11 Jahrgang. Unmmer 81 Monta g, de» 8. April 1 918 Dte .. 'c,ro vrtrceieihmo" erichemt leden Wertta^. Regelmäßige Beilagen „Der Kaner ans Hessen", „die Sptnrrstube". S-fttgspreis: Lei den Poftanstatten vlenellähriich Mk. 2.49 hinzu tritt noch das Bestellgeld: bei oen 'Agenten monatlich 85 Pfg. einschließlich Trägerlobn. Anzeigen: Grund^ette 2b Pfg., lokale 20 Btg^ Anzeigen von auswärrs werden durch Poitnachnahmck erhoben. E n Uunason Friedberq. HchriMeitnng und Derlan vriedderg sHesien». mnauerllraße 12. Ferniprecher 48. Pssti ,eck-Loato Nr. 4859. Umt Frankfurt a. M. UeKer 1 -00 Gefangene. — Starke englische nnd frarnökiche Angriffe verlustreich für den Feind znsammengekrochen. — Uvemarsch der Türken im Kaukasus. — Wilson, der Grzhenchler. Der deutsche Grneralstak meldet: - Der österreichische Grneralstak ! —— meldet: —— ■ M. T. Großes Harrplqrmrtier, den 6. April. Amtlich. Wien- 6. April (WTB.) Amtlich wird verlautbart: In Italien ließ die Gefechtstätigkeit wieder nach. Westlicher Kriegsschauplatz. Oertliche Unternehmungen bei Bucquy und südlich von K-ebuterve brachten Gerangene mit zahlreichen Maschinen- tzowrhrsn ein. Ein englischer Vorstoß auf Pusieux scheiterte. Auf dem Wesiufer der Ancre erweiterten wir im Angriff unsere Brückenkopsstellung beiderseits von Albert. Südlich von der Somme lebhafte Feuerkämpfe und kleinere erfolgreiche Infanteriegefechte. Eisenbahnanlagen bei Amiens wurden beschossen. Französische Angriffe in breiten Abschnitten zwischen Mo- teuil und Montdidier versuchten uns den Gewinn des 4. April zu entreißen: sie brachen unter den schwersten Verlusten zusam. men. -Nontdidier lag unter französischem Feuer. Vor Verdun nahm die Kampftätigkeit der Artillerien an Stärke zu. « Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorf^ Abendbrricht. Berlin» 6. April, abends. (WTB. Amtlich.) Von dem Schlachtfeld zu beiden Seiten der Somme nichts Neues. Französische Angriffe auf dem Westufer der Avre scheiterten. Südlich von der Oise sind wir tn die feindliche Stellung bei Amigny eingedrungeu. W. T. S. Großes Hauptquartier, den April. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. An der Schlachtfront entwickelten sich am Nachmittag heftige Feuerkämpfe, denen starke englische und französische Angriffe an der Ancre und Aor? folgten. In dichten Massen vorstürmende englische Regimenter brachen nördlich von Beaumont- Hamel und vor unserer Brückenkopsstellung beiderseits von Albert zusammen. Südlrch von Viller-Bretenneux kamen bereit- gestellte Sturmtruppen des Feindes in unserem Feuer nicht zur Entwicklung. Von anderen Fronten neu herangeführte französische Divi. fionen stürmten auf dem Westufer der Avre zwischen Castel und Mailly. östlich von Thory, bei Vantiguy und fünfmal bei Mes- nrl vergeblich an. Unrer schwersten Verlusten sind ihre Angriffe vielfach nach erbitterten Nahkämpfen gescheitert. Truppen der Armee des General o. Boehn griffen gestern früh die feindlichen Stellungen auf dem Südufer der Oise bei Amigny an. Während sich Teile den Uebergang über den breiten, stark versumpften Oise-Abschnitt erzwangen und die Vorstädte von Chauny erstürmten, nahmen andere Truppen im Angriff von Osten her die starken feindlichen Stellungen bei Amigny und im Nordostteile des Waldes von Coucy. Wir erreichten die Linie Bichancourt-Autreville am Nordrand von Varisis. Durch das überwältigende Feuer unserer Artillerie und Minenwerfer erlitt der Franzose hohe blutige Verluste. Bisher wurden mehr als 1400 Gefangene eingebracht. Zur Vergeltung für die anhaltende Beschießung unserer Unterkünfte in Laon wurde die Beschießung von Reims fortgesetzt. Auf dem Ostufer der Maas brachte ein Erkundungsvorstoß bei Veaumont 70 Gefangene und 10 Maschinengewehre ein. * 2uftkarnpf wurden gestern 18 feindliche Flugzeuge ab- Scschossen. Rittmeister Frhr. v. Richthofen errang seinen 76., Leutnant Udet seinen 24 . Lustsieg. Mazedonische Front Im Vorfeldkampfe am Wardar und Doiran-See wurden einige Griechen, Franzosen und Engländer gefangen. * 4 Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Eeneralquartiermeister: Ludendorff. Abendbericht. Berlin, 7. April, abends. (WTB. Amtlich.) Aus dem Cüd- Afer der Oise brachte die Wirkung unseres Angriffes neue Erfolge. Pierremande und Folembray wurden ff e - Kommen ' « Der Chef des Generalstabes. » Wien, 7 April (WTB.) Amtlich wird verlautbart: An der italienischen Front nichts von Belang. Der Ehef des Generalstabes. Der bulgarische Grneralstak |[ -——-— meldet: —-—- Sofia. 5. April. (WTB.) Eeneralstabsbericht. Mazedonische Front: Im oberen Tale des Skumbi drangen unsere Patrouillen tn eine feindliche Anlage und brachten Gefangene von Effads Truppen zurück. Auf den Höhenstellungen im Cernabogen und im Westen von Dobropolje kurze feindliche Feuerangriffe. Im Süden von Houma war das Artilleriefeuer zuweilen lebhafter. Oestlich vom Butkowosee Patrouillengefechte, in deren Verlauf wieder englische Gefangene gemacht wurden. Im Vorgelände nördlich des Tahinofees zerstreuten wir durch Feuer mehrere Infanterieabteilungen und englische Kavallerie. Dobrudschafront: Waffenstillstand. * L Sofia, 6. April. (WTB.) Generalstabsbericht. Mazedonische Front: Zwischen Ochrida- und Prespa-See be. schoß unsere Artillerie erfolgreich mehrere feindliche Sammelpunkte bei Bitolia. Im Cerna-Vogen und in der Moglena- Eegend nahm die beiderseitige Feuertätigkeit zu. An der unteren Struma Patrouillenzusammenstöße. Im Cernabogen schoß Vizefeldwebel Ft feiler im Luftkampf ein französisches Flugzeug ab, das hinter unseren Stellungen niederfiel. Dobrndschafront: Waffenstillstand. Das türkische Hauptquartier [ -— meidet: — —& Konstantinopel. 