Nummer 30 Dienstag, den 5. Februar 1918 11. Jahrgang Neue Tageszeitung T Jr e ^" 6, ;,” We,nt T" * e * elm ^ e B°u°s°n ..s-r Ka..e. an» q-ss.n». „Di, Api«»»--be". S..«gspv-is- Bei den Poltanftalten Mk 2111 Mn u tritt noch das -Beitcttg« t), de, de» Kenten mm-«.,,» «8 P,g. «tmchltehlich Tragerlyhn. Ameigen: Grund,eUe 25 Pig.. total« 20Utg, Ag,eigen von auswöris werden durch ßotaKfma'jme er^oben^Erwllunff-ori .'r.edbsrg. --dr dl?ihtnn und Aerlgg rriedder-r (g»eMen>. ^arcauetittofc 12. ^smwrscher JS. PoMch-ck.Tont» 31t. 4353, slmt ^tanfiutt HU. ‘ ' f fr E«te«te-Krjtzslli! für üit Fortlrhuilg drs KriM Das Ende des Streiks. — Maßnahmen gegen zukünftige Streiks. Eine Wendung im (Osten? — 18 000 Tonnen versenkt. • llj— ^ --- " " 1 y Der deutsche GeneraLstak •=== meldet: ===!! W. T. §> Großes Huuptquurtrer. Heu 4. Fedruar. Amtlich. Westlicher Kriegsschskplatz. An vielen Stellen der Front Artillerietätigkeit, die sich namentlich in Flandern zwischen dem Hauthoulster Walde und der Lys, sowie beiderseits der Scarpe gegen Aberrd steigerte. Westlich von Vellicourt scheiterte ein starker Erkundungsvorstoß der Engländer. An der Aillette nördlich von Vraye drangen die Franzosen vorübergehend in unsere Pastenstellung rin. Eigene Infanterie und Pioniere holten nordwestlich von ^ozonvanx 19 Gefangene aus den französischen Gräben. In Luftkümpfen und von der Erde aus wurden in den beiden letzten Tagen 18 feindliche Flugzeuge und 2 Fesselballone -um Absturz gebracht. Italienische Front. Zwischen Etsch und Piave vielfach Artiller ickaurps. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Eeneralquartiermeister: Ludendorff. Aberrdlrericht. Berlin, 4. Febr., abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. I Der österreichische Generalstak !! ?== meldet: " Wien» 4. Febr. Amtlich wird verlautbart: Zwischen Etsch und Piave lebhafte Artilleriekämpfe. Oest- kich der Brenta wurden zwei feindliche Erkundnngsvorstöße ab gewiesen. Der Chef des Gerreralstabes. Sofia, 2. Febr. (MTB.) Ceueralftabsbericht. Mazedonische Front: Zwischen Ochrida- und Prespa-See im Tschernabogen und südlich von Huma verstärkte sich zeitweise das Artilleriefeuer. Oestlich des Wardar mehrere Feuerübsr- fälle. Im Süden der Belasitza-Ebene verjagten wir durch Feuer zwei englische Abteilungen» die sich unseren Posten zu nähern versuchten. In der Ebene» vor unseren Stellungen westlich von Serres, zerstreute unsere Artillerie mehrere englische Infante- rreadteilungen. Dobrudscha front: Waffenstillstand. *8,000 Tannen versenkt. SSctlin, 3. Febr. (WTB. Amtlich.) Unterseebootserfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplätze: 18 860 Bruttoregrstertonncu. Die Schiffe waren fast sämtlich tief geladen und wurden zum größten Teil im Aermelkanal vernichtet. U a. wurde r ein großer Frachtdampfer in gewandtem Angriff aus ein:::; C;o--' leitzugs herausgeschossen. Namentlich festgeftellt konnte der englische Dampfer „Huasgrove" (3063 Brutto-Registertonnen) werden. Der Chef des Admiralstabs der D.'nrlne- Haag, 3. Febr. Hier traf eine von neutraler Seite stammende Nachricht ein, daß am 26. Dezember ein großes englisches Kriegsschiff, das von einigen Torpedojägern begleitet war, in der Nahe des. Kriegshafens Firth of Forth auf eine Mine lief und sank. Gänzlich gekcheiterl. Zürich, 4. Febr. Der „Daily Chronlcle" schreibt: Der große Etolienische Angriff auf die österreichischen Höhenstell,rn-gen ist ; nach einem vorläufigen Anfangserfolg gänzlich gescheitert. Selbst die Mailänder Zeitungen wissen nur von zurückgebrachten Gefangenen, nicht aber von einem dauernden Stellungsgewinn zu berichten. ChinejWr AuM tmf rin alütritzgnjSHes ifmonrnfcort* Haag, 4. Fekr. „Daily Mail" meldet ans Tientsin: Ein Angriff hat stattgefunden auf ein amerikanisches Kanonenboot auf dem PaNgtfe-Fluß. Sechs oder sieben Amerikaner sind verletzt worden. Man nimmt an. daß ein Ueberfall von Banditen oder von plündernden entlassenen Soldaten stattgefunden hat, die seit Ausbruch der Zwistigkeiten zwischen Südchina und den Pek:nger Behörden in dieser Gegend jeden Tag stattfinden. Ar i)rn Kr-eq nni» gkßkn den Aieden. Paris, 4. Febr. In der Zeit vom 30. Januar bis 2. Februar hielt der oberste .Kriegsrat unter dem Vorsitz Elemenceaus sieben Vollversammlungen in Versailles ab Es waren anwesend: für die Vereinigten Staaten: die Generäle Bliß und Pershing; für Frankreich: Elemenceau, Pichon und die Generäle Foch, Petain und Wevoand; für England: Lloyd George, Lord Mil- mer, General Robertson, Feldmarschall Haig und General Wilson: für Italien: Orlando. Sonnino und die Generäle Alsieri und Eadorna. Der oberste Kriegsrat prüfte in sorgfältigster Weise die jüngste Erklärung des deutschen Reichskanzlers und die des österreichisch-ungarischen Ministerpräsidenten und erblickt in diesen Erklärungen keinerlei Annäherungen an die von den sämtlichen Regierungen der Alliierten formulierten maßvollen Bedingungen. Der Eindruck, den der Kontrast Wischen den einheitlichen idealistischen Zielen, deren Verwirklichung die Mittelmächte von Brest-Litowsk erhofft hatten, und ihr nun offen zu Tage tretendes Streben nach Raub und Eroberung, hervorruft, ist nur geeignet, diese Ueberzeugung zu bekräftigen. Unter diesen Umständen erachtet es der oberste Kriegsrat als seine unmittelbare einzigste Pflicht, die W.üterdauer des Krieges mit äußerster Energie und durch die straffste und wirksamste Vereinheitlichung der militärischen Arbeit der Alliierten herzustellen. Diese Arbeit wird fernerhin getan werden müssen, bis sie bei den feindlichen Regierungen und Völkern einen Gesinnungswechsel herbeiführt, der Aussicht auf einen Frieden bietet» vereinbart unter Bedingungen, die nicht daraus hinauslaufen. daß die sämtlichen Grundsätze, denen zum Triumph zu verhelfen, die Verbündeten entschlojscn sind, nämlich die Grundsätze der Freiheit, der Gerechtigkeit und der Achtung vor dem Rechte der Nationen dem agressiven Militarismus weichen. Die Entscheidungen, die der Rat getroffen hat, umfassen nicht bloß alle militärischen Angelegenheiten der Alliierten auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen. Sie betreffen insbeson. dere die straffste und wirksamste Vereinheitlichung sämtlicher Unternehmungen im Kampfe gegen die Zentralstaaten der ver- einigten Mächte, unter der Kontrolle des Rates. Die Befugnisse des Rates wurden erweitert und die im November zu Rapallo ausgestellten Grundsätze der politischen Einheit und Einigkeit der Nationen wurden in konkreter und praktischer Weise ausgebaut. In allen diesen Fragen ist nach eingehender Erörterung der einzuschlagenden Politik und der Ausführungsweise eine Einigung erzielt. Vollständiges Einvernehmen zwischen den Negierungen und den leitenden Militärpersonen besteht außerdem hinsichtlich der rationellen Durchführung der übereinstimmend gefaßten Beschlüsse. Hieraus erwächst uns allen ein sicheres Gefühl der Stärke, das bekräftigt wird durch die Einmütigkeit der Anschauungen. Die Koalition der