Uitmnier 83 Mittwoch, den 10. April 1918 11. Jahrgang Ueue Tageszeitung Die „Neue Tay-s?-it«ng" erscheint ieden Werltag. Regelmäßige Beilagen „Der Bauer au- Hessen". „Die Spinn ssube". Ke?rrgspreis: Bei den Postanstalten vienelia! rUch .Hl 2.4 hinzu tritt noch das Bestellgeld: bei den '-identen monatlich 86 Pfg. einschließlich Trägerlobn. Anzeige«: Grundzeile 2b Psg., lokale 20 Pfg^ Anzeigen von auswarrs meiden durch oo rnachna im erhoben. Eniillunosori FrieLberg. Hchriftleitung und Verlag vriedbera steifen), lanaueritrahe 12. Ferniprecher 48. Postj heck-To ato Nr. 1859. l-nt Frankfurt a. M. I . . . ■"■J- 1 " - --..«■■■-- ■ -- ■ggL- g"«—., L-LL. . J J — J- 1 -- 1 ■ L i. — .i i,i , , t ,i h i.■ i ii. — - Der Uorstoß der Armee Metz»» Concy-le-Chateon gefallen. — Uene Erfolge am Oije-Aisne-Kanal. — In englische und poe 'u^iesischr Stellungen am Ka-Kastee-Kanal eingedrungen. — Die feindlischen Flngzeugverluste im jptsivi» 20000 Tonnen versenkt. Der deutsche Generalstad —- meldet: == === M. T. K. Großes Hauptguartiev, den V. Aprik. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz An der Cchlachtfront entwickelten sich vielfach lebhafte Ar- tklleriekämpfe. Auf dem Südufer der Oise griffen die Truppen des Generals von Schoeler und Wichura den Feind erneut an. Zwischen der Oise und Folembray stießen sie über die Ailette dis zum Oise-Aisne-Kanal vor. In heftigen Kämpfen nahmen sie den zäh verteidigten Wald östlich von Gunay. Sie erklommen im Angriff von Norden und Osten her die steilen Hänge der Höhen östlich Coucy-le-Chateau und erstürmten stark aus- gebaure Stellungen des Feindes. Quincy und Landricourt wurden genommen. Nach besonders erbittertem Kampf fiel heute trüh das festungsartige Coucy-le-Chateau. Im Marz beträgt der Verlust der feindlichen Luftstreit- krafte auf dem westlichen Kriegsschauplätze 23 Feffelballone und 340 Flugzeuge, von denen 168 hinter unseren Linien, die übrigen jenseits der gegnerischen Stellungen erkennbar abgestürzt pnd. Wir hüben im Kamps 81 Flugzeuge und 11 Feffelballone verloren. * _ f • Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. » Englische Brrrtaltrar. I Gin kürzlich erbeuteter englischer Regimentsbefehl enthält folgende Bekanntmachung eines Regimentskommandeurs an feine Truppen: „Die deutsche Offensive wird dem Regiment Gelegenheit bieten, möglichst viele Hunnen abzvschlachten." Der Befehl fiel mit dem größten Teil des betreffenden Regiments in deutsche Hände. Es bestätigt sich, daß dem Luftangriff englischer und franzö- pcher Flieger auf die neutrale Stadt Luxemburg am 5. April lediglich Luxemburger zum Opfer gefallen sind. Kindenburg an seine Step. \lL ****** Generalfoldmarschail v. Hi«denb«r- an sei« Oldenburgisches Jnfanterie-Regimeut Rr. 91, de» er L la fuite angehört, auf ein Glückwunschtelegramm zu de» goldenen Strahlen u. a. geantwortet: „U-rd mm weiter vorwärts mit Gott für Kaiser und Reich, für Großherzog und Vaterland, bis uns ein ehrenvoller, starker Friede befchieden ist." Koiss üiimdjfimu Usgejchoben. Rotterdam, 9. April. Aus Paris wird gemeldet, Hinrichtung osn Bolo Pascha aufgehoben wurde, weil wichtige Erklärungen abzugeben habe. daß die er noch Me Angst um Italien. Rotterdam, 9. April. Rach einem amtlichen Bericht des amerikanischen Kriegsamtes traf in Washington eine Meldung ein, wonach der Feind beabsichtigt, an der italienischen Front einen Angriff zu unternehmen. Das Heer Oesterreich-Ungarns be- •J™. sich jefct mit Ausnahme einiger Truppenteile, die in der Ukraine oder im Westen stehen, auf dem italienischen Kriegsschauplätze, und es fei möglich, daß der Feind den Angriff auf Olner breiten Front unternehmen werde. Pkr dkütlchk Vsmarlrh in Finnland. Laut Kopenhagen« Drahtung meidet der Sonderberichterstatter der Zeitung „Politiken" von Aaland: Die bei Hangö gelandeten 12 000 Mann deutsche Truppen besetzten Karts an der Bahn Abo-Helstnafors. Die Truppen rücken nunmehr längs der Bahn nordwestlich vor, in der offenbaren Absicht, über Ri- himaeki nach Taostehus zu gelangen, um dort mtt den von Nörde« kommenden Weißgardisten zusammenzustoßen. die nach dem Fall von Tammersfors die Bahn bis Tojalsa beherrschen. Es ist demnach mir eine Frage der Zett, wenn die Rokgarden in Süd- Westfinnland in Abo und Björneborg von den Hauptkrästen ab geschnitten sein werden. Dte Deutschen scheinen keinem emsthaften Widerstand begegnet zu sein. Um fo erbitterter wird immer «och auf dem Eise im finnischen Znselgebiet gekämpft. Hier «rrsucht die Aalander Weiße Earde. imterstützt durch die auf den Fnseln weilenden deutschen Truppen, unter wachsenden Schwie- figfctten den Weg nach Abo zu erzwingen. Ost brechen dte Geschütze und Pferde durch das flache Eis. Daher können nur be. grenzte Abteilungen Weißer Earde zu den kampfenden Truppen gelangen. Die Rote Garde leistet verzweifelten und hartnäckigen Widerstand, aber die ungeübten Banden müssen doch den tampfgewohnten Truppen und der Weißen Garde weichen, die «rtter deutscher Führung mtt Besonnenheit vorgeht, ohne sich unnötigen Verlusten auszusetzen. Es scheint den Rotgar. bistrn jede Oberleitung zu fehlen, auch mtt ihrer Schießfrrtig- »eit ist es nicht weit her. Unter den Roten herrscht zunehmende Unzufriedenheit. Die Löhnung wurde um zwei Fünftel gekürzt. Aus Hangö wird wetter nach Aaland gemeldet: Männer und der Minister des Aeußern, Cirola, sind aus Helfingfors eul- -lohen. Es ist nicht bekannt, a. ~ Neubau deutscher Schlachtschiffe. Die deutschen Wersten haben auch während der Kriegsjahre die Neubautätigkeit für die Flotte fortgesetzt. Von dieser emsigen Tätigkeit der Werften haben halbamtliche Nachrichten aus den Kriegsjahren 1915—1917 bereits verkündet, daß in dieser Zeitspanne allein drei Panzerkreuzer (Hindenburg, Macken, sen, Graf Spee) zu Wasser gebracht werden konnten, daß der weitere Ausbau der Panzerkeuzer in