Amnmer 34 Samstag, den 9. Februar 1918 11. Jahrgang, S:Ä SrSSeftj'wM I*'®tunb-!iU Btene « äWIÄ > m 2M , w uj frieJr, , & jen ^Btcft'Sitoujsf, 9. Februar. (WTB. Nichtamtlich). Heute, am 9. Februar, morgens ist der Friede zwischen dem Vierbund und der Ukraine, der Selbstrepublick, abgeschlossen worden. Der deutsche Generaistab meidet: W. T. K. Großes Karrptqttartiep, derr 8. Februar. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Fast an der ganzen Front war die Eefechtstätigkeit gering. Aus dem östlichen Maasufer bei Bezonvaux und südwestlich vM Ornes brachte unsere Infanterie von Erkundungeil eine Anzahl Gefangener zurück. Tagsüber blieb die Artillerie in diesem Abschnitt tätig. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Eeneralquartiermeister: Ludendorff. Abrud bericht. «erlin, 8. 3«6r., abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. n Der österreichische Generalstad -=-meldet: -—- Wien. 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Keine besonderen Ereignisse. Der Chef des Eeneralftaber. 26000 Tonnen. ^ Berlin. 7. Febr. (WTB. Amtlich.) Neue U-Vooterfolge im westlichen Mittelmeer: 26 000 Bruttoregistertonnen. Die dadurch unseren Feinden zugefügten Verluste haben den Transportverkehr nach Frankreich und Italien schwer getroffen. Unter den versenkten Schiffen befinden sich zwei große Transport- dampfcr und ein Tankdampfer, der mitsamt seinem Vegleit- fahrzeuge vernichtet wurde und anscheinend Venzin oder Naphtha geladen hatte, da er unter einer ungeheuren Feuersäule versank. Auch fünf italienische Segler fielen dem Angriff der U-Boote zum Opfer, unter ihnen die Schoner „Attilio", „Uxa- nia" mit Korkladung und „Maria S. S. del Haradino". An den vorstehenden Erfolgen war in erster Linie ein kleines Unterseeboot unter Führung des Oberleutnant z. S. N e u- m«nn beteiligt. Der Chef des Adneiralstabs der Marine. Berlin, 7. Febr. (WTB.) Die häufige Versenkung von Tankdampfern bildet ein besonderes Leidenskapitel für die feindlichen Kriegsmtrincn. Tankdampfer sind meistens recht große, eigens für den Transport von Oel eingerichtete Spezial- fchrffe. Sie versorgen die Entente mit Petroleum, Naphtha und Venzin, die als Kraftstoff für den Schiffsantrieb an Stelle von Kohlen im Verlause dieses Krieges eins gewaltige Bedeutung gewonnen haben. Auch die zur Abwehr unserer U-Voote ständig im Dienst gehaltenen, meist mit Oelfeuerung versehenen j zahllosen schnellen Fahrzeuge, Motorboote und Flugzeuge stei- j gelten den Ölverbrauch und die Abhängigkeit unserer Feinde von der überseeischen Zufuhr in ungeahnter Weise. Lloyds Register von ' r i0 zählt nur 401 feindliche und neutrale Tank- dampfor. In -Anbetracht dieser Zahl LYcvAH jede Versenkung eines solchen Schiffes eine willkommene Schwächung der Schlag- fertigkeit der feindlichen Kriegsflotten. Kein Mittel gegen den U-Bo-TTieg. Bafel, 8. Febr. Die englische „Nation" berichtet: Der Unterstebootkrieg ist vom gegenwärtigen Standpunkt Englands aus der einzige wirkliche militärische Faktor, der Großbritannien Unheil zufügen kann. „Tinies" und „Daily Telegraph" beklagen in langen Artikeln die wachsende U-Vootnot und erklären, jetzt wisse man. daß alle Versprechungen der Regierung vergeb- ; lich seien und daß es kein Mittel gegen den U-Bootkrieg gebe. Die Deiyenknug der „Tosrauia". Der englische Bericht. Haag, 8. Febr. Aus London wird gemeldet: Der große Dampfer „Toscania", 14 348 Tonnen, ist in der Nacht vom 5. Februar in der Nähe der irischen Küste torpediert worden. Das Schiff hatte amerikanische Truppen an Bord. Von de-r Totalbesatzung von 2397 Personen sind 210 ertrunken. Die Bemannung, die gerettet wurde, bestand aus 76 Offizieren. 1935 Mannschaften, 16 Offizieren der Bemannung. 