Uummer 80 Samstags den 6. April 1018 11. Jahrgang. Die ..Neue Taaes-ettung" erscheint leden Werktag. Regelmäßige Beilagen „Der Kauer aus Hessen", „Die Kpinnssnbe". He?ugspreis: Bei den Poitamtalten oiecieirdtjrlict) m 2 4Ö hinzu tritt noch das Bestellgeld: bei den Renten monatlich 85 Pfg. einschließlich Trägerlolm. Ani-eig-n: Grund;eUe 25 Psg., totale 20 Anzeigen von auswans werden durch BostnachnahmG erhoben. Ei-füllungsoN Friedberg. Schriftleitnna und Verlag Friedberg (Hessen). s)anauerckraße 12. Fernsprecher 48. Pa tj heck. Loata Rr. 1859 . I nt Frankfurt a. M. Arljchiltc i« irr Dich'mg auf Ai»ik«. Einige Taufend Mann gefangen. — Die Gesamtbcnte ans über 90600 Mann und über 160 ) Geschützt gestiegen. — Ein denljchtürlrijcher Erfolg in Palästina. — 20000 Tonnen versenkt. Der deutsche Generalstaü jf== meldet: — ■ — . W. T« Großes Kattptqnortier. de« 5. April. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. MWir griffen gestern südlich von der Somme und zu beiden Seiten von Moreuil an und warfen den Feind aus feinen starken Stellungen. Englische un) französische Reserven stießen unseren Truppen entgegen. Ihr Ansturm zerschellte in unserem Feuer. Nach hartem Ringen hab.'n wir zwischen Somme und Lucebach Hamel . sowie die Waldstücke nordöstlich und südöstlich von Villers-Bretonneux. auf dem Wcstufer der Avre das Torf Mail ly grremi.rcn. Der Feind leistete au? der ganzen Front verzweifelten Widerstand. Seine blutigen Verluste sind daher ungewöhnlich schwer. Wir machten einige tausend Gefangene. Nach beendeter Feststellung beträgt die Zahl der von der Armee des Generals v. Hurier in der Zeit vom 21. bis 23. März eingebrachten Gefangenen 51218, der eroberten Geschütze 729. Damit ist die bisherige Gesamtbeute auf mehr als 90 000 Gefangene und über 1300 Geschütze gestiegen. Zur Vergeltung für die feit einigen Tagen anhaltende Beschießung unserer Unterkünfte in Laon durch die Franzosen haben wir Reims unter Feuer genommen. In der Champagne und auf dem Ostufer der Maas brachten erfolgreiche Vorstöße Gefangene ein. Vor Verdun blieb der tagsüber gesteigerte Feuer, kämpf auch während der Nacht lebhaft. Oste«. In der Ukraine nahmen wir feindlichen Banden *it b« ? 1 Bahnlinie Poltawa-Konstantinograd 28 mit französischen Gewehren und Munition beladene Eisenbahnwagen und mehr als eine Million Artillerlegeschoste ab. Im Dnjepr-Tal vordringende Truppe« haben nach Kampf Jekaterinoslaw ge- »omme«. Asiatischer Kriegsschauplatz. Deutsche Truppen haben im Verein mit osmanischen Kräften englische, nach Ueberschreiten des Jordan über Es-Salt auf Amman vorgedrungene Infanterie- und Kavalleriebrigaden in mehrtägigem Kampf gegen den Jordan zurückgeworfen. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Abendbericht. Berlin. 5. April, abends. (WTB. Amtlich.) Artillerie- ß8n>pie und örtliche Infanteriegefechte beiderseits der Somme. Auf dem Westufer der Avre scheiterten starke französische Gegenangriffe. Lebhafte Feueitätigkeit vor Verdun. Wien, 5. April. (WTV. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart? In Venetien wiesen wir südlich der Fontana Secco einen Nächtlichen Vorstoß der Italiener ab. Auch in Deooli in Albanien scheiterten feindliche Unternehmungen gegen unsere Sicherungslinien. Der Chef des Generalstabes. Sofia, 4. April. (WTV.) Generalstabsbericht. Mazedonische Fronte Im oberen Skumbitale verjagten wir Durch Feuer eine verstärkte feindliche Patrouille. Im Westen von Vitolia und an mehreren Stellen im Eernabogen kurze feindliche Feuerangriffe. Im Westen der Dobropolje und in der Moglenagegend verstärkte sich das Artilleriefeuer auf beiden Seiten. Nördlich des Tahino-Sees zerstreuten unsere Patrouillen mehrere starke englische Infanterieabteilungen. Ueber und hinter unseren Stellungen lebhafte Fliegertätigkeit von beiden Seiten. Nach einem hartnäckigen und kühnen Luftkampf schoß unser Flieger-Hauptmann Milanoff einen großen englischen Doppeldecker lm Strumatal im Südwesten des Heiligen Bratsch ab. — Dobrudschafronl: Waffenstillstand. r Das türkische Hauptquartier —- meldet: Konstantinopel, 4. April. (WTB.) Amtlicher Heeresbericht: Den Gegner hart bedrängend, erreichten unsere Truppen beiderseits der Straße El-Salt—Jericho den Jordan, besten ölt. licher Talrand noch von den Engländern gehalten wird. Zahllose Tote und Verwundete auf den Rückzugstraßen zeugen von dea hohen Verlusten des Feindes. In El-Salt fielen reiches Kricgsgerät, Munition und Verpflegung in unsere Hände. Westlich des Jordan nur schwaches Artilleriefeuer. An verschiedenen Stellen für uns günstig verlaufende Patrouillenge'echte, in denen Gefangene eingebracht wurden. In der Gegend von Medfchel-Iaba wurde der Angriff einer feindlichen Erkundungsabteilung abgeschlagen. — Dardanellen: In Erwiderung eines Angriffs feindlicher Flieger auf die offene Stadt Esine am 25. März wurden in der Nacht vom 1. zum 2. April die Hafenan- lagcn von Tenedos von unseren Seefluazcugen mit sichtbar gutem Erfolge angegriffen. Sämtliche Flugzeuge kehrten unversehrt zurück. An der übrigen Front keine besonderen Er- eigniste. 20060 Tonnen versenkt. Berlin, 4. April. (WTV.) Amtlich.) Unsere U-Boote versenkten im Sperrgebiet um England 6 Dampfer mit zusammen 20 000 Bruttoregiftertonnen. darunter drei englische Dampfer an der Ostküste Englands. Der mit mehreren Geschützen bervaff. nete englische Dampfer „Ikoda" (6311 Brutoregistertonnen), wahrscheinlich mit Kriegsmaterial an Bord, wurde im östlichen Teil des Aermelkanals bei schwerster feindlicher Gegenwirkung versenkt. Der Chef des Admiraiftabs der Marine. Die Schlacht im westen. Die englische Artillerie. Berlin, 4. April. (WTB.) Während der augenblicklich an der Schlachtfront herrschenden ruhigeren Zeit verhält sich die englische Artillerie weniger tätig, als man es von ihr bisher gewohnt war. Nur ab und zu richtet sie ein nervöses und reful- tatlofes Störungsfeuer gegen die neu gewonnenen deutschen Stellungen. Eine einheitliche Feuerleitung fehlt meistens. Offensichtlich geht die feindliche Artillerie mit der Munition sparsam um. Wenn auch von einem eigentlichen Mangel an englischer Munition wahrscheinlich nicht gesprochen werden kann, so müsten doch anscheinend die englischen Truppen auf die seit Jahren gewohnte artilleristische Mastenwirkung zurzeit verzichten. Der Grund hierfür liegt zweifellos in dem Verlust der ungeheuren Munitionsmengen. die die Engländer bei dem überraschend schnellen Vordringen der Deutschen diesen an allen Orten des Schlachtfeldes, in ihren Stellungen, an den Zufahrtswegen und in den großen Munitionsdepots zurücklasten mußten. Für den gewaltigen Umfang dieser Munitionsbeute spricht die Tatsache, daß bisher weder ihre Zählung, noch ihre Sammlung oder der Abtransport möglich war und im Gegensatz zu früher jetzt die deutsche schwere und schwerste Artillerie auf der ganzen Ausdehnung der Kampffront das Szepter führt. Die Beschießung von Laon durch dieFranzosen dauert um vermindert an. Die Opfer in der unglücklichen Stadt mehre, sich. Als Entgelt für diese Beschießung wurde nunmehr Reimr von der deutschen Artillerie unter Feuer genominen. Amiens kein Verdun. Der „Baseler Anzeiger" schreibt zur augenblicklichen Kampf» pause: Die französischen Hoffnungen auf eine Wiederholung detz Tage von Verdun haben tatsächlich viel Aehnlichkeit. wie da. mals. Aber es bestehen auch wesentliche Unterschiede. Einmal ist Amiens kerne große und starke Festung und es liegt hinter ihtz nicht wie bei Verdun ein Gürtel weiterer permanenter Vefeftb gungen und andererseits ist der deutsche Vorstoß so weit oorge- drungen, daß der Druck viel zu empfindlich geworden ist, all daß er. wie bei Verdun, längere Zeit ertragen werden könnte. Hier gibt es nur das Mittel sofortiger Gegenstöße, um d^S Deutschen die errungenen Vorteile wieder aus der Hand zu fchlt gen Darin liegt