Nummer <10 Dienstag, den 12. Mär; 1918 1t. Jahrgang. ene Tageszertm Artillerie nnd Ulinenwerfertätigkeit im Wellen. — 18090 Tonnen nrrjenkt. Gnglilchs nnd japanische Kriegsschiffe vor WLaLLmostok. *♦ K' Trotzes Hanpr^nartirr. den U* Mars. Amtttch. Westlicher Kriegsschauplatz. Die Artillerie- und Minenwerfertätigkeit lebte am Abend Vielfach auf. Rege Erkundungstätigkeit hielt an. Eigene Abteilungen drangen an mehreren Stellen der flandrischen Front, In der Gegend von Armentieres und auf dem westlichen Maas- ufer in die feindlichen Gräben ein und brachten Gefangene und Maschinengewehre zurück. Bei einer deutschen Unternehmung nordöstlich von Reims trat wiederum eine in letzter Zeit mehrfach beobachtete, auf der Kathedrale von Reims eingerichtete Blinkstelle der Franzosen in Tätigkeit. * Hauptmann Ritter von T u t s ch e k und Leutnant M ü st - hoff errangen ihren 27, Oberleutnant Bethge feinen 20. Luftsieg. Osten. Feindliche Banden wurden bei Vachmatsch nordöstlich von Kiew und bei Rasdjelnaja en der Ehmerinka Odessa zerstreut. • Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Ceneralquartiermeifter: Ludenvorff. Adendbcricht. Berlin, 11. März, abends. rr vttWkppltN kgl'kn. Berlin. 11. März. (WTB.) Die deutsche Negierung hatte 8. März durch Funkspruch an die russische Regierung darauf hingewiesen, daß 540 Balten aus Dorpat und Reval und 130 Kalten aus anderen livländischen Städten verschleppt worden waren. um nach Sibirien abtransportiert zu werden. Der Transport erfolgte tit Viehwagen mit Zertifikaten des Smolny- Insiituts. Die deutsche Regierung hat gegen diese Maßnahme, die mit Artikel 6 Absatz 2 des Friedensvertrages in Widersprach ftand. Verwahrung eingelegt und die sofortige Rückbeförderung der Verschleppten verlangt. Der Beisitzer des Volkskommissars für auswärtige Anoele- renheiten in Petersburg erwiderte hierauf namens der russischen Regierung: Es sei bereits eine Verfügung getrosten, daß die verschleppten nach ihrer Heimat zurrickgeslihrt werden. Ihre Zurtickschattung werde nur durch Transportschmierigkeiten auf- gehalten. die durch die Demobtlisation der russischen Armee entbanden seien. ' Mn sfatem Brief« Dow «. Uebrnm- tW8 MtK SWtnff besagt die dortiger Zustände: »'Wir sind bisher immer noch auf der Suche nach ordenk- licher Unterkunft, die bei der UeberfMung der Stadt mit Flüchtigen. Landesbewohnern und Soldaten verschiedener Art, recht schwierig ist. Doch auch dieses wird wohl morgen geregelt fern. Das Straßenleben am Tage nach unserer Ankunft war so lebhaft, daß man sich in einer Großstadt wähnte. Man traf auf geflüchtete oder entlassene russische Soldaten verschiedener Miliz-Institutionen, durchsetzt von spärlich auf- tretenden Deutschen, umrahmt von der stark vertretenen Weiblichkeit: dazu im stärksten Stechtrab vereinzelte Meldereiter, und mit 50 Kilometer Geschwindigkeit dahinbrausende Autos. Es sind große Vorräte von Waffen aller Art, Spreng- stoffen und Maschinengewehren in der Stadt versteckt, die meiner Ansicht nach von den Bolschewikis stark durchsetzt ist. Die Jrrden, die ihnen anfangs sehr viel Sympathie entgegengebracht haben, setzten heute ein anderes Gesicht auf. Alle beteiligten Truppen melden. daß sie auf einen organisierten Gegner niast getroffen sind, keine Gefangene gemacht haben, und nur Banden von Räubern, vielleicht stellenweise auch roter Garde, kleine Scharmützel geliefert haben. v Die Läden sind alle noch gut mit Vorräten versehen, auch sind große Mengen verschiedenster. Produkte und Geräte vorhanden. Die Gutsbesitzer ruten zum Schutz vor herum- ziehenden plündernden Banden militärische Hilfe an. Tie große Gefahr, die die noch im Lande befindlichen russischen Soldaten bilden, ist noch nicht behoben." Dom Felde der Ehre. tfn prgßfg fwalnrsiflt für Rußland. Der ..Berliner Lokrl-Anzeiger" schreibt an der Spitze seines Montagsblattes: Die in der Anbahnung begriffene wirtschaftliche Ordnung in Rußland schließt, wie wir hören, auch den Sroßzügigen Plan eines Kanals vom Baltischen Meer zum Schwarzen Meer in sich. Das Projekt lehnt sich an den Bo- ginski-Kanal an. Seine Ausführung erfordert die Investierung von zwei Milliarden Mark. Die maßgebenden deutschen Stellen stehen dem Plane sympathisch gegenüber. und auch das deutsche Kapital dürfte sich nicht zurückhalten. Wir begrüßen die Aufkahme dieses eminent wichtigen Unternehmens in das deutsch- russische Wirtschaftsprogramm. Groß-Rußland und die Randvölker bekämen einen bequemen Weg zum Meere. Im Normen dürfte der Kana! auch für große Schiffe fahrbar werden. Mit der Erklärung Rigas zum Freihafen dürfte den Interesien dieser Länder weiter entgegengekommen werden. Im Süden wird die Ukraine von dem neuen, mit allen modernen Einrichtungen zu versehenden Wasierweg profitieren. Wir glauben auch, daß. freundnachbarliche Empfindungen bei den Rusien zu uns wachgerufen werden, wenn wir ihnen den Weg zum Meere öffnen. Nachdem Deutschland im Osten erhalten hat, was es braucht, wird es den Nachbarn gern unterstützen und dabei nicht kleinlich verfahren. Natürlich muß politisches und wirtschaftliches Wobwr-rbal^n der russischen Republik uns gegenüber dieses großzügige Entgegenkommen Deutschlands rechtfertigen. tifn'fHft itirfrt mit GlnMr. Mail" meldet: In England denkt kein Mensch an eine Abtretung Gibraltars an Spanien. England hat keinerlei Intereffe an einer Aenderung der Machtverhältnisie in Ma- rotto wohl aber an der Aufrechterhaltung der englischen Mrttel- meerkontrolle rm Wirtschaftskrieg nach dem Krieg. k«Mc m) (nnariritp §r'tts!We vnr WWMg!s. Bern, 10. SKärv WB.) Nach Pariser Blätter- eloung?n wurden enaMcke und japanische Kriegsschiffe zur Ueberwackumg nach Wladiwostok entsandt. Die an- tassrgen Japaner wurden nach Japan zurückgeschickt. * Stockholm, 11. Mär,. (WB.) Nach einer HastaZmel- pW,®?? 