Die .l'ene Canesreitung" exidjcmt ,eden Werllar. Regelmäßige Beilagen ..Ser Dauer an« Hellen". „die Hpinnllube". Semgspveis: Be. den Poitanstalten vieneUührUch ML 2 4 S hinzu tritt noch das Bestellgeld; fei den Center monatlich 85 Big. einschließlich Traqerloim. Anzeigen: Grundcelie 2b Big.. loiale 20 i>ig^ Anzergen von auswans oetoen durch Dornachna^me erhoben. EciüUunosor, ^riedbera. Schriklleituna und derlax ^ciedbera l.5esisn). ^anaiiertraqe 12. -^eru vre t,?! ich Dr t, ,ek-5r rrs Itc. li,r en Pioniergerät und Material werden alle Straßenzerstörungen schnell wieder hergestellt. In Doziere- wurde neben wohkgefüllten Werkstätten viel rollendes Material erbeutet, darunter allein 20 Feldbabnlokomotiven. Imnier wieder werden überall die schweren blutigen Verluste der Enalän- der festgestellt. Bei Noyon grenzen die khokibraunen Engländer- an die hellblauen französischen L-ichenfelder. Das Commeta? ist ein englischer Kirchhof. In einer Mulde bei Clery lag ei» völlig zusammengeschosienes Artillerieregiment mit 40 Geschützen • Eine französische Meldung über die e ^ Niederlage. Laut der ..Zürcher Post" vercffer Nicht Havas unter dem 26. März folgende Note aus Paris' Die Engländer widerstehen heldenmütig dem ungeheuren Drucke der deutschen Divisionen, weichen aber Schritt für Schritt zurück auf dem von den Deutschen im März des Vorjahres geräumten Abschnitte, der nur vorgeschobene Stellungen ohne großen takiischcn Wert enthält. In vollkommen geordnetem Rückzüge gewannen sie die erste große natiirl'che Stellung der Linie Vopanme-Pcronne-Somme- lauf, hinter welchem Ablchnitt sie sich weiter auf vorbereitete Linien zurückzvziehen beginnen. Es ist zu erwarten, daß der erste Akt der Schlacht, nämlich der Rückzug auf die vorher gewählten und ausgebauten Verteidigungsstellen sich vollständig entwickeln muß. bevor d'- zweite Spannung der Gegenwirkung beginnen kann. Der vorübergehende Rückzug ist infolge der furchtbaren Gewalt des deutschen Artillerieseucr -unvermeidlich geworden und wird nicht ohne beträchtliche Verluste an Mannschaften. Gerät und Gelände vor sich gehen. Doch ist es eine Er- fahrung dieses Krieges, daß der erste Akt auf das Endergebnis der Schlacht keinen Einfluß hat. Havas Neinlaut. Bern. 27. März. Der Grundion der heutigen Havasnote ist dumpf. Daran ändern auch die üblichen Phrasen von dem de- wunderungswürdigen Widerstande der englischen Truppen, di« Auffrischung früherer Erfolge und die Herabminderung der von den Deutschen erzielten Fortschritte nichts. In der Havasnot« ist neu. daß die nach der Gegend von Noyon am 23. März beför. derten Truppen meist auf Lastkraftwagen herangeführt wurden, eine erneute Anwendung der seinerzeit von Gallieni während der Marneschlacht gebrauchten Methode, lieber die Stärke der zur Ablösung der Engländer in aller Eile herangeführten französisch-amerikanischen Reserven bietet die Havasnote keinen Anhaltspunkt. % Die tapferen Hessen. Darmstadt, 27. März. (WTB. Nichtamtlich.) Tie „Tarmstädter Zeitung" veröffentlicht folgenden Telegramm» Wechsel zwisclien Seiner Majestät dem Kaiser und dem G.otz» herzog von Hessen: , Großherzog von Hessen. Königliche Hoheit, Darmstadt. Ans dem Gefechtsfelde wurde Mir gemeldet, daß die Truppen der 25. Division in diesen Tagen wiederum Bor- treffliches geleistet und zu den schönen Erfolgen hervor« MSe«F MgekMZe-ft Mm. ' Ich freue MU Die MW «M &iktt m können. Mit vieles Grütze» »Ufici« Seiner Majestät dem Deutschen KaLfeff -~vr^ Großes Hauptquartier. <_/ Ich bin Dir von ganzem Herzen