Dienstag, den 8 . Januar 1918 Unmmer 6 11 , Jalpgarg. Die M i;sue v aresreitung" er>ch<^tt icöen Wei.m * ^regelmäßige Beilagen „Der Flauer ans Hessen". „Die Spinnssabe". Serugsprsis: Bei den Boitanstalten oter.cl*aiir 1 1 ct) Mt. 2.49 kiin u :ntt noch das Bestellgeld'. >'e, den '^enter „ ona'lick 85 P,g. ein chließlich Trägerlotzn. Anzeigen: vttund.ette 25 Psg., totale 20 Pixp, Anzeigen von auswans oeroen durch Bo tnachna me "l"',.. -^riullunasori Friedbera. HchriMeitnnq und Uertaa >rredbsra lHe'ien,. 'anauertrafle 12. vcetzer 48. Bi t, ,et-Ls no Itr. I nt Hauptquartier, den Januar. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Im Stellungsbogen östlich von Ppern und in einzelnen Abschnitten zwischen den von Arras und Peronne auf Cambrai führenden Straßen entwickelten sich am Nachmittag heuige Ar- tilleriel^mpfe. Auch zwischen der Miette und der Aisne. beiderseits von Ornes und auf dem Westufer der Mosel war das Artillerie- und Minenfeuer gesteigert. Die Kampftätlgk'it dir Infanterie blieb auf Erkundungen im Vorfelde der Stellungen beschrankt. Oestlicher Kriegsschauplatz Nichts Neues. Mazedonische Front und Italienische Front. Die Lage ist unverändert. Der Erste Generalgnartiermeister: Ludendorff. Abcndi, reicht. Berlin. 7. Jan., abends. (MTV. Amtlich.) Die erhöhte Feuertätigkeit im SteUungsbogen südöstlich von P p e r n dauert on. Von den arideren Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der österreichische Generaista'b jjj -- meldet: — Wie«, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver- lautbari- Oestticher Kriegsschauplatz. Waffenstillstand. Italienischer Kriegsschauplatz. Keiire besorlderen Ereignisse. Der Chef des.Eeneralstabes. r gg—g—gg—SSSS— SSS SSS SSS S SSSSSS ' nmmw ~ mmmmm Der bulgarische Gcneralstab || —== meidet: Sofia. 5. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Eeneralstabsbericht. Mazedonische Front: An der Tschervena Stena und auf der Straße Bitolia-Reffen war die Artillerietätigkeit lebhafter. Aus dem rechten Wardar Ufer versuchte eine feindliche Abteilung, sich unseren Hindernissen zu nähern, wurde aber durch Feuer vertrieben. An der übrigen Front schwaches Artilleriefeuer. Dobrudfchafront: Waffenstillstand. | Das türkische Hauptquartier ! «===== meldet: , S Konstantinopel. 5. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlichem Tagesbericht. Palästinafront: Aus einem feindlichen Flugzeuggeschwader von 12 bis 14 Flugzeugen, das einen unserer Flughäfen an griff, wurden durch Luft- und Erdabwehr zwei feindliche Flieger zum Absturz gebracht. Drei Insassen waren tot. einer schwer verletzt. Aus dem angegriffenen Flugplatz wurde kein Schaden angerichtet. Unsere Flieger bewarfen feindliche Anlagen mit 40 Bomben. Mehrere Treffer im Ziel wurden beobachtet. Trotz heftiger Ecgenwehr kehrten alle Flugzeuge zurück. An den übrigen Fronten keine Ereignisse. 36000 Tonnen verlenkt. Berlin. 7. Jan. (MTB. Amtlich.) 1. Am 22. Dezember 1917 hat eines unserer Unterseeboote km Mittelmeer die Hochöfen und Schmelzwerke von Piombino wirkungsvoll beschoffen. 2. Schneidigen U-Dootangrifsen sind im westlichen Mittelmeer letzthin acht Dampfer und drei Segler, mit rund 36 000 Bruttoregistertonnen zum Opfer gefallen. Die Dampfer, die mit Ausnahme von einem beladen waren, fuhren sämtlich in stark gesicherten Geleitzügen. Einer der Dampfer hatte Munitionsladung für Italien. Er ging fast augenblicklich nach dem Torvedotreffer unter. Auch die übrigen Schiffe waren überwiegend Transporter nach Genua. Ihr Verlust bedeutet für Italien einen empfindlichen Ausfall an Kriegsmaterial. Mit welcher Umsicht und Geschicklichkeit dre Geleitzüge angegriffen werden, zeigt die Tatsache, daß in einem Falle aus einem Geleitzuge in 23 Minuten drei Dampfer herausgeschoffcn, in einem anderen ein aus zwei Dampfern bestehender Geleitzug vernichtet und aus einem weiteren Geleilzug von drei Schiffen im Doppelschuß zwei Dampfer versenkt wurden. Unter den vernichteten Dampfern. die alle bewaffnet waren, befanden sich die italienischen Dampfer ..Attualita" (4791 Bruttoregistertonnen) und Monte Bianca" (6968 Bruttoregister- tonnen). Zwei der vernichteten Segler, darunter der italienische Schooper ..Giuiio S." Hanen Schwefel, der dritte Kohlen geladen. Während der Versenkung des einen Seglers wurde das U-Boot von einer Landbatterie bei Kap San Vito (Sizilien) beschossen, die Batterie jedoch durch das Boot zum Schweigen gebracht. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Jnr Kriegslage. Berlin, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Nach eingetretenem Tauwetter haben in zahlreichen Abschnitten der Westfront lebhafte Artilleriekämpfe eingesetzt, die teilweise bis zum späten Abend und nachts über in planmäßiger Stärke anbielten. Auch die Fliegertätigkeit blieb fast überall trotz schlechten Wetters rege. Zahlreiche feindliche Erkundungsabteilungen mußten, ohne ihren Aufttag erfüllen zu können, in unserem Feuer zurückflüchten und erlitten schwere Verluste. Auch in Mazedonien lebte im Cernabogen. im Moglena- gebiet und zwischen Wardar- und Dotransee das feindliche Ar- tilleriefeuer zeitweilig auf. Ein feindliches Flugzeug warf wieder einmal 25 Kilometer nordwestlich Monastir auf ein Feldlazarett bei Morgan, das durch Genfer Flagge und ein großes, weithin sichtbares Notes Kreuz auf dem Erdboden deutlich bezeichnet war. Bomben ab. 10 Lazarett-Insassen wurden' durch die neue völkerrechtswidrige Handlung unserer Feinde getötet bezw. verwundet. rr dkiü!t!!f ''ki Wm'ii". Berlin. 7. Jan. (WTB Nichtamtlich.) Der deutsche Angriff am 30. Dezember süd'ich Marcoing war eine völlige Ueber- raschung für dre Engländer, die die vorgehenden deutschen Truppen in ihren Schneohemden nicht rechtzeitig erkannten, da fast gleichzeitig mit dem weiter rückwärts verlegten Vorberei- tungsfeuer die deutschen Sturmtrupps bereits in die vordersten Gräben eindrangen und eine ernstliche Verteidigung infolge der überraschenden Schnelligkeit ihres Vordringens unmöglich niachte. Im deutschen Vorbereitungsfeuer der Artillerie und Minenwerfer waren die blutigen Verluste, wie auch die Gefangenen überein^i" ' aussagen, außerordentlich schwer. Vor allem sei die Wirkung des Minenfeuers und der Flammenwerfer verheerend gewesen. Die Vttlijiuimiilil dk-r !Mfnfll!'!iriV$. Die Frage, ob der Waffenstillstand über den 14. Januar hinaus dauern solle, ist heute akut geworden. Der am 15. Dezember in Brest-Litowsk abgeschlossene Waffenstillstands- Vertrag bestimmt in seinem Artikel 1: Der Waffenstillstand beginnt am 17. 12. 