Nummer 53 jttmttita, den 4. Mär; 1918 _ 11. Jahrgang. ® ic ’•*'*** ®“ e ' 8 " i * , T‘‘ e ! i * eint I*«" *»«“«»■ »r.g.imWg, Beilagen ..Der Kauer ->.» Hessen". „Di. Spinn,iube«. Kemgspreis. Be. den P-itanstalt-n n,e-!el,ä>>-I,» Ml. 210 hin « .Nit nach das B-..°llg-ld: de. den »n.n.en m-n-Mch 85 Pig. einichiietzlich Tragerlahn. An.-igen- Grund,e.le 25 P,g.. i-l-l- 20 5,g. «n,eigen o.n auswar,, werden durch Paunachnahm! erf,ot,cn - ErwNungsori^sriebberg. Schrift,eitnnn und Verla, ^rieübsrg liegen,, .anaueritrags 12. .rsrnlvrs hsr -18. P» t, hti.1t, ito ,lt. 185 a. ,vtai .iut! a. AI. Berlin, 3. März (W. B. Amtl.) Der Friede mit Rußland ist heute 5 Uhr nachmittags unterzeichnet worden. Der Kaiser au HerMng. Verli«. 3. März. Seine Majestät der Kaiser und König haben anläßlich des Friedensschlusses mit Rußland an den Reichskanzler Grafen Hertling folgendes Telegramm gesandt: Großes Hauptquartier, 3. März 1918. Das deutsche Schwert hat, geführt von großen Heerführern, den Frieden mit Rußland gebracht. Mit tiefer Dankbarkeit gegen Gott, der mit uns gewesen ist, erfüllt Mich stolze Freude über die Taten Meiner Armee, über die zähe Ausdauer Meines Volkes. Dag deutsches Blut und deutsche Kultur hatten gerettet werden können, ist Mir eine besondere Befriedigung. Empfan-. «uch Sie für Ihre treüe starke Mitwirkung am großen Werke Meinen warmen Dank. Wilhelm I. R. L Die militari)djen petufannaen in Graßrufimi) eingestellt. Berlin, 3. März. (WTB. Amtlich.) Abends. Infolge der Unterzeichnung des Friedensvertrages mit Rußland sind die militärischen Bewegungen in Gryß-Rußland eingestellt. Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der deutsche Generaistab s__. ■-.== meldet: == * iU. T. K. Großes Honprquartier. den S. Marx. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Nur in wenigen Abschnitten lebte am Abend die Eesechts- tätigkeit auf. Eigene Erkundungen bei Hollebeeke und südlich von St. Quentin brachten Gefangene ein. Heeresgruppe Deutscher Krorrpriuz. An vielen Stellen der Front führten wir erfolgreiche Unternehmungen durch. Oestlich von Reims drangen hessische Truppen in das zerstörte 'Fort Pompolle. Rheinländer und Westfalen stießen nordwestlich von Prosnes tief in die feindlichen Stellungen vor, die aus den Februarkämpfen südöstlich von Tahure noch in Feindeshand gebliebenen Grabenstücke wurden von badischen und thüringischen Truppen im Eingriff gesau. Bett. Auf dem Westufer der Maas stürmten rheinische Kompagnien die feindlichen Gräben südlich von Haucourt. Nach Durchführung ihrer Erkundungen kehrten unsere Truppen mit mehr als 400 Gefangenen und zahlreichen erbeuteten Maschinengewehren in ihre Ausgangsstellungen zurück. Die südöstlich von Tahure genommenen Gräben wurden gehalten und gegen französische Gegenangriffe behauptet. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Zwischen Maas und Mosel stieß Jrrfanterie mit Pionieren tn die feindlichen Gräben nordöstlich von Seicheprei vor. Die amerikanische Besatzung erlitt' schwere Verluste und, büßte 12 Gefangene ein. Hauptmann Ritter von Tut sch eck errang durch Abschuß eines feindlichen Festelballons seinen 25. Lustsieg. Oestlicher XrjeA»sch«n-latz. Heeresgruppe Eichhorn. In Esthland und Livland nehmen die Operationen ihren Verlauf. Heeresgruppe Linsin gen. Bei der Verfolgung des bei Rjetfchiza geschlagenen Feindes haben wir Gomel genommen. Kiew, die Hauptstadt der Ukraine, wurde durch Ukrainer und sächsische Truppen befreit. » ^ f Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.. ** Der Erste Seneralquartiermeister: Lude »dar f f. Abendbericht. Berlin, 2. März, abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kr.; " ■ ■ - -- ß- Der österreichische Generaistab r —------ meldet: = == ==■ Wien, 2. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Von der italienischen Front keine besonderen Ereignisse. In Podolien verlaufen die Operationen planmäßig. Unsere Truppen haben Lachowey, Proskurow und Lipkany erreicht. Bei der Besetzung von Ehotin Kamieniec Podoljki ergaben sich zwei russische Korps und drei Jnfanteriedivisionskommandos. An Beute fielen bisher über 300 Geschütze, 200 Fahrküchen, mehrere hundert Fuhrwerke, eine konwlette Radiostation sowie l eine große Menge Munition, sonstiges Kriegsmaterial und Der» pfleguNgsvorräte in unsere Hände. Der Chef des Ceneralftabes. Wien, 3. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver-, lautbart: An der Piave mehrere Feuerüberfälle. Im Gebirge verhinderten starke Schneyfälle feit gestern mittag jede Gefechtstätigkeit. » In Podolien haben österreichisch-ungarische VortruppeN Shmerinka nach kurzem Kampf besetzt. Bei der Einnahme von Gorodok ergaben sich ein sibirisches Korps- und ein Infanterie- divtsionskommando Der Waffenstillstand mit Rumänien wurde gestern gekündigt. Die rumänische Negierung erklärte sich daraufhin zu neuen Waffenstillstandsverhandlungen mit anschließenden Friedevsver- handlungen auf Grund der von den Mittelmächten gestellten Bedingungen bereit. Der Chef de, Seneralflabr». » . ■ f i T . mn i ■ „ ,i i i ii h . imi. . » ■■■ ■■■ . ^ Der bulgarische Generaistab 1 = - _ meidet: — Sofia, 2. März. (WTB. Nichtamtlich.) Generalstabsbericht. Mazedonische Front: Wir vertrieben durch unser Feuer auf den Westabhängen der Mokra Plamna eine starke französische Abteilung. Oestlich von Branindel machte unsere Artillerie einen erfolgreichen Feuerangriff auf feindliche Stellungen. Im Cernabogen Plänklergefechte, die für uns erfolgreich verliefen. Englische Infanterieabteilungen, die gegen unsere Sicherungslinie bei Varakli Dfchumuje vorgingen, wurden geworfen und zerstreut. Im Wardartale lebhafte Tätigkeit des Feindes in der Luft. 48600 Stannr: versenkt. Berlin, 1. März. (WTV. Amtlich) U - Vooterfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 23 000 Bruttoregistertonne-l. Die Eiwlge wurden hauptsächlich in der Irischen See und im Aermciranal erzielt. Unter den versenkten Schiffen waren wertvolle Dampfer von 8000 und 4000 