dankbar für Deine Worte und stolz. daß meine Division Anteil haben durfte «n den gewaltigen Erfolgen, die unsere unvergleichlichen Heere unter Deiner Führung soeben errungen haben. Ich werß, mit welcher Begeisterung meine Hessen es verlieh- men werden, wenn ich ihnen diese lobende Anerkennung .alsbald mitteile. Unsere aüertreuesten Wünsche sind mit Drr und unseren Waffen. f Ernst Ludwig, Der Grohherroq an keine Hessen. Darmstadt, 27. März.lWTB. Nichtamtlich.) Der Groß, rcnag bat an die großherzoglich hessische Division folgendes Telegramm gerichtet: 26. Infanterie-Division. Soeben telegraphiert mir Seine Majestät der Kaiser daß die Division wiederum hervorragende Taten vollbracht hat in der großen Schlacht, deren Verlauf wir alle dankbar und stolz in atemloser Spannung verfolgen. Gott fei werter mit Euch. Ernst Ludwig. Der rrsts Schlaft. Ueber 30 060 gefangene Engländer, über 600 Geschütze «nsere erste Beute, das Ergebnis unseres ersten Schlages. Als !n den markigen Worten ..In breiten Abschnitten der Westfront ist heure früh die Artillerieschlacht imt voller Wucht entbrannt" unser Heeresbericht am 21. März 1918 dre Spannung über die ^ am * hbeT ' "wir schaffen's. wir kommen durch? Diese Zuversicht reckte jede deutsche Brust. Seien wir stolz. Deutsche zu sein? Wir haben einer Welt von Feinden stand^hLlten. wir haben einem feindlichen Massenaufgebot von Kämpfern und Krieosgerat siegreich widerstanden, haben den Engländer niederoekämpft in der Flandernschlacht. von der er die Befreiung Belgiens. die Befreiung des Meeres von unsren U-Booten erhoffe, haben gleichzeitig im Osten die russischen Waffen nirdergerungen. den Frieden an der Ostfront erstritten. Nunmehr ist der schrlichste Wunsch unserer braven tapferen Wöstkampfer. den Stellungstampf gegen den Engländer mit dem A.rgr.ff zu vertäuen, in Erfüllung gegangen. Jahrelang yaden sie englisclxn Granaten standhalten muffen, beute ist die Stunde gekommen, tu der sie losstücmen können, um den frevent- lichen Friedensverwrioerer zum Frieden zu zwingen Den Kkteqsverlanaerern gilt der Angriff, gilt unsere Offensive. Wenn deutsche Truppen angreifen, machen sie ganze Arbeit. In einer Frontbreite von 80 Kilometern zwischen Arras und La F^re holten wir zum Änariff aus. Während die Engländer Wochen, ja Monate hindurch den flandrischen Boden obtrom- meln mußten, bevor sie es wagten, die Infanterie zum Angriff vorzuschicken, hat unsere Führung eine Artillerievorbereitung von wenigen Stunden für ausreichend gehalten. Unsere Sol. dat^n wisien. daß der Angriff große Anforderungen an ihren Mut. an ihre Tapferkeit, an ihre Ausdauer stellt. Die eigene Tapferkeit treibt sie geoen den Feind, nicht die Hoffnung kampflos die feindlichen Stellungen in Besitz zu nehmen. Der erste Schlag ist gelungen. Truppen der Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht und des deutschen Kronrinzen teilen sich in den Erfolg des ersten aro'en Waf-enganges. Die Höhen nördlich und nordwestlich ran Eroisilles find erstürmt, zwischen Fontaine les Eroisilles und Moeuvres sind die Dörfer Vaulx- Vraucourt und Morchies genommen. Zwischen Gonnelieu und **««*«* s*t*n**ö 8**« ftlndlübr» eieOtms« di. Hotz«, «Blich mm HeudccourL und Vtllers-Faucon erobert. Im Tale des Cologne- Baches fiel Roifel R«v Marguaixe nach hartem Kampf in unsere Hand- Die Höhen von Epehy wurden von Norden und Süden umfaßt der Feind mußte sie uns überlasten. Ueber Demicourl. Fle^uieres und Ribecourt folgen wir den englischen Heeren, welche angesichts unserer Erfolge