♦♦♦ ♦♦♦ ♦♦♦ • — . - r ♦ Aufwärts! i Gemeinscbaftsblatt für Ressen. ♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ! l l Erscheint wöchentlich einmal. Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich. Uerlag der Buchhandlung der Pllgcrmission Liehen. Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cafsel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Piigermission. Druck v. I. G. Oncken Nachf., G. m. b. H., Cassel. Nr. 29. Sonntag, den 18. Juli 1915. 8. Jahrg. Die zerschossene ZZiöel. Der Reservist B. A. nahm an den Kämpfen in Russisch-Polen teil. Seine Bibel, das teure Gotteswort, trug er stets in seiner linken Rockschoßtasche. Seine Kompagnie hatte ein Gehöft besetzt und hielt sich in den Gebäuden auf. Doch die russische Artillerie hatte sie bald entdeckt und begann sie zu beschießen. Ein Sprengstück verletzte B.A. und «r wurde von sei- neu Kameraden in Sicherheit gebracht und verbunden. Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, daß ein zweites Geschoßstück seinen Tod herbeigeführt hätte, wenn es nicht aus seiner Bahn abgelenkt worden wäre. Zu dieser Ablenkung hatte Gott die Bibel gebraucht. War sie ihm bisher schon ein treuer Be- gleiter, so war sie ihm jetzt doppelt teuer. Zuerst hatte das teure Bibelbuch dem Reservisten den Weg zum ewigen Leben, zur ewigen Seligkeit gezeigt, und jetzt war es sein Lebensretter geworden. Die Bibel war durchschossen, aber das Leben war gerettet. Nun ist eine Bibel in der Tasche nicht immer ein Schutzmiitel gegen feindliche Geschosse. Aber das ist auch nicht die Hauptsache dabei, sondern der wahre Glaube an Jesu Blut und Opfer- tod, das feste Vertrauen auf den lebendigen Gott gibt nicht nur Lebensmut, sondern auch Sterbens- sreudigkeit. Wer diesen lebendigen Glauben hat, dem ist auch das Wort Gottes unentbehrlich geworden. Je ernster die Zeiten und je schwieriger und ungewisser die Verhältnisse hienieden werden, um so mehr sehnt sich das menschliche Herz nach irgend etwas Gewissem und Festem, woran es sich halten und worauf es bauen und Ruhe finden kann im Blick auf Zeit und * Ewigkeit. Dem . gläubigenChristen bietet die Bibel, von welcher er überzeugt ist, daß Gott sie ihm ge- geben hat, daß sie Gottes Wort ist, diese Gewißheit und Ruhe. Sie hat ihm nicht nur ernste Zeiten und schwierige Verhältnisse klar vorhergesagt, sie gibt ihm auch in denselben Licht und Kraft, um den rechten Weg hindurch zu finden und zu gehen. Sie bringt ihn überdies in Verbindung mit Gott und der Ewigkeit, wohin der rasche Flug der Zeit ihn trägt. Du aber, lieber Leser, nimm und lies die Bibel, sie wird auch deinem Herzen Licht und Leben geben. „Das Bibelbuch ist ein Hammer, der Felsen zerschlägt." (Jer. 23, 29.) „Es ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert." (Ebr. 4, 12.) Und zugleich ist es das Samenkorn, durch welches Gott der Seele das neue, göttliche Leben einpflanzt, wie geschrieben steht: „Der Same ist das Wort Gottes." (Luk. 8, li.) Wie auch der Apostel an die Wiedergeborenen schreibt: „Ihr seid wiedergeboren, nicht aus verweslichem Samen, sondern aus unverweslichem: durch das lebendige und bleibende Wort Gottes." (1 Petri 1, 23.) Ja, nimm und lies Gottes Wort, die Heilige Schrift; „sie vermag dich weise zu machen zur Seligkeit durch den Glauben an Cbristum Jesum". (2 Tim 3, 15.) O. D. "§» ^5eöensörot. Es gibt leider Tausende und aber Tausende