7. April. (WTB.) Tagesbericht. Palästinafront: Die Eefechtstätigkeit hielt sich in den üblichen Grenzen. Stellenweise etwas lebhafteres Artilleriefeuer. Kaukafusfront: Im weiteren Vordringen nahmen unsere Truppen beiderseits des Wansees nach hartem Kampfe Wastan und Arnis. In Arnis wurden vier Motorboote. Kähne und mehrere Geschütze und Maschinengewehre mit Munition erbeutet. Die feindlichen Banden flüchteten unter zurücklasiung vieler Toten nach Osten. Sari Kamich ist von uns genommen. Im Nachtangriff wurde der Gegner aus seinen westlich der Stadt befestigten Stellung geworfen. Seine Verfolgung in der Rich. tung auf Kars ist ausgenommen. Unser Vormarsch auf Datum macht gute Fortschritte. An den übrigen Fronten ist die Lage unverändert. ^ie Tauchbootmeldung. Berlin, 5. April. (WTB. Amtlich.) Eines unserer Unterseeboote hat unter der bewährten Führung des Oberleutnants zur See L o h"s den feindlichen Transportverkehr zwischen Frankreich und England durch Vernichtung von 6 Dampfern und zwei Seglern mit zusammen 22 000 Vruttoregistertonnen geschädigt. Die Mehrzahl ver Dampfer wurde im östlichen Teil des Aerinelkanals versenkt. Es ist anzunehmen, daß ihre Ladung vorwiegend aus wertvollem Kriegsmaterial bestand. Unter den Schiffen waren ^rei große Dampfer von 4—6000 Tonnen. Narnentlich festgestellt wurden der englische Tankdampfer „Ce- quoya", 5263 Tonnen, und die französischen Segler „Arvor" und „Anna Avon ne". Der Chef des Admiralstabs der Mariae. Die Schlacht im Westen. 13 Kilometer von Amiens. Berlin, 6. April. (WTB.) Der Avre - Abschnitt deckt Amiens im Siidosten. Am 4. April schob hier der deutsche An» .griff mit der Erstürmung von Tastet die deutschen Linien bis auf dreizehn Kilometer an die wichtige Stadt heran. Bereit« feit mehreren Tagen liegen Amiens'--Bahnhöfe unter schwerem deutschen Flachfeuer. Um an dieser wichtigen Stelle das weitere deutsche Vordringen aufzuhalten, haben französische Trup- pen beiderseits der Avrc die Engländer abgelöst, deren Widerstandskraft die Franzosen nicht mehr voll bewerten. Ein Tei/ der französischen Trupen wurde in achtundvierzigstündiger ununterbrochener Fahrt auf Lastkraftwagen aus der Champagne herangeführt und unmittelbar nach der Ankunft eingesetzt. Am 4 . April hatte auch der Feind einen Angriff geplant. Seit 4 Uhr morgens spien französische und englische Batterien ein rasendes Feuer aller Kaliber auf die deutschen Linien. Der deutsche Angriff kam der feindlichen Absicht zuvor. Verzweifelter Widerstand äußerst starker französischer Kräfte wurde trotz ihres heftigen Artilleriefeuers gebrochen. Die schlechte Sicht des Regentages begünstigte die Annäherung der deutschen Bataillone. Unter geringen Verlusten erreichten sie den Feind. Bereits gegen Mittag wurde der Ort Castel übe'-rannt Vor Einbruch der Dunkelheit wird der durch Drahtverhaue geschützte, mit Maschinengewehrnestern reich versehene Senecat-Mold genommen. Nördlich des Waldes liegt ein französisches Lager. In panikartiger Flucht räumt es der Feind. In die voll Unordnuns zurückflutenden feindlichen Haufen reißt unser Verfolgungsfeuer blutige Lücken. Versuche, unter Einsatz von starken Kräf- len, die Deutschen in breiten Abschnitten zwischen Moreuil und Montdidier Über die Avre zurückzuwerfen, büßt der Feind unter hohen Verlusten. Die den Angriff begleitenden Tanks werden zusammengeschossen Von 8 französischen Divisionen werden Gefangene eingebracht. Auch südlich Grievesnes greift der Franzose an. Seine Sturmwellen Zerschellen entweder im oeut. schen Feuer oder werden im Gegenstoß zurückgeschlagen. Unter der andauernden französischen Beschießung Montdidiers wandelt sich die Stadt in einen Trümmerhaufen. * Berlin, G. April. (WTB. Nichtamtlich.) Am 5. April griff der Engländer, von Tanks unterstützt, beiderseits der-Straße Gommecourt-Puisieux mit starken Kräften an. Unter schweren Verlusten, die besonders an der Straße Bucquy-Puisieux außergewöhnlich hoch waren, wurden seine Sturmkolonnen abgewiesen. In Kleinkämpfen gewannen die Deutschen Gelände und brachteii in dieser Gegend 3 Offiziere und 208 M/inn und eine große Anzahl Maschinengewehre ein. Auch westlich Hamel sowie im Walde von Avolny wurden die deutschen Linien in hartem Kampfe vorgeschoben, wobei ebenfalls hundert Gefangene und zahlreiche Maschinengewehre in der Hand der Angreifer blieben. Unter den Gefangenen befindet sich ein englischer Brigadekommandeur. Bei den Kämpfen beiderseits Albert, die der Erweiterung der deutschen Brückenkopsstellung dienten, brachen gleichfalls englische Angriffe unter schweren Verluste« zusammen. Aus den Kämpfen am 4. und 5. April wurden über hundert Maschinengewehre und zahlreiche Minenwerfer eingebracht. Die deutschen Schlachtflieger unterstützen in hervorragender Weise Angriff und Abwehr der Deutschen. Trotz Re- gen und tiefhängender Wolken stießen sie wiederholt bis auf 5 Meter herab und griffen init Mafchinengewehrfener und Bomben m den Erdkampf ein. Berlin, 6. April. (WTB.) Aus den Kämpfen im Avrc-Ab- fchnitt: In ttüber gelber Flut fließt die Avre zwischen versumpften Ufern. Jenseits von Merisel fitzt noch der Franzose. Auch den Kirchhof nördlich von Moreuil, der noch von Maschinengewehren starrt, hält er zäh. Morisel erzittert unter den Einschlägen der schweren Granaten. Das ganze Dorf ist tu eine Wolke von Rauch u»rd Staub gehüllt. Mauern krachen, Häuser stürzen ein. In wenigen Stunden ist der blühende Ort ein Trümmerhaufen. Zwischen den vom Feuer bestrichenen Zonen führen die deutschen Kompagnie- und Zugführer in raschen, geschickten Sprüngen ihre Sturmtruppen vor. Das Avretal liegt im Flankenfeuer französischer Batterien. Bald macht sich deutsche Unterstützung von Süden het gellend. Auf Notstege« wird die Avre überschritten. Bayerische uich mecklenburgisch« Truppen dringen gleichzeitig in Morisel ein. „Mein Zug ist der erste in Morisel!" ruft ein Zugführer. Im nächsten Augen, blick streckt ihn ein Kopfschuß nieder. Schon sind die Franzosen im Weichen. Die Bayern ersteigen die Höhen westlich des Dorfes. Ein Regiment Mecklenburger, von einer Feldbatterie gefolgt. stoßt unbekümmert um das, was rechts und links noch stairdhält, in das Avretal vor. Ihr Stoß schafft den südlich von ihnen kämpfenden Bayern Luft. Durch vier feindliche Stellungen brechen sie sich Bahn und haben gegen Abend den