Bruttoregisterionnen. Ein tiefgeladener, 3500 Tonnen großer Dampfer wurde im Aermel- kanal aus einem stark gesicherten großen Geleitzug herausge- fchosien. Namentlich festgestellt wurden die englischen Motorsegler „Kia Ora", der ftanzösische Segler Kommandant Fara- tier", mit Grubenholz von La Rochelle noch Cardiff und endlich die cnglifctjen Fischerfahrzcuge „Commander Snow Ä?ov", »Irex", „Leonordal", „Rose Bud", „Idalia" und „Oryx". Der Chef de» Admiralstabs der Marine. * Berlin, 2. März. (WTB. Amtlich.) Eines unserer Unterseeboote, Kommandant Oberleutnant z. S. L a u n b u r g, hat im westlichen Mittelmeer sechs Dampfer und einen Segler von zusammen mindestens 25 000 Bruttoregiftcrtonnen versenkt. Die Dampfer wurden zum größten Teil aus stark gesicherten Geleitzügen herausgeschoffen. Unter den versenkten Schiffen befand sich wahrscheinlich der englische Dampfer „Eombrier" (3905 Brtg.), sowie der frühere russische Dampfer „Empreß Iekate- rina II" (5545 Brtg.). Außerdem hat das U-Boot den englischen Transporter „Sardinia" (6580 Brtg.) durch Torpedotreffer schwer beschädigt und einer U-Bootfalle im Artilleriegefecht drei Treffer beigebracht. Der Chef des Admiralstabs der Marine. « Ein Seegefecht bei Blieland. Amsterdam, 2. März. (2VTB. Nichtamtlich.) Nach Berichte,« Mls Blieland kam es heute nach nördlich der Insel zu einem Seegefecht. Zwei Torpedojäger sind gestrandet oder gesunken. Fünf deutsche Schiffbrüchige von einem bewaffneten Trawler sind in Blieland angekommen. Vor der Küste treiben Boots mit anderen Schiffbrüchigen. Nach einer anderen Meldung stammen die in Vlielair-d angekommenen deutschen Schisbrücht- gen von einem deutschen Schiffe, von dem aus heute nacht zwi. scheu halb und 1 Uhr beobachtet wurde, daß ein deutsches Torpedoboot und zwei Minenleger in einem Minenfelde in die Luft flogen. Die in Blieland gelandeten Mannschaften hatten versucht, Hilfe zu leisten, waren aber infolge des stürmischen Wetters nach der Küste getrieben worden. Die Besatzungen dev. sin die Luft geflogenen Schifte find wahrfcheinlich umgekommen. Me wir an Zuständiger Stelle hören, handelt es sich um ein Minensuchboot und drei Ftschdampfer, deren Besatzungen zum »größten Teil gerettet sind. Yrnuiden, 2. März. ffWTB.)' Der Logger „Holland 5" ist auf eine Mine gelaufen und verunglückt. — - - 1 Sturmersolge Int Weste». Lebhafte Gefechtstütigkeit deutscherseits am 1. März an der Westfront brachten uns gefangene Engländer, Franzosen und Amerikaner und reiche Beute ein. Bei Hollebeke und südlich St. Quentin brachen wir in die feindlichen Linien ein, sprengten Unterstände und brachten Maschinengewehre und Gefangene mir -urück. Die Franzosen setzten unseren Stoßtrupps, die bei Eorbeny und Iuvincourt in die feindlichen Gräben cingedrungen waren, heftigen Widerstand entgegen. Sie unterlagen im er- bittersten Nahkampf und mußten uns mehrere Gefangene über- lasien. Unsere Unternehmungen in Gegend von Reims wurden während des Tages durch heftiges Artillenefeuer vorbereitst. Am späten Abend traten unsere Abteilungen zum Sturm an. Sie konnten überall in die feindlichen Gräben ein dringen und kehrten nach Erfüllung ihrer Aufträge planmäßig in die Ausgangsstellung zurück. Im Fort de la Pompelle, das von uns genommen war, hatten sie reichlich Zeit, die feindlichen Verteidigungsanlagen vorher ausgiebig zu zerstören. Die blutigen Verluste des Feindes waren hier besonders schwer. An Gefangenen konnten aus die. fen Vorstößen 4 Offiziere und 157 Mann zuriickgeführt werden. Der Vorstoß südlich Tahure hatte ebenfalls vollen Erfolg. Die gesteckten Angriffsziele wurden überall erreicht und der lokale Gewinn der Franzosen vom vorigen Monat wieder ausgeglichen Sofort nach Wiedereroberung der dortigen Gräben durch unsere Truppen setzten französische Gegenstöße ein. denen um 11 Uhr vormittags ein stärkerer Gegenangriff folgte. Unter schweren Verlusten brachen alle Angrrffsversuche der Franzosen zusammen Weitere Bereitstellungen des Gegners zu neuen Angriffen wurden durch Vernichtungsfeuer zerstreut. Im ganzen bützje bei Feind an Gefangenen 4 Offiziere und 201 Mann ein. Auf dem westlichen Maasufer führte der gemeldete Vorstoß t>ei Hancourt unsere Sturmtruppen auf etwa 1 Kilometer Breite bis zum Metten feindlichen Graben vor. Trotz starker Gegenwirkung erretten wir Mei Stützpunkte und wiesen in Ihnen den bald darauf einsetzenden Gegenstoß blutig ab. Am arideren Morgen kehrten unsere Stotzttuppen planmäßig mit 30 Gefangenen und zwei erbeuteten Maschinengewehren in die eigenen Gräben zurück. Gegen die Amerikaner errangen Teile eines Sturmbataillons nordöstlich von Speicheprey vollen Erfolg. Sie drangen hier nach starker kurzer Feuervorbereitung bis zu 500 Meter tief in die feindliche Stellung ein. brachen schnell den amerikanischen Widerstand und kehrten mit 12 Gefangenen und 2 Maschinengewehren zurück. Uebereinstimmend wurde festgestellt, daß die Verluste der Amerikaner bei der kurzen artilleristischen Feuervorbereitung außerordentlich hoch waren ssttolgt im IM«! und Wen. Den erfolgreichen deutschen Unternehmungen an der West, front am Samstag find auch am 2. März weitere vollgeglückte Vorstöße der Deutschen gefolgt. In der Nacht vom 2. zum 3. März wurden bei dem Vorstoß südlich von Lombartzyde archer einem Offiziere und neun Belgiern für uns wichtige Beutestücke und ein Maschinengewehr Zurückgebracht. In der Gegend von Mannekensveere brachte ein weiterer Patrouillengang die gewünschten Ergebnisse. Den Vorstoß bei Neuoe Chapelle »nachte eine brandenburgische Sturmabteilung, die im Vertrauen auf die Führung iqiet Offiziere und in altgewohnter Siegeszuversicht trotz heftiger Gegenwirkung der feindlichen Artillerie in dte feindlichen Stellungen eindrang, die Verteidigungsanlage zerstörte und mehrere Unterstände sprengte. Außer 3 Offizieren und 03 Portugiesen brachte diese Sturmabteilung bei geringen ergerren Verlusten eine gefüllte Kriegskaffe zurück. Die Franzosen melden in ihrem Furchpruch vom 2. März, 4 Uhr nachmittags, sie hätten in Gegend Vaux les Palameix deutsche Gefangne elngebracht. Diese Meldung ist wiederum frei erfunden. Die aus dem Osten gemeldete ungeheure Beute an Taufenden von Geschützen, an vielen Tausenden Maschinengewehren, an Kraftwagen und Panzerautos, Fahrzeugen alWr Art, an mehreren Millionen Schuß Artilleriemunitton und die gewaltigen Ziffer an erbeuteten Lokomotive» und Eisenbahnwagen sind ein großer Kraftzuwachs für die deutsche Armee und Industrie. Grotze Deute in Piißland. Berlin, 2. März. fWTB.) Im Monat Februar haben die Mittelmächte über 1066 Offiziere und mehr als 30 994 Gefangne gemacht. Hierzu kommen noch verschiedene höhere Stäbe und zwei Regimentskommandeure. An Beute wurden 1353 Geschütze. 