Dummer 61 Mittmoch, den 13. Mär; 1918 _ u. Jahrgang. Mm« Tr'« 1 h’u.r ,eBen • Ui * tl,a ’- Regeimatzige »eilopen ..Ser Kauer aus fieiTtti' 1 , „Sie SpiiuMul,-". gemgsarcia: Be, Den «SoitnuRolten oiettcliährlid) «UH ■>iO hinzu irrtt noch das Bestellgeld. e. ven j e mrtr ln Deutschland bleiben, too man anständige Danwn wie Verbrecher behandelt." «icht.^ Beamte zuckte mit den Schultern, antwortete ab« j arrtmoft Dänemarks werde heute oder morgen t, Berlin tü ,, Ü'lgt dann die Beratung des neuesten ReichsSlödsinn». die Teilung der Riescnwahlkreise. Einführung der Verhältnis. ff'o U ( " b f"8 der Rcich-tagsabgeordnete, “V 4 - Da- Zentrum ist dafür, eben,- der Freisinn. Den So. zialdemotraicn beider Richtungen geht die Vorlage noch nicht weit genug. Der Konferoative Veit hat Bedenken weil die ^Derhaltniswohl Berufsparlamentarier grobzieht. Süddeutsch, land käme bei der Vermehrung der Mandante zu kurz. Der frühere Minister v. P ° f ° d o w s k y ist auch nicht -rb.mt von der Vorlage. Vor allen Dingen mühte die Zahl der Abgcord. neten auf eine längere Zeit festgelegt werden. Rarlttmentarifchrs arrs Hesien. Zweite Kammer der Stände. RMK. Die Zweite Kammer begann gestern ihre diesmalige Budgerberatung. Kammerpräsident Köhler eröffnete die 10 * U ^ r nwt etafr Begrüßung, in der er u. a. sagte: plotzlrch ganz unerwartet drang aus dem Osten ein kleines Licht zu uns in dem Frieden mit Ukraine, und rasch breitete sich r m ÖU5 ÖUf !? nferC 0an3c Ostfronr Frei wuroen wir rm Nückm bei den Kämpfen gegen unsere Feinde im Weitem Die Ahschließung, die unsere Feinde in wirtschaftlicher Beziehung durckgeführt hatten, war durchbrochen: nicht nur eine kleine Lucke, sondern eine breite Spanne war uns wieder geoe- zum Atmen und Leben, und die reichen Schätze der Nature m C bcr £ ?' ten ste sind uns wieder zugänglich gemacht. Es ist dos Werk des deutschen Schwertes, das sich hrer geltend macht Im Westen aber, meine Herren, ballt sich immer, mehr Gewal- nges zusammen: immer finsterer werden die Wolken, die sich dort sammeln, und ob die Feinde noch zeitig einsehen. daß dieses mannermordende Streiten bester unterbleibt, oder ob wkr unter dem Rufe: ..Hie deutsches Schwert und Hindenburq" genötigt sind, auch dort gewaltige Opfer zu bringen, wir misten es nicht. Unseren Dank aber wollen wir an dem heutigen Tage aus. sprechen allen unseren Streitern zu Lande und in der Luff auf uno unter dem Wasser. Was uns auch beschieden sein möge im werten, wir wollen mit deutscher Kraft und deutschem Mut durchhalten. Möge der Sieg, der dem deutschen Schwert in die- sem entsetzlichen Kriege so oft zur Seite gestanden hot. uns auch hierbei zur Seite stehen. Der Präsident verliest dann ein Sckrei. ben des Ag Molthan. tn welchem dieser aus Gesundhetts- rücksichten sein Mandat in die Hände der Zweiten Kammer zurücklegt. Dann wird in die Tagesordnung eingetreten und zunächst der Antrag des Abg. Köhler betr. die Abgabe von Brennhol, aus den staatlichen Waldungen an die Kommunalverbände zur Verteilung an die Verbraucher. Der Antrag wird angenommen. -- Es folgt der Antrag des Abg. Raab bctr. die Brandschäden. Es sollen bei Brandschäden die wirklich entstandenen Kosten für die Wiederherstellung vergütet werden. — Abg. Adelung bespricht bet dieser