5 '" 8 rieten die ausländischen Konsuln t' an das Smolny.Jnstitut eine amtliche ! ""ö^buiig geacn eine Reihe politischer ter P > n t ^'y ld r r ^^!"^'"en. die ernstlich die Interessen a'/ & te "''tzersten Osten vertreten, bedrohen. Die Konsuln verlangen, das; diese Maßnahmen sofort z.m'Ick- genmnen werden, „nd b-balteu lich in, Weigerungsfälle des.Handelns vor. Sie lehnen jede Verantwortung ^ Verwicklungen ab, d-° diese Weigerung „ach sich ziehen Dorheim. Schütze Ernst E i f e r t. bei einer Maschinen- Gewehr-Kom^gnie im Westen, wurde mit der Hessischen Tapferkertsmedaille ausgezeichnet und zum Gefteiten befördert. Das Eiserne Kreuz erhielt er schon früher. L/cr gratr.'lieren l in (mdbkig. I pan und Amerika. U/h fe 11 : ajfntä ' b°"andsch Nicuwsbureau meldet dtllht- ' si * 5 . 3 ! e,D V °* ® ,rt 8cmclöct ’ d°k- ein« japa- * ®" c!e bes Mikado an Präsident Wils»« c ? 1 ? d« Nacht vom 9720. März in einem Safe« de» vtillen Ozeans erngetroffen ist. Die am letzten Samstag von den „Vereinigten Landwirten- und „Bund der Landwirte" einberufene Versammlung in Friedberg Hai den Beweis geliefert, daß die Landwirte der Wetterau zwar mit Freuden ihre vaterländische Pflicht zur Ernährung des Volkes erfüllen, daß sie aber mit aller Entschiedenheit die immer mehr in Uebung kommende Mißhandlung der Produk- tion ablebncn und Einspruch dagegen erbeben. Aus allen Teilen der Welterau. aus den Kreisen Friedberg. Büdingen und Grefen waren die Landwirte gekommen. Die beiden Säle im „Mamzer Rad" erwiesen sich als zu klein, um die Erschienenen alle zu fassen, so daß alle Gänge gedrängt voll standen und die Hörer selbst aus der Straße stehen mußten. Viele mußten um. kehren, fo daß man getrost eine zweite Versammlung hätte abhatten können. An der Versammlung nahmen u. a. teil die Reichstagsabgeordneten Landgerichtsrat Strack, Prof. Dr. Werner, die Landtagsaögeordneten v. Helmolt. Oeko- nomierst Breidenboch und Fenchel-Oberhörgen. die Landwirtschaftskammermitglieder Henfel. Mogk, Fenchel-Griedel ufw. Den Vorsitz führte Landlagsabgeordneter Dr. v Helmolt, der nach einigen einleitenden Morten Herrn H i r s ch e l - Friedberg das Wort übergab, der etwa folgendes ausführte: Es fei im höchsten Grade bedauerlich, daß in Deutsch- larrd. das von einer Welt von Feinden umgeben fei und daß trach außen und im Innern wahre Wunder wirke, der Parteihaß wieder in lodernden Falmmen gen Himmel schlage. Die heutige Versammlung sei nickt einberufen, um Unzufriedenheit zu stiften, im Gegenteil, er und seine Freunde forderten die Landwirte auf. in der Erzeugung nicht nachzulassen und abzultefern. was nur möglich fei: man wolle auch nicht den ausübenden Organen unberechtigte Vorwürfe machen, denn man erkenn« an. daß die^ getroffenen Maßnahmen zur Sicherung der Volksernäh- rung völlig neu und ohne Vorgänger gewesen seien. Aber gerade darum must« man verlangen, daß auf die praktischen Verhältnisse Rücksicht genommen würde. Das fei aber nicht der Fall. In den Kommunalverbänden und Erfaffungsstellen sitzen nur Bürokraten und die Vertreter der Verbraucher, auf die Erzeuger werd- keine Rücksicht genommen. Den Sozialdemokraten zu Liebe jage man einem Phantom des Kommunismus nach, denke nur an die gleiche Verteilung, anstatt die Schaffensfreude »bei den Landwirten zu erhöhen und damtt den Lebensmittelmarkt zu bereichern. Unter den Landwirten herrsche dieserhalb die größte Unzufriedenheit, die sich törichterweise vielfach in der Drohunft nutzere, bas nächste Mal sozialdemokratisch zu wähle«. De-noeoeniibcr mäpe man bedenke«, datz die ganze Verteilungsweise auf sozialistischer Grundlage ausgestellt sei und datz wir mitten in einem Stück Zukunftsstaat lebten. Dem Luftschlotz de, Gleichheit zu Liebe wird die Praxis geopfert, Millionen Werte verderben, dtcLsbensmtttel werden stnntos verteuert „sw Der Grundsatz, der in der Bibel für's Vieh ausgestellt wird: Du sollst dem Ochsen, der da drischet, das Maul ntckt verbinden wcroc nicht einmal auf di« Bauern angewendet. Den Gipfel der Weltsremdheit habe die hessische E,erverord»u„g erklommen. Aber auch in der Milchfrage se, cs nicht besser. In dem 28-gkie- drrge« Vorstand der Landes-Milch. und Fettstelle sätze kein einziger ausübender Landwirt. Anzuerkennen sei zwar die durchaus gerechte Saltung des Vorsitzenden. Prinzen v. Isen- ™ 8 ' “ ! ctn ">« Arbeitervrrtreter. Sozialdemokraten, grotzstäd- tische Bürgstmeister und in Theorien verrannte Bürokraten, die alle durch den Krieg nichts gelernt hätten, besäßen das tteber- » Statt daß die Städter den Landwirten dankbar seien, daß sie überhaupt noch Milch produzierten, höre man dort Aus- ® lc ^.