(Neueste Nachrichten) es.er»er ''' Bezugspreis 86 M. monatlich vierteljährlich 2,40Mk., vorau-szahlbar, frei ins Ha> Ai. leholl in unserer Expedition oder in den Zwei ausgabcstellen vierteljährlich 1,80 Mk. — Erscherül Dienstag, Donnerstag u. Samstag. — NedaktronSschlui; früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder. Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird uichc garantier . Druck der Gicgencr Berlagöd Nckerri, Alb u Nr. 14«. Telephon Nr. 862. e >: n : Südanlage 21 Sümstag. d i! 21. D zember 1 ü!8 Anzeigenpreis 24 Pfg. lie 44 rnrii ' ?tte Pctitzeiie, für Auswärts 36 Pfg. N' " m r.’ »reite Reklame- Zeile ICO Pfennig . t erlagen werden nach Gewicht und Größe .. 4,net. ,. nban?nmmtbei Ueberschreitung deSZahlungs- «! • >or' bei gerichtlicher Beitreibung oder bei .... . - ... ,r ?. 3amiar. Berlin, 19. Dez. In bei hcuttgcn Sitzung des RcichSkortgrcss.s der Arbeiter- uiib Soldaten! äte Deutsch- lanbS wurde d'L Antrag Cohen,Neun, wonach die Wahlen zur Nattonalv rfammfam; om 19. Januar pattfinden sollen, mtt großer Mehrheit urttec dem Beifall des Hauses und dem Wid ttspruch der Mrnde-H it 6N- genomm.n. Die ÄadlorMung zur HationaKJerfatmiiSuns. * Im „Reichsanzeiger" ich j tzt die Wohlordnu q für bte Wahlen zur Nattonaiv.rsammlung veröff-ntticht worden. Sie enthalt u. -N folgende Bestimm ungen: Wählertifterr sin - mindestens ötet Wochen ödc dem Wahltag auf Die Dauer von ach! Togen zu i-bennunns Einsicht auszulegni. Hebet die nachträgliche Aufnahme von Ängehöiig.n d^s Heeres, der Marine und Kcicgs- gefangcn.», die später heiwk.hcLn, erueyt eine besondere Verordnung. Beim Wahlkommissar sind mindestens 2t Tage vor dem Wahltag Wahlvorschläge cinzu- reichen. Sie müssen von mindestens 100 im Wahl Das B ispiei zeigt, daß die D'Houdlsche Berechn-ngs - weise im Veiglttch zu, H?. schm di'- giöfiten Par- - r e r c ^ z u Ungunsten der kleinern bevorzugt.^ Die f klein n ParteU n weiden also, wollen sie mit ihren Etim ' nun Wi kung erzielen, g^nölrtt sein, ihre L-steu mit Lltzi« größerer Patteien verbinden zu losten, was t'«. Wahlordnung ausdrücklich vorsieht- Hein weiterer eintnarfefc der erneute. Berlin, 19 Dez. Aus Holland wird dem O , an der Unabhängigen „Der Fee hell" gem-ldet, daß die Frage der wntt-.cn Besetzung deutschen GcbiettS bisher in engüsäitn amtlichen Kreisen nicht ernstlich erörtert worden ist. Meldungen über den beabsichtigten Einmarsch wer. di a>s vollkommen unzustcffind bezeichnet. Die Entcnteregtecunaen wollen in den nächsten Tagen zur Frage der Zuständigkeit der j'tzigrn deutschen Regie, lung Stellung nehmen und werde ihren Standpunkt ln einer amtlichen E ktärung festlegrn. Die friedeiwerftanffluflgeii. ** Berlin. Nach einec Meldung' des „Berliner kreise zur Ausübung der Wohl bcr.chtigten Pdsonem!,Tageblottcs" aus Genf ist der Beginn der F-? dd-^kom untcrzctchnkt sein und dürfen nicht mchc N-m-n entM-r-nz noch mmer mcht ^ r.b S tUi fl iMt.m.nt. «laubt halten, als Abgeordnete im W?hlkr< zu wählen sind. Mehrere Whlvorschlchd könner mit . rmder verbunden werden. Die Namen auf den i»zr .n Stimmzetteln dürfen nur einem einzigen b\i. öff ntirch rtlonnt^eßebencn Watzlvorschläge entnr mmen fein. Gewählt wird mit Verdeckten St rnwzettr! n. Abwesende können sich weder fcai icn laste-, noch sonst an der Wahl teilmhmcn Zur Verteilung der Abgeorduetenfitze auf die Wahlvorschläge lint.n di< aus dw nz.lne Wahlvoc- sa läge entfallende Stimn A nzahlen nacheinander durch 1, 2, 3, 4 usw. gctei: bis von den sid hierbei ergebenden Teilzühlen so .. cst Höchstzohi : der Größe nach ansgesondere werde« können, wir Abgeordnete zu wählen sind. Jeder Wahlvocfchlag uimtt so viele Ab- gkoi dnet^sitze, wie auf ihn Höchstzahl!n knlfalltti. We?n die an Ktzttr Stelle stehende Hüchstzahl auf mehr re Wahlvorschläge zugleich entfällt, entjcherdet das Lind verbundene Wahlvorschläge vorhanden, so ll.d bet der Verteilung der Abgrottm-tensitze auf die ^ir z inen Wühlvouchlgge jede Gruppe vnt'.mrdrnn' Wahlvo. sch'ägc als ein Wahlvorschlog angesehen-und ih. die ih' .e Ge° samtstimmenzatz! cntsprcchtnde Zahl von Abgeordutten- sitzfn zugcwtesen. Ist so die Zahl Ab/ ordnet.nsitze festgestell!, dir auf jede Gruppe verdnndrnec Wahlvo - schlüge zusammen entfallen, so w lden dir Abgeo-'dnkt u .g erg bi sich, daß d Vettci lung bic Abgcvtdn-tenfitzr aus die einzeln-.n Listen in anderer Weise vorgenomwin wird, rstr- man ansangs an- nahm. Die neue Wahlordnung schreibt folgendes Bertel' lungSweiss vor, nämlich die zuerst von dem Franzoseri T' Hondt engee.ebene. Ihr Wesen brst.hr darin, daß man nochstnündLr die Stimmenzählca durch 1, 2, 3, 4 usw. teilt und dann die Sitze den größten Testzahlen za weist. Eirl Beispiel möge die Berechnung veranschaulichen. Es-mögen erhalten haben die Patt -n Z 185 000, S 253 000, D 115 000, U 87 000. ■> 45 000, X 70 000, Y 25000 und es mögen 13 Abgeo. 0 o.t-: zu wählen sein. aber, daß die Konferenz sicher in d r ersten Hätste des Monats Januar b gimug Wirde. vie ^dscdnMe ürr neuk.alrn Zone. Die Einteilung der 10 Kilometer breiten neutralen gone erfolgt entsprechend dem Besahungsgebiet der alliierten Truppen so, daß vier Abschnitte entstanden: Albschnitt 1 umfaßt das Gebiet von der holländischen Grenze bis zum Nordrand des Brückenkopfes Köln bei Natingen, Abschnitt 2 das sich daran schließende Gebiet bis zur Ecke zwischen den Brückenköpfen Köln und Koblenz, ausschließlich Honnef, Abschnitt 3 geht bis zur Ecke zwischen den Brückenköpfen Koblenz-Mainz einschließlich Lorch, Abschnitt 4 umfaßt die ganze neutrale gone von da ab bis zur Schweiz. Im Abschnitt 1 ist der Sitz der Kommandantur Wesel. Die Besatzung besteht aus einem Bataillon Infanterie in Wesel, einem Bataillon in Düsseldorf, sowie einer Eskadron in Wesel. Die Kommandantur des Abschnitts 2 ist Wipperfürth. Die Besatzung besteht aus 1 Bataillon Infanterie in Remscheid, einer Eskadron in Wipperfürlh und 1 Eskadron in Eitorf. Die Kommandantur für den 3. Abschnitt liegt in Westerburg. Die Besatzung setzt sich aus 1 Bataillon Infanterie in Hachenburg, einem Bataillon in Limburg und