Nummer 68 Donnerstag. den 31. War; 1918 11. Jatp gang ene Tageszer k)»e eue v n, evreitnng" ?i cbetnt ,eder Werl»«'. iKepelmafoipe »heiiocen „irr iTourr ans Hellen", „Die Sp»«nl1«de". Ke;ugspre»s: Bei den Poitanftatten oicrieljalirlictj s JJiL 2.40 hinzu iritt noch das Bestellgeld; "ei oen "enter- monatlich -,5 Big. etnchließlich Traqertotm. Anzeigen: Grunv^ette 2b Big., totale 20 Pig^ Än,eigen von auswurrs veroen ourch vo machnatim« erhoben. E 'ullunnson ^ttevdera. Schriftleiluna und lerln, nevd- >e ien -uns »er trage 12. ^era vre t»?r 48. Vs t, ,ek, Ls na *ir. iS 1 »». In« m nicn verlängert. — 18000 Tonne» versenkt. e Fall Daimler-Werke :»» Reichstag. «r ---——- ■■■■■■• j; Der deutsche Gencraistak z^= ~.zz— r== meldet: = - W. T. K. Mrosies Hairptqna» tier. de.» 20. März. Amtlich. Weilliche- gsfchauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Rupprechß und Deutscher Kronprinz. Zwischen der Küste und dem £a Bassee-Kanal dauerte die »ege Erkundungstätigkeit fort. Das in diesen Abschnitten am Morgen abflauende Artillerre^euer nahm am Nachmittage wieder an Stärke zu. An der übrigen Front lebte die Gefechts- tättgkcit nur in den Abendstunden südwestlich ov". Cawbra'., zwischen Oise und Ärlette. nördl'L von Berry au Vac und an einzelnen Stellen der Champagne auf. Heeresgruppen Gallwitz und Herzog Albrecht. Der Feuerkampf bei Verdun ging heftig werter. Die beiderseitigen Artillerien bekämpften stch vielfach mit größerem Muni- tionseinfatz. Nordöstlich von Bures brachte ein Angriffsunternehmen Gefangene und Maschinengewehre ein. Starke Tätigkeit entwickelte der Feind tm Parroywalde. Das vom frühen Morgen an gesteigerte Feuer hielt fast ohne Unterbrechung bis zur Dunkelheit am Auch in den Abschnitten von Blamoat und Badonvillers war dre französische Artillerie rege. Oste«: In der Ukraine haben württembergische. zur Säuberung der Von Olwiopol nach Nordostcn führenden Bahn vorgehende Truppen bei Nowo-Ekrainka stärkere Banden im Kample vertrieben. * Der vertragsgemäß am 19. 3. abgclaufene Waffenstillstand mit Rumänien wurde bis zum 22. 3. mitternachts verlängert. « Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Abenddrrichl. Berlin, 21. März, abends. (WTB. Amtlich.) Don den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Auch bei Verdun ließ der Artillerletampf bei Regen und Nebel an Heftigkeit nach. Der österreichische Gcnernlstab ——-—- meldet: —."= < Wien, 20. März. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Keine besonderen Kampshandlungen. Der Waffenstillstand mit Rumänien tst bis zum 22. März verlängert worden. Der Lhel de» Seaeraljiabe». Das türkische Hauptquartier —- .- meldet: ===a Konstantinvpel, 19. März. (WB. Nichtamtlich.) Tages- An der' Palästinafront steigerte sich das Artilleriefener on einzelnen Teilen des westlichen Abschnittes zu großer Heftigkeit. 18000 Tonnen versenkt. Berlin, 19. Mgrz. (WTB. Amtlich.) U-Booterfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 18 000 Bruttoreglstertonnen. Ein tiefbeladener bewaffneter Dampfer wurde an der englischen Ost- tiiste aus stark gesichertem Geleitzuge herausgeschossen. Ein anderer Dampfer, wahrscheinlich mit Munitionsladung. versank augenblicklich nach der Torvedodewnation. Der Chef de» Ad«ir«lstods der M«rine. Die Armee Gallwitz. Die „Zürcher Post" meldet, daß die französischen Militär- treife in der Ernennung des Generals Gallwitz zum Führer einer Heeresgruppe an der Mosel wieder ein Vorzeichen des unmittelbar bevorstehenden Angriffs erblicken und darüber starke Erregung zeigen. Man steht stch in der Annahme bestärkt, daß Gallwitz in Deutschland ähnliches Ansehen genießt wie Hinden- burg. Gallwitz könne wahrscheinlich als Führer des kommenden Frühjahrsangriffes betrachtet werden. Heldentod d-u,t'cher Flieger. Bern. 20. März. (A5TB.) Dem ..Matin" zufolge wurden die nach dem zweiten Luftangriff auf Paris abgeschossenen deutschen Flieger Graf Ccheibler aus München-Gladbach. Leutnant Freiherr von Meinsingen und Feldwebel Wulf aus Oldenburg vorgestern auf dem Friedhof von Chaleau Thierry bestattet. Drin Welcher Friede! Kiel. 19 März. (WTB.) Auf dos Begrüßungstelegramm des hier tagenden fchleswtg-holsteinifchen Provinziallandtages ist folgende Antwort des Kaisers eingegangen: Dem schleswig-holsteinischen Provinziallandtag sage ich von Herzen Dank für den Huldigungsgruß, aus dem ich mit Freude seine Zuversicht und das Gelöbnis der Provinz zum Auharren entnehme. Unser deutsches Schwert hat sich bisher als bester Schutz erwiesen und wird es bleiben in dem kommenden schweren Entscheidungsringen. Das Heimvtheer in Stadt und Land meiner treuen Provinz Schleswig-Holsteln wird, des brn ich gewiß, der unermüdlichen Armee und de» unseren Feinden den Lebensatem raubenden Marine treu zur Seite stehen. Der Siegespreis soll und wird uns nicht fehlen. Kein welcher Friede, sondern einer, welcher den Interessen Deutschlands entspricht. Das walte Gott! Wilhelm R. Herzogtum Litauen. Berlin. 20. März. Tie Entscheidung über das weitere Schicksal Litauens steht, wie die „Tgl. Rdsch." hört, in kürzester Frist bevor. Vor allem ist der Beschluß des litauischen Landesreto- vom 9. Dezember 1917 anerkannt worden. Die mit den Verhandlungen beauftragten Litauer haben diesen Beschluß dahin bindend erweitert, daß Litauen sich mit seinen 75 bis 80 vom Hundert Katholiken einen katholischen Staat mit katholischem Fürstenhaufe schaffen wolle, daß dieser katholische Fürst ein deutscher Fürst sei solle, daß in erster Linie ern süddeutscher Herzog in Frage käme und dieser Herzog bereits seinen Willen kundgegeben habe, daß er dem Rufe Folge leisten werde. Weiter wurde bindend zuaesagt, daß der Staat sofort und für ewige Zeiten im engsten Bünd. nis niit dem Deutschen Reiche zu stehen wünsche. Jeder Gedanke einer persönlichen Vereinigung der litauischen Krone mit einer anderen werde nach Behauptung der Litauer vom ganzen Vo'ke abgelehnt. Das Blatt glaubt versichern zu können, daß über alle diese Punkte zwischen der obersten Heeresleitung der politischen Reichsleitung und der derzeitigen gesetzlichen Vertretung des litauischen Volkes volle Einigkeit besteht, und daß dieses Unternehmen nunmehr in kürzester Frist seine öffentlich-rechtliche Form erhalten dürfte Finnland. Stockholm. 