Dummer 36 _ Dienstog, des» 12. Februar 1918 11. Jahrgang Die .,Irene Taoesreitmtg" erichemt reden Wertta?. Regelmäßige Beilagen „Ser Kauer aus Hessen", „Sie Spimrstube". Bezugspreis: Bet den PojLaiistalt.il o.e^eljährlich Ä-k. 2.40 hin u rritt noch das Bestellgeld: bei den Laenten monalttch 85 Pjg. einschließlich Trägerlohn. Anrcryrn: Grundzeile 2b Psg., lokale 20 i'tg^ Anzeigen von auswärts werden durch ^aänach nähme erhoben. Erfüllungson Friedberg. ^chriftleiluna und Serlag vriedbe^ freueni. -anauerstraßs 12. Ferniprecher 48. Postshrck-Lo.rto Nr. 1311. Im rs-taufurt a. ' 3. Urteile über den Kriege-mhschtuh mit Durand. — Deus Tauchbooterfolge. Der deutsche Geueralstab S o > fi 0 S h meldet: M. T. K. Trotzes Hanprssnavrier. 1U Februar. Amtlich. den Westlicher Krlegr-chauplütz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Erkundungsvorstöße der Engländer an vielen Stellen der krönt in Flundern und im Artois führten namentlich bei War. neton und östlich von ArmenLieres zu heftigen Kämpfen. Wir »lachten dabei Gefangene. Heeresgruppe Herzog Albrecht. An der lothringischen Front und in den mittleren Vogesen lebte die GefechLstätigleit am Nachmittage auf. Eigene Erkundungen südlich von Embermenil, bei Senones rnd am Buchenkopf brachten uns Gefangene ein. Italienische Front. ^ Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden lebhafte Artille- kletätigkeit. 35*n den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neue». Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Abendbericht. Kerlin, 11. Febr., abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der österreichische Generalstab - = meldet: Wien, 11. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver- tantbart: Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden rege Artillerietätigkeit. Der Chef der Generalstsbcr. er bulgarische Gxueralstab ]j — meldet: —— l! Sofia, 10. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom 9. Februar. Mazedonische Front: Auf der ganzen Front mäßige Artille- rietätigkeit, die zeitweise lebhafter war in der Gegend von Bi- tolia, im Westen von Dobropolje und im Südwesten des Doi- ranfees. Im Norden des Tahinofees verliefen Patrouillen- kämpfe zu unseren Gunsten. Dobrudschafront: Waffenruhe. H-Doot-Deute. Berlin, 10. Febr. Neue U-Booterfolge im Sperrgebiet um England: Fünf Dampier und sieben Fischerfahrzeuge, darunter der englische Dampfer und sieben Fischerfahrzeuge, darunter der englische Dampfer „Ferryhill" und ein mittelgroßer Tankdamp- ser, der dicht unter der englischen Ostküste versenkt wurde. Die Fijchdampfer wurden im Aermelkanal vernichtet. Der Chef der 2ldrnira!stab» der D.'ariue. WlNigriffe auf das dentlche Hkimchtbiet im iUouai Januar. Berlin, 12. Febr. (WTB. Amtlich.) Im Monat Januar hat der Gegner 31 Luftangriffe auf das deutsche Heimatgebict unternommen. Davon galten 15 dem lothringisch-luxemburgischen Industriegebiet und 14 den offenen deutschen Städten Ludwigshafen, Freiburg (je drei Angriffe), Trier (2 Angriffe), Fricdrichshafen, Rastatt, Offenburg, Mannheim, Karlsruhe und Heidelberg je ein Angriff. Wenngleich die Zahl der Angriffe gegenüber dem Vormonat (13 Angriffe) infolge der günstigen Wetterlage bedeutend stieg, so waren doch für uns Schäden und Verluste glücklicherweise geringer als im Vormonat. Opfer der Angriffe waren insgesamt 5 Tote und 9 Verletzte. Der Sachschaden war in allen Fällen unerheblich. Die wenigen Bomben, die auf Anlagen unserer Rüstungsindustrie sielen, haben keine nennenswerte Betriebsstörung zur Folge gehabt. Der Gegner büßte bei diesen Angriffen 4 Flugzeuge ein. Vergeltungsmaßnahmen. Berlin, 11. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Im Anschluß an den Vergeltungsangriff deutscher Flieger auf Paris ist verschiedentlich wieder die Frage aufgeworfen worden, welche krieg- führende Macht zuerst Fliegeraagriffe gegen die hinter der Front gelegenen Städte unternommen hat. Das „Journal de „Geneve" versucht zu beweisen, daß die Deutschen diese Angriffsform einge führt hätten. Dieser haltlosen Behauptung gegenüber sei auf das unzweideutige englische Geständnis hin- gewiefen, welches C. G. Grei) in der Londoner Fachzeitschrift „Aeroplan" vom 10. Oktober vorigen Jahres machte. Die ersten Fliegerbomben in diesen, Kriege wurden von englischen Marinefliegern auf Düsseldorf, Köln und Friedrichshafen abgewor- i fen. Das beweist, daß damals die Engländer den Nutzen von Bombenabwürfen erkannten. Es kann einem übel werden, wenn jetzt fortwährend ,mch Bergeltungsmaßregeln geschrieen wird. Die Engländer sind also die Ersten gewesen, die unbefestigte deutsche Städte mit Bomben beworfen haben und. wie auch bei dem letzten Angriff auf Paris, war es stets nur Notwehr und Vergeltung, wenn die Deutschen mit den gleichen Mitteln antivorteten. Der Frieden mit der Ukraine. Ter Kaiser an den Reichskanzler. f Berlin, 11. Febr. (WB. Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser hat an den Reichskanzler Dr. Grafen v. Hertling felgendes Telegramm gerichtet: Die Meldung von dem Abschluß des Friedens mit der Ukraine habe ich mit dem Gefühl tiefster Dankbarkeit gegen Gott empfangen, der in diesen schweren Zeiten feine schützende Hand in sichtbarer Weise über Deutschland gehalten hat. Ich beglückwünsche Eure Exzellenz von Herzen zu dem bedeutungsvollen Erfolge Ihrer Politik und hoffe, daß beleben gezeichnete Vertrag die Grundlage ersprießlichster Beziehungen zwischen den Verbündeten und dem neuen Reiche i wird. Nach Jahren härtester Kämpfe mit einer Welt von Feinden ist der rms umklammernde Ring dank der Siege unseres unvergleichlichen- Heeres gesprengt und' das Wort vom Frieden Wirklichkeit geworden. Zum ersten Male erscheint das Ende des gigantischen Ringens in greifbare Nähe gerückt. Das deutsche Volk aber wird, des bin ich gewiß. freudigen Geistes und mit jener unwiderstehlichen Kraft, die ihm sein gutes Gewissen, die Geschlossenheit im Innern und der Glaube au seine Zukunft verleiht, zusammen mit seinen treuen Verbündeten auch die weiteren Aufgaben erfüllen, die ihm dieser Erfolg noch stellen mag. gez. Wilhelm I. B. Dank au Kühlinan in Berlin, 11. Febr. (WB.) Der deutsch-russische Wirtschaftsausschuß richtete an Staatssekretär v. Kühlmann folgendes Telegramm: Euer Erzellenz sprechen die an den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland beteiligten Kreise für die verheißungsvolle Grundsteinlegung zu einem segensreichen Weltfrieden tiefeinpfundenen Tank aus. Die in dem Friedensvertrag mit der Ukraine festgelegten Bestimmungen geben die Gewähr, daß die Wiederanknüpfung der Handelsbeziehungen von russischer sowohl wie von deutscher Seite und ihr weiterer Ausbau sich schnell und stetig voll ziehen wird zum dauernden gemeinsamen Nutzen beider wirtschaftlich sich ergänzenden Gebiete. * Ectreidevorräte in der Ukraine Der „Berliner Lokalanzeiger" berichtet aus Budapest: „Kb- leti Erteritoe" meldet: Die neue Republik Ukraine, die mit den Zcntralmächten den Frieden abgeschloffen hat, verfügt zurzeit noch über große Mengen Gereide. Als Wyrube, der Sekretär des ukrainischen Verpflegungsministers, im vorigen Monat in Petersburg weilte, hat er dort mitgeteilt, daß die Ukraine der russischen Regierung um einen gewiffen Preis 80 Millionen Pud Getreide überlassen könne. Auch sollen in der Ukraine rwch Getretdeüberschüffe aus den Ernten 1915 und 1916 vorhanden sein. Die 'Folgen für Dmuämcu. Berlin, 1.1. Febr. Wie in hiesigen gut unterrichteten Kreisen verlairtet, treten immer mehr Anzeichen dafür hervor, daß die Zentralmächfe mit dem König Ferdinand von Rumänien nicht zu verhandelt beabsichtigen und sein Nuck- trift von der politischen Schaubühne eine der Voraussetzungen dafür sei. daß die Zentralmächte sich mit dem künftigen Schicksal Rumäniens überhaupt beschäftigen. peifiÜfiDU des rimiiMen MiMernlW. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet aus Bukarest: Nach Berichten hiesiger Blätter hat das rumänische Mm- sterium Bratianu demissioniert. Rumäniens neuer Ministerpräsident. Wie aus Jaffy gemeldet wird, betraute der König den General Averefcu, den Chef des Generalstabes der rumänischen Armee, mit der Neubildung des Kabinetts. — Auch eine Meldung des Reuterfchen Bureaus bezeichnet den Rücktritt des Ministeriums als vollzogen. Einberufung des rumänischen Parlaments. Bafel. 12. Febr. Die „Morningpost" meldet aus Jaffy, daß das rumänische Parlament zum 20. Februar einberufen werde. Es handle sich offenbar um wichtige Beratungen, nachdem die Ukraine erklärt habe, daß Desfarabien nicht dem ukrainischen Volkssiatt einvcrleibt werden solle Deutsche Gerichte in Rumänien. Nach einer Mirteilung der „Juristischen Wochenschrift" gibt es in Rumänien ireben den rumänischen Landesgerichten seit 1. Juni 1917 deutsche Gerichte in Bukarest und Craiova und ist die Errichtung eines weiteren in Conftanza in Aussicht genommen. Diese deutschen Gerichte sind zur Entscheidung berufen, wenn mindestens auf einer Seite ein Angehöriger der verbündeten Aiächte als Hauptpartei, Stceitgenoffe oder Nebenintervenient beteiligt ist. Sie entscheiden nach runiänischem Recht, aber nach den Regeln des deutschen Prozeßrechtes. Anwaltszwang besteht nicht. Die deutschen Gerichte haben sich gegen, fertig, sowie allen übrigen deutschen Gerichten und den Gerichten der verbündeten Mächte Rechtshilfe zu leisten. ssin nrWilns GkMmniUlit v\ Wen? Sofia. 11. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die offiziöse „Wjenni Jswestia" meldet aus Baöadag vom 8. Februar: Die polnischen Legionäre haben die Vereinigung des Gouvernv ments Akohilew mit Polen verkündet. Dis Wirren in DuAand. Großer Sieg der Rada? Wien, 11. Febr. Aus Stockholm wird gemeldet: Die Trap», pen der Rada hoben einen großen Sieg Lei Saray über die Bolschewisten davongetragen. 300 Maschinengewehre, 200 006 Gewehre, 200 volle MuniLionswagen wurden erbeutet. Der Versuch der Bolschewisten, gegen Kiew vorzudringen, mißglückt« vollständig. Die Bolschewisten hatten 3000 Tote. Verschärfter Kriegszustand über ganz Rußland. Kopenhagen, 11. Febr. Nach einem Stockholmer Telegramm wird „Aftonbladet" aus Petersburg gedrahtet: Der verschärfte Kriegszustand ist über ganz Rußland verhängt worden. Die Pest und Cholera breiten sich immer mehr aus. Die Sterblichkeit hat eine erschreckende Höh^ erreicht. In Petersburg sterben täglich 600 Menschen. Es haben neue Unruhen stattgefunden Die Rote Garde hat auf die Demonstranten geschossen. Plünderung in Petersburg. Stockholm. 11. Febr. (WTB.) In der Nacht zum 7. Februar drangen Bewaffnete in die Auferstehungskirche in Petersburg und plünderten sie. Sie wurden von lettischen Schützen überrascht und flohen nach einem heftigen Kampfe. In vielen Stadtteilen fanden Plünderungen statt. Auf der Mytninstcy- stratze wurde ein zwecklos mit dem Revolver um sich schießender Soldat von der Menge gelyncht. Doch der russsschcu Erklärung. Nichts geändert. Berlin, 11. Febr. Die Zerrüttung im russischen Heere geht weiter ihren sicheren Gang. In Petersburg und Moskau herrscht die Anarchie. Einen erneuten Beweis für die Unehrlichkeit der gegenwärtigen ruffischen Machthaber bei ihren Versicherungen der Friedensbereitschaft gegenüber den Mittelmächten geben die Veröffentlichungen des Oberkommandierenden, in denen die russischen Soldaten aufgefordert werden, ihre Offiziere und Generale zu beseitigen. Der Befehl stammt von dem augenblicklichen Vertreter der Regierung, die vor aller Welt den Minimal zu cnuetlcn versucht, als dächte sie ivirklich daran, einen Frieden mit uns abzufchtteßen. Schon sind Anzeichen vorhanden, daß Wilna nicht mehr ganz frei von bolschewistischem Einflüsse ist. Solange wir also Vertretern gegenüber stehen, die nicht wie die der Ukraine ihren ehrlichen Friedens, willen zu erkennen geben, solange wird die tatsächliche militärisch-diplomatische Lage gegenüber Rußland sich nicht andern kennen. Eine Verschleppungstaktik, wie sie Herr Trotzki jetzt wieder in Brest-Litowsk getrieben hat, gestattet unsere militärische Lage weiterhin nicht mehr. Sie verträgt auch die durch Trotzris Erklärung versuchte Lösung nicht, die nur im Sinne der Bolschewik! sein soll. Solange nicht volle Klarheit herrscht, ist nicht daran zu denken, daß wir an eine militärische Aenderung der Lage an der Ostfront gehen können. Wir trauen dem Frieden nicht! Besser als mit dieser landläufigen Redensart können wir die durch die Erklärung Braunstein-Trotzkis geschaffene Lage nicht kennzeichnen. Herr Trotzki war offenbar mit seinem Latein Ku Ende. Rach dem Friedensschluß mit der Ukraine war er klipp und klar vor die Frage gestellt, ob er nun seinerseits den Frieden will. Und das