II. zalpgarrg. Nummer 55 Mittwoch, den 6. Mär; 1918 Tageszer T" f erscheint reden Werktag. Regelmäßige Bellagen „Der Kaner ans Fj-ll-n". „Die Spinnstnbe". Kezngspveia: Bel den Postanstalten vcerrsljähttich Mk 2 40 htn u .ntt noch das Bestellgeld: bei Renten monatlich 8o Prg. einschließlich Trägerlolin. Anzeigen: Grundreile 25 Psg., totale 20 Vig^ Anreigen von auswärts werden durch Pojinachnahme erhoben, Ermllungsort ^riedberg. ZchriMeitnnq und tteriaq .^riedbecg sHeisen), ^anauerckraße 12. Fern-precher 48. Ps'tj i,eck,To.rro 'Ile. 18»9. Unt Frankfurt a. M. Kkjehilsz her Agla»liÄsjkl« ««t?s Die FrirdensbedittgunNen für Rumänien. — Der Ab schirr!? des Friedens mit Kutziand. 16500 Tonnen versenkt. Der deutsche Geueralstnb s .-.. — meldet: ====& W. T. Grsires KarrpL^uarUer. den b. Mavjk. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und Deutscher Kronprinz. Lebhafte Erkundungstätigkeit an vielen Stellen der Front. Nördlich von Reims und auf dem östlichen Maasuser war die französische Artillerie vielfach rege. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Auf den östlichen Maashöhen tagsüber heftiger Feuer- kampf. Starke französische Abteilungen brachen am Abend zum Angriff gegen unsere Stellungen östlich von Mouilly vor. Sie \ wurden im Gegenstoß zurückgeschlägen. Auch an der lothringi- i scheu Front und in den mittleren Vogesen herrschte gestern erhöhte Eefechtstätigkeit. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Rumänen haben unsere Bedingungen angenommen, bornit tritt der Waffenstillstand mit Rumänien von neuem in Kraft. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Ceneralquartiermeister: Ludendorff. Abendvsr'rcht. Berlin, 5. März, abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der österreichische GeneraMob Zs== meldet: =======.• Wien, 5. Mär-. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver- tautbart: An der italienischen Fro.tt keine besonderen Ereignisse. Die Operationen zur Herstellung der Ordnung und Sicherheit in der Ukraine nehmen den beabsichtigten Verlauf. Rumänien hat die Wasfenstillstandsbedingungen der Mittelmächte angenommen. Der Chef des Ceneralstubes. ft ■ ■■ ii n H l . .. . 1 Der bulgarische Grrrrrolstab meldet: ===• Sofia, 3. März. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabs- bericht. An der Mazedonischen Front, westlich des Ochnda- Sees, brachten nach Handgemenge unsere Patrouillen Gefangene von den Truppen Essads ein. In der Gegend östlich von Bitolia, östlich der Cerna und im Wardar-Tale war die beiderseitige Artillerietäti gt eit^ l e bh aft. Südlich von Gewg-- heli drangen unsere Erkundungsabteilungen bis in die feindlichen Linien vor und brachten gefangene Franzosen zurück. An der Dobrudschafront Waffenstillstand. Das Liirkische^Hauptquartier jj ,======== meldet: =^~=r===® Konstantinopcl, 4. März, (WB. Nichtamtlich.) Gene- ralstabsbericht. Palästinafront: An der Küste arbeitet die feindliche Infanterie am Stellungsbau. Ein Feuerüberfall mehrerer unseren schweren Batterien hatte beobachtet guten Erfolg. Aus Ubar, wo der Gegner sich festgesetzt hatte, wurde er u ie- der vertrieben. Des Kai-crs Dank an Menburg. Berlin, 5. März. (WTB.) Seine Majestät der Kaiser sandte folgendes Telegramm an den Eeneralfeldmarfchall von Hindenburg: Nachdem gestern nachmittag der Frieden mit Rußland unterzeichnet und hiermit der fast vierjährige Krieg an der Ostfront zu glorreichem Abschluß gelangt ist. ist e- mir tiefempfun- denes Herzensbedürfnis Ihnen, mein lieber Generalfeldmar- schall, und Ihrem treuen Gehilfen, dem General Ludendorff, meinen und des deutschen Volkes heißen Dank erneut auszusprechen. Sie haben durch die Schlacht von Tannenberg* durch die Winterschlacht in Masuren und durch die Kämpfe bei Lodz den Grund für alle weiteren Erfolge gelegt und die Möglichkeit geschaffen, mittel des Durchbruches von Gorlice—Tarnow die russische Armee zu weiterem Rückzüge zu zwingen und in den ferneren Anstürmen feindlicher Heeresmassen siegreich standzuhal- ten. Und nun ist der kostbare Friedenspreis glorreichen Ringens in unserer Hand. Unsere baltischen Brüder und Volksgenossen sind vom russischen Joche befreit und dürfen sich wieder als Deutsche fühlen. Gott war mit uns und wird weiterhelfen. Wilhelm I. R. 16500 Tonnen versenkt. Berlin, 4 März. (WLB. Amtlich.) Reue U-Bootserfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 16500 Brutto-Register- Tonnen. Unter den versenkten Schiffen befinden sich zwei wertvolle, tief beladene Dampfer von 7000 und 5000 Brutto-Register- Tonnen, die an der Westküste Englands versenkt wurden. Einer derselben hatte, aus der besonders schweren Detonation, die dem Torpedotreffer folgte, zu schließen, eine Munitionsladung an Bord. Der Chef des Admiralstabs der Marine. 1* Berlin, 4. März. (WTB.) Die Hilflosigkeit der nordamerikanischen Stahlindustrie gegenüber dem Mangel an Schiffsraum offenbart folgende Meldung des >,New Yorker Wall Street Journal" vom 19. Januar: Die amerikanische Elsen- und Stahlindustrie ist durch Verkehrsschwierigkeiten in die schlimmste Lage geraten. Viele Werke und 23 Hochöfen stehen still. Der Produktionsausfall beläuft sich auf tausende von Tonnen. Die Ausbeute im Dezember war die geringste feit August 1915. Der Ausfall gegenüber dem letzten Monat beträgt 12 Prozent. So interessant diese Meldung ist, so sagt sie doch nichts neues, denn schon am 23. Oktober vorigen Jahres bejahte der „Public Ledger" in Philadelphia eine Anfrage, ob tatsächlich ein Mangel an Stahl für Schiffsbauzwecke in Amerika bestünde. Er stellte fest, daß die Stahlwerke wegen Kohlenmangel schließen oder die Betriebe einschränken müssen Die Verkehrsschwierigkeiten haben sich seit der Herausnahme zahlreicher Dampfer aus der amerikanischen Vinnen- und Küstenflctte zugunsten der Fahrt nach Europa naturgemäß erheblich verschärft. so daß die Aussicht auf Verwirklichung des gepriesenen amerikanischen Schisfsbauprogramms von Tag zu Tag mehr schwindet. Dmveü'd'kr lirotfü in fonäöit. Kopenhagen, 4. März. (WTB.) Ritzaus Bureau meldet aus Kristiania: Die norwegische Regierung hat ihren Londoner Gesandten beauftragt, bei der englischen Regierung wegen der Aufbringung des deutschen Dampfers „Düsseldorf" energisch Protest einzulegen. Der Dampfer war von Narvik mit einer Erzladüng unterwegs und wurde am 27. Februar 914 Uhr morgens vor Folla von einem englischen Hilfskreuzer aufgebracht. Die Aufbringung fand unzweifelhaft auf norwegischem See- gebiet statt. Die norwegische Regierung verlangt die Freigabe von Schiff und Ladung und Mannschaft. Zie Mdifn auf den Aalaiüg-Jnltln. Basel, 5.