125 Matrosen, 3 Passagieren, 42 anderen Personen. Die Ueberlebenden der „Toscania" wurden Mittwoch früh in irischen Häsen eingebracht. Ein amerikanischer Offizier erzählte: Wir bildeten einen Teil eines kräftigen Geleitzugcs Ich werde nicht mitteilen, wie wir in diesem Konvoi verteilt waren, oder wie die verschiedenen Schiffe ausgestellt waren, aber alle anderen Schiffe sind glücklich davon gekommen. Die Deutschen haben nur einen Teil unserer Mannschaften getroffen, aber wir werden alles tun, falls die Gelegenheit sich bietet. Rache zu nehmen. Panik hat an Vord nicht geherrscht. Es wurde uns mitgeteilt, es existiert keine Gefahr, daß das Schiff untergeht, ehe alle Männer von Bord sind. Es wurden inzwischen Notsignale gegeben. Britische Torpedoboote befanden sich in unserer Nähe. Ich glaube, daß ein oder zwei Schiffsboote bei der Abfahrt zerschmettert wurden. Der Torpcdojäger hat unsere Leute in vorzüglicher Weise in größter Ordnung überuEmen. Kaum waren wir von dem Schiff enfferut, als ein Torpedo auf uns abgefchofsen wurde. Dieser verfehlte aber sein Ziel. Ein anderer Torpedojäger bekam eine volle Granate. Es wird behauptet, daß das feindliche U-Boot versenkt worden ist. Dos Jahr der Entlcheidmia. „Morning Post" meldet aus Rom: Orlando empfing nach seiner Rückkel^ von Paris die Vertreter der Presse und gab ihnen michttge Informationen. Er bezeichnete dieses Jahr als das entscheidene Kriegsjahr. Im Laufe trt nächsten Monate würden Yi Millionen Amerikaner an der italienischen Front ein. treffen und Italien die Möglichkeit geben, den Krieg siegreich zu beendigen. * Zürich, 8. Febr. Der „Secolo" berichtet aus Paris, daß sich die Frühjahrsfchlachten bereits ankündigten. Clemenceau habe sich Parlamentariern gegenüber geäußert, daß der Krieg noch in diesem Jahre zu Endo ginge. Die Furcht m der deMeu Offenßve. Mailand, 8. Febr. In der englischen Oeffentlichkeit wird der Beginn der deutschen Offensive an der Westfront, nach dem Korrespondenten der Mailänder Blätter in London, als unmittelbar bevorstehend angesehen. Es steht fest, daß die deutsche Heeresleitung umfangreiche Vorbereitungen treffe. Im Beginne dieses Jahres sehen sich die Alliierten nicht zu einer Offensive gezwungen. Sie müssen sich auf die Defensive beschränken. Deutschland müsse dagegen notgedrungenerweise angreifen, wenn es nicht wolle, daß es sich später der ganzen amerikanischen Hilfsarmee gegenübersähe. Der Versuch eines Frontdurchbruches dränge sich als naheliegender Gedanke auf. Die „Times" sprechen von der Rnhe vor dem Sturm. Die fieberhafte Spannung sei noch nie durch so verhängnisvolle Möglichkeiten gekennzeichnet gewesen wie jetzt. Auch die Zivilbevölkerung müsse für die Durchhaltung jetzt fester zusammenhallen. Einen neuen Schlag gegen Italien hält das Londoner Blatt für nicht ausgeschlossen, da ihm die Lage an der italienischen Front trotz der jüngsten Offensive noch als gefährdet erscheint. inPrrrat in Do-m. Lugano, 7. Febr. Orlando ist, nachdem er am Mittwoch früh in Paris eingetrofefn und zur Berichterstattung beim König an die Front abgereist war, nun wieder in Rom angekommen. Am Nachmittag wurde eine Sitzung des Ministerrats abgehalten, die sich mit den Ergebnissen der Verhandlungen der Pariser Enlentekonferenz beschäftigte. Die Tricderisveichitrdlrmrml. Brest-2'isk, 7. Febr. Staatssekretär v. Kühl mann und der Minister des Aeußern Graf Ezernin sind gestern abend wieder in Brest-Litowsk eingetroffen. Heute vormittag hielt die deutsch-österreichisch-ungarisch-russische Kommission zur Regelung der politischen und territorialen Fragen eine erneute Sitzung ab. Zu Beginn der Sitzung kam von Kühlmann auf die angeblich gefälschten Telegramme zurück, denen zufolge Trotzki erllärt haben sott, es käme ihm nur darauf an, die Verhandlungen hinauszuschleppen. Es sei wünsche,rswert zu wissen, wie und wo die Fälschungen entstanden seien. Trotzki-Braun- stein erklärte sich dazu außerstande, er werde aber versuchen, kürzester Zeit die Mißverständnisse und Fälschungen aufzw klären. Entschieden verwahrte er sich gegen den Vorwurf der Verschleppung. Gerade Herr von Kühlmann habe eine theore- tische Erörterung der Fragen gewünscht. Kühlmann antwortet- und glaubte, Herrn