D ummer 71 _ Montag den 25 . Murr 1918 11. Jahrgang. Die „2Tageszeitung" cijdjeint jcDcn Werktag. Regelmäßige Beilagen „Ser Kauer aus Oelsen", „Die Spinnsiube". Herugsprei«: Bei den Bostanitalten vlerieliährttch Mt. 2.40 hinzu tritt noch das Bestellgeld: ^ei oen 'iir-enten monatlich 85 Big. einschließlich Trägerlolm. An?eigen: Grunrneile 2d Big., lokale 20 tftg^ Änrergen von auswarrs veroen durch Bo.lnachnahme erhoben. Enüllunason Friedberg. HchriMeitung und Derla-z vriedberg lHessen». 'anakierstraye 12. Fernlvre.her 48. $9.t» nel* So ito Rr. tS-Sil. ini Frankfurt a. M. Per erste Teil der Schlacht gewonnen. — Im Sturme vorwärts, Peronne und Ham genommen. Peber 30000 Gefnirgene und 000 Geschähe erbeutet. — Paris ans weittraaendeu Gejchützeu beschosten. Schreckenslage in Paris. — 4ck0(0 onncn ver.cnkt. Der deutsche Generalstab ;== meldet: —. — . T. K. Großes Hauptquartier, den 83. Mär>k. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Unter Führung Seiner Majestät des Kaisers vnd Königs Ist die Angriffsschlacht gegen die englische Front bei Arras. Cambrai und St. Quentin seit zwei Tagen im Gange. Auch gestern wurden gute Fortschritte gemacht. Dioisiouen der Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht stürmten die Höhen nördlich und nordwestlich von Crorstlles. Zwischen Fontajne-Les-Croifilles und Mocuvres drangen sind in die zweite feindliche Stellung etn und nahmen die hier gelegenen Dörfer Baulx-Braucoun und Morchies. Starke englische Eegen- tmgrisse scheiterten. Zwischen Gonnelieo und dem Qmignonbache wurden die ersten beiden Stellungen des Feindes durchstoßen. Die Höhen westlich oou Eouzeaucourt, Heudicourt und Billers-Faucon wurden genommen, im Tate des Eologne-Baches Roisel und Mar- guaix erstürmt. Erbittert waren die Kämpfe «m die Höhen von Cpehck Bon Norden und Süden umfaßt, mußte der Feind fie unseren Truppen Überlasse«. Zwischen Epehy und Rolfek versuchte der Engländer vergeblich in starken Gegenangriffen unsere fiegreich vordringenden Truppen znm Halten M bringen. Sie warfen ihn überall unter den schwersten Verlustes zurück. Die Höllen nödlich von Ber° mand wurden erstürmt. Wir stehen vor der dritten feindliche« Stellung. Unter der Einwirkung dieser Erfolge räumte der Feind seine Stellungen im Bo^.en südwestlich oon Cambrai. Wir sind ihm über Deuftcourt, Flesquieres und Nibecourt gefolgt. Zwischen Omignou'Dach und der Somme haben die Korps der Hecec^ruppe Deutscher Kronprinz nach Eroberung der ersten feindlichen Stellungen den Weg durch den Holnon-Wald und über die Höhen von Savy und Roupy erkämpft und drangen in die dritte feindliche Stellung ein. Südlich der Somme durchbrachen Divisionen die feindlichen Linien und wirsen den Feind ln unaufhaltsamem Vordringen Uber den Crozat Kanal nach Westen zurück. Iägerbataillone erzwangen den Uebergang über die Oise westlich vcn La F, re. Verein m l den ihnen nachselgenden Divisionen erstürmten sie die mit den ständigen Merken von La Fere gekränken Höhen nordwestlich der St"dt. An Beute haben bisher gerietet: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht 15 000 Gefangene, 250 Geschähe. Heeresgruppe Deutscher Krcnrinz 10 000 Gefangene, 150 Geschütze. 38« Maschinengewehre. « An der übrigen Westfront dauerten die Ar^erielampfe zwischen Los und La Baffee-Kanal, beiderseits von Reims, vor Verdun und in Lothringen fort. Osten: Infolge der durch Reubildung des rumänischen Ministeriums hernorgernfenen V-erzögerung der Verhandlungen wurde die Waffenruhe mit Rumänien um drei Tage verlängert. Der Erste Generalguartiermeister: Ludendorff. Berlin. 23. März, abends. (WTB. Amtlich ) Der erste Teil der Großen Schlackt in Frankreich ist beendet. Wir haben die Schlackt bei Monchy—Lambrai—St. Quentin—La Fere gewonnen. Ein erheblicher Teil des englischen Heeres ist geschlagen. Wie kämpfen etwa in der Linie nordöstlich oon Bapaume— Peronne—Ham. W T. Mvaßes Hanptqnartier, den 84. Marx. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Die Schlacht bei Monchy—Cambrai—St. Quentin—La Före lst gewonnen. Die englische dritte und fünfte Armee und Teile der herangesührte« französisch-amerikanischen Reserven wurden geschlagen und auf Bapaume—Bouchavesnes. hinter die Somme, -wischen Peronne und Ham sowie auf Chauny unter schwerste« Verlusten zurückgeworsen. Die Armee des Generals oon Below (Otto) hat die Höhe oon Monchy erstürmt und südlich davon den Angriff Uber Wan, rourt und Henin nach Westen oorgrtragen. Nordöstlich von Ba. paume steht sie im Kampf um die dritte feindliche Stellung. Starke englische Gegenangriffe wurden zurückgeschlagen. Die Armee des Generals oon der Marwitz blieb dem ge, fchlagenen Feinde auf den Fersen und stieß in scharfer Verfolgung noch in der Nacht vom 22. zum 23. bis zur dritten feindlichen Stellung ln Linie Equancourt—Hurlu—Temp eux—La Fosfe—Vernes vor. Gestern früh griff sie den Feind erneut an und schlug ihn trotz verzweifelter Gegenwehr und dauernder feindlicher Gegenangriffe. Die Bereinigung mit dem linken Angriffsflügel der Armee des Generals von Below wurde er. zielt. Zwischen Manaucourl und Peronne haben die Trappen der Generale von Kathen und von Gontard den Uebergang über den Tortille-Abschnltt erzwungen und stehen ans dem Kampffelde der Sommeschlacht lm Gefecht um Bouchavesnes. Peronne fiel. Andere Divisionen drangen südlich davon bis an die Somme vor. Schon am Abend des 22. März erstürmte die scharf nach- drängeckde Armee des General von Hutier die dritte feindliche Stellung, durchbrach sie vnd zwang den Gegner zum Rückzüge. In rastlosem Folgen haben die Korps der Generale oon Lüttwitz und Oetinger die Somme erreicht. Ham fiel nach erbittertem Kampf in die Hände unserer fieareichen Truppen. Englische Reserven, die sich ln verzweifelten Angriffen ihnen entgegen- warfen. verbluteten. Die Korps der Generale von Webern und von (Eon'a und die Truppen des Generals von Gaul haben nach heißem Kampf den Crozal-Kanal überschritten. Sie warfen eiligst von Südwesten znm Gegenangriff herangesührte französische. englische vnd amerikanische Regimenter auf Chauny and in südwestlicher Richtung zurück Truvpen aller dentschen Stämme haben zur Erringung dieses gewaltigen Erfolges ihr Bestes hergegeben. Der Angriffsgeist der Infanterie war durch nichts zu übertreffen. Sie hat gezeigt. was deutsche Tapferkeit vermag. Leichte, schwere v,d schwerste Artillerie und Minenwerfer. rastlos vorwärts strebend über das Trichterfeld, fnn wesentlich dazu bei. den Angriff unserer nach vorn drängenden Infanterie im Fluß zu erhalten. Flammenwerfer taten das ihre. Die Pioniere zeigte« sich im Kampf und bei ihrer Arbeit in aller Höhe. Flieger und Ballone brackten der Führung wertvolle Meldungen. Unsere sieggewohnten Jagd- und Sck'lacktst-'ffeln behaupteten ln harten Kämpfen die Herrschaft in der Luft und griffen znrückflutende feindliche Kolonnen an. Kroftwagentruppen. Kolonnen und Trains arbeiteten rastlos. D'e Berkehrspunkte im Rücken des Gegners waren das Ziel unserer Nacht für Nacht tättgen Bombengeschwader. Die Beute ist auf über 30 000 Gefangene und 608 Geschütze gestiegen. An vielen Stellen der übrigen Westfront dauerten Artilleriekämpfe und Eckundungsgefechte an. Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartirrmrister: Ludendorff. Aberrdberkchl. Berlin. 24. März, abends. (WTB. Amtlich.) Gewaltiges Ringen um Bapaume. Kampf in der Linie Le Transloy—Combkes—Manrepas. Zwischen Peronne und Ham ist die Somme an vielen Siel, len im Angriff überschritten. Zwischen Somme und Oise lind unsere Korps kämpfend im Vordringen. Chauny ist genommen. Die Beute an Kriegsmaterial ist gewaltig. Die Engländer verbrennen auf ihrem Rückzug französische Orte und Städte. Mit weittragende« Geschützen beschosien wir die Festung Paris. Der österreichische Generalstab r —- _ meldet: ==• Wien. 23. März. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Im Westen wurde ein großer Erfolg errungen. An den übrigen Fronten nichts Neues. Der Chef de» Generalstare». Wien. 24. März. (WTB.) Amtlich wird verlantbarl: Der Erfolg im Westen reist weiter aus. Im Osten und in Venelien nichts Neues. Der Chef des Eeneralstabe». — —- = - Der bulgarische Generalstab ,======= meldet: ■ -- Sofia, 22. März. (WB. Nickten^"' ' Generalsiccks» bericht. ^ Mazedonische Front: Nördlich Bitolia beschoß die feindliche Artillerie lebhaft das Gebiet hlnter unseren Stellungen. Unsere Artillerie antwortete mit Erfolg und schoß ein feindliches Munitionslager in Brand. Im Cernabogen und bei Tarnowa. sowie westlich von Dobropolje mehrere kurze Fkuerr'iberfälle vn Seiten des Feindes. Südlich von Humcr versuchte eine Abteilung griechischer Infanterie unsere Posten cwzuqreifen. wurde jedoch durch Feuer zerstört. Lestlich vom Wardar verjagten unsere Posten nach Handgemenge eine verstärkte französische Gruppe. An mehreren Stellen zwischen War dar und dem Dojransee war dar beiderseitige Artilleriefener lebhafter. Zwen Gegenstoß zum Stehen. Unsere Kavallerie konnte im Iordantale nach Süden Vordringen. Ein Versuch des Gegners, mit drei Booten am Iordanufer zu landen, wurden durch Feuer vereitelt. Ein Boot wurde dabei versenkt. Aus dem Assir und Jemen eingetroffene Meldungen llbcc die Ereignrsse in letzter Zelt lasten er- kenen. mit welcher Treue unsere dort befindlichen Truppen ihre Pflicht tun. Sie haben mit Energie die Rebellen nledergehal- ten. in zahlreichen Kämpfen mit den Engländern am Rote« Meere schpne Erfolge errungen. Allen Landungsversuchen der Engländer in der Gegend von Hodeida war kein dauernder Erfolge beschieden, auch bei Aden schlugen alle Angriffe der Eng- länder fehl, um fich aus ihrer beengten Lage zu befreien. D« Hilfe des Getreuen Imam Dschatscha muß hier mit tief empsun« dener Dankbarkeit gedacht werden. 44000 Tonnen verjenkt. Berlin. 22. Marz. (MTV. Amtlich.) Im Sperrgebiet nm England haöen unsere U-Boote 20 000 Vruttoregistertonnen feindlichen Handelsschiffsraumes vernichtet. Die Mehrzahl der Schiffe wurde rm Aermelkanal unter der englischen Küste trotz der aufgebotenen starken feindlichen Vewachungsstreitkräfte versenkt. Alle Schiffe waren beladen, darmtter der englische Dampfer .Marissa Radcliffe" (5754 Vrutto-Registertonnen) ,nd ein 5000 Tonnen großer Danrpfer mit Munitionsladung. Den Hauptanteil an den Erfolgen hat Oberleutnant z. Ses Warzecha. Der Chef des Asmiralflab» der Rsri»«. * Berlin. 23. März. (AM. Amtlich.) Im westlichen Mtt- telmeer versenkten deutsche und österreichisch-ungarische Unterseeboote fünf wertvolle gesicherte Dampfer von Zusammen 24 000 Vruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schiffen war ein Dampfer mit Schmierölladung nach Malta bestimmt: ein Tank- bampfcr mit Heizölladung, der nach dem Torpedottesfer schwer beschädigt mit Schlepperhilse Malta zu erreichen versuchte, sank, bevor er den Hafen erreichte. Der Chef des Admiralslabs der Marine. Ein Saikerielegrmmm. Berlin. 23. Marz. (WB.) Ihre Majestät die Kaiserin krhtelt folgendes Telegramm: Freue mich. Dir melden zu kennen, das durch Gottes Gnade die Schlacht bei Monchy— Cambwi—St. Quentin—La Ftzre gewonnen ist. Der Herr hat herrlich geholfen. Er wolle weiter helfen. Me Sdiladit kl Mönch Cmhmi- §t. iiteiitm-fa frrr. Der erste Tag. Berlin, 23. März. (WTB. Nichtamtlich.^ Als das Trommelfeuer am Morgen des 21. März seine dichten Ge- ^oßgarben vowerlegte, glühten die Geschützrohre. In den Latterremulden verdichtete der Pulverdampf der Geschosse Len Nebel derart, daß man nicht von einem Geschütz zum «ndern sehen konnte. Tie Angriffsartillerie sang in dichtem Nebel ihr Programm ab. aber Ziel- imd Feuertempa waren »- genau berechnet, datz der Angriff vom Wetter nnabhänaiq :*•,® !c Erste englische Stellung ist verschwunden. Statt tbrer dehnt sich em weites ödes Trichterfeld. überall Reste »erDmbtbindernisse. zerfallene Stolleneingang-. zusammen, geschallene Blockhäuser. An den meisten Stellen werden die «naetrommelten Gräben iwerrannt. Die Ueberlebenden der Besatzuna kommen den Deutschen entgegengelaufen. Waffen- !es. Sande hoch Aber an andere» stelle» wehrt sick, der Engländer mit aller Zähigkeit, io bei Cpehy, Lessen Dorf- rauft er bi? zum Abend erbittert verteidigt. Aber weiter füdlick, werden Lempirc, Nonsioy. Hargiconrt. Mllcret und Pentrne aenommen. Die Stnrmtrnppen haben mit »nsäg- ncker Muhe das Trichterfeld überwunden rmd stürmen jetzt kber die tzüoelketten westlick, der genommenen Dörfer, deren Aecker und Wiesen sich längst in eine öde Steppe wandelten. Die Engländer suchen in der Artilleriestellung sich zu setzen das Alande begünstigt sie. Die nach Westen ansteigenden chiigelketten geben ihnen die hellere Fernsicht, allein ihre Ar- «illerre ist noch >'o nwdergekänipft. um die Infanterie wirk- »om zu unterstützen. Dagegen drängten die deutschenBatterien noch. Noch liegt das Feuer auf dem Trichtergelände da Hanen Pioniere beiderseits Strafen durch die Schlammwild, ms und noch am ersten Angriffstag folgt die Artillerie den Sturmtriwpen. An mehreren Stellen werden die Artillerie, slnuhstellnngen durchbrochen. Noch am sinkenden Abend wer- den d,e abgelegenen Ruinen von Templeaux mitsamt dm ftarf ausgebauten Steirchrüchen genommen. englischer Kalib« fBRUn Ms awidgerf jfäu* $ömm* d«rch Schlammfeld. aber deutsche Feldbattcrierr jagLen !