^ März. Nach einem Londoner Havasbericht meldet man den Zeitungen aus Kopenhagen, daß die Teut° schen am Samstag nachmittag die Aalandsinseln besetzten. Stockholm, 5. März. Das Negierungskreisen nahe stehende „Svenska Morgenblad" erörtert die Möglichkeit einer deutschen Flottenunternehmung gegen die Aalands- inseln, um diese zur Operationsbasis einer Aktion in Finnland zu machen. Auch Branting beschäftigt sich im „Socialdemokraten" in ziemlich auffallender Weise mit dieser Möglichkeit. „Allehanda" bemerkt dazu, daß ein derartiges deutsches Einschreiten jedenfalls den vollen Zusammenbruch der Politik des Kabinetts Eden bedeuten werde. Die Frikdensbedingungkn für RuMn'kn. Sofia, 4. März. In der Sobranje gab Minister- Präsident Radodlawow unter allgemeinem Beifall den Frie- densfchluß mit der russisck)en Bundesrepublik bekannt und bat den Finanzmiusier Tontschew, .der beute morgen aus Bukarest zurückkehrte, vor der Volksvertretung den ber Verhandlungen mit Rumänien darzulegen. Tonischen, entwarf ein Bild der Lage, wie sie sich zu Anfang der letzten Woche darstellte. Er erwähnte den Briefwechsel, der zwischen den Delegationen der Verbündeten und dem rurnümscheu Ministerpräsidenten Averescu statttand, der zuerst auf die Mitteilung der Alliierten, worin ihre Friedensbedingungen enthalten waren, mit einem Schreiben antwortete, in dem er erklärte, daß Rumänien bereit sei, zu verhandeln auf der Grundlage gegenseitiger Zugeständnisse.-Er erwähnte weiter das Ultimatum, das hierauf erfolgte, in dem der B-ervund Rumänien mitteilte daß im Falle der Nichtan.-rahme seiner Bedingungen bis Samstag mittag 12 Uhr spätestens der ' Waffenstillstand gekündigt und die Feindseligkeiten wieder ausgenommen werden würden. Der Wafensttllsümd wurde tatsächlich am Samstag gekündigt. Aber am Nachnuttag des gleichen Tages gegen 5 Uhr teilten die Rumänen den Delegationen der Verbündeten mit, daß ihr in Jassy versammelter Kronrat beschlossen habe, die voi geschlagenen Bedingungen anzunehmen. Diese Bedingungen bestehen in der Abtretung der Dobrudscha, der Berichngung der rumänisch-uugarischenGrenze undBegünstiguugen Wirtschaft- Ücker Art. Hierauf wurde der rumänischen Regierung geantwortet, daß sie innerhalb der Frist bis Dienstag mittag 12 Uhr den Vorfriedensvertrag zu unterzeichnen habe, der die oben aufgezählten Punkte enthält und daß die Verhandlungen zum Abschluß eines neuen Waffenstillstandes und endgültigen Friedens unverzüglich wieder aufzunehmen seien. Der Vorfriedensvertrag, sagte Tonttckew. wird oen gleichen Text für sämtliche Verbündete enthalten In den ' endgültigen Verträgen jedoch, die für jeden der Verbündeten einzeln abgesaßt werden, wird genau niedergelegt werden, daß Rumänien die Dobrudscha an Bulgarien abtritt. Man wird darin mit größerer Genauigkeit die wirtschaftlichen Zugeständnisse bestimmen. Diese letzte Regelung wird möglicherweise gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Der ttikde von üreM’töfi* 1 !?. Berlin, 5. März. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung^ schreibt: Nach den Ereignissen der schweren Kriegsjahre wagt sich die Freude über das Ereignis des Friedensschlusses nur zögernd hervor. Was der Friede von Vrest-Litowsk lür uns militärisch, politisch, wirtschaftlich und moralisch an Kraftzuwachs und was er für uns an Zuversicht bedeuret. das wird die nächste Zeit wohl auch denen beweisen, die heute noch kleingläubig sind. Militärisch bedeutet der Friedensvertrag für uns das Ende des Zweifrontenkrieges. Die politische Bedeutung liegt darin, daß der Ring von Feinden, den zwei Jahrzehnte lang eine feindliche Politik um uns gelegt hatte und der dann vier Jahre lang seine ganze Kraft gegen uns losließ, gesprengt ist. Auch der wirtschaftliche Kriegsplan ist unseren Feinden zerstört. Moralisch aber bedeutet der Vertrag mit Rußland ein gewaltig gestärktes Vertrauen in unsere Sache und auf unseren Erfolg. Die Bedeutung des Vertrages mit Rußland liegt darin, daß die deutsche Regierung ttotz aller Uebcrlegenheit nur auf einen Frieden hinarbeitete, wie er von der Mehrheit des deutschen Volkes gewünscht worden war und wie ihn die Russen selbst in ihrem historischen Funkspruch erbeten hatten, einen Frieden der Verständigung und Versöhnung. Wenn die letzten Szenen des russischen Dramas dieses Ziel den Augen der Beurteiler so verdunkelt haben, so werden die Ausstteuungen, die von einem Frie* den der Gewalt reden, durch eine objektive Vorstellung des Verlaufs der Friedensverhandlungen sich leicht widerlegen lassen. Die Zugeständnisse des Siegers geben dem Vertrag seine Kraft gegenüber jeder russischen Regierung, auch wenn die Volschewiki eines Tages einer anderen Regierung Platz machen müssen. Ein Rußland, das erst einmal die Segnungen des Friedens wieder kennen gelernt hat und aus dem Frieden die Kraft zum Neu- aufbauen zieht, läßt sich von dem betretenen Wege nicht mehr abbringen. * Krest-Litowsk. 4. März. (WTB. Nichtamtlich.) Nachdem die russische Delegation am 1. März die Entwürfe zum Friedensvertag nebst Anlagen und Zusatzverträgen entgegengenommen hatte, erklärte der Vorsitzende Eokolntkow, daß et von einer Durchberatung in Kommissionen absehen wolle. Sodann gab der Vorsitzende der russischen Delegation zwei Erklärungen ab. Die erste Erklärung beschäftigte sich mit Artikel 4, Absatz 3. des Vertragsentwurfes betreffend Nußlands Verzicht auf Einmischung in die Neuordnung der staatsrechtlichen und völke rechtlichen Verhältnisse in den ehemals türkischen B. .ui Erdehan. Kars urch Batum. Herr Sokolnikow erklärte, daß diese Vertragsbestinmrmrg eine CebieLsänderung ohne Befta- gung der Bevölkerung darstelle und von Rußland nur unter Pro- test angenonlmcn werde. In seiner zweiten Erklärung betonte der Vorsitzende der russischen Delegation, das deutsche Ultima, tum habe die russische Republik im Zustande der Demobilmachung getroffen. Rußland sehe