^"bwirte spekulierten auf die Gutmütigkeit der -roßstädter. Nicht um Geld zu verdienen, sondern um die Milch- versocgung sicher zu stellen, müsse der Erzeug«ngepreis der Milch Mtt bem Verkaufspreis in Einklang gedoacht werden. Di« gan^ ! Mtlchprersangelegenheit seit mit der Frage erledigt: Welcher Fabrikant würde seine Rohstoffe zu Fabrl. kate» umwandeln, wenn er für die Rohstoffe mehr erhalte, als für die Fabrikate. Das fei ober bei den Landwirten der Fall. die. wenn fie kein Herz für die Kinder und Kranke der Städte besäßen, ihre Dtckwurz. ihr Kleehe« usw. verkaufen würden, besser stäirden. als wenn sie das Futter durch die Kuh gehen ließen. Seit vier Monaten aber kämpf« man rm Interesse einer besseren Milcherzeugung um wenige Pfennige, die heute gar keine Rolle spielten. Man müsse endlich einmal ein deutliches Mort reden. Im Innern sei unsere Regierung leider schwach, da heiße es nicht mehr wie bei Bismarck: Wir Deutsche fürchten Gott und sonst nichts in der Welt, sondern: Wir deutsche Bürokraten furchten den Pöbel unserer eigenen Großstädte. Die Landwrrte verlangten Gerechtigkeit. Selbstbesttmmungsrecht und Freiheit, die man den Letten und Esthen. Finnen nnd Polen einräumen wolle, verlange man auch für dis deutschen Landwirte. (Lebhafter Beifall.) Als zweiter Redner beklagte Oekonomierat H e n se l ° Dortelweil ebenfalls die Tatsache, daß in den Erfassungsstellen die Landwirtschaft, also die Erzeuger vollständig ausgeschaltet seien. Man nehme nur Rücksicht auf die Konsumenten. Auf Donk würden die Bauern uicht rechnen, das seien sie gar nicht gewohnt, aber man müsse sich doch dagegen verwahren, daß die Landwirte auch als Wucherer und sonst was hingsstellt werden. Da werde von den Gewinnen der Landwirtschaft geredet, von den ungeheuerlichen Löhnen der Munitionsarbeiter aber werde geschwiegen. Da spreche ein großstädtischer Bürgermeister im Vorstand der San. des-Milch- und Fettstelle gelassen das Wort aus. wenn es bei ihm wieder Lebensmittelkrawalle gäbe, würde er auffordern, aufs Land zu gehen. Ganz besonders müsse man gegen die Der- ordnugen der Landes-Eierstelle Einspruch erheben Auf der Frredberger Einversammlung habe der Referent betont, daß die Eterabgabe im Einklang mit der Landwirtschaftskammer erfolgt sei. Das sei nicht wahr. Im Vorstand der Landeseierstelle sei natürlich auch kein praktischer Landwirt. Der Vertteter der Landwirlschaftskammer Hobe bet den Beratungen ausdrücklich widersprochen, daß die landwirtschaftlichen Ta^löh. ncr. Sommernmdchen, Schweizer bet der Berechnung der Eier, abgabe ausgeschlossen würden. Statt einer Erleichterung habe die diesjährige Eierverordnung noch eine wettere Verschärfung gegen das Vorjahr gebracht, trotzdem sie schon damals nicht funk, tionkert habe, weil es zum Teil unmöglich gewesen sei. ihr nach, zukommen. Auch wider die stete Benachteiligung gegen die be. nachbarten Staaten müsse man sich w-nden. Ueberall seien die Landwirte in Hessen im Nachteil. Er verweise auf die Kar- tofselpreise. die Milchpreise. die Viebabnahme und besonder« auf die Pferdemusterungen, immer müsse Hessen daran glauben Auch bei der Eierabgabe fei es wieder in besonders krasser Form der Fall. Die Hühnerholter Frankfurts, zu dem doch auch Dörfer gehörten, sollten 14 Eier tm Jahr abgeben. In dev Kreisen Höchst am Main und Homburg 24 im %af>ve bei freiem ^lauf. und 14 Stück bet Hühnern, die tm beschränkten Raum gehalten werden müssen. In Hessen soll man 25 Pfg. für das Ei erhalten, im benachbarten Nassau 30 Pfg.. Das seien doch Zustände. die unhaltbar seien. Mir verlangen für unsere Bauern Bauernfrauen. Söhne und Töchter, unser Dienstpersonal welche von früh Morgens bis spät in die Nacht hinein be. Wind und Wetter schwer arbeiten - Gleichstellung mit den Schwer, arbeitern. Während der Obersten Heeresleitung nicht genug gedankt werden könne, müsse man der Retchsleitung unter Beth» mann-Hollweg ein Mißtrauensvotum allsstellen. Verhätfche. lung der Sozialdemokratie. Erhebung der internationalen Geld, sacrdemokratie unter Führung der „Frankfurter Zeitung". Da« smd die Leistungen dieses Kanzlers. Statt den Burgfrieden zu wahren, hat er der Linken nachgegeben und die Parteiwirtschaff eingc-führc. Die Landwirtschaft kann sich wohl abrackcrn. um da» Volk durchzuhalten, sonst wird sie aber in die Ecke gedrückt und mundtod gemacht.. Was ist die Ursache dieses Krieges? stst es das Agrariertum oder ist es der Industrie- und Großhandels- staat. zu dem Deutschland geworden ist? Nun wird aber gerade von der Linken stets gefchrien „Macht Schluß mit dem Krieg!" Wollen wir Bauern nicht auch den Frieden, je eher, je lieber. Aber einen Frieden von Englands und Amerikas Gnaden wol- len wir nicht, denn wie der aussehe, das können Sie :m heutigen Morgenblart des „Franffurter General-Anzeiger" lesen. Da sagt Lanstng: „Wir schließen nicht eher Frieden, bis das Preußentum vernichtet ist." Was wäre die Folge eines solchen Friedens? Wir könnten unsere Schulden n'icht bezahle», die Steuern würden uns an den Bettelstab dringen. Arbeitslosigkeit würde eintreten und dir Folge wäre Auswanderung. Meine Herren! Man wirft den Bauern vor. daß sie bohe