1917, 12 Uhr mittags (4. Dezember 1917, 14 Uhr russisck-er Zeit) und dauert bis zum 14. Januar 1918, 12 Uhr mittags (1. Januar 1918, 14 Uhr russischer Zeit). Die vertragschließenden Parteien sind berechtigt, den Waffenstillstand am 21. Tage mit 7tägiger Frist zu kündigen. Erfolgt dies nicht, so dauert der Waffenstillstand automatisch weiter, bis eine der Parteien ihn mtt 7tägiger Frist kündigt." Seit gestern, spätestens aber heute mittag, müßte also der Waffenstillstand gekündigt sein, wenn bei einer der beiden Parteien die Absicht bestände, die Feindseligkeiten am 14. Januar wieder zu eröffnen. Hriegsbeteilignng Drostliens? Die „Baseler Nachrichten" melden ans Paris: Französische Blätter melden aus Rio de Janeiro, der brasilianische Außenminister habe m einer Erklärung zur Versenkung des brasilianischen Schiffes „Tagnary" die Intervention Brasiliens in Europa angekündigt. Ufr tngimtt; über üfn fr>Vn. Der Freie Ausschuß für einen deutschen Arbeiterfrieden hat an den Kaiser und an den Kronprinzen folgendes Telegramm gerichtet: , In der entscheidenden Stunde richtet der Freie Ausschuß für einen deutschen Arbeiterfrieden nnt seinen zweihundertneunzigtausend eingeschriebenen Arbeitermitgliedern vier- zigtausend mehr als beide sozialdemokratischen Gruppen zusammen. an Eure Majestät die untertänigste Bitte, nicht durch den Verzichtfrieden in Brest-Litowsk die deutsche Arbeiterschaft in Not und Elend verkommen zu lassen, sondern durch einen siegreichen Frieden aus Grund der he den- mütigen Taten von Heer und Marine die Zuknuft der deutschen Arbeiterschaft zu sichern. Wir wollen in Deutschland Brot und Verdienst haben und nickt gezwungen sein, auswandern zu müssen und Kulturdünger und Lobnsklaven anderer Völker zu werden. Darauf ging vom Kronprinzen fo'gende Antwort ein: Das an nlich gerichtete Telegramm habe ich erhalten. Etz liegt keine Veranlassung zu den in ihm angedeuteten Besorgnissen vor. Dem Freien Ausschuß für eineu deutschen Arbeiterfrieden glaube ich vielmehr versickern zu können, daß die deutsche Reicbs'eitung die heldenmütigen Taten von Heer und Marine auch durch einen guten ehrenvollen Frieden zu krönen wissen wird, einen Frieden, der den deutschen Arbeitern glückliche Lebensbedingnngen und freie Entfaltung ihrer Kräfte auf deutschem Boden gewährt und erhält. Wilhelm, Kronprinz. lettische Neraettmig. Straftburg, 6. Jan. (WTB. Amtlich.) Laut Mitteilung des Generalauartiermeisters werden altz Vergeltnnasmaß- regel gegen die völkerrechtswidrige Zurückhaltung der verschleppten E'saß Lothringer in Frankreich ab 6. Januar d I. 600 angesehene Franzosen nach Ruß'aud und in einigen Tagen 400 angesehene Französinnen nach dem Lager Holzminden abbefördert. (Our snr"dichnrn an Vr rp'üni^m fmnt. Petersburg, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Tel.-Agentur. Die in Odessa eröffnete Konferenz der Arbeiter- und Soldateuräte der rumänischen Front nahm folgende Entschließung an: Die Versammlung der Vertreter der gesamten rumänischen Front erkennt nicht das Hauptauartier Tsck^rbatschew an imb stellt fest, daß die ukrainischen Kommissare, die die Gewa't in Händen haben, von den Rumänen unterstützt' werden, die den russischen revo'ntionären Truppen feindlich gesinnt sind. Die Versammlung hält eine solche Lage für die Revolution ae- lährlich. Tie Versammlung befiehlt allen Heeresausschüssen, bis zur Ergreifung anderer Maßnahmen die Gewatt zu über, nehmen und die rumänische Front von den Gegenrevo- Intionären zu säubern, die die rumänische Front verderben. A's Protest gegen diese Entschließung reisten 80 Ukrainer, die zur Rada batten, ab. 220 sind Bolsckewiki oder Revl> lutionäre der Linken. Die Entschließung wurde mit 800 gegen 240 Stimmen angenommen. Die Armeen an der rumänischen Front sind mit ihrem ersten Ausschuß vollkommen auf Seiten der Sowjets. Die Friedensverlsendlttngctt. In Brest-Litowsk. Brest-Litowsk, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Heute vormittag sind die rufsisck>en Friedensdelegierten eiuschsieb- lich Trotzki hier eingetroffen. Die deutschen Erklärungen. Berlin, 7. Jan. (WB.) Zu den in der Presse fortdauernden Erörterungen, die über angeblich Unvollständig- feit der deutschen Mitteilungen über den Verlauf der Verhandlungen in Brest-Litowsk vom 28. Dezember 1917 (die Sitzung fand tatsächlich am 27. Dezeiuber statt) berichten, erfährt die „NorddeutsäP Allgemeine ZeiUmg" von dlger Seite folgendes:/ Der von der Petersburger Tel.-Agenrur gemeldete Widerspruch der russischen Delegationen in Brest-Litowsk ist nicht erfolgt. Das Wolffsche Telegraphen-Bureau hat den Wortlaut der Erklärungen in Brest-Litowsk ohne jede Ein- schrank»ng wiedergegeben. Im Anschluß an die dort der- vffentlichte Antwort des Herrn Joffe auf die deutschen Gegenvorschläge hat der deutsche Delegierte nur noch nachdrück, sich festgestellt, daß über den letzten von Her-rn Joffe erwähn- ten Punkt, nämlich die Notwendigkeit einer kommissarischen Beratung, volles Einverltändnis zwischen den Delegationen bestehe. Hierauf ist russischerseits nichts mehr geäußert worden. Die Forderung der Verlegung des Konfererrzorts. Petersburg, 7. San. (WB.) Meldung der Peters- burger Tel.-Agentnr. Auf das an die Deutschen gesandte Telegramm, in dem der Vorsck'ag gemacht wurde die Der- Handlungen nach Stockholm zu verlegen, erhielt die rusisrhe Delegation eine Depesche der Deutschen, in der diese ihre Ankunft m Brest-Litowsk mttkeilen. Auf dieses Te'egramm erw'de-! die russische Delegation folgendes: Tie Verlegung der Verhandlungen nach einem neutralen Lunde entspricht dem erreichten Stande der Berbandlimgen. Angesichts der Ankunft einer Desegation in Brest-Litowsk werden nnser" Delegwrten zusammen mit Dokksbeauftragten für aus- ivartige Angelegenheiten Tro'eki morgep in der Zuversicht nach Brest-Litowsk abreiien. das-, eine Ver egung der Ve>-. Imndtnngen noch einem neutralen Lande keine Kompiika- twnen ln den Derhandstmgen bewirken wird. D>e Wirtschattsfragen. Berlin. 7. San. (WTB Nichtamtlich.) In der heutigen Sihnng des .Haiifttanssckustes des Nstckstages führte Direkwr im Auswärtigen Amt ^obannes m-s- - . D'E Wirtscha-tsverbandlnugen in Brest Litowsf haben bw-ber aatnrgamnß keinen breiten Namn cinnebmen können, t.? »w'rden bloß änrlänfiae Vereinbarungen erzielt, die nicht erkch.,psend und und tederzeis ernänzt werden können. An erster Stelle nchieten sich die dn'tsch-n Bemübnngen daraus ^s! gestellt würde, daß der Wirtschaftskrieg zwischen den beiden Landern sein Ende finden müsse und daß ^-^'"^^^i'-Aichimg der Sdeen der Va-iier Konferenz zwischen Deutschland imd Nnß'and in Zickirnfs nicht die Nede !!! ", .3® bieier Einsicht wurde febr bald ein volles Einverständnis erzielt. Nachdem dieser Punks erlediat war tam die Frag? der Erneuerung des.