sich deshalb gezwungen, das Ultimatum anzunehmen und die ihm jetzt vorgelegten Verträge zu unterzeichnen. Dieser Frick: sei kein Verständigungsftiede. Die russischen Rarrdvölker würden unter dem Vorwände des Selbstbestimmungsrechtes dem Einfluß des Gegners unterstellt, um die dort herrschenden Klaffen gegen die Revolution zu schützen und die Kräfte d-r Gegenrevolution zu stärken. Auch in Finnland und der Ukraine stütze der Vierbund die revolutionsfeindlichen Bestrebungen. Rußland, durch den Bruch des Wa fcnstill'Landes vergewaltigt, unterzeichne, nachdem es ver- geblick, an die deutschen Arbeiter appelliert habe, den Friedens- Vertrag. ohne in Verhandlungen darüber einzutreten. Botschafter von Merey gab seinem Bedauern über die russischen Erklärungen Ausdruck Die Delegationen des Vierbundes hätten gehofft und gewünscht, daß am letzten Tage der Verhandlungen friedliche und versöhnliche Töne angeschlagen würden. In längeren Ausführungen und unter Beibringung reichen geschichtlichen, ethnographischen und geographischen Materials trat hierauf der Vorsitzende der ottomanischen Delegation H a k k i Pascha der ersten Erklärung Sokolnikows entgegen. Er innerte daran, daß die ftaglichen drei Bezirke vier Jahrhunderte lang zur Türkei gehört hätten, daß Rußland sie als Ersatz für eine von der Türkei nicht gezahlte Kriegsentschädigung an sich gerissen und daß die Türkei, solange sie Herrin der Bezirke ge- wesen sei. von dort aus Rußland niemals bedroht habe. General H o f f m a n n legte gegen den Vorwurf einer Verletzung des Waffenstillstandsvertrages durch Deutschland Verwahrung ein. indem er auf die Erklärungen des Staatssekretärs von Kühlmann in der Vollversammlung vom 10. Februar himvies. Gesandter von Rosenberg: Die russische Regierung hat nicht das Recht, an der Aufrichtigkeit der von Deutschland verkündeten Absichten mit der Bevölkerung der Randgebiete in Zweifel zu ziehen, umsoweniger, als u.cchrend der kurzen Zeit, da sie am Ruder sei, Zwischen ihren Worten und ihren Taten schwerste Widersprüche festgestellt wurden. Der Vorsitzende der russischen Delegation habe in seiner Erklärung auch vom deutschen Arbeiter gesprochen. Er glaubt, daß der deutsche Arbeiter für sein Verbalten nach innen und außen Verhaltungsmaßregeln und Instruktionen vom Ausland beziehe. Er kennt den deutschen Arbeiter nicht. Der deutsche Arbeiter sek derselbe Mann, der draußen im Schützengraben seit vier Jahren mit grenzenloser Hingebung sein Vaterland verteidigt. Wenn er an der Einrichtung des deutschen Hauses, an der bestehenden Ordnung der öffentlichen Dinge etwas auszu- setzen habe, so mache er es im eigenen Haufe mit den eigenen Volksgenoffen ab. Der Glaube, daß er dazu Ratschläge von draußen gebrauche, beleidige den deutschen Arbeiter. Der Vorsitzende der bulgarischen Delegation, Herr Toschoff, hob hervor, daß die Vertreter des Vierbundes mit den russischen Delegierten zufammengelommen seien, um, einen dauerhaften Frieden zu schließen und nicht, um den Keim für neue Kriege zu pflanzen. Die Sprache und die Erklärungen des Herrn So. kolnikow schüfen jedoch eine Atmosphäre, die mit dieser Absicht nicht übereinstimmen. Er muffe der unbegründeten Behauptung der russischen Delegation entgegentreten. daß der Vierbund Rußland vergewaltigen wolle, ein Gedanke, der Bulgarien wie seinen Verbündeten ferne liege. Die Sitzung wurde alsdann für 2 Stunden unterbrochen. Nach der Wiedereröffnung um 4 Uhr wurde zur Unterzeichnung des Friedensvertrages geschritten, die um 5 Uhr beendet war Sodann folgte die Unterzeichnung der Rechtsverträge, die bis 5K Uhr dauerte. Runmchr ergriff Botjchafter v.n Mery das Wort und erttärte: Ich möchte den feierlichen Akt, den wir soeben vollzogen haben, nicht vorübergehen laffen, ohne der aufrichtigen Hoffnung Ausdruck zu geben, daß der heute Unterzeichnete Frieden es den Völkern unserer Mächtegruppe sowie Rußlands, die sich länger als 3-4 Jahre im Kriege gegenübergeftanden, ermöglichen wird, doch allmählich die früheren fteundschaftlkchen Beziehungen wieder aufzunehmen. Nach Worten des Dankes an das Bureau und an die Dolmetscher erklärte Botschafter von Merey die Friedensverhandlungen für beendet. Der ftnriffche Freihertskrampf. Wasa, 3. Mörz. (WTB.) Das Hauptguartier meldet: Die Weiße Garde nahm Lavie nach einem heftigen Kampfe und eroberte zwei Maschinengewehre. Der heftige Kampf dauert fort bei Manki an der Tavastlandfront. An der Karelischen Front nahmen wir nach erbittertem achtstündigem Kampfe gegen russische Marinesoldaten und Holygans das Dorf Maä- teln. Bei Pellenge hält die Weiße Garde von Borga seit eineinhalb Wochen noch ihre Stellung trotz der Ueberlegenheit des Feindes. Der Feind verlor bisher an Toten 200 Mann, die Weiße Garde verlor sechs Tote und dreißig Verwundete. Stockholm, 4. März. Oberleutnant Hjolmerson, der seinerzeit die persische Gendarmerie organisiert hat, wurde zum Kommandanten der finnischen Regierungstruppen an der Mittelfront ernannt. - , Der schwedische Major Glimstedt. der als Freiwilliger nach Finnland gegangen war, ist bei Heinola gefallen Unter der russischen Garnison auf den Aalandsinseln befinden sich auch M. Nische und unkrainische Soldaten, die sich nun an Schweden mit der Bitte gewandt haben, es möge ihnen gestatten, über Schweden in die Heimat zurückzukehren, da sie mit den Ruffen nichts gemeinsam hätten. Eiue finnische Abordnung in Rom. Ram, 4. März. (WTB.) Agenzia Stefani. „Corriere della Sera" meldet: Der Papst empfing am Samstag eine finnische Abordnung in Audienz und nähme eine Adreffe entgegen, worin um Aufnahme direkter Beziehungen zum Heiligen Stuhl gestellt wird. Nom, 3. März. (WTB.) Agenzia Stefani. Der Minister des Auswärtigen Sonnino empfing die finnischen Delegierten, die ihm die Proklamation der Unabhängigkeit Finnlands mit-' teilten. Die Delegation wird nach Paris abreifen. Stockholm, 5. März. (WB.) Hier eingegangenen Nachrichten zufolge kamen in Helsingfors am 27. Februar vier Kreuzer von Reval zum Schutze des Arbeiter- und Soldaten- rates an. In Helsingfors hat die Marine die Gründung erner Roten Flotte beschloffen, die unabhängig vom deutsch- russischen Frieden weiterkämpfen will. Stockholm, 4. März. (WB.) Nach Meldungen an ^Stockholms Tidningen" erreichte die Schreckensherrschaft der Roten Garden in Helsingfors im Anschluß an die Nach- ncht von dem Herannahen der Deutschen ihren Höhepunkt. Die Revolutionsregierung scheint ihre letzten Kräfte zufanr- menzuraffen, um sich noch möglickfft lange zu halten. Aus Reval kamen 5000 geflohene russische Soldaten und Rote Gardisten an. Nach einer Aeußerung des finnischen Kom- Mlssars Sirola, des Minfters des Aeußern der RevolutionS- regrerung, gegenüber einem Mitarbeiter vom „Socialdemokraten" besteht kein Zweifel, daß diese ödn Sieg davonträgt, falls Deutschland sich nicht einmischt. Rußland. Die Sowjets und der Friedensschluß. Petersburg. 