Die „Ue«e Taaesrettung" erscheint jeden Werllar. Regelmäßige Beilagen „Der Rauer aus Hessen". „9i- Hpinnssube". Ke?«gsprers: Bei den Poitanitalten vlerteliährlich Mt. 2.40 hin u tritt noch das Bestellgeld: bei den Agenten monatlich 85 Psg. einschließlich Trägerlobn. Ameigen: Grund;etle 25 Psg.. totale 20 Pig^ Anzeigen von auswäns werden durch Bo.tnachnahm» erhoben. Erfüllungsort Friedbera. Schriftleitnng nnd Derlag ® T\ I“ änmt *" B°rhastuug«n de. 33aneu . bie * #t '® otbe bcretts. Im offiziellen 2rg°„ (* s Allier. ' unb Sottatenmts ist zugleich mit dem Aufruf such dus ProieM etnes Grundgesetzes der estnischen Arbeiterlommun« -eröffen^'L Nch worden. Der erste Punkt e-kliirt diese Kornn.une für tmttf Bestandteil oer russischen Republik. Alqmth «ffifii Ilotjl) ©eorae. Lor^ou, 19. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung de»^ Renter^chen Bureaus. Asquith, der mit einigem Beifall bo- grüßt wurde, erklärte im Unterhaus, Robertson habe ein ßi-ofceä Beispiel gegeben, denn nach allem, ivas geschehen Ul >Qbe er seine Dienste der Regierung zur Verfügung gestellt^ und eine Stellung angenommen, die, obwohl sie nicht in Ueberernstlmmung mit seinen großen Fähigkeiten stehe., die einzige war. über die die Regierung augenblicklich ver^ fugt. Lloyd George bestätigte dies. Asquith fuhr fort, er hatte es gern gesehen, wenn die Rede des Premierministers' eine Wocbe früher gehalten worden wäre. Das Publikum habe aus der Erklärung Lloyyd Georges vom letzten Dienstag geschlossen, daß die Regierung die volle Uebereinstiin- mnng ihrer militärischen Beratungen habe. Dies sei aber offenbar nicht der Fall. Asquith stellte hierüber einige Fragen an Lloyd George und wartete auf Antwort. Seine Haltung rief Proteste von verschiede,ren Seiten des Sauses hervor. Man rief: „Sie haben kein Kreuzverhör vorzunehmen l" Lloyd George erklärte, der Widerstand sei in ^ % Q J .f e ? r . unerwartet gekommen, als man schon alle Schwrengkeiten überwunden zu haben glaubte. Asquith schloß mit der Erklärung, daß er den Beschlüssen des Rav s von Versailles durchaus m:frf entgegentreten wolle. Er sek der Meinung, daß der militärische Vertreter Chef des Gene- ralstabes sein solle. Das Publikum, sagte er, ist über die lungsten Geschehnisse beunruhigt. In den letzten zwei Monaten habe England tzellicoe und Robertson verloren die beide in bohem Maße das Vertrauen des Landes, detz Heeres und der Marine einnahmen. Sie seien zum Rück- tntt gezwungen worden. Dem Rücktvitt der beiden sei "ine feindliche, gewissenlose Treiberei voraufgegangen. Er halte es im Interesse eines günstigen, baldigen Friedens für wich ho. daß die Stimme der parlamentarischen Kritik nickt „xm Schneeigen gebracht würde. SjSiinnwfu Am 2 November vorigen Jahres wurde ein Abkomme« zwischen Japan und Amerika unterzeichnet, in dem die Vereinigten Staaten die besonderen Interessen Japans in Ehina Erkennen und in dem sie und Japan zusammen den Grundsatz . der offenen Tür dort bestätigen. Wie Reuter damals binznfügte erklärten die beiden Regierungen in ernem dem Abschluß des Vertrags voraufgehenden Notenwechsel. daß sie es für wünschenswert hielten in jenem Augenblicke nochmals ihre gemeinsamen Wünsche und Absichten bezüglich der chinesischen Republik bekannt zu geben, um dre bösartigen Gerückcke, die von Zeit zu Zeit anftanchten zum Schweigen zu bringen. Diese ..bösarttgen Gerüchte^, denen zufolge die Beziehungen zwischen Amerika und Java» während der damaligen Vechandlnngen dicht vor dein Ab- kruch standen, waren geeignet, Mißstimmung zwischen den beiden Staaten zu erregen und wurden von den Amen- kauern, wie gewöhnlich, auf deutsche Machenschaften zurück- geführt. Denn natürlich mußte Deutschland wieder einmL der schuldige Teil sein. Wie es aber beute um die vielgepriesene amerikanisch- japanische ..Einmütigkeit- steht, ist