^ande'Sversraoes -ur Erc.rten.ng. Natürlich ,ag es den dentsck«,, Delegierten ZtZZZ* Mpieri1 Sinne eine bindende Z rsnge. von russischer Seile zu bekommen. Leider haben ^ Erfolg noch nicht erzielt. Es ist jg bereit., beworgehoben worden, daß auf russischer Seite ein awen *» ^ndelsvertrag von hÜ W-r stnd in Deutschland der Ansickt dem.<^and»lsvevtrcm kein MeMes Ge- QbeT bteS ben ruMschen He^en klar zn sts^Pe^e ^ disb-r -st es nicht ge,.innen die ™f- f“* mtr 3U etn?r fm - n Fristverlängerung r.^ " 1 -^Vertrages zu bewegen. Es trat auch bei den Vertretern der letzigen Negierung dieses Vorurteil und die Abneigung gegni dem .Handelsvertrag k'ar zutage. Dazu kommt aber noch, daß die Vertreter der jetzigen Negierung erklärten daß eine völlige Ilnigestaltung der wirtschpstlichen Vercha tnrsse Niißlgnds b-aSstckckigt sei „nd daß sie deshalb dmrb «nen Handelsvertrag sich nicht binden könnten. Ihre Mrt^istmg geht, dabin tznß s,e nicht wünschen, daß 'eine tremhc Wcmerunq ro rf " ab cme§ Derttapes m diese Neu- m ^ ^ rin greift. T'e de,sticken Dele- r e - r6e "^ r ® rm - ® if Erfo'g sein wird, st^t . dabm. Aber auf iröen Fall erklärten die russischen ^ l-gi^rwn die Bereitwilligkeit, alsbald in Verhandlungen uöcr einen nifftfAn Handelsvertrag, der den neuen und 3lp * n,m « »« tränen batte, einzu- ^ ' 5? wurde gestend gemacht, daß es doch in Friedens. S ,t|T ™ «"möglich fei. daß ein Staat dein anderen eine l zuteil werden laste 0 r§ einem dritten ! Delegierten haben diesen Standnunk! ^ bwiswillrgst unerkannt und llck grundsütz'ich zu ihm bekannt Z' «Gierigkeiten müssen auch da erörtert werden. Srnndwtz der allgemeinen Meistbegünstigung läßt sich rch ruckt so unbedingt verwrrksschen. Einmal sind b - m vertrage vorgesehen worden. r - m ZZ n ' gC r ’ hlal1 ' Ww es gehalten werden soll mit denienigen Kebwten. d-e ans dem Russischen Reiche sich ghfondcrten. sechständig werden, zimi Teil in einen, FfZ^V-Z b e H n ® er6anb mit der ganzen Masse des Nus. fischen Nestbes verhseiben. llmaekel.rt ist auf deutscher Seite mt* ein Novum eingetreten. Wir haben angeregt, daß -ins die besondere Negelima unseres VerhältnisteZ zu Oesterreich- 1-ngarn und zu anderen Landern vorbeha'ten bleiben müsse die iwt ims^ einen Zollbund schließen würden. Aber im großen und ganzen haben sich die russischen ^e-egrerten bereit erhärt, -so besonderen Beziehungen zwi- fchen dem dentichen Volke „nd Oesterreich.llnggrn anzuer- kiwnen. Was die Frage der Zeitdauer der Meistbegünstiaui-g ZtTt-J’n *” “* ”** ““ '»>»»«»- SnlBrtH»» «*u“'SL“SS n ”"“ - —mm Die Schuld der Weftmachte. . m!ÜZ-L 3an ' ®** ” Xaa " schobt: Mit dem Abläufe der den Wes,wachte» gesiegter, Frist ist uns» ».itteiburco Friedens- angebot an dw W^tmächte und »ns»e Bindung an di« dafür mlrZZ’lZ KtunbFä ^ e ihn-" gegenüber »loschen. Datz dir Westnuichte nunmehr einen Frieden d» gedachten Art b-kLmeu. ist °u^eschl°il°n. Davon ist keine Rede und kann keine Rede Pr Die We,ttn°chie haben setzt dte Folgen dafür zu tragen. """ «-b-.b-blichk.iten unsere Friedens, »-.«ttschaft unerwidert gelassen habere > Die ttalie«ische» Ba»diten. Rom, 7. Jan. (WTB.) Meldung der Agentur Stefani: Dte italienischen Blätter sehen in der Rede Lloyd Georges eine Er- gänzung zu den Erklärungen Pichons und Orlandos, den unabhängig und aus sich heraus entstandenen Kundgebungen der ver- bänderen Völker, denen die größte Bedeutung beizumessen set. Dte Rede sei eine wohlüberlegte Antwort auf die „plumpe Falle Ezernins". England konnte nicht uneigennütziger auf die Grundlagen der Friedensverhandlungen Hinweisen, noch klarer avssprechen, daß den Verbündeten jede nationale Vergewaltigung fern liege. Dis Instünde in Unßlnud. Die neuen Diplomaten. Petersburg. 5. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegrapbenagentur. Namens des Rates der Zlr- beiter-. Soldaten und Bauernnsrtreter ist Bürger Karpinsky vorläufig zum Vevollmächttgten des Kommissariats für auswärtige Angelegenheiten in Genck ernannt worden. Der Bürger Litvtnboff ist vorläufig zum Bevollmächtigten des Kommissariats für auswärtige Angelegenheiten in London ernannt worden. Alle Beamten der Botschaft und ver Militärmisston. ker- ner alle DerwalturrgsLeamten der ruffijcken Republik, die sich gegenwärtig in London in dienstlichen Geschäften aufhal'en. werden aufgesordert. auf das erste Verlangen des Bürgers L>t- vinhoff alle laufenden Geschäfte ihm zu übergeben, die Schriftstücke. sowie die ihnen zur Verfügung stehenden Bermoftun^s- gclder aus dem Schatze der russischen Republik auszuhändigem. Jeder Wive"stand gegen die Befehle Litviuhoffs in dem angegebenen Sinne rst einem Ctaatsverbechen gleichbedeutend Der Volkskommiffar für auswärtige Angelegenheiten. Was Trozki verbietet. PetersbvrL 7. Jan. (WTB.) R-utermelduna: Trotzki hat die Abhebung aller in russischen Baaken niedergelegten Gelder der fremden diplomatftchen Vertretungen verboten. La die An- j Icüjcrt mrd die Gelder de: allen Regierung, die in ausländischen Banken untergebracht sind, den Volksbeaustragten vorenthalten i werdeu. krärung in ruffischen Kasernen? Der russische Korrespondent der „Reuen Zürcher Ztg." -meldet. die Gärung in den russischen Kasernen habe in der letzten Zeit erheblich zuoenommen und die Reibungen zwischen den Soldaten und der roten Garde drohten in einen scharfen Konflikt auszuarten. Ursache desselben ist die Tatsache, daß die Angehörigen der roten Garde durchweg deklassierte Arbeiter, die niemals an der Front waren nicht nur ihren Lohn von den Betrieben, in denen sie eigentlich nicht arbeiten, erhalten, sondern noch acht Rubel täglich für ihren Dienst als Gardist, was bei den regulären Soldaten begreiflicherweise Empörung Hervorrust. Das Verhältnis zu Rusamen. Basel. 7. Jan. Der „Rowoja Iinzk- zufolge sind die Be- zichrmgen zwischen Rumänien und dem Rat der Bolkskommiffäre nach t-err Maßnahmen der rumänrfchrv Behörden gegen die Re- volptivuäre äußerst gespannt. Sollte Rumänien den russischen Forderungen nicht entgegeakommen. so würde Lenin zu sehr energischen Maßnahmen schreiten. Siimmnuasttmlchwnna in Aolland Zn der Wochenausgaöe des „Nlemve Eourank- vom 15. Dezmnber findet sich folgendes bemerkenswerte ^Eingesandt": „Cs ist eine recht eigenartige Erscheiming. daß wir Holländer gerade von England und Amerika, die immer hervorheben, daß sie für Freiheit und Recht und für das Fortbestehen der kleinen Staaten kämpfen, am geringschätzigsten behandelt werden, daß gerade England und Amerika unsere Freiheit und Rechte. dar° unter sogar das Eigentumsrecht, am häufigsten anlasten. Es ist verwunderlich, daß weder England noch Amerika begreifen, daß die geringen Vorteile, die die Mittelmächte von unbedeutenden Mengen yeschmuggklter Nahrungsmittel haben, lange nicht die Veränderung der Sti?umung in Holland auftviegen, wo viele antideutsche Händler jetzt antionalisch geworden sind. Bisher haben wir in England immer den Beschirmer der kleinen Staaten und darunter auch den Hollands gelehen. Darum ist es besonders auffallend, daß vor allem England und seine Verbündeten w schamlos unsere Rechte und Freiheiten verletzen.