An mm er 75 Zamstas»"dKN 36>» War? 1918 II. Jahrgang Neue Tugesreituuu Die ..rieue ^n^sieilung" kNchemt 1 -den Werilffff. Reg-imätzig- Beilaffen „Ser Kau«r a», fMftn“ Di, s«i>.» 7~~T~ ------- ^inju tritt noch dos Bestellgeld; fei een Äoenten monatlich 85 P,g. einlchlictzlich Trägeriodn. An,eigen: Sründ",eiie »*,« lota i*. ' 8c ' P-ttaniialien o,er,el,atzrlich Mk. 2.40 «ijobrn. Erf lll,mo-°ri ^rtedberff. Schmstl-iinng U N» Ueelag 'eriedbem lh-gen,. -tanan-rllrage 12. .^rn orech-t A J t riVTrnr^an> j v ~ t .C Verrat zweier Ueberlauser. > Berlin. 29. März. (WTB.) Unter dem am 21. d». erbeut teien englischen Schriftstücken befand fich auch eine Meldung de« FWeneealstabs des armen engttWeck Korps Wer bke Ässfagetze 'Meter Lothringischer lleberläufer so» der 414. Minemveefer. tsmpQQnte, die i, der Rocht vom 18. zu« IS. A. übergekmrfe« wäre«. Nach der englischen Meldung verrieten die beide» UeSerläufer den für den 21. 3. bevorstehenden große« Angriff ruld die für ihn getroffenen Vorbereitungen. Ihr am 1L in Frühe begangener Verrat kam zwar zu spät, um dem Feinde »och viel zu helfen, hätte «rber verhängnisvoll werden können, wenn der Beginn des Angriffs aus irgendwelchen Gründen hstE verschoben werden müssen Die Aamen der am 19. 8. zu den Engländern übergelaufinen Mannschaften der Minenwefsr -ompagnie 414 sind: Adolf Lena, geboren zu Neue Glashütte bei Foröach, der letzte Wohnort Schrenningen, Kolonie 100 und Pionier Paul Nodolphe. Geburt-- und Wohnort Sontrich bei Dtedenhofen. Bittere KALe an -er Front. Veklin, zg. Marz. sWTB.) Den warmen Sonnenschein der letzten Tage hat bittere Kälte abgelöst. Es weht schneidender Wind. Die Ränder der Schlämmtrichter sirrd vereist. Trotz Ilnoill der Witterung haben die deutschen Truppeu wettere An. ßrifsserfotge erzielt und dem Feinde eine Reihe Me verteidig ter Dörfer und Stellungen entrissen. Zugleich wiesen sie wiederholte massierte Angriffe der Engländer und Franzosen unter jchwerften Verlusten ab. Die gleichen Divisionen, die seit Beginn der Offensive angriffen. stehen größtenteils vor allem im Süden des Schlachtfeldes auch Heute noch in vorderster Linie. Sie lehnten nach wie vor die angebotene Ablösung ab. Die stetig zunehmenden Erfolge lassen alle Mühen und Strapazen vergessen. Beim Sturm ans Warfusee und Abaucourt wurden Nchlreiche feindliche Bagagen und Kolonnen überrascht und ge- fvmtea. Die Engländer setzten die Verwüstung französischen Landes fort, verschütteten Brunnen, zerstörten die Wohnstätten, vernichteten die Bahnkulturen. Sofort getroffene Eegenmaß- «mhmea heben die beabsichtigte Wirkung auf, die lediglich die sthDergepniftev Landrsrimvohner traf. * 41 Dirriironerr gefchla^e». Der KriegsberiMerstatter des „Verl. Tagbl." Wilhelm £, c 8 i-i r öer .^ et ÖDn der Front vom gestrigen Tage: J™ l lick auf die Karte zeigt, daß wir nicht nur stetig fort- Mrerten. sondern, daß der Raumgewinn eines jeden »reuen ^ages größer ist als der des voraufgegangenen. Das ein- geworfene englische Heer muß immer schriller zurXck- werchen und kein n«H so zäher Widerstand vermag es auf- ZMalten. Dre Eugla^r beweisen unleugbar große Täufer- ba§ der Kaiser den englischen Offizieren die an der Spitze ihrer gefangenen Mannschaften chmbegegneten -Ihr scAagt Euch gut," galt auch den ein- 706301 Soldaten. Aber was nützt dieses standhafte Arrs- harren der Truppen, da die Führung die ihr ans der Hand ^b'agenen Zügel niM wieder hat ergreifen ffttnettf T Ti ” «J? durch unseren stetig zunehmenden Arrm,- Sewtnn wird dre englische Niederlage durch die Anzahl der fc f& a&m g" TfVrrm~frtintC~m0 a|T.I AngnssAaU ftauden uns achtzehn englische Divisionen über. Dadurch, daß sich unsere Front nach Norden ausdehnte wurden drei weitere Divisionen in den Kampf gezogen. Dir zum Abend des vierten Tages warf dann der geschlagene Fernd noch fünfzehn neue Divisionen auf das Schlachtfeld. Diese 36 Divisionen stellen mehr als die Hälfte der englischen Gksamlarmre soweit sie sich in Frankreich befindet, dar. Unter den geschlagenen Divisionen befinden sich eine große AnzM besonders guter. Es sind auch fünf französische darunter rmd, wie es heißt, sind noch immer neue im Anmarsch. Ta die englisch-französische Operationsarmee einst- werten nur ein Dasein auf dem Papier führt, so können diese Divisionen nur aus den Reserven der französischen Front genommen werden. Uns kann es recht sein, wenn immer neue feindliche Kräfte in den Strudel gezogen wer den und bei Front derGegner dadurch an anderen Stellen ge savvackst wird. Bei Hindenburg muß man auf Nebcr- ro.schungeu gefaßt sein. Die harten Kämpfe der letzten Tage baben natürlich auch auf unserer Seite Opfer gefordert, aber rm Verhältnis zur Große des Erfolges sind sie glücklicher- werse gering. Die feindlichen Verbünde zerrissen. Das schnelle Vorgehen unserer Infanterie hat die Ver> banoe des auf dem Südteil der Kampffront zurückwerchenden Gegners Serrrssen. Der Engländer wirft dem deutschen Ansturnr entgegen, was er zur Verfügung hat. Hier steht die Schlacht schon völlig im Zeichen des Bewegungskrieges. Drs Kampföild bat sich völlig verändert. Tie Divisions- stäbe halten bei den Artilleriestellungen auf freiem Felde, tteberoll sieht man von rückwärts neue Kolonnen ru westlicher Richtung Ziehen. Entsetzen in Italic«. Lugano, 28. März. Der Eindruck des deutschen Angriffs an der Westfront hot in Italien wahres Entsetzen her- vorqerufen. Das iwüenisckre Volk glaubt sich verlassen und verloren. Dazu hat die Rückfahrt der englischen und srarr- äcstschen HÜfstruppeu aus Italien an die Westfront viel beigetragen. Neuerdings beginnt man mit einem öster- rerchistlxm Angriff an der ganzen Front zu rechnen. D« rmlitorische Mitarbeiter des „Corricre deüa Sern^ schreibt, daß die Zahl der an der italienischen Front stehenden oster- reichischen Divisionen um vieles die an der englischen lebenden überschreitet. Der Angriff gegen Italien sei zu ogisch. um nicht stattsinden zu können. Man macht sich auf einen Angriff gegen die Lagaraua gefaßt. DU für Me §taM Albert. Albert bat die Zivilbtt-olkerung meuchelmörderilche Ansch'äge gegen die deutschen Truppen verübt. Nun er» leider die Stadt unter dem schweren Artillerie teuer der Eng. lanber dr« gerechte Strafe für Nr Wteft * w " itb fär wörttembergiiche mb badische wvupptn. •a i Stuttgart, 28 . März, Beim König von WürttemöerO ist folgendes Telegramm des Kaisers eingegangen: «Aus den Meldungen der 2. Armee sind mir di, hohen unverglerchlichen Taten Deiner 27. Infanterie- Division rmd 54 Reserve-Division bekannt geworden. Der» Land wird stolz sein auf seine Helden. Die Namen Vaucelette Ferme, Uns und Barastre bedeuten neuen un- sterdllcivn Ruhm für die Geschichte der württern» verglichen Armee. Wilhelm I. U* Karlsruhe, 28. Marz. (WB.) Der ..Staatsanzeiger- grbt bekannt: Dem Großherzog von Baden sind folgend, Telegramme des Kaisers zugegangen: . lnich. Dir ntitteilen