rin-.« -.litt noch das «.it.llg.ld: T^ag" wtünö'eu' L-,-,°>-«is' «et Den «»ftanftaltit. o.eti.l-äWi* SMt 2.40 ... ä-t zr-zzr.v .. 11. Jahrgang Unmmer 6.1 Freilag. den IS. War? 1V18 Ein denijchcs C«fH.i?trr über Hartlepool. — 48001 Tonnen verdenkt. — Die ilalieuischen SleLungen onf dem Pnjnbiosioür in die Luft gesprengt. Der deutsche Generalstab --- meidet: - H*. T. 6-ro^es 14. M.r?x. Amtlich. Narr^tquartrer, de^r Westlicher Kriegsschauplatz. Die feindliche Artillerie entwickelte in einzelnen Abschnitten zwischen der Lys und der Scarpe, beiderseits der Maas und im Sundgau in der Gegend von Altlirch rege Tätigkeit. Auch an der übrigen Front vielfach lebhafteres Störungsfeuer. Kleine ! Infanleriegefechte im Vorfelde der Stellungen. lfm driii'ürs lüliirliiff iiirr fjarilrpnl. Berlin. 14. März (MTV. Amtlich.) Im Anschluß an eine Patrouillensahrt in der Nordsee belegte eines unserer Marine- luftsckif'e. Kommandant Kapitänleutnant Dietrich, tn der Nackt vom 13. zum 14 März den Hasen und die Industrieanlagen von Hartlepool erfolgreich mit Bomben. Das Luftschiff hat trotz zeitwe'ser starker feindlicher Gegenwirkung keinerlei Beschädigungen erhalten Der Chef des Admiralslabs der Marine. 4806t) Tonnen verkenlrt. Gestern wurden im Luftkampf und von der Erde au« 17 feindliche Flugzeuge und drei Fesselballone abgeschossen. Von einem nach Freiburg fliegenden feindlichen Geschwader wurden an der Front drei Flugzeuge heruntergeholt. Rittmeister Freiherr v. Nicht Hofen errang seinen 65. Luftsreg. Osten. Die im Einvernehmen mit der rumänischen Regierung von Braila über Galatz Bcndery auf Odessa angesetzten deutschen Truppen haben nack Bandenkampf bei Moldowanka Odessa besetzt. Ihnen find von Shmerinka her österreichisch-ungarische Truppen gefolgt. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartirrmeister: Ludendorff. Aiienddrricht. Berlin. 13. März, abends. (MTV. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. f. I. I ------- -K..I»U Kra »^V MMM M. .... M -l. l . T-»Tn- 1 .n —NIT-MMI «, ■ , .-I H» || Der österreichische Generalstnb r.= = = =S s== meldet: ======= J Wien. 14. März. (WTB) Amtlich wird verlautbart: Osten: Die Rumänen haben nun auch den letzten schmalen, von ihnen noch besetzt gehaltenen Streifen österreichischen und ungarischen Gebietes geräumt. Der Osten der Monarchie ist nach dritthalb Jahren schwerster Kriegslast wieder völlig frei. Odessa ist seit gestern nachmittag in der Han) der Verbündeten. Mährend von Westen her deutsche Bataillone vor- gmg-en. drangen über den Frachtbahnhof die von Generalmajor v. Zeidler geführten Vorhuten erner österreichisch-ungarischen Division in die Stadt ein. Italienischer Kriegsschauplatz. Die italienischen Feldstellungen auf der Südplatte des Pa- fubiostockes wurden gestern in beträchtlicher Ausdehnung in die Luft gesprengt. Die Wirkung unserer Minen war verheerend. Unsere Abteilungen besetzten das Trümmerfeld. Der Chef des Generalstabes. r ..- - m, I Dos liirlnsche Hanplqnartier |! «=== meldet: ==-=§' Konstantinopel. 13. März. (MTV.) Der amtliche Tagesbericht meldet u. a.: An der Paläftinafront lebte am 12. März die Kampftätigkcit wieder auf. Starke feindliche Kräfte griffen um 6 Uhr 30 Minuten vormittags die Linie Kafr—Kamm— Medfchel Iaba—Der Ballut- Der Risane an. In deni flankierenden Feuer unserer Artillerie erlitt der Feind schwere r- luste. Alle Angriffe des Gegners scheiterten. Nur bei Medschel Iaba un) bei Der Ballut konnte er nach einem blutigen Nahkampf etwas Gelände gewinnen. Ueber wese Orte hinaus konnte er nicht Vordringen. Weiter östlich wurden feindliche Vorstöße bei Chum A.nurie, an der Straße von Jerusalem nach Nablus, gegen die Höhen bei Kaser Mallk, Tell Msettera und gegen den Brückenkopf östlich von Jericho abgewiescn. Gefangene und feindliche Maschinengewehre blieben in unserer Hand. Von dem am 8. März bei Agwaliman versenkten, mit drei Geschützen bewaffneten französischen Schlfs „Alexandre" find 21 Mann gefangen genommen. In Erzerum wurden zahlreiche Geschütze und viel Munition erbeutet. Die Armenier verloren etwa 2000 Mann. An der Küste nähern sich unsere Truppen der bisherigen Landesgrcnze. Berlin, 13. März. (MTV. Amtlich.) 1. Eines unserer U-Boote, Kommandant Kapilänteutnant Gansser. hat >m Sperrgebiet um die Azoren feindlichen und für den Feind fahrenden Frachtraum von insgesamt 22 000 Vruttoregistertonnen vernicklet. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der englische be. waffnete Tankdamp'er „Artesta" von 2767 Bruttoregistertonnen und der englische Schooner „McKay" von 2145 Brultoregisier- tonnen, die beiden griechischen Dampfer „Ivannia" von 4181 Brutloregistertounen und ..Clariton" von 3300 Bruttoregistertonnen. der italienische bewaffnete Dampfer „Atlantide" von 5437 Bruttoreglstertonnen und die italienische Bark „Francisco" von 1093 Vruttoregistertonnen. Die Ladung der Schiffe bestand aus Messing. Zink. Gummi, Tabak, Opium. Fellen, Lebensmitteln. Erdnüssen und Kopra und war nach Frankreich. Italien oder Häfen der Vereinigten Staaten bestimmt. Auf er den 7,6 Zentimeter Geschützen der beiden bewaffneten Dampfer wurde aus den Ladungen der Schiffe Messing, Zink und Gummi eingebracht. 2. Im östlichen Miltelmeer hat ein U-Boot, Kommandant | Oberleutnant zur See Sprenger, sechs Dampier und zwei Seg- ' ler mit zusammen etwa 26 000 Bruttoregistertonnen versenkt. Insbesondere wurde der Transportverkehr von Alexandria und Port Said gefaßt. Die Dampfer waren bewaffnet, ihre starke Sickerung ließ auf wertvolle Ladung sch'ießen. Ein an der syrischen Küste torpedierter Dampfer, der Kurs auf Jaffa hatte, führte, aus der ausfallend starken Detonation zu schließen. Munition. Das Boot hat ferner auf einen als Sicherung fahrenden Kreuzer der „Arabis"-Klasse einen Torpedotreffer erzielt. Der Ehek drs Admiralslabs der Mariae- Berlin. 