Senecat« wald erreicht. Die Besatzungen der dorttgen feindlichen Maschinengewehrnester n^chren sich mit änherster Hartnäckigkeit. Masche Majch:neng ersetz«, an denen Äe~ De«Men ' sorverge- stürmt waren, wenden sich und schieße« ihnen t« den Rücke«, ah« aller Widerstand ist vergeblich. Der Wald wird gestürmt. Jetzt beginnen die Franzosen zu weichen. Ihr Rückzug wird fchnel- Itt und schneller und artet endlich i« eine wilde Flucht aus. Berlin, 6. April. (WB.) Der deutsche Teilangriff süd- Uch Albert anr 6. April: Westlich Dernancourt hatten die Engländer erst am Abend vorher eiligst herangcholte Australier eingesetzt. Als der deutsche Angriff aus den Kellern von Dernancourt gegen den Bahndamm vorbrach, in dein sich dieAustralier Lief eingegraben hatten, stieß er auf außerordentlich zähen Widerstand. Die hinter dem Bahn- öa-rmr gelegene britische Stellung war weder durch Geschütze noch durch Minemverfer zu fassen. Aus den Dorshäusern heraus kämmten nunmehr die überhöhten deutschen Maschinengewehre den Bahndamm ab und zwangen den Gegner Deckung zu suchen. Diesen Augenblick benutzte die Infanterie um mitHandgranatentrupps zum Sturm vorzugehen. Sofort wurde die deutsche Artillerie über den sumpstgen Ancre- Grund nachgezogen. Nach kräftiger Artilleriewirkung wurden die feindlichen starken Stützpunkte genommen. Schon wandten sich die Engländer in südwestlicher Richtung zur Flucht, als ein englisck)er Massenangriff aus Richtung Mlllencourt emsetzte. Auf 200 Meter Entfernung legten die deutschen Batterien ihr vernichtendes Fener auf die dichten feindlichen Sturmkolonnen, die buchstäblich niedergemäht wurden. Berlin, 6. April. »(WB.) Die wichtigsten Eisenbahn- knotenpimkte in der Gegend von Ämiens mit den Bahnhöfen Annens, Longucau und St. Nikolas wurden von den der.t- lchen Batterien unter Feuer genommen. was jeder selbst tvagen könne, dürfe «rrgenommen iverde». Der Befehl wurde befolgt. Der letzte Nesler wollte seine Wohnung nicht mt Stiche lassen und blieb. Er sah mit an, wie die allein zurückgebliebenen englischen Soldaten die Läden und Wohnung«, ausplünderten nnd alles durch- einanderwarfen. Auch die Epicerie Rabache in der Rue St. Leonard fiel ihnen zum Opfer. Diese Aussage twrbe unter Erd gemacht. Der Kampf am Kolnou.Mald. Dir Angst vor der Wahrheit. Berlin, 7. April. (WB.) Aus den Aussagen eines geangen Engländers der 23 Infanteriedivision (Afiagofront) .vnrd nntgeteilt: „Ueber die deutsch Offensive wurde den englischen Soldaten offiziell mitgeteilt, daß die Deutschen 7N einer Breite von 50 Meilen angegriffen hätten und sieben Merlen tief unter sehr schweren Verlusten eingedrungen waren. Durch einen Flankenangriff der Verbündeten wären die Deutschen gezwungen worden, in ihre Ausgangs- Übungen zurückzugehen. Hierbei hätten die Franzosen 100 000, die Engländer 40 000 deutsche Gefangene cin- gebracht. Auch den italienischsn Soldaten wäre ein gleich lautender Befehl bekannt gegeben worden. Schwerste feindliche Verluste. irn r P et ^ tt/ . r 7‘ ^ril. (WB.) Die französisch-engnsckien Massenangrrffe des 6. April kosteten dem Feinde abermals ^tronle von Blut. Zum großen Teil wurde seine Bereitstellung zu einzelnen Gegenstößen rechtzeitig erkannt rind von den Deutschen unter stärkstes Vernichtungsfeuer genom- men. das wiederholt in dichte fetnbltd>c Truppenansamni- lungen schlug. Der Gegner, der die wütenden Angriffe chne Rücksicht auf dre Menschenverluste vier- bis fünfmal wiederholte vernichte mittels zahlreicher Tanks und offen auf- fahrender Artillerie seinem Stoß eine größere Wucht zu ver- ersten, aber seine Batterien wurden zusammengeschoffen. und ferne Tanks blieben, soweit sie nickst noch rechtzeitig abdrehten bewegungsunfähig liegen. Südlich von Albert flutete der Engländer nach mißlungenen Angriffen in regellosen Haufen m ferne Ausgangsstellungen zurück. Bei diesem Zurück- strömen erlitt er im deutschen Verfolgnngsfener besonders schwere Verluste. Die auf dem westlichen Avre-Ufer in größerem Stil und engem Zusamnienhang ausgesührten Nanzosischen Angriffe zwischen der Avre und Mesnil wurden k Eer Einsatz ungeheurer Munitionsmengcn vurchgefuhrt. Sie brachen teils in erbitterten Nahkämpfen, teils rm Gegenstoß unter außerordeiitlich schweren Feind- Verlusten restlos zusammen. Auch hier erlitten bei der Versammlung Zinn Angriff die feindlichen ftr-.rmcn und Batterien schwere Verluste. Die Zerstörung der Stadt Montdidier durch schweres französisches Feuer schreitet fort. Die große Beute. «crlm, 7. April. (WB.) Erst jetzt 'laufen bei Len Eutern ainuren langsam die Meldungen über die Beute ein. Dw Engländer konnten ihre reichen Bestände weder verruchten noch sortschafsen. Es wurden erbeutet: in Rotzen £00000 Liter Wein, 4000 WoilackK, 100 Kraftwagen mit reichlichem Zubehör und Ersatzteilen, 200 Feldklichen, 320 Fahrzeuge, ^ Tragsättel im Werte von 10 000 Mark, sowie viele^Geschirre, 360 Zentner Weizen, 300 Zentner'Hafer, l 00 sprtzzelte rmd ern großes Lager mit Sanitätsmaterial, ferner wurde die Verpflegung für eine Division auf mehrere ^.age erbeutet. Desgleichen wurden aus den erbeuteten Beständen in Montdidier zwei Divisionen in Ham unc Dwrsion verpflegt. Fn Roye fielen ein Häutelager mit ungezählten Mnder- und Scbaffellerr und Tausenden von Kaninchenfellen in deutsch Hand, in Montdidier ein ke- deutendes Leder-, Leinen- und Hanslager und riesige Wein- verrate. Dre englischen Bestände in Ham lieferten die Verpflegung an Wein, Keks und Datteln und 50 Tonnen Kartoffeln für btc deutschen Lazarette. In Nesle erbeuteten dre Deutschen ein nnrfan'grei^s Lager an Unterkmrsts- und ^arackennraterlatz und Zimmeraussiattungsgegenständen. Endlos rst dre Menge an Mänteln, Decken, Gummimänteln und Zelten. 