zu können, daß die bamschen Truppen der 28. Division heworragenden An- terl an ?en glänzenden Erfolgen dieser Tage gehabt und sich vortrefflich geschlagen haben. Ich erlebe schöne und große Tage inmitten unseres tapferen Heeres. Mit vielem ^ben ~ Wilhelm. „Der «regrszug der 28^ Division, ihre Vorbild»^ Angnffsfreude haben überall Bewunderung erweckt. Dir me^rre treuesten Glückwünsche zu dieser neuen Be- wahrungstat badische» Ruhmes. Wilhelm 1k." Hirrdentmrgs Dank. De« Erfolgen unserer tapferen Truppen und der aus die» sem Anlatz mir durch meinen kaiserlichen Herrn verliehenen hohen Auszeichnung verdanke ich viele freundliche Tclo, graDme und Zufchrifres a«s allen Kreisen der Heimat. Jnr. mec voch lätzt die Tat deutsche Herzen hoher schlagen Ich kann mrs Rücksichr auf ^netae Dienstpflichten nicht dem Einzel, nen suLmorte» und für den Ausdruck der Liebe zu Kaiser rmtz Reich, der Siegeszuversicht und der Opferwivigkeit im Kamsz für Deutschlands Zukunft su danke». Westlicher KrcegsschaUsstatz. den 29. März ISIS. v. Hirrd««bsrs. Generalfeldmarscho^ Der ..Dnnd*' über die Lage. du«. 27. MSrz. In sein« heutigen Besprechuag der Kriegs, tage rückt der Mitttärkrittk« des ..Bund" die Cituatio, nm Ulbert in den Mittelpustt feiver Betrachtung. Er schreibt: ^Gelingt es den Engländern bei Albert nicht, eine »eu§ Front zu bilde», fs ist bte englische Armee von der frankst»cheM abgesprengt. Gestern befcmd sich die Armee am Somme-Boges Verkäufen und Dersieizenmgen aus Dsftänden der Hksrs«. vnö Marineverwattung, die für KrkgsZweils nicht mehr gebraucht werden, kann Sie Zahlung au Geldes Statt durch Hingabe von KriegsauleiHe geleistet werden. Diese Vorschrift erstreckt sich auf alles, was bei der DemobrWenrng zur Abgabe an die D^vö.terung frei wird, als» insbesondere auf Pferde, Fahr. Änkeibe! r^-ge und Geschirre; Feldbahngerät, Moiorlokomotlven und Kraftfahrzeuge nebst Zubehör; Futtermittel und sonstige Vor. rate; landwirtschaftliche Maschinen und Geräte sowie Werk, zeug; Fabrikeinrichtungen mtt den zugehörigen Maschinen und Geräten; Eisen, Stahl und andere Metalle; Holz und fonstiges Baumaterial; Webstoffe und Rohstoffe aller Art. ' " " .■ »re 2 3 mg in ffi legsanlei-- leiffey, werden bei sonst gleichen Geboten bevorzugt. D!e KriegsauleiHe wird zum vollen Nennbeträge angerechnel und bis zur Höhe des Kauf» oder Zufchlagspretses in Zahlung ge« vommeu. — Als Kriegsanleihe in diesem Sinne gelten fämtttche 6 "^olgen Schuldverschreibungen des Reichs ohne llnterfchied sowie die seit der 6. Anleihe ausgrgebene« 4'/r °/otgea ausloch baren Schahaawetsungen. Also: Nur die Kriegsanleihe, nicht der Besitz baren Geldes, bietet Sicherheit dafür, daß der Landwirt und der Gewerbetreibende nach Kriedensschluß das, was er braucht, aus dem frei werdenden Kriegsgerät erwerben kann. Sei klug und — zeichne! m BewegungskrisA. Um so wichtiger ist die Frage nach des ^Festigkeit der von den Engländern und den herbeigerufenen Verstärkungen gezogenen Linien östlich Albert—Roye—Lassigny ^-Noyon. Haben die Engländer und Franzosen alle schon verfügbaren Reserven nötig, um eine Front zu besetzen, so bleibt ihnen keine Manöveriermaffe zu Flankenangriffen, und wird die Front durchbrochen, ehe sie artilleristisch bewehrt ist» so kann es zu Bewegungskämpfen kommen, dis die herangeführten Reserven rasch verschlingen und in Verbindung mit anderen Durchbrüchen das ganze Verteidigrurgssystem früher oder später zum Einsturz bringen können. General Foch mutz also damit rechnen, daß ihm diese Manöveriermaffe brockenweise abgelockt wird, ehe es zu einem zweiien Schlag an cmcr anderen Stelle kommt und ehe er in der Lage ist, zu einem Gegenschlag auszuholen. Vielleicht sind die Allii-erten bereit, alle Möglichkeiten zu opfern, um das Dringenste, die Wiederherstellung der Front, zu sichern, wozu sie heute schon ihre Reserven an der Oise und an der Ancrs vereinigt haben. Der Ausblick ist für die Alliierten um so unerfreulicher. als die Deutschen nördlich der Scarpe und östlich der Oise bis zu dem äußersten Flügelpunkte der Westfront feststehen. Artillerie spielen lassen, die gewohnten örtlichen Vorstöße unternehmen, aber noch nirgends Angriffsabsichten erkennen lassen, die geeignet wären, über den allgemeinen Operationsplan ihrer Heeresleitung näheren Aufschluß zu geben. Es ist müßig, zu untersuchen, wie viele Divisionen vom Angreifer an der Einbruchstelle " "sitzt worden sind, solange Engländer und Franzosen nicht L^ge sind, nördlich der Scarpe oder Mich der Oise zu einer g.etz?n Gegenoffensive mit eigenen Zielen zu schreiten. Vielleicht ist über diese Gegenoffensive, das Urteil schon gesprochen: denn der Eürbruch in einer 80 Kilometer langen Front, der Verlust von mehr als 1000 Geschützen mit den dazu gehörigen Stapeln und die schweren blutigen Verluste des ganzen rechten englischen Heeresflügels sowie der verzweifelte Einsatz englischer und französischer Reserven an der Einbruchstelle selbst legen die Vermutung nahe, daß zu einer großen Gegenoffensive auf den Flügeln weder Zeit noch Kraft bleibt. Darüber wird die Entwicklung der nächsten Tage Aufschluß geben, die immer noch von den Deutschen bestimmt wird und auch von der Ausbreitung der deutschen Offensive noch mehr zu sagen haben wird. Die englischen und und die französischen Berichte lassen erkennen, wie tief der gewaltige Schlag getroffen hat. der an der klastischen Stelle rn das Gefüge der englifchen.französifchen Franc eingedrungen ist. und die Sperre an der französischen und italienischen Grenze beweist, daß in aller Eile Maßnahmen getroffen werden, um die moralische Wirkung, die dieses furchtbare Virfpiek der deutschen Westoffensive auslöst, abzuschwächen und die materiellen Gegenmaßnahmen des Versailler Kriegsrates zu verdecken. Man kann sagen, daß der Kriegsrat die vorbedachten Matz- f «ahmen nicht mehr aufrecht erhalten konnte, sondern gezwungen war, gewisse Dispositionen zu ändern und die letzten verfügbaren Truppen aus exzentrisch gelegenen Räumen in den Zeri- tralraum zu leiten. Die Fernwirkung erstreckt sich bis Venedig, also auf den italienischen Flügel der Westfront. Da nicht einzu- fehen ist. was die Italiener zur Entlastung tun könnten, wenn sie sich zu einer Offensive an der Piave entschlösten, bleibt in erster Linie zu erwägen, ob sie zur Abgabe weiterer Truppen nach Frankreich veranlaßt werden sollen oder die letzten am Montello und am Monte Grappa stehenden englischen und französischen Truppen zurückgerufen werden. Das käme in jedem Falle auf eine Schwächung der italienischen Front heraus, die an sich nicht ungefährdet ist. Träfen dann weitere Verstärkungen auf der neuen österreichischen Front ein. was angesichts der von den Deutschen so günstig eingeleiteten Operationen in Frankre.ch und im Hinblick auf den bevorstehenden Abschluß des rumänischen Friedens durchaus naheliegt, so sähe sich General Dtaz unter Umständen selbst einer Offensive gegenüber, die dem italienischen und damit dem exponierten rechten Flügel der En- tentewestfront sehr gefährlich werden könnte. yfioo- ’ 9evti* «. Mäe-z. (WB.) Am 27. März hat Ritt- Meister Manfred Freiherr v. Richthofen über dem Schlachtfelde der Kaiserschlacht seinen 71.. 