V __Donnerstag, de» 11. April 1918 11. Jahrgang. Die .,r?cue Taaes?eit,„»g" erscheml ,even Werktag Regelmäßige Beilagen „Der Knner aus Kellen", „Die Hpinnstube". Kemgspreis: Bei den Postaustaiten vcerleijühriich Mk. 2.40 hinzu tritt noch das Bestellgeld: l-e- — cnlen monatlich 85 Pfg. einschliehlich Trägerlohn. Anreigen: Grund-,eile 2b Pfg., totale 20 Pfg^ Anzeigen von auswäns merden durch Boitnachnahm- erhoben. ErfüÜungsoi vr-.evberq. Hchriftleitung und Derlag icriedberg fHegen!. ^aaauerckratze 12. Fern>precher 48. Poitj Heck-Louto Nr. 4859. ll-nr Frankfurt a. M. U«rllch bri Fillc 6000 Gefangene, etwa 100 Geschütze. — Erfolgreiche Infanteriekämpfe beiderseits der Somme. Charkow dejekt. — Englische Reden: Krieg noch in 10 SO. — 80 000 Tonnen versenkt. Der deutsche Generalstab meidet: == M. T. S. Großes Aauptqnrrrtiev. den 10. ApriU Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen Armentieres und dem La Baffee- Kanal griffen vir nach starker Feuervorbereitung durch Artillerie und Minenwerfer englische und portugiesische Stellungen an und nahmen die ersten feindlichen Linien. Wir machten etwa 6000 Mann zu Gefangenen und erbeuteten etwa 100 Geschütze. An der Schlachtfront errtrrickellen sich zu beiden Seiten der Somme heftige Artilleriekämpfe und erfolgreiche Infanterie, gef echte. Auf dem Südufer der Oise warfen wir den Feind auch zwischen Folemtray und Brancourt über den Oise - Aise-Kanal zurück. Osten: F i n n l a n b. Unsere in öangoe gelandeten Truppen habe« «ach kurzem Kampf mit bewaffneten Banden den Bahnhof Karis besetzt. Ukraine. Charkow wurde nach Kampf am 8. April genommen. Der Erste Ceneralquartiermeister: Ludeudorff. Abendberlcht. Berlin, 10. April, abends. (WTB. AmtlM Nördlich von Armentiöres find wir in die englischen Linien beiderseits von Wänsten (Warneton) eingedrnngen. Zwischen Armentiöres und Estaires haben wir an mehreren Stellen die Lys überschritten. Der österreichische Generalstab meidet: Wie», 10. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird Verlautbart: Im Mündimgsgebiet der Piave scheiterten italienische Stoßtrnppsunternehmen. Das türkische Hauptquartier ======== meldet: = === = Konstantinopel. (WTB.) Tagesbericht. Palästinafront: Stellenweise Patrouillen- und Hand- granatenkämpfe, in welche auch die beiderseitigen Artillerien eingriffen. Kaukasusfront: Die gestern bei Wan geschlagenen Banden werden in östlicher Richtung verfolgt. In Wan erbeuteten wir Maschinengewehre, viele Fahrzeuge, Munition und Verpflegungsvorräte. In neuen erfolgreichen Kämpfen bahnen sich unsere Truppen ihren Weg nach Kars. Gegenüber Batum ist das Knie des Chorekflusses überschrittsn. Aus den Vorstellungen der Festung wurden die Banden vertrieben. Aus den übrigen Fronten nichts Neues. 80000 Tonnen versenkt. Berlin, 9. April. (LLTV. Amtlich.) Eines unserer Unterseeboote. Kommandant Kapitänleutnant Ieß, hat in der Irischen See 20 000 Vruttoregistertonnen feindlichen Handels- Ichiffsraumes vernichtet. Unter den versenkten Schiffen waren zwei besonders wertvolle Dampfer von 9006 und 0600 Tonnen. Der 9000 Tonnen große Dampfer, ein tiefbeladener bewaffneter Engländer, wurde aus einem einlausenden großen, stark gesicherten Eeleitzug, vermutlich mit Transport aus Amerika kommend, herausgeschossen. Namentlich festgestellt wurden der bewaffnete englische Dampfer „Destro" (852 Bruttotonnen) mit Holzladung für England und der tiefbeladene englische Dampfer „Jnkosi" (3358 Vcutloregistertonnen). Außerdem hat das Boot zwei englische Fischkutter versenkt. Der Chef tzes Admiralstab» der Mariner »' Die Deist»,«gen van „0 35". Berlin, 10. April. (WB.) Der Kaiser hat dem Kapitänleutnant v. Arnau ld de la Peri^re (Lothar) Kommandant von „11. 35", und der ganzen Besatzung dieses Bootes seine Anerkennung und seinen kaiserlichen Tank für die hervorragenden Leistungen ausgesprochen, die die tapfere Besatzung unter der ruhmreichen Führung ihres vorbildlichen Kommandanten erzielte. Kapitänleutnant v. Arnauld dessen kühne und erfolgreiche U-Boolstaten oft rühmend hervorgehoben wurden, hat in zwei einvierteljähriger 11* Bootkriegführung mit seinem vortrefflichen U-Boot ,)U. 35" im Mittelmeer den Feinden durch die Versenkung von 196 Scknffen von zusammen rund einer halben Million Bruttoregistertonnen schwersten Abbruch getan. Er versenkte bis jetzt zwei Kriegsschiffe, einen Hilfskreuzer, fünf Truppentransporter, 124 Fracht, bezw. Transportdarnpfer, 62 Segler und zwei Fischdampfer. Hierbei sei besonders erwähnt, daß das kriegserprobte Boot „U. 35" unter der Führung zweier Komrnandanten bisher über 600 000 Brnttoregister* tonnen feindlichen Schiffsraumes vernichtet hat. Die Schlacht im Westen. Die Kämpfe an der Oise. Berlin, 10. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der 7. und 8. April brachte auf dem Südufer der Oise dem linken An- grifssflügel der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz trotz der Ungunst des Wetters und des Geländes die volle A.us- wirkung des am 6. April erzielten Erfolges. Nachdem am 6. April, von Chauny nach Süden vorstoßend, der Ueber- gang über die Oise erzwungen war, wurde im ersten Ansturin nach Westen das fortartig ausgebaute Amigny mit seinen weithin den Oise-Sumpf beherrschenden Höhen genommen. Der Feind versuchte in dem stark ausgeöouten Walde von Coucy und in den Dörfern südlich der Oise feinen Widerstand neu zu organisieren. Durch das ungestüme Vor- wärtsdrängen der deutschen Truppen gelang es den Franzosen nur an wenigen Stellen, sich wieder zu setzen. Bei jedem erneuten Ansturm wurde der Feind geworfen. Am Abend des 7. April war bereits der ganze Wald von Coucy in den Händen der Deutschen, und die Linie Bichancourt— Pierremonde—Folembray—Fresnes war erreicht. Außer wenigen Chausseen, die wie Dämme durch den Sumpffee zwischen Channv und Servais führen, über schnell geschlagene Notbrücken auf Faschineustegen, durch Furten und durch von Granaten zerschlagene Schluchten folgten die deutschen Batterien und Kolonnen den unermüdlich Dor- stürmenden. Am Morgen des 9. April wird trotz des Regens der die Wege in Schlamrnflüsse verwandelt, die Kanallinie von Bichancourt bis Brancourt erreicht. Wie überrascheird der Stoß dem Feinde war, ze^e die bunte Zusammensetzung der 2000. französischen Gefangenen. Neben den Kampftruppen wurden territoriale, Armierungssoldatcn, Pioniere und Kavalleristen eingebracht, alle erstaunt, daß dieser Angriff von den Deutschen überhaupt gewagt worden war. Sie hatten sich auf die Höhen, die die Uebergange über den Fluß beherrschen und in den Betonkellern der Dörfer vollkommen sicher gefühlt. Den Deutschen, so seufzte ein französischer Offizier, ist nichts unmöglich. Das ist unser Unglück. Mit der Schnelligkeit, in der alle dies- Resultate erreicht wurden, wächst die Bedeutung. Koch GmM iilirt !»k Fuge im Mrßlil. Llycd George hat gestern im Unterhause die angekündigts Rede über die Lage an der Westfront und den Gesetzentwurf wegen Neuaushebung von Mannschaften gehalten. Das vollbesetzte Haus verhielt sich bei seinem Eintritt auffallend still. Der Ministerpräsident sagte: Wir sind in der kritischen Stunde dieses großen Krieges. Das Los des Reiches, Europas und der Freiheit der ganze« Welt hängt von dem Erfolg des Krieges ab. Die Regierung wird vor den äußersten Opfern nicht zurückschrecken und sie auch den breitesten Kreisen der Bevölkerung ausladen. Sie steht ii» engster -Fühlung mit den Bundesgenossen, um die richtige« Maßnahmen zu ergreifen, damit den Armeen in ihrem schwierigen Zustand Unterstützung gewährt wird. Bei den Schwierig» ketten soll man berücksichtigen, daß sich der Kamps auf eine Fronß von über 50 Meilen erstreckt. Lloyd George sagte über den augenblicklichen militärische« Zustand das folgende: Trotz der ernsten Verluste im^zahre 1917 waren die Ar. meen Frankreichs wesentlich stärker als im Januar 1917. Bis Oktober und November 1917 hat die Stärke der deutschen Armeen in Frankreich 2 gegen 3 der Alliierten betragen. Dann kam der Zusammenbruch Rußlands. Trotz der außerordentlich großen Zahl der deutschen Divisionen, die vom Oktober nach dem Westen iibcrgebracht worden sind und trotz einer österreichischen Unterstützung war, als der Kampf begann, die deutsche Kampsmacht an der Westfront nicht vollständig gleich der ganzen An» zahl der kämpfenden Soldaten der Alliierten. Namentlich was die Infanterie der Deutschen anbelangt, war sie im Nachteil« Ihre Artillerie war gleichfalls schwächer und ihre Kavallerie wesentlich geringer als die vnsrige, vom Luftdienst gar nicht zu sprechen, wc sie viel minderwertiger waren als wir. Die Deutschen organisierten daraufhin ihre Truppen, um eine größere Anzahl von Divisionen zu erhalten, auf einer kleineren Anzahl