Preise für Produkte im Schleichhandel forderten Dieser Vorwurf ist ungerecht, wenn er allgemein gegen die Landwirte erhoben wird. Wir können Landwirt«, die an Hamster verkaufen, nicht in Schutz nehmen, im Gegenteil, wir verurteilen den Verkauf an Hamster. Aber wer ist schuld, wenn di« .Kommunalverbände nicht alles erhalten? Sind es die Bauern oder sind es die Städler, welche in Scharen aufs Land kommen und die Bauern, indem sie hohe Preise bieten, zum verbotenen Verkauf veranlassen. Rk. H.? Wir wollen alles tun, um die Städter und die Industrie, bevölkerung mit Nahrungsmittel zu versorgen, ganz besonderr bttte ich Sie. nichts an die Hamster zu verkaufen. Aber wir verbitten uns die ungerechten Eingriffe und Angriffe auf die Landwirtschaft. Wir sind es müde, länger uns mit Phrasen füttern zu lassen und uns den Patrrotisntus vorretten zu lassen. Wir Bauern sind Patrioten, das haben wir jederzeit bewiesen. Wir verlangen Gleichberechtigung, wir v ollen gleichgestellt fein mit unseren Kollegen in Preußen, Bayern und den anderen Bundesstaaten. (Bravo.) Der Vorsitzende. Landtagsabg. Dr. v. Helmolt. be. merkte noch, bevor er die Aussprache erörfncte, daß er die Aufforderung. in der Produktion nicht zu erlahmen und in der Ab- ttefrung fleißig zu sein, nur dick unterstreichen könne. Im übrigen stehe er vollständig auf dem Standpunkt, daß endlich einmal mehr auf dre Prafts gehört werden müsse. Er könne nur bestätigen, daß es in dieser Beziehung namentlich tm Groß^. Herzogtum Hessen schlimm aussehe. Viele Reichsstellen werde» «ui geleitet vor ewiger Angst vor eurem Putsch der Massen uuÄ demgemäß seien die Gewerkschaslssekrotäre bei dem Erlaß der Verordnungen maßgebend. Wie weit man ja schon gekommen sei mit den Versuchen das Land unter die Vormundschaft der städtischen Verwaltungen zu bringen, zeige ein Schreiben, das jvon der Oberbürger in ei st erei Offenbach an eine Anzahl Wetterauer Landwirte gerichtet sei. Er verlas das 'Schreiben, worin mit dem Verbot der Hausschlachtung gedroht wurde, wenn nicht mehr Milch zur Ablieferung komme; tr habe dieses Schreiben im Kriegswirtschaftsamt tiefer gehängt, zwar habe die Regierung sofort erklärt, daß etwas derartiges unstatthaft fei, immerhin fei der Versuch bemerkenswert. Auch er halte die Eierverordnung in der Praxis für unausführbar. Welche Ansichten im Ministerium zu finden feien, dafür ein Beispiel: Als er sich dagegen ausgesprochen habe, daß das landwirtschaftliche Gesinde bei der Eierberechnung ausgeschlossen worden sei, sei ihni von einem Regierungsvertrcter gesagt worden: Seit wann'kriegt denn das Gesinde Eier? Solche Auffassungen hege man dort. Kräftig unterstütze er Forderung, daß in die Erfassungsstellen auch die Landwirte als die Erzeuger gehörten. Der Landesökonomierat in Hessen sei meistens über die brennenden Fragen nicht unterrichtet. Die heutige Zeit beweise die Notwendigkeit des Zusammenschlusses aller Landwirte und er schloß unter allgemeinem Beifall, dem Bund der Landwirte benutreten. Er empfahl dann nachfolgende Entschließung zur Annahme: Entschließung: Die am 9. März 1918 zu Friedberg versammelten Wetter- auer Landwirte erkennen es als vaterländische Pflicht an. in jeder Beziehung kür die, Ernährung unserer städtischen und industriellen Bevölkerung Sorge zu tragen: sie fordern ihre Berufsgenossen aus, in der Erzeugung von Nahrungsmitteln nicht nachzulasten und die Erzeugniste, soweit es nur irgend möglich ist, zur Ablieferung zu bringen. Sie halten es, namentlich in der gegenwärtigen Krieg?zeit, wo wir von einer Welt von Feinden umgeben sind, für ein erstrebenswertes Ziel, daß die landwirtschaftliche und nichtlandwirtschaftliche Bevölkerung sich verstehen lernen und Vertrauen zueinander finden. Dieses Ziel wird aber einesteils gestört durch die fortwährenden Beschimpfungen der Landwirtschaft in einer gewissen Preste. andernteils durch kriegswirtschaftliche Maßnahmen. Es ist eine alle Klage aller landwirtschaftlichen Körperschaften, daß bei der Lebensmittelversorgung und Verteilung die Praxis fast oollkommen ausgeschaltet werde. In den Vertretungen der hessischen Lebensmittelerfastungsstellen (Landeskartoifel- stelle, Landesobststelle, Landes-Milch- und Fettstelle Landes. Eierstelle usw.) sitzen fast nur die Vertreter der städtischen Ver- braucherkreise. Die Verfügungen und Verordnungen dieser Stellen nehmen demgemäß oft nicht die mindeste Rücksicht auf die praktischen Verbältniste, wollen den Landwirten das Selbstbellimmungsrecht fast ganz entziehen und sie zu willenlosem Werkzeuge großstädtischer Verwaltungen verwenden. Die Versammlung legt ferner V-rwahruvg dagegen ein, daß entgegen dem heute so oft gehörten Grundsätze: Gleiche Pflichten, gleiche Rechtet die Landwirte im Großherzogtum Hessen stets gegen die Nachbarstaaten benachteiligt sind. Es war dies der Fall bei den Kartoffelpreisen, bei der Speckabgabe. bei den Schlachtviehpreisen, bet dem Milchpreise und ist in ganz besonders schroffer Form bei der Elerabqabe in Erscheinung getreten. Die Landwirte sind es endlich müde geworden. sich einer derartigen, durch nichts .zu rechtfertigenden Behandlung zu fügen und erbeben dagegen mit aller Entschiedenheit Einspruch, sie