Unmmer 29 _ Montag, den 4 . Februar 11)18 11 . Jahrgang. Die „??e,,e ^anesrcitring" erichemt irden Werktag Regelmäßige Beilagen „Ser Sauer ans Hessen". „Die Hpinnssnbe". Ke;ugspreis: Bei den Postanstalten mertcliäfjrüd) Att. 2.4 {)in u tritt noch das Bestellgelds bei den Äeenten monatlich 85 Plg. einschließlich Trägerlohn. Anzeigen: Grund^eiie 25 Psg., lokale 20 Pig^ Anzeigen von auswans werden durch Votnachnahm« _ erhoben. EcwllvngsoN Friedberg. Hchriftleitnna nnd Llerlan vriedberg (Hessen), .^anauer'ttage 12. Fern'precher 48. Boiti heck-Lonto Rr. 4859. Amt Frankfurt a M. Dar dem Streik-Ende. — Gute Tarrchhooierfsltze. — Geringe Tätigkeit an den Fronten. W. T. K. Ersatzes HarrpLqnKrtrev, der» 2. Febrnav. Amtlich. Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste SezreraLquarttermelster: Ludcndorff. s W- <&♦ K. ^vostes KanptqnarUer, den S. Februar. Anrt?ich. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Dn der flandrischen Front kam es am Nachmittag zwischen dem Hautboulster Walde und der Lys zu lebhaften Artillerie- kämpfen. Auch in der Tagend von Lens, beiderseits der Searpe und westlich von Cambrai lebte die Feuertätigkeit zeibreili- auf. Bei Monckiy wurde ein starker Erkundungsvorstoß der Engländer abgewiesen. ^ Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und Herzog Albrecht. Am Oise-Aisne-Kanal ließen die Franzosen bei einem gescheiterten Unternehmen Gesauoene in unserer Hand. Längs der Aillctte, im Abschnitt von Reims, auf den Maashöhen und am Hartmannsweilerkopf vielfach Artitterietätigkeit. Unsere Insairterie brachte van Erkundungen auf dem Ostufer der Maas und nördlich von Badonvillers einige Franzosen zurück. Italienische Front. Lebhafter Feuerkampf auf der Hochfläche von Asiago. Konstantinopcl, 31. Jan. (WTB.) Ceneralstabsbericht An der Palästinaftcnt Patrouilleutätigkeit und das übliche Artilleriefeuer. Mesopotamien: Bon den fünf feindlichen Flugzeugen, die ohne Erfolg Kifri mit Bomben angegriffen hatten, ist eines ab- gestiirzt und verbrannt. Konstantinopel, 2. Febr. (WTB.) Amtlicher Tagesbericht. Palästinafrcnt: Eigene Stoßtrupps drangen an zwei Stellen östlich der Straße Nablus-Jerusalem in die indischen Stellungen ein. fügten dem Frinde erhebliche blutige Verluste tu und erbeuteten Waffen und Gerate. Die Lage ist sonst unverändert. ^ene Erfolge. Berlin, 1. Febr. (WTB Anitlich.) Im mittleren und westlichen Mittelmeer wurde in letzter Zeit besonders der Trans- portverkchr nach Italien und Frankreich gestört. Dabei wurden fünf Dampfer und ein Segler mit über 23 000 B.uttoregtster- tcnnen versenkt. Die Dampfer warenbis auf einen bewaffnet und meist tief beladen. Die Mehrzahl wurde in geschickt durch- gelührten Angriffen aus stark gesicherten Geleitzügen heraus, geschossen, darunter ein großer Truppentransportdampfer, der unter starker Zerstörerbedeckung fuhr, also wohl besonders wert- rrll war. Der versenkte Segler jpar mit Wein nach Malta unterwegs. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Don den anderen .KriegsschauPlätzen nichts Neues. Der Erste Generalguartiermeistrrt Ludendorsf. Abend° cricht. Berlin, 3. Febr.. abends. (WTB. Amtlich.) Bon den Kriegs, schauplätzen nichts Neues II Der österreichische Generalstab -s = meldet: - y Wien, 1 Febr. (WTB.) Amtlich wird verlautbort' Oestlich von Asiago stürmte gestern der Italiener vierinal gegen unsere Stellungen an. Jeder Angriff scheiterte bereits im eigenen Feuer unter schwersten Verlusten für den Gegner. Unserer Artillerie gebührt bei diesen Erfolgen besonderes Verdienst. In den Kämpfen am 28. und 29. h^ben sich das Eger- ländifche Cchützenregiment Nr 6 mi8 das Landsturmregimeiij Hx. 6. das Pilsener Schützenreoiment Nr. 7 und das Mährische Landsturmregiment Nr 25. das 3. Bataillon d-s 2. Regiments der Tiroler .Kaiserjäger sowie die Tiroler Landsturmbataillone Nr. 168 und 171 besonders ausgezeichnet. Der Chef des Grneralstabc». Wien, 2. Febr. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Auf der Hochfläche von Asiago und östlich der Brenta blieb die Artillerietätigkeit lebhaft. Der Chef des Generalftobes. * Wien, 3. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird derlmrtbart: Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden hielt die leb- bnfte Artillerietätigkeit an. Berlin, 2. Febr. (WTB Amtlich.) Dicht unter der englischen Ostküste wurden durch unsere Unterseeboote bei starker Bewachung und Gegenwirkung kürzlich sechs Dampfer so!vie der englische Schlepper ..Desire" mit zwei'Motorleichtern versenkt: Die Dampfer waren fast durchweg tief beladen, einer von ihnen mit Holz. Der Chef des Admiralstabs der Marine Von den Schiffen, die an der englischen Osttüste verdenkt werden, darf gegenwärtig, vermutet werden, daß iie hauptsächlich dem Verkehr mit Skandinavien dienen. Im Handel nüt Skandinavien besaß früher die englische Hcnz- einfuhr eine hervorragende Vedentnng. Großbritannien hat wenig Wälder, braucht aber viel Holz zum Absteit'err seiner Kohlen- und Erzgruben, sowie zum Barackenbau. Ter Mangel an Schiffsraum verstopfte auch diese Rohstoffquelle. Das Holzgeschäft schreibt ein eng'isches Fachblott vom 16. Dezember, verschlechterte sich so sehr, daß es schlimmer aar nicht ansseben kann. Laut „Handelsblad" vom 16. Januar ging die englische Grubenholzeinfuhr 1917 aus 0.76 Millionen Lasten zu je 1.4 Cbm. gegen 1.4 Millionen^ Lasten in 1916 und 1.75 Millionen Lasten in 1913 zurück. Anderes Holz kommt noch weniger hinein. Tie schwedischen Ostsee- lieferungen haben aufgehört, nur Norwegen und Frankreich schicken noch. Da diese' Einfuhr aber nicht entfernt zur Deckung des englischeu Bedarfs genügt, stellte Llond George sckwn im vergangenen Frühjahr sein inzwischen fehlge- Ma genes Holzprogramm auf. Die einzige bekannt gewordene Wirkung dieses Programms ist die, daß die schönen Wälder boit Südwales verschwunden sind. » Ein englischer Tnippentransportdampscr torpediert. Der Chef des Generalstabes. | Der bulgarische Gencraistab •======== meldet: r—— Sofia, 2. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Generalstabsbericht: Mazedonische Front: Bei Dobropolje und östlich von dem Dorfe Numa war das Artilleriefeuer lebhafter. Nördlich von Woidjeli kurze Feuerangriffe. Auf beiden Seiten t>es Toiranfees und im Strumatale wurden mehrere starke englische Erkundungsabteilungen durch Feuer verjügh Dobrudschriiront: WafsenstillstaiiL. ^ London, 2. Febr. (3VTB. Nichtamtlich.) Der bewaffnete englische Truppentransportdampfer „Louvain" wurde im östlichen Mittelmeer am 21. Januar torpediert. Das Schilf sank. 7 Offiziere und 217 Mann sind erttunken. Zur Kriegslage. Berlin, 3. Febr. An der Westfront war am 2. Februar die Eefechtstätigkeit lebhafter. Der englische Vorstoß östlich Monchy wurde von zwei englischen Kompagnien nusgeführt, die bei ihrem vergeblichen Angriff starke blutige Verluste erlitten. Auch eine alkoholisch stark aufgemunterte französische Kompagnie wurde bei ihrem Vorstoß aus Vrancaun von unseren vorgescho- denen Sicherungen abgewiesen und ließ mehrere Gefangene in unserer Hand. Der Flugbettieb war auf beiden Seilen rege. Die Bahnanlagen von Albert. Banaume. Royon Chauny wurden ausgicbi§ mit Bomben belegt. Bei Mourmelon-le-Petit wurde ein feindlicher Fesselballon brennend zum Absturz gebracht. A e ft'khensükrhünd'lnnien in Ortk-lilgWsit. Eine Erklärung der ukrainischen Delegation. Brell-Litowsk, 2. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Gestern nach» mittag fand unter Teilnahme sämtlicher Delegationen. einschließlich der inzwischen in Brest-Litowsk wieder eingetrofsene«' Abordnung der ukranüschen Rada. eine Vollsitzung statt, die zuw Zwecke hatte, die Stellungnahme der beteiligten Regierun-en zw der ukrainischen Zentralrada endgültig zu klären Zu Vegin« der Sitzung teilte der Vorsitzende, bulgarische? Militärbevoll-- mächtigter Oberst Gantschew mit, daß an die Stelle des bisherigen Vorsitzenden der Abordnung, des Instizminifters Popow, von jetzt ab der bulgarische Ministerpräsident Radoslawon» trete. Herr Sewrjuk, der hierauf das Wort ergviff. gab bekannt, daß an Stelle des bisherigen Vorsitzenden der Abordnung der ukrainischen Rada Hirrn Holubowitsch er selber den Vorsitz übernehme. Zur Tagesordnung übergehend wies der Redner dann elir- leitend auf das in der Plenarsitzung am 10. Januar 1918 verlesene Universal III der ukrainischen Zentralrada vom 7. November a. St, womit die ukrainische Volksrepublik proklamiert und deren internationale Stellung bestimmt worden sei. Di4 internationale Stellung der uttainischen Volksrepublik sei da. mals sowohl durch den Rat der Volkskommissare als auch durch die Vertteter der vier verbündeten Mächte anerkannt worden. Im Sinne dieser Erklärung sei dann auch während der ganzen Ganges der Verhandlungen bis zur letzten Unterbrechung die ukrainische Delegation von allen .Konferenzparteien stets als Delegation eines unabhängigen Staates angesehe« worden. Nach der Unterbrechung habe nunmehr Herr Trotzkt versucht, die Stellung und Rechte der ukrainischen Delegation zL leugnen, wobei er sich ank das bis dahin nie erwähnte Vorhandensein des Exekutivausschulles in Charkow berufen habe. Die ukrainische Delegation halte es für notwendig, festzustellen. daß die von Herrn Trotzki in dieser Sitzung gehalten« Rede in vollständigem Widerspruch zu allen seinen frühere» Erklärungen stehe, worauf ste gezwungen fti. folgende Erklärung abzugeben. „Wir sind durchaus einer Ansicht mit Herrn Trotzki. daß is dem staatlichen Leben der Ukraine Veränderungen vorgekom- men sind, die aber ganz anderer Natur sind als die auf welck)« Herr Trotzki hinwies. Das Wesen dieser Veränderungen steht im Zusammenhang mit dem IV. Universal der ukrainische» Zentralrada vom 24. Januar. In diesem heißt es: „Von mt» an bildet die ukrainische Volksrepublik einen selbständigen, vo»? niemand abhängigen freien und souveränen Staat des ukrainischen Volkes " Hierzu müsse er bemerken, daß die Regierung der ukraini-- schon Volksrepublik bestrebt gewesen sei, einen Bund alle» Republiken zu schaffen, der auf den Gebieten des früheren russischen Kaiserreiches entstanden fei. und eine gemeinsame föderative Regierung in Rußland zu bilden; da aber bis zur Er» laffung des vierten Universal trotz aller Versuche der ukrainischen Negierung ein derartiges g^meiniames föderattves Organ nicht zustandegekommen sei und da aus der augenblicklichen Lage hervorgehe, daß ein solches noch nicht Zustandekommen könne, so habe die ukrainische Zentralrada die Bildung einer föderativen Regierung fallen lasten mästen und habe durch da^ vierte Universal die Ukraine zum ganz selbständigen und von niemand abhängigen Staate proklamiert Die ukrainische Radn habe in demselben Universal erklärt, daß sie mit allen angrenzenden Staaten in Frieden und Freundschaft leben wolle, dah ober kein einziger von ihnen sich in das Leben der selbständige» ukrainischen Republik einmischen dürfe. Folglich habe das vierte Universal in klarer Weise sowohl die internationale rechtliche Stellung der ukrainischen Volksrepublik, als auch ihre Politik gegenüber ihren Nachbarn bestimmt. Bemerkensmerie Feststellungen machte der Ukrainer Lu» b ynski. Er erklärte, daß die Mitglieder der ukrainische» Delegation stets auf dem Standpunkt gestanden hätten, sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Gegner zu mischen. Er legte entschieden Protest ein gegen die falschen Behauptungen, di« Herr Trotzki in ihrer Abwesenheit ausgestellt hätte. Er schloß: An dem Steuerrad der Republik haben im Lause des Iah» res verschiedene Regierungen gestanden. Das Ial-r hat begonnen unter dem Szepter eines Kaisers, und es endigte, nachdem es die Stadien einer Kadetten- und einer sozialistifch-kadetti' jchen Negierung durchlaufen hatte, genau mit denseldeu bchie- gfjjccftcn aus den Strafte« Petersburg» und mit de» eifrige» Brrbereitungen -er bolschewistischen Regierung zur Vertreibung ^der konstituierenden Versammlung. Nur Ln einer einzigen De- ^ Ziehung sind alle diese verschiedenen Regierungeil durchaus soli- sdarisch a ob lieben. in ihren kapitalistischen Bestrebungen und in ihren gierigen Wünschen, die neu entstehenden Völker zu erdros- ( Jeln und alle unter ihre mächtige Hand zu bekommen. Aber im Andenken an dir Vorgänge auf dem Thron, welche nicht nur ^durch die gemeinsamen Anstrengungen der sozialen, sondern auch der nationalen Revolution gestürzt worden find, hat die Regierung der Bolschewik! das Prinzip des Selbstbeftimmungs- rrchtes der Völker nur zu dem Zwecke proklamiert, um damit entschiedener das Prinzip in seiner praktischen Durchführung zu bekämpfen Die lauten Erklärungen der Vclschewi über die vollkommene Freiheit der Völker