19. März. (WTB.) Wie das ..Aftonbladet" aus Wasa erfährt, ist das Hauptquartier der Weißen Gardisten heute nach Haapamaeki verlegt worden. Nach den gleichen Quellen ist an der ganzen Front eine große Schlacht im Gange. Bei Vilppula gingen die Weißen Gardisten zum Angriff über. Orivest und einige andere Orte wurden bereits von ihnen ein. genommen. Inzwischen fahren die Roten Gardisten mit ihren Gewalttaten gegen die Bevölkerung fort. Nördlich von Björne- borg wurden in einer Fabrik fast alle Beamten ermordet. Man hatte sie vorher barfuß in den Schnee getrieben und in Keller etngesperrt, von wo sie dann halbverhungert wieder heraus* geholt wurden, um nkedergestochen zu werden. Ebenso wurden auch wieder mehrere Gutsbesitzer ermordet. Ein großes Geschäftshaus in Abo wurde vollkommen ausgeplündert, wobei vor allem Frauen mlthalfen. Die Skilliliilinilhmt l»rr JjollänWdjfn ZW. London. 20. März. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reuterfche Bureau erfährt, daß der englischen Regierung bis gestern vor? mittag noch keine Antwort der Negierung der 9flebcrlanbe auf die Note der Alliierten zugegangen war. Es lag auch weder eine Bestätigung des britischen Gesandten im Haag, noch eine des niederländische« Gesandte« in London vor. daß die nieder- ländische Negierung den ihr vorgeschlcktzenen Bedingungen zuge. stimmt habe. Jnfolgedesien ist ein«: neue Notifikation n.'ch oew Haag gesandt worden, nach der die Alliierten mangels der un. zweideutigen Annahme der Note der Alliierten zu der soior.ige» Beschlagnahme der Schifte schreiten mußten. Da ein Teleg-a'mm aus Holland den Anschein erweckte, als habe dre Regierung de» Niederlande die Note der Alliierten angenommen, so sollte von neuem betont »verden, daß der bloße Versuch der zögernden An. nähme dem modus vivendi vom vergangenen Januar seitens Hollands der Sachlage nicht gerecht wird, da sich die Situation j von Grund aus geändert hat. Rumänien. Die Politik Marghilomans. Wien, 20. März. (WB.) Nach einer Meldung des Wiener k. u k. Bureaus melden die Blätter, daß der neue rumänische Ministerpräsident Marghiloman ein Bündnis mit den Mittelmächten anstrebe. Sie äußern sich sympathisch zu diesem Plan und erkennen in chm sowohl den Beweis, daß Rumänien eingesehen hat, wo sein wahrer Vorteil liegt, wie auch dafür, haß es den abzuschließenden Frieden eben- falls als einen Verständigungsfrieden betrachte. Die rumä- nische Regierung würde ein Bündnis kaum erstreben, wenn sie den kommenden Friedenssckluß als eine Demütigung oder Bedrohung der Äcbensinteressen Rumäniens cmsehL mit der Abrrne. Wien, 20. März. (WB.) Die ..Neue Freie Presse" meldet: In den nächsten Tagen wird die Luftverbindung zwischen Wien und Kiew mit Etappenstationen in Krakau und Lemberg, ferner der Luftverkehr von Budapest über. Bukarest nach Odessa und vielleicht nach Konstantinopel ein* gerichtet werden. Vorerst soll die neue Luftverb'mdung zur dienstlichen Vermittlung der Post zwischen den Zentralstellen und den Zwecken der Getreidekommission des Grafen For- buch dienen. Nack kurzer Erprobung soll die Luftpost für den öffentlichen Poswerkehr frei gegeben werden. Einberufungen in Zapan. Genf. 19. März. Der „Herold" meldet aus Tokio: Die Negierung hat am 16. März sieben Jahrgänge einberufen und über die japanischen Hafenplätze den Belagerungszustand verhängt Dliiillh-jmiiMichk örrrnlumnig über Dir fr'fösofffnwtifn. Bern. 18. März. (WTB.) Nach Mitteilungen des politt- fchen Departements mit Noten vom 16. März haben der franzö- fische Botschafter und der kaiserlich deutsche Gesandte dem Vun- despräsidentrn mitgeteilt.. daß ihre Regierungen dem im Ver- lauf der in Bern gepflogenen Verhandlungen aufgestellten Ent- wucf einer Vereinbarung zwischen der deutschen und franwnichen Negierung über die Kriegsgefangenen genehmigt haben. Dies» Vereinbarung ist demnach in Kraft getreten. Dentlcher Rkich^tag. (Sitzung vom 20. März.) Fall der Daimlerwerke. Der Ausschuß beanttagt durch den Berichterstatter Abg. L iesch' ng. Entschließungen auf Ueberwachung der Geschäfts- bücher und anderen für die Berechnung der Preise maßgebende« Unterlagen. Errichtung von Preisprüfungsstellen bei sämtlichen zentralen Beschaffungsstellen für die Bedürfnisse des Heeres und der Marine und auf Beschaffung einer Zenttalprüfungsstelle für KricgsUeferungen, deren Aufgabe es ist, die Tätigkeit aller einzelnen Prüfungsstellen zu überwachen. General von Wrisberg: Die Veranloffung zu den vor. liegenden Anttägen hat die Daimlerangelegenheit gegeben. Ich wende mich hierzu. Was die strafrechtliche Seite der Angelegen- heit angeht, jo ist seitens der Staatsanwaltschaft in Stuttgart das Strafverfuhren wegen versuchten Betruges und Kriegs» wuchers eingeleitet worden und da» Schreiben der Firma, t» dem die Heeresverwaltung eine Drohung mit Bettiebscinfchrä,»» kung sah, ist durch die genannte Staatsanwaltschaft dem Ober- reichsanmalt zugeleitet worden zur Prüfung, ob darin etwa versuchter Landesverrat z« erblicke« ist. Dt« Heeresverwaltung muß es sich versagen. Aber die strafrechMche Seite der Frage zv urteilen, solange das Verfahren schwebt. Hinsichtlich der Erklärung der Daimler.Gesellschaft vom 11. März gab er eine Erklärung ab. in der es heißt: Wenn dort die Drohung mit einer Einstellung des Betriebes in Abrede gestellt wird, so wehrt man sich gegen eine Anklage, die gar nicht erhoben worden ist. Der Wortlaut des den Gerichten übergebenen Schreibens laßt gar keinen Zweifel darüber zu. daß es sich um ein llltimrtum bandelt, das Einschrankunoen des Betriebes androht. falls die geforderte Preisreoision nicht in^aller Kürze eintrete. Es 'ft stets anerkannt morden, dost die Daimlerwerke babe Ouolitätsarbeit liefern, was wohl weniger der kaufmännischen Leitung als der technischen Leitung lind der Arbeiterschaft zu danken ist. Gerade wegen der hohen Leistungen des We-kes lag cs aber im ^n^ereFe der öffentlichen Sich-beit, einer Einschränkung der Vrodnktion vorzubeu-en. So wurde dieses Schreiben, in welchem gleichzeitig und endgültig die feit langer en fei nach seiner Ueberzeugunq nicht vorhanden. Abg. Dr. Osann erklärt, daß