72. und 73. Gegner abgeschossen. Aus diesem Anlaß erhielt sein Vater, der Major v. Richthofen, von dem Kommandierenden General der Luftstreitkräfte folgendes Telegramm: „Heute hat Ihr Sohn Manfred seinen 71., 72. und 73. Gegner ^ abgeschossen. Der 71. Sieg des Rittmeisters rundet die Zahl der Luftsiege Ihrer beiden Söhne auf 1(K). In dankbarer Bewunderung beglückwünschen mit mir die Luftstreitkräfte das Elternpaar der in ihren Leistungen so stolzen, in ihrem Wesen so bescheidenen Brüder. In vielen tausend deutschen Herzen werden heute die innigsten Wünsckre für Ihre tapferen Söhne aufblühen. Ihr aufrichtig ergebener v. Höppner, Kommand. General der Luftstreitkräfte." # (Nach dem gestrigen Tagesbericht hat Rittmeister Freiherr v. Richthofen die Zahl seiner abgeschossenen Gegner bereits airf 74 erhöht. Die Red.) Das IfMraö hi Mtulmont. Berlin, 28. März. (WTB. Nichtamtlich.) Vergeblich zerbrechen sich unsere Gegner den Kopf um das Geheimnis unserer Riesen kanonen, mit denen wir Paris beschießen. Sie glauben des Rätsels Lösung in einer österreichisch-en Longrohr-Kanone gefunden zu haben. Demgegenüber muß festgestellt werden, daß wir dieses neueste Kriegswerkzeug das mit seiner großen Schußweite und Treffgenauigkeit mit der Erfindung des Schießpulvers den größten Fortschritt in der Entwicklung der Feuerwaffe darstellt, lediglich deutscher Wissenschaft, deutscher Technik und deutscher Industrie verdanken. %lhM fr nt und Odessa nicht im Besitz der Sowscitrnppen. Berlin, 29. März. (WB.) In der letzten Zeit wird durch Petersburger Meldungen aus durchsichtigen Gründen verbreitet. Sowjettruppen hätten Nicolajew und Odessa, an- geblich sogar nach blutigen Kämpfen, an denen auch russische Marineabteilungen beteiligt gewesen seien, wiedergenommen Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, entsprochen diese Nachrichten nicht den Tatsachen. In beiden Orten sind wir durchaus Herren der Lage. Ans der Heimat. Fti^ßers. Eine Erhöhung des Milchprelfes tritt nach den Bestimmungen der Landes-Milch- und Fettstelle vom 1. April ab ein. Rach Lage der örtlichen Derhältniste wurde der Preis in hiesiger Stadt auf 48 Pfg. für ein Liter Vollmilch und 36 Pfg. für Magermilch festgesetzt. Künstler-Konzert. Wie aus dem Anzeigenteil unserer Zei- tung ersichtlich, findet am Montag, den 1. April (2. Osterfeier, tag) von nachmittags 4 Uhr ab im Restaurant „Hessischer Hof" Hierselbst bei freiem Eintritt ein Künstler.Konzert statt. Der Besuch desselben dürfte sich empfehlen. st.. Kirchenkonzert. Dke vom Cvang. Kirchengesangvevein in der Stadtkirche veranstaltete Charfreitagsfeier bot musikalische Vorträge, die. sinnig gewählt, der Reihenfolge nach geordnet waren als Betrachtung der biblischen Charfreitagsvorgänge am Oelberg, im Garten Gethsemane und im Garten des Joseph von Arimathia. Mit tiefem Ernst, in wuchtigen Akkorden leitete eine Bach'sche Orgelfuge ein, wohltuend kontrastierend mit dem zart-wehmütigen Ton der folgenden Gesangsvorträge. Vier derselbe» leterje» la pttttfätt Verklärung de« Garten GethM mane. Weitere zwei Lieder hatten den Tod des Heilandes zu«! Gegenstand. Der Begräbnisstätte war in zwei Liedern gedacht, während zum Schluß zwei Lieder bereits überleiteten auf dt, Verheißungen des Osterfürsten. Besonders wirkungsvoll au, drei Solovorträgen des Herrn Marguth aus Bad-Nauheim (Tenor) war der Psalm: „Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft"; auch das Büßlied von Beethoven, das in seiner Länge, Kraft und Ausdauer, und in seinem wechselnden Stimmungsausdruck Wechsel des Ausdrucks bei der musikalischen Wiedergabe erfordert, mußte voll befriedigen. Lieblich wie immer waren die Darbietungen der Chorschule: hervorgehoben sei das kindlich-fromm vorgetragene: „Du gehest in den Garten beten, mein lieber Jesu, nimm mich mit". Perlen alteren Kirchengesanges brachte der Kirchengesangoerein, so die Volksweise: „Da Jesus in den Garten ging", und (von Vrahms): „In stiller Nacht, zur ersten Wacht, ein Stimm begann zu klagen". Wie bei gleichen ftüheren Anlässen so bewährte sich auch dieses Mal wieder Herr Lehrer Reinheim er als Organist sowohl wie als Leiter der Chorschule als rechter Mann an rechter Stelle. Die Auswahl und Anordnung der Munkvorträge ist dem Leiter des Kirchengesangveceins. Herrn Pfarrer Kleberger, zu verdanken. Die Veranstaltung war gilt besucht. Landzräfl. Hessische conc. Landesbank, Bad-HornLurg. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, der am 30. April d. I. stattsinden- den General-Versammlung die Verteilung von 8 Prozent Dividende für das 63. Geschäftsjahr 1 nung auf die vLstge 8. Kriegsanleihe Darlehen bis zu Mark 20 000, die unter 5% verzinslich sind, zu besonders günstigen Bedinaungen geKn erste Hypothek. Die Hypothek- bestellung ist kostenfrei. Die näheren Bestimmungen sind von der Bank zu beziehen. Geschäftliches. Landwirte, beizet Eure Sommersaat! Wie oft haben die Landwirte infolge der im verflossenen Frühjahr und Sommer etngetrcteuen Dürre Über schlechten Auflauf der Sommersaat zu klagen gehabt! Besonders waren es der Hafer und die Gerste, die einen schlechte« Auflauf und langsames Wachstum zeigten. Durch die Schwächung der Pflanzen wurde natürlich auch die Verbreitung der Pilzkrankheiten, wie Steinbrand des Weizens. Haferflugbrand, Wurzelbrand der Rüben. Stret. fenkrankheit der Gerste ufw. begünstigt. Deshalb sollte jeder Landwirt nicht versäumen, auch die Sommersaat vorher mit einem erprobten Belzmittel, welches auch gleichzeitig einen schnelleren und volleren Saatenauflauf bewirkt, zu beizen. Als ein in jeder Weife hierfür bewährtes Mittel hat sich das „Ufpu- lun" bewiesen, welches in allen üblichen Verkaufsstellen zu kaufen ist. Ein Verbeizen des Saatgutes mit „Uspulun" ist ausgeschlossen, stlbst dann, wenn größere Mengen, wie vorgeschrieben, genommen werden. Das Beizverfahren ist sehr bequem. Verantwortlich für den poetischen und lokalen leti; Cfto Hirsche!. Friedberg: für den Anzeigenteil. R ferner. Fnedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung^ A G. Friedbero i ^ Kerrannimachmrg Durch Bundes'.atsoerordnurrq ist vom 1. April ds. Js. ab die den Selbffver ärgern zustehende B'owe.reid menge von mouat ich 8'/z auf üty 2 kg herabge etzt worden. 2m An chluß on die Bekanntmachung des Kommunalveroaudes vom 2 ). ds. Mis. — Amtsvec- kündigungsblatl Rr. 56 — fordere ich daher die Lr-rgktrkidkskibslüirsöM ans. ren in olge der Hera ffetzung der Ve brouch^menge sich ergebenden Uever.chuß von 9k< Brö - «Lt.e.ve auf jede Person des Leivssversorget ausha tes »nnrr- fr,a b 14 T- rn an e» en mit dem Au,.auf von Gerreide beauftrag- tcn y ndler des Kommunaloe,- l>a,'dcs 'ur Ablieferung zu bringen.