Rußlands sind nur grobe demagogische Mittel. Die Regierung der Bolschewisten, welche die konstituierende Versammlung auseinandergejagt hat und sich nur auf die Bajonette der Söldner der Roten Garde stützt, wird sich nie dazu entschließen. in Rußland selbst die hochgerecht-n Prinzipien des Selbstbestimmungsrtchtes durchzuführen. Nur aus Furcht vor der Entwicklung der nationalen Revolution haben die Bolsckewiki mit der ihnen angeborenen De. magogie sowohl in Rußland selbst wie. hier auf der Friedenskonferenz das Prinzip des Selbstbestimmungsrechtes aufgestellt. Zur Bekämpfung der Durchführung in die Praxis nehmen sie ihre Zuflucht nicht nur zu den Söldnerfcharen der Raten Garde, sondern sie schreiten noch zu schlimmeren und unzulässigeren Mitteln? sie unterdrücken die Zeitungen., jagen die Volksversammlung auseinander, verhaften und erschießen Politiker und greifen schließlich dazu, durch vollständig falsche und tendenziöse Schilderungen die Autorität der Regierung der einen oder andren jungen Republiken zu untergrüben. Bekannte Sozialisten «ich alte Revolutionäre werden von ihnen beschuldigt, als ge- ihörten sie zur Bourgeoisie und zu den Gegenrevolutionären. Die Negierung der Dolfchewiki erklärt den heiligen Krieg der Republik, indem sie die Vertteibung der Bourgeoisie-Regierungen verlangt, mit denen angeblich die sozialistische Regierung der Bollchewiki selbst über die Beendigung des brudermorden- Krieges keine Verhandlungen pflegen will. Co führt die Regierung der Bolschewik' anstatt des Grundsatzes des Selbst- best im m ungerechtes den Grundsatz der Anarchie und der Zerrüttung Lurch, da sie weiß, daß es leichter ist. zu zerstören, als neu zu schaffen, und sie hält sich an das alte französische Sprich- ^wortt ..Verleumde, verleumde, es wird schon etwas haften bleiben." - Nm Tage, an dem wir nach Kiew abreisten, um unsere endgültigen Instruktionen einzubolen, ist auf Aufforderung und -unter gütiger Mitwirkung der Bolschewik! über Petersburg und Dünaburg eine neue Delegatton hier eingetroffen, die das Ziel yat, unsere Autorttät in den Augen der arbeitenden Klaffen Europas zu untergraben. Um die Rechte und den Charakter diefr Delegation genauer zu begründen und zu umschreiben, 'nurffen wir naher aus diesen Punkt eingehe«. *.. ^ er schilderte dann die Bestrebungen zur Selbst- ständrgmachung der Ukraine als Produkt der ukrainischen Schaf, 'fcnskraft ist die ukrainische Rada entstanden, die sich aus den Verttetern der ukrainischen Soldaten. Bauern und Arbeitern zusammensetzt. Die ukrainische Rada hat durch tbre Universale dem ukrainischen Volk seinen Weg gewiesen. Lubynski ging dann des weiteren darauf ein. wie die Wahlen zur Rada zu- ftandegekommen seien und auf welche Kräfte sich die Bolschewisten stützten. Zn Wirklichkeit liegen die Dinge so, daß nach dem Gebiet der Ukraine und nach den daran anschließenden Fronten schon unter dem zaristischen Regime vorzugsweise Soldaten rnchtukrainischer Abstammung hingelchickt wurden, und es rst während der Revolution nicht gelungen, die Ukraine vor tncien zugezogenen und ihr ftemden Elemente zu befreien. Wahrend die ukrainischen Soldaten von allen Kriegsschauplätzen und von allen Fronten ihre Delegierten auf die Fronttonareße imch Kiew schickten und sich alle um die ukrainische Militär-Rada scharten, die einen Teil der Kiewer Rada bildet, haben die nicht ukraimsc^n Soldaten in einigen Städten der Ukraine ihre Sol- datenratt gegründet, die keinerlei Einfluß hirben auf das Leben der um sie liegenden Gebiete. Manchmal allerdings nahmen an dieren Sowjets auch Vertreter der Arbeiter der b-Lreffenden Sradtet eil Mit dem Wunsche, sich unter diesem oder jenem Vorwände rn das innere Leben der Ukraine einzumischen. Hab.» J* Petersburger Bolschewik! anoefangen. von der ukrainischen ^egrerung zu verlangen, daß die ganze Regierungsgewalt in iez Ukraine gerade diesen Soldateuräten übergeben werde ohne rede Berücksichtigung der von den Volschewiki auf der Frie- denskonferenz aufgestellten Forderungen, daß fremde Truppen aus besten treten fortzuführen feien. Natürlich kann die llkrmmfche Regierung diese Forderung nicht erfüllen. Als die ^oah.en zur Rada überall eine erdrückende Mehrheit der Ukrai- ner ergeben hatten, wären die Volschewiki zur Gewalt geschritten. Gras Ezermn gab baraus eure Erüar»mg ab, ine in ven Sätzen gipfelte: Fm Hinblick auf die veränderte Stellung, welche der Vorsitzende der russischen Delegation in der Plenarsitzung vom 30. Januar 1918 in dieser Frage eingenommen hat, wonach nur solche Abkommen mit der Ukraine anerkannt und akttviert werden könnten, welche durch die Regierung der förderattven Republik Rußland formell bestätigt seien!, geben die Delegationen der vier verbündeten Mächte angesichts des eben dargelegten Stand- Punktes der Delegation des Kiewer Volksministerrates folgende Erklärung ab: „Wir haben keinen Anlaß, die in der Plenarsitzung vom 12. Januar 1918 erfolgte Anerkennung der ukrainis.ben Delegation als einer selbständigen Delegation und als einer bevollmächtigten Vertretung der ukrainischen Volksrepublik zurückzunehinen oder einzuschränken. Wir sehen uns viel- mehr wieder veranlaßt, die ukrainische Republik schon jetzt als unabhängigen, freien und souveränen Staat anzuerken- neu, der in der Lage ist, selbständige, internationale Ab- -machtungen zu treffen." Herr Trotzki bemerkte nach der Erklärung der Mittes- mächte kurz, er habe seine bisherige Auffassung über die ukrarnische Staatlichkeit nicht geändert und müsse darauf Hinweisen, daß es den vier verbündeten Mächten schwer fallen werde, die genauen Grenzen der von ibnen soeben anerkannten Republik anzngeben. Bei den Friedensver. Handlungen seien die Grenzen eines Staates keine gleich- gültige Frage. Sodann wurde die Sitzung geschloss ' mm Mhkmw und Cmnin rrHrn nM ßal'n. Brest-Litowsk. 3. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Staatssekretär von Kühlmann und Minister des Aeuüern Graf Ezernin begaben sich heute nachmittag mit Begleitung zu einem kurzen Aufenthalt nach Berlin. Cornea befindet sich in den Händen Der öurgerlrchen pen. Die russischen Soldaten sind nun bereit, die Waffel abzulrefern und nach Rußland Zurückzukehren. Uirßlond und Litttt?and. > Petersburg. 