- Es fchemr demnach, als ob die deulschseindUchen Holländer allmählich. wenn auch reichlich spät, dank der englisch-amerikanischen Gewaltpolitrk, zu de: Erkenntnis kommen, daß aus der angel- sächfijchen Welt nicht viel Gutes zu erwarten ist. Aber es fühlt wie wohl bald jeder Einzelne am eigenen Leibe schmerzttchst, wie Englands Wohlwollen und Kampffrei'digkekt für die Rechte der kleinen.neutralen Staaten in Wahrheit befchasfeu sind. ren zum Zwecke der Erleichterung der bestehenden Rottage, unV wrr wiffen. was das bedeuten würde Es will heißen, daß um diese Zeit im nächsten Jahre die Rahrungsmittelblockade Deutsch, lands durchbrochen und Deutschland mit Nahrungsmitteln ver- mutlrch besser versorgt sein wil.d wie unser Land. Das zweite Ergebnis wird sein, daß seine Arbeiterschwierigkeiten gelöst ftr» werden. Wenn als Ergebnis des russischen Friedens bei uns eine Agltatron losgeht, jeden und jeglichen Mann ins Heer zr» stecken, dann wird das unsere Aussichten auf Erfolg schwer be- cmtrachtigen. Dieser Krieg wird nicht durch Abnutzung gewon. nen werden — eine längst entwertete Kriegstheorie, die jetzt begraben sein sollte - und nicht durch Sportkämpfe an der West, front, sondern durch die Ileberlegenheit im Wettbewerb des Geistes, und hierin wird der Houptkreditposten bei den Kämpfe» die Arbeit, und zwar viel Arbeit, sein." Jetzt endlich bequemt man sich unter der Wirkung 3^jähri- ger Mißerfolge in England dazu, die geistigen Werte als kriegs- entscherdend anzuerkenncn. denen man bisher stets überhebend dre erdrückende materielle Ueberlegenheit derEntente gegenüber- «tellte. Wenn Arbeit und geistige Waffen den Sieg über das Aufgebot der materiellen Mittel davontragen sollen, dann braucht uns in Deutschland um den Endsieg allerdings nicht bange zu sein. Die po'nrschrn Regenten in Drriin. Warschau. 6. Jan. (WTB.) Die drei Regenten des König, reicbs Polen. Erzbischof Dr. v. Kakowski. Fürst Lubomirski und Herr v. Ostrewski, haben dte schon vor längerer Zeit beabsichtigte Reise nach Berlin angetreten. In ihrer Begleitung befinden sich Ministerpräsident v. Kucharzewski mit dem Referenten des Minffterpräsidiums v. Okolowtez. der Ehef des Zivilkabinetts Prälat v. Chelmicki mit dem Referenten Grafen Georg v. Tar. nowski. Prinz Franz Radzimill. Kommandant der Warschauer Stodtmiliz. Graf von Hutte-Czapski wurde beauftragt, die Regenten auf der Reise nach Deutschland zu begleiten. Berlin. 7. Jan. sWTB ) Heute früh sind die drei Mitglieder des polnischen Regentschastsrates hier eingetrofien. Auf dem Bahnhof Friedrichstraße hatten sich zur Begrüßuirg im Namen des Kaisers der Oberstkommandierende in den Mar- ken und Gouverneur von Berlin. Generaloberst von Keffel. außerdem der dem Regentschaftsrate ebenfalls beigegebens Oberreaierungsrat Graf Lerchenfeld, kaiserlicher Regierungs- kommiffar beim prvisorischen Staatsrat im Königreich Polen und Botschaftsrat Prinz Hatzfeld vom Auswärtigen Amt einge- ftmden. Heute Nachmittag wollen die Herren dem Reichskanzler einen Besuch abstatten. Zum Abend hat der Reichskanzler ihnen zu Ehren eine Reihe politischer Persönlichkeiten zu sich ge. loden. Morgen werden sich die Regenten dem Kaiser vorstelken. Eine Ansprache des Papstes. Vngano. 7. Jan. Beim Empfang einer Abordnung des römischen Adels und Patriziats hielt der Papst eine Ansprache, die nicht ohne polittsche Bedeutung ist: Er habe dieses Jahr aus einem besonderen Grunde die Glückwünsche der Delegation besonder» gern entoegengenommen. da Fürst Bologna als ihr Sprecher die päpstliche Einladung an die Volker erwähnte, z« Gott zurüchzukehren und das Ende des feit über drei Jahren wutenden Weltunglücks zu beschleunigen. Dann ging der Papst auf eine Anspielung ein. die Fürst Bologna über die jüngsten Fllegerangriffe auf Padua und andere italienische Städte ge- nracht hatte, und sagte. *t werde das Unrecht verurteilen, wo - immer es auch auftrete, und er habe deshalb seine Stimme gegen eine Form der Kriegführung erhoben, die sich gegen unverteidigte Städte richte, keine militärischen Ergebnisse erziele. Opfer unter den Richlkämpfenden erfordere, den Besitz der Religion und der Kunst schädige und den Völkerhaß immer mehr verschärfe. Lieber Weizen und Fett! Bee«. 4. Jan. Zu der New Yorker Meldung, daß in Amerika ein Propagandabureau eingerichtet werden soll, das die Schweiz und zugleich auch Deutschland über die amerikanischen Krregsziele unterrichten soll, bemerkt das ..Berner Tagblatt" lakonisch: „Weizen und. Fett wären uns lieber!" Dämmernde Erkenntnis. Angesichts der für unsere Feirrde niederschmetternden Wendung die der Krieg durch das Ausscheiden Rußlands zu nehmen droht, ist es bemerkenswert, wie in der englischen Presse Anschauungen revidiert werden, die bislang als felsenfestes Dogma gegolten haben, an tnmen kein Verfechter des Endsieges der Entente zu zweifeln für erlaubt hielt. Im „Manchester Guar, dran" schreibt Student of war mtt schlecht verhehlter Besorgnis über die Wirkungen eines etwaigen deutsch-russischen Friedens: „Angenommen, der Friede wird geschloffen, so wird die wichtigste der Dauerwirkungen auf wirtschaftlichem Gebiete liegen. Sicherlich wird zu den FriedensverHandlungen gehöre«, taft Deutsch- lonb Rußland helfen soll, seino Transportmittel r» reorganWo» Die '’fhflnöinna der a^erikmliichev CjfimüWH ScEliit, 7. Jan. lWTB.) Eine Meldung des amerikanischen Hauptquartiers aus Frankreich, die Reuter weitergkbt. besagt: Wie sie von vollständig verttauenswürdiger Seite erfahre, haben die Deutschen beabsichtigt, die amerikanischen Gefangenes syste- matisch schlechter zu behandeln, als die britischen, französischen und ltalienischen Gefangenen. Sie stützt sich dabei auf eine an- gek lich deutsche Erklärung, daß die Amerikaner schwer von Be- griffen und nicht im Stande seien, sich anständig und gesittet aufzuführen. Eine solche offizielle Erklärung ist nie erlaffe« worden. Die amerikanischen Gefangenen werden genau so schonend und rücksichtsvoll behandelt wie andere