Dummer £0 ■S- h .» i t X-_Il . *_v. Donnerstag, den 24. Januar 1918 11. Jahrgang eue Tagesieitun Die ^llsxxc Sagesreitung" erlchemt jeden Werktaa. Regelmäßige Beilagen sw , TT~7 I ---—-— fllnu tritt noch das Bestellgeld; bei den Agenten monatlich 85 Pjg. einschließlich Trägerlohn. A^-igsnGrund,eile ^Pfa^okale ^^"ltalten vierteljährlich m. 2.40 .r.aa^ &ri ,Hn !ei t Uaa UN-. fr,,., (öeiieni. ’~ Der Bürgerkrieg in Rußland. Lebhafte Fenertäiigkeit ans der ganzen flandrischen Front. — 27000 Tonnen Versenkt. Der deutsche Generalstab Ff •== meldet: — — i! W. T. K» Großes z^mrpLqnarlier, de» 23. Januar. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. an der ganzen flandrischen Front war am Nachmittage der Feuertampf gesteigert. Auch südlich von der Scarpe lebte die Gesechtstätigkeit wieder auf. Bei St. Quentin wurden bei erfolgreicher Durchführung zahlreicher Erkundungen Gefangene eingebracht. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nördlich von Souain und nordöstlich von Aoocourt folgten nach starker Feuerwirkung französische Vorstöße. In heftigen Kämpfen wurde der Feind zuruckgeschlagen. Eigene Infanterie-Abteilungen drangen östlich von Malancourt in die feindlichen Gräben und kehrten mit einer Anzahl Gegangener zurück. Zwischen Veaumont und Ornes nahm die Artitterietätigkeit am Abend zu. Oestlicher Kriegsschauplatz. . Nichts Neues. Mazedonische Front. Die Sage ist unverändert. Italienische Front. Zu beiden Seiten der Brenta Artilleriekamps. Der Erste EeneraFqnartiermeister". L u d e n d o r f f. Abendbericht. Berlin, 23. Jan. abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der österreichische Genera? stab j] meldet: Wien» 23. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver- lautbart: Beiderseits der Brenta war die Artillerietätigkeit lebhafter als in den letzten Tagen. Der Chef des Generalstabco. 27 000 Taimen Verbuk?. Berlin, 22. Jan. (WTB. Amtlich.) Unsere U-Boote im Mittelmeer waren kiirzlich mit besonders gutenr Erfolge tätig. Sieben Dampfer und zwei Segler mit rund 27 000 Brutto- Register-Tonnen sind ihren Angriffen zum Opfer gefallen. Den Hauptanteil an diesen Erfolgen hat Kapitänleutnant Becker (Frau?). Alle Dampfer bis auf einen waren bewaffnet und fuhren meist in stark g^jcherten Geleitzügen. Unter ihnen konnten namentlich festgestellt werden die englischen Dampfer „Egyptian Transport", „Stcelville", „Allauton" und „Arab", deren Vernichtung für dis Kriegswirtschaft unserer Feinde von^ besonderer Bedeutung ist. weil,mit ihnen 24 000 Tonnen Kohle verloren gingen Von den übrigen Dampfern hatte einer, der sehr starken Detonation nach zu urteilen, Munition geladen. Ein anderer, anscheinend mit Reis tief beladener Dampfer, wurde im Artilleriegefecht zäh verfolgt, auf die Klippen der Küste der Cyrenaika gejagt und. dorr trotz Eingreifens einer Landbatterie vernichtet. Die beiden Segler mit Namen „Guifeppe" und „San Antoni", waren italienischer Nationalität. Von. ihnen hatte, elfterer Holzladung. . ° Der Chef des Admiralstabs der Marine. Berlin» 22. Jan. (WTB.) Kaum ein Tag vergeht, ohne daß Versenkungen aus Geleitzügen, auch aus stark gesicherten, gemeldet werden. Man nimmt sogar wahr, daß aus ein und demselben Geleitzug mehrere Dampfer herausgefchcssen werden, während früher meist nur ein Schiff des Zuges dein Angriff zum Opfer fiel. Diese Steigerung unserer Erfolge- zeigt, daß auch das Geleitsystem nicht das von unseren Feinden ersehnte unbedingt zuverlässige U-Boot-Abwehr mittel bietet. „Auch wenn wir kein einziges Schiff verloren haben/' schreibt das „Journal of Commerce" in seiner Schiffbaunummer vorn 27. Dezember 1917, „bedeutet Geleitzüge eine Vergeudung von Schiffsraum, denn ehe sich ein zuweilen bis auf 20 und mehr Schiffe sich belaufendes Handelsgeschwader am gemeinsamen Treffpunkt ver- fammelt und seine Reise zurücklegt, verrinnet viele ungenützte Zeit. Die Gest? indiokeit des langsamsten Schiffes ist maßgebend für den ganzen Zug. Im Hafen entstehen neue Verzögerungen durch Warten auf diejenigen Transporte, die mangels Entladeeinrichtungen nicht sofort gelöscht werden können." Der französische Verpflegungsminister Voret schätzte im Senat am 18. Dezember die Verminderung der Transportmöglichkeiten durch dis Geleitzüge auf 20 Prozent, und in den „Times" vom 28 Dezember schreibt Allen, Vorsitzender der Khsdivischen PosL-Dampfschlffahrts-Cesellschast, daß die Notwendigkeit, in Geleitzügen zu fahren, die auf eine Reise zu verwendende Zeitspanne verdoppelt. * Nicht über die See. Amsterdam. 22. Jan. (WTB.) Dem „Attgemeen Handelsblad" zufolge meldet die „Daily Mail" aus Sidney, daß die gegenwärtige australische Getreideernte im nächsten Jahre nicht über See verfrachtet werden könne. Von den Leiden früheren Ernten seien noch große Mengen unverkauft. Die jetzige Ernte werde auf 120 Millionen Vushels geschätzt, wovon vierzig Millionen für den Verbrauch in Australien notwendig seien. biiidriirMl, iiüb MkMrff in ffarlin. Berlin. 23. Jan. (MTB. Amtlich.) Zu militärischem Vortrag beim Kaiser sind Eeneralftldmarfchall von Hin-Len. bürg und General der Infanterie Ludendorff heute früh in Berlin eingetroffen. DirMand. Stockholm. 22 Jan. Ein Erlaß der Volkskommissare wendet sich gegen die drohende Erhebung in der russischen Hauptstadt, wo die Bolschewik! gegenwärtig nicht über ausreichende Kräfte verfügen. Es wird angenommen, daß die Petersburger Regimenter den Volschowiki nicht mehr blindlings ergeben find, sondern sich bei einem neu aufflammenden Bürgerkrieg neutral verhalten würden. Die Bolschewisten treffen Gegenmaßnahmen durch Heranziehung ergebener Matrosen und finnischer Truppen. Bedrohlich ist die Verschärfung der Lebensmittelkrise. „Prarvda" selbst bezeichnet die Lage der Volkskommissariate als kritisch. Stockholm. 22. Jan. Der Rat der Volkskommisiare veröffentlicht amtlich eine Erörterung über die Bildung einer sozialistischen Armee, die notwendig sei für die Aufrechterhaltung der sozialistischen politischen Ordnung, sowie um jeden Augenblick bereit zu sein, der Staatsregierung die vollständige Macht zu erhalten. Berlin. 