ohne weiteres aus einer Kabelmeldnng ans Tokio zu ersehen, nach der in japanischen Kausmannskreisen eine wachsende Erbitterung gegen da- Treiben der Amerikaner auf dem japanischen Wirtschafrs- markte herrscht. Nack diesem Bericht sind in Tokir und Jokohama durch Regierungsbefehl 37 amerikanische Ge- sck'äftslente und Journalisten verhaftet worden, weil sie ein--r geheimen Gesellschaft angehcren, die es darauf abgesehen bat die Beziehungen zwischen Japan und Rußland zu stören Man batte fest gestellt, daß die amerikanischen Zeitungsleutc ihre jonrnalistitche Stellung dazu benutzten, um nuwah-e und sensationelle Nachrichten über Japan in die Welt zu senden. Auch hegte die japanisck>e Regierung wohl Be- fürchtnngen. daß die Amerikaner einen zu tiefen Einblick »n die gerade jetzt vor sich gebenden militärischen Rüstungen und Erhöhungen der Wehrmacht gewinnen könnten. Au? sehr festen Füßen dürfte die amerikanisch-japanische Freundschaft demnach nicht stehen! Mü'on pfiun dü |lfr'iu*Vr drlifttflflf. Basel. 21. Febr. „Daily News" melden, daß Wilson eine freundschaftliche Note an die Alliierten gerichtet habe, in der der Wunsch nach einer Ueberpru!ung der Beschlüsse der Versailler Konferenz zum Ausdruck kommt Pie Anklage gegen Nepingtom Rotterdanr. 20. Febr. Die „Times" melden, das Hochver- ratsvorgehen gegen Oberst Repington sei von den Gerichten nicht ausgenommen. Repington wird sich lediglich wegen Veröffentlichung von militärischen Geheimmittellungen zum Nachteil de» Landes zu verantwocren haben. Fliegerangriff nnf Innsbruck. Innsbruck, 21. Febr. Das „Innsbrucker Abendblatt^ mel« det: Heute nachmittag um 3 Uhr erschienen von Süden kommend drei feindliche Flieger über unserer Stadt. Sie umkreisten de» Bahi.hos und die angrenzenden Stadtteile und warfen drei Bomben ab. Eine Fra« ist tot. Ein Milttärarbetter erlitt schwere Brandwunden. Di» Flieger warfen eins große Anzatzt Wugzetkln a§, jjfe'fn deutscher Sprache gehalten flüfüür mit den Worten endeten: „Biele Grüße. Auf Wiedersehen* schließlich entflogen sie in nordwestlicher Richtung. Der „Tiro» 1c. Anzeiger" meldet dazu: Einen regelrechten Ueberfall unternahmen die Flieger auf zwei Rotekreuz-Züge. die sie mit Ma- 'fchinengewehrfeuer überschütteten. Wie wir hören, soll ein öfter, reichlicher Flieger einen der feindlichen Flieger in der Gegmrd der Martinswand zum Absturz gebracht haben. Uormegftche Einsicht. „Morgenbladet" vom 3. Februar betont die ßtmfiS* Üßfeit der großen Massen in Norwegen, die kein Verständnis dafür haben, welche großen Dienste Deutschland Skandinavien durch die Beseitigung der russischen Getabr erwiesen hat. Zwar habe Deutschland nicht mit Rücksicht tznif die skandinavischen Interessen gehandelt, aber die skandinavischen Interessen fallen hier auf einem wichtigen Gebiet mit denen der Zentralmächte zusammen. Die Schweden die Rußland näher an ihrer Tür gehabt baden, -eigen ein größeres Verständnis dafür. Jedenfalls können tio Nordgermanen in der Stunde der Gefahr aus keine Hi'fe von England und Amerika rechnen. Dies sollte man nicht in dem Augenblick vergessen, rn dein Amerika Forderungen stellt. die Norwegens Beziehungen zu Deutschland unbedingt erschweren müssen. IftJfrf ßrmg"k'liinMl; in RmiiMn. Berlin. 20. Febr. (WTB » Soeben ist die erste telegraphische Nachricht der nach dem unbesetzten Rumänien zur Jnspi. Zierung der dortigen Gefangenenlager entsandten Schweizer Delegierten beim Kriegsministerium eingegangen. Sie besagt, daß unter großem Entgegenkommen der rumänischen Behörden bisher die beiden Lager Dobrovatz und Sipote beftchtigt worden feien Erfreulicherweise sei dabei fellgestellt worden, daß die Lage der Gefangenen in den beiden Lagern auch in hygienischer Beziehung, günstig seien und keine Epidemien dort herrschten. Die Zahl der deutschen Gefangenen betraue einschließlich der