Gefangene. Die vollständig vertrauenswürdige Seite, auf die das amerikanische Hauptguartier sich beruft, dürfte unter jenen Kriegshetzern zu suchen sein, die gleichgülttge amerikanische Dolkskreife mit alle« Miteln zu Wilsons Deutschenhaß au^uwiegeln suchen. Dostaldemokratische Rerräter. Die ..Sozialistische Korrespondenz" teilt folgendes mtt: „Während militärische Vertteter Deutschlands in Brest- Litowsk die Vorbedingrmg des Friedens in WaffenftUl- ftandsverbandlungen zu schaffen suchen und die deutsche Regierung sich bereit erklärte auf der Grundlage der Vorschläge der russischen Arbeiter- und Soldatenräte in Friedensverhandlungen einzutreten, kannte die deutsche unabhängige So-^ ztaldemokratie keine größere Sorge als Friede mit Rußland vereitelt werden erhalten darüber aus vollkommen unanfechtbarer Stockholm unzweifelhaft genaue Mitteilungen, den___ folgendes entnehmen: „In den Tage« vor Weihnachten erhiek-! ten die Bolschewikis von Führern der deutschen unabhängige«^ Sozialdemokratie die dringende Mahnung, die Frtedensverhand«! lungsn zu verschleppen, weil die Entwicklung in Deutschland stA in ihrem d. h. im revolutionären Sinne vollziehe. Der Ab-^ schluß eines Separatfriedens zwischen Deutschland und Rußlands wäre verwerflich, werl er dte Entwicklung in Deutschs land beetvtrSchttgLy und spt«e Herrjchend«« w-ürda»? Die Politik -er jchlotittiideii AM. In der „Deutschen Zeitung" veröffentlicht Rechtsanwalt * Dr. Claß - Mainz eine Betrachtung über unsere jammervollen Zustände im Innern. Er schließt mit folgenden Worten: Kann der methodische Wahnwitz solcher Politik noch weiter getrieben werden? Herr Dr. David findet das Solbstbestimmungsrecht der Völker ..ethisch" und „praktisch" zu leid», und auch der Staats, mann Trzberger hat es in der gleichen Sitzung des Hauptausschusses zu rühmen gemutzt. Soll man da nicht auf den Gedanken kommen. daß man schlietzlich die gleiche Methode auch auf dag unglückliche Elsaß^Lothringen anwenden müßte, wenn z. V. England endlich so gütig wäre, sich auf Verhandlungen einzulasien und bei sonstigem deutschen Verzicht nach Westen noch diese kleine Nebenbedingung stellte? Gibt es jemanden, der der deutschen Politik des „neuen Geistes" diese logische Folgerichtigkeit nach allem Erlebten nicht schließlich auch noch zutraut? Und warum dies alles? Warum dies ^Zerf.' u, das uns zum Gespött der Welt macht und gleichzeitig Frevel an der Stimmung und an der Zukunft unseres Volkes begeht? Auch dies muß unumwunden ausgesprochen werden: diese ganze Politik ist bestimmt durch die Rücksicht auf Herrn Liebknecht und die Seinen. Herr Erzberger und der sazialisten- fremrne Teil der Freisinnrgen folgen dem Mall? '-bieter Scheidemann — dieser aber ist beherrscht von der Angst vor den Unabhängigen — und bic Regierung fügt sich willenlos der angeblichen Mehrheit, in Wahrheit der Angst vor der Masie. Herr Strefemann hat im Rovemberbeft der^..Deutschen Stimmen" die treibende Kraft der Haltung Scheidemanns richtig erfaßt: »nan kann annehmen, daß er aus eigenster Kenntnis schildert und findet damit bestätigt, was aufmerksame Beobachter längst erkannt haben. Und damit erfährt dann die Politik des politischen Wahnsinns ihre eigenartige und würdige Krönung: der geheime Richtunoaeber der Politik des sieghaften Deutschen Reiches ist ein Vollsveraesiener. der wegen schweren Verbrechens gegen die Sicherheit seines im Daseinskämpfe ringenden Volkes dem Richter verfiel — und die Inhaber der Staatsgewalt, die Mehrheit der Volksvertreter scheuen ängstlich auf die Masten, die angeblich diesem Verräter zugetan sind. So treiben sie eine Politik, die ein Liebknecht im Sinne seiner Umsturzbestrebungen nicht bester machen könnte. „Ist keine Hilfe gegen solchen Drang?- Dartollelvei^adnng bei Frost. Wir lesen irr der „Deutschen Tageszeitung": Vor einiger Zeit wiesen einige von uns veröffentlichte Zuschriften darauf hin. daß die Kartofselversorgung der Groß- stLdte arg gefährdet sei durch die geradezu unglaubliche Behandlung, welche die Kartoffel auch in diesem Winter trotz aller schlechten Erfahrung im Vorjahre erfährt. Es wurde die Tat» fache festgestellt. daß trotz starken Frostes die Anfuhr von Kartoffeln an die Bahnhöfe erfolge und daß sogar diese dem Frost avsgesetzt gewesenen Kartoffeln eingemietet würden. Man machte für diese Behandlung der Kartoffeln dabet in der Hauptsache untergeordnete Organe verantwortlich. In Wirklichkeit führen diese aber nur die Anordnungen der oberen Stellen aus. Einen Beweis dafür liefert uns ein Rundschreiben des Landrats des Kreises Goldberg vom 20. Dezember. In diesem Rundschreiben wird auf die Langsamkeit der Ablieferung der Kartoffeln hingewiesen und in Erinnerung gebracht, daß die Reichskartofselstelle. wenn der Kommanunalverband die ihm obliegende Lieferungspflicht nicht rechtzeitig erfülle, die Mengen. dir innerhalb des Kommunalverbandes verbraucht werden dürfen, herabsetzen kann. Außerdem könne der Kommsnalver. band innerhalb feiner Berteilungsbefugnis auch die Lieferung anderer Bedarfsgegenstände, wie Zucker, Petroleum, Futtermittel ufw. diesen Gemeinden gegenüber einschränkcn oder einstellen. Dieses Rundschreiben gelangte in die Hände der Empfänger zu einer Zeit, als die Kälte 7 bis 8 Grad R. betrug. Mit Recht fragt der Einsender, ob es nicht geradezu ein Verbrechen fei, bei dieser Temperatur zur Kartoffclverladung aufzufordern. „Wer Lebensmittel absichtlich dem Verderben zuführt, versündigt sich ain Daterlande ebenso wie derjenige, der Brotgetreide verfüttert." Könnte dieser Spruch, der den Landwirten auf jedem Kreisblatt zuerst entgegen leuchtet, nicht auch auf jedem Deamtentisch ausliegen? Selbstverständlich sollen sich diese Ausführungen nicht gegen den Landrat des oben genannten Kreises richten, sondern gegen die Stellen, die die Landröte zu solchen Aufforderungen veranlassen. Man sollte sich endlich bei den einzelnen Stellen darau erinnern, daß man doch nicht allein Ablieferungsforderungen stell?. Reben der Reichskartofselstelle ist es die Reichsgetreide- steüe, die außer Brotgetreide auch Hafer und Gerste fordert. Ferner soll Stroh und Heu geliefert werden. Alles natürlich außerordentlich eilig — und wenn bis Ende Dezember nicht die vorgeßchricbenen Mengen geliefert find, dann hagelt es Strafen. Das Schlimmste aber ist, daß dieselben Kommunalstellen, die so eifrig laudwirtschafUrche Erzeugnisse begehren, sich sehr taub stellen, wenn die Landwirte auf die Verminderung der Pferde, den Mangel an Kohlen, das Fehlen des Petroleums und womöglich darauf noch Hinweisen, daß kurz vor den Feiertagen niemand zur Arbeit