Trotzki dahin verstanden zu haben, daß in ein# der allernächsten Sitzungen die bisherigen Ergebnisse der Verhandlungen zusammcngefaßt würden. Darauf folgte ein neuer Zwischenfall. Die Russen hatten zwei Polen mit. gebracht. Der eine, V o b i n s k i, verlas eine Rede in polni- scher Sprache, die sein Genosse Radeck sofort auf deutsch wiederholte. Die beiden Kerle hatten die Stirne, sich als die einzigen berufenen Vertreter des polnische,, Volkes aufzuspielen und forderten die sofortige Entfernung der jetzigen Negierungsorgane in Polen: sie ergingen sich in Anklagen gegen die bisherige Entwicklung der Unabhängigkeit Polens. In der Aufzeichnung wurde des weiteren erklärt, daß bis jetzt einzig und allein das revolutionäre Rußland die wahren Interessen der Freiheit Polens verteidige. Herr Bobinski und Herr Radek beriefen sich in ihren Ausführungen auch auf die in der deutschen und österreichisch-ungarischen Armee kämpfenden Polen. Herr von Kühlmann richtete darauf an Braunstein die Frage, ob diese Aeußerungen als eine offizielle Mitteilung der russischen Abordnung anzusehen sei. Braunstein antwortete darauf gewohntermaßen mit Ausflüchten. Kühlmann erklärte es für merkwürdig, daß zu derselben Stunde, wo die Russen erklärt hätten, die Verhandlungen nicht zu verlängern, neue Verschleppungen von dieser Tragweite würden. Er habe durchaus den Eindruck, als ob die Rede durchaus zum Fenster hinaus gesprochen sei. Die Geduld der Vorsitzenden der verbündeten Delegationen dürfte durch Vorgänge, wJe die eben gehörte» Reden eines Mitgliedes der russischen Delegation auf eine sehr harte Probe gestellt werden, und es werden jetzt nicht nur bei der deutschen Presse sehr ernste Zweifel darüber entstehen müssen, ob auf Seiten der russischen Delegation wirklich die Absicht vorliegt, die hiesigen Verhandlungen erfolgreich zum Abschluß zu bringen. General Hoffman n fügte folgendes hinzu: Ich prote« -stiere dagegen, daß die Herren Bobinski und Radeck sich anmaßen, im Namen von Angehörigen des deutschen Heeres zu sprechen. Ich muß die Soldaten des deutschen Heeres polnischer Nationalität, die auf allen Kriegsschauplätzen ehrenvoll für ihr Vaterland, das Deutsche Reich, gekämpft haben, gegen derartige Versuche auf das energischste in Schutz nehmen. Nach einer nichtssagenden Antwort Braunsteins wurde die Sitzung vertagt. Die Zilßiinhe in WIM uniJ Finnland. Hungerunruhcn. Rotterdam. 6. Febr. (WTB.) Die „Daily News" meid# aus Petersburg: Der Lebensmittelmangel ist vor allem in dev Hauptstadt und in den benachbarten Disttikten sehr groß. In vielen Fällen wurden Eisenbahnzüge mit Lebensmitteln nach Petersburg unterwegs angehalten mrd ausgeraubt. Am Freitag wurde bei einein Gefecht zwischen Bauern und Bewachungsmannschaften eines Mehlzüges 10 Personen getötet und 25 verwundet. Die Bestandsaufnahme der vorhandenen Vorräte wurde vorläufig ohne viel Schwierigkeiten durchgeführt. Die Preise steigen noch immer. Kartoffeln kosten ungefähr 3 Mark das Pfund, Zucker etwa 17 Mark das Pfund. Der Mangel an Getreide wird immer fühlbarer, zumal die Bauern in Südrußland kein Papiergeld mehr annehmen und ihr Getreide nur gegen andere Waren austauschen. Mit einem Zuge wurden Fabrikwaren nach dem Süden geschickt, um dagegen Getreide und Mehl einzutauschen. London, 7. Febr. (WTB.) Reutermeldung. Die „Times" berichten aus Petersburg vom 1. Februar, daß in einigen Hauptstraßen Hungerunruhen pattgefunden haben, deren Ursache ein Gerücht war, nach dein die Brotration von y% Pfund auf ein Pfund täglich erhöht worden wäre. Große Menschenmengen versammelten sich vor den Bäckerläden und Gemeindeverteilungsmagazinen. Sie waren sehr enttäuscht, als sich das Gerücht als verfrüht herausstellte. Die Rote Garde feuerte auf die Aufrührer. — In einer der größten Brauereien Petersburghinderten in den letzten Tagen Soldaten und Rote Garde die hungernde Menge, sich der dort eingelagerten Kartoffelvorräte zu bemächtigen, die meist erfroren und für