Invaliden 2450. Die tn der letzten Zelt über die Zustände in den rumänischen Gefangenenlagern, namentlich über das Lager von Sipote. bekannt gewordenen, höchst beunruhigenden Nachrichten hätten sich vorläuftg als unzutreffend erwiesen. Ueber die früheren Vorgänge tn den rumänischen Gefangenenlagern müßten weitere Ermittlungen und Feststellungen abgewartet werden üik pmßllih In der vorgestrigen Sitzung des Wahlrechtsausfchuffcs wurde der konservative Antrag der Pluralftimnren bis zur Höbe von 5 Zusatzstimmen mit 20 gegen 15 Stimmen angenommen, nachdem zuvor die Regierung durch ihre Minister Friedberg und Drews hatte erklären lasten, daß der Antrag für sie unannehmbar fei. Damit hat sich die Mehrheit des Ausschustes gegen das gleiche Wahlrecht ausgesprochen. Für den konservativen Antrag haben die Konservativen, die Freikonfervativen und vier Nationalltberale gestimmt, zwei Nationalliberale waren dagegen. von denen ober einer erklärt hat, daß er seine endgültige Stellung von der Regelung der Poleirffage abhängig mache. Es ist auch noch nicht gesagt, daß das ganze Zentrum für das gleiche Wahlrecht eintritt, aber bei der hinterhältigen Art dieser Partei läßt sich nichts bestimmtes sagen. Berlin. 21. Febr. (WTB) Wahlrechtsausschuß. Cingegangen ist ein Antrag der Nationalliberalen, der die Einführung der Wahlpflicht vorsieht. Die Strafen für die Mahlversänmnis sollen 1 bis 50 Mark bettagen, gegebenenfalls den dreifachen Steuerbetrag. Ein konservativer Antrag sieht gleichfalls die Einführung der Wahlpflicht vor. Der Minister des Innern bemerkte. daß die Regierung im allgemeinen gegen die Einführung der Wahlpflicht sei. Ein Mitglied der Zen- trumsrartei sprach sich ge^en die Einführung der Wehlpflicht aus. Ein freisinniger Abgeordneter wünschte, daß man den Sonntag als den Wahltag festlegen sollte. Hierauf wurde vom Ausschuß die Einführung der Wahlpflicht grundsätzlich brschlos. sen ge^en die Stimmen der Sozialdemokraten und Polen und die beiden Anträge einem Unterausschuß überwiesen. ssj"k mir Wir lesen in den .,R. Zürcher Nachrichten": Wmn uns Seite der Entente auch nur noch ein Funke ob- fekttven Denkens vorhanden ist. wird man sich dort sagen müssen. d ß es ein großes Unglück genettn wäre, wenn Deutschland in der Frage der russischen Randstaaten nach ihren Rezepten verfahren m^r>. Diese wären damit rettungslos einem entsetzlichen Schicksal verfallen, eine Beute der vertierten ..Rottn Garden" und av : i scke^alter zecktört. Aber auch v^i'ische und finanzielle F ckto '.'ii sollten der Enten'e nchleqen. die neue Stellung der T ' vlmcdjie mit einem gewissen Wohlwollen zu würdigen. Dafür nur za ei Momente. Sofern das Bclschewiki um seine Pläne in Großrußland verwirklichen könnte, würde Japan zum dirigierenden Faktor im ungeheuren sibirischen Reiche mit seinen fall unerschöpflichen Reichtün'ern. Nack-dem bereits China so ziemlich japamsche Domäne geworden ist fehlte nur noch das andere, um den Beginn einer Aera der Wttherrschaft Japans rcgistrr zu muffen. Daß Japan sich auch dieser Aufgabe ge- wachs n fühlte, wtrd man kaum bestretten wollen. Wenn Herr Lloyd George dies übersehen sollte, so sicher nicht Herr Wilson, der weiß, was es für die amerikanische Union zu bedeuten hätte. Das zu-eite Moment liegt darin, daß die Erlösung Rußlands vom Bolsci-ewiki-Fluch heute gleichbedeutend mit der Bewahrung Frankreichs vor dem finanziellen Ruin ist Daß nun ge. rade Deutschland hierzu ausersehen sein muß. sollte es nicht wie ein erster versöhnender Hauch dort wirken? Im Grunde schickt sich Deutschland nicht bloß an. ein eigenstes Mandat tm Osten »uszuüben. fonder» tta nicht weniger wichtiges französisches und ' srtLaulfche-. Wh-oft und Wünschen $k Schande» gemacht. Als die Lenin-Regierung Ende Dezember fc*» Blerbrmdregienmgen ihre» Friedenswillen mit der Bitte um