« Galopp zwischen den Rauchtürmen hindurch, und so konnte der Infanterie- angriff dennoch aus nächster Nähe unterstützt werden. Um siebe« Uhr begann das Wtrkungsfchießen gegen dis zweite britische Stellung. Noch keine Stunde spater waren die sie schützende» dreifachen Drahtverhaue durchschnitten. Der Nebel halt vor- mittags über cm. Die Infanterie stürmt weiter in das Dunst, meer hinein. Ihr nach jagt in unablässiger Verfolgung die Artillerie. Mittags haben die vorgeschobenen Kompagnien bereits Roisel erreicht. Am den Bahnhof wird hart gekämpft. Zahl, reiche Geschütze werden hier erbeutet. Zur gleichen Zeit halten sich englische Abteilungen iwch auf den Höhen südlich Templeux. ^zhr Maschinengewehr^kuer fällt dem deutschen Einmarsch in die Flanke, aber nicht lange. *Vor den die Hügelketten überfluten' den Sturmwetten heben sich schon die englischen Arme. Dichte Eefangenenscharen strömen rückwärts. Die den Dunst durchbrechende Sonne steht auf den weiten Hängen, die seit dem Rückzüge in die Siegfriedftellung kein Korn mehr tragen. Über, all deutsche Sturmwellen. Aus den Straßen folgen feldgraue Schlangen von Reserven und Kolonnen. Der zähe Feind weicht in seine dritte -Stellung zurück. Nördlich des Cologne-Vaches werden ihre Drahtverhaue noch vor Einbruch der Nacht von den vordersten Abteilungen erreicht. „ ersten erfolgreichen Großkampftag der deut- ck-en Qlsmnve gegen die englische Front ist zu berichten: Der Nacffttnmmel rötet sich flammend von dem Mündunas- seuer Tankender deutscher Geschütze. Der Engländer antwor- tet nur sck^ach. Gasmasken, die sich auf seine Batterien senken, st,n ihre Schuldigst. Um 8 Uhr 40 Minuten fallen die Minenwerfer ein. Eine Stunde später beginnt der pnrm. Die Stinunung ist wildentschlollen. Die Rn- fantene trUt an: überall kommt sie gut aus den Gräben. ' . te . Wellen haben kaum Verluste. Um 11 Uhr ist die L-me Hargicourt-Pontrn erreicht. Die Luft ist dick von Nebei .'nwemlM mit Geichvßrauch und GaSschivaden. Die englilche Abwehr verstärkt sich: Gegenangriffe werden an- . Tanks kommen herangemsselt. Man sieht stellenweise keine zehn Schritte weit, aber der deutsche Angriff geht weiter. ^ Die enatts^n Artillerie-Schutzstellimgen werden an zahlreichen Stellen überschritten. Im Ronssoy-Watde an a > c ^"Batterien genommen. Gegen Mittag ? n %l er 9 % be f L 8u « ft f(ft,I>irrt "an Fliegern. Die ersten englischen Gefangenen kommen nach rückwärts, erst kleine krupp^ dann immer mehr. Bleich, erschövft, gebrochen be- eichten sie: Das deutsche Trommelfeuer hat verheerend ac- llellnn r , - ni bptl Toter. In den Artillerie- stellungen liegt die Bedienung vergast über den Geschützen. Me Engländer haben den Angriff an dieser Stelle nüfrf er- hl» ' A" ™ nbcften r-Äneten sie auf einen späteren Zeit- bunkt. Die Uaberraschung ist vollkoinmen gelungen-. Der -weite Tag. ft,» 9 !!* 1 *' 1 *P* 3J?2t3 ‘ ^EVTB. Nichtamtlich.) Auch der zweite TR. b-gwat mit dichtem Nebel. Sein nndu-chdringllchn """'»Usch.n Rächug. Dle deutsche Am £. Zr Zu ‘ n lZ S Übn bas Trichterfeld gebrach, war. ” ^ Ue rnn-uhst keine Ziele. Die Einschläge schwerer Berlm. 23 März. (WTB. Nichtamtlich.) Heller Sonnenschein Legünströte am zweiten Groß-Kampftage den Fortgang der deutschen Offensive zwischen Scarpe und Oise. Auf der ganzen Angriffsfrout drängt die entschlossene deutsche Infanterie unaufhaltsam vorwärts. Das deutsche Artilleriefeuer hatte seine Wirkung getan. Die in vielen Monaten angelegten starken Hmdermsse waren zerstört. Die englischen Gräben waren in Gräber verwandelt: sie lagen voll Toter. Während die ersten Oinien nur dünn besät waren, leistete der Engländer in feiner zweiten Stellung tapferen Widerstand, der in erbittertem Ringen gebrochen wurde. Die Unterstände mußten in heißem Nah- kampse Mann gegen Mann genommen werden. Hier zeigte sich die Ueberlegenheit der deutschen Infanterie in bestem L.chte Die unerwartet einfetzende deutsche Artillerievorbereitung ließ die Gegenwirkung der englischen Batterien nur ganz aHmählich auffornmew So blieben die deutschen Verluste überraschend ge- beZ ""betten »welten englischen Stellung waren viel- fach drcht massierte Gegenangriffe am zweiten Tage, am 2L in der Gegend von Doninics und nach der Eroberung des Dorfes Vaulr-Vroalcourt unter Einsatz zahlreicher Tank, ersolg^ 1b Tanks wurden wurden durch Arttllertefeuer. weitere durch Infanterie und Minemverfer zerstött. Ungewöhnlich schwer bluteten die Engländer während ihrer vergeblichen Gegenan. angcrffe. Beute- und Gefangeneuzahlen wachse» ständig. Ei« einziges deutsches Regiment nahm bei Monchy 30 Geschütze. Beim DordrmgLn über die Hohe südlich von Maifleny stießen die deut. schen Sturm truppen in feindliche Batterien. Nachdem drei von rhnen besprengt waren, wurde eine weitere im Abfahren zufam- mengeschosieu. Auf der ganzen Front griffen unsere Jagdflieger M den Kampf eta und belegten ausgiebig die feindlichen Bahn. yo,e von Chaulnes. Rose und Roycn mit Bomben. Gute Treffer auf ei »fahrende Zöge, sowie große Explosionen aus dem Rah»^ Hof Eompiegne wurden beobachtet. Wetter- starke Explosionen in der Richtung des Dorfes Behames bestüttgten die gute Wirkung unseres Fsrnfeners. das von den Attillsrirfliegern vor- trefflich unterstützt wurde. Der dritte Dag. Z' Wlm ' lWB.) Die Enlscheisung m der Monckzy—Bambrai—St. Quentin—La Mre wurde durch das rasche Ueberrcnnen der dritten Stellung herbei- gefuhrt. Südlrch Bernes hatten die Engländer am 22. Mär- eben erst aus Amiens eingetroffene Kräfte in diese Stellung vorgeworfen. Die Truppen waren kaum in Stellung, ihre drta fannengeludjre noch