Nummer 72 t , , _ Dienstag, den 2 «. M orr 1918 11 . Iayrgaug. Die ^L'eue Tayesreitung" erjchemt erttag. Regelmäßige Beilagen „Der Kauer aus Hessen". „Die Hpinnssuve". Ke?ugspreis: Bei den Voitanftalten otenelfätirlirf) m 2.40 hinzu tritt noch das Bestellgeld; t'et de er monatlich 85 Psg. einschließlich Tragsrlohn. Au?eigen: Grundzeile 25 Pfg.. totale 20 Btg^ Anzeigen von auswons oerden ourch Bo tnachnadmO erhoben. E Schrift! eitnrrg und Derlag Friedberq (Hessen), ^anaueritraße 12. Fermprecher 43. Valtj heck- Lanka Nr. 4359. l nr fl dar Signal nicht erwartete, so waren in Anbe- tracht des beliebten Sonntagsspazierganges die Boulevards stark bevölkert In den ersten Morgenstunden besuchten Uemenceoi! und Albert Favre die Orte, wo die Geschosse ein- SuZtcTvM iu amte " Me ^ WnÖ ftwa * eB &en Das stille Paris. ** ^ Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" berichtet: Nus Pari- wird gemeldet, daß die kürzest« Entfernung der Front dis Paris mehr als 100 Kilometer betrage. Lyoner Blätter melden aus Paris: Paris hat am 23. März La Sn*"# V r 5 ':' Ci,i nad> geglrchen. Wäbrend des fast achrstundrgen Bombardements aus den vbantastilib^n deutschen Riesengeschützen war die französische Hauptstadt stun- denlang wie ausgestorben. Schon um 7 y, Uhr morgens erjdnlt- totfe eine gewaltige Detonation die Luft. Bis 2 Uhr nachmit- L 5 cfn ™ ^i-g-rangriff. während man n dk/S '^'UM vor einem Rätsel stand, bis man mltien in der -tadt Stucke einer Eranathülfe gefunden hatte, die keinen Zweifel mehr liefen, daß es sich NM ein Bombardmnent aus : te “ t,dictt Rtefengefchiitz handelt. Um 3 Uhr erschien dann ^^cksministeriums. den die Abendpreffe in den 'm'l 111 '' me ''"3-hener diese Ueberrafchung L b französische Regierung war. beweist die Tatsache aast am Samstag um ,0 Uh, früh e.n amtlicher Bericht Lb e nen Fli - gerangnfs auf Par.s ins Ausland telegraphiert wurde S dem ersten Alarm non Freiiag Rocht Urschte in denParser Die^Pa iier^R-La" ^.'""^-trieben die größte Verwirrung. 2)re Pariser Restaurants waren am 23 . Man satt aänrlk^ WoV'n. Die großen Warenhäuser wie Loüpre knd Prinwmps 0-ßen um 8 Uhr wieder di, Rolladen herunte. Di/schuMn- der. Angestellten und Beamten iliiü'teten schleunigst in die Keller. Der Verkauf in de» Markthallen hörte auf Die NäNili^ Ausschüsse setzten ihre Beratungen tm Kell« ÄJS Et» nach l Uhr getraute sich dt- Beoölkerung wieder aus den K-ll-ru heraus. Um K5 Uhr ertönten Sirenen a„ Zeichen dL t S ' ° bn “ m 9 Uf)r b- 1 °"n der Alarm non ba '^ llc « er -n der Umgebung oon Paris gemel- . ' « *" ®** Erpreßzüg« nach dem Süden sind von fliichtru- d-n Reichen der Pariser Familien überfüllt. ^ De» Um»» K' »Srffc Set Jftrffer hat dem Generalobersten io«» tzkess«« dem ersten Kommandanten des Großen Hauptquartier,' und dem Admiral von Müller, den, Chef des Marine-' kobinett». mn 24. Mär, 1218 den Orden Ponr le mdiite ver- ?kr liaiffr über &*> (frubrnni? MMWg. M°rz. tWIB. Amtlich.» Seine Mafesta. 'der «alser sandte oon dem Schlachtfeld der grosen Schlacht in Frank, »etch dar folgende Telegramm an Ihr« Majeftüt die «ast.r-n- Eraßes Hauptquartier. La. Marz 1918. 11 Uhr vormittags. Ihrer Majestät der Kaiserin. Berlin. Bellevue »ear^en ® 0 P“«n Vormarsch auf Albert. Di« Somme erhalb Peron« ist an vielen Stellen überschritten. Der Gell! der Truppen ist frisch wre am ersten Tage. Ueber 48 000 Eesan- geheure Beswn^" M ^"d° °°'l Maschinengewehre», „n. ed-ure Beilande an Muntrion und Verpfleg,i„g. ähnlich wie »ach -er Isonzojchlacht in Italien. Gott raü uns. Wilhelm. siM'chmbln m tiivtzkndvrq itiid h. ZTm , s rX J P ilr o (S P'Die.Handschreiben £i„s* o M ‘ ? fln,fct dem Geireralfoidmanckvll von H-ndenburg und dem General Ludendorsf die ih„e„ au; «nlaß der großen Schlacht in Frankreich überreichten AuS- zelckg!urigen oerleiht, staben folgenden Wortlaut: Lieber Feldmarsck-all! in J? t ^} ** roßten Schlacht der Weltgeschichte ist in dreien drei Tagen ein grotzSr Teil des englischen Heeres aus fernen Stellungen geworfen und oon unseren Helden- wutrgen Truppen geschlagen worden. Ihre hohe rciebCr auf glänzendste b!> ®“ r * n ®“a von Belle-Alliance erhielt der Feld^ marfchall Fürst B'ücher das besonders für ist» gestifiete Gisrrne Kreuz mit goldenen Strahlen. Dieses nur eim dochste Lrdenszeichen Ihnen heute zu ner- »lt Mir eine ganz besondere Herzensfreude Mit boZ ZTZ iBa ‘ n ' anbe wc-tz Ich Mich eins, daß diele 1 - -e Auszeulwung niemanden mehr gebührt als ^Xbnen -em auch heule wieder alle deutschen Herzen in DaV^r. teil Verehrung und Vertrauen entgegenschlagen. Ihr dankbarer König Wilhelm Ii Großes Hauplsuartier, 24. März J918, An den Generalfeldmarschall von Bencckendorfs und Hrndenburg, Chef des Generalstabes des Feldheeres. • $a§ Handschreiben an General Ludcndorff lautet: Mein lieber General Ludendorss, Die