Waffenstillstand und Friedensverhandkunge« kurrd tun ließ, da durchzuckte ein heißes Sehnen die Welt, daß dieser Friede gelingen möge. Als dann aber dieses Regiment sich voll Woche zu Woche mehr in seiner wahren Gestalt entpuppte. als seine Getreuen alle wilde» Instinkten der Pariser Eommunarden von 1871 mit jenen der Mongolenhorden eines Tfchtngls Khan zu vereinigen begannen, da wollte einen doch ein Grauen beschleichen, weiin ein Friedensvertrag neben den Unterschriften eines Hertling und Ezernin diejenige eines Trotzt hatte tragen muffen. Es wäre gewesen wie ein Kompromiß zwischen barbarischer Anarchie und legitimer, zivilisierter Staatsgewalt. wie eine Ebenbürtigkettsurkunde an die erstere, ausgestellt von der letzteren. Das wäre sin zu hoher, ein in seinen allgemeinen moralischen Nachwirkungen wahrhaft verhängnisvoller Preis gewesen. Di« großen, wir möchten sagen, die providentiellen Linien dieses Krieges sind wunderbar. Den Mittelmächten war es Vorbehalten. ohne daß sie auch nur im Entferntesten mit einem solchen Gedanken ln den Krieg traten, den russischen Zarismus zum Zusammenbruch zu bringen und damit Mittel- und Westeuropa von der panslawlsttschen Gefahr und speziell England von der Gefahr einer russischen Weltherrschaft zu befreien. In der Schlußperiode des Weltkrieges scheint ihnen eine andere weltgeschichtliche Mission auferlegt zu sein: die Befreiung Rußlands 'von der Bolschewik! .Pest und tonnli dis Erlösung der Welt von einer allgemeinen Revolutionsgefahr. So wird dann erst ein richtiges neues Rußland erstehen. Es wird bei ihm keines geschriebenen Freundschaftsvertrages mit den Mittelmächten bedürfen. Es wird mit unlöslichen moralischen Ketten an diese, seine Befteier und Retter, gebunden sein. Mit diesen verständigen Ausführungen eines schweizerischen Blattes vergleiche man die teils offen wutschnaubenden, teils versteckt zahneknirschenden Avslassunaen der deutschen Sozialdemokraten über das Vorgehen gegen ihre geheimsten Busenfreunde, die Bolschewikis. ric Anbelfettr tu München. München. 19. Febr. (WTB.) Den Auftakt zum Iubeltage des Köntgspaares bildete am Dienstag nachmittag die militärische Standmusik der drei Münchener Garnifonsbataillonskapel- len auf dem Max Iofepbplatz vor der Residenz, verbunden mit Gesangsvorträgen des Münchener Sängerbundes und der Volks- fchuljuoend Mit lebhaften Ovationen für das königliche Jubel- paar schloß die herrliche Feier, der von den Fenstern aus auch die sämtlichen Mitglieder der königlichen Familie, darunter der Heerführer Kronprinz Rupprecht. Prinz Leopold sowie die auswärtigen Fürstlichkeiten und das diplomatische Korps beiwohnten. Am Nachmittag empfing das Königspaar den spanischen Botschafter Polo de Bernabo und deffen Gemahlin, den niederländischen Gesandten Baron Gevers mit Gemahlin, den Militär- ottachee Oberstleutnant Müller-Nasis sowie den als Vertreter des Königs von Bulgarien hier eingetroffenen Kabinettsrat von Fttifchmann. Die Gesandten übermittelten auch die Glückwünsche ihrer Herrscher. München, 21. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Verordnungsblatt" veröffentlicht eine längere Tankeskund- aebnng des Königs Ludwig für die Liebe und Tre.w, die das bayerische Volk anläßlich der goldenen Hochzeit des KömgspaareS bekundet bat. in der erneut auf die Stiftungen binqewielen wird lind in der es zum Schluß beißt: Beglückt und tiefbewegt sagen die Königin und ich allen hochherzigen Spendern und allen, die durch .Kundgebungen in Liebe und Verehrung uns erfreut haben, den wärmsten und auf- richtigsten Dank. Unser unablässiges Bemühen und unse"e heißesten Wünsche gelten dürft ferner, solange die Vorsehung uns nach wirken läßt, dem Wähle unserer geliebten Bauern, die seit dreieinhalb Jahren draußen vor dem Feinde und in der Heimat willig und heldenmütig Opfer bringen und Lallen