ihre Stellungen im Bogen südwestlich von Cambrai raumen mußten. Korps der Heeres- gruppe Deutscher Kronprinz drangen nach Crkämpfung der Hohen von Savn und Roupy in die dritte feindliche Stellung ecn. Iagerbataillone haben den Uebergang über die Oise er« zwungen. der Feind ist über den Lrozat-Kanal nach Westen za, rückgeworfen. Peronne, Ham, Noyon und Roye sind in unserer Hand. ' Französische und amerikanische Reserven sind den Engländern zur Hilfe geeilt, sie haben die Lage nicht reiten können, un- sere tapferen Truppen sind mit Engländern. Franzosen und Ame- rlkanera fertig geworden, haben sie unter schwersten Verlusten ru die Flucht geschlagen. Der Stellungskampf gebt in den Bewegungskampf über. Wrr erinnern uns wieder der ereignisreichen Tage im August 1914, der ungestüme Vorwärtsdrang unserer Truppen ist der gleiche geblieben, die langen Krtegsjahre haben ihn nicht ge. lahmt. ° Operationen schreiten erfolgreich vorwärts. Die Eng, lander muffen, ob sie wollen oder nicht, ihre Niederlage einae- stehen. Der englist!)? Heeresbericht vom 23. März meldet' Unser Verteidigungssystcm westlich St, Quentin ist durchbrochen, unsere Truppen ziehen sich in guter Ordnung zurück, um neue Stellung» weiter westlich vorzubereiten." Lttdendorff ist nt ricWn. Köln. 27. März. Der Kriegsberichterstatter der ..Kölnischen Dolkszeitung" Kasch berichtet. Es rst tief in der Nacht. In seinem mäßi^ großen ÄLbeitsraume steht General Ludendorf» hoch ausgerichtet. Er spricht zu uns: „Drei Tage der größten Schlacht liegen hinter uns " Rur .wenige Worte waren es. die er zwischen Weisungen an die Heerführer gebest konnte. ..Der Verlauf der Schlacht vollzieht sich genau, wie es erdacht und erhofft war Der Engländer verwendet kehr geschickt das Maschinengewehr. Er v5iut zum Beispiel unterirdische Gänge nach vorniiegenden Trichtern. die er mit Maschinengewehren besetzt. Unsere Infanterie nahm diese überall im Gelände zerstreuten Maschinengewehre mrt dem gleichen ungestümen Sturm ohne jede artilleristische Vorbereitung Die LeisU-ng der Infanterie ist gar nicht hoch genug zu werten. Ma, vergesse nicht, die stürmenden Truppen hatten vier bis fünf Tage fast ohne Nachtruhe hinter sich und wurden bei den Kampftagen nicht einmal, sondern xmal ein. gefetzt. Und warum gelang es unseren Leuten, den Feind von unserem Lande fernzuhalten? Weil wir vor dem Kriege stets Mlf eine Rüstung drangen, die den allernotwendigsten Anforderungen genügen konnte Dabei mi-ffen wir auch bleiben. Aeudern dies dre Menschen, dann wird sich dis» auch ändern. Aber die Menschen müssen anfangen, anders zu werden." ^rr Koller nn den Reichstag. ^ Auf die Depesche des Ersten Vizepräsidenten des Rr'icb?« .ages ^r. Vaasche an den Kaiser ist folgende Antwort eingegangen: Für die Mir übersandten Glückwünsche des Reickks- tayes sage Ich Meinen wärmsten Tank. Tie Taten d^r Armee, welche in den letzten Tagen geleistet worden sind reiben sich würdig an die glänzendsten Wafsenerfo'ae aes. Krieges. Vorbereitung. Führung und die Energie der Triwpen haben mit Gottes Hilfe Englands Heeres,nacht si^ver erschüttert. Täglich geht es trotz zähen Wider- Grane Gefahren. Roman aus der Gegenwart von M. Gvntard . Schuch * Nn>or.-ck ver orcn. „• 51 « a,< »' «'«- *»» neu “4 »*> roeröcn r» sich schön wundern. wenn wir ch-n w ed-r kommen und ansgeflickt fein wollen. Ab- tnt farni litten mit zerbrochener Brille.- „ "f“ ü 7 ntir'ä übrigens nicht geschafft' fünft weis 7777 dM'le hinzu. „To haben wir gleich den Be- macht ^ine^ 7 » 7^chwindigkeit bei den „nter'eern macht, h weinte Aufgabe für unsere Herren Jngenftnre.