einer Eskadron in Westerburg zusammen. Die Kommandantur des letzten großen Abschnittes ist in Karlsruhe. Die Besatzung besteht aus einer Eskadron in Homburg, einem Bataillon Infanterie in Frankfurt, einem Bataillon Infanterie in Darmstadt, einer Eskadron in Darmstadt, einem Bataillon in Mannheim, feiner Eskadron in Schwetzingen, i einem Bataillon in Kc«:lsruhe, einer Eskadron in Karls- ! ruhe, ehern Bataillon! in Lahr, einer Eskadron in Lahr ! und einer Eskadron in Müllheim. Man TTGC öße, rechnet d;e Quottc sieben Frößten sind Stimmenzahltn in : 1 : 2 nten und silcht D^s ^istt fo Tausenden): 3 : 4 h >aud, we-ckes die grnde Ub er sicht, (die : 5 : 6 ! Sitze S 253 126,5 84,3 63,3 50,6 42,1 5 Z 18ö 62,5 61,6 46,2 37 1 - . D 115 57,5 38,3 28,7 2 U 87 43,5 20 1 X 70 35 1 K 45 . — A 25 — 13 Es s allen als 0 33 S 5, an Z 4, an D 2, tm U und £ j' 1, währ nd 9 und U le ec uusgehe«. Na- i der Haiesst.. Recknung würden cntfallen sein auf S 4, Z 3, D 2, U 2, X 1 und K 1. Paffierlc&eitte für das befeizte 8eMet. Gesuche um Pasfimcheim: sist den Berkchv von der , ncut. nlcn Zone nach dem besetzten Gebiet sind, wie be- j relts veröffentlicht wurde, durch die Kommandanten der ' Bezirke der sreutvalen Zone au die alliierte Militürbe- ! hö.rde zu richtev. Di Kommandanten (Abschnitt^kommun- deur«), an die also die Passierschelngesuchc jeweilig für E ncttsc in di.' den betreffenden Abschnitten'gegenüber- liegenden besetzten Ge bitte zu richten sind, haben ihren Sitz: a) Abschnitt. 1 (holländische Grenze Gegend Aachen, belgische Armee): W^sel, b) Abschnitt H (BrückenkopfKöln, englisch-/ Armee): Wipperfürth. e) Abschnitt Hl (Brückenkopf Koblenz, ikanische Armee): Westcnbuxg (Gennaimajor Schütze). 6) Abschnitt IV (Brückenkopf Mainz bis Schweizer Grenze, französische Armee): Karls'uh.e (Genkralmaior Ullrnann). Der Dcvollmächtigte des GenerälkommandoS des 18. Armeekorps; gez. v.' Studnitz. Gencralmajv''. ein heMcim ScbMlprogram?« Beim hessischen Kultusministerium liegt eine Eingabe des BundkShesfischer Schulreformer vor, die in großen Zügen die Wünsche für die Neuregelung des hessischen Schulwes.ns aus'pricht Die La-e dir Zeit rechtfertigt wohl die Erwatung, dost im gtoßea und gavz-n nach diesem Gesichtspunkten Verfahren werde. Die hesjischrn Wünsche sind in mancher Beziehung maßvoller als die des preu' ßischenKultusministerium . Sir verlangen Uebernahme dec Finanzieiuvg des -z.csamten B st.rn tt.v sms auf den Staat, um dadurst vo. "llem auch di', kleinen Landschulen leistungssäh'g zu machen. Ferner soll die Selbstverwaltung der Schule ausgcbaut werden. Lehrer und Eltern sollen Printer zu Ottsschulräten, Kceisschulräten und zum Landssschulrur wählen, wobei stets der pädagogisch-. Fachmann mit dun Vorsitz zu betrauen, im übrigen das Laienelemcnt in der Mehrzuhl^zu beteiligen wäre. Die Einheitsschule wird -.efottierst, ober so, daß sie auf den unteren Stufen nach dem Mannheimer System, in den späteren Jahren noch Fachschulen gegliedert wird. Die bisherigen soginannten .höheren Schulen" sollen -infach auch als Fachschulen gelttn, Ucheeschätzung der sremdsplachl'chc.n Bildung ausböcen und der Kasten, geist überwunden werden. Dir Leh Pläne sollen Wahlsreihe t zugestehcn und dadurch die k:ä'tigere Entwicklung blondere Begabungen ermöglichen. Die Trennung vo^ Ki:ch urd Sckule wird angenommen, aber ein all- gemeine'.' Reli: ionsunterricht auf der Grundlage des deutsch r. philosohstch"n Jdralttwus soll den konfessionell.^ ( setzt:i'. E-n gewiss'.'s Mnß von Schülerselbst- verwallnnq würde die staatSbürgrriiche Belehrung zu unterstützen habenl Die Mädchenbtldung soll im Sinne der modernen Frau nschule hauswirtkchaftlich und staats bürgerlich ergänzt werden. Die LandeSerzichungSheimt gelten in mancher Hinsicht als Muster der kommenden deutsch« n Nationalschule, und auch der Idee der Arbeitsschule soll durch Handwerk und Gartenbau Rechnung uetrogen w^den. Endl'ch wird noch die Errichtung ttner ordentlichen püdagoestschen Prostssur an der Landes- Universität Gießen als w'.sstnschaftlrcher Rückhalt für das gesamte hessische Erziehungswesen verlangt. Mm üm beicd * Die Mahlen zur kunstituierenden Laudes- versamm l u n g für Anhalt hatten folgendes Ergebnis: Gewählt sind 22 MchihettssoziLliftkn. 12 bürgerliche Demokraten, 2 Volktporteiler (deutsch-national). Die Mtttelftändler erhielt n im Hinbl'ck auf die geringe *Stimmlnzahlen ke'.nen Vi ttreti :, . u Ilnabhängigki: konn ten eine eigene Liste nicht ausfteÜen, da sic die ersocdec- liche Anzahl der Unterschriften nicht' aufbcachten. Hu? Stad! UKd LsnS. ** Anlagen }tiv Altersrente. Nach einem Erlaß des Reichsversichelungsamts erhalten nunmehr auch die Empfänger von Altersrenten für die Zeit vom 1. Januar 1919 bis 31. Dezember 1919 eine im voraus zahlbare Zutage .zu ihttr Rente in Höhe von 8 Mark monatlich. Und zwar wird die Zulage nur für volle j Monate gezahlt. Ihre Auszahlung erfolgt monatlich ' ;m voraus mit der Rente zugleich durch die Post gegen > Vorlage einer besondere«, rmierschriestl.ch vollzogenen ! und mit der.: Dienstsiegel cims zur Führung eines öff-ittst.chen Siegels bkrechtfgten Person vollzogenen Quittung. In den ehemals Goßh. Hessischen Landge- meInden find die Zulagequittungen bei den Bürger- mr-sterew , i^ den Städten bei den Poltzeiämtern bezw.