nicht vorgebracht, als sie der deutsche Angriff überrannte. Am 23. März verzog sich der Nebel früher als an den Vortagen. Die Engländer wichen an der ganzen Front. Zwar verteidigten ihre Nachhuten jede Hugelkammllnre. Aus jeder neuen Stellung wurden sie in Zeit geworfen. Die Ueberlegenheit der deutschen Führer und Truppen nracht sich in vollstem Maße geltend. A-ie englische Feldartillerie opferte sich um den Rültzug zu oecken. Ihre Batterien fuhren aus wenige 100 Meter vor ten j)eittKf}en Sturnrwellen auf. Im rasenden Schnellfeuer versäÄssen sie ihre Munition und versuchten dann auf nächste Entfernung aufzuprotzen nd abzufabren. Im Schnrpnell- fei-er und Maschinengewehrfeuer blieben zahlreiche Batterien negen, andere wurden mitsamt der Bespannung erbeittet Ebensowenig halfen Gegenangriffe der englischen Tank- geschwader. Geschütz- und Minenwerferfeuer setzte die meisten außer Gefecht, ehe sie in Wirkung traten. Ein -ank, der m die deutsck-e Jnfanterieline eingebrochen war. wurde durch die kühne Tat eines Unteroffiziers unschädlich gemacht. Dieser sprang auf den Tank und erledigte die Be» dienung mittels Revolverschüsfe durch das Luftloch rn der Decke des Tanks. Südlich Peronne wurde am Nacknrittaq die Somme erreicht; gleizerttg drangen andere Abteilungen gegen Peronne und nördlich davon vor. Hier unternahmen dre Engländer einen Gegenangriff aus der Stadt heraus. £^1* ftompaomen wandten sich jedoch zur Flucht, als die Deutschen chnen entgegeirftürmten. Peronne brennt. Was hier dre Franzosen in mühsamer Arbeit nach Räirmung der Stadt durch die Deutschen wieder aufgebaut haben, zerstörte der Engländer vor seinem Abzrtg. Aber der Abzug ging iwerhaftet vor sich Reich Beute blieb allenthalben zurück. Automobile mit englischn Stäben jagten kurz vor dem Angnff der Deutschn aus der Stadt. Zwischn den zurück- weichenden Kompagnien fuhren Tank-, die kaum neue An- M-lffe mchr wagten. Deutsch Jagdstaffeln begleiteten den Ruckzug. Ihre Bomben und Maschinengewehre säten Tod und Verwirren. Die englisch« Flieger nahmen keinen sichteten^ mb ^ ^ putschen Jagdfli^zer \ Drftculich geringe BerlnM A. März. (WB.) Britische Kampfbeiicht« m außerordentlich schwere Verluste der an«reifende» deutsche« Truppen. Dies entspricht nicht den Tatsache Unsere Verluste sind trotz des Erreichten erfreulich gering. Hinter der deuffchen Front. Berlin, A. März. (WTB. NichamtlichF Trotz der gs. walttgen Ausdehmmg der Kampffront vollzieht sich die aaiiz« Qperatton rn mustergülttger Ordnung. - Der Betrieb auk den rückwärtigen Verbrndimgen und auf den Straßen dr, neuerdmgs im Rücken der stünnenden Truppen liegen/ver- lauft ohne rede Störung. Die Wege sind meist schn wieder ttergmiach und mi den schadhaften Stellest geschttert. Easenbahntruppen sind rastlos an der Arbeit; Miablässig Truppen mrd Kolonnen nach vorn. Die Straßen- tisziplin rst vorzüglich. In frohen Gesängen äußert sich die -Freude der Truppen über ihren Erfolg und nicht mirider über dre zahlreich vorgefunden Vorräte an Lebensmitteln, wollenen Decken unb Pelzwesten, welch letztere ihnen nacht- gute Dienste leisten. ' 9 Kkeffesfrerrde. B-rti«, 24 MSrz. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät de. Kaffer und König haben befohlen, daß am 25. März anläßlich des Sieges in der Schlacht bei Monchy—Cambrai—St. Quenti« —La Före zu flaggen und Viktoria zu schießen ist. Berlin, 24. März. (WTB. Amtlich.) Der Kaiser hat defoh. len. daß am 25. Marz anläßlich des Sieges in der Schlacht Monchy- Eambra:—St. Quentin— La Före der Unterricht i« den Schulen d^r Monarchie ausfallen sott. ZÄils die Anordnung für den 25. nicht angängig ist, dann für den 26. Ehrung der siegreichen Führer. Großes Hauptquartter. 24. März. (WTB. Amtlich.) S. M. der Kaiser überreichte heute in der Befehlsstelle der Oberste« Heeresleitung auf dem Kriegsschauplatz dem Generalfeldmar. schall von Hindenburg das Eiserne Kreuz mit goldene« Strahlen und dem Ersten Eeneralquartiermelster General d« Infanterie Ludendorff das Croßkreuz des Eisernen Kreuzes. Von den Abteilungschef der Obersten Heeresleitung erhielten General von Bartenwerffer den Roten Adlerorde« 2. Klaffe mit Eichenlaub und Schwertern. Oberst von Merz den Orden Pour le merite. Oberftlentnant Wetzell ein Stand- bild Seiner Majestät. Oberstleutnant Bauer das Eichenlaub zum Orden Pour le mecite, die übrigen Abteilungschefs da» Bild Seiner Majestät mit Unterschrift und Datum der Schlacht, tage vom 21.—23 März. Richakttoneller Zusatz: Das Eiserne Kreuz mit goldene« Strahlen ist die höchste Auszeichnung des Eisernen Kreuzes. St» wurde bisher nur einmal, und zwar dem Fürsten Blücher bet Beüe-Alliance, verliehen. General Ludendorff ist der fünft« Inhaber- des Großkreuzes des Eisernen Kreuzes. Diese Aus- Zeichnung trägt außer ihm Seine Majestät der Kaiser und di« Generalfeldmarsckälle von Hindenburg. Prirrz Leopold vo» Bayern und von Mackensen. Die yrWt lliffefrlw der driMeu GMWt. Zertt«, 24. März. (WTB.) Auf dem Schlachtfelde zwische» Scarpe und Oise erlitt innerhalb dreier Tage vom 21. bis 23 Erz. das englische Heer die größte Niederlage der brittscbe« Geschichte. Die ungeheure Schnelligkeit und Wucht des deutscke» Angriffs roarf derl rnächtigen, sich tapfer u»ehrenden Feind au» allen seinen mit aller Techmk sorgsam ausgebauten starken Stel. lungen. Damit ist die erste Phase des großen Angriffes abgefchloffen. Wo sich der hartnäckige Gegner zu halten versuchte, wurde e, durch Ausrollen seiner Flanke::, zum Teil vom Rücken her. zum eiligen Abzug gezwungen. Ueberall sah man deutlich, mit welcher Eile die Engländer in letzter Zeit an ihren rückwärtige« Stellungen gearbeitet hatten. Kurz vor der Offensive stände« allein m der vordersten Linie zwischen Ärras und La Fere ntntz 23 englische Divisionen, ohne Berücksichtigung der Reserven. In dem durch die vorjährige deutsche Fronwerkürzung historisch gewordenen Gelände werden die geschlagenen Teile zweier englischer Armeen unaufhaltsam nach Westen gedrängt. Ihr« Rückzugsstraßen liegen unter dem schweren Feuer unserer Fernbatterien, denen es durch Übermerkschliche Anstrengungen gelungen ist, nach lleberwindung unsäglicher Gelöndeschwterigkeite« der vorwärtsstürmenden Infanterie auf dem Fuße zu folgen, ilngezählte Tausende an Toten, Verwundeten und