Infanterie und einer kleineren Anzahl Kanonen Der britische Oberbefehl vermutete gleichfalls von vornherein, daß der Angrif der deutschen insofern gelingen würde» als er üb»r die Hälfte der angegriffenen Front der britischen Li« nie durchdringen würde. Lloyd George hat erfahren, daß Kaiser Wilhelm dem früheren König Konstantin gegenüber sich geäußert hat: Ich werde sie schlagen, weil sie keine einheitliche Führung haben. Mit zwei geteilten Kommandos waren die Schwierigkeiten sehr groß. Es ist namentlich sehr schwierig, dar Risiko zu berechnen und ein General ist immer geneigt, die bes stehenden Zweifel zum Vorteil seiner Armee auszulegen, weil er verantwortlich ist, wenn etwas fehlgeht. Infolge des Nebels waren die Deutschen tatsächlich an einiger^ Punkten einige Meter in unsere erste Linie, bevor sie noch bemerkt werden konnten, hineingedrungen. Es war nun einmal unmöglich, sie, zu bemerken und das war ein ganz besonderer Nachteil für- uns, weil unsere Verteidigungsorganisation gerade an dem- Frontabschnitt größtenteils von dem Kreuzfeuer der Maschinengewehre und der Kanonen abhängig war. Der Feind hat seinen Vorteil auszunutzen verstanden. Die Deutschen haben zwei große Vorteile ^ gehabt. Sie hatten nämlich den Vorteil der Initiative, weil sie diejenigen waren, die angegriffen hatten. Ferner wußten ft*; ihr Ziel, lau nieu die Entfernungen und die Zeit ihres Angriffes. .Gene.nl Wilson kam zu der Ueberzeugung. daß der Angriffs südlich von Arras an einer sehr breiten Front durch ungefähr 95! Divisionen geplant war, und daß die Deutschen durch die bri-^ tischen Linien durchzubrechen beabsichtigten. Das war eine der Mng' Dem Geld in die Zeichne bk « Achte! Merüvllrdigsten Prophezeiungen. die -jemals über die Abfichte« >e» Kindes gemacht worden sind. Der Feind hatte sowohl den Vorteil der Einheit in der Anführung als den Vorteil eines trockenen, nebligen Wetters. . feilten Augenblick lang war der Zustand für uns sehr arg. Der 'Feind ist zwischen unsere Truppen der 5. Armee dukchgedrungen, aber die glänzende Haltung unserer Truppen, die in vorbild- /licher Ordnung zurückgezogen sind und dadurch wieder zwischen den beiden Armeen den Kontakt aufrecht erhielten, hat die Anstrengungen des Feindes vereitelt und den Zustand wieder her- gestellt. Wieder haben die Selbstbeherrschung und der Mut des britischen Soldaten Europa gerettet. Lloyd George sagte, daß er sämtliche Umstände darlegen wolle, die zum Rückzug der 5. eArmee leiteten. Offiziere und Mannschaften haben sich tapfer und sehr kaltblütig gehalten in allen argen Lagen. Lloyd George fuhr fort, datz, wenn er alle Generale vorzählen wollte, die sich ausgezeichnet haben, er sehr viel Zeit dazu nötig habe. Aber während es unzulässig wäre, den General Eough zu tadeln, so lange die Zustände noch nicht geklärt sind, . wäre es ebenso nicht am Platze, der britischen Armee gegenüber den General Gough an seiner Stelle zu belasten und deshalb hat das Kriegskabinett es auch für nötig gehalten, ihn zurückzuberufen, um eine Untersuchung anzustellen. Zwar hat der Feind bisher sein Hauptziel nicht erreichen können, nämlich die Scheidung der brittschen Armee von der französischen, aber wir würden uns doch einer schicksalsschweren Täuschung hingeben, wenn wir uns besten nicht bewußt wären, daß der Zustand j-hr ernst ist. Der Feind hat wertvolle Gebiete erobert, ist in der Nähe Bon Amiens, was die Sicherheit dieser Stadt bedroht und es ist ihm gelungen, den Rückzug einer unserer größten Armeen zu erzwingen. Das Kabinett hat alle Maßnahmen gettoffen zur Heranführung von Reserven: In so kurzer Zeit ist noch niemals eine so große Anzahl von Mannschaften über den Kanal transportiert worden. Was die Anzahl der durch die Deutschen eroberten Kanonen und Maschinengewehre, wie auch der Gefangenen anbelangt, so hat der Feind stark überttieben, und das Munitionsministerium war in der Lage, nicht nur die Kanonen und Maschinengewehre, die verloren gegangen waren, zu ersetzen, sondern hat noch eine bedeutende Reserve an Munition. In Saloniki hat die derzeitige Regierung nur zwei Divi- .fisnen. In Mesopotamien steht nur eine weiße Division und in Aegypten und Palästina nur drei, was dort sonst steht, besteht aus indischen und gemischten Truppen. Was unsere Verluste anbelangt, so ist es zu früh, schon fetzt mit genauen Ziffern zu kommen. General Haig