rjlMWmtt 67 _ ' Mittwoch. Leu SO, Itljir; 1918 _ tf. f Ä l,r B o«** Me „Nene Tan-s?eituns" er.chemt reden Werttag. Regelmäßige Beilagen ..Dev Kaner ans Hesse»". „9* Spinnssnbr". K-zugspr.is: Be, den Poitanitaiten vlerleliährtlch M! 2 40 $,n 3 U tntt noch das Bestellgeld: i-er oen Lunten monatlich 85 Pfg. einschließlich Trägerlohn. Anzeigen: Grund,eUe 2b Psg„ ,olale 20 oig^ Ln,e,gen von auswarrs werden durch Po.lnachnahm. _ erhoben. griuUuTlqscri Friedberg. hchriflleituny und Verlag Es braust ein Ruf wie Donnerha« durch alle deutschen Lande! Von heute an gibt es nur einen Willen, eine Pflicht: Kriegsanleihe zeichnen! IMLÄerweile habe Ser Fürst fern AbfchledsMua- «ngereWk E -Lewilligt erhalten, und da ihm zweifellos keine böse AHicht vor- gelegen habe, sondern es sich mchr um eine Unvorsichtigkeit handelte. habe man davon abgesehen, weiter gegen den Fürsten vorzugehen. Wohl aber müsse gegen einzelne feiner Darstellungen und Behauptungen auch im Hauptausschuß Widerspruch erhoben werden. Das gelte namentlich von den Behauptungen über die poli tischen Vorgänge in den letzten Monaten vor Ausbruch des Krieges, deren Vorgänge dem Fürsten aus eigener Wissenschaft nicht bekannt seien. Es seien ihm anscheinend von dritter, flasch vrtterrickteter Seite unzutreffende Informationen zugegangen, welche Möglichkeit der Fürst auch selbst zugab. Als Schlüssel für die Jrrtümer und Fehlschlüsse der Denkschrift sei vielleicht auch noch die auffällige Ueberschätzung^der eigenen Verdienste durch den Fürsten heranzuziehen, die von einem förmlichen Hasse gegen die begleitet sei, die feine Leistungen nicht so anerkennen, wie er es erwarte. An mehr als einer Stelle deute er an, daß für diese in erster Linie für ihre Entscheidung nicht sachliche Erwägungen maßgebend gewesen seien, sondern die Frage ob ihre Stellungnahme ihm nützen oder schaden, angenehm oder unangenehm sein könnte. Uebereinsttmmend mit diesem Zuge ziehe sich durch die ganze Denkschrift hindurch eine aufsässige Verehrung für die fremden Diplomaten, namentlich die englischen, die wahrhaft ltebevoss geschildert würden und im Gegensatz dazu eine ebenso auffällige Gereiztheit gegen fast sämtliche deutsche Staatsmänner. Das Resultat sei gewesen, daß der.Fürst in nicht seltenen Fällen gerade die eifrigsten Gegner Deutschlands als dessen beste Freunde ansah. weil sie sich mit ihm persönlich gut gestellt hätte». Bei einer solchen Verkennung der Menschen sei es kein Mun-der, daß der Fürst bei seiner Darstellung zu falschen Schlüssen gekommen sei. So gebe er selbst zu, daß er der Ermordung des österreichischen Thronfolgers zunächst keine weitergehende Bedeutung beigemessen und es übel vermerkt habe, daß man in Berlin die ^ge anders beurteile. Schon dieser Irrtum allein mack>e es erklärlich, daß der Fürst kein ungetrübtes Verständnis für die folgenden Ereignisse und deren Bewertung hatte. Im Einzelnen gehe aus der Denkschrift hervor, daß der Fürst schon im Sommer 1914 wie bet der Abfassung der Denkschrift die Ansicht vertreten haben wolle, daß trotz der Ermordung des österreichischen Tbronfolaers der Friede hätte von der deutschen Re. gierung durch die Einwirkung auf Oesterreich-Ungarn aufrechterhalten werden können, wenn ste nur die Friedensliebe Englands genügend ausgenützt hätten von Rußland wäre, wenn dies geschehen lei. ein militärisches Eingreifen kam zu erwarten gewesen Wie falsch eine solche Politik gewesen wäre, sei jetzt durch die Aufklärung des Suchomlinow-Prozesses überzeugend festgestellt. Die angeblichen Tatsachen, auf die der Fürst stch zur Rechtfertigung feiner Politik berufe, standen km einzelnen viel- in direktem Widerspruch mit der objektiv festzustellenden Wahrheit. Redner führte dies im einzelnen auf. So bezüglich der Behauptung des Fürsten, daß Graf Moltke zum Krieg gedrängt habe, bezüglich des am 8. Juni 1914 in Potsdam abge- haltenen Kronrates. bezüglich der Versendung des österreichischen Protokolls über diesen angeblichen Kronrat an den Grafen Menedorff nach London, in welchem Protokoll der Zusatz enthalten gewesen sei: Es werde nichts schaden, wenn auch daraus ein Krieg mit Rußland entstehe. Diese sämtlichen Behauptungen seien nachweisbar falsch. Ebenso dje Behauptung, daß der damalige Staatssekretär des Auswärtigen Amtes im Juli 1914 in Wien gewesen sei, wie die Behauptung. Graf Pourtales habe berichtet. Rußland