- Reviere» erhältlich. Die Frarrxofeu am Rhein. Die größeren Octe . Nh inhessens sind nunmehr ausnahmslos mit französt- ! scheu Truppen besetzt. Kleinere Orte unter 500 Etn- woh .rn solle», wir: verlautet, keine Einquartierung er- j halte«, während größere Gemeinden mit etwa 5 Prozent ihrer Einwohnerschaft durch feindliche Besatzung belegt werden. Die Feinde, die sich der Einwohnerschasr gegcn- über selbst zurückhaltend und ruhig verhalten, wurden von der rheinischem Bevölkerung überall mit kühler Zurückhaltun. und Würde empfangen. Nirgends ist etwas von Zwischenfällen bekannt geworden. Fvankfnrt a. M. In einer geschlossenen Mit. ! gliederVersammlung des Demokratischen Vereins Frankfurt wurden nach einer lebhaften und anregenden Aussprache als Kandidaten für die Nationalversammlung " wählt: Bürgermeister Luppe, Professor Max Weber, 31? das Ende der Kem da? Aus London ist die Nachricht verbreitet, auf der bevorstehenden großen Friedenskonferenz sollte die Auf. Hebung der allgemeinen Militärdienstpflicht in allen Staaten beschlossen werden. Das würde also das Ende der stehenden Armeen und die Einführung von sogenannten Miliztruppen bedeuten, die alljährlich eine kurze militärische UebungSzeit durchzumachen hätten. So ist es in Europa in der Schweiz, auch England hatte neben seiner stehenden Armee seine Freiwilli- gen-TruPpen, und ebenso Amerika. Auch die einstigen Burenstaaten waren auf dem System der Miliztruppen eingestellt, unterlagen aber bekanntlich Englands Berufssoldaten. Ist heute Aussicht, daß nach dem Weltkriege unter den Staaten der Entente wirklich eine ewige Freundschaft bleiben wird, so könnte eine totale Abrüstung in der ganzen Welt eintreten, dann gebraucht kein Staat einen Soldaten mehr. Denn die Entente, also Amerika, England. Frankreich, Italien, Japan mit den dazu gehörigen Kleinstaaten, beherrscht die Erde. Aber bis heute hat es nur Völkerfreundschaften ' zu dem schließlichen Endziel gegeben, anderen Staaten gegenüber sich zu sichern. Und daher, aus dem widerstreitenden Interesse, kamen die Kriege. Niemand kann bürgen, daß die Interessen der Ententestaaten sich nie kreuzen werden, im Gegenteil besteht heute diese Tatsache schon. Es kommt darauf an, wie diese Sachlage künftig behandelt wird. Und deshalb wird die Ausschaltung der stehenden Heere nicht in einem Tempo erfolgen, das aus dem Plan eine vollendete Tatsache macht. Die schönen Worte bedeuten noch lange nicht die große Tat. kommt auch noch der Charakter der Völker in BetNrcht. Die Franzosen würden es gar nicht erjagen können, wenn ihre ganze Armee verschwinden sollte. Das geht ihnen wider die Natur. Darauf wurde die Armee selbst nicht eingehen, sie würde einen solchen Akt als eine Undankbarkeit betrachten und entschieden protestieren. Der militärische Gedanke hat in Paris eine solche Gewalt, daß es die Republik nicht wagen kann, ihn zur Seite zu schieben. Aeußer- lich kann man Einzelheiten ändern, im Wesen seiner Armee wird sich der französische Soldat nichts nehmen lassen, und der Bürger wird lieber die Militärkosten zahlen, als künftig das Abbild der Gloire missen. Beide werden auch nicht glauben, daß Kriege fortan gänzlich ausgeschlossen sind. Die Militär- und Waffentechnik ist im Weltkriege ^ Einem unglaublich hohen Standpunkt gekommen, auch ste wird sich dem Gedanken einer totalen Abrüstung entgegenstemmen. Die amerikanischen Spe- ir an l en ^ a P cn domit Milliarden geschluckt, sie werden also bei diesem Zukunftsprogramm die Worte noch lange nicht als Taten behandeln. Sie sehen auch werter als die Friedens-Idealisten, die 1900 den ewigen Frieden proklamieren wollten und einen Krieg nach dem andern erlebten. Die Abrüstung zu Lande bleibt selbst im besten Fall nur Stückwerk, so lange England seine Flotte behält, und die gibt es nicht auf, J[” 0 r . ?.* tle J. e Un ^ f Qtb ?9 e Menschheit einander gegenübersteht. Die Amerikaner sprechen nicht gern von ^apan, aber sie denken daran. Von anderen Möglich- reiten kann abgesehen werden, auch davon, baß Deutschland eine neue starke Armee in absehbarer Zeit auf- stellen könnte. Aber von dem zu erwartenden Erwä- gungvbeschlug der Friedenskonferenz wird man kaum mehr sagen könnne, als daß das Papier geduldig !««^^bilalter der Ueberraschungen unb Umwälzungen ist noch nicht vorbei. Tardieu, LehgueS, dem Kommandanten von Brest Oberst Houfe, d em amerikanischen Gesandten in Paris! Ms die -klitsche Wählerin lv ffen muß. Geld in der deutschen Republik. M In einem jeden Staat ist Tüchtigkeit und Bildung ^-^^nptsache Nicht daß jeder diejenige Arbeit ver- rrchtet, dre nach etwas aussieht, ist das wichtigste würde es so kommen wie bei den vielen Köchen! die den Brei verderben. Daß jeder seine Arbeit gut darauf kommt es an. Und unter Bildung verstehen wir nicht daß einer Musik und Sprachen und Malen usw. beherrscht, sondern daß er die Natür- ltchkerc eines offenen und menschlichen Charakters besitzt ^icht bedarf^ ^"ker spielt, wo er selbst der Nach- Posten, oder doch sehr viele Menschen sehen aber n dem Schlus,el zum Geldkasteu den Pförtner Zum lrdlschen Hrmmel. Absonderlich heute, wo auskömmliches Geld eine Daseins-Notwendigkeit ist Da ^U/^uun falsch, anzunehmen, daß in einer Republik asGedvon den Bäumen geschüttelt oder sonst auf leichte Art, durch Heexrei, zusammcngebracht werden ,.aa". lJt "Nb bleibt unantastbare Wahrheit, daß leder Staat nur so viel Geld hat, als ihm seine An- erarbeiten. Legen die die Hände in den Schoß, so hat er nichts und kann auch nichts geben. bleibt zutreffend, auch wenn wir den Staats- kV! Fracht ziehen. Dem Deutschen Reich ge- hört die Post, die Einzelstaaten haben großen Besitz Romanen, Forsten Eisenbahnen, Bergwerken aller Art, die jährlich viele Millionen einbringen. Aber nur weil darin tapfer gearbeitet wird. Und hätten wir in Deutschland Goldbergwerke, so müßte das Edel- metall doch zu Tage gefördert und verarbeitet werden Und die Haupteinnahmen des Staates, die Steuern' können nur eingehen, wenn die Steuerzahler etwas Verdienen, also arbeiten. Selbst wenn nach den Wün- K^^?^ulster Kommunisten aller Besitz verstaatlicht wurde, so wäre es nur eine tote, wertlose Menge würde ^ m(i)t bUrtf) Öligkeit in Geld umgewandelt Grrtrftnl* W°r arbeiten, nicht nur um vom Ertrage der Arbeit leben zu können, sondern auch "A hl™ 9 m ate .