Bezugspreis 80 psg. monatlich vierteljährlich 2,40 Ml., vorauszahlbar, frei ins Ha u Ab geholt in unserer Erpcdition oder in den Zwei,;- auSgabcstellen vierteljährlich 1,86 Mk. — Erscheint Dienstag, Donnerstag u. Samstag. — Nedaktionsschluß früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung n icht verlangterAlanuskriple wird ,licht garantiert. L rpedkt;orr: Südanlage 2t. Anzeigenpreis 24 flsg. oie 44 IN IN breite P elitzeile, für Auswärts 86 Pfft. Die 60 m m breite R e k l a n» e - Z e i l e 100 Pfennig Extrabeilagen werden nach Gewicht und Grüße berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlunge- zieles 180 Trw), bei gerichtlicher Beitreibung oder de' smtfur« in Wegfall. Pla^Vorschriften ohneBerbindltchteO. Verlag der „Gießcuer Leitung", ltNehen. Druck der ISicßcncr Berlagsdruckerci, 2llbitt Allein. Nr. 113. Telephon Nr. 362. Mittwoch dln 11. Dezember 1 *>18. Telephon Wr. 362. 31. Jahrg. vie Relmkebr unseres Regimen';. W i i l fo min c n daheim ihr deutschen Brüder! Ji gedämpfter, aber aus mit tiefste: Dankba keit erfülltem Herzen quell udcc Freude empfängt die H.im,t das U'Nbssisgte Heer von Hilden, die in langen, schweren Jahren beispiellosen Duld'ns und Vollbringens die Heimit und unser aller Leien mit ih en Leibern gedeckt habtn und Ni n heimkeheen zur friedlichen Arbeit. K-in Dank ist groß genug sich sie. und ihre Leistung hätte verdient, daß sie a'S ee folggckörnte Sieger >m jubelnden Tciumphzng in die Heimat etngecückt mären. Aber wir können keine laute Freude äußern; schwer lastet das Unglück unser.eS deutschen Vaterland's auf uns allm. Dcc Sieg blieb uns versagt; ab.r nur von der roh n Gewalt der materiellen Uebecmacht, nicht von einem unter gleichen Bedingungen kämpfenden Gegner seid ihr, sind wir alle überwältigt worden. JA habt einen guten Kampf gekämpft; rein und unbefleckt btlngt ihr eure ruhmbedeckten Waffen zurück; ihr könnt in hohen Ehren bestehen vor der ganzen Welt und vor der Hetma., zu deren Schutz ihr auszogt. Urbeiten — oder wir geben rugrunge! Der Staatssekretär dis Rerchödrmobilmachunfltzam tcs Kocth eiflüik einem Vertreter des „Vorwärts": Es scheint, daß die ntciflcn von uns sich den furcht- baren Ernst uns rer mutschaltiichen Lage noch nicht hu, reichend kiacmochen. Wir wandeln au Abgründen, die uns lräglich za vuschlingest drohe.-, und nur größtes, Psttchtbewuiilscin, siärkste Arb itsanspanuung. 'elseine Disziplin alles können das Volk retten. Gelingt es uns nicht, der Vocksgcsumtheir Nahrung, Licht, Wä.me, Unterkunft, Klebung zu sichern, sie trotz d?r ungeh.urst erschwerenden Verhältnisse überall oh.ie Unterbrechung mtt dem zu versorgen, was sie dringend zum Leben braucht, dünn sind wir verloren, dann haben wir zuerst Hunger, Anarchie, Bürgerkrieg, Zerfall dcS Reiches und nachher die I »Vision rücksichtsloser Feinde. Jeder Mann muß wissen, daß ec jetzt ganz Person- lich dle Mitvecuntwo tung t-.