die menschliche Erniih.. rung ungeeignet ware-r- -> > Die „Daily Mail" berichtet aus Petersourg: Die verstN baren Lebensmittel reichen noch für acht Tage bei der Hungev« ration von K Pfund täglich einige Tage länger. Am Donnerstag und Freitag wurden die Vorräte geplündert. Einige Soldaten und Seeleute nahmen an der Plünderung teil. Regie- rungv.', trcter tonten die hungernde Menge nicht beschwichtigen. Kattoftttir werden für einen Rubel und 40 Kopeken pro Pfund verlaust. Ein Soldat, der ein Pfund Brot für 5 Rubel verkaufte, i: ufce ertrankt. Das Pfund Butter wird zu 14 Rubel verkauft. Fleisch ist seit Beginn des Tauwetters billig. Das Pfund Kohl kostet 00 Kopeken. Das meiste Brot ist mit Stroh vermengt. Selbst in den Krankenhäusern gibt es kein Weißbrot. Die Haussuchungen nach Lebensmitteln haben wenig Ergebnisse, sie vermehren die Nervosität der Bevölkerung. Die Aussicht auf Durchsuchung von Privatwohnmrgen durch Soldaten und Seeleute der Roten Garde beunruhigt die Bürgerschaft sehr. Havas meldet aus Petersburg: Troß des Versprechens die Brotration zu erhöhen, fand noch keinerlei Verteilung statt. Die Unzufriedenheit wächst. Die Rote Garde schießt in die Luft, um die drohenden Frauen, die in Massen Heranrücken, zu zerstreuen^ Südrußland gegen die Bolschewisten. Stockholm, 8. Febr. Rach Mitteilungen der „Kiewskala Misft sind in Jekaterinoslow Unterhandlungen geführt worden, um einen südrussischen Verband zur Verteidigung gegen die Maximalsten zu schaffen. Diese Verhandlungen sind nun mit Erfolg zu Ende geführt worden. Alle südrussischen Republiken werden gemeinsam gegen die Bolschewik! Vorgehen, vorläufig eine gemetnsanie Gendarmerie, später eine gemeinsame Armee bilden und sie zu dem Zwecke verwenden, Südrußland von den Maximalsten zu säubern. Die Bolschewisten unterdrücken Streikgelüste. Schweizer Grenze. 7. Febr. Das „Berner Tagblatt" berichtet: Rach dem russischen Blatt „Djen" hat die Bolschewiki- rezierung durch einen Erlaß alle Arbeitseinstellungen in Staatsbetrieben als Hochverrat erklärt und mit den schwersten Strafen belegt. Smolensk von den Polen erobert. Dem Stockholmer Korrespondenten der Telegraphen-Union wird aus Petersburg gemeldet: Rach einer zweitägigen Schlacht, an der sich auch die polnische Artillerie beteiligte, ist Smolensk von den polnischen Truppen im Sturm genommen worden. Die Stadt Witebsk wurde vom polnischen General Dowbor erobert. Die zur Bespannung der Artillerie nötigen Pferde wurden den Polen von der Ukraine geliefert. E Wachsende VW Mo«. Berlin, 8. Febr. Die amerikanische Regierung tzlat fti den letzten Tagen im Kongreß drei schr bedeutende Niederlagen erlitten, die deutlich das Erstarken der wachsenden Opposition gegenüber den Mttralistischen und autokrattschen Methoden des Präsidenten Wilson bekunden. Es war Wilsons besonderer Wunsch, daß die gesamte Druckpapier- und Holzverwertungsindustrie seiner Kontrolle unterstellt werde. Eine dahingehende Gesetzesvorlage wurde nnt einer Empfehlung des Handelsministeriums dem Unterhaus des Kongresses vorgelegt und nach heftiger Debatte mit einer bemerkenswert großen Mehrheit abgelehnt. Noch bezeichnen- der ist die Abstimmung in dem wichtigen Senatskomitee für den zwischenstaatlichen Verkehr und Handel, das mit 7 gegen 6 Stimmen den Antrag annahm, daß die Regierungskontrolle über die Eisenbahnen innerhalb eines Jahres nach dem Kriege aufhören müsse. Diese Entscheidung wurde getroffen, obwohl der gegenwärtige Eiscnbahnminister, Schatz- sekretär Mac Adoo, persönlich vor dem Komitee erschien, um es vor der Annahme des Antrages zu warnen. Die dauernde Verstaatlichung der Eisenbahnen ist ein Hauptprogrammpunkt und das innere Kriegsziel des Prä- sidenten Wilson. Eine neuerliche Niederlage hat gleichfalls der Senat dem Präsidenten Wilson zugefügt, indem er den Antrag Wilsons auf Erteilung unbelchränkter Vollmachten zum Abschluß von politischen und militärischen Verträgen während der Tauer des gegenwärtigen Krieges