man bei Bewilligung der Teuerungszulagen im Finanz-Aasschuß der Meinung gewesen sei. daß diese Zulagen den Beamten vollständig zugute kommen würden. Abg. Brauer glaubt, daß die von dem Vorredner angeführten Fälle nur Ausnahmen seien. Es sei bedauerlich, daß von seiten der Beamlenorgarnsationen jetzt eine derartige Gegenströmung geschaffen werde. Man habe bei der letzten Bewilligung schon auf die Besteuerung Rücksicht genommen und kann event. bei der nächsten Bewilligung Rücksicht nehmen. Man detrachte die Beihilfe als einen Teil des Gehaltes. Schluß nach halb 2 Ufyz. Nächste Sitzung Mittwoch 9 Uhr. * * RMK. Darmstadt, 20. März. wird zunächst in die Generaldebatte über das Staats- rninisterium eingeft-eten. Staatsminister Dr. v. Ewald bespricht zimachst die Stellungen der verschiedenen Redner zu dem hessischen Wahl, recht und erklärt, daß sich unsere Bestimmungen bisher be- währt haben und daß man die Erfahrungen, die man jetzt mit anderen Vorschlägen in anderen Staaten mache, ab- warten müsse. Einer überstürzten Revision des Wahlrechts widerstrebe die hessische Negierung. Er betonte dann unsere gZ'te Kriegslage und sprach die Hoffnung aus. daß die 8. Kriegsanleihe wieder einen guten Erfolg haben werde. Abg. C a l m a n n (natl.) bespricht unsere allgemeine gute Lage, stellt fest, daß wir den Krieg bisher gut üüer- standen bcrben. Wir sind aber für die Zukunft gezwungen uns größerer Sparsamkeit und Enthaltsamkeit zu befleißigen Tie Fürsten müßten hierin mit besteni Beispiel varangehen. In der Kunst habe zwar Hessen vieles geleistet, aber der Landessiirst solle alle Landesteile gleichnräßig behandeln. Abq. K o r e l l - Angenrod (Bbd.) begrüßt die Aus- ftihrungen des Staatsministers in Bezug auf die innere Einigkeit, möge auch die Regierung hierin ihre Schuldigkeit tun. Die Stellung der Negierung zu dem Wahlgesetz könne er billigen. Er begrüßt dann die großen Ostfragen, die er aus eigener Erfahrung kennt. Hier sind den Zentralmäch' ten große Aufgaben gestellt. Es sind keine großen Neuauf- -aben gestellt, der abgeschlossene Vertrag mit den Ost- staaten sei aber für die Zukunft von großer Bedeutung. Er begrüßt die Rede des Reichskanzlers m diesen Fragen. Man wolle selbständige Staatswejen haben, aber im engsten An« schkuß und gewisser Abhängigkeit zu Deutschland, die hessische Regierung möge diese große Politik unterstützen. Abg. Raab (fcO widerspricht den Ausführungen des Staatsminsters und des Abg. Korell-Angenrod. Minister von Hombergk geht ans das Kriegswirt, schaktszwangssvstem näher ein und stellt gegenüber den Wünschen des Abg. Henrich fest, daß nach den Erklärungen des Staatssekretärs des Wirtschaftsamtes v. Daldow mit Rücksicht aus die knappen Vorräte eine Anwendung nicht moalich ^ei. Bei der verstärkten Heranziebnng der Landwirtschaft bei der Verteilung sei eine Ausschaltung des Handels keineswegs beabüchtiat. der Schleichhandel wurde von An- fana an planmäßig bekämpft, man könne ibn wobl gesetzlich ein dümmer, ab^r niemals unterdrücken. Mit allen Maßregeln des Kriegsernährungsamts sei man nicht einverstanden. doch habe man alle möglichst loval dnrchgeiübrL. Die durchgeführten Zwangsmaßnabmen zur Beschaffung von Lebensmiteln seien zwar bedauerlich aber im ^uta-r-asss unserer Heeresversorgung nicht zu vermeiden. Mit den Kartofsekvorwten reiche man aus. mülle aber fvarsamcham'.t umgeben Die Fleischverforgung werde durch die knappen Futtermittel stark beeinflußt und werde poraussichllich noch ungünstiger werden. Die Obstverteiluua sei mit gutem Erfolge durchgefübrt (??) worden und trotz der groben Schwierigkeiten habe die Verteilungsstelle 9 1«4a f vf Eier verteilen können. . Die Milch. Butter- und Fettversorgnng leide nutz durch die Fnfternot. doch habe man gewissen Ersatz durch die Margarine schaffen können. Erfreussch fei die Freigabe dar Miiblen, welche durch Waller getrieben werden. Dank gebühre besonders auch den Frauen auf dem Lande, welche schwere Aufgaben zu erfüllen batten. Man werde das nach dem Kriege anerkennen. Für setzt gölte es auch in der Heimat durchznbalten, damit unser baldiger Sieg ein ganzer und voller werde. Abg Brauer (Bbd.) bespricht das Vorgeben der Re- w'ewzng bei Erfassung der Lebensmittel, doch werd" zu wenig aut die Schwierigkeit der Erzeuauna geachtet. Die Drusch^ Pranuen fev« man abschaften. Die Erzeummg stei in- Anbetracht d^s Arbeiter, und Düngemittelmangess fe,br schmierig. Dobei seiner Breis für Brot. Getreide und Zuckw bei ims billiger, wie in iroend einem anderen Kukturlgnd. Jetzt gelte es in Einigkeit sich über alle Schwierigkeiten sich zu verständigen. Abg. von Helmolt nimmt den Dank des Ministers an die Frauen der Landwirtschaft gerne entgegen bästt? aber gewünscht, daß die Regierung mebr Wwt auf die Produktion in hpj Landwinft^ff lege. Er kritisiert dann in scharfer Weise das Verbalten der Regierung und der Kommunal* verbände in dm- Erfassung der landwirtschaftlichen Produkte und nimmt schärfste Stellung cwgen die verantwort'!.chen Stellen über die ungerechten Maßnahmen und Str-ftaw. drobung^n hei der Eierahsieteruna. welche viel ungünstiger sei wie in den Nachbarstaaten. Ietz^ sei man an die Kom- mimalverbände vollständig ausgeliesert. obwohl dorst meisi wenig oder ^r keine Sachverständigen sitzen. Diesem Dreiben müsse ein Ende gemacht werden, sonst werde man evts-vr. Gegenmaßnahmen durch Nichtbewillignna der betr. Posten im Minsterium ergreifen. Er bittet dringend um baldige Abänderungsmgßnghmen. damit man beim zeichne« für di- Krieoennleibe eine bessere Meinung verstbafte. sWir lverden auf dt-se Rede noch ausführlich zurückkömmen. Die Schriftlutung.) Landesökovomierat Müller erwidert, daß in die Verbände auch Sachverständige zngezogen werden und daß durch dis neuen Bestin7mungen große Erleichterungen eingetreten feien. Auffallend sei. daß in Kreisen, die den Harnstern stark zugäng» lich leisn. die Eierablieferung viel schlechter 4ei. In OberbesseN werden ohnehin die Vorschriften schlecht erfüllt. In der Friedberger Versammlung sei vielfach übertrieben morden. Er be» dauere die dort erfolgten persönlichen Angriffe. Schluß der Sitzung VA Uhr. Fortsetzung Donnerstag 9 Uhr. „Weciuer Sfttc. . Wir haben