23. Jan. Unter der Ueberschrist „Rückwirkungen" erklärt der „Berliner Lokal-Anzeiger": In parlamentarischen Kreisen wurde gestern abend die Lage.in Rußland als recht kritisch angesehen. Diese Anschauung gründet sich auf die Meinung, daß die letzten Petersburger Nachrichten kaum noch einen Zweifel an der ernsten Bedrohung des bolschewistischen Regiments lassen, daß seine Machthaber jedenfalls in diesen Tagen alles daran setzen müssen, um sich ihrer inneren Feinde zu erwehren und daß sie demnach vorderhand keine Kräfte zur Verfügung haben, um Dinge, von so weltgeschichtlicher Tragweite wie den Friedensschluß mit den Zentralmächten zu betreiben. Die Abreise Trotzkis nach Petersburg sei in dieser Beziehung ein deutlicher Beweis gewesen. Aber abgesehen davon kann die Frage entstehen^ ob weitere Verhandlungen mit Männern, die persönlich ebenso wie das Land, in dessen Namen sie sprechen, von der durch sie entfesselten Anarchie seden Augenblick verschlungen werden können, irgendwelche Bürgschaften bieten. In parlamentarischen Kreisen hörte rkian deshalb auch die Meinung aussprechen, daß eine Rückwirkung der Petersburger Vorgänge auf die Verhandlungen in Vrest-Litowsk immerhin in Rechnung zu stellen ist. Die Bolfchcwiki bis fetzt siegreich. Der „Corriere della Sera" meldet aus Petersburg, daß 87 Abgeordnete der aufgelösten gesetzgebenden Versannnlung durch die Bolschewiki verhaftet wurden, weil sie in einer Kundgebung die Bevölkerung Petersburgs zum Bürgerkrieg aufgefordert hatten. Auch die im Marinekrankenhalls erschossenen früheren Minister Tschingarew U'.ld Kokotschin hatten durch Mittelsleute ihren Namen unter diese Kundgebung setzen lassen. Die Bolschewiki sind bisher aus allen Zusammenstößen siegreich hervorgegangen. Ihre Macht erscheint gefestigter als früher. Der Rat der Doiksbeauftragten versichert in einer Kundmachung, daß die gesetzgebende Versammlung aufgelöst werden mußte, wenn nicht die Friedensfrage gestört werden sollte. ■ y (fitse WM Mil die liimiinfr. Petersburg, 22. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Tel.-Agentur. Die von Charkow nach Poltawa abgefandten, Abteilungen der Sowjets lieferten eine Schlacht gegen Truppen der Rada von Kiew. Die Truppen der Nada wurden vollkommen geschlagen. Die Stadt ist in den Händen der Abteilungen der Sowjets. — In der vereinigten Sitzung der Soldaten-, Arbeiter- und Bauernräte wurden die Vertreter des ausführenüen Zentralausschnsses von Charkow mit Begeffterung begrüßt In Poltawa herrscht allgemeine Freude. Das betragene Frankreich. Berlin. 22. Jan. (MTV.) „Eaulois" schreibt: Wir brauchen nicht erst zu fragen, mit welcher Entrüstung die unglaubliche Nachricht von der Kraftloserklärung der russischen Anleihen in der ganzen zivilisierten Welt ausgenommen werden wird. Aber bei uns wird sie den stärksten Eindruck erwecken. Frankreich hat ohne zu rechnen, sein Geld an Rußland gegeben. Durch dieses Geld ist Rußland vor dem Kriege vorwärts gekommen, hat sein ungeheures Eisenbahnnetz ausgebaut, seine Natur-' schätze avsgebeutet. Industrien geschaffen und seine Wirtschafts-' läge und sein Münzsystem verbessert Und nun vollendet die) Maximalistenregierung mit dem Vierbund den Verrat, und be-^ droht tausende von französischen Familien mit dem Ruin. Rußland befindet sich in der schrecklichsten und schmählichsten Krisis, es ist aber nur eine Krisis. Eines Tages werden der Patriotismus und die Ehrliebe die russischen Herzen wieder aufleben fassen und sich schaudernd von den Taten der Leute abwende'.:, die offenbar vom Zerstorungswahnsinn befallen sind. Wäre cs anders, dann würde das vormals erhabene 'Reich Peters des^ Großen ewiger Schande anheimfallen. Me NorthllissMe KlMkn-Meße. Rotterdam, 22. Jan (WTB.) Nieuwe Rotterdamsche Eou- rant" meldet aus London: Oberst Repington ist als militärischer' Mitarbeiter'von den „Times" zur „Morning Post" übergegan-, gen, nach Interview mit Vertretern des „Star" und der „Daily Rems" aus Unzufriedenheit mit der Politik der „Times". Er erklärte, die Marine sei wütend über die Art, wie Jellicoe ent- » lassen worden sei, er wünsche über die Kriegslage die Wahrheit und verlange einen Mann, der wirklich führen kann. „Daily News" vermuten, daß die letzte Ursache für Nepingtons Abgang' die Vorbereitungen der Northcljff-Vlätter zum Sturze des Generalstabschefs Robertson und des Feldmarschalls Haig gewesen sind. „Daily News" fahren fort: Land und Parlament'' müssen fragen, wie lange man' fortfahren darf, solche Männer zu stürzen. Gleich zu Beginn des Krieges wurde der schänd-- . liche Feldzug gegen Haldane unternommen, der aus dem öffentlichen "Leben hinsusgedrängt wurde. Aber wer saß hinter' Northcliffe? Hierauf wurden die Pressewürger abgeschickt, mir Kitchener den Hals abzusch-neidcn. Wer saß hinter dieser widrigen Jntrigue? Sodann ging es auf.General Donop (Direk tor des Artilleriewefens beim englischen Kriegsamt), mit den gemeinsten Verleumdungen los und endlich gegen Asquith und Grey. Wir haben jetzt gesehen, wie der tüchtigste Flottenführer seines Postens enthoben wurde. Er ist ebenso wie die anderen infolge des Kreuzzuges der Northcliff'schen Kloakenpresse gefallen. Aber von welcher Seite kam der Anlaß zu diesem Kreuz zug? Northcliffe Hot vergiftete Pfeile abgcschossen. Abec wer gab sie ihm? Und wer verschaffte ihm die ebenso vergifteten Pfeile, die jetzt gegen Robertson verwendet werden? Japvn und Dentlchtand. Berlin, 22. Jan. (WTB.) Die Stimmung in Japan beleuchtet deutlich die Rede des japanischen Generalleutnants Tanaka, die er am 20. Mai 1917 in Schanghai hielt. General leutnant Tanaka, der als die rechte Hand des japanischen' Kriegs,iniinsters gilt, führte folgendes aus: Für uns Japaner ist es nicht ausreichend, den Heroismus, der Deutschen nachzuahmen, wir müssen mehr tun. Wir müssen', uns sorgfältig mit der Prüfung der Gründe beschäftigen, die, diesem Volke die Möglichkeit geben, so mächtig zu sein, daß es. so glänzend diesen furchtbaren Krieg führt, und wir müssen^ alles mögliche tun, um Deutschland in seiner kunstvollen Organisation, seiner Einigkeit und Vaterlandsliebe nachzuahm Möchten die japanischen Soldaten den deutschen K nacheisern und die japanischen Kulis den deutsch -in ihrer ehrlichen