Wimmer 50 Donnerstag» den 28. Februar 1918 ene Tageszeit 11. Jahrgang. Vie ltut o a^es.eitung" rndjemt ,eden Wertla?. Regeimaßlge Beilagen ..Oer Däner aus Hessen". ..Die Spirrnkube". Semgspreis: Be, den Poitanitaiten menelrahrlid) m 2.40 hin um« noch Vas Bestellgeld: "e. oen Vrenter. monatlich 85 Pig. einschließlich Trägeriokn. Anzeigen: Grund^eUe 25 Psg., totale 20 Anzeigen von auswans nerven vurch Bornachna me erbo'en. E 'Uunoson Friedberg. Schrittleituna und Oerlai 'er ieind- ltcher Gegenwirkung vernichtet, unter ihnen der bewaffnete englische Dampfer „Athenia" (4078 Brtg.). Ein anderer Dampfer von mindestens 4000 Tonnen wurde als größtes Schiff eines Geleitzuges in geschickt durchgesührtem Angriff abgeschossen. Fast alle Dampfer waren lies beladen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Drr deutsche Dormorsch. Die „Times" melden aus Petersburg: Die russischen Soldaten setzen dem deutschen Vormarsch nur geringen oder fast gar keinen Widerstand entgegen. Die polnischen Legionäre scheinen mit den Deutschen zusammenzuarbeiten. Die Stadt Insk wurde von polnischen Soldaten im Einverständnis mit den Deutschen besetzt. Die Deutschen entwaffneten 40 000 Russen, behandelten sie aber nicht als Gefangene, sondern ließen sie laufen, lobald sie die Waffen abgeliefert halten. Ueberall, wo die Deutschen vor- rückten, werfen ihre Flieger Kundgebungen ab. in denen die Bevölkerung aufgefordert wird, sich ruhig zu verhalten, und ihr versichert wird, daß die Deutschen gekommen find, um der Anarchie ein Ende zu bereiten. Die Ausrufe versprechen außerdem, daß sobald wie möglich Lebensmittel an die notleidende Bevölkerung dieser Gegenden geschickt werden. Zn dm Lrikdknsvrrhllndlnnsikn mit AMund. Die Pariser Blätter melden aus Petersburg: In der historischen Nachtsitzung der Sowjets gewann Lenin eine Gruppe Friedensgegner durch feine mit riesigem Beifall ausgenommene Erklärung, den Frieden ablehnen, heiße den Triumph unserer Bourgeoisie, die dem Einzug der Deutschen in Petersburg entgegensieht. mutwillig herberführen. Darauf stimmte die Mehrheit des Sowjets für Lenin. Die Leninisten beschlossen, dauernd in Fühlung mit Brest-Litowsk zu blechen. Als sich in Petersburg die Nachricht verbreitete daß die Stadt Pskow von deutschen Truppen besetzt sei. herrschte dort größte Bestürzung und Verwirrung. Eine große Zahl der Einwohner stellte sich der Regierung für die Bildung eines neuen Heeres zur Verfügung. Als aber die Arsenale geöffnet wurden, erwies sich, daß sie leer waren Man befürchtet nun. daß es den Anhängern der gegenrevolutionären Strömung gelungen fei, sich der Waffen zu bemächtigen. Wien. 27. Febr. (WTV. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver- lautbart: Zwischen Etsch und Brenta erhöbte Artillerietätigkeit. Italienische Flieger bewarfen die weit hinter unserer Front liegenden, nicht befestigten Orte Cles, Mezzolombardo und Bozen mit Bomben. Der Chef des Generalstabes. Der bnlgorilche GrncraMoö ======= meidet: ■ _ ' Sofia, 23. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Generalftabsbericht. Mazedonische Front: Bei Altschakmahle machten unsere Aufklärungstruppen nach einem Kampf Mann gegen Mann mit feindlichen Infanterie-Abteilungen Gefangene. Oestlich vom Wardar schlugen wir durch Feuer eine starke englische Patrouille zurück. Das türkische Hauptquartier meidet: ====== Konstantinopel, 28. Febr. (WTB.) Amtlicher Tagesbericht. Palästinafront: Erhöhte Artillerietätigkeit im Küftenab- fchnitt. Vor der Mitte unserer Front gingen zwei feindliche Eskadrons, die gestern vorgeschoben waren, wieder zurück. Mesopotamien: Zn der Richtung Hit und Kubise unternahm die feindliche Kavallerie erneut Aufklärungsstreifen, kehrte aber ' dann wieder in ihre Ausgangsstellungen zurück. Ein feindlicher Fliegerangifff auf Hit und Salife blieb ergebnislos. Frankreich in Wut. Genf. 27. Febr. Die Annahme der deutschen Friedensbedin- qungen durch die Maximalsten wird von der französischen Presse mit wahrer Wut ausgenommen. Die führenden Zeitungen erklären überdies, daß der von den Ruffen unterschriebene Vertrag ein Fetzen Papier ohne jeden Wert sei. Der ..Temps" und der „Matin" erklären, der Krieg werde auf der Westfront entschie. den. Alle Vorbereitungen und Maßnahmen seien in dieser Hinsicht zu treffen. Die Entente laffe sich in keiner Beziehung von dieser ihrer Hauptaufgabe ablenken. Wie der „Petit Parisien" meldet, wurden die Erelgniffe in Rußland in verschiedenen Abgeordnetenkreisen lebhaft besprochen. Schließlich wurde der Meinung.Ausdruck gegeben, es wäre vorteilhaft, wenn die Regierung eine Erklärung abgäbe, ohne die kommenden militärischen Ereigniffe abzuwarten. Kiihllind rrhrnnt den flNrainer trieben an. Rach einer Meldung aus Petersburg telegraphierte der russische Volkskommissar Stalin aus Kiew, die maximalistischs Rada werde in Brest-Litowsk den Friedensvertrag mit der Ukraine ratifizieren. Mittelmächte und Pnmättien. Budapest. 27. Febr. Aus Bukarest wird gemeldet: Sofort nack der Unterzeichnung des Friedensvertrages soll die rumänische Kammer in Bukarest zu einer Beratung zusammentreten. um den Friedensschluß zu genehmigen. Bemerkenswert ist. daß die Mitglieder des Ministeriums Averescu den Standpunkt Marghilomans billigen, der in Bukarest für eine Verständigung wirkt. Ueber die Friedensverhandlung mit Rumänien verlautet, daß die Mittelmachte, besonders Oesterreich-Ungarn, unbedingt auf dem freien Donauweg bis zum Schwarzen Meere bestehen werden. Der freie Donauweg ist daher unbedingte Notwendigkeit. Rumänien erhebt Anspruch auf Beffarabien. weil drei Viertel der Einwohner Rumänen sind. Große Schwierigkeiten dürften allerdings dadurch entstehen daß Rumänien noch einen Teil der Bukowina und zwei siebenbürgifche Kcmitote verlangt. Roch wichtiger ist, was die Monarchie von Rumänien verlangt, nämlich die Linie von Predeal bis Camprlda. Trotzdem dürfte der Statusquo nicht wesentlich geändert werden. Das letzte Ententegeld für Rumänien. Das ..Petit Journal" meldet, daß das gestürzte rumänische Kabinett Bratianu noch 14 Tage vor der Aufnahme von Friedensverhandlungen bei den Alliierten 8 Millionen Lei ausgenommen habe. Zn Tode gepeinigte Polen. Berlin. 27. Febr. (MTV.) Der polnische General Dombor- Musnitzki richtet folgenden Funkspruch an alle Völker: „Am 18. Februar 1918 wurden drei verstümmelte Leichen von polnischen Kriegern nach Bvbruisk gebracht. Bewohner des Dorfes, in dem die Leichen gefunden wurden, haben angezlat. daß die russischen Barbarenbolschewisten die gefangen genommenen Polen drei Stunden lang peinigten, ihnen die Augen ausstachen, die Leiber, aufschlitzten und die noch Lebenden begruben." Französische Schandtaten. Berlin. 