Die .»Arne Tages, eitung" erscheint jeden Werktag, hinu tritt noch das Bestellgeld; bei den Aoenten erhoben. Ersüllungsori Friedberg. Hchriftleitnng und Uerlag Friedberg (Hessen), Hanauerckratze 12. Regeimatzige Beilagen „Der Sauer aus t, essen", „Die Kpiunssube». Kerugspreis: Bei den Poltanstaltsn vjerteliiilirlich Mk 240 monallidj 85 Pfg. einlchliehlich Trägeilolin. Ameigen: a«8, 7. Febr. Aus London wird gemeldet: Jetzt sind E-nzelbeiten über das Gefecht, das am 17. November du>-ch britisch- leichte Streitkräfte bei Helgoland geliefert worden ist, eingetroffen. Das Ziel war, in die territorialen Ge- wäffer des Feindes einzudringen, damit größeren Streitkräf- ten begegnet werde, um die leichteren, die sich etwa unter- Wegs befanden, zu vernichten. Am Morgen des 17. Rovern- ber wurde der Feind gesichtet. Vor dem Zuge fuhr ein Minenleger und hatte ferner leichte Kreuzer und Torpedo- mcv, die in nordwestlicher Richtung sichren. Die britischen f fr -; 7 eröffnten sofort das Feuer. Darauf kehrten die ' l um, mit dem Kurse noch Haufe, in eine Wolke von • -aim gehüllt und wurden durch die brittschen Torpedojäger versorgt.. Sie wurden von den Torpedojägern einaeholt und haoen ernen felndlichen Minenleger versenkt. Während sie durch den Rauch des flüchtenden Feindes hinfuhren gelangten sie in eine verhältnismäßige Klarheit, wo si-> einen deutschen leichten Kreuzer in Sicht bekamen, der in Brand stand. Die Torpedojäger machten ein Torpedo bereit, sind aber zwei Kreuzern, die aus dem Wefi.n kamen begegnet. Drese ncktelen ein schweres Feuer auf die Torpedojäger^ die ber den zurückgebliebenen leichten Kreuzern Unterstt'itzung ™ Torpedojäger manövrierten mit großer Geschicklichkeit' in den engen, durch Minen belegten Gewässern und haben unter heftigem Feuer den Rückzug an- getteten, ohne getroffen worden zu sein und ohne jedweden srdKthen. Inzwischen haben britische Kreuzer einen verzweifelten Versuch unternommen, den Feind abznschneiden und während zweier Stunden ist ein laufendes Gefecht geführt worden, solange bis Helgoland nur 26 Meilen süd- ostlrch gelegen . war. Der äußerste Rand des deutschen Minenfeldes lag nur 30 Meilen östlich, als die Masten und Schornsteine des deutschen Gefechtsgeschwaders, das sich in aller Este näherte gesichtet wurden. Die brittschen leichten Kreuzer zogen sich daraiffhch unter dem Feuer schwersten Kalibers zurück, nachdem sie die großen Schiffe des Feindes nahe herankommen ließen. Die feindliche Flotte wartete gleichfalls genau so lange, bis sie dessen sich vergewisserte, daß die Briten sich tatsächlich zurückgezogen haben, wonach ore deutschen sich auch zurückzogen. Feindliche Seeflugzeuge haben daraufhin die Seeoberfläche in einer Höhe von 200 Fikß über unseren leichten Kreuzer bestricken und warfen Bomben ab, die aber nicht trafen. Die Bemannung des gesunkenen Minenlegers wurde durch einen brittschen Torpedojäger gerettet. Der Marineleutnant sagte entrüstet: „Es ist nicht ehrlich, schwere Granaten aus kleine Schiffe abzuschießen". Trotz der gewagten Art der brittschen Unt-r. nehniung waren die Verluste klein. Beim Einbrechen des Abends kehrten die leichten Schiffe nach der Grenze des Minenfeldes zuriick. Da war aber nichts mehr von der deutschen Flotte zu sehen. * Die amtliche Meldung des deutschen Admirakstabes vom 17. November 1917 über das Gefecht lautete: Zum ersten Mal seit den ersten Kriegsmonalen ver- suchten am 17. November starke englische Seestreitkräfte in die Deutsche Bucht einzubrechen. Durch unsere Sicherungen wurden sie bereits auf der Linie Horns Riff—Terschelling - wstgestellt und durch den sofort angesetzten Gegenstoß unserer Vorposten-Streikräfte mühelos und ohne eigene Verluste ovgewiesen. Dielen furdjfüamt Krieg einem Milchen Ende Budapest, 7. Febr. (WTB.) Im Abgeordnetenhause erklärte m der Debatte über das Programm der Regierung Graf Julius Andrassy. daß die unter seiner Führung stehende Verfassungspartei sich vor einigen Tage» aufgelöst habe und die große Mehrheit dieser Parte» in die neue Regierungspartei eintrete. Andrassy wies sodamr auf die NoKoeMgkett hin» eine starke einheitliche Regierungspartei zu bilden. Er sagte: Jetzt hau. delt es sich nicht um kleinliche Parteiwünsche, sondern die In- teressn der Nation stehen aus dem Spiel. Ich betrachte jede Frage, die jetzt ans der Tagesordnung steht, ob groß oder klein, nur von dem Gesichtspunkte aus, oH sie die Nation in den: großen Kampfe, der noch beoorsteht, stärkt. Es ist höchste Pflicht jedes Patrioten, bis zur Erreichung eines ehrlichen Friedens, desien Abschluß nicht einseitig von uns abhängt, die dem Lande innewohnende Kraft zu verstärken, die Kraft, die notwendig ist, durchzuhalten, solange das Land für seinen Bestand