♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦ ♦♦♦ ♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ r r r uiwärts! «emeinschallsblatt für dessen. ♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Erscheint wöchentlich einmal. Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich. Uerlag der Buchhandlung der Pilgermission Kietzen. Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermission. Druck v. I. G. Oncken Nachf., G. m. b. H., Cassel. Nr. 36. Sonntag, den 5. September 1915. 8. Jahrg. Gerechtigkeit und Gnade. Der HErr Jesus hat ein volles Sühngeld be- zahlt zur Abwendung des göttlichen Strafgerichts für alles, was die Menschen verschuldet haben, und weil Gott gerecht ist, fordert Er keine Genugtuung von irgendeinem Mann oder eirer Frau, die auf Jesu Blut vertrauen, an Jesum glauben. Wenn eine Seele aus ihrem Sündenschlaf aufwacht und zu der Überzeugung gelangt: „Gott ist gerecht", so verursacht dieses zuerst großen Sch>ecken, weil man sich als Schuldiger dem gerechten Gott gegenübersiehr, aber hernach wird derselbe Glaube an Gottes Gerechtigkeit ein Grundpfeiler des Vertrauens und des Friedens. Als begnadigter Sünder in Christo kann ich nun nicht mehr meiner Übertretungen wegen gestraft werden, weil der große und herrliche Bürge die Strafe auf Sein schuldloses Haupt nahm, weil Er für mich gelitten hat und mich vertritt. Der begnadigte Sünder schaut mit tiefem Schmerze zurück auf die Menge seiner Sünden und Ungerechtigkeiten, ist aber ohne Furcht vor einer künftigen Strafe, weil er durch das volle Vertrauen auf Jesu Opfertod sich nun mit Gott versöhnt weiß. Er ruft mit dankbarem Herzen aus: „Lamm Gottes, Teineu Wunden Verdank' ich's Tag und Nacht, Daß sie den Rat gefunden, Der Sünder selig macht. Gelobet sei Dein Todesschweiß, Und allen Deinen Schmerzen Sei ewig Ehr' und Preis!" Jesus starb am Kreuze den bitteren Tod für Sünder; Er leerte dort den Kelch des gerechten Zornes Gottes für fremde Schuld. Und Er tat es so völlig, vollbrachte das Werk der Erlösung so ! vollkommen, daß Er die Psorten des Paradieses Gottes und der ewigen Herrlichkeit, welche sür immer dem schuldigen Menschen geschlossen gewesen wären, alsbald öfinete. Nicht nur zerriß der Vorhang im Tempel gu Jerusalem, sobald der HErr Sein Leben als Opfer für uns dahingegeben m.d Sein Blut vergossen hatte, auch jene Pforten droben vor Gottes ! Heiligtum taten sich auf. Und der HErr konnte ! selbst einen Mörder, der wegen seiner Verbrechen zum Tode verurteilt worden war, aber sich sterbend zu Ihm bekehrte, auf Grund Seines Opfertvdes alsbald mitnehmen in Gottes Paradies. Er sagte ihm: „Wahrlich, wahrlich, Ich sag e di r : Heute noch wirst du mit Mir im Paradiese sein." O, wie sehen wir da den Triumph der Gnade Gottes, wodurch Seiner Gerechtigkeit keinerlei Abbruch j getan wird! Kennst du, teurer Leser, die Gerechtigkeit und die Gnade Gottes? Bist du von deiner Sündenschuld überführt worden, und hast du das Blut Jesu als Sühnung für deine Ungerechtigkeiten erkannt? Laß dir diese Wahrheit tief in dein Herz ein- prägen und gehe nicht gedankenlos, nicht gleichgültig weiter. O. D. Erfolgreiches Zeugnis. Eine Krankenschwester erzählt folgendes Erlebnis aus ihrer Privatpflege: „Alan holte mich eilies Tages zu einer erkrankten jungen Dame. Sie >oar eine Sängerin und erst einundzivanzig Jahre alt. Durch Überanstrengung ihrer Stimme hatte sie sich ein schweres Halslciden zugezogen und lag nun, wie ich bald merkte, todkrank danieder. Als ich im Hanse angekommen war, hatte mich der Vater der Kranken mit den Worten empfangen: »Schwester, ich möchte Sie um zwei Dinge bitten: einmal, reden Sie ja mit meiner Tochter nichts religiöses, und dann, sprechen Sie durchaus nichts mit ihr vom Sterben.