£>:p .,1 cne ^aoevteiluny" erichemt reden Werltar. Regelmäßige Beilapen „Der Sauer aus Hellen", „Dte Hpinnllnve". Semgapreis: Bei den Postanstalten vterreliährltch Mt. 2.40 hin u tritt noch das Bestellgeld; de« den Renten monatlich 85 Pig. einschließlich Trägerlobn. Anzeigen: GrundzeUe 25 Pig.. wlale 20 Blg^ Anzeigen von auswärts werden durch Bo.'LnachnahmH erhoben. E '--Il'-nasori Friedbera. Hchriflleitunq und Derla-z iriedberq (Hessen), »anauerikraße 12. Hernprecher 43. Ps'ts heck-Coita Rr. 13»I. .'. nt ^eantturt a M. Rußlands Fricdrrlsrmttr. Dorpat. Pernart, Pleslmn und Deval bejekt. — Die Dcrchskon^lerrcde. — Eine herausfordernde Rede des iuternational-dcmokra1i)chen Vizekanzlers Payer. Annahme der KMenMinglingen dlirch Rußland. VerNn. 25. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Im Verlaufe seiner heutigen Rede im Reichstag machte ReichskanZler Dr. Graf von Hertling folgende Mitteilung: Gestern ist die Nachricht eingetrofsfen. dag die Petersburger Re-giernng unsere Friedensbedingungen angenommen und Vertreter zu weiteren Verhandlungen nach Bcest-Litowsk abgesandt hat. Demgemäß sind auch die deutschen Delegierten gestern abend dorthin abgereist. Möglich, daß über Einzelheiten noch gestritten wird, aber die Hauptsache 'st erreicht, der Friedenswille wird von russischer Seite ausdrücklich kundgetan. Unsere Bedingungen sind angenommen, der Friedensschluss muh in kürzester Zeit er- kolgen. • Petersburg. 25. Febr. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Vaentur. In der Nacht vom 21. ds. fand eine Vollsitzung des aussührcnden Hauptausschusies statt. Nach heftiger Debatte wurden die deutschen Friedensbedingungen von Brest- Litowsk. die aber durch die letzten Zusätze von Kühlmann ergänzt waren, angenommen. 126 Stimmen waren dafür. 85 da. gegen abgegeben. 26 Mttglieder enthielten sich der Stimme, zwei Nnarchjsten nahmen an' der Abstimmung nicht Teil. Folgendes Telegramm wurde am 24. ds.. am 7 Uhr früh dvrch Fnnksprnch an die deutsche Regierung in Berlin gesandt, ebenso an die österreichisch-ungarische in Wien, an die bulgarische in Sofia und an die osmanische in Konstantinopel: „Gemäß der vom avsführenden Hauptausschuh der Vertreter der Arbeiter. Bauern und Soldaten am 24.. Uhr früh getroffenen Entscheidung, beschloß der Rat der Volksbeauftragten. die von der deutschen Regierung gestellten Friedensbedin- gungen anzunehmen und eine Abordnung zur Unterzeichnung des Friedens nach Vrest-Litowsk zu senden. Der Vorsitzende des Rates der Volksbeauftragten: Wladimir Lenin und der Bolksbeaustragte für auswärtige Angelegenheiten, Leo Trotzki.^ Der deutsche Geueralstab ?:===^==== meidet: .— J |tf. T. S. Mrotzes Hairprqttariier, de» 23. Februar. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Vielfach Artillerie- und Minenwerferkampf. An verschiedenen Stellen der Front Erknndungsgefechte, die uns östlich von Armentieres Gefangene und Maschinengewehre einbrachien. westlicher Kriegsschauplatz Heeresgruppe Eichhorn. Unsere Truppen besetzten P e r n a u. Ein Esthen-Vatail- lon har sich dort dem deutschen Kommando unterstellt. Ihren Divisionen voraus haben gestern vormittag die Sturmkompagnie 18 und die erste Schwadron des Husaren-Rcgts. Rr. 16 Dorpat genommen. Auf dem Wege dorthin wurden 3000 Gefangen gemacht und viele hundert Fahrzeuge erbeutet. Diese Fliegende Ablesung hat somit in 5)4 Tagen über 210 Kilometer zuriickgel"gt. Heeresgruppe Lin sin gen. In R o w n o ist der gesamte Stab der russischen „besonderen Armee" in unsere Hand gefallen; ihr Oberbefehlshaber war entflohen. Vortruppen erreichten S h i t o m i x und nahmen dort Verbindung mit ukrainischen Truppen auf. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Aiiendbcricht. Berlin. 24. Febr. (WTB. Amtlich.) Im Osten gehen die Bewegungen planmäßig vorwärts. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. * Berlin, 25. Febr., abends. (WTB. Amtlich.) Stadt und Heftung Reval wurden heute 10.30 Uhr vormittags nach Kampf besetzt. Pleskau (Pskow) südlich des Peipusiees ist Ds unserer Hand. » 1 ; — . . 1 1 ; Der österreichische Generaistab [1 r===== meldet: =====1- Wien, 25. Febr. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: An der Piave war die Artillerietätigkeit lebhaft. Bei der Heeresgruppe Linsingen nahmen deutsche Vortrup- pen in S h i to m i r die Verbindung mit den ukrainischen Truppen auf. Der Chef des Eeneralstabes. tv" :- rrr, Das türkische Hauptquartier j m==== Meldet: ====i:=^===e Konstantinopel, 24. Febr. (WTB.) Tagesbericht. Palästinafront: Geringe Gefechtstäligkeit. Am Euphrat ging der Gegner am 22. Februar mit zwei Bataillonen, zwei Kavallerie-Regimentern und drei Batterien gegen Hit vor, zog sich aber nach kurzem Feuergefecht wieder zurück. Im Luftlampf wurde ein feindliches Flugzeug zum Absturz gebracht. Am 23. Februar ging der Gegner erneut gegen Hit vor, dieses Mal in zwei Kolonnen. Eine Kolonne machte 10 Kilometer vor Hit Halt, grnb sich ein, die andere ging bis auf 4 Kilometer an Hit heran und machte dann Kehrt. Sonst keine Ereignisie. 10000 Tonnen verlcnkt. Berlin. 24. Febr. (WTB. Amtlich.) Reue U-Booterfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz. 19 000 Bruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schiffen befand sich der englische Truppen, transportdampfer „Tuscania" (14 348 Bruttoregistertonnen) mit amerikanischen Truppen an Bord. Der Dampfer ward kurz vor dem Einlaufen in die Irische See in geschicktem Angriff bei starker feindlicher Gegenwirkung aus einem Eeleitzuge, an desien Spitze er fuhr, hecausgeschosien. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Paris. 22. Febr. (WTB.) Das Unterseeboot „Bernouilli" ist nach einer Meldung der Agentur Haoas bisher nicht an feinen Stützpunkt zurückgekehrt. Es war vor einigen Tagen zu einer Kreuzfahrt ausgelaufen. Dilsskr n;er Berlin, 25 Febr. (WTB ) Der Kaiser hat anläßlich der Rückkehr des Hilfskreuzers „Welf" an den Kommandanten Fregattenkapitän Rerger. das folgende Telegramm gerichtet: „Ich heiße Sie und Ihre tapfere Besatzung nach der langen und erfolgreichen Kreuzfahrt durch alle Ozeane willkommen in der Heimat. Indem ich Ihnen hiermit den Orden Pour le me- rite verleihe, lasse ich für den Stab und die Besatzung eine Anzahl Eiserner Kreuzer erster und zweiter Klasie folgen. Ihnen allen wünsche ich ein frohes Wiedersehen mit den Ihrigen und eine gute Erholung nach den langen Entbehrungen und Anstrengungen." Bewunderung in Wien. Wien, 24. Febr. (WTB.) Die „Reue Freie Presse" bezeichnet die Erfolge des Hilfskreuzers ..Wolf" als besonders erfreulich und sagt. „Der Kampf um die Rohstoffe wird durch die Kühnheit dieses Hilfskreuzers nicht unwesentlich beeinflußt, aber am stärksten berührt doch der Gedanke an die menschliche Leistung, der in dieser Kreuzfahrt, in diesem Angriff eines einzelnen gegenüber hundertfacher Ueberlegenheit liegt. Kapitän Rerger und fein Offizier Brandes gehören sicherlich zu den Besten der deutschen Flotte. Der Seekrieg. Die Verluste der französischen Handelsflotte. Berlin, 23. Febr. (WB.) Die Versenkung des neu erbauten Dampfers „Ville de Verdun" ist nur ein Beispiel unter vielen für das Mißgeschick, das die französische Handelsflotte seit Kriegsbeginn verfolgt. 1914 zählte die französische Handelsflotte 2y> Millionen Brt., 1916 immmerliin noch 2.2 Mill.. aber Ende 1917 gab sie der Unterstaatssekretär Lemery in der Kammer mit „kaum" W 2 Mill Brt. an. Die Verluste 1917 beziffert „Fai Play" vom 3. Januar nach einem Aufsatz von P. de Rousier mehr als doppelt ^0 hoch wie 1916, nämlich 699048 gegen 318 580 Brt. Allein im letzten Jahre wurden demnach 28 vom Hundert des Frie- denßstandes vernichtet und seit Kriegsbeginn beinahe ö'fe- Hälfte. Ohne Unterstütznng durch 1.3 Mill. englischer und 0.7 Mill. neutraler Brt. könnte die französische Negierung nicht im entferntesten ihren Schiffsraumbedarf, den de Monoy am 29. Dezember 1917 in der Kammer auf 7\<2 Mill. Brt. schätzte, befriedigen. Interessant ist die Tatsache, daß England noch vor einem halben Jahre Frankreich mit 2 Mill. Brt. atishelfen konnte. Von den oben genannten 1,3 Mill. Brt. hat England für seine eigenen dringenden Zwecke im Laufe des letzten Halbjahres 700 000 Brt. zurückgezogen und wird unbarniherzig weiter Kürzungen folgen lassen, d^nn was kiimmern die englischen Machthaber die Schwierigkeiten der -französischen Rohstoffversorgung, wenn der U-Boolkrieg ihre eigene Einfuhrwirtfchast mit dem Zusammenbruch bedroht. Dcr llßnwfili in WM nnd sivland. Riga, 23. Febr. (WB.) Der Vormarsch in Estland» und Livland gegen die Räuberhorden der Roten Garde gebt weiter. In Walk ergab sich nachträglich der ganze Stab der 110. russischen Division. Die russischen Offiziere und Soldaten wiinschen in geordnete Verhältnisse zu kommen und der