kämpfen muß. Viele wollen den Frieden um jeden Preis. Das wäre das größte Verbrechen gegen die Rauon. (Stürmischer Beifall aus beiden Seiten des Hauses.) Gerade jene würden am meisten büßen, die nran jetzt aufreizeu will. Ein Friede um jeden Preis würde die Vernichtung des Selbst02wußtseins der Nation fiir lange Zeit lähmen. Alle unsere moralischen Kräfte müssen wir vereinigen, um diesen furchtbaren Krieg einem glücklichen Ende entgegenzuführen. Die Aushungerungspolitik unserer Feirrde zeitigt in gewisser Beziehung Früchte. Sie we-den aber ihr Ziel nicht erreichen. Dadurch werden sie uns nie bezwingen. Sie vermehren vielleicht unsere Leiden, schwächen einigermaßen unsere Widerstandskraft, vermehren die Zahl jener, die unzuftieden sind, erleichtern die Arbeit derjenigen, die in gewissenloser Weise für den Frieden um jeden Preis werben. Unsere Feinde sehen ein, daß sie uns militärisch nicht bezwingen können und daß auch ihr Aushungerungsplan zu keinem vollen Erfolg fuhren kann. Jetzt versuchen sie durch gewissenlose Hetze und Aufteizung in Deutschlarw. Oesterreich und Ungarn revolutionäre Bewegungen zu entfachen. Ts ist die Pflicht der Negierung gegenüber dieser Gefahr bis zum äußersten zu gehen. (Stürmischer Beifall.) Der Redner zerpflückte dann das Schlag, wort von dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und beleuchtet« das Vorgehen der Volschewrki. die die Freiheit mißbrauchten und jede ihnen entgegenstehende Meinung vergewaltigten. Graf Andrassy schloß mit der Erklärung, daß er das Programm der Negierung zur Kenntnis nehme (Anhaltender lebhafter Beffall und Händeklatschen.) Mlr tt ftr* gllmkiWen Kahmtls. 7. Febr. (WTB.) Meldung des k. u. k. Korrefpon- demBureous. Das Abgeordnetnhaus setzte die Generaldebatte über den Staatshaushalt fort. Am Schlüsse der Sitzung erklärte Präsident Dr. Groß: „Ich habe soeben vom Ministerpräsidenten Dr. von Seidler die Mitteilung erhalten, daß die Regierung dem Kaiser ihre Demission überreicht hat. Da die Regierung sich sonach im Stadium der Demission befindet, bleibt nach konstitutionellem Brauch nichts anderes übrig, als vorläufig die Sitzungen des Hauses zu vertagen. Dte nächste Sitzung wird auf schriftlichem Wege bekannt gegeben werden." In parlamentarischen Kreisen verlautet, die Demission der Regierung sei auf einen Beschluß des Polenklubs zurückzuführen, der sich sowohl gegen den Eintritt in die Spezialdebatte wie gegen ein zweimonatiges Budgetproviforium aussprach, wodurch die Majorität für das Projekt in Frage gestellt wor* den sei. Dir H-Sogjg-NglM dcs GroDmuls r>. tlirpjtz. Durch einen Teil der deutschen Presse läuft in den letzten Tagen eine Reihe von Aussätzen, in welchen das Mitglied des Reichstages Dr. Slruve. Kiel, hefttge Angriffe gegen den Großadmiral von Tirpitz und die seinerzeit von ihm versolgtl U-Boots-Politik richtet. Diese Aufsätze beweisen im Grunde nichts weiter, als daß der Verfasser dem Schicksal der bekannten Ratsherren nicht entgangen ist, die ja immer klüger sind, wenn sie vom Rathause zurückkonnnem als wenn sie hineingehen. Welchen sachlichen Nutzen soll es haben, wenn Aeußerungen des Großadmivals, die er im Jahre 1904 im Reichstage, also in aller Oeffentlichkeit, gemn hat, jetzt der Oeffentlichkeit vorgeführt werden, damit „sie selber urteilen kann"? Und wa- hat Tirpitz damals gesagt? „Daß die Unterseeboote an der ganzen maritimen Situation viel ändern werden, insbesondere an der Frage, welches das Wichtigste ist, um einer Flotte und Marine Seegeltung zu schuften, das glaube ich nicht." Und weiter: „Eine große Umwälzung aber werden sie niemals hervorbrin- gen, wenn nicht noch große technische Mankos beseitigt werden und speziell die Frage des Sehens unter Wasser in weit höherem Maße gelöst wird als bisher." Ganz abgesehen d-won. daß diese Aeußerung in jeder Hinsicht dem damaligen Stande der Technik entsprach, besteht sie. in ihren, Hauptpunkt, nämlich der Ansicht, daß die Seegeltung einer Marcne nicht durch ihre U-Boote, sondern durch ihre EroßLampsschiffe bedingt wird, auch heute noch in vollem Umfange zu Recht. Das muß mit allem Nachdruck hervorgehoben werden! Daß der Großadmiral damals, ein volles Jahrzehnt vor Beginn des Krieges, die Leistungsfähigkeit des U-Bootes vielleicht noch nicht bis in die letzten Entwicklungsmöglichkeiten übersehen hat, mag ohne weiteres zugegeben werden. Wer aber kann sich rühmen, klarer in die Zukunft geschaut zu haben? Man lese doch einmal die vielgenannte Schrift des Admirals Galster über die Seerüstung Deutschlands, aus dem Jahre 1907. Was dort über die U-Boote geschrieben wird, klirigt keineswegs vertrauensvoller als das, was Tirpitz gesagt hat. Die richtige Erkenntnis hat. das kann nran ruhig sagen, erst der Krieg