nichts hinter den Friedens- jnhren zurückgeblieben ist. Und jetzt können wir melden, daß auch zwei neue Großkarnpfschiffe bereits seit Jahr und Tag der Flottenfront zugeführt werden konnten, deren Stapellauf bereits in das Kriegsjahr 1915 zurückfällt. Es sind dies die beiden Eroßkampffchiffe „Bayern" und „Baden", die von der Schichauwerft in Danzig und der Howaldswerft bei Kiel gebaut worden sind, trotz der angeblichen Seespcrre der Engländer planmäßig ihre Probefahrten abhieltcn, in die Flottenfront zur Einstellung gelangten und — was unseren Gegnern zur See nicht unbekannt geblieben sein wird — sich bei verschiedenen Unternehmungen zur See die ersten Lorbeeren geholt haben. Denn ausdrücklich bemerkten die feindlichen Kriegsberichte z. V. von der Beschießung der Befestigungen auf Oesel mb Dagö im vergangenen Winterhalbjahr, daß von den an diesem Unternehmen beteiligten deutschen Seestreitkraften 38 Zentimeter-Granaten verfeuert worden sind. Und mit diesen haben denn auch tatsächlich „Baden" und „Bayern" ihre Grüße an Land gesandt. Die neuen Großkampffchiffe „Baden" und „Bayern" find seinerzeit als „Ersah Wörth" und als der Flottenvermehrungsbau „T" in Auftrag gegeben worden. Es darf angeirommen werden, daß den neuen Großtampfichiffen „Baden" und „Bayern" bald die neue« Schiffe „Sachsen" und „Württemberg" folgen werden. Dan« fteht^ wieder, wie einst eine einheitliche „Bundesstaate n-Divi- sion" in der Flottenfront, die allerdings die frühere in ihrem Gefechtswert um ein vielfaches übertrifft. ^ir.V r- ZchVin-kiide franMöie gjofniiPfii. Scheuermann schreibt oo« R-tterda«. 8. April Die „Times" berichten aus P-ters- »urg: Nach den letzten Berichten haben die Deutschen gemeinsam mtt der Weitzcn Earde schon drei Eisenbahnstationen auf der Lrnie nach S-lssngfer- besetzt. Man besürchtet. datz die Weitze pch gegen d-e Rote Garde erheben wird, was zu schrecklichen Metze cwn si.hren würde. Die Russen sprengten sieben ihrer Ante^ecboote ,n die Luft, als die deutsche Flotte sich Hangö Trotzki gegen Finnland. Stockholm, g April. Trotzki will Finnland zurückerobern, denn aus Nordfinnland wird gemeldet: Zwischen Kem und Aandalaschka haben die Engländer vier Ausrustungsstellen er- rlcht^. wo sie von Süden her anlangende Truppen Trotztis mit Maschinengewehren, Bombenwerfern, Hieb- und Stichwaffen B-ibMidsgerat und Arzneimitteln versehen, ll-ber tausend bnt-sch- Ornzr-r-, die über Nacht ..russische Siaat-angehorige" gnoorden sind haben sich den Truppen Trotzki- in leitenden Stellen ang^chl.ffen. Viertausend Russen haben di- finnische Erenze fiibliaj de- 66. Breitengrades bereits überschritten. Eine M-,te Abtettung wird sich dieser Tage von Serika aus nach Flmuand begeben. Erfreuliche Deute. Einer Meldung des „Berliner Tageblattes" aus Stockholm Zufolge wurde nach russischen Meldungen die Bahnstation Elau- daghy ftebzchn Werst von Charkow, von deutschen und ukraini- drn ^-^ppen besetzt. Ja Poltawa erbeuteten die Deutschen 50 «SST'“"' - — -t*» Der Friede mit «niniinie». Berlin, 9. April. Der Reichekanzler Graf Her kling «crd stch heule abend voraussichtlich auf mehrere Tage in das Große Hauptquartier begeben. Staatssekretär v. KÜhlman« reist wahrscheinlich Lenke Ast ^chBÜkarch^'^ *** Stieitns mH «f kurj« Der Kriegsberichterstatter der Front: Im Gegnsatz zu den täglichen Funksprüchen des Eiffelturmes und von Lyon sind die Hoffnungen der französischen Soldaten auf die Hilfe des großen englischen oder amerikanischen Bruders bis nahe dem Nullpunkt gesunken. Zwar erkennen sie an. daß die Engländer sich für die kurze Zett, seit der sie Soldaten sind, sehr gut gemacht haben, aber sie behaupten, daß England über seine militärische polittsche und wirtschaftliche Macht, sich selbst und seine Verbündeten getäuscht habe. Eine tiefgehende Verstimmung herrscht darüber, daß sich die Engländer, aus an gelsachsischem Hochmute heraus, so lange geweigert haben, die französische Obcrführung anzunehmen und dies, wie die Solda len meinen, auch jetzt wohl nur scheinbar und widerwillig tun würden, obwohl es für den Franzosen feststeht, daß ihr eigener Generalstab der dilettantischen englischen Heerfuhrung turmhoch überlegen sei. Große Erbitterung hat die Zerstörung der französischen Sommeortschaften durch die rücksichtslose englische Beschießung hervorgerusen, und es scheint, daß die französische Regierung Vorsorge gettoffen hatte, daß ,noglichst wenig Franzosen die Verwüstung von Orten wie Bapaume zu sehen bekamen, um die Erregung gegen den Bundesgenossen nicht noch zu steigern. Sagt man den Franzosen, daß doch jetzt die „heilige" Stadt Laon durch dre Franzosen selbst zerstört werde, so wollen sie das nicht glau. ben, sondern sagen, das geschehe sicher auch durch die Engländer, die nicht ruhen würden, bis ganz Frankreich ein Trümmerhaufe sei. Für den Amerikaner als Soldaten htzt der Franzose nur ein Achselzucken. Höchstens an ruhigen Frontstellen zwischen zuverlässigen französischen Verbänden sei er zu gebrauchen. Es sei Zwar eine sehr große Zahl von Amerikanern in Frankreich, die als Vauttuppen und dergleichen dankenswerte Arbeit leistetet; wo es aber ans Blutvergießen gehe, da müßten die Franzosen den Kopf Hinhalten. Gelächter erweckt beim Pottu der tröstliche Hinweis fran- zöstscher Blatter auf die unerschöpflichen Menschenreserven des verbündete« China. Man hat chinesische Arbeitstruppen an der französischen Front kennen geleint, und in der Vapaumeschlacht haben wir einen versprengten Einesen gefangen; sie spielen eure sehr unglückliche Rolle, da sich niemand mit ihnen verständigen kann. Außerdem haben die gelben Männer gar keine Lust sich für die Kulturpbrasen der Entente totschießen zu lassen.'und sirck», wenn einmal in weiter Entfernung von ihrer Kolonne ein Schuß gefallen ist. tagelang mit keiner Versprechung oder Drob- ung mehr zur Weiterarbeit