4. März. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Der geschäftsführende Ausschuß der Graue Gefahren. Roman aus der Gegenwart von M. Gvntard - Schuck. Nachdruck verboten. „Unsere Flagge! Wirklich unsere Flagge!" sagte Mittler. „Mo so weit ist es mit dem Union-Jack schon ge- kommen. Aber das ist ja der größte Völkerrechtsbruch der sich nur denken läßt!" Werkbeim warf dem Kameraden einen mitleidigen Bick zu. „Kennen Sie denn unsere Feinde immer noch nicht Ware das etwa die erste Gemeinheit, die John Bull auf dem Gewissen hat?" . „Wenn es wirklich Engländer sind, dann verstehe ich nrcht. daß sie uns nicht unter Feuer genommen haben. Sie müssen uns doch vorhin gesehen haben." „Das ist nicht gesagt. Der Nebelstreif ist ziemlich dicht und für uns lehr günstig, er liegt nicht ganz auf Wir eben von unten und flach, der Feind aber muß von oben sehen " „Dort kommen noch mehr! Ah. große Kreuzer! Und dort ohne Zweifel, cs sind Engländer, dort ist eins von der Lronklaffe. rch kenne sie genau." „Herr Gott ja. Und wir kriechen wie die Schnecken und kommen nicht vorwärts." Wie aus Verabredung sahen sie sich plötzlich in die Augen schweres dumpfes Rollen schüttete über die Wogen, und trotz des Lärmens um sie herum wußten sie, was es bedeutete. .-Da haben wir's! Dann sind schon mehr dort und das hier sind nur die Nachzügler." Einige Minuten noch stand Werkheim still und sah durch den Spiegel. Dann sagte er hastig: „Sobald alle vorüber sind, müffen wir hoch " Als er nach einigen Minuten zurücktrat, warf er den Hebel auf den Befehl: ..Schiff klar zum Steigen!" „Volle Kraft vor- aus! folgte gleich darauf. ..Wir müffen vorwärts auf dte Gefahr hin, daß ste uns sehen. Wir müffen an Helgoland heran." Eine erwartungsvolle halbe Stunde verstrich. Jeder Nerv war aufs äußerste gespannt. Kam man denn gar nicht vorwärt? „Dort ist Helgoland!" rief Mittler. Aus dem Nebel stieg die Insel in verschwommenen Umriffen vor ihnen auf. Dumpf rollte der Donner der Kanonen durch die nebelschwcre Luft. Ab. U4Ü> zu kamen die Umriffe eines Fahrzeuges gespenstisch hinter einem Nebelfetzen hervor. „Es sirch Schiffe von uns da!" sagte Werkheim. „Ich höre es!" „ Mittler, der angestrengt durch das Glas nach der Insel gespäht hatte, sagte: „Auf Helgoland scheinen sie nicht mehr zu schießen." „Wenn unsere dazwischen sind, wiffen sie ja bei dem Nebel nicht, wo sie hintressen. Es ist unmöglich, Ziel zu nehmen. Diese verfluchte Bande! Haben sie sich wirklich im Nebel heran- gcschlichen! Die wollten's auf unser Helgoland absehen. Da haben sie sich aber doch verrechnet. Und diese Feigheit. Unter falscher Flagge? Pfui!" „Na, England segelt ja immer unter falscher Flagge. Daran sollte man nachgerade gewöhnt sein." «Jetzt fünfzig von unseren kleinen Grauen hier haben, hei! Was meinen Sie. dann wollten wir es ihnen zeigen. Das Wiederkommen sollte ihnen vergehen." „Weit wir nun aber die fünfzig nicht hier haben, wollen wenigstens wir ihnen eine kleine Freude bereiten." „Schiff klar zum Tauchen!" - - Todesmutig fuhren sie tn den Gefchotzhagel. Hatte der Feind trotz des Nebels das Sehrohr des Unter- feebootes erblickt, oder flogen die Eeschoffe aufs Geratewohl in ihrer Richtung? Sie wußten es nicht. Sie fühlten nur, daß es die Hölle war, in die sie kamen. Ohne mit der Wimper zu zucken, gab Werkheim seine Be. segle. Es war schwer, in günstige Schußlinie zu kommen, aber es wurde trotzdem möglich gemacht. Ein Torpedo verließ da» Rohr — Augenblicke höchster Spannung — ein Knall —er saß! Aber nun schien erst recht di« Hölle losgelaffeff. Man ftrtt« Sowjets hat für den 12. März eine autzerordenttlHe Derjamm-' lurrg der Sowjet- und Kosakenabgeordneten einberufen zur Be- rcttung der mit dem Friedensschluß zusammenhängenden Fragen. Die Lage in Irland. Haag, 4. März. Die Meldung des Reuterfchen Bureaus) daß Feldmarschall French, der Oberbefehlshaber der Hcimstreit- kräfte Englands, mit seinem Stabe in Dublin angetommen ist. bedeutet, daß die englische Negierung die Unhaltbarkeit der Lage in Irland rnnrmehr anerkannt hat. An vielen Stellen des Landes treten die Sinnfeiner nunmehr gewalttätig auf. indem sie im Namen der irischen Republik vor allem den Export von Vieh und landwirtschaftlichen Erzeugniffen nach England hindern. Soldaten werden auf den Straßen beleidigt und ihrer Waffen beraubt. Kurzum, es liegt eine Anzahl vo^n Tatsachen vor, die nur nach einer erfolgreichen Revolution möglich sein sollten.^ Der Austritt Carfons aus dem Kabinett habe sich an dieHosinung auf ein Zustandekommen einer irischen Versaffungs- revision geknüpft. Jetzt stellt er sich immer mehr als eine Rück, kehr Earfons zu den alten Ulster-Idealen heraus. Dadurch wird die republikanische Entwrcklung zwar indirekt, aber doch wirksam unterstützt. Die Ankunft des Lord French zeigt, daß man nicht mehr an eine Lösung der Schwierigkeiten durch Verhandlungen glaubt. Lloyd Georges Stellung wird durch diesen vollkommenen Mißerfolg ohne Zweifel gefährdet. Wkiin ssuroxa ßÄ sireitch freut ßii, IgM. Eens. 5. März. „Echo de Paris" erfährt, daß Japan kein Interesse bekunde, an den Besprechungen zwischen Frankreich, England, Italien und Amerika über die Lage in Rußland teil, zunehmen. Es dränge sich die Frage auf. ob das heißen soll, baß Japan sich mit seinen Verbündeten überhaupt nicht besprechen, sondern allein Vorgehen werde. London, 4. März (WTB.) . Reulermeldung. Die „Daily Mail" erfährt, daß England. Frankreich Italien nnd die Vereinigten Staaten über die Lage in Sibirien unterhandeln werden. Japan wird nicht an den Verhandlungen teilnehmen. Beratungen in Tokio. Bern, 