gebracht mit seiner in Friedenszeiten unmöglichen Anspannung von Material und Personal. Es ist richtig, daß unsere Marine-Verwaltung unter Leitung des Großadmirals von Tirpitz sehr vorsichttg an die Ausgestaltung der U-Bootswaffe herangegangen ist. Zuerst galt es, da man von vornherein Wert nur auf große, jeefühige Boote legte, schiffbauliche Schwierigkeiten zu Überwinden. Dann kam die Motorfrage, die mindestens von gleicher Wichtigkeit war. Die unsicheren Benzin- und Gasolinmotoren wurden abgelehnt, mit dem Erfolg, daß die vielen und schweren Menschenopfer. welche andere Marinen auf diesem Gebiet haben bringen müssen, uns erspart gblieben sind. Als ein brauchbarer Schwer-' Ölmotor geschaffen war, griff die Liarineverwaltimg sofort -u. Der erste überhaupt in Deutschland gebaute Petroleum-Motvr -ohne Benzin-Anlaßvorrichtung war der von „U. 1". Später etwa vom Jahre 1910 ab, wurde der inzwischen durckgebittxte Diesel-Motor allgemein e'mgeführt. Andere Marinen hatten freilich früher den U-Boots-Bau in Angriff genommen, zuerst die französische. Wie aber war die Lage bei Ausbruch des Krieges? Frankreich besaß etwas über ein halbes Hundert fertiger U-Boote, eine bunte Mnsterkarte der verschiedenen Typen als notwendige Folge der ewig schwanken» den Baupolitik. Nicht viel besser stand England da, obgleich es rein zahlenmäßig Frankreich schon Überbolt batte. Die englische Marine zählte nämlich ungefähr ' fertige U-Boote, von denen jedoch etwa vier Fünftel wenrg leistungsfähig oder ganz veraltet waren. Deutschland aber stand mit 28 fertigen und, vielleicht mit Ausnahme der ersten drei, hockseefähigen Booten ay der Spitze, eine Stellung, die es bis jetzt festzuhalten verstanden hat. Darüber kann es doch nur eine Stimme geben, ebenso wie darüber, daß dieser Erfolg mir der allerdings vorsichtigen, aber mit großem technische?n Geschick und mit unbeirrbarer Zielsicherheit durchgeführten BaupoUtik zu danken ist. Ob es möglich gewesen wäre, frühzeitig mehr U-Boote zu bauen, insbesondere ob das Reichs-Marme-Amt imstande gewesen wäre, die Bewilligung der dazu erforderlichen Gelomit- tcl vom Reichstage zu erlangen, ist eine Frage, die sich mit Sicherheit jetzt kaum mehr bsan. orten lägt. Es ist jedoch die Befürchtung nicht von der Hand zu weifen, daß eine Förderung des U-Boot-Baues nur durch entsprechende Zurückstellung des Baues anderer Scknffsklassen, vor allem der Linienschiffe, der Großen Kreuzer und der Torpedoboote, zu erreichen gewesen wäre Das würde aber ein verhä.'gmsvoller Fehler gewesen sein. Ohne einekampfkräftig^ Hochfee-Flstte, die unsere Küsten und Stützpunkte schützt und für den Kleinkrieg den unentbehrlichen Rückhalt schafft, wäre der -Boots-Krieg überhaupt nicht " ttch. Unsere U-Boote wären gar nicht in der Lage eusm- - weder tn der Nordsee noch rn der Ostsee, wenn unsere 'lotte nicht die feindlichen Streitkräfte in achtungsvoller Entfernung hielte. Und was die Torpedoboote anlangt, auf die Herr D.r. Struoe es besonders abgefchen zu haben scheint und von denen Admiral Ealster in seiner Schrift sagt, daß ihre Masseuverwendung in der Tagschlacht ein überwundener Stoud- punkc sei, so ist es doch wohl jedem Einsichtigen klar, daß gerade .der Masieueinfatz von Torpedobooten in der Seeschlacht am Skagerrak eine ausschlaggebende Rolle gespielt hat. Zu einem solchen Auftreten in der Seeschlacht sind U-Boote ihrer inneren .Wesensart nach gar nicht befähigt. Wir haben also alle Ursache, dem Großadmiral -ion Tirpitz dankbar zu sein, daß er zunächst an der Durchführung des ,Flottengesetzes eisern festgehalten hat. Eine bemerlreusmerte Wandtuua. Zn einer Kriegszielbetrachtung der „Frankfurter Zeitung" finden, sich folgende Sätze: „Wir wollen und werden, wenn die Stunde gekommen fein wird, nur den Frieden schließen, der uns frommt, dem deutschen Volke einen Ersatz für die freudig gebrockten Opfer gewährt und es vor gleichen Gefahren in Zukunft schützt . . . Wir können «ns auch nicht denken, daß die theoretische Verwerfung aller Annexionen, die in den Programmen einiger politischer Parteien enthalten ist, die nationale Einheit in dem großen Augenblick unseres Sieges sollte gefährden können. Der Krieg hat uns sehr viel Neues über uns und unsere Stellung in der Welt gelehrt.