der Vorteil für die deutsche Heeresleitung, die nun an den ihr gut scheinenden Punkten in Erwartung de§ notwendig einsetzenden Gegenstöße auf die Defensive zuruckfallen kann, um die gesamte Macht ihres Heeres zum Einsatz an ihr gut dünkender anderer Stelle neu zusammen zu fasten. Englische Vermutungen. Die von der Entente inspirierte „Neue Korrespondenz* meldet aus London: Die englische Preste ist sich darin einig. daF die durch die letzte offizielle Mitteilung angekündigte ruhige Lage nicht längere Zeit anhallen werde. Die „Times" schrei« ben, das Nachlassen der Tätigkeit auf Seiten des Feindes Habs seine natürlichen Gründe. Die Deutschen erwarten die Ankunft ihrer schweren Artillerie, die in die vorbereitete Linie nachrückt. Sie verlieren im übrigen dabei keine Zeit, da bereits das Erscheinen von 155 Millimeter-Kanonen Mischen Montdidier untz Lassigny gemeldet wird. Erfolge einer deutschen Division. Eine deutsche Nivision, die erst jetzt aus den Kämpfe« herausgezogen wurde, vollführte folgende Glanzleistung* Sie eroberte unter schwersten Kämpfen innerhalb fiins Tagen die Strecke von St. Quentin bis westlich des Somme« kanals in einer Ausdehnung von 30 Kilometern. Tabes nahm sie dem Feinde 80 Geschütze, 180 Maschinengewehre, sowie ein schwerstes 30,5 Zentimeter-Motorgeschütz ab. Diß Bedienung dieses Riesengeschiitzes zwang.ein einziger Rad« sabrer. der hinterher fuhr, sich zu ergeben. Dieselbe TivisioB erbeutete ferner zwei Flugzeuge, zahllose Munition, Aus- rüstungsgegenstände nd die Pferde einer garnen Schwadron, Zu Gefangenen machte sie 50 Offiziere und 1900 Mann. * per neue Schlaq. Berlin, 5. April. (WTB.) Am 4 April, 3 Uhr vormittags, holte die deutsche Führung aus dem Südteil des Hauptkampf» feldes zu einem neuen Schlage aus. Tagelanges Regenwettet hatte die Boden- und Wegeverhältnisse denkbar ungünstig gestaltet. Trotz der großen hierdurch entstandenen Geländeschwierig» leiten halten die Angreifer einen vollen Erfolg. Die Mische« Somme und Grivesncs in dichten Masten gedrängten feind» lichen Divisionen sind durchbrochen worden, ein mehrere Kilo» meter tiefer Raumgewinn wurde erzielt. Bei Abwehr xmt Gegenstoß erlitt der Feind infolge seines rücksichtslosen Men. scheneinsrtzes allcrschwerste Verluste. Bereits um 11 Uhr vor» mittags trafen die ersten Eefangenenzügx: ein. IW Franzosen, die noch zwei Stunden vorher in den Kellern von Mailly Schutz gegen das vernichtende deutsche Artilleriefeuer gesucht hatten, waren die Reste des 53 französischen Regiments, das bis aus diese kleine Zahl tot verschüttet oder schwer verwundet worden ist. Von allen Seiten laufen beständig Meldungen über blf neuen unerhörten englisch-französischen Blutopfer ein. Der Schlag gegen Fachs Reserve. „Daily Mail" meldet aus Paris: Das plötzlich erneukO Losbrechen der Schlacht zeigt deutlich den Wunsch der Deutsches Dy zeichnest 3008 Mark. - Warum nicht 3100? Wer 3000 Mark zeichnet, kann, wenn er nur will, auch noch hundert oder einige hundert Mark mehrzeichnen. Wenn jeder gch das rechtzeitig überlegt und danach handelt, kann das Ergebnis der 8.Kriegsanleihe um eine volle Milliarde hoher werden. Geh' mit gutem Beispiel voran und zeichne mehr, als ursprünglich in Deiner Absicht lag. gegsn die Reserve ^ochs einen vernichtenden Schlag zu Mre«. Der Angriff der deutschen Truppen wurde auf der verhältst»- mäßig schmalen Front von 15 Kilometer Länge von Grioesne» dis nördlich des Weges Amiens-Roye, aber mit großer Wucht durchgefrihrt. Der Kampf war außerordentlich schwer, den» em Angriff folgte dem andern. Die Kämpfe dauern an. Di« Lage kennzeichnet sich durch gleichzeitige gewaltige Zunahme der Ar- tillerietätigkeit. Die Deutschen haben erneut einen sehr starken Druck auf das englische Heer ausgeübt. An der Somme find die englischen Stellungen einem heftigen Trommelfeuer aus den mittlerweile herangeschafften schweren Geschützen der Deutschen ausgesetzt. Gerade^an diesem Punkte mußte die englische Artillerie etwas zurückgenommen werden. Holländische Kritik am cngsischen Heer. Haag, 5. Zlpril. (WTB. Nichtamtlich) In einem Ein- (rcfouM an den „Nieuwe Rotterdamschen Courant" wird über die Westfront folgendes getrieben: Der deutsche Durchbruch ging so schnell von statten, daß mit Sicherheit ange- nommen werden kann,, daß er den Angreifern nicht mehr gekostet habe, als sie vermuteten. Daher ist nicht anzunehmen, daß der Angrifssplan nicht weiter durchgesetzt werden wird. Es sind daher noch schwere Schläge zu erwarten und zwar sehr bald. So mutig auch die englischen Soldaten sind, so ist doch nicht zu leugnen, daß die englische Armee noch Zu iung urrd zu wenig geübt ist, um sich im Bewegungskriege mit den Deutschen mesien zu können. In der Festung Nreuport-Arras entwickelt das englisch- Heer eine gewaltige Kraft, über kurze 9lbstände auch im Angriffskriege, wenn es sich jedoch von seiner Basis entfernen muß, um im offenen Felde zu kämpfen, wobei an das praktische Könüen und an- die Führung die höchsten Anforderungen gestellt werden, dann ist vorauszusehen, daß sein Gefechtswert infolge der geringeren Erfahrenheit von höherer und unterer Führung sehr sinken wird. Die französische Armee ist der deutschen, was Führung und Geübtheit angeht, ungefähr gleiclnverttu. Wenn die Mittelmächte mit ihr für sich abrechnen können, erhöht sich ihre Aussicht auf Erfolg außerordentlich. • Was man in New York „glaubt". Amftrrda^ ijtortf. (WTB. Nichtamltich.) Dar . Algemeen Handelsbald' ^ In New Port glaubt man. daß vor Ablauf des Jahres 1^ Millionen amerikanische Soldaten in Frankreich und drei Millionen Mann unter den Fahnen fein werden. Auch in Italien. Zürich, 5. April. Der „Corr. della Sera" erblickt in der Zunahme der feindlichen Artillerietätigkeit an der rtalrem schon Front bestimmte Anzeichen des unmittelbar bevorstehenden österreichisch-ungarischen Massenangriffs gegen Italien. In ähnlichem Sinne meldet die „Daily Mail", daß man in englischen Militärkreisen mit einem österreichisch.' ungarischen Angriff gegen die gesamte italienische Front rechnet. Ammkinitt an die front. Sonbon, 1. April. (Amtlich.) Als Ergebnis des Meinungs- mistausches zwischen dem englischen Premierminister und Präsident Wilson, der Erörterungen zwischen Kriegssekretär Baker, der vor einigen Tagen London besucht hat. und dem Premier- minister sowie Balfour und Lord Derby und der Beratungen in Frankreich, an denen General Perjhing und der ständige militärische Bertteter der Vereinigten Staaten bei dem Ob-rsten Kriegsrat. General Blitz, teilgenommen haben, ist man zu wichtigen Erschließungen gekommen, kraft deren starke Streilkräste ausgeöildeter Leute der amerikanischen Armee zur Unterstützung der Alliierten in dem gegenwärtigen Kampfe verwendet werden können. Die Regierung unseres großen Alliierten im Westen «ird während der kommenden gefährlichen Monate nicht nur »ine große Anzahl amerikanischer Bataillone nach Europa senden. sondern hat auch darein gewilligt, daß amerikanische Regimenter. welche nicht *n amerikanischen Divisionen verwendet werden können, mit stanzösischen und englischen Truppenteilen ,u Brigaden vereinigt werden können, solange die dringende Notwendigkeit dazu besteht. Auf diese Weise können Truppen, die noch nickt genügend ausgeb:ldet sind, um als Divisionen und Armeekorps zu kämpfen, einen Teil von vollausgebildeten Di. -iponen bilden, solange, bis sie ihre kriegsmäßige Ausbildung vollendet haben und General Pershing sie zum Aufbau einer amerttanijchen Armee heranzuziehen wünscht. Tuv Beschießung von Paris. lbenf. 5 . April. Westschweizerische Blätter melden aus Parts. daß rii Donnerstag früh außer den links von der Seme gelegenen Stadtteilen von Paris auch die Vorstadt, St Eloud und Chattllon unter dem deutschen Fernfeucr liegen. ' Schließung der Pariser Theater. Bern, 4. April. (WTB. Nichtamtlich ) Laut Lyoner Zeitungen vom 1. 