von Deutschen, in deren Leben war und ist das Wort Gottes so völlig ausgeschaltet, daß selbst von den Bibelsprüchen, die sie als Kinder und in der Jugend gelernt haben, nichts mehr übrig geblieben ist — alles ist versunken und vergessen! Weißt du ein Wort aus der Bibel, das dir teuer wurde? Ist da irgendein Ereignis deines Lebens verbunden mit der Erinnerung an ein Wort Gottes? Hat es dir vielleicht deine gute Mutter geschrieben oder hat es ein alter Freund oder Lehrer dir gesagt in einer Abschiedsstunde? Laß einmal die versunkenen Glocken aus den Tiefen deiner Erinnerung heraufklingen in die sturmbewegte Gegenwart! Horch! Es klingt: „Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen." (Apg. 4,12.) „Besteht Jehovah deinen Weg und vertraue auf Ihn!" (Pst 37, 5.) „Barmherzig und gnädig ist Jehovah, langsam zum Zorn und groß an Güte; Er wird nicht immerdar rechten und nicht ewiglich nachtragen." (Pst 103, 8. 9.) Welche heiligen, göttlichen Worte — sie ziehen mit Macht dein Herz nach oben in das Licht der Ewigkeit. Wohl findest du unter denen, die ohne Gott und Gottes Wort ihre Straße ziehen, manchen tüchtigen, tapferen Mann, der sich in dieser Kriegs- zeit als ein treuer Deutscher bewährt hat. Auf Grund dieser Tatsache denkst du vielleicht: man braucht das Wort Gottes nicht, man wird auch ohne ! dem fertig. Aber du irrst, mein Freund! Du kennst nicht die Lebens- und Siegeskräfte, die im Worte Gottes enthalten sind. Du bedenkst nicht den Ernst der Ewigkeit und den Fluch der Sünde, der auf jedem Menschen von Natur lastet, von welchem wir befreit werden müssen durch die Gnade, die allein in Jesu ist. Du kennst nicht den Frieden des Herzens, welchen ein Mensch empfängt, der seine Seele ernährt mit diesem wunderbaren Wort, von welchem geschrieben steht: „Wahrlich, wahrlich. Ich sage ench: Wer Mein Wort hört und glaubt Dem, der Mich gesandt hat, hat ewiges Leben und komm: nicht ins Gericht, sondern er ist aus denr Tode in das Leben hinübergegangen." (Ich. 5, 24.) Neulich geschah es in einem Lazarett im Osten, daß ein ßerbender Verwundeter die Krankenschivester anrief mit den Worten: „Schwester, geben Sie mir etwas zum Leben!" Die Schwester mußte antworten: „Ich kann Ihnen nichts zum Leben ge- den." Diese Schwester kannte selbst den Heiland Jesus nicht, welcher spricht: „Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist. Wenn jemand von diesem Brote ißt, so wird er leben in Ewigkeit." (Joh. 6, 51.) Wenn jener arme sterbende Verwundete ein wahres Kind Gottes vor sich gehabt hätte, jo hätte er die Antwort empfangen: „Jesus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an Mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der da lebt und an Mich glaubt, wird nicht sterben in Ewig- keit." (Joh. 11, 25. 26.) Oder er hätte die Ant- wort bekommen: Jesus läßt dir sagen: „Wer Mich findet, hat das Leben gefunden und Wohlgefallen erlangt von Jehovah." (Spr. 8, 35.) Diese Worte des ewigen Gottes sind Geist, Kraft, Leben und Wirklichkeit für jeden Glaubenden. Wie ist es so dringend not, unserem deutschen Volke und vor allen Dingen unseren deutschen Kriegern das Wort Gottes zu geben, welches das ewige Leben bringt! Dies Erdenleben läuft ab; auch ivenn es in Treue durchgehalten wurde, auch wenn man als Sieger das irdische Schlachtfeld verläßt, so bleibt die große Ewigkeitsfrage: Hast du Brot des ewigen Lebens gegessen? Hast