Vermißten, über 30 600 Mann an Gefangenen hat hier innerhalb dreimal vierundzwanzig Stunden das englische Heer eingebüßt. Unüber- sehbar ist das von den geschlagenen Armeen verlorene Kriegsmaterial. Die englischen Verbände sind Zerrissen und durchcin» andergeworfen. Bei den massierten, mit großem Schneid aus- gefllhrten Gegenangriffen, bei denen sich bereits eiligst von anderen Schlachtfeldern hsrbeigerufene Franzosen und Amerikaner beteiligen mußten, hatten sie besonders schwere Verluste. Di« amerikanische und ftanzösische Hilfe kam zu spät. Ihre -Truppe« wurden mit in die englische Niederlage hineingeriffen. Die eigenen Verluste sind nach wie vor gering gebltebem Ungezähtt sind die ftanzösische» Orte und Städte, die von den siegreiche« Truppea genommen wurden. Schon am Mittag de» 23. Mur, war unsere unaufhaltsam voranstürmende Infanterie an de« meisten Stellen über 2V Kilometer, gegen Abend desselben Ta. ges über 3V Kilometer vorgedrungen. Wa» di« monatelange» Kümpfe an der Somme und der Atsne und t« Flandern trotz vielfacher Ueberlegenhett an Material und Sttettkräfte» nie erzwingen konnten, vollbrachten hier Teile de» deutsche« Heere» i, knapp drei Tagen. Der ungebrochene Angriffsgeist der deutsche» Truppen, der seit 3-4 Jahren a« allen Fronte« gegen «ine Wett von Feinden siegreich war. hat hier «ff» neu« de« hattnSckigste« Feind Deutschland» geschlage». M Kk!an-tgtwliin tun wno 2000 filoütftfrr Berlin^ 24. März. (WB.)' Der große Sieg im Weste« Kber die Engländer hat Erfolge erzielt, wie sie in der Geschichte dieses Krieges seit Beginn des Stellungkampfes von «der Entente niemals auch nur im entferntesten auf dem westlichen Kriegsschmchlatz erreicht wurdeir. Die Offensive der Engländer bei Arms im April 1916 hatte eine Breite von '20 Kilometer, der englischfranzösische Angriff an der Somme im Juli 1916 hatte die doppelte Ausdehnung. Die Fran- Hosen griffen an der AiZne 1917 in 40 Kilometer Breite an. Die Angrrffsabschnitte der monatelangen englischen Ge- waltkämpfe in Flandern überschritten niemals den Raum Dou 80 Kilometer. Die Beute aller dieser Ententeschlachten betrug in den ersten Lagen nur ein einziges Mal als Höchstsumme 10 000 Gefangene. Während der ersten Stadien dieser Angriffe gelangten rveder Engländer noch Franzosen weiter als bis zum tm&etften Rande des- Tnchter- -geländes der deuffchen vorderen Stellung. Lediglich bei Cambrai hatten die Engländer einen zwar bald in eine Niederlage verwandelten Angriffserfolg von 7 Kilometer Liefe. Die viermonatige Uebermaterialschlacht in Flandern, in der 93 britische Divisionen kämpften und 1% Millionen der besten englischen Truppen eingebüßt wurden, brachte den Engländern einen Streifen Landes von 20 Kilometer Breite, der nur an wenigen Stellen eine Tiefe von über 6 Kilometer erreichte. Der Gesamtgeiändegewinn der fast ^jährigen britischen Kämpfe betrug doch nur 100 Qrradratkilometer. An den Offensiven der vielfach überlegenen Feinde gemessen, erkennt man erst recht die große Bedeutung des deutsch! Sieges in der dreitägigen Schlacht tm Westen, die in kurzer Zeit einen Geländegewinn von rund 2000 Kilometer erzielte. GGiitzem mit ilatiss. Haag. 24. März. Reuter meldet aus Paris vom 23. März: Der Feind beschoß von morgens 8 Uhr ab jede Viertelstunde Mit einem weittragenden Geschütz Paris. 240 Granaten erreichten dte Stadt und die Vorstädte. 10 Personen wurden getötet und etwa 50 verwundet. Es wurden Maßregeln getroffen, um bas Geschütz zu bekämpfen. (Rach englischer Meldung beträgt gegenwärtig der kürzeste Abstand zwischen der Front und Paris mehr als 100 Kilometer.) Paris. 23. März. (WTV.) Meldung der Agence Havas. Rach den letzten Meldungen hat das weittragende Geschütz, das Paris beschossen hat, aus einer Entfernung von 120 Kilometern gefeuert. Es war etwa 12 Kilometer von der französtschen Front ausgestellt. Ein Tag des Schreckens. Bern. 24. März. (WTB.) Die gestrigen Pariser Abend« Zeitungen enthalten bereits die amtliche Meldung über die Beschießung von Paris durch weittragende Geschütze. Einzelheiten über den angerichleten Sachschaden dürfen nicht bekannt gegeben werden. Die Blätter werfen sehr viele Zensurlücken auf. Londoner Blatter berichten, während der Beschießung seien alle Geschäfte, Gastwirtschaften usw. geschlossen gewesen. Der Pariser Stadtrat habe eine Sitzung im Kellergeschoß des Stadthauses abgehaltem Das Bild der Hauptstadt sei das der Schreckenstage im August 1914 gewesen. Der Kongreß, der heute in der Sorbonne zur Erörterung der Eisenbahntransportmittel- mW Cchrffahrtsfragen zasammentreten sollte, sei verschoben worden. Dte Pariser Zeitungen berichten, ihr Erscheinen sei durch das Ereignis verzögert worden. Die Nachrichtenagenturen haben teilweise ihren Dienst eingestellt. Die Ausführungen der Zeitungen gipfeln in d;r Ermahnung, an die Bevölkerung, Vertrauen und Kaltblütigkeit zu bewahren Der Stand der frirdknsimlMdlllMl mit Kilniiinitll. Brett», 23. März. Nachdem der neue rumänische Ministerpräsident Marghiloman nach Bukarest zurückgekehrt ist und in seinem Beisein die Vollsetzung der Friedenskonferenz gestern wieder ausgenommen worden ist nimmt man in politischen Kreisen an, daß enffprecherrd den im Präliminarfrieden festgelegteu Grundsätzen der Friedensschluß mit Rumänien unmittelbar bevorsteht. Bukarest, 24. März. (WB.) Die Verhandlungen soivohl unter den Verbündeten sowie zwiscl)en den Verbündeten und Rumänien nehmen einen befriedigenden Fortgang. Eine wesentlicbe Annäherung in den noch nicht geeinten Fragen kann festgestellt werden. Bukarest, 22. März. (WB.) Zu Vertretern für die Veelmndlungen sind auf rumänischer Seite der Minister des Aeußern Arion, General Lupescu und Oberst Mircescu ernannt worden. Bukarest, 22. März. (WB. Der Minister des Aeußern Arion äußerte sich über seine Aufgaben wie folgt: Ich priife alle von den Mittelmächten genrachten Vorschläge polittscher, wirtfäxfftlicher und finanzieller Natur, um den Vorfrieden zu einem endgültigen zu wachem Ich hoffe, daß es gelingen wird, zu einem für Rumänien annehmbaren ehrenhaften Frieden zu gelangen, der keine Verminderung der Lebenskräfte des Landes darstellt. Rußland. v Trotzki Krirgsmmister. Berlin, 21. März. Der bisherige Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten, Trotzki, rst zun; Kriegsminister ernannt worden. w ^ ^ ^ Verbannung der Familie KowauoL?