zu bewegen. Voerme nichts geändert. Daß die Zustände sehr faul find. unß' daß die Regierung mit ernster Sorge in die Zukunft blickt, ist t« eingeweihten Kreisen ein offenes Geheimnis. So hat sich kürzlich ein im Londoner Auswärtigen Amt beschäftigter Beamter, wie aus sicherer Quelle verlautet, dahingehend geäußert, daß di» vom englischen Lebensmittelamt angegebenen Vorräte größtenteils Übsrhairpt nicht vorhanden sind. Nach Meinung diese» Beamten sind Englands Brotvorräte Ende März erschöpft, weshalb dann große Unruhen zu erwarten sind. Ein Unterstaats- sekretar im Kolonialamt sei beauftragt, in England umherzureisen und die Arbeiter zu beruhigen, da man im Mürz 19iff Unruhen in Northumberland und Sonth-Wales befürchtet, wen« bis dahin keine Besserung der Nahrungsmitteloersorgung ein- getreten ist Die Aussichten dazu sind mehr als gering. Di» englische Presse betont, daß auf wesentlich verstärkte Zufuhren vom Auslande kaum zu rechnen ist Man müsse vielmehr di» Produktion im Inland derartig steigern, daß die Lebensmittel- Versorgung dadurch gebessert könnte. Aber auch damit ist e» schlecht bestellt. Infolge fehlender oder schlechter Organisation smd die Viehbestände arg gelichtet worden. Ein Farmer er- zahlte, daß er gezwungen wurde, von seinen 200 Milchkühen und 1500 Schafen kürzlich 164 Kühe und 800 Schafe zur Schlachtung abzugeben. Das ist kein Ausnahmefall, sondern viel eher di» Regel. Die Fleischversorgung in den Städten stockt vollkommen. Fleischerläden. die sonst in der Woche 25 Ochsen und 200 Schafau verkaufen hatten, bekommen jetzt in der Woche etwa 50 Psd. Rindfleisch und einen Hammel zu verkaufen. Das Warten de» Publikums in langen Polonaisen vor den Lebensmittelläden ist zu einer allgemeinen Erscheinung geworden. Die Leute stellen sich schon morgens von 3 bis 4 Uhr an und müssen bis Mittag warten. Dabet muß der größte Teil wegen Lcbensnnttelman- gels nach zehn Stunden Wartens unverrichteter Dinge abziehen. Karten sind nicht allgemein eingeführt und die Ladenbesttzer be-' Vorzügen ihre Bekannten. Dadurch kommen oft Krawalle vor. die aber von der Polizei rasch unterdrückt werden. In der zweft ten Januarwoche 1918 kam es in London am Smithfield-Market bei der Fleischverteilung zu großen Schlägereien, da tagelang fast nichts zu bekommen war. Die Kartoffeln sind schlecht und krank. Die Unbemittelten haben mehr zu leiden, da man sich i» England mit Geld noch manches verschaffen kann. Die Zeit vor der neuen Ernte wird kritisch werden, zumal auch, wie gesagt, di« Viehbestände, besonders die Hammelherden, feit 1916 sehr »fr rückgegangen sind. Ralismttung, aber keine ilorrätr. M Kichnsivsky iw fchle drs euMkn Hofes. In der Verblendung feiner ungemessenen Eitelkeit hat sich Fürst Lichnowsky über den Eindruck, den er am englischen Hof« heroorgecufen hat. eine ganz andere Vorstellung eingebild^ als der Wirklichkeit entsprach. Welche lächerltche Figur er tat- sachlich dort gemacht hat. darüber liegen uns Mitteilungen eine, hochstehenden Persönlichkeit vor. die kurz vor Ausbruch des Krieges den englischen Hof besuchte. Wir entnehmen diesen Mitteilungen folgendes:: „Aus verwandtschaftlichen Beziehungen hatte ich mich zum D-such der Königinmutter Alexandra angesagt. Cie empfing mich am Geburtstag des Prinzen von Wales (am 23. Juni 1914). der 20 Jahre alt geworden mar. Außer der KSnigin war nur ihre Schwester, die Kaiserin Maria Feodorowna, zugegen. Die Unterhaltung, die nur deutsch geführt ivurde, kam auch auf den Fürsten Lichnowsky. Die Königin Altr sagte: „Wir mögen ihn gar nicht am Hofe. Er ist unausstehlich. Metternich hatte etwas sehr Sympathisches, aber Lichnowsky ist ein sehr unan- genehmer Mensch, der in die hiesigen Verhältnisse und auch incht versteht, das Deutsche Reich bei uns zu vertreten. Ich verstehe gar nicht, daß man ihn uns hierher gesetzt hat. Wir sind all« froh, wenn wir nichts mtt ihm zu t\\n haben und ihn nicht zu sehen brauchen." Erkrlttlining dkg Fmhkrrn gs» Mskr^ühtiU. Der Vorsitzende des Bundes der Landwirte, Freiherr vo» W a n g e n h e i m auf Klein-Spiegel, ist an einer L u n gen. e n t z ü n d u n g schwer e^r k r a n 11 und wurde nach Berli« in ein Sanatorium gebracht. Die Nahrungsmittelknapphett in England wird täglich ernster. Die ^8egierung zögerte bisher, da» in Deutschland ein- geführtc Rattonierungssystem nach Karte« elnzuführen. da di» zur Verteilmtg bestimmte« Rationierungsmengen nicht sicher- SSt-tS« ■,f° ttonlnun « w «n>"lt SO 30 ** der Schweizer Johann Loche- 16 Jahre und di, rnxmtmn «ft ff* hem «MrtwfrHfcafet, L°n» ßaanelt und Sube-^o kmiuaaihZ Verschiedenes. Die Verschwörung von Genna. Wien, 5. April. Rach achttägiger Verhandlung, die unter ungeheurem Andrange des Publikums stattfand, wurde vor dem Kriegsgericht von Genna ein umfangreicher Hochverraisprozetz zu Ende geführt, der sich im wesentlichen gegen deutsche und schweizerische Angestellte des Genueser Elektrizitätswerkes rich. tete. Die Anklage ging u. a. dahin, daß die Angeklagten versucht hätten, das Elektrizitätswerk lahmzulegen und verbotene Verbindungen mit dem Feinde unterhalten zu haben, dem sie Photographien d^s Hafens von Genua und seiner Befestigungsanlagen sowie Atittettungen über Truppenbewegungen geliefert haben sollen. Die Angeklagten bestritten entschieden, sich schuldig gemacht zu haben ffnd beriefen sich dafür auf das Zeugnis zahlreicher Entlastungszeugen, unter denen sich auch der schwer- zerische Gesandte in Rom und der schweizerische Konsul in Genua befanden. Ein Anklagepunkt bildete die Behauptung, daß die Angek.agten an einem Feste teilgenommen hätten, das an- läßlich der österreichischen Siege über die Italiener veranstaltet worden sei. Der schweizerische Gesandte, der an diesem Fest» auch teilgenommen hatte, bekundete, daß es sich dabei um eine ganz harmlose Veranstaltung gehandelt