Gelegenheit den Fliegerangriff auf Mainz am letzten Samstag, der zwar keine so großen Fabrikbrände und Feuersbrünste, wie d.e französischen Berichte schreiben, her- vorgerufen habe, aber leider bisher etwa 10 Personen getötet sind. Auch sei der Sachschaden nicht gering Er frage bei der Regierung an, nach welchen Bestimmungen die Leute entschädigt werdem Minister des Innern v. Homberg? erwiderte, daß man mrt schmerzlichem Bedauern von dem betrüblichen Fliegeran. grilf auf Mainz gehört habe, das zum ersten Male auf hessischem Gebiete auch Menschenleben kostete. Er könne die bruhigende Versicherung abgeben, daß dte Sachschäden nach Maßgabe des Rerchsgesetzes vom 3. Juli 1916 vorlagsweise aus der Staatskoste vergütet werden, vorbehaltlich des Regreßrechtes an das Reich. Die Vergütung für Personenschäden werde nach den kürzlich von d- Neg i erung bek annt gegebenen Best inunungen erfolgem Da- MüN) trat mit dem andern Herrn wieder ein. Sie wa,f einen frohlockenden Blick auf die Herrin, der dem Be- amten nicht entging. „Schließen Sie jetzt bitte den Schreibtisch hier auf" sagte er höflich. ^ Frau von Düring nahm Ine Schlüssel die in einer schale lagen, aber ihre Hände zitterten, es tvär ihr unmöa* ilch. den Schlüffe! zu halten. ^ „Ich kann nicht! Ich kann nrckt! DaS ist zuviel!" Sre warf das Schlüsselbund auf die Platte des Schreibtisches und brach in Tränen aus. Mary griff nach den Schlüffeln und schloß auf. Sorgfältig durchsuchte der eine der Beamten den Schreibtisch, während der andere die beiden Frauen nicht aus den Alkgen ließ. „Was sind das für Briefe hier? Aus Holland?" „Ich habe Verwandte in Holland." Der Mann schob die Briefe in eine schwarze Mappe und suchte weiter. Er klopfte und prüfte. Plötzlich lächelte er spöttisch. „Was ist das für ein ge- Heimes Fach da hinten?" fragte er und suchte mit dem rechten Zeigefinger an der Rückwand des Schreibtisches. „Ich id) weiß — nicht! Ich weiß von keinem Fach." Der Beamte sagte nichts. Er griff in die Seitentasche sernes Rockes rrnd holte einen kleinen Behälter heraus. Er war gefüllt mit allerlei Werkzeug. In einen festen Holz- grrff lreß sich durch einen einzigen geschickten Handgriff eia Stemmeisen, eine Feile, ein Hamnrer oder eine DcaHtjcherr einspannen. „Was — was — wollen Sie tun?* Der Beamte lächelte gemütliich „Ich will nur nml sehe» ob ich etwa das Geheimfach finde, das Ihnen bis jetzt entgangen ist." Er schob das zierliche Brecheisen in eine kaum wahr- rrehmbare Fuge. Ein Knacken, leichtes Splittem von Hol» dann zog er den schmalen Kasten auf. Fortsetzung folgt,/ «üch werden Lei Todesfälle» die Deerbrgüngskofte^ §er' mu] Setzungen die Kosten der Wiederherstellung vergütet. Die Ent» ! Ichädigurrg tritt auch Lei Unglücksfällen, die durch Abwehr Geschütze Vorkommen, ein. Die Abgeordneten Stvpler, Ulrichs Dorsch, Calmamr, ^ Arüer und Raab treten für eine möglichst rnjche Regelung Her Frage ein. der Antrag findet Annahme. Der Antrag des Abg. Uebe! und Gen. betr. die Lebensmittelversorgung und Verteilung, sowie die Vorstellung GeS Lande sausscbnsses des Kriegskonsumentenausschusfvs für Hellen betr. Richtlinen bei Festsetzung von Preisen wird nach Befürwortung des Abg. Eißnert und Widerspruch des Aba. Dorsch der Regierung als Material überwiesen ebenso