4. sehen mehrere Pariser Theater darunter Vaudeville. Gymase und Palais Royal die vorläufige Schkleßung vor. Die Pariser Kirchen wuroen an den Cttertngen vorsichtshalber geräumt. Die Pariser 'Polizei- Präfektur forderte die Bevölkerung artt, all. Grai, ttsplitter abzulrefern um die Wiederzusammense^nng einer Granate zu ermöglichen. Nach dem „Proges de Lyon" starben l0 der m der Kirche Verletzten. Die Zahl der Gelöteten ist demnach 85. ' All der Sudjr noch Kchjfltzranm. Tokio, 4. April. (WB.) Reuter. Amtlich wird bekannt gegeben, daß nach der zwischen Japan und den Vereinigten Staaten geschlossenen Vereinbarung Japan Amerika 400 000 Lomren SchtMram» mm Xom *» gm Verfügung gestellt werde«. Die japanische Regierung wird den Unterschied Mischen den TharterungSsätzen der Alliierten und den für den fernen Osten geltenden Sätzen ausgleichen. Dazu sind 18 Millionen Yen erforderlich. Weitere 100000 Tonnen neuer Schiffe werden zwischen Mai rmd September geliefert und zwar so, daß eine Tonne Schiffsraum für eine Tonne Stahl auSgetauW wird. Tie übrigen 200 000 Tonnen werden später geliefert entsprechend den Bedingungen der für den Bau dieser Schiffe, die beiderseits als sehr günstig betrachtet werdan. Die ganze Angelegenheit wurde durch den amerikanischen Botschafter unter umfassender freundlicher Mitwirkung der Regierung rmd der Reeder geregelt. Amsterdam, 4. April. (WB.) Dem „Algemeen Han- delsblad" zufolge wird die japanische Schiffahrtsgesellschaft Usaka Jusen Kaisha die Linie Japan—Bombay bis Marseille verlängern. Holland. Drotkrarvalle in Amsterdam. Haag. 4. April. Bei einem Spazierritt der Königin Wil- helmina mit dem Prinzgemahl und der Erbprinzesstn in Amsterdam haben mehrere kleine Kundgebungen stattgefnndcn. Männer und Frauen riefen dem Herrscherpaare zu: „Brot! Brot! Wir hungern!" Die Königin besuchte mehrere Zentralküchen und andere Einrichtungen zur Abhilfe des gegenwärtigen Not- zustandes in Holland. Haag. 5. April. Die Herabsetzung der Brottation von 250 auf 200 Gramm hatte in Amsterdam Unruhen zur Folge Die Menge zwang zahlreiche Bäcker, die Brotvorräre zu verkaufen: in den Abendstunden wurden sogar Bäckerläden geplündert. Die Polizei, die mit gezogenem SäbA eingriff wurde der Lage ohne Mühe Herr. Die Gemeindebehörden suchen nun dem Mangel an Brot dadurch abzuhelfen, daß sie dem Volke Reis zur Verfügung stellen. Die Kohlennot in Holland. Amsterdam. 4. April. Anläßlich der Einstellung der Koh. lenlieferungen aus Deutschland wegen des Außerkrafttretens des alten Wirtschaftsabkommens machte eine Haager Korrespondenz der sozialistischen Zeitung „Hel Volk" der Regierung den Vorwurf daß sie die Unterhändler, die über das neue Wirtschaftsabkommen verhaiideln sollen, nicht früh genug ernannt habe. Der Stur? IeUicoes. Ein englischer Landungsplav in Holland. Haag, 4. dlprrl. Zur Vorgeschichte der Absetzung Jellicses als erster Kommandeur der englischen Flotte wird aus zuverlässiger Londoner Quelle mitgcteilt. daß Jelliroe gestürzt Nx>rden ist. weil er sich weigerte, einen Landungs- Versuch an der holländischen Küste zu unternehmen. Tatsächlich sei eine solche Landung in London erwogen worden. Der Plan sollte Anfang November in die Tat umgesetzt werden. Jelliroe erhielt den bestimmten Auftrag zur Ausführung. Er gab ihn der englischen Admiralität mit dem Hinweis auf Gallipoli zurück. Vor einem Kriegsrat setzte er auseinander, dcrtz ein solcher Versuch ein Fehlschlag sein würde und erklärte, daß er die Verantwortung nicht über* nehmen könne. Als Jelliroe aus seinem ablehnenden Standpunkte beharrte, war sein Schicksal besiegelt. ilutfraana mies ni'Wkn ßmrjkrs. „Basler Nachrichten" melden aus Paris: Ter russische Kr euzer „Admiral Makarow", 7900 Tonnen, ist am Eingang des Hafens von Neval auf eine Mine gelaufen und gesunken. FröliÜiffrnnfl in RMiiri'kli. Bukarest, 3. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der bulgarischen Telegraphenagentur. Der bulgarische Delegierte Generalmajor Tantiloff hat die Entlassung aller in der Dobrudsclra geborenen Offiziere und Soldaten verlangt, die im rumänischen Heere stehen, und ebenso die Ermächtigung für sie, unverzüglich in die Heimat zurücktehren zu dürfen. Nach Meldungen aus Jassy sind bisher dir 1t., 12., 13.. 14. nd 15. Division Rumäniens demobilisiert worden, der rumänische Ministerrat soll die Frage der Demobilisalion rn kürzester Frist studieren. Es sind schon 45.000 demobilisierte Soldaten unb 40V0 Offiziere in die Walachei zurückgekehrt. lkos ttfüf polnische folmiett. Warschau, 5. April. (WTB.) Das polnische Kabinett wurde in folgender Zusammensetzung gebildet: Vorsitz und Finanzen: Stezowsti, Inneres: Steckt, Unterricht: Po ui. 1 o wsk i. Arbeiterschutz und soziale Fürsorge: C h odz k o. Landwirtschaft: Dzierzbickt, Justiz: Sigersberger. Staatsdepartement: Prinz Ianusz Radziwill. Der Posten des Ministers für Handel und Gewerbe wird nächster Tage besetzt werden. in Jahr Krieg mit Amerika. 8. April 1917. Zwölf Monate sind verflossen, seitdem die Bereinigten Staaten von Amerika uns den Krieg erklärten. Hat der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Kreis unserer Feinde unsere Lage im Kriege nachteilig beeinflußt? Sie hoben schon während des ganzen Krieges unseren Feinden gegenüber eine befreundete, gegen uns eine feindliche Neu. iiaUtät bewiese». Unsere Feinde kennte» aus Amerika beltebi» nM Mmurron. Geschütze, Rohstoffe, Levensmtttel beziehe«, »me« rika hat ihnen ferner jeden Kredit eingeränmt, ihnen Sympa-! thteöervets» über Sympathiebcweise gegeben. Auf Deutschlands kam nicht» au» dem Füllhorn amerikanischen Wohlwollens. So schuf der endliche Eintritt Amerikas in den Krieg für uns keiir» ungünstigere Lage, stellte uns wirtschaftlich nicht ungünstiges als vordem. In militärischer Hinsicht ist ebenfalls der Einttitt Amerika» in den Krieg bisher für uns nicht fühlbar geworden. Zwar sinh inzwischen amerikanische Soldaten an der Westfront erschienen»' haben teils als Arbeiter die nach Ersatz lechzenden Reihen unserer Feinde ergänzt, haben auch in vorläufig verschwindenden» Umfange als Kämpfer an der Westfront Verwendung gefunden. Don einer entscheiderrden Unterstützung unserer Gegner, von einem entscheidenden Eingreifen ln den Kampf kann immer noch keine Rede sein. Auch ist infolge des Eintretens Amerika» in den Krieg eine stärkere Unterstützung unserer Feinde mit Kriegsgerüt nicht möglich gewesen: denn schon vor seiner Kriegserklärung hat die amerikanische Rüstungsindustrie fieberhast für unsere Feinde gearbeitet und ihnen geliefert, was sie konnte. Eine Erhöhung ihrer Leistungsfähigkeit hat sich nicht bemerkbar gemacht; im Gegenteil erforderte die Mobilisierung eine» größeren amerikanischen Truppenkontingents zunächst die Versorgung d§» eigenen Heeres. Nur um eins sind unsere Feinde infolge des Eintritts Ames rikas in den Krieg reicher geworden, das ist die Hoffnung! Das amerikanische Heer soll in Zukunft dos Kriegsgeschiü der Entente zum Guten wenden und die bisher vergeblich versucht» Riederringnng Deutschlands erinöglichen. Lasten wir unsere» westlichen Feinden diese Hoffnung und wenden wir uns de» Frage zu. ob der Krieg mit Amerika uns Vorteile und unsere« Feinden Nachteile gebracht hat. Amerika war uns von Beginn des Krieges an ein versteckter Feind. Wir mußten aber, solange es nicht offene feindselig» Handlungen gegen uns beging, Rücksicht auf seine Neutralität nehmen. Wir haben uns vorübergehend in dem Gebrauch der U-Boottvaffe durch Amerika behindern lasten. Das U-Boot ist diejenige Waffe, mit der wir dem Lebensnerv Englands zu leib» gehen. Mehr noch als unsere Landmacht werden unsere Uboot» augenblicklich von den Engländern gefürchtet. Ohne diese Waff» war es unmöglich, den Krieg zu einem siegreichen Ende zu füh- ren; denn die ganze Welt mit ihren unerschöpflichen