du glaubend das Gnaden wort Gottes in dein Herz gefaßt? Wenn ein Mensch sterbend liegt, sei es auf dem Schlachtselde, sei es im Lazarett, welcher Brot des ewigen Lebens, das Wort Gottes, gegessen hat, der spricht nicht: Gib mir etwas zum Leben!, sondern er gibt denen, die um ihn sind, Zeugnisse von Jesu, dem gegenwärtigen, wunderbaren HErrn, der aus seinem Leben weggenommen hat alle Anklagen des Gewissens, alle Last der Schuld, und der ihm gegeben hat: Gewißheit ewiger Gnade, Gewißheit ewigen Lebens! v. V. Aas Wort. (Rom. 10, 8.) Es ist Gottes Wort, von dem hier die Rede ist, das untrügliche, ewige Wort des Heils und Lebens, ,)das Wort des Glaubens, welches wir predigen." Was aber sagt uns Gottes Wort? Es ver- kündigt uns, wer Gott ist; es bringt uns Gott in Seinem Wesen und Tun vor uü,ere Augen. Aber es stellt auch uns vor Gottes Angesicht, denn es läßt uns wissen, was wir sind vor Ihm, was Er von uns weiß und denkt. So haben wir nicht nötig, „in den Himmel hinaufzusteigen," um Gottes Gedanken, Worte und Taten zu erfahren. Das Wort, das uns alles, der Wahrheit gemäß, bezeugt, Sohn Gottes ist; und wer konnte Ihn als seinen Heiland kennen und doch in dieser gottfeindlichen Welt seine Überzeugung verleugnen oder verhehlen? Wäre es nicht zum Gericht? Aber nein, es kann nicht sein. Der wahre Gläubige bekennt Jesum als Herrn zu seinem Heil mit Herz und Mund, und er wird überdies nur Dem zu leben beaebren. der Versammlungs-Anzeigen für die Monate Zuli und August. Bezirk Gießen. Stadtmission Gienen, Löberstr. 14. Jeden Sonntag l 1 /* Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: ungfrauenverein; 8‘A Uhr : Versammlung; 4'/* Uhr: Christlicher Verein junger Männer. Jeden Mittwoch, abends 8'/- Uhr: Bibelstunde. Jeden Freitag 87* Uhr: Gebetsstunde. Sonntag, den >8. Juli: Nordeck und Wißmar, abends 8 Uhr: Grünberg; 20.: Altenbuseck; 21.: Kleinlindeu, Frauenstuude. Sonntag, den 25. Juli: Beuern und Altenbuseck; abends 8 Uhr: Grünberg; 27.: Wieseck, Frauenstunde. Sonntag, den 1. August: Nordeck und Wißmar, Frauenstunden; abends 8 Uhr: Grünberg. Sonntag, den 8. August: Beuern und Altenbuseck, abends 8 Uhr: Grünberg, Frauenstunde. Bezirk Bellnhausen. Sonntag, den 18. Juli, nachmittags 2 Uhr: Versammlung in Bellnhausen. Sonntag, den 25. Juli, nachmittags 2 Uhr: Versammlung im Freien in Fronhausen. Sonntag, den 1. August, nachmittags 2 Uhr: Versammlung in Bellnhausen Sonntag, den 8. August, nachmittags 2 Uhr: Versammlung im Freien in Lkelmühle. Bezirk Lich. Jeden Sonntag 12V* Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; abends 8V* Uhr: Versammlung. Jeden Dienstag und Freitag: Kriegsbetstunde. Sonntag, den 18. Juli: Missionsfest auf der fjaröt in Lich. 20.: Villingen; 21.: Wohn- bach; 22.: Watzenborn; 27 : Dorfgill; 29.: Langsdorf, Versammlung; 1. August: Holzheim. Bezirk Niederweisel In Niederweisel jeden Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Sonntagsschule; abends 8 Uhr: Versammlung; jeden Donnerstagabend Bibelstunde. In Kirchgöns jeden Sonntagnachmittag 7-4 Uhr: Versammlung, l In Butzbach jeden Montagabend 9 Uhr: Versammlung In Fauerbach 25. Juli und 8 August, 3 Uhr nachmittags: Versammlung. In Ga mb ach 27 Juli Versammlung. In M ü n z e n b e r g >. August, nachmittags 1 I »4 Uhr: Versammlung. Sonntag, den 15. August, 3 Uhr nachmittags: Iahresfest in Niederweisel. Versammlung für Frauen und