Dummer 85 Freitag» den IS. April 1918 11. Jahrgangs Die ,.zr-ue Tayesxrttung" erscheint jeden Werktag. Regelmäßige Beilagen „Der Kauer aus Sellen". „Aie Zpinnstube". Kerugspreis: Bei den Postanstalten meriellährlich Mk. 2 40 hinzu tritt noch das Bestellgeld; bei den Agenten monatlich 85 Pfg. einschließlich Trägerlohn. Anzeigen: (örundzeUe 25 Psg^ lokale 20 Pfg^ Anzeigen von auswärts werden durch Poitnachn'ahme erhoben. Enüllunason Friedberg. Kchriftleitunn uird rlertaq ^riedberg (Hessen), ^anaueräratze 12. Ferniprecher 48. Post, keck-Lanto Nr. 4859. Amt Frankfurt a. M. Kin Wsßev Ugg. Die Uorftudt von Armentieres genommen. — Weit über 10000 Gefangene, darunter ein poringieftzcher General. — Kaiser Kar! au Kaiser Wilhelm. — 30000 Tonnen versenkt. Der deutsche General stab —= meldet: W. T. K. Großes HatrpIlZnarUes?, derr SS. April. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Die Schlacht bei Armentieres ist seit dem 9. April im vollen Gange. Die Armee des Generals v. Quast hat zwischen Armen- tiercs und Festubert die englischen und portugiesischen Stellungen auf dem Südufer der Lys und dem Ostufer der Lawe genommen. Nach Erstürmung von Bois Grenier und Neuve Cha- pelle überwand ^ie rm ersten Anlauf über das verschlammte Trichterfeld hinweg die zu zäher Verteidigung eingerichtete weite Ebene mit ihren zahllosen, in jahrelanger Arbeit zu starken Stützpunkten ausgebauten Gehöfte, Häuser und Vaumgrup- pen. Unter tatkräftiger Führung des Generalmajors H o e f e r wurde noch am Abend des 9. April der Uebergang über die Lys bei Bac St. Maur durch schneidiges Zufassen des Leutnants Driebing vom Infanterie-Regiment Nr. 370 erzwungen. Gestern wurde der Angriff auf noch breiterer Front fortgesetzt. Truppen des Generals S'ixt von Arnim nahmen Hollebeke und die südlich anschließenden ersten englischen Linien. Sie erstürmten die Höhe von Meesen (Messtnes) und behaupteten sie gegen starke feindliche Gegenangriffe. Südlich von Waasten (Warneton) stießen sie bis an den Ploegsteert-Wald vor und erreichten die Straße Ploegsteert-Armentieres. Die Armee des Generals von Quast überschritt an mehreren Stellen zwischen Armentieres und Estaires die Lys und steht im Kampf mit*' neuherangeführten englischen Truppen auf dem Westufer des Flusses. Südlich von Estaires haben wir kämpfend die Lawe und die Gegend nordöstlich von Bethune erreicht. Die Gefangenenzahl ist auf weit über 10 600 gestiegen, darunter ein portugiesischer General. f An der Cchlachtfront zu beiden Seiten, der Somme unb auf , bem Sudufer der Oise blieb die Gefechtstätigkeit auf Artillerie- kompf und kleinere Infantcrieunternehmungen beschränkt. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts 'Neues. Der Erste Generalquartierrneisier: L u d e n d o r f f. Aberrdbericht. Berlin, 11. April, abends. (WTV. Amtlich.)' Die Schlacht bei Armentieres nimmt weiterhin einen günstigen Verlauf. Wir sind in die Vorstädte von Armentieres eingedrungen. Südlich von Estaires wurde die Lawe an einigen Stellen überschritten. Der österreichische Geueralstob f| ^ meldet: Wien, 11. April. (WTV.) Amtlich wird verlautbart' Westlich des Gardasees und im Brentatale erfolgreiche eigens Sturmunternchmunzen. Sonst keine besonder,: Ereignisse. Der Chef des Gcnerslstabes. I Der bulgarische Grneralftab Jj ©yf*a, 9. April. (WTV.) Generalsiabsbericht. Ntüzedonifche Front: In der Umgebung von Bitolia und östlich des Wardar war das Artitteriefeuer ans beiden Seite,: lebhafter Auf der übrigen Front mäßige Feuertätigkeit. Im Etcumatale und südlich von Varakli Diumaya zerstreuten unsere Angriffsabteilungen mehrere feindliche Abteilungen von Zugstärke und machten Engländer zu Gefangenen. Dobrudschaftont: Waffenstillstand Das türkische Hauptquartier I meldet:-' Konstantinopel, 9. April. (WTV. Nichtamtlich.) Amtlicher Tagesbericht. Palästinafront: Stellenweise Patrouillen- und Handgrana- tcnkämpfe, in welche auch die beiderseitigen Artillerien ein- griffen. Kaukasusfront: Die gestern bei Wan geschlagenen Banden werden in östlicher Richtung verfolgt. In Wan erbeuteten wir Maschinengewehre, viele Fahrzeuge, Munition und Verpfle- gungsvorräte. In neuen erfolgreichen Kämpfen bahnen sich unsere Truppen ihren Weg nach Kars. Gegenüber Datum ist das Knie des Tfchorokfluffes überschritten. Aus den Vorstellungen der Festung wurden die Banden vertrieben. Auf den übrigen Fronten nichts Neues. 