tragen die d"r Vernichtungswille der Gegner beraur- beschworen bat und im Vertrauen -auf Gott und unser Recht allshalten werd.'n. so'anae das Vaterland es fordert. Möge die Senne des Friedens deren erste Strahlen im Ollen vor wenigen Taaen das immer noch dräliende Gewölk du'ck>- brochen haben, bald siegreich leuchten über den Völkern, möge sie erwärmen lind befruchten, was der Krieg in R«'if und Froll aeschtagen. Möge aus Rot lind Tod neues dauerndes Leben ausersteben zum Heile des deutschen Vaterlandes. zum Segen des teueren Bayernvolkes. fordern»- der stunde. (Nachdruck verboten.) Unser Schivert ist scharf lind der Lorbeer grün Aus herzblutd archstckecter Haide ... Mädchen. Dir werden die Wangen blüh» Auch ohne das gelbe Geschmeide! — Unsrer Waffen nimmer verwehende Spur Führt zu unsterblichen Preisen .... Mann löse die Kette von Deiner Uhr Und tausche sie ein für Eisen! — Wenn die Rosse wiehern im Frühbrandschein. Eilt es. den Feind zu packen .... Weib, kttrrt noch immer das Edelgefiein An Deiiwm weißen Nacken? — Schmählich, wer feine» Goldschatz häuft Zu fröhlicher Augenweide — Während es durch dl« Seele» trlluft 3u sotem, rotem Leide! 8t»tot *. Felde -r-., G h re. KP, Oftheim. Unteroffizier Äug. Schn ei der, M ehte* Maschinengewehr-Kompagme im Westen, wurde zuiq Sergeant befördert. > ' vT ^ v.. ———— An« der Heimat. Hessische Jruveleu- «ud Goldwoche. Auf jedeil Einzelner! kommt es an. auch bei der Goldablieferung. Glaube niemand fein bescheidener Beitrag sei iud)t nötig. Auch die kleinste Gabe ist wichtig und notwendig. Viele Wenig machen ein Viel, Warnung. Die hiesige Polizei nahm heute eine Frauenss Person fest, dis den falschen Namen Wilhelm Frieß Ehefrau. Marie Magdalene geb. Kern aus Dotzheim bei Wiesbaden führte und in Bad-Nauheim wohnhaft sein wollte. Dieselbe hat sich bei zwei Famrlien dahier Laufdienstftellen verschafft um aber nicht zu arbeiten sondern zu stehlen. Die eine dieser Familien: mußte heute vormittag die bittere Wahrnehmung machen, daß die Putzfrau ihre eben gerade angefanzene Arbeit im Stich ge» lassen und sich unter Mitnahme von 4 Paar feiner Zugstiefel und einem Topf mit Fett ans Nimmerwiedersehen entfernt hatte. Der Polizei gelang die Ergreifung der Diebin. Zwei Paar Stiefel waren bereits verkauft, die andere Beute könnt«! dem Eigentümer noch gerettet werden. Nachträglich' wurde ermittelt, daß die Putzfrau Marie Viejung heißt und am 26. Juli 1880 zu Marjoß, Kreis Schlüchtern geboren ist. Sie ist mit Gefängnis und Zuchthaus vorbestraft und wird von verschiedenen Behör^-a wegen ähnlich liegender Etrafdelikte verfolgt. II. Bezugfcheinfrelheit der Papiergarngewebe. Tie Reichsbekleidunysstelle macht unterm heutigen TageOekannt. daß alle Web-, Wirk- und Strickgarne, zu deren .Herstellung Papierwaren verwendet sind, der Bezugsscheinpflicht nicht mehr unterliegen. Sad-Nanheim. Im Hause der Buchhandlung Burk brach vorgestern ein größeres Schadenfeuer aus. das jedoch durch das tatkräftige Eingreifen der Feuerwehr und anderer Personen auf seinen Herd beschränkt werden konnte. Dem Brande sind in der Hauptsache Möbel und Kleider zum Opfer gefallen. Hof Haffelhrck bei Bad Narrheim. Gestern abend entstand in der etwa 50 Schritte von den Hauptgebäuden des Hofes nördlich gelegenen Feldscheuer Feuer, das bei den reichen Vorräten an Stroh. Spreu und Kleeheu, das z. T. noch den Samen enthielt. rasch Nahrung fand. Bei der großen Entfernung von den benachbarten Gemeinden war an ein Löschen nicht zu denken und man mußte sich darauf beschränken, alles brennbare wegzu- raun en. um die angrenzenden Gebäude zu retten. Sämtliche Vorräte in der Scheuer find niedergebrannt, was ftt der heutigen Zeit besonders schmerzlich ist: denn mit Geld sind heute Futtermittel nicht zu ersetzen. Außerdem sind eine große Anzahl landwirtschaftlicher Maschinen, die in