Willkür der Roten Garde entzogen zu sein. Bereits zeigen sich zum Heil des schwer darnieder liegenden Landes die Früchte der - strapazierten Leistungen der deutschen Divisionen, die planmäßig mit kampfkräftigen Vorhuten und dicht auffolgenden starkem Gros und Reserven die Straßen entlang vorwärts drängen, wahre Rekordleistungen im Marschieren erzielend. Verpflegung in dem von Natur reichen, von den Bolschewisten verheerten Lande ist in großen. von der Noten Garde aufgehäuften Raubdepots an mehreren Stellen erbeutet worden, da ein rechtzeiti'-er Abtransport b"i der kopflosen Flucht nicht mehr möglich war. Dadurch wird das Vorwärtskommen unserer Truppen erleichtert. -Eile ist dringend geboten, da jede Stunde früherer Ankunst in den livländischen Landstädtchen Hunderten mn Einwohnern Leben und Freiheit rettet. Die Bevölkerung aller Nationalitäten wünscht dringend Frieden und nnng. Sie hat übergenug von den bisberiaen a.-uuem harten Zuständen. Ileberall hört man die gleichen Fragen: ..Werdet Ihr uns nicht im Stich lassen und unsere verschleppten Lieben befreien?" Trohki Spricht nicht dleWnkrhe^, Berlin, 25. Febr. In der „Norddeutschen Allgem^ Zeitung" wird gesagt: Herr Trotzki wird jetzt sagen, daß Deutsch, land ihn mit seiner Fortsetzung des Krieges in die von ihm ar- geordnete Abrüstung hmeingestoßen habe. Es muß ganz Clc gesagt werden, daß dies nicht den Tatsachen entspricht, denn d russische Abrüstung ist nicht von Trotzki angeordnet worden, so', dern von selbst gegen den Willen der russischen Machthaber sic Gang gekommen. Trotzki hat den Befehl nur erlassen, um die tatsächliche Auflösung des russischen Heeres als feinen eigenem Friedensakt hinzustellen. Er war nicht im guten Glauben, als er davon sprach, daß der Krieg durch ihn beendet worden sei. Die Abrüstung hat schon wochenlang vorher begonnen. Das wußten unsere Unterhändler. Sie wußten, daß die Gräben vor unserer Front fast leer waren, wie sich auch auf unserem Vormarsch her- ausgestellt. Gleichwohl haben unsere Unterhändler in weitestgehender Nachgiebigkeit auf einen rechtlichen Frieden hingear- beitet Trotzki hat den Frieden nicht gewollt. Er spricht nicht die Wahrheit, wenn er die Öffentlichkeit glauben machen will, die Abrüstung sei infolge seiner Erklärung des Endes des Kriegszustandes erfolgt. Diese Tatsachen müssen für die Beurteilung des russischen Verhaltens angesichts der jch'gen Lage immer wieder aufs neue hervorgehoben werden. Flucht ans Charkow? Bafel. 25. Febr. Die Londoner „Times" melden, daß die bolschewistische Eegenregierung der Ukraine am 20. Februar aus Charkow geflüchtet sei. Mr Larp und König Minnnd. Aus Bukarest wird der „Vossischen Zeitung" unter dem 2L Februar gemeldet: Lupu Kostaki, Verweser des rumänische» Innenministeriums, hat im Namen des früheren Ministerpräsidenten Peter C a r p der rumänischen Delegation, die von d« Iassyer Regierung zum Zwecke der BerlüuLerung des Waffe»« fciJTfambfS rrft den VierönndmSchten nach Bukarest gesandt wurde, folgende Erklärung vermittelt: Herr Peter Earp bittet Sie. Seiner Majestät gehorsamst unterbreiten zu wollen, daß seiner Meinung nach selbst dann, wenn der König den Frieden mit den Mittelmächten unterzeichnen würde, sein Weiterverbleiben auf dem rumänischen Throne eine Reihe von Erschiitterun. gen Hervorrufen könnte, die die Dynastie unmöglich machen und die Heilung der durch eine unglückliche und falsche Politik ge. schlagencn Wunden bedeutend erschweren würde. ([um(lim ühö rtirr Orch neu Klüt rin) Änrirckik. Berlin, Febr. (WB.) Die Deutschen sind in diesem srrreae m Städte eingezogen, in denen die Bevölkerung zähneknirschend mit geballten Fäusten den Einzug der fremden eiener zugab. und in andere, wo ihnen Indes und Hurra, Blumen und Küsse entgegenflogen. Ter Einzug in die Ukraine zeigt ein neues Bild. Die Einwe'"'- - -o« ntcn den Einzug der Deutschen ruhig und gleickmüt hr S lacksai ergeben entgenen. Nur die schlimmsten Bottche- nusten. die sich ein allzu großes Schuidkonto ansgeladen haben, sind geflohen, alles andere ist geblieben — Ukrainer Gcoß-Nussen Polen. Juden. Die Ukrainer und tHrotz- Nussen. auch die besitzenden Klassen, sehen in den Deutschen d,e Netter vor den zuchtlosen Räuber- und Mörderbanden Slber ue brechen nickt in lauten Jubel aus. zu viel bat dies j?nnd in den dreieinhalb Jahren Kriea und last einem Jahr Ner^'lktion durckaemacht. zu wechselvolle