27. Febr. (WTB.) Ein aus französischer Gefangenschaft zurückgekehrter deutscher Unteroffizier berichtet über die ihm widerfahrene Behandlung' Von dem französischen Oberst wurde er geohrfeigt, weil er seine deutsche Karte verbrannt hatte. Ihm und sämtlichen Gefangenen wurden Uhren und Vriefsachen abgenommen. Einem deutschen Offizier wurden die Achselstücke und das Eiserne Kreuz 1. Klaffe obgeriffen. Vor dem französischen Nationalfest am 14. Juli habe man rne Gefangenen acht Tage hungern laffen. um sie dann in ihrem elenden Zustande der Bevölkerung zu zeigen, die sie bei ihrem Durchzuge mit Steinen beworfen und angespuckt habe. Diese Schilderung beweist aufs neue die weltberühmte französische „Ritterlichkeit". Perweigerte Pösie. Rotterdam. 26. Febr. (WTB.) Der „Rieuwe Rotterdamsche ^Courant" meldet aus London: Auf der Sozialistenzusammenkunft verlas Camille Huysmans ein Telegramm, aus dem hervorgeht, daß die Menschewisten und die russischen Sozialrevolutionäre Porteiabgeordnete für die Zusammenkunft ernannt hätten, daß ihnen aber von den Bolschewisten die Pässe verweigert worden seien. Soldoten-TouMiidcheir. Die „Times" berichten aus Washington: Um den amerikanischen Rekruten während der Ausbildungszeit Abwechselung zu verschaffen, steht der christliche Mädchenverein im Begriff 3000 Mädchen als Tanzparinerinnen für die Soldaten anzuwerben, die in besonderen Hotels unweit der Camps Lewis, Amerikas größtem Ausbildungslager, untergebracht werden und mit den Soldaten unter der Aufsicht geistlicher Beschützer in besonders zu errichtenden Pavillons tanzen sollen. Die Mädchen erhalten 15 Dollars wöchentlich, außerdem 5 Cents für jeden Tanz, wofür die Soldaten 10 Cents entrichten. Die Toten des „Wolf". Ueber die Zahlt S. M. Hilfskreuzer „Wolf" erfahren wir im Anschluß an die amtliche Meldung die folgenden Einzelheiten: Ausreise und Heimreise standen unter dem Zeichen eines anhaltend schlechten Wetters, Sturm, Nebel und Eisgang, waren zum Durchbrechen der englischen Blockadelinie willkommene Bundesgenoffen, stellten aber andererseits an die Navigation hohe Anforderungen. Unerkannt gelang es S. M. S. „Wolf gegen Ende 1916 in den Ozean gelangen, wo es sich gegen Süden wandte. Das Auftreten von S. M. S. „Wolf" zeigte sich in den eintretenden Schiffsoerlusten im südlichen Atlantischen Ozean. Diese wurden zuerst auf Sabotage, dann auf Unterseeboote zu- rückgeführt. Erst als englischer Stolz die Anwesenheit eines deutschen Hilfskreuzers zugeben mußte, um die Schiffahrt vor ihm zu warnen, erhielt eine Reihe von Schiffsuntergängen ihren Aufschluß. Von Südafrika aus wandte sich „Wolf" nach dem Indischen Ozean und kreuzte vor der Insel Ceylon, wie auch an der Westküste von Vorderindien. Auch jetzt wieder meldete« drahtlose Nachrichten von den schnell eingetcetenen Erfolgen und dem Sinken wertvoller großer Dampfer. Wachsende militärische Maßnahmen des Feindes wurden beobachtet. Die Schiffahrt in den indischen Gewässern war alarmiert und das Tätigkeitsgebiet des Hilfskreuzers mußte verlegt werden. An der Verfolgung des Hilskreuzers beteiligten sich statt der englischen vorwiegend japanische Scküffe. Um diese Zeit wurde der englische Dampfer „Turitella" früher deutscher Dampfer „Gutenfels" erbeutet und als Hilfskreuzer unter dem Namen „Iltis" verwendet. Er sollte die Schiffahrt im Golf von Aden stören, während „Wolf" nach Süden steuerte. Ein vierter Erdteil wurde aufgesucht und die Schiffahrt von Australien, Neuseeland und Westamerika auf der Fahrt durch den Stillen Ozean geschädigt. Bald erfolgte auch hier als Zeichen des Erfolges die Warnung der Schiffe. Dicht vor Nabaul lief dem Hilfskreuzer ein englischer Regierungsdampfer in den 'Weg. von dem nicht nur die wertvolle Dienstpost erbeutet, sondern auch der für die geraubte deutsche Südseekolonie bestimmte australische Gouverneur gefangen genommen wurde. Sehr gute Dienste leistete dem „Wolf" ein mitgenommenes Flugzeug. Nahm der Hilfskreuzer zwecks Ueberholung der Kessel und Maschinen oder wegen sonstiger Arbeiten an irgend einer Stelle Aufenthalt, so klärte es auf und sicherte vor Ueberraschungen. Eines Tages als „Wolf" inmitten eines mit Palmen bestandenen Atoües eine Reinigung des Schiffsbodens vornahm, mithin nicht aktionsfährg war, zog in der nächsten Nähe der Korallen-Jnsel ein englischer Dampfer vorbei, dem das Flugzeug vermittels eines auf das Deck heruntergeworfenen Beutels die Aufforderung überbrachte, sich sofort und ohne seinen Funkentelegraphen zu gebrauchen, zu dem Hilfskreuzer zu begeben. Alsbald kam der Dampfer dem Befehl nach und wurde prompt versenkt. Die Kohleuergänzung. Nicht weniger als elf Monate wußte „Wolf" von den eigenen Kohlenbeständen leben. Häufig austretendes schlechtes Wetter verhinderte mehrfach die Uebernahme von Kohlen aus auf- gebrachren Dampfern, so daß diese mitsamt ihrem wertvollen Inhalt versenkt werden mußten. Die Maschinen arbeiteten während der Kreuzfahrt ohne erhebliche Störungen. Das technische Geschick des Maschinenpersonals, verbunden mit der nie erlahmenden Arbeitsfreudigkeit ließ das Schiff aller durch die lange Reisedauer entstandenen Schwierigkeiten Herr werden. Die Versenkung der aufgebrachten Schiffe wickelte sich im allgemeinen ohne Zwischenfall ab. Nur nnt dem japanischen Dampfer „Hitachi Maru" mußte ein kurzes Feuergefecht durchgeführt werden, da dieser sofort nach dem Anhalten Anstalten machte, nus einem Geschütz das Feuer zu eröffnen. Einige Salven brachen seinen Widerstand, richteten aber an Deck des Japaners groß. Verwirrung an. Bei dem kopflosen Zuwasserwerfen der Rettungsboote verloren mehrere Menschen ihr Lebem Die Beschädigungen des Dampfers wurden alsdann ausgebeffert und dieser eine Zeit lang als Begleitschiff mitgenommen. Seine auf sieben Millionen Mark zu schätzende wertvolle Ladung verschwand im Laderaum des Hilfskreuzers. Etwas später wurde der spanische Dampfer „Jgotz Mendi". 