der Halle standen, durch das Feuer vernichtet worden. Die Flammen, die hoch zum Himmel schlugen, waren weithin sichtbar. Aus dem Umstand, daß die Scheuer in einem Augenblick an allen Ecken in Feuer stand und aus verschiedenen anderen Gründen läßt sich schließen, daß Brandstiftung vorlttgt. Homburg v d. H., 21. Febr. Seit heute früh 7 Uhr ist die ganze Stadt ohne elektrischen Strom. Tie Betriebe feiern die Zeitungen können vorerst nicht erscheinen. Tie elektrisch^ Bahn von und nach Frankfurt verkehrt nur noch von und bis Gasanstalt. Ter Grund der Unterbrechung ist noch nicht festgestellt. Man vermutet, daß auf der Strecke zwischen Oberursel und hier ein Kabel der Ueberlandzenttaie der Kraftwerke Höchst durch Kurzschluß durckgebrannt ist. Tie Herstellung von Strom in der Zentrale des diesigen Elektrizitätswerkes versagt ebenfalls, da bei der Jnbetrwb- lehung Schaden an den Sicherungen entstand, der noch, nicht beboben wurde. Ga ist fraglich, ob die Beleuchtung biö heute abend funktionieren wird. Aus Starkenlmrg. Dnrmstadt, 16. Febr. In einer von 40 Vertretern hessischer Werkvereine und vaterlandisck>er Arbeitervereine besuchten Versammlung wurde am 17. Februar in Darmstodt die ..Vereinigung der Merkvereine und vaterländischen Arbeitervereine im Grosherzogwm Hoffen" gegründet. Die Veretni^ng hat den Zweck, die Intereffen der hessischen wirtschaftssriedlrchen Arbeiterschaft zu vertreten. Geschästsführender Vorsitzender ist W. Deussinger. Darmstadt. Frankfurterstraße 250. FC. Auerbach', 19. Febr. Seit April v. I. wurden hier 40 Billen verkauft. Die Käufer sind meistens Leute aus nsrddeut- scheu Großstädten. Aus Knrhcffen. FC Hüufrld. 18. Febr. In der letzten Zeit grasen die Schieber und Hamsterer die Ortschaften des Kreises nach Lebensmit« teln ab Infolgedeffen wurde an den Bahnhöfen eine verschärf t polizeiliche Kontrolle ausgeübt. Auf dem hiesigen Bahnhof wurden in einigen Tagen beschlagnahmt große Mengen Butter. Wurst. Speck, ein geschlachtetes Kalb, 2K Zentner feinstes Weizenmehl. Hülsenftüchte usw. in größeren Mengen. Offene Stellen: 1 Kneck» Familie. 1 SchweinefüUerer. 2 Verwalter, 1 Knecht. I Milchfahrer, 8 Schreiner. 9 Dienstmä"de. 75 F.ldmaochen. II Haus.näachen, 1 Köchin, 2 Hau-yättennnen. 2 Lehrmädchen für Luxus- una Spieiwarendranche. g tellensuchende: Mehrere Melker amitten und ledige Melker, 6 Bllwsrönlein. perfekt, 3 Fräulein für Räharbe.ten oder dergleichen» 2 Stützen, bewandert m allen Zweigen des Haushalte». _ Verantwortlich für den politischen und lokalen reit: O l to Hi riche l. Friedberg-, für den Anzeigenteil: N Heyn er. Ariedberg. Truck und Verlag der ^Neuea LageSzeitung*« j L. üv Frieddera L & ^ Grane Gefahren. Roman aus der Gegenwart von M. Gontard. SchuL " 4-J diachdruck verboten. Aber zeigte denn nicht gerade diese Vergangenheit, welch eine Kraft, welch seltener Kern in diesem Volke stecken mußte? — Ter, der gesagt, er liebe sein Vaterland mehr denn jeder andere, der fügte diesem Vaterland jetzt die tödlichste Wunde zn. Denn die verachteten Deutschen würden «m ihren Platz kämpfen, wie eben nur die Deutschen kämpfen konnten. Ein Volk wie das deutsche ließ sich nicht zu'- Seite schieben gleich) einer Schachfigur. Ein Volk, das sich nach der Furchtbarkeit eines dreißigjährigen Krieges so em- porgeschwimgerk hatte wie das deutsche, das behauptete teinen Platz, und wenn ihn auch'die ganze Welt ihm streitig machen wollte. Mu.