die Vorstellung des Zentralverbandes deutscher Konsumvereine. — Der Antrag des Abg. Schott betrübte Erhöhung der Tagesgebühren für die Feldgeschworenen des Grcßberzogtnms wird angenommen. — Ter Antrag des Abg. Wiegand betr. die Einrichtung des Mahnverfahrens für Steuern uiw. durch die Zeitungen wird abge° lehnt. — Es werden sodann eine ganze Reihe von Anträgen und Vorstellungen erledigt. — Zu dem Antrag Henrich und Raab betr. die Zuweisung von Wein an die Gemeinden aus den Bestanden der Weinbandomänen für die Versorgung von Kranken nimmt der Ausschuß eine ablehnende Stellung ein. Die Beratung darüber wird unter- krochen. Fortsetzung Mittwoch früh 9 Uhr. Beratung des Haupt- Voranschlags. Mir streiken nicht! Bon einem Feldgrauen erhalten wir nachstehendes Gedicht, dem wir gerne Raum geben, da es zeigt, daß die Stimmung im Schützengraben ander- ist, als die Reichstagsmehrheit Glauben machen will. Wir streiken nicht, und wenn unser Letzter zusammenbrichtk And legt Ihr die Hand' in den Schoß zu Haus And setzt Ihr uns sicherem Tode aus And wollt Ihr nicht Schritt um Schritt mit uns geh'n, Nicht fleißig schallen und Sieg uns erfleh'n: Wir ölutim — wir sterbe« — wir tun unsere Pflicht. Wir streiken nicht. Verlaßt Ihr uns vud unser Schwert. k)ann seid Ihr unser nicht mehr werll Hem Feinde wissen wir zu verzeih'«: Aber Ihr sollt ewig gebrandmarkt sei«? Wir hielten zur Heimat treu und fest. dem. der den Krieger im Stiche läßt? jfluch ihm! Dem katschen treulosen Wicht? Wir streiken nicht. And müssen wir nackt vor dem Feinde steh'«. Ohne Schwert, ohne Kuael zum Sturme geh'« — So ringt unser Fletsch gegen Eisen und Blei. Doch wir streiken nicht, es bleibt dabei! ^sßt Ihr uns verbluten — wir tun unsere Pflicht, Und streiken dennoch nicht. — Asniihnik »an Kritysjmltikk an Mlnms ßait. Gei den Verkaufen und Versteigerungen aus Bestanden der Heeres- und Marineveilvaltung, die für Kriegszwecke nickst mehr benötigt werden, kann die Zahlung vorzugsweise durch Hingab von Kriegsanleihe geleistet werden. Diese Vorschrift erstreckt sich auf alles, was bei der Demobilmachung zur Abgab an die Bevölkerung frei wird, also insbesondere auf Pferde. Fahrzeuge und Geschirre, Feldbahngerät Motorlokomotiven und Kraftfahrzeuge nebst deren Zubebör, Futtermittel und sonstige Vorräte, landwirtschaftliche Maschinen und Geräte swie Werkzeug. Fabrikeinrichtungen und den zugehörigen Maschinen und Geräten, Eisen Stahl und andere Metalle. Holz und sonstiges Baumaterial, Webstoffe rmd Rohstoffe aller Art. - Käufer, welche die Bezahlung in Kriegsanleihe anbieten, werden bei sonst gleichen Geboten in erster Linie berücksichtigt. Die Kriegsanleihe wird znm vollen Nennbeträge angerechnet und bis zur Höbe des Kauf- und Zuschlagspreises in Zahlng genommen. Anmeldungen neuer Schüler werden am Mon föft, Den 18. und Dienstag, den 19. März, von £—5 U r nachmittags im Amtszimmer der Direktion entge-'engenommen. * Vei der Anmeldung sind vorzulegen: Standesamt- tttze Geburtsurkunde, Impfschein und Abgangszeugnis der bisher besuchten Schule. Anmeldescheine, die bei der Anmeldung ausgefüllt ab ugeben sind und die auch die wichtigsten Ausnahmedeoingungen enthalten, sind bei dem Schuldienerzu haben. Die Aufnahmeprüfungen finden am Mittwoch, den 20. März, von nachmittags 2 1 /* Uhr an statt. A riedberg, den 13. März 1918. Die Grotzherzogliche Direktion. Mkir-ZMfillirik Wetters». Nach Mitteilung der Neichszuckerstelle ist der Rü- benpreis für 1918 auf Mt. 8.