2. Febr. Der Vollzugsausschuß der Regierung rn Mohilew meldet: 25 000 Mann starke, von Generalen befehligte polnische Legionen besetzten Rogatschew. lösten den Sow- jet auf. verhafteten den vom Vauernrat ernannten Kommissa» und marschieren in der Richtung auf Smolensk. Diese Unternehmungen sind eine Folge der Erklärung des Kriegszustand« der polnischen Legionen an die Bolschewisten. Als Vergele tungsmaßregel werden verschiedene hervorragende Persönlich» kerten und Angehörige der Kadettenparte? oder der polnische» Vourgecisie, darunter vor allem Fürst Swiatovolk-Mirstt ver» haftet. Ein Telegramm aus Odeffa in den bolschewistischen Zeitungen meldet, daß die Macht in der Nacht zum 27. Januar nach einem Strcchenkampf, an dem sich Artillerie und im Hafen ankernde Kriegsschiffe beteiligten, in die Hände des revolutio. nären Ausschußes übergegangen ist. ssclkmplrilchk Dnb'Mmi IHosfean—Ilfriin. Das „Hamburger Fremdenblatt" meldet aus Rotterdam: Die russisch- Regierung hat. wie über London gemeldet wird, die Wiederherstellung der unmittelbaren telegraphischen Vor-' bindung zwischen Moskau und Berlin ungeordnet. Der Bürgerkrieg in llichland. Epidemie» in Petersburg. Mailand, 2. Febr. Zu dem Schreckgespenst der Hungersnot in Petersburg gesellen sich nach einem Bericht des „Eorrtere della Sera" zusehends mehr ansteckende Krankheiten. Während sich die Typhus-Epidemie in den Arbeitervierteln der Haupt, stadt bedenklich rasch ausdehnt, wird die Pestgeiabr angekün. digt. Vom kaukasischen Kriegsschauplatz, wo die Pest bereits Tausende von Soldaten hingerafft hat, wind fie durch Fahnenflüchtige auf ganz Rußland übertragen. Der mangelhafte Sa« nitätsdienst und die Hilflosigkeit der Masien macht olle Gegenmaßnahmen unmöglich Die Derzte von Petersburg haben in einer außerordentlichen Sitzung das ernste Problem geprüft, je- doch unter den gegenwärtigen politischen Verhältnissen di« Unfähigkeit zugeben muffen wirksame Abhilfe schaffen zu können. Zn Petersburg selbst beginnt sich die Teu-rung zu einer wahren Hungersnot auszuwachlen. Die Tagesration des Brotes, das nur noch aus Ersatzstoffen hergestellt ist. wurde auf 50 Gramm festgesetzt. Di« Beschäftigungslosigkeit mehrt sich infolge Schließung zahlreicher Fabriken in beunruhigender Weise. Es werden anarchistische Unruhen befürchtet. Die blutigen Zusammenstöße unter der hungernden Meng« häufen sich täglich. &,ef?n Norg-mnen ist eine kleine Gruppe der Do chewisten von etwa achtziq Mann von diesen, Kongreh lft n s* Kfwforo i-beraos-edelt und Kat sich als VUH’af me ^ nq Mfrnm 'f £fen Volksrepublik erklärt. Die unorganisierte Banden der Broten Garde entsandt, um die Bevölkerung des Gouver, uements Ehoikow auszuplündern und die Charlower Re- gwri'ng pochen Bewohnern des Gouvernements Charkow o° 't b'-Ctzarkow-r Regierung entstanden und das und die Kruste, aus die „e sich stützt, Es ist kein Zweifel oaruder möglich, dah sie nicht nur nicl>t berufen ist die Republik zu vertreten, sondern dah sie kaum als .^ ung der Ltadt Charkow angesehen werden kann. . ö ‘ c °"deren Bemerkungen des Herrn Trotz«, die wort- ich o«r n.:r Zwischen den Zeilen erfolgt sind, halte ich nicht iSÄÜS a;an ’ ortcn - Unsere Zukunft, unsere Geschichte 11110 6,e brc,ten Massen des arbeitenden ««eS dic auf beiden Seiten der Frontlinie stehen, werden ,e«»dae.,her entscheiden, wer von uns recht hat und wer ^ Sozialist und wer Gegenrevolutionar ", wer Irbosrt oder wer (hes-baksenez zerstört. Ein Sieg der Bolschewikis. Petersburg, 1 Febr. (Meldung der Petersburger Tele» praphenagentur.) Die Sowjettruppen nahmen Orenburg. Di« Kcsaken unter Dukow sind geflohen Weißrussen und Bolschewikis. Laut dem russischen Mitarbeiter des ..Berner Bundes" drahtet „Nowoja Shisn" aus Minsk, daß das Verhaltes zwi. scheu dem Volkskommiffariat des westlichen Gebiets und d«m Weißrusse« sich zugespcht hat. Blutige Zusammenstöße werden erwartet. Die Stimmung in Minsk ist sehr unruhig. ^ Wie die „Neue Zürcher Ztg." von besonderer ruffischer Seite erfährt, wird dem russischen Blatt ..Wlast Naroda" auv Omsk (Sibirien) berichtet: Die Mistetoten und die Verbrechen der VolWewikt überschwemmen ganz Sibirien. Irkutsk ist von jet^m Berkebr abgescbnitlen und geht zugrunde. Der Kampf der Roten Garde und der Infanterie einerseits und der Kosaken andererseits dauerte in der Stadt volle zetyr TagL Es wurden dabei achttaufend Personen getötet. (?) Die Plünderun. gen und Mordtaten in der Stadt dauern an. Die Bevölkerung flieht maffenhast da es keine Heizungs- und Lebensmittel mehr gibt. 5tvpeuhagen, 2. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der Be- rkchterstatter der „Berlingske Tidende" meldet aus Hel- smyfors: Die Stadt ist nun vollständig in den Händen des Arbetterrates. Der Senatspräfident Svinhufvud fordert rn ernem Aufruf die Bürger auf, die gesetzliche Negierung c ^ rut> ^ en Landtages gegen die unreckchniäßigen Machthaber zr, unterstiitzen, die die Freiheit Finnlands be- drohen. Die Bank von Finnland und die Privatbanken find geschlossen. Die neue revolutionäre Negierung befindet sich bereits in einer sckiwierigen Lage und sie scheint sich selbst darüber klar zu sein, denn sie machte unter der Hand den bürgerlichen Parteien den VorWag zu einem Ausgleich, nach dem den bürgerlichen Parteien eine gewisse Anzahl Sitze m der Regierung eingeräumt wird. Kopenhagen, 2. F^r. (WTB. Nichtamtlich.; „Voll- ttten meldet aus Haparanda: Bei Komi fand ein blutiger Kampf statt, wobei die Note Garde die Kirche ,tnd Schule zerstörte. Die Rote Garde blieb siegreich und besetzte die Ä. Uleaborg behauptet die Rote Garde gleichfalls thre Machtstellung mit Unterstützung von russische» Tnlppen Ans ksü WIM inid dtA PffrröSurg da Kvl!chk»iliks. ^och ist der Frieden mit Rußland nicht abgefchloffen. Doch dem Verkehr mit dem. was bisher Feindesland war. beginnt in Gang zu kommen. Man spricht schon wieder Leute, die noch vor wenigen Tagen, oder dock wemgstens vor erner Woche i« Petersburg gewesen sind. Was sie zu berichten wißen, ist furchtbar. Ein entsetzliches Strafgericht ist über das Land her. eingebrochen, deffen damalige Negierung den traurigen Mut gefunden hat, den Ausbruch des von ihr gemeinsam mit ihre« verbrecherischen Verbündeten längst sorglich vorbereiteten Krle. ges mit- den Mittelmächten durch ihr Verhalten unvermeidlich zu machen. Die Grenzgebiete, über die dis Furie des Krieges unmit. telbar dahingebraust ist. haben zunächst den Löwenanteil