unvergleichlichen herrlichen Erfolge welche viisere **«* ä' ... ^ eer otrungen haben, sind ein glänzendes genani? ußter Arbeit die Lrö« m ^ ^ dl-'e Siege gesch-affen haben. In dank- tmrer Anerkennung Ihrer hohen, dem Voterlande erneut m treuester, selbstloser Hingabe geleisteten Dienste verleihe wt 5reuie Sos ® roBtrcuä *• Ar daukbarer König Wilhelm L. Großes Hauptquartier, 24. März 1918 . ber Sntantetie und Ersten General- Hluarkrermerster Ludendorff. Wie war» 1917 vek Cambrai? am ^ 'kangciie. Der Sonderberichterstatter der ..Morning. post schrieb über den Anfangserfolg: „Der heutig- Tag wird durch das bisherige Ergebnis zu einem weltgeschichtlichen Er. c.an.s gestempelt". Der amtliche englisch. Berich, sagt«, daß -- schwer stg die Bedeutung des Sieges zu übertreiben. Der „Daily ^elegraph nannte die Ereignisse vom 20. November ..die höchst sensationelle dramatische Episode des Jahres". Der Daily Chronic,." stellte den Zusammenbruch der L,°s.isch7n Vetteidi- »ung Hindenburgs fest, auch sei da- Ansehen des englischen Heeres erhöht und die Befreiung Frankreichs beschleunigt wor- d-n. Die Glocken von St. Paul verkündeten der Welt dos wich, ige Ereignis. Daß der englische Anfangserfolg bereits ansongs Dezember IN eine entscheidend« Niederlage verwandelt wurde lst bekannt. An der Bewertung des damaligen englischen Erfolges durch die engllschen amtlichen Berichte kann die Bedeutung des nunmehr emgetretenen deutschen Stoßes festgestellt werden, der auf e.ner Frontbreite von achtzig Kilometern angefefft war, schon am er,ten Tage zwei englische Armeen ihr stark ausgebautes vTk rf a u ‘ be ' lnt > inner I> 24 Stunden IG 000 Gefangene und t »telben, die die Türken wieder nahmen, wobei eine Menge Munition und zahlreiche Beute in die Harid des Sregers fielen. wird. Eirre formelle Urkunde Über die Snerkemmn« wird de« «Lmrdesrat noch zngehen." ^ ^ w ff 1 in ^ ntroort genannte Beschluß des liLiwifchen Lan- desrats vom 11 . Dezember lautet wie folgt: »Der litauische Landesrat. von den Litauern des In- unL Auslandes als einzige bevollmächtigte Vertretung des litau. rschen Volkes anerkannt, proklamiert auf Grund des aner. kannten Selbstbesiimmungsrechtes der Völker und des Be- fchluffes der in Wilna vom 18. bis 23. September 1917 haltenen litauischen Konferenz die Wiederherstellung eine« unabhang.gen litauischen Staates mit det Hauptstadt Wiln« und eine Abtrennung von allen staatl-chen Verbindungen, dre mit anderen Völkern bestanden haben. ^ * ber Aufrichtung dieses Staates und zur Wahrneb- mnng seiner Jnteresien bei den Friedensverhandlnngen Z Z I‘ bet S' n i e T! Z Sd, "' § lmb b,c SiIf< des Deutschen f Z ^"belrach! der Lebesisintcr-ssen .Litauens und tu dem Wunsche, die al-boldlge Wiederherstellung dauernder tvm 5Um D-utwen Reiche zu erlangen. tl >v 6r Z onS *® tat fllt cm ewiges, festes Bundesverhälini, des litauisckien Staates mit dem Deutschen Reiche ein, da» stln« Verwirklichung happisäcklich in einer Militär- und -in-r x^^^^nvention und einer Zoll, und Msinzgemeinschast Die Abordnung wird sich nnnmehr nach Litauen zurück. «itzutet'leZ ^ndsleute» dar Ergebnis ihrer Sevdnn, Es« drgttitrg ^gnchbsot im Kalm non Irrrol. „ . 25. März. (WB.) Hovas. Ein denti-hes »intersoeboot von 4000 Donnen trat tm Hasen von Ferro, e '", E>"'MmsÄ-s Kriegsschiff wurde ihm entgegengemndi. lmt ,roci 11 Zentimeter-Kanonen bei tu dt. Der Kowtan forderte dringend Einfahrt in den Hwen. weil dcrs Unterseeboot bei einem mit drei Sd>jtfen ausgefocbtenen Kampf schwer beschädigt worden sei. Dre Besatzung bestand aus 30 Mann. Me Fragt da japaniichta Jatrrvkatan. 25. März. Reuter. „Daily Mail" berichtet aus Tokio: Mtnrsterpräsident Terauchi sagte in Beantwortung einer InLerpellatlon: Dre Regierung denke nicht an eine Intervention * \ Anwesenheit zahlreicher Kriegsgefangenen bilde kerne Drohung für Japan. Mit der Kraft der Kriegs, gesangenen brauche man nicht zu rechnen. Oileichzeitig meldet Reuter aus London: Trotz den politischen Konflikten, die ivahischeinlich im Rücktritt des (japanischen) Ka- brnetts rhren Grpselpunkt rreichen werden, bestehen deutliche Unzeichen dafür, daß Japan sich für eine Intervention in Sibi. rren vorbereitet, nachdem es zunächst den russischen Lokalbehör. den eine Darlegung der japanischen Ziele gegeben hat. Mit dkm ' Rfich ritiik! r>kr!;iuidkn! Berlin, 23. März. sWTB. Amilich.) Eine Abordnung de- litanisch-n Landesrates ist heute beim Herrn Reickskanzler er- sth'enen. um in, Namen des litauischen Staates die Anerkennung des litauischen Staates von der deutschen Negierung zu erbitten. Der Abordnung ist vom Herrn Reichskanzler folgende Antwort erteilt worden. ..Im Namen und auf Befehl Seiner Majestät des Kaisers als des völkerrechtlichen Vertreter» des Deutschen Reiches habe lch Ihnep folgendes zu erklären: Nachdem der litauische Landesrat