Jungfrauen durch Schwester Anna. Sonntag, den l. August, nachmittags: Nordeck; abends: Wißmar Dienstag, den 3. Aug st: Beuern. Mittwoch, den 4. August: Kleinlinden. Donnerstag, den 5. und Freitag, den 6. August: Altenbuseck. Sonnlag, den 8 August: Grünberg. Schwester Luise wird an folgenden Orten dienen Sonnlag, den 25. Juli, nachmittags: Großen- linden; abends: Leihgestern. Sonntag, den >. August, nachmittags: Allendorf; abends: Hörnsheim. Kon iuuu cs uuu; uuuci» muyuu] r Lver ronnre ii Marien, IN oem ou wunoervoue Monespsianzen von Herzen an Jesum Christum glauben, daß Er der ?! pflückst? Ist sie dir eine Apotheke, aus der du die 8, 11.) Wie auch der Apostel an die Wiedergeborenen schreibt: „Ihr seid wiedergeboren, nicht aus verweslichem Samen, sondern aus unverweslichem: durch das lebendige und bleibende Wort Gottes." (1 Petri 1, 23.) 51a. nimm und lies Gottes Wort, die Keilige gesandt hat, hat ewiges Leben und komm: nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode in das Leben hinübergegangen." sJoh. 5, 24.) Neulich geschah es in einem Lazarett im Osten, daß ein Werbender verwundeter die Krankenschwester anries mit den Worten: „Schwester, geben Sie ge^aieleoea gege. lougeeia), wge truuj. n uuu [uyi wux> kz/uu ts» t \s.v '^~ CI ®ein Wort hört und glaubt Dem, der Mich l! kündigt uns, wer Gott ist; es bringt uns Gott in teeinem Wesen und Tun vor untere Augen. Aber es stellt auch uns vor Gottes Angesicht, denn es läßt uns wissen, was wir sind vor Ihm, was Er von uns weiß und denkt. So haben wir nicht nö- j tig, „in den Himmel hinaufzusteigen," um Gottes Gedanken, Worte und Taten zu erfahren. Das Wort, das uns alles, der Wahrheit gemäß, bezeugt, ist in unseren Häusern und Händen, ja, mehr: „Es ist dir nahe in deinem Munde und in deineni Herzen!" Und was hören wir in Gottes Wv't? Wer sind wir in Gottes Augen? Wie stehen wir da vor Ihm? Gott sagt uns, daß „wir alle abgewichen, allesamt untauglich geworden sind". sRöm. 3, 12.) j Das heißt, nach außen und nach innen sind wir unrein und verderbt. Wir müssen, wie Gottes Wort uns weiter sagt, begnadigt, gereinigt, j erlöst und gerettet werden, wenn wir nicht e w i g '• verloren gehen wollen. Wie ernst ist dies! j Aber Gottes Wort sagt uns mehr. Es sagt uns auch, was Gott getan hat zu unserem Heil und Leben, um uns vom Verderben zu erretten und in Seine Herrlichkeit zu bOngen. Gott gab in Seiner Gnade und Liebe Seinen Sohn für uns dahin: ..Er hat Ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit." (Jes. 53, 6.) Dort am Kreuz auf Golgatha ist's geschehen; dort ist „Christus gestorben für unsere Sünden nach der Schrift. Und Er ist begrabe» worden, und Er ist auferweckt wor- den am dritten Tage nach der Schrift." (1 Kor. 15,3.4.) Dies vollkommene Heil verkündigt uns Gottes teures Wort. Und was nun? O höre, wie göttlich einfach doch: „Wenn du mit deinem Munde Jesum als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott Ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du errettet werden. Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Munde wird bekannt zum Heil." (Röm. 10, 9. 