5Dte Zählung der Beute nimmt viel Zeit in Anspruch und wird fortgesetzt. V Englische Plünderer. Berlin, 7. April. (WB.) Der einzige in der Stadt gebliebene Ortseinwohner von Nesle teilt mit, daß einen Tag vor der Ankunft der Deutschen um Mitternacht an alle Türen fleflorft wurde. Den erschreckten Einwohnern wurde ein Befehl des Präfekten mitgeteilt, sie hätten inr Laufe der Nacht und am frühen. Morgen die Stadt m verlassen Nur 22. März 1918. Aus dem Felde wird uns geschrieben: Wieder verschleiert Nebel das Schlachtfeld. Die Grenadiere können hundert Schritt am Feinds Feuer anmachen, doch haben sie kein trocken Holz. Daß die Feldküchen noch nicht heran sind, nimmt niemand tragisch. Die warme Suppe wird durch Ge. wehrreinigen ersetzt. Hauptsache ist, Wasser für die Maschinengewehre beischaffen und die Patronentaschen auffüllen. Im übrigen ist der Infanterist dem Nebel wohlgesinnt, der hemmt die feindliche Artillerie. Der Engländer hat während der Nacht mit Schrapnells über den Savy-Wald gespritzt und streut unsere Biwaks ab. Die Schrapnells puffen ganz harmlos wie das Aus- pufrohr eines Vkotors, die älteren Soldaten kümmern sich gar nicht um die leichten Geschosse, gegen die man sich hinter einem Erdaufwurf decken kann. Sie kommen übrigens rasch und flach daher und verraten, daß die englischen Batterien noch recht nahe, vielleicht im Holnon-Wald, stehen. Die Grenadiere sind ordentlich besorgt, daß Tommy seine Geschütze zu früh abbaut. Die Kanoniere bei den Feldbatterien lagern dicht hinter den Kompagnien auf der Anhöhe, sie urteilen anders über den Siebel. Er erschwert die Sicht, verlangsamt das ganze Geschäft. Der Artillerist ist mehr für das weite Gesichtsfeld. Die Fahrer haben unter unsäglichen Mühen Wasser beigeschleppt und tränken die müden, fröstelnden Pferde. Immerhin ists ein Glück, daß dis Luft nicht wie gestern mit Gas durchseucht ist. Die Taschentücher stinken noch schauderhast. Gegen 9 tlhr lüstet sich der Nebel ein wenig, er ist überhaupt spüliger als am Vortage. Die jungen Ordonnanzoffiziere, die zwischen den Unterständen und der Truppe hin- und herlaufen und die letzten Befehle für den neuen Angriff überbringen, muffen sich sputen. Aber schließlich wimmelt das ganze Feld bis in die vorderste Linie von Soldaten, die sich, auch nachdem die Sonne durchgebrochen ist, so unbekümmert wie auf dem Manö- verselde angesichts des Feindes bewegen. Die alten Stellungs- kämpfec kennen den Begriff Deckung nicht mehr. Die Umrisse des Holnon-Waldes entschleiern sich kuliffen- hast. Ueber den Bahndamm Quentin—Marteville klettern noch einzelne Errrppen der Reservebataillone, alles strebt nach vorn, um Fühlung zu behalten, wenns losgeht. Gegen 11 Uhr blitzt aus dem Unterholz des Savy-Maldes das Schlagfeuer der deutschen Artillerie auf. Auch ein wackerer Mörser hat sich in der Mondnacht durch den Schlamm vorgearbeitet und erschüttert den Erdboden weithin. Gegen Mittag rasen die Feldbatterien das letzte Schnellfeuer heraus, dre Jnfanteriebegleitbatterien stehe« schon mit sttafsen Tauen hinter den Bataillonen. Die Mittagssonne strahlt über das braune Feld, das sich wie ein Flaschenhals zwischen dem Holnon-Walde und den Dörfern Savy und Etreillers in die Ebene von Bearivois ausweitet. Man sieht die Schützenlinien die zweite englische Stellung westlich Savy überspringen, die Kompagnien folgen in Marsch, kolonne. Wie eierschleppeade Ameisen springen die Träger mit den leichten Maschinengewehren und den Patronenkästen voraus. Kaum waren die Sturmbataillone in der ersten Geländespalte verschwunden, traben schon, die ersten Batterien (letzter Schuß heraus, sofort Mündungskappe aufgestülpt) hinterher. Vom Waldrande her pfeifen englische Maschinengewehre in die ungeschützte Flanke, einige Pferde wälzen sich in den Tauen, aber es gibt keinen- Aufenthalt: das Tau wird Zerschnitten, der Wallach aus dem Weg geschoben, bleibt im Blute liegen, das Geschütz setzt sich in Galopp, um aufzuholen. Schon schwärmt ein Zug vom Reservebataillon gegen den Wald aus, der trotz Gas und Eisenhagel immer noch unverschämt lebendig ist. Der Engländer ist nicht nur tapfer, das ist der Franzose auch, er hat vor allen Dingen langen Atem und wehrt sich zäh wie das Gummi seiner prachtvollen Regenmäntel. Die folgeaibe Stunde malt das vielgebrauchte Wort des Heeresberichts vom „unaufhaltsamen Vorwärtsdringen" mit unerhörter Großartigkeit. Ueber dieselbe Szene, die noch eben von wildem Kampf erfüllt war, wälzt sich die Masse zweier Di- Visionen. Anhöhen und Gehölze sind schwarz von Menschen, aus jeder Mulde schlängelt sich eine Kolonne, wie Bäche und Nebenflüsse streben die Züge in einen Strom zusammen, der sich unaufhaltsam in die Ebene ergießt. Brigadestäbe und Artilleriestäbe mit gelber Standarte traben voraus, auf der Höhe erscheint em Schwarm von Reitern, auf einer Lanze flattert die rote Flagge: der Divisionsstab! Matt und wirkungslos potschen englische Schrapnells in die Flanke der Riesenschlange, ohne einen einzigen beladenen Wagen auszuhalten. Noch immer brüllt das Feuer der stehen- gebliebeuen deutschen Geschütze über die letzte Grenze der Feuerwalze hinaus in den weichenden Feind. Dann schwanken auch die schweren Geschütze, von mächtigen Ostpreußen gezogen, in die Ebene herunter. Märker, Badener, Westfalen und Rheinländer marschieren Seite an Seite. Stundenlang wälzt sich über das eben erloschene Kampffeld der Vormarsch. Wer dieses Bild schauen durste, und es rm Geiste vergrößert? wer die Edelmannschaft des deutschen Heeres über die wüsten blutgetränkten Schlachtfelder von Peronne bis Arras vorwärtsstürmen fühlt, dem erblassen die Knab-nträume von den Heerziigen Karls des Großen. u. Wik östmtichi-che OffnMt gkM Itillik». Kvustaniinopel, 4. April. (WB.)" Das Blatt des jung- türkischen Komitees „Hital" schreibt- „Die deuts.chc Offensive scheint die österreichisch-ungarische Aktion an der italienischen Front nach fid> ziehen zu sollen. Tue italienische Front ist mindesten- t^lweise von Engländern und Fran^ 3o'im entblößt,, das allem anmchmeM läßt, daß Oeftkrrei-'' Ungarn nicht die Gelegenheit versäumen wird, einen große« Schlag zu sichren. Auch in Italien uuuht sich eine große Un- Wird Oesterreich-Ungarn diesen günstiger, M^nent benutzen? Alles läßt dies glauben. Es gibt aber