« Ich erwiderte nichts auf diese Anrede, und so wieder- holte der Herr diese Worte noch einmal. Ich gab wieder keine Antwort darauf. Die junge Sterbende, zu der ich nun geführt wurde, hatte keine Ahnung von ihrem bedenklichcn Zustand. Sie war ein feines, zartes, liebreiches Fräulein und empfing mich mit Freundlichkeit. Am folgenden Morgen las ich, in ihrem Zimmer sitzend, in meiner Bibel für mich. Sie sah mir auf- merksam zu. Anderen Tages machte rch es ebenso, und am dritten Tage fragte sie dann: »Liebe Schwester Wilhelmine, was lesen Sie denn?« Ich sag'e: »Ich lese Gottes Wort, die Nahrung für meine Seele,« Da bat sie: »Bitte, lesen Sie laut!« Ich tat dies, und von da an verlangte sie dies täglich wieder. Ich stand an der Leidensgeschichte unseres HErrn und Heilandes, und sie hörte mir mit großer Begier dabei zu, Ihr Vater kam öfters und war äußerst lieb mit seiner Tochter und für ihr leibliches Wohl besorgt. Doch wußte er nichts Besseres zu sagen als: »Liebes Kind, du wirst bald gesund werden, dann reisen wir in ein Bad« usw,; dies wiederholte er täglich. Eines Tages, als der Vater sie verlassen hatte, wandte sie sich zu mir und fragte: »Liebe Schwester, mein lieber Papa redet immer vom Gesundwerden, was sagen denn Sie; werde ich bald genesen?« Nun kam die gefürchtete Frage, Was tun? »Liebes Fräulein,« sagte ich, »Ihr Zustand ist ein ernster, doch bei Gott ist kein Ding unmöglich; Er kann Sie, wenn es Sein Wille ist, wieder genesen lassen,« Sic war mit meiner Antwort nicht so recht zufrieden, wie ich wohl merkte, und am nächsten Tage sing sie von neuem an: »Liebe Schwester Wilhelmine, denken Sie, daß ich sterben muß?- Ich erschrak über diese energische Frage und erwiderte: »Mein liebes Fräulein, Sie sind sehr schwer krank, und wenn Gott nicht ein Wunder tun will, so kann es sehr wohl sein, daß Sie Ihre Gesundheit nicht mehr erlangen, doch wie Er will. Er ist allmächtig,- Hierauf sagte sie: »Ich merke es wohl, Sie wollen nicht recht herausrücken, ich werde scheint's nicht mehr gesund, nicht wahr? Liebe Schwester, was würden Sie tun, wenn Sie in meiner Lage wären? O bitte, sagen Sie mir's,« Da antwortete ich ihr: »Ich würde mich der vollen Vergebung meiner Sünden versichern und Frieden mit Gott suchen.« Da rief sie rasch: »O bitte, helfen Sie mir; wie fange ich das an?« Ich verwies sie aus das Wort Gottes und auf unseren HErrn und Heiland, der auch für ihre Sünden gestorben und der uns mit Gott so völlig versöhnt, daß Gott selbst uns alle Sünden vergibt und das ewige Leben schenkt. Ich sagte ihr, wie dann der Friede Gottes in unser Herz eiuzieht. Ich betete mit ihr und las ihr Gottes Wort weiter vor. Nach wenigen Tagen, in denen sie mit stiller Ergebung in Gottes Willen ihr Leiden trug, fand sie Heil und Frieden in Jesu Christo, Bald darauf ging sie als