habe. Während der Verhandlungen kam öfters das erregte Temperament der Zu- Hörer zum Ausbruch, so daß die Angeklagten nur mit Mühe durch Militär vor den Ausbrüchen der Volkswut geschützt werden konnten. Das Kriegsgericht hielt die Angeklagten im Sinn« der Anklage für überführt und verurteilte die Direktoren Ko^' nigsheim und Heft sowie die italienische Staatsangehörige Vit« Marttn zum Tode durch Erschießen. Die Gattin eines italienischen Marineoffizier» Frieda Ltebenthal. eine gebürtige Deutsche, erhielt ro Jahre, der Schweizer Johann Locher 1b Jahre und di. FaMigsiMIjitg in Kai>-Uüuhtim—K«hb,llh? J Dis gestrig» Stichwahl zum Hessischen Landtag zwischen dem l Kandidaten des Hessischen Bauernbundes, Herrn Bürgermeister Dchehl zu Hochweisel und dem Kandidaten des Zentrums, Rechtsanwalt Schroeder zu Friedberg. hat mit unserem Siege geendet. Wir freuen uns darüber, denn erstlich begrüßen wir in dein gewählten Landtagsabgcordneten eine junge Kraft und einen tüchtigen Mann, der mit Frische und offenem Blick in das politische Leben eintreten wird und nicht — wie es in dem Zentrmnsslugblatt so wundervoll geheißen hat — rein „stünd- lerische" Interessen, sondern seinen Wahlkreis im wohlerwogenen Einklang mit der Allgemeinheit vertreten wird. Nichts hat -s dem gegnerischen Kandidaten geholfen, daß er strine Firma Derschlciert und den Geist der Reichstagsmehrheit für den Wahlkampf zitiert hat, indem er als Kandidat „der vereinigten Parteien" ausgetreten ist. Freisinnige und Sozialdemokraten, »lso die beiden linksradikalen Parteien haben bei dieser Wahl «ine vernichtende Niederlage erlitten,' ohne die Wählerschaft des „Wellbades" Bad Nauheim, als dessen Vertreter sich der geg. tierische Kandidat besonders empfohlen hatte, und des Städtchens Butzbach wären für deren Kandidaten nicht viel über hundert Stimmen zusammengekommcn. Namentlich war die Cnt- »äuschung für die Sozialdemokraten bitter, die sicher in die Stich- ivahl zu kommen hofften. Es ist dies ein Beweis, dasi auch der »oten Flut ein Damm entgegengesetzt werden kann, dazu gehört aber ein reges Arbeiten und eine stete Fühlungnahme mit dein Volke. Die Leiden radikalen Parteien haben sich für ihre Niederlage dadurch gerächt, dasi sie aufgefordert haben, für ihren Todfeind von ehedem einstimmig einzutreten. Ihre Wähler find dieser Aufforderung wohl in den beiden Städtchen, aber «ur zum geringen Teil auf denl Lande gefolgt. Die unentwegten Linkser des Weltbades haben sogar ihre ererbte Abneigung siegen die „Stadt mit den Türmen" heruntcrgeschluckt und einen Friedberger Zentrumsman gewählt aus Hasi gegen das Land, liber das sie sich als Städter hoch erhaben dünken. Die National- liberalen tonten sich nicht dazu aufraffcn. für die Stichwahl ein Eintreten für den bürgerlichen Kandidaten zu empfehlen. In einer lendenlahmen Erklärung betonten Tic!, keinen der beiden Kandidaten besonders empfehlen zu können. Wir stehen nicht ckn, diese Haltung für bedauerlich zu erklären. Die Landtags. wähl hat «Dermal« Deuueien. daß wer mict der» bürgerlichen Parteien weitaus die stärkste im Kreise sind. Trotzdem haben w!r im Strmr der Einigkeit bei der Reichslagswahl zugunsten der Rattonalltberalen verzichtet. Es lag für uns auch keine Veranlassung vor, für die Zukunft von dieser Stellung abzuwei- chen, umsomehr hätten die Nattonalliberalen diese Haltung an. erkennen müssen. Was aber die Führer versäumt haben, hat bie nakionalltberale Wählerschaft nachgeholt und hat zum weitaus größten Teil für Herrn Bürgermeister Dich! ihre Stimmen abgegeben. Der Wahlkampf ist dem Ernst der Zeit entsprechend in sachlicher Weise geführt worden. Deshalb ist es unerfreulich, dasi in letzter Stunde seitens der Gegner ein Flugblatt verbreitet wlirde, das das tollste darstellt, was uns bislang in politischer Gesinnungslosigkeit — um keinen schärferen Ansdruck zu gebrauchen— geboten wurde. Mit dürren Worten wird darin erklärt, dasi eigentlich ein schlichter Mann vom Lande nicht ge- eignet zum Landtagsabgeordneten set und dasi man dazu zum mindesten einen Rechtsanwalt brauche. Den Bauern wird die Berechtigung abgesprochen, ihre „ständlerischen" Forderungen zu vertreten. Ein Spielen mit Redensarten und ein Umsichwerfen mit Schlagworten wurde da geboten, was geradezu widerlich rirltc. Aus diesem Grunde freut cs uns ganz besonders, dasi über 100 Bauernstimmen aus den katholischen Gemeinden uns zugefallen find, die dieses politische Schaukelsystem und die „Ge- schäftvpolittk" — wörtlich im Flugblatt zu lesen! — erkannt haben. Diese Männer dürfen versichert fein, dasi ihre religiöse Ueberzeugung von dem nunmehrigen Abgeordneten gerade so geachtet werden wird, wie dies bei dem Zentrumskandidaten der Fall ist, sie werden bei ihren evangelischen Bcrufsgenossen mit Freuden ausgenommen, weil sie bewiesen haben, dasi sie keine „Sonderbündeleicn" im Vaterlande treiben wollen und nicht „neu die unheilvollen Wunden ansreisien wollen, die kaum vernarbt", wte cs in dem Flugblatt heisst. So begrüßen wir denn freudigen Herzens den Ausgang der Wahl, der errungen worden ist, während unsere Tapferen da draußen der demsckren Zukunft die Wege ebnen. Besonders zu rühmen ist das Ergeb. einer lendenlahmen Erklärung betonten sie, keinen der beiden nio der Gemeinden aus der sogen. „Philippsecke". In diesen sieben Gemeinden erhielt Bürgermeister Dich! 852 Stimmen und Nechtranwalt Schröder nur eine Stimme. Das Mal>leryel>nks. Dad-Nauhelm Dielst Schröder Hauptwahl. Aogt Witttg Strecker Stichwahl. Dicht Schröder 4 18 137 83 177 90 255 Butzbach 11 14 302 62 60 144 139 Bodenrod 33 —» 39 Fauerbach v. d. H. 125 — 3 4 2 143 1 Griedel 77 —. 