jüngst einen Artikel aus den „Frankfurter Rach^ richten" übernommen, wonach die Landwirte von G e n s i n g e n fRheinbcsie,,) sich geweigert hätten, dieses Jahr Stadtkinder aufzunehmen, weil sie mehr Eier abliefern sollten, als die Hühner legten. Genanntes Blatt bringt nunmehr eine langatmigs Entgegnung der Einkoufsgejellschaft für das Großherzogtum Hesien zu Mainz, der wir nur folgende bezeichnende Stellen entnehmen. „Es ist nicht richtig, wenn .behauptet wird, daß dl« Geflügelhalter im Eroßherzogtum Hessen, also auch in der Gemeinde Gensingen, ln diesem Jahre mehr Eier abzuliefer« hätten, als die Hühner legten. Im Gegenteil ist gerade in diesem Jahre durch die hessische Verordnung auf die Leistungsfähigkeit der einzelnen Geflügelhalter in weitgehendem Maßs Rücksicht genommen worden, indem für jeden Geflügelhalter nebst seinen Haushaltungsmitgliedern für den Kopf 40 Eier frei- gelassen wurden." Es wird dann weiter ausgeführt, daß dls Landwirte in Gensingen im vorigen Jahre zu wenig Eier abgeliefert hätten und gedroht: „Das Verständnis für die Pflichten gegenüber der Allgemeinheit scheint bei den Geslügelhoitern der Gemeinde Densingen völlig zu fehlen. Die Staatsanwaltschaft wird in diesen Geflügelhaltern das Verständnis wecke« helfen, denn ein großer Teil dieser 103 Geflügelhalter wird mit ganz erheblichen Geldstrafen für die Nichtablieferung im Jahrs 1917 zu rechnen haben." Aus diesen Worten spricht so recht der Geist der Anmaßung. Man sieht in der „Einkaufsgesellschoft" und der „Landeseierstelle". be)de zu Mainz, hat bereits vollständig der Gedanke des Communismus, der Gütergemeinschaft, Platz gegriffen. Nicht die Landwirte geben die Eier der All-' gemeinhoit. wie man doch vernünftiger Weife annehmen sollte, sondern die Eierstelle läßt den Landwirten allergnädigft 4O Eier, notabene, wenn die Großh hessischen Hühner 60 Gier legen. Tun sie das nicht, dann „gibt" man den Bauern weniger wi« 49 Eier, denn die 60 Eier für dt« übrigen Hühner gehören de« Landeseierstslle» antouEUn kommt der Büttet nah nimmt Puinigen Bauern am Ohr. Dis Mainzer Herrschaften scheine« überhaupt gleich mit der Polizei bei der Hand zu sein. Vor uns liegt eine Bekanntmachung der Landeseierstelle. worin es heißt' „Gegen alle Geflügelhalter im Großheizoglum. welche böswillig im Jahre 1017 ihre Eierabgabepslicht nicht oder nicht ausreichend erfüllt haben, wird jetzt mit Strenge oorgegangen werden. Der Beirat der Landes-Eierstelle hat soeben bejchlossen. daß gegen alle diese Geflügelhalter bei der Staatsanwaltschaft Straiantrag gestellt wird. Selbstverständlich muß trotzdem jeder säumige Geflügelhalter seine Abgabepflicht noch erfüllen und weiter Eier ablie*ern. Gegen die nach dem 28. Februar noch rückständigen Geflügelhalter sind noch strengere Maßnahmen in Aussicht genommen. Für die mit dem 1. März beginnende neue Abgobepflicht für 1918 sei daher schon jetzt jeder Genüge! Halter gewarnt?" Dunnerwetier' Jetzt anrd's aber gefährlich? Die Mainzer hab'n sich schon einmal berühmt ge nacht. Es war zur Zeit der großen französischen Revolution, damals haben Cüstine und seine Sansculotten die Rhein- m.d Maul«egend unsicher gemacht. In Mainz aber beteri-te eine Gesell schaft. die später unter dem Namen „Clubisten" berüchtigt wurde, den Franzosen einen freundlichen Empfang, tanzte um Freiheitsbäume und hieb denen, die anderer Meinung wie sie waren, fret. gleich und brüderlich die Kopie' ab. Wir geben den Rat, zum Andenken an diese Vorfahren der Mainzer auf der Oberwöllstädter Höhe eine Guillotine zu bauen, eine Fceiheitsmütze und die Aufschrift: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit! anzubringen und si'dem Landwirte, der sich weigert, den Mainzer Kriegsgefellschaften zu Willen zu sein, den Kopf abzuhacken. Vorausgesetzt, daß er sich's gefallen läßt! , Dt 14. dtt Bfrrnfotfn föüiHuirif dou iraubfiirl ö. W. tin) WiißkürnS. die am vergangenen Montag zu Frankfurt am Main im „Franziskaner" ftattfand. war non den meisten Ortsgruppen in Kur- hesien, Nassau und dem Großherzogtum Hessen besucht. Der Vorsitzende. Hofgutspächter V i e h m a n n * Rumpenheim begrüßte die Erschienenen und übergab dem Rechner Oekonomierat H e n- s e l - Dorteilweil das Wort zur Rechnungsablage: darnach beziffert sich das Vereinsvermögen nach Abzug der lausenden Ausgaben auf rund 10 900 Mark. D r o e f e r . Riederursel bestätigte als Kassenprüfer die Richtigkeit der Abrechnung, worauf die Versammlung dem Rechner Entlastung erteilte Geschäftsführer Hirsche! gab daraus einen Bericht über die Tätigkeit der Vereinigung, die eingeschränkt gewesen sei, da einesteils von den Kriegsgefellschaften alles bestimmt werde, andererseits der Burgfrieden gewaltet habe. Das sei jetzt anders geworden, auch zwinge die Vergewaltjgnng der Produktion zu regere? Tätigkeit. In früheren Jahren habe man darnach gestrebt, die Milcherzeugung rentabel zu gestalten, heute könne davon keine Rede fein, mar, müsse nur zu erreichen streben, die Milchversorgung der Städte aufrecht zu erhalten, ohne daß der Landwirt dabei Verluste erleide. Bet der Abmelkn irtfchaft, deren vollständige Ausschaltung, wenn man die Großstädte mit Milch versorgen will, unmöglich sei. entstehe *chon zwischen dem Einkauf der frischmelkenden und dem Verkauf der abgemolkenen Kuh ein Verlust von, gering gerechnet, 800 Mark: bet einer Ergiebigkeit während der Lactationsperiode von 2000 Liter feien dies schon '40 Psg. Kosten für den Lit-er. Setze der Landwirt nur die Hälfte des Preises ein, der ihm von den Kommunalverbänden geboten würde, so ergebe die Fütterung mit Dickwurz allein weitere 30 Pfg„ das seien schon 70 Psg., uw bleibe das andere Futter, die Löhne, die Verzinsung usw.7 Selbst wenn, wie es von der Stadt Frankfurt in anerkennenswerter Meise geschehen sei. die Kühe eingestellt würden, könne der Liter nicht unter 50 Psg. erzeugt werden. Es sei bedauerlich, daß sich der Vorstand der Laudes- Milch- und Fettstell« hartnäckig dieser Wahrheit verschließe und sich nur zu pfennigweisen Erhöhungen entschließen könne. Selbst tn der Schweiz habe man sich zu einer allgemeinen Milchpreiserhöhung entschlossen, bei uns sträube man sich. Die Folgen würden nicht ausbleiben. denn