— per Zentner erhöht worden; für Schnitzel und Zucker ist dagegen ein Preis noch nicht festgesetzt. Ms Kriegsanleihe^ gelten s«Mgen Schuwver-- kcheribungen aller Kriegsanleihen ohne Unterschied sowie die erstmalig het der 6. Kriegsanleihe ansgegebenen ansüSbaren Schatzcnrweisungcn. N»m Fetdr der Ehre. Anter-Mddecsheim. Wieder sind drei der hiesigen Krieger ausgezeichnet worden: der Landsturmmonn Otto Safer I. erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse und wurde gleichzeitig zum Gefreiten befördert. Fahrer Adolf Höcher und Blinker Lorenz Stenger erhielten die HeMche Tapferkeitsmedaille. Unser Ort kann auf seine Söhne stolz sein. Ans der Heimat. Frieböerg. Der Waffenmeister Itter des hiesigen Ersatzbataillons. Inhaber de? Hessische« Kriegsehreuze lchens, erhielt das Preußische Verdi enftkrerrz. EV. Vortrag. Am nackstien Sonntag. 17. März, abends 8 1 4 Uhr wird die E va n g. Vereinigung in der Bur g« kirche wieder einen Vortragsabend in der gewohnten schlichten Form veranstalten. Herr Geh. Kirchenrat Professor L*. Dr. Schoel! hat den Vortrag freundlichst übernommen und wird über riegslehren für die Friedens- arbeit" sprechen. Wohl ist der Friede noch nicht greif- lmr nahe. Aber er ist auf dem Marsche, und das gute deutsche Schwert wird uns den Enderfelg sickern. Da gilt cs, sich auf die kommende Friedenszeit zu rüsten, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch innerlich. Viele werden dankbar die Gelegenheit benutzen, sich von einem Mann mit reicher Erfahrung und lrefgegründetem Urteil beraten und führen zu lasten. Hessischer Landesverei« für Kriegerheiraftätten. Im An. schluß an die in der vorigen Woche gebrachte Nachricht über den Landesvrrein für Kriegerheimstätten sei noch mitgeteilt, daß sich zum Eintritt in den Verein aus der Stadt Friedberg bereits über 50 Persönlichkeiten und Körperschaften gemeldet haben. Dir Werbearbeit, die diesen Krers in den nächsten Wochen erweitern soll, liegt in den Händen eines Au-fchusies. der sich aus den Herren Prof. D. Dr. Diehl (Vorsitzender). Forstmeister Augst. Geschäftsführer der Ortskrankenkasse Kühn, Bauunternehmer Morsckel, Direktor Spieß und Geh. Iustiz- rat Windecker zusammensetzt. Die Mitglieder des Aus- schusies sind gerne bereit, Anmeldungen (Mindestbeitrag 1 Mt.) entgegen zu nehmen. Heffische Familiengeschichte. Vieles Interellante für Hessens Familien- und Heimatkunde bietet auch der kürzlich abgeschlossene 1. Band der ..Mitteilungen der Westdeutsche« Gesell- schaff für Familienkunde*". Unter den in ihm behandelte« fast 5000 deutschen Familien sind nicht wenige hessische zu finden; unter den Mitgliedern, die das neueste Heft aufführt. sind ga- gegen leider noch sehr wenige Landsleute. Dabei bietet vor allem der Brieffasten mit seinen Anffagen und Antworten dem Familtengeschichtsforschei die Möglichkeit, sich seine Arbeit durch die Hilfe der anderen Mitglieder sehr wesentlich zu er. leichtern. Wenn man bedenkt, daß der jährliche Beitrag einschließlich der hübschen Hefte nur 5 Mark beträgt (Auskvnff gibt die Rhenankan-Druckerei Bonn), so kann man hoffen, daß recht viele Hessen der Gesellschaft beitreten werden, die in den letzte« Monaten eineu Zuwachs von 150 Mitgliedern hatte: dies um so mehr, als leider die prächtige ..HeMche Chronik" (Herausgeber Prof. Dr Diebl). die sich um die Familiengeschichte des Landes große Verdienste erworben hat. ihr Erscheinen eingestellt hat. FC. Büdingen. 