4. März. Aus Tokio wird berichtet: Vizeadmiral Montono und Admiral Pogopato berieten mtt dem Mikado. Die Unterhaltung bezog sich auf die Ereigniffe in Rußland. In den einflußreichsten japanischen Kreisen betrachtet man die Abberufung der ^Diplomaten aus Petersburg rm jetzigen Augen- bück als einen Abbruch der diplomatischen Beziehungen mtk Rußland. Der frühere Attaches bei der japanischen Botschaft in Petersburg. Kontreadmiral Tatana hat Wladiwostok verlaffen. London, 5. März. (WTB. Nichtamtlich.) Reuter. „Daily Mail" meldet: Die Verhandlungen über die Intervention Japans in Sibirien werden in den nächsten 24 Stunden beendet sein. Die Botschafter Groß-Britanniens, Frankreichs imd Italiens in Tokio beabsichtigen gemeinsame Lorsrel- lungen zu machen nnd zu versuchen, daß Schritte zum Schutze der Interessen der Alliierten in Sibirien unternommen werden. Man glaubt nicht, daß der Botschafter der Vereinigten Staaten in Tokio an diesen gemeinsamen Vorstellungen teilnehmen wird. Es ist aber von Seiten der Bereinigten Staaten keine Opposition zu erwarten. Das Eingreifen in Sibirien. Amsterdam. 3 Marz Etne Washington-Meldung der „Afi sociated-Preß" besagt, daß im amerikanischen Ministerrat noch kein endgültiger Beschluß über Sibirien gefaßt wurde. In England, Frankreich und Italien ist man aber im Auswärtigen Amt der Meinung, daß am besten eine einzelne Macht Vorgehen dürfte, die das Operationsfeld bequem mit Heer und Flotte er- reiche und in Uebereinstim mnng mit den anderen Verbands. das Boot gesehen. Dazu schten die Stelle, an der der Torpedo getroffen, nicht gefährlich. Nach einem kurzen Schwanken ver- riet sich keinerlei Unruhe im Schiff. Also noch einmal! Ah, der saß recht! Mit furchtbarem Knall hing sich das Geschoß an den Riesen. Werkheim sah. wie das Schiff sich zur Seite neigte und sich gleich darauf aus der Gefechlsltnie zurückzog. Aber nun eilten andere herbei. Noch einmal versuchten sie, an eins der Schiffe heranzukom- men, aber es war, als ob die Hölle ihren Schlund geöffnet. Ein Hagel von Gefchoffen ergoß sich über sie. Es schien, als wenn sie von allen anderen Feinden abließen und sich nur auf den kleinen tapferen Gesellen stürzten. „Wir sind machtlos gegen eins solche Ucoermacht!" sagte Mittler grimmig. „Wir müßten mindestens zehn sein, dann sollten sie sich mal umsehen?" „Und wenn's jetzt unser Letztes ist. einmal müffen wir noch rau!" rief Werkheim und biß die Zähne in die Unterlippe, daß sie blutete. Wieder verließ ein Geschoß das Rohr. Und diesmal hatten sie Glück. Die Pulverkammer des Schiffe», das sie auks Korn genommen, war getroffen. Ein entsetzlicher Knall folgte. Eine Garbe von Rauch, Feuer und Sprengftucken barst au» dem Waffer, dann legte sich das Schiff sofort schwer zur Seite. Einige Kreuzer wollten zu Hilfe eilen, mußten sich aber der eigenen Sicherheit halber zurückziehen, um nicht in den Strudel hinetngeriffen zu werden. Aber auch „U. 7" hatte genug. „Klar zum Aufsteigen," gab Werkheim den Befehl. „Wir wollen sehen» daß wir vor Helgoland auf Strand kommen," sagte der tapfere Kommandant, und kaum ein leich« te» Zittern verriet sich in seiner Stimme. „Tun können wi, nichts mehr. Wozu das Leben der Leuts nutzlos opfern? Meine braven Burschen! Ste sind bewundernswert!" Cie zogen sich nach der östlich gelegenen Düne vor Helga» land zurück und ließen den tapferen, waidwunden Gesellen aus de» Strand laufen. Fortsetzung folgk. .Mächte» m Lage besser, als eine mternationale Armee klären köm'.te. In LLafhington wird dazu bemerkt, das- man wegen der raschen Veränderung der Zustände doch heule nicht sagen könne, wav morgen getan werden soll. Man verninmtt in Washington, die japanische Regierung sei der Ansicht, dass sie für einen sibirischen Feldzug weder die Zustimmung des Verbandes noch die oon Amerika brauche. Sie hätte sich nur mit England zu verständigen, weil zwischen beiden Ländern ein besonderes Abkommen bezüglich des asiatischen Festlandes bestehe. Zu den östlichen Fragen soll der Mikado zu verstehen gegeben haben, daß ihm die Zustimmung der Verbandsmächte für ein mögliches entschiedenes Eingreifen Japans in russischem Gebiet sehr willkommen wäre. Eine aus Tokio vom 28. Februar stammende Drahtung, die von Reuter bisher zu rückgehalten wurde, lautet: Trotz aller Gerüchte über eine bevorstehende japanische Mobilmachung und trotz der ausgebreiteten Werbung für ein sofortiges Eingreifen Japans vernimmt man von befugt?! Seite, daß Japan nicht an sofortige militärische Schritte denke. In den japanischen Handclskreifen ist man dagegen, daß Truppen nach Sibirien gesandt werden. Man glaubt in diesen Kreisen, daß die Deutschen ihr Vorgehen wahrscheinlich nicht auf Sibirien ausdebnen werden und rechnen auch nicht mit Angriffen deutscher Flieger oder Tauchboote auf Wladiwostok. Amerikanischer Kriegsanfmand. New Pork. 2. März. (WTB.) Meldung.des Reuterfchen Burears. Der Werbest ldzug für die dritte ..Freiheilsanleihe" wrrd am 6. April, dem Jahrestag des amerikanischen Eintritts tu den Krieg, beginnen. Der Zinsfuß u-o sieben noch nicht fest, doch werden wahrscheinlich mehr als 3600 Millionen Dollars ausgenommen werden. England ist unzufrieden. Bern. 2. März. (WTB.) Der Minister tm Kriegskabinett Larnes hat im Unterhanse am 26. Februar bei der Debatte über die Lohuzuschläge ausgeführl: Infolge der Gärung m der Industrie hat die englische Erzeugung in der zweiten Hälfte des Vorjahres beträchtliche Ausfälle erlitten. Glücklicherweise besserte sich die Lage erheblich. Trotzdem haben im Januar die britischen Werften nur die Hälfte der veranschlagten Schiffe fertiggestellt. 