hat aber gemeldet, datz die Angaben der Deutschen unmöglich richttg sein können. Der Feind' schei'tt beschlosten zu haben, in diesem Jahre eine militärische Entscheidung herbeizuführen, was mit unausgesetzten Kämpfen von der Nordsee bis zum Adriattfchen Meer gleich bedeutend ist. Alles hängt nun davon ab, ob wir bis zu« Ende kräftig 7 genug bleiben und ich glaube sicher, patz wir mtt der aweritani- scheu Hilfe dazu in der Lage sein werden. Es ist deutlich, daß die Deutschen einen zweite«, vielleicht noch größere» Angriff auf die alliierten Armeen vorbereiten. Lloyd George erinnerte das Unterhaus daran, daß an dem nördlichen Frontabschnitt des Generals Vyng die Engländer nirgends mehr als 100 Yards unter dem Drucke der feindlichen Angriffe zurückgegangen sind und sich dann nachher freiwillig weiter zurückgezogen haben, als die Lage an der rechten Flanke dies erforderlich machte. Wir müsten aber zugeben, daß der Feind einen großen Anfangserfolg erreicht hat. Im Anschluß an seine Ausführungen gab Lloyd George die Vorschläge des Mannschaftsersatzgesetzes bekannt. Er sagt-, der erste Vorschlag wäre, das militärische Alter auf 50 Jahre zu er- höhen und in einigen besonderen Fällen bei Männern mit besonderen Eigenschaften, besonderer Schulung und Erfahrung auf 55 Jahre. Es wäre nicht möglich, länger den Ausschluß Irlands ;u rechtfertigen und es werde daher vorgeschlagen, die Dienstpflicht auf Irland auszudehnen, unter denselben Bedingungen wie in Großbritannien. Die Regierung beabsichtige ohne Zögern vom Parlament die Annahme der Selbstregierung für Irland zu verlangen. Der Bericht der irischen Konvention biete eine Gelegenheit, der Frage mit einiger Hoffnung auf Erfolg näherzutreten. Llond George gab dann seiner Hoffnung Ausdruck, daß es möglich fein werde, die Mannschaftsersatzgesetze in dieser Woche zu erledigen. Die Regierung bedauere, daß sie so einschneidende Maßnahmen habe vorschlagen müsten, ober keine Regierung würde die Verantwortlichkeit übernehmen. weniger vorzSschlagen. Der Feind hat auf der Höhe seiner Macht angegriffen. Wir sind von einem mächtigen Verbündeten im Stiche gelassen worden und'ein anderer mächtiger Verbündete ist noch nicht bereit, ein Zehntel seiner Macht in die Wagschale zu werfen. Wenn wir einen Jahre dauernden Krieg vermeiden wollen, dann mutz diese Schlacht jetzt gewonnen werden, und um sie zu gewinnen, müsten wir bereit sein, alle unsere Hilfsmitel einzusetzen. Nach Loyd George sprach Asquith. der eine nähere Besprechung des Gesetzentwurfes für später sich vorbehielt. Bei diesem Entwurf müßten alle Bedenken vor der Frage, wie der militärische Erfolg zu erzielen ist, beiseite geschoben nrerden. Die Sache der Alliierten war noch niemals so ernstlich in Gefahr und nur durch eine äußerste Anspannung aller Kräfte kann sie gerettet werden. Asquith brachte seine Huldigung für die Selbstaufopferung der Artillerie bei der Deckung des englischen Rückzuges dar. Er sagte, solange dieser Geist in der Armee herrscht, solange brauchen wir an unserem Endsieg nicht zu verzweifeln. Devlin (irischer Nationalist) schlug eine Vertagung der Besprechung vor. Er sagte, datz es ein Irrsinn wäre, militärische Aushebungen in Irland vorzunehmen. Dillon, der neue Vorsitzende der irischen Partei, unterstützte Devlins Vorschlag und richtete an Lloyd George die Frage, ob er sich auch nur mit ei»em rischen Vertteter beraten hat. bevor er diesen Entschluß faßte. Rach einer Diskussion von einer Stunde über Devlins Mschlag"schlug'die R^ierüdtz "Sek Schlaff^&Y* Die» wurde mit SM gegen 8S Stimme« angenommen, nwrtaf Devlins Vorschlag mit 323 gegen 80 Stimmen verworfen wurde. Di« Berattmgen über die Gesetzesvorlage in der ersten Lesung wurde daraufhin wieder ausgenommen. Nachdem sprach der unabhängige Nationalist William O'Brien. Später wurde der Gesetzentwurf zur Erhöhung des Mannschaftsmaterials in der ersten Lesung mit 289 gegen 80 (der Iren) Stimmen angenommen. Allgemein ist man der Meinung, daß das Gesetz mit einigen Aenderungen auch in den weiteren Lesungen angenommen wird. _ j » v ' Cttrran iw Oberhaus. London, 9. April. (WTV. Nichtamtlich.) Meldung des Neu- terschen Bureaus. Im Oberhause gab Lord Curzon eine ähnliche Erklärung wie Lloyd George im Unterhause ab. Er sprach von der deutschen Offensive und erklärte, das Kabinett habe sofort Schritte getan und die Verluste