30000 Tonnen versenkt. Berlin, 11. April. (WTV. Amtlich.) In zäh durchgeführten Angriffen vernichteten unsere U-Boote im Mittelmeer einen Geleltzug von vier Dampfern restlos und versenkten vier weitere Dampfer, zusammen über 30 000 Brt. Außerdem wurde ein englischer Zerstörer der D-Klasse (950 To.) abgeschoffen. Auf einen beladenen Tankdampfer wurde ein Torpedotreffer erzielt, jedoch durfte der schwer beschädigte Dampfer den Hafen von Alexandrien noch erreicht haben. — Die Dampfer waren beladen und, soweit festzustellen, bewaffnet. Die starke Sicherung läßt auf eine wertvolle Ladung schließen. Namentlich festgestellt wurden die englischen Dampfer „Saldanha" (4594 Brt.), „Saint Dimitrios" (3359 To.),, der Tankdampfer „Oneka" (5176 Brt.), der italienische Dampfer „Sinoerita" (1722 Brt.) und der griechische Dampfer „Princetz Sophia" (2282 Brt.). Der versenkte englische Zerstörer sicherte mit einem zweiten Zerstörer einen großen Transporter, der ebenfalls vernichtet wurde. Die auf dem sinkenden Dampfer „Saint Dimitrios" beobachtete Detonation rührte vermutlich von Munition her. Der Ches de, AdmiralstaH, der Marius. fafJaiuie mr deiiMnTsrBolmlen beschössen Berlin, 10. April. (WTV. Amtlich.) Unsere Torpedostreit- kräfts Flanderns haben am 9. April abends unter Führung des Korvettenkapitäns Alb recht die militärischen Anlagen bei La Panne ausgiebig unter Feuer genommen. Die Küstenbattc- rien erwiderten das Feuer ergebnislos. Feindliche Seestreit- kräfte wurden nicht gesichtet. Der Chef des Admiralstabs der Marine. . Die Schlacht im Westen. Girr großer Tag. Berlin, 11 . April. (WTV.) Ejqi höherer Generalstabsoffizier berichtet vom Kampsfeld: Wenn die bisherigen Leistungen der deutschen Arme noch übertroffen werden können, so wurden sie am 9. April über- boten. Die Schwierigkeiten des Angriffs in diesem Gebiet lagen vor allem in den Eeländeverhältniffen. Der Boden war so durchfeuchtet, daß in ftische Eranatlöcher das Wasser oft mit solcher Schnelligkeit etndrang, daß Eile notwendig war, um in den Trichter gestürzte Verwundete vor dem Tode des Ertrinkens zu retten. Im Frieden hätte man den Angriff über dieses Gelände für unmöglich gehalten. Auch die Engländer schienen die Ansicht zu teilen, denn nur so erkären sich ihre Dispositionen. Aus Sorge vor dem deutschen Durchbruch bei Amiens hatten fis hier dis Verteidigungslinie wesentlich geschwächt. Zunächst wurde die gegnerische Artillerie zum Schweigen gebracht, dann wurden die feindlichen Jnfanteriestellungen sturmreif geschossen. Rasend rollte das Feuer bis um 8 Uhr 45 vormittags. Da erhoben sich, den Sturmhut auf dem Haupte, die von England \6 arg verspotteten Kaninchen aus ihren Löchern und stürzten sich auf die feindlichen Linien. Die Portugiesen wagten kaum Widerstand zu leisten. Die ersten Gefangenen sagten aus, daß ganze portugiesische Regimenter in heillosem Schrecken zur wilden Flucht sich wandten und in der Richtung auf Hazebrouck verschwunden wären. In das ganze Verteidigungssystem hatten die Deutschen eine klaffende Bresche geschlagen Nunmehr begann das Vernichtungswerk der nach rechts und links standhaltenden englischen Truppen. Eine der englischen Divisionen hatte sich soeben angeschickt, die Portugiesen abzu- lösen. Teile ihrer Infanterie wurden im Rücken und in der Flanke gefaßt und kompagnieweise zu Gefangenen gemacht. Unaufhaltsam aber fluteten die Massen der deutschen Infanterie vorwärts gegen die träge strömende Lys. Das Unerhörtste und Unerwartete geschah. Die tief gegliederte, eiserne ausgebaute Derteidigungsfront von acht Kilometer Tiefe wurde einfach über den Haufen gerannt. „Die feindlichen Linien sind durchbrochen!'* Wie ein zündender Funken lief es von Mund zu Mund. Marr> muß die deutschen Truppen gesehen haben, wie sie auf diese Nachricht von allen Seiten, auf allen Wegen antraten. Das Wor8. Hindernis war nur mehr ein Wort. In jedem einzelnen Man« schienen übernatürliche Kräfte entfesselt. Tausende von Gefangenen und weit über hundert Geschütze waren bereits bis zum Abend des 9. April, am Geburtstage des Ersten Eeneralguar- tiermeisters General Ludendorff, in den Händen der Sieger. Der 9. April 1917 war an der englischen Armee gerächt. Leichtsinniger Einsatz der Portugiesen. Berlin, 11. April. (WTV.) Die südlich Armentieres geschlagenen portugiesischen Divisionen waren in völliger Unkenntnis über die tatsächliche Lage der Engländer. Die britisch« Heeresleitung hatte infolge Bedrohung ihrer Fronten beiderseits der Somme die wichtige Stellung nördlich des La Vassee- Kanals in der Hauptsache den Portugiesen übertragen. Bei dem überraschenden deutschen Angriff am 9. und 10. April mußten sie infolge des völligen Versagens der englischen Führung die Hauptverluste tragen. Die Folge dieses neuen Schlages wird fein, daß abermals die Franzosen weitere Teile der englische« Front übernehmen müssen, um die Briten zu entlasten. Da- durch werden die französischen Reserven immer