sind überzeugt, daß dergleichen Maßnahmen das Gegenteil ber Erhöhung in der Ablieferung zur Folge haben werden. Die Versammlung fordert deshalb ihre Vertreter im hessischen Landtag und in der Landwirtschoftskammer auf das dringlichste auf. dahin zu wirken, daß vor allen Dingen bei der L-bensmittelerfastung Rücktsicht auf die praktischen Verhältnisse genommen werde, und daß darum in den Erfassungsstellen die Erzeuger im gleichen Verhältnis und mit gleichen Rechton wie die Verbraucher berufen und gehört werden. S^ fordert weirecktn die Gleichstellung der Landwirte Heffe-s mit denen der benachbarten Bundesstaaten. Sollte diesen billigen Forderungen kein Gehör gegeben werden, so schieben dio Landwirte denen, die sich der Stimme der Vernunft verschließen, die Verantwortung zu. wenn sich die Verbältniste in der Volksernährung statt zu bestern noch verschlechtern würden. In d^r Aussprache sprach als erster Reichslagsabgeordneter strack- Er gab ein Bild der K/egslaae. die zuversichtlich sei, zwar Tte^p im Westen der entscheidende Waffenaang noch bevor, aber wir könnten der Entscheidung mit Vertrauen entgegensehen. Leider sei das Vild im Reichstag weniger erfreulich, der Vizskan'ler Bayer habe mit seiner Rede nur den Unfrieden geschürt A''ch er mäste sich ganz entschieden gegen die Mißhandlung der Produktion aussprechen. Es werde zu viel verordnet; selbst der Iusti-mimster Spahn habe auf die große Zu- nahnn der Gesetzesverstöße hingewiesen, die durch die Vielver« ordnerei entstehe. Man könne es darum den Landwirten nicht verdenken, wenn sie oftmals abwarteten, bis der Gendarm käme, bevor sie den Verordnungen Folge leisteten. Erstrebenswert fei es, um die Produktion zu heben» mit Vernunft vorzugehen und nicht gleich mit Polizeimaßregeln einzugreifen. Bei diese Gelegenheit glaube er warnen zu müssen vor dem Gedanken, der heute schon hier und da laut werde, die Schutzzölle nach dem Krieg fallen zu lassen. Ohne diese Zölle hätten wir den Krieg nicht gewinnen können. (Allgemeine Zustimmung.) Herr Bürgermeister Morl er von Ockstadt bedauert sodann, daß ihm bei der letzthin stattgehabten Eier-Versammlung in Friedberg die tatsächlichen Verhältnisse nicht genau Vorgelegen hätten, er hätte dann dem Vertreter der Landes-Eier- stelle anders dienen können Der Redner fordert die Landwirte auf. bei allen Wahlen zu Vertretungskörpern dahin zu wirken, daß Landwirte hineinkämeir. Landtagsabgeordneter Br erde n b a ch - Dorheim weist nach, daß die Landwirtschaftskammer in jeder Hinsicht ihre Schuldigkeit getan habe. Leider könne auch er nur bestätigen, daß die Landwirtschaft nicht gehört werde Das sei bei der Pferdeabnabme der Fall gewesen, bei dem Schweinemorden, dem nun glücklicherweise Einhalt geboten worden sei. Auch ein Kälbermorden sei in Aussicht. SKW werde vom grünen Tisch aus gemacht ohne Rücksicht. ob anck eine genüaende Nachzucht vorbanden sei Zu den Milchpre sen könne er bemerken, daß ein Rampenpreis von 38 Pfg. in Aussicht genommen sei. also von der bescheidenen Forderung der Landwirtschoft seien wieder 2 Pfg. abgehandelt worden A-ch die Eierobgabe könne nicht in der vorgrstchlagenen Weise befolgt werden, da sie unn7ögliches verlange. Er und leine Freunde würden im Landtag ibrs Schuldigkeit tun. um den gerechten Forderungen, die heute hier vertreten wurden G'bör zu verschaffen. (Beifall.) Gutspächter V i e b m a n n - Rumpenheim gab auf eine Anfraoe über die Viehrbgabe Auskunft und sprach sich ebenfalls im Sinne der Vorredner aus. H i r f ch e l - Friedberg bemerkte noch zu der Eierverordnung, daß angesichts der Unmöglichkeit der Eierverordnung nachzukowmen. die Landwirte einfach nur so viel abgeben sollten, als sie könnten. Er wolle einmal sehen, ob es die hessische Landeseierstelle wagen wolle, gegen die gesamte hessische Landwirtschaft vorzugehen. Landtagsab^eordneter Fenchel. Oberhörgen fteut sich der mächtigen Kundgebung der Metterauer Landwirte. Bet der Neuregelung der Milchpreise fei es bedauerlich, daß ein Stallpreis von 33 Pfg. festgesetzt sei, das gebe den Privatmolkereibesitzern und Milchhär.dler die Möglichkeit, einen ungerechtfertigten Gewinn einzustteichen. Wilh. Keil- Melbach stellte als Hauptbedingung auf. daß in den Erfassungsstellen die Er- zeuger mit den Verbrauchern in gleicher Stärke sitzen sollten. Er frug an. warum in der Milch- und Fettstelle keine praktischen Landwirte säßen. OekonomieRal H e n s e l gab darüber Auskunft und betonte, daß das Ministerium der Ansicht fei, daß 29 Vorstandsmitglieder genug feien. Darin stimmen wir überein, aber um so bedauerlicher sei, daß gerade bei dieser hohen Zahl kein Landwirt im Vorstand sitze. Jager. Oberhorgern besprach nochmals dir Maßnahmen bei der Viehobnohme. Damit fand die Aussprache ein Ende, die Entschließung kam zur Abstimmung und fand, wie ausdrücklich festgestellt wurde, einstimmige Annahme. Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf dos deutsche Vaterland und seine heldenmütigen Verteidiger, unserm herrlichen Kriegsheer. fand die durchaus einmütig verlaufene Versammlung ihr Ende. Mögen die Worte, die dort gesprochen wurden, an den maßgebenden Stellen nicht ungehöri verhallen. Ans de? steinrat. Friedberg. 