ablehnte. Es wurde eine Kommission eingesetzt, die die Frage der verfassungsmäßigen Teilnahme des Senats an dem Abschluß notwendiger Staatsverträge während des Krieges prüfen soll. Die Dmijßoil IMrs nMflfljnf. Wien, 8. Febr. (WB.) Tie morgige „Wiener Zeitung" veröffentlicht folgendes Handschreiben: . „Lieber Ritter von Seidler! Im Einverständnis mrt den übrigen Mitgliedern im Ministerium haben Sie mir angesichts der parlamentarischen Situation die Bitte um Ge. Währung der Demission des Gesamtkabinetts unterbreitet. Da ich ganz besonderenWert darauf lege, daß das mein volles Vertrauen besitzende, unter schwierigen Verhältnissen be- ivährte Minsterium im Amte verbleibt, finde ich mich nicht bestimmt, der gestellten Bitte zu willfahren. Baden, 7. Febr. Karl m. p. ©e l frier m. p. Gist großer Sieg der Ukrainer. Stockholm. 8. Febr. Dem ukrainischen Jnformationsbureau zufolge,d hat die ukrainische Delegation in Brest-Litowsk aus Kiew ein, Telegramm erhalten, worin mitgeteilt wird, daß die ukrainischen Truppen bei Sorry eiyen großen Sieg errungen hatten. Sie erbeuteten 309 Maschinengewehre, 200 Gewehre und 200 Wagenladungen Munition. Neue Schreckenstage in Finnland. Stockholm, 7. Febr. Das Weiße Schutzkorps in Wasa tele- grophiert vom.Mittwoch abend: Der Bürgerkrieg in Finnland dauert fort und mit ihm. der Terrorismus der Sozialisten. Mehr- als 20 hervorragende Persönlichkeiten in Helstngfors sind in fürchterlicher Weise hingerichtet worden. Täglich werden Güter und Bauernhäuser geplündert und niedergebrannt. Unbewaff- nete und unschuldige Personen, besonders im südwestlichen Teile sind getötet worden. Das Weiße Schutzkorps ist jedoch voller Hoffnung, obgleich fürchterliche Ereignisse nicht verhindert werden können. Ein großer Vorteil für die Weiße Garde ist die gestrige Einnahme von Lemi und Tornea. (si>endahttm?ammettstöße. . Magdeburg, 8. Febr. Heute 1% Uhr früh rissen von emem von Guesten noch Sandersleben fahrenden Militärzüge 41 Achsen ab und rollten in dem starken Gefälle in der Richtung Guesten zurück. Kurz vor dem Bahnhof Guesten stießen diese Wagen auf einen dort haltenden Güterzug. Bei deni Zusammenstoß entgleisten von dem Militärzüge vier Personen- und ein Güterwagen; sie wurden stark beschädigt. Getötet wurden zwei Schaffner und 15 Soldaten, verletzt 36 Soldaten, darunter 21 schwer. Die Verletzten sind den Lazaretten in Bernburg zugeführt worden. Köln, 8. Febr. Heute früh fuhr ein ^lrlauberzug auf einen v-Zug im Güterbahnhof Köln-Ehrenfeld. Das Signal war für den Urlauberzug vorzeitig auf „Fahrt" ge- stellt worden. Infolge des Zusammenstoßes wurden sechs Soldaten im Urlauberzuge und eine Dienstftau im v.Zuge getötet, sowie 20 Soldaten verletzt. gmig verlassen könne.' Daß unsere Feinde, namentlich England auch Mangel zu leiden hatten, das sei das Verdienst der Uboote^ Retmer zeigte dann in großen Umrissen, wie gewaltig die Arbeit unserer Landwirtschaft sei und er warf auch einen Blick in die Zukunft. Keiner sei wohl im Saale, der nicht baldigst und Ähnlichst den Frieden wünsche, aber keinen Frieden, der auf alles verzichte. Rach dem Kriege müßten wir die ausgesogenen Felder wieder auf die Höhe bringen, von der Stickstoffe in fuhr seien wir dann nicht mehr abhängig, die Kräfte der Elektrizität müßten überall nutzbar gemacht werden und er hoffe, daß die deutsche Landwirtschaft dann bald wieder vorbildlich in der ganzen Welt dastehen werde. Durch Kampf zum glücklichen Endel (Lebhafter Beifall.) ^zn der Aussprache wändte sich Landwittschattskammermit» glted Weil-Langgöns gegen die Art der Pferdegushebung: er gab zu erwägen, ob nicht eine Versicherung gegen die dadurch erlittenen Schäden zu schaffen, falls nicht die Kreise dafür auf- kommen wollten. Oekonomierat Hensel erklärte, daß er bereits einen Antrag beim LanLwirtfchaftskammervorstand einge- bracht habe, der sich mit der Krage der Pferdeaushebung, durch die gerade der Kreis Friedberg betroffen worden sei beschäftige. Bürgermeister