13. Marz. (MTB. Nichtamtlich.) Für die Vermehrung unserer Vorräte an Zink und Mc'sing gebührt dem erfolgreichen Boot ebenso unser Dank wie für die Vernichtung der oben aufgezählten tropischen Produkte, sowie der Lebensmittel, deren Mangel in England wächst. Die felndliche Presse liefert täglich Beweise dafür. In Erwiderung auf die zuversichtlich gefärbte Erklärung Vonar Laws im Unterhause über die englischen Weizenbestände Ende 1917 verweist ein englisches Fackblatt auf folgende sorgenvolle Ansprache des Vorsitzenden des Mühlenkon- trollausschusses an die Müller vom 12. Februar: „Als diejenige Person, die vielleicht in erster Linie für die ! Vrotversorgung nicht nur unseres Landes, sondern aller verbündeten Staaten Europas, verantwortlich ist. möchte ich Ihnen sagen, daß die Lage wirklich äußerst ernst ist. Seit September hängen wir in erster Linie in unserer Versorgung in Drotstoffen von dem amerikanischen Kontinent ab da. wie Sie wissen, die Ausfuhr von Argentinien beschränkt worden ist und nur eine geringe Zufuhr aus Argentinien und so gut wie gar nichts aus Australien zur Verfügung steht." Das englische Blatt stellt diese Erklärung von sachverständiger Seite den Ziffern Vonar Laws gegenüber und sieht in ihr die Bestätigung der früheren Vorausfgge des englischen Nahrungsmitteldiktators: „daß die - kommenden Monate wohl die schlimmsten für die englische Versorgung sein werden. Die Gefechtstätigbril in Flandern. Berlin, 13. Marz. (MTB.) Aus Flandern wird uns geschrieben: Die trockene Witterung der letzten Tage hatte ein Ausleben der beiderseitigen Gefechtstätigkeit zur Folge. Die Artillerien benutzen die in Flandern fo seltene Sicht, um die feindlichen Anlagen und Batterieii zu schädigen und Bewegungen zu stören. Starke Feuerwellen, nicht selten bis zum Trommelfeuer gesteigert, kommen täglich vor. Auch dre Infanterie ist durch das Abtrocknen des versumpften alten Schlachtfeldes von 1317 wieder beweg« ngsfähig geworden. Allnächtlich brechen starke Patrouillen oder Sturmtrupps in die feindliche Linie ein. holen Gefangene und Beute heraus und zerstören die feindlichen Betonbau» ten und Hindernisse. Die Gegner sind nicht müßiger. Von der Küste bis an die Lys tasten sie die Front ab. um Einblick in un- sere Verteidigung zu bekommen. Selbst dte Belgier haben llck entschließen müssen, mit Stoßtrupps unsere vorgeschobenen Pc zu beunruhigen. Der Erfolg blieb ihnen meist versagt, währen die Zahl der belgischen Gefangenen neuerdings wieder erheb!' gestiegen ist. An einer Stelle gelang es ihnen, einen weit n bas Usborschwemmungsgebiet vorgeschobenen, am Vorabend c st » von uns genommenen Posten zurückzudrängen und dabei 0e- fangene zu machen. Das Aufsehen, das die Funlsprücke des Eiffelturms vji diesem Ereignis drei Tage lang machten, beweist, daß bei ^.steten Feinden anscheinend ein Bedürfnis vorliegt. das Vertrauen zu der Kampfkraft des belgischen Heeres zu stärken. Die Engländer haben bei einzelnen Unternehmungen ganze Vwaillone eingesetzt. Ihre Verluste waren dementjprechend hoch, ihre Erfolge belanglos. Neuer Jchiffsranb Tn^lands. Amsterdam, 13. März. (WB) Der Vertreter des Wolf- 'chen Bureaus in Amsterdam erfährt, daß der englische Gesandte im Haag namens der verbündete)'. Regie) ungen und der Vereinigten Staaten von Holland die Auslieferung seines gesamten Schiffsraumes gegen entsprechende Frachtraten und Ersatz der torpedierten Schilfe nach dem Kriege kür Fahrten auch innerhalb des Sperrgebietes verlangt habe. Ter holländischen Regierung wurde für ihre Antwort eine Frist von acht Tagen eing?rä)imt. Falls dieser Forderung der verbündeten Regierungen nicht nachgelommen werden sollte, so würden die holländischen Schiffe in den Häfen der Vereinigten Staaten und die auf See befindlichen holländischen Schiffe beschlagnahmt. Außerdem würde an Holland in diesem Falle von den verbündeten Regierungen kein Brotgetreide mehr geliefert werden. Holländischer Kronrat. Amsterdam, 14. März. Aus dem Haag wird gemeldet: Ein Kronrat tritt Nkorgen (Freitag) mittag im Haag zusammen. Man erwartet, daß in ihm wichtige Entschließungen fallen werden. Deutsche Gegenmaürcgcln. Berlin, 14. März. Der an'-snabe „^cig" schreib! - Fristnote der Entente an Holland: Der Pierbund weiß, t) Holland in keiner Weise, weder wirtschaftlich noch nuu- tärisch, vor den deutschen Gegenmaßnahmen schützen kann, die die unnnttelbare Folge einer Annahme der Fristnote durch Holland sein müßten. vik llMrnInnndt!; füwramnfrü irit fiar'g. Genf, 14. März. Die aus Parls vorliegenden Meldungen weisen auf eine mangelhafte Oraanisatlon der Verteidigung gegen den deutschen Luftangriff hin. Da seinerzeit die Negierung die Sicherung von Paris gegen deutsche Luftangriff versprochen hatte, wird für die nächste Wocke eine Anfrage in der Kammer über den Schutz gegen Luftangriffe erwartet Bei dieser Gelegenheit wird auch das Vertrauensvotum für Elemen- ceau möglicherweise eine Nachprüfung erfahren. Zürick. 14. März. Nach einer Zusammenstellung in schwel, zerischen Blättern haben die zwei letzten großen deutschen Luftangriffe auf Paris mehr als 300 Opfer gefordert. Die wiederholten Luftangriffe auf Paris hoben eine große Anzahl von Bewohnern veranlaßt, nach anderen Städten überzussedeln. Nach amtlichen Berichten besuchen jetzt 11000 Schüler weniger die Schulen, als vorher. Vtt frl?r flidurtilnrin in Pom. Rom. 14. Marz. Am Montag wurde die Bevölkerung der" italienischen Hauptstadt zum ersten Male seit Kriegsausbruch von der Gefahr eines nahenden Fliegerangriffes durch fünf Kanonenschüsse alarmiert. Die elektrisä)en Lichter wurden überall gelöscht. Die Bevölkerung begab sich in die Keller. Nach einer halben Stunde wurde sie durch Glockengeläute davon verständigt, daß die Gefahr zu Ende sei. Das Lp' schiffe, welches Neapel mit Bomben belegt hatte, war nämlich ...» der Provinz Rom er», schienen. Die Frledensverträge. Berlin, 14. Marz. Zur Vornahme des endgültigen Vollzuges des ukrainischen Friedensvertrages ist Deutschland und die Türkei nunmehr bereit. Oesterreich-Ungarn und Bulgarien scheinen noch nicht so weit zu sein. In Kiew fanden jetzt wieder Verhandlungen in der Rada statt, und die Bestätigung soll demnächst vollzogen werden. Eine Bestätigung des russischen Friedensvertrages sollte bekanntlich nur vorgenommen werden, falls sie von einem Teile verlangt würde. Wir haben einen solchen Wunsch bisher nicht ausgesprochen. Der Friedensvertrag mußte erst zur Unterzeichnung nach Bukarest geschickt werden Heute wird er dem Bundesrat zugehen. Die Hauptverband lungen mit Rumänien werden morgen wieder ausgenommen. Bisher handelte es sich nur um Aiisscknißverhand- lungen, die einen günstigen Verlauf genommen haben. 