werde sich unter keinen Umständen rühren. Wie unbegründet die Klagen des Fürsten darüber seien, txrß man nicht seiner Anregung entsprechend die serbische Krisis durch eine Konferenz zu beendigen versucht habe, sei j.etzt unverkennbar. Die Verhandlungen des Suchomlinowvrozesses hätten gezeigt, wie unbegründet seine Vorwürfe seien, daß Deutschland die russische Mobilmachung mtt einem Ultimatum und der Kriegserklärung beantwortet habe. Ebenso sei es mit der Be- Hcsptung. n« devffchi, legren*» HÄ» E VerEelungsvO* schlage Englands abgelehnt. Ganz besonder» dringend sei von Berlin aus der letzte Vermittlungsvorschlag Sir Edward Erey» in Wien befürwortet worden, wie aus den Instruktionen hervorgehe. AchrromsKr»s Denkschrift. Berlin, 19. März. Die Denkschrift des Fürsten Lrch. nowsky, die schon in der auswärtigen Presse Gegenstand vielfacher Erörterungen war und jetzt auch im Hauptausschluß verhandelt, wird heute vom „Berliner Tageblatt" anszugS- ioerse wredergegeben. Wir entnehmen den Darlegungen folgende am meisten Anteilnahme erweckende Stellen: Serbische Krise. Ende des MomttF Juni begab ich mich auf allerhöchsten Befehl nach Kiew. An Bord des „Meteor" erfuhren wir den Tod des Thronfolgers. Seine Majestät bedauerte, daß dadurch seine Bemühungen, den hohen Herrn für seine Ideen zu gewinnen, vergeblich waren. Ich konnte später feststellen, daß bei österreichischen Aristokraten ein Ge- fühl der Erleichterung überwog. An Bord des „Meteor" befand sich auch der österreichische Graf Thun. Er hatte die glanze Zeit wegen Seekrankheit trotz herrlichen Wetters in der Kabine gelegen. Nach Eintreffen der NachrickS war er ober sofort gesund. Die Freude hatte ihn geheilt. In Berlin angekommen, traf ich den Reichskanzler mb sagte ihm, daß ich mtfere ansivärtrge Lage für schr befriedigend halte, da wir mit England so gut ständen, wie schon lange nicht. Auch in Frankreich sei ein festes Ministerium am Ruder. Herr v. Bethmann Hollweg vermochte meinen Optimismus nicht zu teilen und beklagte stch über russische Rüstungen. Ich suchte ihn zu beruhigen und betonte nament- lich, daß Rußland gar kein Interesse habe, uns anzugreffen und daß ein solcher Angriff auch niemals die englische und französische Unterstützimg finden würde, da b^ide Länder den Frieden wollten. Darauf ging ich zu Hein- Dr. Zimmermann. der Herrn v. Iagow vertrat und erfuhr von ihm, daß Rußland im Begriff sei, 900 000 Mann neuer Truppen aufzustellen. Daß General v. Molkte zum Kriege drängte, wurde mir natürlich nicht gesagt. Auf meiner Rückreise hörte ich in Berlin, daß Oesterreich beabsichtige, gegen Serbien vorzugehen, um unhaltbaren Zuständen ein Ende zu macben. Leider unterschätzte ich in dem Augenblicke die Tragweite dieser Nachricht. Heute bereue ich, nicht in Berlin geblieben zu sein und zugleich erklärt zu haben, daß ich eine derartige Politik nicht mitmache. Nachträglich erfuhr ich daß bei der entscheidenden Besprechung in Potsdam am 5. Juli, daß die öftevreichsckv Anftage die unbedingte Zu- stimnnmg aller maßgebenden Persönlichkeiten fand und zwar rnit dem Zusatz, es werde auch nichts schaden, wenn daraus ein Krieg mit Rußland entstehen sollte. (Im Reichstag hat Herr v. Payer erklärt, daß weder ein solche Sitzung stattgefunden, noch ein Protokoll jemals bestanden hätte.) Finnland. Stockholm, 18. März. (MTB.) Nach einer Drahtung an die hiesige finnische Gesandtschaft aus Wasa hat General Mannerheim den allgemeinen Angriff angesetzt, durch den bisher glänzende Erfolge erzielt wurden. Das Kirchdorf Hetnola wurde genommen, wobei etwa 3WÜ Rote Gardisten gefangen genommen wurden. Die Bewegung schreitet auf der ganzen Front erfolgreich fort. Berlin. 18. März. Der „Lokal-Anzeiger" meldet aus Ln. gano: Der Petersburger Korrespondent des „Corriere della Sera" telegraphiert aus Tammerfors unter dem 1b. März: Seit fünf Tagen liegen die diplomatischen Vertreter von Italien. Frankreich, Belgien, Portugal. Serbien und Griechenland hier fest und es P noch gar nicht abzusehen, wann sie endlich völligen Abgeschiedeicheit befreit werden und nach Schw^ ; den Weiterreisen können. Alle Versuche, auch solche mittel» I Flugzeugen, mit dem Kommandanten der Weißen Garde. Gene, ' ral Mannechei«, in direkte Verbindung z» treten. Lad Mtf- geschlagen. > Ministerprästdent Marghttornan. Brrkarest, 19. März. (WB.) zum Erftminrfter ernannt wor. M a * -an