaften geschossen. Gegen 2 Uhr nach- mittags war der schwerste Kampf überstanden. Die Roten ergaben sich allmählich. Die Hauptführer waren insbesondere im Palaste des Gouverneurs, im SenatshauZ und im kaiserlichen Palast verborgen. Die zahlreich heran strömenden Anhänger der Weißen Garde wurden bewaffnet, sie sind wertvoll für die weitere Säuberung der Stadt von den noch vielfach verborgenen Roten, znm Einsammeln der Wrffen, Wachdienst usw. Die bis dahin wie ausgestorbene schöne Stadt war bald schwarz von festlich bewegten Menschen/ die die Matrosen und Jäger immer wieder mit Hochrufen begrüßten, mit Blumen beschenkten, auf offener Straße bewirteten und den Offizieren die Hände zum Dank drückten Seit zwei Monaten unterdrückte biirgerliche Zeitungen «dwm noch im Laufe des Nachrrittags Extrablätter heraus nüt begeisterten Dankesauslassungen an Deuffchland. Tie csientti^n und Privatgebäude sind geflaggt, darunter anch viele mit den deuffchen Fahnen. Dmm m IW) HM KrSWmWd ftr dn FlmdM mehr wert als 1000 Mart bares Geld? GckkrmWje ZekHmtbräftt i« Gdella. Men, 13. April. Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Die Flottenabteilung Wulff, bestehend aus vier Monitoren, zwei Patron illenfahrzeuoen und zwei Dampfern, ist am 12 April ncchmittags in Odessa eingelaufen. Die tadellose Durchführung dieser llebersahrt bedeutet umsomehr eine besondere maritime Leistung, als es sich hier durchweg um kleine Schiffssinheiten handelt, die nicht für den Seedienst g^aut wurden. Die genannten Einheiten sind befttmmt, als Reprä. stntanten der Flotten der Mittelmächte im Hafen von Odessa und in den angrenzenden Stromgebieten an der Aufrechterhaltung eines geregelten Schiffsverkehr, mitzuw-irlen. Generaloberst Graf Sothmer. Berlnr, 12. April. Drr König von Bayern beförderte den General der Infanterie Grafen Felix Dothmer, der an der Ostfront mit bewährter Tatkraft die Südarmee führte, zum Generalobersten. Die WillMistthghnng in der Schvch. Basel, 13. April. Die sozialdemokratischen Organisationen der Schweiz bestätigten in einer Konferenz am gestrigen Freitag in Olren sämtliche vom Aktionskomitee im Kampf gegen die Milchpreiserhohung bisher gettoffenen Maßnahmen und beauftragten das Komitee, unverzüglich alle nötigen Schritte zur Durchführung des allgemeinen Landesftteiks auszuarbeiten. Vielfach ist namentlich in Kreise« der Landwirtschaft SU Meinung verbreitet, man Vnne keine Kriegsanleihe zeichne«, wett man für die Zett nach dem Kriege flüssiges Geld zur Neuanschaffung und Ergänzung von Inventargegenstanden brauche. Demgegenüber sei auf eine neueMngs zwischen der Heeresver. waltung und der Reichsfinanzverwaltung getroffene Vereinbarung verwiesen, die bestimmt, daß die Heeresverwaltung bei Verkäufen (von Pferden. Geräten usw.) unter sonst gleichen Umständen solche Käufer bevorzugt, die in Kriegsanleihe zahlen. Die Stücke der Kriegsanleihe werden — dies ist ein weiterer erheblicher Vorteil für die Besitzer von Kriegsanleihe — zu 100 Prozent angenommen, während der Zeichnungskurs auf 98 Pro. zent festgesetzt ist. ^ Es liegt also im eigenen Interesse aller derer, die später Pferde' Gegenstände und Materialien von der Hee. resverwaltting erwerben müssen, jetzt soviel Kriegsanleihe zu zeichnen, daß der Kaufpreis seinerzeit in Kriegsanleihestücken bezahlt werden kann. Die Wiche §MrM!1chafl und die KrmMiriichattMmhiiWsikn. Rede des Landtagsabgeordneten Dr. v. H e l m o l t im Hessischen Landtag. (Sitzung vom 20. März 1918.)' Der Herr Minister des Innern hat mit einem Dank an die Landwirtschaft geendet. Für die Anerkennung möchte ich unser« Dank aussprechen. Er hat weiter gesagt, daß ee nach dem Kriege erste Aufgabe der Regierung sein solle, für Hebung der landwirtschaftlichen Produktion zu sorgen und ich möchte unserem Bedauern darüber Ausdruck verleihen, daß die Regierung nicht bereits jetzt in erster Linie ihre Aufgabe darin erblickt, die landwirtschaftliche Produttion zu fördern, wo sie zu fordern war. Leider Gottes beftebt über die Maßnahmen der hessischen Regierung auf landwirtschaftlichem Gebiet Unzuftiedenheit in den weitesten Kreisen: wenn diese Kreise nicht eben der