3n#fi£fi! RtMijn'kng m fcfiii Kr ^k. föcrtf, 14. März. Die Londoner „Morning Post" meldet, da die Gesandten der Verbandsmächte in Jassy Vorbereitungen treuen, den Schutz ihrer Staatsangehörigen den neutralen Märbten zu überlassen, mutz man annehmen, daß der Friedensschluß Rumäniens mit den Mittelmächten bevorsteht. Die an Numän-en gelieferte, vollständige Artillerieausrüstung im Werte von 2 Milliarden Lei ist als verloren anzusehen. Kurland, Aulan^, Gsthiand. Brrljn, 14 . März. Der Reichskanzler wird morgen eine Abordnung des kurländischen Sandesrates empfangen, die beauftragt ist. der deutschen Regierung die kürzlich in Mitau gefaxten Beschlüsse des Landesrates zu unterbreiten. Am 22. d. M. tritt in Riga der livländische und am 26. in Reval der estblönd'sche Landtag zu wichtigen Beratungen und Beschlüssen zusammen. Der 4?rfrem»wHkompf Fmniouds. Wala, 13. März. (WTB) Das Hauptquartier meldet am 13. d. M.: In Satakunda dauerten die Kümpfe die Nacht hindurch an. aber mit verminderter Heftigkeit. Bei Ikalis wurde eine feindliche Abteilung geschlagen und zersprengt. Bisher wurden als Beute einaebracht: ein Geschütz und 40 Gewehre, so. wie eine ansehnliche Menge Munition und zahlreiche Gefangene, ^n Tavastland wurden feindlich« Vorstöße gegen Virdois jetzt nach heftigen Kämpfen abgewiesen. Der Feind verstärkt feine Stellungen in der Gegend von Waskivsoi. Bet Kuhmeinen warfen unsere Truppen den überlegenen Angreifer zurück. In Karelien. wo bedeutende russische Kräfte an den Kämpfen teft- «ahmen. dauerten die heftigen feindlichen Angriffe bei Ahvola die ganze Nacht an. wobei der Feind öfters Bajonettangriffe unternahm, «ei Haute lebhaftes Artillerie- und Infanterie- jener. NnNand. Die feierliche BeEndigung des Friede»». E^enf. 14. März. ..Matin" meldet aus Petersburg' Der Moskauer Sowjet verkündet in feierlicher Form den Friedens- fchln' A ft den Mittelmächten. Zum 1 . April werden russische Votschuster für Berlin. Wien und Konstantinopel ernannt. Ein Vertrauensvotum für Lenin. Dnel. 14. Märt Dre „Morning Post" meldet aus Peters- * vt *' batz die Mehrbeit der russischen Söwjets ein Bertrouens- v'- - - für Lenin verlangte, das mft 780 gegen 125 Stimmen angenommen wurde. Grausamkeiten der Roten Garde. Stockholm. 13. März. sWTB ) Der aus Helsingfors ^urück- gekebrte schwedische Sozialist Böhmer berichtet in der Zeitung ..Sozialdemolraten" daß er mehrere Grausamkeiten der Noten Gardisten unwiderleglich habe feststcllen können. Co seien, wie er selbst von Augenzeugen hörte, in Harrmataw bei Helsingfors am 14 Februar ein Gutsbesitzer, ein Tierarzt, ein Kontorist vnd ein Bauernsohn von einer umherziehenden Bande ohne' Grund erschollen worden. Dje gleiche Truppe von Roten Ear- di ten wütete, später auch an anderen Orten und ermordete ^hlrricke. vollkommen unschuldige Bauern und Pfarrer Die Regierung in Helsingwrs bestritt dem schwedischen Sozialisten gegenüber dre Richtigkeit dieser Angaben nicht. In Brunne fanden bte Roten Gardisten eine Liste mit 16 Namen und glaub- Tel bic Mitgliederliste der Weißen Garde. Sie erschaffen 8 Männer, die auf der Liste standen, samt ihren Frauen. Später zeigte es sich, daß die Ermordeten nur Mitglieder eines Bil- dungsvereins waren und somit durch einen Irrtum ums Leben kam-m Die Morde wurden von reguläre« Roten Gardisten tön *en BolsKwÄ foufcertett Vvn Ser rnchtswürdlgen Gesinnung KrylenkoS legt der Befehl an das Heer Zeugnis ab, alle kriegsgefangenen deutschen Offiziere zu erschießen. Auf andere Weise zeigt sich die Nichtswürdigkeit des Ne- volutionsheeres. An einer Stelle waren 800—900 Wagen mit Schießbedarf zusammen gebracht worden, von denen die Russen 500 abzuführen vermochten. Sie zwangen darauf deutsche Kriegsgefangene, das Holz in Brand zu halten, mit dem 200 weitere Wagen, die in die Luft gesprengt werden sollten, umgeben worden waren. Bei der Explosion der gewaltigen Menge kamen 50 Mann ums Leben. Die finnische Note Garde wird noch immer durch Waffensendungen unterstützt. Dadurch wird sich ihr Geschick aber kaum ändern. Der Zustand in der Ukraine. Die Zustande in der Ukraine sind bisher kein-esrvegs ein« wandftei zu nennen. Ueberall stoßen die eindringenden Trup. pen auf die traurigen Spuren der völligen Zerstörung des Hon. dels. Das Kredit- und'Bankwesen ist vollständig zerrüttet. Die Landwirtschaft fühlt sich durch die Beseitigung der Eigentumsrechte und die vielfache Uebergabe des Landes an die Ausschüffe zur Meitervcrleilung zugrunde gerichtet. Die Bauern erkennen die Ausschüffe nicht an und es herrscht in allen Dörfern völlige Zerrüttung. Die Erntebestellung ist mangelhaft, die Vorhände, nen Vorräte werden versteckt gehalten. Infolgedeffen droht in größeren Städten'der Ukraine Lebensmittelnot. Die ukrainische Regierung muß tatkräftig eingreifen und insbesondere dafür sorgen, daß in den allernächsten Wochen die Frühjahrsjaat vorgenommen wird. Infolge der gänzlichen Zerstörung der Ord. nung der Staatseinnahmen ist die Finanzlage sehr ernst. Dies's j Bild ist recht trübe und beweist, wre große Schwierigkeiten wir noch zu überwinden haben, wenn wir aus dem Lande wirklich die erhoffte Hilfe für unsere Lebensmittelversorgung herausholen wollen. Es ist möglich, daß die Lage sich noch beffcrt. wenn un- fere Truppen über Odessa hinaus in die östliche Ukraine ein- dringen. Der tschechische Verräter. Berlin, 14. März. Tie Besetzung von Odessa wurde durch deutsche Truppen ausgeführt. Im Hafen von Odessa befanden sich 15 russische Kriegsschiffe. Der deutsckn Trup- Pen sichrer verhandelt mit vier Ausschüssen der Stadt. Am Nachmittage rrafen österreicttsch-ungarische Truppen in Odessa ein. Bei Bagnatsch wurde der Feind, der sehr gut ge- .uhrt wL;r und in der Hauptsache aus tschechisck^n Fcchnen- Nnchttgen bestand, geschlagen. Die russisch Negierung ist endgültig von Petersburg nach Moskau übergesiedelt. Nach cnnem Befehl Krylenkos tollten alle gefangenen deutschen Offrziere die sich an der Front befanden, ersessen werden. Dre tschechischen Truppen fühlen sich als ein „französischer" Druppenterl: sie sollen demnächst aus der Gegend von Char- tow nach Wladiwostok gebracht werd türkftche Papiergeld. K-nft-ntiaep-l. 12 März. (WTB.) Da, von der Kammer angenommene Bndgetgejetz enthält eine Bestimmung, durch die dir Regierung ermächtigt wird, nötigenlalls auch ohne beson- d^res Gesetz Papiergeld auszugeben. Neuschaffung solcher Zwangssyndikate, dle — im Gegensatz M freien Vereinigungen der Beteiligten, deren Nützlichkeit de» Hansa-Bund anerkennt — hinsichtlich ihrer Gründung. Leitung Verwaltung und Auflösung behördlicher Entscheidung unterliegen." In der Begründung dazu führte der Präsident dev Hansa-Bundes, Geheimrat Dr. Rießer. M d. R.. u. a aus: Gewiß habe unser Beamtentum.Großes geleistet, aber hier stehe es an der Grenze seines Könnens: Unternehmungen, dis rascher Zugreifen erfordern, deren Erfolg von der Initiative und der Anpaffungsfähigkeit des Leiters an schnellwechselnde Sachlage» abhängig sei, könnten nicht von Beamten, die auf Hunderte von Verordnungen, auf die Revision der Oberrechnungskammer und auk die Kritik des Parlaments und der Preffe Rücksicht nehmen muffen, geleitet werden, hier fei nur der private Unternehmer am Platze. Und dem Staate mit feinen Beamten fehlte ntchr nur die Unternehmungslust sowie die Kraft, hohe Risiken einzugehen. ihm fehl e vor allem auch der Erwerbssinn, der nun einmal untentbehrlick sei. Die Voraussetzung aller kaufmännischen und industriellen Betätigung sei der Wunsch und die Hoffnung auf das Gedeihen der eigenen Wirtschaft: mit dem Ertöten des Erwerbsinns töte man aber auch den Spartrieb und damit zugleich den mächtigsten Hebel, der die nickt bemittelten Volksschichten emporhebe aus "der sozialen Stufenleiter. Verschiedenes. „Glän'iger" — Amerika. Amsterdam, 13. Mörz. Ein hiesiges Blatt erfährt ans New Bork, daß die Vereinigten Staaten den Alliierten insgesamt bisher 4 679 060 Dollars geliehen haben. Davon entfallen auf England 2 2f0 000 000, auf Frankreich 1 440 000 000. auf Italien 550 600 roo. auf Rußland 325 000 000. auf Belgien 93 400 000, auf Kuba 15 000 000 und auf Serbien 6 Millionen Dollars. Vtt.'e.Miftr fMKtti Rk-'miW «ach M-stza,. Nrcktswürdi-keiten der Revo!