— Z wider:)andclnde werden zur An ei c qelrach:. Da iie Verbrauchsmenge für Ap.u bereits mit fcV 2 kc: ne gegeben in, mutz die A-aimenze um die uviet e halenen 2 kg getiir.t ucroen, nes.ab den Leivssoer- so gern in ihrem eigenen Interesse sch an jetzt Sgariamkeit im Verbrauch dringend angeraten werden muß. Friedberg. den 27 . Mär; 1918. Der Bürgermeister. 2. V.: Dam m. Gebe für zwei ca. 10 wöchige leinen nußbaumpolierten Herrenschreibtisch. j« erfraaen in der GeichLfts- der „Neue» Tageszeitung". Krkanntmachnug. In den hiesigen Kolonialwarengeschüften bringen wir von Mittwoch, den 3. April ab Kunsthonig zum Verkauf. Auf jeden Brotkartenabschnitt wird V 2 Pfund zum Preise von 37 Pfennig abgegeben. Friedberg, den 28. März 1918. Der stellvertretende Bürgermeister (Stadt. Lebensmittel-Ausschuß) JA.: Langsdorf. SeKanntmachmig. Vis auf weiteres geben wir an Kinder unter 2 Jahren und Personen über 70 Jahre gegen Vorlage der Ausweis- katte zum. Bezug von Weizenauszugsmehl Zwieback in den Geschäften von Ferd. Damm Nachf. u. I. Pauly ab. Kranke werden nur gegen ärztliches Attest beliefert. Auf einen 500 Gramm Vrotkartenabschnitt werden 372 Gramm Zwiebaa verabfolgt. Friedberg, den 28. März 1918. Der stellvertretende Bürgermeister (Städt. Lebensmittel-Ausschuß _ 3. A. Langsdorf. Suche zum 1. Mat ein fielßige» sauberes Mädchen Frau Professor Werner. Friedberg. Schutzenramstr« 18. Ein aus oer Schule entlassener Junge wird gleich nach Ostern als Ausläufer gesucht. Carl Ahreas, «»».»«cham. Die Herren Aktionäre der „Neuen Tageszeitung", Druckerei und Verlag A.-G., werden zur ordentlichen Generalversammlung für Freitag, den 12. April 1918, nachmittags 4 Nhr im Restaurant Philipp Steinhäuß r in Friedberg ergebenst eingeladen. Tagesordnung: 1. Genehmigung der Bilanz für 1917, der Gewinn' und Verlustrechnung für 1917 und Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrates. 2. Uebettraqung von Aktien. 3. Neuwahl des Aufsichtsrates. 4. Verschiedenes. Die vom Aufsichtsrat geprüfte und festgestelfte Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung liegt vom 25 März 1918 ab auf zwei Wochen im Geschäfts! okal der Gesellschaft zur Einsicht der Herren Aktionäre offen. Friedberg (Hessen), den 20. März 1918. Neuk Tagkszätuiig Dulikerei unD Srtliüi, AklikNgtsWch. Der AuGchtsrat: B.eioenbach, Oekonomierat. UW« umt i, miun i.iu »mm, u. Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Kronprinzenstratze 41. (Kronprinzenbau.) — Femruj Kömer4208. BUrsstunben. Monlau, Dtenstap, Donnerstan, .^reuap, nachmittag» o»n 2—4 Uhr. — Geschastsanzeigen in dteiem Raum «ur f*t imfer» Nlit-lleder; dieselben sind kostenlos, jedoch muß bet A«j. §ave der Anzeige auf die Mitgliedschaft hingewiese« werden. Einige Zentner Smiidirr Rolllkksaim sind preiswürdig abzugede» bei Uhrig, LöwenhoL Eine Ningelwalze zweiteilig mit Fahroonichtung. einige Jahre in Gebrauch, preiswert -u verkaufen bei -etorich Fauerbachs v Büdesheim^ (Oderh.) Betr.: Der Verkauf von Knoche» in der S:adt Fuedberg Dtkanntmachnng Ich bringe hierdurch zur öffentlichen ftcnutniö, daß sich der Han- de.smanu Heinrich R ü t , ch. Engeisgasse Nr. 18 dahier mohn- ha,t. bereu eriräri har. vom 1. r. 1918 ab, Knochen aller An innerhalb der Stadl Friedoerg ein ch tetzlich des ^radtreüsFauerbach zu sammeln und die e an die Haupr,ammeistelle dahier ab- zutteferu. Ais Sammeltage stnd zunächst der 1. und 2 . uno 15. und ltt. jeden Monats vorgesehen. Auf Grund der Verordnung über den Verkehr mit Knochen vom 13 4. 1916 und der Ausführungsverordnung hierzu vom 2 . 5. 1916 fordere ich hie.nur sämtliche Eeschä tsinhader uno Haushaltungsnorstanoe der Stadt aur Knochen aller An zu sammeln uno die.e an den vordezerchneien Tagen, gegen Zahlung des üblichen Prer es zur Abholung bereit zu stellen. Wer Knochen auch in kleinen Mengen sammelt und der nch- tigen Verarbeitung zuführt, erfüllt eine Pflicht gegen bas Vaterland. Friedderg. den 22. März 1918k Der Bürgermeister 2 B.: Damm. Eme noch guterhaltens ^mlcrpuiiipe zN verlausen dei August Kipp. Kelmnritmachimg «ber den Ucrkehr mit Kaffce-Grlatz. Auf Grund der Bekanntmachung des Vundesra s über die Errichtung von Preisprüfun' sstellen und die Der ornun sregelunq vom 25. Sep'ewber/4. November 1 * 15 (Reichsgesetzblatt Seite 607, 728) und der hienu erlaffenen Aus- fülrunnsbestimmungen Gr. Ministeriums des Innern vom 3. Januar 1.-18 über den Verkehr mir Kaffee-Ei atz wird für den Bezirk der Stadt Friedberg folgendes bestimmt: 1. Tie Abgabe des Kaffee-Ersatzes an die Verbraucher erfol't in sinn emätzer Anwendung der Best mmungen ü. er die ' Verbrauchsregelung der in die öffent- licheBewir.schaftung genommenen Nährmittel von 23. März 1917 durch besondere in Verbindung mit den jeweiligen Brottarten ausge, eb'nen Be ugsmarken. 2. Zuwiderhanolunzen gegen drese Vor chri,.en und die demgemäß erlassenen Anordnungen weiden gemäß § 17 Ar. 2 der Bekanntmachung des Bundesra s oom 26 . September/4. November 1015 (Reichsgesetzblatt Seite 607 , ^28) mit Gefangms bis -u 6 Monaten oder iwt Geldstrafe bis zu 15 0 Akark de,-rast. Außerdem tonnen Kleinhändler bei Zuwiderhandlungen ohne weiteres durch Bekanntgabe seitens des Kommunalverbandes von einer weiteren Be>ä Illing im Ver.r eb der Nährmittel bezw. des Kaffee-Ersatzes ausgeschloffen werden. 3. Diese Bekanntmachung tritt mit dem Tage der Verkündigung in Kraft. * ö Friedberg, den 27. Mär, 1918. Der Bürgermeister. I. V.: Damm. r Greichen Pieh Bernhard Schütz Verlobte Beie.iheim Friedberg-Fauerbach Ostern 1918 . J „Bratogan«-»E' Kchnnntmachnng. Bom 1. April 1018 an wird bei Benutzung von Schnell'ügen anstelle der bisherigen Ergämun zs'eMr in Höhe ron 100 vom Hundert des taiifmäßigen Fahrpreises die Ergänz ingsgebühr in der Meise erhoben, daß s) zu einer Schnellzugfahrkaite im Preise bis einschl. 5.30 Mk. (für Kinder 2.65 Äik.) eine besondere Ergänzungslar.e zu 3.00 Mk. (für Kinder 150 Mk. ^ * b) bei höheren Schnellzugfahrprei en: an Reisende in 1. Kl. zu einer Schnellzugfahrkarte 1. Kt. noch eine solche 2. Kl.. an Rel ende in 2. Kl. anstelle einer Schnellzuffahrtarte 2. Kl. eine solche 1. Kl.. an Reisende in 3. Kl. anstelle einer Schnellzugsahlkarte 3. Kl. eine solche 2. Kl. ausgegeben wird. Frankfurt (Main), den 28. Mär, 1918. 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Kiefern-Stiimme: 1 Stück !l. Kl. 2,54 Fstm. 6. Lörchen-Stämme: 1 Stück IV. Kl. 0.31 Fstm. 7. Weißtanne: 1 Stück IU. Kl. 0,78 Fstm.. 1 Stück Vb Kl. O, 34 Fm. 8. Derbstangen, Buche: 12 Stück I. Kl. 0,44 Fstm. 9. E-chcn-Posteu: 2,5 m lang 30 Rm. (Zu Gartenein- srredigung,. 10. 