von ihrer eigens lichen Aufgabe abgezogen. Ihre Kräfte verbluten lediglich zu«' Wiederherstellung der durch Selbstverschulden gefährdeten eng» lischen Lage. Uebereinstimmend machen die portugiesischeil gefangenen Offiziere der englischen Führung die allcrschmersteid Vorwürfe. Sie allein haben die blutige Niederlage an diesetz Frontstelle verschuldet. ~ ^ Die Portugiesen als Sündenböcke. Die Armentieres direkt gefährdende empfindliche Nieder« läge gibt jenen Pariser Kritikern recht, welche wiederholt Be», denken erhoben, daß den Portugiesen die Mittelstellung in den« dortigen wichtigen Abschnit anvertraut wurde. Heute bestehe« in Parks ernste Befürchtungen, daß Haig auch die Stellungei« von Givenchy und Fleurbait nicht werde behaupten können. Ein ftanzösifches Eingeständnis. Genf, 11. Avril. Der Pariser „Temps" meldet: „Die Lag« an der englischen Front ist kritisch geworden und bedroht auch die französischen Fronlstellen. Nur der schleunige Einsatz von. mindestens IX Million Mann neuer Truppen kann den Am» sturm zurückwerfen und uns wieder in den Besitz der alten Front-u, ltnie bringen." Der Erfolg der siebenten Kriegsanleihe Hai uns zum im ^ Meder» dn Dffeo s -i muß durch die »Achte" erzwungen werden - zeichu n. 'nwTrysqax wm* wm* Wlto* m — gewöhnlich vormittags aufgegebne Havasnote üb« dt, fffr trw Operationen an der Westfront gestern ansgeblteben fit. Dt, natürliche Erklärung hierfür finden fchwetzerfiche Blätter i« d« kritischen Lage Haigs, der infolge d« gestern erfolgte» Gt«. druckrurg seines von Portugiesen gehaltenen Zentrum» -wische« La Bassee und Armentieres in schwere Bedrängnis geriet. Ei« weiterer Beweggrund für das Schweigen d« offiziösen französischen Agentur ist die unsichere Lage Fochs südlich von Eoucy-le- Ehateau, die durch die Erfolge der Deutschen in diesem Abschnitt stark gefährdete Verteidigung. Gefangenenvehandlung durch die Australier. Berlin 11. April. (MTB.) Englische Offiziere gaben fol- genden in den Gräben der Australier miterlebten Vorgang zu Protokoll. Als einige deutsche Gefangene mit Begleitmannschaften vorüber kamen, wurde plötzlich ein« von ihnen in LLucke zerrissen. Kurz darauf ging es einem andern gerade so. -rie englischen Ofiztere sahen dann, wie die Australier beim Herannahen von Vorgesetzten schleunigst Handgranaten ln einen Sack verschwinden liehen. Ein anderer tat so, als sei nichts geschehen und rauchte ruhig seine Pfeife. Die Australier warfen E&ÄE." mm, ‘ “* ------- Drohende Umfassung bei Arras. . Di- Aiirichcr „Post" melde!: Südlich Arras beginnt sich be- eei.s eine drohend« Umfassung der Stadt anzudeuten. Die Ee- . }I „ bie englischen-fronzöfischen Truppen, daß die Deutschen ,-nen Durchbruch in der Richtung Donlten- vornehmen, um dies zu einem Vorstoß gegen die Verbindung nach Süden aus. zunutzen, ist im Wachsen begriffen. Südlich Amiens ist die Sicherheit der ganzen französischen Aufstellung schwer bedroht Eine d-.rekte Roidwest-Siidost-Linie besteht für die Alliierten «acht mehr. Reims vollständig geräumt. 5* ie "Zürcher Post" meldet aus Paris: Reims ist fetzt voll- stairdrg geräumt. Die letzten Einwohner, etwa 1600 Personen TI, ,eit ” feUn M-»aten in ihren Kellern lebten, verließen am ^hl-n Montag die Stadt. Ueber 3000 Flüchtlinge aus der Regent, von Amiens und Moutdidier trafen vorgestern tm De. partement Jsere in Südftankreich ein. (3Bm > Me sehr bereits die große .deaffche West-Offensive auch französisch- Ka.npfdivis-onen in M.t- 0e l° 3e l %*' ߀ ^ t fcaraU5 hervor, daß von den Deut. htrl fr*** ^fongene gemacht wurden, die dem unae° btenten französische» Landsturm angeh^. Gegen Ctemenrea«. Telegramm Kaiser K«rrlS a» Kaiser Wrlhel«. 1 V ^°£ er **° rl Achtele heute an den oeirftchen Kaiser folgendes Telegramm: »Der französische Ministerpräfident, in die Enge ge- trieben, sucht dem Lügennetz, in das er sich selbst verstrickt hat, zu entnnnen, indem er immer mehr und meh- Un- ta»W n ten a nI)flu f i und sich nicht scheut, nunmehr auch die vollrg fatsche rmd unwahre Behauptung aufzustellendaß rch rrgendwolme gereckste Rückerwerbungsansprüche grank- rerchs auf Elsatz-Lothringeu anerkannt habe. Ich weise diese Behauptung mit Entrüstung zurück. In dem Augenblick, m welchem dre österreichisch-ungarischen Kanonen qe- merniam mit den deutschen an der Westfront donnern, be- darr es wohl kaum eines Beweises dafür, daß ich für Deine Provinzen genau so kämpfe und auch ferner zu kampren bereit bm. als gälte es meine eigenen Länder zu ver- rewigsn. Obwohl ich es angesichts dieses sprechenden Beweises der völligen Elemeinschaft in den Zielen, für welche wir - ^ umiiehr fa,t wer Jahren den Krieg fortführen s,ir uberfluffig halte, auch nur ein Wort über die erlogeiw Be. baiwtung Clemenceaus zu verlieren, liegt mir doch daran, rÄ T ( kt1tr Gelegenheit erneuert der vollständigen Solidarität zu versichern, die zwischen Dir und mir -wischen Deinem und meinem Reich besteht. Kein- Jn- "®“ e ' E-b'-e- Versuche, von wem immer sie ausgchen mögen, werden unsere Waffenbrüderschaft gefährden/ (he- meinsmn werden wir den ehrenvollen Frieden erzwingcn." Paris, 11. April. Der Kammerausschuß für auswärtige Nngelegenhciten beschloß Clemenceau über die Aeußerungen Mt mlZ -? lPn 3l : ^ Ausschüsse für Armee- und Dcai incangelcgenheiten sollen zu der Teilnahme an der te.