ersetzt. Verstärkungen sind unverzüglich über den Kanal geschickt worden, und zwar bis zu einer Höchstzahl von täglich 30 000 Mann. Dabei ging kein einziges Menschenleben verloren. Die Verluste an Geschützen und Kriegsmaterial sind beträchtlich gewesen, aber durchaus nicht so, wie die feindlichen Verösenilichungen behaupten. Der Mu- nitionsminister versicherte uns, daß er mühelos in der Lage fei, alle unsere Verluste sofort zu ersetzen. Das ist so schnell geschehen, wie es die Aufnahmefähigkeit der französischen Hafen gestattete, dergestalt, daß wir außerdem noch starke Reserven haben. Wir taten einen weiteren Schritt und wandten uns sofort an die Dominions und Indien. Wir erhielten feurige, ermuttgende Antworten. Eine der glorreichsten Erfahrungen des Krieges ist die Art, wie die entfernten Teile des Reiches, die keiner sichtbaren oder unmittelbaren Gefahr ausgesetzt find, mit Inbrunst Opfer aus sich genommen haben, die nicht geringer sind als die derer, deren Heimat direkt bedroht ist. Wir wandten uns auch an u,r- seren großen Verbündeten jenseits d-s Ozeans. Wilson antwortete sofort mit einer edlen Bereitwilligkeit, die unseren Herzen wohltut und die in Betteff der Ziffern unsere kühnsten Erwartungen überstieg. Das Haus wird nicht erwarten, daß ich Ziffern der ausstehenden amerikanischen Truppenschübe nenne, aber die monatlichen Verstärkungen an Infanterie und Maschinengewehren, auf die wir für die nächsten Monate rechnen können und für die sich der dazu erforderliche Schiffsraum garantieren läßt, stellen schon an sich eine Armee von gewaltiger Stärke dar. Schließlich taten wir in Gemeinschaft mit unseren Verbündetem einen bedeutenden Schritt vorwärts in der Richtung auf eine einheitliche Leitung der alliierten Streitkräfte im Operationsgebiet. Wenige Tage nach der Schlacht kamen der britische und der französische Oberbefehlshaber aus eigener Jni- ttative darüber überein, die sttategische Leitung an der Westfront in eine Hand zu legen. Der Feind begann in der Erkenntnis. da das Gleichgewicht der Kräfte an der Westfront jetzt für ihn günstiger fei. als es ehemals wieder der Fall sein wird, eine Reihe von Schlachten in der Absicht, einen entscheidenden Steg zu errmzen. Dazu zwingen ihn die wirtschaftliche Lage Deutschlands, mehr noch die Oesterreich-Ungarns, die Erschöpfung und Kriegsmüdigkeit feiner Hauptverbündeten und die Erkentnis, daß mit jedem weiteren Monat ausgebildete amerikanische Truppen nach dem Kriegsschauplatz eilen werden. Er wird daher die augenblicklich vorteilhafte Lage ohne jede Rücksicht auf die Opfer an Menschenleben ausnutzen. Diese Krisis kann noch Wochen und Monate währen und bis in da» fünfte Kriegsjahr hinein dauern, aber unsere Pläne rechnen da- mtt, daß der Krieg auch noch 1919 umfaßt. Die Regierung würde ihrer Pflicht schnell genügt haben, wenn sie mit ihren bisherigen Maßnahmen sich begnügt hätte. So kam das neue Mannschaftstrgänzungsgefetz zu Stande. Dev türkische Erfolg am Jordan. Kanstantivopel, 6. April. (WTB.) Agentur Milli. Wie das Kttegsprcsteguartier mitteilt, ließen gewisse Anzeichen ver- aussehen. daß die Engländer den Jordan in Richtung auf Aman überschreiten würden, um die Eisenbahnlinie abzuschneidrn, die mit Rücksicht auf unsere Verbindung mit unseren Truppen im Hedschas sehr wichtig i/t. Durch diese Operation wollten die Engländer wahrscheinlich endgültig die Gefahr beseitigen, die ihrem rechten Flügel droht, und die Beduinenstämme politisch beeinflussen. Feindliche Erkundungsabteilungen gingen vorsichttg gegen den Fluß vor und gaben Berfuchsschüste gegen unsere am Ostufcr des Flusses aufgestellten Batterien ab. Am 21. März versuchte der Feind den Jordan nördlich der zerstörten Brücke zu überschreiten, wurde jedoch daran verhindert. Am 23. März kehrte der Feind mit überlegenen Kräften zurück und forderte den Ueberganq an dieser Stelle. Unsere schwachen Posten zogen sich gegen Salt zurück. Rach diesem Uebergang marschierten die Engländer mit sehr überlegenen Kavallerie- und Jnfanterie- kräften rasch gegen Aman und rückten in breiter Front in Rich- tung auf die Eisenbahnlinie vor. Nur an einem einzigen Punkte tonten sie jedoch die Eisenbahnlinie unterbrechen. Aman wurde durch eine kleine Schar Truppen heldenmütig verteidigt. Vom 27 . bis 30. März wurden alle von den Engländern durchgeführten Angriffe in glänzender