4648 B.R.T.. mit einer vollen .Kohlenladung aufgebracht. Bei schwerem Wetter ergänzte „Wolf" seinen Kohlenvorrat und rüstete den Spanier als Begleitschiff aus. Die Kajütseinrichtungen des Japaners wurden wuroen hinübergefchafft und Kammern eingebaut und dadurch Unterkunft für 60 bessere Pasiagiere. darunter acht Damen und mehrere Kinder, geschaffen. Zwanzig japanische Schiffskellner wurden zu ihrer Bedienung hinübergeschafft. Auch der gefangene Gouverneur befand sich auf dem Begleitschiffe. Ohne bedeu. lenden Zwischenfall gelang es. beide Schiffe in die europäischen Gewasier zu bringen, wo der Kapitän de? japanischen Dampfs Selbstmord beging. Aus einem zurückzelasienen Schreiben ging hervor, daß Eennfsensblsie über das Schicksal seines Schiffes und berTod der bei der Aufbringung umgekommenen Menschen den Japaner in den Tod getrieben hätten, nachdem er nun das Leben seiner übrigen Mannschaft und seiner Passagiere in ziemlicher Sicherheit wußte. Bei schwerstem Wetter verlor jedoch „Wolf", schon in den nordeuropäischen Gewässern eingetroffen, das Begleitschiff in Nacht und Nebel aus Sicht. Dieses hat die Reise nach Deutschland selbständig fortgesetzt, ist aber vor einigen Tagen in einem starken Nordweststurn, bei Stagen gestrandet und hat einen Teil seiner Pasiagiere, vor allem Frauen und Kinder und die Neutralen, in Skagen gelandet, um deren Sicherheit zu gewährleisten, für den Fall, daß die Versuche, den Dampfer flott zu machen, erfolglos blieben. Fast ein ganzes Jahr lang hatten einige Gefangene den „Wolf" auf feinen abenteuerlichen Fahrten begleitet. Ihre Zahl war allmählich auf 467 gewachsen. Engländer aller Hautfarben, Australier, Franzosen, Japaner, Indier, Spanier. Amerikaner. Norweger usw. Ihr Verhalten war im allgemeinen zufrttdenstellend, doch bildete stch bald ein gespanntes Verhältnis zwischen Japanern und Indiern einerseits und Engländern andererseits heraus, das in Tätlichkeiten aus- artete und eine räumliche Trennung nötig machte. Der Gesundheitznstand der Besatzung und der Gefangenen war im allgemeinen gut, nur zuletzt machte stch ein Mangel an frischem Proviant empfindlich bemerkbar und es traten die ersten Anzeichen von Skorbut auf. jener Krankheit, die durch schlechtes Trinkwasser und oem Mangel an frischem Gemüse a„f langen Seereisen hervorgerufen wird. Welche außerordentlichen Schädigungen des feindlichen Frachtraumes .Wolf" erzielt hat. ist ja inzwischen schon bekanntgegeben worden. Die Höhe der durch ibn mit den Schiffen und deren Ladungen vernichteten Werte läßt sich genau nicht abschätzen, geht aber in die Hunderte von Millionen Mark. Eine nicht hoch genug zu bewertende Wirkung der eineinvierteljährlichen Kreuzfahrt des Hilfskreuzers liegt darin, daß er wie andere ähnliche Unternehmungen der deutschen Marine eine außerordentlich große Zahl feindlicher Kriegsschiffe. Vewachungsfahrzeuge usw in Atem gehalten und Schiffahrt und Handel des Feindes auch indirekt aufs Schwerste geschädigt hat. ' Die Prisenmannschaft an Bord des „Jgvtz Mendi". Kopenhagen, 25. Febr. Ritzau meldet aus Skagen- Der Bubao-Dampfer „Jgotz Mendi" strandete gestern abend ost.icb von Skagen Leuchtfeuer. Der von deutschen Offizieren geführte Tanger hatte eine deutsche Prisenmannschaft an -öord und führte zahlreiche Passagiere mit, sowie die Be- sgtzung von etwa einem Dutzend versenkter SMfe. Mehrere waren seit 8 Monaten an Bord und hatten den Stillen Ozean und den Atlantischen Ozean durchquert. 32 -eute waren durch die Skagener Rettnngsnzannschaften M Sellens Leuchtfeuer gelandet. Einer späteren Meldung zu- wlge wurden zwei weitere Gefangene von dem spanischen Prffenoampfer und zwar zwei australische Militärärzte rntermert. Die Prisenbesatzung weigert stch. den Dampfer zu verlassen, ebenso die 40 Mann zählende spanische Besatzung. 2 Rettungsboote sind klar gemacht, um bei unruhiger Lee au^zulaufen. An Bord hatte sowohl Beriberi als auck Skorbut geherrscht. Unter den gelandeten Passagieren des .,^6oh Mendi" sind 9 Frauen und 2 Kinder, sie alle waren sehr heruntergekommen und erklärten, in den letzten vier bis sechs Wochen sehr schlechte Kost bekommen zu bab-n. Unter den Passagieren sind die verschiedenen Nationalitäten vertreten: Ein Däne, ein Schwede, ein Norweger, zwei Finnländer, zwei Amerikaner, ein Türke, der Rest Eng- lander oder englische Kolonisten. Der gerettete Däne erzählt, daß sein Schiff, der am-ri- kamsche Dampfer „Vereruna" im Stillen Ozean auf der I-rlL 11 ° n Neuseeland nach San Franzisko vom deutschen Hilfskreuzer „Wolf" am 2. 6. 17 genommen wurde 14 Lxtpffe wurden aufgebracht oder versenkt, das letzte tau* die norwegische Bark „Stergrund". Im Stillen Ozean versenkte Grane Gefahren. Roman aus der Gegenwatt von M. Gontard - Schuck. ^ Nachdruck verboten. „Es ist merkwürdig," sagte Werkheim sinnend, „der Kiieg verschredt alle Gesichtspunkte. Zuweilen weitz man wirklich nichts ist man noch ein Mensch oder ein wildes Tier. Da haben wir nun Hunderte von armen Teufeln in das nasse Grab geschickt und fahren hochbefriedigt davon, stolz auf unsere Tat. die man in anderen Zeiten alz ein verab- saviiungswürdiges Verbrechen betrachten würde Ist das nicht alles merkwürdig? Schrecklich? Unnatürlich?" "Sie haben recht. Herr Kapitänleutnant." warf der Ingenieur ein, der an der Reling stand und dem Gelpräch Sitgeliort hatte, „Aber was nützt es, darüber zu grübeln? Einer mußte hinunter. Entweder wir lägen jetzt auf dem Grunde oder die anderen. Zu unserem Glück sind es die anderen. Das ,st der Krieg. Auge um Auge. Zahn um Zahn. DaS eherne Gesetz der ewigen Vernichtung." . . "Auge um Auge, Zahn um Zahn!" wiederholte Werk- SV .® in Gebot der Natur? Göttliches ent- .-al! dieses Gebot nicht Gott predigt die Liebe. Dock' fort u,.t allen selbstquälerischen Gedanken. Nicht wir waren es. Z S ""fischen Krieg heraufbeschworen laben. Wir sind ^olda.en und tun unsere Pflicht Und mrt unserem Willen soll kein Feind die geheiligte Erde unseres Vaterlandes betreten." Mittler antwortete nicht. Werkheim hatte nur zu recht, vcr es war scheußlich, daß einen, zuweilen diese dummen Gedr:n>n kamen! Eine Art moralischen Katzenjammers. Doch wur konnte das alles nützen? Sollte man etwa die F * 1h< ^.? ö 5 ftenIlc6e weit treiben und sich ohne Widerstand abscsilachten lassen? — „Die Mannschaften hatten, bis auf die 5ÜBad>e,i, nach und TI ,“ e 'br Lager ausgesucht. Nur von den Offizieren ottchte^ kerner daran, zur Ruhe zu gehen. Lern in, Norden tauchten die Umriffe der Shetlands den japanischen Postdampfer „Dadatze Maru" üer eine» Wett von 60 Millionen Kronen hatte ' GinZnJ? frn&en sich letzt m Skagen. „Jgotz Mendi». der erst di« .