*ung erngeladen werden, in der die Erklärung starffinden Eine amtliche Wiener Erklärung. « 1L y^ L lWB. Amtlich.) Clemenceau sucht sich fVf ^"geletzte Verdrehung der Tatsachen aus der pein^ liawn Sage hewnszuwinden. in die er durch da^ Ableuancn oer der Rede Czermns vo,n S. 4. enthaltenen Fest. ' %h bä"-" es für überflüssig, die ÜI..Wahrheiten jeder einzelnen seiner Behauptungen bestm- Denn wir würden uns damit nur in den ~ enst seines oifenkundigen Bestrebens stellen, durch di- E- Znus? “™ er blc Borgeschichte der Freiburger Zusanimen- le.'k"a,,f wös^^^E^ ” ätoci Tatsachen abzu- baf nän fi* " ber m ! ^-rninS allein ankommt, daß namüch Clemenceau noch kurz vor Beginn der lebten 1lnnn tra ® eftcn eine Annäherung an Oesterreich. Ungarn gesucht und rhm dann ä „ wissen gegeben hat. daß Frankreich zu einem Frieden ohne die Annerion Elsaß. Lothringens mcht zu haben sei. Nun sucht Clemenceau in aumfi S3 ^ c6 ^ 1 ' bie Aufmerksanrkeit von diesen zwei Punkten dadurch abzulenken, daß er angeblich politische . ^^ugen rn die Diskussion wirft, ivelche Kaiser Karl »rreslich geta, haben soll, und welche, wie er behaiiptet, be- Werbung Ekfatz^rochringen» gaftbmm, daß farwr feh, M"t^r de« Aeußern ebenso denke wie er. Die Unümrig- keit dieser Behauptungen liegt auf der Hand. &e ftebt in krassestem Widerspruch mit allen öffentlichen Reden, welche der verantwortliche Mrmster des Aeußern stets gehalten iZ tocrcfx-^ auch!» Frankreich bekannt find. Insbesondere de- w^st dre nicht ermnal von Clemenceau abzuleugnende Tat- bQ b*: k. Truppen für Elsaß-Lothringen an der Westfront kainpfen, klarer als alle Argumente die über jeden Zweifel erhabene! bundestreue Gesinnung unseres Monarchen. Zum Ueberfluß sei ausdrücklich festgestellt, daß dre Angaben Clemenceaus über die brieflichen Aeirßerungen Kaiser Karls von Anfang bis Ende erlogen sind. Deutlich geht aus allen Aeußerungen Clemenceaus nur die von ihm offen erngestandene Tatsache hervor, daß der Krieg an der Westfront andauert, weil Frankreich Elsaß-Lochringen er- obern will. Einen besseren Beweis, daß die Mittelniächte ! 3ur ihres Besitzstandes kämpfen, hätte Clemen- ceau der Welt nicht liefern können. Ko?os GnitzKUuttgen. Genf. 10. Llpril. Bolo sollte Mittwoch früh erschossen werden. Am Tage zuvor liefe er durch seinen Verteidiger Salles dem Staatssekretariat für die Mililärjustiz mttteilen, dih er etwas Wichtiges zu erklären habe. Zm Aufträge des Staatssekretärs begab sich der Leutnant Zusselin in das Gefängnis und unterzog den Verurteilten einem langen Verhör. Nach diesem Verhör telephonierte Zusselin an das Ministerium, das so- fcrt den Befehl zur Hinrichtung wid-.rrufen lietz. Dah es sich um etwas sehr Wichtiges handeln mutz, ist aus der grotzen Bewegung zu schließen, die alle offiziellen Kreise ergriffen hat. Die ganze Nacht fanden Konferenzen im Kriegsministerium statt und ebenso beim Militärgouverneur von Paris. Telegraphisch wurden Ver.rehmungen in der Provinz und nn Auslande angeordnet. An den Konferenzen nahmen auch italienische Offiziere teil. Dolos neue Mitteilungen betreffen die Fälle Cail- laux und Humbert. m _- Anrolnr-k der Radk immmwoAmt sur Semntnis zu bringen.^ Auch Gsthlaud. ^ ^prtl. Wie wir hören, hat nunmehr auch de, -^ländische Landesrat in Reval beschlossen, in Berlin di- An. erkemrung de, selbständig«, esthlandtschen Staatswesens zu er. bitten und gleichzeitig den engsten politischen und wirtschaftliche« Anschluß an das Deutsche Reich zu erstreben. Cme KlUldgeiniila des po!nijcht» . Minißkr-räßheiitkn. Warschau, 11. April. (WTB.) D-r polnische Ministerprö. stdent rrchtete nach fernem Amtsantritt an den deutschen Reichs- kanzler und den österreichisch-ungarischen Minister des Aeußerr, g erlautende Telegramme, in denen er um wohlwollende Unter. i n i 9 t i Cr ^onruhungen nach Festigung der polnischen Staat, ltchkeit bittet und die Hoffnung ausdrückt, daß es bei gegenserti. gern Vertrauen gelingen werde, sämtliche für das Verhältnis Polens zu den Mittelmächten grundlegenden Fragen in