Weife zurückgeschlagen und kosteten jedesmal namentlich bei dem Sturm vom 30. März dem Feind blutige Verluste. Außerdem wurde eine englische Kavallerie- brigade, die vorgerückt war, um die englischen Truppen zu decken, durch einige Eskadronen unserer Kavallerie über den Wadi Abied zurückgeworfen. Während dieses Zeitraumes kamen unsere infolge des auf das fünffache der gewöhnlichen Leistung erhöhten Eisenbahnverkehrs von Nord und Süd herbeigeführten Truppen ihren Kameraden zu Hilfe, die sich in ziemlich bedrängter Lage befanden. Oberst Estad Bey, der die Situation richtig einschätzte, besetzte mit seinen Truppen die nördlich Salt gelegenen Höhen und bedrohte aus dieser Stellung wirksam die Verbindungen des Feindes Feindes. Heftige, aber vergebliche Angriffe, die die Eng- länd-r unternahmen, um uns aus diesen Stellungen zu vertreiben, wurden in Bajonettkämpfen unter schweren Verluste« de» Feinde» abgeschlagen. Unt« dem Qt* FC. Greuzhausen, 9. April. Die Gemeindevertretung dei schloß die Erhebung von 125 Prozent von der Einkommensteuer/ im Vorjahre 150 Prozent, und 160 Prozent von den Real»^ steuern, im Vorjahre 190 Prozent cur Gemeindesteuern und da»! Freibleiben der Betriebssteuer. a\ Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ott- Kirsch e l, Friedberg: für den Anzelgenteil: R. H e h n e Friedberg, Druck und Verlag der „Neue« Tagäzeittmg?! * w «. «V gritttCM i &*** J Grane Gefahren. Roman aus der Gegenwart von M. Gontard - Schuck. Nachdruck verboten Helen schritt verzweifelt im Zimmer hin und her. „Mi stillt Sei still! Ich kann das nicht hören! Bleib doch hier! Ich werde es dem Baron sagen, was Du vorhast, dann ist Dir Deine Flucht unmöglich." „Helen! Untersteh Dich! Ich glaube, ich könnte Dir den Hals umdrehen. Wenn Du mir nicht Helsen willst, dann steh mir wenigstens nicht im Wege. Sollte ich aber glücklich über die Grenze kommen und Papa Wiedersehen, öann werde ich nicht verfehlen, ihm von der großen schwesterlichen seines verzogenen Lieblings zu erzählen." Bitterer Hohn zuckte um seine Lippen. Er stieß mit deni Fuße den Stuhl hart zurück und ging nach der Türe. „Bleib, Archie, bleib! Was soll ich denn nilr run?" Die junge Frau saß ganz zusammengejuuken da. Die Liebe zu dem Bruder und das Gerechtigkeitsgefühl — und sicher auch ein gut Teil Zuneigung zu dem alten Herrn — kämpften einen harten Kampf. Konnte sie es über sich gewinnen, vielleicht den Tod des Bruders zu verschulden? Aber dann — der alte Herr. Sie fürchtete sich vor seinen Augen. Wie finster und zornig würden sich die dichten buschigen Braunen zusaminenziehen. Und Alfred! Wenn sie so vor ihm stehen müßte! Und gerade jetzt! Gerade jetzt, wo ihr Bund erst die rechte Weihe dle rechte Innigkeit erhalten sollte! Archibald ließ den Türgriff fahren und trat wieder auf die Schwester zu. „Du willst, Helen? Bist Du endlich vernünftig?" Sie bewegte matt den Kopf. Was soll ich tun. schien sie zu sagen. Ich sehe keinen Ausweg.' Ein etwas weicherer Zug trat auf sein Gesicht. Es war, als täte sie ihm leid. Aber nur einen Augenblick. Er war ein Douglas, und denen ist das Mitleid eine ungewohnte Empfindung. Ein Gedanke kam ihm, der ein neues Licht in seinen grauen Augen entzündete. „Wenn Du mir nicht helfen willst, auch gut, nur verrate mich nicht. Mach eine Ausfahrt .nnt mir nd überlaß alles andere mir. Du weißt dann von ln?-5)ts! Ich habe D ich einfach überrumpelt. Laß mich nur gewähren, und niemand wird Dir Men Vorwurf matzen können. Und die Freiheit kannst Du mir doch gönnen!" „Du bist hier auch frei!" „Wie lange noch? Sicher keine acht Tage mehr. Also, Helen, willst Du?" „Laß mich überlegen. Ich weiß weder aus noch ein. Und wenn sie Dich nun wieder einfangen? Du kannst noch kaum laufen!" „Ich will auch nicht laufen! Selbstverständlich nicht!" Er lachte unruhig. „Würde mir auch schlecht bekommen." „Geh jetzt! Ich bin zu Ende mit meiner Kraft. Ich werde Dir morgen sagen, was ich zu tun gedenke." Er wollte noch etwas erwidern, doch Helen sprang auf und hob abwehreud die Hände. „Laß mich jetzt! Quäle mich nicht mehr! Ich kann einfach nicht mehr." Dann richtete sie sich plötzlich entschlossen auf und sah ihm furchtlos in die Augen. „Aber das sage ich Dir! Wie ich niich auch entscheide, ob ich Dir helfe oder nicht, wir beide sind fertig miteinander. Was ich Lue, Lue ich nicht Deinetwegen. Ich tu's für die