rechnende Landwirte schafften ihre Milchkühe ab und gingen zur Zucht über.. In der Wetterau sage man schon: Nur die Ochsen halten Kühe. Redner bespricht dann das System des Communismus und der Zwangsmaß- regeln. die er lebhaft bedauert Der Bauer sei ein wahrhaft freier Mann im Sinne des Schillerschen Wilhelm Tell, bei ihm werde mit Polizeigewalt eher das Gegenteil erreicht und die Volksernährung leide not. Zu wünschen wäre ein besseres Verstehen von Stadt und Land. Erfreulich sei in dieser Hinsicht der Bericht eines einfachen Mannes, des Herrn Meinig. der bei der Getreide- und Kartoffelaufnahme im Kreise Hanau mit tätig war und aus eigener Kenntnis der Dinge vielerlei Vorwürfe, die den Landwirten gemacht werden, entkräftet hat. So sei es auch mit dem Hamstern: die Landwirte wären froh, wenn ste von den Hamstern verschont blieben, die selbst die Preise hinaufböten. Vielerorts könne der Landwirt die Bedürfnisse des täglichen Lebens und >eines Betriebes gar nicht erhalten, wenn er nicht Nahrungsmittel dagegen liefern könne. Im Innern des Reiches tue in der heutigen schweren Zeit vor allen Dingen Einigkeit not. deshalb möchten die Städte und das Land Hand i» Hand gehen. (Lebhafter Beifall.) Oekonomierat Knauer- Altenhaßlau stimmt dem Vorredner in allem vorbehaltlos zu. Er selbst habe an den Bürgermeister Luppe tn Frankfurt am Main ein Schreiben gerichtet, worin er die Lage der Milchpro. duktion eingehend geschildert und die Unhaltborkeit der zu niedrigen Preise hervorgehoben habe. Als Mitglied der kurhessischen 'Landwirtschaftskammer könne er bestätigen, daß der Vorsitzende der Reichsfettstelle. Major S ei d l e r . der Besitzer des Philippinenhofes bei Kassel, erklärt habe, er könne es mit seinem Gewisien nicht vereinbaren, den Milchprets zu erhöhen, die Landwirte möchten es machen wir er und im vaterländischen Interesse durchhalten. Inzwischen sei festgestelll worden, daß Herr Major Cetdler zu Kriegsbeginn täglich 700 Liter Milch nach Kassel geliefert habe, heute habe er seinen Stall auf 6 Kühe vermindert und liefere noch 15 Liter Milch pro Tag. Wenn sich die Landwirte an dem Vorsitzenden der Reichsfettstelle ein Bet- b>U4 nehmen würden, dann halten die Städt« bald gar keine Milch mehr. Heinrich Fauerbach-Riedern-öUstodt verlas einen Brief der Oberbürgermeisterei Offenbach. wonach ihm. der täglich 10 Liter Milch liefere, bei Androhung von einem Jahr Gefängnis anbesohlen wurde, fortan 80 Liter Milch zu liefern. Das fei ein Beweis, wie man mit den Landwirten umspringe. Die Herren tn Offenbach hätten nur vergessen zu verraten, wo er das nötige Eiweißfutter hernehmen solle. um eine solche Menge Milch zu lief.-rn. (Heiterkeit.) Oekonomierat H e n s e l- Dortelweil: Diese voryebrachte Tatsache stimme zur Heiterkeit und doch sei sie ungeheuer ernst: sie beweise, daß die Verwaltung gen mancher Großstädte glaubten, mit den Landwirten umzu- sprinqen, wie es ihnen beliebe. Auf allen Gebieten werde der Landwirt geknebelt und mit Zwang bedroht. Milchkühe. Pferde; alle Bedarfsartikel feien nur zu ungeheuren Preisen zu hoben Während der Bauer über die Schweine. Hühner usw. nicht mehr verfügen könne, mache man vor teil Stallhasen Halt, denn die Stallhasen, die den Vorzug hätten, daß man ihr Futter nicht selbst zu bauen brauche, gehörten meist den Arbeitern, die sich wehren würden, wenn man ihre Tiere nehmen wollte. Auch die Landwirte müßten sich wehren und in einer Entschließung un. verhüllt ihre Meinung zum Ausdruck bringen. (Beifall.) Gg. Christian- Unterliederbach fordert zu regerer Vereinstätig, keit auf. d,e Landwirte müßten wieder aufgerüttelt werden. Die Annahme, daß in der Abmelkwirtfcbaft an einer Kuh 800 Mark verloren gingen, fei zu niedrig gegriffen, die Verluste einbegriffen. müsse man 1000 Mart einfetzen. Auch er verurteilte die Zwangsmißnahmen. jeder Tag bringe eine neue Chikane. schließlich werde daurch alle Lust an der Arbeit verdorben. (Zustimmung.) C^ud. agr. S ch m i d t - Seckbach-Frank'urt tadelte ebenfalls die vielfach verkehrten Maßnahmen. Wolle man die Nahrungsmittelerzeugung heben, so müsse man mehr Rücksicht auf die Praxis nehmen und in Fühlung mit ihr bleiben Land- mirlfchaftskammer-Ausschnßm'tolied Gg. S e i b o l d t - Nieder- eschbach befürchtet, daß alle Entschließungen vergeblich fei-m. in den betr. Stellen hört man nichts, weil sie nichts verständen. So könne es nicht weiter gehen, die Landwirte müßten ibre ganze Wirtschaft ändern, die Kühe müßten abgeschafft und zur Zucht übergegangen werden, statt mit Pferden müsse mit Ochsen gearbeitet werden usw. Es fei bedauerlich, daß in den Kommunalverbänden so viel unwissende» Leute säßen, deshalb kän'e auch so vi^l zu. Hirsche!- Friedberg verspricht sich auch nicht viel von einer Entschließung, man habe aber die Pflicht, die maßgebenden Stellen auf die Verhältnisse, wie sie liegen, aufmerksam zu machen, hörten sie nicht, dann trügen sie die Verantwortung! Disciti, moniti! Lernet, ihr seid gewarnt? Er verlas darauf felgende Entschließung- „Die aus preußischen und hessischen Landesteilen besuchte Hauptversa.mmlung der Vereinigten Landwirte spricht sich einstimmig dahin aus, daß sobald als möglich eine Erhöhung der Milchpreise eintritt. die einigermaßen mit dem Erzeugungspreis im Einklang steht, da im anderen Falle mit Sicherheit zu befürchten ist. daß die Milchversorgung der Städte in noch höherem Grade, als es jetzt schon der Fall, uu-.ureicheud wird. Die Versammlung erkennt die Pflicht der Landwirte zur Milchlieferung an. allein maßgebend muß doch bleiben, daß die Erzeuger dab-1 auf lhre Unkosten kommen. Es kann deshalb von einer geringfügigen Erhöhung um wenige Pfennigs keine Rede fein. Die Versammlung spricht anschließend daran den Wunsch aus, daß man in den Städten den ehrlichen Versuch macht, d'e landwirtschaftliche Produktionslage verstehen und würdigen zu lernen. Iedeufalls wird dadurch mehr erreicht als durch ausschließliche Zwangsmastregeln. die doch nur hemmend und störend auf die landwirtschaftliche Erzeugung einwirken und deshalb unsere Ernährungsverhältnisse nur verschlechtern hel'en." Die Entschließung fand einstimmige Annahme. Mit einem Hoch auf die Oberste Heeresleitung