Land. Wirtschaft angehörten. so würde die Regierung auf diese Unzufriedenheit wohl mehr Gewicht gelegt haben und den Gründe« dafür nachgegangen sein uird Gegenmaßnahmen getroffen haben. Man ist aber daran gewohnt, daß die Landwttte alles geduldig erttagen. man weiß, daß sie ihre Schuldigkett tun, selbst wenn sie verbittert sind. Aber, meine Herren, sorgen Sie dafür, daß die Unzuftiedenheit nicht zu große Dimensionen annimmt. Wir haben vor einiger Zeit in Friedberg eine Versammlung gehabt, in der wir uns über diese Dinge ausgesprochen haben. Anlaß zu der Versammlung haben gegeben die Maßnahmen bezüglich der Eier- und Milchversorgung. Es sind scharfe Worte gefallen. Der Herr Regierungsvertteter. Landesökonomierat Müller, hat sich darüber beklagt, daß er angegriffen worden fei. ohne daß ihm Gelegenheit gegeben gewesen wäre, sich dort zu verteidigen; ich will heute die Beschwerde wiederholen und ihm die Gelegen, heit geben, sich z« verteidigen. Es fft uns im vorigen Jahr versprochen worden, daß auf dem Gebiete der Eierversorgung mildere Bedingungen eintteteu sollten, daß auf sämtlichen Gebieten der Dersorgungsregekung Gleichmeßigkett mit den Nachbarstaaten eintreten solle. Ich erinnere an die Speckabgabe, wo wir 4 Prozent geräucherten Speck abgegeben hatttn, wahrend man in Preußen nur 2 Prozent un- geräucherten abzugeben brauchte: ich erinnere ferner an die ver. schiedenen Kartoffelpresse, die wir und Preußen hatten. Das sind Maßnahmen, die verbitternd auf die landwirtschaftliche Bevölkerung wirken. Bei der E, «Versorgung bat man keineswegs den Wünschen, die wir im Ausschuß an die Regierung gerichtet haben, Rechnung getragen: man hat im Gegenteil die gesetzlichen Bestimmungen fcfrtßbtt yemn ves vorigen IahyeO wHentttch oerßchSrst. — habe» i» vo-ttge» Jahre namentlich auch gebeten, daß man dich! klein«« Hühnerhalter berüWichtige, daß man darauf Rücksichß nehme, daß diejenigen, die Familie haben, etwas von ihre» Hühnern hatten: man hat von unserer Seite verlangt, daß un» ter keinen llmständen der Satz, der erhoben wird, erhöht werden würde und es ist gebeten worden, man möchte die Sätze bei unO- i« Einklang bringen mit den Sätzen in anderen Staaten. Wie liegen aber die Verhältnisse? In Wirklichkeit hat man kein«, lei Rücksicht auf diese Forderung genommen; man hat dem Versprechen keine Rechnung getragen, und ich muß zu meinem 58«* tKniern erklären, daß wir zu dem Herrn Landesökonomierat nach den Ausführungen, die et mir gegenüber gemacht hat, keinerlei Verttauen haben, daß er irgend welches Verständnis habe fü« unsere berechtigten Forderungen. Wir müssen das offen heraussagen: es hat keinen Zweck, wenn wir immer mit unser« Meinung hinter dem Berg hallen. Wenn wir sehen, daß es bet unserer Vercrdnung über den Verkehr mit Eiern heißt, daß die Feststellung der Lieftrungspflicht in der Werfe erfolge, daß di» Zahl der Hühner einschließlich der Hahne mit 60 multipliziert hiervon 20 Prozent für Hähne und schlcchilegende Hühner ab- gezogen und sodann der Eigengebrauch in Abzug gebracht werde, so kommen wtt zu einer Zahl, die wesentlich höher ist, als im vorigen Jahre. Es werden also bei uns in Hessen zunächst z» Grunde gelegt 60 Eier für jedes Huhn und Habn, 20 Prozent werden freigelassen, so daß 48 Eier für jedes Tier, Hühner, wie Hähne, abzulieftrn sind und davon wird dem Huhnerhalter dar Recht gegeben, 40 Eier für sich und jedes Glied seiner Hausangehörigen als Eigeng-brauck zu verwenden, allerdings mit der Beschränkung, Mß es heißt: „Als Haushaltungsmttgli-d« gelten unter anderem nicht landwirtschaftliche Taglöhner, Ar- beiter und Arbeiterinnen, oder sonstige auf dem Hofe des Geflügelhalters beschäftigte Personen, sofern sie nicht mit dem G« flügelhalter in häuslicher Gemeinschaft leben und ferner nicht Kriegsgefangene." Meine Herren, wir sind nicht' in der Sage, in diesen Bestimmungen irgendwelche Milderungen gegenüber dem Vorjahr» zu erblicken. Jeder, der etwas mehr Hühner hat, hat mehr abzuliefern, als im Vorjahre. Mas das in der jetzigen Zett bedeutet für die Bettiebe, die mit ftemdem Personal arbeiten müss-D und kein frisch« Fleisch bekommen, das können sich die Herr«, wohl