^ ^ v Stockholm, 20. Marz, Aus Petersburg tmrd gemeldet: TrohkiS Ausschuß zur Verteidigung der Revolution forderte alle innerhalb der Kommune Petersburg lebenden Mitglieder der Dynastie Romanow auf, die Stadt innerhalb dreier Lage zu verlassen. Amsterdam, 20. März. Der Petersburger Korrespondent des „Daily.Expreß" meldet, daß demobilisierte Soldaten in dem Städtchen Closkow (?) eine wahre Menschenschlächterei angerichtet hätten. Es sollen fünfhundert Personen der besseren Stände ermordet worden sein. Demselben Korespondenten zufolge wurden zwölf Mit* glieder der Familie Romanow, darunter der Großfiirst Nikolaus Michailowitsch, von einem Befehl, demzufolge die Mitglieder der früheren Dynastie in entlegene Gegenden des Innern Rußlands verbannt werden, betroffen. Die mefften Verbannten sind vollständig mittellos. ~—-— * Eine denNe Zih schwache in Vkterslmg. Die Baseler „Nachrichten" melden aus Petersburg: Trotzki ist nach Moskau abgereift. Die deutsche Kommission traf gestern in Petersburg ein. Sie hat einen deutschen Militärkomman- danken und eine Schutzwache von 1000 Mann milgebracht. Eine MMlche KalMiißM in frrüit. Der „Berliner Lokalanzeigcr" berichtet: Aus dem Felde wird gemeldet: Heute Donnerstag abend reist von Vrest-Litowsk nach Berlin eine aus zehn Herren und einer Dame bestehende, vom Finanzministerium der ukrainischen Volksrepublik eingesetzte Kommission, deren Aufgabe die Durchführung der Verträge übet die Anfertigung der Staatswertpapiere für die ukrainische Volksrepublik ist. MM! Im ilaüfm'difn Krikgsmiiiiittiuni. Bafel» 22. März. Nach einer Meldung der Agenzia Stefani aus Nom hat der Kriegsminister, General Älfreri, den Wunsch geäußert, ein Kommando an der Front zu übernehmen. Da er lebhaft auf sein Gesuch bestand, schlug der Ministerpräsident dem König vor, das von General Alfiert eingereichte Demissionsgesuch anzunehmen. Durch Dekret vom 20. März wurde der Senator und General Victor Zupellr zum Kriegsminister ernannt. Aimttumina der „drtükn“ faljrt. Bekttn. 22. März. (WTB.) Der Kaiser richtete an den Fregattenkapitän Karl von M ü ll e r. den früheren Befehlshaber der „Emden" folgenden Erlaß: Auf Grund Ihres mir durch den Admiralstab vorgelezten Berichtes über die Letzten Tage meines Kreuzers „Emden" und dessen Endkampf verleihe ich Ihnen hiermit in wärmster Anerkennung Ihres und Ihrer Be« fatzung sachgemäßen und tapferen Verhaltens den Orden Pour le merlte. Sie haben den Namen Ihres Schiffes für alle Zeiten zu hohen Ehren gebracht und der ganzen Welt ein leuchtendes Beispiel tatkräftigster und ritterlichster Kreuzerkriegsühruug gegeben. Den am Schlüße Ihres Berichtes erwähnten Vorschlägen für Auszeichnungen des Schiffsstabes und der Besatzung sehe ich gerne entgegen. gung finden, während der Antrag des Abg. Hartmann aus Ma,^ gel an Personal bisher nicht zur Durchführung kommen konnte, denn e» sei eine sehr umfangreiche Arbeit, die jahrhundertealten Akten des Höchster Klosterfonds zu prüfen. Auch die Klage der Abg. Fenchel soll einer Prüfung unterzogen werden. In Kap. 42a fordert Abg. E i ß n e r L auch die Hergabe von Mitteln an die Arbeiterturnvereine, worauf Staatsrat De. S tt f f e r t erwidert, daß dies geschehen könne, wenn ste sich den militärischen Jugendorganisationen anschließen. In Kap. Landwirtschaft fordern die Abg. Fenchel und De. Weber raschere Durchführung der Feldbereinigung tm Vogelsberg. Bei Beratung des Justizministeriums gibt der Minister Dr. v. Ewald eine statistische Aufstellung bekannt, aus der das bedenkliche Anwachsen der Kriminalität auch in Hessen zu entnehmen ist. Hieran schloß sich eine kurze Aussprache. Dann wird das gestern zurückgestellte Kap. 12 Steuern weiterberaten ; es entfpinnt sich hier eine lebhafte Debatte über die Anttäge betr. die Steuerfreiheit der Teuerungszulagen und die von der Regierung geforderten 10 neuen Fmanzassistentenstellen, an der sich zahlreiche Abgeordnete aller Parteien beteiligen Das Kap. selbst findet Annahme und der Antrag der Abg. Brauer und Gen hierzu, die 10 Stellen zu streichen, wird mit 18 gegen 15 Stimmen abgelehnk. Der Antrag Ulrich, auch die Te-r-- rungszulagen der^Arbeiter steuerfrei zu lasten, wird abgslehnt und der Antrag Reh und Gen., der die Steuerfreiheit der Teuerungszulagen für Beamten fordert, angenommen. Dann finden noch die Nachtragskapitel sowie die Denkschrift über das Kastenwesen Annahme.. Inzwischen sind zwei Entschließungen eingegangcn. die sich mit dem Inhalt der beiden v. Helmoltschen Anträge decken. Eine verlangt eine Neuregelung der Eierabgaben im Eroßherzogtum Hessen, die im Einklang mit de- Nachbarländern steht, die andere fordert in den Landeskartofsel- Obst-, Eier-, Milch- und Fettstellen usw. eine gleichmäßige Vertretung von Erzeugern und Verbrauchern. Die Entschließungen fanden einstimmige Annahme. Die Verhandlungen werden auf nächsten Dienstag vormittags 10 Uhr vertagt. An diesem Tage wird auch die Erste Kammer zusammen treten, nachdem deren Finanzausschuß inzwischen die Vor- anschlagberatung vorgenommen hat. .MzM-Mchchtn «der 59 Granm. Zur Verhütung sonst unvermeidlicher Störungen und Stolkungen dcs gesamten Feldpostverkehrs wurde Im Einvernehmen mit der Heeresverwaltung die Einnahme nichtamtlicher Feldpostbriefe über 50 Gramm (Päckchen) an Truvpenangehori- gen der Westarmeen von sogleich ab bis auf weiteres eingestellt. Hiernach unzulässige Sendungen werden den Absendern zurückgegeben. Au den Dauersmanu. Hast noch Hof und Haus und Acker, Denk' an die da drauß, die wacker Jeden Feind mit Macht verhauen: Du kannst ruhig weiter bauen. Nichts hat dir der Feind genommen. Keiner ist m's Land gekommen. — „Zeichne heute, daß es kracht, Kriegsanleihe Nummer A ch t" I Pm; Heinrich XXXVUI. Rech j. f. -Men. Schwerin. 22. März. Die „Mecklenburgischen Nachrichten" melden: Prinz Heinrich XXXVIII. Neuß j. L., Oberleutnant tm Kürassier-Regiment Königin (Pommersches Nr. 2), zweiter Sohn des verstorbenen Prinzen Heinrich XVIII. Reutz und seiner Ge. mahlin. ged. Herzogin Charlotte zu Mecklenburg, ist im Kampfe an der Westfront gefallen. Fliegerirntnant Kethge gefallen. Der Oberleutnant Franz B e t h g », Führer einer Jagdstaffel, ist am 17. März im Verlaufe eines Lufttampfes. nachdem er 20mal siegreich aus zahlreichen Luftkämpfen hervorgegangeu war. gefallen. Aus dem helftlche» Landtag. RMK. Darmstadt. 