und unser tapferes Heer schloß der Vorsitzende die Versammlung. Wie es in England anssirhk. Ein Blick in die englischen Zeitungen läßt den Leser sofort erkennen, wie bedenklich der Mangel an Nahrungsmitteln in England um sich greift. Die ..Daily Mail" vom 20. Februar veröffentlicht folgende Zuschrift: „Die öffentlichen Schulen (Public Schools) des Landes (dag sind die reichsten Internate Englands) haben die größten Schwierigkeiten in der Beschaffung selbst der einfachsten Lebensmittel. In einer der ältesten und wichtigsten Schulen nicht weit von London mußten Schüler, ausflüge und Märsche unterbleiben. Fußball wird immer weniger gespielt, im Stundenplan ist mehr Ruhe und weniger Lernen vorgesehen, da es bei der Unterernährung nicht ratsam erscheint. den normalen Studiengang beizu behalten. Die Regierung begeht einen erschreckenden Fehler, wenn sie die Schulen nicht in der Beschaffung genügender Nahrungsmittel unterstützt." „Daily Telegraph" vom 19. Februar teilt mit: „Erhebliche Unruhe wurde vor kurzem tn Gravesend dadurch hervorgerufen. daß während der Periode großer Fleisch-Knappheit ein Fahrzeug, das eigentlich tn Sheerneß hätte verproviantiert werden müssen, nach Gravesend gesandt wurde und dort 200 Pfund Fleisch aus den Fleischvorräten der Stadt entnahm. Der Aufsicht führende Offizier erklärte, die englische Schisssverpro- oiantierung befinde sich jetzt in einem Zustande größter Unordnung". „Birmingham Daily Post" vom 25. Februar berichtet im Londoner Brief: „Seit der Verminderung der Fleischvorräte hat ungefähr jede Geselligkeit in Lcndon aufgehört. Die wohl, habendsten Leute können nichts weiter anbieten als eine Tasse Tee am Nachmittag." Sdilmolicnni afctrn Die Aufnahme oon Sdliadiluiflj. Das Großh. Kreisamt in Friedberg gibt bekannt, daß alle Reklamationen gegen die Aufnahme von Großvieh zum Schlack), ten auf vorgefchUebenem Formular durch die Bürgermeisterei einzureicken sind. Mündliche Vorsprachen auf dem Kretsamt oder besondere Eingaben der Reklamierenden sind zwecklos. Da» Formular wird von der Druckerei der „Reuen Tageszeitung" A.G. Friedlich^ hergesteüi Md tuim vom 20, t. Mts. *5 bezogen werden. AuemsmrichligmiUrleilgekangsn wir uur durch dis Erkenntnis der Ursachen alles Geschehens. Dkje Erkenntnis schärft den Wirkkchkeitssilm und behütet uns vor obsrfiächlichsW Denken. So klagt man über Entbehrung, hört vom Hnugerkriegund doch fehlt vielfach dis Erkenntnis, dass dis eigentliche Schuld an alledem Englands brutaler Kriegführung MMfchreiben ift. Dis mangelnde Erkenntnis der wahren Absichten unserer Zeinde ist eine Gefahr für unser Bestehen. Dis Erkenntnis nrusf uns von der ersten Aotweudigkeitüberzeugen, dassw irden Krieg gewinnen müssen. Mit der Kriegs-Anleihe soll e i n n e u e r 5 i e g den erfolgreichen Ausgang des Krieges sichern helfen. Der Erkenntnis dessen, was ;ur Erreichung dieses Heimatsieges not tut, darf sich kein Deutfcher vsrfchliehen^. Ans » er Äcimal. Etwa zweieinhalb Milliarden im Monat kostet Deutschland der Krieg. Es kann sich danach jeder selbst ausrechnen, welcher Betrag auf jeden Tag entfällt Bis jetzt hat der Weltkrieg allein Deutschland rund 100 Milliarden Krregskosten. das find 100 000 Millionen, verursacht, eine Summe, von der man sich kuum eine recht« Vorstellung machen kann. Ein ganzes langes Menschenleben würde bei weitem nicht ausreichen, wenn jemand diese Summe, wenn sie aus lauter Pfennigen bestände, zählen wollte und zählte er immerzu Tag und Nacht. Daß Deutschland imstande sei. diese gewaltigen Summen auszubringen, haben unsere Feinde bei Kriegsausbruch nicht für möglich geholten, selbst deutsche Finanzleute haben die deutsche Finanzkraft unterschätzt. Und woher kommt diese gewaltige Leistungsfähigkeit des deutschen Volkes auch auf finanziellem Gebiet? Sie entspringt der Erkenntnis der Notwendigkeit, daß zum Kriegführen. zur Verteidigung unseres Vaterlandes mit den Waffen Geld gehört, daß jeder das feinige beitragen mutz, um solche Summen aufzubringen. Diese Erkenntnis muß auch der 8. Kriegsanleihe zum Erfolg verhelfen. FC. Bad-Nauheim. 19. März. Hier wurde eine Ortsgruppe des hessischen Landesvereins für Krisperheimstätten gegründet und zum Vorsitzenden Dr. Fuhr gewählt. Die Ortsgruppe will u. a. ihr Augenmerk auf die Ermittelung von Gelegenheit^ zur Errichtung von Kriegerheimstätten im hiesigen Bezirk und Ausarbeitung von Voranschlägen richten. FC. Schotten. 19. März Die Gemeinden des hiesigen Kreises sind hinsichtlich der Milcherfassung dem Milchgebiel Gießen angesthlossen worden. FC. Vom Dotzelsberg, 19. März. In der gestern in den Ge- w^iudewoldungen von Ruppertenrod abgehaltenen Holzverstei- gecung waren die Holzpreise annehmbare. Der Meter. Buchen« fcheitholz kam im Durchschnitt auf nur 20 Mark. FC. vom Main. 19. März. Angehalten wurde beim Fleisch, schmuggel am Bahnhof Aschaffenburg ein Soldat, der sich als Urlauber ausgab. Er stellte sich aber, als man feinen Patz ab- verlangte, heraus, daß er bereits 1916 vom Militär entlassen ist. Seit dieser Zeit scheint er unter dem Deckmantel der Uniform Schleichhandel vorgenommen zu haben. FC. Hausen a. d. A„ 19. März. Mühlenbesttzer Birk wurde an Stelle des langjährigen Bürgermeister» Hertling zum Orts» oberhaupk gewählt. Au- Starkenbnrg. FC. Ans dem Odenwald, 19. März. Die NallonalMerale» im Landtagswahlkreis Waldmtchelbach stellten als Kandidaten für die bevorstehende Landtagserfatzwahl an Stelle des von der Kandidatur zurückgetretenen bisherigen Abgeordneten Oberstaatsanwalt Wünzer-Darmstadt Rechner Dickel in Aifoldter» bach auf Die Wahl vollzieht sich im Zeichen des Burgfriedens. Aus Rheinhessen. Zur Landtagsersatzwohl für den zurück« getretenen Abgeordneten M ol t h a n wird für den Wahlkreis Nleder-Olm—Gonsenheim durch das Zentrum Lehrer Scharr« Mainz ausgestellt werden. Die Wahl wird, wie die meisten an« deren im Zeichen des Burgfriedens stattfinden. Ans Kurbessen. FC. Kirchhain. 19. März. Von den Volksfchülern des hie« stgen Kreises sind tm vergangenen Jahre etwas über 28 Zentner Drennesselstengel u. a. gesammelt worden. Ans Hessen-Nassau. FC. Rückershausen. 