heranzubekommeu ist. Sonderlich angenehme Empfindungen rief diese Weihnachts- befcherung des Landrats des Kreises Goldberg jedenfalls bei feinen Kreisinfasten nicht hervor. Fehlte doch nur noch die Bemerkung, daß er für die nicht rechtzeitige Ablieferung keine Entschuldigung gelten lasten wolle. Denn davon, daß der Versand von Kartoffeln meistens um Weihnachten wegen der Frostgefahr eingestellt wird, davon hat man natürlich a^ grünen Tisch kelne Ahnung. Was kommt es darauf an, wenn die Kartoffeln «- frieren, die Hauptsache ist. daß sie geliefert sind. Bevor man Aber in den Städten die Landwirte wegen der mangelnden . Kariosfelzufuhren verantworttich macht und zum Bewetse dafür sich auf Landrätliche Erlasse stützt, sollte man im Land einmal genauer Umschau halten, denn wie die „Mat. zur Tagespolitik" in ihrer Ausgabe vom 21. Dezember mitteilen, liefert die Lanv. Wirtschaft sehr viel mehr Kartoffeln, als abgrnommen werden können, und es stehen heute noch viele Waggons fertig beladen auf den Kleinbahnen, die nicht abgerollt werden können. Wenn trotzdem Klagen über die Kartoffellieferungen von Stadtverwaltungen und Großverbrauchern laut werden, so können sie ihre Ursachen nur in der mangelnden Wagengestellung der Eisenbahnen b.aben. In welcher Weise die Anfuhr bisher erfolgt. wird fodann im einzelnen wie folgt dargelegl: „Die gesamte Eisenbahnabfuhr von Speisekartoffeln ist in diesem Jahre höher als jemals zuvor. Sie übertriffl die vor« jährige im Monat August um 104 v. H.. im Monat September um 127 v. H.. in d-er Zeit vom 1. bis 16 Oktober um 200 v. H. Die Wagengestellung im Königreich Preußen hat die Zahl von 8000 Wagen an einzelnen Tagen überschritten. Infolgedessen war die Zufuhr an Kartoffeln an vielen Orten so groß, daß die rcchtzettige Abnahme auf große Schwierigkeiten stieß. An zahlreichen. namentlich größeren Orten mußte die Zufuhr wegen völliger Ueberlastung gesperrt werden. Zum Teil mußten die Kartoffeln von den Empfangsorlen wieder Trocknungsanstalten überwiesen werden, weil die empfangenden Gemeinden nicht in der Lage waren, die Kartoffeln abzunehmcn. Hunderte von Güterwagen blieben längere Zeit unentladen stehen und wurden hierdurch dem allgemeinen Verkehr entzogen. In welchem Umfange dies der Fall war geht zum Beispiel daraus hervor, daß allein in Groß-Berlin in der Zeit vom 15. September bis 15. Oktober d. I. über 80 660 Mark Standgeld für verspätet entladene Kartofselwagen fällig wurden. Trotz der großen Wagengestellung ist bis tägliche Anforderung von Wagen für Kartoffeln immer mehr gestiegen. Sie erreicht setzt im Königreich Preufen die Zahl von 25 060 Wagen. Eine derartige Anforderung ist selbstverständlich in dieser Höhe nicht zu erfüllen. Selbst in Friedenszeilen wäre es ganz ausgeschlossen eine derartige Wagenzahl allein für Kartoffeln zu stellen. Zudem wäre cs. wie die Erfahrungen der letzten Wochen gelehrt haben, ausgeschlossen. daß derartige Mengen von den Verbrauchern abgenommen werden können. Die außerordentlich hohe Eisenbahnabsuhr von Kartoffeln, die rn der letzten Zeit das Dreifache der vorjährigen Leistung erreicht hat, ist angesichts der autzeroürentlichen milffärifchen und anderweiten Beanspruchung der Eiserrbahnverwaltung nur unter Zurückdränguno anderer sehr wichtiger Bedürfnisse möglich gewesen. Der Versand der öbriaen Lebens- und Futtermittel tonnte nur tn sehr beschränktem Maße stattfinden: auch hat die Verladung von Düngemitteln, inebess'-.dere Kalt, unter der vorzugsweisen Wagengestellung für Speisekartoffeln ganz bedeutend gelitten, so daß hieraus ernste Bedenken ffir die weitere Aufrechterhaltung unserer landwirtKaftlichen Erzeugung sich ergeben." -em ghf 5, f sikrsM. Von befreundeter Seite wird uns ein Erlaß des Landratsamtes des Kreises Hersfeld. gezeichnet i V. von Hedemann, vom 9. Oktober 1917 sTagebuch-Rr. 12738) an die Bürgermeister des Kreises übermittelt, den wir trotz des Papiermangels wörtlich zum Abdruck bringen wollen, denn es wäre wirklich schade, wenn von diesem historischen Dokumente auch nur ein Wert der Oef- fentltckkeit verloren ginge: „Wie ick' höre, halten die Lanlnoirte, und zwar insbesondere die größeren, bisher mit der Zeickuuna zur 7. Kriegsanleihe vielfach zurück. Aus diesem Grunde ordne ich hiermit folgt ndes an: In allen Fällen, wo ein Landwirt, der mehr als 5 Hektar Land besitzt. Antrag stellt auf 1. Gestellung eines Kriegsgeftmgenen, 2. Belastung eines Gefangenen für de» Winter, hat er dem zuständigen Mitglied der Kriegswirtscha ftsstelle mit dem Antrag eine Bescheinigung vorzulegen. aus der her- vorgeht. wieviel er zur 7. Kriegsanleihe gezeichnet hat. Die Bescheinigung ist entweder von der Kaste, bei der die Zeichnung erfolgt ist. oder von dem für die betreffende Gemeinde zuständigen Vertrauensmann für Kriegsanleihe au^ustellen. Ich bemerke. daß die Bescheinigung selbstverständlich nicht allein ausschlaggebend sein kann, für die Behandlung des Antrages jedoch kann sie in Fällen von Bedeutung werden, in denen z. B. nur ein Gefangener zur Verfügung steht, aber mehrere Anträge vorliegen. In folären Fällen wird natürlich in erster Linie bedacht werden, der sein Geld dem vaterländischen Zwecke zugefnhrt hat. Das Mitglied der Kriagswirtschaftsstelle berücksichtigt die Bescheinigung bei seiner Begutachtung und gibt dis Bescheinigung dem Antraostellcr zurück, bevor er den Antrag rveiterreicht. Vorstehendes ersuche ich allen in Betracht kommenden Landwirten ausdrücklich zur Kenntnis zu bringen und bei Stellung von Anträgen die Durchführung zu beachten. Falls die Bescheinigung nicht beigesügt ist, wird airgeaomr^n, daß keine Kriegsanleihe gezeichnet ist." Uns ist ja jo manche Gewallmaßregel von Kommunalver- banden während des Krieges begegnet, aber eins solche Repressalie gegen die Landwirte ist uns denn doch noch nicht vorgekom- men! Die Gestellung von Gefangenen sollte also z. T. von der Zeichnung von Kriegsanleihe abhängig gemacht werden. Was nun. wenn ein Landwirt nicht in der glücklichen Lage ist. Kriegsanleihe zu zeichnen, oder nicht so viel zu zeichnen, wie es auf dem Landratsamt als genügend angesehen wird? Dann bekommt er also keine Kriegsgefangenen, das Land bleibt unbestellt und die Wirtschaft geht zurück. Wir wollen nämlich so beiläufig den Herren in der Leitung des Kreises Hersfeld verraten, datz Kriegsgefangene von den Landwirten wahrhaftig nicht zum Privatvergnügen gehalten werden, sondern weil man sie notwendig braucht. Die rechtzeitig und ordnungsmäßige Bestellung der Aecker ist aber doch im allgemeinen Volksinteresse z. Zt. die allerwichtigste Aufgabe. Mit solchen unbilligen