Gewissen Und des Willens erstrebt als einziges Mittel die Verständigung der zivilisierten Völker. Wider das brutale Vorhaben der Unterjochung der Welt fetzt sie den Gewalttätigkeiten des Feindes jene Ruhe entgegen, die der Besitz der höchsten und immer neu ergänzten Energie ihr verleiht. Unsere Demokratien haben sich gemeinsam durch unvergleichliche Heldenlugenden ihren Platz in der Geschichte schon jetzt gesichert. Die edle Ausdauer jedoch die unsere Zivilbevölkerung bei den furchtbaren Prüfungen jeden Tag bekundet, bestätigt nicht minder als der prächtige Schneid unserer Armeen, welch einen moralischen Sieg der militärische Eirdsieg der befreienden Entents glorreich verkünden rvtrd. Was sagen dazu unsere Hungerfriedenswimmerer? ' ; __ * l - \ *K KndendsrF und Czernm. Berlin, 3. Febr. Zur Teilnahme an der Beratung übc. ; > litische und wirtschaftliche Fragen aus dem gemeinsamen Interessengebiete Deutschlands und Oesterreich-Ungarns werden, wie wir erfahren, morgen Stoatsfekreiär von Kählmann, Minister Graf E gern in und General Ludendorfs hier eintreffen. Auch der deutsche Botschafter in Wien, Graf Wedel, wird zu Besprechungen in Berlin erwartet. Die Verhandlungen in Krest-MM. Berlin, 4: Febr. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung"' s.chreibt zu den Verhandlungen in Brest-Litowsk in einem redaktionellen Artikel, der allerdings offiziös inspiriert zu sein scheint» unter anderem' „Die Zeit zum Handeln und zum Beraten ist nicht m;hr allzu lang. Die Mittelmächte müssen Wert darauf legen, daß die Fragen in kurzer Zeit geklärt werden. Wenn man auf der Gegenseite geglaubt hat, bei den Mittelmächten würden sich so starke innere Hemmungen entwickeln, daß man ungestört an der Verschleppungstaktik festhalt n könne, so wird die Fehlerhaftigkeit dieser Rechnung unterdessen klar geworden sein. Unsere Unterhändler haben die Handr frei." Die jlniMe Md plnildif Mm in BrrfMifoni'i Brest-Litows?. 3. Febr. Heute vormittag hielt die deutsch- osterreichisch-ungarisch-russische Kommission zur Regelung der politischen und territorialen Fragen eine weitere Sitzung ab. Die Besprechungen begannen mit einer Aeußerung des Staats- sekretärs v o n K ü h l m a n n zu der Frage der Einladung bezw. Zulassung von Vertretern der westlichen Randstaaten zu den Verhandlungen in Brest-Litowsk. Der Staatssekretär erklärte, der frühere Standpunkt der Mittelmächte in der Angelegenheit sei vollkommen unveränder geblieben. Trotzki führt demgegenüber aus, die Frage der Zuziehung einer Abordnung der polnischen Regierung als Regierung eines selbständigen Staates zu den hiesigen Verhandlungen sei aufgetaucht, als die rnssische Delegation diesen Gegenstand gestreift habe, um das Augenmerk darauf zu lenken, daß die deutsche und österreichisch-ungarische Delegation zwar die Selbständigkeit des polnischen Staates anerkannte, die Heranziehung einer Vertretung Polens zu den Verhandlungen jedoch nicht angeregt hätte. Hierauf fuhr Trotzki fort: Wir unsererseits erkennen dis Selbständigkeit und Unabhängigkeit des polnischen Staates im vollen Umfange an. aber wir können nicht die Augen vor der Tatsache verschließen, daß die Selbständigkeit nur eine scheinbare ist, solange Polen unter dem Regime der Besetzung steht. Als bevollmächtigt zur Teilnahme an diesen Verhandlungen könnete er nur eine Vertretung Polens ausehen, welche sich auf die breiten Massen stützen würde. In Erwiderung hierauf wies Staatssekretär von Kühlmann zuerst auf die Aeußerungen hin, welche die Vertreter der Mittelmächte bei den Kommissionssitzungcn am 11. und 15. Januar zu dieser Frage abgegeben haben. Ankniipsend hieran bemerkte der Staassekretär, er wisse nicht, warum der Vorsthende der russischen Delegation von den westlichen Randvelkern heute Polen ausgesondert habe. Die Angelegenheiten der Polen, Li. Lauer und Kurländer seien bisher zusammen erörtert worden. Er glaube aber einen gewissen Fortschritt darin erkennen zu können, daß Trotzki die Selbständigkeit des polnischen Staate» im vollen Umfange anerkannt habe. In Beantwortung einer vorher gefallenen Bemerkung Trotzkis. daß die Regierungen der Mittelmächte die neue finnische Regierung noch nicht anerkannt hätten, erklärte Staatssekretär von Kiihlmann, er sei über die Vorgänge in Finnland noch nicht genügend unterrichtet, doch seien ihm von zuverlässiger finnischer Seite zahlreiche Klagen darüber zugekommen, daß die russische Armee dort in die inneren Kämpfe etngegriffen habe. Graf E z e r n i n schloß sich in der polnischen Frage den Darlegungen Kühlmanns an. Zur flnnlandischen Frage bemerkte dann Trotzki, die Petersburger Regierung habe die Unabhängigkeit Finnlands während des Krieges anerkannt, so daß sich damals noch Truppenteile, die am Kriege teilnahmen, auf finnischem Boden befanden. Als der finnische Senat sich mit der Bitte um Anerkennung der Selbständigkeit Finnlands an Petersburg gewandt habe, habe diese selbst den Gedanken geäußert, daß die Truppen spätestens nach Abschluß des Krieges zurückgezogen würden, falls es nicht aus militärischen Rücksichten möglich wäre, sie schon früher zurückzuziehen. Als nun in Finnland die Nevolu* der Arbeitermassen begann, ^abe sich die finnische Sozial» .deinelratie an die russischen Truppen mit dem Wunsche gerne*, 'tont, daß sich diese nicht in die Kämpfe einmischen möchten. Es fei nicht ausgeschlossen, daß Zwischen Abteilungen der russischen Truppen und Teilen der finnischen Bürgerarmee Zusammenstöße stcrttgefunden hätten, doch leugne er, daß diese Zusammen. ftöi>e, irgendwelchen Einfluß auf den Gang der inneren Kämpfe in Finnland hätten gehabt können. Sei der polnische Staat ein Staat, so müsse er geographische Grenzen haben. Wenn ein ^Laat weder Grenzen noch einen König habe, dann sei er kein Staat und kein Königreich. Auf die Bemerkungen des Vorsitzenden der österreichisch, ungarischen Delegatton habe er zu erwidern, daß seine Regie, rung durchaus nicht als Schiedsrichter in dieser Frage auftreten wolle. Sie schlage nur einen Weg für die Nachprüfung der Berechtigung der polnischen Negierung vor. In Erwiderung hierauf bemerkte Graf Ezernkn, er möchte darauf aufmerksam machen, daß die Delegationen 'der verhandelnden Mächte nicht hierhergekommen seien, um einen geistigen Ringkampf anszufechte-n, sondern um zu versuchen, ob und wieweit es möglich sei. zu einer Verständigung zu gelangen. ie f c ^roge sei seiner Ansicht nach unfruchtbar. Staatssekretär von K ü h l m a n n fügte hinzu, die zweite Erklärung des Vorsitzenden der russischen Delegation habe ge- ^tgt. daß es schwer sei, ohne den Wortlaut so weit reichender Erklärungen vor sich zu haben, sich ein sicheres Urteil über das lvefagte zu bilden. Da ein Widerspruch in den Erklärungen emes so geschulten Dialektikers, wie Herr Trotz« es fei. ausae ichlcffen erscheine, so liege offenbar ein Mißverständnis von feiner Seite vor. Nun Hobe aber Trotz« -n seiner zweiten Erklärung ausgefubrt daß Polen mangels fester Grenzen und mangels eines Königs weder Staat noch Königreich sei. Es fei allerdings schwierig, die Selbständigkeit eines Staates an- zueikennen der gar kein Staat sei. Er miksse doch darauf hin- Leisen daß man sich vollständig in den Wolken verliere, wenn Zrtal 1 * e?TICr , S?f “ nben juristischen Instrr-ktton S ' Schlüsse mochte Staatssekretär von Kühlmann r. Lerlung davon, daß er durch unabweisbare Pflichten ae- Zwunpen sei. auf kurze Zeit zu verreise- Die Zeit di- infolge ^»«bwes.»