21^4 Maschinengewehre eingebracht. Außerdem sielen ln Minsk den Deutschen 50 0000 Gewehre und während des bisbecigen Vormarsches 104 Lokomotiven. 5-6000 andere Fahrzeuge und 2348 Eisenbahnwagen in die Hände, von beiveu 704 voll beladen waren. ?rr Vgrmar!ch -kr Arirec Köhm-EmM. Wien, 1 . März. Aus denr Knegspressequartier wird ge- meldet: Tie bereits gesternt in die Linien Nolvosielica- Kannenec-Podolski vorgerückten Truppen des Feldmarscballs von Bohm Ermolli haben nördlich letzteren Ortes bereits cmcb den Abschnitt des Smotrycz und die Gegend von «arodok und Kuzmin erreicht. Außer Lokomotiven, Wag. A>ns zahlreichen Fuhrwerken, sowie Geschützen kennten auch Vorräte an Artillerremunition und Lebensmitteln geborgen taeroen. Tie Bevölkerung fommt den Truppen überaü freundlich entgegen, in der Hoffnung, daß durch ihr Bor- gehen die baldige Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung im Lande gewährleistet wird. Auf dem südwestlichen Kriegsschauplätze war die Ar- tillerietätigkeit in der Gegend des Montollo ziemlich lebhaft. Ein nach starker Artillerievorbereitung im Frenzelatale an- gesetzter italienischer Angriff wurde glatt abgeschlagen. In der Nacht auf den 28. Februar griff ein italienischer Flieger Pola an: ebenso wurden durch italienische Einzelffiegec mehrere Orte im Entschtale, auf der Hochfläche Folgaria und auf der Hochfläche der Sette Communi ohne besonderen Schaden mit Bomben belegt. Ein von Bozen zurückkchrendec feindlicher Flieger bewarf Meran mit 3 Bomben — ein neuer Beweis dafür, welche Berechtigung der von der italienischen Heeresleitung geheuchelten Entrüstung über unsere Fliegerangriffe auf angeblich militärisch bedeutungslose Ortschaften und Städte hinter der italienischen Front Zuzusprechen ist. Eigene Jagdstaffeln griffen mit Maschinengewehrfeuer militärische Anlagen ber Lreviso an. Im Verlaufe lebhafter Luftkämpfe gelang es dem Führer einer Jagdstaffel. Oberleutnant Lanka, den 13. Luftsieg zu erzielen. Stabsield- ivebel Gruber erfocht den 9. Luftsieg. Ein feindlicher Ballon wurde brennend abgeschossen. Fliegerangriff auf Pola. Nom, 1. März. In der Nacht zum 1. Februar konr- bardierte eines unterer Marineflugzeuggeschwader Pola. Es warf zwei Tonnen Erplosivstoffe auf das Arsenal und andere militärische Einnchffmgen mit sichtlick-er Wirkung ab. Trotz eines lebhafter: Sperrfeuers sind alle unsere Flieger zurück- gekehrt. Die neuen Friedensverhrndinngs» Die Verhandlungen in Breft-Litowfk. Vrest-Lktowfk, 2. März. Die neuen Friedensverhand> lungen des" Vierbundes mit Rußland wurden in einer Vollversammlung unter Vorsitz des Gesandten von Rojenberg heute vormittag eröffnet. Der Vorsitzende schlug vor. zur Regelung der politischen Fragen einen gemeinsamen Vertrag der vier Verbündeten mit Rußland abzuschließen. die wirtschaftlichen Abmachungen und die rechtlichen Fragen teils in Anlagen zum Hauptvertrag, teils in Zusatzverträgen ffir jeden einzelnen der Verbündeten getrennt zu erledigen. Herr Sokolnikow. der Führer der russischen Delegation, erklärte sich hiermit einverstanden, worauf in die sachlichen Verhandlungen eingetreten wurde. Der Vorsitzende übergab Herrn Sokolnikow einen von den Verbündeten gemeinsam aufgestellten Entwurf des poli- tischen Hanptvertrages unter eingehender Darlegung der einzelnen vertraglichen Bestimmungen. Ebenso wurden der russischen Delegation von den Vertretern der vier verbündeten Mächte Entwürfe für die wirtschaftlichen und rechtlichen Abmachungen mit entsprechender Erläuterung mitgekeilt Die russische Delegation behielt sich ihre Stellungnahme zu den einzelnen Punkten vor, bis ihr das Material in seiner Gesamtheit vorgelegt sei. Nachmittags nahmen die Verhandlungen ihren Fortgang. BresftLitowsk, 2. März. (WB. Amtlich.) Im Lause des heutigen Tages fanden zwanglose Besprechungen Zwischen den Vorsitzenden und einzelnen Mitgliedern der verbündeten Delegationen und der russischen Abordnung statt. Die nächste Vollversammlung ist auf morgen, Sonntag, 11 Uhr vormittags, anberaumt. Die Mehrheit der Sowjets für den Frieden. Petersburg, 1. März. (WB.) Meldung der Petersburger Tel.^Agentur. Die „Prawda" teilt mit: Ueber die Frage .Krieg oder Frieden" hat der Rat der Volkskommissare eine Umfrage erlassen und aus allen Teilen Rußlands. in der Hauptsache durch die Sovjets und die politischen Organisationen, Antworten erhalten. Die Mehrzahl »der eingelaufenen Antworttelegramme erklärt sich für den Friedn, der Kronstadter Soldatenrat für den Kneg. Einige Sovjets fordern die Einberufung'einer allgemeinen Versammlung jur Erörterung des Gegenstandes. Die „Prawda" hält es ffir eine bemerkenswerte Tatsache, daß die Anbänger des Friedens dock die Aufftellung einer Roten Garde fordern Rumänien zum Frieden bereit. Berlin, 2. März. (WB.) Aus Bukarest wird irns soeben mitgeteilt, daß die Rumänen sich auf den Boden der vom Dierbund vorgeschlagenen Friedensgrundlagen gestellt haben und Vertreter zur Beratung über den Friedensschluß entsenden werden. Kühlmann und Czerum noch in Bukarest. Berlin, 2. März. (WTB.) Die Meldung das Staatssekretär von Kühlmann und Graf Czernin von Bukarest nach Brest-Litowsk abgereist seien, ist falsch. Bevorstehender Rücktritt Avereseus? Gens, 2. März. Ein Havastelegramm meldet, daß