Pflichterfüllung und Vater' ahmen, möchten sie diesen Mustern in all. ... - V _ folgen. Wir befinden uns gegenwärtig im Kriege mit t*m ' Mittelmächten, aber es wird der Tag des Friedens komme» und dann wird es die Pflicht des japanischen Volkes sein, die Hand wahrer Freundschaft den mächtigen Germanen entgegen- zi'strecken. Wie auch in Zukunft die Stellung Japans gegenüber Deutschland bestimmt werden wird, einen Boden für antideutsche Orientierung wird es in Japan nicht geben. Die deutschfreundliche Orientierung hat ihre Vertreter unter den angesehensten Staatsmännern. ' " Japan im Krieg. Iu Japan heißen die Leute, die mährend des Krieges zahllose Schafe geschoren und ihr eigenes Schäfchen ins Trockene gebracht haben, „Karikrn" was etwa einer Ueberfetzung der r-on den Franzosen erfundenen „nouoeaux riches" gleichkommt Will mau ein Beispiel fiir japanische Kriegsgewinne? . . . Die „Nippon Puscn Kaffcha", die bedeutendste der gut fundierten japanischen Dampischiffahrls-Reedereien, die ihre glänzend ausaestatteten Schiffe u. a. zwischen Japan und der amerikanischen Westküste fahren läßt, verteilt dieses Jahr eine Dividende von nicht weniger als fast 70 Prozent.' Das ist nur ein Beispiel. Bei einer großen Anzahl von Schiffahrtsgesellschaften, aber ebenso bei zahlreichen Industriebetrieben und Han- deleunternehmungen find die Dividenden und Gewinne riefin- grcß. Ueberdies ist er der bequemste und gemütlichste Krieg, den Japan je erlebt hat. Das Reichwerden eines ansehnlichen Teiles des Volkes, ohne daß dieses Volk etwas vo» dem Elend, und dem Jammer des Krieges selbst zu spüren bekommt, scheint ganz besonders gefährliche Exemplare von Kriegsgewinnlern geschaffen zu haben. Das japanische Parlamentsmitglied Ku- mozo Kvevada. ein als sehr „gemäßigt" geschilderter Staats, mann, erhob jüngst warnend feine Stimme, um sein Volk auf die großen Gefahren einer verschwenderischen, alle durch Gesetz und Sitte gezogenen Dämme durchkttechenden Lebensweise aufmerksam zu machen. Tine mit besonderem Nachdruck vorgetra- gere Stelle seiner Rede lautete: „Die Anmaßungen und die ri chlosen Eeldverschleuderungen dieser Leute (der „neuen Reichen") finden bei verständigen Leuten nur Mißbilligung und Verachtung: ohne Zweifel übt ihr Wesen und Betragen aus die Gefühle und Sitten des Volkes einen sehr schädlichen Einfluß aus: denn es gibt Toren genug, die fich dadurch zu einer ebenso unsinnigen Lebensführung verleiten lassen." Diese scharfen Kriegsnachklänge sollten in jedem Lande des Erdballes Beachtung finden. Die Kellensmittelnot in Italien. Bern. 32. Jan. (WTB.) Der Lebensmittelkommissar Crefpi Hai verfügt, daß vom 1. Februar ab Brotgetreide mit 20 bis 30 Prozent anderen Getreidearten vermischt werden muß. Ferner sollen ab 1. Februar bei Zubereitung von Pasta auf einen Doppelzentner Hartkorner Kilo Suppenrets kommen. Diese Maßregel, die in den komemnden Monaten noch verschärft würde, fit wegen der geringen Getreidevorräle auf den ^Weltmärkten notwendig g«rorden. Crespt hat außerdem eine Kon-, trolle sämtlicher Mühlen etnqefuhrt. um zu verhindern, daß Getreide. dos der Regierung nicht angezeigt worden ist. gemahlen werden kann. (Früifftf ifflnrr'ff M-u Spiifa. Aus Basel wird der „Vosfisch-n Zeitung" gemeldet: Großes Aufsehen erregt in London der Fall des Spaniers de la Escu- sc-ra, der im letzten Sommer aus einem Internierungslager in Neading entfloß und rm Gebäude der spanischen Botschaft Zu- flucht gefunden hatte. Seither find zwischen der spanischen und der englischen Regierung Verhandlungen über den Fall geführt worden. In der vorigen Woche sah fich die spanische Regierung veranlaßt, den Flüchtling den englischen Behörden wieder ans- Zuliefern. obwohl keinerlei Anklage gegen ihn vorlag und er lediglich ..aus Vorsicht" verhaftet gehalten wurde. Man hatte ihn vor längerer Zeit von einem Schiff hernntergeholt und er soll auf dem Weg nach Deutschland gewesen sein. Dieser Fall rfi sehr bemerkenswert da es der spanischen Regierung nicht gelungen ist. die Rechte eines spanischen Bürgers zu schützen. Mir d r.?'a!kgprr>^g'i" i« ansßehl. „St. Goller Tageblatt" schreibt in seiner Mendausgabe vom 7. Januar- Wenn man die in England herrschen-den Besitzverhältnisse näher ins Auge faßt, fo wird man weniger an eine „Volksberrschaft" als an die aristokratffche Oligarchie des allen Sparta erinnert wo 9000 freie Bürger über 30 000 halbfrei« Bauern und 200 000 Heloten (Leibeigene) herrschten. Von den 55 Millionen Engländern besitzen nämlich nur 1 200 000 Land. Ein einziger Mann, der Herzog von Sutherland. besitzt Quadratkilometer. 12 Grundbesitzer haben zusammen 18 000 Quadratkilometer und 348 besitzen den 4. Teib alles anbaufähigen Landes. 2198 chaben die Hälft«. 11000 zusammen üwci Drittel. Die 11 000 bilden die freien Bürger des modernen Sparta, daneben gibt es 1 100 000 Halöfreie. von denen' jeder weniger als 10 Ar lein ^ Eigen nennt, während 54 Mllllonon Heloten nichts besitzen. Die 348 Großgrundbesitzer, dle zusammen den vierten Teil des englischen Grundbesitzes in der Hand haben, fitzen alz erbliche und lebenslängliche Gesetzgeber km. „Hause der Lords". Unter den 670 Mitgliedern des „Hauses der Gemeinen" gehört die große Mehrheit zu den 11 090 Grundbesitzern die zusammen zwei Drittel des Landes inne haben: wenigstens die Hälfte davon ist mit den Lords verwandt. So ist Winston Churchill der Bruder des Herzogs von Marlbcrcugh und des Grafen von Sunderland, und Robert Cecil ist der Vrud-er des Marquis von Eranbourne und des Marquis vou Salisbury. Selbstverständlich werden die Wähler. die auf den Gütern des Herzogs, Grafen oder Marqu's wc-hnen, ihre Stimme nur tznem Bruder oder Sohne geben, eind so kommt es. daß seit Jahrhunderten die vornehmen Familien ihre Bezirke sowohl im Oberhaus« als Ilnterhause vertreten. In England ist also der Adelstitel kein leerer Ehren, titel, er repräsentiert. Geld. egann den Krieg mit der ausgesprochenen Absicht, zwei deutsche Provinzen als Siegerpreis zu n«hmen. Jetzt, wo es unterliegt, kann es nicht mit Vollberechtigung gegen die natürlichen Ergebnisse protestieren, und Deutschland darf mit Recht eine Erenzberichtigung fordern, die dazu beitragen würde, für die Folge neue Angriffe abzmoeh- ren." Am 8. September 1870 las man ebenda: „Ist es wahrscheinlicher. daß die um so hohen Preis von Deutschland erkämpften Vorteile unbenutzt bleiben sollte^ hat nicht Deutschland ein unbezweifeltes Recht erworben, sich für die Zukunft unbedingt gegen dergleichen Opfer zu sichern: und was die Bedingung der Sicherheit anbetrifft, wer sonst hat da ein Recht zu urteilen als Deutschland?" Am 7. September 1870 riet die „Times" den Franzosen nachdrücklich, die „mäßigen" drutühen- - Friedenvbedingungeii, nämlich Abtretung des Elsasses 'und Deuffch.Lotbringens mit Metz, nnzu nehmen. Am 14. Septemb-r . 