denken. Ich wollte noch stille fein, wenn in den Rachbarkreife» gleiche Bestimmungen wären: das ist aber nicht der Fall. I» dem Kreise Gelnhausen werden Richttmien bekannt gegeben, di» von dem preußischen Landesamt für Nahrungsmittel und Eier festgesetzt waren, rmd ich verstehe nicht, warum ähnliche Bestim- mungen nicht auch bei uns möglich sind. Da heißt es: von alle» vorharkdenen Hennen — die Hähne werden nicht gerechnet -* werden 80 Prozent als Leghennen angenommen, davon soll jede Henne «ehrend d« Legeperiode von 30 Wochen durchschnittlich ein Ei wöchentlich abliefern. Also 30 Eier snrd ebzuliefern. und der Hühnerhalter kann im eigenen Haushalt das Doppelte vo» dem verbrauchen, was der Berforgrmgsberechtigte bekomme» soll. Der Dersorgungsberechtiote soll 25 Eier bekommen, der Hühnerhalter behält demnach 50 Eier zurück. Auch die Bestinur mungen über die Haushaltangchoiigen sind wesentlich mild«. Als Haushaltangchörige gelten diejenigen Personen, die iw Haushalt des Geflügelhalter» voll beköstigt werden und in sei ner Wohnung untergebracht sind, wahrend bei uns die Fassuni zweifelhaft und unglücklich ist In Württemberg, wo die Bo. stimnruvAen verhaltnimäßig scharf waren, find für jedes Huh, im legefähigen Alter 50 Eier abzugeben, aber auf jeden Kopl der Haushaltmitglieder ist eine Henne frei. Auch das ist cmit* stiger als bei uns: da bleiben kleine Leute von der Abgabe. Pflicht überhaupt befrett und die Abgabe hat nur zu erfolge« von den Hennen, die sich wirklich im legcfähigen Alter befinden. Run ist von dem Herrn Landesökonomierat mitgeteilt worden, daß die Vertreter der Landwirtschaft selbst diesen Bestimmungen ihre Zustimmung gegeben hätten. Ich habe meine« Zweifel ausgesprochen, ob es übechaupt möglich sei, daß 33«* Verkäufen Mid Versteigerungen aus Beständen der Heeres, und Marius« Verwüstung kann die Zahlung Vorzugs« Weife durch Hingabe von Kriegsanleihe geleistsi werden. Käufer, welche die Bezahlung ln Kriegsanleihe anbieteu, werden bei sonst gleichen Geboten in erster Linie berück, stchiigt. Die Vorschrift zur Bevorzugung der Kriegsanleihe gegenüber der Annahme baren Geldes erstreckt fich auf alles, was zur Abgabe an die Bevölkerung frei wird, also insSesonders P ferds, Fahrzeugs und «Geschirre; Ksldbahngerät. Mcioilskemottveu und Kraftfahrzeuge usbsi Zubehör, Kutter. miiisl und sonstige Von sie- LanKwir!« schsftlich s Maschinen un-Gsrätesowie Werkzeug; Kabrikeinrichtungen mit deuzugehörigsuMüschitteu urröGeräten; Eisen, Stahl und andere Metalle; Holz und sonsttges Bau. material; Mebstoffe und Rohstoffs aller Art. - Dis Kriegsanleihe wird zum vollen Nennbetrags angerschnst und bis zur Höhe des Kauf- oder Zuschlagspreises i» Zahlung genommen. - Als Kriegs« anleihe in diesem Sinne gelten sämtliche S°/«>!gsrr Schuldver« schreibuvgen des Reichs ohne Unterschied sowie die fett der 6. An. leihe auögegebenen 4tVi%i§ca auslosbaren Schahanweisungen. Will i Du also vorteilhaft kaufte öann - zeichne Kriegsanleihe? freier -er Landwirtschaft, bfe wirklich irgendwelche Sachkesmt«- nis in landwirtschaftlichen Dingen haben, hier zustimrnen kV«, nen. Den Herrn Landesökonomierat schließe ich in der Beziehung aus; das mutz ich wiederholt sagen, daß in landwirtschast- lichen Kressen über seine nichtoorhandene Sachkenntnis wc^ wenig Zweifel bestehen, nachdem, was wir in der letzten Zeit bei den verschiedensten Gelegenheiten gehört haben. Es ist bedauer. lich, daß unsere hessische Regierung uns wieder vollständig aw> ders behandelt hat, als es in anderen Bundesstaaten der Fall gewesen ist. Wir verlangen eine gleichmäßige Behandlung mit den übrigen Bundesstaaten; was in Preußen abgeliefert wird, wollen wir auch abliefern; aber ich sehe nicht ein, daß wir immer strenger herangezogen werden als andere Bundesstaaten. Ben t::\ Preisen will ich gar nicht sprechen. In Gelnhausen werden -.3 Pfg. bezahlt, bei uns 25 Pfg.; und damit nicht genug, wir werden im Großherzogtum Hessen vollständig ausgelie- fert an die Händler. Kommunalverbände. Landesmilch- und Fettstelle usw. (Sehr richtig.) Man lese in 8 5 der Bestimmungen über den Verkehr mit Eiern folgende schönen Worte: „Die