^M MechlkiihUß-ÄrklÜ!. Zum Tode des Erostherzogs von MecklenburgDtrekid bringt die ,.B. Z, a, M." einen Bericht, der einige neu, Lmzel- heiten enthalt Danach beteiligten st» auch Berliner Krimina- u>ten mit Polizeihunden an der Suche nach der Leiche Am Sonntag mittag wurden am Kaiserkann!. eine Stunde von, grotz- herzoglichen Schloß entfernt, die Mütze und ein Handschuh »es Erosherzogs gefunden. Daneben sah sein schwarzer Boxhund. Daraufhin wurden die Schleusen des Kaiserkanals geöffnet und unterhalb des Fundortes der Mütze die Leiche gefunden, die von der Strömung bereits mehrere hundert Meter iortgetriebsn war. Die Lerche wies eine Schußwunde in der Schläfe aus. In den letzten Tagen zeigte sich denn Großherzog eine schwere Melancholie, die seiner Umgebung ernste Sorgen bereitete, zumal er sich persönlich völlig abschloß. Auf dem Schreibtisch des Verstorbenen wurden mehrere versiegelte Briefe vorqeiun- den. Neustrelitz, 26. Febr. Der Eroßherzog von Mecklenburg. Schwerin ist heute abend hcer eingetroffen. Die versiegelten Papiere des verstorbenen Großherzogs sollen Aach der Aufschrift nur Verfügungen über die Hofhaltung enthalten. In ihnen finden sich mutmaßlich keine Andeutungen über die Todesursache, denn sie sind schon vor Monaten versiegelt worden. Sie lagen auch nicht auf dem Schreibtisch, sondern m einem der Schreib- tischfächer. Entgegen der ersten Nachricht wird aemeldet. daß man das Verschwinden des Eroßherzogs nicht schon am Samstag. sondern erst am Sonntag früh wahrgenommen hat. ' Auck die Hilfsaktion hat erst Sonntag vormittag eingesetzt. Aus dem Zlei4rstag. Sitzung vom 25. Februar. Abg. v. Heydebrand (Kons.): Es hat sich bei dem Streck einfach um Landesverrat gehandelt, der vom Auslände angestiftet war. (Abg. Ledebour: „Das M't vollkommener Unsinn." Große Unruhe bei den Sozirldemo- traten.) Wir billigen die Haltung, die die Reichsregierung in diesem Streik eingenommen hat und danken ihr dafür. (Beifall rechts.) Der Redner erwidert sodann auf die gestrige Rede des Reichskanzlers und des Vizepräsidenten. Es war uns eine große Freude zu erfahren, daß dieser ganze große Wurf des Friedens mit Rußland im Begriffe ist. Wirklichkeit zu werden. Das ganze deuffche Volk wird mff- atmen, daß dieser Druck von uns genommen ist. Mit den Bedingungen des Friedensvertrags sind wir einverstanden. Wir sind auch einverstanden damit, daß die Randvölker in ein Verhältnis zu uns treten, wie es ihren Wünschen und unseren Interessen entspricht. Wie verdarben diesen Beschluß nicht der Diplomatie, sondern unserem Heere. Auf die Reden der englischen Friedensfreunde lege ich kein Gewicht. England wird nicht eher zum Frieden gestimmt sein, als bis es sich einer Macht gegenübersieht, die es dazu geneigt macht. Die Art und Werse, wie sich der Reichskanzler mit den Deklamationen des Herrn Wilson abgefnnden bat. findet die Zustimmung meiner Freunde, „soweit wir sie verstehen" (Große Heiterkeit.) Eines nehmen wir als selbst- verständlich an. daß in den Worten des Reichskanzlers nH* ein neues Friedensangebot zu erblicken ist. Neber Belgien hat in einem früheren Zeitpunkt Herr Spahn verkommen an» dem Dunkel der Nacht auf. aber kein r/lmt war zu sehen. „Wissen Sie." sagte Werkheim nach längerer Pause „ich bewundere oft unsere Leute. Wir im Turm können wenigstens sehen. Wir sehen, wohin wir fahren, was wir tt,n und so weiter. Aber da unten. Jedesmal, wenn der Befehl kommt: Klar znm Tauchenk müssen sie sich sagen- wtzt geht s in den Tod! Und trotz alledem, ohne mi»der Wnnper zu zucken, wird jeder Befehl auSgeführt. Mit kal- und starkem Herzen steht jeder auf seinem Posten. Glauben Sie. dazu gehört mehr als gewöhnlicher Mut." , ..Es ist der Glaube an unsere gute Sache, der in jedem emzelnen lebt,' entgegnete Mittler ernst. Werkherm nickte. ..Ja. der Glaube, Aber nicht nur der Glaube an unsere gute Sache, nein, auch der Glauban den da oben. An den da oben, der mit uns ist Ich STfL.Ü.'lf' ° 6 ll ^ l ’ Cn c6e,,fo E Ich bin gewiß keine Bstickm-ester. Aber wenn ich so sehe, was unsere Trupp»» im Felde gegen eine vier- bis fünffache Uebermacht leisten, was wir hier auf See gegen den in Jahrhunderten itark gewordenen Fe.nd für Erfolge haben - dann muß ich sagenGott ist mit uns! Er muß mit uns sein. Es ist iinverkennbarl Auch der zweifelsüchtigste Mensch mutz jetzt bezwungen durch diese Tattache. vor ihm knien." - Sie schwiegen und sahen in die Flut. Lette schmicgien sich die schaumgekrönten Wellenkäntme an die Seiten des Bootes. In der Ferne krochen ver- einzelte Nebelfetzen wie graue Schleier durch das Dunkel. Das leise. eintönige Murmeln des Wasser» hatte etwas Beruhigendes. ..Es ist etwas Eigenes um unsere kleinen, »nheimli.che» Fahrzeuge, begann Mittler endlich wieder. „Es geht um seren Leuten genau so wie uns. So groß die Gefahr a,uh -st wen einmal da» V-Vootfieb« gefaßt hat. den läßt es nicht wieder los." Werkheim richtete sich straff auf. „<&, ist es. Hai Wenn ich nur an diese Mlichen. spanneoden Minirte» denke. Dieses G°fühl, wenn man sich an den Feind heranschleicht. Einfach ohne Beispiel! Mir scheint, wir sollen uns nicht lange mehr des rosigen Licktes freuen." scherzte er dann. „Täuscht mich nicht alles, so kommt dort ein Torpedoboot." Angestrengt Wauten beide aus. „Doch nicht! Es ist ein Fischersahrzeug. Wollen wir heranfahren?" „Selbstverständlich! Man kann nie wissen!" ^s waren, holländische Fischer, die friedlich ihrem Gewerbe nachgingen. „Desto besser," sagte Werkheinr. „Wir wollen machen, daß wir nach Hause kommen. Große Heldentaten können wir mit unserem Vorrat nicht mehr ausführen." Mittler lachte. „Na. ich denke, man wird auch so mit uns zufrieden sein Neugierig bin ich nur, ob von der Sache gestern abend überhaupt etwas in die Oeffentlichkeil kommt." „Ausgeschlossen! Damit würden sie ja zugeben, daß unsere Unterseeboote durch die Irische See können. Was meinen Sie wohl, lvas das ffir England bedeutet? Und nir selbst können nicht mal viel sagen. Wir wissen in beiden Fällen ja gar nicht, mit wem wir uns herumgeschlagen haben." xrv. . Am Fenster ihres behaglich erwärmten Zimmers saß Emily von Düring und blickte in den früh hereinb rechne den Novemberabend hinaus. Mit Riesenschritten kam der Winter inS Land. Aber angenehmer wäre es schon, er stellte sich rechtschaffsn mH Frost und Schnee ein. Diese schlammige« Pfützen, halß Schnee, halb Kot, waren widerwärttg. Die dunklen, hungrigen Augen der jungen Frau ffofc 1 kerten unruhig. --.Das Lebe« ist jetzt unerträglich," murmelte Jfak* ^Lvrttetziingjtzlgt. namens Sex Mehrheit des Reichstags die Erklärung geben, daß wir zwar Belgien nicht annektieren wollen, daß wir aber die militärische, politische und wirtschaftliche Vorherrschaft in Belgien beanspruchen. Seit diese Erklärung abgegeben wurde, haben wir lauter neue Siege erfochten. Weshalb sollen wir also von dieser Erklärung zurückweichen? Der frühere Reichskanzler hat außerdem sympathische Erklärungen über die Flamen abgegeben. Wir nehmen an, daß dieses Wort noch fortbesteht. Was Rumänien anlanqt, so müßte es selbstverständlich sein, daß dieses Land uns eine erhebliche Kriegsentschädigung zahlen muß. Wir wissen doch, wie uns dieses Land behandelt hat, und wenn man Sieger ist. so muß man doch seine