1870 fchric- die Times": .„Bis die Franzosen bereit sind, einzugestehen. a sie unrecht gegen ihre Nachbarn getan, und gegen Wiederholung dieser Vorkommnisse Sicherheiten stellen wollen, können die gerechten Ansprüche der Deutschen mchts als befriedigt gelten." Unter den „gerechte Ansprüchen"' Deutschlands und unter den „Friedensbedingunaen", dis mit der Gerechtigkeit vereinbar sind", verstand das.heutige North- clrffe-Blott damals die Zahlung einer Kriegsentschädigung von 40 Millionen Pfund Sterling und die Lostrennung Elfiß. Lothringens von Frankreich: „Elsaß-Lothringen, wir meinen Dtz-rtsch Lothringen oder mit anderen Worten: den Besitz von Metz und einen schmalen Streifen von Lothringen mit den Vo- gefin und dem Elsaß sind die niedrigsten Bedingungen, welche die friedfertigen Deutschen als Grundlage zu den Friedens- bedingungen gelten lassen." Die „Saturday Review" verlangte vrn der englischen Regierung, daß sie den Deutschen freie Hand lasse: „soviel französisches Gebiet zu nehmen, wie sie eben erlangen können und wie ihre Ratgeber für dfi , militärische Sicherheit zuträglich halten", und verwarf den Vorschlag einer Volksabstimmung: „Wenn Deutschland sich entschließt, das Elsaß zn nehmen und wenn es dies bekomnfin kann, so ist es nach unserer Ansicht durchaus im Recht, wenn es die Absicht ankündigt, das Gaukelspiel der allgemeinen Abstimmung über die Sache nicht auszuführen." Wenn Lloyd George jetzt behauptet, daß England bereits vor 47 Jahren die gleiche Stellung zur elsaß-lothringischen Frage eingenommen hat wie beute, so stimmt das also nicht ganz. Richtig indessen, daß Englands Interesse für die deutschen Entschädigungsanspn'che im November 1870 merklich erkaltete. als Bismarck es ablehnte, sich in der Frage der Vertrüge über das Schwarze Meer gegen Rußland benutzen zu las- fin^England unterstützte daraufhin die französische Republik insaeheitn mit Waffen- und Kriegsmaterial und fitzte sie da. durch m den Stand, den Krieg noch nm einige Monate zu verlängern. Somit war Englands Eintreten für Deutschlands Forderung lediglich ein Ausfluß der gleichen, bei ihm stets wiederkehrenden Absicht, andere Völker für sich kämpfen zu lassen, und insofern hat Lloyd George nicht ganz unrecht, wenn er sagt, daß England während des Krieges 1870—71 in der elfiß- lothrlngischen Frage genau die gleichen Grundsätze vertreten habe, für die es aucb heute kämpft. Damals sollte Deutschland Frankreich, das für England ein schwerer wirtschaftlicher Konkurrent war, schwächen. In diesem Krieg wieder hat England Frankreich gegen Deutschland zu gleichen Zwecken benutzen wollen und man kann gewiß sein, daß es nicht seiner ursprünglichen Absicht entsprach selbst in dem Umfana in den Krieg ein- zugreifen, wie es sich schließlich gezwungen sah. KoFnuuaen . . . .Der maximaiistrsche Botschafter in London. Maxim Litoi- noff wird, wie sich der Berner „Bund" von seinem Londoner Korrespondenten berichten läßt, von der britischen Regierung anerkannt werden. Der Artikel schließt: „Der britische Premier wünscht Rußland womöglich In der Eefechtslknie zu behalten. Roch mehr! Er hofft vermittels der russischen Demokratie Fühlung zu erhalten mit der d-utschen Demokratie. Und hierin konnte sich die Hoffnung des neuen russischen Botschafters am Hofe von St James erfüllen, der es für möglich hält, daß die russischen und deutschen Demokratien vereint gegen Berltn marschieren werden,!" ?ie m die Mche». Wien, 21. Jan. (WB.) Meldung des k. u. k. Korr.. Bureaus. Die deutsck-böhmische Vereinigung beschloß, in> Abgeordnetenhause eine Erklärung abzugeben, in der gegen die Bestrebungen der Tschechen entschieden Stellung genommen und dfi Errichtung einer selbständigen Provinz Deutsch- Böhmen mit allen Eigenschaften und Rechten sowie Einrichtungen eines Kronlandes im Rahmen des Kaisertums Oesterreich ohne irgendwelche Abhängigkeit von dem tschechischen Teile Böhmens gefordert wird. Die Deutsch- böhmen werden den Landtag des Königreichs Böhmen niemals anerkennen imd keinesfalls dulden. Sie verlangen -ür die Provinz Derttschbölunen eine eigene Landesvertretung aufgebartt auf dem allgemeinen, gleichen, unmittel- baren Wahlrecht und die Abgrenzung und Vereinigrrng der deutschen Gebiete Böhmens und fiir dieses Gebiet alle einem Kronlande Ankommenden Zentralstellen, Anstalten irnd Einrichtungen, fenwr die Zuriickziehung aller tschechischen Staatsbeamten und Diener aus DentMöbmen sowie die ausschkiehliche Geltung der deutschen Sprache in Amt und Schulen daselbst. DrM gegen lo^idmskrgjische Uerliewnltißnna. Wien, 21. Jan. Der Vorstand der Wiener Christlichssozla- len Partei beschloß einsttmmiq eine Kundgebung, worin die Erwartung ausgesprochen wird, daß die Verhandlungen in Brest-Litowsk zu einem baldigen dauernden Verständtgungs- frieden mit Rußland führen mögen. Die Cbriftlich-fozdale Partei ist von der arrfrichtigen Friedensliebe des Grafen Ez«» i»in überzeugt und hegt das Vertrauen, daß der Außenministerl alles mit den staatlichen Interessen Vsreinbarlichr tun wird, um zum Frieden zu gelangen. Die Christlich - soziale Partei: halt es aber für schädlich, wenn in dem jetzigen Augenblick, woi Geschlossenheit der Monarchie allein unsere Vertteter zu kctffc vollem Auftreten befähigen kann, durch politische Ausstand»^ bewegungen deren Stellung geschwächt wttd. Die ChristNch-' soziale Partei wendet sich gegen die Ausnützung dieser Bewe« gung zu einseitig parteipolitischen Zwecken und protestiert schärf*^ stens gegen die terroristischen Dergewalttgungen der Mehrheit.