Schicksale haben die Landstriche zwischen Stvr und Stockzod. die schon einmal zwischen 1915 und 16 den Vormarsch und Rückzug der Oesterreicker. laben erdu'det Aber jetzt sind die Denttcken da. Katt sei Dank! Man atmet aut. Deutsche d h die Wiederkehr von Zucht und Ordnung. Und auch die Elemente me bisher von den anarchistischen Zuständen profitierten. ,naer lick zum Vellern und ruhig in die neuen Verbälttnsse nnd so eraibt llch das absonderliche Bild, daß die Deutschen wie bei dem Einzuge in Luck in Städte kommen, die voll sind non russischen Truppen. Die erste Nackt verbringen die Deutschen in Alarm- kerettlckatt. Vor den Onartieren stellen Doppelposten. Die Straßenkreuzungen sickern Maschinengewehre. Aber am nackten Morgen kommen die Nullen der Aufforderung zu^ Abttelenmg der Waffen nack und geben freiwillig in die Kriea^aefangensckcrtt. Die Ukrainer gehen nach rückwärt« m dce AuMellungsbezirke der neuen ukrainischen Divillonen oder lle gliedern llch den deutschen Truppen an. denen sie vor allem das technische Personal abgeben: Chauffeure. Telegraph ssten Eisenbahntruppen, die auch als Dolmetscher wertt volle Hilfe lesslen. Aber auch die großrussischeil Kriegsge- wnaenen dürfen sich in bestimmten Bezirken frei beweg-n Den Offizieren bat man sämtlich die Nassen gelassen und sie ballen sich durchweg vorbehaltlos auf die deutsche Seite gestellt. Sie hallen zu tief unter der Revolution gelitten, um m den Deutschen etwas anderes zu seben als die Retter nnd Befreier aus höchster Not. Es sind Oberste ilnd «W- rafe darunter, die den Deuttcken in den Karpathen, am San rmd Bug. am Stockod und vor Tarnopol als Gegner gegen- uberstanden. Die Deutschen haben sie aus ihren Geiäng- nillen befreit, in denen sie ihre Hinmordung erwarteten, denn die Bolschewiki vlanten in der Ukraine einen allge^ meinen Offiziersmord. Mancher von ihnen batte Tränen der Rnllrnng in den Augen als er aus deutscher Hand Degen und Offiziers-Evauletten zunickerbielt. Zwei Tage nach dem Emzua der Deutschen war das Bild von Luck von Grund aus aeandert. Waren vordem Straßen und Plätze beherrscht von dem schmutzigen Braun der besckiäftigunaslosen Soldateska. zogen vordem auch Zivilisten den Soldatenrock an und zwar einen mögNW abgetragene« Äestt gewährleistete einigermaßen persönliche Sicherheit —. so zeigen sie jetzt erwachendes bürgerliches Leben. Die Organe der Rada bedurften nur der deutschen Hilfe, um die Regierung wieder in die Hand zu bekommen. Es ist nicht mehr Schande und Gefahr, einen guten Rock zu trägem Man sieht wieder elegante Damen und russische Offiziere in gut sitzenden neuen Uniformen. Die russischen Soldaten fangen wieder an, ihre Vorgesetzten zu grüßen, und alles erwacht wie aus einem bösen, wilden Traum auS einer Orgie von Blut und Anarchie, in die die junge Freiheit nur allzu bald ausartete. Deutscher Reichstag. Am Bunds-rratstrsche: Eraf t>. HertNng. n. Payer, o. Capelle, Graf Rödern, Dr. Drews. Dr. Friedberg. 3>t. v, Krause, Dr, Schiffer, Wallraf. v, W a l d o w, Frhr. o, S t e I n, Frhr. v, d. B u s f ch e und viele Kommissare. Das Haus ist sehr gut besucht, die Tribünen überfüllt, auch die Hofloge ist dicht besetzt. Vizepräsident Dr. P a s ch e eröffnet die Sitzung um 3 Uhr 20 Min. und gedenkt des Ablebens des Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz. Das Haus erhebt sich zu Ehren des dahingeschiedenen Fürsten von den Sitzen. Der Vizepräsident erbittet und erhält die Genehmigung, dem König von Württemberg zum Geburtsaoe die Glückwünsche des Reichstages übermitteln zu dürfen. sLebhaftes Bravo.) Mit freudig bewegten Worten gedenkt er soda: n der glücklichen Heimkehr S. M. Hilfskreuzers ..Wolf" (wiederholte Beifallskundgebungen), dem es gelungen ist, nach füisszchnmonnti- ger Fahrt in fernen Gewässern mit Besatzung und r icker Beute in den Hermathasen zurückzu kehren. (Lebhafter Be..all.) Die Rede Hertlings. Meine Herren! Der Reichstag bat den berechtigten Anspruch. Ausschluß über die außerpolitische Lage und die von der Reichslettung dazu eingenommene Stellung zu . erhallen. Ich komme der sich hieraus ergebenden Verpflichtung nach. Man kann auch andererseits gewisie Zweifel hegen über den Nutzen und Erfolg der seither von Ministern und Staatsmännern der kriegführenden Staaten vor der Ocssentlichkelt geführten Zwiegespräche Ern liberales Mitglied des englischen Unterhauses und früherer Minister