-Sollte da wirklich eine irgendwann oder irgend. .wo beschlösse Plattform Deutsche verhurdern, ihrem Vaterlands Gebiete anzugliedern, deren Besitz aus nationalen und politischen Gründen wünschenswert wäre?" Jedes Mitglied der Vater landspartei faim diese Aussüh- ' ' ,eu in der „Frankfurter Zeitung" die ein treffendes Urteil ,c die Friedensentschließung des Reichstages vom 19. Juli rhalteir, Wort für Wort unterschreiben. Ebenso verhält es sich mit einem Aufsatz des „Berliner rgeblattes", in dem die Notwendigkeit begründet wird, Ant- ^rpen für das Deutsche Reich politisch in Besitz zu nehmen. . n dem Aufsatz heißt es u. a.: „Geographisch ist Antwerpen ein belgischer Hafen, handels- " Misch aber seil langer» ein deutscher. Wenn man den Ant- »oetpener Hasen entlang fährt, gewinnt man sofort den Eindruck, daß es deutscher Handel und deutsche Schiffahrt sind, die hier dominieren. Während wir Belgien und seinen Hafen durch unsere wirtschaftliche Expansion einen großen gewerblichen Aufschwung schufen, haben andere Nationen sich bemüht, das belgische Volk zu seinem eigenen Verderben mit politischen und nationalistischen Argumenten gegen uns einzunehmen. Daß die Belgier auf diese Verlockungen kurzsichtig eingegangen sind, werden sie wohl bereits bereuen. Für uns aber hat die Eroberung Antwerpens die Bedeutung, daß wir einen Hafen, dessen wirtschaftliches Wachstum schon bisher dem deutschen Handel zu danken war, nun auch politisch in Besitz nehmen." Die Ausführungen der „Frankfurter Zeitung" stammen ®om 12. März 1915, die des „Berliner Tageblatt" vom 10. Oktober 1914. Beide haben also, meint der „Deutsche Kurier", dem wir diese Auszüge entnehmen, gewaltgi umgelernt, leider ln der falschen Richtung. Auch dem jetzigen Obermiesmacher «nt> Verzichtprediger Erzberger haben wir ähnliche Wandlungen während der drei letzten Zahre nachgewiesen. Gegen die Finirlrfitrter Zeitimg. Berlin, 6. Febr. Die Fraktionen der Fortschrittlichen Volks- pariei des Reichstages und des preußischen Abgeordnetenhauses haben in ihrer gemeinsamen Sitzung vom 4. Februar 1918 einstimmig folgende Erklärung zu der in der vorigen Woche von einem Teile der Arbeiterschaft vorgenommenen Arbeitseinstel. llurg beschlossen: „Die Fraktionen verurteilen aufs schärfste, daß unter den gegenwärtigen Berhällnissen zur Verwirklichung politischer Forderungen das Mittel der Arbeitseinstellung gewählt worden ist, die das Wohl des Vaterlandes bedroht und die Bemühungen für Frieden und Fortschritt nicht fördert, sondern stört. Sie bedauern insbesondere auch, daß die Beveittvilligkeit der Negierung, zweck» Beilegung der Arbeitseinstellung mit Abgeordneten und gewerkschaftlich organisierten Arbeitern zu verhandeln, an der ablehnende« Haltung radikaler Elemente gescheitert ist. Die Fraktionen geben der Erwartung Ausdruck, daß die Regierung und die zur Durchführung einer volksfreundlichen Politik entschlossenen Parteien unbeirrt für die schleunige Erfüllung der berechtigten Forderungen des Volkes sorgen und allen Hemmniffen mit Enlschiedenhett entgegentreten werden." Diese Erklärung richtet sich gegen die „Frankfurter Zeitung", die sich bekanntlich auch in der Streikftage von dem deutschen Bürgertum abgesondert mrd auf die Seite der roten Internattonale geschlagen hat. Ziemlich geknickt schreibt des seligen Sonnemanns Organ: Im übrigen bedauern wir, daß die Erklärung der volkspartrittchen Fraktionen nicht etwas ausführlicher geraten ist, denn es wäre zum Thema doch wohl noch mancherlei zu sagen gewesen. Die Erklärung wird in der Fassung schwerlich dazu Helsen, die verworrene parlamentarische und politische Lage zu erleichtern. Dazu aber hätten die Fraktionen besorrders nach der bedenklichen Auslassung der „Freisinnigen Zeitung" allen Anlaß gehabt, um nach den Worten des Abgeordneten Wiemer auf dem Kasseler Bezirksverbandstag dahin zu wirken, daß „die Solidarität des deutschen Bürgertums und der deutschen Arbeiterschaft durchgeführt" werde. Schön gesagt! Die Sonne maiM-Nachfolyer in Frankfurt wollen der Stadt Fra.tt'urr zum äußeren Zeichen der Gesinnungsgemeinschaft mit den Roten ein ganz radikales Wahlrecht mit allen Schikanen (Frauenstimmrecht ufw.) bescheren. Was würden die alten Frankfurter, die sich zum großen Teil von den demokratischen Phrasen betören ließen, zu einem solchen Wahlrecht sagen, das den „Hergeloffenen" die Leitung der Geschicke der Stadt ganz in die Hände spielen würde. Die preußische Regierung will aber nicht recht an die Sache heran und die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" gibt bekannt, daß sich die Stadt Frankfurt noch eine Weile gedulden müsse. Das gibt wiederum der „Volksfttmme" Veranlassung zu folgender Gedankenblüte: „Wenn sich nur die Regierung und die Junker nicht irren. Daß eines Tage? doch der Teufel kommt und sie alle holt." , Dsrn-AsZercheir». llrrterofftzrer August Becker, beim Ip- faaterie-Reguncm Nr. 1G3, welcher schon seit Kriegsbeginn im Felde steht, wurde mit d«n Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Die Hessische Tapferkettsmedaille besitzt er schon. Wir gratulieren! der ^erinat. FC. Aus Hessen, 5. Febr. Das Eroßherzogliche Ministerium hob auf Widerruf für die Dauer des laufenden Jahres mit Ausnahnw