Stellung des Strafantrages erfolgt durch den zuständigen Kommunalveröand, desgleichen die Anordnung der Wegnahme der abzuliefernden Ware, die Enteignung des Hühnerbestandes und die Kürzung bei Zuerteilung von Lebensmitteln und andern Bedarfsgegenständen . . Meine Herren l Eine Großh. Regierung gibt ihre Zustim. Mung dazu, daß ein Herr Dr. Fischer in Mainz in solcher Weise über die Bauern verfügen kann! Das ist unglaublich. (Sehr richtig!) Solche Dinge dürfen jetzt nicht Vorkommen, das heißt mit dem Vertrauen der Landbevölkerung gespielt, namentlich, wenn die Zusammensetzung des Kommunalverbandes so ist, wie sie ist. Es ist kein landwirtschaftlicher Sachverständiger in der Eierftelle, er.tzer dem alten Oekcnomierat Herrn Leithiger. Der Herr Landesökonomierat s-rgte mir, daß er sich nicht als Vertreter der landwirtschaftlichen Interessen ansehe, sondern als Vertreter der Interessen der Allgemeinheit. Ich hätte in erster Linie von einem Landeskkonomierat erwartet, daß er hier nicht die Interessen der Verbraucher 'vertritt. Bei der Landes-Milch- und Fettstelle liegt es ebenso. Unter ^hren 27 Mitgliedern find sozusagen keine Landwirte; die Landwirtschaft ist den verschiedenen städtischen Beamten, die zum großen Teil kein Verständnis von der Landwirtschaft haben, ausgeliesert. Ich habe neulich im Kriegsausschutz ein Schreiben vorgelesen, das sehr interessant war; nach einer Mitteilung des Herrn^ Ministers ist es ja in der Zwischenzeit überholt und die betreffende Stelle auf. die Angehörigkeit ihres Verfahrens aufmerksam gemacht morden. Der Redner verliest das von uns bereits veröffentlichte Schreiben des Oberbürgermeisters von Offen- bach am Main, worin säumigen Milch ablieferern mit der Entziehung der Hausschlachtung gedroht wird. Er fährt fort: Meine Herren, das Schreiben rst bezeichnend für die Uebergriffe, die sich allmählich die Herren in den verschiedenen Kommunalverbänden erlauben. Heute ist der Kaufmann der Beamte, und die Kreisämter und Ministerien find zum Teil vollständig ausgeschaltet, und fie lassen sich immer mehr ausschalten. Wir haben vorhin von dem Herrn Minister des Innern gehört, daß die Landwirte die Verpflichtung haben, die Höhe ihres Viehstande, mit dem vorhandenen Futter in Einklang zu bringen. Die Vieh- handelsverbände ziehen von Dorf zu Dorf und wirke« auf die Reduktion der Viehbestände hin. Der Redner verliest ein weiteres Schreiben der Oberbürgermeisterei Offenbach, das unfern Lesern ebenfalls bekannt ist, worin dis Erhöhung des Milch- viehstandes gefordert und hohe Strafen im Eegenfalle angedroht werden. Der Redner führt weiter aus: Dieses Schreiben bekommen unsere Landwirte! Da wundere sich jemand, wenn die Pro- duktionsfreudigleit nachläßt.' (Sehr richtig!) Wir weisen in jeder Versammlung darauf hin, man möge abliefern, was man könne: aber wenn es uns so gemacht wird, ist unsere Liebesmüh vergebens. Deshalb und nur aus diesen Gründen müssen wir dringend bitten, daß dem freien Walten der Kommunalverbände ein Ende gemacht werde, daß vor allem aber in diese verschiede- '' nen Kommunalverbände auch praktische Landwirte berufen wer. den. Es ist doch nicht richtig, wie hier vorgegargen worden ist. Im vorige« Jahre find der Kammer fünf Anträge wegen der Eierverordnung^zugezangen. Wir haben einen Kriegsausschuß, der in diesem Jahr- oft zusammen gewesen ist; wir wußten überhaupt nichts von dieser beabsichtigten Neuregelung. Plötzlich kommt diese Verordnung heraus. Ich hatte lieber im Kciegs- ausfchuß in aller Ruhe über diese Dinge gesprochen und dazu beigetragen, daß derartige schroffe Maßnahmen nicht getroffen werden, als daß ich hier in der Oeffentlichkeit Reden Hallen muß. Es ist mir kein Vergnügen, in dieser Art Opposition zu treiben, aber es ist nicht andcrs möglich, wenn die Regierung auf uns so wenig Rücksicht nimmt. (Sehr richtig!) Wenn uns rechtzeitig von beabsichtigten Verordnungen Kenntnis gegeben würde, fo hätten wir die Möglichkeit, auf eine Aenderung hinzuwirken. Auf die Dauer ist ein solches Verfahren nicht möglich. Wenn das Großherzogliche Ministerium uns nicht entgezenkom- men will, müssen wir die Konsequenz ziehen und die Forderungen