Walter Runcimon hat kürzlich der Meinung Ausdruck gegeben, daß man dem Frieden weit näher komme, wenn statt dessen berufene und verantwortliche Vertreter der kriegführenden Mächte sich in engerem Kreise zu einer gegenseitigen Aussprache vereinigen wollten. Ich kann dem nur zuftimmen. Es wäre das der Weg. alle die" vielen gewollten und ungewollten Mißverständnisse aufzuräumen und unsere Gegner zu nötigen, unsere Worte so zu nehmen, wie sie gemeint sind und auch ihrerseits mit der Farbe herauszurucken. Ich kann wenigstens nicht finden, daß dtt Worte, die ich bei zwei Gekegen, betten hrer gesprochen habe, im kindlichen Auslande eine objektive und vorurteilslose Würdigung gefunden hätten, (Zustimmung.) Eine Auseinandersetzung in engem Kreis würde dann allein zu einer Verständigung über die vielen Einzelsragen führen kön. nen. die bei einem Ausgleich bestehender Gegensätze in Betracht kommen und deren Erörterung erst den Ausgleich wirklich her- belführen kann Ich denke hierbei ganz besonders an unsere Stellung gegenüber Belgien. Zu widerholten Malen ist von dieser Stelle ausgesagt worden, daß wir nicht daran denken. Belgien zu behalten. den belgischen Staat zu einem Bestandteil des Deutschen Reiches zu machen, da wir aber, was auch in der Papstnote vom 1. August aufgeführt wurde, vor der Gefahr behütet bleiben müssen, daß das Land, mit dem wir nach dem Kriege wieder in Frieden und Freundschaft leben wollen, zum Gegenstand oder zum Aufmarschgebiet feindlicher MachenschafGefahren. Jtoman aus der Gegenwart von M. Gvntard - Bchnck. ^ achdruck ver o en. d ^ kam kein Nebel, und der Brite sah den unerwarreken Femdl . Aber Kapitänleutnant von Werkheim war ebenso mutig wre bewnnen. Sich feige an dem Briten vorbeisckleichen — das gab es nickt! Er war da und er wurde genommen. Sie konnten nickt übersehen, daß sie einen starken Feind vor sich hatten. Aber das war vn, länssg auch nicht die Haupttacke. Jetzt galt es vor allem in günstige Schußrichtung zu kommen. . "5etzt ist's einerlei! Kommen wir nicht nach Hause mit unserer Nackrickt. so müssen es andere nach uns ver- Uictenj Drauf! Fertig zum Feuer!" Sie hatten beigedreht und sandten das verderbenbringende Geschoß nack dem znnackst wbrenden Kreuzer. Das Boot bockte ein wenig, als das Geschoß das Rohr « fceniefe. geborckte aber rasch wieder dem Steuer. Ein Knall folgte, der Torpedo saß. dlber wo? Nicht an günstiger Stelle, wie es schien. Ans dem getrofitrnen Sckiff war keine Unruhe zu bemerken. Also noch einen nachsenden. Auf den femdlickxm Sckifsen befand stch letzt alles in fieberhafter Tätigkeit. Die Schein- werter spielten, ein Hagel von Geschossen überschüttete den unsichtbaren Feind. „ v^l e 3ie!ten nidi aewde schlecht, die Herren Engländer. Und doch wollte es ein günstiger Zufall, daß das kleine Boot kernen einzigen richtigen Treffer bekam, v 7 war immer tn Bewegung und bot ein unsicheres Ziel. Wenn sie minutenlang verschwunden waren, wurde oben eifrig dre Umgebung abgesucht. Sie füblten es an oem zettweisen Verstummen der Geschütze. . _ Un & trotz seiner geringen Geschwindigkeit tauchte U 7 pmner an anderer Stelle auf. Unausgesetzt scklugen dre Granaten vor, hinter und zu Oerven Selten des Fahrzeug ein. Die Waflergarbe« lvare,r zeitweise von einer solchen Kraft, daß sie das Boot wie eine Nußschale hin und her rissen. Einige Geschosse ansten im Wasser unter dem Boot hin, wieder andere zersprangen beim Aufschlagen auf das Wasser und sandten emen wahren Höllenregen von Sprengstücken umher. Ohne besonderen Schaden an^uiickten. prallten sie ab. Es waren Mmnten siöckster Aufregung. Alle wußten: Jede Sekunde konnte das Ende bringen. Wie eine einzige große Spannung lag es über der aanzen Besatzung. Es mußte ein Wunder geschehen, sollten Ue nnt dem Leben davonkommen. Und dies Wunder geschah! Noch einmal gelang es dem hart bedrängten Boot, in gute Schußrichtung zu kommen. Der Hebel flog herum. „Los!" erklang der Befehl. Augenblicke höchster Spannung folgten. Jetzt ein Krack Ah! der hatte besser gesessen. Eine ungeheitre Rauchsäule stieg guf. Funkengarben stiegen empor, und sofort legte stch das Schiff sckWer über. In der eintretenden Verwirrung dachte im ersten Augenblick niemand mehr an den kleinen Feind da unten. „Die Pulverkammer ist getroffen!" sagte Werkheim, der wie festgenagelt am Sehrohr stand. „Nun aber los. ehe sie auf den anderen Schiffen wieder zur