11. März Dem Garnisonarzt von Frankfurt Q M.. Herrn Stabsa.rzt Tr. Rumpf, der bei uns Fried- bergern und in der Umgeaend von Friedberg in bestem Andenken steht, wurde der Charakter als Scrmtätsrat verliehen. Auszeichnungen. S. K. H. der Eroßherzog verlieh an folgende, seit Errichtung der Volksküche ehrenamtlich tätigen Damen das „Ehrenzeichen für Kriegsfürsorge": Frau Milli Becker, Frau Bertha Damm. Frau Amalie Hacke. Frau Katharina Hetz. Frau Johanna Fuendeling, Frau Anna Kloos. Frau Mathilde Keller Witwe, Frau Anna Lynker, Frau Elisabeth Metzcndorf. Frau Ottilie Rtngshaujen. Frau Kornette Ulrich. Fräulein Gustel Diehl. Erna Engel, Grete Frisch. Frieda und Jenny Grein, Emmy Hirsche!, Getrud Jockel, Minna Keller. Lina Mai, Frieda Ruppel, Emmy Steinhäuser. Käthe Stein. Häuser, Käthe Stohr, Elli Usinger, Anna Weckerltng. Luise Wie- chard. FC. Gambach, 8. März. Die Eheleute Johannes Petry begingen beute das goldene Hochzeitsfest. FC. Schotten, 8. März. Wegen Tollwutverdachi bei einem Hunde in Grünberg wurde die Hundesperre über die Gemarkung Groß-^chen, Kiem-Elck-cn. Lardenbach Selltt- rod, Freiensecn, Zaubach, Gonterskirchen, Ruppertsburg und Wetterfeld bis zum 5. Juli d. Js. verhängt. Aus Hessen-Rastau. FC. Wiesbaden, 8. März. Im Lesezimmer des Kurhauses kam einer hiesigen Dame Anfangs Oktober v. Js. ein großer wertvoller Pelz abhanden, während sie einen Augenblick das Zimmer verlassen hatte. Die Polizei recherchierte und fand ihn bei einer hiesigen Pelzhändlerin, der er zum umarbeiten übergeben war. Heute hatte sich die wohlhabende Frau Anna Nölttng geb. Stahl von hier. Uh gen Unterschlagung vor den Schöl fen zu verantworten. Cie erhielt eine Geldstrafe von 150 Mark. FC. Wiesbaden, 8. März. Dem Buchdrucker Georg Schmidt in Nied war in einer November Nacht v. Js. aus dem Keller anderthalb Zentner Aepfel, Birnen und auch Gemüse gestohlen worden. Der herbeigeholte Frankfurter Polizeihund nahm die Spur aus und verbellte die im Bett liegende Frau Elise Nheinhardt in Nied, in deren Keller unter Kartoffeln und Rüben versteckt der Hund einen Teil der Aepfel aufspürte. Die Strafkammer verurteilte die Frau heute wegen schweren Diebstahls zu drei Monaten Gefängnis. FC. Eltville, 8. März. Der 43 lährige Kaufmann Wilh. Mehl aus Niederwalluf der zurzeit dort auf Urlaub weilte, sprang hier in den Rhein und ertrank. FC. Vom Rhein, 8. März. 20 450 Mark statt der seit- her jährlich gezahlten 8430 Mark erbrachte die Neuverpach- tung der Gemeindejagd Boppard. FC. Braubach, 6. März. Hier soll ein Konsumverein gegründet werden. Die Vorarbeiten sind im Gange. FC. Geinsheim, 7. März. In dem hiesigen Betrieb von Eckert wurde nachts ein Treibriemen im Werte von 3000 Mark gestohlen. FC. Nastätten, 7. März. Vor kurzem war einer Metzgersfrau in Miehlen ein schweres halbes Rind zum amtlichen Ver- kaufe überwiesen worden. Leider aber wußten die Fleisch, kartenbesitzer die üble Wahrnehmung machen, daß ttotz der Zu- teilung kein Fleisch bei der Metzgersfrau vorhanden war Das FC. Dom Westerwald, 6. März. Auf unaufgeklärte Weise ereignete sich auf Grube Füsseberg bei Biersdorf nachts ein Zechenstubenbrand, bei dem 40 Bergleuten die dort aufbemahrten Kleider verbrannten. FC. Hörnsheim, 7. März. Zu den Helden des „Wolf" gehört auch ein Einwohner von hier, Wilhelm Volk. Aus Kurbcssea: FC. Aus Kurhessen, 8. März. Ern Schüler der landwirtschaftlichen Winterschule in Eschwege aus Völkershausen bat einer Schülerin des Lyzeums auf dem Bahnhof in Eschwege eine ätzende Säure ins Gesicht gegossen, sodaß die rechte Wange verbrannt wurde. FC. Gelnhausen, 7. Marz. Vorgestern ist mit großer Verspätung der Storch aus seinem hiesigen Neste angekommen. In früheren Jahren traf er schon am 22. Februar ein. FC. Kirchhaiu, 8. März. Dem hiesigen Kreise ist eine Heulieferung von 15 200 Zentner auferlegt. Hiervon sind ron der Stadt Krichhain 1500 Zentner zu liefern. FC. Von der Rhön, 8. März. Den Bemühungen der Gedarmerw in Brückenau ist es gelungen eine ganze Reihe von Schleichhändlern und SckMUgglern aus Frankfurt a. M. und Hanau aufzugreifen. Denselben wurden insgesamt ein Zentner Fleisch, drei Zentner Dörrobst, 12 Liter Schnaps 26 Pfund Butter, 60 Eier, 40 Pftrnd Mehl, sowie Brot, Korn und Knchen abgenommen. Kirchliche Nachrichten. Gottesdienst in der B u r g k i r ch e. Mittwoch. 13. März, abends 8 l 2 * * S /± Uhr: Passionsandacht. Herr Pfarrer Diehl. Offene Stellen: 2 Glaser. 1 Postillon. 1 Kutscher. 1 Arbeiterfamilie. 4 Knecht und 4 Tagelöhner für Spediteur, 1 Schweine lltterer. 