paßte ihm nicht, er will ja gar nicht in „Frieden und Freundschaft" mit den Vierbundftaaten leben, sondern er will den Umsturz und die Revolution auch in diesen Ländern vorbereiten. Da es muri nicht länger mit dem Hin- ausziehen ging, wählte er einen anderen Weg. Es ist bezeichnend, daß selbst die „Frankfurter Zeitung" mißtrauisch ist indem ste schreibt: Die politisch und daher kritischer Denkenden sehen in dieser von Herrn Trotzki zugesagten Beendigung des Kriegszustandes zwischen dem zur Zeit von ihm beherrschten Rußland und den Mächten des Verbundes bei aller Anerkennung der praktischen Bedeutung, angesichts der Entwicklung in Rußlan-d nichts anderes als den Abbruch der Friedensverhandlungen ohne Frie. densschluß, und eine einseitige Erklärung des Machthabers Trotzki. d:e ihn verpflichtet, solange er sich daran gebunden halten will, und die der anderen Seite vollständig freie Hand läßt. Wenn man erst lesen wird, in welcher Form Herr Trotz« schließlich als schlaues Auskunftsmittel, um den Friedensschluß zu vermeiden, die Aufhebung des Kriegeszustandes einseitig erklärt hat. dann wird man wahrscheinlich se^n, daß er, agitato-, risch geschickt^ wie immer, auf anarchistische und revolutionäre Instinkte rechnend, die Anmöglichkeit einer Vereinbarung mit den Vierbundmächten wegen gänzlich auseinandergehender Grundanschauungen erklärt und den wahren großen Friedensschluß von der segensreichen revolutionären Erhebung der Ar- beiter und Proletarier aller Länder erwartet. Herr Trotzki irrt sich, so wird es nicht kommen, aber weil er doch darauf rechnet, daß es so kommen könnte, hat er zur Zeit ntchts anderes getan, als den bestehende« Zustand, der in der Hauptsache darauf beruht, daß Rußland gar keinen Krieg mehr führen kann, anzuerkennen. Und wieder ist es agitatorisch sehr geschickt, sein Vor- gehen auch damit zu motivieren, daß der Soldat wieder auf die Ackerscholle, der Arbeiter und die Handwerker in die Fabriken und die Werkstätten gehören. Es ist kein neuer Zustand, es find eigentlich auch keine neuen Tatsachen geschaffen worden. Mit der gegenwärtigen Herrschaft des Herrn Trotzki uitb seiner Partei erscheint ein endgültiger Friede nicht möglich: mit welcher russischen Regierung er in Zukunft geschlossen werden wird, hängt von der inneren Entwicklung in Rußland ab. Den Kriegs- zusiand muß man, auch wenn man den Versprechungen Trotzkis riber die Beendigung des Kriegszustandes und die Demobilisierung nicht glauben will, eigentlich für beendet halten, solange wie jetzt eine zur Fortführung des Krieges befähigte russische Armee nicht existiert. Hat doch Trotzki selbst in einer der frühe- ren Sitzungen erklärt, daß Rußland nicht mehr fähig sei, zu kämpfen. Abfällig urteilt auch die „Norddeutsche Allgemeine Ztg.". die meint, Trotzki habe der Welt ein neues Rätsel ausgegeben, und dann fortsohrt: Was Trotzki jetzt — vielleicht unter dem Eindruck des Friedensschlusses mit der Ukraine, vielleicht aber auch aus ganz besonderen Gründen — Neues bringt, ist Verzicht auf einen formulierten Frieden, dafür aber die tatsächliche Beendigung des Kriegszustandes. Das ist etwas so absolut Neues, so wenig mit den bisherigen Methoden der Kttegsbeendigrlng in Einklang zu bringen, daß sorgfältigste Prüfung der Lage oberste Pflicht ist. Rußland und die Mittelmächte sollen also Feinde # bleiben, es soll zwischen ihnen nicht vereinbart werden, daß sie fortan in Frieden und Freundschaft miteinander leben sotten, aber der Kriegszustand soll für beendet erklärt werden. Man spürt, daß da ein Widerspruch besteht. Die Frage hat viele Seiten, und jede einzelne will betrachtet sein. Welche Konse- quenzen aus der jetzigen Lage zu ziehen sind, muß daher vollständig Vorbehalten sein. • Die dem Reichskanzler nahestehende „Germania" schreibt: Der Kriegszustand bleibt für uns rechtlich bestehen; wir könnten aber allen Gefahren zielbewußt entgegenarbeiten, wenn wir das Programm des Reichskanzlers Grafen Hertling kraftvoll durchführen, und zwar ohne Verzug: freie Hand nach dem Westen. Anerkennung des Selbstbestimmungsrechtes für die östlichen Randvoller! Den Weg. den wir den Russen gegenüber in Kurland, Litauen und Polen zu gehen uns bereit erklärt haben, müssen wir nun ohne die Russen entschlossen antreten. wir müssen möglichst schnell die Selbstbestimmung dieser Völker verwirklichen, den Ausbau ihrer staatlichen Selbständigkeit, die Schaffung ihrer Selbstverwaltung, ihrer Organe durchführen, kurz alles erfüllen, was wir ihr zugesagt halten. lieber den Standpunkt der Obersten Heeresleitung wollen die „Berliner Neuesten Nachrichten" das Folgende erfahren haben: Die Oberst- Heeresleitung betrachtet den Trotztischen Vorschlag unter gar keinen Umständen als ein Friedensangebot. Sr« steht auf dem Standpunkt, daß. solange die russisch« Regie- rnng nicht den Beweis erbringt, daß es ihr ernstlich und ehrlich um einen Frieda zu tun ist, und solang« ste keine Garantien da- Vn gibt, daß die böswillig« Hetzarbeit, di« neuerdings durch «ine« Befehl des ruWckei, Obeck-mnwndiecenben, di« deutschen Truppen zur Beseitigung ihrer Offiziere zu verantaffen. einwandfrei bewiesen wird, eingestellt werden wird, wir einen Frieden nicht schließen können, der nach Lage der Sache nur den Keim zu neuen Feindseligkeiten in sich tragen würde. Für die Oberste Heeresleitung ist da» Gebot der Stunde die schnelle Her. beifuhrung absoluter Klarheit, die eine weitere Verschleppungstaktik wie die von Herrn Trotzki in Brest-Litowsk beliebten nicht mehr dulden wird. Neutrale Stimmen. Das ..Handelsblad" (Amsterdam) sagt: „Die russische Negierung muß wohl sehr schwer davon betroffen sein, daß so rasch eine vollkommene ttebereinstiinmung zwischen den Zentralmächten und der Zentralrada der ukrainischen Volksrepublik erzielt wurde. Auch Rumänien scheint keine Aussicht mehr bei einer Fortsetzung des Karnpfes zu hoben. Wenn die rumänische Regierung nicht auch noch den letzten Teil ihres Gebietes in der Moldau verlieren Will, ist sie genötigt, Frieden zu schließen. r Bafel, 14. Febr. Die „Basler Nachrichten" schreiben u. a.: „Jratürlich bedeutet die russische Erklärung nicht, daß sich die Maximalisten einen etwaigen Vorstoß der Deutschen über die jetzige Front hinaus zur Arrondierung der baltischen Einflußsphäre widerstandslos gefallen lassen werden. Deutschland ist