als die anerkannte Ver- irctung des litauischen Volkes am 11. Dezember 1917 die Wieder- errichtung Litauens als eines unabhängigen, mit dem Deutschen Reiche durch ein ewiges, festes Bundesoerhältnis und durch Konventionen, vornehmlich auf dem Gebiete des Militärs, de» Verkehrs, des Zolls und des Münzwesens, verbundenen Staate» verkündet und bei der Wiedererrichtung dieses Staate den Schutz und die Hilfe des Deutschen Reiches erbeten hat. nachdem ferner nunmehr die bisherigen staatlichen Verbindungen Litauen» oe- lost sind- wird Litauen hiermit aui der Grundlage der gcnann. ten Erklärung des litauischen Landesrates vom 11 . Dezember 1917 namens des Deutschen Reiches als ein freier und unabhän- giger Staat anerkannt. Das Deutsche Reich ist bereit, dem li. tamschen Staat den erbetenen Schutz und Beistand bet seiner Wrederaufrichtung zu gewähren und wird tm Benehmen mit den Vertrelern der Bevölkerung Litauen» di. dazu ersorderUchen uZZ' 1 ' tlcffcn ‘ ^ch wird wegen Festlegung der Bunde», verhaltniste» zum Deutschen Reiche und der für sein« Gestaltung vorgesehenen und erforderlichen Konventionen da» Weitere veranlaßt werden. Die Kaiserliche Regierung geht d«b°t der Voraussetzung au», daß di« abzuschließevdeu Konventionen de» Z'ZZ?" ® eul !* e « Reiche» ebenso Rechnung tragen wer. I Z n Z taU ' n6 ' UBi> b ° 6 filta “* R d«n Kriegslast«, D«utlchland», di« auch sein«« Brsrelung diente^ ttilnrhme« Die Kelolntiö» der Kk'ij,gjttgHshM. Di- sog Mehrheitspartkien des Reichstage, haben zur drit. ten Le un« des deutsch-russischen Frieden-ablommen, folgend. Resolution angenommen: Reichstag spricht bei Verabschiedung des deutsch-rus» stsaien ^riedensvertrages die Erwartung aus. dast gemäh der Erklärung des Reichskanzlers vom 29. November 1917 und de» Erklärungen des deutschen Fctedensunterhändlers in Brest. Litawsk dem Selbstbestimmungsrecht von Polen. Litauen unb Kurland Rechnung getragen wird, das; sofort Schritte geta« werd-n. um den staatliche« Ausbau mit einheimischer Zivil. Verwaltung in die Wege zu leiten, daß die bisherigen Volks- Vertretungen auf eine breitere Grundlage gestellt werden, daß die von den bisherigen Volksvertretungen mit dem Deutsche» Rerche gewünfck)te Veremöanrng tunlichst bald geschlosie« wird. » x. Beschlich stellt fo recht die Anmaßung und di, Rechthaberei der in sog. Mehrheit befindlichen eitlen'und hersch. süchtigen Parlamentarier in das richtige Licht Die Parteien, die dsrt zv „löblichem Tun^ vereinigt find, haben keinerlei Be. rührungspunkt. fie scheiden einander wie Feuer und Wasser Einig find die poritischeu Gernegroße, die zu den sogen, inter- sraktronellen Befprechungeu zusammen kommen, nur in der Groß, mannssucht und dem Willen, zu herrschen. Gs kommt Ihnen nicht rm lnlndesten darauf an. etwas brauchbares und ersprießliche» zu schaffen, sie haben vielmehr das Bedürfnis der Mitwelt zu zeigen, daß sie noch da sind und Zusammenhalten. Nach dieser Sette hin ist auch das neuche Produtt der Mehrheit zu be. ©ertetL SRo» braucht kein Kenner der Berhältntlfe zu sein, sondern e-n Laie muß e» einsehen. daß l„ Polen. Litauen und Kurland gar nickt die Kräfte vorhanden sind, um den „staatlichen Ausba, dreier Lander mit einheimischer Zivilverwaltung in die Wege zu letten. Wo soll in einem Lande, desien Beamtenbevölkerung russisch war und während des Krieges entflohen ist. die Männer hernehmen, die einmal vor die Verantwortung gestellt werden, ein Ctaatswesen auszubauen und zu verwalten. Oder wollen die Herrschaften, die solches beschließen, selbst einmal ein halbe. Jahr im Shützengraben zubringen und ein weiteres halbe. Jahr in der Verwaltung der besetzten Gebiete arbeiten? Wir möchten cs bezweifeln. Selbst der sozialdemokratische Abg Dr David, der ja den Osten besucht hat. hat dies im Gespräch mit i artigen Verwaltungsorganen zugestanden, das hindert ihn aber nicht, daß er nunmehr zur höheren Ehre der ..Mehrheit" frisch und frei für die ebengenannte Resolution gestimmt hat. Wa. halien unter solchen Umstanden Überhaupt diese porlamentari. scher- Rersen für einen Zweck. Da fand jüngst auch ekve Frontreise einer Anzahl von Reichstagsabgeordneten statt, die sich bi. Riga erstreckte. Im Privatgesvräch haben die beiden daran teil- nehmenden svzialdemokralisch;« Abgeordneten zugestanden. daJ es töricht wäre, wenn die besetzten Gebiete nicht einen engere» Anschluß an Deutschland erhallen würden. Was aber nutzte es. daß die Kenntnis der Verhältnifie diese Einsicht gezeitigt hat' im Banne der Fraktion, tm Zwinger der Partei hat sich eine fed. besiere Einsicht dem Willen der Mehrheit, und sei^sie noch s. blödsinnig, zu fügen! Und so ist die Reichstagsresolution rn- stand-e gekommen. Jnr Alsr>!rbmk«!nn in Dgyttn. Restcnsburg, 10 . Mörz. Wie schon mitfl-terlt. sin, die Sorge. d«.tz die Landmirtscl^ft bei der