Hilssguel- len stand unseren Feinden auf den von ihnen beherrschten Seewegen zur Verfügung. Die über das Meer führenden große« Etappenstraßen unserer Feinde mußten gestört werden, di» Transporte von Lebensmitteln, Kriegsgerät und Rohstoffen mußten unterbunden werden. Die freie Zufuhr des größten Lieferanten der Entente'mutzte aufhören! Wir waren gezwungen, uns zum ungehinderten U-Bocttrieg zu entschließen. Nicht diese Entschließung, sondern die Besorgnis einer englischen Niederlage war der innere Grund für den Eintritt Amerikas in den Krieg. Durch die Kriegserklärung Amerikas hört» jede Behinderung im Gebrauch der U Boottoaffe auf. Die Folgen spüren die feindlichen Heere und die feindlichen Völker: der Nachschub stockt, weil ferne Regelmäßigkeit unterbunden ist. Di» Verpflegung der feindlichen Völker ist gestört, ihre Lebensmittelschwierigkeiten wachsen. Sie beginnen am eigenen Leibe di» Wirkungen des Hungers zu spüren, mit dem sie uns auf dr» Knie zu zwingen gedachten. Uns kann die Blockade nicht mehr schrecken, denn horte ist Deutschland nicht mehr eine große, vo« den Feinden umstellte Festung. Wir sind nach Osten völlig frei. Unsere Grenzen im Osten sind nicht mehr gegen die Zufuhr ab- geschlossen. Unsere ganze militärische Kraft aber können wir dem Westen widmen. Immer empfindlicher werden die Wirkungen unserer U-Boote auf unsere Feinde. In dem glecchen Maße, wie wir Vorteile erzielen, erwachsen den Feinden Nachteile. Gewiß ist nicht zu verkennen, daß es den Amerikaner« möglich sein wird, nach und nach weitere Truppen und Kriegs- gerät an die Westfront zu bringen. Aber heute schreckt uns das nicht mehr. Der Zweifrontenkrieg ist von uns überwunden, die Stärke der Ostfront kann auf die Westfront überführt werden. Die Niederwerfung unserer östlichen Feinde hat uns rn den Besitz einer unübersehbaren Menge ihres Kriegsmaterials, da» gleichfalls im Weiten verwertet werden kann, gesetzt. Das Fazit des ersten Kriegojahres mit Amerika sicht bet uns auf der Passivseite ein leeres Blatt, auf der Aktivserte ein recht ansehnliche Konto. Ein Jahr des Versagens. Berlin. 5. April. (WTB ) Als Amerika in den Krieg ein» trat, versprach es der Entente mit seinem Millionenheer und ungezählten Flugzeugen den Sieg. Heute nach einem Jahre sind tat den Millionen versprochener Soldaten im Höchstfälle 200 00« Mann in Frankreich etngettoffen, aber zum überwiegende« Teile bestehen sie nicht aus Fronttruppen, sondern bauen in de» Etappe Eisenbahnen oder rückwärtige Stellungen. Vorläufiß besteht auch keine Aussicht, daß die amerikanischen Truppen de» Entente den Sieg bringen werden, weder auf der Erde, noch i« der Luft. Von den versprochenen Flugzeugen ist noch nichts a« der Westfront zu spüren. Will nran den Nachrichten aus Amerika glauben, so ist dort die Aufgabe, feldbrauchbare Maschinen z« bauen, auch heute noch ungelöst. Die Leistungen der amerikanischen Flieger haben bisher nicht einmal den eigenen Berichterstattern in Frankreich Veranlassung gegeben, viel Aufheben» davon zu machen. Gkncrolinojor Fürst Fürstknderg. Wien, 4. April. (WB.) Den Abendblättern zufolge ist Fürst Max Egon zu Fürstenberg zum Generalmajor beß fördert worden. tzkütnilk Pretzstininit» ju Camino Wk. Bern, 4. April. (WB.) Der „Ännd" schreibt zur Red« des Grafen Czernin u. a., die bedeutend» Rede atme nicht die Friedenshoffnungen der Kundgebung vom 24. Janua« 1918. die Grat Czernin an Wilson gerichtet habe. Sich Hrünöe W vWnetzr auf bte Notwendigkeit, ds»iKrieg bis zur Entscheidung weiterzrrsühren in unwandelbarer Bündnis- streue zu Deutschland. Andererseits lasse sich daran erkennen Haß der Gedanke, Oesterreich-Ungarn könnte die Vermittlung für die Fried ensverhandlungen in die Wege leiten, keineswegs aufgegeben worden sei. Bern, 3. April. (WB.) Die „Baseler National-Zeikung" schreibt zur Rede des Grafen Czernin u. a., ein Mensch sei aufgestanden, um zu reden, wie nach seiner Ansicht die Schlächterei zu beerrdigen wäre. Das sei wenigstens etwas, ,was man in der tiefen Trostlosigkeit dieser Tage mit Be- Erledigung cegistiere. Nach Ansicht des Blcttes hat Cle.men- sceau einen schweren Teil an der Verantwortung für die Fortsetzung des Krieges. Stockholm, 6. April. Die Rede (Lzernins findet in ollen Blättern starke Beachtung. Die aufsehenerregenden Mitteilungen über den Versuch Clemenceaüs, kurz vor der deutschen Offensive mit Wien in Verbindung zu treten, verursacht nur dem Blatte Brantings Mißbehagen. „Stockholms Dagblad" folgert aus der von Wien im Einverständnis mit Berlin gegebenen Antwort, daß Deutschlalrd außer dem französischen Verzicht auf Elsaß-Lothringen keine Gebietsforderungen erhoben haben würde. Wilson gegenüber sei Czernin bestrebt, die Tür für künftige Friedenserörterungen auf der Grundlage der bekannten vier Punkte offenzuhalten und die Festigkeit des Bündnisses mit Deutschland zu betonen die der französische Friedensfühler axrf die Probe stellen wollte. Vom Felde der Ehre. Dorheim. Dem Landsturmmann Friedrich Wagner Vlirde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Jlrrietrliölitina und kein Ende! Man schreibt uns aus unserem Leserkreise: Den Inhabern der Eisenbahnmonatsfahrkarten ist am L April ein gewaltiger Schreck in die Glieder gefahren. Man wußte nicht recht, handelte es sich um einen Aprilscherz oder eine mißverstandene Verfügung. Aber nein, nichts von alledem. In dem üblichen Veamtenton verlangte man für die Monatskarten Bad-Nauheim-Friedberg 4.80 Mark, bisher 2.90 Mark!! Das ist ein Aufschlag von zwei Drittel des alten Fahrpreises. War man durch frühere Bekanntmachungen schon auf eine Erhöhung der Fahrpreise zum 1. April aufmerksam gemacht worden, so überrascht doch die geradezu ungeheure Steigerung für eine so Heine Strecke. Nack Frankfurt beträgt der Aufschlag iür die Monatskarte 3. Klasse 3 Mark. Dagegen läßt sich nicht viel sagen, denn im prozentualen Verhältnis sind die Inhaber dieser Srreck-nLrek erheblich w. Gärderl. Ist es schon tut sich r» der heutigen Zett Sei» Vergnüge«, die Eisenbahn benutzen z» Müsse«, so regt sich gegen die rücksichtslose Preispolitik der Eise» Lach« doch LerechLigter Unwillen Die Abonnenten gerade der Bad-Nauheim—Fröedbergsr Strecke fahren fast ausnahmslos nur ihres Berufes wegen mit der Staatsbahn. Die Lebensweise an sich, der Schuch- und Kleidermangel verbiete« jedem, den wellen Weg täglich zu Fuß zu machen. Das Einkommen der in Friedberg oder Bad-Nauheim Veschäfttgten ist auch nicht derart wie in Gegenden mit kriegslndusttiellen Großbetrieben. Dazu kommt die allgemeine Teuerung. Aber am grünen Tisch wird angeordnet und der Michel zahlt. Kommt noch hinzu, daß die Schnellzugszuschläge dem kleinen Mann die Benutzung dieser Züge nicht mehr gestatten, daß für die Abonnenten der stets überfüllten Personenzüge Wucherzuschläge erhoben werden, ohne eine bestimmte Gewähr für einen regelmäßigen Verkehr zu bieten. Wundert sich da noch einer, wenn man dürch solche wie auf anderen Gebieten nicht minder verfehlte Maßnahmen veran- laßt, nach links abrückt. Begreift man das auch in der Eisen. bahn-Verordnungsfabrik? (Wir machen zu diesen scharfen aber berechtigten Aussüürun- gen den Vorschlag, von solchen Abonnenten, die ihres Berufes wegen die Eisenbahn benutzen müssen, einen Ausweis seitens der Geschäftsleitung zu verlangen und diesen die Monatskarten zum alten Preise zu überlasten. Pastagiere, die jedoch lediglich der Vergnügungen ln Vad-Nauheim wegen die Monatskarte halten, sollten von dem Vezugsrecht des Abonnements ausgeschlosten sein oder müßten einen solchen Preis zahlen, wie es nach ihren Derhältnisten recht und billig tst. Die Red.) Jus der Groß Ist Deutschlands Maffenkraft, Die die größten Wunder schafft; Daß sie weiter gut gedeih' Zeichnet kröfttg Kriegsanleihe Handelsschule G Ssrmes Gießen. Wie aus dem uns vorliegenden Bericht der Handelsschule