ein glückseliges Kind Gottes im Frieden Gottes lächelnd heim. Der Vater der lieben Heimgegangenen war in seinem Jammer fast trostlos. Sie hatte ihm noch vor ihrem Tode erzählt, daß sie keine Furcht vor dem Sterben mehr habe, da sie zu ihrem Heiland gehe, und sie bat ihren Vater, zu sorgen, daß er ähr Nachkomme. Nachher kam er zu mir und sagte: »Schivester, was haben Sie mit meiner Tochter begonnen, daß sie, so jung, schon so ruhig sterben konnte? Bitte, sagen Sie mir alles; ich möchte auch solchen Frieden finden und auch so ergebe» sterben können,« Ich sagte ihm, er solle sich nur eingehend mit Gottes Wort beschäftigen und es zur Richtschnur seines Lebens machen, dann werde es ihm sicher auch den Weg zu solchem Frieden zeigen, der in Jesu allein zu finden sei. Er versprach es mir ernstlich. So wurde das selige Sterben seines Kindes der Anlaß, daß der alte Vater sich auch besann: »Was muß ich tun, daß ich errettet werde?«" Ist das nicht eine liebliche Frucht des Glaubens, der Wahrheit und des Gebetes, welche an dem Kranken- und Sterbebette dieser Tochter offenbar wurde? v, V, L Vur Gnade. Von einem gläubigen Arzt, der im 18, Jahr- hundert zu Leyden in Holland wohnte, er hwß Hermann Boerhaave, ist berichtet, daß derselbe bitter- lich zu weinen begann, als er einen Verbrecher zum Richtplatz führen sah. Man suchte ihn zu beruhigen, weil doch jener Mann die Todesstrafe reichlich verdient habe. Aber Boerhaave erwiderte: „Ich weine nicht über jenen, sondern über mich; denn ich muß daran denken, daß alle die bösen Triebe, die den Unglücklichen auf die Bahn des Lasters geführt haben, auch in meiner Brust lagen. Wenn ich nicht zum Verbrecher geworden bin, so war das nur Gottes unverdiente Gnade an mir." Die meisten Menschen kennen weder ihr arges Herz noch die bewahrende und befreiende Gnadenmacht Gottes noch die List und Gewalt Satans, des Fürsten der Welt, der sie unter seiner Gewalt dahinführt. Sie bilden sich ein, sie könnten auf ihrem Sündenwege anhalten, wann und wo sie wollten. Dies ist ein verhängnisvoller Irrtum, „Wahrlich, wahrlich. Ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Knecht," (Joh, 8, 34,) Die Macht der Sünde bindet den Menschen in Ketten, und je mehr er mit Bewußtsein Sündenwege geht und Sündenlust genießt, desto stärker werden diese Ketten, an denen Satan, der Vater der Lüge, seinen also gebundenen Sklaven dahinführt, Wohl bezeugt das Gewissen dem Sünder, daß er für seine Wege und Taten verantwortlich ist, er kann die Schuld nicht von sich abwälzen, aber er kann sich auch nicht selbst aus den Ketten befreien. Das kann nur Jesus, Jesus ist der Befreier, „Wenn nun der Sohn euch sreimachen wird, so werdet ihr wirklich frei sein," (Joh, 8, 36,) Jesus klopft an dein Herz; wenn du Ihm auftust, befreit Er dich. Wenn du Ihm aber nicht auftust, so denke nicht, du hättest Macht, darüber zu bestimmen, wie weit du der Sünde folgen wolltest. Es ist ein verhängnisvoller Irrtum, wenn die Menschen meinen, der Mensch sei im Grunde gut, man müsse ihn nur durch weise Erziehung anleiten, dann werde er gut. Sicherlich ist weise Erziehung nöt:g, von Gott geboten, ein Weg der Segnung. Wohl dem Volke, in welchem Zucht und Ordnung in den Familien, in den Werkstätten, im Heere dem Bojen den Weg sperrt, das