einer dem beiderseitgen Interesse entsprechenden Weise zu regeln. Der Mrntst«Präsident Steczkowski erhielt vom Grafen Hertling urzd vom Grafen Ezernin Antworten, in denen unter d« Versiche. rung vsrtaucnsvoller Unterstützung die Hoffnung ausgedrückt wrrd, daß es gelingen werde, eine allseitig befriedigende Rege- lung der Fragen zu erzielen, welche für Polen von grunb. legender Bedeutung sind. Rußland vor neuen Kriegen? „Daily News" melden aus Moskau: Lenin erklärte: Wir sind von Gefahren umgeben. Die Deutschen treffen im Süden Vorberertungen und die Japaner sind mit den Engländern in Wladiwostok angekommen. Sie umringen uns mit einem engen Krerje. Wir möchten neue Kriegsgreuel vermeiden, aber es wird unmöglich sein, wir w«den wieder kämpfen müssen. An die Regierung der Vereinigten Staaten wurde ein amtlicher Protest gesandt D« Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten ist mtt der Vorbereitung zur Veröffentlichung von Geheimdoku- menten beschäftigt, welche beweisen, datz das Vorgehen Japans t» Sibirien schon zu Beginn der Revolutton geplant wurde. Die Kämpfe in Finnland. Basel. 10 . April In einer Pötersburg« Havasmeldung hergt es: Obwohl in Finnland zwischen den Roten und den Weißen Garden noch erbitterte Kämpfe zu erwarten sind, ist die Sache der Roten seit d« Ankunft d« Deutschen als verloren zu betrachten. Man meldet, daß dte Weiße Garde Rautu an d« russisch- ftmnschen Grenz? besetzt haben Wenn diese Nachricht genau ist. sind die Weißen Garden nicht mehr weit von der Bahn Wiborg-' Per«sburg entfernt. Man meldet, daß die Weißen Garden bei Rautu einen Panzerzug mit 16 Kanonen und 18 Maschinen, gewehren erbeutet haben. Kopenhagen. 10. April. (WTB.) Meldungen aus Peters- bürg besagen, datz die revolutionäre Regierung in Helsinafors beschlossen habe, ibren Sitz nach Wiborg zu verlegen. Helsing- fors soll jedoch nicht ohne Kampf aufgegeben werden. Rn^land nnd die Ukraine. ^ Moskau, 9. April. (WB.) Meldung der Petersburger 4.eI.'Jgenhu'. Fuuksprucst der deutschen Regierung an das Kommiffarint der auswärtigen Angelegenheiten: „Gemäs; Arttkel 6 des Friedensvertrages verprstchtete sich die russische Negierung mit der ukrainischen Republik binnen kurzer Frist einen Frieden zu schließen. Nach einer Mitteilung der ukrainischen Regierung unternabm dre russische Regierung keinen Schrütt, rnn die Herbeiführung des Friedens zu beschleunigen trotz der Anregungen und des Versuchs der Ukraine. In der Voraus- setzung, daß der russisch-ukrainische Friedensvertrag unter anderem alle zweifelhaften Fragen hinsichtlich der Ausdehnung des ukrainischen Gebietes lösen soll, gibt die deutsche Regierung der Hoffnung Ausdruck, daß die rus- . .rsche Regierung ohne Verzögerung in Verhandlungen niit der Regwnrng der ukrainischem Republik eintreten wird und ersucht, sie von dem Beginn dieser Verhandlungen in Kenntnrs zu setzen. Auswärtiges Amt. von dem Bussche." Das Kommissariat der auswärttgen Angelegenheiten nwtete an Deutschland folgende Antwort über die Verhandlungen mit der Kiewer Rada: ,,^n Beantwortrmg des Fiinkspruchs des Auswärtigen Amtes vom 6. April, in dem die deutsche Regierclng'an eine nichterfüllte Pflicht erinnert, die Friedensverhandlungen mit der Kiewer Rada aufzunehmen, teilt das Kom- mrssarat der auswärtigen Angelegenheiten den Wortlaut semev noch am 4. April nach Kiew gesandten Fun.kspruchs nnt, nnt deul Vorschlag, die Verhandlungen am 9. April rn Smolensk zu beginnen. Da von der Kiewer Rada noch keine Antwort eingegangen ist, ersucht datz Kornmissariat der auswärtigen Angelegenheiten die deutsche Regierung, den Wortlaut des erwähnten Funkspriichs. m dem als * PfiiWöiti) du «rjimdülhe SchiffsMA str die Berlin. 11. April. (WTB.) In Schweden rst die Rarsiriltt verbreitet, daß Deutschland die Abgabe schwedischen Schiffscau. mes an England nicht bekämpfe, weil Deutschland k«ne Lebensmittel an Schweden liefern könne. Eine solche Auffassung heißt di« tatsächliche Lage v«kennen. So sehr in Deutschland' be. dauert wird, oaß in Schweden durch die Maßnahmen der En. tente, besonders Englands und der Bereinigten Staaten. Ernöh. rungsschwierigkeiten entstanden sind und so gern Deutschland be. reit sein würde, dem befreundeten neutralen Lande zu helfen, so ist es doch ein falscher Schluß, wenn man glaubt, datz aus die- sem Grunde Deutschland die Abgabe schwedischen Schiffsraumes gewisserinaßen als Kompensation gegen die Belieferung mit Lebensmitteln ohne weiteres dulden könne. Hierin liegt zweifellos eine falsche Einschätzung d« ungeheuer schweren Schädi. gung. die für Deutschland in der Abgabe schwedischen Schiffs- raumes infolge ihrer kriegvcrlängernden Wirkung