nach den in Paris vrliegenden Berichten aus Jassy mit einem Rücktritt des Minsteriums Averescu zu rechnen sei. Die Person des nach Rumänien gereisten bisherigen rumänischen Gesandten in London werde in Verbindung rmt dem Namen des Ministerpräsidenten gebracht. Rücktritt Trotzkis? - Bern, 2. März. „Daily Chronicle meldet aus Petersburg. Trohki sei von seinem Posten als Volkskommissar des Aeußern zurückgetreten. Die Einladung, an den Friedens- Verhandlungen wieder teilzunchmen, habe er abgelehnt. Es steht fest, daß Trotzki mit seine» Kollegen, besoaderA Lerün. nicht mchr einig ist. Fkik-eii mit ROM. Der erste Friede mit einem unserer ehemaligen Haupt- feinde in diesem Kriege ist abgeschlossen. Rußland hat dem Drucke unserer tapferen Heere nachgsbend das deutsche Ultimatum angenommen und den Frieden gestern, am Sonntag, den 3 März, nachmittags 5 Uhr. unterzeichnet. Der erste Schritt ist getan, doch aber ist dem Blutvergießen damit nicht Einhalt geboten, denn den Herren der Entente, den machtgierigen Handlangern des kein Erbarmen kennenden Großkapitals, beliebt es weiter zu kämpfen. Aber die einst schwer bedrängte Ostfront ist entlastet und wir können unsere gesamte Macht den Feinden im Westen entgegenwersen, bis auch dort durch Hindenburg und seine ruhmreichen Truppen der Frieden erzwungen ist. Noch niemals ist Rußland so wohlvorbereitet in einen Krieg gezogen, noch niemals hat es eine solche Truppenmacht entfaltet und noch niemals hatte es aus seinem Riesenreiche solche Fülle und Mengen von Hilfsmittel in die Magschale geworfen. Das Zarenreich hat alles auf das Spiel gesetzt und hat alles verloren. Hochgeschraubt waren die Hoffnungen, die Frankreich und England auf ihren Verbündeten gesetzt hatten. Nach dem unglücklichen Krieg mit Japan setzte die Wiederinstandsetzung Rußlands durch die Entente ein. Ungezählte Milliarden wurden geopfert, um Rußland zu dem gefährlichsten Gegner zu gestalten unb man muß gestehen, daß dieses Mal nicht alle Gelder in den unergründlichen Taschen der Großfürsten und der hohen Würdenträger hängen geblieben sind. Es wurde wacker zu der Kampfbereitschaft gearbeitet, das Eisenbahnnetz ausgebaut, die Truppen ausgerüstet, die technischen Hilfsmittel erweitert und die Munition cmgehäuft. So konnten Frankreich und England in den verhängnisr>sW»! Julttagen des Jahres 1914 mit Zuversicht auf die russische „Dampfwalze" hoffen. Aber die Dampfwalze erlitt ihre erste Beschädigung bei Tannenberg, sie blieb im Dreck stecken, in der masurischen Win- terschlacht. bei Tarnow-Gorltee wurde sie vollends in Triinr. mer geschossen und wenn es auch Brussilow gelungen ist, durch nie gekannte Menschenopfer im Juni 1916 einige Meilen vorwärts zu kommen, die Tage des Zarenreiches waren gezählt. Die Wucht unseres Angriffes, die Tapferkeit unseres Heeres hat Rußland zertrümmert. Was dann gekommen ist, ist bekannt. Der Zar wurde gestürzt, vergebens suchte d^r Entcntesöldling Kerenski den russischen Leichnam zu galvanisieren. Auch seine Tage waren bald gezählt und der Bolschewismus hat Rußland endlich, nachdem er im Innern eine große Trümmerstätte geschaffen, friedensreif gemacht. Die Gefahr im Osten ist be- feittgt! Man sollte denken, der Tag des Friedens würde im Deutschen Reiche mit ungeteilter und allgemeiner Freude begrüßt und begangen werden. Aber weit gefehlt. Die „Frankfurter Ztg". das Organ der goldenen Internattonale und des demokratischen Vizekanzlers, Herrn von Payer, kann seiner, Unmut nicht verbergen darüber, daß es den Waffen gelungen ist. wieder gut zu machen, was die Feder beinahe ganz verdorben hatte. Widerlich ist es, das Geferre zu lesen, das dieses Blatt anstimml darüber. daß der Friede kein Verständigungsfriede, sondern eia Machtftiede geworden sei, der „geeignet sei. unsere künftige Politik gegen Rußland nachteilig zu beeinfluffen und im voraus" zu belasten. Wenn man das Geweiner liest, daß dieser Friede „bei dem Besiegten ein Gefühl der Demüttgung" hervorruft und „den russischen Patrioten tiefen Schmerz bereitet", so glaubt man fürwahr, eine Stimme des feindlichen Auslandes zu hören. Daran denkt das Vizekanzlerische Organ aber nicht, was aus Deutschland geworden wäre, wenn die Dampfwalze, die auf sie gesetzten Hoffnungen erfüllt hätte, und daß es dann im wahrsten Sinne des Wortes geheißen hätte: Wehe den Besiegten! Doch lasten wir uns durch diese Unkenrufe die Freude an dem Frieden im Osten nicht vergällen. Erheben wir unsere Herzen zum Dank gegen Gott und unser Volk in Waffen unter Hindenburgs Führung, die es anders gemacht hatten, als unsere Feinde gehofft haben. Setzen wir auf sie unsere Hoffnung, daß auch die Hoffnungen unserer Feinde Im Westen zuschanden werden. Dort wird es auch weiterhin heißen: Durch Kampf zum Sieg und Frieden! Dcr GMßtnenMSfanjlil «il WIM Angesichts der Entwicklung in Rußland ist die Hoffnung auf einen Austausch der Gefangenen zwischen den kriegführenden Mämten in größere Nähe geriickt. Unser Volk würde sich aber einem allzu großen Optimismus hingeben. wenn es sich den Austausch aller Gefangenen als mit dem Friedensschluß unmittelbar bevorstehend denken wollte. In welcher Form und in welchem Zeitraum die Rückführung der deutschen Kriegsgefangenen in die Heimat und umgekehrt die Zurückschaffung der russischen Kriegsgefangenen nach Rußland bewerkstelligt werden soll, ist heute noch nicht zu übersehen. Fest steht, daß die deutschen Unterhändler, besonders auch die Kommission in Petersburg, alles daran letzen, um die in Rußland befindlichen Kriegsgefangenen ihrer Heimat wiederzugeben. Mit Rücksicht auf die großen Entfernungen in Rußland und Sibirien und die äußerst mangelhaften Transportverhältnisse wird das alles nicht so rasch erfolgen können. Zu berücksichtigen ist auch, daß die Gefangenen aus sanitären Gründen nicht sofort in die Heimat entlassen werden können, sondern wegen Seuchengefahc erst, einer Quarantäne unterzogen werden müssen. Die Haltung Japans. Amsterdam, 1. Marz. (WB.) Nach dem „Algemsei^ Handelsblad" schreibt