also militärisch noch nicht gariz entlastet, wohl aber Oestereich-Ungarn, das dadurch, daß der Friede entgegen allen ursprünglichen Vermutungen mit den Ukrainern und nicht mit den Petersburgern abgeschlossen wurde, eine vollkonnnene Front- und Grenzentlastung er- fährt. ' Im Weiteren heißt es dann im gleichen Blatt: „Noch steht die Auseinandersetzung mit Rumänien bevor. Vielleicht erfolgt diese nach Ablauf des Ultimatums Mackensens auf gewaltsame Weise. Vielleicht lenkt aber auch Rumänien im letzten Augenblick ein, was ihm durch Zuweisung Bes- sarabiens bedeutend erleichtert werden könnte. Diese Zu- Weisung aber würde auf Kosten von ukrainischen Aspirationen erfolgen und für diesen Fall ist vielleicht doch die Abtretung Ostgaliziens an die Ukraine im Geheimen als Kompensation vorgesehen. Nit Aöichts für örn Kirim,slchlnß. Rotterdam, 11. Febr. Die „Times" melden am Samstag abend aus Petersburg: Der Kongreß der russischen Sowjets hat sich mit einer überwältigenden Mehrheit für den Friedensschluß mit den Mittelmächten erklärt. Wßlchk rfMfofinniirf ÜrsMMda im dtuüchkn Heer. Sn unterrichteten Kreisen wird zur Kennzeichnung der Lage bellte darauf hingewiesen, daß die Machenschaften der Bolscüewiki auch in allerletzter Zeit eifrig und zielbewußt fortgesetzt werden. Namentlich verdient die Tatsache Er- wähnung, daß die Bolschsviki neuerdings versuchten, unsere Truppen an der Ostftont zur Ermordung ihrer Offiziere zu bestimmen. Wie schlecht kennt man ia Rußland deutsche Disziplin und deutsche Kameradschaft! Trotz der verzweifel- ten Lage, in der sich die Bolschewikiregierung befindet, betreibt sie ihre Propaganda für die Revolution mit den stärksten Mitteln und selbst über die Grenzen des Landes hinaus nach Dänemark, Schweden und Norwegen sandten die Bolschewik! Geldsummen zur Veranstaltung von Ar- beiterdemonstrattonen. Aehnliche Nachrichten über maxi- malistische Umtriebe kommen aus England und Frankreich Nachdem die Hoffnung der Entente auf die Revolutio- nierung der Mittelmächte von ihr selbst wohl als gescheitert angesehen wird, hat sie sich ein neues Ziel mit der Beseitigung des Ersten Generalquarttermeisters, des Generals Lndendorf f . gesteckt. Wie verlautet, ist eine umfangreiche Agitatton, die aus ausländischen Quellen und mit ausländischen Mitteln gespeist wird, im Gang, um den großen Heerführer, der als die Seele der militärischen und politischen Widerstandskraft des deutschen Volkes betrackstet ll^ird, zu Fall bringen. Es ist überflüssig, zu betonen, daß diese Agitatton ebensowenig zum Ziel führen wird, wie alle übrigen Versuckie. das Deutsche Reich von innen heraus zu besiegen. Was die Stellung der Bolschettnki selbst betrifft, so ist nicht zu verkennen, daß sie sich von Tag zu Tag ver- schlechtere Insbesondere hat das Vorgehen der Bolschewiki gegen kirchliche Einrichtungen auf die Massen verbitternd gewirkt. Auch der große Bannfluch des Bischofs von Moskau ist nicht ohne Wirkung geblieben. Sehr empört ist man ferner riber die fortgesetzten Ausschreitungen der Roten Garde und des Pöbels. Das alle- sind Dinge, die sozu- jagen selbstverständlich in absehbarer Zeit eine Klärung der Sachlage herbeifichren müssen. Bis dahin empfiehlt sich kiihle Zurückhaltung. " DeiiW-nlWtr JnvalidkN-AusWch. In Petersburg haben -wischen den Delegierten der deutschen und der russischen Negierung gepflogenen Beratungen über die Gesangenftagen nach längeren Verhandlungen zunächst zur Unterzeichnung eines Abkommens geführt, wonach die beiderseittgen dienstuntauglichen Kriegs- gefangenen möglichst bald ia ihre Heimat überführt werden sollen. Entsprechende Abkommen mit Rußland wurden auch von den gleichfalls in Petersburg anwesenden österreichischungarischen, bulgarischen und türkischen Vertretern unterzeichnet. Bei den zur Zeit in Rußland hergschenden Der- kehrsverhältnissen wird man sreilich mit nicht unerheblichen Berzögerungen in der Ausführung des Transporte- rechnen miiffen: doch ist zu hoffen, daß es gelingen wird, die ia dieser Mchtung bestehenden SchwjecigkBten in vxMltnr-mäßig kurzer Zeit zu beheben ' ' ~ “ Kein Brot für die Kriegsgefangenen. Ter Rat der Volkskommissare in Petersburg hat durch stmeu Vorsitzenden Lenin folgenden Befehl an die Kreisstäbe und Eisenbahnausschüsse erlassen: Es sind die entschiedensten revolutionären Maßnahmen dazu zu treffen, danüt nicht ein einziger Gefangener oder Flüchtling sich nach Petersburg oder in das hungernde nördliche Gebiet wendet. Wir machen im voraus darauf aufmerksam, daß hier Kriegsgefangene oder Flüchtlinge kein Brot erhalten und zum Hungertode verurteilt sind. Sie sind nur nach den mit Getreide versehenen Gouvernements zu leiten. Setzt euch unbarmherzig mit den Provokatoren auseinander, die danach trachten, die hungernden Gouvernements mit überflüssigen Mäulern zu überfluten und die darauf rechnen, die Revolution mit der knochigen Hand des Hungers zu ersticken. Glaubt nicht den versandten provokatorischen Telegranunen, die die Kriegsgefangenen nach Petersburg leiten. Die Losung ist: Kein einziger Ueberflüsfiger soll in den hungernden Gouvernements sein! Die n'i n Aust»nrjchgefmrgeuen. Berlin, 11. Febr. In Warschau find gestern die ersten deutschen Auslauschgefangenen, etwa 1000 Mann, aus Rußland eingetroffen. 5m rnlßiche in (WM. Berlin, 11. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Funkspnich aus Zarskoje Selo: An Alle. Vom Kommissar für auswärtige Angelegenheiten. Indem er es für unzulässig erachtet, daß auf die russischen Bürger in England die Zwangserziehung zur englischen Armee und Delegierung zu irgend einem anderen Staate angewendet wird, überhaupt das Recht der Zwangszuziehung russischer Bürger zum Heeresdienst, hat der Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten den bevollmächtigten Vertreter in London den Kameraden Litwinow, beauftragt, der englischen Regierung vorzustellen, sie solle mitteilen, welche Schritte sie zu unternehmen gedenke in Anbetracht der Konventionen, die mit der Regierung Kerenskis über diese Frage geschlossen worden find. Er soll ferner die Hoffnung ausdrücken. daß auf diesem Boden es zu keinen Mißverständnissen zwischen England und Rußland kommen wird, und daß England von solchen Maßnahmen absehen werde, die zu ähnlichen Mißverständnissen führen konnten. Lebensmittel für Finnland. Kopenhagen, 11. Febr. (MTV.) Die dänische Regierung hat angesichts der in Finnland herrschenden Lebensmittelnot der Absendung einer Ladung von Lebensmittel nach Finnland Zugestimmt. Die Ladung setzt sich aus Getreide, Mehl, Butter und Zucker zusammen. König (ndniig b«m ßailer M Mknlinrg. Die Frontreise des Königs von Bayern fand ihren Höhepunkt in der Begegnung mit dern Kaiser und Hinden- burg. Wie das „Berliner Tageblatt" dazu von besonderer Seite hört, hat die Aussprache des Königs mit dem Kaiser und Hindenbnrg volle Übereinstimmung der Anschauungen ergeben. Abdul Hamid f Konstantinopel. 