^ der Wiener Bevölkerung Auch ei» Krtd! ' - v Die „Deutsche Ztg." besäpstigt sich mit feit MMM Valenttnis und schreibt dazu: Solange Admiral von Müller noch dem Marinekabinett vorsteht und Freiherr von Reischach Oberhof. mrd Haus« marschall ist, darf mcm nicht glauben, daß der Einfluß jenes rmseligen Systems ganz gebrochen ist. Von Herrn von Müller weiß die Welt, wes Geistes Kind er ist — es ist kein Wort darüber zu verlieren, daß eine Persönlichkeit seiner Veranlagung nicht die Charaktereigenschaften aufweist, die ein naher Berater der obersten Stelle besitzen muß. Die Haltung der Freiherrn von Reischach ist minder bekannt; hier — in Frankfurt — weiß man, daß dieser Sohn rmserer Stadt eine feste Stütze des Bechrnann-Kurses war und blieb hat er doch aus seiner Herkunft als Sohn einer Mischehe eine besondere Vorliebe für die „Frankfurter Zeitung"" in sein Hosamt mitgenommen, die ihn dazu veranlaßt hat, dies schädliche Blatt geradezu zu verbreiten. Auch ein Bild: der Oberhof-- und Hausmarschall des Kaisers und Königs als Werber für das monarchiefeindliche, republikanische Zer» setzungs'Vlatt. Ein Paar rdie Kräder. Berlin, 23. Jan. Wie am Dienstag früh der „Vorwärts" so ist am Mittwoch früh das „Berl. Tageblatt" auf drei Tage verboten worden. ItüUä W der ZchmirMaß, rin in die SchweineM. Dem jüngsten Wochenbericht der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschoftsrates entnehmen wir folgendes: „Die Zentralstelle zur Beschaffung der Heeresverpflegung teilt jetzt mit, daß sie doch noch von dem Herrn Staatssekretär des Kriegsernöhrungsamtes ermächtigt ist. Schweinemast» vertrage ewuschliefer und daß ihr das Futter zur Verfügung gestellt wird. Mastverträge dürfen nur abgeschlossen werden mit solchen Mastern, welche die unbedingte Gewähr bieten, bah eine Verfütterung von Nahrung?- und' Futtermitteln entgegen den bestehenden Bestimmungen nicht statt findet. Als Master kommen in Frage in erster Linie Molkereien' und Käsereien, in zweiter größere Landwirtschaftsbetriebe und nur in Ausnahmefälleu kleinere Betriebe. Landwirte muffen den Nachweis erbringen, daß sie ihre Kartoffellieferunqs- Verpflichtungen gegenüber dem Kommunalverbande erfüllt baden, sowie daß sie als Grundfütter Rüben verwenden Sie haben sich zu verpflichten, daß sie als Futterkartoffsln nur die dafür freigegebenen Menge«, also zurzeit nur die sogenannten kleinen und kranken Kartoffeln verfüttern Diese Berfütterung soll tm allgemeinen täglich ein bis zwei Pfund als Geschmacks- Verbesserung für das Grünfntter nicht übersteigen. Wenn die Landwirte ihre Kartoffellie^erungsvsrpflichtungen noch nicht erfüllt haben, genügt der Abschluß eines Lieferungsvertrages über die gesamte noch nicht gelieferte Menge mit dem Kommunalverbande. Für jedes mit unerlaubtem Frttter gemostete Schwein hat der Master einer Vertragsstrafe von 300 Mark zu zahlen, außerdem werden ihm die für die Heeresverwaltung fickeroeftellten Sckweine ohne Anspruch auf ein Halte, geld sofort abgenommen." Wenn die Zeiten nicht so ernst sein würden, müßte man sich über unsere Kriegsmaßnahmen wirklich amüsieren. Erst vor kurzem lasen wir. daß die Heeresverwaltung alle vorhandenen Schweine und Ferkel sufkaufen läßt, damit unser Cchweinebestand dezimiert wird. Von landwirtschaftlicher Seite ist vor dem Massenmorden der Schweine dringend genug gewarnt worden aber die berühmten Profefforen haben auf die große Gefahr hingewiesen, die die Schweinehaltung für die menschliche Ernährung bringt. Also nmßten sämtliche Schweine und Ferkel geschlachtet werden. Der Vorsitzende des Vereins der Viehhändler Berlins und Umgebung hat.in seiner letzten Generalversammlung mitgeteilt, daß sich unter den für die Heeresverwaltung gelieferten Ferkeln sogar Tiere von 1 sein?) Pstrud Lebendgewicht befunden haben. Plötzlich soll nun so viel Futter kür die Schweinehaltung vorhanden sein, daß die Master aufsefcrdert werden. Schweine- masrverträge abzuschließen. Nach den ^letzten Erfahrungen mit den Schweinemastverträgen wird man es den Mastern nicht verübeln, wenn sie jcht nicht mit solcher Vorliebe an die Mast herantreten, wie sie es vor einigen Jahren getan haben, als man noch Verständnis für die landwirtschaftliche Produktion hatte. Das Futter, welches jetzt der Heeresverwaltung zur Verfügung steht, muß doch schon seit einigen Monaten irgendwo vorhanden gewesen sein, oder sollte es mit dem Futter ebenso sein wie mit dem Mehl, das seinerzeit erst dann verabsülgt wurde, als es bereits dem Verderben ausgesetzt war? Warum hat man nicht in den Monaten November und Dezember, als man jedenfalls übersehen konnte, daß Futter für Schweine vorhanden ist. mit dem Schlachten von Ferkeln und Futterschweinen gewartet und das Schlechtverbot aufgehoben. Wo sollen jetzt die zur, Schweinemast erforderlichen Futterschweine Herkommen, nachdem Bestände nicht mehr da sind? Oder will man ernstlich glauben, daß ein jetzt geborenes Ferkel in drei Monaten zu einem fetten Schwein heranwächst, besonders, wenn für das Erünfutter als Geschmacksverbesserung täglich ein bis zwei Pfund besonders schmackhaft zubereitetes Kriegsfutter verabfolgt werden? ^ Me taManerr |n -eu krrichrnMfMkli. Die Verhandlungen der Landfranentagung über die Er- nährnngsfragen wurden heute fortgesetzt. Der Leiter der Reichsfettstelle, Rittergutbesitzer Major Seidler, hielt einen Vortrag über die Mitwirkung der Landfrauen bei der Steigerung der Milch- und Fettversorgung. Was den augenblicklichen Zustand betrifft, io stellte er fest, daß die Er- fassung von Milch und Bufter durchschnittlich besser gewor- allgemeine Versorgung dagegen infolge des erklärlichen ErZeugungsruaganges ein sehr ungünstiges Bild bietet. Gegenüber den heftigen Angriffen, die auch auS Franenkreisen gekommen sind, verteidigte Major Seidler ganz entschieden das Zwangssystem der Reichsfettstelle. Einen anderen Weg als den des Zwanges gibt es einfach nicht. Wenn man. sich die Bedarfszahlen beispielsweise von Berlin oder vom Rheinland, Westfalen oder vom Königreich Sachsen vor Angen hält, so sieht man ohne weiteres ein, daß derartige Mengen unter den heutigen Verhältnissen