30 Rm. Eichen-Rundscheit. Z'n '-"ükunft vonnit^lgs 10 Uhr im Distrikt Steinern« Wand, Straße ocr-()lorstad.1—Altenstädt. Ri . Florstadt, den 27. März 1318. Gr. Bürgermeisterei Nieder-Floriiadt. S ch m i e g e l. Ccizt das rommepsaEtgut mit dem bewMirfen USPULUN Vernichtet die pilzlichen Schädlinge an Weizen. Hafer, Gerste Rüben* knäulcn. Bohnen. Erbsen und«;emüsesdniereien ^ö^iung der Erliäg? infolge Veröss3erong der Itia- and Irieökpat?. Reis lerüeizen l!ßz SaüLlil-iS. Bequeme Anwendung. — Püi Gemilsesäme- reien Handliche Spezialpackun?. FrliäÜlirh in Väi^sffaaK- and BuSlenstSbe! I . ß*K*M fc’SaBBMBBMnBHnBnaKna wmtmmmmm—mmm—mmmmamm. assmmamm Gsterfreude. Wir dürfen jubeln und frohlocken. Freilich gibt es genug in unserem Volk, die da meinen, in dieser Zeit millionenfachen Wehes könne man nur klagen und jammern. Aus dem tiefsten Weh der Geschichte aber erhebt sich der höchste Jubel: hinter dem Karfreitagsdunkek liegt Osterlicht, liegt Osterjubel. Der Tod ist ein mächtiger Herrscher. Das Leben aber ist größer als der Tod. Das Lelurn hat den Tod bezwungen. Das Leben konnte der Tod nicht litten. Die Jünger bezeugen cs am Osterfest. Und wirklich, wenn man einmal so nüchtern wie nur möglich sich zur Osteriatsache stellt, so kommt man nicht hinweg um die Tatsache des leeren Grabes. Immer wieder mutz man bekennen: das leere Grab ist eines der sichersten Tatsachen der Weltgeschichte. Die uns vorliegenden Berichte, z. V. der des Panlus 1. Korinther 15, ist - medergeschrieben, während viele Zeitgenossen Jesu, darunter manche aus dem engsten Apostelkreise, lebten. Oder hätten die Jünger sich in schnöder Heuchelei des Leichnams Jesu irgendwo entledigt? Auch dieser Ausweg der Wun- derschcu hat keine psychologische Wahrscheinlichkeit: niemand kann die tragende Kraft für ein opfervolles Leben aus einem bewußten Betrüge schöpfen. Der Jünger des Gekreuzigten harrte bei ihrem Zeugenleben nur Verfolgung und Tod. Die Krack zu einem solchen Leben kann man nicht aus einem niederen Betrug schöpfen, dessen Gegenstand der Leib des geliebten Meisters ist. Max Maurenbrecher, der doch wahrhaftig weit genug links steht, muß anerkennen, daß nicht erst in späterer Zeit den Jüngern der Osterglaube angedichtet worden ist, sondern alsbald nach dem Tode Jesu seinen Ursprung hat. Mau sinne doch nach iiber den Wandel in wenigen Jahren: dem Kreuz bleibt das verscheuchte Häuflein der Jünger durchweg fern, und wenig Jahre hernach ruft ein Mensch in höchster Todesnot, Stephanus, diesen Gekreuzigten und Lebendigen als einen einzigen Trost im Leben und im Sterbe, an! Als vor einigen Jahren eine schnellverrauschende Bewegung mit dem Schlagwort „Jesus hat nie gelebt durch die Lande zog, lautete die Gegenlosung einer großen Kundgebung im Berliner Zirkus Busch nicht „Jesus hat gelebt", sondern „Jesus lebt" und über ungezählte Gräber tönten die Posaunen tröstend: „Jesus lebt, mit ihm auch ich". Gewiß heißt es immer noch bei vielen: „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube", und Glaube läßt sich nicht erzwingen,' er ist die freieste Tat der Seele. Wer mit vorgefaßten Meinungen an das neue Testament herantritt und sagt: „Menschen können vom Tode nicht auserstehen. also ist Jesus nicht auferstanden", wird sich in den Osterglauben nimmer finden, hat aber der Voraussetzungslosigkeit entsagt. Die aber sich vorausschungslos der Lebenskraft Jesu erschließen, sind der OKerfreude voll. „O du fröhliche. o du selige, gnadenbringende Osterzeit". Daniel Falk hat seine Frcudenlic- der auf die drei großen christlichen Feste gesungen, als ihm die eigenen Kinder alle durch den Tod genommen waren. In seinem Herzen flutete ein Leben, stärker als der Tod seiner Liebsten — und die Flut hatte ihren Quell in Jesu Auferstehungs- leben. Die Kraft des Aufersrandenen stillt auch uuser Volk. Wer hätte gedacht, daß wir au der rveiten Ostfront würden Ostern iu Frieden feiern können? Osterglocken, soweit noch vorhanden, klingen mm an dieser Front von hüben und drüben friedlich in einander, und Ostferfriede waltet in weiten östlichen Gefilde«, soweit deutsches Schwert ihnen Ruhe und Ordnung gegeben hak. Osterfreude darf auch unter unseren Lesern walten. Rtchtz die äußeren Ereignisse des Lebens entscheiden über das Lebens, glück, sondern die innerste Seelcnkraft. Wohl dem, in dessen Seele ein Funke von Jelu Lebenskraft hinübersprang — wohl uns, wenn des Attferstandenen Siegesfahne auch unserem eigenen Leben voranzieht. Unermeßlich schweres lastet auf vielen Seelen. Aber dls Hebelkraft des Osterglaubens ist stärker, als das verschlossenst- Grab. Auf einem Friedhof Hannovers sah ich den GrabsteiS mit der Aufschrift „Dies Grab soll niemals geöffnet werden". Und ich sah auf dem Grab den Baum, bcffeu Trieb im Wachs- tum den Grabstein gehoben und damit das Grab geöffnet hatte. Leben ist stärker denn der Tod. Und das Leben des Anfersian« denen ist Liebe und Stärke, heiligende Liebe und sieaöaft« Stärke. x V. Reinhard M u m m, M. d. R. Die WeMchlacht. „Vater, ich rufe dich! Brüllend umwölkt mich der Dampf der Geschütze. Sprühend umzucken mich raffe!;,de Blitze, Lenker der Schlachten, ich rufe dich! Vater du, führe mich'" . (Th. Körner.) Von besonderer Seite schreibt man uns: Mit verhaltenem Atem lauscht der bewohnte Erdkreis nach der französisch-flandrischen Front vom Fels zum Meer. Seit dem 21. März, „Frühlingsanfang", ist die gewaltige Artillerre- fchlacht entbrannt, von Dünkirchen bis an die Schweizer Grenze, um jenes riesenhafte Ringen eiuMleiiLir, für das uns Vorstellung und Namen noch fehlen, das spätere Geschlechter vielleicht die „Weltschlacht" nennen, weil es uns, wie wir es heute erhof. fen, die militärische Entscheidung des Weltkrieges brachte und dazu verhalf, ihn zum Ende zu zwingen. Zu dem Ende deut- scher Ehre und deutschen Sieges! ..Unsere Ehre ist verpfändet; deutsche Brüder, löst sie ein," singt de: Held und Dichter der Freiheitskriege, nachdem er von dem „Frevel fremder Knechts* geklagt hat; von der Schande und der Schmach, die im Grau der Rächte hinter uns liegen. Ist dem so? Liegt die Tücke und Unehre, die eine halbe Welt unter angelsächsischer Führung gegen uns ersann, zerschmettert am Boden und ist der „Frevel fremder Knechte" vernichtet? Es war an; Morgen des 12. Mai 1818, vor dem Gefecht bei Dannenberg, als Körner dieses fein flammendes „Bundeslied vor der Schlacht" dichtete: also drei Monate vor seinem Heldentode -und mehr als fünf Monat« noch vor dem großen Völlersiege von Leipzig, den er in ahnender Seele, mit felsenfest-gläubigem Vertrauen in die gerechte Sache seines Volkes voraussah. Auch wir Laben den Sieg noch nicht, dem wir dennoch vertrauen als einer unumstößlichen Gewißheit: „Wir wollen als freie Männer bestehen und de?' Bund mit den, Blute besiegeln!" Unsere Ehre ist aber nicht nur darum verpfändet, weil sir militärisch engagiert ist und unsere großen Feldherren im Begriffe stehen, das zu krönen, was sie an unsterblichen Taten schon im bisherigen Kriegslaufe geleistet. Auch nicht nur des. halb, weil die Verruchtheit der feindlich.',, Regierungen ein neues, entsetzliches