tffr £ • TirnwMirVVKWsrws&VLj ijiuaufcwwa wpggjEBB« Bukarest, 19. März. (WB.) AlexanL-r M-rMomm, hat bekanntlich, als die Friedensverbandlungen mit Rußland ln Brest-Litowsk begannen, an die damalige Fassyer Regierung Bratianu-Take Jonescu eine Denkschrift gerichtet, in oer er m dringlicher Werse darauf hinwies, daß der geeignete Augenblick gekommen sei, um Friedensverhandlungen mtt den Mittelmächten zu beginnen. Die Bevölkerung der Moldau hat erst durch die kürzlich veröffentlichte Unterredung Marghiloinans mit dem Vertreter einer Iassyer Zeitung von dieser Denkschrift Kenntnis erhalten. Die Ueußerungen Marghilomans haben, wie aus Iassyer Blättern ersichtlich ist, in allen Kreisen der Moldau tiefften Ein- druck gemacht und staben die Erbitterung gegen die früheren Machthaber ins Grenzenlose gesteigert. Bratianu sowohl als auch Take Jonesru haben sich unter diesen Umständen genötigt gesehen, auf die Erklärungen Marghilomans zu er- widern. Die Blätter Bratranus geben zu, daß Marg- OUoman an den früheren ersten Minister die Mahnung ge- richtet habe, die günstige Lage auszunutzen und so rasch als möglich Frieden zu schließen. Bratianu aber hätte diesen Rat nicht befolgen können, so lange noch ein Schatten von Hoffnung vorhander: war, daß die Front im Osten Wider- stand leisten könne. Die von Take Jonescu geführten ententefreundlichen Konservativdemokraten erklärten, daß sie von der Mitteilung Marg^lEans kerne Kenntnis hatte» und daß Bratianu sie wahrscheinlich desbalb nicht verständigt babe, um nicht schon damals eine rvcrnisterkrists berbeizu* sichren, da er wußte, daß die Konservativdernokraten ent- Massen seien, den Abschluß U? ^aeoeug und selbstverständ- Itcn auch den Eintritt in Friedensverhandlungen unter keinen Umständen zuzngeben. Nie Kämpfe in Gstasren. Haag. 19. Marz. Reuter meldet aus Tokio: Laut .Lochich-m» Sun" haben die Maxrmalisten am 12. März die Stadt Mago» westschensk zum dritten Male angegriffen. Die Antimaxima- listen leisteten Widerstand, wurden aber besiegt. Ein grcher Teil der Japaner, die nicht rechtzeitig smry-ttn konnten, wurde niedergemetzelt. Deutscher Reichstag. Sitzung vom 19. März. Nach Erledigung einer Reihe von kleinen Anfraqen wird die Aussprache über den deutsch-russischen und deutsch^>msche, Friedensverttag fortgesetzt. Abg. Dr. St r esc mann (Ratl.) verteidigt den russische, Friedensvertrag gegen die Krittk des Abgeordneten David. Man wirst dem russischen Friedensverttag vor, daß er nicht dazu an- getan fei. ein Bündnis mit Rußland vsrzuöererten. Wo sind aber in Rußland dre Konttahenteir. die überhaupt geneigt find, ein Bündnis mit Deutschland zu schließen? An keiner Stell« kann man in Rußland eine solche N «pmg entdecken. Unser« Politik ist während des ganzen Krieges auf die Schonung der Neutral e n ausgegan gen, die englische Politik tuf die Berge- ^rane Gefahren. Roman aus der Gegenwart von M. Gvittnrd. Schuck. ^ Nachdruck verboten. .Hort von hier?" fragte Helen verwundert. „Wm um? Ich auch?" „Nein. nein! Änr ich — und Mary natürlich!" „Sa, aber warum denn? Um alles in der Welt, so rederl Sw doch! Sie spannen mich ja auf die Folter! Ist es wegen des Krieges? Weil wir Ausländer sind?" „m Wort verstehe ich!" , » Ich batte doch damals, als ich Ihre* Briese besorgte, einige Worte an Sir Edward Douglas mit eingelegt." „An meinen Vater?" ^ „An Ihren Vater! Imvohll Ich sagte Ihnen doch, m lck es für meine Pflicht erachtete, den Unseren nach besten Kräften zu helfen." „Den Unseren zu helfen, ja, das sagten Sie. Ich hielt oas aber nur für eine belanglose Redensart. Wie sollte es denn auch möglich sein? Sie, eine schwache Frau." . „Nun, Sir Edward Douglas wußt es besser. Er hat mir einen Vermittler geschickt und hat_" '»Mein Pater hat Ihnen einen Vermittler geschickt? Und von alledem wußte ich nichts?" siel ihr Heren ins Wort. „Sie wollten ja nicksts bannt zu tun haben." „Ich wollte nichts damit zu tun tmben?" Geistesab- wesend wiederholte es Frau von Werkheim. „Und dann? Was wu«.». weiter? Welc, r Art war diese Hilfe?" „Ich allein konnte rmtürlich nichts machen. Slber Marys Bräutigam, der auf der Werft ist, hat mir wertvolle Zeich. nungen geliefert und mir auch noch einen Mann zugeschickt, der über sehr wichtige Vorgänge unterrichtet war und gern kbwas nebenbei verdienen wollte." Helen trat mmüllkürlich einen Schritt zurück. Ihre .Augen wurden