19. März. Die hiesige Polizei beschlagnahmte bei einem Fuhrmann aus Wiesbaden ein geschlachtetes Rind tn dem Augenblick, als derselbe mit der Beute davon fahren wollte. Das Rind foü aus einer hiesigen Geheimschlächteret stammen. FC. Nastätten. 19. März. Der Minister für Landwirtschaft. Domänen und Forsten hat die zwangsweise Verwaltung de» in der Nähe g-legenen Hofgutes Schwall, das dem englischen Staatsangehörigen Isidor Hennig tn London gehört, angeordne- und als Verwalter den Kaufmann Loui» Schmidt von hier be» stellt. _ Verantwortlich für den politischen und lokalen teil: Cito Hiriche 1. Friedberg, für den Anzeigenteil: N. Renner, j^iedlrera. Jtnwf und Verlag der „Neuerz roaeszcitung^i L 9k griedberg t. L Grane Gefahren. Nomon aus der Gegenwart von M. Gvntard - Schuck. ^8) Raddruck verboten. Gleich wilden Sturmvögeln flogen ihre Gedanken hin* über über den Kanal. Ter Papa! Daß er so etwas Lat! Als der Inbegriff alles Hohen, Edlen war er ihr immer erschienen. — Aiw mit solchen Mitteln arbeitete man, um die verhaßten Deutsck>en unterzukriegenl ..Dann brauch ich wirklich nicht mehr stolz auf mein Englandertum zu sein." murmelte sie in die Kissen. — Im Lau*' d^ö nächsten Tapes änderte sich das Wetter. Ein 'chirfer Ostwind setzte etn und trocknete mich die nassen Wege. Nach Einbruch der Dunkelheit verließen zwei dicht ver- ichleierte ^rauengestalten das Werkheimsche Haus und waird'rten zu Fuß in der Richtung nach Süden. Die Voraussetzung der Frau von Düring hatte recht behagen. In Werkheims Hause, dem Heim eines Offiziers, suchte niemand die Spionin. Aber Helen hatte sich entschieden geweigert, ein Auto rufen zu lassen. ..Es würde auffallen. Zumal fast sämtliche Autos für die Militärverwaltung beschlagnahmt sind. Gehen Sie zu Fuß oder nehmen Sie sich am Balmhof ein Anto. Ich habe getan, was ich konnte, mehr schon, als ich verantworten kann." Tie junge Frau sprach seltsam bestimmt. Diesen Ton hatte Emi'y von Düring noch nie von ihr gehört. „Es ist überhaupt besser, wir laufen erst einige Stunden zu Fuß. gnädige Frau." sagte Mary später zu der Herrin, als sie Seite an Seite durch die dunklen Straßen schritten. „Die Autos werden jetzt oft durchsucht, und o-.ck nm Babnßof dürfte es nidft leicht sein, durchzukommen. Wir gehen erst einiae Stunden und steigen bcma au irgendeiner fTrincn Haltestelle ein. Am besten l.äre es überhaupt, wir liefen bis Hamburg." . „Um Gottswillen, Mary, wie soll ich das denn aus- holten?" ..Es wird fdV'.i gchen. Wir können ja unterwegs über- pachlen. wenn wir zu müde sind." — Am folgenden Tage, es war kurz vor Mittag, kam Herr ton Werkbeim nach Hause. Er befand sich in bester Laune, d:e Probefahrt war glänzend verlaufen und alle Teilnehmer zagten sich aufs höchste erstaunt und erfreut über die außerordentliche Leittrmgsfäbigkeit des neuen Bootes. D^r Erbauer des Bootes, der Technische Direktor einer großen 'Schiffswerft an dsr Weser, hatte vor Glück gestrahlt über das Gelingen seines Werkes. Der kleine, schwächliche, unscheinbare Mann war bei Beginn des Krieges unglücklich, daß er dem Vaterlande nicht mit der Waffe in der Hand dienen durfte. Run lab er. daß ein rechter- Mann dem Vater- lande auch aus andere Weise nützen konnte. Und glücklich war auch Alfred Werkbeim. Hatte er doch heute nach vollendeter Probefahrt den Befehl erhalten, das i:eue Boot zu führen. Unbgrenzte Möglichkeiten taten sich vor ihm auf. Wie oft hatte er die geringe Geschwindigkeit seiner alten Sieben bedauert. Und nun? In seiner freudigen, gehobenen Stimmung bemerkte er zuerst gar nicht, daß Helen seltsam still und bedrückt war. Als sie sich aber nach Tisch am Kamin gegenübersaßen, siel ihm ihr sonderbares Wesen dock auf. „Sag. Helen, fehlt Dir was?" fragte er nach einer Pause und blickte ihr prüfend in die Augen. „Nickts. was sollte mir fehlen? Warum fragst Du?" Er schwieg und sah sinnend vor sich nieder. Was mochte das denn wieder einmal sein? „Hast Du Nachrickck von London bekommen?" siagte er aus seinen Gedanken heraus. „Nein. Fred. Warttm fragst Du so sonderbar?" „Muß ich Dir das erst sagen. Helen? Empfindest Du e? nicht selbst?" Er faßte nach ihrer Hand und hielt sie fest. ..Seit wann hast Du kein Vertrauen mehr zu mir? Du sogst. Du hast keinen Brief bekommen — was ist es dann, was Dick bedriickt?" „Aber ick habe nickts! Wirklich gar nichts!" Sie wurde verwirrt, ihr Gesicht überzog sich mit dunkler Röte. Sie stand auf und trat ans Fenster. „Ich weiß nicht, was Du hall. Wie ein Untersuchungsrichter forschest Du mich aus. Mau kann doch nickt immer lustig sein!" „Natürlich kann nran nicht immer luftig sein, Und wenn Du mir nickts zu sagen hast, dann ist es gut. Vertrauen läßt sich nicht erzwingen. Nur — natürlich — ich muß mich erst daran gewöhnen. Bis jetzt hatten wir noch nie Geheimnisse voreinander." _ Da konnte sie ihre Fassung nicht mebr aufrecht halten. Sie ging zum Sofa, warf die Arme über die Lehne und schlucktte herzbrechend. „Na. na. was denn? Helen. Liebling, was ist denn nun wieder? Komm. sag', was Dir fehlt. Ich wußte dock sofort, daß etwas nickt in Ordnung war. Ich kenne doch meine kleine törichte Frau." Erneute Tränen waren die Antwort. Einige Minuten ließ er sie gewähren, dann hob er ftren Kopf hoch ..So, nun ist's aber genug! Komm, nun sei endlich vernünftig. Sage mir, was Dich drückt, sonst werde ich ernstlich böse." „Ich schäme mich so," kam eS stockend von den zuckenden Lippen. „Schämen?" Verwundert siagte es Werkheim. „Hast Du Grund. Dich zu schämen?" Sie nickte. Dann aber hob sie entschlossen den Kopf, trocknete ihre Tränen und versuchte, sehr gefaßt auszuschen. „Seit wann bist Du in der Stadt. Fred?" „Seit wann? Seit heute früh? Warum fragst Du?" „Haft Du noch nichts gehört? Von irgend etwas, was hier aesckeben ist?" Er schüttelte verwundert den Kopf. „Ich wüßte nickts Besonderes. Im übrigen kommen jetzt so viele Dinge vor. daß man unmöglich von allem hören kann. Aber was meinst Du denn? Ist es etwas, was uns angeht? Hast Du Herrn von Düring gesehen?" Krüttttntmali'nno Die der -ladt Friedberg für Mar; gewordene Petroleum,nrtersrmq M jetzt Greifbar uni erfolot der Verkauf des Oele« von "rei'ai. den 22. d. Mt», ab, au! Grund vwet Kotten. die on Wem Za^t arü Zimmer Nr. 9 des ^ladthau'es in den Lbllckrn Sr»' den geaen Votta-e der Le- bensmitt'I arte erhäl-lich sind, in den 'olqenden Gttch'isten: Feid. Damm Nachllg. 