22. März. Die Zweite Kammer setzte heute die Etnzelberatungen fort und erledigte die sämtlichen restlichen Kavttel des Hauptvoranschlages ftir 1918. In Kapitel 35 bringt Abg. Osann dte Klage der Oberlehrer vor. daß sie nicht auch, wie andere Akademiker bei Erreichung eines gewissen Alters und entsprechender Dienstzeit den Titel „Geheimer" Schulrat erhalten. Abg. E a l m a v (Natl.) ersucht die Schulbehörde um Herabsetzung des Schulgeldes für Mädchen, wenn auch Brüder die Schule besuchen. Abg. Fenchel (Bbd.) wünscht, daß die Kreisschulkommis- sionen bet früherer Schulentlassung und dadurch veranlaßter früherer Konfirmation die Jntereffen der Kirche mehr wie seither unterstützen. In Kap. 38 bringt Abg. Dr. O s a n n die Tatsache zur Sprache, daß in der letzten Zeit Personen, welche ohne wettere Verdienste einer Hochschule einen gewissen Bettag stiften» durch das Rektorat zu „Ehren-Doktoren" ernannt werden. Er verurteilt dieses Vorgehen, denn es gehe doch nicht an. daß Personen, welche vielleicht erst durch den Krieg zu bedeutenden Mitteln gekommen sind, sich jetzt diesen höchsten Ehrengrad einer Hochschule einfach kaufen können. Er führt einzelne Beispiele an. Zu Kap. 38 Schulen trägt Staatsrat Dr. S ü f f s r t eine Reihe von Zahlen vor, aus denen hervorgehl, daß der Besuch der höheren Schulen stark wächst, wahrend aller Voraussicht nach der Volksschulbesuch in absehbarer Zeit bis zu 40 Prozent zurück- aeben dürfte Die Anregung des Abg. Lalman soll Berückstchti- Usm Felds der Ehre. Södel. Gastwirt August Graulich, z. Zt. Unteroffizier Leim Landsturm-Bataillon 18/34. seit Kriegsbeginn im Felde, wurde zum Sergeanten befördert. Dauericheim. Dem Reservist Karl Schmidt in einem Feld-Artillerie-Regiment. wurde, nachdem er zum Gefreiten befördert, die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt er schon früher. Zn-S der Monatliche Ablieferung der entwerteten Bezugsscheine. Allmonatlich haben dte Gewerbetreibenden die entwerteten Bezugsscheine an die zuständige Behörde ihres Mehnortes abzuliefern. das ist für Friedberg die städtische Bekleidungsstelle, nicht aber das Kreisamt, das gilt M alle Bezugsscheine. Dorheim. Karl Beppier von hier, der schon seit September 1916 vermißt wurde, ist noch am Leben und in rumänischer Gefangensckvft. FC. Miltenberg, 21. März. Hamsterer, unter denen sich auch Schleichhändler befanden, sind in der letzten Zelt 50 Pfund Dörrfleisch (meist Schinken) ein größeres Quantum Butter und Schweinefett. 2Y, Zentner Dörrobst. 150 Eier. 30 Pfund Mehl sowie ein Quantum Bohnen am Miltenberger und Kleinhea- bacher Bahnhof durch dis Gendarmerie abgenommen worden. Verantwortlich für den politischen und lokalen Seil: Ctto Hirschel. Friedberg; für den Anzeigenteil: R Sevner. Friedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung"« % G.. Friedberg i H Zentrale für Kriegsfürsorge. Die nächste Ausgabe der Karten für die Volksküch« findet nicht am 27. März, sondern erst am S. April statt. Mit herzlichem Dank bescheinigen wtt den Eingang folgender Gaben: Wilhelm Häuser 50 Mk., Vorschub und Creditverein 2000 Mk. Weitere Gaben werden an unsere» Rechner Herr» Stadtverordneter Oppenheimer erbeten. Zentrale für Nriegsfitrsorge» Grane Gefahren. Roman aus der Gegenwart von M. Gontard- Schuck. 61 J 1 Nachdruck verboten. ."Ni danke Dir, Liebling. Natürlich hast Du volle Freiheit Deines Willens, aber daraufhin will ich es gern wagen. Ich bin sehr froh über Deinen Entschluß, denn nun höre nieine zweite Neuigkeit: Donnerstag gehe ich wieder in See! Und zwar rate mit welchem Boot? — Mit einem ganz neuen, ganz großen, mit U 57.. Eigentlich ist es fa noch halb und halb Geheimnis, aber Du darfst es jetzt schon wissen. Und überdies wird es bald kein Geheimnis mehr sein, dafür werde ich sorgen." , „Aber Fred! Und darüber freust Du Dich so? Ist es Drr denn gar nicht leid, daß Du so rasch wieder fort mußt?" „Verzeih, Lieb, das darfst Du mich nicht fragen. Deshalb wünschte ich ja so sehr, daß Du nach Tannenberg gchtst. .'ch sclxnde dann viel ruhiger. Und daß ich mich auf dieses Kommando freue, ist doch selbstverständlich. Denke doch welch eine Anerkennung darin liegt. Ich bin einer der jüngsten Unterseebootskommandanten." "Tch kann mich nicht freuen. Du gehst in Gefahr, viest leicht in den Tod! Wie kann ich mich da freuen?* „Sei meine tapfere kleine Seemannsfrau. Ich gehe nicht in den Tod. Ich glaub' an mich und Meinen Stern " J tT ? en ^"kte er Gott, daß sie keine Ahnung von der Große der Gefahr batte der er preisgegeben war. — „Dann will ich mit Dir glauben." sagte sie innig und schmiegte sich an ihn. ..Heißt es nicht: Der Glaube kann Berge versetzen? Ich will mit Dir an Deinen Stern glaub-m damit Du wiederkommen mußt." „So ist's reckt. Eine echte Seemannsfrau darf überhaupt nicht daran glauben, daß ihr Mann je wegbleib^n kennte." wollt ihr wirklich England mit euren Il°Booten obschnelden. wie jetzt gesckirieben wird?" Er nahm ihren Kopf zwischen seine beiden festen Hände und sah lbr lackend in die Angen. „Kleine Neugier! Da? wg rck ^ir nicht. Aber — an ihren Taten sollt ihr ste erkennen! Kennst Du den schönen Spruch?" , Du! Daß soll wohl wieder mal ein Staatsge- helmnis sein, was ihr vorhabt? Und dabei pfeifen es die Spatzen schon von den Dächern." M die Svatzen Meilen. Wir können's ihnen ja nicht verbieten, .m nbnaen ist es nicht deutsche Art. von großen Taten ern halbes Jahr vorher zu sprechen. Das Vergnügen wollen wir Heiwn Wrayson oder Herrn Winston überlassen, rustr reden Nicht, wir bandeln." Sie drohte ihm lächelnd mit dem Finger. „Wer spricht vom Kneg? Wie ist's mit der Strafe?" bat angefangen? Aber jetzt mal ernsthaft. Alw fr"' 6 **" dah -r mrmnbe, 'ckvckt, Dick, abwbolen. M,r ist es leider nickst möglich. Dich yinziwringen. ich kann keinen Tag mehr abkommen." „Aber Fred! Wo denkst Du bin? Ich bin dock, kein zehnjähriges Kind mehr. Ich nehme meine Jungfer mit und tonst brauche ich niemanden. Was aber soll mit dem Haiste werde n? Voraussichtlich bleibe ich doch länger.