immer größer. rrry * tr - ,r ~ r ~'*- 1 ”Wn „Und nun?" fragte sie mit tonloser Stimme. „Nun muß der Klink unvorsichtig geivesen sein." „Und desbalb wollen Sie fort?" „Nein, nicht deshalb," antwortete Frau lwn Düring ge- ouült. „Ich — es toareu —" Mary hatte die ganze Zeit als stimmte Zuhörerin da- gestanden. Jetzt fiel sie der Herrin ins Wort und sagte kurz: „E ist eine.Haussuchung bei der gnädigen Frau vor- genonnnen worden. ,md die gnädige Frau sollte eigentlich verhaftet werden. Aber dann hat man die gnädige Iran doch im Hause gelassen, aber unter Bewachung." „Um Gotteswillen! Und nun?" „Nun sind wir geslol)en!" sagte Mary rrchig. Wie gehetzt irrten Helens Augen rnnher. Angstvoll durchforschten sie das Gesicht der Landsmännin. „Aber — ich — ich — weiß nicht — ich weiß — nicht — was haben Sie denn mit dem allen zu tun? Was geht es Sie an. tveun die Leute von der Werft so — so etwas tun?" „Verstehen Sie denn noch im.ner nicht?" rllef Frau von Düring. „Es wird der gnädigen Frau wohl schwer, daran zu glauben, daß Sie. gnädige Fran, Sir Edward Donglas Spronendienste geleistet l)aben," sigtt Mary rrchig. Nun endlich war das rechte Wort gefallen. Und endlich verstand auch Frau von W«rkbeim. Sie zitterte am ganzen Körper, die Füße versagten ihr den Dienst. Ganz erschöpft sank ste in den nächsten Sessel. „Das ist ja furchtbar! Furchtbar! Und nun ^onrmen Sie zu mir! Was wollten Sie von mir? WaS soll denn nun werden?" „Sie müssen mir helfen, Helen \* Frau von Werkheim hob abwchrend die Hände. „Nein! Nein! Ick) will nicht! Ich will nichts damit zu tun haben! Ah, das ist ja alles so — so — o — psiri!" Sie schlug die Hände vors Gesicht, um das Schmutzige nicht sehen m müssen, das sich gegen ihren Willen an ste heran- diänae» Aus den braunen Augen der anderen schoß ein böser Fimke. „Ich weiß, was Sie sagen wollen," rief sie dann bitter. „?lber trotzdem. Sie werden uns helfen. Sie müf- fert uns helfen! 6 Wir verlangen ja nichts weiter, als daß Sie uns heute Nacht und den morgigen Tag hier behalten. Morgen abend, wenn es dunkel ist. beordern Sie ein Aitto- uwbil hierber, dann fahren wir ab. Das ist doch so einfack^ davon haben Sie doch sicher nichts zu fürchten." Helen zauderte. „Und die Dienstboten?" „Daß läßt sich schon machen. Schließen Sie rms irgendwo ein. Sie müssen. Helen! Wir sind doch beide Eng« länderinnen und müssen uns beistehen! Könnten Sie es denn mit ansehen. wenn man uns verhaftet?" Helen zögerte. „Denken Sie an Ihren Vater, für den ich es geta» habe!" drängte Frau von Dürcng Wetter. „Es fft gut," sagte Hcllen dann mit trockener Stttuwe. „ich will tun. was Sie wünsckien. Ich tverde mein Zirmuer für diese Nacht verWießen. Sie können auf dem Ruhebett schlafen, Mary kann sich im Nebenzimmer auf das Sof« lgen." E Die beiden Frauen zogen sich sofort zurück. Sie Ware« froh, daß die unliebsame Unterredung endlich zu einem gute» Ende gekommen. — Frau von Düring war durch die Auftegung de- Tages bis zum äußersten erschöpft. Wie gebrochen sank sie auf ihr Lager urid fiel in einen schweren, von bösen Trämnen ge- guälten Schlummer. Helen fand keine Ruhe. Es lvar das erste Mal, daß ihr das Leben in so schmutziger, roher Weise entgegentrat. An ihren Gatten durfte sie gar nicht denken. Wie furckcköar, wenn er gerade Morgen kommen würde. Oder gar heute Nack)t! Eine Spionin in seinem Hause! Es war entsetzlW! „Aber ich mußte ihr doch helfen, denn mein Vater W schuld daran, Ls« ste in diese schlimme Lage gekonrmM v Lortsehung fo£ o&ittauua ötr Neutralen. Der Red«r geht sodarm zur Frage des Wtrlschaststampfes nach dem Kriege über. Gin vollkommen orgamsterlor Boykott Deutschlands werde aber nicht möglich sein. Die Sehnsucht nach deutschen Waren werde auf der an- deren Seite ebenso groß sein wie bei uns die Sehnsucht nach den Maren der anderen. Die Angriffe des Abg. David gegen die »baltisch, rr Barone", die von ihm als die eifrigsten Vertreter des Zarismus hingestellt worden seien, weist der Redner als demagogisch zurück. Das Balientum habe unter den schwierigsten Verhältnissen Jahrhunderte hindurch sein Deutschtum bewahrt. Die Hoffnung aus eine Verständigung mit den Polen sei durch die letzten Vorgänge sehr getrübt. Wenn die Oberste Heeresleitung erkläre, daß eine Aenderung der Grenze aus militärischen Gründen notwendig sei, so müsse man die politischen Bedenken gegen eine solche Maßnahme