2. B'umeister Nächste Willi Modre H in ich Weiiermeier W 7cn »er oettngkn Menne könne!-, w - schon wiedere>ojt eirvibnt. nur'ausho tungenohne k-gkiche onsiine Beleuchtung rer- u e >tn und -war tann auch Lteen r.i.ijt mehr als ein Liter zu e eilt werden. Die eben in Umlauf be'ind- lichen grünen Mar.en berechtigen nur mm hin auf der Ker en, die Ab abe öes Pe roleums har nur ge-^cn dre neuen ^ arten ,n wei- Her Farbe u ge chchen. Friedde^ den 30. Mär, 191**. Ter Bürnernieirler. 2. V.: Damm. „Aber natürlich. Er war ja mit zur Probefahrt Nobrigens hielt er sich noch im Dock auf. als ich nach Haust ging." „Und niemand hat ihm etwas gesagt?" „Aber Helen, wie soll ich das wissen? Sag mir endlich was das alles bedeutet. Du machst mich ganz nervös mir Deinen sonderbaren Fragen. Was rst's mit den Dürings?" Da erzählte sie ihm alles. t Wie Frau von Düring zu ihr gekommen sei. und wie sie sie in der Nacht und bis zum andern Abend beherbergt habe. Werkheim stieß einen leisen Pfiff aus. Ah! Also doch! So hatte seine damalige Vermutung doch auf die rechte Fährte geführt. Als Helen geendet sagte sie: „Ich weiß wobl, daß ich es nicht hätte tun tollen. Aber ich konnte nickt anders. Und dann — sie war meine Landsmännin, ich war also verpflichtet. ihr zu helfen." Werkbeim ging einige Male im Zinuner auf und ab. Unruhig folgten ibm Helens Augen. Was würde er sagen, würde er sehr böse sein? „Nun sprich, Fred!" rief sie ihm schließlich zu. Er blieb neben ihr stehen. „Was soll ich denn nun sagen? Was soll ich mit Dir machen? Wie unangenehm die ganze Geschichte für mich ist, brauche ich Dir wohl nicht erst zu erklären?" „Aber, Fred! Würdest Du nicht ebenso gehandelt haben, wenn ein Landesmann Schutz bei Dir gesucht hätte?" „Vergiß nicht. Helen. Du bist nicht irgendwer! Du host in erster Linie auf Deinen Gatten Rücksicht zu nehmen. Unter, brich mich nicht. Kind! Sieh, ich verstehe ja ganz gut Dein Gefühl — das Gefühl der Einsamkeit einer Landsmännin gegen- über. Aber diese Landsmännin ist eine Spionin. die um schnö- des Gold — deutsche Pläne und Geheimntffe preisgibt. Aber ebenso würde sie auch die derEngländer verraten, wenn sie genug dafür geboten bekäme. Denn eine Frau, die so rücksichtslos und kaltherzig ihren Gatten opfert, die ist zu allem fähig." „Aber was hat denn Herr von Düring damit zu tun? Ich will ihre Handlungsweise nicht beschönigen, aber schließlich gehl es ihn ia gar nichts an!" „Nicht? Glaubst Du. man wird ihn nicht zur VerantwoH tung ziehen? Man muß doch selbstverständlich sofort denket daß er nachlässig mit geheimen Zeichnungen und Plänen umgegangen ist." „Herr von Düring hat aber nickts damit zu tun. Cie hat andere Gewährsmänner gehabt. Wenigstens sprach fie mii von jemandem, ich weiß nur nicht mehr, um wen es sich handelte, da ick in jenem Augenblick halb besinnungslos vor Schreck war." „Warum hast Du das Weib nickt vor die Türe gesetzt. Helen? Dich so aufzuregen! Zudem scheinst Du gar keinen Begriff z« haben von dem. was Du getan hast." „O doch. Fred! Zch weiß ganz genau, daß ich es nicht durfte. Aber trotz alledem! — Weißt Du. wie Frau von Düring zu der — zu dieser Sache gekommen ist?" „Na?" „Durch mich?" „Red' keinen Unsinn. Kind. Wieso durch Dich?" „Papa war ihr Auftraggeber. Und durch mich, oder viel- mehr durch das Besorgen meiner Briefe ist sie erst zu Papa gekommen." _(Fortsetzung folgt.) ^ett. Die ^lci chver or^un' für d e Tevölierung der Stadt Frtedderg. Kelwnutmachnng Hierdurch bringe ich zur öffent- ltchen Kenntnis, daß der Behaus von Rind-, und Kalbfleisch sowie Wurstwr dieie Woche am Freitag, den 22. März 1918, von nach- ■initta'» 1 Uhr ab m den samt- Uchcn hiesigen Metzgerläden stattfindet. Schweinefleisch gelangt diesmal «ickt zur Ausgabe. Die vorjteyende Verkaufszeit ist genau ein'.uhalten. Sriedtzerg. den 21. Mär, 1918 Der Bürgermeister. 2. B.: Damm. Kekanntmackttttg. Nächsten Freitag, den 2ä. März, verteilen wir in der alten Pc ft frische Land-Eier Ms- Zeile nteilung wie bei der Vulterverteilung. Es werden abgegeben: Auf Eierkatte gelb. Marke 20, 1 Ei zu 38 P g.. auf abge lemvelte rote Eierlarten. Marke 2l. 2 Eierzu 68 Psg. wegen Vorlage der kreisam licheu Bescheinigungen auf abgestempelte rote Eierkarten, Marke 22 , 2 Eier zu 6 Pf«,. Die Eierkarten sind mit vor ulegen. Nicht abge- uemielie rote Eierkarten sind uugüttig. Eierkarlen ohne dle betreuenden Marken berechtigen nicht zum Be.ug' einzeln abzetrennle Marken sind wertlos. Das Geld ist abgezählt bereit zu Halen. Friedberg, den 20. März 1918. Städt. L beusmllie^-Ausschuß. Die geehr en Damen von Friedberg und Umgegend werden ergebenst zum Be,uche meiner Putzausftellung eingeladen. Es sind reizende Damen- und Kinderhiite am Laeer. welche zu den angenehm,ren Preisen abgegeben weiden. _ CSemegBtia?© $tena 9 Friedberg, Kar erstraß» öl, gegenüber der Engel-Apotheke. Lllstlvkijt« il. Lllcherße anerkannte Saat in guten Sorten mit hoher Keimfähigkeit hat die Centrat-GenosseuschafL kt hkjs. laMrtschaftl. ksnsiiiMmne e. 8. m. b. §., Friedberg i. H. abzugeben. Saatkarien werden durch uns beschafft. Die Gemeinde Bildet such einen jungen Zuchtbullen anivkau'en. An^ebo e sind unter Angab, von Na,,e und Auer bis zun 26. Mär, bei uns einzureichen. Bürgermeisterei Vilbel. 2. V.: Lamp. Das Herstellen von abwaschbaren SW, Mt», übernimmt Ff. Weiler, frnütoj. ?«i>ktk». i'iiilmilln, Ifillrn, fnrtini, fndsr, MI. nirgends besser, nirgends billiger wie bei Adolf Reellstem, Ära «lt.Wira. Vrledber? I. 11. Schvlstr 15 Teleloa Air. 45». ' IW Größtes Kager am Platze Seidenfreier Rotklee-Slimen in best» Keimfähigkeit ist erhältlich in, Koriahans Hanau am Main. Exrra große Thüringer Reiserbesen alle Sorten Bürsten, Besen, Striegel, Toilette-Artikel, prima Rasier- u. Toilette- seise, prima Linoleum- und Parkettwachs alles ln großer Auswahl. Theobald Steinel Bürstenfabnt Friedberg, Katserstraße 117. extra sehen abseliärtet 1> 0 Stück Mk. 3 00 bei 1000 Stück Mk. 25.0^ Oswalds Gartenbau Bad-Nauheim, Frankfunersiraße 65. Telefon 631. Versand auch durch die Post! 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