der Kosten des frevlen Beginnens tragen muffen. Seit im Frühjahr des vergangenen Jahres die Revolution emjetzte. ist dar Hinterland daran gekonkmen. Insbesondere die Hauptstadt — das elegante, schöne St. Petersburg. Es ist zurzeit auf der Hshe seiner Leiden, wenn es nicht schließlich doch noch schlinnner kommt? „Sie haben keine Ahnung" — erzählt einer unserer Ge» währsleute —, wie es in Petersburg anssieht. Die Front ist i» der Auslösung. Als riesige bewaffnete Horden marschieren dir Mannschaften nach Auflösung aller Verbände und vielfach nach Ermordung ihrer Offiziere heimwärts. Sie hungern. Ih» Maifchfttaße ist die erste beste, an der )le Nahrung zu finde» hoffen, ihr Marschziel am einzelnen Tag der nächste Ort. an dem fie Unterkunft und Gelegenheit zu plündern zu finden hoffen. Sie wißen, daß nur sie im Rußland der Volschewiki etwas z« jagen haben, — daß die Bevölkerung als solche recWos ist. Wohin fie kommen, wird diese rücksichtslos ausgeraubt. die Frauen und Mädchen werden geschändet, das Vieh abgetrieben, sofern welches da ist. Wo es ihnen irgend am Wege liegt, wenden sie sich nach Petersburg. Täglich treffen neue Horden ein. Gegen» nartig sind mindestens 200 000 Soldaten dieser Art in der Hauptstadt. Sie wohnen in den leeren Kasernen, oder wo es ihnen bequem ist in der Stadt. Die Hausbesitzer sind enteignet. Cre haben in ihren Häusern nichts mehr zu sagen, feiner: Anspruch auf Miete und lediglich das Recht, vier Zimmer für sich kostenfrei zu bewohnen, — wie übrigens jedermann sonst.' Sie laufen bei ihren Mietern herum und betteln, doch fveiwillis die alte Miete wieder zu zahlen, sie würden es schon wettmachen, wenn die Unglückszeit erst vorüber sei. Für ihre Mieter ist es meist schwer genug, diesem Ansinnen nachzukomrnen. denn auch ihr Vermögen ist dahin, ihre Einlagen bei den Banken sind be- scklagnalmt, und der Rubel hat etiva den Wert von ehedem 20 Kopeken. Und auch fie muffen fick auf die vier Zimmer, auf die jeder Anspruch hat — wenn er welche findet, die frei sind — beschränken. In die Hauser brechen die Soldaten ein. belege«, was bei Beschränkung des Wirts und der Mieter auf die vier Zimmer frei ist, holen sich aus der Behausung der bürgerliche« Bewohner an Möbeln, was sie gcbrar!chen können, suchen nach Wertgegenständen. Kleidung, Wäsche und Geld, nehmen an sich, was sie finden, kurz, machen was si« wollen. Dienst irgend welcher Art haben sie wicht und kennen sie nicht. Sie durchziehe« die Straßen und plündern die Geschäfte, wo ihnen dies einfällt. Anfangs wurden nur die geschloffenen erbrochen, seit einiger Zeit suchen fie auch die geöffneten heim. Damen, die sich auf der Sttahe zeigen, werden in übelster Weise behandelt. Ich war Zeuge, wie zwei fein gebildete junge Mädchen unter gröb» sten körperlichen Beleidigungen von zwei Soldaten gezwungen wurden, sich auf der Straße die Stiefel auszuziehen und sie ihnen zu übergebe«. Weinend gingen sie in den Strümpfe» durch den Schnee weiter. Alle Augenblicke sieht man ein Auto voll Soldaten. Halb ist es eine Spazier-, halb eine Raubfahrt« Sehen sie einen Zivilisten, der ihnen mißfällt, oder deffen Klet^ düng ihre Habgier reizt, so zwingen sie ihn, zu sich einzusteigen. Besonders in Gefahr ist er. wenn er gute Stiefel an hat. Nach einer Weile wird er dann in Unterhofen oder gar im Hemd wieder auf die Straße gesetzt, — ohne Rücksicht auf den Frost. Das für die Art der Nuffen Kennzeichnende ist. daß trotz alle, dem die Straßen keineswegs verödet sind. Wenigstens gilt das für die Hauptstraßen. Es wird darm nach wie vor promeniert und sogar geflirtet. Ereignet sich eine der geschilderten Gewalt- szenen, so gibt es Neugierige genug, die teilnahmslos zusehen. Auch gibt es noch immer Läden genug, die ihren Betrieb unterhalten. wie mitten im Frieden. Jeder denkt, daß an ihm der Kelch eines Zusamurenstoßes mit den Räubern schon vorüber gehen würde. Ab und zu wird geschossen. Ost ist es nur Scherz: ein paar Soldaten geben Schüße in die Luft ab. um das Publikum z» erschrecken. Ost ist es auch eine politische Auseinandersetzung, Es ist schwer, das Nähere festzustellen: wenu es in der Nähe, schießt, läuft alles in die Häuser. HSrt es zu schießen aus. ist er in zehn Minuten oi*$et \d, als ob nichts vorgefallen^ wM/ Dann wieder hört man Maschinengewehre hämmern. Man !iest in der europäischen Presse von der „unblutigen Revolution". Du lieber Gott! So mancher Tag hat allein in Petersburg 2000. 3000 Tote gesehen; in Moskau ist es ähnlich, und auf dem Lande herrscht aufgelegte Mordbrennerei und Bauernkrieg. Furchtbar waren die Offiziersmorde. Die Flotte ist infolge der Niedermetzelung der Offiziere nicht mehr mcmo- oerier- und kampffähig. Etwa 600 Marineoffiziere sind um- zobracht worden. Bei der Ermordung von 60 Offizieren in So bastcvol ist es grauenvoll zogegangen. Man hat ihnen die 'Augen ausgestochen, sie ins Wasser geworfen, dann die Unglücklichen durch Belebungsversuche halbwegs wieder zu Bewußtsein gebracht und sie schließlich aufgehängt. Irgendwie Recht gibt es für niemand. Aus eigener Kraft sich retten kann die Bevölkerung auch nicht; die Bolfchewiki allein find im Besitz von Waffen, und Maschinengewehren. Die Leute wollen Frieden. Frieden um jeden Preis, damit wieder Ordnung wird. Was er kostet, ist ihnen gleichgültig. Die Engländer sollen kommen, sie retten, die Amerikaner, die Franzosen, wer will; nur retten soll man sie. Am liebsten sollen die Deutschen kommen; sie sind am nächsten, und dort, wohin sie kommen, ist von ihrem Eintreffen an Ordnung. „Kommt, kommt! Auf den Knien rutschen wir Euch entgegen!" lleberall hört mau es. Ein Witzblatt bringt das Bild eines Berliner Schutzmannes, der auf einem der Hauptplätze Petersburgs Aufftellung genommen hat. Darunter steht „Unstre Hoffnung?" Dies ist die Stimmung, wie sie ist. Mit den Bolschewik! will niemand etwas zu tun haben. Sie verfügen nur über die Hefe der Bevölke- .rung. Kein Unteroffizier ist bei ihnen geblieben. Es wäre unter seiner Würde. Kein Beamter arbeitet für sie. Mo sie gezwungen werden, in den Bureaus zu erscheinen, treiben sie passive Resistenz. Im allgemeinen aber stehen die Bureaus leer. Amch in den Ministerien. Wer irgend Luft hat, kann dort ganz nach Belieben ein- und ausgehen. Er sieht lange Fluchten von Bureaus und zum Teil kostbar mcöliert-n Zimmern vollständig verwaist. Alle Schränke sind offen, Papiere liegen herum, ganz wie tau Beamten der Kerenfkirepublik. die zuletzt dort hausten, sie zurückgelassen haben. Seither ist nicht mehr gearbeitet worden. In einem Zimmer findet er ein paar Leute, rauchend und spuckend, in eifriger ttnterhaltnng. Es ist der Herr Kommissar ron Trotz?is Gnaden mit. feinen Organen. Sie beraten, was demnächst gesehen soll im Geschäftsgang des Amts. Befehle gibt es nicht; fever tut nur was er für richtig hält. Man begrüßt den Ankömmling „Morgen, Genosse!" Was er will, ist den Leuten gleichgültig. Niemand ftagt danach. Wenn 'er Neigung hat, kann er gleich an Beratung und Exekutive teil- uchmen. . ." 