von G. Hermes zu Gießen chervorgeht, begrnt das neue Schuljahr am 8. April 1918 vormittags, die Einschulung erfolgt am gleichen Tage. Anmeldungen werden jederzeit entgegengenommen: der letzte Aufnahmetermin ist auf Anfang Mai festgesetzt worden. Nach ihrer Umgestaltung auf Grund der Bundesratsverordnung vom 2. August 1917 gliedert sich die Schule jetzt in 3 Klaffen: Handelsfachklaffe A von Iahresdauer, Handelsfachklasse B von halbjähriger Dauer und höhere Handelsfachklaste von einjähriger Dauer. Während in die beiden erst genannten Klaffen alle nicht mehr schulpflichtigen jungen Leuts und jungen Mädchen mit einfacher Sckul- bildung ausgenommen werden können, ist zur Aufnahme in dre höhere Handetsfachklaste der Besuch einer höheren Lehranstalt notwendig, wenn nicht durch eine besonders abzulegende Prüfung bei evcnt. schon älteren und m der Praxis bereits «eiesttM ten Schülern oder Schülerinnen die Befähigung zur Beteiligung am Unterricht in dieser Klaffe erbracht werden kann. Bet wöchentlich 30 resp. 36 Stunden in allen Klaffen kann ein guter .Erfolg nicht ausbleiben, zumal der Unterricht nur von geprüften und in der Praxis bewährten Lehrkräften im Hauptamt erteilt wird nach einem von der Behörde geprüften und genehmigten Lehrplan, der allen, auch den höchsten Anforderungen, gerecht wird. Der Besuch der Schule kann aber auch allen jungen Leuten empfohlen werden, die sich dann später in die kaufmännische Lehre begeben wollen, für sie ist die Handelsschul, eine gute Vorbildung auf die Praxis, wie ja überhaupt in recht unterrichteten Kreisen der Wert und Nutzen der Handelsvorschulen gegenüber den kaufmännischen Fortbildungsschulen erkannt und gewürdigt wird. FC. Lich, 4. April. Im nahen Eberstadt ist der Altbürger- meister Eerlach nach Längerem Leiden im 72. Lebensjahr gestorben. Aus Hesscn.Nassau. FC. Wiesbaden, Z. April. Wegen Diebstahl sollte heute gegen den Arbeiter Ludwig R e n n o aus Münster i. Taunus, zuletzt in Höchst wohnhaft, verhandelt werden und war seine polizeiliche Vorführung angeordnet. Die Verhandlung mußte ausfallen, da Renno, der des Raubmordes in Höchst dringend verdächtigt, gestern in Frankfurt am Main verhaftet wurde. FC. Vom Westerwald, 4. April. Zum Vorsitzenden des landwirtschaftlichen Vezirksvereius für den Oberwesterwaldkreis wurde anstelle des seitherigen Vezirksvcreins-Vorsitzenden Pächter Schneider zu Hof Kleeberg, der bekanntlich zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt worden ist, der Pächter des Do- manialgutes Hof Altenttoster, Wilhelm M e u e r, gewählt. Domänenpächter Meuer tst ein hervorragender Landwirt, deffen Hofgut eine wahre Musterwirtschaft ist. Geschäftliches. Leider ist es noch nicht allgemein üblich, auch die Rüben- k n ä u l e gegen den immer mehr ouftretenden Wurzelbrand zu beizen. Selbst wenn der Landwirt glaubt, einwandfreies Saatgut zu haben, sollte er doch die Vorsicht nicht außer acht lassen, auch die Rübenknäule zu beizen. Ein geeignetes Veizmittel ist „U s p u l u n". welches in allen üblichen Verkaufsstellen zu haben ist. Ohne Gefahr kann der Landwirt dieses Mittel anwenden, da ein Verbeizen der Rübenknäule hiermit ausgeschlossen ist. Durch die Anwendung des „Nsvuluns" werden nicht nur die dem Saatgut anhaftenden Krankheitserreger vernichtet, sondern es wird auch ein freudt« geres Wachstum der jungen Pflanzen bewirkt, das. wie die Er. fahrungen der letzten Jahre gelehrt haben, zu manchmal bedeutenden Mehrerträgen führt. Mit ..Uspulun" soll nicht nur die Rübenknaule, sondern auch das gesamte Sommersaatgut (Weizen, Hafer, Gerste Bohnen und Erbsen) gebeizt werden, zum Nutzen der Landwirtschaft und der gesamten Bevölkerung. Bekanntmachung betreffend: Metallbefchlagnahme. Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß aemaß der Bekanntmachung des stello. Generalkommandos XVUl. Armeekorps vom 26. März 1918 die Einrichtungsgegenstände die aus Irupf atz nicht unbedingt erforderlich ist, ohne Verzug. und alle übrigen innerhalb angemessener Frist, nachdem der Erwerb der Er atzslücke möglich gemacht ist. abgeliefert werden müssen. Daher ist in der Zeit vom 8. bis zum 18. April d. Js. an jedem Dienstag und Mittwoch, nachmittags von 3—6 Uhr die Kriegsmetallfammelstelle. Haaiilraße 16 zur Abnahme der beschlagnahmten Gegen'tände geöffnet. Auch andere dieser Bechlagnahme nicht unterliegende Gegenstände. die a iS den obenaenannten Metallen bestehen, können da- selbst zur reiwilligen Ablie erung gelangen. Der Preis der abgegebenen Gegenstände wird alsbald bezahlt durch die Stadtkasse Friedberg, die auf Wun ch der Ablieferer auch bereit ist, die Anlegung der entfallenden Beträge in Kriegsanleihe zu vermitteln. Friedberg, den 30. März 1918. Der Bürgermeister. I V.: Dam in. Bekanntmachung. Käse verkauf. Wir lassen Montag den 8. April in der alten Post, Zimmer Nr. 7 u. 8, CaBBiieEfiBlierlkäüte durch die Kolonialwarenhändler verlau en. Auf jede Perlon werden 50 Gramm zu 25 Pfe mg ver- abfo gt. Die Lebensmittel arten sind als Ausweis oorzulegen. Friedberg, den 6. Aprrl 1918. Der stellvertretende Bürgermeister (Srädt. Lebenswille -Ausichuß) _I. A.: Langsdorf. Bekanntmachung Für Gartenbesitzer, die ihren Bedarf nicht anverweitsig decken können, steht eine gewisse Menge FrLhfaatkarto'sfeln -ur Verfügung. Eine FamrUe kann vis zu 50 Pfund erhalten, die zum Preise von 10 Pfg. das Pfund abgegeben werden. Die Aus. abe erfolgt vom kommenden Montag ab in dem Keller der ^Stadtschule nach vorheriger Bezahlung und Abholung eurer Anweisung auf Zimmer irtr. 14 des Sraothauses. was am besten noch im Laufe dreier Woche, vormittags geichieht. Zu deachien ist, daß 10 P>und Saarlar>offe!n eine Anbaufläche von 25 Quadratmetern ergeben müssen. Die Anbauflächen werden durch das Feldschutzpersonal nachgeprüft werden. Friedberg, den 3. April 1913 Der Bürgermeister. 2. B.: Damm. Rechnungen in allen Formaten liefen ichnell uno billig 9m »tsgrtiritm. Pfeffile-iflarfct ^ratikami (Hain) »ul dem Gelände gegenüber dem Ostbahnhof (Empfangsgebäude) Mittwoch, deo 10. April 1918. mm F zu Perleberg gewährt die Me-Sirsiiiruag and UiiMietstslIi^Jersiiiruni (auch als An'chl'chversichsmng für Ortsvereine) zu festen, angemessenen Prämien. — Verlierer überall gesucht. Nähere Auskunft srieilen: Generalagentur Frankfurt a. M. E. Neubert. Keirenhosweg 63 (Telefon Taunus 1915) und die Generals,rekiion in Prrlebera. Beizt das Sommer Saatgut mit dem bewahrten USPULUN Vernicklet-die pilzlichen Schädlinge aa Weizen, Hafer, Oerstc, Rüben« Knaulen. Bohnen, Erbsen und Oeniüsesämereieu Erhobufig der tttlLgv iafclge tforbesserung der Keim- und Triebkraft Keil Verheizen Cil Saatgutes. Bequeme Anwendung. — Für Gemüsesärae- reien handliche Spczialpackung. ErBinltlifh intlfii üblieltrnlerkaufHSlellen. Farbenfabriken vorm. F.ledr, Bayer & Co.. Leverkusen bei C&n, Abt iür Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung, Cienerftl-Vertrctuns; und Uauptnlederlaf« für Groisherzogtum Hesen und Hessen-Nassau: MH. PENNRICH!) Singen an Rhein, Saimer Stram !L Iffiüit IM I. MÜH 3 . 13 . W 8 ,! 5 , Geschäftsstelle Frankfurt cl M., Kronprinzenstraße 4L (Kronprinzenbau.) — Fernruf Körner 4203, Bürostunden Montan, Dienstaa, Donnerstao, vrettaa, nachmittagß von 2—4 Ulr. — Geschäftsanzeigen in diesem Raum nur für unsere Mitglieder; dieselben sind kostenlos, jedoch muß bei Auf» gäbe der Anzeige auf die Mitgliedschaft hingewiesen werden. Säemaschine l 3 /i Nieter, 11 Reihen, und eine fchrdart Hkdieiichsprihe zu verkaufen. Beide Maschinen sind in lehr gutem Zustande. Christian Lehr, Petterweil. Einige Zentner sind preiswürdig abzugeben bet Uhrig, Löwenhof. Eine frischmelkende Saanenziege mit Mltttcrlamm, sowie auch noch 20 Psd. Rotkleesamen und 20 Pfs. Luzerne zu verkaufen bei Anton Stamm, Landwirt, Kalbach b. Frankfurt. ; cfrecht 1 Wasserpumpe. 