der Monate April, Mai und Juni die Schonzeit für weibliches Rotwild auf. FC. Frankfurt am Main, 6. Febr. Diebe brachen in das Weißwarengeschäft von Messerschmidt ein und plündetten den Laden fast gänzlich aus. Der Schaden beläuft sich auf etwa 30 000 Mark. (FC. Frankfurt am Main, 6. Febr. Am heutigen Arbeits- pferdemarkt waren 140 Pferde aufgetrieben. Die Preise für sämtliche Pferde waren enorm hoch. Sie übertrafen die der letzten Märkte um bedeutendes. Zu Marktbeginn war das Geschäft schleppend, am Schluß flott. Vorwiegend waren die Landwirte der Ilmgegend Käufer. Schlachtpferde waren nicht angetrieben. Der Markt wurde geräumt. FC. Frankfurt am Mai», 5. Febr. Von dem hiesigen Schöffengericht war der Kaufmann Philipp Weil aus Mainz wegen Preiswuchers an Rübensaft zu 2000 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Die Strafkammer sprach ihn auf Grund erneuter Spesen- und Risikoberechnung ftei. FC. Vom Main, 5. Febr. Am Bahnhof Oberuburg nahm die Gendarmerie verschiedenen Hamsterern zwei Zentner Schinken, einen halben Zentner Bohnen, 30 Pfund Mehl, 20 Pfund Zwiebeln und zehn Pfund Dörrobst ab. Die Lebensmittel, die nach Frankfurt bestimmt waren, wurden beschlagnahmt. FC. Vom Taunus. 6. Febr. Die Mühle des Mühlen- besitzers Karl Bott in Niederauroff wurde auf Deranlassung des Revisors der Reichsgetreideftelle wegen Unzuverlässigkeit im Verkehr mit Brotgetreide geschlossen. Aus Starkenburg. Darmstadt. (Fleifchbeschlagnahme.) Im hiesigen Hauptbahnhof wurde wieder ein für eine hiesige Firma bestimmter Waggon frisches Fleisch beschlagnahmt, doch sind Verhandlungen wegen der Freigabe im Gange. FC. Pfungstadt, 5. Febr Der Gemeinderat beschloß die Besoldung der städtischen Beamten und Bediensteten weiter zu erhöhen in Anbetracht der anhaltenden Teuerung, Die Zulagen betragen für die unteren Gehaltsstufen 40 Prozent, für dir mitteler«: 30 und für die höheren 20 Prozent. 14 000 Mk. wurden insgesamt für die Aufbesserung bewilligt. FC. Hahn bet Pfungstadt, 6. Febr. Der vor einigen Wochen vom Dach des hiesigen Schulhauses abgestürzte Schornsteinfegerlehrling Adam Zissel von hier ist nunmehr den Verletzungen erlegen. Auerbach a. d. Bergstraße. Der Verband Hessischer Verkehrs- vereine, als dessen Vorort der Verkehrs-Ausschuß der Bergstraße in Auerbach-Hessen K. Zt. im Amt befindlich ist, bearbeitet die Zusammenstellung einer Lichtbilderserte des Großherzogtunis Hessen mit einem dazu gehörigen Bortrag. Dem Verbände gehören etwa 40 der wichtigsten Städte, Bäder und Luftkurorte des Hessenlandes als Mitglied« an. Di« Lichtbtlderferie soll jedoch nicht auf die Mitglieder der Verbandes beschränkt bleiben, sondern auch auf Orte ausgedehnt werden, die nicht Mt-, glicber des Verbandes sind, um ein geschlossenes Ganzes zu- sainmenstellen und um die landschaftlickren Schönheiten des gan* zen Landes im Bilde vorführen zu können. Die Bilder solle» sich auch auf Darlegungen aus der Industrie, Heimarbeit, unter Denkmalschutz stehende Anlagen, Trachten und kultureller Art erstrecken. Die Bilder werden durch den Bund Deutscher Ver» kerhrsvereine resp. die Deutsche Lichtbildgesellschaft in Berlin in Lichtbildtheatern des Inlandes und des verbündeten und neutralen Auslandes, Verkehrsvereinen, Volksbildungsoereinen-, Burger- und Lesevereinen, Kommunaloereinen, Hochschulen usw. vorgeführt. Die Beteiligung verursacht nur ganz geringe Kosten und werden alle Orte des Hesssnlandes, die sich zu beteiligen wünschen ersucht, sich wegen aller Einzelheiten an den Verband Hessischer Verkehrs-Vereine in Auerbach-Hessen zu wenden. Aus Rheinhessen. FC. Alzey, 5. Febr. Bei der stattgehabten Neuverpachtung der Feldjagd in hiesiger Gemarkung auf weitere neun Jahre wurde die Jagd zum jährlichen Pachtpreise von 9500 Mark dem seitherigen Pächter, Fabrikant Ilbert Sturm in Wiesbaden zngefchlagen. Bisher betrug der Jahrespachtpreis 8870 Mark, Ans Hessen-Nassau. FC. Wiesbaden, 6. Febr. Der Kriegsinvalide Julius Har.' ter in Höchst am Main wußte, daß der Manu der Landwirts» ehefrau Wagner in Unterliederbach als vermißt gemeldet war. Er ging deshalb hin und erzählte der trostlosen Frau, daß er Gelegenheit gehabt, ihren Mann, der in der Schweiz interniert, zu sprechen und mit ihm noch in Verbindung stehe. Da er die Reise nach Höchst ihretwegen unternommen und 21 Mark Auslagen gehabt, wie er angab, wurden ihm bereitwilligst 25 Biark vergütet. Die ganze Sache stellte sich später als Schwindel heraus. Die Strafkammer nahm Harter in eine Gefängnisstrafe von drei Monaten. Das Gericht sah die Sache sehr milde an, da Harter, der beretts mit Zuchthaus besttaft, sich bei Kriegsausbruch diefcrhalb nicht stellen tonnte, aber nichts unversucht ließ, zu dienen. Er hatte sich unter dem Namen