ßte nicht die ganze Welt Achtung haben vor einer so ungewöhnlichen sittlichen Kraft? „Statt dessen haßt man uns und traut uns alles 'F'V ttc zu," sagte Werkheim unwillkürlich laut. Warum nur? Er dachte an das Wort Bismarcks, dieses besten aller Deutschen: Wir sind Eniporkömmlinge, und Emporkömmlinge sieht man nie gern. ..Er hat recht, der Alte, wie so oft. Aber wir wollen ihnen zeigen, daß wir trotz alledem unfern Platz behaupten." Die Wache am Heck meldete: Schiff in Sicht! Die Mannschaften, die sich für kurze Heit zur Ruhe reacben hatten, wurden geweckt. In kürzester Frist der- schivand alles an Deck, und das Boot gingen die Tiefe. Kaum zwanzig Minuten später fuhr ein Flußkanonen, boot an En vorbei. Werkheim zuckte es in den Fingern, ober er beherrschte sich. Es war nicht der Mühe wert. Dort vor Hosyhead und Angsesey lag das Geschwader. Sw wurden kommen, sich über ihn herstürzen, ihn verfolgen aieinl Er mußte vorsichtig sein, mußte sich bezwingen. Die Klugheit gebot, möglichst unauffällig und unange- fochten hier dnrchzi,kommen. „ Er sollte den Beweis fuhren, daß ein deutsches Unter- s^boo t trotz der Wachsamkeit d er englischen Flotte und trotz , WermMilirW. Tie nachverieickmeten. am 11 . November leih'älli' werdenden Armen ondsgrundstiicke in der Gemarkung Bauernheim kommen Monlao. den 25. Februar 1913 vachm. ta-s 4V 2 Uhr. in derWirt- schaft von Konrad Schmidt Wwe hl Vancrnheim. öffentlich an die Meiitdietenren auf weitere 12 Zahre zur Verpachtung: Flur ! Nr. 12) - 4669 qm, Acker, in Crt, Flur l Nr. 211 --- 3971 qm, Acker, hin 1 er der allen Burg Flur t Nr. 389 - 7133 qm, Acker, hinier dem Berg, Flur I! Nr. 7 -- 2663 qm, Acker, hinter der Mark. Flur IV Nr. 31 = 5i2< qm. Acker, untere Gewanne, auf das Öffenheimerfeld, Flur lV Nr. 116 = 4213 qm Acker, am Eselspfao, Flur V 31 r. 2 — d25> qm Acker, hin er der Eller, Flur V Nr. 14 = 4224 qm Acker daselbst, Flur V Nr. 103 = 6365 qm Acker, am Dornaffenheimer- weg. Friedberg.den 18. Februar 1918 Die städtische Armenlommijsion. I. V.: Damm. ihrer Zahl hier durchkommen konnte, und diesen Beweis wollte er erbringen. — Es war empörend, dem ganzen Deutschen Reiche einfach den Lebensfaden abzuschneiden! Wartet nur! Vielleicht kommt es anderst Seine Gedanken schweiften' hinüber nach dem Festland, wo die Kameraden kämpften. Ah, nur einen einzigen richtigen Stützpunkt am Kanal! Nur erst Calais! Nachdenklich blickte er in die Ferne. „Großartig wäre es. wenn wir Cherbourg hätten." sagte er aus seinen Gedanken heraus zu Mittler, der eben ans dem Turme trat. „Jedesmal, wenn ick aus der Karte diese verbringende Landzunge ansehe, male ich mir mit den buntesten Farben aus, wie schön es sein muß, dort einmal die deutsche Flagge wehen zu sehen." Mittler lackte. „Na, man kann nicht wissen! Vielleicht sind die Franzmänner nach dem Kriege unsere Busenfreunde und verpackten uns das Eckchen oder machen ein Taiffck»- pefdvift mit uns. Sie müssen es doch endlich während dieses Krieges einlehen, daß sie besser tun, mit uns Freundschaft zu schließen, als uns ewig zu bekriegen. Und ich däckte, von ihren jetzigen Freunden könnten sie bald genug haben." "Hm, mancher wird eben nie klug. Aber mit dem Verpachten. das ist gar kein so übler Plan. Aber —" „Da gibt's wirklich kein Aber! Ueberlegen Sie nur, ob sich das nicht verwirklichen ließe. Ueberdies wollen r. ir ja dielen Stützpunkt nicht für unser Landheer. Und die Franzosen haben uns da oben nicht mehr zu fürchten, als in den Argonn-n oder von der belgischen Grenze her. Und daß wir uns Calais nehmen, ist doch außer Frage. Die Franzosen haben hier oben noch Stützpunkte genug, und füir sie selbst ist es viel besser, wenn wir mit am Ozean sitzen. Sie lächeln über meine Pläne? Aber das alles ist durchaus nickt unausführbar." „Alles gut und schön! Was nützt uns aber der schönste Flottenstützpunkt, wenn uns die rückwärtigen Bahnver- bindnnnen fehlen?" „Die dürfen uns eben nicht fehlen! Das gehört selbst- verständlich mit dazu. Ziemlich belanglos ist es, ob wir nacy izneoensfchiuß rm Ober- oder Unterelsatz ein paa, Brocken mehr oder weniger haben! Auf den Weltfrieden hat das nicht den niindesteu Einfluß. Ter Kanal muß unser Ziel sein! Das zu erreichen, können wir sogar anderswo Zugeständnisse