Blutbad erzwingt und dieses neue Blut von Hunderttaufenden deutschen Stammes Rache und Sühne erheischt und ebensowenig umsonst vergossen fein darf, wie dasjenige der ihnen im Heldentod: Voraufqcß'angenen. Wohl sind das Bindungen von höchster Heiligkeit, Ehrenverpflichtungen von so hohem Graue Gefahren, Roman ans der Gegenwart von M. Gontard. Schuck. Nachdruck verooten. ©tna hatte die and/ en bereits gefüttert und stand nun am Bett des Engländers. Sorgsam flößte sie ihn, etwas kräftige Brühe ein. Doch nur wenige Löffel konnte sie ihn, reichen, dann fiel sein Kopf zur Seite. Sie beugte sich über ihn. Schlief er oder war er bewußtlos? Nein, er schlief. Grübelnd betrachtete Regina das schmale, braune Gesicht mit der scharfen Nase. Wo hatte sie diese Züge schon gesehen? — Aber es blieb keine Zeit, lange ihren Gedanken nach- zuhängen. Von Zimmer zu Zimmer, von Bett zu Bett musste sie erlen, um Hilfe und Labung zu bringen. Jmnier aber verfolgte sie der Gedanke an den jungen Engländer. Wo hatte sie ihn nur schm, gesehen? Zuletzt schüttelte sie unzufrieden mit sich selbst den Kopf. „Was geht mich eigentlich der Mann au? Nicht inehr als jeder andere,.der hier liegt. Und gesehen habe ich ihn sicher noch nicht Denn wo sollte ich mit einem englischen Osti-ier zllsammengtztrosseu sein?" Als sie spät abend noch einmal.durch alle Zimmer ging, blieb sie trotzdem wieder einige Minuten an dem Bett de? Engländers stehen itnb betrachtete prüfend sein Gesicht. Er schien große Schmerzen zu haben. Das Gesicht nxir qualvoll lerzerrt, doch- kein Laut kam über die schmerzlich vermaeneu Lippen. Mit linder Hand strich ihn, Regina- über die feuchte Stirn. „Ist es. sehr schlimm?" fragte sie leise. „Ich werde Ihnen eine Einspritzung geben, damit Sie schlafen." Er schien sie verstanden zu haben, denn ein dankbarer Blick" traf sic. Als sie ihm die Einspritzung gemacht hatte, blieb sie noch einige Minuten stehen. Sie richtete das Kissen und zog ihm die Decke zurecht. — Das betäubende Gift begann zn wirken. Wohlig streckten sich die Glieder, und zum ersten Male sah der Verwundete voll zu der jungen Pflegerin auf. Ein Lächeln huschte fiir eine Sekunde um die schmalen Lippen. „Ich danke Ihnen!" sagte er leise. — Und nun wußte Regina endlich, woher sie das Gesicht schon kannte. Sie sah sich plötzlich in London, in dem glänzenden alten Palast der Donglas, an der Seite von Helens Bruder Archibald. Sah am oberen Ende der Tafel Alfred Werkheiu, an der Seite einer anderen, an der Seite seines bräutlichen Weibes. Are Stirn zog sich finster zusammen. Nun wußte fie endlich, wer der Verwundete war. Ihre Gedanken flogen hinüber über* den Kanal nach Downingstreet. Dort, wo Sir Edward Douglas herrschte. Nun mußte auch er die Blutfteuer zahlen in diesem Kriege, den er hätte verhindern können. Und das war gut so! Ehe sie sich zur Nrche begab, klopfte sie in, Vorübergehen an Doktor Littmanns Türe. „Darf ictz einen Augenblick eintreten, Doktor? ' „Bitte. Gräfin!" „Meinen Sie wirklich daß der Engländer drüben • — dem ich übrigens eben eine Einspritzung gegeben habe - n.icht wieder hochkommt?" „Ich fürchte, nein! Tie Beine wollten wir wohl wieder kriegen, aber die Unterleibsverletzung —Er zuckte die Schultern. „Aber warum fragen Sie, Gräfin?" „Ich babe eben die Entdeckung gen,acht, daß ich den Herrn kenne." „Was Sie sagen! Und wer ist es?" „Sie lverden sich wundern! Was ineinen Sie wvbb cs ist der Sohn unseres grimmigsten Widersachers. Es ist Archibald Douglas!" Der Stabsarzt sprang ans. „Heil Was Sie Lagen) Da haben sie ja einen guten Fang gemacht, davorne. Natürlich werden sie es nicht wissen, den er wird ihnen nicht gesagt haben, wer er ist. Hat er Sie erkannt?" „Nein. Er bat mich nur einmal gesehen, damals beö der Hochzeit in London — Sie wissen, der Sohn meines Vormundes, Alfred von Werkheim, bat Sir Edward Douglas' Tochter geheiratet. Ich war ans der Hochzeit und hatte Archibald Douglas zum Brautführer. Aber jetzt in der Pfleger? an ent rächt wird mich der junge Herr schwerlich erkennen." „Da? ist ja ganz ausgezeichnet! Das wollen .,h deck» sofort melden. Sie wissen es doch bestimmt, Gräfin, daß er es ist?" Sie nickte bekräftigend nrit den, Kopse. „-Ohne MM Zweifel." „Ich werde noch beute die Meldung abschicken. Da? ift ja ganz ausgezeichnet! Unter Umständen kann uns das sehr von Nutzen sein, wenn es den Herrschaften etwa einfüllen sollte, unsere Leute schlecht zu behandeln. Also Sir Edwarde Sohn? Sehr gut? Hat er noch mehr Söhne?" „Nein, nur diesen einen." „Nur diesen einen. So, hm, na, desto härter wird es ihn treffen. Aber das gibt der Sack>e ein ganz anderes Gesicht. Jetzt möchte ich doch wünschen, daß das Wunder ge- scbähe und wir ihn durchbrächten. Nicht etrva aus Mitleid mit dein edlen Sir da drüben, o nein! Aber Sir EdlvardK lebender Sobn ist uns mehr wert als der tote. Meinen Sie nichL auch?" Fortsetzung solat. Ernste, wie noch kein Volk und keine Regierung sie überkam. Aber daneben gibt es noch etwas, das die Auslosung der verpfändeten deutschen Ehre unvollständig und unbefriedigend machen würde, wenn wir es nicht als unabänderlichen Preis unsres Steges ins Auge faßten und als unantastbare Dorans- fetzsng unserer Einwilligung in den Friedensschlutz forderten. Das ist die Vergeltung des „Frevels fremder Knechte", die politische Sühne für die Deutschland und seiner Wettstellvng an- ' gesonnene Schmach und Erniedrigung; eine Sühne, die erst dann erreicht und wirklich durchgescht sein wird, wenn der deutsche Machtbereich in der Heimat und Liber See mit den höchsten Mitteln und mit erdenklich-realen Unterpfändern unzerstörbar gesichert ist. Wir wollen durch die Mäßigkeit unserer Jorderun- den die Lüge ausräumen, als erstrebten wir die Alleinherrschaft ln der Welt oder eine Art Suprematie über Großbritannien. Aber auch mit der lügen- und krankhaften Vorstellung, sls sei Deutschland nicht gleichberechtigt und nicht ebenbürtig unter allen Kulturvölkern der Erde, wollen wir ein Ende machen indem wir nuerbittlich harte Forderungen stellen und erzwingen; Forderungen, die trotzdem nur scheinbar „hart" sind, weil sie in Wirtlichkeit niemals das entgelten oder „wieder gut 'machen" können, was uns feindliche Niedertracht und angelsächsisches Verbrechertum angetan haben. f Das ist es, was uns die Weltfchlacht erbringen muß, die Zu dieser Stunde draußen an einer Flammenlinie von fünfhun- ^ert Kilometern Millionen und aber Millionen der europäischen Kulturvölker in fürchterlichem Anprall aufeinanderstoßen läßt' »In der nächsten Stunden Schoße liegt das Schicksal einer Welt Änd es Zittern schon die Lose und der ehrne Würfel fällt!" Freilich in die Lände der Hände der Heerführer kann nur die militärische Auslösung der verpfändeten, deutschen Ehre gelegt sein Alles andere, das, was wir dis Kritische Sühne nannten, also die eigentliche Ausnützung des Waffensteges zur dauernden Umfriedigung