'Im Februar würde, ss habe er feststellen können, das Ergebnis nicht günsttger sein. Amerika läßt England im Stich, was die Schiffe anbetrifft. Der Schiffbau ist somit eine ernste Sache. Die Werften spielen eine noch größere Rolle als die Munttionsfabriken. Der Steg hängt von dem Umfang der Schiffsneubauten ab. Mau muß viel mehr Schiffs bauen als bisher, wenn man die Schwierigkeiten der nächsten Monate Überwinden will. Er riefe daher den guten Willen der englischen Arbeiterschaft auf. ihr äußerstes zu leisten und hoift zuversichtlich. daß die Leute nunmehr wüßte«, wie dringend die Schiffe benötigt würden und, da sie die tatsächlichen Neubauziffern kennen, einfehen würden, daß, anstatt sich mit dem Bol- schewismus, dem Syndikalismus und dergleichen zu befallen, die erste Pflicht eines jeden vaterländisch gesinnten Arbeiters sei. so angestrengt wie möglich zu arbeiten und dazu beizuttagen? daß dieser Kampf für die Freiheit seines Landes und seiner Kameraden erfolgreich bekämpft werde. Ci» „neutraler" KeZchüber. Von einem Deutschen, der zwar feit Jahrzehnten in Rumänien ansässig gewesen, aber sein Deutschtum stets hochgehalten hatte, uird den die rumänischen Machthaber Wohl gerade deshalb noch vor der offenen Kriegserklärung mit Frau und Tochter ins Gefängnis geworfen und dort sehr roh behandelt hatten, gingen uns u. a. folgende Mitteilungen zu: „Als es den Bemühungen meiner in fast 4Ojähriger Arbeit hier in Rumänien erworbenen Freunde Loch endlich gelungen war, die Freilassung meiner Frau und Locktec aus der fürchterlichen Gefängnishast durMusetzen, wandte sich meine Frau zusammen mit einer österreichischen. Tom? an den Schweizer Gesandten, Herrn Boisier, um dielen mit dem Schutz der internierten Deutsch-Ocsterre'rcher betrauten Herrn zu bitten, er möge doch versuchen, auch mtch der ich infolge der ausgeftandenen Qualen in dem Gefängnis lebensgefährlich erkrankt war, aus der sttengen Gefängnishaft wenigstens zu befreien. Darauf wurde den Bittstellerinnen aber folgende Antwort: „Wenn die Herren hrt Gefängnis sitzen, so werden sie auch schuldig sein. Im werden hier die Deutschen in der Internierung besser behandelt als die Angehörigen feindlicher Mächte in Deutschland. Ich habe selbst die miserablen Zustände gesehen, die in den deutschen Internierten lagern bestehen." Ist das nicht eine seltsame Antwort Htr einen „neutralen" Diplomaten, der mit dem Schutz ganz unschuldig gemnaengehaltener und mißhandelter Menschen in einem feindlichen Lande betraut ist? (Man hat nach Angabe unseres Gewährmannes von rur-»anncher Seite nickt einmal den Versuch gemacht, ihn, der mit Frau und Li chter wegen angeblichen Spionageverdachts ins Gefänanis geworfen war, zu überführen.) Wo mag Herr Boisier seine Erfahrungen über angeblich „nriserable Behandlung" inter. nierter feindliüfer Staatsangehöriger gesammelt haben, daß er ihnen mH solcher apodiktischer Sicherheit Ausdruck geben und damit das deutsch Ansehen vor aller We-L wahrheits- widrig herabsetzen konnte? Herr Boisier soll übrigens keineswegs wie man aus seinem Namen schließen könnte, französischer Abstammung sein, sondern ffi'cher einen deutsch- jüdischen Namen getragen haben. FranMlche Fäulnis. Das „Journal" meldet: „Oberst Marix, der Vor- ätzende des ersten Pariser Kriegsrates, hatte den Gouverneur von Poris darauf aufmerksam -emocht, wis kiefct all« von vrurteilten Deserteure Broterwerb finden, da ihre Arbeitgeber au ihrer Falmenflmht offenbar keinen Anstoß neh- men. Daraufhin hat der Gouverneur den Kriegsgerichten besohlen, alle diejenigen zu verfolgen, die Deserteure beschäftigen, worauf sofort eine größere Anzahl von Arbeitgebern unter Anklage gestellt wurde." Wie groß muß der Menschenmangel in Frankreich angewachsen, wie tief muß die Empfindung für die Pflichten des Einzelnen gegen die Allgemeinheit abgestumpft sein, wenn es epidemisch wird, mrt den Fahnenflüchtigen gemeinsame Sache zu machen! Wmt ßli) die ZkiiMn GsiMtimr Mdwltigf». Während in Deutschland die Klagen darüber ZunehmLn, daß die den gebildeten Ständen angehörenden englischen und französischen Gefangenen sich trotz reichlicher Gelegenheit nickck au beschäftigen wüßten und auch gar nicht wünsi.h- ten daß sie ferner keine Sprachstudien trieben und der- gleichen, kommt aus England über die deutschen Gefangenen die entgegengesetzte Kunde. So schildert nach „Fyns Tidende" vom 12. Februar ein Finnländer seine anläßlich eines Besuches in englisck?en Gefangenenlagern gewonnenen Eindrücke von den kriegsgefangcnen Derttschen. „Ueberall, schreibt er, sah man Soldaten, die durch irgend ein Studium ihr Wissen zu bereick>ern bemüht waren. Wie ihm der ihn begleitende englische Major sagte, waren die- ineisten deutschen Gefangenen bereits der englischen Sprackn mäcbttg, und viele trieben jetzt russisch und spanisch Einige kelM-' tigten sich auch mit der italienischen Sprache. Ihr Fleiß, ihr Wille ihre Kenntnisse zu erweitern, und die Zeit nicht nutzlos verstreickren zu lassen, machten auf den Beobachter einen tiefen Eindruck. In einem Saal spielte gerade ern 25 Mann starkes -Orchester (alles deutsche Gefangene) die „Tannenhäuser-Ouvertüre". 5mk ß'nfstlkiigin; SeÜiWlni-^MttS. Berlin. 4. März. (WTB.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt über Pichons Fund: Bei der großen Kundgebung in Sorbonne, wo die Blüte der französischen Revanchepolitiker nochmals den alten fanatischen Ruf nach Elsaß-Lothringen erhob, meinte Minister Pichon mit der neuentdeckten Instruktion vom 31. Juli einen großen Trumpf auszuspielen. Wie steht es damit? An jenem Tage hatte der deutsche Botschafter die Aufqabe, eine Gewißheit über die Haltung Frankreichs herbeizuführen. Sein Auftrag war, die französische Regierung zu befragen, ob sie in einem ruffischdeutschen Kriege neuttal bleiben wolle. Seine Insttuttion hatte folgenden Zusatz: „Wenn, wie nicht anzunehmen ist. die französische Regierung erklärt, neuttal zu bleiben, wollen Euere Exzellenz der französischen Regierung erklären, daß wir als Pfand für die Neutralität die Ueberlaffung der Festungen Toul und Verdun fordern muffen, die wtt besitzen und nach Beendigung des Krieges mit Rußland Zurückgeben würden." Daß die deutsche Regierung bereit gewesen wäre, auch andere Wege zu prüfen als die in der nicht ausgeführten Instruktion an Herrn Schön bezeichnettn. ergibt sich aus folgendem: Noch im letzten Augenblick, am 1. August, schien sich eine Möglichkeit in einer von dem deutschen Botschafter in London nach Berlin gemeldeten Erkundigung Sir Edward Greys zu bieten, ob für den Fall der ftanzösischen Neuttalität das Un- ttrblekben eines deutschen Angriffs auf Frankreich zugesagt werden könne. Die deutsche Regierung erklärte sich sofort bereit, hierauf einzugehen, falls sich England mit seiner Streitmacht für die unbedingte Neutralität Frankreichs verbürgte. Die Anregung stellte sich jedoch noch an dem gletcken Tage als