20 17 14 116 19 Hausen 14 _ 2 — 14 Hochweisel IW — 6 174 _ Langenhain 69 — 7 — 2 102 _ Maibach 37 — —— — 1 40 _ Münster 37 — 2 — — 40 Niedermörlen 9 vl] 145 — 14 __ 2L 142 Nieder-Weisel — 30 — 19 207 22 Ober-Mörlen 184 11 48 5 62 284 Oppershofen 24 i 121 — 9 — 19 134 Ostheim 93 — 10 2t 6 120 5 Nockenberg 6 117 8 4 5 1 126 Nödgen 11 — 4 10 4 17 7 Schwalheim 34 — 8 28 8 54 17 Ste.nfurth 80 — 5 15 14 87 28 3 Wisselsheim 14 — 9 3 1 26 1528 1182 Ans der Heimat. Kartofselverforgung. Es scheint in der Bevölkerung die Meinung verbreitet zu sein, dag infolge der diesjährigen guten Kartoffelernt« die Vorschriften der Verbrauchsregelung nicht eingehalten zu werden brauchten. Diese Ansicht ist eine durchaus irrige. Während im Frieden von Juni ckb schon viel auslän- bische Kartoffeln verzehrt wurden, müssen wir jetzt noch 4 Monate mit unseren eigenen Kartoffeln auskommen. Dazu kommt, daß sich selbst bei einer Verwendung von nur 1 Pfund pro Kopf und Tag der Kartoffelbedarf gegenüber dem Friedensbedarf verdreifacht hat. Deshalb muß streng auf die Einhaltung der für den Verbrauch erlassenen Vorschriften gesehen werden^ Es Ist nun wiederholt die Wahrnehmung gemacht worden, dasi einzelne Familien, die lhren Vorrat an Kartoffeln im Keller haben, sich an die gesetzlich festgesetzte Wochenkopsmenge von 7 Pfund nicht halten und mehr Kartoffeln verbrauchen., Es fei ausdrücklich darauf hingcwiesen, dah diese Familien unter keinen Umständen Kartoffeln erhalten werden. Sie werden ausschlietzlich auf Dörrgemüse und getrocknete Erdkohlraben an Stelle der zu früh verbrauchten Kartoffeln angewiesen fein. Es liegt daher in jedermanns Jntresse und ist dringend erforderlich, dasi der Wochenverbrauch von 7 Pfund auf den Kopf jede Woche im voraus durch Abwiegen festgestellt und dasi unter keinen Umständen mehr als die sich so ergebende Menge verbraucht wird. Sehr zu empfehlen ist es, den Kartoffelverbrauch z. Zt. einzufchränkcn und an dessen Stelle Rüben (Erdkohlraben, weiße Rüben, gelbe Rüben) zu essen. Diejenigen Familien, die ihren gesamten Kartoffelbedarf bezogen haben, können auch dann nicht auf eine Nachliefrung rechnen, wenn ihre Kartoffeln nicht haltbar sind und zu faulen anfangen. Die Verantwortung hierfür mutz ihnen überlassen bleiben. Wer mit seinen Kartoffeln nicht bis zum Ende der Versorgungszeit (3. August 1918) auskommt, hat zu gewärtigen, dasi ihm im nächsten Jahre die Eindeckung des gesamten Winterbcdarfs nicht mehr erlaubt wird, sondern er gezwungen ist. seine Kartoffeln wöchentlich auf Kartosfel- marken zu empfangen. FC. VadNauheim, 7. April. In der Hauptversammlung des hiesigen Hausbesitzervereins wurde hervorgehoben, daß tm Verhältnis zu anderen Badeorten die Preise für die Ztmmtt und die Verpflegung in Bad-Narcheim fe&t bescheiden seien und «ine Erhöhung dringend bedürften. Auf einstimmigen Beschluß der Versammlung sollen Leitsätze gedruckt werden, in denen Preise für Zimmer und Verpflegung in dreifacher Abstufung festgesetzt sind. Diese Leitsätze sollen durch den Verein an die in Frage kommenden Vermieter und Fremdenheime zur Verteilung gelangen. FO. Butzbach, 8. April. Die wiederholten Schwierigkeiten, die sich für die Ausrechterhaltung des Betriebes der Vutzbach- Licher Bahn aus Mangel an Kohlen ergaben, 'waren darauf zurückzuführen. dasi der Reichskommissar für Kohlcnverforgung die Bahn als Kleinbahn behandelte, während ihr alle Lasten der Nebenbahn auferlegt wurden. Neichstagsabg. Dr. W c r - n er wurde deshalb bei dem Reichseisenbahnamt vorstellig. Daraufhin wurde der Reichskommissar für Kohlenversorgung angewiesen, dasi die Butzbach-Llcher Eisenbahn nicht unter die Kleinbahnen, sondern unter die Nebeneisenbahnen eingerciht ist und als solche auch betrieben wird. Sie mutz daher mit Rücksicht auf die Bedeutung des von ihr bedienten Verkehrs in ausreichendem Maße mit Kohlen versorgt werden. FC. Frankfurt am Alain, 6. April. Seit Jahresfrist wurde ln der Filiale der Cigarrenhandlung Holtz, Ecke Zeil und Große Friedbergerstrasie eingebrochen, ohne daß man den Täter ermitteln konnte. Als sich schließlich der Schaden auf viele Taufend Mark belief, beschloß der Geschäftsführer und ein Angestellter des Geschäfts, nachts aufzupassen. Sie schlossen sich deshalb vor- gestern Abend in das Geschäft ein. Gestern mittag erwischte man den Täter. Es war der in dem gleichen Hause wohnende Ausläufer Franz Stiegelen. der sich an einem langen Seil von feiner im vierten Stock gelegenen Wohnung im Luftschacht bis zu den Lagerräumen der Firma heruntergelassen hatte. Er wurde der Polizei Übergeben. FC. Flörsheim, 7. April. Der hiesige Gemeindesekretär Schmitz, der oen Posten 12 Jahre inne hat, wurde zum Bürgermeister der Gemeinde Münster t. Taunus'gewählt. FO. Vom Main, 5. April. Nachts wurde dem Landwirt Klement in Niedernberg eine Kuh gestohlen und nach dem nahen Walde getrieben, um wahrscheinlich dort abgeschlachtet zu wer dem Die Kuh ahnte wohl ihr Schicksal, ritz aus und stand bet Tagesanbruch vor dem Anwesen ihres Besitzers. FO. B»m Main, 7. April. Von der Stadt Frankfurt am Main wurden 35 Kinde» nach Mömlingen verbracht, die zunAchA vier Wochen hier -leiben tn* dann durch eine neue Abtritt,,»« abgelöst werden. “ Auv Starkevburg. Darmjtadt, 7. April, (tt n a u f gckl är te r To^ de »fall.) Der etwa 43 Jahre alte praktische Arzt Dr. Emiß Wolf, der au» Alye stammend, sich feit Jahren als Spezialarzt der Orthopädie hier niedergelassen hat und eine Klinik betrieb, die jetzt als Vereinslazarelt eingerichtet wurde, dem Herr Dr. W. mit bestem Erfolg Vorstand, ist während der Ostersciertag« nach feiner neuen Wohnung in der Hcrrmannstratze umgczogen. Am dritten Ostertage schlief er nun zum ersten Mal in den Räumen, die etwa ein halbes Jahr vorher unbenützt waren. Er lietz deshalb wegen der kühlen, feuchten Witterung am Abend einhcizen. Am nächsten Morgen, als feine Bedienung in dis Räume des Arztes kam, fand sie ihn, sowie seinen im Zimme, befindlichen Hund tot vor. Irgend eine Veranlassung zu Selbst- mord liegt nicht vor, auch war keinerlei Verstümmelung f.stzn- stellen und man muß annehmen, datz ein Unglücksfall vorliegt. Man vermutet, datz die aus dem Ofen entströmenden Kohlenoxydgase so stark sich entwickelten, dasi der beliebte Arzt mit seinem treuen Hüter ihnen zum Opfer fielen. ItATK. Darmstadt. 