6 Schreiner 1 Milchfahrer, 1 Bäcker, 2 Monatsmädchen, 9 Hausmädchen, mehrere Feldmädchen und Dienstmägde, 2 Köch nnen, 1 Haushälterin, 1 Stütze, 2 Küchenmärchen. S teilen suchende: Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker. 2 Melkerinnen 1 Schneiderin, 2 Küchenmadchen für Ho gut, 1 Fräulein für Büro oder bergt. Verantwortlich für den politischen und lokalen $eil: Otto Hirsche!. Friedberg; für den Anzeigenteil: R. ßenner. Friedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung", A G.. Friedberg i in werden, in o ein die e auf Rückgabe der elben nicht ver- zichlen. hiermit aufgefordert, die- fei en am Mittwoch, den 13. März I. Js.. vormittags son 18 bis 12 Uhr in Zimmer Nr. 8 des Stodthau.es in Empfang zu nehmen. Frie)brrq, den 11. März 1918. Ter Bürgermeister. I. V.: D a m m. Ein remrafsi-'ee Sehaf-Boeli föt zur Zucht zu verkaufen bet Fleischbeschauer H-ver. Melbach, Kreis Fttedoerg. Auf dem Wege von Friedberg nach Oosr-Wöll'tadt 1 Handtasche mit Inhalt verloren. Eceen Belohnung abzugeben in der Ge'chäftsstelle der „Neuen Tageszeitung". Ordentlicher Zunge vom Lande mit guten Schulzeugnissen gegen Vergütung üls MtntrlchrlW gerucht. Carl Henze, Gartenbaubetrieb, Friedberg i. H. Sülilrafarlr« "Ä" NeieSagrsttttnss Druckerei ff.SnüA,-G. Krärtiges M« rchen vom Lande sucht C. Henze, Gartenbaubetrieb, !>riedberi i. H. MM Dohm entlaufen Frau Stoppel^ Massenheim. TW'llltt jehrling für sofort oder später gesucht. K. Köhler, Lich. K»l»«i«lware». Gjsri-, Diele»., Siivgt- miltel- a. «»»valtrisl eshiuLlon,. Ein Posten Strickgarne grau, schwarz und braun Stopfgarne alle Farben B'woll- u. Seiden-Twist Ciemenfine Stern, Friedberg. Kasserstraße 51, gegenüber oer Engel-Apothele. Weichst oudie Wäsch’ mit „Burnus“ ein, Wird sie geschont, griffig und rein. Burnus wäscht Wäsche wunderbar, Spart Arbeit, Heizung, Geld sogar. Ueberall zu haben. Sonst durch die Chem. Fahr. Rohm & Haas, Darmstadt. lcchmmge ^ in allen Formaten liefert ichnell uno billig “ Neue „SaiMeitlmz» A.-S. Jnnqwehr 689 Friedberg. 1. Mittwoch. den 13. März IS 18, 7a aoends Antreten Augu- sttnerjchule. Generalstabskarten. 2- Sonntag, den 17. Mürz 1318, 2 W nachmittags Augustmer- fchule. Sämtliche ‘ Ausrüstungsgegenstände mttbringen Bestellungen auf Brem-tzch nimmt entgegen E. See, Massenheim.^ Für die vielen Glückwünsche und Geschenke anläßlich unserer goldenen Hochzeit sagen wir Allen unseren herzlichsten Dank. Dorheim Georg Stein, Straßenwart i. P. und Frau Todes-Anzeige. Heute entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unser liebes, einziges Töchterchen Mina Decher im Alter von 10 Jahren. Okarben, Grotzkarben, 10. März 1618. Kik tiellrlnikiniikn fjintrrlsl rbrnrn: Familie Friedrich Decher Familie Henzerling. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 13. März nachmittcigs ^3 Uhr statt. Js. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben, guten .^rau, unserer teueren unvergeßlichen Mutter, Schwiegermutter und Tante Kail WMe Wciizcl Ändustrielehrerin sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schäfer, der Gemeinden und der Schult! iffen Ober» und Nieder-Rosbach. für die überaus zahlreichen Kranzspenden und die Beglei.ung zu ihrer letzten Ruhestätte, spreche ich Allen meinen herzlichsten Dank aus. Ober-Rosbach, 11. Mär, 1913. 2m Namen der trauernd Hinterbliebenen: Zoh. Christian Wenzel. Kekarmtmachrmg über den Bezug bestellter Nährmittel. Die auf unsere Bekanntmachung vom 27. Februar ds bei den Kleinhandelsgeschäften bestellten Mengen CrieS, Ciipm, Tch.NM m?l> Wen können von den Bestellern vom 13. ds. Mts. ab bezogen werden. Der Bezug kann nur bei dem Geschäft erfolgen, bei dem die Bestellung au-gegeben wurde. Dabei ist die Nährmittelkarts mit vorzulegen. Nährmittelkarten ohne die betreffenden Marken becsh- tiqen nicht zum Bezug; einzeln abgetrsnnte Quittungs- unb Bezügsmarksn sind wertlos. Es entfallen auf: Nührmiitelkarle ß (rot) Marke 36 Nährmittelkarte C (blau) DJiarfe 43 Nährmittelkarte A (gelb) Marke 10 M je 125 Gramm Gries zu 8 Pfa. Nährmittelkarte B (rot) Marke 37 ^ , je 20,) Gramm Suppen zu 32 Pfg. Nährmittelkarte C (Mau) Marke 4t _ 125 Gramm Teraw^ren zu 15 Pfa Nährmittelkarte C (blau) Marke 42 HO Gramm Erbsen zu 8 Pf". Mit dem 19. Mürz verlieren die Marken ihre Gülti - reit. Wer die von ihm bestellten Waren b s zu diesem Zeitpunkt nicht bezogen hat. verliert den Anspruch daraus. Tie Klemhandelsgeschäste haben dte betreffenden Qutttungs- und Lczugsmarken abzutlennen und getrennt nach Nummern un) Farben bei uns, auf Befteliboaen aufgeklebt, abzulie'ern. Bis zudem vorstehenden Zeitpunkt, also dem 19. März von den Bestellern nicht obgeno.ninene W^enm ngen find uns bis zum 29. ds. Mts. anzuzergen. Nichtbeachtung dieser Vorschrift hat den Ausschluß von dem Vertrieb der Nährmittel zur Folge. Friedberg. den 11. März 1918. Der ffeUve^rctendc B Li raerm elfter. (Stadt. Lebensmittel-Ausschuß) 2. A.: Langsdorf Reiche Auswahl © Bettvorlagen Läuferstoffe sehr pi’dswerit bei Fr. Wf£ l} 0 r 9 Friedöerg L ff. Kebanntmachnng. Vis auf weiteres können werdende Mütter, die ihrer im Laufe der nächsten drei Monate bevorstehenden Niederkunst entgegensetzen, sowie stillende Mütter, gegen kreisärztliche Bescheinigungen monatlich 300 Ormvi 8 tfjßfolflDe p® Preise non 3 ff. erhalten. Xie Ausgabe für den Monat März, find'et Mittwoch, den 13. d. Mts., nachmittags von 4—6 Uhr, in unserem Geschäftszimmer statt. Die kreisärztlichen Bescheinigungen werden im Museumsgebäude, Haagstraße, von Herrn Medizinalrat Dr Nebel Mittwoch den 13. d. Mts., von nachmittags Vs3— /2 4 Uhr, kostenlos ausgestellt. Friedberg- den 7. März 1918. Der stellvertretende Bürgermeister (Stadt. Lebensmittel-Ausschuß) 2. A.: Langsdorf. Holzversieigenmg. ^tär; 1918, nach Zu ammenkunft vormit- häustrberg' aßalöelnsan9 bei Mühlsachjen im Distrikt Erotz- rm: Buchen 150, Knüppel rm: Buchen 160 Girtjcn 69, Nersig-Wellen: Buchen 2^55, Eichen 850, Stöcke rm Buchen 120 , Eichen 50, Fichten 200 u. Fichten-Rei.er oou rm. in den 15. März 1918, nach Zusammenkunft vormittaas Waldemgang auf der > atienröder,trotze im Distrikt Erchwald, ^ichienkopf und Diaurelskasperskopf - Lch.it» rm: Buchen 50, Sttfj.en 4 . Snii PMrm: Buchen ßljen 50 sichten 50, Reisig-Welle": Buchen 000, ®!