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V.: Dam m. <^iir die uns bei dem schweren Verluste ln so überaus reichem Matze erwiesene Teilnahme sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank Melbach, Frankfurt a. M. Familie Koch-Maw? Herren- u. Knaben- Holen aus eigenen Stoffen gefertigt Mayer J. Hlrscit Friedberg, dem Rathause gegenüber. Origm-kl Saat-Erbsen Victoria Saat-Hafer (Fichtelgebirge) Saat-Gerste Saat-Weizen gegen Abgabe von Saatkarten. Tfft® Nttnlclrühensamett,E--nd-rf.ru.Ob.-nd-°l« GelbAee tt. Luzerne noch vorrätig. ' e r d e von 80 bis 150 Zentimeter lang: >° vorrätig: H«I;«ttjlkigming Holzverstergernng. Dienstag, den S. April werden km Gräfl. Leininqen'tchcn Wald. Distrikt Propstitümpf versteigert' 225 rm Virkenreistg lVesenreiier). 273 n Buchenreifig, 42 „ Eichenreisig. Zusammenkunft vormitt. 9 Uhr an derSlrahc Ilbenstadt—Kaichen tzn den Ruhebänken. Erafl. AU-Lriliiiigkn-Mkflerburg'schks Lrulamt. HolMAchminiz Mittwoch, den IN.April ds. Is., von vormittags 10 Uhr ab wird in der Waldung des Iohs. Schmidt VIL ,u Tauernheim tm D,strikt Lchwemsrain nachstehendes Hol; versteigert: 2 rm Vuchen*Knüppel 2 „ Eichen-Knuppel 60 .. Kiefern-Knüppel Buchen-Reisig Eichen-Reisig Kiefern-Reisig S öcke. Die Zusammenkunft daselbst. Danernheim. den 4. Arril 1918. Iohs. Schmidt VN. zur Versteigerung" tm Burgwaid, Schlag j, Stämme: 15 Eichen bis zu -16 cm Durchmesser = 10. "O fm 13 ® hfcn = 0,54 fm, 3 Buchen = 0,14 im 4b Eichen — 1.43 fm. Reisstangen: 101 E chen --- 1.08 lm. Scheiter: 2 rm Eichenrund ch it. ^Birken 10 rm Eichen. 2 rm Lärchen. Wcifiq. 16 50v) Elchenwellen, 2 500 Lärchenwellen. $ie blau unterstrichenen Rummern kommen nicht rum Ausgebot Haffah!ck7r^Felo"^ Doimitta05 10 Uhr auf der Weinstraste am Oüer-Nosbach. den 3. April 1918. Grotzh. Obersörsiciel Qber-RoSbach. Ohl. (pietfcBi, Vahnhofstr. 60.:: Fern pr. 1097 Beginn des neuen Schuljahres am Monlao.den 3.April vorm. Ausnahme täglich bis Anfang Mai. Ge chloffen Üurchgeführte Zatbsahrrsu-Jahrksklalsen Beso-.d. Kurie für An wärter der 6ramlkn-(iilltbahii (Post. Telegr. und Etsenb.) Drucksachen u. Auskunft kosten!. I Entcrhaltenes Friedberg i. ll Telefon 34. 7 6 97 16 3 teiliae Steiliqe ßier-Eiiei keicFt und chwer, werden ssfort «b Lager lieferbar. Wilhelm Hauser, Friedberg. _Fernsorecher 76. lAmImjchim (Mignon), fast neu, sowie 1 neues Fshmö ist billig abzuseben. v Mähens Friedberg. Frankfurter- prah« 14, 1 . totocf. Holzversteigerung der Gräflichen Oberförsterci Arnsburg im Revier Feldheim, bei Hungen. 91/ * Uh' norm., nach Zu'ammen- fünft am Pflanzgarlen aus: ^-cheioel, Hinterwaid und Dich: Scheller rrn: 161 Buchen. 5 Eichen; Prügel rrn: >85 Buchen. 191 Elchen — davon 31 rm (2,20 rn lg ) zu Pfosten geeignet — ; Stöcke rm: 63 Buchen. 22 Eichen; Etamm- ' a 2 S, ® u ^ en ' Astrelser rm: 312 Buchen. 3/o Elchen, 6 Stadel- und Weichholz. Holzversteigernrkg. Montag, den 8. April, vormittags 16 Uhr anfanqent) kommen un Eemeinoewald Vurg-Eräsenrode zur Verweigerung' ' 6 Stück Eichenftämme VI. Klaffe 0.48 lm 12 Stück Buchenstämme III. Klaffe 10,44 fm 27 Stück Buchen« ämme IV. Klaffe 14.08 fm d Suick Buchenstämme V. Klaffe 2,20 lrn 1 Stück Larcbenstämme HL Klaffe 1,45 fm 1 Stuck Lärchemtämme V. Klaffe 0.11 fm Zusammenlunit im Distrikt Hochholz. Burg-Bräsenrode. den 2. April 1918. Erotzh. Bürgermeisterei Burg-Eräsenrode __2. V : Rahn, Gem. von sslider Konstruktion gegen Kasse zu lausen gejucht. Öftesten unter F. J. V. «r»L an Nu>olf Moffe^ranisu rt a. M. Einen Simmentaler angekörten sprungiähiqen Bullen hat zu verkaufen Adolf Habicht. Echzell. Eine frischmelkende zu verkaufen bei WiH.Aug.Pelri.Dorn-Assenheim 2 ZmWmr-WUk« gut erhalten, stehen zu verlausen bei Johann Eh. Dornassenheim. r iE. Bestellungen nimmt entgegen Ff. Schmitt. •? V Schellnhof, Schotten, Fernsprecher 216. Zahn-Atelier Peter Metzler Fernsprecher 220. Friedberg i. H. Hanau« Str. & Sprechstunden: Wochentag- Sonntags von 12—7 Uhr .. 9-12 .. Suche für meine Tochter. 19 I., ev. bis 15. d. Mts., spätestens 1. 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Dieser die Ergiebigkeit der fruchtbaren Ackcrdeckc - mindernde Hergang wird gewöhnlich Bodenerschöpfung genannt, mag nun das Land nur zum Teil und für. eine Gewächsgattung oder in gewissen Richtungen gänzlich unfähig geworden sein. Jedes Sinken der Erträge, welches auf dem Zunehmenden Mangel an Pflanzennährstoffen beruht, ist das Zeichen einer eigentlichen Bodenerschöpfung: denn es ist ein Grundgesetz der dauernden Kulturmöglichkeit, daß dem Acker wiedererstattet werde, was ihm durch 'die Ernten entzogen wird. Nur wenn man eine nomadisierende Wirtschaft im Auge hat, also den ausgcnutzten Boden verlassen und frisches Land in Angriff nehmen kann, läßt sich eine längere Zeit hindurch die Raubwirtschaft als System geübt denken. Aber auch unter solchen Verhältnissen mutz ein derartiger Raubbau sein Ende erreichen und einem geregelteren Verfahren Platz machen. Die fixierte und seßhafte Kultur kann sich der Notwendigkeit, das Gleichgewicht dos Bodens zu erhalten, nur auf die Gefahr ent. ziehen., sich im eigentlichen Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen zu sehen. Sie wird, wenn sie diesen Vorgang gerrng achtet, schlietzlich ihre Position wechseln und anderswo einen neuen Standort suchen müssen. Dis älteren Borstellungen über die Bodenkräfte waren unklar und zum Teil sogar mystisch. Der Acker wurde nach diesen Ansichten müoe, bedurfte der Erholung und verhielt sich mithin ähnlich einem animalischen Wesen, welches seine Kräfte sammeln mutz. Nur verstand man diese physiologische Analogie natürlich nicht im modernen exakten Sinne. Aebcr die Ursache der Ermüdung und der Erholung des Tierförpers konnte man sich rbenfowen'g Rechenschaft geben, als über die zeitweilige Unfähigkeit des Ackers. Man brauchte eben das, was als Tatsache näher lag und als selbstverständlich erschien, zu einem Bilde für Vorgänge, die äußerlicher waren und keinewegs durch die Unmittelbarkeit der Empfindung wahrnehmbar wurden. Die erweiterte Naturwissenschaft könnte allenfalls jene Vergleichung in einem neuen Sinne gelten lassen denn auch die animalische Erholung in der Ruhe oder im Schlaf ist ein.Ernährungshergang. durch welchen die bei der Arbeit ausgegebenen Bestandteile ersetzt werden. Allein der alte Sinn der Vorstellrmgsart war ein völlig sckrweifendcr und zeichnete sich durch die Doppel- seitigkeit des Nichtwissens aus. Wenn man auch heute den entsprechenden Sp:achgebrauch beibehält Und z. B. sogar speziell sagt, daß der Boden baumwollenmilde sei, so ist doch sachlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine genauere Vorstellen von den Ursachen dieser Unergiebigkeit zur Geltung gebracht worden. Man hat nachgewiesen, datz cs die mineralischen Bestandteile sind, welche als Nahrungsmittel der Gewächse in genügenden Mengen und daher in gewissen Grötzenverhältnissen im Boden angetroffen werden müssen, damit das Wachstum der Pflanze vor sich gehen könne. Das letztere tft als eine Art Aufbau zu betrachten, zu welchem die verschiedenartigen Materialien ebensowemg als zu der Konstruktipn des Tierkörpers fehlen dürfen. Die Festigkeit des Cetreidehalmes ist wie diejenige der Eierschale an stoffliche Voraussetzungen gebunden. Die Pflanze mutz sich aus chemischen Grundstoffen ernähren die gestaltenden Kräfte des Samens können nichts weiter tun, als die von Außen kmfgcnommenen Stoffe anordncn und verteilen. Zwischen der Pflanze und dem Tier besteht bezüglich der Ernährung nur der -«t ~ mwmin mm u m u m W m ,1 Grane Gefahren. Nomon aus der Gegenwart Wffi M. Guntard • Schuck. L9) Nachdruck verloren. Er schwieg einige Minuten. Auch Douglas sagte nichts. Man konnte an seinein Gesicht nicht sehen, ob er sich ärgerte oder ob cs ihm gleichgültig war. „Und trotzdem," fuhr der alte Herr nach einiger Zeit fort. „Es ist