^Eld für seine Ausgaben im Jnter- Äk? der Allgemeinheit zu schaffen. Da sagt nun ein ^chlaukopf: Der Staat braucht ja nur Papiergeld drucken zu lassen, dann hat er so viel Geld, wie ^braucht. Das könne er, aber dies schöne Papiergeld wurde leider an dem Tage seinen Wert verlieren b ro m Ürbe ' der Staat außerstande ist,' das Papiergeld gegen Metallgeld einzulösen. Dann Are der Staat bankerott, und seine Bürger, die die m^^r^oll von dem Papiergeld hätten, mit ihm. "IH* jeder diese Umwechselung des En Silber oder Geld verlangen, denn bas Pub kum vertraut der Solidität, das heißt, der ff^^^Egkeit des Staates, es gibt also dem Staat zrreort. Und damit kommen wir zu dem Geheimnis ber gai^en Geldwirtschaft: Wie der Staat, so ist sein ^beitsfreudiges Staatswesen hat ^bErall in der Welt Kredit: ein träges, versumpfen- bre Achseln angesehen, und sein Geld ebenso. Wohin wir streben müssen, ist klar. ZU Armee Mackensen in der Heimat. Von der Armeegruppe Mackensen sind ’hiz bereits große Teile in der Herma 'e nqetroffen ffi fmö angelangt: die gesamte 11 S S w ^ett 226. Infanterie-Division sowie die feiner- ^er Utroine nach Rumänien entsandten Teile fantelie-Di°M°n.^ '" und ber 16 . In- Kronprinz Rnpprccht als Gegner Ludendorsss. vnn Kronprinzen Rupprecht von Bayer:? während des Krieges wird mttaeteitt- Kronprinz Rupprecht stand fast von ven^ersten ^ugen des Feldzuges an in militärischem und voli- ^Egensatz zum Großen Hauptquartier Sc on 1914 hat er sich mit allen Kräften dagegen gewehrt k^?^blichen Durchbruch durch die g?oße ^franzö- ^E^sO/Unie zu unternehmen. Er sah das ne- KResultat voraus. 1915 hat er bittere Klage S, 11 Falkenhahn geführt, der in keiner Weise für Flugzeuge rrnd schweres Geschütz sorgte. Tie Zerstörungen des Ludeitdorffschen strateaiscben Ruckzuges hat er mißbilligt, und er geriet in 1mmer ere !l ^EI^satz zu Ludendorff dadurch, daß er unnützen Offensiven verdanunte. Ganz zürn Schluß e>- Feldzuges hat er die Offensive gegen die Engländer öur Trennung von den Franzosen, die glücklich ein- fÄSs»f.' ä s;.rissfs sl >._. ” , oeig!. NS. vact hat aus biefei e i“h n0 Cln gemach . weder ,'einem Paker -iswp» M". Deutschen Kaiser, noch den leitenden poli- .ischen Stellen gegenüber. Mit Kaiser Wilhelm hat « öe^megcn tm gcbt u Qr 1918, al* der Kaiser zur gol- t e " cn in München war, eine sehr lebhafte Auseinandersetzung gehabt. Er sah dann das Korn, mende herannahen und hat vergeblich versucht, immer wieder durch neue Mahnung auf eine rasche Beendi- zuwfrken^ und einen leidlichen Frieden hin- * Ernste Wendung des Kohlenstreiks. Streikenden verlangen auf verschiedenen Zechen statt Arbe'it«-^"vi^^ 1 tkschaften vereinbarten achtstündigen ^beitszeit die s.ebenstundlge Schicht und einen Schimt- ^ auer von 20 Mark pro Tag. Die 9earbeUet ^ at ' eine G'mti- Wilson bring? sein altes Programm mit. . Der Korrespondent der „Associated Preß" drahtet ÖUÖ über dre Ankunft Wilsons in Frankreich: m »f.v nc ntt ^ t genug vor Uebertreibungen warnen. Der Prattdent und die ihn begleitenden Bevollmächtigten seien sich vollkommen bewußt, daß die Welt oou der großen Bedeutung der komrnenden Konferenz erfüllt sei. Das Programm Wilsons habe für die Konferenz den großen Vorteil, daß alle 14 Punkte mit Ausnahme der strittigen Auslegung der Freiheit zur See als positive Waffe für alle Unterhandlungen schon angenommen seien. Im übrigen seien nach der Meinung des Präsidenten die 14 Punkte nicht nur von den Kriegführenden, sondern auch von den Neutralen angenommen. .?/r Korrespondent fährt fort: Er sei ermächtigt zu erklären, daß der Völkerbund eine notwendige Basis für jeden zu unternehmenden Schritt sei. Die amerj. livischen Abgeordneten weisen auf die Neuyorker Rede •fcraftbemen 5in, die mit einigen Ausnahmen von England, Frankreich, Italien u. a. als Grundlage I» ^ Verhandlungen angenommen wurde. In dieser Wilson den Nachdruck auf die Errichtung des Völkerbundes als auf eine Hauptbestimmung des Frledensvertrages. Sonst würden die Verträge nur ein Fetzen Papier sein. ?»bster Quelle will der Korrespondent Wetter Konferenz radikale Mei- wl?"^?dnheiten s^on deshalb nicht zu erwarten 6 e Welt sich noch eben erst mit Wilsons j n erklärt nabe. Auw für das °°e Peasldent unter der Freiheit zur See versteht. ‘ Völkerbund eine ebenso notwendige Basis Die fernl" worden ^ Punkt ist bereits kürzlich ent- Acber die Ankunft Wilsons kn7'^.^uter noch, daß der Dampfer „George Wa- shmglon Freitag mittag 12,50 Minuten, begleitet von vee 'hm entgegengesahrenen amerikanischen Flotten- itaud vlugelaufen ist. Präsident Wilson Ehrend der Einfahrt in den Hasen auf der SlUf öcc 'lcbcrfahrt waren ihm eine Anzahl Einladungen zugegangen, die er jedoch alle abgeschlagen hat, da er alle ofsiziellen Funktionen in Eurwpa möglichst beschranken will. Die amerikani- Gruppen an der Front und die verwüsteten Gebiete Frankreichs will Präsident Wilson in der Zeit vor dem ö. Januar besuchen, um sich dann 6 Wochen ganz den Friedensbesprechunqen htnzuaeben In Brest Herrscht Feststimmun^. Wilson wurde von Pichon ^ die Hausfrau am Monatsersten ihrer Haus- » Lohn auszahlt, so gibt sie ihr in' dem heutigen Papiergelde eine Anweisung auf den Geldbesitz des Staates. Das Mädchen weiß aber, daß sie das bare Geld immer haben könnte, wenn sie es wollte und so gibt auch sie dem Staate Kredit und gibt i" . weiter. So machen es alle Tausende. ^rch ihre Arbeit schaffen, dafür erhalten , Ä b ! f( in öem aiugenöttif, wo die Arbeit uuch das Geld in seinem Werte vMoplt^ In dem bekannten Studentenliede heißt es' von- ^ J! 1 Sr h ° f \ f ‘ e ^PPt uns nicht d°- S, Das ist richtig, die Arbeit huppt nicht davon. Wohl aber das Geld, das mit der Arbeit verdient worden wäre Und darum ist Kapital-Geldbesitz nichts als angewandte Arbeit! Wm Bat ia«. „Machen Sie Frieden!" Är allgemeinen Rat der sozialistischen Partei ln ^Brüssel wurde em Brief der Führer Vandervelde und de Brouckere über ihre Haltung und ihr Auf- treten rn den Ententeländern während des Krieges verlesen. De Brouckere überreichte einen Bericht, worin er über die Konferenz in Stockholm berichtet. ^ diesem Bericht wird auch gesagt, daß der hol- ländische Sozlalistenführer Troelstra in einer Unterredung mirteilte, in Berlin sei er dem Reichskanz- ler begegnet, der, als er von Troelstras Reise nach Stockholm erfuhr, zu ihm sagte: Gehen Sie nur nach Stockholm und machen Sie Frieden! Russen-Meuterei in Oberschsesien. Auf dem Gotthards-Schacht bei Beuthen. der zu b ^«^°V^^^Een gehört, fand eine Meuterei russischer Kriegsgefangener statt. Als die Russen die c^P^Mten, wurden sie vom Wachtkommando aufgefordert. Dabei gingen