noch ernen wideren Faktor, der Oesterreich-Ungarn besinn, men wird, eine Paralellaktton zu dem deutschen Vorgehen rn Frankreich zu unternehmen. Dieser Faktor ist di« Solidarität der Ansichten und Interessen der Mittelmächte, ^b Solrdarität, die diese Mächte eng verbindet und bei einer Aktton einer Macht der anderen die Pflicht auferlegt, an emem anderen Punkte einzugreifen. Diese Solidarität haben wir glänzend bewiesen an den Dardanellen, wo wir Deutschland und Oesterreich-Ungarn die Siege in Rußland haben. So könnte auch jetzt ein Schlag Oester- rerch-Ungarns einen ungeheuren moralischen Einfluß noch außer dem militärischen ausüben. Alle diese Gründe lassen tms glauben daß an der italienischen Front ein großer schlag bevorsteht, der wesentlich zu einem entsck-eidenden Siege vertragen kann." „Daily Telegraph" meldet ans Mailand: Die Absi.cht Österreichs, einen rrmfangreick-en Angriff gegen die ita- lrenrsche Front zu unternehmen, ist nicht länger zu bezweifeln Es ist nur die Frage, wann er losbrechen wird. Es steht fest, daß fortgesetzt großzügige Vorbereitungen getroffer werden. Die Witterung, die derzeit im Alpengebirge herrscht rst die Ursache, daß der Angnff noch nicht beginnen konnte. Aber die letzten Berichte bestätigten, daß das österrerchische Angriffsheer fertig steht. Vor 3 Monaten begann man Truppen und Gettit zu sammeln. Sämtliche Pässe scheinen nrit Geschützen bestückt zu sein. Die Oesterreicher haben offenbar Gerät von der russischen Front herangeführt. Alles deutet darauf hin, daß der österreichische Frichjahrsangriff bestimmt unternommen werden wird. Die Äejchiejrnitg vau Daris. Genf, 7. April. Nach einer amtlichen Pariser Mitteilung vom 6. April hat gestern die Beschießung von Paris aus einem weittragenden Geschütz wieder eingesetzt. Paris, 7. April. (WTB.) Die Agentur Havas meldet amtlich: Die heutige Beschießang von Paris durch ein weittragendes Geschütz forderte drei Verwundete. Der Kuftangriff auf ^urernbnrg. Berlin, 7. April. (LllTB.) Stadt und Bahnhof Luxemburg sind am 5. April von feindlichen Flugzeugen angegriffen worden. Dem Bombenabwurf fielen bisher sechs Personen zum Opfer, von denen vier wt und zwei schwer verletzt sind. Der angerichtete Sachschaden ist gering. Dag -klürche Daraehen in Finnland. Petersburg, 7. April. (WTV.) Reuter. Bis heute früh landeten die Deutschen 12 000 Mann, die die Offensive in Richtung Helsingfors ergriffen. Die finnische Rote Garde versuchte Widerstand zu Leisten, mußte sich aber vor der erdrückenden zahlenmäßigen Ueberlegenheit der Deutschen Zurückziehen. Man glaubt, daß die Landung der Deutschen das Ergebnis eines Abkommens der alten finnischen Regierung und der deutschen Regierung ist, um dem Bürgerkrieg ein Ende zu machen. Die Kämpfe in Finnland. Stockholm, 6. April. Das finnische Hauptquartier meldet unter dem 4. April: Das Satakunt-Korps hat den Feind zurück geworfen. In dem von uns eingefchlosienen Tammersfors dauern die erbitterten Kämpfe in den Straßen an, bei denen wir die Oberhand haben. Schritt für Schritt wird der Feind zurückgedrängt. Wir nahmen den Bahnhof, überschritten dis Stromschnelle und erreichten die Esplanade. Auf der Savolaks- front ist die Lage unverändert, ebenso in Karolen, wo sowohl auf der Ioutreno- wie auf der Rautrussront das heftige Artille- riefeur archält. Der Generalquartiermeister: Ignatius. Stockholm, 6. April. (WTB. Nichianittich.) Finnischer Bericht vom 6. April Uhr morgens. Die erste große Operation der finnischen Armee ist beendet. Die Rote Garnison von Tam- mersors hat sich ergeben. Der Generalquariiermeister: Ignatius. Drei russische Schiffe in die Luft gesprengt. Stockholm, 5. April. Aus Petersburg wixd gemeldet: Deutsche Fahrzeuge, darunter zwei Großkampffchiffe, die vor Hangö eintrafen, eröffneten das Feuer auf russische Fahrzeuge, deren Befehlshaber sich entschloß, drei große Schiffe in die Luft zu sprengen. Die deutschen Verluste bei der Landung waren sehr unbedeutend dank dem Beistand des russischen Eisbrecher» „Wolhynetz", der die deutschen Transportdampfer quer durch das russische Minenfeld führte. Ein deutsches Geschwader traf aus Li bau ein. Olhhsru Obkibklehlshaber in der Praitif. Kiew, 6. April. (WTB.) Generalfeldmarschall v. Eichä Horn ist gestern hier eingetroffen, um den Oberbefehl über di« in der Ukraine befindlichen deuffchen Truppen zu übernehmen. Er wurde am Bahnhof durch den Botschafter Frhr. v. Mumm, den Chef des Stabes mtt dem Offizierkorps, den ukrainischeU Ministerpräsidenten Holubowitsch, den Kriegsmlnister Shu- kowski sowie durch die Mitglieder der deutschen Ukraine-Delega^ tion empfangen und begab sich sodann in das ihm von der ukrat^ nisähe« Regierung zur Verfügung gestellte Palais Popom Eine Rede Wilsons. Präsident Wilsan hat am 6. April in Balttmo« sei bet Jahresfeier des Kriegseinttttts der Vereinigten Staaten und der Eröffnung des Werbefeldzuges für die dritte Freiheiten», leihe eine große Rede gehalten. Der Präsident des iutermttio- nalen Eeldsacks brachte es fertig, gegen die Gewinnsucht zu wettern und erging sich sodann in seine üblichen Heucheleien. Wilson schloß: Was sollen wir heute tun? Was mich betrifft, so bin ich bereit, selbst jetzt über einen gerechten und ehrlichen FriedenEgu sprechen und zwar zu jeder Zeit, wo dies aufrichtig gewünscht wird, über einen Frieden, Lei dem die Stärke «md Schwäche gleich gut abschneidet, und als ich solche Friedens- Vorschläge machte, kam die Antwort der deutschen Befehlshaber «ue Rußland, und ich kann die Bedeutung der Antwort nicht mißverstehen. Ich nehme die Herausforderung an und weiß, daß Ihr sie annehmt. Die ganze Welt soll wissen, daß Ihr sie »nnefant Deutschland hat noch einmal gesagt, daß die Macht -Nein entscheiden soll, ob ein gerechter Friede unter den Mengen herrschen und ob das Recht, wie Amerika es auffaßt, dis Geschicke der Menschheit cnls-'nden soll, oder die Oberherrschaft »ie Deutschland sie auffaßt. Wir können deshalb nur eine Ant- »ort geben und dis ist: .,(!