ein gut unterrichteter Diplomat int' „Daily Chronicle": In Japan sei die Stimmung offenbar! sehr für eine Intervention, gleichgültig, ob die Alliierte» damit einverstanden seien oder nicht. Durch den Vertrags Englands mit Japan sei dieses der anerkannte Hüter von Recht und Ordnung im fernen Osten. Das gebe ihm das' Recht, einzuschreiten. Jede Mitwirkung der Bereinigtes Staaten bei dieser Intervention wüpde von der dfftnilldxä Meinung in Japan als ein Beweis von Mißtrauen aufge faßt werden. Man könne dein Umfang der bevorstehenden Unternehmung nicht von vornherein eine Grenze ziehen, denn er werde von der Entwicklung der Ereignisse ab- hängen. Japan kämpfe nicht gegen Rußland. Die Teile Sibiriens, die noch nicht unter dem Einfluß der Bolschewiki stehen, würden die neue Politik als einen Bevnis dafür, daß die Alliierten sie nicht im Stiche lassen, sympathisch begrüßen. Dir Japsen in Sibineu. New Hork, 1. März. (WTB.) Wie die Associated Preß aus Washington meldet, hat sich Japan an Amerika und die Ententemächte mit Dem Vorschlag gewandt, gemeinsame militärische Vorbereitungen in Sibirien zu treffen, um die großen Kriegeworräte in Wladiwostok und an der Sibirischen Bahn zu retten. Die amtlichen Kreise in Washington fanden diesen Vorschlag Zunächst nicht völlig annehmbar, aber der Meinungsaustausch wird fortgesetzt und wird vielleicht zu einer Aende- rnng der Haltung der Regierung sichren. Die Japaner meinen, daß die Loge in Sibirien gecvisse Maßregeln und selbst eine militärische Aktion Japans rechtfertigt. Die Japaner seien mit der Beteiligung der amerikanischen und der Enientetruppen ganz einverstanden und die Frage sei nur. ob Japan allein Vorgehen dürfe oder ob eine gemeinsame Unternehmung stattfinden solle. Drr Parffifcntl^r aut dem DMNWsbuL. Das führende rheinische Zentrumsorgan, die „Kölnische Volkszeitung", schreibt zur Rede v. Payers: Wenn es die Aufgabe eines Vertreters der Regierung fein sollte, die Parteilsidenschaften aufs schärfste gegeneinander zu führen, dann hat Payers Rede die beabsichtigte Wirkung gehabt. Die Schärfe der Payerfchen Worte hat auch in nichtkonservativen Kreisen Vesicmden geweckt. Die Konservativen, Freikonseroatwen und überhaupt alles, was in Fragen der Kriegsziele nicht auf dem Boden der Linken steht, mußte sich aufs tiefste verletzt fühlen. Daß Payer diese Kreise aus gleiche Stufe stellte mit den Liebknecht uird Dittmann und mit all denen, die den landesverrälerifchen Streik geschürt haben, das war die Ursache der gewaltigen Lcidenschaftsausbrüche auf der ganzen Rechten. Darüber schüttelten aber auch andere Leute als Konservative den Kops und fragten mit Recht: War es nötig in diesem Augenblick des Krieges, wo Hertling die Parteien zusammenführt, in solch flammender Art den Konflikt der Parteien im Reichstag zu schüren? War es nicht den Interessen des Vaterlandes dienlicher, war es nicht staatsmännischer, den Konflikt abzuschwächen und auszugleichen, statt ihn zu verschärfen? Es tonnte sachlich vieles von dem, was Payer sprach, mit Berechtigung gesagt werden, denn auch der Regierungsverteter hat das Recht, zu warnen und zu tadeln, wo das Vaterlandes und Volkes Interessen gefährdet sind. aber in dieser Form zu sprechen, war nicht die Tat eines Staatsmannes. Payer ist in seiner ersten Rede noch allzusehr als Parteikutfcher auf dem Regie- rungsöock gefahren, um das Bild zu wählen, das er selbst einst im Reichstag zuerst gebraucht hat. Ein Orden für Herr» von Payer, Der König von Württemberg hat anläßlich seines 70. Geburtstages dem Stellvertreter des Reichskanzlers, v. Payer, das Croßkreuz des Ordens der württembergischen Krone verliehen. Natürlich kannte der König die Rede Herrn von Payers vom gleichen Tage noch nicht. In dem Umstand, daß der 70. Geburtstag des Königs gerade mit dem verunglückten Debüt Payers im Reichstage zusammenfiel, liegt eine für den Bedachten ziemlich herbe Ironie. Uns die Freude des Demokraten an dem neuen Stern wird dccrch diese Erinnerung vermutlich jeweils etwas getrübt werden. !?ie klfinri! töf'ftfr im fWifisian. kennzeichnet zeichnet febr treffend ein Reichstagsbericht der „Deutschen Zeitung". Wir lesen da: Der genössische Abgeordnete Landsöerg ist ja nicht die Kanone des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts. wie sein Berufsgenosse Haafe. oder die andern Advokaten von der äußersten Linken, Herr Herzfeld oder Herr Cohn. Ein Mann von einer Art Kultur: und. wie David, einer, der Über kleine Dinge oft ganz vernünftig zu reden weiß. Aber wie instinktlos auch er, wie wahnsinnig eng im Gesichtskreis, wenn von mehr als den kleinen Sorgen des Alltagslebens die Rede ist! Steht es wirklich geschrieben, daß Leute diesen Schlages, di? allenfalls zu dulden wären, wenn sie schweigen wollten, zu Wortführern der Massen bestimmt sind? Neulich wollte er geistreicbeln und warnte als Karikatur auf das Andenken des Marschall Blücher das deutsche Volk davor, das Schwert nicht verderben zu lassen, was die Feder gut gemacht. Das Schwert, als da sind die Hindenburg und Ludendorsf: die Feder, als da waren oder sind die Bethmann, Jagow un Kühlmann — an der Strippe der Erzberger, Scheidemann und der Gunst oder Ungunst von „Berliner Tageblatt" wie „Frankfurter Zeitung". „Wenn Munitionsarbeiter gemeinsam die Arbeit niederlegen, nennen es gewisse Kreise Landesverrat: wenn aber ein Landwirt die Freude an seinem Acker verliert oder ein altgedienter Kriegsmeann um seine Entlassung bittet, obgleich er noch halbwegs krauchen kann, soll es keiner sein?" Herr Landesberg findet es unbegreiflich. Hat aber doch kaum von einem Stteik der Larrdwirte oder von einem gemeinsamen Verzicht von Offizieren auf die Ehre, vor dem Feind zu stehen, je etwas gehört. Dteser sonderbare Jurist weiß nichts von dem Unterschied zwischen der freien Verfügung des einzelnen über feine Person und dem Handeln in gemeinsamer Auflehnung einer Vielheit. „Die Pflicht der Großgrundbesitzer, das Volk zu ernähren, ist ebenso wichtig, wie die