Gottwohlgefällige fördert! Es ist dringend nötig, der Jugend das Gute vor 3lugen zu stellen, das Böse zu strafen — wo das nicht geschieht, zieht der Fluch ein. Aber keine Erziehung kann einen Menschen von der Macht der Sünde befreien, auch die b e st e nicht, das kann nur die Gnade Gottes durch den Glauben an E,hristuui bewirken. Einst hielt ein berühmter Professor in Berlin im Beisein Friedrichs des Großen einen Vortrag über die Erziehung. Er sagte, der Mensch sei im Grunde gut, er müsse nur recht erzogen werden, dann werde man lauter gute Menschen haben. Der alte König hatte die Menschen in einem langen Leben kennen gelernt. Als der Professor fertig war, stand der König auf, klopfte ihm auf die Schulter und sagte auf französisch: „Er kennt diese verfluchte Rasse noch nicht I" Der Mensch in seinem natürlichen Zustande ist ein verlorener, schuldiger Sünder. Aber nicht das allein, er ist geboren unter dem beherrschenden Ein- flnß und der bindenden Macht Satans, des großen Feindes Gottes. Des letzteren sind sich die meisten Menschen durchaus nicht beivußt, im Gegenteil, sie glauben frei zu sein, ivährend sie einen gebundenen Willen haben. Es gilt von allen Menschen, daß das Evangelium ihnen gesandt ist, „damit sie sich bekeh. ren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt Satans zu Gott, auf daß sie Vergebung der Sünden empfangen". (Apg. 26, 18.) r» Jesu Dienst. „Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß Er Sich dienen lasse, sondern daß Er diene und gebe Sein Leben zu einer Erlösung für viele." Matth. 20, 28. , Es wäre nur selbstverständlich gewesen, wenn ^esus den Dienst der Menschen beansprucht hätte. War Er doch der Eingeborene vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Hatten Ihm doch in der Herrlichkeit die Myriaden heiliger Engel zur Ver- fügung gestanden, zu Seinem Dienst bereit. Aber Er hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich sein, sondern Er gab Seine Herrlichkeit, die - Er beim Vater hatte, daran. Er entäußerte sich all Seiner Hoheit und Macht und kam auf die Erde, um ein Diener der Menschenkinder zu werden. Ja, Sein Filzes Leben war ein Dienen. Mit Wort und Werk hat Er den Menschen gedient. Er trat an ihre Krankenbetten und half ihnen von Krankheit und Siechtum. Er hörte das Seufzen und Sehnen der Herzen, und Er befreite sie von der Schuld und dem Druck der Sünde. Wo Er nur konnte, da diente Er. Und wie Sein Leben ein Dienen war, so war es auch Sein Sterben. Ja, Sein Sterben war es erst recht. Sein Tod war der große Dienst, den Er der Menschheit leistete. Das war der dienst, von dem Gott schon im Paradiese geredet hatte. Da hat Er der Schlange den Kopf zertreten. Da hat Er ^ein Leben gegeben zur Erlösung für viele Hast du dir schon von diesem Heiland helfen und dienen lasten? Es gibt viele, die sagen: Ja, an ben Vater im Himmel glaube ich; aber mit Jesu weiß ich nichts anzufaugen. Wozu soll ich den ge- brauchen? O, die so sprechen, die haben sich gewiß noch nicht von Ihm dienen lassen, und die wissen auch nicht, wie nötig sie Seinen Dienst haben I Sie meinen wohl gar, es sei eine Beleidigung für den Vater, wenn sie soviel von Jesu redeten! Was für eine Torheit! Der Vater hat Seinen Sohn gesandt, daß Er den Menschen diene, daß Er sie von der Sünde erlöse