Interessen wahren. Der Redner nimmt dann zu der Rede des Vizekanzlers Stellung. Ich kann nicht sagen, daß meine Freunde von dieser Rede hoch erbaut gewesen wären. Wir leben in einer Zeit, in der nichts notwendiger ist als Einigkeit. Die Rede des Vizekanzlers aber hat gerade das Gegenteil von Einigkeit erreicht. Neber das Programm der Regierung brauchen wir uns eigentlich nicht zu äußern. Seine Ausführungen haben r.ber das Vertrauen zwischen Volksvertretung und-Regierung nicht gestärkt. Es war eine parteipolitische Rede voller Einseitigkeit, so daß man den Nachteil des parlamentarischen Systems daran erkennen konnte. Er ist doch sonst ein so besonnener Mann. Die Besonnenheit ist ihm wohl bei dem schnellen Aufstieg zum Vizekanzler verloren gegangen. Das preußische Wahlrecht ist eine preußische Angelegenheit. Die Württemberger. Bayern und Badener würden sich eine Einmischung auch verbitten. Der Vizekanzler hat gegen die äußerste Rechte-heftige Vorwürfe erhoben. Was haben wir denn verbrochen? Daß wir unsere Kriegsziele energisch vertreten haben, kann man uns doch nicht zum Verbrechen tmreck-nen. Ein früherer Reichskanzler, Fürst Bismarck, freute sich wenn das Volk während des Krieges mit Frankreich energisch seine Ansprüche geltend machte. Er hat das als eine Stärkung seiner Stellung angesehen. Wenn auch auf unserer Seite Entgleisungen vorgekommen sind, so will ich das nicht entschuldigen; ich sehe es auch nicht gerne, wenn man volitischen Gegnern unehrliche Motive unterschiebt. Das kommt aber bei allen Parteien vor. Warum wendet sich der Vizekanzler also nur gegen uns? Gerade uns wird doch vorgeworfen, daß wir aus egoistischen Gründen den Krieg verlängern wollten; das ist doch der schwerste Vorwurf, der denkbar ist. Der Vizekanzler ist sogar soweit gegangen. uns auf eine Stufe mit den unabhängigen Sozial- demokraten zu stellen. Es ist* für uns ein Affront ohnegleichen. wenn wir mit einer Partei gleichgestellt werden, di» die Kriegskredite venveigert. Der Vizekanzler hat uns ja sogar auf eine Stufe gestellt mit dem Streik. Es ist aeradezu empörend, wenn eine derartige landesverräterffche Richtung mit uns verglichen wird. Wenn der Vizekanzler hier eine solche Rede verliest, die er doch auch dem Reichskanzler vorgelesen haben muß, so gefährdet er die Einigkeit aufs schwerste. (Lebl)afte Zustimmung rechts.) Solche Vorwürfe darf man nicht aus sich sitzen lassen, wenn man noch ein Herz im Leibe hat. Der Redner schließt mit der Hoffnung ans einen der Opfer würdigen Frieden. (Lebhafter Beifall rechts.) Reichskanzler Graf Hertling: Ich gehe auf den versöhnlichen Ton am Schlüsse der Rede des Äbg. Heydebrand ein. Die Stimmung am Schluß der gestrigen Rede des Vizekanzlers war nicht vollkommen berechtigt. Wenn Sie die Rede nochmals genauer besehen, so werden j Sie finden, daß sie nicht richtig bei der Unruhe im Hanse verstanden worden ist. Er hat zwischen den Streikenden und Ihnen (nach rechts) einen Strich gezogen und für das preußische Wahlrecht keineswegs die Kompetenz des Reichstages beansprucht. Wir wollen nichts anderes als eine Politik führen, die uns Deutsche einheitlich Zusammenhalt. Bitte helfen Sie auf allen Seiten dazu. (Beifall.) Begraben wir, was hinter uns liegt, damit wir einheitlich beieinander stehen. (Bewegung und lebhafter Beifall.) Dentlcher Reichstag. Sitzung voin 26. Februar. Als erster Redner erkühnte sich der Freis. Abg. Wiener den Konservativen zuzurufen, man könne tut Zweise^ *etn ob auf der äußersten Rechten oder Linken mehr gekündigt würde. S t r e i e m a n n (nat. lib.) feiert den Frieden im Osten, der eine Neuordnung auf dem Balkan zur Folge haben wird. Es wäre töricht, wenn man eine Kriegsentschädigung ablebnen würde, wenn man sie bekommen könne. Es läge kein Grund vor. bei Rumänien von einer solchen abznsehen. Ter tragische Tod des Großherzogs von Mcckien- bnrg-Strclitz gibt die Möglichkeit, daß der russische General Herzog Karl Michael, der gegen Deutschland gekämpft hat (hört hört!), die Thronfolge erhält. Das geht nicht an und muß durch Reichsgesetz verhindert werden. Wer das Deuffck- tum als Plunder ablegt, bat bei uns nichts zu suchen. (Lebhafter Beifall.) Er könne die Politik des Herrn Payer grundsätzlich annehmen. Er mahnt die Rechte, einzusehen, daß in Preußen eine Wahlreform kommen müsse. Wir müssen uns zur Einigkeit mahnen. Parteistraitrgkeitew sind zuriickznstellen, bis dem Reiche der Frieden wiederge-- geben ist. (Beifall bei den Nationalliberalen.) Staatssekretär Sols bet/ut, daß die Kolonien für uns eine Lebensfrage seien. Die Rede des General Smuts. hinter dem die britische Regierung stehe, habe bewiesen, daß England unsere Kolonien nicht zurückgeben wolle. H e n s e feiert die Russen, und Erzberger gewohntermaßen seine eigene Person. Vim -rtde n * der Ehre. Rodheim v. d. Höhe. Jäger Friß Zaco - i, seit Änsang des Krieges im Felde stehend, erhielt das Eiserne Kreuz» und wurde zum Gestern befördert. Beienheim. Der Fahrer Wilhelm Bo pp, bei einer Maschinen-Gewehc-Kompagnie im Westen, wurde zum Gefreiten befördert. Blofeld. Dem Reservist Rudolf Küfer, bei einem Artillerie-Regiment im Westen, wurde die Hessische Tapfer- keitsmednille verliehen. Wir gratulieren! Aus der Heimat. Kraukcuiasse. Durchs die Bundesratsverordnung vom 22. 2. 1917 sind die Krankenlassen u. a. ermächtigt worden, den Erund- lohn, nach welchem sich die Beitrage und Leistungen bemessen, bis zu 10 Mark festzusetzen. Bisher betrug der höchste Erund- lohn 6 Mark. Die Erhöhung des Gruudlohnes ist im wesentlichen durch die infolge des Krieges und seiner langen Dauer bewirkte starke Verschiebung des Geldwertes veranlaßt worden, weil die Krankengelder derjenigen Versicherten, deren jährlicher Verdienst 1800 Mark übersteigt, als unzulängl'ck bezeichnet werden inüs- sen. Vorstand und Ausschuß der hiesigen allgemeinen Ortskron- kenkaste haben insoweit von der Vundesratsverordnung Gebrauch gemacht, daß der Ortslohn bis aut 8 Mark erhöht wird und zu den bereits bestehenden 10 Lohnklasten eine 11. und 12. Klasse augefügt wird mit einem Grundlohn von 7 und 8 Mark. Die Kassenleistungen waren nach dem Notgesetz vom 4. 8. 