Pflicht der Arbeiter, Munition zu liefern!" Gewiß! Können aber die Arbeiter etwa darüber klagen, daß der Staat auf ihre Kosten um den Beifall gegen sie verhetzter ande- rer Klassen der Bevölkerung buhlt, wie es den Landwirten ab nntb rn passieren soll?. „Es ist verboten, die Notlage eines Landes. wie jetzt die Rußlands, auszunützen!" Die Notlage? Notlage des Besiegten, der uns überfallen? Des Feindes, der sich unter seiner alten Regierung wie unter der neuen den Teufet um Unsere Notlage gekümmert hätte, wenn das Kräfteverhältnis anders gewesen wäre, und so, wie er es sich gedacht hatte? „Der Staatssekretär des Innern will nur mit Abgeordneten, nicht aber mit streikenden Arbeitern verhandeln. Der Reichskanzler ter ist, ein? lange Besprechung gehalst . ." Solches Zeug wird im Namen des deutschen Volkes von der Rednertribüne des Reichstages herab vorgetragen? Die Wirt sch aflska rte. Ist Nr. 2 der Kriegswirtschaftlichen Beilage des „Bayerischen Kurier" vom 13. Januar 1918 schreibt Tr. H c i rn : Nach dem Arbeitsplan des Jahres 1917—18 müßten die Feststellungen der noch Zur Ablieferung kommenden Vorräte am Grund der Wirischaftskarten Zu ermitteln sein. Die Wirtschaftskarte wurde für das Jahr 1917—18 Zu diesem Zwecke neu einaeführt. Sie ist sozusagen das Ideal der öffentlichen Bewirtscknftung und deshalb unbrauchbar. Ich habe von Anfang an gegen die MrtfchaftskarteFront gemacht Sie w§r mir nichts Neues. In einigen von meiner Genossenschaft verwalteten Kommunalverbanden wurde die Wirtschaftskarte schon vor der Einführung durch die N-ftcbs- getreideordnnng vom 21. Juni 1917 verwendet, aber das Formblatt lvar möglichst einfach und beschränkt Auf Getreide Karto^ftln und Hülsenfrüchte. Die Erfahrung hat gelehrt, daß diese Wirtschaftskarten ein außerordentlich werwrller Bebels überall da sind, wo geschickte und gewissenhafte Arbeitskräfte Zur Verfügung stehen. Schon im Mai, Juni 1917. als der Plan der Neichswirtschaftskarte auftauchte, habe ich auf Grund der Erfahrung geuxcrut, die Wi'ftschafts- karte in dem geplanten Umfange einzuführen, weil sie unter Umständen mehr Verwirrung als Gutes anrichte oder weil anderseits eine mühevolle, große Arbeit vollständig vergeblich geleistet werde. Wenn die Wirtschaftskarte nicht absolut zuverlässig geführt würde, sei sie eine Last für die Landwirte für die Gemeinden und nicht zuletzt für den Kommunalverband. der unter Uncständen bei einem unrichtigen Stand 'einer Wirtscbaftskarte zu Lieferungen herangezogen werde, die er nickst erfüllen könne. Gegen die Wirtschaftskarte sprach ferner der Umstand, daß sie erst durch die Reichsgetreideordmmg vom 21. Juni 1917 erngeführt und angeordnet wurde, also zu einem Zeitpunkt. in dem die Ernte schon in vollem Gange war (Fn'ih- drirsch). Die gelungene Durchführung der Wirtschaftskorte hatte große Vorarbeiten zur Voraussetzung. Zu diesen Ar- beiten fehlte es an der Zeit. Ihre Einführung mußte mindestens schon im Januar, Februar 1917 bekanntgegebeu werden. Bedenken von Praktikern werden in Berlin grundsätzlich nicht gebört. Ein wahrhaft unglückseliger Stern waltet überall den papierenen Maßnahmen der Reichsstelleu und besonders des Kricgscruahrnngsamtes. So kam dann Ende Juni ein Monstrum von einer Dirtschvftskarte. vier Folioseiten groß für je einen landwirft schaftlichen Betrieb. Die Aufwendungen für diese Wirft schoftskarten an Personal und Einrichtungen. Papier- und Formulanenkosten waren beträchtlich. So höre ich von einem von einer Genossenschaft nicht verwalteten Kommunalverband, daß bellen Vorstand, Bezirksamtmacm. leinen Stolz darein setzte, sie- gewissenhaft durchzuführen. daß er 5 Personen mit der Durchführung der Wirtsckiaftskarte beschäftigt. und daß die Unkosten, persönliche und sachliche, sich auf über 18 090 Mark belaufen. Als Durchschnittssatz für die Unkosten darf man für jeden ländlichen Kommunal- verband in Bayern 10 000 Mark rechnen, das ist bei 163 bayerischen ländlichen Kommunalverbänden ein Aufwand von 1630 000 Mark und auf das Deutsche Reich übertragen rund 17 Millionen Mark. Und lvas ist nun das Resultat? Es gibt keinen Kommunalverband im Deutschen Reich, der auf Grund der Wirtschaftskarten heute die -estlicbe Lieferfrist für Brotgetreide aufzustellen in der Lage wäre. Ein Teil der Kommunalverbände hat stch um die Ordnung überhaupt nicht gekümmert und die Wirtschaftskarten nicht eingeführt. Diele sind nun „fein heraus". Ein anderer — und das ist der weitaus größte Teil — hat sie angefangen, einige 1000 Mark ftir Einrichtung von Kartotheken und Fornmlarien hinausgeworfcn, dann wieder aufgehört. In einigen Komnmnalverbänden, in denen der Amts- vorstand entweder zu gewissenhaft ist. oder seine Leistungen zeigen will, werden sie noch weitergefiihrt. ^ Ich behaupte aber, daß es im ganzen Deutschen Reich keine 100 Kom- uninalverbände sind Aber auch in diesen Kommunalver- bänden ist die Arbeit für die Katz: denn die Vorräte sind in einem Formblatt nach der Ernteschätzung eingettagen. die heute schon keine Bedeutung mehr hat: denn der Ernft'vor- schätzung folgte die Erntenachschätzung und dann die Zählung Es handelte sich also um eine rem papierene Maßnahme die nur die Bedeutung einer Spielerei hat. Sicher ist daß ihr Erfinder auf seinen Plan sehr stolz war und sicher ist auch, daß er ein Ideal anstrebte und gerade aus diesem Grunde kann ich behaupten, daß er von Organisation nichts versteht: denn in der Organifatton ist nur grobe Arbeit von Erfolg und feine Arbeit zerreißt das Netz. Für die Ausfüllung von Wirtschaftskarten ergeben sich eine Reihe von Schwierigkeiten. Ich will nur eine onführen: Selbst die primitive Ermittlung der Anbaufläche stößt auf Schwierigkeiten in jenen Bauernhäusern, in denen der Mann nicht zu Haute ist. Die Frauen kennen nur den Namen ist rer Grundstücke, aber nicht den Flächeninhalt. So ist für die Ermittlung der Restlieferpflicht an Broft getreide die Neick^wirtschaftskarte vollständig behelflos und die meisten Kommunalverbände werden wohl wieder