immer schmerzlich, wenn man wieder um eine neue bittere Erfahrung reicher wird. Ich sage offen, ich hatte im Laufe der Jahre manches auf die Engländer zu sagen. Jchchabe sie nicht gerade geliebt. Aber trotz alledem, kann man manche Eigenschaften aufrichtig schätzen. Dies letzte aber — nein! Für feige habe ich sie nicht gehalten." Arckübald sah finster vor sich nieder. Es war abscheulich! Aber er konnte nichts sagen. Im Munde dieses alt^r: Mannes nahm sich, vieles so ganz anders aus, als matt es sonst auffaßte. Aber feige! Ein Engländer feige! Freilich, nach großem Selbstvertrauen sah es nicht aus, wenn man von einem zum andern lief und nur Hilfe bettelte. Der Papa würde sagen: Unsinn!, Das ist Politik. Aber eure schöne Politik war es wahrhaftig nicht. Er wünschte, er wäre erst hier heraus und könnte wieder oremhauen. Unwillkürlich strich er an den steifen Beinen herunter. Damit sah es auch noch schlecht aus. Helen hatte den Bruder beobachtet. „Hast Du Schmerzen in den Beinen, Archie? Es ist bester. Du gehst zur Ruhe. Morgen könnt ihr euch rveite'r zanken." Der a-lte Herr machte ein betrübtes Gesicht. „Ich bin rm schlechter Wirt, Herr Douglas. Ich sage Ihnen die größten Grobheiten. Na, nehmen Sie's nicht so genau. " Sic sind damit nicht gemeint. Aber es ist schon so, die Politik verdirbt den Charakter." „Gut. Herr Baron. Obgleich Sir mir manch böse Sache ogen, ist es mir doch ganz lehrreich. Ich höre wenigstens eitie Unterschied, datz die erstere lauter unorganischer Materialien bedarf, während das letztere den größten Teil seiner Nahrung schon im organisch oder gar vital zubereiteten Zustande erhalten muß. In der Tat wäre es auch wunderlich und zum Teil ein Widerspruch, wenn eine Pslanzengattung oder gar die Pflanze überhaupt pflanzliches Dasein zur Vorbedingung ihrer Existenz haben sollte. Das organische Reich würde auf diese Weise sich selbst voraussetzen, und die Ernährung würde, wenn sie ursprünglich gedacht wird, als eine logische Unmöglichkeit erscheinen. Dennoch hat man früher die Ansicht gehegt, datz die beobachtete gute Düngcrwirkung faulender organischer Reste eben von der organischen Natur derselben herrühre. Die neue Theorie hat nun dargeian, datz die fragliche Wirkung einen völlig entgegengesetzten Grund habe. Jene Abfälle und Reste wirken nicht, weil sie organisch sind, sondern weil sie es zu sein aufhören. Indem sie der Zersetzung anheimfallen, entbinden sie gerade diejenigen mineralischen Elemente, die für die Pflanzenernährung nach Art und Größenvcrhältnisse am besten taugen. Die allgemeine Ansicht, derzusolge die Ernährungsmittel der Pflanze ausschließlich mineralische Stoffe fein müssen, ist kurzweg die Mineraltheorie genannt worden. Es ist das Eigentümliche der durch die innere Arbeitsteilung intensiver gewordenen Volkswirtschaft, daß die Erzeugung und der Verbrauch einander örtlich näher rücken und so der Kreislauf von Produktion und Konsumtion abgekürzter und schneller wird. Diese größere Leichtigkeit der Umlaufsverhält- nisse bezieht sich nun ganz besonders auch auf die Beschaffung des Düngers. Je bedeutender die Menge derjenigen Erzeugnisse ist, die, statt auf entfernte Märkte befördert zu werden, in der Nähe konsumiert wird, um so weniger wird von den Boden- bestandteilen unwiederbringlich verloren gehen. Gelangt man noch außerdem dazu, mit den animalischen Ausscheidungen systematisch zu verfahren und deren nachlässiger Pr^isgebung vorzubeugen. so ist klar, daß nichts die gehörige Rückkehr der Voden- bestandteile hindern wird. Der Landwirt, welcher alsdann seinem Privatinteresse und den durch dasselbe gebotenen Wirt^ schaftsgrundsätzen folgt, wird seinen Boden !m guten Stande erhalten und zum Raubbau, der ihm selbst schaden würde, keine Veranlassung haben. Denken wir uns aber einen entgegengesetzten Zustand, so mutz der Ackerbauer das notwendige llebel über sich ergehen lassen, wenn er überhaupt noch wirtschaften will. Er ist alsdann nicht im Stande, dle Ersatzmittel des entzogenen Bodenreichtums in gehörigem Matze zu kaufen, weil der Befchaffrmgswidsrstand und mit ihm der Wert und Preis derselben zu groß geworden ist. Aus dem Vorangehenden ersteht man. daß bei einer rationellen Gestaltung der gesamten Volkswirtschaft und namentlich mit der intensiveren Ausbildung derselben die Ursachen der Bodenerschöpfung ganz von selbst in Wegfall kommen. Es kann daher nur die Fortdauer der ersten rohen Zustände oder die Ohnmacht eines eigentlichen Verfalls sein, wodurch der Vorgang des ersatzlosen Bodenverbrauchs ermöglicht wird. Die rück, schreitenden Volkswirtschaften werden allerdings der Bodenerschöpfung anheimfallen, weil sie mehr und mehr die Fähigkeit verlieren, die Mannigfaltigkeit de: inneren Arbeitsteilung zu erhalten. Sie werden in ihrer wirtschaftlichen Verfassung korrumpiert, weil die Staaten, in deren Rahmen sie bestehen, auch übrigens ihre Macht und wirksame Selbstbestimmung einbützen. Unter dieser Voraussetzung ist aber, wie schon gesagt, die Bodenerschöpfung nicht die erste Ursache, sondern eine Wirkung des allgemeinen Sinkens der Volkskraft. Ste trägt ihrerseits dazu bei, das Werk der Zerstörung zu beschleunigen: aber sie selbst auch mal eine andere Meinung. Und vielleicht haben wir beide noch einmal Nutzen davon." „Na. dann bis auf morgen." Er schüttelte dem jungen Manne die Hand und drückte ans die Klingel, damit die Diener ihn in sein Zimmer brächten. — XXII, Im Januar erfolgte die deutsche Blockadeansage an England. Diesmal flimmerte man sich nicht um die anderen Genossen der sauberen Vereinigung. — Der Fehdehandschuh, der jetzt geworfen wurde, galt dem gewissenlosen Räuber überm Kanal. Die ganze Welt — die neutrale und die nicht neutrale — ließ ihre Stimme erschallen. Aber man war in diesen harten Monaten endlich auf einem Punkt angelangr, auf dem :nan schon lang? hätte sein sollen. Nicht mehr willig jedem Unkenruf lieh man Win Ohr. „Was ich für richtig halte, das tue ich! Und willst Du mich nicht lieben, so sollst Du mich fürchten." Das war die Sprache Deutschlands in jenen schweren Tagen. Die Sprack)e eines Landes, dem man die Daseinsberechtigung absprach. — „Halten Sie es wirklich für möglich, daß man hier daran denkt, England abzuschneiden?" fragte Ärchibald Douglas den alten Herrn, als sie eines Nachmittags am Schach!) re lt saßen. . „Mer gewiß glaube ich das! Warum sollte es unsere Regierung sonst gesagt haben? Halten Sie es für unmöglich?" Douglas wiegte nachdenklich den Kopf. „Offen gestanden, ja! Zu diesem Unternehmen fehlen Deutschland die Kampfmittel." „Hm, ob wir die nötigen Kampfmittel haben, weiß ich nicht. Ist auch nicht meine Sache. Daß aber ausgeführt wird, was angedroht ist, daraus können Sie sich verlaßen. Denn der, der das angeordnet hat, der weiß, ob wir die nötigen Kampfmittel dazu besitzen oder nicht. wirkt eben nur als Ursache zweiter Ordnung, deren Abhängigkeit von der Mißgeftaltung der Volkswirtschaft nicht verkannt werden darf. Fliuislißlche..Werlichkeil" graf« Wehrte» Ueber das Schicksal der beim letzten Luftangriff auf Pari» abgeschossenen deutschen Flieger hat die französische Presse einigbemerkenswerte Mitteilungen gemacht. Eines der Flugzeuge wurde brennend abgeschossen. Zwei Mann seiner Besatzung verbrannten. Der dritte, Rittmeister Scheibler, versuchte, wenngleich schwer verwundet und mit brennenden Kleidern, zu entfliehen. Er wurde eingeholt und von einem, französischen General trotz feinet!