7. April. Recht gefährliche Treibriemen diebe haben in der Nacht zum Samstag wieder ihr lichtscheues Handwerk getrieben, indem sie in die Eisenbananstalt von Dönges dahier einbrachen und die wertvollen Treibriemen, die auf mehrere Tausend Mark geschätzt werden, stahlen. Bis jetzt ist es nicht gelungen, dle Diebe fcftzunehmen. FO. Bon der Bergftratze, 8. April. Um dem Mangel oft Fuhrwerk einigermaßen zu steuern, damit vor allem die Felde» bestellt werden, haben die Stadtverwaltungen von Bentheim und Zwcngenberg je zwei Pferde erworben. FC. Auerbach, 8. April. Die Nachtigall ist Heuer besonders früh eingctroffen. Bereits feit zehn Tagen lässt sie ihren <5* sang hören. FO. Dieburg. 1 April. Im hiesigen Bahnhof wurde dl« Ehefrau des Mühle,rbesitzcrs Holtzel überfahren. Sie crllrü schwere Verletzungen am Futz und leichtere am Hopf und an bt* Händen. Auö RhemhrfseL» ^ FO. Mainz. 8. April. Durch einen in das Geleise eingv, klennnten Stein entgleiste gestern mittag am Münsterplah et* Motorwagen der Straßenbahn Es dauerte längere Zeit, bt* das Verkehrshindernis beseitigt werden konnte. FC. Au» Rhri„Hesse», tz April. In der Gemarkung Bechv, heim wurden vor einigen Tagen noch nie dagcwescne Preise für Weinbergsparzellen bezahlt. So verkaufte der Weingut»-, besitzer Gödel einen 5)^ Morgen Weinberg „im Schild" an dem Landwirt Fauth zum Preise von 28 Mark das Klafter gleich 02 090 Mark fowre einen mehrere Morgen großen Weinberg in, „Atzeigarten" an Weingutsbefltzer Beyer zu 2-1 Mark das Klaf. ter. Für bessere und beste Lagen wurden vor dem Krieg für das Klafter acht bis zwölf Mark hier und in der nahen un) weiteren Umgebung nur bezahlt. AuS HrsscnNassau. FO. Wiesbaden, 8. April. Bei einer Revision wurden be^ dem Landwirt Heinrich Dirck 8 in Schierstein, in der Schlaikam. mer 164 Pfund Gerste und ein halber Zentner Hafer vorgesunden. die cr nUbt angemeldet und abgcliefert hatte. Hierfür bekam er einen Strafbefehl über 150 Mark und feine Ehefrau, di« den revidierenden Beamte» unwahre Angaben machte, einen solchen über IVO Mark. Gegen diese Strafzettel hatten beid« Eheleute Berufung eingelegt. Die Schöffen fetzte» die Straf« etwas herab, indem sie den dreifachen Wert des verheimlichten Getreides annahmen und ermäßigten die Strafe auf je 90 Mk. Ferner wurde auf die Einziehung der Frucht erkannt. FO. Wiesbaden, 7. April. Vor einigen Tagen versuchte sich ein Unbekannter hier in einem Zigarrengeschäft in der Wilhelm- stratze dadurch in den Besitz von 800 Mark und 400 Zigarren zu setzen, indem er durch Telephon sich als der Ladeninhaber ans-' gab und sich durch den Hansbnrschen Geld und Zigarren nach! einer fingierten Adresse holen lassen wollte. FO. Wiesbaden, 5. April. Zürn Vorsitzenden des Naf^ säuischen Landes Obst- und Gartenbauoerein, wurde anstell« des verstorbenen Landrats Dnderstadt Diez Landrat von Heim-, burg.Wiesbaden gewählt. Landrat a. D. Berg-St. Goarshausen zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden. FC. Bierstadt, 7. April. Der Gemeinderat ernannte den- Landwirt Wilhelm Hepp 2. zum Gemeindewaisenrat und erhöhte die Stempelkosten für MMkinstrumente in Wirtschafteir, FC. Geisenheim, 7. April Die einschlägigen Ministerien haben genehnrigt, datz da» Realgymnasium nebst Realschule da. hier vom 1. April d. I. ab auf den Staat übernommen wird, unter der Bedingung. datz der Zweckverband Geisenheim-Rüdes, heim das vereinbarte Kapital für den Neubau von 400 000 Mt. vorher bei der Negicrungshaupttasse in Wiesbaden hinterlegt, sowie auch erklärt, dasi er bis zur Fertigstellung des neuen Schulbaues geeignete Räume für den Schulbetrieb zur Verfügung stellt. FC. Vom Westerwald, 7. April. Rach längerem Leiden verstarb im 69. Lebensjahre in Rcnnerod Georg Wollweber, Mitglied des Krrisausfchusses und des Kommunallandtages, Mitglied des Vorstandes der Rassauifchcn Zentrumopartei. Seit Errichtung des Kreises Westerburg am 1. April 1886 hat de» Verstorbene dem Kreistage «»gehört. In den Annalen der Ge«, schichte des AlZestenoalbcs wird sein Name weiter leben. FC. Oberrelfeaberg, 7. April. Die Oberförsterei Oberem»' ist vom 1. April ab nach hier verlegt wordeu. Au» Kurhessen. FC. Bad Orb. 8. April. Die Stadtverordneten genehmigt len die Vornahme der Kurtazcänderung und Erhöhung dev- selben, um das ganze Badelebea hier nicht zu Schaden kommen- zu lassen. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirfchel, Friedberg; für den Anzeigenteil: N. H e y n e Fxiedberg. Druck und Verlag der SJlam .TogeS-eitnng*. X-OLSvMtmJkJt Grane Gefahren. Roman aus der Gegenwart von M. Gontard - Schuck. Nachdruck verboten. Helen sprang auf. Sie preßte die Finger in die Ohren und rief: „Sei still, Archie! Sei still! Ich kann das nicht Heren! Ich kann doch nicht! Ich kann doch nicht!" „So werde ich es ohne Deine Hilfe versuchen. Aber —" ' „Ja, aber warum willst Du denn durchaus fort? Etz find so viele englische Offiziere hier in Deuffchiand. Es geht ihnen ganz gut. Und wenn Du wieder nach London kommst, mußt Tu noch einmal wieder in den schrecklichen Krieg." . Mlrß? Ich will! Aber dafür hast Du natürlich kein -urdnis. Dir fehlt eben jedes Gesühl für unsere Lage. ?