M ö r l e r - Ockstadt brachte den Schweine- movd zur Sprache. Die Arbeiter wollten heute essen, auf Geld sähen sie weniger. Wer sei der Dumme gewesen? Der die Schweine gleich abgeliefert habe. Landtagsabgeordneter B r erde n b a ch - Dorheim: Der Unwille gegen das Schweinemorden habe gewirkt. Selbstverständlich müßten die Städte ernährt - werden, aber als Mindestmaß müsse man verlangen, daß die Landwirte soviel wie die Städter bekämen. Auch er tadelt die Art der Pferdemusterung, recht wäre es gewesen, wenn man die Landwirte mehr geschont hätte, die früher schon Pferde hätten abgeben müssen. Eg. S e i b o l d t - Riedereschbach warf die Frage auf, woher die Viehhandelsverbände das viele Geld hätten? Doch nur von den Bauern, deshalb dürften sie mehr herangezogen werden. Oekonomierat A l l e s . Niederflorstadt gab einige die Pferdemusterung betreffende Aufklärungen. Herbe r t - Obererlenbach fordert, daß zu den Pferdemusterungen auch die Pferde der Ofsizisre in den Etappen herangezogen würden. Den Bürgermeistern, die bei dem Schweinemorden langsam getan hätten, gebühre die Rettungsmedaille (Heiterkeit). Der Krieg sei ein Lehrmeister, er habe u. a. die Hinfälligkeit von der alleinseligmachenden Lehre der Simmentaler Hochzucht bewiesen. Er fordert für die Gemeinden, die es verlangten, das Recht auch Bullen vonl Riederungsschlag^einzustellen. Der Kreis Friedüerg sei mit seinen vielen schwarz- und rotbunten Kühen der einzige Kreis Hessens, der mit 2.24 Liter auf Tag und ^opj der Kuh das Höchstmaß nicht nur erreicht, sondern überschritten habe. Oekonomierat Hamann und Hensel Litten diese Frage nicht weiter zu behandeln, da darüber bereits Verhandlungen schwebten. Landtagsabgeordneter Fenchel» Oberhörgern tadelt die Verschiedenheit, mit der Reichsverfügun- gen in den verschiedenen Staaten und Kreisen behandelt würden. Wilh. B re ide nba ch. Melbach schnitt die Milchsrage an. Milch werde auf ihren Gehalt untersucht, Bier und Aepfelwein nicht. Oekonomierat Hensel ging auf diese Frage naher ein, der Preis der Milch stände nicht im Einklang mit den Erzeugerkosten. Bedauerlich fei es. daß in dem Vorstand der Landes-Milch- und Fettstelle bei 29 Mitgliedern kein einziger praktischer Landwirt sei. Nachdem sich noch verschiedene Redner über die angeschnittenen Fragen ausgesprochen hatten, schloß der Vorsitzende die anregend verlaufene Versammlung mit der Mahnung, darauf bedacht zu sein, daß überall Landwirte in die Kriegsstellen berufen würden und der Hoffnung, daß die hessische Landwirtschaft ih: bestes dazu beHiage. um den Krieg zu einem guten Ende zu bringen. Das geknebelte Selbstbestimmungsrecht. Stockholm. 7. Febr. „Stockholms Tidningen" meldet aus Helfingfers: Die russische Regierung erstrebt die V:, Jit Mimg. Am Donnerstag vormittag wurde bei Gastwirt Stein - häuß-er zu Friedberg eine Bezirksbesprechung für die Land- wittschaftskammcrbezirke Friedberg, Butzbach, Vilbel und Echzell abgehalten, die fast von allen Vertretern besucht war und in der eingehend über die verschiedensten landwirtschaftlichen Fragen beraten wurde. Am Nachmittag fand in der Turnhalle der hiesigen Augustinerschule eine von über 300 Teilnehmern besuchte öffentlick>e Versammlung statt. Herr Oekonomierat H e n se l-Dortelweil eröffnete die Versammlung und gab ein Bilde der Gesamtlage. Militärisch ständen wir ausgezeichnet» leider erhebe aber im Innern wieder die Zwietracht ihr Haupt und namentlich fei die Landwirtschaft wieder das Ziel der An- griffe, trotzdem sie vollauf ihre Schuldigkeit getan habe. Das- selbe sei auch bei der hessischen Landwittschaftskammer der Fall gewesen, was die heutigen Ausführungen beweisen würden. Oekonomierat Hamann-Darmstadt behandelte in einem INstündigen Vortrag in meisterhafter Weise alle Fragen der Gegenwart, soweit sie mit der Landwirtschaft in Verbindung stehen. Zusammenfassend erklärte er die Leistungen der deutschen Landwirtschaft in diesem Krieg für staunenswert, denn bei der fast