die Russen S?kch'loslen gegen die Wachtleute vor. Nach einten Schreckschüssen wurde eine Salve abgegeben, wobei neun getötet und sieben verletzt wurden. Die Streikenden nahmen daraus die Arbeit wieder aus. Eine Hnldigung von Mariner« an Hinvenburg. Namens der Kanieraden der Nordseevorposten und der U-Boot- Geleitflotillen und der Kasseler Matrosenkornpa- nien wird nachfolgendes mitgeteilt: „Von der Nordseeküste kvminend, bie-en un'ere Blaujacken der Nordseestreitkräfte unserm Generalfeldmarschall in tiefer Verehrung ihren Gruß. Sie eralchten als ihre «heiligste Pflicht, treu zur jetzigen Regierung zu stehen und an der Wiederherstellung der Ordnung im Vaterland« mit allen Kräften mitzuarbeiten und sie zu erhaltan." radikale Streikbewegung nimmt einen sehr ernsten Charakter an und droht rmmer weitere Kreise der «ergarbeuerschaft zu ergreifen. Dabei muß da- mit gerechnet werden, daß das auf „Deutscher Kaiser" und „Neumuhl angewandte Verfahren, durch Dro- hung mit der Zerstörung der Zechcnanlagen die Bewilligung per von der Bergarbeiterverbänden keines- ahmun 9 /findet t,0rbennigen « u "zwingen, Nach. An^ der Republik Neukölln. In den meist von Arbeitern bewohnten Vorstadt von Vcrlni 9-e ukölln haben die Spartakusleute zwar auch nur einen kleinen Anhang, aber sie haben es verstanden, die Gewalt in ihre Hände zu bringen und terrorisieren das ganze Gemeinwesen. Sie haben eine eigene Republik errichtet, den Magistrat abgesetzt, die Stadtverordneten davongejagt und „regieren" nach Meihvden, die jetzt selbst der nachsichtigen Regierung zu bunt geworden sind. Das preußische Ministerium ha: sich aufgerafst und dem Neuköllner A.- und S.Rat erklärt, daß seine Uebergrifss die Tätigkeit des städ.ischen Verwaltungsapparates tn einer dre Aufrechterhaltung der Ordnung und der Volks- ernährung auf das ernsteste gefährdenden Weise lahmlegten. *liv erwarten^ so sagt die Regierung weiter, daß der A- und S.-Rat diese ungesetzlichen Maßnah-nen sofort rückgängig machen und in Zukunft seine Tätigkeit im Nahmen der Richtlinien des VollzugSrates halten wird. ES ist schleunigst dafür Sorge zu tragen, daß der Magistrat und die Stadtverordneten-Versammlung ihre Tätigkeit unbehindert nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen wieder ouszunehmen und fortzusetzen in der Lage seien. Vorläufig sieht es so aus, als ob die Neuköllner Leitung aus alle Anweisungen aus Berlin pfeiften. Die Bevölkerung von Neukölln ist direkt zur Verzweiflung getrieben und es machen sich Zlnzeichen geltend, daß man dort zur Selbsthilfe schreiten wird In einer Versarnmlung der städtischen Arbeiter kam zum Ausdruck, daß die Arbeiterschaft Neuköllns die unerhörten Zustände in der Gemeinde nicht länger zu dulden geneigt ist. Wenn bis zum Montag, um 10 Uhr am Vormittag nicht eine Acnderung eintritt, würde die Arbeiterschaft verstehen, sich selber ihre Rechte zu verschaffen. Der jetzige A.- und S.-Rat müsse für jeden Fall aufgelöst und durch einen neuen ersetzt iverden, der von der ganzen Arbeiterschaft und den Soldaten gervählt ist. — Beamte und Angestellte haben sich dem Vorgehen der Arbeiterschaft an- geschlosscn. Ein ErpresserRat. In Hamburg hat sich ein Rat der Seeleute gebildet, der die Interessen der Seeleute vertreten will. Er fordert als gesetzgebende Körperschaft in allen Fragen der Handelsmarine und der Kontrolle über Handelsschiffe, Reedereien und Seemannsgerichte behandelt zu werden. Der Reederei- verband soll für die Kosten dieses Rates aufkommen. Der Seemaunsrat droht mit der Versenkung sämtlicher Handelsschiffe, wenn seine Forderungen nicht gutwillig anerkannt werden. ' , General Tcnny nach Frankreich gebracht. r ^ Cr i^ u Beginn des Krieges als Gouverneur in Belgien in der Provinz Luxemburg tätige General der in Arlon 112 Einwohner soll hinrichten haben lassen, wurde in Trier verhaftet und soll v»r ein französisches Kriegsgericht gestellt werden. AchrenLach erlänkeri feit U Ltellungnahme Gegenüber der Erklärcrng der Reichsleitung auf meine Berufung des Reichstages im Zusammenhang mit Presseäußerungen habe ich nur das Bedürfnis folgendes sestzustellen: 1) ES ist falsch, von der Absicht einer Gegenrevolution oder von Schmierigkeiten zu sprechen, die ich der Negierung machen wolle. Es handelt sich für mich nur um die Schaffung der Voraussetzungen für den baldigsten Abschluß eines Vorfriedens. Herr Ebert ist über meine Ansichten und die Ueberein- stimmung der Parteiführer mit diesen von mir loyal unterrichtet worden. 2) Voraussetzung meiner tatsächlichen Berufung des Reichstags durch Bestimmung von Ort und Zeit ist die zweifelsfreie Feststellung der Tatsache, daß die jetzigen Gewalten in Deutschland von unseren Feinden nicht anerkannt werden. Diesen Zeitpuntt, der nach den Zeitungsnachrichten vom Tage zuvor unmittelbar bevorstehen sollte, wollte ich aus einer einleuchtenden Erwägung heraus nicht abwarten^ Ich durfte es auch nicht angesichts der ungezählten Zuschriften und Telegramme, welche die Berufung des Reichstages forderten, und namentlich angesichts der Notschreie aus Koblenz. Die Annahme, daß die Entente erst durch mich auf den Gedanken kommen könnte, es fehle an einer verhandlungsfähigen Regierung, ist durch die vorausgegangenen Erörterungen in der feindlichen Presse widerlegt. 