Herzog bei den 115er gestellt und im Felde einen Arm verloren. ■ Später wurde aber die Feststellung gemacht, daß er unter falschem Namen gedient. Dies kam strafmildernd in Bettacht. FC. Wiesbaden, 6. Febr. An einem Novemberabend vorigen Jahres fand die Eheftau des im Felde stehenden Kellners Wilhelm Wtttenburg am hiesigen Hauptbahnhof eine schwarze lederne Damenhandtafche, in der sich Brot- und Lebensmittelkarten befanden. Sie lieferte den Fund nicht ab, tauschte aber die Brotkarten m Reisebrothefte um und gab sie beim Broteinkauf ab. Auf die Lebensmittelkarten, die bei der Firma Aug. Engel eingetragen waren, versuchte sie die fälligen Spezereien zu erheben, nachdem sie den Namen des Karteninhabers fein säuberlich wegradiert und ihren eigenen Namen darauf gesetzt hatte. Dre Fälschung wurde bei Engel sofort entdeckt und e« erfolgte Anzeige. Wegen Unterschlagung und Fälschung einer ösienttichen Urkunde erkannte die Straftammer auf zehn Tag« Gefängnis gegen Frau Wittenburg. FC. Wiesbaden, 6. Febr. Festgenommen wurde hier der aus der Heilanstalt Alzey entsprungene gefährliche Geisteskranke Ernst Müller aus Worms, sodann der Einbrecher August Stieglitz von hier, der vor einigen Wochen aus dem hiesigen Gefängnis ausbrach Ferner wurden fcstzenommen die Eheftau Wilhelm ine Fries von hier, die in letzter Zeit Stellen als Monats- ftau angenommen hatte und nach kurzer Tättgkeit unter Mitnahme von Stiefeln und Schuhen verschwand. Im ganzen soll sie 40 Paar Schuhe gestohlen' haben, die sie dann auf dem Lande verkaufte oder gegen Lebensmittel eintauschte. Weiler der Hilfsmonteur Karl Baumann aus Biebrich, der wegen Diebstahl steckbrieflich verfolgt war. Schließlich zwei junge Burschen, die in den letzten Wochen die Diebstähle von Messingteilen an Treppengeländern verübt hatten. FC. Weilbnrg, 5. Febr. In Runkel gelang es der Gendarmerie mehrere Mehlhamsterer aus Solingen und Ohligs abzufassen, die einen Zenker Mehl gegen Wucherpreise hier eingehamstert hatten. FC. Oberlahnstein, 6. Febr. Elf junge Burschen von hier wurden in Untersuchungshaft genommen, weil sie dringend verdächtig sind, die vielen Diebstähle, die in letzter Zeit hier vorgekommen sind, ausgeführt zu haben. Gestern wurden weitere sechs Beteiligte von der Arbeitsstelle inhaftiert. FC. Oberlahnstein, 5. Febr. In die hiesige katholische Kirche hat sich nachts ein Dieb einschließen lassen und dann die Opfer- kästen beraubt. FC. Riederlahnstein, 6. Febr. Als gestern Vormittag ein von Köln kommender Personen zug hier einlief, machte das Zrrg- perfonal die Entdeckung, daß in den Abteilen der ersten und zweiten Klasse der Plüschbezug von den Sitzplätzen kunstgerecht herausgeschnitten war. Von den Dieben fand man keine Spur. FC. Branbach, 5. Febr. Ein Arbeiter aus Becheln erlitt an der Kleinbahn hier in der Nähe enden Unfall. Auf dem Transport nach Haufe verstarb er an den erlittenen Verletzungen. FC. Eschwege, 6. Febr. Für den Zentner Tabak werden jetzt 94,50 Mark bezahlt, ein Preis, der noch nie erreicht wurde. Infolge dieser hohen Preise ergießt sich jetzt in die Tabak bauen- * den Dörfer der Umgegend ein wahrer Geldstrom. Auf einzelne Dörfer kommen etwa 100 000 Bkark fiir Tabakeinnahmen. Jrtnt»»«rtUi!ri|tt SÄSSÄÄ’Ä-i Offene Stellen: 1 Knechtefamilie, 1 Schwemesütterer, 2 Verwalter, 2 Knechte 1 Milchfahrer, 1 Tagelöhner, 6 Schreiner. 9 Dienstmägde, mehrere Feldmadchen, 5 Hausmädchen, 1 Köchin, 2 Haushälterinnen, 1 Vertäuferin und 2 Lehrmädchen für Luxus-und Spielwarettdranche. Stellenfuchende: Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker, 2 Fräulein für Büro, perfekt in Stenographie und Maschinenschreiben, 8 Fräulein für Näharbeiten oder dergl., 3 Frauen für Küche, 1 Köchin in großen Betrieb. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!, Friedberg; für den Anzeigenteil: R. H e y n e r a Friedberg. Druck und Verlag der »,Neuen Tageszeitung", A-G., Friedberg i. H. Grane Gefahren. Roman aus der Gegenwart von M. Gontard - Schuck. Nachdruck verboten. Ka,»a zwanzig Minuten später stapfte der hägere, 'charfzüngige Timesmann durch die Tür. Die drei Herren schienen sich genau zu kennen, denn der Neuangekoinmene warf sich ohne viel Umstände in einen Sessel. «Also da wären wir! Na, also was wünschen die Herren? Was werden wir heute bringen?" „Nichts!" 