Besinnung kommen. Vrellercht kehren wir doch von unserer Erknndungsfahrt zurück." Doch der Brite dachte nicht mehr daran, den Feind zu stellen. Zu groß war die Verwirrung, zu viele der Opfer, die mit dem Tode kämpften, die sich der eisigen Umarmung entwinden wollten. Alles war mit der Rettung der Verunglückten beschäftigt Es wurde aufgefiM, wa- zu erreichen und was nicht schon bei der grauenhaften Explosion zu Tode gekommen war. Furchtbare Vorgänge spielten sich ab, und die Dunkelheit vennehrte das Grauen. Und in das Gräßliche, da- die Engländer vor Augen hatten, mischte sich da- Entsetzen über da-, wa- eben gewesen^ " j feit würde. Aeber die Mittel, dieses Ziel zu erreichen, und da»' mit dem allgemeinen Weltfrieden zu dienen, sollte in einem dcr- artkgen Kreise verhandelt werden. Wenn also ein Vorschlag tn b^ser Richtung von der Gegenseite käme, etwa von der Regierung in Le Havre, so würden wir uns nicht ablehnend verhalten, wenn auch die Besprechung selbstverständlich nur unverbindlich sein könnte Einstweilen aber scheint es nicht, als ob die erwähnte Anregung des englischen ParlawMariers Aussicht hätte, greifbrre Gestalt anzunehmen. Und so muß ich die bisherige Methode des Dialogs über den Kanal und den Ozean beibehalten. Der Reichskanzler ging dann auf Wilsons Rede ein. Mit dem ersten Satz, daß ein künftiger Frieden auf G e r e ch t i g. keit aufgebaut fein müsse, müsse man einverstanden sein. Auch Las Se l bst bestimm u ngsrech t der Völker .müsse hoch, gehalten werden, aber verbitten müsse man sich eine Einmischung in innerdeutsck)e Verhältnisse, die übrigens Wilson besser kenne, als man nach seinen Reden annehmen tönne. Der. dritte Satz, wonach j'de Lösung einer Gebietsfrage, die durch diesen Krieg aufgeworfen wurde, im Interesse und zu Gunsten der betroffenen Bevölkerungen und nicht als ein Teil eines bloßen Ausgleiches oder Kompromisses der Ansprüche ri- r-alisierender Staaten getroffen rverden muß. mutz nur eine Ausführung des vorhergehenden, nach einer bestimmten Richtung oder auf eine Konsequenz aus derselben oder daher in die dieser erteilten Zustimmung mit eingeschlossen sein. Endlich der vierte Satz, der verlangt, daß alle klar um- schriebenen nationalen Ansprüche die weitestgehende Befticdi. gung finden sollen, die ihnen zuteil werden kann, ohne neue oder auf die Verewigung aller Elemente von Gegnerschaft H : t den Frieden Europas und damit den Frieden der ganzen Meli wah.scheinlich bald stören würde, aufzunehmen. Auch hier kann ich grundsätzlich beisttmmen und erkläre somit dem Präsidenten Wilson, daß ein allgemeiwer Friede aus einer solchen Grundlage erörtert werden kenn. (Bewegung.) Nur ein Vorbehalt ist zu machen, es mußten diese Grundsätze nicht nur von dem Präsidenten der Vereinigten Staaten vorgeschlagen, sondern auch von allen Staaien und Völkern tai- sachl.ch anerkannt sein. Vorläufig aber seien wir noch nicht so weit Die Kriegsziele Englands, wie sie in den Reden Llond Georges neuerdings zu Tage treten, sind noch immer durchaus imperialistischer Natur und wollen d-r Wett den Frieden nack England- Gefallen auizwinoen. Wenn England von dem Selbstbestimmunosrrcht der Völker spricht, so denkt es dabei nich, daran, den Grundsatz auf Irland, auf Aegypten okm Indien an- zuwend-n. Unser Kriegsziel ist von Anfang an die Vertett gung de» Vaterlandes gewesen, die Aufrechterhaltung unsrer r^rritorialen Integrität und die Freiheit unserer wirtschaftlichen Entwicklung nach allen Richtungen hin. Unsere Kriegführung, auch wo sie aggressiv vorgeben muß. ist ihrem Ziel nach defensiv. Ich betone das gerade jetzt mrr besonderem Nachdruck, um kein Mißverstand- nis über unsere Operutionen aufkommen zu lassen. Nach dem Abbruch der Friedengverhandlungen'seitens der russischen Delegation am 10. Februar hatten wir Rußland gegenüber freie Hand. Durch Sen Einmarsch in die Ukraine sollten nur die Früchte des abgeschlossenen Friedens gesichert werden. Deutsch, land dächte nicht daran, sich tn Estland und Livland fcft= illsseben. Man hege nur den Wunsch, mit den dort entstehenden staatlichen Gebilden nach dem Kriege in einem gut nachbar- freundlichen Verhältnis zu leben. (Lebhafter Beifall.) Ueber Kurland und Litauen brauche ich heute nichts zu sagen. Es gilt, den Bevölkerungen jener Länder oie Organe ihrer Selbstbestim- muno und Selbstverwaltung zu schossen, oder die schon im Aufbau begrissenen