ganz unmöglich anders zu beschaffen sind, als durch eine Zentrale und auf dem Weg des Zwangs. Hätten wir das Zwangs- Wirtschaftssystem nicht gehabt, so hätten wir auf dem Gebiet der Fettversorgnng längst eine Katastrophe erlebt, die von unausdenkbaren Folgen gewesen wäre. -Die Landfrauen Essen zu kräftiger Mitarbeit, die für unsere Ernährung so ungeheuer wichtig ist, gewonnen werden. In erster Linie müssen die Lcrndfrauen alles daran scHen, daß die Erzeugung unter keinen Umstünden znrückgeht, so außerordentlich groß ja die Schwierigkeiten jetzt auch seien, sondern es müßten alle Kräfte aufHewendet werden, um die Erzengrmg noch zu steigern. Dann gilt es, den Schleichhandel mit allen Mitteln zu bekämpfen. Leider nehme er in einer Weise zu, daß er zu emer der ernstesten Gefahren für unser Durchhalten wird. Ferner ist es nöttg, daß die Landfraucn die häufige Zu- sendung von Lebensnnttelpakettzn an ihre Soldatensöhne einschränken. Diese Sendungen haben einen solchen Umfang angenommen, daß es an der Zeit ist, doch etwas a;rf Einschränkung zu dringen. Der hessische Etat. D«rmstadt. 23. Jan. (WTB.) In der Zweiten Kam- wer führte heute Finanzminister Dr. B e ck e r über den Stand des Voranschlages für 1918 aus: Der Voranschlag ftt, trotzdem ei mit einem Fehlbetrag abschließt, günstiger als für 1917. Die Ausgaben haben sich hauptsächlich durch dw Krregsteuerrmgsbeihilfen, die 4,450.000 Mark betragen, erhöht. Ungünstiger ist der Ausblick auf das Gebiet der Eisenbahnen. Statt für die im Jahre 1917 vorgesehenen 18,6 Millionen Mark Koftenvorschüsse würde Hessen nur 15 Millionen Mark erhalten. Die Aussig für 1918 ist noch ttüber. Die Einnahmen sind nicht zurückgegangen, sondern ' um 20 Prozent gestiegen. Die Ausgaben dagegen haben sich hauptsächlich auch durch die Teuerungszulagen um 90 Prozent gesteigert. Deshalb ist eine Steuererhöhung nach dem Kriege unvermeidlich. Zum Schluß wandte sich der FinanzministA: gegen die Einführung direkter Reichsftenern. Ans der Äekinat. * Der Geschützdonner von der Westfront war in den. letzten Tagen wieder in vielen Teilen Rheinheffens besonders deutlich hörbar. In kurzen Unterbrechungen hörte man stundenlang das langgezogene Donnergrollen, wobei man oft ganz deutlich die schwereren von den schwersten Kalibern unterscheiden konnte. Man bringt dies damit in Verbindung, daß der Schall bei dem herrschenden Südweststurm besonders deutlich aus dem südlichen Teil der Westftont herüdergesuhrt wurde. Auch im Februar 1918 war bekanntlich der Kanonendonner von Verdun deutlich bei uns wahrnehmbar. H Was ist Wucher? Die „Frankfurter Nachrichten" schreiben: Das Kretsamt Büdingen setzte für die Zeit bis zum 28. Februar d. I. neue Höchstpreise für Obst fest. Ein Zentner Edeläpfel, jedes Stück ausgesnckt. darf nicht mehr als 50 Mark, ein Zentner Zweiter Sorte nicht mehr als 31.25 Mark und ein solcher dritter Sorte nickt mehr als 12,50 Mark kosten. Birnen in drei Sorten schwanken in der Preislage von 10 bis 43,75 Mark. Und in Frankfurt muß man für einen Zentner Aepfel unbekannter Sorte 75 und mehr Mark bezahlen. Das bedeutet vom Erzeuger bis zum Verbraucher eine Preissteigerung von ' rund 600 Prozent? Laubach. Die hiesige Ortsgruppe der Deutschen Dater- landspartet, welche nun gegen 130 Mitglieder zählt, veranstaltete am 20. Januar eine gut verlaufene und eindrucksvolle patriotische Kundgebung. Der Vorsitzende, Oberamtsrichter Zim - mermann -Laubach sah seine eitrigen Bemühungen um ! Gründung dieser Gruppe reichlich belohnt. Der Besuch aus Lau. bach und besonders der Umgebung war gut. Der Vorsitzende legte in längeren Ausführungen die Notwendigkeit der Deutschen Vaterlandspartei dar. Die anwesenden Herren, soweit sie noch nicht Mitglieder waren, träte?» bei. Der Vorstand, Ober- emtsrichter Ztmmermann. Bürgermeister Ritter und l Pfarrer Fritsch-Ruppertsburg wurde als solcher bestättgt und ein Ausschuß, in dem alle Orte mit Mitgliedern vertreten sind ernannt. Pfarrer Fritsch schilderte dann in längerem, lebendigen Vortrag die Bedeutung des 18. Januar 1901, des 18. Juni 1815 und des 18. Januar 1871 und zeigte, welch ernste Lehren und Warnrmgen die deutsche Geschichte mit diesen drei Marfltemen für die Gegenwart gibt. Er geißelte scharf das Treiben Erzbergers, Scheidemanns und der Vertteter des internationalen Kapitals, einer üblen dreifachen Internationale, welche dem Deutschen Reich in den Rücken fällt. Er schilderte die politische Lage der Gegenwart und begründete die Eingaben an den Reichskanzler, den Großherzog und die beiden Kammern, daß sie helfen sollen, damit wir einen guten deutschen Frieden erlangen. Die Kundgebungen wurden einstimmig angenommen und abgesandt. Vaterländische Gesänge und Hochs umrahmten und schloffen die Vorträge, welche mit Beifall ausgenommen wurden Anß Rheinheffe». FC. Geisenheim, 22. Ja«. Frau Witwe Hieöer aus Wies, baden hat, wie in der Stadtverordnetenversammlung bekannt gegeben wurde, der Stadt ein Grundstück zur Errichtung von Kriegerhetmstälten zur Verfügung gestellt. Das etwa zwei Morgen große Grundstück soll den Geseiheimern Kriegern zugute kommen. Bis zum Vau der Heimstätten wird das Grünte stück verpachtet. ~ ^ V Au? Lurhefsen. . ^ - Marburg. 22. Jan. Anstatt 150 Pfund Roggen hatte ein Landwirt aus Berghofen im Kreis-Biedenkopf im Herbst v. I.- nur 93 Pfund abgelieferl und dazu noch so schlechtes Zeug, daß es ftir den menschlichen Genuß nicht zu gebrauchen war. Der Gendarm, der den Sack öffnen ließ, fand außer dem feuchten gewachsenen Korn, daß etwa ein Viertel des Inhalts aus Lehm und Schmutz bestand. Hierfür wurde der Landwirt in ein- Gefängnisstrafe von acht Tagen genommen. Seine Berufung wurde vom Landgericht ebenfalls verworfen. Der Vorsitzende bezeichnete die Sttafe als viel zu gering. 'FC. Gelichai'jen. 22. Jan Der Mühlenbesitzer der Burg--. Ulühle sah sich infolge des Hochwassers veranlaßt, seine Bc.vmJ stamme vom Lagerplatz heimzuhollu. Unter einem dieset Stämme fand er ein Pack entwerttter Brotkarten, die aller Wahrscheinlichkeit nach von einem Einbruch auf dem Rathaus herrührten. FC. Aus Kü.hesjen, 22. Jan. Die landwirtschaftlich eff Winterschulcn zu Eschwege. Hcrsscld und Hofgeismar sind im Winterhalbjahr 1917/18 ganz, und di-e in Marburg nur mit der Oberklaffe eröffnet. Sie werden von insgesamt 148, Schillern- b-chrcht. £ . An? Hessen-Ha stau. FC. Metzlar. 