liegt. Davon. daß Deutschland sich mit dieser Tatsache ohne weiteres ab» ftndet, kann also keine Rede sein. Eine benierlitnswerie Mnny im Httrenkang. Die Sitzung des Herrenhauses am Dienstag eröffnete Präsi. dent Graf v. Arnim-Boitzenburg mit einer AnspraHe, in der er auf die Riesenfchlacht im Westen hinwies. Es sei eine Entschet. dungsschlacht und Dank gebühre den Männern, vor d«en Taten die Weltgeschichte verblasse. Der Geist Preußens, d« Geist Potsdam beseele das Heer. Die aus Wollen und Können. Auf- opferung und Pflichtbewußtsein geborene Tat verbürge den (Beifall.) Der zunächst auf der Tagesordnung stehende Gesetz, entwurf über dre Form der Auflassung wurde ebenso wie der Entwurf betr. den Bau eines Dampfkraftwerkes bei Hannover angenommen, dessen Annahme Minister von Breitenbach emp« fohlen hatte. Das Werk stelle eine Erotzkraftftelle von höchster Bedeutung für die Provinz dar. Es folgte die Beratung d« Denkschrift des Jahres 1917 über die Förderung deutscher An- siedlungen rn Westpreußen und Posen. Oberbürgermeist« Körte b«ichtete über die V«handlungen des Ausschusses, der eine Ent- fchließung vorlegte, durch die die Regierung aufgefordert wurde» an der folgerichtigen Durchführung der Ansiedlung in der Oft» mark fefizuhalten und datz bei Festsetzung der künftigen Grenzen Polens die militärische Sicherung Preußens die unverrückbare Grundlage all« Verhandlungen zu bilden habe. Stete, feste Polenpolitik sei nötig. Diese allein verbürge die Erfolge, wie Deutschland sie auch in den überseeischen Kolonien errungen habe. Deutschland müsse von den Feinden eine Kriegsentscha» digung fordern und in Zukunft auf wirtschaftlichem Gebiet Vor» ratspolitik durch Ansammlung von Getreide treiben. Die vater» ländischen Interessen müssen allen anderen vorangehen. (Lebhafter Beifall.) Herr von Kleist begründete eine Abänderung der Entschließung, daß die zur militärischen Sicherung nötigen Mit. tel eine Kriegsentschädigung erfordere. Wir müssen unbedingt eine Kriegsentschädigung haben. Wie die Feinde damit fertig werden, sei ihre Sache. Es heiße jetzt hart fein. Da sich Polen nicht mit Blutopfern an seiner Befre-ung beteiligt habe, müsse ihm ein Teil der Kriegslasten übergeben werden. Alldeutsche. Jndustr-elle werden der Demagogie beschuldigt und selbst Hin- denburg angegriffen, in dessen Gestalt sich Deutschlands Sieges- wille verkörpere. Landwirffchaftsminister v. Eifenhardt-Rothe stimmte der Entschließung zu und betonte, datz die Ostmark ein Schutzwall gegen das Eindringen ftemder Mächte sei. Preußen müsse verlangen, daß vor allem das militärische Interesse maßgebend sei bei der zukünftigen Grenzfestung. In letzter Zeit sei das Deutschtum langsam in den Hintergrund gedrängt worden, d« polnische Druck war zu stark. Daher sei die Kräftigung des Deutschtums erste Pflicht der Polenpolittk. Die Regi«ung glaube die Ansiedlungsbestimmungen nicht entbehren zu können, wolle aber alle Härten mildern und den Enteignungsparagraphen aufheben, der unwirksam sei und aufreizend wirke. Gras York zu Wartenburg begrüßte die Erklärungen des Ministers, vermißte aber eine Erläut«ung. mit welche» Mitteln das Deutschtum geschützt werden solle. Die Deutschen haben von den Polen immer nur den historische« Undau-k geerntet. M gleiche Wahlrecht ftr'-k« preWW Fandtag abgklehat. Mit 19 gegen 16 Stimmen lehnte die Kommission ßar gleiHe Wahlrecht -für die preußischen Landtagswähler ab. Geschlossen ^stimmten dagegen die zwölf Konservativen, vier Freikonservative, außerdem drei Raticnaltiberale: für das gleiche Wahlrecht stimmten die übrigen drei Nationallibcralen und geschloffen das Zentrum, die Fortschrittler, der Pole und der Sozialdemokrat, im ganzen also 19 gegen 16. Endlich wurde noch auf na. tionall'beralen Antrag ein muer 8 25a geschaffen. Hiernach findet auf die Kriegsteilnehmer für die erstmalige Wahl auf Grund dieses Gesetzes die Voraussetzung des einjährigen Wohnsitzes oder Aufenthaltes in der Gemeinde oder dem Wahlbezirke keine Anwendung. und es stehen den Kriegsteilnehmern die Zusatzstimmen für die ersten zwei allgemeinen Mahlen nach Inkrafttreten dieses Gesetzes und die bis zu ihrer Erledigung ein- tretenden Ersatzwahlen auch dann zu, wenn ihre Voraussetzung zu der Zeit bei ihnen vorhanden war, wo ihre Eigenschaft als Kttegstt ilnehmer begann. Von den zahlreichen Anträgen, die kn der ersten Lesung abgelehnt waren, nahmen die National- liberalen und Fortschrittler ihre Anträge auf Einführung des Verhältniswahlsystems wieder auf. Die Nationallibernlen beantragten feine Einführung für Groß-Berlin, die Fortschrittliche Volkspartei außerdem noch für einige dichtbevölkerte Wahlkreise. Auch diese Anträge