3) Die Folgen meiner Pflichterfüllung verantworte ich mit ruhigem Gewissen. Ich warte das pflichtmäßige Handeln der Negierung ab, wenn sich die Voraussetzung meiner Kundgebung erfüllt. gez. Fehrenbach, Präsident des Reichstags. Gelogen wie gedruckt. Die unabhängige „Freiheit" hatte, um den Schritt des Reichstagspräsidenten Fehrenbach zu diskreditieren, behauptet, der Plan dazu sei bereits am 21. November bei einer Unterredung zwischen Eitel Friedrich, der Kaiserin, dem Admiral Hintze und Fehrenbach festgelegt worden. Hierzu stellt der Reichstagspräsident nunmehr fest, daß er weder die Kaiserin noch den Prinzen Eitel Friedrich je gesprochen habe und die Meldung der „Freiheit" „absolut aus den Fingern gesogen" sei. Ter Vorgang ist bezeichnend für die absolute Skrupellosigkeit, mit der die Linke ihre Hetze betreibt. Keine Anerkennung der Soldatenräte. Der Arbeiter- und Soldatenrat in Kreuznach hat in Trier angefragt, ob für die vom Feinde besetzten Geblete ungehinderte Ausreise- und Rückkehrsmöglichkeiten der Delegierten gewährleistet wird, die zu der Berliner Tagung der Arbeiter- und Soldatenräte am Id. Dezember entsendet- werden sollen. Diese Frage wurde von der deutschen Wassenstillstandskommission pflichtgemäß an die Oberste Heeresleitung der Alliierten weitergegeben. Marschall Foch hat darauf die lakonische Antwort erteilt: „Die alliierten Mächte ernennen die Arbeiter- und Soldatenräte nicht an." Tie Engländer lehnen Verhandlungen mit den Räten ab. Don verschiedenen Seiten war mitgeteilt worden, daß bei den Verhandlungen in Wilhelmshaven über die Uebergabe der deutschen Schiffe Vertreter der Soldatenräte mitgewirkt hätten. Diese Mitteilungen sind, wie von zuständiger Sette erklärt wird, falsch. Es sind wohl Mitglieder der Soldatenräte auf den Schiffen anwesend gewesen, die englischen. Offiziere haben aber von ihnen keine Notiz genommen, viel weniger noch haben sie mit ihnen verhandelt. Der englische Admiral hat ausdrücklich die Mitwirkung der Soldatenräte bei der Uebergabe der Schiffe abgelehnt; er hat auch danach gefragt, ob Mitglieder der Soldatenräte anwesend seien. Tie Soldatenräte haben lediglich auf den Schiffen den Polizeidienst ausgeübt. ES durften nach den Forderungen der Engländer während der Verhandlungen keine Mannschaften an Borb der Schiffe sein. Gleichwohl waren Mannschaf- tcn an Bord gekommen. Der englische Admiral hat daraufhin erklärt, daß er im Wiederholungsfälle die Verhandlungen abbrechen müsse. Ein Meerausgang für Elsaß-Lothringen. Die französische Presse beschäftigt sich lebhaft mit der Frage eines Ausganges nach dem Meer für Elsaß-Lothringen. Es sei, so wird gesagt, die erste Pflicht Teilnehmer an der Friedenskonferenz, einen solchen Ausgang für Elsaß-Lothringen zu schaffen. Die französische Flagge müsse vom Rhein bis zum Meere wehen Weiter wird man den Handelsverkehr, der jetzt ausschließlich nach Rotterdam und Antwerpen geht, nach einem französischen Hasen abzuleiten versuchen. 0 Tie Engländer drohen mit der Besetzung Helgolands. Der englische Admiral hat bei den Ver- yandlungen mit den deutschen Ofjizieren und Beamten m Wilhelmshaven nochmals darauf hingewiesen, daß die Engländer sich das Recht, Helgoland zu besetzen, Vorbehalten müßten, falls die Bedingungen nicht restlos erfüllt würden. 0 Frontsoldaten verhaften Spartakus-Leute. Der Prrnaer Soldatenrat teilt mit, daß der Vorsitzende des Arbeiterrats Kimmich, sowie der frühere Rcichstagsab- geordnete Rühle in Schutzhaft genommen worden sind. Durch Verteilung von Waffen war der Verdacht ent- standen, daß ein Putsch geplant sei. Um die Einwohnerschaft vor Blutvergießen zu schützen, haben die aus dem velde heimkehreuden Soldaten diese Maßnahm-. ergriffen. Das Publikum wird vom Soldatenrat vor Ansammlungen gewarnt. Rühle ist der Führer der Spartakusgruppe in Sachsen. — Man darf wohl fragen, wann kommt Herr Liebknecht an die Reihe. LchensMtteWse so schnell Mt möglich. Die Entente fordert die Verhandlungen. Staatssekretär Erzbergcr trifft Sonnabend mit den übrigen Mitgliedern der Wafftnstillstandkommission wieder ,n Berlin ein. Tie Verhandlungen mit der Entente wegen Le- ' »»ntzmittellieferunge,, nach Deutschland wenden so rasch al» möglich äufgenommeu. Nnsere Beriretee werden schon in wenigen Tagen abreisen. Es soll gleichzeitig 1,1 Pliri», Brüssel, Rotterdam und London verhandelt i werden. Unsere Vertreter haben in Trier den Eindruck gewonucu, daß die Entente diese neuen Verhandlungen aufs ernsteste zu fördern beabsichtigt, keinerlei Verzögerungen zu besorgen sind, vielmehr mit raschester Hilfe gerechnet werden darf. mch M'rsschüff. = Die letzte Woche vor dem Fest. Nun geht es mit Geschwindschritten auf die Feiertage zu, und dre heimgekehrten Feldgrauen merken, daß die KrieaS- zett an den alten Traditionen für die Weihnachts- vorbereitungen nichts ändern konnte. Das Großreinemachen ist geblieben, oder die Hausfrau hat es schon erledigt, um dem aus dem Felde kommenden Gatten fofort die volle Behaglichkeit daheim zu bieten, für Tannendaum und Kuchen wird geschafft, was möglich ist, und auch das Verstecken der Geschenke wird geübt, wenn es auch für unnötig erklärt worden war. Es ist doch so schön. Bloß der bisherige Soldat hat es etwas verlernt, jetzt erst merkt er es, wie sehr er ein ganz, ganz anderes Leben unter dem Heulen der feindlichen Geschosse so lange geführt hat. Er muß sich in vieles wieder hineinfinden, uird die Auswahl von Weihnachtsgeschenken wird ihm nicht so leicht, wie ernst. Besonders, wenn es sich um Fragen der Mode handelt. Wer hat daran gedacht? Um so mehr hat er mrt Säge und Hammer hantiert. Was darin gelernt ist. das kann für die Zurüstunq des WeihnachlsbaumeS verwertet werden. Die Kinder jubeln schon im voraus daß Vater wieder da ist. Denn . . . Mutter verstand schon längst keinen Spaß mehr. Aber jetzt hat die Freude auch ihr, der vielgeprüften, das seelische Gleichgewicht wiedergegebeu. Und das war nötig, sie ist ja doch die Hauptperson sür Weihnachten. Äer«- * Peinliche Vorgänge beim Empfang der Garnison Schweidnitz. Mit der neuen Ordnung ist das Artillerie-Regiment 42. daS seinen Standort in Schweidnitz hat, nicht einverstanden. Dem Umzug durch die Stadt blieben Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften fern. In einem Aufruf au die Bürger wird betont, daß sich das Regiment nach den schweren Kämpfen und Leiden vor einer roten Fahne nicht beugen wolle. Im Schlußsatz heißt es: „Die Bürgerschaft der Stadt Schweidnitz wird es deshalb verstehen und würdigen, daß ihr altes Feldartillerie-Regiment Nr. 42 der roten Fahne nicht zu huldigen vermochte und deshalb der Begrüßung fernblieb." Die Stellungnahme des Regiments hat natürlich das größte Aufsehen erregt, zumal die Kundmachung auch vom Soldatenrat dieses Regiments mit unterzeichnet ist. Angesetzte Frei-Vor- stellungen im Stadt-Theater und in den Kinos für die aus