22. Jan. Der Land ta gsabg cordu eie und Landwirt Berthold Krüger-Hoppemode erlaßt an die Landwirte des Kreises folgende Bekanntmachung: Auf meine Bemühungen um die Erhaltung eines bestimmten Cchweinebestan- des für die Selbstversorgung ist vom Landesfleischamt angeord- net worden, daß Ferkel, die bereits für die Hausfchlachtung im nächsten Winter eingestellt find, von der Enteignung ausgeschlossen sind. Ebenso bleiben Läuferschweine im Gewicht bis zu 25 Kilogramm, wenn sie für die Hausschlachtung eingestellt sind und ausreichendes und zulässiges Futter vorhanden ist, vonj der Enteignung ausgeschloffen. Diese Verfügung wird demnächst in den einzelnen Kreisen -amtlich bekannt gemacht werden.' FC. Rüdesheim, 22. Jan. Einstimmig wiedergewählff wurde der langjährige Ctadtverordnetenvorsteher Neichenbach von den Stadtverordneten. FC. Oberlahnsteiv, 22. Jan. Im, hiesigen Güterbahnhof wurden dem in Frankfurt am Main stationierten Zugführer Scheilermann beide Beine abgefahren. FC. Niederlahnstein, 22. Jan Für das Rechnungsjahr 1917 soll, wie in der letzten Horchhermer Gemeinderatssitzung mitgeteilt wurde, von der hiesigen Stadt wiederum ein Zuschuß von 5300 Marl für die Arme«., Schul- unb Polizeilasten ange» fordert werden. FC. Limburg. 22. Jan. Zum Preise von 240 000 Mark ging die hier stehende ..Obermühle", bisher im Besitz der Geschwister Menges, in den Besitz des Lrwwig Rosenihal von'hier über. FC. Dillhausen. 22. Ja«. Der Königliche Förster Heinz. Forsthaus Dillhausew, erlegte im Ctaaiswald der Oberförsterel Jchannisburg einen starken Keller. Es ist dies die 70. Wildsau, die dem Schütze« vor die Flinte kam und erlegt wurde. FC. Nastätten. W. Jan. Die Wiedereinführung des Sonntagsverkehrs auf den Linien Rastatten-Vraubach und Nastätten- Zollhaus, ist nach einem Schreiben der Allgemeinen Deutschen Kleinbahngesellschaft an den hiesigen Magistrat aus technischen Gründen zur Zelt nicht möglich. Ob die Durchführung sich am 1. Mai ermöglichen läßt, hangt ganz von den Derhältniffen ab, die heute noch nicht zu übersehen sind. FC. Aschaffenburg. 22 Jan. Da trotz aller Ermahnungen, möglichst wenig zu reisen, Sonntags doch alle Züge immer überfüllt sind hat am vergangenen Sonntag die hiesige Station selbst eine Verkehrsbeschränkung eingeführt. indem sie zu d".m XI Uhr-Zug nach Frankfurt nur 30 Fahrkarten ausgab. so daß viele Sonntaosburmnler, die wach Frankfurt wollten, zu Hause bleiben mußten. Geschäftliches. Akrostichon. Maa dick Trübsal auch umspinnen. Ei. so ltndre deinen Sckmsrr. Ganz gewiß wird er verrinnen Gibst du dir ein frohes ^srz? — Ehe dick die Sorgen brechen. Nimm den Sorgenbrecher auf. — Den Humor laß %\x dir sprechen. Oft. im reckten Siegeslauf? Nette dick aum Geistesfunken. Jak den Wik. der fvrübend ^uckt. Edler Wein, vom Fak getrunken. Reißt dick bock, der hier aedruckt? — Brausend steiat er aus dem Keller. Lauft ins Glas dir aoldia klar. Acktet nickt zerbrockner Teller Einer andern Zapfer Schar? — Tran verkauft mackt dumm und fetter. Trinke dick am Sprudel fett. Gins der Mraaendorfer Blätter Reibt sckon SoraenMrnen akatt? Dentu» Man abonniert iederzett auf die Meaaendorfer-Dlätt«c.> auck wenn das Vierteljahr schon begonnen bat. Jede ^lrch* Handlung und iedes Postamt nehmen Bestellungen an. ebenso wie auck der Verlaa in München. PerusM«lße 5. Die seit Be- «inn des Vierteliabres bereits erschienenen Nummern werden auf Wunsch nackaeliefert. Der Abonnementspreis beträgt vier, teliäbrlick nur 3.50 Mark lohne Porto), die einzeln» Nummer kostet 35 Pf«, (ohne Porto). -*- Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!. Friedberg: ftir den Anzeigenteil: N. H e y n e r. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tägeszeittms^ A- G.. Friedberg r. H. * Die Abgabe getragener Meldung erleichtert den Erwerb eines Bezugsscheines. Gvrms Gefahren. . Nomon or:s der Gegenwart von M. Gontard - Schuck. 2 ' ^ 'Nachdruck verboten. Der B.tto;' nnierbrach sie kurz. „Helens Wünsche kommen tzicr oor niüst in Frage, lieber Werkheim. Hier spricht r- r .allem das Zweckmäßige mit'da muß ich.sagen, Nom ist cmschidden'das Nichü«gsie für Sie." „Nom —" Werkheim sagte es zögernd, „ich kann mir nicht he'' !' ich nmg Nom auf die Dauer nicht. Und wenn Sie schon 'seinen, daß ich mich um eine Versetzung bemühen soll, so Ware mir jeder andere Ort lieber. Aber tvos reden mir denn lange, das alles liegt ja noch im weiten Felde und vor allen Dingen habe ich nicht darüber zu bestimmen." „Das würde sich einrichten lassen.' Ja — sicher würde es sich machen lassen, hm — ja, für Helen mit ihrer zarten Gesundheit wäre Rom das einzig Richtige." Werkheim spitzte die Ohren. Das war ihm ja ganz neu. Also Helens Gesundheit war zart, bedurfte der Schonung, bedurfte eines milden Klimas. So, sol — Tie Familienmitglieder schwiegen. Sie waren gewöhnt daß alles, was der Vater tat und sagte, nicht ohne Grund geschah. Und wenn Helens Gesundheit schwach sein sollte, so hatte das eben auch seine Ursache. — Werkheim wußte genug. Er sollte, unter allen Umständen nach Nom. Es war leicht zu erraten, warum. In" Paris, in Petersburg brauchte man niemanden, dort hatte man seine Freunde. Aber Italien? Italien war Deutschlands Verbündeter. Was hatte man für einen Vorteil daran, ihn dort zu haben? Wer konnte Nutzen daraus ziehen? Archibald Douglas beobachtete seinen Schwager. Der grübelnde Zug in dessen Gesicht entging ihm nicht. ^ „Du gehst wohl ungern von hier fort?" fragte er ihn. „Offen gestanden, ja!" antwortete Werkheim. „Ich bin sehr gern hier gewesen. Hab' ich doch auch ineine Helen hier gefunden. Aber natürlich, der Papa hat recht, Helen kann nicht immer die Frau eines Attaches bleiben." „Wir sind arrch so glücklich, Fred, nicht wahr?" sagte Helen zärtlich. „Gewiß, mein Kind, gewiß! ^.aran -Awiftfelt kein Mensch. Aber Dein Mann kann nicht immer nur Liebhaber sein," sagte der Vater kurz. „Später kommt ihr dann auch wieder einmal hierher." Helen sagte nichts mehr. Und so