^ f-, di- M rerloten g-ss-. w.rde durch V-rhand.. ,o» Macht zu anl “ rfn ® reTt «rtr-t-«« setbünMen ^ Z Abordnung sowie durch Arbei. ^ Sondelskommiffion anszusullen sei». ^>re Sitzung wurde hierauf geschlossen. ^E'jg Pol t : k offimiilipr Rumiiiükii. Dir Pest in Jalta. Petersburger Zeitungen melden, daß in Iafta vte Peftepi- demie einen gefährlichen Umfang angenommen hat. Auch in Kaukasien und verschiedene« andere« Teilen Südrußlands herrsche die Seuche. Klickutt in KMsMs. Stockholm, 3. Febr. Wie „Dagens Ryheter" erfahrt, mchren sich in Helsingfors die Ermordungen der Bürger durch die Roten Gardisten. Im Leichenhause sind bereits drstßig Leichen aufgestapelt. Gestern wurden auf mehreren Straßen Maschinen- gewebre ausgestellt, das ganze Theater non Helsingfors wurde verwüstet. Unter den von den Roten Gardisten Erschossenen de- finden sich der frühere Polizeikommissar Rikoforow und ein Redakteur Holme. Die in Helsingfors wohnenden Schweden versuchten eiligst abzufahren. Die Roten Gardisten haben auch den ganzen Eoldvorrat der Finnischest Bank weggeschleppt. Der Kampf um Helsingfors. Karlsruhe, 4. Febr. Laut einer Rotterdamer Drahtung melden die ..Times" aus Helsingfors: Vier Stunden vor Het- sinofors haben die Kämpfe zwischen den bolschewisttschen und den finnischen Trupepn begonnen In Helsingfors hört man den Kanonendonner. Die finnischen Truppen umschließen Helsing, fors von der Landseite. Bei Wiborg find die bolschewistischen Truppen geschlagen worden. hiessgen Blatte zu. rilln, eS nicht den Krieg erklärt, sondern nur den rumänischen Gesandten -uogewiefen bade. Trotz« state, wir Nichtef“ 1 ®?*'“® «*5™ di- ruinSnilchen Generale und u i Dour tzeriu e dio den Krieg °n die russischen Soldaten Kro.r! ^7- .H a? ^'"-'U^nqen °n der runiäuilchen Arb^i ^ er ^ T ~ S impfen nicht mit den rumäuilchen i rumänische Reniorung moreläM >*» und materiellen tlnterstützunz Russlands ins Leben Zernfen werden. STJfr werden diese Re- bem ?Ko5fnu b°s«!»l,nahmten rumä- mt bet cItcn rulnän.schen Regierung b« mtlTA Ti"'!" 6 "" 3 ’ ert,n ' ® ir 'umpathisteren mit ”7' uF ^” ^-u-kraten ,n Russland, aber wir behandeln t - Vortreter der rumänischen Rourgeotfl« als Geiseln wenn s°r'fahr7m^ ->«m Aufmarsch ihrer Truppen Eik!k Zmr^?«NÄ fiirtlüfsjfr ’flmtt. ©c?«iit, 3. Febr. (WTB. Amtlich.) Zu der in der deutschen Pres-- oeniol^eten Verurteilung der englischen Fliegerleutnants Säicltz urÄ Wookey wird noch folgendes berichtet: Seit mehr als zwei Jahren werden von englischen Offizieren Flugschriften aufreizenden Inhalts hinter den deutschen Ligen des guten Lebens der deutschen Gefangenen in England nien abgeworfen, um durch wörtliche und bildliche Schildernn- unsere Truppen zum lieber laufen zu verführen. Da bereits im März 1916 zwei deutsche Offiziere von der Entente wegen des Abwurfes van Flugblättern vor ein Kriegsgericht gestellt und zum Tode verurteilt worden waren, ein Urteil, das spater allerdings in lebenslängliche Zwangsarbett umgewandelt worden ist. da ferner Frankreich angekündigt hat. es würde deutsche Fliegeroffiziere, die Flugschriften hinter den französischen Linien abwürfen. bei Gefangennahme vor ein Kriegsgericht stellen, werden als Vergeltungsmaßreael nunmehr die beiden englischen Flieger vor ein deutsches Militärgericht gestellt. ©« wurden des vollendeten Krieosverrat» für schuldig befunden und zn zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. der indischen, irländischen und ägyptischen Frage die gleich« internattonale Bedeutung e'mgeräumt wird wie der polnischen, finnländischen usw. Aber einige Arbeiterführer wie Henderson und Ramsay Macdonald handeln nur im Auf« trage der Kapitalisten und Imperialisten, wenn sie bloß Reformen für Indien Vorschlägen. Indien bedarf keiner Reformen unter brittscher Heerschaft. sondern einer revo» luttonaren Unrwälzung. Es liegt im Interesse der arbeiten» den Klassen Englands, mit uns zusammen für das Zustandekommen einer solchen Revolution in England wie auch id ^nbieit zu arbeiten. Reformen und Home-Rule-Vorschläge ' können den Tag der Abrechnung bloß hinausschieben, aber er muß kommen. Bevor nicht Indien seine volle Freiheit erhalten hat, über sein Schicksal selbst zu bestimmen, wird das britische Volk die Segnungen des Friedens nicht ge» nießen können, ebensowenig wird Britannien je aufhören, die unermeßlichen Reichtt'imer Indiens zu benutzen, um den Weltfrieden zu stören durch Anfalls- und Eroberrmgskriege. Wir wenden uns darum an Euch, damit Ihr den entscheidenden Schritt tun möget. die Befteiung Indiens, Irlands und Aegyptens zu verlangen. J» FFidmarschKürZr ernannt. Wien, 3. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs- Presseqnartter wird gemeldet: Der Kaiser hat die General» obersten von Böhm-Ermolli und Boroevic zu Feldmarschällen ernannt. '?^os Gnde des Strebs. IS -'irren in Nnstiand. mit Rumänien. 5°br. Bei dem KANpfe zwischen den Russen S ä lr : drei russische Armeekorps, die rumänisch-russische Grenze zu überschreiten. Nur eineiu k .men Teile ist das gelunqe». 2000 Russen mit Pferden und Fuhrwerk sahen stch gezwungen, in regelloser Uno^d- nung auf unser Gebiet überzntreten. Der qr°L Test de, Ergeben" -n M b 7°^" 058en bie Bolschewisten vorgelen. ,n ^.unaburg fand vor ciniqen Tunen ein suriptbarer Kamps ftoft. bei den, es eine Anzahl von Tote" «ao, die der einer FeldWlacht gleichron.mt. Tic Wahrheit aus der Ukraine. «NU *' lWB.) Folgender Funkfpruch erging itni« ' Februar au^ dem Lahewsckien Bezirke: Die in den JtaiT ' xd * über die oberste StaaKge- Nik°l°Sew. di-von XnbängSL c'nc m r* ctfri0 verbreitet wird, ist ** * C ^'U'luüerung. da alle ßncfhkn Per- wie rSX E unochhüngigen ukrainisch-n Republik, . ' lott^nbahn, Post. Telegraph, Telephon, Krieastrasti qer und bie ganzen Bahnlinien von Snamenka hiz rlWM durch die der unabhängigen Tmmn Repicklik „nd der Negierung treuen ufrautt%n S eSn 0r9 U toQ ' rt lDeri2n ' ® eaan f0 ift di- Lage tirmordiiug eines rnssischeu Generals. Das Berliner „Tagblatt" meldet: General Jassiekien reailZl’t^ Volmichen revolutionären Schützen- , bC °° n ben Bolschelviki auf entsetzliche Weise ZCUPm toCi9 ° rten ' 9e9CR bie Di? Nationirrunft in Frankreich. Havas mxldet' Rach Erörterung der Interpellattonen über die Brotkarte und die Lebensmittelversorgung, wobei befand«» an dem System der gleichmäßigen Zuteilung von 300 Gramm Brot auf den Kcpf Kritik geübt wurde, führte der Minister für Lebcnsmtttekversorgring in der Kammer aus: Die Einschrön. kungen sind notwendig infolge der ungenügenden