10. Febr. Der ehernalige Sultan Abdul Hamid ist heute an einer Lungenentzündung gestorben. Ein kaiserliches Zrade ordnet die Letchenfeierlichkeiten für morgen an. Keine Kanonen für die Amerikaner Berlin, 9. Febr. (WB.) „Chicago Tribüne" veröffentlicht einen Teil eines Berichts des amerikanischen Mnnittonsamtes an den Senat. Aus dieser Veröffentlichung geht hervor, daß das Munitionsamt noch kein einziges Geschütz an das amerikanische Heer geliefert hat. Infolgedessen sind die Truppen in den Uebungslagern noch vollständig ohne Artillerie. Auch ist keine Aussicht vorhanden, daß Geschütze vor Sommer geliefert werden. Die amerikanischen Truppen müssen also nach Europa ahxersen. ohne das Gewehr und Geschütz zu kennen, uüt dein sie 'später schießen müssen. Die Folge davon ist, wie die halbamtlich „Army and Navy" sagt, daß die bereits mit Aufträgen überhäuften Fabriken Englands und Frankreichs auch noch die Amerikaner bewaffnen und ausstatten müssen, während bisher die amerikanischen Fabriken an der Ausrüstung der Ententeheere mit geholfen haben. Auch im amerikanischen Schiffsbau ist eine Verzögerung eingetreten. Die Ame- rikaner sind hier in denselben Fehler verfallen, wie bei der Herstellung von Geschützen und Gewehren. Dir Streiks als Knrgsnkrliiiigkttr. Wien, 8. Febr. (WB.) Die „Rerchspost" weist auf die Wirkungen des Streiks in den Staaten der Mttelmächte und auf die Bolschewicki hin und sagt: Die Streik» hätten aus der ganzen Linie gegen den Frieden gewirkt. Trotzki wäre in Brest-Litowsk noch ab »seifender geworden als bisher. Die Kosten bezahle das Volk, das für die Kriegsver^ längerung büßen müsse. Berlin, 8. Febr. An HauShaltsausschuß de- Abgeordnetenhauses erklärte der Minister deS Innern Dr. Trewst bei der Erörterung der kürzlich hier stattgefundenen AuS- stände, es sei sonnenklar, daß durch den Streik der Knegö- wille in Frankreich und England verstärkt worden sei, nnh daß dadurch der Krieg verlängert werde. Auch wenn diK Anstifter des Streiks dielen Zweck nicht auAdrückli» wall« ober wissen mutzten, daß dies die Folge sei, so seien sie des Landesverrats schuldig. Es sei unzweifelhaft, daß bei dem Streik die ersten Schlisse aus den Volksversammlungen heraus gefallen seien. Immerhin falle ins l^wicht, daß in Berlin von 1800 000 Arbeitern nur 180 000 am Streik beteiligt llxrren, zirka 12 Prozent. In der Provinz war die Beteiligung viel geringer. Deutsches -IM!?, merke auf! Nach Kopenhagmer Nachrichten herrscht, wie wir einem »r'n dort eingelangtcn Privatlelegrcrmm entnehmen, in der englischen Geschäftswelt starte Mißstimmung, weil das ga: ;e C:- schäftsleben so gut wie lahmgelegt sei imb die ungeheu: n luste, die die Kaufleute schon jetzt erlitten hätte??, von Tag zu Tag größer werden. Man habe sich in schärfster Tonart an t?lo?)d George gewandt mit der Frage, weshalb er nicht auf Kosten von Englands Verbündeten mit Deutschland einen fiir England vorteilhaften Frieden schlösse. Lloyd George Hobe geantwortet, dazu sei immer noch Zeit, de,??? er habe absolute Gewißheit, daß Deutschlmrd jederzeit zu einem solchen Friede??, der England schonen ivürde, auch i?n Falle eines völligen Sieges. bereit sei. Er, Lloyd George, schätze die an?eritanische Hilfe auch nur gering ein und verkenne keineswegs die wachsende Gefahr des U-Bootkrieges. Aber die Herren möchten nur noch ganz kurze Zeit Geduld haben. Nach ganz zuverlässigen Nachrichten stehe die in??ere Revolution Deutschlands unmittelbar bevor. D?e ganze demokratische Bewegung in Deutschland sei so stark, daß man auf diese?n Wege, ohne die eigenen Verbündeten preisgeben zu brauchen, mit Sicherheit zu einem sogen, annexionslosen Frieden gelangen werde, der Englands Kriegsziel: die wirtschaftliche Vernichtung Deutschlands, ohne daß Deutschland selber es merke, voll beftledige. Das war von Anfang an Albions Rechnung: den Krieg mit Hrlfe bet deutschen Friedensliebe und der deutschen Dumm, heit z« gewinnen, Zm Dezember 1914 sagte Lord Kiichener zum Vertreter der „Chicago Tribüne": „Wir werden trotzdem den Krieg gewinnen. Wenn wir ihn nur auf lange Sicht unbegrenzt führen, so wird das deutsche Volk, weil es von Natur de?? Frieden liebt, seine Regierung zwingen, den Frieden zu suche??, und schließlich ??m jeden Preis." Deutsches Volk, merk auf! Sollen deine ingrimmigsten Feinde recht behalten mit ihrer beleidigenden Einschätzung deiner Widerstandskraft? Willst du wlrtlich in allerletzter Stunde alle die Opfer und Entbehrungen vergeblich getragen haben, all das Heldenblut umsonst geslosien sein lasten? Sollen Lloyd George und Krtchener dich wirklich am besten gelaunt haben? Wach auf, deutsches Volt! Geschieht ihnen Recht! Der frühere Reichska??zler von Bethmann Hsllweg und rrach kh?n der jetzige Staatssekretär des Innern Wallraf haben dem sozialdemokratischen Dichter und Säuger bes „Vorwärts" die Ehre erwiesen, sein Wort: „Dein ärmster war dein treuester Cohn" zu zitieren. Dazu schreibt jetzt der Dichter selber der „Fränkische,? Tagespost": „Zun? zweitenmale widerfährt meiirem Gedicht „Bekenntnis" die Ehres eiries Zitats in öffentlicher Reichstagsverhcurd- lung und wieder klingt dieses Zitat vom Regierungstische her. Es scheint, daß die Regierungsmänner die bewußten zwei Zeilen des Gedichtes endgültig dem Schatz ihrer politischen Schlagworte einverleibt haben. Dazu muß doch gesagt werden: Das Gedicht „Bekenntnis" ist Ende 1914 entstanden, in einer Zeit also, da wir dem Krieg noch gefühlsmäßig ganz anders gegrn- überstanden als im vierten Kricgsjahre. Ich habe bei den Versen ganz unpolitisch gedacht, bedaure es aber nicht, daß sie recht bald politisch aufgefaßt und verwendet worden sind, Ra- lürlich besteht auch nicht der mindeste Anlaß, das Gefühl, dem die Verse entflossen si??d, heute zu verleugnen. 