$f n 3üuU > Stöcke rm: Buchen 50, Erchen 50, Frchten 2' 0. ' 9 Li ch, den 9. März 1918. Erotzherzo^lichs Biiraermeisterei Sich. D ö r m e r. Holzoersteigerung der Gräflichen Oberförsterei Laubach» Montan, den 18. März 1918. vorm. 10 Uhr. nach Zu ammen- lun^t aus der Laubach-Scholtener,trotze an der Oberen Heeabrüctt aus: 1. Thomarbiegel 5 u. Struth 3e: Buchen rm: 495 Scheit. 460 Pr.oel. 77 Stöcke. 71 Rei,erorugel: - 2 ’ 1: . buchen rm: er,2 Scheit, 236,4 Simmnptiiqel, 24,7 Re, -kpiugs.: 1,3 Ahornscheit «. Kl-, 0.5 Rnüel- und Werchiio.zpru.qer - 3. Aue: Buchen rm: 13 Stöcke; Kohlrei'er u. Le eholz aus Thomasbiegel. Struth. Aue, Seifen- berq und Lnnghe e flach'nwei.e: das Holz aus Kirchberg und Aue kommt ge.ien 1 Uhr Mittags auf dem Inzer aus zum'Ausaebot. Blau unterftrite e Nummern werden nicht versteigert. anerkannte Saat in guten Sorten mit hoher Keimfähigkeit -hat die Central-GenssieRschast iltt ftß. iissitisvuijihlistl. ßoiifiiiiiisrFfi&e t. G. ja. ß. H., Friedberg i. H. abzugeben. _ Saatkarien werden durch uns beschafft. Seidenfreier Notklee-SamLK m bester K-imsiihigkeii ist erhältlich im Fern vrecher 2^5, 246 u. 247. am Main* Kommissionäre fiit Abschlug von Anbauverträgen (auch' kllr Friedenszeiten) gesucht tSi?M. 8 “ nS . , ? irten ® emS M ob: auf Rot.. Weist, und Wirsingkohl, gclgc und rote Möhren in den->e eälicksn Richtpreisen. Angcboie sind zu richten an Se,es»chen Trockcnmerlre Worms a. Rhein, __ Kafenstratze 34 . Gutes Unoleun-WaGhs friseli eingetroffen. Tapeten- und Linoleunihaus Jean Koller, FrsedSierg, Kaiserstr. 27. Kekanntmachnng. Gemüse i Wir verkaufen bis auf weiteres im Großverlmnf ln Mensien von 50 und 100 Pfd. Mittwoch, vormittags von 9—IG Ulje, Kohlrastcn, Prris pro Pfund 5 Pfa. gelbe Rüben.^ Preis pro Pfund 12 Pfg. Kleinverkauf in Mengen bis zu 10 Pfund, vormittags von 9-10 Uhr Eingang von der alten Bahnhof iraffe aus, ’ ’ Donnerstag: ge.be Rüben. Preis pro P und 14 Pfa Kohlraben, Preis pro Pfund 8 Pfg. Kartoffelverkauf Minderbemittelte, auf Kartoffelkartcn. Samstag Preis pro Pfund 6 Pfennig. Friedberg. den 4. März 1918. Der stellvertretende Bürgermeister. Lkbensmittel-Ausschug. I. A.: L a n g s d o rf. ’ Pohbraunkohlen für Hausbrandzwecke können nur bis auf 50 km Entfernung von unserer Grube Wöllersheim bezw. Wsckesheim und nur gegen fchrifiliche, vom Kommunaiverband b:zw. Kreisamt oder von den Gemeinden abgestempelte Bestellungen abgegeben werden. Die Bestellungen sind an den bekannten Verkautg- tagen bei Abholung der Rohbraunkohle auf den Gruben vorzulegen. Friedberg, den 11. März 1918. _ 6 r. LttMrM ektisil Crabe SiHjipjjgfituii!]. OeLonomiegut in Mitleifranken. 1 Stunde von'Bahn un^Siadt 820 pr. Morgen grotz. arrondiert, meist Ackerland, etwas Wiesen und Wald vorzugl. mittl. Lehmbodeck, eigene Jagd, matzives, grotzes Bauernhaus, gute Oekoncmnegebäude, 60 Stück Hornvieh. 8 Pferde und Schweine reich!, rotes Inventar wegen hohen Alters zu verlausen durch 1 6 ISUteradmmistration Lorenz Thoma & Co., (S. m. b. H. München, Herzog Wilhelmsstratze 28. Zie ÄliliieäiNß ichu'pflichtiger Kinder zur Aufnahme in die städtischen Bolls- schuien findet statt: A. 5n der Musterschule. Donnerstag den 14. März !f. Zs., in 'olgender Wei'e: 3) nachmittags 2 UZ)t alle Kinder die in der Zeit vom 1. Ott. 1911 bis 31. März 1912 in Friedberg geboren sind, d) nahmittags 2»/ 2 Uhr alle Kinder, die nach dem 1. 'April, jedoch vor dem l. Okiober 1912 dahier geboren sind. >o ern sie die erforderliche Schulreife besitzen. c) nachmittags 3 Uhr die aus- wärls geborenen minder. 6.Jn derSchulezu Fauerbach 6'reUag. den 15. März 1f. Z»., nachmittags 3 Uyr. Bei a en auizunebmenden Kindern sind die Impf.cheine und bei den nicht in Friedberg oder dem Stadtiett Fauerbach geborenen auch die Geburtsscheine vormiegen. Diejenigen Kinder, die östlich des Friedhofs wohnen, sind der Schule in Fauerbach zuzuführen. Erfahrungsgematz werden >chwachliche Kinder, insbesondere auch solche, die vor Vollendung ihres 0 . Lebensjahres in die Schule ernire en. in ihrer Entwicklung oft empfindlich geschädigt. Daher mutz den Eltein gera en werden, solche Kinder noch 1 Jahr zurück,letten zu lassen. Friedberg, den 9. März 1918. Ter Schnlvor, and. Damm, stello. Vorsitzender. Zur Konfirmation empfehle: Handschuhe weitz und farbig, Seiden-Bänder alle Breiten u. Farben (leitienlln« Storn, Friedberg, Kaiserftratze 51, gegenüber der Engel-Apotheke. KiUlfljllO Llksleiüler, Friedberg. Kaiserftratze 06. E.n Waggon steinerne Töpfe, Stüiiöer, Kriige, (bestes Höhrer Fabrilat) dabei Milchtöpfe, Apfelwein- u. Waffcrkrüge, rst einzetroffen bei F. Hilbrecht Wwe., Friedb-r«. Bei der Knappheit dieser Waren in Eindeckung für den späteren Bedarf nur zu empfehlen. Bestellungen nimmt entgegen Fi». Schmitt, Schellnhof, Post Schotten. Fernsprecher 218.