und befreie; da ist es Seine Freude, wenn die Menschen von diesem Dienste Jesu Gebrauch machen. Nicht das ist eine Beleidigung für den Vater, wenn man soviel von Jesu redet, soudern das ist eine Beleidigung für Ihn, wenn man nicht von Jesu redet und Seinen Dienst verschmäht! Wenn Jesus dazu gekommen ist, daß Er diene, o, dann laß dir dienen! Dann verschmähe Seinen Dienst nicht! Wenn Er gekommen ist, daß Er Sein Leben gebe zur Erlösung für viele, o, dann nimm d,e,e Gabe für dich an, daß du auch zu den Vielen gehörst! Wohl hat Er Sein Leben für alle ge- geben, aber nicht alle nehmen diese Gabe au, es sind nur viele, die sich von Ihm dienen lassen. Wie traurig ist das! Gehörst du zu den Vielen? Aas Much der Micher. Die Bibel, die unter Millionen Büchern das einzige Buch auf weiter Erde ist, das von sich selber lagt, daß es Gottes Wort sei und dies mit vollem Rechte von sich behauptet, ist das meist verbreitete und gefeiertste und zugleich das meist bekämpfte Buch der Welt. Aber warum das letztere? Es ist dies gut begreiflich. Wendet es sich doch an das Herz und Gewissen aller Menschen mit einer Erweisung von Geist und Leben, Ernst und Kraft, wie das ein bloß menschliches Buch nie zu tun vermöchte. Sein Licht durchdringt und durchleuchtet unser Inneres. Richtig sagt es von sich selbst: „Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als ledes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Zerteilung der Seele und des Geistes und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens." Ob die Bibel gelobt oder geschmäht wird, sie gibt ihr Recht und ihre Forderungen nicht auf und hält, un- bekümmert um Lob oder Tadel, ihren Siegeszug weiter durch atTe Länder und Völker der Erde. Und sie richtet sich auch heute noch allenthalben mit der gleichen Kraft unb ebenso bestimmt wie im grauen Altertum au die Herzen und Gewissen der Menschen, hoch und niedrig, und sie macht ihre göttliche Autorität überall geltend. Auch jetzt in dem furchtbaren Weltkrieg ist die Bibel, ganz oder teilweise, das meist gelesene Buch unter alle» Büchern. Groß ist die Zahl derer, die daheim oder draußen, in den Schützengräben und in Lazaretten und Gefangenenlagern, Gott durch Sein Wort zu ihren Herzen und Gewissen reden lassen. Und wie viele mögen es schon sein, denen Gott in den dreizehn Monaten des blutigen Krieges in Seinem Worte begegnet ist, denen Er durch Jesum Christum, Seinen Sohn, eiviges Heil und ewiges Leben, Trost und Frieden geschenkt hat! Laß mich dich denn fragen, ob das ewige Wort Gottes auch in deinen Händen ist. Und liest du es im Bewußtsein, daß Gott hier §u_ bir spricht und daß für dich hier Leben oder Tod, Segen oder Fluch zu finden? Ja, durch Sein Wort begegnet dir Gott heute als Retter, oder einst, am Tage des Gerichts, als Richter. Und Sein Wort wird dir dann das Urteil sprechen für alle Ewigkeit. Geliebter Leser, laß in diesen ernsten Tagen, da Gott so deutlich und so gewaltig durch den Weltkrieg zu uns redet von der Hinfälligkeit aller Menschen und von der Eitelkeit und Nichtigkeit aller Dinge, auch vor allem durch Sein ewig bleibendes Wort zu deiner Seele reden. Nimm Ihn auf und an als deinen Etlöser und Herrn, den Er dir hier in Seiner Gnade und Wahrheit vor Augen stellt: Jesum Christum, den Sohn Gottes Dann