9k?r muß klar und deutlich gesagt werden: An das Deutschland der Tirpitz und Revenilow, der Vaterlandspartei und der Eroberungspreste ist in dem Gedicht m?t keinem Wort gedacht. Gemeint ist das neue fteie Deutschland, das Deutfchla??d politischer und bürgerlicher Gleichheit und Gerechtigkeit. Für dieses Deutschland haben seitdem Hunderttauser?de geblutet." Hiermit wird wohl endlich dem Anfug. arn Regierungstisch einer? sozialdemokratischen Dichter zu zitieren, durch diesen selbst rin Ende gemacht sein. ^ ne im für die Bitrrlmtoiwrtfi. Geheimer Rat Professor Dr. A. Kn 8 p fl er, der alloerehrte katholische Theologe der Münchener Universität, schreibt in Nr. 65 der „München-Augsburger Abendzeitung" unter der Aeberschrist „Ernste Verwahrung": Ernste Verwahrung muß eingelegt rverden gegen die Art und Weise, wie neuestens öffentlich und systematisch, sogar i?n bayerischen Landtag, die Vaterlandspartei diskreditiert, der Kriegsverlängerung beschuldigt und indirekt sogar der Vera??, lassung der verwerflichen Streikbewegung bezichtigt werden will. Man bleibe doch bei der Wahrheit, schaue den Tatsachen offen und ehrlich ins Angesicht und laste sich nicht fortwährend durch inhaltslose Schlagworte und leere Phrasen beeinflussen! Wie liegen denn die Dinge tatsächlich? Welchen Erfolg hat das gutgemeinte Friedensangebot Deutschlands vom Dezember 1916 bei unseren Gegnern gehabt? Hat sich irgendeine Regung des leisesten Entgegenkommens bemerken lasten? Hat sich nicht vielmehr etn Wolkenbruch von Hohn und Spott, von Schmähung und Verleumdung, von Anklagen und Beschuldigungen über uns ergossen? Weiter: Welchen Erfolg hatte die viel, erörterte Reichstagsrefolution vom 19. Juli 1917? Der ein- Aige greifbare Erfolg des angebotenen Verzichtfriedens waren doch nur bodenlose, freche Beschimpfungen, schamlose Verleumdungen und rohe Anklagen eine- Lloyd George und Wilson, anderer di: minores gar nicht zu gedenken. Jedem wirtlich deutsch Fühlenden muß bei der bloßen Erinnerung an die Aus- Me die Kormsglut auf die Wangen steigen. Angesicht» all dieser durchaus eindeutige« Aeußerungen remdlicher Staats- mä?,r?er. sowie der jetzt vor aller Augen liegenden Gehet?uvertrage unserer Gegner ka?m kein ernster Zweifel mehr ?oalten über den brutale??, rücksichtslosen Vernichlnngsrvillen der Gegner. namentlich Englands, gegenüber Deutschland. Z??r Verwirklichung dieses Dernichtungswillens ist den Gegnern kein Mittel zu schlecht, kein Weg ungangbar, wenn er Irgendwie erfolgversprechend scheint. Durch Lüge und Verleumdung wurden nicht nur die eigenen Völker in den Krieg gehetzt, die ganze Welt wurde gegen u,?s aufgestachelt,' durch schnöden Mammon soll das eigene Vaterla??d revolutioniert werden. Rach der ganze?? Natur der angelsächsischen Raste wird dieser Wille nicht ruhen, bis er seine Erfüllung gefunden hat oder bis sie unmög- ! l ich gern acht worden ist. And was will die Vaterlandspartei? Nicht rnehr und iricht weniger als das Vaterland sicherstellen gegenüber diese?» so brr?- tal geäußerten und so rücksichtslos betätigten Vernicht??,?gs. willen: sie will warnen, auf der Hut fein vor einem Feind, der feit Iahrhnrrderten in allen Ränken und Künsten heiintückischer Intrigen bewandert und geübt ist, dern nichts heilig ist, als was ihm Nutzen u??d Vorteile bringt: sie will verhindern, daß dieser haßerfüllte Feind, um mit dern Erzberger von 1915 zu sprechen, beim Friedensschluß nicht soll höhnend sagen können, „daß die Deutschen die Dummen gewesen seien". Ist nun diese Tätigkeit wirklich so übel, daß die Vaterlarrdspartei derart öffentliche Anklage und Bloßstellung verdient? Sind wir in Deutschland wirklich so weit, daß man seine vaterländische Gesinnung nur mehr in einer nach einer gewissen Richtung abgestempelten Forin äußern darf!? Bleiben wir doch bei der Wahrheit: nicht die Vaterlandspartei hat die verwerfliche revolutionäre Bewegung bei uns ! veranlaßt, sorrdern einige unverantwortliche Wühler, die im Banne des feindlichen Auslandes standen. Wie wäre es sonst erklärlich, daß Lloyd George schon mehrere Tage vor Ausbruch de» Ausstaildes triumphierend darauf Hinweisen konnte? Wir alle wissen ??ur zu genau, wie England feine Macht gegen die von ihn? beherrschten Völker zu begründen und aus.zuüben weiß. Oft genug st?& Jammerrufe von Irland, Südafrika. Indien Aegypten ??. a. zu uns gedrungen. Sollte es wirklich nicht rnehr gestatte: sein, seine Stimme dagegen zu erheben, daß unser Vaterland nicht in solchen schmählichen Helotenzustand verfalle? Dann legen wir uns lieber gleich zu unseren toten Helden, um der? ei tietzlichen Ruf „finis Germanrae" nicht mehr vernehmen zu müsse??. Parlamentarisches. Darurstadt, 10. Febr. Der Zweiten Kcnmner sind' zugegangen: Eine dringt. Anfrage des Abg. Breidenbach rmd Gen. betr. die Pferdecmshebung für Heereszwecke. Sie fragen an. ob der Regierung bekannt, und sie bereit ist die bei der Pferdeaushebung ganz erheblich benachteiligten Pferdebesitzer zu entschädigen. Ein Antrag des Abg. Wiegand betr. die Unterstützung der mittleren und kleineren Gewerbebetriebe, ins- besortdere soweit deren Inhaber zun? Heeresdienst ein gerufen sind, mit Roh Materialien usw. bei Kriegsende. — Antrag des Abg. Fenchel betr. die Verwiegung und Auszahlung des an die Heeresverwaltung gelieferte Her?es nach dem Gewicht der Ortswage. — Antrag des Abg. Fenchel und Dorsch betr. die Vergütung der Preisdifferenz zwischen Einkaufs- und Abgabepreis der durch Zwangsmaßnahmen abgelieferten Schweine an die Kommunalverbände. Ferner Antrag des Abg. Leun und Dr. Fulda in dem gefordert wird, daß die Bahnarbeiter, auch soweit es sich um Schwerarbeiter handelt, und sofern sie nicht mehr als ein Schwein geschlachtet haben, von der Speckabgabe aus der Haus- schlachtung befreit werden. — Weiter liegen vor: Verschiedene Berichte des Finanz-Ausschusses. Vom F§!dr der Ehre. Griedel. Leutnant und Adjutant Louis Christ, in einem Feld-Artillerie-Regiment, erhielt das Eiserne Kreuz 1. Klasse. Södsl. Musketier Hugo Volz, Res.-Jnf.