wurden fast debattelos abgeiehnt. ^Weitere Aenderungen sind an der Vorlage nicht vorgenommen worden. Ein Erinklprnch des Dariers. Berlin, 11. April. Wie der Kriegsberichterstatter des ^Lokalanzerger" Karl Rosner meldet, machte der Kaiser kei seiner vorgestrigen Fahrt im Gelände auch beim General Ludendorff Halt, um ihm seine Geburtstagswünsche zu über- Omgen. Bei der kurzen Tafel saß Ludendorff zur Rechten '-tzindenburgs und zur Linken des Kaisers. Der Kaiser überreichte dem Geburtstagskind seine Statuette in Efiencmß und zwei blumengeschmückte Flaschen auserlesensten Kiedrrchers. Während der Tafel erhob sich der Kaiser, um Ludendorff seinen Dank für die reichen Dienste cnt^ur» sprechen, die er dem Vaterlande in dieser schweren Zeit Mistete. Er ffchr fort: ^ „Im Osten sind die Dinge geordnet — es bleibt uns allein der Kampf im Westen noch auszutragen. Hier haben Sie nun heute zu einem neuen Hamnrerschlag aus- geholt, der so Gott will in seinen "ÄMY Mlch m cnff^eKMirÄE ernnnaÄtttte günstige« Einfluß Ö fieberhafter Erwartu- wartete. War seine Sehrts Nur daß er sich immer wies«': und Abertausende mit Dir. gebliebenen. — Er hatte einen Brief geöffnet und la° -Alle Wetter!" sagte er nach einer ' an, Helen, was Regina hier schreibt." ..Von Regina?" Helen fragte c? ' lag ihr an Reginas Briefen, wenn der ciuc war, den sie so sehnlickst erwartete. Dem alten Herrn zuliebe Zeigte sie samkeit. „Was schreibt sie denn?" „Denke Dir doch, sie hat sich verlobt und bittet um meine Einwilligung." „Verlobt? Wirklich? Aber sie war doch ganz nahe an der Front? Wie ist denn das möglich?" „Ja, ja, im ersten Etappenlazarett. Aber bist Du denn gar nicht neugierig, mit wem?" „Ja. kenne ich den Glücklichen denn?" natürlich! Das ist's ja gerade, was mich freut, daß es nickt irgendein Fremder ist." „Und wer ist es? Nun sag's nur schnell!" „Doktor von Harthausen, Alfreds einstiger Mil.mb.'fier an der Londoner Botschaft." „O, Doktor von Harthausen! Gut kenn ich ihn Er war Alfreds Freund." Herzlich sagte es die junge Frau. „Ueber diese Wahl freue ich mich sehr," entgegnete Baron Werkheim. „Wirklich sehr! Harthausen ist ein aus- gezeichneter Mensch." . - „Gräfin Regina ist auch ein! ausgezeichneter Mensch» Herr Varon." Archibald Douglas war es, der in seinem ungelenkten Deutsch die Worte in die Unterhaltung warf. Helen hatte ihn und die ganze schreckliche Unterredung von gestern beinahe vergessen und wurde nun mit einem Schlage wieder daran erinnert. Der alte Herr warf dem jungen Engländer einen wohlwollenden Blick zu. Mit dieser Anerkennung hatte sich Archibald das Wohlwollen des Barons mit einem Schlage errungen. „Ah, ja. Sie haben ja das Kind in ihrer Tätigkeit gesehen." „Ich habe noch nie eine junge Dame kennen gelernt, die so tüchtig und fleißig ist. Sie war unermüdlich. Und immer gleich freundlich und hilfsbereit. Alle Verwundeten liebten sie." „DaZd freut mich! Freut mich wirklich sehr, Zch war erst entschieden dagegen, daß sie ins Rote Kreuz eintreten sollte. Sie war mir zu jung. Regina ist mir ans Herz gewachsen, wie kamn eine leibliche Tochter — und einst — ich kann es jetzt ja sagen — hatte ich ganz besondere Wünsche." Er tt'at auf die junge Frau zu und sttich ihr über den blonden Scheitel. „Dieser Blondkopf hat mir damals einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber es ist jetzt auch so gut, nicht wahr?" „O, ich Hab's gewußt, Papa! Ich fühlte es von Anfang an, als ich Regina sah." Arcknbald in seinem leicht verletzten englischen Dünkel ärgerte sich. Das sah ja beinahe aus, als müsse es sich seine Schwester noch zur Ehre anrechnen, daß Werkheim sie genommen. „Helen hat damals noch mehr Berechnungen über den Haufen geworfen, Herr Varon. Unser Vater war durchaus mcht mit den Wünschen seiner Tochter einverstanden. Aber Helen als sein verzogener Liebling konnte sich manches erlauben. So hat sie auch hierin ihren Kopf durchgesetzt." , Herr von Werkheim antwortete nicht. Er zog die -tirnl ln Falten und vertiefte sich weiter in Reginas Brief. Helen warf dem Bruder einen enttüsteten Blick zu Was fiel dem Archibald denn ein! Er sollte sich nur unter-" sieben, etwa gar von der unerquicklichen Geschickte auzu- fangen. „Ist Herr von Harthansen denn auch im Felde gewesen, Papa?" „Ja, Kind! Er ist Hauptmann der Reserve. Wurde leicht verwundet und geht in den nächsten Tagen wieder zur Front." „Diese deutschen Reserveoffiziere — ja, Herr Baron ick) weiß nicht, wie ich es sagen soll —, früher habe ich diesen Lport oft belächelt. Aber ich muß jetzt zugeben, daß es doch mcht nur Spielerei ist. Deutschland wird nicht io unter Jrr * rn I? nacI 311 Ieiöcn haben, wie die andern Staaten, Also