dahinter zurückstellen. (Sohr riLLig bei den Nationalliberalen und rechts.) Der Redner schließ mit der Hoffnung auf einen Sieg im Westen. Abg. Graf Westarp (kons.) begrüßt den Friedensvertrag als dte Frucht unerhörter Kampfe und Opfer. Ohne den militärischen Vormarsch wären wir in Brest nicht zum Ziele gekommen. Der Zar stürzte, weil er dce schwerste Schuld auf sich geladen hat. die Schuld der Schwäche, die ihn dahin gebracht hat, einen Krieg geg-'y seinen eigenen Willen führen zu missten. Es ist als Folge vieles zusammengestürzt, was morsch war. Das gute drrrtfcke Schwert hat die letzte Entscheidung gegen den Zaren gebracht. Der Abgeordnete David hat gestern wieder öffentlich Stellung genommen gegen Hindenburg und die Oberste Heeresleitung. Das bedauern wir gerade in diesem Augenblick. So wird Mißstrnrmuug und Mißtrauen erzielt. Die Forderungen nach Kriegsentschädigungen wüsten schon jetzt bet Rumänien angebracht werden und ganz besonders den Westmächten gegen- ikc. Abg. Graf Westarp (kons.) fahrt in seiner Rede fort: Den Gerichtshof der Welt lehne ich als befangen ab. Er fleht tro angelsächsischen Bann, und wir haben vor ihm nichts zu rerWrrtigen. (Zrrstimmnng rechts.) Wir tun, was wir für rickHg halten und richten die Friedensverträge so ein. daß wir vollendete Tatsacheen schaffen, mit denen sich unsere Fenrde im Westen werden ab finden muffen. Die Regelurrg mit Kurland können wir billigen, aber über Kurland hinaus will das ganze Baltentum den engen Anschluß an Derttsch' kmtr, und wir können diesen Wunsch mrr unterstützen. Von einer Aufhebung der Militärverwaltung in Litauen kann jetzt noch , keine Rede sein. Jedenfalls müssen wir ver- langen, daß die Verhandlungen über die Zukunft Litauens fest in der Hand der Exekutive bleiben und nicht in die Hände einzelner Parteien übergehen. Ue&er die Polenfrage find in der letzten Zeit merkwürdige Mitteilungen durch die Presse gegangen, die sich auf interfraktionelleVerhandlun-gen mit den Polen stützen. Die deutschen Interessen stich bei diesen Verhandlungen sehr kurz weg gekommen. Wir mochten tetfWi, ob der Reichskanzler damit einverstanden ist. daß derart die Verhandlungen in die Hände einzelner Abgeordneten übergehen. Wir glauben nicht, daß Polen zu einem engeren Anschluß an das deutsche Reich bereit ist. obenan muß daber die Forderung nach einer mtRtartfäjen Sicherung im Osten stehen. -Ob urcm das Grenzsicheruug oder Annexion nennt, das ist uns gleichgültig. Wir wünschen auch keine Verbindung des polnischen Reiches mit Oesterreich. Im Westen geht der weiter, und wir sollten uns endlich au? den Standpunkt stellen, daß wir dort für die Friedensverhandlung nach jeder HtnsickÜ freie Hand haben. Wir werden auch im Westen den Frieden nur durch die Kraft unserer Waffen erzwingen können. (Beifall rechts.) Abg. Ledebour (Unabh. Soz.): Der vorliegende Friede ist ein Vergewaltigungsfrieden, den die Russen nur gerwunaen annehmen. Was im Baltenlande geplant wird, daß ist die Erneuerung der alten baltischen Herrenpolitik. Wir stehen vor einem Annexionsblock von Westarp bis Scheidemann. Wenn das freie Wort hiuausdringen kann, dann wird die Mehrheit des Volkes hinter uns stehen, dann wird die Zeit des wahren Volkerfriedens gekommen sein, den wir -ersehnen und Vorarbeiten, und dessen Sieg wir zu erleben hoffen. Abg. Fürst R a d z i w i l l (Pole): Die Interessen des PolniV^n Volkes sind nicht genügend gewahrt worden, es sind auch keine polnischen Vertreter zugezogen worden. Wir behalten uns eine Stellungnahme vor. Aber die entgegenkommenden Worte des Reichskanzlers haben uns woblgetan. Abg. Mumm (Deutsch?» Fra kt) stimmt dem Friedens- Vertrag zu und wünscht, daß auch Livland und Estland ähnlich wie Kurland in ein näheres Verhältnis zu Deutschland treten. Eine Militärpartei. von der gestern David ge- sprochm^ -b^be. gebe es in Deutschland nickst. Abg. bansten (Däne) tiätt für den Wunsch der Bevölkerung der Aalandsinseln ein, mit Schweden wieder vereinig* zu werden. Damit schließt die Debatte. Der Antrag geht an den Haupt. susstbvß Es wlat die erste Lesung der neuen Kredit Vorlage. St-ratssekretär Gras Rödern teilt mit. dag die monatliche« Krieaslosten ein weiteres Anziehen erkennen lasten. Während die Kosten lange Zeit hindurch monatlich ungefähr zwei Milliarden betrugen, trat ungefähr mit dem Hindenburgpro- gramm ein Ansteigen ein; in