10.) Der gebeugte, heilsverlangende Sünder nimmt also, indem er Gottes Wort oder Heilsbotschaft mit gläubigem Herzen aufnimmt, gleichzeitig Gottes Gerechtigkeit selber auf I Wie könnte es auch anders sein? Wer Gottes Wort ins Herz aufnimmt, nimmt Christum selber auf und damit Sein ganzes, ewiges, freies, volles Heil. Aber es ist das Herz, welches glauben muß, wie wir gelesen haben: „Mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit." Das Herz zeigt, indem es der Botschaft glaubt, daß es nicht verstockt oder gleichgültig ist gegen das ewige Heil; es kennt seine Armut und seine Schuld, und es hungert und dürstet nach Gottes Gnade und Gerechtigkeit. Es wendet sich Gott zu, der zu jedem Menschen sagt: „Gib Mir dein Herz!" — Das Herz glaubt also zur Gerechtigkeit; es liebt Ihn, der ihm die Gerechtigkeit erworben hat: es bekennt Jesum als Herrn. Wie wäre es auch anders möglich? Wer könnte von Herzen an Jesum Christum glauben, daß Er der !j Sohn Gottes ist; und wer könnte Ihn als seinen Heiland kennen und doch in dieser gottfeindlichen Welt seine Überzeugung verleugnen oder verhehlen? Wäre es nicht zum Gericht? Aber nein, es kann nicht sein. Der wahre Gläubige bekennt Jesum als Herrn zu seinem Heil mit Herz und Mund, und er wird überdies nur Dem zu leben begehren, der für ihn gestorben ist. Teurer Leser, suchst du Vergebung deiner Sünden und Rettung deiner Seele? Wende dich zu Jesu! Bekenne Ihm deine Schuld und deine Not. Glaube an Ihn, den Sohn Gottes; vertraue auf Sein kostbares Blut, das da rein macht von aller Sünde, lind sei gewiß, „wenn du mit deinem Munde Jesum als Herrn bekennen und mit deinem Herzen glauben wirst, daß Gott Ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du errettet werden". So spricht Gott, der nicht lügen kann. E. D. Pas Auch der Wucher. Die Bibel ist in einem Zeitraum von mehr als anderthalb Tausend Jahren entstanden. Umstände, Zeiten und Verfasser der einzelnen Bücher sind sehr verschieden, und doch bildet sie ein Ganzes, in dem jeder Teil an seiner Stelle steht, ein jeder den anderen ergänzt. Sie offenbart bei aller Mannigfaltig keit die schönste Einheit. Aus ihr spricht der Heilige Geist. In ihr ist Kern und Stern, Mittelpunkt und Ziel: Christus, der Sohn Gottes, dein Erlöser und Seligmacher! Ihr Inhalt reicht rückwärts bis zum Anfang der Welt und vorwärts bis ans Ende der Zeit und in die Ewigkeit hinein. Unser Kaiser erzählte einmal: „Ich lese oft und gern in der Bibel, die auf meinem Nachttisch liegt und in welcher ich die köstlichsten Gedanken unterstrichen habe. Begreifen kann ich es nicht, daß es so viele Menschen gibt, die sich sowenig mit dem Worte Gottes beschäftigen. Bei allem Denken und Tun lege ich mir die Frage vor, was wohl die Bibel dazu sagt. Sie ist mir ein Born; aus ihr schöpfe ich Kraft und Licht." Und, lieber Leser, was ist dir die Bibel? Hörst du in ihr Gottes Stimme? Findest du in ihr den Weg zu Jesu, dem Sündenträger und Sündentilger, um Ihm deine Sünden zu bekennen und Ihn um Vergebung derselben anzuflehen? Ergreifst du in ihr die dir vom Heiligen Geiste ausgestellte Quittung: „Das Blut Jesu Christi, Seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde" (1 Joh. 1, 7) und: „Wer an Mich (Jesum) glaubt, der "hat das ewige Leben"? Ist dir die Bibel ein Bergwerk, aus dem du reines Gold gewinnst? Ist sie dir ein Garten, in dem du wundervolle Gottespflanzen pflückst? Ist sie dir eine Apotheke, aus der du die kräftigsten Heilmittel mannigfachster Art ;e nach deinen Umständen und Verhältnissen nimmst? Wie kannst du auf diese Fragen antworten? Was findest du in der Mibel, deine Ließe oder Koltes Liebe? .Zwei Männer hatten eines