zieht Friede ein in dein Herz und Trost und Kraft in deine Seele, und ewiges Leben ist dein gewisses Teil mit ewiger Seligkeit und Herr- lichkeit. ^ Die Huelke. „Wer des Wassers trinken wird, das Ich ihm gebe, den wird ewiglich nicht dürsten; sondern das Wasser, das Ich ihm geben iverde, wird in ihm ein Brunnen des Wassers iverden, das in das ewige Leben quillt." (Joh. 4, 14) Was ist das Wasser, das Jesus gibt? Es ist etwas, ivas den Durst der Seele stillt; das geht aus obigem Wort Jesu hervor. Durst ist ungestilltes Bedürfnis. O, wie viele Bedürfnisse hat dieMenschen- seele! Was möchte sie nicht alles haben! Der natürliche Mensch sucht seine Befriedigung in den Dingen dieser Welt. Genuß, Geld, Ehre, Macht sind die Ziele, denen die Menschen uachftreben. Aber was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nehme doch Schaden an seiner Seele? Einzelne trachten nach Höherem, nach Wissen und Können. S e sehen vielleicht auf solche herab, die nur materielle Ziele verfolgen, und halten sich für Edelmenschen. Aber die Erfahrung lehrt, daß weder Genuß noch Geld, weder Ehre noch Macht, weder Wissen noch Können die Menschenseele voll befriedigen können. Wie mancher erreicht das Ziel gar nicht, das ihm vorschwebt, und wer's erreicht, kan» es verlieren und fühlt sich dann doppelt elend. Und wer's etwa weit gebracht und ein hohes Ziel erreicht hat, ist damit doch nicht voll befriedigt, wenn er keine Frucht für die Ewigkeit davon erwarten kann und doch sterber muß. Die Welt kann also den Durst der Menschenseelen nicht wahrhaft stillen; Jesus aber kann es. Er ruft in die Menschheit hinein: „Wen da dürstet, der komme zu Mir, und es trinke, wer an Mich glaubt!" Er ist es, von dem Ströme lebendigen Wassers ausgehen. Was ist das? Es ist zunächst Sein Evangelium, das Wort Gottes. Wie süß und erquickend ist's für dürstende Seelen! Und wer es im Glaube» an- nimmt, bekommt H e i l i g e n G e i st. „Das sagte Er aber von dem Geist, welchen empfangen sollten, die an Ihn glaubten." So heißt esJoh.7,39 eben mit Beziehung auf die Ströme des lebendigen Wassers, die von Seinem Leibe kommen und die denen Lebenswasser zuführen, die gläubig und verlangend zu Ihm kommen und so Seiner Einladung folgen. Vers anrnriungs-Anzeigen. Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstr. J4. Jeden Sonntag 1V« Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein;, 8V- Uhr: Versammlung; 47* Uhr: Christlicher Verein junger Männer. Jeden Mittwoch, abends 872 Uhr: Bibelstunde. Jeden Freitag 872 Uhr: Gebetssttmde. Sonntag, den 12. September, abends 8 Uhr: Grünberg. In Nordeck und Wißmar Frauenversammlungen. Versammlungen srir Frauen und Jungfrauen durch Schwester Anna. Sonntag, den 29. August: Fauerbach bei Ostheim und Niederweisel. . Anzeigen für die Nummern 37—40 Sonntag, den 5 September, nachmittags: Großenlinden abends: Leihgestern; Montag, den 6.: Münchholzhausen: Dienstag, den 7.: Hörnsheim; Mittwoch, den 8.: Kinzenbach: Donnerstag, den 9.: Allendorf. Bezirk Bellnhausen. Sonntag, den 15. August, nachmittags 2 Uhr: V« sammlung in Bellnhausen. Sonntag, den 22. August: Versammlung im Freie« in Odenhausen. Sonntag, den 29. August, den 5. und 12. September, nachmittags 2 Uhr: Versammlung in Bellnhausen. bis zunr 29. August ds. Is. erbeten.