Neuordnung unserer Handelst cziehungen zu Oesterrelch-Ungarn die Zech? zu be- zahlen baben werde, hat die in verschiedenen Körperschaften und Parteien geteilte Agrarbewegung in Bayern, dessen Landwiriscl'aft hierbei in erster Linie gefährdet erscheint, -m W'mernsamer Abwehr geeint. Der großen Kundgebung' im Münchener Löwenbräu-Keller folgte heute eine gleichfalls überaus zahlreich besuchte Protestversarnmlung im hiesigen , Nenhans ' Saal-. Der Vorsitzende. Vertreter des bayv- i lsckien Landwirtschaftsrates. Gutsbesitzer Baron von Pieften erinnerte in seiner einleitenden Ansprache an das kürzlich be- rrchtete Wort des Generalfeldmarschalls von Hmnenb'.krg: ote Landwirtschaft dürfe nicht vernachlässigt werd-n' sie hllbe uns anch die an Leib und Seele gesundesten und 5 «- berlasfigsterr Soldaten gegeben. Für die christliche Vanein- vereine sprach wi^erum der Geheime LandeSökonomiewt Dr, «Heim, ber die verfrühten, «nLulanglich vorbereitetertzv LkrhanölunMi mit Oeskerreich-Ungarn einer scharfen Kritik -unterzog. Eine Verschlechterung unserer landwirtschaftlichen Zölle dürfe auch gegeniiber Oesterreich-Ungarn nicht ein- treten. Der Redner hob hervor, daß auch die Vermehrung der Reiöbstagsmandate um 44 Sitze das flache Land benache terliye. Ein engerer Zusammenschluß der Landwirtschaft sei für die Zukunft noch nötiger als früher. Für den Bund der Landwirte, Abteilung Bayern, ergriff der Reichstagsabge- erbncte Oekonomierat Weilnböck das Wort. Er ging von dem zufälligen Zusammentreffen aus. daß genau am gleiä-en Tage vor 20 tzahren in demselben Regensburger Saal der Vorsitzende des B. d. L. Abgeordnete Dr. Roesicke und er selbst in gleicher Sack>e gesprochen haben, um der deutschen Landwirtschaft den so nötigen Schutz zu erkämpfen. Dm- Bund der Landwirte trete unverändert für ausreichenden Schutz der gesamten Landwirtschaft ein. in allen ihren Zweigen und in allen Teilen des deutschen Landes Tür unsere Diebbestände brauchen wir auch wirksamen S ^-bengrenz- fch-utz. Redner streifte auch die Frage, ob wir,,in der Vergangenheit unsere Viehzucht nicht viel zu setz n ausländischen Futtermitteln abhängig gemacht haben. 'chloß mit dem Hinweis, daß der starke deutsche Sieg : Ollen ks war. der uns dort auch wirtschaftliche Sicherungen ermöglichte. So werde es auch im Westen zur endgültigen Entscheidung durch das Schwert kommen müssen. Die Vertreter des bayerischen Müllerbundes und des bauenhÄen Mälzereiverbandes, die sich schon vor der Münchener Versammlung dieser landwirtschaftlichen Abwekii^ewegimg angeschlossen haben, betonten in kurzen Zustimmenden Er- klornnqen, daß ibre Gewerbe auf Gedeih und Verderb mit der heimischen Landwirtschaft verknüpft seien und deshalb auch in diesem Kampfe mit ihr zusammenstehen wollten. Hrrabichliia hx Brotration tiir ZMvwsrm Berlin. 22. März. (MTB.) Der Bundesrat setzte durch eine Verordnung vom 21. März Reichsgesetzblatt S. 131 die Mengen Sllltgetreide. die die Selbstverürger zur Ernährung verwenden dürfen. für den Kopf auf Kilogramm fest Während sie bisher SK- Kilogramm betrugen, entsprechen sie nunmehr der der übrigen Bevölkerung für den Kopf zustehenden Menge. Die zu. ständigen Stellen waren sich bei dem Erlaß der Maßnahme bewußt. daß sie der landwirtschaftlichen Bevölkerung ein schweres Opfer auferlegt. sie war aber unbedingt notwendig, um die Reichsgetreidestette in den Besitz genügender Getreidemengen zu bringen, um die Gesamtbevölkerung aus den Vorräten der alten Ernte bis zum Eingang genügender Zufuhren aus den besetzten Gebieten und aus der Ukraine sowie bis zum Einsetzen des Früh- druschs zu versorgen. Die Maßnahme wird als eine vorübergehende gedacht. Erfüllen sich die Hoffnungen auf genügende Zufuhren, so wird die Wiederherstellung der bisher geltenden Selbstversorgungsration von 8J4 Kilogramm erfolgen. Damit eine derartige Wiederherstellung, wenn die Vorräte es gestatten, unverzüglich vorgenommen werden kann, wurde die Maßnahme vom Reichskanzler dem Staatssekretär des Kriegsernährungsamtes zur selbständigen Anordnung überlasten. Um zu vermei« den. daß die schwerarbettenden Landwirte gegenüber den städtischen Schwerarbeitern durch Herabsetzung der Selbstversorgerratton zurückgesetzt werden, traf die Reichsgetreidestelle die Vorsorge. daß der schwerarbcitenden Landbevölkerung während der Bestellzeit und während der Ernte Zulagen gewährt werden können. Hrrvorgehobrn sei. daß diejenige Menge, die die Landwirte auf Grund der neuen Verordnung abliefern, ihnen zu den vor dem 1. März 1918 geltenden vollem Höchstpreise bezahlt wird, da sie insoweit selbstverständlich kein Verschulden wegen der verspä. teten Ablieferung trifft. Diese Kunde wird von den Selbstversorgern schmerzlich ausgenommen werden, ist doch schon die seitherige Menge für Leute, die täglich 12, 11 und noch mehr Stunden im