1911 auf die Regelleistungen herabgesetzt worden. Die genannte Vundesratsverordnung gibt den Kassen, aus der Erwägung heraus. daß diese Leistungen bei den jetzigen hohen Lebensmittelpreisen unmöglich beibehalten werden können, die Möglichkeit, diese zu erhöhen. Auch hiervon wurde Gebrauch gemacht. Kran, kengeld und Wochengeld wird auf 60 Prozent des Erundlohnes erhöht. Die hierdurch entsteheOen Mehrausgaben sollen durch eine Erhöhung der Beiträge um V 2 Prozent gedeckt werden. Es darf angenommen werden, daß jeder sozial denkende Mensch diese Verbesserungen, die auch im Interesse des öffentlichen Volkswohles liegen, begrüßen wird. Nachdem die Genehmigung der Aufsichtsbehörde eingegangen ist, treten die Aenderungen mit dem 4. März in Kraft. (Siehe auch die Bekanntmachung in der heutigen Nummer.) Vierteljährliche Viehzählung. Nach Vundesratsbeschlutz vom 8. Februar 1918 findet am 1. März 1918 wieder eine vierteljährliche Viehzählung statt. Sie erstreckt sich auf die gleichen Viehgattungen, wie bei der Zählung am 1. September v. I. fest- gestellt worden sind, nämlich auf Pferde, Rindvieh, Schafe. Schweine und Federvieh. Neu ausgenommen ist nur die Frage nach zahmen Kaninchen, da deren Felle in steigendem Maße für den Kriegsbedarf Bedeutung gewinnen. Da das Ergebnis der Zählung als Grundlage für wirtschaftliche Maßnahme dienen soll, wird auf die Wichtigkeit der Erhebung hingewiesen. Wer vorsätzlich die Angabe seines Viehbestandes zu der er bei dieser Zählung aufqefordert wird, nicht erstattet oder wer wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis 10 000 M. bestraft. Auch kann Vieh, dessen Vorhandensein verschwiegen worden ist. im Urteil kür den Staat verfallen erklärt werden. Voltsbildungsvereim Der nächste Vortrag im Volksbil- dunasverein findet Montag, den 4. Mörz, abends 8 Uhr. im Festsaale der Augustinersckule statt. Herr Prof. Walz wird in großen Zügen die Entwicklung der Bildhauerkunst der Griechen darstellen und an der Hand zahlreicher Lichtbilder ihre Meisterwerke vorführen. Der Eintritt ist ftei für jedermann, doch für Schüler- und Schülerinnen mit in Begleitung eines Erwachsenen gestattet. Städtisches Schwimmbad. Das städtische Schwimmbad ist am Freitag den 1., Samstag den 2. und Sonntag, den 3. März dieses Jahres zu den festgesetzten Stunden für Wannen- und Brause-Bäder geöffnet. c. Friedberger Hilfsverein. Am 25. Februar hielt der Verein seine 105 ordentliche Hauptversammlung ab. Der Vorstand teilte in 1917 iv 165 Fällen zusammen 735 Mark an Hilfsbedürf, tige aus. Gesindeprämien wurden in 5 Fällen mit zusammen 55 Mark gespendet Es kommen dabei lediglich die Dienstboten von Mitgliedern des Vereins in Betracht. Der Vorstand wurde durch Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder G e o r g i und Philipps und durch Neuwahl von Rentner Valentin anstelle- des verstorbenen Rentners I. K o o b ergänzt. Die Mit- gliedeczahl ist zum ersten Male seit seinem Bestehen unter die Zahl 100 herabgesunken. Um ihm wieder neue Kräfte für seine unstreitig höchst notwendige und segensreiche Tätigkeit in unserer Stadt zuzuführen, soll demnächst kräftig die Werbetrommel bei allen denen gerührt werden, die dem Hilfsverein ihrem Ver- mögensstond und ihrem Herzenszustand nach schon längst freudig zugetan sein und ^«gehören sollten. , Mitteilung der städtischen Betleidungsstelle. Bezugsscheine 8. bei welchen die Prüfung der Notwendigkeit bescheinigt ist. jedoch die Ausfertigung des zuständigen Kretsamts fehlt, müssen von den Gewerbetreibenden (betr. Web-, Wirk-, Strick- und Schuhwaren) unbedingt zurückgewiesen werden. Das Geschäfts- Personal, ebenso das kaufende Publikum ist entsprechend zu belehren. Es wird auf die Bemerkungen auf der Rückseite des Bezugscheinformulars verwiesen, besonders Absatz 8s. Die Altkleiderstelle gibt bekannt, daß auch bei Ablieferung von getragenen Uniformen Abgabebescheintgungen für Anzüge usw. erteilt werden. Die Preise, welche für getragene Uniformen, wie auch für getragene Kleider, Hemden, Schuhe usw. gezahlt werden, sind wesentlich erhöht worden. Nieder-Weisel. Sonntag Morgen wurde hier ein frecher Diebstahl entdeckt. Der Dieb hatte « der Nacht vorher sich in die Behausung eines hiesi^n Bürger- einschlietzen lassen und den ganzen Inhalt einer Räucherkammer, die mit den guten Sacken andrer Lenke, wie Wurst und Fleisch gespickt voll mv, vollständig ausgeraubt. Außerdem hatte ec zwei Anzüge. 14 Paar Strünipfe, Hemden, Handtücher und Stiefel mitgehen heißen. Alle Gegenstände wurden in der Scheune einer anderen Hofraite versteckt, ohne daß dessen Insassen eine Ahnung davon hatten. In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde der Dieb in der Person des 17 jährige Ad. Weber aus Gießen durch Zufall entdeckt, als er den Rest seiner Beute in einem Schließkorb auf der Station Butzbach aufgegeben und den Nachtzng erwartete. Der Junge war als Kind einige Jahre in Pflege hier und die Begegnung in später Nachtstunde mit einen: Schulkameraden wurde ihm zum Verhängnis und lenkte den Verdacht aiff ihn. Der geschädigte Landwirt stellte ihn noch rechtzeitig in Butzbach, und ließ ihn, nachdem er halb und halb eingestanden, den Rückweg nach hier mit seinem Koster antreteu und brachte ihn auf hiesiger Wachtstnbc in Nummer- Sicher. Seine Abführung durch die Gendarmerie erfolgte Dienstag, nachdem er an Ort und Stelle geführt und die Tat und alle Begleitumstände eingestanden hatte. FC. Frankfurt am Main 20. Febr Der Händler Emil Fend hat ohne Erlaubnis Handel mit Lebensmittel getrieben. Das Schöffengericht verurteilte den Schleichhändler zu einer Geldstrafe von 800 Mark Aus Kurhesscn. FC. Großseelheim. 20. Febr. Ein hiesiger Landwirt wurde von einem Pferd so heftig in den Arm gebissen, daß es nur un. tec Aufwendung der größten Gewalt gelang, das Gebiß des Pferdes aufzubrechen und den Verletzten zu befreien. Dem Bruder des verletzten Landwirrs Johannes Klingelhöfer, der auf Urlaub zu Haufe weilte, brachte es eine ähnliche Bißwunde bei. Aus Hessen.Nassau. FC. Schierstein, 20. Febr. Der aus der russischen Gefangenschaft entflohene Musketier Wilhelm Frings von hier ist gestern Nachmittag hier eingetroffen. Er war drei Jahre Kriegsgefangenem FC. Aus dem Rheingaukreis, 20 FeA. Im hiesigen Kreise mußte der Brotpreis von 76 auf 80 Pfg. für das Brot von 1800 Gramm Gewicht erhöht worden. Um Arbeit, Licht und Kohlen zu sparen dürfen die Brotläden künftig im ganzen Kreise nur Montags. Mittwochs und Samstags offen gehalten werden. FC. Maricuberg, 20. Febr. Hier verstarb nach langem schweren Leiden der Buchdruckereibesitzer und Verleger der „Westerwälder Zeitung" Karl Ebdner im 63. Lebensjahre. FC. Weilburg, 22. Febr. Seinen 70. Geburtstag feierte geistig und körperlich noch sehr rüstig Professor Dr. Otkmann. der seit Eröffnung der hiesigen Landwirtschafts-Schule an derselben als Lehrer tätig ist. FC. Limburg, 24. Febr Kinder aus Mühlen fanden de» ledigen Invaliden Peter Horn aus Hundsaugen im Walde im bewußlosen, halberfrorenen Zustande auf. Er wurde nach dem hiesigen Krankenhaus verbracht, wo er alsbald verstarb. FC. Hadamar, 