für das Ministerium ablehnen. Was dem einen recht ist, ist dem anderen billrg. Wir find nicht nur dazu da. Geld zu bewilligen, wir müssen auch Entgegenkommen und wohlwollende Beurteilung finden, wo wir es verlangen dürfen. Zum Schlüsse möchte ich an die Großh. Regierung nochmals die dringende Bitte richten/ in, Fnterche der Zufriedenheit und der Weigerung der Produktionsfreudigkeit unserer Bevölkerung, tnSag* sind, die jetzt bevorstehende neue ^rL.arbett für die Kriegsanleihe mit Erfolg zu treiben, daß man auf unsere berechtigten Wünsche möglichst eingeht, und uns insbesondere die Erklärung gibt, daß die Verordnungen, die er* firmgcn sind und in keiner Weise in Einklang zu bringen sind den Verordnungen der Nachbarstaaten, cchgcändert werden, und daß unsere Landwirtschaft eine ihrer Bedeutung entsprechende Vertretung in den verschiedenen Kommunalverbänden zugcbilligt wird. Wir haben neulich vom Herrn Finanzminister gehört, daß die Großh. Regierung bei irgend einer anderen Ge- lcgen^it in Berlin den Antrag gestellt habe, daß der Mittelste oec einer Kommistwn stärker vertreten würde. Wir haben einstimmig reiEmmt; ich fctfc aber auch dringend, daß man *** ** 9 * 0 « «fe* «I dafür sorgt, daß dt» praMsthe» Landwirt» i» de» Maß» zur Mitarbeit herangezoge» werde«, wie das erforderlich ist. Ich weiß, welche Antwort ich bekomme, ma« wird mir antworten, die Landwirtschaftskannner selbst habe den betreffende« Herr« zur Landeseiersteller seinerzeit delegiert. Das ist keine Entschuldigung für die Regierung. Wen« der betr. Herr nicht ge. nügt, um die Interesse« der Landwirtschaft zu vertrete», so mutz die Regierung noch jemand zuziehen. Ebenso, wie es möglich ist, datz man zu den verschiedenen Beratungen die Oberbürgermeister und sonstige Herren in großer Zahl heranzieht, ebenso kann man auch praktische Landwirte zuziehen, sobald nur der Wille besteht. Wenn auf diese unsere Wünsche mehr geachtet wird, so bin ich überzeugt, dvtz die Produktionsfteudigkeit der Landwirtschaft steigen wird, daß wir leichteres Arbeiten haben und nicht in die unangenehme Lage kommen, hier gegen ein Ministerium Stellung zu nehmen, wo es uns wirklich keine Fveude macht, in die Opposition einzutreten. (Lebhafter Beifall beim Bauernbund.) d‘/rt dem Geld den Lieg der Kriegsanleihe daooutragen. Aus der Heimat. Zeichnet Kriegsanleihe 1. damit des deutschen Sieges Frucht gedeihe. 2. Nicht nur durch Worte, sondern durch die Tat beweise jeder Deutsche, daß er sein Vaterland liebt. Darum zeichnet die 8. Kriegsanleihe. 3. Jeder Deutsche, Mann, Weib und Kind — kann stolz sein, zum Siege mitverhelfen zu dürfen, in. dem er Kriegsanleihe zeichnet. 4. Der, welcher den Leuten abrät, Kriegsanleihe zeichnen zu gehen, ist als Vaterlandsverräter anznfehen; ihm gebührt der Strick für seinen bösen Trick. Albert Wouschik, Laubach. Atiee-Frauen-Verern. Es wird an dieser Stelle nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß. wie aus dem Aufruf schon bekannt ist, eine Jugendgruppe des Alice-Frauen- Vereins gegründet werden soll, mit der Aufgabe, schulentlassene junge Mädchen jedes Standes und jeder Koufessiou- zu vaterländischen und wohltätigen Bestrebungen anzu- regen. Alle jungen Mädchen, auch wenn sie bereits auf anderen Gebieten tätig sind, werden freundlichst eingeladen, sich zu der Besprechung am Mittwoch, den 17. April, abends 8 Uhr im Saal des Städtischen Mufeumsgebäudes ein- znfinden. Einbruch. In der Nacht vom Sonntag auf Montag suchten Einbrecher die Verkaufsräume des Warenhauses Geschwister Mayer heim und stahlen Waren, meist Seidenstoffe, im Werte von über 20 000 Mark, die sie in ebenfalls gestohlenen Koffern Mitnahmen. Einen mit Stoffen gefällten Koffer, ließen die Diebe stehen, da er ihnen offenbar zu fdj&uer war. Russische Wertpapiere. Die zur Abstempelung bei der Rerchs- bo.nk eingelieferten russischen Wertpapiere können gegen Rückgabe der erteilten Quirtung. die mit Ruckempfangsbescheinigung versehen sein mutz, in Empfang genommen werden. Der Durchbruch in Italien. Einen Treubruch, wie ihn die Weltgeschichte noch nicht gesehen, nannte der verstorbene Kaiser ron Oesterreich den Verrat Italiens. Selbst