Freien arbeiten müssen. unzureichend gewesen. Indessen: Not kennt kein Gebot! und die Landwirte weiden sich in die bittere Notwendigkeit schicken müsten. Der Krieg hat schon große Opfer verlangt und auch dieses wird ertragen werden müsten. Nur eines möchten wir hervorheben: Am 25. Februar hat des Reiches Vizekanzler, Herr von Poyer, im Reichstag feierlich erklärt, daß eine Kürzung der Brotration zur Zeit nicht beabsichtigt lei. Mit lauttm Beifall hat der Reichstag diese Er. klärung begrüßt. Es ist noch kein Monat vergangen, da verkürzt man einem großen Teil der deutschen Bevölkerung seine Brotration. und zwar gerade dem Teil, der selbst die Brotftucht baut und das ganze deutsche Volk mit Brot versorgt. Es ist eben so, wie auf der Friedbergcr Versammlung gesagt wurde: Für Herrn vvn Payer, Aufstchtsratsmitglied der ..Frankfurter Zeit mg", scheinen die Landwirte, die Bauern nicht zu bestehen, er sieht sie nicht als Menschen an. die man eigens zu erwähnen braucht. Die Hauptsache ist. daß den Fabrikarbeitern die Ration nicht gekürzt wird! Traurig aber wahr! Znlrnnftsstnat. Die sozialdemokratische Zeitung in Gießen hält der „Neuen Ta 'eszeftunq vor, daß ihre Ansicht, wonach die gegenwärtige Wirtschaftsordnung nicht mehr weit vom sozialdemokralis Yen Zukunftsstand entfernt fei, ganz verkehrt wäre. Ist die jetzige Verteilerei der Waren, so fragen wir das Blatt, nicht sozialdemokratisch. Wird nicht jeder zur Zeit zur Arbeit gezwungen, ist also das sogenannte Hilssdienstgesetz mit seinen Widersinnigkeiten nicht sozialdemokratisch? Ist die jetzige ganze Zwangswirtschaft nicht sozialdemokratisch? Und all die Folgen? Daß jeder nehmen muß, was ihm zugeteilt wird, einer- Lei, ob er es haben will, oder nicht, daß jeder schaffen muß. was kommandiert wird, einerlei ob er dazu taugt, oder nicht, daß jeder über die Zustände empört, daß die Unehrlichkeit und alle schlechten Eigenschaften so entsetzlich um sich greisen — im sozialdemokratischen Staate soll doch gerade das Gegenteil eintreten — sind das nicht die Folgen der'föAäldemokmttkchen Wirtschaft? Warum sind jetzt die Sozialdemokraten aller Orten so still über ihren Progammpunkt, daß das Land Eigentum des Staats und nicht der Bauern fei und von staarswegen kommunistisch bebaut werden solle? Will uns über das alles die sozialdemokratische Zeitung nicht ein bischen aufklären? MLrMfuÄ sterblichen blö'bt es erspart, er mutz durch dis grotzs Prüfung des Lebens gehen. Oft härter aber prüft die Vorsehung ein ganzes Volk und wenn es zu leicht befunden wird, hört Lchmach und Elend nimmer auf. Vom deutichenVolke hat ferne Tüchtigkett, fein Fleiß und fein durch Generationen gesund erhaltener Kern solch schlimmes Geschickt fern- gehalten. Es hat schwerste PrüsungszeiL in Ehren bestanden, es hat darum aber auch nicht nur Anrecht ans unbestrittene Geltung im Aats der Völker» sondern es wird schließlich auch als has beste befunden werden. Das ist ja auch der eigentliche Lmn der Prüfung, das muerfte wahre Wesen ans Licht zu bringen, seinen wirklichen Wert. Erkennen wir aber selbst unfern Wert und lassen wir es nicht geschehen» daß er gemindert werde, Aoch ist drePrüsungL- zeit nicht vorbei; der letzte» höchste Preis ist za erringen» dsrEndsisg. Wir wollen biszu- lstztauch der schwersten Prüfung stand- ! halten. Bringen wir bei der neuen Kriegs- Anleihe den unwiderleglichen Beweis dasiir^ Hkssijche Kaudtagewahlen. Heute finden in einer Anzahl Wahlkreise Ersatzwahlen zum Hessischen Landtag statt. Mtt Ausnahme des Wahlkreijes Butz- bach-Bad-Nruheim vollziehen sie sich im Zeichen des Burgfriedens. Von unserer Seite find aufgestellt im Wahlkreis Gernsheim-Pfungstadt' Landwirt Dr. D e h l i n g e r - Weiler Hof, im Wahlkreis Grünberg: Reichstagsabg. Dr. Werner-Butzbach, und im Wahlkreis Butzbach - Bad - Nauheim Bürgermeister D i e h ! - Hochweijel. In diesem Wahlkreis stehen sich fünf Kan- didalen gegenüber und die Wahlbewegung ist in den letzten Wochen in lebhaften Fluß gekommen. Wir hielten Versammlungen ab in Fauerbach v. d. H.. Hochweijel, Schwalheim. Rödgen, Griedel, Bingenheim, Münster, Ostheim, Niederweifel und Steinfurth, in denen außer dem Kandidaten Bürgermeister Diehl die Herren Landtasabgeordneten v. Helmolt, Brauer. Dr. Weber und Dorsch. Hirschcl-Friedberg und Dr. Pieper-Frankfurt sprachen. Auch die Gegner entfalteten eine lebhafte Tätigkeit. Die Nationalltberalen treten unter dem Namen „Liberale Partei" auf und es verdient bemerkt zu werden, daß sie auf einmal zur Sparsamkeit ausfordern, sie verlangen Verringerung der Zivilltste, Herabsetzung der Pferdebestände im Großh. Marstall. einen Minister in Hesien usw. Es nimmt nur Wunder, daß ihr Kandidat, der langjähriges Mitglied des Hessischen Landtags war und der nationalliberalen Partei angehörte, als diese noch uneingeschränkt im Landtag