Tonnatie die zur Verfügung steht Es ist besser, sich einzuschränken. eh« die Vorräte erschöpft find Der Minister erinnert« daran, daß die Brotkarten von 300 Gramm weit hoher sei als die in allen anderen Ländern Europas, und wenn er von Frankreich verlange, daß es sich einige Entbehrungen auferlege, fo geschehe dies, um ben Bundesgenossen zu beweisen, daß Frankreich Opfer bringe, um sich eine G-aenleifttmq zu erhalten. Er schloß mit einem Appell an den Geist der Opferwilligkeit des Landes. Die Kam. n.er nahm durch Handaufheben eine Tagesordnung an. die der R-egierrcng das Vertrauen aussprickrl, ba& sie die Frage der Brotversorgung mit Hilfe geeigneter Maßnahmen lösen werde. Pechn"t Fronl ^eick ans Frieden? j Schweizer Grenze, 4. Febr. Die „Zürch. Post" berichtet: Erner Reihe von Munitionsfabriken in der Sckwei? sind von der französischen Regierung neuerdings die Munitions- bestellungen auf 1. März gekündigt worden. Da in Frankreich selber Munitionsfabriken den Betrieb einstellten in Marseille sogar eine solche mit 1500 Arbeitern, so nimmt man an. daß Frankreich nunnwhr auch mit einem baldioe»! Kriegsabschlusse rechnet. f»n Allst,! tiir 6 kstä„a Mt,-. Stockholm, 1. Febr. (WV.) Das europäische Zentral- formtet* der indischen Nationalisten in Stockholm hat an den Kongreß der englischen Arbeiterpartei in Nottingham telegraphisch einen Aufruf zur Befreiung Indiens gerichtet, in dem es u. a. heißt: Kein wirklicher Friede ist möglich, bevor nicht die Welt Zur Einsickst gelangt ist, daß der Krieg durch den aggressiven kolonialpolitischen Jmperialisrmis der Großmächte hemor- gerufen ttwrden ist und daß England hierbei der älteste, rücksichtsloseste und erfolgreichste Verbrecher ist. Mit der traditionellen Heuchelei der britisckMl Polittker versichern Eure Leiter, daß sie für die Rechte der Denwkratie und der Freiheit der unterdrückten Nationen kämpfen. Euer Land hat niemals für die Freiheit der Welt gekämpft, sondern bloß um für seine eigene Freiheit andere Länder erobern, betriigen, ausrauben und exploitieren zu kimnen. Wenn Ihr wünscht, daß die Welt der Aufrichtigkeit Eurer Reden von Freiheit und Demokratie Glauben schenken soll, so niacht ein Ende dem brutalen Exploitiernngsregiment, das jahrhundertelang Millionen von Menschen in Indien und Aegypten in Annut, Unwissenheit und Erniedrigung er- halten hat. Ihr könnt nicht verlangen, datz andere Nationen chre unterdriickten Völker befreien sollen, bevor Nr nicht die (Jungen frctgegeben habt. Snowden hat schon darauf Angewiesen, wie heuchlerisch ein Friedensschlub laut den Prirrzipren .keine Annexionen- sein mich, wenn dabei nicht Der .^Berliner Lvkolanzeiger- meldet: Die weitaus größt« Mehrzahl der Streikenden kehrte heute zu ihren Arbeitsstätte« zurück. In zahlreichen Zusammenkünften der Streikenden, di« gestern stattfanden, ging die Meinung dahin, am Montag früh um 7 Uhr wieder zur Arbeit zurückzukehren. Dersammlunge« wurden nitht abgeholten. Redner traten nicht auf und es konnten infolgedessen auch Beschlüsse nicht gefaßt werden. Die Vertrauensmänner der Streikenden waren der Ansicht, daß auch di« Arbeiter in den militarisierten Betrieben, einerlei ob Beur. lmwte oder Reklamierte, die Arbeit wieder arifnehmen sollen. Keine Einberufung des Reichstages. Zur Antwort auf seinen Antrag, den Reichstag sofort ein. zuberufen, hat der sozialdemokratische Fraktionsvorstand vom Reichstags-Präsidenten Dr. Kämpf folgende Mitteilung erhalten „lieber Ihren Antrag auf Einberufung des Reichstage« habe ich die Herren Vorsitzenden des Zentrums, der Rationab- libcralen. der Fcrtschrittttchen Volkspartei. der Deutschkonse?' vativen und der Deutschen Fraktiol. befragt. Sämtliche Herren haben sich gegen Ihren Antrag ausgesprock>en. Ich nehme bfc- her von der Einberufung des Reichstages Abstand." Verschärfte Maßnahmen gegen Streiks Di« „Rerddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Kurz nach Kriegsbeginn streikten die Arbeiter in den Londoner, in den Maschinensabriken von Southampton, im Clyd- und anderswo Auch bei ihnen versingen die Mahnungen der Regierung nicht Die Regierung brachste deshalb ihr Muni tionsgesetz ein. das all« Arbeiter und alle Fabriken unter Staatsaufsicht stellte. Damit sollte die Beschämung von groß«? Munitionsvorräten sichergestellt werden, deren angebliches Fehlen den Sieg über di» Deutschen bisher verhindert habe Da» Unterhaus nahm damals das" Gesetz gleich in allen drei Lesun gen an Daß auch der derkttche Reichstag nach d-'n Erfahrun gen dieser Woche für eine derartige Maßregel Verständnis auf brächte sollte auch den Parteien nicht verborgen sein, die fetz dringend danach verlangen, daß das Parlament Zusammentritt Wenn die Sozialdemokraten meinen, die Zeit sei günstlg. uv lange Reden zu halten und politische Forderungen zu verirr ten. so könnten sich vielleicht die anderen Parteien zu einer Ta4 entscheiden, die den Eindruck der Vorkommnisse der letzten Wocht rerwischen könnte Zu dieser Auslassung des offiziösen Organs bemerkt bet „Vorwärts".' Die ..Norddeutsche Allg. Zeittwg" täuscht sich, wenn sie erwartet. daß von einem solchen Spiel mit gesestaeberischen M'ia l'chkeiten eine einschüchternde Wirkung ausaehen könnte Di.. Wirkung wird eine ganz andere sein. Die Rechte wird näwlist nach dem ihr zugeworfenen Köder gierig schnappen denn ei.ik bessere Gelegenheit für sie kann es ja gar nicht geben. SK sieht jetzt ihre höchsten Träume der Erfüllung entgegenreifen. St sichen augenblicklich die Dinge. Für dle SozmMmskratie aber heißt es: Der alte Kurs wird weiter gesteuert. Sie lehnt es ab. für Dummheiten verantwortlich gemacht zu werden, di« sie nicht verhindern kann, und für die Folgen, die hiesen Dummheiten notwendigerweise erUspr'mgen. Einstweilen hofft sie. daß nach der lleberwindung der ersten psychologischen Einwirkungen doch langsam wieder die Vernunft zu Worte kommen wird. Der Streik darf nach den heute vorliegenden Meldungen in Groß-Berlin so gut wie beendet gelten. Den Arbeitswilligen der kleineren und mtttleren Betriebe haben sich nunmehr auch die Arbeiter einer ganzen Anzahl großer Fabriken angeschlossen. Auch in den unter militärische Aufsicht gestellten Werken ist die Arbeit zum Teil wieder ausgenommen worden. Im „Berliner Lokalanzeiger" war gesagt worden, es feien in den sieben militarisikrten Betrieben Groß-Berlins bereit- Arbeiter eingezogen worden. Das ist nicht richtig und kann fch^m deswegen nicht richtig sein, da in der Verordnung erst der heutige Montag als Stichtag für eine derartige Maßnahme angegeben worden war. Die Erörterung über diesen Pmckt ist schon deshalb überflüssig, weil, wie der ..Berliner Lokal-Anzeiger" schreibt, in den militarisierten Betrieben wieder voll gearbeitet wird. ^ Verurteilung Dittmanno. Berlin, 4 . Febr. (WTB.) Der angeklagtr Reichstagsabge- crdnete Dittmann wurde unter Zubilligung mildernder Unsstand« und unter Verneinung! der ehrlosen Gesinnung wegen i.ujudjten Landesverrates iir Tateücheit mit Vergehen, gegen § Ob des Belagerungsgesetzes zu fünf Zcchrou Festungshaft und wegen Widerstattoes gegen die Staatsgenmlt zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt ...» y . . m fiöükfüikr IrLmg urzd der Areik. Unter der Ueberfchrift „Ern weißer Rabe" liest man in der unabhängigen, an Hctbifalisnms nicht zu übertreffenden „Leipziger Volkszeitung": „Das einzige bürgerliche Blatt, das, obgleich es die Streikbewegung an sich ebenso wie die iibrige bürgerliche Presse — wenn auch in gemäßigterer Form — verurteilt, ist die „Frankfurter Zeitung", die ja auch für die Gründe des Streiks ein gewisses Verständnis bewielen hat." Wir wist sen nicht, ob die „Frankfurter Zeitung" noch Schamhaftigkeit genug besitzt, daß ihr bei solchem Lob von solcher Seite die Röte ins Gesicht steigt. Wie sehr sie dieser Gesellschaft aber würdig ist. beweist ihr Leitartikel aus dem Abendblatt vom 1 . Februar, dessen Anfangsabschnitt hier wiedergegeben sei, da er für sich selbst spricht Es heißt dort: ,Zn der berliner Streikbewegung ist die Wendung eingetreten, die bei der völligen Untätigkeit der volitischen Regierung und bei der um so lebhafteren Tätigkeit des militä. rischen Befehlsh^rbcrs mit trauriger Sicherheit vovauszuselTen war. Statt der Erregung der Mafien Ventile zu öffnen, hat diese amtliche Behandlung den Streitenden gerade alle Wege zu ruhigem Einlenken und zur Selbstbesinnung veranrmelt. Wenn die Strei?au5-schüsse aufgelöst, die Versammlungslokale geschlossen, alle Versamrnlunoen und BesprrÄ)ungen und ebenso auch die Arbeiterprefie verboten worden, wenn so der mäßigende Einfluß der Führer nahezu völlig ausgeschaltet wird, dann hat niemand ein Reckt, sich zu verwundern, wenn die immer mehr Gereizten schließlich den Weg aus die Straße nehmen. So ist es gestern zu Zusammenstößen gekommen: es - ist Vlrtt geflcfien: Verhaftungen und weitere Aufhebung der bürgerlichen Freiheiten find die Antwort gewesen. Und nun wird das Ausland erst recht jubeln, werden die gegnerischen Negierungen erst recht mit aufbauschenden Darstellungen die Kriegsstimmung ihrer Völker anzusachen suchen: jetzt, dank diesen geistvollen Leistungen unserer amtlichen Stellen, wird mit verdoppelter Glaubwürdigkeit die ..deutsche Revolution" in Vreft-Litowsk ebenso wie in allen feindlichen Hauptstädten gegen uns ansgenutzt werden — wahrhaftig, eine jämmerliche Politik* In den weiteren Ausführungen wird dann festgestellt. die Forderungen der Streikenden für Verhandlungen mit > er Regierung sicherlich kein Hindernis gebildet hätten. Forderungen. deren nicht zu überbietende Schamlofigkeit das Blatt als „Dummheiten" zu entschuldigen sucht. Es bescheinigt dann der „Freisinnigen Zeitung" wegen ihrer noch sehr gelinden Stellungnahme gegen die Sozialdemokratie, daß sie „sehr töricht" gewesen sei und verwendet im weiteren noch reichliche Mühe an die Mohrenwäsche der Herren von Ledebour bis Etert. In welchem Fahrwafier sich das Blatt mit feiner Haltung bewegt, erhellt äm besten aus einer kleinen Gegenüberstellung. Am gleichen Tage, an dem es diesen seinen Artikel produzierte, heißt ea in der als radikal bekannten sozialdemokratischen Frankfurter „Volksstimme": * ..Es sieht darnach ans, als fei sogar ein Kompromiß möglich geworden. Das Verhalten der Negierung zeigt klar, daß der Verstand, der aus heiklen Situationen den Ausweg der Verständigung findet, bei ähr nicht zu Hause ist. Der Hochmut eines Subalternen, der mit Formeln die Welt re-, gieren will, reitet sie Ihre Abweisung jeder Verhandlung mit Vertretern der Streikenden goß Oel ins Feuer: dieselbe Wirkung ging aus von gewissen politisch-militärischen Maßnahmen. so von dem Vorsammllw.gsverbot, das bis zur Räumung des Berliner Gewerlfchaftshauses getrieben wurde. Jeder geordneten Aussprache und Vechandlungsmöglichkeit beraubt, steigt das Volk auf die Straße, die Revolte ist da. Es fließt Blut Dieser ganz besondere Saft ist sehr gewöhnlich geworden. Blut floß im Weltkrieg wie Wasser. Es ist denn doch be^eickmend. daß zwischen diesen beiden Blättern in einer Angelegenheit, wie der Streik sie darstcllt in der es iurr eine Entscheidung für und gegen die vaterländischen Interessen gibt, niätt einmal ein Unterschied auch nur des Tones geschweige denn der Auffassung festzustellen ist^Daß der „Frank- > furter Zeitung" das deutsche Vaterland gleichgültig ist. nimmt uns nach der Person seines Gründers, dessen Name ja heute noch an der Spitz? des Blattes prangt und nach seinen Mitarbeitern nicht Wunder. Ihr ist es lediglich um die Partei zu tun und damit im Zusammenhang mit der Macht. Ihr bangt davor, daß die famose Mehrheit des Reichstages durch Schuld der feitenwidrigen Sprünge der roten Brüder arrscinanderfollen könnte und deshalb redet sie sich die Zunge wund, um die Un- fä uld der Sozialdemokraten am Streik zu beweisen. Wir haben schon einmal gezeigt, wie die „Volksstimme" ben Streik als Friedensstifter zwischen den feindlichen Brüdern Scheidemann und Ebert feiert hat Bemerkenswert ist auch eine Rede, die der zur Särekdemann Richtung gehörige RvichsiagsaLgeerdnele 3 t. Quark geholten hat. Herr Quark gebärt selbst nicht zu den ..Auskniboutetev". denn er war in der Wohl seiner Frau, wie so viele dieser roten „Idealisten", sehr sehr vorsichtig und bewohnt eine Villa in der sogen „seckbächer Schweiz", also dieser Abgeordnete hielt am Mittwoch im Zoologischen Garten eine Reku: die ..Volksstimme" berichtet darüber und über die Ausführungen dar folgenden Redner: „Aus ihren Ausführungen klang die feste Entschlossenheit imb der Wille, wenn die Regierung rücht ganz bald die Forderungen L-es Voltes nach klaren Kriegszielen. Frieden und Freiheit erfüllt werden sich die Volksmafsen ihr brennendes Sehnen erzwingen. Es kam die ungeteilte Sympathie mit den streikenden Brüdern in Berlin und den anderen Orten zum Ausdruck und jede dieser Erwägungen wurde vom stürmischen Beifall der Mafien von Dersammlungsbesiichern begleitet. Man sagt nicht zuviel, wenn man überall heraus den *ren,i. Mben Wunsch vernahm, auch in Frankfurt in den Streik einzttlroten. Immer wieder brach der elementare Widerwillen gegen die Regierung Md vi« veMynmg gegen te* Kriegs- verlängerer hervor* Das sind die Leute, vor die die „Frankfurter Zeitung* Aren schützenden Schild hält. Sie hat sich mit dieser Handlungs- weise vollkommen außerhalb der gesamten bürgerlichen Prefie gestellt, denn selbst in den radikalsten Blättern der bürgerlichen Linken ist solche Auffafiung und Sprache nicht zu Raum gekommen. Man wird sich ihrer Bundesgenossenschaft mit der ..Leipziger Volkszeitung" zu gebührender Zeit zu erinnern haben. Die mukalit KjlhMsmhrhklt. Die „Germania", bekanntlich das Organ des Reichskanzlers, schreibt: Zwischen Echefdemann und Haase erscheint das zerschnittene Tischtuch über Nacht so kunstvoll wieder repariert, daß alle Unterschiede zu verwischen drohen. Wird diese neue Freundschaft nun in Geltung bleiben und auf Kosten welchen Kurses soll das g'-'stechen? Die Frage interessiert