10. März. Der Makler Wilhelm Imhof in Nteder-Gründau wurde bestraft wegen Ueberschreitung der Heu- höchstpretse mit 30 Mark bezw. fünf Tage Gefängnis und wegen Zuwiderhandlung gegen die Bekanntmachung des hiesigen Kreisamts betr. den Handel mit Heu mit 20 Mark Geldstrafe bezw 3 Tage Gefängnis. FC. Cronberg, 10. März. Die Stadtverordneten beschlosten .einstimmig, das dem Frankfurter Katharinenstift gehörende Gut Schafhoi. 201 Morgen groß, zum Preise von 600 000 Mark für die Stadt anzukaufen. FC. Usingen, 10. März. In der Nähe der Hüttenmühle an der Bahnstrecke Usingen-Homburg ließ sich ein etwa 27jährlges Mädchen von einem Etsenbahnzug überfahren. Eisenbahn- arbeiter fanden den lebloses Körper, dem der Kopf glatt oorS Rumpf getrennt war. auf dem Bahndamm FO. Bo» Mai«. 10. März. Okuli. da kommen sie! Fünf Tage nach Okutt schoh die erste Schnepfe vorgestern abend auf der SLockstadter Unierjagd Schlosiermerster Martin Kiefer von Stockstadt. FC. Aas Oberhesiea. 10. März. Geheimer Studienrat Pro- feffor Bnchrucker in Homberg wurde wiederum in den Gefamt- vorstand des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins gewählt. Aus Stackcnburg. FC. Groß-Gerau, 10. März. 12- und 14jährige Buben stahlen dam Jakob Kräcker in der Ernst-Ludwigstraße dahier mehrere Schinken. Die Diebe haben die Tat eingestanden. Aus Rheinheffea. FC. Aus Rheinhesien. 10. März. Dre auf dem Bahnhof in Monsheim beim Aufspringen auf den Zug verunglückte und gräßlich verstümmelte Schaffnerin ist die 86jährige Frau Anno Dreh von Kaiserslautern. Sie war sofort tvt. Ans .Hessen-Nana«. FC. Höchst i. O., 10. März. Der 10jährige Sohn einer hiesigen Familie ertränkte sich aus Furcht vor Strafe in der Mümling. Die Leiche wurde geborgen. FC. Wiesbaden, 10 März. Festgenommen wurden die Ein. brecher, die vor einigen Tagen in einem hiesigen Geschäft für 22 000 Mark Stoffe gestohlen hatten. Es sind der von seinem Truppenteil desertierte Paul Leist aus Düsseldorf und der Handlungsgehilfe Friedrich Bohne von dort. Ein großer Teil dt-r erbeuteten Sachen wurde hier gefunden Auch der vor ewiger Zeit hier stattgefundene Einbruch in einem hiestaen Zigarrengeschäft, wobei Zigarren und Zigaretten im Werte von 2500 Mark gestohlen wurden, haben die beiden im Verein mir einem Frauenzimmer auch ausgeführt. Schwere Einbrüche in der Rheinprovinz soll dieses Kleeblatt auch ausgefiihrt haben. FC. Eamberg, 10. März. Während einer Holzversteigerung im Walde, der er anwohnte, wurde der 54jährige bekannte Ge- treidehandler Max Baum von hier vom Schlage gerührt, der den sofortigen Tod zur Folge hatte. FC. Eltville, 10. März. In der Stadtverordnetenversammlung referierte Stadtverordneter Vkercken über die Versorgunc der Kinder und Kranken mit Milch. Durch die Kontrolle se, nachgewiesen, daß täglich noch ein Quantum Milch übrig bleibe für deren Verbleib kein Nachweis vorhanden, während in den letzten Tagen einer Anzahl kranker Personen seitens des Land- ratsamtes die Milchbezugschetne entzogen worden seien. Eine große Anzahl Personen erhielten Milch direkt vom Vichhalter. Die Kontrolle bei den Viehhaltern versage völlig. FC. Rüdevhei». 