- bi '* überhaupt keine Engländerin mehr. Ich habe das legen lange gesuhlt." „Sag das nicht. Archie! Was soll ich denn als schwache Frau tun? Ich will überhaupt mit dem allen nichts zu Wktvbabn. Ich Bin Alfreds Frau, das ist für mich zenua f§ ift für mich Lebenszweck." . "Dumm bist Du!" rief der Bruder wütend. „Hast Unien andgrn Gedanken als Deinen Fred, diesen anfge- b osenen LaUen, der uns die schönsten Schiffe wegschnappt! Na, warte! Wir rechnen ab!" „Nim sei aber endlich still. Bruder! Ich will Deine gottlofen Beden nicht länger hören. Kein Wort auf Alfteb! Du ärgerst Dich ja nur. daß drüben keiner ist, der eS ibm nachmacht. Und weshalb schiltst Du mich aus? Soll ich Dir Svlonendienste leisten, oder, wie Du mir jetzt zumutest, den Deckmantel für Dein Entkommen abgeben? Ich denke ja nicht dran! In welche Lage käme ich? Was würde niein Schwiegewater sagen? Mein Verhältnis zu ihm wäre mit einem Schlage zerstört." „Ach was! Was will er denn machen, wenn ich fort bin? Er kann Dich doch nicht anzeigen! Der alte Streitkopf. Ein kleiner Dämpfer wär' ibm schon recht Er hat mir unangenehme Dinge genug gesagt in diesen Monaten. Aus Klugheit schwieg ich was sollte ich auch sonst tun?" „Ich Hab euch gern zngehört. Archie." sagte Helen in dem Bestreben, den Bruder auf andere Gedanken zu bringen »Du m ußt doch selbst einsehen, in manchen Teilen hatte der dlt'e Herr so unrecht nicht. Hat er mH seiner Behauptung nicht ganz recht, daß keiner den: andern was zu sagen hat, wenn er fich Schiffe bauen will? Das ist doch ganz natürlich!" Archibald warf der Schwester einen wütenden Blick zu. „Der Vergleich mit den Automobilen hat wohl Eindruck gemacht? Blödsinn! Wir wollen's ihnen zeigen, wen sie zu fragen haben!" . „Wäre doch nur dieser unselige Krieg erst zu Ende!" rief Helen leidenschaftlich „Nichts als Jammer und Elend bringt er in die Menschheit. Warum mußte das sein? Und zu denken, daß Papa —" „Papa? Was ist's mit dem Papa?" Archibald fraate es kurz und scharf. "Hier in Deutschland sagen sie doch alle, daß Papa die Hauptschuld an dem Kriege trage. Du hast's ja selbst in der Zeitung gelesen." „Unsinn! Der Papa vertritt die Vorteile seines Landes wie es seine Pflicht ist. 'Wenn diese Vorteile denen Deutschlands zuwider laufen, kann er nichts daran ändern! Soll er etwa, weil sein Schwiegersohn ein Deutscher ist, seine Politik danach einrichten? Du weißt gut genug, daß Papa nur gezwungen in Deine Heirat willigte. Er hat voraus- gesehen. wie os kam." . „Was geht mich eure Politik an. Ich bin glücklich in meiner Liebe. Am allerliebsten hörte ich von allem anderen nichts!" „Das Vergnügen kannst Du haben, sobald ich fort bin. Denn mit Dir wird sich der Herr Baron wohl nicht vom Kriege unterhalten! Er hat ja nun auch alles, was er auf England und die Engländer zu sagen hatte, auf mein Haupt abgeladen." „Er meint es nicht so schlimm. Uebrrgens bist Du ja auch nicht still gewesen. Du mußt aber eins zngeben, er hat Dich sehr gut ausgenommen. Du bist großartig verpflegt worden, und jetzt willst Du ihm so seine Gastfreundschaft vergelten?" „Seine Gastfreundschaft? Ich zweifle, daß es die seine war. Baron von Werkheim würde mich sckgverlich eingeladen haben, wenn Tu ihn nicht so dringend darum gebeten hättest. Darüber ist mir in der ersten Zeit kein Zweifel ge- blieben. Und im übrigen ist es ja auch Dein Haus. Tie Gattin des einzigen Sohnes und künftigen Besitzers hat bocÄ 1^01)1 das Recht, sich ihren Bruder einzuladen?" "Du willst also wirklich fort? Warum nur? Deine Flucht ändert doch an der ganzen Knegslage nichts. Ob Du hier bist oder dort, das ist doch einerlei." ^ m f Du nicht. Du hast ja überhaupt kein Verständnis für die großen Fragen der Zeit, hast keine Vaterlandsliebe. Aber ich! Ich! Verstehst Du denn nibt, was es für mich bedeutet, hier sitzen zu müssen und untätig zuzusehen wenn die ganze Welt in Flammen steht! Und man braucht mich! Ich weiß, daß man mich braucht! Eng- land braucht jeden Mann! Unsere Offiziere sind sehr knapp. Fliegerkorps haben wir starke Verluste gehabt. Und ich sollte hier sitzen, wo sich mir günstige Gelegenheit bietet?" „Du sollst aber nicht fort! Ich will es nicht! Ter Baron hat sich für Dich verbürgt. Vergißt Du das? Du machst ihn zum Wortbrüchigen." „Er hätte es nicht tun sollen. Kein Mensch kann sich für einen airderen verbürgen, noch dazu für einen, den man nubt kennt." cm’ "^ er konnte Dich und ich habe ihn dazu beredet. Wie sehr bat ich ihn. Natürlich wußte ich nicht, daß mein Bruder wie ein Schuft handeln würde." „Ned' keinen Unsinn, Helen! Mit der Ehrenhafti'gkeit kommt man im Kriege nicht weit. Jetzt gellen andere Regeln.^ Je rücksichtsloser und grausamer man vorgehr, desto rascher ist er zu Ende. Und das ist jetzt das Nötigste. Tu hast ja gehört, daß die Deuffchen sich einbilden, uns mit ihren llnterseeboten abznschneiden! So ein Größenwahn. Dein Herr Gemahl ist ja der schlimmste dazwischen!" „Und wenn es ihnen gelingt?" „Niemals! An dem Gedanken, uns wirksam bekzu» kommen, haben sich schon andere und größere Geister dis Sck)ädel eingerannt als sie Deutschland jetzt hat. Aber »ras reden wir noch lange. Ich bin nicht gekommen, um mit Dir über Politik zu sprechen. Also, Helen, Du hilfst wir?" „Nein, nein, nein! Ich kann nicht! Laß mich in Ruhe mit Deiner Geschichte. Ich kann einfach nicht!" „So werde ich es ohne Dich tun. Und wenn sie mich fassen und ich werde erschossen, so kommt mein Blut auf Dein Haupt. Durch Deine Hilfe könntest Du verhindern, daß man meine-Flucht zu früh entdeckt." (Fortsetzung folgt.) Todes-Anzeiqe. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen unvergeßlichen Mann unseren lieben Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwier nd Onkel Georg Heilst! Km» mwij ^luiu i. iiTi Alter von 66 Fahren in die Ewigkeit abzurufen. Schwalheim, Frankfurt a. M., Bingenheim, 8. April 1918 Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 11. April, nachmittags 3 Uhr statt. Wff Kelramttmachmrg über den Bezug bestellter Nähnnitiel. ^ Die au' unsere Bekanntmachung vom 25. März bs ^5. bet den Kleinhandelsaeschüsten bestellten Mengen Cuppkil, £ap, ClMM ßiiii leipomt können von den Bestellern vom 11. ds. Mts. ab bezogen werden. Der Bezug kann nur bei dein Geschäft ersolgen, bei dem die Bestellung au>gegeben wurde. Dabei ist die Nährmittelkarte mit vorzulegen. Nahr- mittelkarlen ohne die betreffenden Macken berechtigen nicht zum Bezugs einzeln aügetcennte Qmttungs- und Bezugsmarken sind wertlos. Es entfallen auf: Nährmittelkarle B (rot) Marke 38 „„„ 1 Suppenwürfel zn 10 Pfg. und 100 Gramm Kartoffelwalzinehl zu 8 Pfq. Nahrmittelkarte B (rot) Marle 39 8 , 125 Gramm Saas zu 30 Pf«. Nahrmittelkarte C (blau) Marke 44 8 . , 125 Gramm Graupen zu 9 Pfq. NahrmittelkartL C (blau) Marke 45 125 Gramm Teigwaren (Auszugs»,.) zu 20 Pfg. - .. ^ ^em 17. April verlieren die Marken ihre Eultia- kert. Wer die von ihm bestellten Waren bis zu diesem Zeitpunkt nicht bezogen hat, vertiert den Anspruch darauf. Die Kleinhandelsgeschäfte haben die betreffenden Qutttungs- und Bezugsmarken abzutrennen und getrennt nach Nummern und Farben bei uns, aus Bestellboqen ausgeklrbt, abzuliefern. Bis zudem vorstehenden Zeitpunkt, also dem 17. April von den Bestellern nicht abgenommene Warenmengen ÄJ 1 ™ *2 2? t5 : anzuzetgen. Nichtbeachtung Mejet Vorschrift hat oen Ausschluß von dem Vertrieb der Nahrmtttel zur Folge. Friedberg, den 9. April 1918. Der stellvertretende Bürgermeister. (Stadt. Lebensmittel-Ausschuß) 2. A ' L a n a s d o r f. i __’S?- &elz t : Tie Ein chrmckungde Verkaufszeiten in den offenen Verkaufsstellen der Sladt Friedberg. ?'ritzo!iski-VersrdNi!g. Auf Grund der §§ 139 f und 142 der Gewerbeordnung für das Deut.che Reich, § 258 der Aus- führungsverordnung zur Gewerbeordnung, wird nach Anhörung der {pwltö- Handelskammer, sowie der Stadlvertretung Friedberg und mit Genehmigung Eroßherzog- lichen Kleisamts Friedberg für die Stadl Friedberg ein chließuch des Stadtteils Fauerbach folgendes bestimmt: Die Verkaufszeiten in den sämtlichen offenen Verkaufsstellen, aucy in denjenigen der Buchhändler, werden bis auf weiteres auk die Stunden von 8 Uhr vormittags bis 7 Uhr nachmittags festge.eLt. ^ Am Sonnabend und an 10 Tagen vor Pfingsten findet dagegen der Ladenschluß erst um 8 Uhr statt. Der Ladenschluß für die Sonnend Festtage bleibt unverühn. Diese Ortspolizei-Verordnung tritt mit dem 15. April 1918 in Kraft. Friedberg. den 9. April 1918 Der Bürgermeister. __ 2. V. : Dam in. _ 2 frischmelkende Ziegen mit oder ohne Lämmer, zu kaufen gesucht. Offerten mit Preisangabe an Will). Lichlinghagen, L_ Bad Homburg ' 10 Stück Krlrnuittmirchmtg. ^cnafise-Verkauf Kleinverkauf in Mengen bis zu 10 Pfund, Donnerstag vormittags von 9 -10 Ahr, Eingang von der alten Vahnhofstraße aus, ge^be Rüben, Preis pro Pfund 14 Pfg. Kohlraben, Preis pro Pfund 6 Pfg. Letzter Grotzverkanf in Mengen von 50 und 100 Pfund, Samstag Vormittag von 9—10 Uhr. Kohlraben, Preis pro Pfund 5 Pfg. gelbe Rüben, Preis pro Pfund 12 Pfg. Kartoffelverkauf nur an Minderbemittelte, auf Kartoffelkarten, Damstaa Vormittag. Preis pro Pfund 6 Pfennig. Friedberg, den 9. April 1918. Der stellvertretende Bürgermeister. (Stadt. Lebensmittel-Ausschuß). Bekanntmachung Für Gartenbesitzer, die ihre» Bedarf nicht anderweitig decke» können, steht eine gewisse Meng» Früh-Saatkartoffeln zur Verfügung, die zum Preis» von 10 Pfg. das Pfund abzegebea werden. Die Ausgabe erfolgt i» dem Keller der Stadtschule nach vorheriger Bezahlung und Abholung einer Anweisung auf Zrmmer Nr. 14 des Stadthauses, was am besten im Laufe dieser Woche, vormittags geschieht. Zu beachten ist, daß 10 P und Saatkartoffeln eine Anbaufläche von 25 Quadratmetern eigenen muffen. Die Anbauflächen werden durch das Feldschutzpersonal nachgeprüft werden. Friedberg den 3. April 1913. Der Bürge rmeister. 2. V.: Dam m. verlausen bei Kerl Dorr, Reichelsheim i. W O- n.. ^anqsoors. Kelranntmachnng. nr iSn/ ß' ^018'ist eine Bekanntmachung Nr. W. IV. 900/4 18. K. N. A., betreffend „Befchlaqnahme, Be- standserbebung und Höchstpreise von Lumpen und neuen Stoffabfallen aller Art", erlassen worden. Der Wortlaut der Bekanntmachung ist in den Amts- blättern und durch Anschlag veröffentlicht worden. S tüii. (sknernlfommaiiiio 18. Arliittkorvs. itrciif! »Bis!. frsnl Geschäftsstelle Frankfurt a. (Kronprinzenbau.) — ^ Lürsstunveu. Montag, Dtenslao, — Geschäftsanze unsere Mitglieder; dieselben sin gäbe der Anzeige auf die Mito Säemaschine Meter, 11 Reihen, und eine tehrhare Hedderichsprihe zu vellaufen. Beide Maschinen sind in sehr gutem Zustande. Christian Lehr, Petterweil. UfflillfiM'.,. M., Kronprinzenstraße 4L femruf Römer 420L. Donnerstag, Freitag, nachmittags gen in diesem Raum nur für d kostenlos, jedoch muß bei Auf- liedschaft hingewiesen werden. Eine frischmelkende Saanenziege mit Mutterlamm, sowie auch noch 20 Pfd. Notkleesamen und 20 Pfd. Luzerne zu verkaufen bei Anton Stamm, Landwirt, Kalbach b. Frankfurt. Ein zur Zucht tauglicher junger Simmentaler Faselochse abzugeben. Kraft, Vorsitz, des Bauernverein Trebur. besucht 1 Wasserpumpe. Offerten mit Preisangabe an sie Geschäftsstelle der '„Neuen Tageszeituilg". Die Gemeinde Holzhausen beabsichtigt einen 20 Monate alte» anzukausem Besitzer solcher Tiere wollen sich bei unterzeichneteb Stelle melden. Holzhausen, den 9. April 1918b, «rshh. Kürgermeillecei KMufn. Kunz. Guterhalienes Fiaxio von solider Konstruktion gegen Kasse zu kaufen gesucht. Offerten unter F. «ff. V. an Nndol; Masse, Frankfurt a. M» Tägl. Ist M zu verdienen. Näh. 3 bis »ll lil i m Profp. Ioh. H. Schultz. Adreffettverlag. Cöln 648. «AllAM Am! liiert schnell und billigst M ml Uw umm JVMVI BIÄ 1 Ar-üerri und »,r,«g. A.-«. \/er4en durc/rn—. i Vaginal- und BiHrnstäbi 1 schnell, billig, bequen und sicher geheilt^ Bezug durchTierärrlr. Prospekte graltedürcfv iT " r .Piare. Brügge i w. Extra große Thüringer Reiserbesen alle Sorten Bürsten, Besen, Striegel, Toilette-Artikel, prima Rasier- u. Toilette- seife, prima Linoleum- nutz Parkettwachs alles in großer Auswahl. Theobald Steinet Bürstenfabrik. Friedberg, Kaiserstraße 117. *