auf Grund der früheren Hauslisten und der tzeststeünng der bisherigen Erfüllung ans Grund der Anlieferlisten arbeiten. Kattdmirftchaftiiche Uerzammlimg. Währetch des Krieges mußte naturgemäß die landwirtschaftliche Versammlungstätigkett erheblich eingeschränkt werden. In vielen Kreisen der Landwirtschaft besteht aber das Bedürfnis, nähere Mitteilungen zu erhalten über Fragen, die für die Landwirtschaft während und nach dem Krieg von besonderer Bedeutung sind. Die durch die Verhältnisse bedingten Schwie. rigkeiten im landwirtschaftlichen Betrieb haben ebenfalls das Bedürfnis zu einer Aussprache der Landwirte mit ihrer landwirtschaftlichen Verufsvertretung hsrvorgerufen. Hierzu ist in einer von der Landwtrtschaftskammer auf nächsten Mittwoch, di'.n 6. März 1018, nachmittags 2% Uh: Zu Alsfeld im Gasthaus „Zuni Deutschen Kaiser" stattfindenden landwirtschaftlichen Versammlung, zu der alle Landwirte eingeladen sind. Gelegenheit. Die Versammlung wird eingeleitet durch einen Vortrag des Herrn Oekonomierats Dr. Hamann- Darmstadt über „Die Landwictschaft während und nach dem Krieg". Im Anschluß daran ist allgemeine Aussprache. Die Landwirte werden zur zahlreichen Beteiligung aufgefordcrt. Aus der Heimat. Aus Starkenburg. Darraftadi. Der Staatsminister bat für die am 26. Marz d. I stattfindenden Ersatzwahlen zur zweiten Kammer der Stände folgende Wahlkommrssare ernannt: In der Provinz Starken bürg: ftir den 4. Wahlkreis Wald- Michelbach den Er. Kreisdirettor Geh. Negierunasrat von Hohn in Heppenheim e. B.: für den 9. Wahlkreis Lampertheim: den Er. Kreisdirettor Geh. Regierungsrat Eckstein in Bensheim: für den 12. Wahlkreis Gernsheim-Pfungstadt den Gr. Kreisamtmann Dr. Braun in Groß-Cerau In der Provinz Ob er Hessen: für den 3. Wahlkreis Bad-Rauheim-Butzbach den Gr. Kreisdirettor Geh. Regierungsrat Freiherrn Schenk zu Schweinsberg in Friedberg: für den 6. Wahlkreis Grünberg den Gr. Kreisamtmann Regierungsrat Langermann in Gießen: ftir den 14. Wahlkreis Vilbel der Er. Kreisamtmann Regierungsrat Herberg in Friedberg. Ans Hessen-Nassau. FC. Wiesbaden, 1. März. Schleichhandel! In maßgebenden Tagesblättern erschien im August vorigen Jahres ein Inserat des hiesigen Hotels Kaiferhoß in dem derselbe den Aofenft halt ln feinem Hotel anpries, „besonders für verwöhnte Gaste". Das Kriegswirtschaftsamt, dem dieses Schlemmerinserat auffiel, forderte die hiesige Polizei auf. sich den Bettieb besonders wegen der Verpflegung näher anzusehen. Das hiesige Lebens- mittelamt schickte einen Beamten zur Revision hin. der alle Bor- rats- und Fleischkühlräume des Hotels in Augenschein nahm, aber nichts fand. Da lief beim Lebensmittelamt eine Anzeige ein. daß das Hotel ein geschlachtetes Schwein aus Erbenheim bezogen habe. Da ein solches für den Betrieb nicht angemeldet, begaben sich abermals zwei Beamte nach dem Hotel, und während der eine sich die Rechnungen und Bücher dort etwas näher ansah. durchstreifte der zweite die von ihm von der ersten Revision bekannten Räume uich fand darin abermals nichts. Doch eine Tür nach einem größeren Raum, die er das erstemal nicht gesehen, stand offen. Der Beamte ging durch die Pforte und stehe da. nicht im ordnungsmäßigen Kühlraum für Fleisch, son- dorn hier in einer großen Eiskiste lagen 137 Pfund Ochsenfleisch. 29 Pfund Kalbfleisch, sowie 12 Schinken und 600 Eier verstaut. Das frische Fleisch verfiel der Beschlagnahme. Aus den Rechnungen ergab sich, daß der Direktor des Hotels, Prager, das Fleisch von dem Landwirt und Kohlenhändler August Christ in Erbenhetm. das Pfund zu 4.50 Mark, gekauft hatte. Prager und Christ standen deshalb wegen Ceheimschlächterei. Höchst- prcisüberschreitung und An- und Verkauf ohne Marken vor dem Schöffengericht. Christ gab an, daß, nachdem ihm heuer bereits zwei Stück Vieh eingegangen beM. zur Freibank geführt worden, er, als er eines Tages nach Hause kam und ein Rind im Stalle durch Verwickeln in der Kette schwerverletzt fand, als „armer Landwirt" — Zeugen schilderten ihn als vermögenden Mann, der Io Morgen Land unter dem Pfluge hat — nickt nochmals einen Schaden habe erleiden können. Er habe sich nicht anders zu helfen gewußt, als dem Tier den Hals abzu- schneiden. Das Fleisch wanderte in den Kaiserhof. Im ganzen erhielt Christ dafür 616,50 Mark, doch am Tage nach der Empfangnahme des Geldes wurde Christ antelephoniert und ihn: gesagt. das Fleisch sei beschlagnahmt, worauf Christ schnell dem Hotel 373 Mark, al» angeblich zuviel bezahlt, zurückerstattete. Der Amtsamvalt beanttagte gegen Christ eine Geldstrafe von 1500 Mark, gegen den Dttekior eine solche von B00 Mark. Die Schöffen erkannten gegen den Direttor auf 800 Mark und gegen Christ auf 400 Mark Geldstrafe. Der Vorsitzende rügte in schar- fen Worten das Verhalten des Hoteldtrektors. der es wie viele hiesige erste Hotelbesitzer gemacht habe, um den Gästen etwas Leckere» vorzufetzea. nämlich alle Verordnungen in den Wind zu schlagen. Nur so sei es fich auch zu erklären, daß viele hiesige wohlhabende Einwohner, um der rationierten Kost aus dem Wege zu gehen, ihren Haushalt aufgebcn und sich im Hotel einguartierten. Im übrigen hätte Christ klüger getan, das ver. letzte Tier nach der Notfchlachttmg der Viehversicherung anzu- melden. In diesem Falle hätte er in Ruhr mehr erhalten als auf dem Wege des Schleichhandels. k0. Schterstei«. L März. Schon längere Zeit setzten umfangreiche Dieberien die hiesigen Einwohner tn Aufregung. Diebstähle von Hühnern. Gänsen. Enten und Stallhasen kamen beinahe jede Nacht vor. ebenso wettere Einbrüche. Nunmehr wurden die HaupttLter ermittelt. E» sind der Ibjährlge Michael Münch, der Adolf Zinn und Gerhardt Front. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hl rschel, Friedberg: für den Anzeigenteil: R. Hey «er. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung*, U. Frirdberg t. & A Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer teuren Entschlafenen spricht innigsten Dank aus. Nieder Wöllstadt, den 3. Marz 1918. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen.' Hermann Bausch II. Todesanzeige. v Gott dem Allmächtigen hat es gefallen meine liebe Mutter, unsere Großmutter, Schwester, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante NkßKetil« -Mn,(in» geb. Keller Im Alter von 69 Jahren nach kurzem Leiden heute Morgen um 10 Uhr zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Dorheim, den 2. Februar 1918. Die trauernden Hinterbliebenen: Wtth. Friedr. Faber Lina Faber geb. Hofmann und Kinder. Die Beerdigung findet Montag, den 4. März, nachmittags 3 Uhr statt. Umladung h?s MDMinV-Zttcks zu dem £ oniac, den 4. März, abends 8 Uhr m der Festhalte der Augusttneischule statifindenden LiAhilher^llrD des Herrn Prof. R. Walz, über Die Meisterwerke der griechischen Killhuuerknust. Eintritt ftei für jedermann, doch für Schüler und Schülerinnen nur in Begleitung eines Erwach enen. AnkiUlf m Silber. Die Unterzeichnete Stelle ni»nmt zugunsten des Reichs, Silber aller Feinheitsgrade zu dem hohen Preis von 13 Pfg. das Gramm an. Der nächste Ankausstag ist Dienstag, den 6. März, nachmittags von 3 — 5 im ^rotzh. Hochbauamt, Schützenrain 5. Der Ankauf von Gold und Edelsteinen wird fortgesetzt. Gold- und Silherankan^sstelle. Dr. Ritze rt. Haag. ii Holzversteigerimg. Mittwoch, den 6. März 1919. nachmittags 1 Uhr. kommt nach: gehendes Holz im hiesigen Eemeindewald zur Versteigerung: 16 Rm. Eichen-Rutzichelt (Werkholz) 25.5 m Eichen-Scheit 64.5 „ Buchen-Scheit 93 n Vuchen-Knüppel 30 w Eichen-Reifer 95 „ Buchen-Rei er 32 m Buchen-Ctöcke 7 m Eichen-Stöcke. Zusammenkunft bei Nr. 1, Distrikt Schwalbengraben. Weckesheim, den 4. März 1918. Erohh. Bürgermeisterei Weckesherm. N e i ch h o l d. > Holz-Bersteigerung. Donnerstag, den 7. März d. Zs., kommt im Gemeindewald Ober-Nosbach. Distrikt Sang, Wasserdoll und Iohannesheck, folgendes Holz zur Versteigerung: ^ 15 Fichten-Siämme von 15 bis 30 cm Durchmesser, und 16 bis 18 m Länge, 113 Fichten-S-ämme von 12 bis 24 cm Durchmesser, und 10 bis 17 m Länge, " 1039 Fichien-Deibstangen von 10 bis 11 cm Durchmesser und 8 bis 16 m Län e, 441 Fichten-Reisftanaen von 5 bis 6 cm Durchmesser un# 5 bis 6 m Länge, Di« Zusammenkunft ist vormittags 9 Uhr im Distrikt Sang. Ober-Nosbach, den 28. Februar 1918. Erohh. Bürgermeisterei Oöer-Nosbach. ___ Dieffenbach. _ KeKanntmnchnng. cy 7 h ^018 ist eine Nachtragsbekanntmachuna ^ r * 90/12. 17. K. R. A. zu der Bekanntmachung Nr. W. M. 1300/12. 15. K. N. A. vom 1. Februar 1916, betreffend „Beschlagnahme und Vestandserhebung von Vekleioungs- und Ausrüstungsstücken für Heer, Marine und Feldpost", erlassen worden. Der Wortlaut der Nachtragsbekanntmachung ist in den Amtsblättern und durch Anschlag voröffenllicht worden. _ Stellv. Ccilkuilkoiumiiiio 11 Arnittlms. ^eknnutmachnng. 7 1 ^ m iß 8- ^ e £. tU m \ 918 Üt eine Bekanntmachung Nr. ,7«s -'3 Messend „Höchitpreise für Eichen- und Fichtenrlnde , erlassen woroen. Der Wortlaut der Bekanntmachung ist in den Amts- dlattem und durch Anschlag veröffentlicht worden. Slel l v. Beßcrflif omniflnDfl 18. Armcelorps. Zu verkaufen wegen Umzug: 1 Sxeise-(Wo!;il-)Zi!!!!!ltt- Eilttl-htMß, b« aus: Büfett. Tvumeaux, Divan, IVLtühle, Tisch,Gaszuglampe Gardrncn usw. 1 Slh!ahi!!l!!itt- svivlt eine WMkinM lind, einige voll ft. Betten, Tische, 1 grostev Eis.chrank, 1 Daner- brandofen, 2 Wafchbüttcn, Gleltr. Belenchinn-zskörper, Gasherd mit Ständer nnd allerlei Hausgeräte. Ernst-küLwiß-Rinz 21 Vad-Nauheim. Alk KoHriNtlR empfehle weihe Unterröcke weihe Untertaillen I weihe Hemden. s Clementliie Stern Friedberg. Kaiserstrage 51, gegenüber der Engel-Apotheke. VkjiÄMW «ÄchilkeM Fried berg. Wegen baulichen Veränderungen im K^ssenkokal bleibt unsere Kasse am Dsunerslag, den 7. Mär', Freitag, den 3. März und Samstag, den v. März geschisKen. Friedberg, den 1. März 1918. Ter Borstand. Kommissionäre für Abschluß von Anbauverträaen (auch kür Friedenszeitenj sssLLLNt. Ech'ietz- mit Landwirten Verträge ab: auf Rot-. WeiZ. und Wirsingkohl, gelbe und rote Möhren zu Len ge etilichm Richtpreisen. Angebote sind zu richten an ^ Trockenwerke Worms o. Rhein, _DafenNralre 34 . Bestellungen nimmt entgegen k!'!». Schmitt, Scheünhof, Polt Schotten, Fernsprecher 216. . Verloren 'wischen Grund-Schwalherm und Berstadt eine gestnckie wollene giüne Wagendecke. Abzugeben gegen gute Belohnung an Gustav Mogk, Grund-Schwalheim Putz! Eine 2. Arbeiterin zum sofortigen Eintritt gesucht. Clementine Stern, Friedberg, Kai erstr ße 51. gesienüber der Engel-Apo-Heke. Ein tüchtiger Arbeiter für dauernd gesucht. Wilh. Häuser, Friedberg. für Erwachskne uiL Kinder in großer Auswahl eingetroffen. Hermann Sirauh, Staden, Telefon Reichelsheim 50. Suche für sofort 100 Ctr. gutes Heu zu kaufen. Elias, Hofmann, Friedberg Bismarck>txaße 26. Schulbücher für sämtliche Schulen Friedbergs und für die Landschulen, empfiehlt Buchhandlung Friedr. Streckfutz, FriedbergüH. W"B——aa—— a— ^ Am Mittwoch, den 6. März 19ß8, nachmittags 20. Ubr, findet zu 'AI s s e l d, im Gasthaus „Zum Deutfmen Kaiser", eine Ver ammlung der Landwirte aus den Londwirt chaitskammer- be.irken Grünbczg-Homberg und GroÜ-Felda-AlSzeld mit solgender Tagesordnung statt: 1. Vortrag über: Ja liililslifl «Irtan M Hs Brltf von Oekonomierat Dr. Haman—Darmstadt» 2. Aussprache. Zu zahlreicher Beteiligung ladet ein L!l!!tz!vÄ,Hl!j!Lll»i»iier filr das CrHiMiW.ßclskv. Walter. Einen reinrassigen Dobermann hat zu verkaufen Johannes Gebhard II., Suskulurv. Grösseren Posten Deiltscheil Rstkleesamell ,hat abzugebe» 1917er Ernte Karl Nicolay Itt., Blofeld. . Post Reichelsheim (Wetteraul. LllllsUjisnSe mü utgkslijiliihtck Pstüc kauft zu höchsten Preisen Albert Berenz, ps-rdkAehM. Offenbach a. M., Telefon 1v24. Eine gebrauchte NälliiisWiie v. SiljttlvmasHiiie zu verkaufen. Michael Scheuer, Friedberg, Kaiserstr. 5L Bahnhoistraste 60. Beginn des neuen Schuljahres Anfang April 1918. Geschlossen durchgeführte Halbiilliresu.Jahrksl-.Iasst!, Besond. 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