10. März. Unterhalb des Staatsbahn. Hofes wurde die Schaffnerin Helene Hartmann aus Worms von einem Göterzug überfahren und getötet. FC. Braubach. 10. März. Gestern morgen wurden einer Frau aus Dahlheim hier mehrere Korber mit Eier polizeilich beschlagnahmt. Es waren 2000 Eier. — Hier soll ein gemeinnütziger Bauverein ins Lebe« treten. Geschöstliches. Die ernste Zeit in der wir augenblicklich leben, macht eS dem Landwirt zur Pflicht, alle Maßregeln zu beachten, die zu einer Erhöhung der Ernte geschehen können. Eine gute Ernte bedingt erfahrungsgeinätz die Aussaat einwandfreien Saatgrrtes und dieses kann der Landwirt nur dadurch erhalten, daß er dasselbe zwecks Bekämpfung der anhaften- den Pflanzenschädlinge, wie Steinbrand des Weizens. Hafer- flugbrand, Wurzelbrand der Rüben. Streifenkrankheit der Gerste, Blattfleckenkranklieit der Erbsen und Bohnen beizt. Ein wirksames, von fachwissensck>aftlichen Instituten anerkanntes und in der großen Praxis seit Jahren erprobtes Beizmittel ist „Uspulun", welches die aufgeführten Pflanzen- krankheiten wirksam dckämpst und die Keimkraft erhöht, wodurch ein schnellerer und vollerer Saatenauflauf erfolgt Die Uspulunbeize ist mit geringen Kosten und Arbeit auszuführen. „Uspulun" ist in allen üblichen Verkaufsstellen erhältlich. Verantwortlich für den politischen und lokalen Ctto Hirschel. Friedberg; für den Anzeigenteil: R Renner Fnedberg. Truck und Verlag der „Reuen Tageszeitung". A G.. Friedbera i & Versteigerung. Fre'tao, den 15. Marz, von 10 Uhr morgens an versteigere ich in meiner Hofraire, Vingenheimerstraße 6, öffentlich nleistbietend gegen Barzahlung: 8 Pferde, Rotschimmel, 4 u. 6jährig, sehr schönes Gespann, der eine tragend, ein« und zwei- spännig gefahren, S Stück Aindvieh, 3 Wagen, komplett 16, 15 und 12 Ltr. schwer, 1 Binder, (Osborne), 1 GraSmäkjer, mit Handablage, 1 Hackmaschine, (Tröster) 2 m breit, 1 Düngerstreuer, (Westsalia) 2 m Streubreite, 1 Kartsffeterntrmaschine, 1 Jahr gebraucht, 1 Ernterechen, 1 Heuwender, 1 Zteilige Mirrgelwalze (Cambridge), 1 Glattwalze, i Iweischarpflug (Sack), 1 Beetpflng (komplett, Sack), Pferdegeschirre, Pflüge, Eggen nnd sonstige Landwirtschaftliche Geräte. Reichelsheim, den 7. MLrz 1918. Rudolf Schäfer. -E BekaniltlmAW ^ Rohbraunkohlen für Hausbrandzwecke können nuL bis auf 50 km Entfernung von unserer Grube Wöl'ers- heim bezw. Weckesheim und nur gegen schrinliche, vom Kommunalverband bezw. Kreisamt ode^ von den Ge- meinden abgestempelte Bestellungen abgegeben werden. Die Bestellungen sind an den bekannten Berkau s- tagen bei Abholung der RohbraunkohLe aus den Gruben vorzulegen. Friedberg, den 11. März 1919. kr. UelgskrMlttktis» krvbe LswiBhoifmus. 