- eden"^ 7 77^Ewrt. Herr Ingenieur?" rief Mittler den, Za ^ antretenden Herrn zu. „Machen Sie sich ma- an SÄffl beran damit wir wie die Ichnellstee. 2H Knoten fahren können." r am R? * ! diesem Kriege bat nnkgre Neberraiwuna^er7 . ^bu'de» Wwn manckie unangenehm: be l /c^Tb^ Utttemkt> ’ ^ e§ &d b""-. immer bei ,„r 5 e md,t Wache hatte, such L,_ . 2 f."* ® ,t,| c r seine Koje ans. und We^k- yj" i'°"d allein in, Turm. Er öffnete die kleine wnsser ichweiien"^ dl-cke über die weite Wasjirwüsl- „ni. weißlich grauer Dunst aus dem Meere e,ni00n Sünden das Lg7" g sttrn aufsneg. Und dort lag die Heimat. ^ange bohrten sich seine Blicke in die Ferne. Tie ^ „n.; r. ^77,7^7 Di« m d« Gewr-g-neu W ött ^"egsmaterial unermeßlich. Mächt,^ 7s! 777^ 7 0lf ' s> 6c!onbcl '* leine erwählten Bertr^ü 77- f r ° 6 ! ier Selftlm 0 cn erneut das fette Der-' trauen schöpfen, daß da« deutsche Schwert uns den ,'friede, h>, !7 7 Ö 7 e Cä erfeimen ' d°b es jetzt heißt, auch rn der Helmat mit gespannter Ausdauer den Siegeswillen zu zeigen, dann wird der kommende Weltfrieden dun«' deutsche Kraft gesicherter sein wie bisher. Dazu heit, mrs Gott» ' , " ^ - • Wilhelm l. R, Das nene Vielengefchnst. Essen o. b. R.. 27. März. (WTB. Nichtamtlich.) Herr Krupp von Bohlen-Halbach hat von Kaiser Wilhelm nach- stehende^. Telegramm erl-alten: Ihr neues Geschütz hat mit der Beschießung ro, Paris ans weit über 100 Kilometer Entfernung seine Probe glanzend bestanden. Sie haben mit der fertig, stellung des Geschützes der Geschichte des Hauses Krupp ein neues Ruhmesblatt hinzugefügt. Ich speeckie Ihnen und allen Ihren Mitarbeitern Meinen Kaiserlick»en Toirk für diese Leistung deutschen Wissens und deutscher Aroert aus. W i l h e l m l. 8. Verliißk an Nl,)rgr,i!!!'!,'Mk'ir. Der englische Marinemlnlster Sir Erik Geddes erklärte k» einer geheimen Beratung von Lchiffcchrtsachverständigen. da- 0 E bntkschen Werften mit dem Bau von neuen Handelsschiffe» beschäftigt sind, um die durch den feindlichen Unterseebootkriea und den Minenkrieg verursachten Verluste auszugleichen Di« englische Admiralität habe erkannt, daß der Bau von Kriegs, sthrffen einstweilen zurückstehen müffe vor der Schiffsraumfraae. dre von der -größten Wichtigkeit fei. Aus den näheren Erklärun. gen Srr Erik Geddes geht hervor, daß die englische Flotte groß« Verluste an Patrouillenschiffen erlitetn hat. Die bedeutendste» Ver.uste während des ganzen Krieges hatte sie im letzten Vier, teltahr 1917. Im Januar und Februar dieses Jahre» mußte, allem 31 Schiffe als verloren bezeichnet werden. Die englisch« Admiralttät erhofft einstweilen Ersatz durch die amerikanisch» flotte. Es sind auch Verhandlungen mit anderen Staaten im Gange, und man erwartet, daß durch die Ueberlaffung der nött. gen Patrouillenschiffe der Vau dieser Schiffsgarrung in England noch einig« Zeit eusgefetzt werden kann. Ls pik in linnlan- tinD in drr I!fera : nr. Stockholm, 27. März. „Aftonblabet" melbet: I, toteren vor Abo wurden die Inseln Hontskaer und Na m t;c.n Noten Gardisten gesäubeit und 500 Rote gefongen oe» uommen. H Nach einer Meldung aus Wasa stehen Mannerheim» Dnwven »nniittelbar nördlich vor Tammerfors Petersburg, 26. Mörz. (WB.) Meldung der Peters 6l 7f7 ^ l \ ?I f ,c,|ltlrr - P»n dm finnischen Iront meldet de, 77. 777 " &< ' rbe: Unlrre Truppen nahmen neue Stellungen an der Front rammersfors-T-awakluk. Bei Bioneborg gehen die Kämpte weiter. & Aus der Ukraine. Petersburg, 26. Mörz. (WB.) Meldung der Peter,, biiraer Tet.