„ti°i,sarniec. 1,0111 12. Mürz wurde die Nackri« , ' r UeSerstedlunss der Eicken Regierung Peters- ■ . ’’ "iiatrgt. Die Gründe dafür mögen einer- C‘ v p> ö* f 4 '-/* * 'ofie&ben Nähe der Deutschen oder in LL ^ n -\. ,a fi ,ben tein - «nen Einfluß auf die Mos- b»ZM-tkr U J% : i u EisruüLen. In de» von -ms besetz- kn rufslsch-n Gebieten -st die Freude aller derer, di- nidyi VoikSschickt der BolicheE geboren, über mrser Erfchemen unverfckleiert. Ti- Stimmung der früheren 0ut bezeiämen. Manche fühlen sich n«Ir«b, Ruffeg und sind traurig über das Schicksal des Lan- "e-st-n ist aber die Vaterlandsliebe durch die £5£Ä,,* er - d-lsch-wi« erschüttert. Einigernmtzen M-r^Äi e ^"en darüber, daß die Deutfchen »ur Teile Rußland» beseht habe» und nicht ganz Rußland Dent^chi vaker Forderung. Men. 13. Mörz. sWIB., Di- Blätter melden über eine ; Bersnmmli-n, in Innsbruck: Die oicr deuffchtlrcler Lnndespor. i teien nahmen eine Entschließung an. in der ein gemeinsames VcnMhen mit dem Deutschen Reiche in Krieg vnd Frieden gefordert und als für di- tiroler Deutschen gegenüber Italien be- sanders wichtig erklärt wir», daß durch die H-rstevung einer Ti. ro! bester schützenden Kreuze am Rande der Südalpen mit Ein. verleibui.q der alten deutschen E-biet- Dreizehn Gemeinden Sieaen K-m-ind-n. Bladen und Zähre und durch die Ruser. legung eines ausgirbi-en Kriegskostensteuersatzes Jialien für seinen beispiellosen Verrat und Trenbrnch bestraft und von ähnlichen tückischen Ueberfällen in Zukunft abgeschkeckt werden müffe. Im rfflrn den Aaatgisslil's^Ky. Das Dlrektorivm des Hansa-Bundes hat in feiner letzten Versammlung folgende ihm vom Präsidium vorgescklagene Er. ganzung der Richtlinien einstimmig angenommen: ..Der Hansa. Bund wird sich mit aller Kraft dafür einsetzen. daß auch in Zu. kunft die Eigenwirtschaft die feste und sichere Grundlage unserer Gesamtwirtschaft bleibe. Im Interesie der dringend erforder. lichen Entfesielung aller produktiven Kräfte, der Wiederh^rstel- lung des Mittelstandes und der Freizügigkeit sowie des Em. porsteigens der Angestellten zu selbständigen Unternehmern wird der Hansa-Bund jede Zwangswirtschaft aufs schärfste bekämpfen, rvelcoe zur Ausschließung vnd Beschränkung des freien. Handel» auch in der Friedenswirtschaft und zur Bevormundung non Industrie. Eewerbe und Handweik führt und führen muß. 'ffij dabei keinen Unterschied, ab diese zwangsroirtschgstliche Bevormundung in der Form direkter, beamtlich geletleter Staatsmonopole »der in der Gestalt formell kaufmännisch g-l-i. t-tfächktch staatlich gelenkter monopolistischer Schein. Bttnatbelriebe erfolgt. Ebenso »trd der Sonsab«»» energisch «uftret«, g«ge» jede» länger, Fartbchteb« und ttit» je», An di- SckÄvindeleien der Madame Spidader i, Dachau erinnert folgender Fall: Die Breslauer Magistratsasnsten- tenfran Gohla kam im September v. I. in den Verdacht einer Lebensmittelschieöerin: Polizeibeamte nahmen bei ihr (ine Haussuchung vor und stießen auf große Mengen von Lebensmitteln und auf Schriftstücke, die auf einen umfang, reichen Geldverkehr schtießen ließen. Die Frau suchte das ihr drohende Geschick dadurch abzmvenden. daß sie den Be- anften mehrere Tausendmarkscheine in die Taschen fteckre; sic wurde verhaftet und wegen Betrugs, Bestechung uiw. on^ geklagt. Frau Gohla hat. ganz nach bekanntem Muster, von zahlreichen Personen Gelder zur Verzinsung übernom« men und die Zinsen aus neuen Darlehen gezahlt. Nun batte sie sich mit ihreni Manne vor der Breslauer Straf- ko mm er zu verantworten. Das Beweisverfahren har ergeben saß die Angeklagte maßlos Versämiendung getrieben hat. Das Dienstmädchen teilt» mit. daß Frau Gohla dem Operettentenor Grünwald bei jedem seiner Besuche die Taschen mit Hundertmarksck)eine gefüllt hat und seinem Hunde jedesmal ein Huhn braten ließ. Von dem Inhaber eines großenGeflügelgeschäftes hat dieAngeklagte auch in der Kriegszeit wöchentlich für 1000 Mark Geflügel bezogen, an Kleiber hat sie in einem Geschäft für 36000 Mark im Jahr bezogen, der Zeuge hat der Angeklagten 100 000 2v000 und 50 000 Mark gegeben und 236 Prozent Zinsen erhalten. Frau Gohla wurde zu seck)s Jahren Gefängnis» 5 Jahren Ehrverlust und 1800 Mark Geldstrafe, der Ehemann Gohla wegen Beihilfe zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. ^ Das Gericht hatte dabei als strafmildernden Um- stand in Betracht gezogen, daß die Gläubiger der Frarr Gohla zum größten Teil ihr Schicksal miwerschuldet haben, weil sie stille Teilhaber in dem Wuckiergeschäft sein wollten- ÜflMinfdjrrr, Vorlihrntztt der AWikc-WtoriL ItililMli lind — ZMlpklnrlM. ^"^*6 9. März. In der Angelegenheit des Kammerherrn v. Behr-Finow, gegen den. wie im heutigen Haupt- ausschuß des Reichstages mitgeteilt wurde, die Erhebung der Anklage angeordnet worden ist, handelt es sich, wie der ..Lokalanzeiger hört, um die Lieferung von Säcken an die Heeresverwaltung, wobei angeblich große Preisüber- schreitungen vorgekomnwn sind. Wie behauptet wird, ist von Herrn v. Behr-Finow zusammen mit einem Teilhaber ein Gesckvft abgeschlossen worden, das sich auf etnia 27 Millionen; stellen soll, wobei ein Nutzen von 4.6 Millionen verblieb. Dies gab zu Ermittelungen und schließlich zu gerichtlick)er Verfolgung der Sache Anlaß. Nachdem der Richter erster Instanz die Erhebung der Anklage abgelehnt hatte, ist ihre Erhebung durch. die höhere Instanz angeordnet worden. Herr v. Behr-Finow hat. wie der „Lokalanzeiger" erfährt, daraufhin vor einigen Tagen sein Ehrenamt als Vorsitzender der Auguste-Viktoria-Stiftung niederaelegt. gMWiuig )cs Süüfptö non plifnlriiiiitfit. Zahlreiche Anfragen bei der ReichsgeLreidestelle lasten er. kennen, daß trotz