Gemeinscbaftsblatt für Hessen. ♦<>♦♦♦♦♦^♦44444444+444,4 44^ ^444+4 44« ^♦♦♦♦♦♦♦♦ 44^^*44 „. Erscheint wöchentlich einmal. Exemplare bestelle inan bei der Post vierteljährlich. Ueelsg „er Buchhandlung der Pilacrmisslon Kletzen. Nr. 50. Sonntag, den 12, Redakteur: Stadtmissionar Herrmnnn-Gießeu. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgernuliuin. Truck v. I. G. Ouckeu Rachf., G. m. b. H., Cassel 8. Jahrg. CT\ cAcml’cr 1915. Kanna. (1 Sam. 1, 9—20.) Hvnna, die Mutter des Propheten Samuel, war eine treue Beterin. Das Gebet war ihr nicht eine unangenehme Pflicht, sondern sie hatte Herzensbedürfnisse, und „sie betete lange vor dem HErrn". Sie erbat etwas von Ein traurig Weib kommt hier mit Tränen Bor Gottes Angesicht, Sagt Ihm ihr tiefstes heißes Sehnen Voll Glaubenszuversicht. Vergebens hat sie nicht betreten Des Höchsten Heiligtum, Ihr wurd' der Sohn, den sie erbeten Zu ihres Gottes Ruhm. Gott, und der himmlische Bater hat ihre Bitte er- hört und ihr gegeben, was sie erbat. Geht es nicht noch heute, trotz der ernsten Sprache Gottes durch den gewaltigen Krieg, vielen Menschen genau so wie jenem Bauunternehmer, der vor einigen Jahren in meiner Gegenwart von einem gläubigen Buch- Halter gefragt wurde, ob er bete, ehe er morgens seinHaus verließ? „Nein," sagte der Bauherr, „seit dem Tode meines Groß- vaters wird bei uns nicht mehr gebetet; dazu haben wir keine Zeit, die Ge- schäfte drängen sehr, und die anderen Leute in unserer Stadt beten auch nicht." Ach, der arme Mann, keine Zeit zum GebetI Man hat Zeit, um zu arbeiten, zu ruhen, zu essen, zu trinken, Tagesneuigkeiten anzuhören und iveiter zu erzählen und auch zu vielen wertlosen Dingen. Zum Bibellesen und Gebet hat man keine Zeit. Hie und da hat der Krieg belehrend gewirkt. Hanna bat um einen Sohn, und Gott gab ihr den Samuel, von dem später gesagt wird: „Ganz Israel von Dan bis gen Beer-Seba erkannte, daß Samuel ein treuer Prophet des O, welch ein Gott, welch ei« Erbarmen, Das keine Macht zerstört I &ört’S doch, ihr Ärmsten aller Armen, Daß Gott Gebet erhört. Er hört das Schreien Seiner Kinder, Wenn Angst und Not sie treibt, Er hört ihr Seufzen auch nicht minder, Wenn stumm der Mund verbleibt. Warum trägst du denn deine Sorgen, Wenn Gott dich hören will? O komm zu Ihm an jedem Morgen Und werde vor Ihm still I O köstlich Wort, das stet« wird bleiben, Ob alles auch vergeht, Laß es dir tief ins Herz' heut' ftatina und Eli. schreiben: Dein Go-t erhört Gebet. Aber zuerst muß der Mensch zu Gott heim- gekehrt sein aus der Welt und der Knechtschaft der Sünde. Zuerst muß man wissen: Meine Sache mit Gott ist in Ordnung, ich war wie ein irrendes Schaf, aber ich bin nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof meiner Seele. Wenn man sich durch Jesu Blut und Opfertod mit Gott versöhnt weiß, dann kann man es auch erfahren, daß Gott ein Hörer bei Gebets ist. Dann darf man alle seine Anliegen vor Gott kund werden lassen, alle Sorgen Ihm bringen, und dann darf man erfahren: Er sorgt für mich. T' TV Die betende Mutter. „Bei meinen regelmäßigen Besuchen in einem Staatsgefängnisse," so erzählt ein christlicher Mann, „trat ich eines Tages in die Zelle eines jungen Verbrechers. Meine erste