ließ man den Gesprächsstoff fallen. Lord Douglas war in bester Laune und der Abend verlief für die Familie aufs angenehmste. Werkheim war zer- streut und schweigsam. Doch das schien niemand zu bemerken. — „Ich werde morgen doch mal mit Harthausen sprechen. Ich möchte hören, was der über meine Versetzung sagt," dachte Werkheim, als der zärtliche Vater endlich gegangen war. — — Viktor von Harthausen hatte sich für einige Tage Urlaub genommen. Angeblich war er in Deutschland, um an der Hochzeit seiner Schwester teilzunehmen, in Wirklichkeit hielt er sich in Paris ans, rim seine alte Freundin Claire Gortscheff zu besuchen. — Harthausen war kein leichtlebiger Mensch, und wenn es sichlllN! den Verkehr mit Frauen handelte, hatte er ziemlich strenge Grundsätze. So war auch seine Freundschaft mit der jungen Russin, obgleich er damals in Petersburg manche Anspielung darüber hatte hören müssen, ein wirklich reines Freundschaftsbündnis. — Die Bekanntschaft mit Claire lag bereits sechs Jahre zurück. Harthausen lebte damals in Petersburg. Eines Abends kam er im strömenden Regen über den Newsky-Prospekt, als er eine weibliche Gestalt in fluchtartiger Eile an sich vorüberstürzen sah. Unwillkürlich verhielt er den Schritt und sah ihr nach. Sie lief nach der großer Brücke. Einer Eingebung folgend, lies er ihr nach und kam gerade zur rechten Zeit, um sie vor dem Sprung in die Tiefe zu schlitzen. Solange er in Petersburg war, hatte er tn uneigennütziger Weise für Claire gesorgt und sie vergalt ihm seine Güte mit rührender Anhänglichkeit. Während Werkheims Erzählung an jenem Abend erinnerte sich Harthausen - an Claire. Sie lebte jetzt als Freundin etties hochgestellten ruMcheu 'Diplomaten in Paris nachdem sie sich vorher schon einige Jahre mi£ ihm in Wien aufgehalten hatte. — Schon manchen wertvollen Wink Halle er ihr z:r danken, und er wußte, daß sie glücklich war, wenn sie ihm einen wichtigen Dienst leisten konnte. < Für sich selbst würde er nie eine Gefälligkeit von ihr annehmen. Aber hier galt es Höheres, da gab es kein Zaudern, galt es doch das Wohl des Vaterlandes. — Es traf sich gut. Claire war allein in ihrer vornehmen kleinen Wohnung in Auteuil. Mit einem Freudenruf empfing sie ihn. Dann faßen sie zusammen und tranken Tee, plauderten von vergangenen Zeiten, von Petersburg, von Wien. — „In Wien war es am allerschönsten!" sagte Claire mit auftenchtendem Blick. „Aber Claire! Und Paris? Paris ist die Welt!" „Ach Paris! Was Hab' ich voll Paris! In Wien hatte ich viel mehr Freiheit. Hier ist er so mißtrauisch, und die Wiener sind viel gemütlicher. Ja — und dann — dann waren Sie doch auch da!" „Kleine Claire!" Sie machte ein ernstes Gesicht. „Ihre Gegenwart erinnert mich immer an eine andere — an eine bessere Zeit. — Ich vergesse dann, was nach dem fmn." Sie blickte starr geradeaus. „Kleine Claire," sagte er noch einmal gütig. „Machen Sie kein so ernstes Gesicht. Sie wissen, daß Sie trotz alledem keinen besseren und uneigennützigeren Freund haben als mich." , Sie lächelte ihn an. Cr wußte, daß Claire ihm alles gegeben hätte, wenn er gewissenlos gewesen wäre, es anzunehmen. Damals schon in Petersburg sah sie mit schwärmerischer Verehrung zu ihm auf. Seinem vornehmen Empfinden widerstrebte es. die Lage des Mädchens auszunutzen. Andere wckren nicht so Zartfühlend gewesen. — Fortsetzung foTaf. Billige f Drucksachen i sind gewöhnlich schlecht gesetzt und auch schlecht gedruckt, denn billig und gut ist heutzutage unmöglich. Wer solche Drucksachen benutzt, der macht seiner Firma leine gute Empfehlung, darum lege mau lieber ein paar Pfennige mehr für gute u. wirksame Drucksachen an. Die Herstellung solcher Drucksachen sichert zu . Neue Tageszeitung^ Druckerei und Verlag A.-G. Friedberg i. H. Bett.: Die Fleffchveriorgung und die Verbrauchsregelungfür die Stadt Friedberg. Kelrauntmachung Hierdurch bringe ich zur öffentlichen Kenntnis, daß der Verkauf non Rind- Kalb- und Schweinefleisch, sowie Wurst für diese Woche am Zreltag, den 25. Januar L Zs. von nachmittags 2—6 Uhr statt- stndet. ^ Die vorstehende Verkaufszeit ist genau einzuhallen. Friedberg, den 24 . Januar 1918. Der Bürgermeister. I. V.: Damm. Mickmlik in guter Qualität ist ein getroffen. Mhckuik» prima Ware, L 49 Pfg., solange Vorrat reicht. Friedberg, Kaiserstr. 51, gegenüb. der-Engel-Apoth. mBB B MtmgBmam i’Ä-sc’acacaö- jessnv' in Paketen a 10 Pfg. Paprika in Paketen ä 20 Pfg. empfiehlt Friedrich Michel Tiäehhtta. | Wer icheMtHnVerfäßer unserer SurMciijiKisiiiffli eine Mark oder mehr für ein lungenkrankes. Taglöhner-Kind, das in eine Anstalt soll? Heil- stättenverem und Kreisamt tragen über die Hälfte der Kosten, aber noch sind etwa 250 Mk. zu decken. Gaben vermittelt Herr Schrisill-iter Hirsche!. Quittung in diesem Blatt. Besten Dank im Voraus. Gr. l'oü. la. Krai-Mrmimil) l'MkerWmIz. MltrlLüMj Me MMtm, j. SdjnsriiiMuiÄ Kaldsbialt». j G. W. S©!I* Fr irdbero, K aiftcstr. 12/ Tel. 41 . Fachmän nische Bedienung. Sattler-u Schuhnracher- Leite Qualitäten hat abzugeben Fr,edbera.Haingrabenl.1. Stock l. Zifilmnq 7.». 8. Februar. 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Diesen sind die Steuer-, Schuldgeld- und sonstigen Ansorderungszettel mit denr Antrag zu übergeben. Bei Eas-, Wasser- und Stromgeld sind auch wir von dem Antrag in Kenntnis zu setzen. Auch an unserer Kaffe werden Schecks angenommen. Nähere Auskunft wird an den Zahltagen erteilt. Friedberg, den 4. Juli 1917. Die Stadtkasfr. Wteickrten u Mlf Lcue ®öfjcß|riiüHO Druckerei n. stetl.A.-G. Litzilh-Kilisiis beginnt Montag, den 29. d. Mts., 4 Uhr nachmittags, in der Ee- werbefchnle, Saal Rr. 3. Material mitbringen. M. Wunderlich . ätt!!- und Stralifnliflfi?, Pferde- n. K«h-Kar!ätjcheir, Striege?. Alle Sorte» KrirKs» im Großen u. Einzelverkauf Thköbirld Slcind Küvstenfabrik Friedberg, Kaiserstraße 117. All ssSlüMlllNM (Jährling) von weißer Farbe mit Buschkopf, in der rechten Vleh-' me ein roter Qelstnch, entlaufen. Der Finder wird gebeten, Mitteilungen an Karl Nickel in WehrheiMp gelangen zu lassen. Eine hochmichlige, sehr gute ; !• II 2 zu verkaufen. Louis Alb us, Staden. 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