m.gchen. Aber an den Kanal müssen wir diesmal immer! Ties eine muß dieses Blutvergießen bringen. Wenn wir nach dem Kriege am Eingang des Kanals — wenn wir an der Pforte zürn Ozean sitzen, dann werden Sie erleben, wie ganz anders unsere Weltstellung ist , Antwerpen! Gewiß! Es ist die Mündung des Rheins, es ist der natürlichste Hauptweg deutschen Handels. Liegt aber, wie die Sacken nun einmal sind, zu ungünstig für uns. Wir können uns da nicht entfalten, so wie wir wollen und müssen. Calais ist natürlich besser, aber immer noch nickt das. was wir brauchen, nicht das, was wir haben müssen, um ans Deutschland das zu machen., worauf es allen Anspruch hat." „Punktum! Streusand drauf! Stolz lieb' ich den Spanier?" sagte Werkheim. „Aber Sie haben vollständig recht. Nur die Lumpe sind bescheiden. Und unsere nnMiae und unangebrachte Bescheidenheit hat uns dahin gebracht, wo wir sind. England ist ein glanzendes Beispiel für diese Behauptung." „England? Ja, wahrhaftig! Von den Engländern kann man mit dem besten Willen nicht behaupten, daß sie an übeigroßer Bescheidenheit leiden." „Na, ich denke, ans diesem Kampfe gehen auch wir a^s 'andere hervor. Wir haben so recht eigentlich erst jetzt ge- sehen, was wir können und was wir sind," Mittler faßte hastig nach Werkheims Arm. ..Sehen Sie dort drüben, nach Osten, bitte! Dort liegt ein ganzes Geschwader." „Donnerwetter! Also im Anglesey halten sie sich vsr- steckt. Wie viele mögen es sein? Wir müssen näher! Wir müssen sie zählen! Sie haben keine Lichter!" Eitrig spähten sie durch die Nacktgläser. „Secksnndrierzig Fahrzeuge kann ich zählen " sagte Mittler nach einer Banse. „Kann ungefähr stimmen! Soviel Hab' ich auch ge« zählt." — Fortsetzung foTof, finö und bleiben für jeden ßefcböffsmann die vorteilhafteste fv tone. Sie können jedoch nur dann ihren Zweck wirklich eitäüen, wenn sie ein gesäliiges Dusfeben kabon. Leben Lie deskald in erster Linie auf einwandfreie Nusfükrung der von Zknen zum Druck gegebenen Aufträge. wir empfehlen uns zur Dnfsrtigung aller Drucksachen für Geschäfte, Seböcden, Vereine sowie jür den persönlichen und familiären Dedarfi ■•■■■ ' : ' M ‘“ÄLcisdberg i. jfj. ssssrissr ä Nontag. den 25. Februar 19:8, nachmitta s 2 Ui)r kommen in der Wirschaft ..zur Ei enla n" in Dar eim die nach-- oerzeichuelen, in Gemarkung Dorheim belesenen. am 11 . November 1918 leihfällig werdenden Armeuiondsgrund m le öffenilich an die MeütNe.enden aus weitere 12 Jahre zur Be pachtuni: Flur X Nr. 15 t --- 11311 qm, Acker am Eielspsad, in 5 A teilungen. Flur VI,1 Nr. 114-4102 qm, Acker, au r d m Nothmiierg. Flur lli 'Nr. 31 = 17752 qm, Auer, im iüau elö, Flur IV Nr. 7.. = 1 629 qm, Acker, Fauerbacherweg'etd. Friedbcrg. den 18. Febr. 1918' Die städtische Armrnko »Mission. - 2. B.: Damm. AkiMihIilin kiiier Witse. Die dem Vereinigten Armen- forids der Stadl Friedberg ge- hö ige in der Gemarkuur Bio leid de.egene Wie e: Flur Vil yir. 93 = 23-55 qm, Wiese, vor dem Wjrt, kommt Dirnslog. den 26 . Februar 1918 , vorm.ttags U Ui)C In der Wirt chalt von Georg Mögt tn Bioserd. offen lich an ^o Atei.bietenden auf weitere " Fahre zur Verpachtung. Friedberg, den 13. Febr. 1918. Die städtische Armenkommijsion 2. V: Damm. ’V’-. m. .< ^ r-»r «£W(H gjjjirinljfiT: Leine fioiiglitfjc Sshti! feer CrHhcrzlig. Ae GuliiiiiikliiiUtelle FriedLerg im Gebäude des Eroßh. Hochbauamts, Cchührain 6, ist währeno der Hess. Juwelen- u. Goldwoche (17. bis 24. Februar) an den Werktagen nachm, von 3—^5 Uhr und an den beiden Sonntagen vorm, von 11—1 Uhr geöffnet. Dr. Nitzert. Haag. Ein iweispännig. gut erhal ener Kuhwagen leitern hat zu verkaufen Philip» Mutz L, Dortelweil. liefert schnell und billig Neie^agkijkitoütz Aro^erei >.prr!.A.-G. Soeben erschienen! Herzerquickend für uiijere Feldgrauen 1 Mir dehaam. 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