ein Mißverständnis beraus. Die französische Neutralität lag nicht im Plane der Entente. Frankreich wollte die Neutralität nicht und auch England rührte keiner; Finger, um sie herbeizu- führen. So ist der wahre Zusammenhang der Dinge. Die Mui'.lt-tW bei uns iw) bei Mieren st-nden. Gegenüber den von demokratischer Seite immer wieder auftanchenden Vcrdächttgungen unserer deutschen Landwirte daß sie an angeblich übermäßig hoch bemessenen Preisen für ihre Erzeugnisse aus Kosten der „armen" Verbraucher bereicherten. kann gar nickst oft genug darauf bingewiesen werden, daß in allen andern Ländern der Welt wahrend des Krieges eine wert höhere Preissteigerung einget-eten ist als bei uns. Es fft deshalb zu begrüßen, daß die P^eisberickst- stelle des Deutschen Landwirtschaftsrats auf die Laffache erneut an der Hand der Preisgestaltung für Brotkorn bei uns und in den uns feindlichen Staaten aufmerksam macht. In der Berliner Produktenbörse bettug der Weizenpreis im Jult 1914 (kurz vor Kriegsausbruch 206 Mark per Lonne, der Kriegsböchstpreis ist z. Zt: auf 290 Mark festgesetzt worden was eine Steigerung um 4! Prozent ausmacbt. In London war der Preis vor dem Kriegsausbruch 160 Mcnck. jetzt ist er auf 330 Mark ftstgesetzt, die Steigerung ist also 106 Prozent. In Frankreich ist gleichzeittg der Weizenpreis gesteigert von 220 auk 486 Mark oder um 121 Prozent. In Neuyork ist eine Steigerung von 140 auf 366 Mark oder um mehr als 121 Prozent erngetreten. Nun muß aber zugunsten der deutschen Landwirtschaft nock in Bettacht gezogen werden, daß sie den Verbrauchern das gesamte notwendige Brotkorn auS eigener Erzeugung zu dem verhältnismäßig niedrigen Preise liefert, während der englische Bedarf zum bei weiten größten, der ffanzö- sische ebenfalls zu eine,» sehr großen Teile durch Einfuhr vom Auslande gedeckt werden muß. Für dieses eingelührte Getreide aber muß einschließlich der gewaltig verteuerten Fracht ein noch weit hicherer Preis fMa 600 Mark) per *omie gezahlt und der Verbrauch entsprerhend schwerer oe- lastet werden.. Um diese tz Molligen Opfer an die überseeischen Ge- ttc'beouSfu&rftaoien tocit möglich durch Anreiz zu vermehrter Eigenproduktion zu vermindern, hat man dort die Prei.e für In landsfrucht des laufenden Jahres 1918 schon im Herbst noch höher festgesetzt. Die englischen Land- wcrte sollen für ihren Weizen 337, für Gerste 328 und für Hafer 311 Mark je Tonne erhalten. Dort bei unseren Fein- den würde man sich glücklich schützen, wenn das Ziel einer kleinen Verminderung des so unsicheren und kostspieligen (vetreldeankaufs vom Anstande durch solche Preiserhöhung etwas näher gerückt werden könnte. Unsere deutichen Land- wirte sind noch völlig im Unklaren darüber, ob auch ihnen «ne den vergrößerten Anbaukoste,r.i,nd -schwierigkeiten Rechnung tragende Preiserhöhung für die kommende Ernte zugebrlligt wird. Berdie7tt hätten sie das sicher. da sie alle rbre notwendigen Wirtschaftseinkäufe, wie die Preisgericht- stelle des D. L. R. hervorhebt, mindestens um 100 Prozent und oft weit mehr teurer bezahlen müssen. Die Verbraucher blieben ihnen im Hinblick airf die Auslandspreise auch oann rmmer noch zu größtem Dank für hingebende schwere Arbeitsleistung verpflichtet. Vom Felde der Ehre. Friedberg.Fauerbach. Dem Gardist Hch. Bolz, ftüher beim Steinmetzmeister Damm, wurde das Hessische Kriegsehrenzeichen 1. Klaffe verliehen. Wir gratulieren. Beienheim. Dem Landfturmmann Hch. Fey wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Wir gratulieren. Büdesheim. Der Unteroffizier Otto Winter ist zum Vizefeldwebel befördert worden. # - Ans der Heimat. Sternbach f. T. Die Ehefrau des Andreas Wendel kam beim Holzfällen unter eine« Baum und wurde derart verletzt, daß sie bald darauf starb. i^C. Flörsheim. 4. Marz. Die Gemeindevertretung nahm eine Stiftung der Chemischen Fabrik Flörsheim für ein Wohl- fahrtshaus zum Andenken an Dr. Hugo Nördlinger in Höhe von 30 000 Mark an. Hochheim a. M„ 3. Marz. Gestern wurde bei dem Distrikt Falkenberg eine werbliche Leiche aus dem Main gelandet. Dem Befund nach dürfte sie etwa gegen 40 Jahre zäPen und bereit- längere Zeit im Master gelogen haben. AuS Starkeuburg. Darmsiadt. Die Landwirtschaftliche Genossenschaftsbank, welche sich in stiller Liquidation befindet und seit 1915 unter Ge- schäftsaufsicht steht, wird am 24. März ihre 30. Generalversammlung abhalten. Bisher wurden 25 v. H. an die Gläubiger verteilt und soll ungefähr der glerche Betrag »och in der Masse liegen. Es wird den Gläubigern der Bank vorgeschlagen, auf 50 Prozent ihrer Forderungen zu verzichten unter der Voraussetzung. daß sie aus eine« Mehrerlös gleichmäßig beftiedigt werden. Darmstadl. Zu der f. ZI. gemeldeten angeblichen Fleifch- vergfftung infolge des Genusses städtischen Gefrierfleischs, wobei der Oberbacker Poppe den Tod erlitten hat, ist inzwischen von Seiten der Witwe bei dem hiestgen Landgericht eine Klage gegen die Stadt Darmstadt auf Zahlung einer Rente anhängig gemacht worden. Die Klage, welche sich, wie wir hören, auf die Aussage des ersten behandelnden Arztes resp. auf den Todes« schein stützt, ist nach einer Mitteilung des Rechtsvertteters in der gestrigen Stadtverordnetensitzung durch das Landgericht ohne besondere Beweiserhebung abgewiessn worden. Man hört, daß die Klageabwessung auf Grund der Gutachten, welche über den Mageninhalt usw. abgegeben wurde, erfolgt ist, doch soll angeblich Berufung verfolgt werden. Darmstadt. Ein wertvoller Treibriemen von 14 Meter Länge. 