9er»$tt LMM i. fraisn als. iMena, tl Geschäftsstelle Frankfurt a. Äk., Kronprinzenstratze 4L (Kronprmzenbau.) — Fernruf Römer 4206. Sürsstunben Moncaa, Dtenstaa, Donnerst««, Freit«-, nachmtttaa» von 2—4 Uhr. — Geschästsanzelgen tn diesem Raum nur fü» unser, MU-Neder; dtejrlben sind kostenlos, jedoch muß bei Ausgabe der Anzeige aus die Mitgliedschaft hingewiesen werden. Gin sehr wachsamer Hofhund zu verkaufen. Wilhelm VtcuO, Bauembeim. hat adzuqeven Karl Sieten* Reichelshewr l W. Holzversteigerimg dcr Gräflichen Oberförsterei Arnsburg. ^ Drittwoch. den 20. Mörz, beginnend vorm. 11 Uhr werden im Thörnerfchen Saale^ zu Arnsburg unter Ausschluß von Wiederrer- käufern aus den Distrikten Pfaffenstein, Aeußeres un^> Inneres Chor, Colnshäu elopf, Danielskopf, Hard, Kreuzberg, Wetierberg und Hain versteigert: Schrrter rm: 32,1 Buchen, 90,1 Eichen. 6 Weichholz,' Prüftet r.n: 18',,9 Buchen. 2 Kirsch m im, 263.7 Eichen, 9.6 Birken, 79.7 Nadel und Weichholz,' Stöcke rm: 146,9 Buchen. 114,9 E-chen. 78,4 Nadel und Weichholz: Stammes' er rm: 412 Buchen, 193 Eichen. 323 Nadel u. Weichbolz; Astreiser rm: >11 Buchen. 875 Eichen. <71 Nadel und Weichholz' — Fichtenderbstangen: 26 Sick. — 2.6 - fm I, Kl. 103 Stck. = 6,73 fm II. Kl.. 93 Stck. - 4,0lfm IU. Kl.. 72J Stck. — 11,70 fm Reisstangen; 5,6 rm Eichenwerlscheit. Das Nutzholz kommt erst nach 2 Ilhr zum Ausgebot. Blau unte.stuchene Nummern werden nicht versteigert Nähere Auslunft erteilt Forstwart Melch.or. Arnsburg, auch ist der eloe am Versteigerungstage von 8 Uhr an, im Kloster zur Führung bereit. 0 Holzversteigerung. Montag den 18. März 1. Is. werden versteigert aus den Dlstl.k en M.ikenlocherheeqe 9 u, 13, Eschberg 5 u. 6 . Hainkohl 26 to, 29 u. 30 und Kcugenberg 18 der Forstwartei Finkenloch: Stämme. Esche IV. Kl. 1 S.ück = 0,24 fm, VI. Kl. 2° etucf = 4,11 fm, Lärche V. Kl. 25 Stück = 3.07 fm; Derb langen: Eichen 8 Stück = 0,53 fm, Fichten 67 Stuck - 3.03 fm; Reisstangen: Fichtef.Kl. 6?5 Stück = 10 37 fm, II. Kl. 1475 Stück = 3..-8 im; Scheiter: Buche I. Kl. 830 rm. If. Kl. 33 rm; Knüppel: Buche 210 rm. Eiche 59 rm Kiischbaum 3 rrn; Knüppelrelfig Birke 4 rm: Reipg L u. I!. Durchforstung: Buche 428 rm; Reisig ge- S 0 l nj 'L® u ^ c 738 rm ' Eiche 182 rm, Nadel 2 rm; Stöcke: Buche 221 rm, Eiche 11 rm. «ormiliags 11 Uhr in der S-ersteiierunpsholl- L'FJ'r 9 , öilten!od ?- Die blau unterstrichenen Nummern des -- — (Js&w’ämS.' «»>., Konradsdor, den 9. März 1918. Groftherzoqliche Obersörstsrei Konradsdorx. Die im deutschen Besitz befindlichen russischen Wertpapiere nebst fällig gewesenen Zinsscheinen müsien zwecks Sicherung der Auszahlung bis zum 15. bezw. 18. März eingereicht werden Wir sind bereit anlaffen. das Erforderliche zu ver- MlkldtiiW Ctthltittl Depositenkasse und Wechselstube Friedberg i. H. Seidenfreier Rotklee-Samen m bester Keimfähigkeit ist erhältlich im Kornhaus Hanau __ Lern precher 245, 246 u. 247. Sommer-Saison ISIS, I Mosfell-ßiisstelBung Jur kommende Saison ist eingetrolfen in grosser Auswahl voji Bekanntmachung ier rnffifrljt MmiMicit nni) ftnotlid) rmroniicrtr Wechs-im. Bestimmungen ^ 8 * ® K5r * *' 3 ‘ Unterzeichnete deutsch-russische Friedensvertrag enthält u. a. folgende m Lr mÄ^uertragschllestende Teil mit Einschluß seiner Gliedstaaten wird sofort nach der Rat'stla lon des ^nedensveitrages die Bezahlung seiner Verbindlichkeiten insbe- L 7 /.L?^ntllchen Schuldendrenst, gegenüber den Angehörigen des onder--n Teiles wieder aufnehmen. Dre vor der Ratifikation fällig aeword nen Nerdindii.