Unterredung mit ihm schien ohne Erfolg zu sein; beim Schlüsse derselben kniete ich nieder, um mit ihm zu beten. Er blickte mich beim Hinweggehen mit etwas höhnendem Lächeln an. Mein Herz war betrübt. Ich konnte das Bild dieses verhärteten Jünglings nicht aus meiner Seele verwischen, vielmehr fühlte ich mich angeregt, auch zu Hause für ihn zu beten; ich faßte auch den Entschluß, ihn öfter zu besuchen. Bei mehreren Unter- redungen in den folgenden Wochen zeigte er noch die nämliche Gleichgültigkeit und Kälte; nur einmal zitterte eine Träne in seinen Augen, als ich ihm Christus, den Gekreuzigten, in Seiner brennenden Sünderliebe vor Augen malte. Das nächste Mal schien aber wieder alles Gefühl erloschen zu sein, bis er während des Gebets in lautes Weinen und Schluchzen ausbrach. Ich blickte mich um und sah ihn auf dem Boden liegen. Ich stand auf und fragte ihn nach der Ursache seiner heftigen Betrübnis. rief er aus, „es brennt wie Feuer in meinem Inneren. Sie haben in Ihrem Gebet gesagt, daß doch Gott das Flehen und Seufzen der frommen Eltern für ihre ungeratenen Kinder erhören möge, und da war es, als schüttete man glühende Kohlen auf mich; ich dachte an meine gute Mutter." Ich wußte nun nicht recht, was er damit sagen wollte; nachdem er sich aber etwas gefaßt hatte, erzählte er mir unter Tränen folgende Geschichte: „Ich bin der ungeratene Sohn einer frommen, betenden Mutter; sie betete oft mit mir, und nicht selten hörte ich sie auf ihrem Lager für mich seufzen. Allein ich hatte ein leichtsinniges Gemüt, gehorchte ihr nicht, und manche guten Rührungen waren bald erstickt. Zuweilen hatte ich Mitleid mit der armen Mutter, wenn ich sie weinen sah, versprach Besserung und stellte mich vor ihren Augen, als wäre es mir Ernst, hinter ihrem Rücken aber verübte ich Bosheit. Da aber meine gottlosen Kameraden mir das Gebet als eine lächerliche Sache vorstellten und mich wegen der strengen Aufsicht meiner Mutter bemitleideten, so wurde ich endlich ärgerlich auf dieselbe und schmähte sie. Ich wurde nun schlimmer und schlimmer, doch das treue Mutterherz hörte nicht auf, für mich zu beten. Ein leichtsinniges Mädchen überredete mich, mit ihr in dieses Land zu reisen; ich versprach es. Eines Nachmittags taumelte ich halb betrunken in die Wohnung meiner Mutter und erklärte ihr mit wenig Worten mein Vorhaben; sie erschrak und bat mich, zu bleiben; endlich sank sie nieder auf ihre Knie unv sagte: -Komm, Johannes, ich will zum Abschied noch einmal mit dir beten.« Ich wurde böse und gab ihr einen Stoß auf die Brust (hier hielt der Gefangene inne und schluchzte laut), in welcher ein so treues, zartes Mutterherz schlug. Tie Arme stürzte zusammen, richtete sich aber bald wieder auf und streckte beide Hände nach der geöffneten Tür, mir, dem Forteilenden, entgegen und rief: »O, mein Sohn! mein Sohn! HErr Jesus, vergib's ihm, rette ihn, verfolge ihn mit Deinem Heiligen Geiste!