dem Felde heimkehrenden Truppen mußten unterbleiben, da die Foldaten die Vorstellungen nicht besuchten. Vom Zuge zerstückelt. Einen schauerlichen Fund machten Bahnbeamte auf der Strecke Schweidnitz-Kö- nigszelt. Sie fanden unweit der Wege-Unterführung. die nach den Militär-Schießständen führt, den in zwei Teile zerschnittenen Leichnam einer Frau im Alter von ungefähr 40 Jahren. Da die Fundstelle auf einem hohen Damme liegt, ist nur anzunehmen, daß sich die Frau absichtlich vor einen Zug geworfen hat. Die Persönlichkeit der Selbstmörderin ist bisher noch nicht ermittelt. * Was manchem der Krieg cinbrachte. Bei einer Frau W. in Lazisk bei Pleß wurden durch einen Gendarm 42 000 Franks beschlagnahmt. Dieses Geld in Papiernoten und zahlreichen anderen Wertpapieren hatte ihr Mann, der im Westen kämpfte, bei einem Raubzuge im Westen erbeutet. Durch einen Freund ließ W. das Geld zu seiner Frau bringen. Der Freund erhielt dafür 10 000 Franks. Die Wertpapiere wurden zunächst nach Rybnik gebracht. * Tragischer Tod. Im Walzwerk der Laurahütte geriet der Arbeiter Pietsch zwischen die Walzmassen und erlitt hierbei derartige Quetschungen, daß er bald darauf verstarb. Erst kürzlich nach vier Jahren aus dem Kriege heimgekehrt, hinterläßt der Verstorbene eine Witwe und mehrere Kinder. * Knoblauchswurst von Kamclfleisch wird es in den nächsten Tagen in einer Magdeburger Wurstfabrik geben. Die Firma Hat vom Zirkus Krone ein überzählig gewordenes Dromedar erworben, das, nachdem es durch einen Wurstkessel gegangen ist, wahrscheinlich ebenso munden wird, wie vor einiger Zeit der aus dem Zirkus Hagenbeck stammende Elefant. * Oberarzt und Schreibfräulcin. Aus Kolberg wird mitgeteilt: Rach einer Verfügung des Arbeiter- und Soldatenrats bezieht im Lazarett monatlich: der Oberarzt 175 M?., der Sanitätssoldat 171 Mk., das Schreibfräulein 250 Mark, der Schreiber 171 Mark, die Reinemachefrau 160 Mark. Daß der Oberarzt rund zwölf Jahre länger für seine Ausbildung gebraucht hat, als das Schreibfräulein, scheint dem Arbeiter- und Soldatenrat in Kolberg bisher nicht zum Bewußtsein gekommen zu sein. Geht es so fort, so wird niemand mehr Zeit und Geld für eine höhere Ausbildung verwenden, und wir versinken in Barbarei. Auf dem besten Wege dazu sind wir. * Ern jugendlicher Blaubart. In Meidling hat der 23 jährige Geschäftsdiener Wilhelm Schiroky aus Wien seine 21jährige Frau Marie erschossen und sich dann selbst der Polizei gestellt. Schiroky hat im Jahre 1914 seine Geliebte Marie Harkamp erwürgt und ist damals nach seiner Selbststellung zu drei Jahren schweren Kerkers verurteilt worden. Er hatte im Mai dieses Jahres seine Strafe abgebüßt und sich alsdann verheiratet. ** Tie Mutter vom eigene« Kind erschossen. Ein chrecklicher Unglücksfall ereignete sich während des Durchmarsches der Truppen in einer süddeutschen Gemeinde. Ein einquartierter Soldat hatte seinen noch nicht entladenen Karabiner an die Wand gehängt. Der 9 jährige Sohn des Hauses, der sich bet dem Soldaten zu schaffen machte, nahm unversehens die Waffe von der Wand herunter und machte damit allerlei Griffe. Da krachte plötzlich ein Schuß, und im gleichen Augenblick stürzte die Mutter des unglück- lichen kleinen Schützen tödlich getroffen zu Boden. I T Aul gedeihet nicht. Der Eisenbahn- , beamte Wilhelm Nielebock und sein Sohn Matter aus ' Magdeburg wurden mit Säcken betroffen. Beim Na- ben des Postens ergriffen sie die Flucht. Da sie auf Zuruf des Postens nicht standen, gab dieser einen Schuß auf sie ab, wodurch Walter Nielebeck erschossen wurde. " Deutsche Würdelosigkeiten. Aus Schönhausen ^Elbe) Imrd berichtet: Die Kriegsgefangenen des hie- >rgen Lagers wurden zum Hauptlager Altengrabow ^transportiert. Aus diesem Anlaß hatten sie ein Abschied»fest imt „Damen" veranstaltet. Hoch ging ^ er ' c. 08 .konnte man am Gesang von weitem ^ brs die Polizei erschien, um die „Damen" nach der Einlaßkarte zu fragen und sie schleunigst zm entfernen. Ungeachtet dessen wurden die „Herren" Gefangenen zur Nachtzeit mit Sang und Klang von den „Damen", es waren dieses hiesige schamlose Mädchen, nach dem Bahnhof begleitet. Alles dieses zu einer Zett, in der uns Marschall Foch schwere Bedingungen stellt. . a. das Pfund 5 Mark. Oesterreich leidet Lta ^ a 2! en r unter der Aushungerung fürchterlich. Aber jetzt, seit der Absperrung des Tschechenstaates, ist es erst recht schlimm geworden. Zwar ist mit der Aufhebung der Höchstpreise der Aepfelmangel geschwunden. Aber die Preise! Zuerst sah man in oer Inneren Stadt ambulante Händler mit kleinen gelben, festen Maschanzkern. Ausgehungert nach Obst, wie die Wiener jetzt schon sind, wurden die Obst- tramer umdrängt, aber die Preise stiegen sprunghaft von acht auf zehn und zwölfKronenpro Kilogramm. Da ließ der Andrang nach. Vor dem Nikolaustage blieb ab und zu eine vorübergehende Frau vor den hochgefüllten Obstkörben stehrn, dachte viel- wicht daran, ihren Kindern ein paar Aepfel in die Schuhe legen zu können, aber die Antwort auf die Frage nach dem Preise jagie sie in die Flucht. Fleckiges, angeschlagenes Fallobst namenloser Sorten, so grün, daß die Zähne bei dessen bloßem Anblick ellenlang werden, liegt in den Auslagen und trägt die Preistafel „acht Kronen per Kilogramm". Bei der Wurst ist eS nicht besser. Bergehoch liegen Dauerwürste zu vierzig bis sechzig Hellern sür daS Dekagramm --- 10 Gramm in den Schaufenstern. Es finden sich soaar „Okkasionen in Wurstwaren, ein Dekagramm vierzig Heller, zehn Dekagramm Drei Kronen fünfzig Heller" angeschlagen. (3D Wieder ins Zuchthaus. Eine unverbesserliche Drebin, die schon vielfach mit Zuchthaus vorbestrafte Arbeiterin Bertha Fritsch aus Weigelsdors stand wiederum vor der Strafkammer in Schweidnitz wegen eines ^ft^ruches, den sie in der Wohnung einer Frau in Zulzendorf, Kreis Nimptsch. verübt hatte. Sie ver- lchaftte sich dort unter der falschen Angabe, daß sie Arbert rn den Nrckelwerken gefunden habe, Logis, schwindelte der Frau noch für hundert Mark Kleidungsstücke ab und verschwand schließlich, nachdem sie noch aus einem Vertikow 50 Mark bares