im Lager unserer Gegner wurden damals Stimmen laut, die diesen Treubruch verabscheuten. Aber man brauchte den Verräter, und die Politik der Gegner ist nicht beschwert von moralischen Bedenken. Die trübe Erfahrung, die wir mit Italien machten, das sich nur durch seinen „Sacro Egoismo" leiten ließ, ist dazu angetan, den politischen 'Wirklichkeitssinn des Deutschen zu stärkcn. Groß war aber die Genugtuung bei uns, als auch Italien seinen wohlverdienten Lohn für seinen Verrat erhielt. Nach jahrelangem, blutigem Ringen sich das italienische Heer sein Ziel, Triest, in greifbarer Nähe. Da brach das Strafgericht über Italien herein. Es mußte seinen einzigen Siegespreis, das „befreite" Görz aufgeben und in wenigen Wochen waren Belows Truppen in einem Siegeszug, wie ihn die Welt noch nicht gesehen, in die italienische Ebene, bis zur Piavevorgedr ungen, Auf das Hekmarnree ««fecer siegreichen Frontain«e würdig sei, muß jesch pt» Parott heiße«: Jeder zeichne Kriegsanleihe. Vermische« von Thomasmehl und schwefelsaurem Ammo» «iak. Nach den eingegangenen Nachrichten wird von den Land- wirten wegen des Mangels an Ammoniak-Superphosphat häufig Thomasschlackenmehl mit schwefelsaurem Ammoniak gemischß und ausgestreut. Wir machen darauf aufmerksam, daß sich infolge der chemischen Zusammensetzung beider Stoffe Verluste an Stickstoff ergeben, so ist beispielsweise durch eine bei nebligem Wetter angestellte Prüfung nachgewiesen worden, datz schon nach ganz kurzer Frist ein Stickstoffverlust von 1 Prozent eingetrete» ist. Wir warnen daher davor, eine Mischung von Thomasschlackenmehl mit schwefelsaurem Ammoniak (oder salzßmrem Ammoniak) vorzunehmen und machen noch darauf aufmerksam, daß ein gleichzeitiges Ausstreuen von schwefelsaurem Ammoniak und Kalk ebenfalls einen starken Stickstoffverlust zur Fol« haben würde. Auch Rhenaniaphosphat darf nicht mit Amnw. niaksalz vermischt werden. Käse auf Umwegen. Ein Leser aus Vad-Nauheim schreibe dem Frankfurter General-Anzeiger: Gestern erfolgte hier di» seltene und deshalb besonders erfreuliche amtliche Abgabe von % Pfund Käse auf den Kopf, und zwar Quarkkäse, angeblich aus der benachbarten Oftheimer Molkerei. Der Käse ist aber leide, so alt, daß er nur zum Teil und zum alsbaldigen Verbrauch geeignet erscheint. Der Käse war nach Erklärung der Verkaufsstelle von Ostheim an die Sammelstelle in Darmstadt und von da hierher geschickt worden, hatte also eine merkwürdige Rundreis» gemacht. Durch diese und allzu lange Lagerung war der Käs» überreif geworden, so daß er nur noch für ganz gesunde, nichß aber für durch die Kriegsentbehrungen geschwächte Magen geeignet war. Dabei kostete das Pfund 2,48 Mark, während man ihn früher „an der Quelle" für 1,30 Mark erhielt. Man fiehtz Rundreisen verschlechtern und verteuern die Ware. Mit deH, reifenden Eiern soll es ähnlich sein! Beienheim, 15. April 1918. Der gestern auf der Station Dorheim verunglückte Hilfsbrernser Rosenbecker iff seinen schweren Verletzungen im Hospital zu FriedbecA. erlegen. Bilbel, 12. April. Durch Gerichtsvollzieher Steul wurdeM hier zwei kriegsgefangene Franzosen feftgenommen. Die Leut» waren vor einigen Tagen aus dem Eießener Gefangenenlager, wo es nach ihren Aussagen zu langweilig war, entwichen unfc wollten ihrer Heimat zmvandern. — Ein unbekannter Soldatz schwindelte hier einem Landwirt aus Heldenbergen größere Vor» röte an Wurst, Schinken und anderen Lebensmitteln unter der Vorspiegelung ab. daß das hiesige Lazarett die Sachen bezahle. Vom Main. 12. April. In dem Betriebe der Firma Be» ttr Bürgel geriet der 15jährige Fabrikarbeiter Ioh. Schäfer i» die Transmission und wurde so schwer verletzt, daß der Tod f»» fort eintrat. Aus Starkenburg. * RMK. Darmstadt. Die Versteigerungen und VcrkarH der militärischerseits wegen Untauglichkeit ausgefchiedenen «nfr Veutep^de, welche für den Bereich unseres Armeekorps der Hessischen Landwirtschaftskammer überttagen worden war, gäbe, dem im Januar d. I. verhafteten nicht unvermögenden Land» wirt L. Mitteldorf von hier Gelegenheit zu außerordentlich um» fangreichen Betrügereien aller Art. M. hat es. ohne irgend welche amtliche oder dienstliche