natürlich alle bürgerlichen Parteien. Eine Klärung kann in diesem Punkte am allerwenigsten entbehrt werden. Diese Klärung wird aber dann nicht dadurch erfolgen können, daß man etwa nach den Rezepten, wie sie in diesen Tagen ein Teil der sozial, demokratischen Prefie verwendet, die Verantwortung einfach in Pansch und Bogen den herrschenden Klafien aufgebürdet. Ein solches Verfahren mag sehr heguem sein, es reicht aber umso weniger aus, als namhafte Führer der Sozialdemokratie "Leider Richtungen in den letzten Tagen den Massenstreik unverblümt angekündigt hatten und zwar cm Stellen, die sich nicht verwischen lassen Die Sozialdemokratie beider Richtungen stand dem Ausschuß der Streikbewegung nicht nur nicht gänzlich unbeteiligt gegenüber. Nein, der Ausstand selbst fand auch mindestens ihre Führer in einer Einmütigkeit zusammen, die wir seit der großen Spaltung innerhalb der Partei niemals mehr erlebt hatten. Pillkallen, 2. Febr. (WB.) Bei der heutigen Reichs- tagserssatzwahl im Wahlkreise Ragnu-Pillkallen an Stelle des konservativen Abgeordneten Gottschaik Sauerwald war bis gegen 11 llhr abends das Ergebnis aus 212 von insgesamt 212 Wahlbezirken bekannt. Es wurden von 11 687 Wahlberechtigten 1655 gültige Stimmen abgegeben, davon für Gencrollandschaftsdirektor Kapp (kons.) 4545-, zcrsplit- tert waren 100 Stimmen. Die Wahl vollzog sich im Zeichen des Burgfriedens. Wo wird Verteuert? „Die Stadt Weimar erhöhte vom 1. Januar den Der- brauchern den Milclrpreis von 36 auf 40 Pf. je Liter, zahlt aber den Mlchorzeugern von Weimar und Umgegend nur den früheren Preis von 32 Pf. frei Verkaufsstelle in W. weiter. Es werden also lediglich für das Umgießen der Milch aus den Lieferkannen der Erzeuger in die Töpfe der Enrpfangsberechtigtew statt 4 jetzt 8 Pf. je Liter berechnet, die von dieser Preiserhöhung betroffenen Verbraucher werden aber wahrscheinlich doch auch bei dieser Gelegenheit m die demokratischen Schmähreden auf die „agrarischen Prers- wucherer" einstimmen, obwohl diese an der Preisverteuernng ganz -unschuldig sind." Anmerkung der SchriM.: In Frankfurt a. M. ist die Spannung Zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis noch größer. Rem der Gljre. Nieder Wöllstadt. Dem Unteroffizier Ernst Ambron der schon seit Kriegsbeginn ununterbrochen im Felde bei einer Maschinengewehr-Lebrkompagnie fteht, wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klaffe verliehen. Die Hessische Tapferkeitsmedaille und das Hessische Kriegerehrenzeichen erhielt er schon früher. Herzlichen Glückwunsch! Rodheim v. d. H. Das Eiserne Kreuz erster Klasse wurde dem Leutnant der Reserve E. Will verliehen. Ans s er Heimat. Landwirtschaftliche Versammlung. Wäsrre,rd des Krieges mußte naturgemäß dle landwirtschaftliche Versammlnngstätig- keit erheblich eingeschränkt werden. In vielen Kreisen der Landwirtschaft besteht aber das Bedürfnis, »üihere Mitteclun-. gen zn erhalten über Fragen, die für die Landwirtschaft wahrend und nach dem Krieg von besonderer Bedeutung sind. Die durch die Verhältnisse bedingten Schwierigkeiten im landwirtschaftlichen Betrieb haben ebenfalls das Bedürfnis zu einer Aussprache der Landwirte mit ihrer landwirffchaftlichcn Berufs Vertretung hervorgerufen. Hierzu ist in einer von der Landmirtsch.iftskammer auf nächsten Donnerstag, ten 7. Febr^ nachmittags 2A Uhr. im Turnfaal der Augusttnerfchule (Gymnasium) zu Friedberg stattsindenden landwirtschaftlichen Vee-- smnmlung, zu der alle Landwirte eingeladen sind. Gelegenheit. Genossenschaftliches. In Himbach. Kreis Büdingen, wurde in Anwesenheit des Oberrevisors Lehr- Friedberg eine Bezugs- und Absatz-Genossenschaft m. b. H. gegründet, welcher eine Anzahl Landwirte beigetreten ist. Zum Direktor wurde Gemeinderechner Frank und zum Rechner Gastwitt R e i b e r 1. bisher schon Rendant der Spar- und Darlehenskasse, gewählt. Obererlenbach. Eine sinnige Feier vereinte Mern zahlreiche hiesige Einwohner bet Gastwirt Rupp dahier. Bekanntlich hat unser Bürgermeister K l i m m am 11. Jan. sein 2». jähriges Dienstjabiläum gefeiert, aus diesem Anlaß wurde ihm gestern ein kunstvcll gearbeiteter Sessel unter entsprechender Ansprache überreicht. Die Nachfeier fiel mit dem 25jährigen Dienstjubttäum unseres allverehrten Beigeordneten Herrn Kempf zusammen, der diesen seinen Ehrentag am 2. Februar begangen hat. Ihm wuxtz ein schöner Blumenstrauß mit entsprechender Widmung übergeben. In gemütlicher Unterhaltung, blieb man recht lange beisammen. FC. Büdingen, 3. Febr. Da die Wagnermerster rm Kreise einfttmmig Klage darüber führen, daß ihnen die Beschaffung des notwendigen Holzes nur unter den größten Schwierigkeiten und zu horrenden Preisen nwglich ist, datz sie nicht bestehen können, wies das Kreisamt die Bürger- meistereien an, im Interesse der einheimischen Landwirtschaft die Wagnermeister des Kreises aus den Gemeindewaldungen nnt dein benötigte^ Holz zu angeinessenen Preisen zu versehen. FO. Vom Main, 3. Febr. In dem Malzschieberprozeß gegen den Bierbrauereibesitzer Heinrich Gehring in Ochsen- inrt. wurde gestern von der Strafkammer Würzburg das Urteil verkündet. Gehring erhielt eine Geldstrafe von 75 000 Mark. Mildernde Umstände wurden diesesmal zu- gebilligt. In der ersten Verhandlung, deren Urteil das Reichsgericht aufgehoben hatte, war Gehring Zu 135 000 Mk verurteilt wurden. Aus Nheirihksstu. FC. Jagdverpachturrgen. In Alzey hat sich eine Jagd- gesellschaft gegründet die beschloß, bei der Stadtverordneten- Versammlung vorstellig zu werden, die zur Verpachtung aus. geschriebene Alzeyer Jagd freihändig zu paclsten. um das erlegte Wild dumigängig in Alzey zu behalten. Die Stadt- verordnetenverfammlung hat nun einstimmig beschlossen, die Jagd nicht freihändig zu vergeben. — Die Gemeinde- jagd in Wackernheim wurde auf neun Jahre an den Bauunternehmer Struth-Finthen für 2287 Mark per Jahr v?r> pachtet. Die seitherige JahreZverpackUrng betrug 1000 Mk. — Die Jagd in Sckpveighausen wurde für jährlich 1300 Mk verpachtet. Hier betrug der seitherige Jagdpreis 400 Mark. Aus Kurhcssen. k'C.Fulda, 3. Febr. Einem Schleichhändler aus de, Rhön wurden am hiesigen Bahnhof 100 Pfund Butter und 200 Stück Eier beschlagnahmt, die nach Frankfurt a.M. gebracht werden sollten. Aus Hkssen-Rafiou. FC. Wiesbaden, 3. Febr. Der Krnegsaussckmß der Handelskanimer beschloß einstimmig, daß die Handels- kamnwr auf ihrem Standpunkt beharrt, der betreffend des Unterrichts in der kaufmännischen Fortbildungsschule zu Wresbliden dahin geht, daß der Foribildungsschulunterriäck geschlossen bleibt. — Wegen Gründung einer Nafsaurfehen Siedelungs-Gesellsck)aft nu b. H., Wohnungs- und Industrie» Ausiedeluugssrage für die Zeit nach dem Kriege beschloß der Ausschuß, daß die Handelskammer von einem Beitritt zu der geplanten Siedelungsgesellschaft zunächst Abstand nehme. Dem Unternehmen jedoch im weitesten Maße durch entsprechende Einwirkrmg auf die industriellen und Han- delskreife des Bezirks weitgehendste Förderungen zu teil werden lasse wenn jedwede Bodenspekulatton dabei ausgeschlossen werde. Eine Kommission wurde beauftragt die einschlägigen Fragen weiter zu Prüfen, sowie auch die Frage der Fürsorge für kleine Geschäftsleute nach teilt Kriege. FC. Wiesbaden. 