« Ich eilte fort; der Boden schien unter meinen Füßen zu wanken, und erst im Wirtshause erholte ich mich von meinem Schrecken. So mit Sünden beladen, kam ich in dieses Land. Hier ereilte mich der Arm der Gerechtigkeit in meinem Sündenlcruf." Mehrere Wochen brachte der Jüngling in großer Herzenstraurigkeit und innerer Zerknirschung zu; zuweilen war sein Kissen feucht von Tränen. Ich wollte Gott allein an ihm wirken lassen, machte ihn auf die tröstenden Gottesverheißungen in der Bibel aufmerksam und betete mit ihm. Gnädig erhörte der barmherzige Gott sein Seufzen und Flehen und schenkte ihm die tröstliche Versicherung in seinem Inneren, daß seine Sünden getilgt seien im Blute des Lammes. Der Mutter Gebet war erhört. & Deutsche Männer und das Gebet. Die Zahl der Gottesleugner, der Spötter, der Menschen, die nicht beten können und wollen, war riesengroß geworden in unserem Volke. Da sandte Gott einen merkwürdigen Prediger, um unser Volk beten zu lehren. Donnernd brach der Welt- krieg herein, welcher die Millionen deutscher Männer aufs Schlachtfeld rief. Unter dem Krachen der einschlagenden Granaten und der platzenden Schrapnells, unter dem Hagel der feindlichen Jnfantericgeschosse, unter unsäglichen Anstrengungen und Entbehrungen stellte dieser Krieg an Deutschlands Männer die Frage: Wollt ihr wirklich ohne Gott, ohne Frieden, ohne Glauben und Gebet diesen gewaltigen Kamps bestehen? Wollt ihr verwundet oder sterbend ohne den rettenden Heiland und ohne ge- wisse Hoffnung der Ewigkeit entgegengehen? Es gehört nicht viel Mut dazu, um im Kreise übermütiger, gottferner Kameraden über Gott, Ewigkeit und Gebet zu spotten, solange man daheim oder noch in der Kaserne des Ersatzbataillons ist. Da denken viele, das sei männlich. Aber schon in der Stunde des Ausmarsches steigt innerlich bei vielen ein Bewußtsein auf, daß die Sache doch ernst ist. Man läßt sich nichts davon merken, man möchte es unterdrücken. Draußen im Felde angekommen, wenn man zum ersten Male den Kanonendonner von fern hört, verstärkt sich diese innerliche Stimme: Freund, es wird ernst! Wenn's dann kurz darauf zum wirkliche» Kampf kommt, wenn die Franzosen oder Engländer die Schützengräben stundenlang mit schwerer Artillerie bearbeiten und dann ihre In- sanierie heranstürmt, dann gilt es: Sein oder Nicht- ! sein! Siegen oder sterben! Gott sei gepriesen dafür, daß viele Gewissen aufgewacht sind und viele Herzen zu dem Bekenntnis gekommen sind: Ich muß seiend, flehend meine Hände nach Gott ausstrecken, ich kann allein so nicht weiter! Wahrlich, der Krieg ist eine wunderbare Gebetsschule für sehr viele. O Freund, erfasse dies: Wenn du nicht glaubend im Gebet die Hand Gottes faßt, so stehst du innerlich unglücklich im Angesicht des Todes, auch wenn du noch so tapfer bist. Du weißt, daß du keine Hoffnung hast jenseits dieses Lebens, daß deine Schuld zwischen dir und dem gerechten ! Richter steht, vor dem du erscheinen mußt. Dein tiefstes Herz weiß es: Die Sache ist mit dem Sterben nicht aus, es kommt noch eine Abrechnung. Was willst du tun? Suche den Gott aller Gnade! Suche Jesum, Er allein ist der Versöhner! O lerne beten! Rufe Gott an, aufrichtig! Sei überzeugt, Jesus wartet auf dein Rufen; Erwirb Sich deiner erbarmen. Er hat gesagt: „Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinausstoßen" sJoh. 6, 37), und Er hält Wort. „Sucht Jehovah, während Er Sich finden läßt; ruft Ihn an, während Er nahe ist. Der Gesetzlose verlasse seinen Weg und der Mann des Frevels seine