- "Wir lassen die Köchin hier. Sie ist eine ältere Person, die macht keine dummen Streiche mehr. Dem Mädchen gib Lohn und Kost und schick es zu ihren Eltern. Du kannst dann ohne Sorge fortbleiben, solange Du magst." „Du sorgst für solange vor, Alfred! Einmal muß es doch wieder zu Ende gehen." Er antwortete nicht auf die halbe Frage. Seine Augen blickten über sie hinweg wie in weite Fernen. Weit, weit sort^ über das ewig bewegte, ewig unruhige Meer/ Die Pupillen wurden starr und groß, und auf dem Grunde d<>r Augen lauerte es wie etwas Furchtbares, wie etwas Grauenhaftes. Hastig fuhr er mit der linken Hand nach den Aug-n nnd preßte die Finger heftig gegen die geschlossenen Lider. Fest, so daß es schmerzte und bunte Lichter und Farben vor den Angen tanzten. . Wollte er schon Geschautes verjagen oder zauberte ihm seine Einbildungskraft Bilder vor, die noch kommen sollten? Helen beobachtete ihn besorgt. Was mochte es sein, das ihn plötzlich so stilnim mocfrte? . "Du verheimlichst inir etwas. Fred! Ihr habt ganz be- stiinmt etwas Besonderes vor. Tu gehst irgendwohin, wo es sehr gefährlich ist mit Deinem großen neuen Boot, und oeshcstb willst Du mich auch fort haben." Sw sah ihm angstvoll in die Augen. Ihre Phantasie cknf. ihr Plötzlich Schreckbiloer von nie geahnter Furcht- barkeit. „Unsinn, Kind! Mack Dir doch keine unnützen Ge- danken Ich mußte nur eben über etwas Nachdenken " Schnell berilbiat lächelte üe ihn an. „Du hast mir auch immer noch, nicht erzählt, was man zu Deiner Meldung gesagt hat. Tu weißt ja. wegen Frau von Dünng." „Ich bah's immer vergessen. Kind. Der Kommandeur war sehr liebenswürdig. Er bat die Meldung dienstlich gar nickt angenommen. Er betrachtete sie als persönliche Erzählung. Gedacht batte ich es mir ja. aber immerhin war es be'ser so. llebriaens — ich wollte es Dir erst nicht tagen, aber vielleicht ist ß dock gut. wenn Du's weißt — Frau von Dünng haben sie in.Hamburg gefaßt." Sie stieß einen Ruf des Schreckens aus. „C Gott, ote Arme. Leid kann sie mir dock tun." Er zuckte die Schultern. „Sie hätt' es besser haben können. Das Leben ihres Mannes hat sie mit zerstört. Herr von Du ring ist freiwillig von seinem Posten znrückgetreten und bat sich zur Linie gemeldet. Er geht als Pionier nach Flandern. Er sucht die Gefahr." XIX. Kapitä'nleutnant von Merkbeim war mit seinem neuen Boot^ unterwegs. Es war eine wahre Lust, m diesem „schwimmenden Palast", wie er sagte, zu wirtschaften. Zu seiner großen Freude bäte er fast alle Leute von 1 7 mitbekamen. Nur Doktor Gärtner war nicht hier. .Das ®rWff ist mir zu groß." sagte er scherzend. „Ta sind' 'ch mitf nicht zurecht. Ich warte, bis die alte Sieben wieder fertig ist. Mit der vertrage ich mich am besten." ^ Aber sonst waren fast aste da. Mittler, Aßmann, der Ingenieur, Robrmeister. Maschinisten und so weiter. Alle hingen mit wahrer Liebe und Begeisterung an fyrem ftom- ma n banten Sein erster Streich mit dem neuen Boot war lischen^ %m\te Frachtdampfers Durward an der eng- Jetzt aber galt es einen weit ernsteren Schlag „ ®* ne N°"e von zehn Unterseebooten lag „nweit detz Auslaufs ^ 0l,tet ° Uf ben Befehl Z»m 8« *»»*■ " »« Sur fe(6en Zeit, wenn die Luftschifflotte die Ostküste angnff sostten die llnterieeboote in den Hasen von Dover und in die Themsemündung hinein gehen. Ein Nachtangriff sollte es werden. Und wenn er gelang? — Einmal in der Hoble des Löwen, einmal ibm zeigen daß er nirgends mehr sicher war. auch nicht m Zeinen nohh verwahrten Knegshä^en. und England würde bis in seine Grundfesten erschüttert. — Seit bald tausend Jahren hatte es vor keinem Feinde gebebt Sie waren fett und zufrieden geworden, die reichen Eltylente. Sie regten sich nickt gerne auf. Aber diesmal sollte es anders kommen! Die satte Be- hoglichfett würde endlich von den Gesichtern schwinden, die Anast. die Wut sie verzerren. — Werkheim stand mit Mittler am Kommandoturm. ..In London zerbrechen sie sich vergebens die klugen Köw- darüber, wo wir unfern Zufluchtsort am Kanal haben. Am liebsten möchten sie uns nattirlick wieder die Holländer ant den Hals hetzen und ihnen Vorreden, daß wir den Nbein herauf kommen." sagte Werkheim. „Eigentlich ist es ja auch ein Wunder, daß noch keiner der feindlichen Flieger hinter das Geheimnis unseres V^r- stecks gekommen ist." Nun nahe daran waren sie ja oft genug. Aber ich glaube, die Sache ist zu einfach für sie. deshalb finden sie uns eben nicht." — Die Nacht war dunkel und sternlos, nur hier und da flog ein leichter hellgrauer Wokkenfetzen über den Himmel. Alle Leuchtfeuer waren gelöscht. Schwarz lag die uw endliche Wasserwüste da. Nirgends ein Anfang, nirgends em Ende. Himmel und Wasser vereinigten sich in urgewal- tiger Unendlichkeit. — Auf ü 67 hielt man scharfe Wacht. Jeder Mann stand an seinem Posten und wartete auf den Befehl zum AuS- laufen. „Horch!" flüsterte Mittler plötzlich. Durch die Luft surrten die Propeller eines Lufttchiffes. Aber so sehr sie auch die Augen ansttengten, nichts war zu lehon. Ein grauer Sitten, eine Wolke? Rasch wie der Gedanke war er vorüber. Unheimlich! Nichts war zu sehen, und doch wußten sie. da oben trug man Tod und Verderben ins feindliche Land. Forttetzimo lolat Danksagung. Für die wohltuenden Beweise herzliche? Teilnahme und der zahlreichen Kranzspenden bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen Sem RÄlkiis Ws sagen wir unseren innigsten Dank. Friedberg i. H.. den 25. März 1918. Z» Samm dkr I tstraoerureii gintrrblirbrnrn: |H Sinne äisolf geb. Klopp. Osterueri; eh r 1918 t Aste verfügbaren Beuiebsmittel müssen nach wie vor m erster Lin,e Heereszwecken und zur Bewältigung nL?;L Ue,Ee[ f, bl T';- Lur den Personenverkehr s Oitern können daher besondere Vorkehrungen nicht ae< £“^ Den - Mi! Unzuiräglichkeiten aller Art. Zurück- bve.uen beim Re>>eantr,tr oder unierwegs must aerechnel weiden. Alle nicht unbedingt nötigen Reisen "mit der L-jenbahn musten unterbleiben. Frankfurt (Main), im März 1918. ÄöchW (SiiftiBii^übirpFüon. m t Ttlfti ^Osterseiertage fällt auf unserer Grube Nohkohlenverkauf den 29. März 1918 a u S und findet dafür -m Mittwoch, den 27. Mär, 1918 statt. «i. girpfrbiirfliiion ( 8 nlt fnbtaigotjoffnnng. £ efi i omiegut itfpl frnn fen 1 i,,^ ^r. v ,—. .^ ^ tn Mitteifranken, 1 Stunöe von Bahn und Stadt 826 pr. Morgen ' groß, arrondiert, meist Ackerland, etwas Wiesen nnd Wald Vorzug!, mtttk. 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