-Agentur. Aus Charkow wird gemeldet- Di« Anhänger der Rada in Kiew und die Dentschen ließen d--n Bal.nlwf Boroiba, wo die Streitkräste des ukrainiscl>-n Sow- ,ets zusammengezogen sind, zur Seite liegen. Der Balmbof von Znamenka und der von Kremenschug sind in die Hände XX. Schon feit fünf Wochen war Regina von Wangcnhe'm lm Etappengebiet als Pflegerin tätig. 'hl ruhiges, sicheres Wesen hatte sie sich rasch die Achtung „nd Wertl.bätzung der Aerzte und Pfleger, mit denen sie zusammen arbeitete, erworben. Nicht jede der jungen Damen, die dem ersten stammen- den Drange nachgegebe» und sich als Pflegerinnen geme'de: tzai.en. war auch, wirklich brauchbar. Gerade hier kennte man tagen: Viele sind berufen, aber wenige aiiserwakilt. — Regina stand am Fenster des Schnlhauses in A. in dem das Lazarett emnerlchtet war. an dem sie wirkte. Mit ernsten sinnenden Augen sah sie in die Ferne. Ein trüber naßkalter Winteniwrgen zog heraus. Tie armen Bc7 mundeten, die sich auf dem Wege zum Lazarett bekanden taten Neama leid. Das Lazarett war jetzt fast leer. Vorgestern hatte man sehr mele Venvundete weiter befördert. Alles was n.rr irgendwie d,e Fahrt vertragen konnte, wurde nach dem In- lano abfteschsben. Es mußte Platz gemacht werden. Der heftige Kanonen, donner. der seit Tagen die Luft erschütterte. ließ vermuten daß neue Zufuhr kam. — Gestern war ein arbeitsreicher Tag gewesen. A?bei'7"^"' ® etten &t ' ilci)en - alles reinigen. Ja, es gab Nachdenklich fuhr sich Regina über die Stirn. Ja h man konnte viel, wenn man nur wollte. Wer die junge Gräfin sah. glaubte wohl kaum, daß dies dasselbe ausgelassene junge Ding war. das Alfred von Werk- beim damals a,.' dem Wirtschastshofe von Tanneuberg ent- gegengetreten war. " Sie fefnen um Jahre gealtert. - A..oe»7 W i b l rH ’™ aD bei S-kmecksichen. da, die jungen der» «" JjL ben S< ^ e " a°ich°ut- tauerte noch imawr aus ..Wie g„«. daß unsere Heimat von diesen enlled.'!ck,e« t reueln verlckwnt geblieben ist." murmelte sie. „Wir ffo. nen ~ unseren tapferen Leuten gar nicht dankbar genug Sie wandte sich, um ins Innere zu gehen. „Nun. Schwester Regina." rief ihr ein langer, schlanker Herr mit narbendurchsurchtem Gesicht zu. ..Sie können woh, ‘' p 3-nt nicht mehr erwarten, bis neue Arbeit komm»? u-pma mich nicht alles täuscht, so kel»e ich dort vorn hfien eimpe Wagen. Sie fahren so langsam, das ist stche, wa» hfr uns." Es war her Leiter des Etlwpenltzzc,retts. Oberstabsarzl -er Reserve Doktor Littmann. In Fnebenszeiten Haupt- arzt emes großen Krankenhauses und sehr geiuchter Ehrrnng. In langsamer Fahrt kamen zwei Wagen twrgefahren. „D" lagen sie nun in Stroh gebettet, die armen zer. o 77 . 7 """"- aller Schmerzen Festigkeit und Zuversicht auf drn blassen Gesichtern. Nun gab es Arbeit! Ans Stunden hinaus mußte gewaschen, verbimben tml gefuttert merken. Ach. und sie w^ren so dankbar, die tapferen Helden. Wer zu schwach zum Neden war. hatte immer n>.ch em Lächeln, einen dankbaren Blick, lind a.rch Regina *anb (rotj der E'ke und trotz der vielen Arbeit für jeden ein liebe- Wort, für alle ein ermunterndes, tröstende« Lächeln. — Im zweiten Zimmer links lag zwisck>en zwei B<,. v Brentano danll dem Vorredner für sein »bjekttres Urteil Abg. v He l m ol t (Bbd ) schließt sich dem an und wünscht nur. daß sich die Rcg>eru,.g ebenso überzeugen lasse. Abg Eißr-t»rr (Soz.) stellt fest, daß man aus den Ausführungen des Vertrerers der Landwirtschaft entnehmen 'onne, doß ine vorgeschriebene Zahl der Eier wohl