22. Febr. Zur Leitung des Gymnasiums in Rinteln wurde Studienrat Dr. Peters vom Königl. Gyinnasium dahier berufen und zum König!. Gymnasial- direktor ernannt. FC. Aus den: Kreise St. Goarshausen, 22. Febr. Hanf und Flachs wird allenthalben wieder gepflanzt. Auch die Wolle wird mehr und mehr auf der eigenen Scholle gewonnen, ein oder mehrere Schafe gehören heute zu jedem Bauernhaus. In diesem Winter ist nun das Spinnen und Weben, das in den letzten Jahrzehnten durch neumodische , Stoffe verdrängt worden war, wieder neu aufgekommen. FC. Braubach, 21. Febr. Am hellichten Tage wurde a» einer verkehrsreichen Stelle hier aus einem Stall ein Schwein gestohlen. FC. Miehlen, 24. Febr. In einer Molkerei wurden mittels Einbruch 45 Pfund Butter» Wäsche und Kleingeld gestohlen. Die Dtebe blieben unerkannt. FC. Rauenthal, 24. Febr. Die Vereinigten Rauenthaler Meingutsbesitzer brachten vergangene Woche 35 Nummern 1917er Rauentholer Naturweine bei sehr starkem Besuch in der „Burg Eraß" zur Versteigerung. Der Gesamterlös für 1754 Stück er«, gab 208 890 Mark, Durchschnittspreis war rund 12 600 Mark per Stück. Ein Sturz der Weinpreife war bier nicht bemerkbar. FC. Aus Nassau, 20. Febr. Der M'ttelrheinifch-Nassauifche Bauernverein hielt gestern in Eobienz unter dem Vorsitz des Geheimen Justizrat Dr. Dahlem-Lahnstein die Generalversammlung ab. Es wurde hervorgehoben, daß der Verein 9289 Mitglieder zählt und im abgelaufenen Jahre um 2730 zugenommen hat. Die Versammlung nahm u. a. verschiedene Resolutionen an. daß eine Zollunion mit Oesterreich-Ungarn ins Leben tritt, daß für Nutzvieh Höchstpreise festgesetzt und die Wahl der Mitglieder zur Landwirtschaftskammer lediglich in die Hände der Landwirtschaftstammer lediglich in die Hände der Landwirte Landwirte gelegt werde. Geschäftliches. Stuttgarter Le-ensverstcherungsbank a. E. (Alte Stuttgarter.) Das Neugeschäft im abgelaufencn 63. Geschäftsjahr ist in Berücksichtigung der schwer auf der Lebensversicherung lastenden Krtegszeit beftiedigend verlaufen. Eingereicht wurden 7231 neue Versicherungsanträge über Mk. 73 620 050 Versicherungssumme (im Vorjahr 5623 Anträge über Mk. 55 254 250). Davon gelangten 6559 Versicherungen mit Mk. 61 551 040 zur Annahme (tm Vorjahr 4406 Versicherungen über Mk. 42 290 270). Nach Abzug des Gesamtabganges ergibt sich in der Todesfallversicherung ein Reinzuwachs von 778 Versicherungen mit Mk. 24 223 90$ Versicherungssumme (gegen Mk. 8 941 008 im Vorjahr). Dadurch erhöht sich der Eesamtverficherungsbestand (einschließlich der Altersversicherung) von Mk. 1 Milliarde 172 Millionen Ends 1916 auf Mk. 1 Milliarde 195 Millionen Ende 1917. Verantwortlich kür den politischen und lokalen Teil: Ottid H l r \d) e I. Friedberg; für den Anzeigenteil: R. Seyne griedberg. Druck und Verlag der „Neu« Lagüßzettnna^ A- G., gnedbera t Q f Kekirnninrachitng. Samstag, den 2. März 1918 Vrotkartenansgabe. Bezirk I Altes Postgebände I. Stock. Uhr Ar. 1—150 „ 151—300 „ 301—450 .. 451-000 » 601 u. höher von 8— 9 9— 10 10-11 11-12 12-1 Bez rk III. Schule in Fauerbach. Ar. Uhr. 18. Uhr, Bezirk II. Museumsgebäude, Haagstr. Nr. 1-150 von 8—9 „ 151-300 „ 9—10 301-450 „ lo-u ;; „ 451—645 „ 11-12 „ Bezirk IT a. Altes Postgebände I. Stock. Nr. 646—800 von 8—9 Uhr. .. 801-950 .. 9—10 „ .. 951-lKiO „ 10-11 „ .. H01-1250 „ 11-12 „ „ 1251 „.höher „ 12—1 1—150 von 8—9 151 ».höher .. 9—10 Die vorstehende Zeiteinteilung ist genau einzuhalten. Tie Lebensmittelkarte ist vorzulegen. Friedberg, den 27. Februar 1918. Ter Büraermeister. I. 93.: Damm. Kelrantttmachurg. Eemäsi § 5 der Bekanntmachunq über die Berbmucks- leoeluncz der in die öffentliche Bewirt'chaftuncz genommenen 'Nährmittel vom 2 \. März 1917 wird für die Btabt Friedberg folgendes bestimmt: Es sollen ausgeqeben werden: I. Für brotgetreideversorgungsberechtigte Kinder bis zu 12 Jahren (rote Karten) aufdieMarke 36 der Nährmittelkarte 6 (rot) Grieh » » .. 37 „ ß „ Suppen If. für die übrige brotgetreideveiforgungsberechtigte Bevölkerung (blaue Karten) auf die Marke 41 der Nährmittelkarte r - (blau) Tei^waren " »* f* 42 „ „ „ C „ Erbsen * » ..." 43 „ „ C „ Grietz III. für Selbstversorger (gelbe Karten), auf die Marke Nr. 10 der Nährmittelkarte A (gelb) Gr'e'z. Wer die auf ihn entfaUende Ware — die genaue Menge wird später festgesetzt — zu beziehen wünscht, hat unter Vorlage seiner Karte bei einem hiesigen Kleinhändler bis zum 6. März eine Bestellung auszugeben. Dabei ist darauf zu achten, daß der Kleinhändler nur die betreffende Vestellmarke abtrennt und auf der gleichziffrigen Quittungs- und Vezugsmarke die Bestellung bestätigt. Wer die vorgesehene Frist für die Bestellung nickt einhält, verliert den Anspruch auf die ihm zustehende Ware. Die Kleinhandelsgeschäste haben die Bestellmarken auf die in Betracht kommenden BesteNbogen getrennt auszukleben und an dem. dem Ablauf der Bestellfrist folgenden Werktage, also am 7. März an uns einzufenten. Nichteinhaltung dieser Frist zieht den Ausschluss des betreffenden Kleinhandelsgeschäfts von der Beteiligung an dem Vertrieb der Nährmittel nach sich. Friedberg, den 27. Februar 1918. Städtischer Lebensmittel-Ausschrch. Langsdorf. Allgmtiiie Ortskrimkenklljje für den Kreis Lriedlierg. Bekanntmachung. Infolge der unterm 22. November 1917 ergangenen Vundesralsverordnung hat der Kassen Vorstand und der Ausschuß beschlossen, die Beiträge mit Wirkung vom 4. März 101» ab von 47 2 auf 5% zu erhöhen und dafür ein Krankengeld und Wohengeid von 6.% des Grundlohnes (gegen seither 50%) zu gewähre,; gleich eitig wird von dem gleichen Taze der Höch tgrundlohn von 6 Mk. auf 8 Mk. erhöht und zwei neue Lohnkla-ien mit 7 Mk und 8 Mk. Grundlohn ge chaffen, sodaß anstelle der seitheri en 10 Klassen eine neue Einteilung mit 12 Klaffen in Kraft tritt. Nachdem die Beschlüsse die Genehmigung des Eroßh. Versicherungsamtes und Großh. Ober- versicherun^samies (^unfcen haben, erweist sich c- ne Prü ung sämtlicher Klaffen als no wendig Ten Herren Arbeiigebern werden deshalb Lohnlisten zuae eil., deren ge,laue 2lus nllnn a und Rückgabe an die zuständige Qrtsskelle bis spätestens 1. März d. I. unerläßlich ist. Hierbei machen wir da aus aufmerksam, dah zum Entgelt neben Gehalt oder Lobn auch GewumantSile, Sach- und andel- Bezüge gehören, die e u Mitglied, wenn auch n r aemo mheitt'- mäszig, stau des Geaaltes der Lohnes oder ne >en ihm von dem Arbeugeoer oder einem Dritten erhält. Dies Bezü e sind al o in ! er Lolmliste mit onzugeben. Nird die Einre chung der Lohnliste un erlaffen, so kann Bestrafung durch das Versiche.un"--- amt erntreteir und außer der Nach. rhebung der etwa hinterzogenen Beiträge kann noch die Auf^rlequna des ern- bis fünffachen dieser Beträge erfolgen. ... ob Zelten somit folgende Beiträge und Unterstützungen, wobei bemerkt wird, dag iur An pr che aus Erkrankungen, die vor den 4. M.ttz einget.eten sind, die bisherigen Lo.nstufen maßgebend sind. Holzv ersteigerungen der Gräflichen Oberförsterei Laubach. I« M ontag den 4. März, vorm. 10 Uhr, nach Zusammenkun't auf der Laubach—Scholtenernraße am Heinzeberg und an der dürren Heegbrücke, aus: Heinz berg und Fori.w esc: Scheit nn: 422,6 Buchen I. u II. Kl., 1 A'orn. 11,9 Eichen II. Kl. 3.1 Fichten ll. Kl.,- Prügel rm: 8 0 Buchen I. u. II. Kl', (meist Stammprügel). 