-Regt. 87, zu Zt. schwer verwundet in Gießen, wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Fet??de mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. — Die Unteroffiziere Reinhard Fourier, Gustav Raab urtb Heinrich Wagner, welche feit Kriogsbeginn im Felde stehe??, wurden zu Sergeanten befördert. Aus de?' Heimat. FC. Die Preissteigerung der Gemiifesiimereien ist eine ungeheure in der letzten Zeit. So kostete ein Kilogran??n Sarnen Karotten rm Jahre 1916 18 Mark, 1917 40 Mark und 1918 92 Mark, Kohlrabi 1916 24 Mark. 1917 90 Mark, 1918 120 Mark; Weißkohl 1916 7 Mart, 1917 20 Mark. 1918 150 Mark; Rotkohl 1916 28 Mark, 1917 58 M. 1918 sogar 260 Mark. Bemerkt sei, daß in den meisten Faller? zu den gnurnnten Höchstpreisen heuer kein Samen zu erhalten ist. Man braucht bet solch hohen Samenpretsen sich nicht mehr über die außerordentlich hohen Gemüsepreise zu wundern. FO. Büdingen, 10. Febr. Wertere 85 Landwirte in zwölf Ortschaften des hiesigen Kreises wurden mit Geldstrafe?? von 3 bis 10Ü ALark belogt wegen Nichtablieferung von Speck. Darm?- ter waren je 23 aus den Orten Hatn-Gründau urid Langenberg, hein?. (Wir halte» diese Maßnahrnen für sehr bedauerlich.) Bad Homburg. Infolge vorgekommener Ur?regelmäßigkei- ten wurde auf Anordnung des Landratsamtes die Haferflockenfabrik in Bad Homburg v. d. H pottgeilich geschlossen. Frankfurt am Main. In einer zahlreich besuchten geschlossenen Mitgliederversammlung der Deutschen Vaterlarrdspartei sprach am Freitag abend im großen Saal des Zoologischen Garten» Larvdtagsgbgeordneter Dr. W. Beu. ler-Düsfeldorf über den ..Deutschen Frieden und die deutsche Arbeit". RachdM Pfarrer I. Kübel als Vorsitzender Sie Versammlung eröffne^ und mit einige» Worte,? den Kämpfern draußen, zumal auch de?» Arbeitern an der Front, Da,?k abgestattet, und voi? den Ziele» der Partei gesprochen halte, führte der Redner u. a. aus: Militärisch stehen wir besser als je. Demgegenüber sei es eine widersinnige Tatsache, daß die Enter?te nur mit einem Deutsch-, land unterhandeln will, das sich für vollkommen besiegt ausgibt. Freilich hat auch bei uns seit geraumer Zeit eine „Flaumacherei" bei der Besprechung von Kriegs- u??d Friedenszielen eingesetzt, die von hohen vera,?t?vortlichen Stellen weit energisckier hätte bekämpft werden sollen. Die Zustände, die im Osten jetzt für die Den?okratisierung geschaffen worden sind, sind weder sehr verlockend, noch können sie zu einem Verzichtfrieden reize??, der der breiten Masse des deutschen Volkes eine unerträgliche Steuerlast aufbürden würde. Das Wort Bismarcks „Wir laufen ?riema,?den nach" ist zu unserem Schaden nicht stets befolgt worden: wir sind vielmehr dem Auslands zu viel nachgelaufen. Mit dem Wunsche, daß in unserem Vaterlande auch für die Zukunft die leiterrden Ideen dreier Männer weiter wirke»? möch- teil, die Gedanken Friedrichs des Großen, Goethes und Bismarcks (de?n viele Fehler unserer modernen Politik unverständlich gewesen wären), schloß der Reditcr seinen mit starkem Beifall aitfgenommenen Vortrag, dem eine kurze Diskussion folgte. Aus Starkenburg. Tarmstadt. Das Kupferdach der russischen Kapelle in Darmstadt wird, nach amtlicher Meldung, nynmehr abgenommen. Die Meldung lautet: In der uniä??gst a??ch durch die hessischen Zeitungen gegangenen, an den Herrn Reichskanzler gerichteten Anftage des Herrn Reichstagsabg. Koptsch betr. das Kupferdach auf der hiesigen russischen Kapelle war behauptet worden, daß die hessische Regieru??g sich geweigert habe^das Kupferdach abzunehmen und sie habe sich dadurch mit der Bekanntmachung des Stellv. Generalkomnwndos des 18. Armeekorps noin 9. März 1917 und der öffentlichen Meinung in groben Widerspruch gesetzt. — Aus diese Anfrage hat nunmehr die Reichsregrenurg folgende Antwort erteilt: „Das Kriegsamt hat cmgeordnet, das Dachkupfer der Kapelle in Darmstadt abzuneh- men; daß die Gr. Hess. Regier?,ng sich gerveigert habe, das vergoldete Kupferdach zu entfernen, ist nicht zutreffend." Darmsiadt. Mehrere hundert Austaufchg-fangene trafen am Donnerstag abend #12 Uhr auf der Durchreise aus der Schweiz hier ein unb wurden von der Verpflegungsstelle des Roten Kreuzes gespeist. Das Großherzogliche Paar war hierz» erschienen und zog viele von ihnen, insbesondere auch die Hes. sen, ins Gespräch. Der Eroßherzog verteilte Blumen, Postkarte» ?i??d sonstige Liebesgaben. Einer der Ausgetauschten brachte ein Hoch auf das fürstliche Paar aus, worauf der Eroßherzog i» kurzen Worten dankte und den Zurückgekehrten in der Heimat Ruhe und Erholung wünschte. Um 1 Ubr ??achts verließen di« Herrschafte»? die Räume. FO. Beusheim, 10. Febr. Bei der gestrige» Holzversteige- rung in den städtischen Waldmigen rvaien zahlreiche Steigerer erschiene??. Es kam der Ra??mmeter Vuchenfcheitholz durchschnittlich auf 40 Mark. FO. Eberstadt, 10. Febr. Bet dem Schuhmachermeister ALaul in Oöer-Beerbach wurde eirrgebrolhe?? urrd aus dem Keller eine größere Menge in Lack liegendes Fleisch, darunter mehrere Schinken, gestohlen. Als Täter wurden die Weißbinder Johannes Maul ?rud der Fabrikarbeiter Georg Gaß aus Nieder- Beerbach in Untersuchungshaft genommen. Der auf Urlaub befindliche Pionier Karl Dieter, der nüt beteiligt sein soll, hat sich der Festnahme durch die Abreise entzöge??. FO. Beusheim, 10. Febr. Gestern Nachmittag fiel ein brcU jähriger Junge in den angeschwollerren Ne??grabenbach. Der Sohn des Schlossermeisters Jostff Deppert rettete das bereit- bewußtlose Kind. Aus Rheiuheur«. Worms, 10. Febr. Geh. Kommerzte??rat Exz. Frhr. Cornelius Heyl zu Herrnsheim, Reichstagsabgeordneter fiir Worms—Heppenheim, volle,rdete heute urtter allgemeiner Teilnahme der Bevölkerung in voller Frische sein 75. Lebensjahr. Freiher Heyl zu Herr??sheim gehört seit dem Jahre 1874 dem Reichstage und dem hessischen Landtage an. FO. Osthofen, 10. Febr. Gestern beging der hiesige Ee- meindeeimrehmer Frey sein 25jähriges Dierlstjubiläuur. Der Jubilar ist Vorsitzender des Verbandes der Gemeinderechner der Proviriz Rheinhesse??, Rechnungsprüfer in? Turngcm Rhein- Hesse?? und Kirchenvorstand der evangelischen Gemeinde. Ans Hrsscu-Rassau. FO. Dotzheim, 10. Febr. Bei der gestrigen Holzversteige- rung in den hiesigen Waldungen stiegen die Holzpreise sehr. Di« Versteigerung ergab einen Erlös von 19471 Mark. Für Bucheklscheitholz wurden pro Klafter 145 Mark, für Knüppelholz 115 Mark gelost. Die vorjährigen Holzducchschnittspreise betrugen Kr ersteres 69—65 Mark, für letzteres 50 Mark. Kirchliche Anzetge«. Gottesdienst iu der Stadtkirche. Mittwoch, 13. Februar, abettt»- Uhr: KriegsandachL Herr Pfarrer Ritter. rrtniMMiMM.'K'ÄLL'KiTLAL» Osfene Stelle«: 1 Kiiechiefamrlie, 6 Schreiner, 1 Schwetnefütterer. 