die Herrschaft ausgeübt hat. nicht damals schon für diese Bedingungen eingetreten ist. Im übrigen waren unsere Versammlungen allenthalben sehr gut besucht und die Stimmung ausgezeichnet, so daß wir mit Zuversicht dem Ausgang der Wahl entgegenjehen. Zur Mahl. Vilbel. Hier zanken sich die Bolschewicker und Wicker um das Landtagsmandat, die wilden und zahmen Sozialisten. Dasoll uns recht sein. Einer wird, weil sogenannter Burgftleden herrscht, gewählt, welcher, das kann den anderen Parteien ganz einerlei sein. Dem ist aber nicht so. Die Freisinnigen und Ra- tionallibcralen juctts in allen Gliedern, daß sie nicht agitieren, sondern still mitzusehen sollen. Deshalb haben die Parteileitungen beschlosten für den Wicker ernzutreten, damit der Bolschewicker nicht siegt. Als ob im Endziel der beiden auch nur der geringste Unterschied wäre. Die Bolschewicker wollen gleich rauben und teilen, die Wicker wollen das allmählich besorgen. Deshalb ist der Beschluß der beiden bürgerlichen Parteien über- flüssig. Ans der Heimat. All, die Ihr daheimgeblieben, Fern von „Pulverdampf und Hieben*', Stets im weichen Bett könnt schlafen. Seid den Brüdern was. den braven; Treulich halten sie die Wacht, Drauß in Kälte Sturm und Nacht. Heute seid Ihr an der Reih: „Zeichnet feste Kriegsanleihe" Gewerbeschule. Im Anschluß an den am 27. Marz erfolgenden Schluß des Unterrichtes der Gewerbeschule findet ln dem Saal Ne. 25 der Gewerbeschule eine Ausstellung der Schillerarbeiten statt, zu deren Besuch der Aufsichtsrat der Schule sowie die Schulleitung Behörden. Eltern der Schüler, sowie Gönner und Förderer der Anstalt höflichst eiuladet. (Näheres siehe im Inseratenteil der heutige» Nummer dieser Zeitung.) Trotz der für die Schule ungünstige« Zettverhaltnisie zeigen die ausgestellten Zeichnungen. Modelle und die aufliegenden Unter- rtchtshefte überraschende Erfolge und lege» lualcift Zeugnis ad ' von dem außerordentlichen und hingebenden Fleiß der Schüler,' ebenso von der tüchtigen und bewährten Anleitung und Führung der sie unterrichtenden Lehrer. Insbesondere dürfte hervor- gehobe« werden, da sämtliche Gewerbelehrer der Schule im Felde stehen, daß alle zeichnerischen Ergebniste der technischen Unterrichtsfächer in den einzelnen Fachgruppen unter Anleitung des Schulleiters, Herrn Großh. Hauptlehrer Dipl.-Ing. S ch n e i d t, entstanden sind. Die Ausstellung bietet für jedermann Sehens, wertes und Belehrendes, und dürfte sie insbesondere den Elkürn und Vormündern von Nutzen sein, die ihre Söhne bezw. Pfleglinge einem gewerblichen oder technischen Berufe zuführe» wollen Warauf es in diesem Kriege ankommi. Die große Prüfung für unser Volk ist dieser Krieg, es geht um nichts mehr und um nichts weniger als darum, ob wir fürderhin unseren Platz an der Sonne, auf den wir uns durch rastlose Tätigkeit auf kulturellem und geistigem Gebiet ein Anreckst erworben haben, behaupten sollen, oder ob wir dieses Anrecht verwirkt haben, weil wir bei der großen Prüfung, die wir jetzt zu bestehen haben, zu leicht befunden worden sind. Ueöec jedes Volk bricht einmal eine solche Prüfung herein, die für es die Schicksalstunde ist. Bestehen wir die Prüfung, dann offnen sich nns die Tore zu neuem Ausstieg, zu neuem Glück- bestehen wir die Prüfung nicht, fallen wir zurück in Not und Elend, haben wir die Zukunft unseres Volkes, das Glück unserer Nackchommen vernichtet. Wahrlich nicht leicht ist die uns auferlegte Prüfung und nicht kurz. Aber haben wir bisher alles glücklich Überstunden, so werden wir aub das Letzte noch überwinden. Schon winkt uns das Ziel. Daher noch einmal alles getan und nochmals Kriegsanleihe gezeichnet. FC. Frankfurt am Mai«, 24. März. Die Personalien des im Eisenbahnwagen ermordeten Begleitmannes eines Militär, transpoctes wurde inzwischen festg-estelll. Begleiter des Wagens war der Kraftwagenführer Adolf Füll aus Niederseelbach, zuletzt wohnhaft in Frank. urt am Main. Der Ermordete war unter Automoöilreifen im Wagen versteckt und hatte Schußwunden am Kopf und am rechten Unterarm. Zur Ermittelung des Täters ist eine Belohnung von 1000 Mark üusgesetzt. Der Leiche fehlen die Wertgegenstände sowie die Schuhe. Die Tat ist zwei bis drei Tage vor der Auffindung ausgeführt worden. FC. Frauenstein, 24. März. Mit der Parzellierung des vos der Gemeinde für 440 000 Mark angekauften Nürnberger Hofes wurde begonnen. 38 Morgen Ackerland und 3 Morgen Weinberge wurden versteigert. Der Preis schwankte beim Ackerland zwischen 24 und 34 Mark die Nute, bei den Weinbergen zwischen 40 und 50 Mark die Nute. Es wurden insgesamt aus 41 Mor. gen 133 000 Mac? erlöst. Mit der bei Dotzheim gelegenen Herren- wiese (etwa 40 Morgen) soll demnächst begonnen werden. 60 Morgen Ackerland und 14 Morgen Weinberge sollen bei dem Gut verbleiben und mit diesem verkauft werden. Mit der Hauptparzellienmg kann erst nach der Ernte begonnen werden ar. Hanau. 