abgeliesert werden tonnt, daß man es aber aus Aerger über die unterschiedliche Behvndlunq in Lessen und Preußen unterlasse. (Widerspruch.) Abg Fenchel lBbd ): Daran liegt es nicht, sondern an dem Vre,? und au dem Mangel des Füllers. Abg. B r e i d e n b a ch (Dbd.) me,nt. es sc! ein großer Irr. tum. anzunehmen, daß die Hühner noch so gut wie im Frieden regten. Abg. Ulrich (Soz.) tritt für die Schaffung einer Reichsordnung ein. Landesökonomierat Müller stallt fest, daß er unbelehr- fett fel. Bb 0 . Adelung (Soz.) meint, daß. wenn die Zahl der ab- -ulieferndcn Crer herabgesetzt würde, va» Soll ebensowenig erreicht werde» würde. Die Erste Kammer wurde um %12 Uhr durch den Zweiten Präsidenten Fürsten zu Leiningen mit einer Ansprache eröffnet, in der er de, guten Erfolge unserer tapferen Truppen im Westen gedachte. Dann wird der Hauptooranschlag beraten und gibt hierzu zunächst der Finanzmmister Dr. Decker eine Reihe von Erläuterungen, aus denen die günstige Entwicklung unserer Fi. nanzverhältnisse hervorgeht. Er fordert vor allem daran fest, zuhalten, daß wir uns gegen die r-om Reich kommenden Der. suche, in die direkten Steuerverhältnisie einzugreifen. mit aller Energie wehren müssen. Er wird in seinen Ausführungen von dem Mitglied« Grafen Stollberg-Roßla unterstützt. Bei Kap. 12 berichtet im Namen des Finanzausschusses Geh. Kommerzienrat Strecker über den Antrag Reh betr die Steuerfreiheit der Teuerungszulagen für die Beamten und for. dert Ablehnung. Geh. Kirchenrat Dr. Krüger tritt in war. men Morten für die Steuerfreiheit ein. doch ersucht Finanz, minister Dr Becker, dem Finanzausschuß zu folgen, worauf der Antrag entgegen dem Beschluß der Zweiten Kammer Ablehnung findet. Die weiteren Kapitel des Hauplvcranfchlage» werden darauf ohne wesentlich« Debatte nach den Beschlüsse« der Zwecken Kammer erledigt. Dann wir) die eigentliche Tagesordnung beraten und finden die sämtlichen Punkte nach den Beschlüssen des anderen Hauses Erledigung, worauf sich fei» Haus bis auf wettere» vertagt. Kelftlche pondtanswnhlcn. Grünberg i. Oberhessen. 27. März. Bei der heutigen Ersatzwahl zur zweiten hessischen Kammer, die im Zeichen de» Burgiricdens stand, wurde Prof. Dr. Werner (Deutsch-soz.) gewählt. Gernsheim.Pfungstadt. Bei der Landtagswahl, die kampflos ftatifand. wurde Dr. D e h l i n g e r - Weilerhos (Bauernbund) gewählt. Bad-Nauheim - Butzbach. Dem gestrigen Wahl, ergebnisse ist noch dste Gemeinde Rödgen beizufügen. Dort erhielten: Diehl (Bbd) 11. Witttg (Soz) 10. Vogt (Rat!) 4 and Strecker IFreis.) 4 Stimmen. Das Ergebnis in Butzbach wurde gestern falsch angegeben. Dort erhielt der Sozialdemokrat nicht 172 sondern nur 62 Stimmen, die Gesamtzahl der sozial, demokratischen Stimmen vermindert sich deshalb auf 3 25 Stimmen. Bürgermeister Dich! (Bauernbund), der in Griedel nicht 70 sondern 77 Stimmen erhielt, brachte es auf 105»9. Dr. Schröder (Ztr.) 602. Vogt (Natl.) 527, Strecker Freist) 310 Stimmen. Wahlkreis D i 1 b e 1 - Altenstadt. In Kleinkar- ben erhielt Neu mann (Soz.) 22. Schaub (Unabh. Soz) 104. in Niedererlenboch 31 bezw. 37. Großkarden 51 bezw. 34, Heldenbergen 86 bezw 30. M a f s e n h e i m 48 bezw 2 Stimmen. Mit Ausnahme der Orte Kloppenheim. Rodenbach und Oberau, deren Ergebnisse noch nicht bekannt sind, erhielt Neumann 1025 und Schaub 609 Stimmen. Neumann ,ft mithin gewählt: er verdankt seine Wahl dem Eintreten der bür» gerlrchen Wähler für ihn derrn die Arbeiter, die nach Frankfurt fahren, haben in den meisten Gemeinden für Schaub gestimmt. U«m