6r,it;nttr»s Sturr. Berlin, 30. Jan. (WTB.) .Dagens Nyheter" schreibt unter dem 28. Januar zum Sturze Brcrtianus: Dieser hinterlistig .berechnende Staatsmann, der durh den Verrat an den bis. herigen Bundesgenossen sein Land in den Krieg mit ihnen stürzte, ist von einer gerechten Rache ereilt worden, indem er als yavplfächlichften Bundesgenossen eine Großmacht erhielt, .deren Politik an Falschheit die seine übertraf. Bewahrheitet sich die Nachricht von feinem Abgang und seiner Ersetzung durch den General, der den Oberbefehl über die rumänischen Truppen fuhrt. so dürfte der Nächstliegende Schluß der sein, daß Rumänien den Krieg fortza.setzen gedenkt und nicht beabsichtigt, an dom Separatfrieden ron Brest-Litowsk teilzus-hmen. Aber jetzt richtet es seine Waffen nicht mehr gegen seine bisherigen Feinde sondern gegen feinen Bundesgenossen Rußland. Lange kann die Lage nicht andauern. Es find die letzten Karten, die im La banpue-Spiel auf den Tisch gelegt werden. Die StrerkbeWetzttug. Letzte Meldungen. Berlin, 3. Febr. Tie Acht der Streikenden ist attmafi- k'rch im Rückgang begriffe«. In den mittleren und kleineren Getrieben in Groß-Berlin ist der Streik bereits am Samstag nachmittag beendet worden. Es wird damit gerechnet, daß auch in den Großbetrieben emr Montag die Arbeiter wieder in de« Werkstätten erscheine» werden/ Auf Anordnung der Polizeibehörde ist gestern das Charlottenburger Volkshaus geschlossen worden. In diesem befanden sich ähnlich wie im Berliner Gewerkschaftshaus die Büros von Arbeiter- organisationen. * Wie der „Tägl. Rdsck,." mitgeteilt wird, soll sich der Abg. Su:iucmann ain Doinrerslag bei den Voltsansammlungen in Moabit befunden haben. (Versteht sich; weit hinten!) Diese Ansammlungen Haber, bekanntlich zu Krawallen geführt. * Kassel, 2. Febr. Da in einigen Bezirken des 11. Armee- korps, so insbesondere in Gotha imb einigen anderen thüringischen Städten, die Arbeit noch nicht ausgenommen wurde, hat der Kommandierende General eine Verfügung erlassen, daß alle am Streik beteiligten Wehrpflichtigen ein- schließlich der Beurlaubten irzrd Reklamierten, die nicht sofort öle Arbeit wieder aufnehme«, in das Heer eingestellt werden Die AtthMüg tt» Absmtzirkikil Süftmnnn. Die Verhaftung des Abg 2>iti«raan erfolgte am Don- «ciftag ln Treptow. Der Verhaftete wurde der Staatsanwalt, schaft vor geführt. Falls diese in dem Tatbestand die Unterlagen stir ein gerichtliches Verfahren gegeben findet, kann der Reichstag nach der Verfassung in dieses nicht eingreifen. Er kann weder die Enthaftung des Feftgensmmerum noch die Unterbrechung -des Strafverfahrens für die Dauer seiner Tagungen fordern, da die Verhaftung wegen Verübung eines Verbrechens „traf frischer Tat"' erfolgt ist. Das Vergehen Dittmanns ist doppelter Art. Einmal hat er a» einer Versammlung teilgenom- men und an sie eine Ansprache gerichtet, di« nicht nur nicht genehmigt, sondern — durch di« Etteikverftigung des Oberkommandos — ausdrücklich verboten war. Er hat weiterhin in einer Ansprache cm diese Versammlung die Aufforderuirg ge- richtet, „den Streik hochzuhalten". Ditimann war nun Mitglied der Streikleitung, die vom Oberkommando aufgelöst worden ist. Wie den übrigen Mitgliedern des Ausschusses, war ihm in Zusammenhang mit der Auflösung ausdrücklich untersagt worden. für seine Person irgendwie an der Leitung des Streiks werter teilzunehmen. Dis oben erwähnte Aufforderung an die Treptower Versammlung stellt nach der Auffassung der Polizeiorgane, die sich zu silner Verhaftung veranlaßt sahen, ebenfalls einen groben Verstoß gegen eine Verfügung des Oberkomman- des dar. Bei dieser Gelegenheit erinnern wir daran, daß es der Abg. Dittmann war, der seinerzeit die Rädelsführer der meuternden Manneinanrffchaft empfing und mit ihnen verhandelte. ste daheim nicht Nachlassen in ihrer Pflicht, euch Munition ui'J Waffen zu liefern, die ihr so bitter nötig habt, merkt es euch, daß diese, die eure Arbeitskameraden fein sollten, euch verrieten in diesen Tagen. N-m Felde der GH re. Wölfersheim. Unteroffizier Heinrich Jung, Jnf.-Regt. Nr. 168, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klaffe, und der Hessischen Tapferkeitsmedaille, wurde zum Sergeanten befördert. Herzlichen Glückwunsch. Utphe Unteroffizier Heinrich Raab wurde znm Ser» geauten befördert. Raab steht seit Ausbruch des Krieges im Felde. 'Zft es nicht Wahnsinn? Unsere Tapferen an den Fronten stehen im Grauen des Kampfes. Alle Schrecken des furchtbarsten Krieges, den die Welt gesehen, lasten auf ihnen. Aber sie harren aus. Denn sie denken an die Heimat, an Weib und Kind und an die ganze große Hermarmee, die hinter ihnen'steht. Dieses Gedenken wärmt und ermutigt und stählt sie. Darum harren sie aus wie Helden. Aber sin Teil der Heimarbeiter — streikt. Er verläßt dis Fahne, die auch in der Heimat flattert, überall, wo Arbeit für unser Durchhalten geleistet wird Er laßt feine Stellungen, er läßt feine Kameraden draußen, die für das Vaterland, die auch für ihn leiden, bluten und sterben, Neulos im Stich! Ist es nicht Wahnsinn? Dreioierkel der Erde, mit den riest-nhaftesten Industrien und Naturschätzen, liefern unseren Feinden Munition. Mann gegen Mann sind unsere Tapferen draußen dem Feinde über, legen, auch einer lleberzahl. Aber wenn sie nicht schließlich trotz alles Heldentuws verbluten fallen, muffen sie Munition und immer wieder Munrtion haken. Munition — Kriegsmaterial jeder Art — muffen sie reichlich, womöglich reichlicher haben, als der Feind: Dann haben sie gewonnen? Jeder Posten Munition spart, jeder Mangel kostet teures deutsches Blut! — Die HoiMarrnee schasst Munition, und immer leichter wird unseren Tapfren der