Zwangsmitteln erreicht eine Behörde vielleicht einige tausend Mark mehr Kriegsanleihe, für die sich womöglich dieser und jener, der notwendig Gefangene braucht, das Geld zusammen- bergt, dafür aber sät sie unglaubliche Erbitterung, ja Haß, vet denen, die eben nicht in der glücklichen Lage sind, wunschgemäß zu zeichnen. Ein Landrat, der sich auf seine Kreiseingesessenen versteht und von ihnen verstanden wird, wird es leicht haben, auch das Letzte aus den Landwirten herauszuholen, wenn er in geeigneter Weife an sie herantritt. Mit einem solchen, an die Zustände im verflossenen russischen Regiment erinnernden Vor« gehen erreicht er vielleicht Kleinigkeiten, was er aber dabei ,n der Gesinnung der Landwirte und landwirtschaftlichen Predni, tun verwüstet, das wiegen die paar tausend Mark wahrhaftig nicht auf! Das deutsche Volk ist wahrlich ob seiner Lammgeduld zu bewundern Selbst die Russen haben bewiesen, daß sie die Tyrannei der Bürokratie abzuschütreln verstehen! Ans der fsciwat. Frankfurt am Main. Der Polizei ist es nunmehr gelungen, den Mörder des Schutzmanns E r t l dingfest zu machen. Es ist der erst 18jährigs Schlosser Ioh. ll>ora M e ck f u ß aus Lohr am Main. Er hat in der Mordnecht gemeinschaftlich mit dem Schlosser Wilhelm Kappes aus Klein-Heubach mehrere Ein. brüche oeriibt und wurde dabei von dem Schutzmann überrascht während der jüngere Spitzbube flüchtig ging, schoß Weckfuß den pflichttreuen Beamten nieder. Der Weckfuß wurde in einer Wirtschaft in der Fehrgasse verhaftet und ist geständig. Ein Zeichen der Zeit ist es. wie heute das jugendliche Alter dem Verbrechertum unterliegt. FC. Flörsheim, 4. Jan. Ein Schwein aus dem Stalle ge« stöhlen wurde in der letzten Nacht einem im Felde stehenden hiesigen Einwohner. Aus Rheinbcsien. FC. Worms, 4. Jan. Interessant ist die Statistik der Kriegstrauungen in den nahen pfälzischen Städten von über 15 000 Einwohner Es haben nämlich seit Kriegsbeginn Kriegs- trauungen stottgefunden in Speyer 215. Ludwigshafen 417. Frankenthal 101, Neustadt 106. St. Ingbert 119, Zweibrücren 217, Landau 247, Pirmasens 259, Kaiserslautern 440 Frankfurter Wetterbericht Rach kurzer Aufklärung erneute Bewölkungszunahme. Erweiterte und verbreitete Niederschläge. Kirchliche Anzeraev Gottesdienst in der Llodtkirche. Mittwoch, den 9. Januar, abends 8)4 Uhr: Kriegsandachi. Herr Pfarrer Die hl. StifÜsiäärfciäHjfiirrisSÜiSÄXÖ^js^ Offene Stellen: 1 Dlebfütterer, 1 junger Knecht, 1 Verwalter für Hofrnrt auch Kriegsbeschädigter, niedrere landwirtschaftliche Dtenstmägde, 2 Melkerinnen. 6 Schreiner. 2 H..usmädchen. Für Etappe: Mehrere Slenogravhinnen rwd Maschinen- schrelderinnen 109 Pferdepfleger für besetztes Gebiet. Stellensuche nde: Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker. 2 Haushälterinnen, 2 Frön ein für Stenographie und Maschinenschreiben. "KelchiifMches. ff'er WUrcrkrieg. Eine reich illustrierte Chronik der Ereignisse feit dem 1. Juli 1914. fterausgegeben von Dr. C ft. Baer. Verlag von Julius Hossmann, Stuttgart. Band 14, Preis 6 Mark. Das gewaltige Werk, dns der..Völkerkrieg"als eine umfassende Chronik des Wektkriegs rmternommen hat. tritt nun mi'. dem 14. abgeschlossenen Uand vor den Leier. Sein Gegen ,and ist „der westliche Kriegsschauplatz in, vierten Kriegs talbjahr", d. h. von Februar dis August 1916. Hierher gehören zwei der gewaltigsten Unterneh.nunoen des Kriegs: die Schlacht vor Verdun und die »sommeschlachr. Deren Bedeutung liegt nicht nur in dem riefen- hasten Aufgebot von Knegsmiueln. sondern vor allem darin, daß es Versuche von beiden Seiten sind, zu emer Zeit. wo die Enr- Wicklung der Kriegsmacht h^er und dort surden Höhepunkt gelangt war. eine Entscheidung auf dem Haiwrkriegsshanptatz herbeizuführen In die en Kämp en hak»en sich die beiden Gegner so recht gemessen, und in allem, was Vorbedingung zum Erso g sein kann: Ausrüüung, Kornp wert der Tr ppen, Führunz. wurde bei Freund und Fe nd geleistrt was im Bereich des Möglichen war. So muß sich gerade aus dem Siudium dieser Schlachten em allgemeines Urtril über die Verhältnisse und Aussichten auf beiden Seren fewinnen lassen, und die Zukunft hat bestätigt, was das Kriegsjahr t!>16 kehrte: auf dem westlicken Krtensfchauplatz ist keine Entscheidung zu erwarten. Neben keiner so schätzenswerten rein fachlichen Be- richterstauung in Generalstabsmeloungen. zusammenhängenden Drrstellungen und Uebersichten hat der „Böllertrieg" gerade die erwähvte. ent cheidende, man könnte sagen weltgeschichtliche Bedeutung dieser Schlachten herausgearbeüet. Und da er es versteht, in feinen Schilderuirgen und Episoden der kämpfenden Seelv der Gegner Ausdruck zu verleihen, braust es durch feine Darstellung wie der tragische Grundstrom alter Heldenepen, wo in großartiger» er chüttcrnder Wer e das zermalmende Zusammenprallen von Völkern besungen werden, wo jahrhundertelang vorbereitete Schickstrle einen fmchtbar verhallenden Aurtlang findetr. Zu der Wahrheit weiß der „Völkerkrieg" die Dichtung in dem schönen Sinn zu gesellen, daß Dichtung nicht Erdichtung, sondern höhere, letzte Wahrheit ist Und dieser Grundzug des fckönen Werkes, den man etwa schlichten, beseelten Tatsachensinn nennen könnte, zeigen auch die unerschöpflich reichen Bilder, die tn Gegenstand und Ausführung Unübertreffliches leisten. Der ..Völkerkrieg" gibt von allem und, jedem, was die Kriegführung betrifft, beste An chauung und weißt dabei das Gemüt zu erfassen, ohne jemals sich in jene üble Poi« zu verstetgen. die uns oft entgegentütt, sowie wir eine tllustrierrs Kriegsschnfk auischlagen. Die Karten sind so reichlich und aus» führlich, daß sie den Erwerb besonderer Kriegskarte» überflüssig, machen. ^ Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ltta« H i r f ch e l. Friedberg: für den An-eigenteil: R. ® eQ n c Friedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung^ _ A- G.. Friedberg i. $. Die Abgabe getragener Kleidung erleich-Z tert de« Erwerb eines Bezugsscheines. i Grane Gefahren. Nomon ans der Gegenwart von M. Goutard - Schuck. H) s J. ! awji»n»tf verboten. Aberuis ging sie entschlossen in des Vaters Arbeitszrminer um sich endlich eine ruhige Unterredung zu erzwingen. Diesmal ließ sie sich nickt abweisen. Heute sollte der Vater ihr nicht wieder mit allerlei Ausflüchten entfommen. Sir Edward Douglas säst an seinem Schreibtisch und war in ein Schriftstück vertck „Papa?" Er gab nicht g'eich Antwort . - w Helen ließ sich nicht irre macken. Ruhig b'ieb sie Linier seinem Stuhle stehen und n artete. Einmal Niustte er stck doch nmdreben. ...9^a, Kind? Was -n'-Ust Du? Du sollst nstich hier doch nicht