den letzten Monaten betrug die knonatttche Dnrchschnittsausgabe ungesiihr VA Milliarden. Das Hitidelkbura.proo.ramm konnte naturgemäß feine volle Auswir kung erst nach einiger Zeit erlangen Heute ist dies erklärt nicht nur in den Kosten, sondern auch in den Leistungen (Beifall.) Auch bei der Entente stnd die Ausgaben gestiegen. Zu England belaufen sich die monatlichen Kosten jetzt auf eine noch etwas höhere Summe als bei uns, aber der Unterschied ist nicht mehr groß. Die bisherigen Kriegskosten Europas berechn ich auf Nicht weniger als 550 Milliarden, wovon auf die Entente min- dsfteus 370 Milliarden, auf die Zentrolmachte 180 Milliarden «vffaSen. Auf den Kopf der Bevölkerung entfallen bei uns LMl, in England über 21011, in Frankreich über 2500 Mark. Me können jetzt auf«* födtiOMfü Xttft «ach Weste« wende«. Sowohl aus Frankreich wie aus England habe« wir neue Kampfansagen gehört, und die Regierungen in Paris und London finden weiterhin den Beifall der Parlamente. Aber mit Worten lasten wir uns nicht umbringen. (Beifall) Die Entente droht uns jetzt mit der Rohstoffentziehung, besonders auf dem Gebiet der Textilindustrie. Aber wie wir uns den Stickstoff aus der Luft geholt haben, so werden wir, hoffe ich, im Noffall auch den Ersatz für Wolle und Baumwolle in unseren Wäldern ftn. den. Die Probleme, die sich uns hier bieten, sind ihrer Lösung näher gerückt. Auch bei der neuen Kriegsanleihe möge das deutsche Volk zeigen, daß ihm die Stimmung nicht fremd ist: „Und doch!" (Lebhafter Beifall.) Abg. Haase (Unabh. Soz.) erklärt, daß seine Fraktion den Kredit ablehne. Ohne Debatte wird der Kredit in erster und zweiter Lesung bewilligt. Nächste Sitzung morgen 3 Uhr. (Postscheckgesetzt, Kriegslieferungen.) Pifkradtluiu ins DMkßMks. In der Sitzung der Staatshaushaltskommisston des Abgeordnetenhauses wurden bei dem Eestütsetat folgende Anträge angenommen: Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen: 1. Die Regierung zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß bei der Demobilmachung alle zur Zucht geeigneten Stuten der schweren Arbeilsschläge durch die Landwirtfchaftskammern der Kaltblutzuchtgebiete den züchtenden Landwirten zugeführt werden. Hierbei hat die Uebergabe an die Landwirtjchaftskammern nach einer Werttaxe zu erfolgen, die unter keinen Umständen die Preissätze übersteigen darf, die bei den Pserdeaushebungen während des Krieges den Landwirten von der Militärverwaltung gezahlt worden find. 2. die Regierung zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß zwecks Belegung einer tunlichst großen Zahl kaltblütiger Stuten sowohl die Staatsgestüte mit einer vermehrten Zahl guter Hengste besetzt werden, wie auch die Beschaffung von Hengsten seitens Zuchtgenossenschaften und privater Züchter durch Ge- Währung von Staatsdarlehen und Erleichterung der Einfuhr guter Vatertiere aus Belgien und Dänemark ermöglicht werde. 3. die Regierung zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß unter sachgemäßer Durchführung einer Uebergangszeii die Hengsthaltung in der Kaltblutzucht dem privaten Unterneh. mertum zugeführt werde, indem durch wesentliche Erhöhung der Staatsdarlehen zum Ankauf guter Batertier«, wie auch durch Auslobung hoher Staarsprämien, nach dem in Belgien best, bewährten System, Genostenfchasten und Einzelunternehmern die Möglichkeit gegeben wird, die in der Pferdezucht ganz besonders hohen Kosten der Hengsthaltung zu tragen. Hierbei sind nicht nur die bisherigen Kosten der staatlichen Hengsthaltung für Darlehen und Prämien aufzuwenden, sonderen Erhöhung hat weiterhin entsprechend der Ausdehnung der Hengsthaltung zu erfolgen. Die Auslobung von Darlehen und Prämien darf jedoch nicht an Bedingungen geknüpft werden, die der Erzücktung eines für landwirtschaftliche, industrielle und städtische Lastfuhr- Kwecke geeigneten Pferdes entgegenlaufen. 