* von den französischen Zeitungen ausführlich beschriebenen grauenvollen Brandwunden und namenlosen Qualen ausgefragt. Der deutsche Offizier verweigerte jede Antwort auf militärische Fragen und begnügte sich mit der Beteuerung, seine Pflicht getan zu haben. Am anderen Tage erlag er seinen Verletzungen. Die Besatzungen zweier anderer Flugzeuge suchten nach Zerstörung ihrer Flugzeuge ebenfalls zu entfliehen. Sie wurden festgenommen und nach Thierry ins Gefängnis gebracht. Das ist die französische Ritterlichkeit gegen Wehrlose. And das bezeichnendste: die französischen Zeitungen bringe» diese Nachrichten ohne Kommentar. Kirchliche Dachrichte^. Sonntag Qmrsimodogemti, 7. April 1918. Gottesdienst in der Stadttirchc. Vormittags 9J4 Uhr: Herr Pfarrer Ritter. Konfirmation der Mädchen Hl. Abendmahl. Nachmittags 2 Uhr: Herr Pfarrer Ritter. Schlußfeler. Abends 8*1 Uhr: Herr Pfarrer Die hl. Kollekte für die Stadtkirche. Montag, den 8. April, nachmittags 2 % Uhr findet in der Vurgkirche der Oberhefsifche Eemeindelag und abends um ö-L Uhr daselbst ein Gemeindeabend statt. Gottesdienst im Stadt!ei! Fauerbach. Sonntag Qnasimodogeniti, 7. April 1918. 10 Uhr: Gottesdienst. Anschließend KatechismusleLre für die Mädchen. * Katholische Gemeinde. Weißer Sonntag: 7. April 1818. BeichtgelegenheiL am Samstag von 4 Uhr an und Son»- tsg früh von 6 Uhr. 547 Uhr: Fruhmeffr 8 Uhr' Hl. Messe. *419 Uhr: Feierliches Hochamt mit Segen und Predigt mch erste hl. Kommunion der Kinder. Nachmittags HS Uhr: Feierliche Andacht mit Segen und Predigt. Während der Woche um H7 und 7 Uhr hl. 9RelU Freitag abends 8 Uhr: Kriegs-Andacht. Nach dem' Hochamt Ausgabe von Büchern aus der Dorro- mäus-Bücherei. Verantwortlich für den politHd'-cn und lokalen leri: O trs Hirsche!. Friedberg: für den Anzeigenteil: N Hevner» Friedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung"«; A- G.. Friedbera i & Und im übrigen, Herr Douglas, Sie sind ein eifriger Zeitungsfeser, Sie sollten doch wissen, datz es bei uns keine Flausen gibt. Davon müßten Sie sich nun eigentlich *cho» überzeugt haben. Bluff ist englisches Erzeugnis." „Sie haben eine scharfe Zunge, Herr Baron," entgegnete- Ärchibald und lachte ärgerlich. „Aber gar nicht!" sagte der alte Herr ruhig. „UeörigenK? bin ich heute ohne Schuld. Sie haben angesangen mit der> hohen Politik." „Sie sprechen von Bluff, Herr Baron. Heute wissen wir wohl alle nicht genau, was Bluff ist und was nicht. Woher können Sie wissen, was an den amtlichen Meidunge» wahr oder falsch ist?" „Hat unser Generalstab, seit Sie hier sind und unsere Zeitungen lesen, schon einmal etwas widerrufen müssen?" »Gut! Zugegeben. Um aber wieder auf unser ($t* sprach zu kommen, glauben Sie wirklich — vorausgesetzt, daß es überhaupt geht — glauben Sie, daß die Neutralen dazu schweigen werde^wenn Detfchland Englands Zufuhr ab« schneiden will?" „Die Neutralen? Machen Sie keine Scherze, Herr Douglas. Wen hätten wir den zum Beispiel zu fragen?" „In erster Linie Amerika, dessen Handel durch dies« Maßregel empfindlich geschädigt wird." „Amerika! Und was hat Amerika gesagt, als England uns dem Hungertod ausliefern wollte? Was-nennen Sie überhaupt Amerika? Die paar Blätter, die im engliickM Solde stehen und die Mäuler mehr als nötig aufreißen — die Regierung, die keine ist, oder die Bewohner des Landes, unter denen reichlich soviel für. wie gegen uns sind? Nein! Amerika fragen wir nicht! Amerika, das deutscher Fleiß und dcuffche Kraft zum großen Teile zu dem gemacht hat, was eK heute ist, können wir nur bedauern. Es gibt in diesen ernsten Monaten der Welt ein so trauriges Schauspiel der Schwäche, daß wir es wohl am allerletzten zu fürchten haben," Fortsetzung folgt. w y y y W W W W U V W y y W y y y y W w W W M G W W W W G W y y y w w w y G W tf* W W W W M W W W W W W W d w y w w y w y y y y y y y w y y y sk Unsere Gedanken weilen oft und gern bei Euch, besonders jetzt, wenn der Frühling auf die Berge steigt, wenn auf 'den heimatlichen Fluren das blaue Veilchen sprießt. die Wiesen grünen, die Saaten sprossen, ein Kranz blühender Obstbäume das friedliche Dorf mit den rauchenden Schornsteinen umgibt. , . Wie anders ist das Landschastsbild hier an der Kampffront! Dis Dörfer liegen in Schutt und Trümmer. Ragende Mauerreste, klaffende Fsnsterhöhlen, öde Steinhaufen bezeichnen die früheren Wohnstätten der Menschen. Die Felder liegen verwüstet. Gräben und Eranatlöcher haben den Boden aufgewühlt. Wälder und Obstanlagen sind vernichtet und die Bewohner der Gegend geflohen. Vor diesem unsäglichen Jammer des Krieges haben wir deutsche Soldaien Euch und die heimatliche Erde bewahrt. den Frieden, oßt im Sefüleiknl! Zwar hat der Krieg auch Euch Sorgen und Nöte gebracht. Ihr müßt Euch in Nahrung und Kleidung einschränken, aus manche Behaglichkeit verzichten, mehr arbeiten als früher. Aber Ihr wohnt in Eurem Hause, schlaft des Nachts in Euren Betten, geht Eurem Berufe nach und seid außer Lebensgefahr. akeim? Für Euch gilt es viel Geringeres. Ihr sollt nur Euer Geld dem Staate leihen, zu einem hohen Zinsfuß oorfchießem Ihr macht noch ein gutes Geschäft dabei. Ihr legt Euer überflüssiges Geld so gut an, wie es überhaupt möglich ist. ■P mir Me Ure m m§ gelitten Wen! daß Ihr das tut. Wir schlagen täglich unser Leben für Euch in die Schanze und haben deshalb ein Recht, von Euch zu verlangen, daß Ihr Euer Geld für Munition und Massen hingebt. Wer in dieser venErae» Zeit am Gelds klebt und nicht reden veriüqbarsn Mennm dem Batsrlande leibt, der kann einem deutschen Kriener nicht mehr ins Anne ickanen. ohne zn erröten. Das Geld, das zur Zeit der Sieae vor den ' ---- -p“-——----- Toren Amiens nicht gezeichnet wird. i>t Sündenaeld. DillMl ljtMs mit hell versiigbarell Mfolieit, wenn sie auch noch so klein sind. § Hc!st dk» kii-giltiM Lieg rrriiiri H durch Eure Waffen, durch eine hohe Kriegsanleihe-Zeichnung! Jeder mutz Mitwirken? Jeder mutz dabei sein! Jeder erwirbt sich durch eine staatliche Schuldverschreibung der 8. Kriegsanleihe eine Ehrenurkunde für Kind und Kindeskind. Jeder stellt sich durch ihren Erwerb in die Reihe der Kämpfer fiir die höchsten Güter der Menschheit: für Freiheit illlh Vaterland! Einer von drauken. Wir wohnen in Erdhöhlen, oft spärlich geschützt gegen Näffe und Kälte, eng zusammengepfercht, zwanzig bis dreißig Mann in einem Raum so grotz wie. Eure Wohnstube. Wir müssen unsere Nahrung mühsam, oft unter dem Schutze der Nacht. Heranschleppen, Berge hinauf und herunter, durch die Laufgraben hindurch. Die Wege führen oft durch Schlamm. Nachts stehen wir Posten in Sturm und Regen Tag für Tag. Woche für Woche, Monat für Monat. Die Nachtruhe ist spärlich. Ost alarmbereit, schlafen wir in Waffenrock und Fußbekleidung. Plötzliche Feuerüberfälle der feindlichen Artillerie bedrohen stets unser Leben. Unsere Lieben sehen wir kaum zweimal jährlich. Unsere Kinder wachsen heran ohne daß wir ihnen Führer sein können. So geht es an ruhigen Fronten und Tagen. In Kampfstellungen und an Kampftagen ist es furchtbar. Was hier an Nervenkraft und Seelenstärke gefordert wird, ist ungeheuer- Eranaten und Minen, Sprengung und Gas, Maschinengewehre und die Nahkampfmittel, das alles ist entsetzlich. Wir tragen es trotzdem. Wjr wissen, daß wir kämpfen und aushalten müssen bis zum endgiltigen Siege. Der Vernichtungswille unserer Feinde muß gebrochen werden. Sie haben die angebotene Friedenshand schnöde zurückgewiesen. Sie wollen weiterhin deutsches Land erobern, deutschen Wohlstand vernichten, deutsche Weltgeltung untergraben. Es bleibt uns nichts übrig als der Kampf bis zur vollständigen Niederringung unserer Feinde. Wir stehen treu zu Kaiser und Heeresleitung, bis wir dem Vaterlande Sicherheit und Frieden erkämpft haben. Tufür feien mir täglich mifcr Seien ein! Neue Tageszeitung, Druckerei und Verlag grledberg L H. Vorstehende Mahnung, die aus einem warmen, fürs Vatersand schlagenden Herzen kommt, wurde uns von einem Landsmann, einem Vogesew- kämpser, zugesandt. Mitbürger! handelt darnach! Mehr haben wir Euch nicht zu sagen. Ser Wcckililsschch fiir iiie 8 . KlitgslMe fiir -k» Kreis Fric-brrg. W y y y y y y y y. y y m y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y y w y y y y y y w y y y y y y y y y w y y y w y y w w y y y y