Felde der Ehre. Friedberg. Dem Geometer Adolf von der Heid, in einer Reserve Pionier-Kompagnie, wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinb-e das Eiserne Kreuz verliehen. Nieder-Nosbach. Musketier Georg Stengel, welcher im Wösten im Felde steht, erhielt die Thüringische Verdienstmedaille Das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferketlsmedoille erhielt er schon früher. — Musketier Karl Stengel wurde zum Gefreiten befördert. Nieder Flcrstadt. Dem Dizefeldwebel Wilhelm Lehr. Sohn des Landwirts Heinrich Wilhelm Lehr von hier, wurde als dritte Kriegsauszeichnung da» Hessische Kriegschrenzeiche« in Eisen verliehen. Gegenwärtig steht « auf dem westliche« Kriegsschanplatz. > n- - ,-r Ans dev Heimat. Feankreich und Jtülia, l England und Amerika: (Pfund und Dollars noch in Masse Und erfüllt vom Deutschenhasse) Wollen wir den Kampf besteh'« Und am Schluß nickt untergeh'n» Muß° ne Höhe ohnegleichen Unf've Krtegsanleih' erreichen- Beamtenvereinigung. Dre GründungsversammkuwA der Beamtenvereinigung bedeutet für deren Entwicklung und Arbeit einen verheißungsvollen Anfang. Gegen 80 Herren warerv als Vertreter der verschiedenen Beamtengruppen der Einladung des vorbereitenden Ausschusses gefolgt. Dieser hatte die Leitung des Abends dem Vorsitzenden des Lehrer- Vereines, Lehrer Koch, übertragen. Nach einer kurzen Begrüßung erfolgte eine Darlegung der Notwendigkeit, Ziele und Aufgaben lokaler Beamtenverbände. Für die Ltadt Friedberg sind die Verhältnisse derartrg, daß einer wbetts- fahigen Beamtenorgunisation besondere Bedeutung z„gemessen werden darf. Die großen Reichs- und Landesver- bände der deutschen Beamtengrrrppen sind gegründet worden amtentums zu steuern und um in wichtigen Fragen des Beamtentums zu steueru und um in wichtigen Fragen des Be- amtenrechtes eine zeitgemäße Lösung herbeizuführen. Das erfolgreiche Auftreten andrer großer Verufsorganiiationerr hat hier vorbildlich und ermutigend gewirkt. Die Friedberger Beamtenvereinigung stellt ein Gewicht von mehrere» Hundert Stimmen zur Stadtrats- und Landtagswahl dar und darf daher von den Vertretern der Stapt in beide» Parlamenten erwarten, daß sie wohlerwogene und berechtigt« Wunsche der hiesigen Beamtensckpft nickst unbeachtet lassen Die neugefchaffene Organisation steht nickst im Dienste einer Partei: sie will parteipolltisch eine durckiaus neutrale Stst. lung wahren. Es wird ihre vornehmste Aufgabe kein, alle von ibr zu behandelnden Fragen nickt nur vom Beamten- mteresse aus zu sehen. Die wirtsck)astliche Förderung und Hebung aller V^rufsgruppen liegt ihr am Herzen. Ja', fi» möchte in der Lösung aller wichtigen Fragen ruirtfdyiftiidOet. fokaler und geistiger Art eine führende Gruppe zum Besten unseres Gemeinwesens werden. Besonders mit dem gewerbetreibenden Mittelstände unserer Stadt möchte sie eng- Fühlung wahren. Sie denkt nicht an Gründungen, welche hier wirtschaftlich trennend wirken könnten, sondern will eigenes Glück und Gedeihen innig mit der Hebung des Ge- samtwohles verbinden. So will die Beamtenvereinigung nicht besondere Wege gehen, sondern nur solck^e Maßnahmen ergreifen, welche sich aus dem Gesichtspunkte einer gefunden Aufwärtsentwicklung unserer Stadt als notwendig erweisen. Die Beamtenschaft möchte für sich aber auch das Mrtz ron Führung. Einfluß und Mitbestimmung gewahrt s-ben. da- ibr nach Zahl und sozialer und kultureller Bedeuttmq zu- kommt. Die Versammlung bekannte sich einmütig zu diesen Grundsätzen und zur Gründung einer lokalen Beamten- Vereinigung. Die