Eltern!" Er lachte leichtsinnig. „Sei nicht tragisch, Schwester! Es ^steht Dir nicht. Es ich mir auch ganz gleich, um wen Du s Lust, wenn Du mir nur hilfst." Als Archibald das Zimmer verlassen Hütte, sprang Helen auf und warf sich ungestüm auf das Ruhebett. Sie drückte ihr Gesicht in das weiche Kissen und schluchzte kramv^- haft. Das also war ihr Bruder! Ihr einziger,' geliebter Bruder! Wozu wollte er sie verleiten? Zu einer Gemeinheit. Sie durste ja nie wieder wagen, dem alten Herrn in die Augen zu sehen. Und wenn sie seinen Willen nicht erfiillte und er wurde gefangen und erschossen! „Dann hast Du mich am dem Gewissen!" Sie schluchzte laut auf. „Wäre ich doch nur tot! Wozu lebe ich denn überhaupt?" Sie besann sich, wurde ruhiger. Ein friedliches Sinnen trat in ihre Augen. „Warum ich lebe?" „Warum ich lebe?" Sie setzte sich aus und trocknete ihre Tränen. „Bald werde ich wissen, wofür ich lebe. M bin erne Törin, mich von Archibald so quälen zu lasten. Ich werde nicht . tun, was er verlangt. Ich will vor meinem Kinde nicht die Augen Niederschlagen müssen." Sie dachte an ihren Gatten. Wie sehr würde er sich Brief"! f, "E/ Cr ie # Sie hatte solange keinen i° ner von ihm bekommen. Ein plötzlusies ongswoll-z V^r. la.'gen .stieg m ,hr empor. Nur eine Stunde, nur eiue Minute ihn letzt hier haben Nur einen kleinen Augenblick. SS w v\t Ct " e ® n,ft liegen, daun war altes gut. Sie schloß die Augen. Was war das? Wie ein -Mer Atem wehte es sie an. Rief da uicki, jemand ihren Namen? Sie riß gewaltsam die Augen au,. Nichts war um sic. Nichts, nur der leise süßliche Zigarette,iduit der in Archibalds Kleidern hing, zog noch durchs Zimmer' Sie schellte der Jungfer. ° ' „nh fm 6em / e f rn Bessie, ich hätte Kopj-chmerzen und wollte mich gleich zur Ruhe begeben " Es ist mir unmöglich, ich kann heute abend n,cht unten -und mit ansehen. wie Archibald freundlich und böslich Zirm."-“** A mU iie,em hinterlistigen Plan im Man saß beim Frühstück. r £ ® eie ". fQ& ,ef)r b'ast aus. so daß es wirklich siksieu als habere böse Kopfschmerzen gehabt. ' ' Teilnahmsvoll hatte sich der alte Herr nach ihrem Befinden erkundigt, als sie das Frühstückszimmer betrat. ^stuhb>?des,Not stieg ihr für einige Augenblick: ins Ac- Ücht und ihre Blicke flogen unsicher zu Archibald hinüber, wvr ab-r machte ein so gleichgültiges Gesicht, daß inan sich kaum denken konnte, er habe jemals solch Ungeheuerliches von ihr vertangt. Nach dem Frühstück brachte der Diener die Mappe mit oer Post. „Ob heute endlich ein Brief von Alfred dabei ist?" tagte Helen, und kaum zu unterdrückende Erwartung zitterte durch ihre Stimme. UncMduIdig sah sie auf die Finger des Schwiegervaters. Wie imiständlich war er auch immer. Sie hätte zugreifen mögen, um mit einem einzigen schnellen Griff die ganzen Briefe an sich zu reißen. Ein ^ lick würde ihr zeigen, ob die wohlbekannte, die geliebte Schrift dabei war. Als Her Baron alles geordnet und nichts an ihren Platz legte, fragte sie mit zitternden Lippen: „Nichts von Fred? Aluff an Dich nicht, Papa?" (Fortsetzung folgt.) Statt besonderer Anzeine. 00 Heldenkampfe im Westen ist am £'• Marz unser lieber, herzensguter Sohn. Bruder und Schwager Wilhtlm NeWem stud. med. Leutnant und Kompagniesührer Inhaber des Eisernen Kreuzes I. und II. Klasse «nv der Hessischen Tapserkeitsmedaille für das Vaterland, das er bei seinem auf das Ideale gerichteten Sinn mit der ganzen Glut seiner jungen Seele liebte, gefallen. * Wdgen b. Bad-Nauheim, Kriesheim b. Darmstadt. Familie Lehrer Fleischhauer Familie Lehrer Torr. « Holzversteigerungl «i? *? en 15 * April 1918, vormittags 9 Uhr, werden im iRevrer Wich»adt. tn den Distrikten Ameisenkopf. Hirschweg Dachbaum mrd Schöneich versteigert: ' J ] 1 29-39 cm Durchm. 8-14 m lang = 4,24 fm o Wen-stamme 46-50 cm Durchm. 7-11 m lang = 4,62 fm 2 Achten-Stamme 14—31 cm Durchm. 5-13 m lang = 0 94 fm . 6 Räumet« Eichen-Scheit ß ' 170 n Buchen-Scheit 8 „ Erchen-Knüppel 27 m Buchen-Knüppel 67 „ Kiefern-Knüppel 4 „ Eichen-Stöcke 60 „ Buchen-Stöcke 9 .. Lichen-Astreiser 191 ^ Buchen-Astreiser 128 „ Kiefern-Astteiser Zusammenkunft am Pflan;garten, Distrikt Ameisenkopf. Affenheiw, den 10. April 1918. _ Gräfliche Rentkaminer. Holzversteigerung. 1 T Samstag, den 13. April mittags um 2 Uhr anfangend, kommt M Gemeindewald Burg-Grafenrode, Distrikt Diebseiche, folgende« Holz zur Versteigerung: " 3 Eichenstämme von 47—53 cm Durchmesser. 