von Deutschlands Ehre, Größe und Sicherheit auf ein Jahrhundert voller Arbeitslosen und Wohlfahrt. - dieses andere liegt in den Händen der heimischen Leitung. Und man kennt daheim das anmaßende britische Wort. England gewinne tn jedem sern-er Feldzüge immer nur eine Schlacht, dies aber fei die letzte? Oder ein Mettes, zur Lage vielleicht besser paffendes Bonmot eines englischen Hirnes: Großbritannien erleide im Velde zwar häufige und böse Niederlagen; dafür aber gewinne es regelmäßig den Krieg selbst. Man ersieht hieraus, wie England von vornherein damit rechnet, durch die Feder, d. h. durch die me ubertroftene Hinterhältigkeit seiner Politik, durch Verrat und Heimtücke zu „reiten", was das eigene Schwert ihm verdarb. Vor dieser unabsehbaren Gefahr stehen auch wir in dem Augenblick, m welchem die Weltschlachi im Westen zu deutschen Gunsten entschieden sein und es sich darum handeln wird, unter welchen Bedingungen dem Briten der erbetene Waffenstillstand bewilligt werden kann. Denn daß dieser Waffenstillstand (der ! . ^"Uland l ß nur bei gleichzeitigem Abbruch des Tauchboot- rrieges einen Sinn haben würde) sogleich die glatte Unterwerfung unter alle irgendwie lebenswichtigen Einzelheiten unserer ^rwdensforderungen und außerdem die genügenden, realen Sicherheiten für die Einhaltung der Abmachungen enthalten mußte, braucht nicht erst gesagt zu werden. Wohbaber sollte es immer wieder gesagt und in die Hirne auch der Schildbürger vom 19. Juli 1917 unverdroffen eingehämmert werden, daß England trotz einer etwaigen Katastrophe in Flandern die „letzte Schlacht 4 bezw. den Feldzug als solchen doch gewonnen hätte und wir trotz allen Siegeslobeers, trotz ungezählter Toter und 150 Milliarden Kriegsschulden, realpolitisch doch die Unterlegenen, d!e „zweiten Sieger" blieben, ließen wir den „Vampyr der Nationen" mit einem blauen Auge und halbwegs mit demjenigen europäischen und überseeischen Machtbestande aus dem Kriege herauskommen, mit dem er ihn vom Zaune gebrochen hat. Denn dieses Maß ron Macht hat der Brite zu dem verbrecherischsten aller ferner Raubkriege ruchlos mißbraucht, unsere Macht war unzurerchend. um das wildeste Blutbad der Menschengeschichte zu hindern, darum ist die verpfändete, deutsche Ehre ohne den entsprechenden deutschen Machlzuwachs auf britische Kosten nicht auszulösen, noch retn zu halten! „Mein Herr und Gott, nun ruf ich doch. Daß du dem Kampf zugegen seist! Durch Schwertes Sieg ein Urteil sprich. Das Trug und Wahrheit klar erweist!" ' schlagen. Reben den vielen und schweren Kämpfen in diesem Knege ist besonders der Anmarsch der Deutschen im August 1914 zu erwähnen. Hier besiegte die deutsch^ rechte Flügel- arm ee v. Klnck aus dem Vormarsch von der Sambre her ein englisch^französischeS Heer und eröffnete sich so den Zugang nach Paris. Von St. Quentin, also zwischen Cambrai und La Fe re ist demnach die französische Hauptstadt am schnellsten zu erreichen. Der deutsche Stoß richtet sich folglich gegen das Herz Frankreichs und hat dort eingesetzt, wo Franzosen und Engländer die Kette schließen. Schon im März ist. die Nattir in der Gegend um St. Quentin roeit vorgeschritten. Um Ostern pflegt das erste Grün sich immer schon an Baum und Strauch zu zeigen. Di? weiten Getreidefelder find seit zwei Jahren größtenteils unbestellt und von zahlreick-en Gräben durchzogen, von Granaten durchwrihlt. Dör-fer und Städte gibt es auf dieser Linie nicht mehr. Alles ist namentlich seit Sommer letzten Jahres zusammengeschossen. Ruinen blicken ins Weite, bewuchert sind fast alle Mandrreste früherer Ansiedlungen, früherer Gehöfte und Dörfer. Die Wälder, die früher hier herrliche Zierde der Landschaft waren, sind durch den Krieg zu Boden gelegt. Selten noch erhebt sich ein einsamer Baum. Um die Jetzzeit ist der Boden bereits trocken und befahrbar, aber wer die zerwübl- Icn Straßen, die aufgewühlten Felder geschen hat, kann sich trotzdem ein Bild davon machen, wie schwer unseren Trup pen trotzdem der Angriff hier geworden sein muß und -oe!ck> unsäglichen Hindernisse sie überwinden mußten, um in di, feindlichen Linien zu gelangen. Zwischen Cambrai and in Fere. Von einem guten Kenner des Schlachtfeldes um St Cuenün wird uns geschrieben: Die Offensive hat begonnen und der Heeresbericht läßt erkennen, daß auf dem l-lal- durchtrankten Schlachtfelde zwilchen Camörai und La Feie der erste Vorstoß gemacht wurde. Hier hat aljo die On-m° ßve ihre ersten Erfolge gezeitigt, hier, wo schon so viel und °o blutig gekämpft und gerungen wurde. Tie Front von Eam° I>ra, bis La Fere mißt etwa 50—60 Kilometer, ihren Mittel- »:unkt bildet die völlig verwüstete Stadt St. Quentin Es ist NN fruchtbarer Landstrich, der jetzt das letzte und eat- scbeidende Ringen trägt. Er liegt 100 bis 150 Meter über tern Meere und galt schon immer als das große Einfalltor ton Norden her in das nordtranzöstsche Becken. Begrenzt durch Ardennen einerseits und der Schwelle des Artois ans der anderen Seite, war diese Front auch von den F-an- zolen rechtzeitig als Emtollior erkannt. Deshalb wurde 5?' Ö “, tnta Gefestigt und La Fere als Festung auSgodaut. ? . I,e 3 en h'er die Bahnen, die durch die französischen Kriegs- „ndLsfenstrvorbereitnngen noch beträchtlich vermehrt ''"b- Früher snhren hier die Eisenbahnen aus Flandern und Vrabant, von Ostende—Lille, Holland und Brüssel hin- “ n * dw deutsche Linie Köln-Namur ging hier nach Pans. ^n Lt. Quentin trafen alle Wege und Bahnen zu- ammen, von dort ging die Strecke über «a Fere weiter. Es also nicht, daß schon in früheren Kriegen dieses «ampfseld «,ne große Rolle Urteile. Spanier, Niederländer «rnfllonber und Deutsche haben vom 16. Jahrhundert an bis H,,m l«>3 hier gegen die Franzosen gestanden, und «wrrnche Schlacht«, wurden im Kriege 1870/71 Hier g» Was ist W a h r h s i t? ‘i'ümfäm und Völker dürfte« nach ihr, juchen ihr strahlendes Licht, wo Zweifel sie bedrücken, und stärken den Glauben an ihrer Kraft» Dis WahrheU fordert den Mut von ihren Düngern, drsDmge ?n sehen, wis sie wirklich sind, und sie belohnt diesen Mut, indem sie f a rechtem Lu« und tzaudsln anleitet. *3n diesem Kriege kämpfen die Zginda gegen uns Mit denWaftsy der Lüge. Wir aber führen die Mächtige Waffe der Wahrheit, die uns den Lieg bringe« wird. Der gerechte Kampf ift auf Leiten unjeres Volkes, das durchdrungen ist von der Wahrheit ferner Lache. Aar so sind die Arejenauftreuguugen, anch die Ergebnisse der Kriegsanleihen, ;u erklären. Roch ist der Lieg der Wahrheit nicht vollständig. Deutsches Volk, sorge mit der neuen Kriegs-Anleihe, daß der Lag derWahrheit unausbleiblich komme-». Irland. Englands Sorgen wachsen. Die Not des U-Bootkrleges lastet schwer auf dem Lande — der Hunger geht um. Und von neuem reckt sich das irische Problem empor, drohender noch als vor zwei Jahren, da auf der grünen Insel die Republik aus- gerufen wurde. Zwar haben damals Maschinengewehre