- ? alt, Gewalt bis zum äußersten, Gewalt ohne Maß und Grenzen, triumphierende Gewalt, die die Gesetze der Welt wieder in ihre Rechte einsetzf und jede selbstische Oberherrschaft in den Staub schleudert." Das Wolffsche Telegraphenbureau bemerkt zu der Rede Wilsons: Diese Rede stellt bie geschichtlichen Vorgänge auf den K"pf- Alle Welt weiß, daß der gewaltige Kampf im Westen tzurchgefochten wird als Folge des Kriegswillens der Entente. Deutschland hat seine Bereitwilligkeit zu Verhandlungen un« Mißverständlich erklärt. Die Enteilte hat cs anders gewollt. Wäre cs Wilson um einen ehrlichen Frieden und um die Vermeidung weiteren Blutvergießens zu um gewesen, so hätte er ferne Bundesgenossen entsprechend beeinflussen können. Statt dessen hat er nichts getan, um die Beschlüsse von Versailles zu verhindern. Seine alten Tiraden über Recht und Gerechtigkeit find durch sein Vorgehen gegen Holland aufs wirksamste widerlegt worden. Zwischen seinen Worten und seinen Taten klafft der Zwiespalt immer weiter. Jetzt ruft er unverhüllt die äußerste Gewalt auf. Damit spricht er endlich klar aus, was Amerikas Politik und die seiner Bundesgenossen bedeutet: Gemalt gegen alles, was sich ihnen in der Welt in den Weg stellt. Deutschland wird sich das Joch der Gewalt nicht auflegen lassen^ Dafür kämpft es feinen heroischen Krieg. Wilsons Rede war rine Anleiherede, sie ist die beste Propaganda für unsere Kriegsanleihe, denn sie zeigt, was ein verlorener Krieg für Deutschland bedeuten würde. fjflffninwn der iiMtilllmi Mismlistell. Das Komitee der ägyptischen Nationalpartei, das feinen Sitz in Berlin hat, sandte aus Anlaß der großen Siege im Westen Glückwunschtelegramme an Seine Majestät den Kaiser, Seine Exzellenz dem Feldinarschall von Hindenburg und Seine Exzellenz den Reichskanzler Grafen Hertling. Der Wortlaut des Telegramms an Seine Majestät den Kaiser ist folgender: „Die Mitglieder der ägyptischen Nationalpartei geben fich die^ganz besondere Ehre, Euer Majestät die aufrichtigen Glückwünsche zu den von den tapferen deutschen Truppen im Westen erfochtenen glänzenden Siegen ehrfurchtsvoll zu Füßen zu legen. Sie flehen zu dein Allmächtigen, daß er diese wunderbaren Leistungen deutscher Truppen durch eine vollständige Vernichtung der Feinde der Menschheit krönen möge, so daß Aegypten und die anderen unterdrückten Länder sich wieder der Freiheit und des Friedens erfreuen können." Jfrlfiipfit ße ihre üeigliitilii! ? Hlrschberg, 6. April. In einer Versammlung des Vereins -er Fortschrittlichen Volkspartei für den Wahlkreis Hirfchberg- Sckiönau hielt Reichstagsabegordneter Dr. Ablaß über die Friedeusresolution des Reichstages vom 19. 7. eine Rede, in der er ausführte: Die Resolution ist kein unabänderliches Programm. Sie ist keine Offerte, an die sich der Reichstag dem Femde gegenüber gebunden hat. Die Stunde, in der wir noch auf der alten Grundlage Frieden zu schließen bereit waren, ist vorüber. Wir sind nicht an unsere früheren Bedingungen gebunden. Köln, 6. April. Abgeordneter Trimborn erklärte auf dem Delegiertentag der Rheinischen Zentrumspartei: Nachdem Mlichs Knotarstamihungeu z» kerne« Gegebnis geführtöüifcV «uft mmnvchr der Steg tat Friede» bringen. Bezüglich der künftige» Friedensverhandlungen fei festgestellt, daß für sich dis Zentrumspartei völlig frei- Hand hat. 1670/71 entwand das geeinte Deutschland ben weljchen Krallen urgermamsches Land saA-Lothringen, einst geraubt» als unser Vaterland nnrrem Hader machtlos nach außen war. Englands Arid und Frankreichs blinder Haß beschworen neuen kkeieg herauf. Deutsche Streiter jeden Altera ans Nord und Süd stehen schirmend als lebender Grenzwall vor Msern Sauen. ~ Heimischer Herd und Hof ist frei von feindlicher Gewalt; ungestört, wenn auch unter schweren Lebensbeduiglmgen, gehen Städter und Bauern ihrem Beruf nach. — Wißt Shr im Elsaß, ln Lothringen» in der Pfalz, an dyn Ujern des Rheines und des Neckars» was es bedeutet, den Feind im Land zu haben? Erzählen Euch zerstörteBurgsn nicht genug aus jener Zeit deutscher Aneinigkeit? — Wißt 2hr, die 2hr täglich das ferne Donnern der Kanonen hört, was es heißt, stets gewärtig tines überlegenen Angriffes in ruverstchtiichem Wut, im Kampf gegen zähen Feiud und tückische Raturelemente, Fahr für Fahr durchzuhaltsn? — „Deutschland muß leben, auch wenn ich sterbe", das ist die Überzeugung eines jeden der Streiter amBogesenkamzu, von der Saar bis zur Waas. Aber der in jenen welthistorischen Augusts tagen 19)4 geschlossene Burgfrieden, der Deutschland in seiner vollsten Einigkeit sah, er ist gefährdet. Unsere Feinde, die uns militärisch nicht vernichten könneri, sehen erneut ihre Hoffnung auf deutsche Uneinigkeit. Doch es vertraut der deutsche Soldat seinem Bruder daheim, daß auch er diese auf Uneinigkeit berechnete feindliche Offensive siegreich abwehrt. — Es ist an der Zeit, unseren Feinden die rechte Antwort zu geben: „Gut und Blut demBaterlande!" Gebt Ahr dem Heere die Waffen zum Endsieg durch emmütig hohe Opjerwilligkeit bei der Axiegs-Äu.Wx^ Wir halten indessen die Greprwachlt Hessischer Kaudtag. Die Mgeordneten v. Brentano und Genossen, darunter sechs bimdlerifche Abgeordnete, haben in der Hessischen Kammer folgenden eiligen Antrag eingebracht: Unter Bezugnahme auf anliegende Eingabe der Spargelzüchter von Rheinhessen, Kreis Bingen, beantragen wir: Die Kammer wolle beschließen Großh. Ministerium zu ersuchen, den berechtigten Wünschen alsbald nachzukommen. Es handelt sich um die alte Klage der Landwirtschaft, welcher trotz vieler Ersuchen aus der Kammer heraus Großh. Ministerium noch keine Abhilfe geschaffen hat. Vertreter der Städte nehmen Stellung zur Preisfrage landwirtschaftlicher Erzeugnisse, es werden bei der Hessischen Landesgemüsestelle Preiskommissionen gebildet, berufene Ver- tretr der Landwirtschaft werden aber nicht zugezogen. Ebenso handelt es sich wieder um die allseits beklagte Heranziehung von ortsfremden Konlrollbeamten. Dis Eingabe spricht für sich selbst, jeder der die Verhältnisse