Geld ge- Pohlen hatte. Die Strafkammer verurteilte die Fritsch jetzt zu 3 Jahren Zuchthaus, 5 Jahren Ehrverlust und entsprechenden Nebenstrafen. (D Die Trinkgcldabgabe des Zählkellners. Die Streitftage, ob es gegen die guten Sitten verstößt, wenn ern Zählkellner einen Teil seiner Trinkqelder- ernnahme an den Lokalbesitzer aogeben muß, beschäftigte das Berliner Gewerbegericht. Es handelte sich um den Zählkellner des Kaffees Bauer, der bei der Anstellung verpflichtet wurde, 4 v. H. des Inkassos an die Geschäftsleitung abzuführen. Diese Gelder wurden -zur Bezahlung der Zuträger des Kellners, also der ihm unmittelbar unterstellten Gehilfen, verwandt. Acht Monate hatte der Kläger gegen dies Verfahren reine Einwendungen erhoben, er wurde dann zum Heeresdienst eingezogen und erhob erst, als er wieder zuruckkam, Anspruch auf Rückzahlung der ihm nach einer Ansicht zu Unrecht gekürzten Gelder. Es ver- t^oße, |o führte der Kläger aus, gegen die guten Mitten, wenn ein Kaffeehausinhaber Trinkgelder, die der Kellner für seine persönlichen Dienstleistungen bekomme mit Beschlag belege und sie zur Entlohnung von Gehilfen benutze. Der Vertreter des beklagten Kaftees wandte demgegenüber ein, der Zählkellner habe rüher wohl nie an die Sittenwidrigkeit gedacht, sonst hatte er doch nicht acht Monate lang die Abgabe anstandslos bezahlt. Es sei auch nicht einzusehen, warum es gegen die guten Sitten verstoßen solle, d^uen Teil des Trinkgeldes den Gehilfen zuzuführen, we che die eigentliche Bedienung ausführten. Der Zählkellner bekomme doch nur das Trinkgeld darum in seine Hände, weil er die Zechen kassiere. Wenn man das Publikum fragen würde, wem das Trinkgeld zukommen solle, so würde sicherlich der größte Teil sich für den bedienenden Kellner und nicht für den Zählkellner entscheiden. Das Gewerbegericht kam zur Entscheidung, daß ln diesem Falle die Trinkgeldabgabe nicht gegen die guten Sitten verstoße, der Kläger wurde deshalb abgewiesen. Eine Rückzahlung der Beträge könne er nicht verlangen. (D Warum Thyssen und Stinnes verhaftet wurde«. Die bisherigen Vernehmungen des Kellners Rudolph Börsch, auf dessen Denunziation hin Thyssen, StinneS und mehrere Direktoren verhaftet worden waren, haben jetzt eine völlige Aufklärung der Beweggründe, die den Kellner zu seinem Lügengewebe veranlaßt haben, noch nicht gebracht. Börsch behauptet, er habe lediglich aus Wichtigtuerei die Konferenz der Großindustriellen erfunden. Die Grundlage dafür seien Angaben gewesen, die ihm ein anderer Kellner einen Tag vorher gemacht hätte. An diesem vorhergehenden Tage sei im Hotel in Dortmund eine Zusammenkunft von Mitgliedern des Zementverbandes gewesen. Ein Kellner, der dort bediente, habe ihm nachher Mitteilungen gemacht über Gespräche, aus denen hervorgegangen sei, daß eine Losreißuug rheinischen Industriegebietes von Preußen und eine Anlehnung an Frankreich beabsichtigt sei. Börsch hat diese Konferenz einfach auf einen Tag später verlegt, anstelle des Zementverbandes die Großindustriellen daran teilnehmen lassen und an den Arbeiter- und Soldatenrat in Mülheim dann »i« ftnfati«n*Ui Anzeige erstattet. Professor Sckück N', StaciiSstkeclär c. D. Schwander und Fräulein Bount Di (7'.vvnung der dem Wahlkreis H ss v Nassau zrsRhrv.-n w it - ab eure 1t b n daß füc die Auswahl der Kandid?. n zur. Nctionolv.^ sammlung, die die Grundrechte des neuen R-'"t s fest- zulegcn Hütte, weder ö.tliche noch b u'lo.9 J>^ ressp zu entscheiden hätten. Cilerarllcbes. Volk und Verfassung. Jeder einzelne hangt mit seinem Schicksal, mit seiner Arbeit, seinem Verdienst, seinem Gehalt, mit der Aussicht seiner Söhne von der Weltbewegung in: Ganzen ab. Wir leben nicht mehr wie unsere Voreltern von dem, was sie sich zogen. Heute ist jeder im Preis, im Werl, im Grunde auch in der Gesundheit und in der Bildungsmöglichkeit abhängig von dem Weltgeschehen da dranhen. Diese grundlegende Aendernug in der Lebenslage des Volkes hat dazu beigetragen, dag wir in diesen Tagen die Umwandlung des Obrigkeitsstaates in den Volksstaat erlebten. Die Aenderung der Menschen, der Justäude und der Verfassung dieser ganze Veubildungsprozefi wird kurz und einleuchtend, belebend und allgemeinverständlich dargestellt in den beiden Flugschriften „Der Weg zum Volksstaat" von D. Friedrich Naumann, M. d. N. und „Nendeutscher Parlamentarismus" von U'nterstaatssekretar I. Gie s l> e r t s M. d. 0L Beis. Schriften sind herausgegeben von der Arbeitsgenwinschast n staatsbürgerliche und wirtschaftliche Bildung, Berlin, Lützowst^ng 102/104. - KircMicfce Mr^gen. Sonntag den 22 Dezember (4. Zldveut) Gottesdienst. In der S 1 n d 1 k i r ch e. Borm'.ttag'S 9 1 1 2 Uh : Pfacrassistcnt Schäfer. — Nachmittags 3 1 / 2 Uhr: Weih nochtsfeier der 5tiude:ki che der Ma lhäus- und Mürt. ^ gemeinde. In der Johnnncsktrche. Vocmitttugs 9 1 / 2 Uhr: Pfarrer Ausfcld. — Vormittags 11 Uhr: Kinder» ktrche u"ic die Johann sgemeinde. — Nachmtttags 1 1 / 2 Uhr: Weihnachlsskiek bcr Kinderbcwahranstaik —Nachmittags 3 Uhr: We hnachts-eicr der Kindciürch der Lukasg, 5.?0, IC00 „ 53 — Sprucbkarlen. lOü „ „ 5.50, IC00 53— Kunstkarten, Akt und Geme’de 100 „ „ 9— 12.-, 15.— per 1OC0 „ „ 85.—, 115.—, 140.— Ostern.-, Pfingsten- und Geburtstagskarten . 100 „ „ 5.t 0, 1000 St. Mk. 53.— Witzkarten, jede Ke "te e ;, i Schlager . IC ) „ 4.50, 1000 „ 43.— Liefere nur reg. Ware. Ein Versuch und Sie kaufen wieder bei mir. Vers p. Nachnahme W .) Mk. Abgabe dieser Karte aclii ihenden Sorten Zigaretten’ V 4» g Mehrere hundert Mille Ziga- retlen, schöne Ware, Banderole 1 F, zu Mk. 150 das Mille abzugeben. J. ä L. Kiefer, Worin». ikidekraai prompte und spätere Lieferung in Wagffvnladungen. Ztr. 3.7VM. ZH. Graap, Borburg a. d. Elbe. oder Voreinsendung auf Postscheck Leipz’g 31416. Albert Lux, Papierwaren enrros, Zwickan Sa. 55. $£§ P % u JLeichte Erlernbarkeit! Sofort lieferbar! Preis kovnpl Mipoß-^c;.i^ci^masciiiR8 lernbarkestl Grosse Dauerhaftigkeit! r! Preis kompl. Mk. 250.—. Verlangen Sie Prospekt! ^€^“SchvsüJB5sschin8ii j*. m. b. h., Isrlin W. 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