völligen Sperrung der Einfuhr sei das deutsche Volk doch ganz auf seine heimische Landwirtschaft angewiesen. Jetzt zeige sich, wie recht wir vor dem Kriege getan hätten,' daß wir unserer Landwirtschaft den nötigen Schutz zukommen ließen. Die Leistungen der Landwittschaft seien um so größer, wenn man bedenke. daß sie ebenfalls durch die Sperrung der Zufuhr schwer getroffen sei; Futter. Dünger. Bindegarn, Säcke usw. stünden kaum mehr zur Verfügung. Wenn man bedenke, daß etwa 100 000 Elsenbahnwaggons Dünger, etwa 400 000 Waggons Getreide, etwa 300 000 Waggons Futter eingeführt worden feien, so könne man diesen Ausfall ermessen. Dazu komme der Mangel an Arbeitskräften und weiter die Kriegsverordnungen, die ganze Bücher ausftillten und doch gehalten werden sollten. Er verwahrt die Landwirtschaft dagegen, daß sie Schuld an den vielen Mißständen sei, die sich in der Ernährungsfrage gezeigt hätten. Er ermahnte die Landwirte, alles zu tun. um die Ernährung der Bevölkerung der Städte zu vervollkommnen und stellt fest, daß Deutschland in dieser Hinsicht immer noch besser gestellt sei als seine Feinde, da es sich aus leine eigene Erzeu- Nom Leide der Ehre. Dorheim. Dem Wehrmann Karl S ch u t t. bei einein Inf.- Regt., wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Leidhecken, 8. Febr. Dem Landsturmmann Heinrich Bell, im Landsturin-VataiNon Friedberg, wurde, die Hessische Tapser- keitsmedaille verliehen. Wir gratulieren! Utphe. 7. Febr. Unteroffizier Karl Rühl, welcher seit Anfang des Krieges im Felde steht, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse und der Hessischen Tapferkeiismedaille ist. wurde zum Sergeanten befördert. Aus der Heimat. EV. Evang. Männerabend. Am nächsten Montag, 11 . Febr. abends Sj4 Uhr findet im „Deutschen Haus" am neuen Bahnhof wieder eine evang. Männerversammlung statt. Herr Pfarrer Z a tz m a n n hält den die Aussprache einleitenden Vortrag über „Kriegsaberglauben." Genossenschaftliches. In letzter Woche wurds« und Absatzgenossenschrften gegründet in Altenstädt, Betten- hausen und in Grund-Schwalheim. Diese vollzogen gleich zeitig den Anschluß an den Verband sowie an die Central, genossenschaft in Darmstadt. Zur Abhaltung von Grills dungsversammlungen stellt sich die hiesige Zweigstelle dM Eentralgenossenschaft (Fauerbacherstraße 45) zur Verfügung. Die Landwirtschaftliche Zentral-Darlehenskasse für Deutschland vermittelt den Ankauf von Landwirtschaftlichen Moscheen jeder Art. Nähere Angaben sind bei der Filiale in Frankfurt am Main, Schillerstraße 23. zu erhalten. (Siehe auch Jntzrat.) H. Bezugsscheine gegen Abgabebescheinigung werdey, wie die Reichsbekleidungsstelle mitteilt, bei Abgabe eines noch gut- erhaltenen Anzuges ausgefolgt. Wer zum Beispiel einen Rock- oder Eehrock.-Anzng abgibt, kann einen Bezugsschein über einen Sackrock- oder Sportanzug erhalten. Das gleiche gilt von Jacken und garnierten Kleidern und ähnlichen Kleidungsstücken. Dahingegen kann für einen abgegebenen Knabcn-Anzug ein gegebene getragene Männer Anzüge neue Knaben-Anzüge bell eaeb ne .getragene Münner-Airzüge neue Knaben-Anzüae b«. willigt. Neu ist. daß auch gegen Abgabe getragener Uniformen oder Teilstücken derselben Männer- oder Kna- ben-Anzüe oder Teilstücke derselben bewilligt werden können. Die Uniformen werden noch gut bewertet. Nähere Auskunft erteilt die hiesige Altkleiderstelle. FC. Bad-Nauheim, 7. Febr. Da die Mittel des Noten Kreuzes für Unterstützungszwecke hier ziemlich erschöpft sind, bewilligten die Stadtverordneten für die Zeit von Oktober 1917 bis 1. April 1918 ingesamt 12 000 Mark. Kirchliche Anzeigen. Sonntag Estomihi, 10. Februar 1918. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 9 '. Uhr: Herr Pfarrer N i t t e r. D Bormittag; Diehl. 11 Uhr: Mndergottesdienst. Herr Pfarrer Nachmittags 5 Uhr: Herr Kandidat Strack. Abends 8A Uhr: Herr Pfarrer Diehl. Kollekte für Gau-Algesheim. Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach. Sonntag Estomihi, 10. Februar 1918. 