auf denl Lande und die berechtigte Mißstimmung dorten kentt, wird sie billigen. Ans der Heimat. Der Bruder draußen in dem Graben Will deine Unterstützung haben, Drum tu auch diesmal deine Pflicht Und fehle heut als Zeichner nicht. » Kindesmord. Frirdbekg-Fauecbach. In der Ufa wurde die Leiche eines kräftigen, neugeborenen Knaben gesundem Der bewährten Tiichtigkeit mäpui Poriserbehörde blieb die Mörderin nich) lange verbargen. Die »mmerijchliche Mutter ist eine verheiz ratete Frau, deren Manu im Felde steht. Sie har vüs Kind sofort nach der Geburt durch einen Schlag auf den Kopf getötstz und die kleine Leiche ms Wasser geworfen. Eine Kundgebung Herzog Albrechts von Württemberg. „Die Grenzwacht", die er dem Verein Deutscher Zeitungs-Vev- leger zur Verfügung stellte, erinnert das deutsche Volk mit eigenen Worten an die tteue Wacht, die seine Truppen an der heiß»* umstrittenen Grenzmark Elsaß-Lothringen schon feit beinah» vier Jahren mit zäher Ausdauer halten. Der unerschütterliche» Grenzwacht der Heeresgruppe des Herzogs Albrecht ist es mit z» verdanken, wenn deutscher Boden vor einem erneuten Einfalt der Franzosen verschont blieb. Unser Hindenburg hat es mu derholt ausgesprochen, daß nur die unerschütterliche Mauer unserer Verteidigung im Westen den Siegeszug unserer Truppe» tm Osten und im Südosten ermöglicht. Der Friede im Osten ist gesichert und wieder hat unser tapferes Heer im Westen ia schnellem Siegeszuge größte Erfolge errungen, zu denen dia^ Grenzwacht in den Vogesen ihr Teil beigetragen hat. Danke» wir es den Helden, die so treu die Grenzwacht Halten, dadurch» daß wir Kriegsanleihe zeichnen. Wo der Hindenburg-Speck hinkam. Es wurde fesigestellt» daß der für die Arbeiter bestimmte Speck bei der Firma Kn od 1 in Frankfurt-Vockenheim nicht an die rechtmäßigen Empfänger gelangt ist, sondern an sec^ gutbezahlte Angestellte verteilt wurde, von denen ein Jeder 15 Pfund » 4,10 Mark erhalte» hat. Der Direktor Kaiser stellte die Sache jüngst so hin, als ob er verreist gewesen sei und von dem Vorgang nichts gewußt habe. Jetzt wird behauptet, das sei nicht wahr, er habe vielmehr auch sein Anteil von 15 Pfund erhalten. FC. Butzbach, 5. April. Die Bewohner des nahen Dorfe» Griedel stifteten den Verwundeten im hiesigen Lazarett 52» Stück Eier. Die Einwohner von Hausen, Oppershofen und Hochweisel überließen den Verwundeten Obst und Eingemachtes. FC. Büdingen, 4. April. In dem etwa 130 Einwohne» zählenden Dorfe Bellmuth wurden bis jetzt 10 000 Mark für dl» achte Kriegsanleihe gezeichnet. — Der Fürstliche Gutspächter Rode auf dem Finndcrfer Hof erhielt den Titel Oberamtmann. FC. Schotten, 5. April. Nach Mitteilung der Landes. Eierstelle ist die hiesige Stadt ganz erheblich im Rückstände mit de» Eierablieferung. Die Geflügelhalter wurden nunmehr ersucht^ ihrer Abgabepflicht restlos nachzukommen, da sonst gegen di» Säumigen mit Sttafen vorgegangen wird. FO. Idstein, 4. April. In Bermbach fand durch zwei Be^ amte des Landratsamtes Untertaunus in Begleitung des Gendarmerie-Wachtmeisters bei dem Bürgermeister a. D. Hahn dahier eine gründliche Haussuchung statt, bei der in allen mö^ Uchen Winkeln versteckt gefunden wurden: 105 Pfund Korn, 837 Pfund Weizen. 824 Pfund Hafer, 466 Pfund Weizenmehl. 10 Pfund Erbsen, 35 Pfund Bohnen, 98 Pfund Zucker. 28 Pfunv Weizengries, 40 Pfund Graupen und 40 Zentner Kartoffeln. Außerdem wurden ungewöhnlich viele Fleisch- und Wurstvorräts festgestellt. Die Heu- und Strohvorräte werden noch einer genauen Prüfung unterzogen. Die Frucht kam in das Lagerhau» Eamberg, das Mehl wurde dem Kcmmunaloerband überwiesen. FC. Lom Taunus, 5. April. Prinz Wolfgang von Hessen, der Zwillingssohn des Prinzen Friedrich Earl auf Schloß Friedrichshof. wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Fechenheim am Main. (Verdorbene Nahrungsmittel.) Für 5000 Mark Eelberüben sind der Stadt Fechen». heim verdorben. - . Aus Starkenburg. FC. Groß-Gerau, 4. April. Jugend von heute? Die Schüler Karl Kühl und Otto Stöckius aus Gustavsöurg hatten dort je eine Laterne mit Steinen eingeworfen. Beide erhielten vom hiesigen Schöffengericht eine Geldstrafe von je 10 Mark. De» Schlosserlehrling Nattermühler von hier hatte zwei grau» Stallhasen einer hiesigen Frau gesichten. Für diese Tat erhält er eine Gefängnisstrafe von einer Woche. — Der Schmied Tor- doir und der Uhrmacher Gregoire, beide belgische Staa'san» gehörige, hatten französischen Kriegsgefangenen zur Fluchi ver- holfen, indem sie ihnen Karten und einen Kompaß übergaben. Das Schöffengericht nahm jeden in eine Gefängnisstrafe vs» zwei Monaten. Verantwortlich.für den politischen und lokalen Teil: 47tt» Hirsche!. Friedberg; für den Anzeigenteil: R. Heyner. F riedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung*, 9T- G.. Friedbera t ^ itf zur Stichwahl! Morgen findet die Stichwahl zum Landtag im Wahlkreis Butzbach—Bad-Nauheim statt. Die Parole muß lamen: - „ Alle Rann zur Wahlurne, damit dem Zentrum, das sich 'schon Hoffnungen auf unseren Wahlkreis macht, nicht der Sieg zufällt. Bleibe keine Wähler zu Hause, sondern gebt Alle Eure Stimmen dem - Bürgermeister Diehl zu HochWeisel. Der Wahlausschuß des Hess. Bauernbundes. Graue Gefahren. Roman aus der Gegenwart von M. Gontard - Schuck. R/ Nachdruck verboten. . „Aber der Amerikaner ist Geschäftsmann. Und wenn er in seinen geschäftlichen Vorteilen geschädigt wird, dann —" „Dann wird er bösartig, meinen Sie? Es wird nicht so schlimm tzoerden. Wir wissen auch ganz p ' ■m, wer hinter dem Vorhang fitzt und die Marionetten lencc. Aber sie mögen sich hüten! Leicht kann ein Brand im eigenen Hause entstehen, und dann werden sie zu schwach sein, ihn zu löschen. In den Deutschen Amerikas ist endlich das deutsche Gewissen erwacht. Auch etwas, was dieser Krieg - uns gebracht. Wofür wir diesem Kriege zu danken haben und wahrlich nichts Geringes." „Ich bin Ihnen nicht gewachsen, Baron!" sagte Archibald Tonglas. „Ich glaube, ich geb's auf, mich mit Ionen zu streiten." Nachdenklich