4. die Regierung zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß die Zucht von Laufpferden, die zu Heereszwecken verwendbar sind, durch Auslobung genügend hoher Remontepreife ihre Wirtschaft, liche Unterlage für die Dauer erhält, daß fernerhin fortlaufend besonders wertvolle junge Stuten aus den ausgehobenen Re. montcbeständen zu müßigen Preisen an bäuerliche Züchter über, wiesen werden, und daß die erforderlichen Beträge zur Förde, rung der Zucht edler Pferde in den Haushalt der landwirtschaftlichen Verwaltung eingesetzt werden. Angenommen wurde fern« ein Antrag Mattjen und Cen„ wonach die Regierung ersucht wird, 1. auf die landwirtschaftlichen Korporationen (Lmidwirt- schaftskamM-rn. Pferdezuchtverbände usw.) im Interesse der Kriegsbereitschaft, d« Landwirtschaft und der Industrie dahin einzuwirken, daß für eine ausreichende Vermehrung der Pferdebestände durch Zuführung aller irgend geeigneten Stuten zu den Hengsten gesorgt wird 2. staatliche Beihilfen für angekörte Privathengste zu gewähren sowie für die Prämiierung der sich als besonders frucht- bar erwiesenen Hengste Mittel zur Verfügung zu stellen. Im übrigen wurde dre Beschlußfasiung Uber den ganzen Etat der Gestütsverwalttnig ausgesetzt, um zunächst einer Unter- kommisfion Gelegenheit zu geben, die Forderungen, die ftch auf das Gestüt Altenfelde beziehe«, zu prüfen llrrhfljr mit Iflnüirrtidwftliiiifn GlitvMckkn. Berlin, 14. März. Der Bundesrat hat eine Verordnung über den Verkehr mit landwirtschaftlichen Gnmdstücken er* lassen, die im Reichs gesetzölatt vom 45. März bekannt wird. Anlaß zu der Verordnung hat die Beobachtung gegeben, daß mit der längeren Dauer des Krieges inuner mehr ländliche Besitzungen in die Hand von Personen übergegangen sind, die dem landwirtschaftlichen Gewerbe bisher fern gestanden haben. Durch Kriegs geschäfte reichgeroordene Leute erstreben den Erwerb von Landbesitz, teils um ihre gesellschaftliche Stellung zu hÄren, teils weil ihnen diese Anlage von Kapital unter den heutigen Verhältniffen besonders vorteilhaft erscheint, teils auch um die Erfassung von Krtegsgewüm durch die Kriegsfteuer zu erschaueren. Die Folgen derartiger Berschiebngen stehen im Wilrerspruch imt den Zielen der Innerst: edelung, der Kriegsernahrung und der Volkswirtschaft. Es erwies sich daher ats nötig, den Verkehr mit land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken unter behördliche Aufficht zu stellen. Genehmigungspflichtig sind fortan alle Rechisge schifte dinglicher und schutdrechtücher Art über Grundstücke, die über 8 da groß sind. Die Genehmigung darf nur versagt werden, wenn durch die Grundstückübertragung die ordnungS- 'rpößrge Bewirtschaftung gefährdet wir§, so insbesondere vÄl Ueöertraglmg an Nichtlandwirte, bei unwirtschaftlicher Zer* schlagrmg, bei Auffaugung bisher selbstständiger Betriebs und bei Ausbeutung der Notlage des Mgentümers. Z„ dem gleick-en Zwecke kann die Veräußerung oder Entfernung von lebendem oder toten Inventar untersagt werde» Gegen die Versagrmg der Genehmigung ist Beschwerde zulässig. Mit Rücksicht auf die verschiedene Lage der Verhältnisse in den einzelnen Bundesstaaten sind die Landeszentralbehörden befugt, abweichende Bestimmungen über den Zeit> Punkt des Inkrafttretens, die genehmigungspflichtige Grundstücksgröße usw. zu treffen. Die preußischen Ausführungsbestimmungen sind im Reichs- lind Staatsanzeiger abgedruckt. Danach tritt die GenehnMungspflicht bei Grundstücksübertragungen iiber 5 ha Größe in Preußen am 18. März 1918 in Kraft. Zuständig zur Genehmigung ist der Landrat, in Stadtkreisen der Bürgermeister. Grundbesitz und Krresismrleihe. Die Hessische Landcs-Hypothckcnbank gewährt zur Zeichnung auf die o^ige 8. Kriegsanleihe Darlehen bis zu Mark 20 000, die unter o% verzinslich sind, zu besonders günstigen Bedingungen gegen erste Hypothek. Die Hypothek» bestellung ist kostenfrei. Die näheren Bestimmungen sind von der Bank zu beziehen. Ans der Heimat. Der Bericht über die Hauptversammlung der Dereimgte» Landwirte von Frankfurt am Main und Umgebung kann Raummangels wegen erst in der morgigen Nummer erscheinen. Gold- und Silberankaufstelle. Der nächste Ankaufstag ftn- det übermorgen. Freitag, den 22. d. M.. nachmittags vo» 3—5 Uhr, im Großh. Hochbauamt, Schützenrain 5t statt. Die Zündhölzer werden immer schlechter, dafür aber die Gewinne ihrer Hersteller desto größer. So verteilte z. B. die Ber» einigte Zündholzfabrik A.