'chrie Sir Edward Donglas. „Gut, also nichts! Schlimm für Sie, schlimmer kur wich!" „Wenigstens beute noch nicht," lenkte Sir Edward Douglas ein. „Morgen wird sich alles geklärt haben. Wer werß, ob es so schlimm ist, wie die ersten Berichte melden." „Es ill sogar noch viel schlimmer! Und daß wir nichts bringen, ist einfach unmöglich. Vergessen Sie denn ganz die anderen Blätter? Wenn nicht bis um zwei Uhr sämtliche Zeitniwen ihre Verhaltungsmaßregeln haben, dann werden Sie was erleben Die Morningpost hat 'nen scharfen Ver- treter drüben." „Verdamrnt!" knirschte der Minister. „Also meinet-- wegen! Schreiben Sie, was Sie wollen!" „Machen Sie 'nen netten, vorsichtigen Aufsatz fertig, Lee Bnce. Sie verstehen das ja," mischte sich Wrayson ein, „Nur verraten Sie nicht, daß uns deutsche Unterseeboote die- sen Sn eich gespielt haben. Es sind Minen gewesen. Minen die diese verdammten Deutschen in die neutralen Gewässer gestreut haben. Hängen L-ie ihnen bei dieser Gelegenheit gleich nockstvrdentlich eins an." "Wird gemacht, Sir! Aber dann? Morgen, über, morgen, wenn die Wahrheit nicht mehr zu verbergen ist?" "Sie muß zu verbergen sein. Wir werden Vorkehrungen treffen.^Mr. Holme," wandte er sich an seinen Sekretär, „geben ^-ie sofort die nötigen Anweisungen, daß von morgen ab brs auf weiteres. keine holländischen — überhaupt keine fremden Zeitungen ins Land gelangen dürfen. Koinmt es kann spater oocy heraus, oann waren wir eben falsch berichtet. Man hat eben erst allgemein angenommen, es seien Minen gewesen." Er sann einge Augenblicke vor sich hin. Eifrig rieb die Hand das glattrasierte Kinn. „Wäre es nur einer, so könnte es eine Kesselerplosion gewesen sein. — Aber zwei — nein, das ist nicht gut möglich." _- Der Telegraphenbeamte, der als stummer, aber auf. merksamer Zuhörer dabei gesessen hatte, fuhr herum. Der Apparat tickte. Alle verstummten und sahen erwartungsvoll auf den Manu. Noch mehr des Unglücks! dachte Lord Douglas. Oder folgte der niederschmetternden Botschaft eine freudige? Dann war alles gut. Dann würde man in der Zeitung die gifte Botschaft an auffälliger Stelle in fettem Druck bringen und das Unglück mit den Kreuzern inöglickst versteckt. „Eine Reutermeldnng: Unser geschützter Kreuzer Glasgow ist gestern in den südamerikanischen Gewässern von eineni deutschen Kreuzer zusammengeschossen worden." „Verdammt! ^ind diese Leute denn ganz und gar des Teufels!" „Eine unangenehme Sache, Sir!" sagte Lee Brice trocken. „Wenn das so weiter geht, wird bald niemand mehr an unsere Unbezwinglichkeit auf dem Meere glauben." Sir Edward Douglas stand in Gedanken versunken auf seinem Platze. Rosig schienen die Träume nicht zu sein, aie ihn umgaukelten, denn tiefe Sorgenfalten gruben sich in seine Stirn. «Sie sagen gar nichts zu der Sache!" rief jetzt Wrayson zu ihm herüber. „Ick»! Erlauben Sie! Sich über diese Sachen zu äußern, konrmt doch wohl vor allen Dingen Ihnen zu! Bin ich Marinen,inister? Zu was sind Sie denn da, Herr? Ist es meine Schuld, daß die Deutschen neuere und schnellere Unterseeboote haben als wir? Was gaben Sir mir immer für Antworten, wenn ich Ihnen riet, mehr zu bauen! Kekanntmrrch«;ng Marke „Hasst« . Angeregt durch die immer mehr m die Erscheinung tretende Leder- knappbeit, hat die Stadtverwaltung Friedbern im Interesse der Bevölkerung die vorzüglich konstruierte und ausprobierte Wei- kard'sche bieg ame Holzhalbjohle -Marke Hassia" beschafft und läßt den zur Zeit vorhandenen kleinen Vorrat in den Schuhgeschäften von Ehrlich, WeckerUng. Heg, Opper, Spier und den Lederhandlungen von Lechstein und Eichel zum Verkauf bringen. Die Verkaufspreise sind von der Erfatzsohlen-Eesellschasi auf 0,96 Mk. ,ür Größe Nr. 27—35, 3,18 Alk. für Größe Nr. 36—39, 1,40 Mk. für Größe Nr. 40—46.' festgesetzt. Lriedberq, den 5. Februar 1918. Der Bürgermeister. 2. V.: Damm. Aufforderung. Aus der Aktuar-Nauffchen Fe- vulrensttslung sind Unterstützungen zu vergeben und zwar sind bestimmungsgemäß zu verwenden aus den Zinserträgniffen: % an hilfsbedürftige, kranke und altersschwache Verwandte der Familie Non; 8 /g an unverheiratete Töchter verstorbener Hejsischtr Aktuare und Amts^erirbts- schreiber: */g n:t Kranke. Altersschwache und arme junge Leute, die sich beruflich ausbilden wollen; in Betracht kommen hierbei nur Bewohner von Friedberg, Bad- Nauheim und Friedberg- Fauerbach. Eeiuche um Berücksichtigung sind innerhalb vierzehn Dänen hrer cinzureichen, unter kurzer Dar- leguna der nc Heren Verhältnisse, bet Verwandten auch unter Vei- sugug eines behördlich beglaljbio- ten Nachweises derVerwandtfchaft. Friedberg, den 4. Februar 1918. pn ÄorSaud drr Atiluiir-Nau'lchen iiiniliroffiffnug in Moder?. Der Vorsitzende: Kle berger, Pfarrer. Freiwillige Bersteigerung. Rechnung, den es angeht, gegen Barzahlung: } ' Mobiliarneaemtänve aller mt «?•<■ Betten, Kleider schränke, Spieael- ^»rante.