aller Rundschreiben noch eine erhebliche litt, klarheit darüber besteht, wie sich die Landwirte das in diesem Jahr infolge der schlechten Ernte besonders benötigte Saatgut von Hülfenftüchten beschaffen. Es stehen hierfür zwei Wege offen. Zunächst können die Landwirte ihr Saatgut unmittelbar von einem Landwirt beziehen, dem der Kommunalverband oder die Reichsgetteidestelle die Genehmigung zur.Veräußerung erteilt haben. Der Kommunalverband ist für die Genehmiguntz zuständig, wenn Käufer und Verkäufer in dem gleichen oder iw unmittelbar benachbarten Kommunalverbänden wohnen. I» anderen Fällen muß der Antrag bei der Reichsgetreidestelle gestellt werden. Der zweite Weg besteht darin, daß die Landwirte sich unter Angabe der Mengen und Sorten des gewünschten Saatgüter und der damit zu bebauenden Fläche an ihren Kommunatver» band oder an ihre Landwirtschaftskammer wenden. Die Land- wirtschaftskammer weist ihnen dann entweder einen Landwictz aus der nächsten Umgebung nach, der das gewünschte Saatgut ab* zugeben hat, oder der Kommunalverband meldet den Saatgutbedarf bei der Reichsgetreidestelle an. Die Reichsgetreidestelle überweist dann aus ihren Bestanden das erforderliche Saatgut an die Kommunalverbüade» die es aa die Landwirte weiter teile«. * Parlamentarisches aus Hesse«, Zweite Kammer der Stände. ? EMK. Darmstadt. 14. März. Abg. Schott (Ratl.) bespricht die günstigen Einnahmen aus den Wetnbaudomänen, rver allerdings jetzt hinter dem warmen Ofen sitzen und einen guten Schoppentrinken will, der müsse es teuer bezcck' uch aus den Steuern habe man gute Einnahmen erzielt. 'Di. Leue- rrurgszulagen der Beamten solle man steuerfrei lassen. Die Einnahmen aus den Eisenbahnen geben schlechte Aussicht für die Zukunft. Man werde sich überhaupt mit starken Stevererhöhun. gen vertraut machen müssen. Ganz besonders groß seien aber die Leistungen unserer Landwirtschaft, die trotz der grossen Schwierigkeiten das Möglichste getan habe, um den von England geplanten Hungerkrieg unmögttch zu machen. Trotzdem sei man gerne bereit, ihr unberechtigte Vorwürfe zu machen. Die angeblich grossen Gewinne seien gewiss auch auf anderen Gebieten gemacht worden. Das vorzeitige Abschlachten der Schweine war unsinnig. Die Einführung der Sommerzeit sei nur eine Konzession an die Städter. Der Landwirt werde nach seiner alten Zeit arbeiten. Abg Dorsch (Vbd.) kritisiert die Art und Weise, wie in der Kriegswirtschaft mit dem Geld umgegangen werde, während auf der anderen Seite für die Kriegsanleche der letzte Pfennig zusammengekratzt werden soll Bitterstes Gefühl erwecke lne Art und Weise, wie die Verordnungen der Kreis- und Kommunalverbände d-urchgeführt werden. Bei Einschränkung der Oelmüh- len und bei der Eiererfassung geschehe großes Unrecht. Weiter verurteilt er dann noch das Vorgehen des Vizekanzlers von Payer im Reichstag, damit werde nur Nachteil entstehen, denn Preußen sei unter den Konservativen gross geworden. Die liberale Regierung dürste solche Mißgriffe nicht machen: man solle das Vismarrklche Regime nicht vergessen. Er wendet sich dann gegen die gestrigen Ausführungen des Abg. Ulrich, der ihm vorgeworfen habe, dass er die Begehrlichkeit der Landwirte unterstütze, er habe sich nur gegen die Uebermenge der Verordnungen wenden wollen. Der den Landwirten vorgeworfene Verdienst werde durch alle möglichen Nachteile beim Pferdeoerkauf und der Getrerdeabgabe an das Heer und durch andere Tatsachen wieder aufgewogen. Abg. von Brentano hat de» Trost, daß es unseren Feinden nicht besser geht als uns. An eine ausreichende Kriegsentschädigung kann er nicht glauben. Er wolle keinen Verzichtfrieden. aber eine Verständigung unter Berücksichtigung aller Verhältnisse. Erfrrultch sei die einheitliche Auffassung aller Bundesstaaten bezüglich der Einkommen- und Vermögenssteuer. Wie das Reich ferne Steuern eindringt, sollte uns heute noch keine Sorgen machen, doch müsse er vor einer Konfislalion des Vermögens entschieden warnen. Sehr zu verurteilen feien die vielen, ost unmöglichen Verordnungen, die viel zu viel Leuie beschäftigen. Es fehle eben au der nötigen Energie. Zu vielen KrtegsgLfeüscha>ren seien noch manche brlllantgejchmücktea Hände, die besser rm Schützengraben wirkten. An eine friedliche Verständigung mit unsere» kriegerrschen Gegnern glaubt er allerdings nicht, wir müßten unseren Gegnern die Zähne zeigen, aber auch zu Hause einig fein, Rot und Entbehrungen tragen, es ist nicht unsere Schuld, denn Ehre gerettet, alles gerettet. (Bravo.) Fincmzmrnfter Dr. Becker beginnt mit einer Be- grünourrg der späten Vorbringung des Vownschiags, die tcilÄ technischer Art, teils im Personal Mangel bei der Regierung liege. Man könne konstatieren, daß trotz der rasä)en Aroett, die notwendig war und ist. alle wünsck-enswerte Buntte besprocl>en wurden. Die steuerliche Kraft diirch die Einkommen habe in den letzten Jahren bedeutend zu getrommen. Es fei ein fortwährendes Schieben der unteren Klaffen nach oben zu verzeichnen. Die Einnahmen aus Domänen und Steuern werden ja wieder zurückgehen, auch dir Aufwendungen für Gehälter usux werden sich schwer wieder zurückManben Lassen, als Ausweg bleibe dann nur der Weg der direkten Einkommen- und Vermögenssteuer. Die großen Steuerzahler haben jetzt sck>on 15 bis 23 Prozent ihres Einkommens, welche jetzt etwa 6 Millionen Mark ein- bringen. Man dürfe ader dle Industrie nicht allzusehr betasten, doch werde sich einfach eine Verständigung finden lufsew Auch bei der Vermögenssteuer müsse man an die kleineren und mittleren Vermögen Herangehen. Ein sehr unsicherer Faktor bilden die Eisent-ahneinnahmen. Die gewaltige Entwicklung unseres Verkehrswesens nach dem Kl rege Lasse allerdings eine g^valtige Einnahmesteigernng erhoffen. Ten bargeldlosen Bekehr habe man nach Möglichkeit gefördert und bisher nur gute Erfolge erzielt. Leider sei der Gedanke noch nicht in weite Kreise hinreichend eingedrungen. Man solle nicht allzuviel auf Schlagworte, wie „Verzichtfrieden" usw. legen, sondern es mehr auf die Talsack-en ankonrnren lassen. Man solle unserem tapferen £rer und den Führern das Wort lassen. Die Entscheidung tr-erde sich zu geeigneter Zeit finden. Zum Schluß wolle er noch fest stellen, welchen ungeheuren Zuwachs unsere Spartasten, welche hauptsächlich doch von kleinen Sparern benutzt werd.n. gensmmen haben. Auch die städtischen Sparkassen zeigen die gleiche Zunahme. Ter Stand zeige sich auch bei den Kriegsanleihen. Er schließe sich im Namen der Ne- gierrmg allen Rednern an. welche im Vertrauen auf unser schneidiges Heer einen guten Flieden erhoffen, aber auch das Vertrauen zu