sah er auf die Figuren n Brett. Waren wir nicht schließlich alle solche Fig- « n Schicksal hin und her geschoben? Gab nicht' am ier Krieg wieder ein glänzendes Beispiel dafür, daß der .iensch doch nur ein willenloses Werkzeug in der Hand des Schicksals ist? - Wie so ganz anders hatte man sich den Verlauf dieses Krieges gedacht. „Ja, wer hätte das geahnt/' sagte er halb wiefür sich, „diese Unterseeboote! Den ganzen Seekrieg stellen sie auf Kopf. — Aver trotz alledem!" ries er plötz- ltch lebhaft, „England mit Unterseebooten bezwingen! Unmöglich! Das Angriffsfeld ist zu groß!" „Hm! Wer weiß, was wir in diesem Kriege noch für Ueberraschungen erleben," sagte Wervheim bedeutungsvoll. „Gerade im Unte.cseebootkrieg wird es wahrscheinlich noch manche Ueberraschnng geben. Die englische Regierung fit der irischen Bevölkerung trotz der Gewaltpolitik noch nie so recht sicher gewesen. Jetzt weniger denn je. Wir würden in Irland stets offene Arme finden." „Irland ist machtlos. Es hat weder Geld, noch Organisation, noch Waffen. Wenn England nichts weiter zu fürchten hätte —" "So sorglos, wie Sie zu glauben scheinen, ist Ihre Regierung nicht. Der Dorn im Fleische Englands fängt wieder einmal an zu drückeu. Wenn man von Irland nichts fürchtete, würde man sich nicht solche Mühe geben, Sir Roger Casement unschädlich zu machen. Ja, ja, es ist manches anders gekommen." „Zugegeben, daß vieles anders gekommen ist. als unsere Regierung gedacht hat. Besiegt — niedergezwungeu, wie die Deutschen sagen — wird England nie. Vor diesem Schicksal schlitzt uns.erstens unsere Lage und zweitens die guten Gründe unserer Kriegführung. Schutz den Schwachen ist unsere Losung!" Herr von Werkheim lachte herzlich. „Ganz recht, Herr Douglas! Schutz den Schwachen! England bestätigt das immer auf ganz besonders anschauliche Weise, indem es stets den zur Zeit Mächtigsten zu vernwMr sucht. Lassen l : e un§ mal sehen: Da war zuerst Spanien mit seiner Flotte, e§ wurde unbequem — es hätte ja möglicherweise einmal einem der kleinen Staateii etivas tun können. -— Ein Jahr- wwdert später kamen die Holländer dran. Wie koiinten sich drese Leute auch erlauben, eine Flotte haben zu wollen! unerhört! Da mußte mau Vorbeugen, nicht wahr? — Daun kam Frankreich, der heutige Busenfreund. Erst das Frankreich der Ludwige und dann das Frankreich Napoleons. Me diese Staaten hatten, die frevelhafte Absickt, groß werden, eine Flotte besitzen zu wollen! Das mußte man verhindern! Wie leicht konnten sie mal einem flehten Staat etwas tun. — Und wie war es mit Dänemark? Na - - und nun sind wir dran, nicht wahr? Wie können sich diese Dertt- ,chen auch einbilden, eine Flotte haben zu wollen! Sitzen nicht mal am Atlantischen 5)zean! Das kann man doch nicht zugeben! Vielleicht könnten sie mal etwas zu sagen haben wollen^! Und England muß die Schwächet! schützen." — „Jrn Grunde ist es auch nicht gerechtfertigt, daß Deutschland eine große Flotte besitzt. Wozu?" „Das ist ja unsere Sache! Wenn wir das Geld dazu haben, wen geht's was an? Wenn ich mir sechs Automobile kaufe, statt des ejnen, wen kümmert's? Muß ich erst meinen Nachbar fragen? Daß ich nicht lache! Wenn wir es *Ür nötig halten, uns eine große Flotte zu bauen, so ist das unsere Sache! Haben wir etwa Englands Erlaubnis dazu nöfig? Hat England uns gefragt?" _ Fortsetzung folgt. Todes-Anzeige. Heute Mittag entschlief sanft meine geliebte Frau, unsere gute Mutter Kätchen Kaz im Alter von 44 Jahren. Okarben, den 6. April 1918. geb. Leonhardt Um stille Teilnahme bitten: Fritz Kaz und Kinder Die Beerdigung findet Montag den 8. April, 2 Uhr nachmittags statt. Von Kranzspenden und Kondolenzbesuchen wolle man absehen. Ä'ch- H!ii> BmichchmftchttlW Holzversteigerung Montag, den 15. April, von 10 Uhr vormittags ab werden aus den Domanialwalddistritten Eteinswiesenkops, 3,6 und 7 und Alteöerg 11 der Forstwartei Ulfa versteigert: a) Nutzholz. Stammet Elsbeere IV. Kl. 1 St. - 0,32 fm, Lärche IV. Kl. 1 6t. = 0,79 fm. Nuhreifig rm: 35 Fichte, hierunter 25 rm Bohnenstangen aus Distrikt Dörrenberg 4. b) Brennholz. Scheiter rm: 400 Buche I. Kl.. 15 Buche II. Kl.. 2 Hainbuche. 3 Eiche. Knüppel rm: 270 Buche, 3 Eiche, 113 Eiche, 2 Buke, 19 Kirschbaum, 2 Erle, 22 Aspe. 11 Kiefer, 7 Fichte. Reisig rm: 676 Buche, 1118 Eiche. Stöcke rm: 89 Buche, 16 Eiche. ' f^..^M,^Nteigerung findet im Saale des Gastwirts Döll zu Ulfa Dlau unterstrichene Nummern werden nicht verkauft. Kauf- e «rwerden erjuchr, das Holz vor der Versteigerung anzusehen. Nähere Auskunft erteilt der Gr. Förster Zimmer zu Ulfa Eichelsdorf, 5. April 1918. Erohh. Oberförsterei Eichelsdorf. Wa lter. _ ' in allen Formaten liefert schnell uno billig lltilk,Fagesni»nng„ Ä.-G. Rechnungen 4m Licher Stadtwawe, Donnerstag, den 11. April 1918, nach Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf dem Burkhardsfelderweg an der Niederbefjingerfchneife in den Distrikten Kreppelwald und Lange-Buchen: Scheiter: Buchen 120 rm, Eichen 7 rm; Knüppel: Buchen 115 rm, Eichen 140 rm.' Stöcke: Buchen 70 rm, Fichten 150 rm; Neisig-MeNen: Buchen 1200 Stück. Eichen 1600 Stück, Fichten 1200 Stück. Nutzholz: Eichen 2 rm, Fjchten- nutzrersig. 16 rm. Lich, den 5. April 1918. Crotzh. Bürgermeisterei Lich D ö r m e r. Sauberer, junger Bur-che all Hliilsdursche zunr Brotaustragen, sowie ein kräftiger Junge als Lehrling unter günstiger Bedingung gesucht. Bäckerei Wilh. Müller. Bestellungen nimmt entgegen Fr. Schmitt, --- , Schellnhos, Bad-Nanheim. Schnurstraße 18. | Post Schotten, Fernsprecher 216 Lagterbsk« u. Lallthaftt ausverkaust l Vorrätig sind noch: SnatmidcB, SimMcM)«» uni Lochnße gegen Abgabe der Caatkarten. Wir machen darauf aufmerksam, daß wir nur an Landwirte im Regierungs- Bezirk -Kassel und in den hessischen Kreisen Friedberg» Offenbach und Büdingen liefern dürfen. LLOrnIisALS Hanau Telefon 9tr. 245, 246 und 247. Lehrling für sofort oder später gesucht. G. Milk, Nlekirimkchamtttnnllk'. Friedberg. Eine frischmelkende zu verkaufen bei Wtth.Arog. Petri, Dom-Asse