^Wa!chkomnioven. NachtschrLnkc!,c», Vhaifelonaues, Tische, > Stuhle, Teppiche, Vorlagen, Läufer, Gardinen, Sofakissen, Spiegel, t Reciulatore, Garten- und Balkonmöbel, Bertikows, l Bnskett 1 Nahinaichine, 1 Nähtischchen, 1 Herren- und 1 Damenschreibtischf 1 Bogelkasig mit Ständer, l Trumea«, t Wäschemanacl, 1 Kovier- 1 Kinderwagen, Ga-- nnd elektrikche Bclcrch- Waschgarnitnren, Toilletteneimer, Wasserflaschen, Wassergläser, eiserne Bettstellen, ! grober und 1 kleiner Küchengeräte und Porzellan. Z ro.e und ^ braune Plurchgarnituren, (Sofas und Sessels u>.o. sowie 3 vollständige Schlafzimmereinrichtnngen. - = Versteigerung bestimmt. — —-- Nachmittag ^ 3 Schlafzimmereinrichtungen findet erst am Dienstag HauptsachUch Unterjeeb-ivle! Ausgelacht haben Sie mich ,.Dre Deutschen mit ihren paar Schiffchen, was wollen uns "l?*"”* @te,mir das nicht oft genug geantivortet? Daß die Schiffe der Deutschen besser sind, dafür haben Sie eben kein Verständnis!" .. „Besser! Besser! Was macht das aus? Dafür haben ^ ^elfache Ueberzahl. Und dann unsere großen Schlachtschiffe; Wo bleiben da die Deutschen?" M -c"^"0en Sie doch jetzt lieber, wo unsere'Schlachtschiffe bleiben. Wenn das so weiter geht, ist die Frage anqe- brachter. sagte Douglas giftig. „Ich bin ein guter Engländer, meine Herren," nahm jetzt Lee Brice das Wort, der im stillen seinen Spatz an dem Wortwechsel der beiden Machthaber hatte, „ja, wie gesagt,' tch brn ein guter Engländer. Aber mir will bald scheinen, als hätten wir besser getan, uns mit diesen verdammten Deutschen zu verbinden, statt uns von ihnen unsere Schiffe in den Grund bohren zu lassen." „Sind Sie des Teufels, Lee Brice? Mit 'den Deutschen verbinden? Das sollte Ihr Freund Northcliffe hören! Vergessen Sie denn ganz warum wir diesen Krieg führen? Wozu denn unsere jahrelange Arbeit? Mit den Deutschen verbinden! Wie kann ein Engländer auf den Gedanken kommen! Man könnte darüber lachen, wenn es nicht so ernst wäre. Sie werden schlvachköpfig, Verehrtester!" „Na, lassen wir das heute," sagte Lee Brice leichthin. Er wollte es nicht mit den Gewalthabern verderben und war still, obgleich er manchmal seine eigenen Gedanken hatte. ,,^za, lassen wir das, Lee Brice. Sie haben vergessen, daß uns die Deutschen nicht mehr überall im Wege sind' Na, darüber sprechen wir ein andermal." „Ich muß mich verabschieden, meine Herren. Es wird die höchste Zeit, daß die Blätter ihre Berichte bekommen. eine Frage noch. Sir. Die Nachrichten aus Flandern uitd auch sonst von der Front sind nicht gerade erquickend. Es wird unser Mnem immer schwerer, die rechten Worte zu finden. Ich sehe schon den Tag nahmen, wo sie mir in unserm Geschäftshaus die Fenster einwerfem" _ Forttetzunq folat. Slhiveisemlirkt Echzell wegen Mangel an Schweinen am 11. Februar aus. Bad-Nauheim. den 7. Februar 1918. Stellt, Ewtzh. Gerichtsvollzieher. Druckste )eu aller Art wie Briefbogen, Briefumschläge, Rechnunaen Postkarten. Geschäftskarten. Eeschäftszirkulare Paketadressen, Frachtbriefe. Lieferscheine. Avise Tabellen, Formulare für Geschäfte. Behörden und Privatbedarf, in sauberster, zeitgemäßer Ausführung bei billigster Berechnung und schnellster Lieferung. Neue Tageszeitung Friedberg Hanauerstraße 12 Druckerei und Verlag e== A.-G ===== Fernsprecher 48 Für die Spende, die unser Dorskirchenprediger einem kranken Knaben seiner Pfarrei zwecks Aufenthalt in einer Heilanstalt zuwenden will, sind bis jetzt etngegangcn: x J Fritz und Elisabeth Ulrich, hier 3.— - Bahnhofswirt Schwems- berg, hier 3.—,- Pfarrer Kleberger und Frnn, tyrr ; #yrau Hake, hier 3.— ; Ph. Dan. Kümmich, hier 2.—; Frau Ooerstl. Mooß. hier 5.— ; H. Mickel. Offenheim 2.—; chean Kogler, hier 1.— ; Karl Velten. Wölfersheim ; Me- drzmalrat Dr. Nelbel, hier 5.—- Friedr. Streckfuß. hier 2.-; B' Fauerbach v. d. H. 3.— ^ Karl Scriba hier 2.-.- Freistau v. Schenk 5.—; Ungenannt, Ruppertsburg 2.—; S. M. H. 5.—; R. v. Helmolt. Fauerbach 3.— ; Stadtrat Phillippi. Fauerbach 2-; Wils). Kirchhof, hier 2.-; Frau Karl Bopp Wwe, Friedberg-Fauerbach 2.—; Konrad Schuck, Mwe, Dortelweil 1.—; W. L.,F.2.—Ungenannt 5.—; O. H., Friedbergs.— Zusammen 69.— Mk. Den Gebern herzlichsten Dank, aber es fehlen immer noch viel oi 1 “ 4 !w ^^rk. deshalb bitten wir um weitere Gaben. Unsere Aufsätze ..Aus meiner Dorfkirche" haben doch gewiß vielen unserer Leser sckon erbauliche Stunden bereitet, gebt zum Danke dem Pre- diger eine kleine Gabe zu dem edlen Zweck. 8888Z! Gutes Linoleiü-Wachs lüii LehchiW . .. VZSUm- Jean Köster, SÄ Heinrich Kreuder, WW Ikri-dberg i. tz., Kai,«stütze 81. > 121« Kali empfiehlt Ph. Da«. Stoifij, Friedberg i. K. Bifiteilkartkil I j!e,kNa,e§)kitu»x Prnibfrfi v.Pnl.A.-G. Soeben erschienen! Herzerquickend für unsere Feldgrauen! Mir dehaam. Gedichte aus der Kriegszeit in Hessischer Mundart von Wilhelm Philipps. Im Selbstverlag des Herausgebers Preis Mark 1.— Erhältlich in sämtlichen Buchhandlungen, fn der Ecschästs- Itelle der „Neuen Tageszeitung" und vom Herausgeber: Oberlehrer Philipps, Friedberg in Hessen^ Burgberg Nr. 2.