vorbereiteten Satzungen wurden mit geringen Aenderungen angenommen. Der geschäftsfii hrer.de Ausschuß setzt sich aus 16 Mitgliedern zusammen. Bei der Wahl dos engeren Darstandes wurde Lehrer Koch zum eisten Vorsitzenden und Bahnmeister Kiefer zum Stellvertreter gewählt. Stadtassistent Völker und Ober- pastaffistent Ccharmann wurden mit dem Amte de« ersten lind zweiten Schriftführers betraut. Zum Rechner wlirde Bürovorsteher Schütz bestimmt Mt Worten de- Dankes und der Hoffnung schloß der Vorsitzende die Versammlung. Kirchliche Nachrichten. Karfreitag: 29. Marz 1918. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittaas 9* Uhr. Herr Pfarrer Kirberg er. Mit. Wirkung der Ehorfchule. Feier des bl. Abendmahls. Nachmittags 5 Uhr: Musikalische Feier des Kirchengesang- Vereins. Abends 8VS Uhr: Herr Direktor Sckoell. Gotteedirnst im Stadtteil Fauerbach. Karfrettag: 29. Marz 1918. 10 Uhr- Gottesdienst. Anschließend Beichte und Feler der hl. Abendmahls. * % # Katholische Gemeinde. Karfreitag. 29. Marz 1918. 9 Uhr: Gottesdienst mit Faftenpredigt. Abends 8 Uhr: Andacht. Karjamstag. 30. Marz 1918. Beginn der hl. Wethen 7 Uhr. Hochamt >L9 Uhr 21 2)as Feldheer braucht ^ SP dringend Hafer, Heu 33 Al und Stroh! lg SP Landwirte kelsl Dem Heere, ig Verantwortlich für den po-itilcben und lokalen leil: Ctt* Hirfchel. Fiiedberg: für den Anzeigentett. M Kenner. Friedberg« Truck und Verlag der »Reue» LageS-cUuns^ A- <9k Kriedbera L K 6faft jeder besonderen Anzeige. H-'ute Mond 8 Uhr entschlief sanft unser lieber treusorgender Gatte, Vater Sohn GfimVn«: r Schwager, Onkel, Neffe und Vetter ' " ' ^w.egerfo.in, »ach langem, schwerem Leiden im Alter von 30 Jahren. Cräfl. Leiningen'scher Gutspächter Llbcnftadt, den 27. März 1918. Adele Fritzei Heinrich Fauerbach Verlobte trausrnden Hmteröllebenen 2. d. N.: (§mma geb. Schuch. Xie Deerdlgung findet statt: Am Karfreitag, den 29. März, nachmittags 2 Uhr. Ober Ecchbach im März 1918. Okarben J Keknnntmachuug. Sn den Geschäften von Fr. Michel > Fr. Hilbrecht Wwe. W. Mab re Und noch ManLZIralLD voEIg. Auf jeden Abschnitt..1'" der Brotkarte wird 1 Käse itttm Preise von 25 Psg. ob^c^cbctL FrLedberg- den 27. März 1918. Der stellvertretende Bür^ermenter (städt. Lebensmittel-Ausschun) — _ S. 31 .: Langsdorf. Himim-ÄMigmiiljs. Wegen Ausgabe der Landwirtschaft und des Fuhrwesens laste ich ° J Dienstag, den 2. Avril s0sterrrrarkt), vormittags IO Uijt anfangend im „Iunkernhof" in Ufingen eine größere Anzahl landwirtichaftliche Maschinen, Wagen „nd tderatirka ten, fow-e Kutschwagen, Kutsch- nnd Ackeraefchirre össentlich meistbietend versteinern. 4«. liiilir Wwc. _ Ufingen. Zur Konfirmation empfiehlt Bücher und Kunstmappen j Buchhandlung Friedr. Strecksutz ! Friedberg i. H. ? r Eine grolle Auswahl unb wirklich preiswerte Sachen finden sie in unserer Emp ehle mich den geehrten Damen im Cnjtcrcu, Ondulieren n. Maniküre. ^ Margarete Nickel, Friedberg, Frankfurterstraste 12 . ^eüattnimuchrrug. Crmstag. den 30. März 1918 Brotkartenausgabe. Bezirk I« Aktes Postgebäude I. Stock. Nr. 1—200 von ty, 5 *—V-" Uhr .201-400 .. 401-000 „ V 8 10-V'U " „ 601 u. höher „ 7 2 U--lJ ” Bezirk III. Schule in Fauerbach. fix» 1—150 von 8—0 Uhr „ 161 ».höher.. 9-10 Bezirk M. Museums ebiiudr, ^nrpffr. 18 . -^r. 1—200 von 8—9 Uhr , 2"!-350 9-0 .. 351-5 0 .. 10-11 ^ 501—645 .. 11-12 „ Bezirk III a. Alte» Po lgebä 'de I. Stock. Nr. 646—850 von '/./) Uhr .. ^51—1050 „ ;' .. 1051-1250 „v 2 10-v;u" 1251 ».höher .. vorstehende Zeiteinteilung ist genau einzuhalten. Hau>s^