^k-o-n binnen sechs Monaten nach der Ra.isika.ion befahlt werden - UerDinblld 3 teite « »*«»" Abs. 2. D,e Bestimmung des Ab atz 1 findet keine Anwendung auf solche aeqeniiber einem Teil beuchenden Forderungen di- erst nach der Anierzeichuung des F?iedensveitrag^ Angehörige des anderen Teiles Uberge-angen find. «l-i-oensveiirages rr-r. Jtucksicht auf bicje Vereinbarungen ist es erforderlich alsbald festmstellpn AÜff°°d°?ung°n!°" ^° PlCren ^ 1,1 ieUlid,Cm l£iBCntUm b°st"d°n. Zu die.em Zweck «gehen so,gende Ä. betreffend d-e AbstempcliiNl, der Stücke uon russischen Staatsanleihen und —. . staatlich garantierten Wertpapieren. deutschen Eigentümer von ru fischen Staatsanleihen, staa lich garantierten Enenbabn- Mqatwnen und wn.ugen Wertpapieren mit Ga antie des ru fischen Staates werben d^rourch au . . , Zugelaffen werden solche Stücke. ' 191ö n erfoI^t i™ 8 M dltid)sbant °uf Grund der Bekanntmachung vom 23. August 2. die aus Grund dieser Bekanntmachung anzumelden gerne en wären deren Anmelduna aber aus nachweislich entschuldbaren Gründen unterlassen worden ,st' 8 ' ^ nachwerstich nach dem 30. September 1916. ab>>r vor dem 3. März 1918 in das Eleer,tun, von deutschen Erwerbe n übergegangen find .... -6er Elnrelchung der Papiere und der Nummernver'eichnisse haben die Einreicher ickriiMck, r dw Papi-,- nur Grund der Bekanntmachunq'vom 23. Augfii 1918 anulm l°k öS»,-»«-- ----- «Ki ücr E | nr ,S I1 ^ I f’f 6a " tanita,,on s'nd ermädjtint, Wertpapiere ut Abstempelung °uch nach Ablauf ß - betreffend die Niederlegung bereits fällig gewordenen Zinsfcheme **er un * ec A bezeichne en Wertpapiere. sSriSt&^Ä’a-SÄ «Zr bei einer von die en ** ^ l|teUen den Brnsscheinen oder Stücken angegeoen sind, brinaen dak- ^'^hend nach der Einreichung ist die schriftliche Erklärung beizu- orrngen, daß sich die Zinsicheine oder Stucke schon vor dem 3. Mürz ds in deutschem Kklaruna ist von den^ahlstiLn zu"prü'L" Lch' L» -oelsvganz einer slyristttchen erdes.tartlichen Verstcherunz verlangt werden. und und Stücke sind der Za litelle nach Anleihegattungen der Berraad-rVhiÄl l-S' ftn l,c lin ' u J, e .!^ en - Aus den Verzeichnissen mutz die Anzahl und ersichtlich sein ÄlllSSh &m e ünö 8aU»g:eit und d,e Geiamtanz ahl und der Ge amrbelraz der^Zirwscheine i^n/cht"erforverlich^^ gewordenen Stucke sind anzugeben; die Angabe der Nummern tum solan?e"sie'dei^„^gelten im Sinne die er Bekanntmachung als deutsches Eigen- eVn^cIncn hinterIcoerrfi 11 tnte 1 1 egt blöden Letztere sind nicht verpflichtet, die von den dürres Zi «S i i 1 b i- ü) i: n - erngerezchten Zms cheine und Stücke getrennr zu verwahren' sie grntW an bie ^ beliebigen Nummern .erseloen Anleihr- offenen Devot b^nnüenZinsscheine und-Stücke, die sich bei Banken und Bankiers im brndung setzen.^ ^ ' ^ Wem Emreichung zweckmäßig mit ihrer Depositen in Ver- npnpnnpfim^n 6 können Zins cheine und Stücke auch nach Ablauf der Einreichungsfrist ent- ba?d der glaub .ast gemacht wird, dah die Einreichung aus triftigen Gründen nicht inner- fichern D.p'^ L^ Eonnle doch haben sie sich dazu der Genehmigung der Re:chsbank zu ver- wlld^l« rechnet^ewilttOnn "^ * X * b,e Zuweilen ge andren Zi.ls cheinen und Stücken tn Deut.chtand zur Poft^egeden'^ wenn die Sendungen nachwetslich innerhalb der Frist Berlin, den 8. 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