12 Eichen. 7.1 Nadel; Stöcke rm: 31,6 Buchen; Neiserprügel rm: 65 Buchen; 1 Eichenschnin- stamm, 4 m lang, 9 > cm Durchm. — 2.54 Im; 2 Eichenstangen (Deichsel) - (),lo km; Kohlrei er und Lesholz aus Hein eben . und Birken flächenweise. — Das Holz aas Forstwiese' wird unvorgrzeigt im Heinzeberg verstcigect. Rot unterstrichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot. II« Dienst«'. den 5. März, vorm. 10 Uhr. nach Zufaminenkunft am Eingang zum Lenzesberg von Vittingen, aus: Lenzes- berg, Steinknorr. Einzäunung und Hubberg: Schert rm 236 Buchen I. u. II. Kl.; Prügel rm: 646 Buchen I. u. II. Kl (meist Siammprügel). 119 Eichen. 12 Nadel; Stöcke rm 22 Buhen; Neijer rm: 733 Buchenstamm.. 659 Bichenz.p,-. — Das Holz aus Hubberg, Steinknorr und Lewsbergen,- zaunung tomml unvo.gezeigt am Eingang zum Leniesberg zum Ausgebot. Lesholz aus Lenzesberg und Hubberg flachenweise. 's' c. o Durch chnittlicker Verdienst 1ä lich — ^ Mochen- beitrag Krank- 1 J'v.- Kafse \ Kasse Davoi der Aibeil- ne er Krank.-1 Inn.« Ka e ! Ka J i zahlen di Versi Krank.- Kaffe r herte 3no.= o'l> Sterbegeld " /=> cn S -w 25? Ji Jl ■*) 4 -j -J Jl Jl 1 bis 1 — 0.8 ) 24 18 8 M 16 9 16.— 0.48 - 1.01 .> 1.M 1 25 39 23 13 13 26 13 25.— 0.75 3 1 51 .. 2- 1.75 54 26 IS 13 36 13 35.— 1.05 4 2.01 ., 2->0 2.15 62 34 23 17* 46 V 43.- 1 35 5 2.51 „ 3.- 2 75 84 34 23 17 56 17 55.— 1.65 6 3.01 „ 38. 3.50* 105 42 35 21 70 21 70.— 2.10 7 3.81 4.50 4.— 1 0 50 40 25 81 25 80.— 2.40 8 4 >1 .. 5.— 4.75 144 50 43 23 96 2» 95.— 2. 5 9 5. 1 .. 5 5 19 50 . 53 23 106 25 105- 3.15 10 5.51 .. 6.5 . 6.— 180 fO «.0 25 120 25 120.— 3.60 11 6.51 .. 7.5. 7.— 210 50 70 25 140 25 14).— 4.20 12 7.51 und höher*) 8.- 24. 5j 80 25 160 25 160.— 4.80 Lehr inge o.;ne Entgelt — 21 — 7 — 14 — — — Für „unständig Beschäftigte" stellen sich die Beiträge und Leistungen wie folgt; Personen nach Aller Ortelohn Wochenbeilrag Davon zahlt der 1 der Kreis | Vers. Sterbegeld Krankengeld für jeden Wochentag A. M lnnliche ji 4 4 4 Jl Jl i n er 16 Jahien 1.50 45 15 30 30.— 0.90 vcn ln—21 2.70 81 27 54 54.— 1.62 über 21 „ 3.— 90 30 60 60.— 1.80 L. Weibliche unter 16 Jahren 130 39 13 26 26.— 0.78 von 16—21 w 1.60 48 16 32 32.— 0.96 über 21 2.20' 66 22 44 44.— 1.32 stvetr Die Flejschverwrgung und die Verbrauchsregelung für die Stadt Friedberg. ilelrnnutmachnng Hierdurch bringe ich zur öffentlichen Kenntnis. daß der Verlauf nou Rind,-Kal - und Schweinefleisch sowie Wurst für ie e Woche am Frei lag, den 1. März 1913 in den sämtlichen hiesigen Metz- erladen von nachm ttazs 1—6 Uhr itattfindet. Die vontehende Verkaufszeit ist genau einiuhalien. Friedberg, den 27. Febr. 1918. Der Bürgermei ter. 3. V.: D a in m. Habe noch Frü i aalkartoffel Kaiserkrone Un^ Noyal-Kidney sowie (Ble-Japhet) gegen Saat.arte ab» zugeben O. Müller, Hemiettenhof, Po k Laubach. Extra große Thüringer Neiservesen alle Sorten Bürsten, Besen. Striegel, Toilette-Artikel, pr.ma Rasier- u. Toilelte- seije, pr»ma Linoleum- und Parkettwa Hs alles in großer Auswahl. Theobald Steinet Bürstenfabrik Friedberg, Kaiserstraße 117. *) Der Be riebsbeamten. Werkmeistern und anderen Angestellten in ähnlich gehobener Stellung der Handlungsgehilfen und Gehilfen in Apotheken, bei Bühnen- und Orchestermitttiedern. bei Lehrer und Er .,ehern, sowie bei Schiffern erli cht jedoch die Versicherungspflicht bei Ueber chreitung eines^regelmaßigen Jahresarbeiisverdien'tes von 2500 Mark. Die genannten Personen haben jedo h irenze. Der Satzungsnacht äge werden nach Fertigstellung kostenlos bei den Ortsstellen abgegeben. Friedberg, den 28. Fehruar 1918. Vorstand der Allgem. Ortskrankenkasse kur den Kreis Friedberg. Carl ClasBiiiB. Vorsitzender. Deutscher KMeMH-WM in Dosen von ca. 950 Gramm « Alk. 3.80 empfiehlt Friedrich Michel Suche für mein Kolonialwarengeschäft einen Lehrling auf Ostern 41. A. Wlii«lecker, Friedberg. KaOerstraße 3. ZUM hkmm entlaufen. Gegen gute Belohnung abzm geben bei Frau Stoppel, Massenheim. Wir empfehlen: iIianda!-lrrME.klrM. . . Topf 145 u. 290 ilriiit SiipM-Mm Hr. 550 2 oo-- g r= 3 f. 170 FlkilchbrüIi-Ersiitz-WUrfrl 3 snf. 10 u .S(d. 4 Uili0ttfnl4tI04ti»Saf|f . Palet, 2 Wulfe! 25 Ps». Koch-Salz bei 5lt Pjd 14 in der Zentrale ein- gel.offen. . Pfd. 59 Psg., bei 100 Pfd. 1.— Mk. billiger ab Laden. S'kiII-8liIe-Zalz . . . . 1 Pfund-Paket 42 Pfg. Ilnjinha.Pake. 25 .. Oaiiillf iw Siflimn.1()0 JlBln, (Malme (Spcifc=©clotiue). Paket 22 ’’ Gröberen Posten ZeiiWkil Ritkltksmtk hat abzugeben 1917er Ernte Karl Nicolay 111.. Blofeld. ^ Poll Reichelsheim (Wetterau). Prims Taikifrnf Kssis-Gilrilci! Pfund 95 Pfund 30 Stück 60 .. 65 Stuttgarter Lebensversiclierungsbank a. 0, (Alle Stuttgarter) K'iihlmM für Liehlicht . . . (J;liil|hörvcr für lüngdidji. . . Jüttbljölicr «KUchenhölzerl S00-Stck,-Schachtel 28 TnfihensciimrM . . 10 s.üd 55 Schade & Füllgrade Schirngasse 4 . Friedberg t. H Pfg. Schirngasse 4. Oexmnäet 1854. Neue Anträge 1917. Versicherungsstand. . . 74 Millionen Mk. und 195 Millionen Mk. Auskünfte erteilt in Friedberg Frclr. I,aiidati, Kaufmann. Rechnungen in allen Formaten liefert >chnell no billig Urne „fonpöipifnno^ Ä.(Y. Eine noch guter^ altene brettcütiic füijiuulic mit Eisengestell, ist preiswürdig abzugeben. __Heinrich Schu ch. Kaichen. Ein guterhaltenes Sofa zu verkaufen. Zu erfragen in der Geschäfts stelle der „Reuen Tageszeit ung". Einen reimaisigen Dobermann hat zu verkaufen Johannes Gebhard II.. tfiiffuhitii. für sofort gesucht von Trapp ic IHündj .iu.Mj. Fabrik Photograph. Papiere Friedberg i. H. Dknachriiiizs-Stkllk« für vrigiaal Miigs Kaltttsblichrr Frnh-Hafer Gelb-Hafer Feld-Grbfen gesucht.. - Die Sorten sind in das Hochzucht-Negister der D. L. (5. eingetragen, und geben höchste Erträge; geprüft durch Saatzuchi-Anstalt Weihenstephan, Universität Jena usw. Verlangen Sie von mir nähere Angaben, auch über die von mir gezahlten Preije. Vstng-Kalterslmch. Post Ottwettev» Kr?irk Trier. liefert schnell und billigst > Itrue ssiMsBuiiK jhadtfrn Krrlag. A.-L