Kampf, immer besseren Schutz hat ihr Blut . . Aber ein Teil der Heimarmee streikt; er laßt die Kameraden an der Front ohne Hilfe. Ob seine Säumnis Ströme besten deutstchen Blutes kostet, ob er den Fluch derer auf sich ladt, denen der Eisenhage! feindlicher Batterien, die wir mit mehr Mnm- ticn hätten Niederkämpfen können, den Leib zerreißt, das kümmert ihn nickt! Ist es nicht Wahnsinn? In Brest-Litowsk verhandelt für Rußland ein eiskalter Lügner: Herr Trotzt!. Er log, als er behauptete, er wolle den Frieden; denn er meinte die Revolution. Er log, als er erklärte, er wolle, da die Entente nicht mitmachte, den Sonderfrieden ncht den Mittelmächten; denn er wollte auch den nicht, sondern verschleppte die Verhandlungen, da er auf die Revolution wartete, die die Mittelmächte niederwerfen sollte. Jetzt glaubt er so weit Zn sein, daß er dis Maske abwerfen und öffent» llch erklären kann, er wolle den Sonderfrieden nicht mehr. Und gerade in diesem Augenblick bricht in Groß-Berlin der Streik aus. Deutsche Arbeiter ermutigen Herrn Trotzki in seinem unehrlichen, blutigen Spiel. Deutsche Arbeiter helfen so den Volsthemtsten, die durch Rußland in Blut waten. Deutschs Arbeiter helfen so den Krieg verlängern, sein Elend, feine Vlutopfer vermehren! Deutsche Volksgenossen arbeiten dem Landesfeind, der den Frieden wollen müßte, wenn er Deutschland einig und geschlos. sen sähe, der ober auf den Frieden pfeift, weil er die Revolution in Deutschland zu wittern glaubt, direkt in die Hände; sie loden einen Teil der Blutschuld, die des Ruffen unehrliches Spiel auf oem Gewiffen bat, auf ihre eigenen Schultern; sie stellen sich auf Trotzkis Seite — gegen Hindenburg und gegen die Arbeitskamsrade» an den Fronten, gegen das eigene deutsche Vaterland? Ist es nicht Wahnsinn?- Eine verlorene Schlacht. In Regen und Schlamm, in Kälte und Rocht erwarten sie die festgesetzte Strmde des Sturmangriffs. Auf die Minute schweigt das Feuer der Geschütze, die Sturmtrupps verlaffen die schützende Deckung, in genau vorgeschriebenen Bahnen dringen sie vor und wieder setzen auf die Sekunde genau die Geschütze ein und legen einen glühenden Riegel hinter die feindlichen Schützen. Jeder bot seine Aufgabe, jeder kennt seine genau umschriebene Pflicht und tut sie. Wie das Räderwerk einer Maschine greifen die Anordnungen ineinander und keiner versagt, kein Arm feiert,-mag ihm auch Tod und Verderben winken. S o schützen Deutschlands Krieger in treuer Pflichterfüllung die heimische Erde in ftemdem Land, so gewinnen sie die Schlachten, ron denen die Heeresbevickkte uns melden. Und ihre Brüder daheim, ihnen ist der stolze Lorbeer des Kämpfers versagt. Aber nicht minder wichtige Arbeit haben sie zu tun: sie müssen die Waffen schärfen, sie muffen das Rüstzeug schmieden, sie müssen die Kugeln formen, damit es denen draußen nicht mangelt an der eisernen Nahrung des Krieges. Sie wissen es, jede Säumnis des einzelnen daheim bedeutet das Fehlen eines Rädchens im Uhrwerk da draußen; sie wissen es. jedes Nachlassen der heimischen Arbeit bedeutet das Versagen des notwendigen Schutzes für die Kameraden in der Front; sie wissen es. jeder Massenstreik bedeutet — eine verlorene Schlacht. Sie wissen es und sie taten es doch, in jenen schweren und schnmrzen Tagen des Januar 1918. Merkt es euch wohl, ihr Kämpfer da draußen, ihr in den Grübe« und Sappen, merkt es euch, ihr auf dem Meere und ihr in den Lüften! Während ihr einen schützenden Wall mit euren Leibern um das Vaterland legt und es denen zu Haus ermöglicht» ihrer Beschäftigung rot« im Frieden nachzugehen. während ihr ihnen den doppelten Der. dienst, den fl« erzielen, nichtsneidet^uich nichts erwartet, atz» Ans der ^cimttf. B. Eine Sinschrär.rung des Petroleumverbrauchs in nächster Zeit ist dringend nötig. Die Zuteilungen von Petroleum für den Monat Februar sind so gering, daß es nicht einmal möglich ist. die. welche ohne andere Beleuchtung sind, in o.usrei- chender Weife zu versorgen. Deshalb versieht es sich auch von selbst, daß die Familien, denen irgend ein anderes Beleuch- tungsmittel zur Verfügung steht, beim Petroleumbezug gänzlich ausznfchciden haben. FC Friedberg, 1. Febr. Die katholische Pfarrkirche in Holzhausen blickt in diesem Iabre auf. ihr 200jähriges Bestehen zu- rück, ebenso die Kirche der evangelischen Gemeinde daselbst. sr. Hanau, 1. Febr. Die chemische Fabrik Leop. Cassella u. Co.. G. m. b H., in Mainkur. hat für die Zwecke der Kriegs. Patenschaft im Stadt- und Landkreise Hanau 10 000 Mark, der Direktor dieser Fabrik, Dr. Meinhard Hoffmann in Mamk'rr 5000 Mark gestiftet. Aus Starkeuburg. FO. Dieburg, 31. Jan Im na!)en Münster hat der Gastwirt Löbig feit einigen Tagen fünf Pfund Spargel gestochen. Sicher eine Seltenheit in der jetzigen Jahreszeit. > Aus Nheinhcssen. FC. Mainz, 31. Jan. Zwischen der Wiesbadener Kroneu- brauerei A. G. und der Aktien-Eesellschaft Hofbierbrauerer Schofferhof—Frankfurter Bierbrauerei in Mainz-Frankfurt schweben Verhandlungen wegen Herstellung einer Interessengemeinschaft. Es soll das Kontingent der Kronenbrauerei Wiesbaden auf die Schöffe:bcf-Gesellfck>ast übertragen werden. Eine Fusion beider Gesellschaften ist nicht beabsichtigt. FC. Alzry. 31. Jan. Im 67. Lebensjahre verstarb dahier der ehemalige Beigeordnete Karl Friedrich. FC. Worms, 31. Jan. Vor kurzem ging auf dem Wege vom Bahnhof Gimmeldingen-Mußbach zur Postagentur Gimmeldingen ein Pofibeutel mit 5000 Mark verloren. Die Hilfspostbotin Neumann war infolge dieses Verlustes aus der Stelle entlassen worden. Nunmehr wurde festgestellt, daß die Arbeiterin Juliane Seng von dort den Postbeutel gefunden und an sich genommen hat. 3200 Mark wurden noch bei der Seng vorgefunden. FC. Worms, 1. Febr. Mittels Einbruchs wurden in der letzten Nacht in einer hiesigen Mililarkontine 2800 (Tiflarettcn, 500 Eigarren, 2 Fluschen Ttzein, Feingebäck und 7 Mark Bargeld gestohlen. Ans Kirrhessea. FC. Gelnhausen, 1. Febr. Bei der in Unterreichenboch statt, gehabten Büraermeisterwahl wurde Bürgermeister Mattstes der bereits 10 Jahre die Gemeindegeschäfte leitet, einstimmig wiedergewahlt. Ans HessenRassan. FF. Wiesbaden, 31. Jan. Ein Hilfsdieustpftichtiger von hier, der an der Reoierunoshauptkasse an der Rbeinsiraße Posten gestanden, wurde auf dem Wege ins Wachtloka! vom Schlage tödlich getroffen. FC. Wiesbaden, 1. Febr. Mehrere