1 Febr. Während der Reise in die Heimat verstarb aus See bei Laurenzo Marques der Königliche Baurat Luis Weiler, ein Pionier des Deutschtums, dessen Vater als Eisenbahnbaumeister in Wiesbaden lebte und die Nheinbahn Wiesbaden—Niederlahnstein mtterbaute. Der Verstorbene war zunächst als Ingenieur in Siam tätig. Von 1898 bis 1901 baute er die Bahn Tsingtau— K'.autschou, von 1903 bis 1904 war er an der Hedins-Bahn tätig. In demselben Jahre noch wurde er Generaldirektor der Siamesischen Staatsbahnen, wo er 1917 nach der Kriegserklärung Siams an Deutschland interniert wurde. Vor einigen Wochen aus der Gefangenschaft entlassen, schiffte er sich nach Deutschland ein. um bei sei» neu hiesigen Verwandten Aufenthalt zu nehmen. Da erellte ihn der Tod. FC Wiesbaden, 1 . Febr. Die Stadtverordneten bewilligten als Beihilfe an den hiesigen Krippenverein statt bisher 1009 Mark 3000 Mark, und zur Iluterhaltung der Haushalttrugsschule für Dienpmägde ein Zuschuß von 2000 Mark. Sie beschlossen weiter die Uebernahme der Gewerbeschule aus der Verwaltung des hiesigen Lokalgewerbevcreins in die stä.' .ische Verwaltung. Auf Wunsch des im Felde stehenden ftellvertte- tenden Stadtvorordneterworftehers Iusttzrat Siebert wurde für dis Dauer seiner Abwesenheit der Stadtverordnete Eeheimrat Fresenius gegen eine Simme gewählt. FC. WeUburg, 3. Febr. Die Stadwerordneten be- schloffen den Beitritt zu der in der Bildung begriffenen Nassau:schert Siedelungsgesellschaft G. m. b. H., die den Meinwohmmgsbau ftir Arbeiter, Handwerker und kleinere Beamte ansttebt, beizutreten und bewilligte hierzu die Summe von 5000 Mark. Kirchliche Anzergk». Gottesdienst in der Stadtkirche. Mittwoch, 6. Februar, abends 8 l A Uhr: Kriegsandacht. Herr Pfarrer D i e h l. O f f e n e S t e U e n: IKnechtefamiüe, 6 Schreiner. 1 Schwemefütterer. 2 Verwalter 2 Kirechte. 1 MUchfahrer, 1 Tagelöhner, 9 Dienittnägde, mehrere Feldmädchen, 5 Hausmädchen, 1 Köchin. 2 Haushälterinnen. 1 Verkäuferin und 2 Lehrmädchen für Luxus- und Spielwarendranche. Stell ensuchende: Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker. 1 Frau für Küchendienst, 1 Köchin in größeren Betrieb. Derantwortllch für den politischen und lotttten Teil: Otto Hirsche!, Friedberg; ftir den Anzeigenteil: R. H e y n e r. Fnedberg. Druck und Verlag der „Neuen Togeszeittmg", A- G., Friedbery t, H. Graus Gefahren. No man aus der Gegenwart von M. Gvntard. Schuck. Sl) Nachdruck verboten. Jetzt endlich scheinen sie da oben zu erraten, welcher Feind sie bedroht. Blindlings fegen die Schlisse über das Wasser. Doch sie suchen vergebens den argen Gesellen. Der läßt sich nicht beirren. Vorsichtig schleicht er sich näher und beobachtet die Vorgänge. Ist es nicht möglich, noch einmal in Schußlinie zu kommen? Aber da oben haben sie endlich den bösen Feind entdeckt. Wie wahnsinnig überschütten sie den kleinen grauen Zwerg mit ihren Geschossen, zum Glück ohne zu treffen. Aber jetzt kommen einige Torpedobootszerstörer heran- gedampft und suchen die Fläche ab. Es heißt also, sich zurück- ziehen, will man nicht ein vorzeitiges, unrühmliches Ende finden. Vergebens suchen die Zerstörer nach dein Feind um ihn zu rammen, er ist verschwunden. — Doch ist es Täuschung? Kommt nicht dort das verräterische Nohr wieder zum Vorschein? Eilig schießen sie daranf 51t, um enttäuscht zu sehen, daß sie genarrt sind. — Weit vom Schilß kommt endlich U 7 wieder nach oben. Mit Wohlbehagen atmet die Mannschaft die kühle Morgenluft ein, als man wieder an der Oberslöche ist. Sie konnten zufrieden sein. Der kühne Husarenritt war glänzend gelungen Die Augen des Kommandanten blitzten, in dem kräf- tigen Gesicht war keine Spur von Ermüdung. „So," sagte er befriedigt zu Oberleutnant Mittler, „ich denke, das genügt für und. Eins gesunken und eins lahm geschossen. Dieser neue Denkzettel wird ihnen zeigen, daß ,ihre Seeherrschaft wacklig geworden ist. Sind sie die Herren aus dem Wasser, so können wic's ja unter dem Wasser sein." Mittler lachte schadenfroh. „Heute nachmittag möckn' ich in London in Morris Wraysons Geheimzimmer sein. Ich glaub', es sind gerade keine Schmeicheleien, die er uns an- hängt." „Soll uns verdammt wenig swren. Mir käm's mä$ Eauf an, ich machte morgen wieder so 'neu kleinen Aus- flug." „Ha, ha! Wer weiß, ob er morgen so erfolgreich wäre. Durch Schaden wird man bekanntlich klug. Das Sprichwort kennen die Engländer auch. Besser, wir warten noch einige Tage." Werkheim stand sinnend neben dem Kommandoturn:. ^ Y. 7 a * emlic ^ beschleunigter Fahrt an der holländischen Küste entlang heiinwärts fuhr. An seinem Geiste zogen noch einmal die Ereignisse der letzten Monate vorüber. Wie ein wüster Traum schien es ihm, was er erlebt. In den ersten Junitagen waren sie in dem kleinen Landhaus an der Düsternbrooker Allee eingezogen, und schon kurze Zeit darauf begannen sich gefährliche Wolken am Politischen Himmel zusammenznballen. Der Name Serajewo war in aller Munde. Der furcht- bare Fürstenmord, der den eigentlich auslösenden Grund zu dem Kriege gegeben, setzte alle Welt in Aufregung. Aber obgleich aus dem Innern Rußlands Nachrichten von einer allgemeinen Mobilmachung eintrafen und obgleich auch die Franzosen scbon im Begriff standen, in Belgien ein' Zurücken, hoffte man in Deutschland immer noch, daß sich das Furchtbare abwenden ließe. Freilich, die Hoffnung schwand von Tag zu Tag mehr. Man wußte in Deutschland, daß nur durch ein Wunder dos Allerschlimmste verhütet werden konnte. Dieses Wunder herbeizuführen, lag allein bei England. „Was wird Großbritannien tun?" Das war in diesen schwülen, bangen Julitagen die Frage von Hunderttausenden Ein Wort' von England, und seine Bundesgenossen steckten das bereits gezogene Schwert wieder in die Scheide. _ Mit tiefem Grimm dachte Werkheim an jene Tage. Er wllßte jetzt, wie sehr Harthausen recht gehabt, als er über die besseren Beziehungen gelächelt hatte. England, dieser Schützer der Schwachen, verlangte nichts mehr und nichts weniger, als daß Deutschland ruhig zusehen sollte,^ wie das ftanzösische Heer durch Belgien marschierte, um die Deutschen am Niederrhein zu erdrosseln. m«#* mSSSZT "™”™ Är ft>&• ft «-«5 tz Sk" -» X.mäJi unige&tLt't. w. fssÄS mi ' 6te 6ie anWaimn a™ in Rechnung ziehen, in rnS Raubte fest, daß nach dem ersten nachdrücklichen Worte Englands das arme Deutschland in d'e täa ick 'den" T ^ - rinb o § - bQS nkr,t Exch, erwartete Tic “f ari9cmc,wn Luiammenbruck. England wider- stehen I Es war nnmöglich! "»*»«< MrJf* ungMubigem Staunen in den großen Kinderaugen land^kamdw^SwgeSbotschoften der ersten Wachen, und Eng- J®' 6 WnL * tc - Seien Abend, wenn sie zur Ruhe ging, dachte ste^ Heute Nacht werde!, sie kommen. Heute Nacht wird Dich der Donner der britischen Kanonen aus