stören. Du siehst, ich bin befchifttigt." „Aber Papas Sei d^ch nickt so fremd zu mir. Hast Du nach denn rar nicht meir ik^?" Die Augenlider des Va«-r-- - - nervös. Er gab sich alle Miibe, streng am -.sck m ibm aber seinem verwöhnten Liebling gegenüber rep't schwer siel. „Bin ich denn gar nickt mehr Deine Helen, Pa?" Schmeichelnd legte sie ihm die Arme um den Hals. ..Gerade weil ich Dich lieb habe, muß ich hart sein." ..Willst Du mich durchaus ung ucklich macken. Pa?" „Run sei endlich mal vernünftig. Helen? Konun her. seh Dick und laß uns vernünftig sprechen. Sieh, ick könnte ic\ mit demselben Reckt sagen: Hast Du mich denn gar nicht mehr lieb? Denn Du willst uns doch verfassen, willst'nach Deutschland, wo Du mich nie sehen wirst. Na?" „Aber Papal Ich will doch nicht nach Deutschland* Herr von Berkheim bleibt doch hier." „Da siebt man wieder Deinen Kindskopf. Es ist doch selbstversta'nd'ich, daß W"rkbeim auch mal anderswo bin-' kommt. Er bleibt doch nicht immer Attache. Oder hast Du flar keinen Ehrgeiz?" ..Ach Ehrgeiz? Was Hab ich davon! Ich will Alfred von Werkheini haben, denn ich ftebe ihn. Und wenn Du es nicht erlaubst, so werde ich sterben vor Gram, Papa!" „Dummheiten? Es stirbt sich nicht so leicht.' Ich habe mit Mama gesprochen. Ihr reist in der nächsten Wock^ nach Italien, da wirst Du Deine dummen Gedanken bald vergessen." Helen fuhr erschrocken zurück. „Ich soll verreisen, Papa? Ich soll verreisen? Und mü Mama? Und fie weiß es schon und hat mir nichts gesagt? Also auch Mama gegen mich?" „Aber Helen?" rief der Vater ungeduldig. „So nimm doch endlich Vernunft an. Wer ist denn gegen Dich? Sieh doch endUck ein, daß diese Verbindung unmöglich ist daß sie ein Unglück für Dich sein würde. Die Mama batte Dich aar nickt— von allem Anfang an nicht darin unterstützen sollen. Sie ist zn schwach gegen Dich gewesen." Helen sah ihren Vater an, mit Augen, a r § säbe sie ihn zum ersten Male. Das alw war ihr Vater? Ihr Vater, der ibr bis jetzt jeden Wunsch ersiüllt hatte. Nun aber, wo es sich um etwas Ernstes, nur einen Herzenswunsch, um ihr LebenckLück handelte, nun war er hart. Nun erschien ihm sein Haß gegen alles fremde, feine Po'iftk wichtiger als das Lebensglück seines Kindes. Niemand liebte sie. uiunand fl^b sich auch nur ein klein st mig Mübe, sie zu verstehen. Sie hatte niemanden auf der Welt als ihn, als Alfred, also mußte sie zu ihm. Sie machte noch einen Versuch. Zärtlich bittend sah sie dem Vater in die hellen Grau- engen. „Pava, lieber, guter Papa, versuch es tmck nur einmast Dich an den Gedanken zu gewöhnen. Sieh, ich Hab ibn doch so lieb." Ihre Augen, ihre Stimme baten mit ihr. Sir Edward wandte den Kopf zur Seite. „>ck>n wirst Du vergessen. Helen, aber nickt vergeben darfst Tu. daß eine Douglas kein Bürgwmädchen ist. Wir haben Rücksichten zu nehmen. Und später wirst Tu eiusehen sind.n"^ mI)t ljüttC unö ^uren pajpnöen Gacken Helen sagte nichts mehr. ( war ja.hoch alles nutzlos Sre senkte den Kopf und ging still.hinaus. ^ Zimmertür blieb sie einen Augenblick Also das war alle Liebe, dck mn M ß> ompfunden Nremand gab sich auch nur die Must g sie verstehen zn wollet 2 can batte ste nur lreb gehabt nutz ihre Wünsche erfüllt so lange es sch um Kwdereien handelte. — Sie griff sich an die Stirn. Ma? sollte ste noch hier, wo nwn sie dock ni*t verstand' l , tnÖ _ f ° rt sollte fie, nach Italien! s^ort ans seiner äcahe? ^ahin, wo sie ihn nie mehr sah! Nein! Niemals! Itnlckn ~ lC lUeITte ^° rt ‘ 9l&?r nict)t niit bn Mama nach "... . 31! ihm, er wird wissen, was das beste ist. Gleich wrll ick zu ihm. Und noch heute abend fahren wir nach Schottland und ick werde seine 'Frau." Ja. ja! Das war das beste! Jetzt gVch mußte sie fort. ie durfte urcht warten, bis mau sie mit der Mama nach Itali-m schickte. r r ^? n Ehnder Hast eilte sie in ihr Zimmer und kleidete stch für den Ansgang an. In - fieberhafter Eile suchte sie chr Geld -zusammen. Man mußte Geld haben, wenn nian reisen wollte und auch der Wagen kostete Geld, der sie zu ihm bringen sollte. Ungesehen gelangt sie ins Freie. Ecke Grockwnor Sonare kam eine leere Auckdrosckke, ste stieg ein und befand stck wenig später in Half Moon Street. Sie war noch nie hier gewesen, auch nicht in Bereitung ihres Bruders. Daß sie eine große llnklugheit beging, we-.in ste sich allein in die Wohnimg eines unverheirateten, lumnm Herrn begab, fiel ihr in ihrer Gemütsverfassung gar nicht ein. ' - . Sie batte keinem andern Gedanken als ihn. Sie wollig zu ihm, der allein noch für sie da war auf der Welt, ^nitU'tznng w!ai Danksagung. Sur bfe vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem allzufrühen Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer herwksiuten Mutter, meiner lieben Tochter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Schwägerin Frau Marie Engelter geb. von Felten insbesondere für die liebevolle Pflege der katholischen Schwestern, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumen penden jagen wir Allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Fnedberg, den 6. Januar 1918. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: I. Enaelter. 6 r. V oft. la. firaaiiiiitntc Omi) ßroficv Jlofirti la. MiUrldiirme gw'e siiildiirmk, sowi- Ri«ds-, Schweine-uad fjoüjsb'afcn. 5= W urüliordc!. == )tll!ha>, ltzietzen, landmiktsik-aitt. Maschinen, Fer nspre cher 77, Ltediqft r.tite 13, Einen Zuchtbullen gelb.checkt-^ 17 Monate alr. hat -« verkaufen Leiarich Kessel 1L, Blofeld. Ent?e?ennai)me von Scar-Einlren. zu den höchsten Zinssätzen. 2C Provisiofisfreier Checkverkehr. 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Der Bürgermeister. I. V.: D a in ni. Gisela eingel^offen. Tapete«- isnd UnofcmnSiaus Feuer- und diebessichere Stahlkammer, in der eiserne Schrankfächer (Sales) in verschied. Grossen vermiete! werden. ZHf-li.imMi'e» auf alle an den deutschen Börsen zur Auflage kommenden neuen Anleihen jeder Art werden von uns zu den Ausgabe-Bedingungen angenommen, ohne daß dies in den einte.uen »-allen lieMondera bekannt gemacht wird. Fricdlieii* Kaiserstr. 27. Jean Köglcr, Brennholz nttsgclrocknet von vorjührigen Fättirnge« haben abzusteben solange Vorrat reicht: Buchenfcheit- u. Knüppelholz per rm ab Lager Mk. 48.— Etchenrollenholr per NN Mk. 43.— Kiefern- oder LärchenroAenholz per rm Mk. 40 .— Tannen- oder Eichenrottenholz per Ztr. Mk. s.6v auf ca. 20 cm geschnitten. Gustav Schwarz & Söhne, _ Friedberg i. H. Ktrickwolle ecknüte Kimbkil- ml KkNkit-iltittrho'e» bliii'eit-DesüniiIilistit Zirtinipse Mid ^odjfit C^üaeiiine Stern Friedberg. 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