20. März. (100 000 Mark Entschadi - gungl Das Landgericht Hanau hatte sich mit einer Klage des früheren technischen Direktors der Aktien-Eefellschaft Dunlop Gummi-Kompagnie in Hanau, Rafael Müller, gegen den Aicksichtsrat dieser Gesellschaft zu besagen. Die Dunloy Gummi- Kompagnie befand sich vor dem Kriege in englischen Händen und wurde dann unter Zwangsverwaltung gestellt. Später gingen die Aktien im wesentlichen über an die Adter-Fahrradjperke vorm. Hch. Kleyer in Frankfurt und an die Opelwerke in Rüs- selsheim. Zwischen dem Anssichtsraie und dem technischen Direktor Rafael Müller entstanden Streitigkeiten, die dazu führten, daß dem Direktor Müller das Vertragsverhältnis gekündigt wurde. Müller, mit dem ein auf längere Jahre laufender Der« trag abgeschlossen worden war. klagte darauf gegen die Dunlop Eummi-Kompagnie. Vor dem Landgericht Hanau ist jetzt der Prozeß durch einen Vergleich beendigt worden. In diesem Ver- gleich bedauert die Dunlop Gummi-Kompagnie infolge von Irr- tümern den Bruch des Vertragsverhältniües mit dem Direktor Müller herbeigefühlt zu baben und zahlt ihm als Entschädigung einen Bettag von 100000 Mark unter Tragung 'der Gerichts- kosten. Verkommene Weibsbilder. Schiersteiu. Ein bitterböses Zeugnis wird in der „Schier- stelner Ztg." unseren Schulbuben und der weiblichen Jugend ausgestellt. Als bayerische Einquartierung dieser Tage von dort abrückte, äußerte sich einer der Offiziere, es sei alles schön und gut gewesen, wir zwei Dinge seien zu beklagen: die Verwilderung der Schulbuben und die Aufdringlichkeit eines Teiles der Schi-rsteiner Mädchen gegenüber den Soldaten. Was den zweiten Teil dieses Vorwurfes betrifft, so bemerkt das Blatt hierzu: „-Man schämt sich, es zu sagen, so schamlos und auf- dringlich haben sich erwachsene Mädchen den Soldaten gegenüber betragen. Den Höhepunkt aber erreichte dieses widerliche Trei- ben am Sonntag abend gegen 11 Uhr bei dem Wechsel der Wachs am Rathaufe. Etwa 30 weibliche Personen warteten auf di« abziehenden Wachmannschaften, um sie an ihre Posten zu be- gleiten!? Ein Pfui über solche Weibsbilder, vle in dieser furchtbar ernsten Zeit nicht einmal so viel Achtung vor sich haben, daß sie Soldaten ungestört ihre Pflicht erfüllen lasten: daß sie heute, wo ihre Väter und Brüder im härtesten Kampfe zum Schutze unserer Heimaterde sich befinden und die allergrößte« Opfer bringen müsten. nur an die Befriedigung ihrer sinnliche« Lust denken. Da möchte man einen eisernen Besen nehmen und solches Gelichter aus unserem Orte hinausfegen. Wir wollen hoffen, daß bei einer kommenden Einquartierung Militärbehörde und Ortspolizei einem ähnlichen Treiben wehren, damit nicht Schierstein nach außen hin ein Makel angehangt wird, den es sobald nicht wieder tilgen kann." — Das sind die Folgen der zu- nehmenden Industrialisierung, di« sich gerade i« Schiersteiu gen- besonders ausgebreitet hat. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ctta Hirlchel. g riedberg: für den Anzeigenteil: R. Heyn er. Fnedberg Truck und Verlag der „Neuen TageK-eftuns*. A- G-, Friedberg i, & Kekanulmachmig. C!eiiin§c>Verhaii( Klein verkauf in Mengen bis zu 10 Pfund. Donnerstag vormittags von 0-10 Uhr Eingang V"N der alten Bahnhofftiaße aus «eibe Rüben, Preis pro Pfund 14 Pfg. Kohlraben. Preis pro Pfund 6 Pfg. ' Kartoffelverkauf Vormi/tag?^^"''"^- Kartoffelkarten, Samstag Preis pro Pfund 6 Pfennig. Friedberg, den 26. März 1918. Der stellvertretende Bürgermeister. (Stadt. Lebensmittel-Ausschuß). -- I. A.: Längsdorf. Für die Feiertage empfehlen wir . WEINE _ Kirchhelmer. solange Vorrat Flasche 375 Pfa. 1916er Oppenhelmer ' avk. * 1913er Winkler " „k " 1915 er Lauüenheimer (Natur) " 50» " 1915er KreuznacherMönchberqRieslina " 55» ” 1915 er Ockenheimer Hölle Riesling ^ " 8^ " r - Gewächs Wwe. Heiz n " ,1915 er Graacher it nn , 1915 er Branneberger " 525 " Bilanz der Mitteldeutschen Creditbank per 31. Dezember 1917. Kekanntmachnngl ber Ö -i«'. beehrt sich hiermit Tit. Behörden, Eltern der Schüler > m Thomasmehl tSmnSSSmiS Mm - 5 n,e,; ISS.T* 1 " Ausstellung der Schülerarbciten Rheinhessischer Rotwein che 47^ 1915 er Ober.ngelheimer ^ ^ 1915er Oberingelheimer Frühburgunder ” 550 ” £ *" n > Vs .. m " | Die Pr eise sind ei,,sch». Flasch, für die wir flO Pfg. vergüte n^ , Reichhaltige Auswahl in Cigarren und Cigaretten >aU5 «Dn U 2i te ^ U< JnV atCn nuc orientali che Tabake von 21—6,> Pfa. von 8-15 P,g. f Solange Vorrat: Lustfahrerdank Tuschen-Feuerzeug. Marke..Jupiter" Paket (10 Briefchen) 55 Pfg. 0 Aktiva Nicht eingezahltes Aktienkapital Kasse, fremde Celd- sorten, Coupons u Guthab. bei Noten- und Abreclinungs- (Clearing-) Banken Wechsel und unver zinzl. Schatzanw Nostroguthaben be. Banken und Banks. Reports u. Lombards gegen