unserer ausdauernden Bevölkerung in Stadt und Land, die mit Ruhe bisher durchhielt, auch ftir die nächste Zeit ansharrt und der nächsten 8. Kriegsanleihe zu einem gleich guten Erfolge verhilft, dazu mögen auch die Abgeordneten helfen. Schluß 1 Uhr. Nächste Sitzung: Freitag 9 Uhr. Dit MUMeilkn tftrrrißffffiiffli.' v Die Korespondenz des „Bundes der Landwirte" schreibt: Neuerdings mehren sich wieder einmal die Klagen, daß den Landwirten vermehrte Eierablieferung verlangt ' wirb, unter Androhung der Entziehung von Zucker usw. Wir haben an dieser Stelle schon oft darauf hingewiesen, daß dieses Vorgehen durchaus ungesetzlich erscheint, aber leider schreiten die höheren Verwaltungsbehörden nich ein, und so können die einzelnen Kommunalverbände immer wieder in dieser bedenklichen Weise Vorgehen. Was das für Verbitterung unter den Landwirten erregen mutz. liegt auf der .Hand! Immer wieder müssen wir darauf Hinweisen, daß die Hühner, vorläufig wenigstens, Bundesratsverordnungen noch nicht lesen können! Wovon sollen denn auch die Hühner ihre Eierproduktion vermehren? Von nichts ist bekanntlich nichts, und ein Huhn, das kein ordentliches Futter bekommt, insbesondere ke:n Körnerfutter, geht auch in der Eierproduk. kwn zurück. Dadurch, daß man den Besitzern der Hühner- Zucker, Petroleum und ähnliches vorenthält, wird die Eierproduktion sicher nicht gehoben, wenn auch mancher Kommunalverband dieser An'icht zu sein scheint. Es wäre sehr zu wünschen, daß die schon weitgehende Verbitterung der Landwirte, namentlich der kleinen Landwirte, durch Forderung direkt unmöglicher Leistungen nicht noch verschärft wird. * Eine Wunderrasse von Hühnern. Ein Pfarrer aus dem Vogetsberg schreibt uns. Lieber Herr Schriftleiter! Nun tritt also die neue Eierverfügung in Wirkung, und bei allem was darüber schon geredet und geschrieben worden ist, wundert es nüch nur, daß noch niemand erkannt bat, was für eine phänonienalte Entdeckung die Herren von der Eierzentrale in Mainz da sichtlich gemacht haben. Tenn ich mag die Verfügung drehen wie ich will, ich konune mit dem besten Willen nicht darum herum, daß sie anfgebant ist. aus eine anscheinend Spezial-Mainzer Hühnerrasse, deren Hähne Eier legen. Und zwar nach neuester Berechnung rund 48 Stück das Jahr! Denken Sie doch mal, was für'ne nette Leistung für so einen Kikeriki! Ich möchte Sie und alle berufenen Vertreter der Hessischen Landwirtschaft bitten, doch ja der geeigneten Weiterz Lichtung dieser Wunderrasse vollste Aufmerksamkeit zu widmen! Was für glänzende Aussichten eröffnen sich z. B. bei dem Gedanken nur Hahne zu halten, damit dieselben nicht mehr durch die Sorge um ihre Hühner im Legen gestört werden! Sie tun gewiß mir und allen Ihren Lesern gerne den Gefallen, bei der Mainzer Eierzentrale nach der Bezugsquelle für diese neue Nasse anzufragen, ich bin überzeugt. daß die Nachfrage nicht zu befriedigen sein wird. » Und was werden die Hähne an Hühnerfutter sparen! Mt bestem Dank im Voraus bleibe ich wie immer Ihr getreuer Lateinischer Bauer. Unliebsame Wirkungen. , Aus Bingen wird den „Frankfurter Nachrichten" berichtet: In Gensingen lehnen es die Landwirte ab, in diesem Jabre Stadtkinder in Pflege zu nehmen, weil der Kommunalverband von ihnen mehr Eier verlangt, als die Hühner legen. Ein solches Vorgehen ist zu verstehen, denn wenn man die Landwirte in solch ungerechtfertigter Weise, wie es von der Landeseieichelle beabsichtigt ist. in der eigenen Er- nahrung beschränkt, so können sie nicht noch anderer Leute Kinder ernähren. Es wäre aber bedauerlich, wenn die armen Kinder für die Fehler weltfremder Paragraphenmenschen büßen sollten. Es ist übrigens bemerkenswert, daß selbst die „Frankfurter Nachnchten", also ein großstädtisches Blatt die bürokratischn Maßnahmen tadelt, in dem sie schreiben: „Leider ist die Tatsache nicht ans der Welt zu schaffen, daß einerseits die bürokratischen Bestimmungen über die Ablieferungspflicht, andeiitteils daS Kohlenelend, an dem die Städter gewiß keine Schuld haben, tiefgehende Verstimmungen erzeugen, die sich nun an der verkehrten Stelle entladen und Unschuldige treffen. Ansgerechnet die Kinder Mißstimmungen entgelten zu lassen, das ist eine Ungerechtigkeit. die in den betreffenden Ortschaften hoffentlich recht bald einer besseren Einsicht Platz macht. Dom Felde der Ehre. Fricdberg-Fauerbach. Dem Hilfstelegraphisten Robert Hacker wurde das Eiserne Kreuz verliehen! Burggrüfenrcdr. Schütze Hch. Hahn, zur Zeit in Frank« reich, erhielt das Eiserne Kreuz. Herzlichen Glückwunsch! Melbach. Der Landsturmmann Ernst H e y e r erhielt das Hessische Kriegsehrenzeichen in Eisen. Das Eiserne Kreuz rrnd die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt er schon früher. ? ns der Heimat. Praktische Mitarbeit bei der Erfassung landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die 82 Mitglieder zählende Bezugs- und Absatz- genossenschast HochWeisel (Kreis Friedberg) hatte im verstos- senen Jahre als Aufkäufer und Unterkommissionär bei der Er. fassung von Frucht. Obst und Kartoffeln mitgewirkt und damit für ihren Teil sich in die Erfassungsorganisation eingereiht. Durch die Genossenschaft wurden 8659 Zentner Körnerftucht. Obst und Kartoffeln im Werte von 121390 Mark abgesetzt. Der Wert der gelieferten Schweine betragt 6426 Mark, und der so«, stig« Warenabsatz beläuft sich auf 9313 Mark. Nach Abzug der Berwaltungskostea verbleibt ein Gewinn von 5824 Mark, wel- cher zur Zeichnung von 3000 Mark Kriegsanleihe und der Ress zur Stärkung des Vereinsvermöge«» diente. E» ist mit in erster Linie da» Verdienst der beide« verftandsmttgiieder. de» Bürgermeisters Dreht als Direktor »nd de» Rendant«« Lehrer Bretdenbach, welche von de» PfltchtgestchL »«-ge-aage. sind, sich der Mitwirkung bei der Erfassung der landroirrschaft- lichen Erzeugnisse nicht entziehen zu können und die Einrichtu»^ gen der Genossenschaft nutzbar in den vaterländischen Dienst z» stellen. Solchen uneigennützigen, von echt genossenschaftlichem Geist beseelten Männern getübrt Dank für die geleistete Müh« und Arbeit, denn es fließen die erhaltenen Gebühren ungeschmälert der Genossenschaft und damit wieder dem Erzeugerort zu. Es ist das geschilderte Ergebnis wiederum ein Schulbeispiel dafür, daß es den Bezugs- und Adsatzgenossenschaften und landwirtschaftlichen Konsum rereinen überall dort gelingt, sich der Erfassungsorganisation freiwillig anzupassen, wo die richtige« Männer am richtigen Platz stehen, und an solchen mangelt es t* keiner Genossenschaft. Nieder - Erlenüach, 14. März. Vize-Wachtmeister Han» Di'etz. Sohn des Gutspächters Georg Dietz. zur