zu 'tärken. Der weiteren Entwickelung sehen wir mit Ruhe entgegen. Der Reickskanzler gibt dann Kunde von der an anderer Stelle dieses Blattes niitgeteilten Friedens Neigung Was paar das? Latte man wachen Auges geträumt? Ein feindliches Unterseeboot an der Nordwestknste Englands? Ein deutsches Unterseeboot bei den Hebriden? Ueber dieser Erkenntnis vergaß man für Augenblicke den gefährlichen Feind. Und diese Verwinrnng gab dem Untersseeboot Gelegen' heit, sich in Sicherheit zu bringen. Es stieg an die Ober» fläche und mit Volldampf vorarts entkam es in das schützende Dunkel. Sie iahen nicht mehr den letzten Verzweiflnngskainpi. Die Todesschreie der mit den Wellen Ringenden trafen nicht mehr ihr Ohr. — Stunden mochten vergangen sein, oder waren es nur Minuten, sie wußten eS nicht. Keiner der beiden Oftiztere sprach ein Wort. Werklwim stand am Turm und starrte mit weit offenen Angen in die Nackt. Nach der furchtbaren Anstrengung der Nerven kam der Rückschlag. Keinei von der Besatzung dachte vorläufig an Schlaf. Mit vollen Zügen attneten alle die erquickende Nachtluft ein. Wie lvohliges Erniatten überkam es die wetkerhccrten Männer, die jetzt fast vollzählig auf Deck des Fahrzeugs standen nnd über die leise gurgelnden Wogen hinschauten. „Ah!" sagte Werkheim zu Mittler, „das waren wieder Augenblicke, in denen man Jahre zu erleben vernreint. Ist es nickt ein Wunder, daß wir noch hier sind?" „Mehr als ein Wunder!" gab Mittler zurück. „Mit Tapferkeit allein war das nicht zu schaffen. Ein anderer war mit uns." „Wie mag es jetzt auf dem Kampfplatz auSsehen?^ UW willkürlich lvarf Weckheim einen Blick zurück. „ES wird alle- längst vorüber sein. Sobaltz die PullE' kammer getroffen, ist, gcht e- schnell.^ Kortsetzrmg foktfj der russischen Regierung. Ueber den Friede» mit Rumänien sagte Hertling: Es wird möglicherweise Schwierigkeiten geben, aber bei allseitig gutem Willen werden sich diese Schwierigkeiten überwinden lassen. Aber auch Rumänien gegenüber mutz für uns der Grundsatz lauten, daß wir die Staotswesen. mit denen wir jetzt, auf die Erfolge unserer Massen gestützt. Frieden Miessen zu unseren Freunden in der Zukunft macben müssen und machen wollen. Was V o l en anbetrifft, so hofft der Kanzler zu einem Ausgleich (?) zu gelangen. Er siibrt fort- Wie Sie. meine Herren, aus den gegebenen Dar- kegungen entnommen haben, ist die Aussicht aut einen Fne- den an der gesamten Ostfront von der Ostsee bis zum Schwarzen Meere in greifbare Nähe gerückt (Beifall) und die des Krieges übersatt? Welt, besonders auch in den neutralen Ländern, fragt sich in fieberhafter Spannung, ob damit nicht auch der Zuaang zum allgemeinen Frieden er- öffnet sei. Aber noch scheinen die Leiter der Entente, scheint man in England. Frankreich und Italien völlig abgeneigt zu sein, der Stimme der Vernunft und der Menschttchkeft Gehör zu geben. Im Gegensatz zu den Mittelmächten hat die Entente von Anfang an Eruoberungsziele verfolgt. Der Kanzler geht dann nochmals auf die Kriegsziele der Entente ein. Es gebe keine elsaß-lott'ringisck^e Frage, sie lei eine rein deutsche Frage. Die Entente wollen öLerreicknsch-ungarische- und türkische Gebiete abtrennen. Herr Vizekanzler, wirk!. Geb. Rat. Dr. von Bauer. Demokrat und Au'sichtsratsmitglied a. T. der „Franks. Zl.?." hielt d.inach eine lange, nichtssagende Eede. Er stellte sich dem Reichstag als alter Bekannter vor. erzählte von d^r Zusammenfassung aller Kräfte. Stellte eine Sozial-Fürsorge im Krieg in Aussicht. Und kgm dann ans die preußische Walllrecktsvorlage. die den Reichstag gar nichts angebt, zu sprechen. Er schloß seine Aus« tühnmaen darüber mit d gehkndste unterstützen und fördern werden. Das gleiche müsst ; von allen Erwerbsgruppen und besonders von unserer Landwirt- ! schaft erwartet werden- Dem selbständigen Handwerk, das unter i dem Krieg große Not leidet, möge man jetzt mit Ueberweisung . von Aufträgen unter die Arme greifen. Sämtliche Teilnehmer \ sprachen sich für die Bildung einer Hilfskommission aus und 30 j Herren dafür gewählt. Bürgermeister Sporkhorst wurde zum ; Vorsitzenden bestimmt. FC. Kelsterbach, 24. Febr. Der frühere Oekonom'everwalter Schulte dahier wurde wegen Ceheimschlachterei verhaftet. Er hatte acht Schweine in dem etwas abgelegenen Gehöft eines frü. Heren Bahnwärters heimlich abgefchlachtet und das Fleisch zu 7 Mark dos Pfund an Frankfurter Wirte verkauft. FC. Aus dem Negierungsbezirk Wiesbaden. 