dem Schlummer wecken! Aber nichts von alledem geschah. Eng- land kam Nlcbt. Und obgleich sie schon bei dem Gedanken an den Kanonendonner zitterte, war sie doch enttäuscht. England, das gewaltige, meerbeherrschends England es kam Nicht. ' „ die Wochen vergingen und England immer noch nichts Nrchmlrches von sich zu melden hatte, da breitete M) langsam und mählich ein Umschwung in ihr vor. Sie smg an, auf die Taten der deutschen Heere stolz zu werden. sie jetzt Wohl sagen würde, wenn sie von seiner Fahrt erfuhr? Schade, daß er nicht selbst nach Kiel konnte, um es ihr zu sagen. Möglich ja auch, daß er hrnbeordert wurde. Durch den Kgna! ging es schnell. — Fortsetzung folgt. Sekamrtumchrmg Die Belieferung in Petroleum sst eine derart geringe, daß im Monet Februar nur Familien ohne jegliche sonstige Beleuchtung bedacht werden rönnen und kann auch an diese für den ganzen Februar nicht mehr als 1 Liter verabfolgt werden. Die Ausgabe der zum Verkauf erforderlichen Marken geschieht am Tonnerstag den 7. Febr. £918 auf Zimmer Nr. 9 des Stadt- hau'es in den üblichen Eeschä ts- ftunden gegen Vorlage der Lebensmittelkarte. Hierbei sei noch bemerkt, daß ein Dorsprechen wegen Zuweisung von Petroleum für Flur-, Waschküchen-, Kellerbeleuchtung usw. völlig zwecklos ist, da derartige Anträge nicht berücksichtigt werden können. Die zur Zeit gültigen Karten verlieren mit dem 7. 2. 18. ihre Gültigkeit. Friedberg, den 4. Februar 1918. Drr Bürgermeister. 2. V.: Dam m. Keüamllmachmrg Ln der Zeit vom 1. Februar bis 15. Februar 1918 wird gebenden Liefen,ngsabichnitt 12 der Sußstofflarien (&lau> und ficgcn den L:e «rungssbjchnitt 3 der Süßstoffkarten „ö" (gelb) coii den Süßstoffabgabestellen Ei'.hitoft abgegeben. Es gelangt ein Briefchen bezw. eins Schachtel auf den Abschnitt zur Ausgabe. Mit dem Ib.Fcbr. verliert der Abschnitt ,2 bezw. 3 seine Gültigkeit. Nach die'em Zeitpunkt nicht abgerufene Süßfioff- mengcn dürfen von den Aogave- stellen frei verkauft werden.' Friedbecg, den 2. Februar 1918. Der Bürgermeister L. V.: Da mm. Szepter (n iv gegen Seifen karten erhältlich) wieder cingerrossen. Philipp Disner, Friedberg (Hessen), Alte Bahnh.gsstraßo 13. Ge chnittenes und gehackies l Buchen- u. Kiefern- Drelill-Hoh \n Waggonladungen und Fuhren «b meinem Lager zu haben. «. Sravlivrser ^adjfolafr, Rteder-Wöllstaot, Frrnspr. Hit. i Kelmurrtmachrmg Wer den Bezug bestellter Nährmittel. Die auf unsere Bekanntmachung vom 25. Januar ds Js. bei den Kleinhandslsgeschäften bestellten Mengen Graupen und Teigrvaren können von den Bestellern vom 6. Februar ab bezogen werden. Der Bezug kann nur bei den Geschäft erfolgen, bei dem die Vsstelluni angegeben wurde. Dabei ist die Nährmittelkarte mit vorzulegen. Nähr- mittelkarten ohne die betreffenden Marken berechtigen nicht , mehr zum Bezug' einzeln abgetcennte Quittungs- und Vezugsmarken sind wertlos. Es entfallen auf Nährmittelkarie B (tot) Marke 33 Nährmittelkarte C (blau) Marke 38 je 100 Gramm Graupen zu 7 Pfg. chrmittelkarte B (rot) Marke 34 chrrnittelkarte C (blau) Marke 39 je 100 Gramm Teigwaren zu 12 Pfg. Mit dem 11. Febr. verlieren die Marken ihre Gültigkeit. Wer die von ihm bestellten Waren bis zu diesem Zeitpunkt nicht bezogen hat, verliert den Anspruch darauf. . Die Kleinhandelsgeschäste haben die betreffenden Quittungs- und Vezugsmarken abzutrennen und getrennt nach Nummern und Farben bei uns, auf Vestellboge-r avfgekleöt, abzuliefern. Vis zu dem vorstehenden Zeitpunkt, also dem 11. Febr. von den Bestellern nicht abgenommene Warenmengen sind uns bis zum 12. Februar anzuzeroen. Nichtbeachtung dieser Vorschrift hat den Ausschluß von dem Vertrieb der Nährmittel zur Folge. Friedberg, den 4. Febnrar 1918. Stadt. Lebensmittel-Ausschnh. Lanasdorf. BW2?.:n*=«EE3«T3aZ35B'3I Der Kriegsaus,chust für Oele und Fette, Berlin schließt Für Sommerrübsen, Leindotter, Mohn und Senf werden auher den lohnenden Abnahmepreisen Flächenzulaqeu, für Senf außerdem eine Drusch« Prämie, gewährt. Der Bezug von Ammoniak für Anbauer wird vermittelt. 2m Krostherzogtum kann der Anbau von Rübsen, Mohn, Dotter und Senf empfohlen werden. Näheres durch d. Unterzeichneten Kommissionär des Krssgsausschusses : CenLralgenosienichvft der hessischen landwirtschaftl. Konsumvereine e. G. m. b. H., Darmstadt. Gestrickte wollen© L >; iiu csten in grosser Auswahl empfiehlt . Freitag, den 8. Februar 1918, vormittags Uhr. werden un Nemer Beinhards, Dl,tcikt Unterwald ver t.'igert: 70 Eichenstämme 20—36 cm. Duichmeffer -- 26 im. 54 eichene Pfosten 2,4 m. lang. Scheiler: Buche 18. Eiche 34. Knüppel: Buche 10, Eiche 1l9. Neiser: Eiche 190 Ast- und 15l Stammreiser, Zusammenkunft am Forsthaus Beinharos. Affenheim, den 2. Februar 1918. __ Gräfliche Nsntkaminer. | Wr\ fyelber, Friedberg LH. 1 —_ ■ cei * 25 Zähren fertige als Spestalität " t " Schuhe für kranke Füße besonders für Klumpfüße und verkürpe Beine. > ^ , _ Bad-Nauhelin, Burgstraße 7. Komme auf Wunsch. Rück prache oder ichrislUche Auskunft ver- _ Michtet m nichts. Gute s Linoleum-Wachs Freitag. Un 8. Februar 1918. vormittags 11 Uhr. soll im hie- si-ien Ra'Haus, Zimnier Nr. 14, der Lieoenschaftsnack laß des verstorbenen Renlners Johannes Market, nämlich Flur III Nr. 35 = 167 qm. Sofreite, in der Vorstadt zum Gartcn. Flur III Nr. SS ^ = 290 qm, Erabgarten, da'elbst, zur öffenilichen Versteigemng ge*» bracht werden. .. Die Versteigerungsbedinqungen können auf dem Ge,chästsümmer des Eroßh. Ons^erichts während der Gejchäftsstunden eingeiöhen werden. Friedberg, den 1. Februar 1918. poriirhrr des Großh VrlsAericht«. 2. d. V.: F a l ck, Eerichtsmaun. frisch eiii^etroffcu. Tapeten- und Unoleumlmus «Scan Kogler, Friedberg. Kaiserstr. 27. Eilt Rittergut von 1000 Morgen, zu übernehmen am 1. 3., hat nachzuweisen für den billigen Pachtpreis von 8500 Mk. Strecke Frankfmt-Bebra. «Feara Ahplanalp, Friedberg i. H., Telefon sie. Inllkslliijell llller Art m sauberster Ausführung liefert schnell und billig Neue Tllßesstiimß, Mml u. Setlac A.-C. (üin 17 Monate alter sprang fähiger Simmentaler Eine hochlrächlige Zuchtbulle Fahrkuh z«-erkaufen 'steht zu verkaufen bei ttonrad Schuch Wwe., Milh. Mahenborn. Södel. DortetweU. ' ^ Die Dauiitßfi:,lamiH!H?ig des Eo. KirchenqefaugVerems Friedberg findet Donuersta".den7. Februar IZ18, abends Uhr, im Uebungs- lokat statt. Tagesoidnung: 1. Berrchi für 1 17. 2. Rechnungsa'ola'.e für 1917. Alle Mitglieder werden hierzu eingeladen. Der Vorstand. Ich suche I Pmus | gespielt, aber von guter innerei Beschaffenheit, gegen Kaffe zu kaufen. Off. unt. Sk". Sv. KL. s«»4 an Rudolf Moffe, Franlsvrt a. M. SchrtlSkmalchillk, sichtbare Schrift. Adler. Eontin. Underwood :c zu kavsen gesucht. Angebote unter an die Eeichäftsstelle der ^Reuen Tageszeitung." Junger Mann lucht Stellung ans Gut oder größerer Oekonomie als Volontär. Angebote unter Skr. 188 an die Geschäftsstelle der „Reuen Tageszeitung." Ordentliches, tüchtiges Mädchen per 1. März oder früher gesucht Frau Elias Meye^ Friedberg Koi,erstraße 14£