2 Veruml- ter, 2 Knechte, 1 Milchfahrer, 1 Tagelöhner. 9 Dte??st?nägde, 78 Feldmädchen, 13 Hausmädchen, 1 Köchi»? für großen Bettieb, L Hsushällerinnea, 1 Verkäuferin, 2 Lehrmädchen, vrave» Kindermädchen 4—5 Stuirden täglich. ^ Kte!le»s«Ae«tzer Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker, 3 F«?ren für für Küche. 1 Köchi??, 5 Büroftäuletns, 3 Fräulein für Mharbeiten oder dergleichen, 1 Haushäitettn für tlemen .Haushalt. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ottü Hirsche!, Friedberg; für den AnzeigenteU: K. H e y n e t J ftdeifkra. Druck und «erlag der .Re«« A-FrsMrw i. A Okklmnlrrmchrmfl. ßeinjlge ■ierManf Wir verkaufen bis auf weiteres iin GrsßverKnnf von 50 u. 100 Pfd. Mittwoch, vormittags von 9—16 Uhr, Kohlraben, Preis pro Pfund 5 Bfg. gelbe Stüöen, Preis pro Pfund 12 Pfg. Klein verkauf in Mengen bis zu 10 Pfund, vormittags von 9—10 Uhr, Eingang von der alten Bahnhofäraste aus. Donnerstag: ge be Rüben, Preis pro Pfund 14 Pfg. Kohlrüben. Preis pro Pfund 6 Pfg. Friedberg, den 11. Februar 1918. Städtischer LebensmitLel-Ausfchutz. _ Langsdorf. Kekrmitmachmig. Bei der nächsten Butterverteilung geben wir auf Wunsch an Stelle von Butter einen Teil SchskolaÄs ab. Die Schokolade ist in Paketen von 100 Gramm abgeteilt, und wird nur in diesen Packungen abgegeben. Verkaufszeit: 2—4 Uhr nachmittags, Zimmer Nr. 2. Preis für die Tafe! von 109 Gramm Mk. 1.39. Frredbergk den 11. Februar 1918. StäDt. Lebensmittel-Ausschuf;. Langsdorf. Gnter-Uerpnchtuufl. Die dem Vereinigien Armenfonds der Stadt Fricdberg bei der Feldbereinigung in der Gemarkung Bad-Nauheim neu znge- reckten Grundstücks Flur lX Nr. 168 = 972 qm Grabgarten, Hochwaldstratze „ .. „ 159 ----- 120 „ .. selbst „ ^ „ 2r>4 — 2556 ^ „ ba elbft .. . .. 265 = 98 „ .. da elbft * ..»280---- 887 „ „ Homburgersiratze kommen Donnerstag, d. 14. Februar d. Zs., nachm. 5 Uhr im Gasthaus nun Psalter Hof (Marktplatz) in Bad-Nauheim öffentlich an die Meistbietenden zur Verpachtung. Zrieddeeg. den 5. Februar 1918. Die städt. Armeukomrmssion» Der Vorsitzende. I. V.: Dämm. Zagdverpachtmlg. Freitaq, den 15. d. Mts., vormittags 11 Uhr, wird die Feld- und Waldjagd der Gemeinde Eckartshauscn im Gasthaus zum „Hessischen Hof", auf weitere 6 Jahre ve pachtet. Das Jagdgebiet ist in 20 Minuten von Station Hüttengesäh, der Hanauer Kleinbahn, erreichbar. Eckartshaufen (Hessen), den 5. Februar 1918. Eroßh. Bürgermeisterei Eckartshansen. Lehr. KölstttKelßkMchst Donnerstag. den 14. d Mrs., vormittags 9 Uhr lätzt die Gräfl v. Maidsrdorff'iche Gutsoerwal- tnng in dem Walde bei Station Grotzlarbcn, 4'.iO Fichtenstanaen, 600 Alazienstämme öffentlich meistbietend versteigern. 2. A.: Fr. Kap Wiclittg* iifS'I^aiidwIrieS Wir offerieren freibleibend: >,-«W, Hü, Marke: Doering, Cormick usw. Hei* und gebraucht! * Verkauf um* an Laüdwsde! Ferner: Sämtliche landwirtschaftliche i von nur erstklassigen Fabriken! Besichtigung unseres neu eingerichteten Maschinenlagers gerne gestattet] Landwirtschaftliche Zentral-Oerlehenskasse für Deutschland, Filiale Frankfurt am Main, Schiliersirasse 23 . Telefon: Hansa 7824—27. Mascln lienlagcr am ffauptgiitcrbalinbof! Oute Qualitäten > -e” weiß u. creme reichte Aijsv/ahl sehr preiswert empfiehlt Ff« leier, Friiflhari i. II. Holzverfteigerungen der Gräflichen Lberförsterei Laub ach. L. Montag, den 18. Februar 1918, nach Zu ammenkunft 1 Uhr am Eingang zum Distrikt Baumlircherwaid, vom sogen. Füllenitall: aus 1. BaumkircherrvaiV 1 a: Buchen rm: 130 Scheit I. und II. Kl, Oo rüget I. und II. Kl., 15 Reiserprügel; 2. Kendelrain: Bucken rm: 337 Scheit I. und ll. Kl., 98 Prügel 1. Kl., 60 Stöcke I und II. Kl., 69 Reiferprügel, 21 rm Buä enwerlscheit; 3. Kuhi. rauch 1 und 2: Buchen rm: 28 Scheit 1. und I!. Kl., 14 Prügel i. und li. Kl., 5 Reiscr- prügel, 2 Eschenprügel, 1,8 Fichtenprügel, 8 Eschen- und 2 Ahornstämme, V. und Vl. Kl.. = 4 fm; 4. Nasserwaid 1 und 3: Bucyen rm: 12 Scheit I. und II. Kl., 1 > Prügel 1. i nd II. Kl., 1,6 Reijerprügel, 2 Ahornprügel, 2,7 Fichtenprügel, 1 E chen-, 1 Lurchen.»amm lV. und Vl. Kl. ---9,51 fm; 3 Aho^«,stamme IV. und V. Kl. — 0,98 fm; 5. Vaum- krccherwals i b: Buchen rm: 188 Scheit I. und II. Kl., 124 Prügel I. und lt Kl., 26 Reiserprügel, 2 Eschenstämme V. Kl. — 0,4s fm: 6. Wlnteesoerz I. 3 und 4: Bucken rm: li Scheit 11. Kl., 23 Prügel II. Kl., 14 Stöcke I. Kl., 3 Neiserprugel, Kohlretser und Leseholz flächenweiie aus Win ersoerg. Kendettain, Baumkrrcheiwald, Mushau, Pe- lerswalo, Rasserwalo und Kuhstrauch. Das Hol; unter Nr. 3—0 wird nnvorgezeigt im Kendelrain beim Feuer ausgeboten, rot unterstrichene Vir. kommen nicht zur Versteigerung. I». Die- srag, den 19. Februar 1918, nach Zu ammenkunft 12 Ilyr am Forsthaus Glashütte, bei Freienfeen: aus 1. Weisenau 4: Buchen rm: 166 Scheit I. Kl., I. 3 Prügel I. und 11. Kt., 17 Stöcke 1. Kl., 44 Reiserprügel. Birlen rm: 13 Scheit, 11 Prügel I. und I!. Kl. II, 9 Eichcnp.ugel, 7,7 E.chenplügel, 20 Erlenprügel I. und II. Hl., 1 Eschen stamm IV. Kl. — 0,21 fm. 2. Kreuz- seenerberg 5e: Buchen rm: 173 Scheit I. und 11. Kl., 59 Prügel l. Kl., 8 Stöcke l. Kl., 13 Reiserprügel. 3. Eichelgarten ta: Buchen rm : 8,9 Scheit I. Kl., 38 Prügel 1. und ll Kl., 17 Reiserprügel, 2,2 Kiesernscheit, 40^ Eichen-, Fichten und Lärchenprügel; Kohtteiser und Leseholz flächenweiie aus We deaau und Eichelgarten. — Das Holz unter Nr. 3 wird unoorgezeigt im Kreuffeener- berg ausgeboten, rot unterstrichene litt, kommen nicht zum Ausgebot. mm Wasserdichte L •' t e I und äusserst vorteilhaft. Ff, Weber, Friedberg L Hessen. Gutes Linoleum-Waebs frlseli ei «getroffen. XApeten- und liiiioleuniEiau* Jean Köhler, Friedberg, Kaiserstr. 27. säirascSräes? Hackmaschinen FM-nÄR-eMvstirei! Eogsii Glatt- n. kSKdÄM-GÄrA! sofort auf Lager lieferbar. JüLlliSii Mlli. landwirtschaftliche Maschinen, Frankfurt a. M.-West, Adalbertstrasse Nr. 6U Sfriel-iarai in allen Farben, Sfrkeli-Wiifii Martens für 1-, 5-, 10- bis 20-P,d.-Pak. Friedberg. Kaiferstratze 51, gegenüber der Engelapotheke Wer übernimmt für Friedverg und Umgegend b ; e Annahmestelle der Isssl-ipiii-tel Gretzen. Offerten sind zu richten an Lttrr MüsZKZA, Gie'zen, Seltersweg 89. 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