Tages eine Unterredung. Im Verlauf derselben fragte der eine: „Lesen Sie auch in der Bibel?" „Ja," entgegnete der Gefragte, „ich tue es ab und zu. Aber wenn ich ehrlich sein und die Wahrheit sagen soll, so habe ich nichts davon. Ich fühle, daß ich Gott nicht liebe." „Auf die gleiche Art habe ich auch in der Heiligen Schrift gelesen," antwortete der andere, „aber dann entdeckte ich, daß mich Gott liebte. Das gewann mein Herz, und ich fand in Seiner Liebe Frieden." Diese Bemerkung diente dazu, dem Manne die Augen zu öffnen, daß er nun Gottes Wort mit anderen Augen las und gezogen wurde, Gottes Gnade zu suchen. Von Gottes Gnade und Liebe lesen wir in der Heiligen Schrift: „Die Gnade Gottes ist erschienen heilbringend für alle Menschen." Und weiter: „Als die Güte und die Menschenliebe II unseres Heiland-Gottes erschien errettete Er uns." sTit. 2, 11; 3, 4. 5) Wo und wie die Rettung geschah, das sagt dem Gläubigen das Evangelium von Jesu Christo, von Seinem Kreuzestode und von Seiner Auferstehung. 'S». Hin Zeugnis für die Möek. Ein Gelehrter in Peking, China, stellte eine genaue Untersuchung des Neuen Testaments an und wurde gründlich bekehrt. Er kam nach der Betrieb»- stelle der Bibelgesellschaft in Peking und sagte, er sei völlig davon überzeugt, daß die Wahrheit und der Wert dieses Buches China umwandeln würden. Er hatte verschiedene Glaubensbekenntnisse geprüft, aber nur dies eine hatte den Klang der Wahrheit. Er wollte seinen Freunden das Neue Testament senden und fragte, ob er fünfzig oder fünfhundert Exemplare bekommen könne. Schließlich kaufte er 5584 Exemplare des Neuen Testaments, einige da- von in elegantem Ledereinband für einflußreiche Freunde. Er bezahlte für alles und ließ schöne Seidentücher^ anfertigen, um dieselben zu begleiten. Auf diese Seidentücher ließ er in Scharlach, und Goldbuchstaben sein Zeugnis für dieses kostbare Buch schreiben. & Komm und stest! ch kam und sah, und ich war überwunden, ein Zweifel und kein Widerspruch hielt Stich, Ich habe Jesum, Er hat mich gefunden, Was sonst mir wert und wichtig, das verblich. Ich kam und sah, wie Er für Gott gestritten, Zu machen Sein Gesetz und Seine Ehre groß, Wie Er am Kreuz für meine Schuld gelitten, Zu sichern mir ein ewig selig Los. Ich kam und sah, sah Ihn in Seiner Schöne Und mich in meines Jchs Erbärmlichkeit, Ich kam zu Ihm, daß Er mein Leben kröne, Im Staub gebeugt Hab' ich es Ihm geweiht. Ich kam und sah, anbetend bleib' ich stehen Bor Jesu Liebe heil'ger Wundermacht, Dort vor des Lammes Thron werd' ich erst sehen, Was Er an mir, was Er für Gott vollbracht. Jesus in mir. (Aus dem Themabüchlein des Jugendbundes.) Montag, den 19. Juli. Durch den Glauben. Eph. 3, 16-21. Dienstag, den 20. Juli. Die Bedingung. 1 Joh. 3, 21—24. Mittwoch, den 21. Juli. Er sucht Einlaß. Offb. 3, 20: Luk. 19, 1. 10. Sonnabend, den 24. Juli. Röm. 8, 8—14. Sonntag, den 25. Juli. Christus in mir. Joh. 15, 1—11. Donnerstag, den 22. Juli. Leben in Ihm- Gal. 2, 20. Freitag, den 23. Juli. Jesu Ziel. Joh. 17, 20—26. Der innewohnende Geist. „Venn weiche der Seift öottes treibt, die find Sones Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Seift empfangen, daß ihr euch abermal fürchten müßtet, sondern ihr habt einen kindlichen Seift empfangen, durch welchen wir rufen: flbba, lieber Vater! Derselbe Seift gibt Zeugnis unserem Seifte, daß wir Sones Kinder find." Röm. 8, 14—16.