Gedanken, und er kehre um zu Jehovah, so wird Er Sich seiner erbarmen, und zu unserem Gott, denn Er ist reich an Vergebung." ö. V. Das Keöet einer Mutter. H. T., in einer frommen Familie aufgewachsen, versuchte als junger Mann in den Fußstapfen seiner Eltern zu wandeln und ein frommes Leben zu führen. Da es ihm aber mißlang, sich selbst gutzumachen, fiel er ins andere Extrem und gab sich allerlei Zweifeln hin. Als seine Mutter einmal eine Zeitlang von Hause abwesend war, überfiel sie plötzlich eine große Sehnsucht nach ihrem Sohn. Sie ging in ihr Zimmer und rang im Gebet mit Gott, daß Er doch ihren Sohn „gerade jetzt" retten möchte. Endlich triumphierte ihr Glaube, und sie stand in voller Gewißheit auf, daß alles in Ordnung und daß ihr Sohn „gerade jetzt" gerettet sei. Und was machte ihr Sohn zu dieser Zeit? Da er gerade eine halbe Stunde Zeit hatte, ging er in seines Vaters Biblio hek und nahm gedankenlos ein Buch nach dem anderen in die Hand und blätterte nach irgendeinem interessanten Abschnitt, der seine Gedanken zerstreuen sollte. Doch er fand nichts, was ihn fesselte. Er suchte nun nach irgendeiner Erzählung und ergriff, ohne es zu wissen, ein Predigt- buch. Als er es aufschlug, fiel sein Blick auf das Wort: „das vollendete Werk Jesu"; und fast in demselben Augenblick, in dem seine Mutter seine Seele von Gott forderte, kam Licht in sein Herz > Er erkannte auf einmal, daß nur das vollendete Werk Jesu ihn retten konnte; er kniete in der Bibliothek seines Vaters nieder und suchte und fand das Leben aus Gott. N Kin wunderbarer Iischzug. In dem alten Dorfe Hant's Harbour auf Neufundland herrschte vor Jahren allgemeine großo Niedergeschlagenheit; denn die Einwohner, die nur vom Fischfang und der Verarbeitung der Kabeljaue zum Stockfisch leben, hatten in jenem Jahre überhaupt noch nichts gefangen. All ihr Arbeiten und Mühen war umsonst gewesen. Drei Viertel der Fangzeit war bereits verstrichen, und vor ihnen lag der Winter. Hunger, ja, völliger Untergang warteten ihrer, denn die Geschäfte wollten den armen Leuten jetzt schon keinen Kredit mehr gewähren. Ihre Lage war in der Tat sehr ernst. Da setzte der Pfarrer der kleinen Gemeinde für den nächsten Mittwochabend eine Gebetsversammlung an. „Laßt uns," so sagte er, „in unserer Zeit der Not zu Gott gehen und Ihn um Hilfe anflehen!" Die Kirche war an dem bestimmten Abend gedrängt voll. Viele mußten draußen stehen. Nach Verlesung einiger passender Schriftstelle» und einige» Worten des Pfarrers erhoben mehrere der Anwesenden ihre Stimme zu Gott. Sie klagten Ihm die Not des ganzen Dorfes und baten Ihn, ungeachtet ihrer großen Unwürdigkeit, ihnen aus ihrer Bedrängnis zu helfen. Nach Schluß der Stunde ging man in gehobener Stimmung auseinander. Doch am nächsten Morgen trat die alte Mutlosigkeit wieder ein. Nur ein einziger Fischer, der auch in der Gebetsstunde gewesen war, fuhr mit seinem Knecht hinaus zum Fang. Es war Jabes Pelly, ein durch seinen Un- glauben im ganzen Ort bekannter Mann, der es laut als eine Torheit bezeichnet hatte, um Fische zu beten. Heute wollte er beweisen, daß es nichts zu fange» gäbe. Doch was geschah? Kaum hatten die beiden, die mit Spott und Staunen bemerkten, daß ihr Segel