und Schifssgeschütze die Freiheitsbewegung gewaltsam und blutig erstickt, aber der Funke fraß unter der Asche weiter. Wieder scheint die Zeit nahe zu sein, wo aus Klimmender Glut die erste Stichflamme aufschießt, deren Wirkung heute in der unheilschwangeren Atmosphäre der murrenden Unzufriedenheit unabsehbar ist. In den beiden Häusern des englischen Parlaments spricht man in lebhaften Debatten über Irland. Die britische Regierung verhaftet Führer der Sinnfeiner. French ist in Irland, um die Ruhe wieder herzustellen. Die irischen Mitglieder des Unterhauses stellen der Regierung ein Ultimatum, das Homerule-Gesetz für Irland bis Ende Mai einzuführen, widrigenfalls sie zur schärfsten Opposition übergehen würden. Das alles find Zeichen, daß die irische Frage erneut in ein kritisches Stadium getreten ist und daß schwerwiegende Ereignisse sich vorbereiten. Der Geist des ermordeten Sir Roger Casement ist nicht zur Ruhe gekommen! — Die Debatten im britischen Parlament, namentlich die Angriffe im Oberhaus auf die Jrenpclttik der Regierung, zeigen, daß auf der grünen Insel wieder Hochspannung herrscht. Der unbezähmbare Freiheitsdrang des solange geknechteten und mißhandelten Volkes droht die englischen Feffeln zu sprengen. Bisher hat England dort stets mit den schärfsten Mitteln alle Gelüste nach Freiheit und Selbständigkeit unterdrückt, — die irische Geschichte ist mlt Blut geschrieben. Auch heute, wo England angeblich für das Recht der unterdrückten und kleinen Nationalitäten das Schwert führt, würde es trotzdem kaum Bedenken tragen, die Iren auf die alte Weife zur Vernunft zu bringen. Aber für England liegen die Verhäliniffe augenblicklich sehr ungünstig. Ls kann die Aufgabe nicht so ohne weiteres mit blutiger Unterdrückung lösen und dem Lord French und seiner Politik der harten Faust freien Spielraum laffen. Das irische Problem ist nämlich keine rein englische Angelegenheit mehr. Auch der große Verbündete jenseits des Ozeans hat ein beunruhigendes starkes Jnteresie an dem Schicksal des gepeinigten Landes, denn die im November tn den Vereinigten Staaten VorzuNehmeuden Kongreßwahlen verlangen von allen Pari-i-n die größte Rücksicht auf die lehr zahlreichen ameritm ntjchen ^r-n und ihre Wim,che. Selbst Wilfan lönute sich eines Tages aus diesem ©umie veranlaßt jehen, in der irischen Am gelegenhei» in London mehr oder minder deutliche Borstellanqe z» erheben. Gut Wetter in Washington ist aber jetzt für Ena land eine Lebensfrage. Die britische Regierung befindet sich daher in einer neiüe beneidenswerten Lage, und die Harle Krittk im Parlament nit£ bte Forderung nach durchgreifenden Ordnungsrnaßregeln, die jedoch heute nicht nach der üblichen Methode durchgeführt werden können, erschweren sie noch mehr. Die offene Feindschaft Irlands macht sich für England aber euch noch in anderer Hinsicht schmerzlichst geltend, denn die Iren treiben passive Resistenz in der Nahrungsmittellteferung und in dcr Gestellung von Mensen für den Krieg und die Kriegsarbeit. Und niemand ist da zum Vermitteln, nachdem John Redmond, der auf den Ausgleich bedachte Jrenführer. vor kurzem versterben ist. Die Geister, die es rief, wird England jetzt selbst nicht los. Das Schlagwort vom Selbstbestimmungsrccht der Völker, mit dem die Entente ihre Eroberungsziele zu verhüllen trachtete, hat in Irland feine Wirkung nicht verfehlt und neue Loffi ungen und neue Kräfte auferstehen laffen. Und offen oder versteckt, g hött die Sympathie der ganzen nichtenglrschen Welt jenem tapferen Jnselvotte, das durch kein Mittel englischer Brutalität in seinem Glauben an seine Freiheit und in seinem Kampfe für seine Selbständigkeit wankend gemacht werden konnte. Die irische Frage ist. mag England sich dagegen auch noch so heftig wehren, zu einer internationalen Frage geworden, deren Löiung auch zu den Aufgaben der künftigen Friedenskonferenz gehört. Der Endsieg der Mittelmächte. Die „N. Zürcher Nachrichten" werten die deutschen Erfolge im Westen wie folgt: Die Einleitungsschlacht zur großen Offensive im Weste« ist beendet. Sie hat ihren Abschluß mit einem glänzenden Siege der Deutschen, unterstützt von der glorreichen österreichisch-ungarischen Artillerie, gefunden. Deutsche Truppenführung und Truppen haben sich wieder so überlegen gezeigt wie nur je. Bereits haben nun auch die Armeegruppen des deutschen Kronprinzen siegreich in den Riesenkampf eingegriffen, der schlagende Beweis, daß Ne Armeen des Kronprinzen Rupprecht von Bayern die ihnen gestellte Anfangsausgabe restlos erfüllt haben. Und schon find die Anzeichen da. daß auch die Armeen von Eallwitz und Herzog Albrccht von Württemberg in den nächsten Tagen vorstürmen Die bisherige Entwicklung der „großen Schlacht in Frankreich" läßt die Hoffnung zu, daß sie nun doch zur abschließenden Entscheidungs. schlacht im Weltkrieg werden wird. „Paris steht im deutschen Feuer", dies besagt viel. Die Tage Clemenceaus find gezählt. Und jene von Lloyd George wahrscheinlich auch. Doch das ist das Problem einer folgenden Woche. Jetzt stellt Hindenburg den Zeiger der Weltgeschichte. Er deutet auf den großen und durchschlagenden Endsieg der Mittelmächte, der der Sieg der- Wahrheit und Gerechtigkeit ist. Kirchliche Uachrichtcrr. . Ostersonntag, 31. März 1918. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 9% Uhr: Herr Direktor Schoell. Mitwirv kung der Chorschule. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst. Herr Pfarrer D i e b l. Nachmittags 5 Uhr: Herr Pfarrer Kleberger. Beicht» für die Konfirmationsgemernde. Abends 8% Uhr: Herr Pfarre: Ritter. Kollekte für die Stadtkirche. Ostermontag. 1. April 1918. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 9 % Uhr: Herr Pfarrer Kleberger. Mil« Wirkung des Kirchengesangvereins. Konfirmation der Knabe« Hl. Abendmahl. Mittags 2 Uhr: Herr Pfarrer Kleberger. Schlußfeier^ Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9 Uhr: Herr Kandidat Berger. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Konfir» mandinnen. Herr P'arrer R i t t e r. Kollekte für die Stadtkirche Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach. 1. Oster fejertag. 10 Uhr' Gottesdienst. 1 Uhr Prüfung der Konfirmanden. Anschließend Beichte» 2. Osterseiertag. 10 Uhr: Konsirmationvfeier. Anschließend Feier des Abendmahls. # Katholische Gemeinde. Hohes Oster-Fest: Sonntag, 31. März 1918. B'.ichtfelegenhett am Samstag von 4 Uhr an und Scnm tag früh von 8 Uhr. Vtl Uhr: Frühmesse. 8 Uhr- Militärgottesdienst (Singmeffe mit Predlgtf. 1410 Uhr: Feierliches Hochamt mit Segen und Predigt ^ Nachmittags J43 Uhr: Feierliche Vesper. BeichtgelegenheH bis 4 Uhr nnd wieder von 6 Uhr an. 2. Feiertag: Montag, de» L April 1918* Belchtgelegenhcit von 6 Uhr atu W Uhr: Frühmesse. 8 Uhr: HI. Messe. >Z41V Uhr Hochamt mit Cege«. Nachmittags 2% Uhr: Ostcrandacht mH Segen:. Nach dem Hochamh Ausgabe von Büchern aus der Boi mäus-Bücherei,. »' " ‘