6-6 20 m Länge = 3,85 fm; ' ' 4 Btrkenstämme von 13 ern Durchmesser - 0,27 fm: 150 Stuck Lärchen-Neisstangen; schetter rm: 9,5 Eiche, 23 Birke; Knüppel rm: 10 Eiche, 10 Birke, 10 Aspe; Nemg rm: 62 Eiche, 60 Birke, 14 Aspe. ' -p Zusammenkunft an der Eisenbahnbrücke Erbstadt Kaichen. Burg-Gräfenrode, den 10. April 1918. Grotzh. Bürgermeisterei Vurg-Träfenrode. 2. V.: Rahn, Gem. liefert schnell und billigst Neue TagesMung PnMherri und JJrrlij, A.G. Bett.: Die Fleischveriorgung für die Bevölkerung der Stadt Friedberg. Bekanntmachung Hierdurch bringe ich zur öffentlichen Kenntnis, daß der Verkauf von Rind-, und Kalbfleisch sowie Wurst für diese Woche am Frei- tag. den 12. April 1918, von nachmittags 1—6 Uhr in den sämtlichen hiesigen Metzgerläden stattfindet. Schweinefleisch gelangt diesmal nicht zur Ausgabe. Die vorstehende Verkaufszeit ist genau einzuhalten. Friedderz, den 11. April 1918. Der Bürgermeister. 2. 23.: Damm. Zahn-Atelier Peter Metzler Frrnsprrcher 220. Friedberg i. H. Hanauer Stt. 8. Sprechstunden: Wochentags von 12—7 Uhr Sonntags „ 9—12 „ CklaickseMchlnH. Am Samstag, den 13. April l. Js:, vormittags 11 1/2 Uhr, kommen im Stadthause des Stadtteils Fauerbach die bisher in bürgerrechtlicher Benutzung von R. Haas Wwe., Jakob Köhm Wwe. Friedrich Schwalb Wwe. gewesen und nach deren Ableben auf die Stadt übergehenden Pflanzstückchen auf der Bleiche, sowie ein Grabstück an der südlichen Mauer des Friebberger Friedhofs. 119 qm enthaltend, zur Neuverpachtung. Friedberg, den 10. April 1918 Der Bürgermeister. 2. V.: Damm. Bekanntmachung. Die Ausgabe der neuen Bezugsscheine für Vollmilch erfolgt' Samstag, den 13. April d. Js. und zwar: Bezirk I. Altes Psstgebäude, I Stock. Nr. 1-450 von 8—9 Uhr. „ 451 u. höher „ 9-10 „ Bezirk II a. Altes Postgebäude, I. Stock. Nr. 646-1050 von 2—3 Uhr, „ 1651 u. höher „ 3—4 .. .. „ , ~! e verstehende Zeiteinteilung ist genau zu beachten. Die Vollmilchausweiskarte ist vorzulegen. Friedberg, den 8. April 1918. Der Bürgermeister 2 . V.: Damm. Bezirk II. Altes Postgebäude, I. Stock. Nr. 1-300 von 10-11 Uhr, „ 301-645 „ 11-12 „ Bezirk III Schule in Fauerbach. Nr. 1—150 von 2—3 Uhr, 151 u. höher „ 3—4 Warnung! Ach warne hiermit Jedermann, meiner Frau Pauline Mörschel geb. Lang zu Reichelsheim etwas zu leihen oder zu borgen, da ich für nichts hafte. Heinrich Mörschel, Nieder-Florstadt. Die Gemeinde Holzhausen beabsichtigt «inen 20 Monate alten anzukaufen. Besitzer solcher Tiere wollen sich bei Unterzeichneter Stelle melden. Holzhausen, den 9. April 1918. Sn#, «ürprtiitiitftfi §ol,l;atilfn. Kunz. Bin Käufer von prima jährigen ltklß. Sillen zu höchsten Preisen. Angebote erbeten an Elias Hofmann, Friedberg i. H., Bi^marckstr. 26. Unsere H erde, aus vorzüglichem Material hergestellt, besitzen ganz besonders gute Back- und Dörr-Oefen. Koch-Herde in reicher Auswahl bei David Groedel Sühne Eisenhandlung: u. Küchenmagazinf Fernspecher 369 Friedberg ea!*er*tr. 43/46. Bekanntmachung Nachdem wir wieder über ge» nügend Lehrpersonal verfügen, sind wir in der Lage, den bereits vor dem Kriege eingerichteten CncknbnnknrD abhalttn zu können. Derselbe beginnt am 29. April Vormittag 9 Uhr und dauert 6 Tage. An den Vormittagen werden 3 Vorträge gehalten und nachmittags von 2—5 Uhr finven praktische Unterweisungen statt. Zugelassen werden Männer. Frauen und Mädchen, letztere jedoch nicht unter 16 Jahren. Das Honorar beträgt 5 Mark. Anmeldungen sind an die Direktion zu richten. Grohhmogl. PirflriioH der Obstbau-u. lanuro. winlerichule Spieß. !. 2 m, für (Setreib und Rüben Noron-Grasiilliher, zw-i» Nstei!-Grl!sil!i!htt', ein!pm,i WüßtMickr 4 m lang, 50 cm Durchmesser, astrein, zu verkaufen. W. Leonhardt. Hofgut rviffelshrim b. Bad-Nauheim. Zum 1 . Mai suche ein Mädchen das Kochen kann. Frau Apotheker Brill, Reichelsheim (Wetterau). Worte der Anerkennung werden uns oft über die Inserations- erfolge ausgesprochen, die selbst mit 'L, kleinen Anzeigen in der „Neuen Tageszeitung" erzielt werden. ''/Wenn Sie irgend etwas anzubieten, zu verkaufen oder zu kaufen haben, so be- Sie ?i(fi vorteilbatt unseres yj r- y/i dienen . .. . sich vorteilhaft Blattes. in gutem Zustande preiswert abzugeben M. Rofeuthal, landwirtschaftliche Maschinen, Eiehen. _ Fernsprecher Nr. 77. 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