sich als einziges auf dem Wasser zeigte, ihre Netze ausgeworfen, als sie auch schon Fische in Menge fingen. Nach Verlauf von zwei Stunden kehrte der ungläubige Fischer in den Hafen zurück. Sein Boot war voll der schönsten Fische. Mit Windeseile verbreitete sich die Nachricht von dem wunderbaren Fischzug unter der Bevölkerung im Ort, und schon nach einer halben Stunde war der Hafen von Fahrzeugen aller Art belebt. Jedes kehrte an dem Tage schwer beladen aus der See zurück, und so blieb es bis zum Ende der Jahreszeit. In keinem Jahre hatte man so viele und so vorzügliche Fische gefaugeu. Der bisherige Verlust wurde reichlich ersetzt, und aus vielen Herzen wurde dem HErrn Dank dargebracht. Auf Jabes Pelly aber hat der wunderbare Fifchzug einen unauslöschlichen Eindruck gemacht. Unter der Wirkung dieses Ereignisses brach er vor Gott zusammen. Er wurde 'in Mensch, der fortan mit ganzem Herzen dem HErrn nachfolgte. & Aie Kand ans Schwert — das F erz emi or! Im stillen Frieden lag da' Land, Das Schwert stak in der'Scheide — Da lohte auf der Weltenbi and, Der Kaiser rief zum Streite! Er rief, bewegt vom Schmerze heiß. Des Reiches Untertanen. Vom frischen Jüngling bis zum Greis Eilt' alles zu den Fahnen; Des Vaterlandes heil'gen Herd Zu schützen galt's — die Hand ans Schwert I „Vernichtung" war der Feinde Ziel. Zu dem sie sich verschworen, Und hätten sie's erreicht — wieviel. Ja, alles wär' verloren I Doch macht der mächt'gen Feinde Rott' Uns blutig auch zu schaffen: Ein' feste Burg ist unser Gott, Ein' gute Wehr und Waffen. O wohl dem Land, das Ihn erkort Drum, deutsches Volk, das Herz empor I Rur wenn des Vaterlandes Wehr In Gottes Hand wir legen, Kann dauernd Sieg und Segen Er Auf unsre Waffen legen. Drum laßt — tobt draußen heiß die Schlacht — Uns drin die Hände falten; Harrt aus! bis alles ist vollbracht . Und uns Jehovahs Walten Schließt auf des Friedens goldnes Tor. Die Hand ans Schwert — das Herz empor I Oeöetsstunde. Im Lazarett saßen etliche genesende Soldaten zusammen und erzählten sich gegenseitig ihre Kriegs- erlebmsse. Da var einer, der hatte die Schlacht bei Tannenberg abgemacht. Davon läßt '"ich vohl viel ^zählen! Nach der Schlacht sammelte der Hauptmann, zu »essen Kompagnie dieser Landwehrmann gehörte, seine Leute um sich, -og seine Bibel aus dem Wafferrock hervor und las ihnen 'inen Abschnitt aus dem Propheten Jesaja vor. Dann fiel er ' auf die Knie und dankte Gott mit lauter Stimme für Seine Wunderhilfe bei diesem gewaltigen Sieg. Uber die bärt'gen Wangen der Landwehrleute flössen die Tränen. Dann standen sie auf und sangen zusammen: .Wir reten zum Beten oor Gott den Gerechten." Davon erzählte der sächsische Landwe^rmanrt in dem bayrischen Lazarett. Bon dieser Gebett- versammlung nach der Schlacht bei Tannenber« kam er ruf Gebetsversammlungen überhaupt ziu sprechen. Die anderen Soldaten lauschten verwundert Sie hatten alle noch keine Gebetsstunden mitgemacht Sie fragten hin und her. „Weißt, Kamerad," sagt einer, „so eine Gebet» stunde sollten wir eigentlich auch halten — nach oR dem, was wir im Kriege erlebt haben." „Da bin ich mit Freuden dabei I" erklärte kt Sachse. „Aber wer soll sie halten?" „Nun, natürlich du. Fang nur gleich