Jahre war die Elfe Schngen als Verkäuferin bei dem Juwelier Ernst dahier beschäftigt. Auch nach ihrer Entlassung wurde sie ab und zu zur Aushilfe herangezoo«^ Während dieser Zeit bot sie einer anderen Verkäuferin des Geschäfts eine Radel an. von der diele wußte, daß solche das Geschäft führe. Sie stellte fest, daß die"« Art Nadel aber nicht mehr vorhanden, sin Verkauf aber im Verkaufsbuch ittcht eingetragen war. Es ergab sich, daß die Söhngen die Nadel gestohlen und noch dazu in den Jahren 1911 bis 1916 fortgesetzt das Geschäft an Gold- und Schmuckgegenständen im Werte von über 4000 Mark bestohlen hatte. Nicki nur bei hiesigen Althändlern und Privaten hatte sie die entwendeten istkrren abgesetzt, sondern die bei Ernst gestohlenen Bijoux teilweise ihm wieder verkauft. Die 21jährige Angeklagte gab heute vor dem Schöffena-ericht an. die Braut de« Sohnes des Geschäftsinhabers zu fein, weshalb sie stch zur Mit. nähme der Schmucksachen berechtigt geglaubt habe. Wegen Dieb, stahl erhielt sie eine Gefängnisstrafe von drei Monaten und zwei Wochen. FC. Wiesbaden. 1. Febr. In den Elektronwerken in Gries, heim am Main hatten die dort tätigen Feuerwehrleute Josef Spachtholz und Friedrich Schneider durch Einbruch einen zwöls Meter langen Treibriemen im Werte von 3006 Mark gestohlen und 60 Pfund davon an den dortigen Schuhmacher Taver Lauf verkauft für 15 Mark. Die Sttafkammer verurteilte die Diebe zu je sechs Monaten Gefängnis. Lauf erhielt u>egen Hehlerei vier Monate. — Der Heizer und Schlosser Johannes Sums wurde von der Sttafkammer in eine Zuchthausfttafe von zwei Jahren und sechs Monaten genommen, weil er in den hiesigen Hotels „Bier Jahreszeiten" und ..Quisifana" eine große Anzahl Herren-Anzüge, Wäsche, Pelzwerl und Damenlleider von bedeutendem Werte gestohlen hatte. Verantwortlich für den poirtischen und lokalen Teil: Otta Hirsche!, Frledberg; fiir den Anzeigenteil: R. H ey n e t g [ Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen TageSzeittrng" ' x % zetzt ist er nahe genug herangekommen. „Alle Torpedorohre fertig!" meldet der Draht nach unten. Hunderte d von Menschenleben sind in seine Hand ae- geben aber kern Schwanken verrät sich in der Hanltz die den ^ebel znrnckwrrft. Hier muß jede Rücksicht schneeigen. Es gilt das Vaterland. Jetzt sind sie in guter Schußlinie. „Los!" Unwillkürlich stößt Werkheim den Befehl vervor, als er den Hebel hernnnvirft. Und „Los!" meldet ™ -'- ra ^ zurück. Glatt fliegt das verderbenbringende Ge- ckoß aus dem Rohr. Wie ein Pfeil eilt der schlanke Silber- L ®“ wm Augenblicke höchster Spannung folgen. Das Arme des Kommandanten sangt sich förmlich fest am Sehrohr. Unten atmet mühsam die Mannschaft in der dicken, von^ -^etrolenmdunsten geschwängerten Luft. Der Schweiß rinn* Die Sauerstoffgeräte arbeiten und der Aetzkalk salkgt d/e ausgesioßene Kohlensäure auf. Hi?r begreift man die Worte des tavferen Kommundan- u ""''gesucht gute Mannschaften können wir brauck-en. Mannschaften, deren glühende Vaterlandsliebe mit ihrem Mnte gleichen Sckntt hält." Jetzt ein dumpfer Schlag. Ha! EZ ist geschehen, Ter hat gelessen! Im Spiegel sieht Werkheim den riesigen Panzer lchwanhen kurz darauf rollen dumpfe Alarmschüsse über die morgeustillen Wogen. Das Gewimmel oben ist unbelchreib. Nch. linemand weiß anscheinend, was gescheben ist. Man vermutet eine Mine. Vorsichtig damvft der zunächst liegende Kreuzer heran, um dem verunglückten Gelübrten zu belfen Ta ereil, auch ihn das Geschick. Ein Volltrefler sitzt ibm in der Seitck und zwanzig Sekunden später folgt noch ein «»lag Das . gewaltige Schiff legt schwer über und ver- sckmundot binnen wenigen Minuten in der dunklen Flut. — ftortfofeuna folat Kclmttntmnchmig. 2n den Geschäften von: K. Brand, ^ I. E. Michel. F. Damm Nächst Schade & Füllgrab^ 37?. Gerhard. E. Stamm, H. Thomas, Fauerbach, gelangen von Dienstag, den 5. d. Monats ab Mainzer Handkäfe znm Verkauf. Gegen Abschnitt „tf“ der Brotkarte wird 1 Käse znm Preise von 22 Pfennig abgegeben. Friedberg, den 2. Februar 1918. Stadt. Lebensmittel-Ausschutz. _ Langsdorf. Am Donnerstag, den 7. Februar 1918. nachm. 2V 4 Uhr. NNdet zu ^riedüerg im Turnsaal der Auaustrnerschule (Gym. nasium) eine Bersammtung der Landwirte aus den Landwirtschans- kammerbezirken Vilbel, Frredberg, Vad-Nauheim. Butzbach und aus dem Bezirk Nidda-Echzell, soweit die Gemeinden direkie Eisendahn- oerbindung nach Fried erg haben, mit solgender Tagesordnung statt: 1. Vortrag über: „Die LMmchW wshttiid tttiü mich Sein Krieg" von Oekonomierat Or. Hamann-Darmstadt. 2. Aus prache. Zu zahlreicher Beteiligung ladet ein Landwtrlfchastskammer für das Grofzherzoqtum Hessen. Walter. Bekanntmachung. c. Januar 1918 ist eine Bekanntmachung Nr. Ls.. -o92/l2 17 K. R. A., „betreffend Beschlagnahme und Beftandseihebung von sogenanntem unechten Seegras, auch Alpengras genannt, erlassen worden. - Der Wortlaut der Bekanntmachung ist in den Amtsblättern veröffentlicht worden. _ S ek kkmMiü üüiM lljlrrcfrp.l Holz Versteigerung^ . öen Februar 1918, vormittags V 2 10 Uhr. werden im Neo:er Lein laros, Diitrikt Unterwald nfe ■ inert* 70 Eichenstämme 20—36 cm. Durchmesser ^ 26 iuu ß4 eichene Pfosten 2,4 m. lang. Echei eri Buche 18, E-che 34. Kn ppel: Buche 10, Eiche 119. . Neiier: Eiche 19 j A t. und 151 Stammreiser. Zujainmenk mst am Forsthaus Beinharos. vstenheim, den 2. Februar 1918. _ _Gräfliche Nentlammer. BreNlil>Ij-Tkcheii|ttiilig. «rur* N. Februar 1918, werden versteigert aus den TUstr» ten Mauersterg und Gebrannter Kopf der Folstwartei Schwik- rcrrshau.en: ’ Scheiter: Buchen I. Kl. = 574 rm, II Kl. = 19 rm. Düppel: Buchen 109 rm. Eiche 3 rm. Knüppelreisig. 8 rm. seifig I. Durch orsiung: Buche u. Eiche --.E rm. Astretsig Buche 738 rm. Stöcke: Buche w) rm, Eiche 13 im. Mittags 12 Uhr im Nieshchen Saale zu Litzber.. %v oI !, n wird, wolle man sich es vorhcr an- blau unter,tnchcn-n Stumme n des Brennholz kommen vunf, Au-gewt Das Holz sitzt zum größten Teil an der Mauer,letg -traße. Nähere Auskunft erteilt der Großb. Förster Hartman n zu Cchwickartshausen (Post Orteaberg) Oberhessen. Konradsdocf. den 1. Februar 1913. lSrohh. O berförrterei K onrad sdorf. Seit 25 Jahren fertige als Spezialität Schuhe für kranke Füße besonders für Klumpfüße und verkürzte Beine. Wilh. Zernikow, Bad-Nauheim. 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