Zeit beurlaubt in Nieder - Erleliboch. hat gestern in der Vilbeler Gemarkung zwei aus der Gefangenschaft entwichene russische Offiziere ein. gefangen. FC. Usingen, 12. März. Da der Kleingeldmangel sich hier immer nrehr bemettbar macht, beschlossen dle Stadtverordneten für weitere 2000 Mark Notgeld rn 10-Pfennigstücken prägen zu lassen. sr. Hanau, 14. März. Heber die im Landkreise Hanau vorge» kommenen Schiebungen mit Brotgetreide. Fleisch usw. hat in der letzten Sitzung des landwirtschaftlichen Kreis- Vereins Hanau Landrat Frhr. Lavr Mitteilungen gemacht. Er führte u. a. aus: Grund zur Beunruhigung sei bisher nicht vor. Händen, eine Beunruhigung der Bevölkerung auch nirgends bemerkt worden. Der Kreiskommunalverband fei an den Vor. kommnissen nicht beteiligt. Walther habe ohne Wissen und Auf. trag des Kreises auf eigene Hand seine Geschäfte betrieben. Ueber die an und kür sich bedauerlichen Vorgänge könne er fol. gende Mitteilungen machen: Der mit der Revision der Mühlen betraute Ueberwachungsbeamte der Rcichsgetreidestelle hat bei einigen Mühlen mehr Mehlvorräte vorgefunden, als die Mahl, karten zu belegen vermochten und die Aufklärung erhalten, daß dieses Mehl für das vom Kommunalvsrband Hanau-Land bet der Firma Döring unterhaltene Lager bestimmt fei. Die wei. tcren Nachforschungen führten auf die Spur der vorgekommenea Machenschaften Das Getreide ist aufgekauft in den Kreise« Horms, Ems. Friedberg. Büdingen, sowie auch im Landkreis» Hanau und in einigen Mühlen mit 75 Prozent ausgemahle« worden. Während der Kommunalverband für den Doppelzent. ner 3 Mark als Mahlgebühr zahlt, wurde den Müttern für da» Auswahlen dieses „Auslandsgetreides" der Betrag von 20 bi» 25 Mark gewährt. Die Aussicht auf hohen Gewinn hat einige Aufkäufer bewogen, unlautere Machenschaften zu treiben, einig» von ihnen geben an. den Zweck nicht gekannt zu haben. Der Kreibeamte Walther hat auf eigene Hand gearbeitet, unlautere Geschäfte betrieben, unlautere Gewinne gemacht. Er ist jedoch nicht allein daran beteiligt, vielmehr hoben ihm noch auswär- ttge Helfer, gegen die die Untersuchung schwebt, zur Seite gestanden. Mühlenbesitzer Amend in Rendel hat sich auch als Auf. käufer betätigt. Die Schuld des Kaufmanns Ernst Döring ist noch nicht geklärt, sie wird möglicherwelfe nicht das Maß errei- chen. was ihm von einem Teil der Oeffentlichkeit zugeschobe« wird. Die Vieheinkäufe hat Walther ebenfalls selbständig und ohne Vorwissen des Landrats, angeblich aber auf Bestellungen einzelner Gemeinden, bewirkt und erst nach beendetem Abschluß dem Landrat Kenntnis gegeben, da er dessen Bescheinigung, daß die Tiere hier Zur Zucht verwendet werden sollten, für die Einfuhr benötigte. Er erhielt diese Bescheinigung, da er versicherte, daß die Tiere nur zur Wiederauffüllung der in einzelnen Gemeinden durch Schlachtungen stark gelichteten Bestände dienen sollten und der Aufkauf im Einvernehmen mit dem Viehhandels» verbände stattfinde und dessen Vertrauensmann hinzugezogen fei. Er hat aber dann, wie sich nun herausgestellt hat. mehr Vieh, als ihm zugestanden war. aufgekauft und hier eingesührt und einen Teil der Tiere, vor allem natürlich dieses Mehr, zum Abschlachten gebracht, davon auch eine Teilmenge, die über die Bestellungen der Gemeinden hinausging, für den Kreis, aber ohne Auftrag und Wissen des Kommunalverbandcs. in Wachen, buchen zu Dauerware verarbeiten lassen. Ebenso haben auch die Gemeinden größere Mengen von Dauerware von den eigenen Schlachtungen eingelegt. Die Preise für die Wurst schwankten zwischen 5—8 Mark für das Pfund. Auch hier hat Walther für je ein Pfund Wurst 10 Pfg. in die Tasche gesteckt. Auch über den Bürgermeister Mantel habe ein Teil der Presse bereits leicht, fertig ihr Schuldig gesprochen, ohne daß die bisherigen Feststellungen das gerechtfertigt erscheinen lassen. Uebrigens muss, konstatiert werden, daß sowohl beim Mehl wie beim Fleisch all. gemein eine Abnahmefreudigkeit vorhanden gewesen sei. Nicht zu verkennen sei. daß Walther sich, so lange er den rechten Weg nicht verließ, auch um die Lebensmittelversorgung der Bcvöl« kerung und insbesondere der Rüstungsurbeiter wohl verdient gemacht hatte. Es war ihm gelungen, größere Mengen herein- zubekommen, überall Quellen zu erschließen. — Landwirt N e u U Bischofshcim teilt mit. daß in seiner Gemeinde das Mehl in nur geringem Masse gekauft worden fei. da man den Preis zu hoch befunden habe. Um den Verkauf zu fördern, fei gesagt worden, wer kein Mehl kaufe, erhalte weder Nudeln noch Grieß. — Bürgermeister Lind- Niederissigheim begrüsst es. daß die Kreis- leitung Klarheit schaffe, ebenso, dass das Kornhaus an den un. lauteren Machenschaften nicht beteiligt sei und vollständig rein dastehe, ferner die Organisation des Wirtschaftsoerbundes nicht versagt habe. An den Vorgängen trage das spekulative Kapital die Hauptschuld. Walther sei ein Opfer desselben geworden. — Oekonomierat Wittmer - Dottenfelderhof bemerkt noch, daß er kein Mehl (,.Auslandsmehl") erhalten habe, weil er sich nicht, wie Walther ihm mitgetettt habe, zur Abnahme von Kaffee-: Ersatz und Suppeneinlagen verstehen konnte. — Der Vorsitzende bedauerte, daß ihm von diesen Vorgängen niemals Kenntnis ge geben wordensei. Damit schloß die Besprechung dieser Aw gelegenheit. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirichel. Friedberg: für den Anzeigenteil: R. Heyn er, Friedberg, Truck und Vertag der »Neue« Tageszeitung"? A- G. Friedberg l H. Grane Gefahren. Noman auS der Gegenwart von M. Gontard - SfiuS. 55) * ' ' 9?aJ'Mv(f verdaten. (?r griff hinein und nahm eine Handdoll Papiere heraus. ..Na, sehen Sie wohl, da hätten wir ja, was wir suchen." Frcm von Düring stand wie zum Sprung bereit neben dem Stuhl, dessen Lehne fie fest umklammerte. Es sah aus, als wollte sie sich aus den Mann stürzen. „Zeichnungen! Schriftstücke! Hnr, englische. Ah. und .