börsengäng Wertpapiere . . Vorschüsse auf Waren und Waren- verschiftungen Eigene Wertpapiere Konsortial-Beteilig Dauernde Beteilig bei ander. Banken und Banklirmen Debitoren in lautender Rechnung a) gedeckte M. 124,815,211.74 davon durch börsengängige Wertpapiere gedeckt M. 86,861,919.72 b) ungedeckte M. 56,136,458.56 31533456 51 148926929:21 93 748 973 89 55 849 597 69 57 050 9 900 713 637921382 1773 000 Passiva Aktienkapital. Reserven . . Kreditoren . , Akzepte u. Schecks außerdem Avalund Bürgschafts- Verpflichtungen M. 32,114,96034 Uebergang^ posten uns. Niederlassungen unterein nder Unerhob. Dividend Reingewinn des Jahres 1917 M. 4.852,409.32 Vortrag aus dem Jahr 1916 M. 103,061.10 -J 60 000 OOOl— 9 250 000 448944710 16 084 598 Linoleum-Wachs frisch eingetrofffen, Tapeten- und I^inoleumEians Jean Kegler, SÄ ausserdem Aval- u. Bürgschaftsdebitoren M. 32,114,960.34 Bankgebaude M. 10370.000. abz.Hypt. 170,000.— Sonst. Immobilien M. 1,084,144.56 abz. H ypt. 35,000, Mobiliar . . . 180951670 30 10100000 1049144 1 56 993 505 13 40 566 4 956 370 41 (540269750 56| I54026975j 56 Gewinn- and Verlust-Rechnung per 31. Dezember 1917. Zur Konfirmation empfiehlt Bücher und Kunstmappen Buchhandlung Friedr. Strecksutz Friedberg i. H. Sekanntnmchmrg ver- 3ch fordere daher diejenigen hiesigen Landwirte, die hiervon . ^ ^ , ---- Gebrauch machen wollen, auf, sich in dem Saal Nr. 25 der Gewerbeschule qctm eraebenst' w 2 rl wF It f‘ Stromer ^ r - 4 einzuladen. 0 5 ergeoenst des Stadthau,es in den üblichen - - - 1 Gefchaftsstunden melden zu wollen. Friedberg, den 25. März 1918. Lehrmädchen mit guter Schulbildung zum sofortigen Eintritt gesucht. Clcmentiue Stern, Kurz- und Modewaren Friedberg. Kailerstratze 61. gegenüber der Engel-Apoth. 3622513 92 1135469 60 Gewinn-Vortrag aus 1916. Gewinn aus Zinsen sowie aus deut- 8chen u. fremden Wechseln. Gewinn aus Provisionen . Gewinn aus Wertpapieren und Kon- sortialbeteilig. Gewinn aus dauernden Beteiligungen bei Banken und Bankfirmen. . Kleine Gewinne und Mieteinnahmen 103961 717243999 353842^. 251736 ,-m < o 3)i L S ?i lsftetrun 9 ist vom 27. März bis zum 6 Avril 'E8-MM täglich von 9 bis 12 Uhr vormittags und / Uhr nachmittags, mit Ausnahme des Karfreitags und des ersten Osterfeiettages, geöffnet. a Friedberg, den 26. März 1918. 8r«t den Aufsichtsrat.- Die Schulleitung- Baurat Haag. Dipl.-Jng. Schneidt. Der Bürgermeister. 2. 23.: Dam m. Eine einspännige Glattwalze Liegen Reubau verkaufe gute. starke mit Kasten (Rormalmatz) Bäckermeister Goll. Stammbeim. Ein gutes Plerd Eroßh. Hauptlehrer. | mU f “ r * neu > »» "-»kauf-a. j ÄU wtlauFe „ I firch Reu^Haagftraßc 45. 1 _Ni-L-r-Ro sbach. H auptstr. 3. fiudrußa. Fttjikii, fmlifü, fiuiif, yiiiir! nirgends besser, nirgends billiger wie bei Atlkilf HecSi^lein, Im °>t.Wani'. Frieillierft I. M. Kchulflr 15 Tele ton ]%>. 45». VSf Größtes Lager ant Ptal-e l Jnitfiddcii aller Art in sauberster Ausführung liefert schnell und billig Rk,t r-zchnstil,. Irillmi 11 . Setlas A.- 8 . 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Bankiergewerbes und zur Pensionskasse d.Bank Abschreibungen auf Bankgebäude auf Mobiliar . Reingewinn Verteilung: 7% Dividende aui a 60,000,000. Tantiemen an Aufsichtsrat und Vorstand . Vortrag auf neue Rechnung . . . _ 11348838|2t ln de3 heute abgehaltenen 63. ordentlichen Generalversamni- 1 AL unserer Aktionäre wurde die Dividende für das Geschäftsiahi 1917 auf 7% festgesetzt. ' Der Dividendenschein für 1917 kommt mit M. 21.— für Jede Aktie zu M. 300 10 84.— 1200 zur Auszahlung. Die Einlösung der Dividendenscheine erfolgt von heute ab: in Frankfurt a. Ai, Berlin, Baden-Baden, Cöln, Essen, Furth, Gießen, Hanaa, Hannover, Hildeshelm. Karlsruhe, Königsberg xV “alnz, Mönchen, Nürnberg und Wiesbaden bei unseren Niederlassungen, sowie bei unseren Depositenkassen und Wechselstuben in Alsfeld i.Friedberg I. H., Höchst a. Lauferbach i. H. t Marburg a, d. Lahn, Offenbach a. Main, IJeizen (Provinz Hannover) und Wetzlar und unseren Agenturen m Büdingen und Butzbach an unseren Kassen vormittags zwischen 9 und 11 Uhr, in Coblenz bei der Firma Leopold beligmane, in Coln bei der Firma Leopold Sellgmann, in Hamburg bei der Firma M. M. Warburg & Co., in Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Lredit-Anstalt (Abteilung Becker & Co.L bi Meiningen und Gotha bei der Baok für Thüringen vormals h L^^iiengesellschatt, in München bei den Firmen n. Auihauser und Moritz Schulmann, in Stuttgart bei der Firma Doer^bach & Cie. G. m. b. HL, in Tübingen und Heehing^n bei der Bankcommandite Siermnnd Weil Die Dividendenscheine sind auf der Rückseite mit dem Firmen* Stempel oder dem Namen des Hinreichenden zu versehen. Frankfurt a. AL, den 23. März 1918. -Oer Vorstand der Mftfeldeulscben Creditbank. or. hatzeoelleobogeiL Moromseo. Beiohart. Wo'ße»»pergeL