42 Zentimeter Breite und beinahe 8 Millimeter Stärke im Werte von mehreren Tausend Mark, der aber unter den jetzigen Verhältnissen überhaupt unersetzlich ist. wurde in der Nacht zum Samstag in der Möbelfabrik von Ehrhardt Söhne gestohlen. Bis jetzt gelang es nicht, den Dieb zu ermitteln. Der Bettieb der Fabrik mußte zunächst ftillgelegt werden. — Auch in Griesheim wurde in der Nacht zum Sonntag in dem Be- ttieb von Eckert ein lederner Treibriemen gestohlen, dessen Wert aus über 2000 Mark geschätzt wird. Hier ist man den Dieben auf der Spur. Aus Hessev-Nassau. FC. Wiesbaden, 4. März. Spielende Kinder fnnden gestern in dem Weiher hinter der Leichtweishohle die Leiche eines Man. nes. die schon stark in Verwesung Lbergegangen war. Es handelt sich um einen 24jährigen jungen Mann, der früher an hoch- gradiger Nervosität litt und hier seit Anfang November vermißt wird. FC. Alsbach, 1. März. Bon den 5 Söhnen des Tagelöhner» Friedrich Bohn dahier, die unter den Fahnen stehen, gehört der eine zur Mannschaft de» Hilsstteuzer» S. M. S. „Wolf". Berantwortlich für den pofiffschen und lokalen Teil: Otto H i r l ch e l. Friedberg: für den Anzeigenteil: R. H e v n c r, Friedberg. Truck und Verlag der „Neuen LageKzeitun^, A- G.. Friedberg t H Mutter- und Säuglingsfürsorge. Dir Firma Gustav Schwär, & Söhne hat zur Verwendung für Wöchnerinnen und Säugttngsfürsorge in ver Stadt Friedberg den Beirar von 2000 Mk. zur Verfügung gestellt. Für dleft hoch- heiztge Gabe wird herzltchsi gedankt. Frau Geh. Justizrat Wrndecker. ^ Weitere Gaben werden von dem Vertrauensdamen für Muttes und Saugling»siirsorge gerne entgegen genommen. Kekarmtmachniig. Nächsten ftvtiia$, den L. März, verteilen wir in der alten Pest frische Land-Eier vormittags von SVs—10V4 Uhr für die Nummern 1—350 des Bezirks ff, von 1074—11 Uhr für die Nummern von 351 an aufwärts des Bezirks ff, von 11—12 Uhr für die Nummern des Bezirks Uff, nachmittags von 2—3 Uhr für die Nummern 1—500 des Bezirks II von 3—4 Uhr für die 'Nummern 501—1000 des Bezirks ff 3 von 4—5 Uhr für die Nummern von 1001 an auswärts des Bezirks ff ff Es werden abgegeben: Auf Eierkarte aelb. Marke 18, 1 Ei zu 33 P'g., abgesiempelte rote Eierkarten, Marke 19, 2 Eier zu 66 Pfez. (Segen Vorlage der kreisamtlichea Bescheinigungen auf obgestempelte rote Eierkarten, Marke 20, 2 Eier zu 66 Pfo. Die Eierkarten sind mit vorzulegen. Nicht abqe- stempelte rote Eierkarten sind ungültig. Eierkarten ohne d^e betreffenden Marken berechtigen nicht zum Bezug' einzeln abgetrennte Marken sind wertlos. Zriedberg, den 5. März 1918. Ter stellvertreiende Bürgermeister. Stadt. Lebensmittel-Aus chusi _ Langsdorf. Holzversteigernug im fürstlichen Forurevier Hungen, Distrikt Dielrichsberq, am Freitag, den 8. Aiärz die es Jahres. Zusammenkunft um Uhr vormittags am Villinqen-Ulfaer Wcn berm Waideingang von Villingen. a Es kommen zum Verkauf: . 21 Rm. Vuchen-Scheit 228 Rm. Vuchen-Samm-Prügel 24 Rm. Eichen-Prügel 374 Rm. Ast-Rel er 314 Rm. Stamm-Reiser. f>ol\ rm 4—5 Kilometer von der Station Hungen. Ferner wird bekannt gegeben, dag im Fürstichen Distrikt Fuch«- strauch bei ffiarbenteitf) zirka 240 Fm. Brennholz gegen i£nbe «iän zur Verstergcrung kommt 0 Versammlung. Landwirte I 2Jtn Samstag, den 9. März, nachmittags 3 Uhr, findet zu Frisdberg im „Mainzer Rad" (Sempf, gegenüber dem Bahnhof,) eilte Versammlung statt, mit der Tagesordnung: , 1. Die Milchvcrforgung und die Milchpreise. 2. Die Eierer'assung im Groszh. Hessen. 3. Aussprache. Alle Landwirte und Hühnerhalter werden gebeten, an der Versainlnlung teilzunehmen. Bund der LandWirte. Vereinigte Land Wirte vsn Frankfurt un d Umgegend. t Ortsgruppe Friedberg. Donnerstag, den 6. Starz, abends 7ty a Uhr. Zusammenkunft bei to II e t m e ie r. BlicrucrprfmuiäT’ Sa rstag, den 9. Mürz lau enden Jahres., nachmittags 3 Uhr kommen in der Wirtschaft zur Eisenbahn" in Dorheim die näch- verzeichneten Armen ondsgrunv- stucke nochmals öffeniich an die Meistbietenden zur Verpachtung: Gemarkung Dorheim. Flur X Rr. 154 = 11344 qm, Acker am E elspfad, in 5 Ab e lunzen. <>lur Vül Sfr. 118 ^ 4402 qm, Acker auf dem Rolhen* berg. Friedberg, den 1. Mär, n& Sic städtische Armtntommisrslr. I B.: Damm mit wwuu? UUM I e ökilkil üi e Ashkllllir Holzversteigerung. Donnerstag, den 7. März, vvrmitkoqs 10'/- Uhr. werden im Gemeindewald Klem-^rben. Distrikt Orisguldenwalo versteigert' 12 Sluck Etchenstämme IV. Kl. — 5,07 ln, ^ m - „ V. „ = 6,34 „ 11 VI — 9 n 3 w ^uche" IV. " = 1*3*9 * 2 n n V. = 090 Zusammenkunft um 10»/” Uhr im Distrikt O«»gu"denwald. Klein-Karben, den 4. März 1918. Croßherzogliche Bürgermeisterei Klein-Karben R 6 u b a r d t. Uersteigernng landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte. Freitag, Len 8. März 1918 von nachmittags V-L "fr a ? “ff 1 auf Antrag der Ernst Erünewald llll Eheleute nachbenannte Eeqenstänoe öffentlich, freiwiliia meistbietend gegen Barzahlung versteigert: 9 JO Schafe, 3 komplette Oekonomiemagen, 1 Getreide,nähcmaschine (Cormik), 1 Säemaschine mit Kleesäcapparat nno Trurkrollcn (Tröster), \ HeuweÜder" & m bKÜ m 11 3?e%n) ’ 1 Getreidereinigungsmaschine, 1 dreiteilige eiserne Glattwalze. Pfluge. Eggen und sonstige land wlrtschaftliche Geräte. Savft U Ju5i ntUn? * ^ *” §0fraitc> Burgstratze 14, in Bad Rauhekm, den 1. März 1918. Eroßherzogliches Ortsgericht. —._ Knierie m Kommissionäre ~ Fr Abschlug von Anbauverträgen (auch für err,eSenszecten) FSLueZit. 5°«riig« ab: auf Not-, Weist, und ftÄSCÄrÄ* “• - *'"«» Sr-ckciimerste W«r«„ n . 1’licin, Hafettstratze 34. ilntei- Meier Spitzmarie ging letztens eine Notiz durch die deutsche Tagespresse. in welcher die seßhafte Kauf- mannschafl ihrem Kynkurrenpreide frei die Zügel schießen ließ, vor allem m un'erer heutigen Zeit ein Rllll'tand vergangener Wilffchaf.sre' "rme^un^vemttet' B [ei'‘ 3 JäTaat' n>°s> un °r oeralt-t veistonen wissen will: e n Jahrmarkt mähren» der K ien- e t kann bX ",'cht al5 . Obiekt heranae'ogen werden, die Iahrmärk e vor dem Kriege erfremen stch aber °llerM,^ eines eiireulichen Zu pruchs, iodaß von einem Verallern, uas bier qleichb'deutend mit J1('Uc>}Uhon wäre, keine Rede sein kann. Wo ober wirklich ein ^obrmam sich überlel t Fnt L ^ben rf)on von selbst kin-ehen, wenn n eher Käufer roch Verkäufer kommen * w«* r»Sl nh« S ^ t pss-rSHsaiflitl ©emeinöen ihre nicht geringen Abgaben zu entrechten, ohne der sonstigen Sve en an Nobnir^i E^engeld u w zu gedenken. Jetzt ist sicher auf keinen Fall für die maßgebendes^Stelle^ Ä Be- Kriegsinvaliden un cres Beruis sind nicht in der Lage durch E ^ ^ Konkurrenz der seßba ten Kau ieute zu vermehren, wohl aber werdet sie i ie bandel versuchen müssen, ihr Brot weiter zu verdienen Es würde ibnen ? Jahrmarkts- st- die Erfahrung machen mützien, datz ihnen, währenv st- ihr Leben^iir alle dem Feind-"me"-'a7b-n'' IN der Heimat das Brot genommen ist, ia daß um jeden Mk. Hervo rragendeGewinnaussichtenf Jedes20. Los gewinnt! Sof. Gewinn* Auszabl. Losbriefe z. IM., 11 St. 10 M Fmil Stamm, Friedberg (Hessen^