Beziehungen (er war nur als Abschätzer verwendet) verstanden, bei diesen Pferdeverkäufe« sich einen solchen Einfluß zu verschaffen, daß merkwürdiger Weis» ohne seine Vermittlung kaum Pferde zu haben waren. Dies hat er denn auch in ausgiebiger Weife zu seinem Vorteil ausgenützt. Er hat den Landwirten in unberechtigter Weife meist ganz namhaft höhere Bettäge abgenommen, als eigentlich an die Land» wirtschaflskammer zu zahlen waren. Den Ueberfchuß. zu welchem meist noch ein ganz anständiges Trinkgeld kam, hat er eingesteckt Aus den weiteren Ermittlungen geht hervor, daß eine ganze An, zahl Pferde, welche der Landwirtschaftskammer überwiesen wurr den, bis jetzt überhaupt nicht verrechnst find. Bei dem umfang« reichen Vferdeumfatz dürften die unterschlagenen Summen mehrere Hunderttausend Mark betragen. Die Betrügereien wurden dadurch erleichtert, daß die meisten Bferdetäufer keine Ori. ginalquittung über die von ihnen gezahlten- Bettäge erhielten. Ueber diese Zustände ist bei den ganzen Landwirten große Uir» Zufriedenheit entstanden. Zur Förderuirg der schwebenden Uru tcrsuchung dürfte es sehr beitragen, wenn alle diejeniger Pferdekäufer, welche überhaupt keine Quittung von der Land» wirtschaftskammer oder eine solche von M. in der Hand haben ich bei dem Untersuchungsrichrcr, dem Polizeiamt in Darmstadr oder einer Eendarmeriestation melden, damit ihre event. Ansprüche geprüft werden können. FC. Bsnsheim, 11 . April. Bei der letzten Holzversteige. rung in den städtischen Waldungen wurden ungewöhnlich Hobe Preise erzielt. Es kam der Meter Buchenfcheitholz auf durch, chnittlich 45 Mark. Kirchliche Nachrichten. Csttesdienst In der Stadikirchc. Mittwoch, 17. April, abends 8% Uhr: KriegSandaW Herr Pfarrer D r e h l. Esttrsdienft im Stadtteil Fauerbach. Mittwoch, den 17. April, abeltt»s SH !lhr: Kriegsandachi. Offene Stellen: 1 Hilisdienstpflichtiger für Militär-Büro, 4 Knechte, 2 Schweine- futterer, 1 MeUerlcchrttng. 1 Kut cher. 1 Knechtefamilie, 1 verh. Verwalter. 1 Arbeiterfamilie, 2 Glaser. 6 Schreiner. 14 Hausmädchen, 1 Kochm, 7 Dienstmägde. CLellensvHssV,^ Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker, 1 Fräulein ? 0* Büro, 2 Haushälterinnen. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: OttE Hirsche!, Friedberg; für den Anzeigenteil: R. K ey n e rX Snedbelg. Druck uni Verlag der «Neueg xageSzeituna^ U. Ä., Frledbery i W T Danksagung. Für die große Anteilnahme bei der Beerdigung meiner lieben unvergeßlichen Gattin, unserer guten Mutter Frau Kätchen Kaz geb. Leonhardt sagen wir Allen unseren Dank. Auch besonders unserem Herrn Pfarrer V e r n b e ck danken wir für seine trostreichen Worte am Crabe. Unsere Herde, aus vorzüglichem Material hergestellt, besitzen ganz besonders gute Back- und Dörr-Oefen. in reicher Auswahl bei David Groedel Söhne Eisenhandlung u. Küchenmagazin, Fernspecher 369 FfiedÖerg Kaisorstr. 43/45. Okarben, den 13. April 1917. Jean Kogler, 5 S 55 Nahe des Rat haases. Feingemahlenes Fr. Kaz und Kinder. U Ei^eMMtnol . ^ verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mrlterlung. daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat. unser mnigstgeliebtes, unvergeßliches, herzensgutes Kind ' Friedrich fmd) kurzem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden in die Ewigkeit abzurufen. Dortelweil, den 14. April 1913. Die tieftrauerden Hinterbliebenen: Albert Creger und Frau Friedrich Angolsteiu und Frau Wilhelm Angolstein und Familie Karl (öreger und Familie. Klein-Bützig (Westpr.) Die Beerdigung findet fiatt: Mittwoch, den 17. l. Mts. nachmrttags 3 Uhr. Kekannlmachnng. Saatkartoffeln „Industrie" §At7woch^LEtzL-^LilL?