24. Febr. Um zum vermehrten Kartoffelanbau anzuregen, sollen laudwirt- schastlichen Betrieben mittleren und kleineren Umfangs Beihilfen zur Beschaffting guten Saatgutes gegeben werden. Zur Beschaffung von geeignetem Saatgut werden Beihilfen von 3,50 Mark je Zentner (bet Verwendung von 10 Zentner auf den Morgen) gewährt werden. Dte Feststellung der Mehranbau- fläche richtet sich nach den Fläche aeintragungcn in der Mirt- schaflskarte von 1917. FC. Brcrstadt, 28. Febr. Megan Überschreiten der Höchstpreise für Futtecmöhren wurde Landwirt Stiehl II. von hier zu 40 Dkark Geldstrafe oder acht Tagen Gefängnis verurteilt. Ferner wegen übermäßiger Preissteigerung Bernhardt Siegfried mit 10 Mark oder 2 Tagen Gefängnis. FC. Sossenheim, 22. Febr. Etwa 30 Morgen Gemeinde- ländereien wurden zu Kleingarten umgewandelt und unter 370 Einwohner, die über Gartenland bisher nicht verfügten, verteilt. FC Diez, 21. Febr. Die Geschäfte des hiesigen Landratsamtes wurden dem Landrat des Oberwesterwaldkretfes Dr. Thon übertragen. Kirchliche Rachrichten. Gottesdienst i« der Bvrgkirche. Mittwoch. 27. Febr^ abends 8K Uhr: Passtonsandacht. Herr Pfarrer D t e h l. Verantwortlich für den politischen und lokalen Lett: Otto H i r s ch e l. Jriedberg: für den Anzeigenteil: R. tz e y n e r. griedberg- Druck und Verlag der ^Reuen Daae--eitvng", «. G. Sriedberg l " Heute früfj entschlief sanft nach langem schweren Leiden meine innigstgeliebte Gattin, unsere treubesorgte, gute Mutter, Schwiegermutter, Schwester Schwägerin und Tante ' Frau Anna Pulver geb. Loth im 57. Lebensjahrs. Friedberg ' n ecbach, den 25. Februar 1918. % Um stille Teilnahme bittet im Namen der trauernd Hinterbliebenen Fr. Pulver. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 27. Februar, nachmittags 3V* Uhr statt. ^filr die vielen Beweise warmer Teilnahme bei dem Heimgang meinet lieben Frau, unserer lreusorgenden Mutter Frau Lina Stsll geb. Schmidt sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Landmann und die vielen Kranz- und Blumenspenden sagen wir, zugleich im Namen aller Hinterbliebenen, von Herzen Dank. W- MS WflrifiiiiiipmM! Füeöimg. Versammlung flm Donnerstag, den 28. Februar avends 8 Uhr in - r-edber -Fau- S?K* in i! cr Gastwirtschaft von Wilhelm Sang. Der Vorstand. Gettenau, den 24. Februar 1918. MttW«. Donnerstag, den 28. ds. M-s., mittags I Uhr an angeno, ver- Neige.e ich in der Wmoeck zu ^5ttroberg freiwillig gegen Barzahlung Möbel aller Art: Belten. Stühle, Tische. Bit- der, Waschtische, L Eisschränke, Schreivkommode, VertilowS. Waschmaschine. Schreibpult rc. Nuppel. Auktionator und Tctta'or. ^ n einem Georg Stoll IV. und Kinder. Krlranntmachnng. (üemflse-Vcrkaul Wir verkaufen bis auf weiteres im Großverkwnf in Mengen von 50 und 100 Pfd. Mittwoch, vormittags von 9—10 Uhr, Kohtraben, Preis pro Pfund 5 Pfg. gelbe Rüben, Preis pro Pfund 12 Pfg. Kleirrverkanf in Mengen bis zu 10 Pfund, vormittags von 9 —10 Uhr, Eingang von der alten Bahnhof,iraffe aus. Donnerstag: gelbe Rüben. Preis pro P'und 14 Pfg. Kohlraüen, Preis pro Pfund 6 Pfg. Zufchneidelursus in Bad-Nauheim können noch einige Damen teilnehmen. Beste Gelegenheit eigene Garderobe an. zufeiiigen. Gef. Zuschriften unter 21. B. an die Geschäftsstelle der..Neuen Ta leozttiun Gutes Liiioleorfaoiis frisch cingctroPfen. Tapeten- um! Linoleumhau» Jean Köhler, Frledfeerg, Kaiserstr. 27. Kartoffelverkauf Hut an Minderbemittelte, auf Kartoffel karten, Samstag Dormittag. Preis pro Pfund 6 Pfennig. Friedberg, den 25. Februar 1918. Städtischer LebensmilLel-Ausschust. Langsdorf. Tüchtigen, zuverlässigen HilfLKrLeiter auf sofort gesucht. „Neue Tageszeitung" Druckerei und Verlag A.-G. Friedberq i. H. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben, herzensguten Sohn und Bruder Johannes im Alter von 18 Jahren nach langem, schwerem, in Geduld ertragenem Leiden in die Ewigkeit abzurusen. Ockstadt, den 25. Februar 1918. Die IlmiMtli Kjlilttbliebtni'il: Familie Johannes Schumann V« Die Beerdigung findet Mittwoch, den 25. Februar, nachmittags 1 Uhr statt. * KmchiHW-Zlckn für ©tiiiiial Milgg Ksltnshchkr Fruh-Hafer Geld-Hafer Feld-Grdfen gesucht. Die Sotten sind in das Hochzucht-Register der D. L. 05. eingetragen, und geben höchste Erträge: geprüft durch Saatzuchi-Anstalt Weihenstephan. Universität Jena u,w. 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