^rer, eine Anweisung für die Bank von England. Ah, und hier auch französische Schriftstücke. Na, gnädige Frau, dann wollen wir Sie nicht weiter belästigen." Z-rau von Düring schlug die Hände vors Gesicht und schluchzte trocken auf. „Was geschieht mit nur?" fragte sie stockend. „Sie bleiben vorläufig hier in Ihrem Haute. Ich stehe davon ab. Sie gleich mitzunehmen. Ich möchte irrt- nötiges Aufsehen vermeiden. Versuchen Sie aber nicht etwa das Hans zu verlassen, es würde Ihnen nichts nützen das Hans ist bemacht. Auch Sie. Fräulein, bleiben hier. Jeder Fluchtversuch würde Ihre Lage verschlechtern. Nach Dunkel- werden wird man Sie abholen." Frau von Düring war wie gelähmt. Mit schreckhaft erweiterten Angen starrte sie den Herren nach, als sie das Zimmer verliehen. — ? Minutenlang lag Schweigen über dem Nai'm. Dann schlich Mary auf den Zehenspitzen zum Fenster und sah hinaus. „Ich sehe niemanden." flüsterte sie. „Ich glaube gar lücht. daß wir bewacht werden." Frau von Düring winkte abwehrend mit der Hand. Mit geschloffenen Augen, blaß, gleich einer Toten lehnre sie m ihrem Stuhl. Was nun? Das war die Frage, mit der sie ihr Hirn freberhaft abquälte. Sollte dies das Ende ihres Traumes ton Reichtum und Glanz sein? „Wir müssen fort, gnädige Frau!" sagte Mary nach kurzem Schweigen. „Wir müssen sehen, daß wir hier heraus kommen, dann fahren wir nach Holland." „Nach Holland! Ja. aber wie? O Gott, Mary mein Geld! Mein Geld! Haben die Leute es gefunden?" Mary lachte schadenfroh. „Ich bin sofort, als die Herren kamen, in das Schrankzimmer geschlüpft. Sie wissen/durch die Tapetentüre. Ich lauschte dann erst ein wenig, und als 'ch hörte, um was es sickhandelte,Hab' ich den Geldkasten rasch heransgedolt und ihn draußen unter der Truhe versteckt." „Gott sei Tank, Mary! Welch ein Glück, daß ich den Geldkasten nickt im Schreibtisch gelassen habe. Gerade als ob m'ch eine Ahnung warnte." Mary dockte nach. „Wir müssen in der Dämmerung aus dem Hause, gnädige Frau." „Und wenn das Haus umstellt ist?" „Ach. es wird schon gelinoen. Wir steigen aus dem Fenster, das aus den Garten gebt." „Aber wenn man nns sieht?" „Man wird uns nicht seken. Es ist ein trüber Tag und es wird früh dunkel. Wenn wir erst durchs Fenster sind, laufen wir hinüber in Winklers Garten, von dort konnuen wir in die kleine Gasse, die zuin Hafen führt." „Geht das denn?" „Es geht fehr gut!' Ddary wußte es. Sie kvckte es oft genug ervrobk ..Aber dann?" fragte die Herrin -.weiie.'nd. „Ja dann?" Marv sann nach. „Wir müssen ein Auto haben. Auf der Balm kannten sie uns zu leickt entdecken." >a, ja. ein Auto! Mary. Sie sind eine Perle Wie "V' 6ul. daß ich Sie habe. Ein Auto, mag es kosten, was m KiU. Und dann bleiben wir zufanimen in Holland oder England." Mary trat vorsichtig ans Fenster. „Trüben auf der anderen Seite der Straße geht ein Herr langsam hin und her, gnädige Frau. Tos ist sicher ein Geheimpolizist." Frau von Düring stand auf und trat näher. Unruhig -pähte sie hinaus. „Sicher ist das ein Kriminalbeamter. Aber er kümmert sich gar nickt um unser Haus. Keinen einzigen Blick wirft er hierher." „Das sieht wohl nur so aus. Aber einerlei, wir wollen lhm doch ein Schnippchen schlagen." „Wenn wir nur ein Auto finden, Mary! Dies entsetzliche Wetter. Hören Sie nur, wie es stürmt. Zu Fuß kommen wir nicht weit." „Das Wetter ist für unfern Plan wie geschaffen. Be? dem klatschenden Regen und dem Heulen des Sturmes hört man kein Geräusch." . In drückendem Schweigen saßen die Frauen einige Zeit. „Ick werde nach unten gehen und uns etwas zu ellen dolen. Wer rceifs. wir lange wir heute Nacht noch ohne Nahruna sein müssen." „Wie aut. daß Sie an alles denken. Mary. Ich wüßte nicht was ich obne Sie anfanaen sollte." Langsam kroch die Dunkelheit heran. Mit angebal- tenem Atem lauschten die Frauen, wenn das Geräusch eines vorüberiahrenden Wagens an ihr Ohr schlug. Kam man. um sie zu holen? Bon Zeit zu Zeit spähte Mary durch den Spitzenvor- bang ans die Straße. Der Wächter ging unauffällig aus dem jenseitigen Fußsteig hin und her. ^off^tzung folat. Verwandten, Freunden nnd Bekannten teilen wir hierdurch mit, daß die Beisetzung unseres im Juli 1917 auf dem Felde der Ehre gefabenen iniug'tgelieblen Sohnes, Bruders, Schwagers, Onkels und Neffen Gefreiter Hjh. Meß Sonnta^, drn 17. März 1918, nachmittags 2 Uhr in Wcckesheim statlflndet« Weckesheim, den 15. März 1918. Heinrich Rieß und Familie. Krüannlmachung. V* rz 1918 ist eine Bekanntmachung Nr. 0/11-17. K. N. 31., betreffend „Beschlagnahme und .Neldep,licht von gesammelten rohen Menschenhaaren" erlassen worden. Der Wortlaut der Bekanntmachung ist in den Amtsblättern und durch Llnschlag veröffentlicht worden. L tkllv . firnfmKon iHifliiiio IS. ArinttiW. 1 . MIM l!Mgl». Eingetragene Genossenschaft ===== mit beschränkter Haftpflicht. ===== Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 1 3. ds. Mts. ist die Dividende pro 1917 auf 7 % festgesetzt worden und kann kegen Vorzeigung der Stammanieilbucfief von heute ab an unserer Kasse in Empfang genommen werden. Ein Postchen Bi-tt« reine Wolle eingetroüen l^lcSiasl Seltener, FriedSterg i. H. Habe einige Wagron BMli-Acithch, sowie ein Waggon Wicn-Kchpe!lch, Brennholzqua'.iiät, abzugeben. Heinrich Georg V., Ilbeshausen, Fern precher 2. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme, die uns anläßlich der Kankheit und des Abfcheidens unseres einzigen Kindes enlgegengebracht wurde, sowie für die zahlreichen Kranzs-e.r. den sagen innige» Dank. Okarü.'n, den 11. März 1918. §ic ftflnrruöfn H.ii'crckckm I. d. N.: Friedrich Decher. der Gräflichen Oberförsterer Laubach. .„„r.®?,? 1 “?’ o‘ n . 18 - I918 ' vorm. 10 ur lt , „och Zu ammen- 0 ™.‘ bet i-aubach-Schoilener,trage an der Oberen Heegbrücke. ’ ™ : 495 E 2 5 ** *'«^chen rm: 21.2 Scheit, 236,4 ElammpiLoel 1,3 "• 6 ’ 5 *«“■ u»d 3 ; ^ue: Buchen rm: 13 Stocke; u* ec u- Le>holz aus Thomasbleget, C^ruth. Aue Seifern U&utß n B W Ü aS2? fe; , Ä< ? aus r,.. i‘Ä K - ÄS„r Ar SflroMifjiiff] r. Tas Ge'pül o"s der >>o piiaf- kfche und rem De.sornmas >aus. eimchließl ch des gefam en Kü- chenabioll'"'. in der Zeit vom 1 April 1818 bis 3t. Mär; 1919, w rd Montag. den 18. Mär; ISIS, ro mittaaS N Uhr. im Ra Haus ö.Tcntlicf) an die Mei tbie endnr ve steigert. Friedberg. den 12. Man 1^18. Der Bürgermeister. __ 7s V.: 'j'oni m. Ordei.lliUr Ir.nne vom Lande I, it ten Schul,eug- ^ nihen sezen Ve>güiung fliö GilljUdchrliW ! de ucht. 7 * , HkNze» Gartenbaubetrieb, i F riedberg i. S>. SMtigrr kehrliiig füt ,o Oft oder später gesucht. K. .Nobler, Lich, Kol^.alwarcn, «ilkii-. Utrlnr«. ;lu«zr- miltr!- b. tlanmaierial rollanr,liing. Ein jüngerer Arbeiter für sofort gesucht Georg Wei rnsee, Medbera. Mädchen welches schon gedient hat, auf sofort oder ipäter gejucht. Frau Heinrich Hetz, . Lriedberg. Kaiserstrabe 40. I Seidenfreier otklee-Samen in beiter Keimfähigteil ist erhältlich im Man an _ Fern orech e r 245, 246 u. 247. _ SllS? ~ BMenslheit ii. 41iiüppd klemeMil wa nonweise oenen Bariabluni Tn Fort ofminefun _mit am Main. Ein«' große Sendung Feldpost- und größere Kartons sind wieder eingetroft'en Oremenffns 8 S§m. Fricdverg, Kai erstiafze 31. gegenüber der Engel-Apo he e. wagonweise aeqen Bar;ahlnna sofort abzugebm. Preis per Ztr — frei allen Stationen der Wetierau — 4 mit. 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