-G. Union in Augsburg dieses Jahr 34 Prozent Dividende (voriges Jahr 25 Prozent). Friedrichsdors t 18. März. (W aldbrvnde.) Inr Laufe des letzten Sonntag Nachmittags brachen fast zu gleicher Zeit zwei Waldbrände — im Köpperner und im Petterweiler Wald, oberhalb Dillingen — aus. An dem dürren Eeftriipp und trockenen Eichenlaub fand das Feuer gute Nahrung. Nur dem Eingreifen der dort beschäfttgten Kriegsgefangenen ist e» zu danken, daß nicht eine oder mehrere Schonungen dem Feuer zum Opfer sielen. Langeuhai» i. T. (Kr. Höchst a. M.), 17. März Einem elf. fahrigen Schüler, der mit einer Gewehrpairone spielte, platzte das Geschoß in den Händen. Außer anderen Verletzungen wurde dem Jungen auch eine Hand zerrissen. Ruppertenrod, 18. März. Heute fand hier die Brennholz- Versteigerung aus den hiesigen Gemeindewaldungen statt. Wohl zeigten die Holzpreise gegen die vorjährigen wieder eine Steigung. aber auf die u»rstnnige Höhe anderer Versteigerungen, bet denen das Meter Vuärenfcheit mit 40 Mark bezahlt wurde, kamen sie nicht. Vier Meter Buchenscheit kosteten im Durchschnitt 80 Mark, vier Buchrnprügel 70—75 Mark, lebhafter ging es bei Stöcken und Buchenreisern. Sulzbach i. T. Eine hiesige Frau wurde im vorigen Jahre von einem Nachtwächter dabei betroffen, als sie Rüben von einem ihr nicht gehörigen Acker rupfte. Weil er dabet die Frau mit einem Eichenknüppel mißhandelt hat, wurde er zu 170 Mk. Geldstrafe und zu einer Geldbuße an die Frau verurteilt. FC. Riederhessen, 17. März. In der Gegend von Wabern ist bei der schönen Witterung bereits mit der Aussaat von Hafer begonnen worden. Ans Hkffen.Naffau. FC. Wiesbaden, 18. März. Vor dem Schwurgericht hatte sich heute der 34jährige Arbeiter Heinrich Stern aus Medenbach wegen Notzucht zu verautwortern Am 12. Dezember verfolgte der Stern, der verheiratet und Vater voii zwei Kindern ist, die ledige 23jäbrige Karotins Dambsmann von ebendaselbst und vergewaltigte sie im Walde zwischen Medenbach und Wildsachsen. Die Geschworenen bejahten die Cchuldftage und verurteilten den Unhold zu einer Zuchchausstrafe von vier Jahren und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren. Der Staatsanwalt hatte acht Jahre Zuchthaus und zehn Jahre Ehrverlust beanttagt. FC. Wiesbaden, 18. März. Hier wurde eine Frau aus Offenbach festqenommen, die sich in einem Geschäft der Wilhelm- straße Leibwäsche aneignete. Dte gleiche Schwindelet verübt« sie in Frankfurt am Main tn sieben Fällen mit Erfolg. Mittelheim. 17. März. (Protest der Rhetngauer Winzer.) Jetzt, unmittelbar vor Beginn der Rhetngauer Weinversteigerungen, erheben dte Winzer energischen Protest gegen das Vorgehen des Berliner Kriegswucheramte». dessen Vertreter bei einer amtlichen Bereisung der Gegend Weinkeller beschlagnahmt hatten. Angeblich wegen der Wucherpreise, weil z. B. ein Weingut seine 1917er Edelgewächse zum Preise von 12500 Mark Mark per Stück freihändig verkauft hatte. Dte Mnzer behaupten, daß ihre Preise für dte jetzige Zeit nicht außergewöhnlich hoch find. KrietkaSe». M. E. lm Felde. Wenn der Vertrag auf ein Jahr geschlos- sen ist, ist das Mädchen im vorliegenden Falle nicht berechtigt zur KLicdigung. Wenn es in der Landwirtschaft tätig war. ist ev iasbesondere nicht berechtigt zur Industrie überzugehen. DeranNoortlich für den politischen und lokalen Lett: Otto H i r iche l. Friedberg-, für den Anzeigenteil: R. Hey«er. Fnedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung^ A- stttkt Gie'kopfe wird nicht vorezei^t. Blau unterstttchene Rumu-ern werden n,cht verkauft. Nähere Auskunft erteilt der Gr. Forstwatt Meyer zu Ra inrod. Eicheksdorf, 14. März 1918. Crohherzogliche Obersörsterei Eichelsdorf. , _ Walter. _' Holzverstcigerüng im Freiherrlich von Heyl'schen Revier Engeltal. DUttwoch, den 27. Diärz. nach Zu ammenkunst 1 Uhr an der Eiche der EngeUal. aus: Kichmark II, 12 u. 15, Tiefes Tal. Feld- ichlag und Bönstädter Weg: Schriler rm: 50 Buchen. 36 Eichen. 12 Birken: Prügel rm: 9 Buchen. 128 Eichen. 31 Birken: Stöcke rm: 13 Buchen. 4 Eichen: Reifer rm: 66 Buchen. 681 Eichen. 126 Birken. 12 Lärchen; Stamme: 2 Fichten V. Kl. = 0,62 Im. 2 Lärchen lll. Kl. -- 2,68 Im; Derbstanaen: _4 Stück Fichten = 0,36 fm. Krkanntmachnnst Die am I. März l. Zs. im Nieder-Rosbacher 6>emeindewalo abgehaltene Holwerstei erung ist genehmigt Die Abfuhr cheine sind alsbald in Empfang zu nehmen. Rieder-Nosbach. 9. März 1918. «r-ßh Sörgermeillerki Nieder-Kssdech. Katz. Stuten können, unter den elben Bedingungen wie die staatlichen, von ichwerem Ro fchimmelhengst gedeckt werden bei Gebrüder Walther» (Offrnljf in, Bost Fried er'. Tel.. 94. Reizende Neuheiten in Blusen eingetroffen. Grosse Auswahl, sehr preisuerl Fr. leier. Friedberg I. H Gmaifl. Apfe«. ßimcr wieder eingetroffen bei pH. DlNI. 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