°°1bnb-.u. gegen K°U°ff°lkar,°n Preis pro Pfund 8 Pfennig. Friedberg, den 15. April 1918. Der stellvertretende Bürgermeister. f - (städt. Lebensmittel-Ausschuß) f I. A.: Langsdorf. Kekanntmachnng^ Ln den Geschäften von: Fr-Michel I. A. Windecker E. Mörschel Eg. Mobs , . . Chr. Krämer Wwe., Fauerbach .bringen wrr von Dienstag ab zum Verkauf. Auf Brotkartenabschnitt „'TV", sowie auf noch rückständige Marken wird ze 1 J 2 Pfd. zum Preise von 37 Psg. abgegeben. Friedberg. den 13. April 1918. Der stellv. Bürgermeister» (städt. Lebensmittel-Ausschuß. ■ _2.: A. Langsdorf. Danksagung. \ W Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme. Njj für die vielen Blumenspenden bei dem Hin- scheiden und bei der Beerdigung meines lieben Galten, unseres guten Vaters, Bruders, Schwagers. Schwiegervaters, Onkels und Großvaters Htm föforjf HeM I. sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, besonders dem Herrn Pfarrer Schäfer in Dorheim^für die trostreichen Worte, unseren innig- Schwalheim, den 16. April 1918. 2m Namen der trauernden Hinterbliebenen; Fm 6mg ßensel geb. Ulrich. «NM W iiifilIIIi l —H Bl»- Hi NiOchnchchttililg. Freitag, den 19. April, kommenim Ober-Florstädter Eemeindewald zur Versteigerung: Buchen-Stämme 2 Stck. I». Kl., 2,95 irn Inhalt. Buchen-Stämme 7 Stck., IV. Kl., 5,07 Im Inhalt. Buchen-Stämme 1 Stck., V. Kl. 44 frn Inhalr. Eichen-Slämme 8 Stck. IV. Kl. 8,06 Im Inhalt. Eichen-Stämme 13 Stck. V. Kl. 6,99 Im Inhalt. . (£tcf)entstamme 9 Stck. VI. Kl. 2.06 Im Inhalt. Kiefern-Stämme 3 Stck. V. Kl. 1,75 Irn Inhalt. Jichten-Stämme 1 Stck. V. Kl. 61 Irn Inhalt. Buchen-Stämme 1 St. V. Kl. 46 Irn Inhalt. 6 rm Eiche Earlen-Pfosten. 2 rm Eiche Rund-Scheit. Zusammenkunft nachmittags 2 Uhr am Eingang des Waldes. Grotzh. Bürgermeisterei Ober-Florstadt. B1 e ch l e. zur Hederichvertilgung empfiehlt FWdMlijch.Cknttill-Gkligsskiischast Friedbe ra i. gj. Herde von 80—150 cm lang, Gaskocher Gasherde Gasbacköfen aus Holz und Eisen empfehlen Imprägnierte Kragen !l Friedberg i. H. Teleton Nr. 34. Bekanntmachung Die von der Stadtverordneten- .Versammlung beschlossenen Voranschläge oer Stadt Friedberg !(Betriebs- und Vermögensrechnung) des städtischen Gaswerks, des städtischen Elektrizitätswerks und des städtischen Wasserwerks für das Rechnungsjahr 1918 liegen vom 16. April l. Js. ab während einer Woche auf dem hiesigen Stadthaus, Zimmer Nr. 4 offen. Die Beteiligten können innerhalb der Offenlegungsfrist den Voranschlag einsehen und bei mir ^christlich oder zu Protokoll Einwendung gegen seinen Inhalt ^Vorbringen. In dem Voranschlag ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker »Lerangezogen werden. ' Firdbers. den 12. April 1918- Der Bürgermeister. 3. JO.: 3)«mm. GW-VttßchttilUg. Die städtischen Begrasungen sollen Donnerstag, den 18. April d. Zs. meistbietend versteigert werden und zwar: Diejenigen der Gemarkung Friedberg vormittags 10 Uhr im Saale des städtischen Museumsgebäudes (Eingang von der Haagstraße). Diejenigen der Gemarkung Fauerbach mittags 12 Uhr im dortigen Stadthaus. Friedberg,-den 12. April 1918, Der Bürgermeister. 2. V.: Dam m. Habe in meinen Stallungen eine n grö ßeren Transport Ferkel zmn Verkauf stehen. Schweinehändler Klös, ^ , Friedberg, Usagasse. Holzverffeigerung. Mittwoch den 17. April 1918, vormittags 9V 2 Uhr nach Zu- fammenkunft bet Kaiserlichen, gelangt im Gememdewald Hungen folgendes Holz zur Versteigerung: ^ * Heinttzksüch! Witwer auf dem Lande. 50 I. alt, evang, mit schuldenfreiem Anwesen und Landwirtschaft, wünscht sich mit älterem Mädchen oder kinderloser Witwe, nicht unter 40 Jahren, recht bald zu verheiraten. Offerten unter Nr. &. f ® an die Geschäftsstelle der „Neuen Tageszeitung. 96,2 rm Buchen-Scheiter 2 2 34,8 30.5 84.5 24 36,1 Eichen-Scheiter Birken-Scheiter Hambuchen-Scheiter Buchen-Knüppel Hainbuchen-Knüppel Eichen-Knüppel Birken-Knüpprl Kiefern-Knüppel »,o „ y ca 70 rm Bohnenstangen. Hungen, den 11. April 1918. Grobh. Bürgermeisterei Hungen Fendt. 2,4 rm Aspen-Knüppel 7® „ Buchen-Reisig 81 „ Hainbuchen-Reifig 79 „ Eichen-Reisig 83 „ Kiefern-Reisig 8 „ Buchen-Stöcke 5 „ Hainbuchen-Stöcke 32 „ Eichen-Stöcke 4.8 Kiefern-Stöcke Verkaufe 4 jährige Zlimsisje AHHnte prima ein- und zweispännig gefahren, weil überzählig. K. Mittich, Rendel. Einen 17 Monate alten sprungfähigen EEaichtibifilleii (Simmentaler Raffe), zu verkaufen Karl Walther, Bauernheim. und 1 hochträchtige gelernte LMtL zu verkaufen. Robert Ed. ?-t«'Assnil,ni». Haushälterin (mit 4jährigem Kind) seither auf dem Lande, sucht Stelle in srau- und mutterlosem Haushalt auf dem Lande, geht auch in Gärtnerei. 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