10 Uhr: Gottesdienst. HA Uhr Zugendgottesdienst. 5 Uhr: Kriegsandacht. Katholische Gemeinde. Tvnutag Quinquag:simae, 10. Februar 1918. B'.'ichtgelegenheit am Samstag von 4 Uhr an und Sonntag früh von 6 Uhr. 'A7 Uhr. Frühmesse. 8 Uhr: Hl. Messe. Al 0 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 2 l A Uhr: Herz-Mariu Vrud^schafi. Anoacht mit Segen Um 4 Uhr: Versan'.mlung der Jungfrauen-Kongregation. Während der Woche: A7 und 7A Uhr hl. Messe. Mittwoch abend 8 Uhr: Fasten-Predigt mit Andacht. Nach dem Hochamt Ausgabe von Büchern au, der S3*crw maus-Dücherei. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e l, Friedberg; für den Anzeigenteil: N. § eriner, 8 riedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung", A- Friedbera r ‘o r A Erna Keller August Walther Verlobte Ossenheim, im Februar 1913. V J vkffkitlichr Iiiiestmnßkizmiz. Dienstag, den 12. Februar lasse ich in der Hofraite Wetzlarer- straße 31 mein gesamtes totes und lebendes Inventar gegen Barzahlung versteigern. Versteigerungsansang 9 Uhr vorm. Besichtigung 2 Stunden vorher. 4 Pferde, Esel, Jungvieh, 13 trächtige Lamm- schase, Lammschafe mit Lämmer. Sämaschine (2 Mir.) Selbstbinder (neu), Grasmäher, Kartoffelrodemaschine, HoLzeggen, verschiedene eiserne lüften, Fedcr;a?rnculLivator, Hackmaschine, Scheibenegge, verschiedene Pflüge, Ackerwagen, groste Biehwage mit Gewichten, De;imaSwage, Kettenwage, Ringelwalze, ^teilige Holzwalze, Heuwender, Henrechen, Jegmühle, ^ Flegel, Wirtschafts- Wagen nrit Kasten, Erntelertern und Ketten, fL Kastenwagen, gr. u. kl. Handwagen usw. Betten, Tische, Stühle, Schränke usw» Aanchepunrpe, Wasserpumpe, gr. Obstkelter Und Obfturühle usw. Landauer, Breack, ffLberplattiertes Ehaisen- geschirr, ern- und zweispänniger Schlitten mit rotem PlüschpoLstrr und Schellengeläut- Ferner alle in der Landwirtschaft gebräuchlichen Handgeräteschaften. Alles in sehr gutem Zustand. Butzbach (Obecheffen), 1. Februar 1918. Bernhard Reih. Der Kriegscms'chng für Oe!r und Fetts, Berlin schließt iiuoiivofifiys ttr soiiroiii • Für Sommerrübsen, Leindotter, Mohn und Senf werden außer den lohnenden Abnahmevreisen Flächenznlagen, für Senf außerdem eine Druschprämie, gemährt. Der Bezug von Ammoniak für Anbauer wird vermittelt. Im Großherzogtum kann der Anbau von Rübsen, Mohn, Dotter und Senf . . empfohlen werden. Näheres durch d. Unterzeichneten Kommissionär des Kriegsausschusses : CLnLralgensfsenschaft der hessischen landwirtschaftl. Konsumvereine e. E. m. b. H.. Darmstadt. toi® Mm s. Frün al 8 . WM e. s. Heschäftsstelle Frankfurt a. M., Kronprinzenstraße 41. (Kronprmzenbau.) — Fernruf Römer Bürostunden: Akonlag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, nachmittags vsn 2—4 Uhr. — Geschäftsanze'rgen in diesem Naunr für unftvt MitgUrder; dieselben sind kostenlos, jedoch muß bei Aufgabe der Anzeige auf die Mitgliedschaft hingewiesen werden. 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Schwager und Onkel Ersatz-Reservist Wilhelm WsgNer ■ im Landwehr-Infanterie Regiment Nr. 80, 11. Kompagnie, Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille nach vollendetem 30. Lebensjahre nach 3'/? jähriger treuer Pflichterfüllung auf dem Felde der Ehre den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. Bönstadt, den 8. Februar 1918. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Johs. Wagner III. Die Beerdigung findet Dienstag, den 12. Februar 1918, nachmittags 3 Uhr statt. Men lieben Verwandten und Freunden zur Nachricht, daß gestern Abend um V-12 Uhr mein innigstgeliebter Mann, unser Lieber Bruder, Schwager und Onkel, Herr Postagent Heinrich Aledter im nahezu vollendeten 66. Lebensjahre sanft im Herrn entschlafen ist. Wöfteesheim, den 8. Februar 1918. 2m Namen der trauernden HinterSliebencu: Lisette Aledter. Di- Beerdigung findet Sonntag, den 10. Februar, nachmittags 2 Uhr statt. Isie (Uebergangs-) Mayer J. 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