hat die Sache wirklich etwas für sich." „Nein. Offiziermangel droht uns nicht so leicht. Ena« land ist sicher früher fertig mit seinem Offizierersah. Ja, ja. -.tan kann auch manchmal von den dnmrnen Deutschen lernen." „Sag, Pa^xi, hat Regina Herrn von Harthansen denn !chon früher gekannt?" fragte Helen den alten Herrn. Reginas Verlobung erregte ihre Aufun-rkfamkekt weit mel.r, als das eitrige Kriegsgespräch der beiden Herren. ' . „Harthansen ist einige Male mit Alfred zur Ja ad hier gewesen, und dann trafen sie auch auf eurer Hochzeit zusammen." „Na, dann ist es ja nicht ganz so überraschend für Dich, Papa. Ich dachte, sie hätten sich noch nie gesehen." Das Gespräch verstnmnite. Der alte Herr vertiefte sich wieder in seine Briefe, und die Geschwister hingen beide ihren Gedanken nach.- ."Bist Du zu einem Entschluß gekommen, Helen?" kragte Archibald am Nachmittag die Schwester, als sie sich im Park trafen. Fortsetzung folgt. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Musketier Heiyrich Böller Jnsanterie-Negiment Ne. 88 zwei Tage vor seinem 20. Geburtstage, am 1. Ofterfeiertag gefallen ist. Nieder-Wöllstadt. Münzenberg, Erohkarben, dm 9. April 1919. In tiefster Trauer: Familie Fritz Böller. Holzversteigerimg. Samstag, den 13. April, mittags um 2 Uhr anfangend, kommt im Eemerndewald Burg-Eräfenrode, Distrikt Diebseiche, folgendes Holz zur Versteigerung: 3 Eichenstämme von 47—58 cm Durchmesser, 6-6.20 m Länge - 3,85 fm; 4 Birkenstämme von 13 cm Durchmesser - 0,27 fm: 150 Stück Lärchen-Reisstangen; Scheiter rm: 9,5 Eiche, 23 Birke; Knüppel rm: 10 Eiche. -16 Birke. 10 Aspe; Reisig rm: 62 Eiche, 60 Birke, 14 Aspe. Zusammenkunft an der Eisenbahnbrücke Erbstadt—Kaichen. Burg-Eräfenrode, den 10. April 1918. Crosjh. Bürgermeisterei Burg-Eräfenrode. I. V.: Rahn, Eem. 33dr.: Die Erkrankung der Hch. Schad, Ehefrau. Anna geb. Kohlmeier, wohnhaft tm Stadtteil Fauerbach an Schwarzen Blattern. Kekgmrtmachmrg Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daff Sonnabend, .13. l. Mts., nachmit ags 1 1 / 2 rm Stadthaus des Stadtteils Fauerbach ein öffentlicher kostenloser Impftermin stattfindet, bei dem allen, die mit ansteckenden -Oiatternkranken m Berührung gekommen, sind, Gelegenheit zunr ^wpien gegeben wird. orf) empfehle vondiel'er Impfung rveugehenden Gebrauch zu machen. Friedüerg, den 11. April 1918. Der Bürgermeister. I. V.: D a m m. Kekmmtnmchmlg. I. L. Pauly . M. Noienfeld ' Consumverein A. Schmidt In den Geschäften von: L. A-n kein Ww. Fr. Hrlbrecht Ww. Lind & Ibold Fr. Michel gelangen von Montag ad Handkäse SttÄßaa*."* -o» -» 1 Frie-berg. den 1L April 1918. Der Ällvertretendr Bürgermeister. (städt. LebensmilLel-Ausschuff) . I. 21.: Langsdorf. Käse Zur Annahme von Zeichnungen sind unsere Geschäftsräume mittags von 12 bis 4 Uhr geöffnet. CkläMmPchliW. Am Samstag, den 13. Apn».' l. Zs., vormittags 11% Uhr, kommen inffStadthaufe des Stsdt- teils Fauerbach die bisher in bürgerrechtlicher Benutzung von R. Haas 28 we.. Jakob Köhm Wwe Friedrich Schwalb Wwe. gewesen und nach deren Ableben auf die Stadt übergehenden Pflanzstiick-' chen auf der Bleiche, sowie ein Grabstiick an der südlichen Mauer des Friebberger Friedhofs, 110, qm enthalkend, zur Nenverpach» tung. Friedberg, den 10. April 1918.'. Der Bürgermeister. 2. B.: D a m m. 1 Sonntag, den 14. April, dur die zeit vom 15. April bis 10. September 1918 werden di- SImLssttUiden der städtischen Verwaltung auf vormittags von 8 J”* 1 von 3 bis 6 Uhr festgesetzt. , A". den Zahltagen der Stadt- kaffe x ft letztere geöffnet von 9 bis 1 Uhr vormittags und 3 bis 5 Uhr nachmittags. Friedberg, den 10. April 1918 Der Bürgermeister. _ 2. B.: Damm. i ifiWiiiiiK ^ f , m . ^ung, 50 cm Durchmesser, ostrem. zu verkaufen. WWW Kvstzvt Dikttshkl'm b. von vormittags 87 2 —12 Uhr und nachmittags 2—4 Uhr sind unsere Geschäftsräume zur Entgegennahme von Zeich nungen auf die mit den Zeichnern offen. Auch werden an diesem Tage alle sonstigen Zahlungen, sowie Einlagen angenommen« NezirWckjse WS«. ' ■«. (Sie&itoerei* A.H. Mi. I« verkaufen Lei ^ Karl Dörr, Reiche^hekm i. W. im Haushalte: > Stoff-Farben in größter 2luswahl. Dvogrrre AdolfSchmidL Fviedber g t. H., Kaiserstraffe 7.' k. ßlllk«sschiilk/^"L7^ Noivik-Kriisiilkhkr, zw-üp. Nsmi-Cilisuiliher, -inspmm Gü'dtl-'ßeWküdtt Siltzkl-StüivcüSer in gutem Zustande preiswert abzugeben M. Röfenthal, landwirtschaftliche Maschinen Eiehen. Fernsprecher Nr. 77. v und 1 hochträchtige gelernte Kuli zu verkaufen. Ro ber t Eh, Poru-Asse«h ekm) Für meinen 16 jährigen Sohn ev., kräftig, gute willige Arbeitskraft, suche für bald illlldill. Lkhrßkttt. 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