ägt für Sein oder Nicht sein unseres Volkes und tn erster Llni? auch seiner selbst. Vor allem muß jeder arbeiten, — sonst gehen wir zugrunde. In der 'etzteu Zeit ist vielfach die Arbeitsleistung gesunken. Das ist im Angesicht der ungeheuren Ereignisse begreiflich, aber wir können es uns einfach nicht leisten. Jeder muß sich aus Erregung, Ablenkung oder Unlust hecausreißen und unermüdlich seine Pflicht tun. Wennz. B. eist Arbeiter, der Rohstoffe, Halbfabc'kate oder Nahrungsmittel erzeugt oder Transporte bewegt, nicht mithilft, dann kann das bedeuten, daß an anderen Stellen Voks- und Arbeits genossen blvtloswecden, hange» n, frieren Es müssen auch jetzt Arbeitseinstellungen unbedingt vermiedet» werden; jeder Streikkann uns unmittelbar in die Katastrophe hineintretbrn. Wenn wir keine Kohle uuhc haben, weil die Kohlena.beiter streik:», liegen die B.- triebe still, inht der Eisenbahnverk hr, können w!r keine Lebensmittel und kein: Heizstoffe mhc befördern. Das wäre das Ende, wäre der Tod für die Volksgemeinschaft und für zahllose einzelne Bolsgenosstn. Es wird jetzt auch nicht gestreikt werden müssen, denn die Vertretungen d?c Arbeiter sind heute stark genug, um jede wirtschaft-- lich überhaupt mögliche Forderung durchzusetzen. Aus jeden kommt cs heute an; jeder kann Mitwirken, das Bock zu retten, oder kann dazu veitra. en, es in unjäglichcL Elend hinabz». stoßen Ich glaube au die deutschen Arbeiter, ich glaube, daß sie besonnen, pfl-cht treu und unermüdlich 'ans der Not von heute dem Volk-.' zu einer besseren Zukunft helfen werden. völketung -us,immens tzte. Der Ministerpräsident sp ach einleitend der hessisch: n Beamtensch 's! seine Anerkennung aus. daß sie ihrer Pflicht dem V.iterlande gegenüber durch ihr ir-ues AuLharrei ans ihrrm Porten treu ge- blreben sei. Er skizzierte sodann den militärisch politischen Zus mmenb uch Deutschlands und den verhältnismäßig ruhigen Verlaus der R v cknUon. Ais ec am Rcvokm tionstag ins Schloß gensi.n tmubc, habe er dem vor- Margen Groß Herzog sofort erklär, tr en u Blutvergießen Verhindert ivelden solle dann niüsse dcc Großhe-zog freiwillig obdi:nken. Leider hibe der vormalige Groß- Herzog, dessen tragischem Geschick ais Mensch nran nicht die Achtung versagen dürfe, anders entschieden. Daß dennoch Blutv.rgikßen veehindert Word n fei, sei der aneikennenswerten, opfer breiten Arbeit der Arbeiter- und Sol'dalenräle zu verdanken. Nach dem schmäh ichen Verhalten seiner Träger spubiik Hessen protestiert gegen den vom bayerischen Ministerpräsidenten und Minister des Aeußeren für Bayern angeordneten Abbruch der Beziehungeu zum Auswärtigen Amte in Berlin. EL sieht darin eine Gefahr für die Einheit des Deutsche» Reiches und befürchtet, daß dadurch der Separatismus gefördert werden könnte. Es erwartet vom Gesamtmtniftcriuin Bayerns, daß es seinen Minister. Präsidenten veranlaßt, den verhängnisvollen schritt ruck» göngig zu machen, denn das nationale Interesse aller Deutschen ccforbeit dringend, die klarste Einheitlichkeit aller deutschen Stämme bei den Fciedensverhandluugen aufrecht zu erhalten. Ein Uolksvat in Hessen. D a r m st a d t, 10. Dez. Dec hessische Arbeiter-, Baueco. und Soldatencat löst sich auf. Es wlcd an seiner Stelle dec Volksrat füc die Republik Hessen ge- bildet Dieser Volksrat stützt sich aus alle Bevölkerungs- schichten dec Republik Hessen, die auf dem Boden dcr Republik und Demskratie stehen. Die örtlichen Arbeiter-, Bauern- und Soldatemäte werden anfgcfocdet, sich auf- znlösen und ihre Aufgaben dem neu zu bildenden Volks, rate zu übertragen. Per hiesige Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrat schließt sich dem an und konstituiert sich sofort neu als Votksrat. Reicbmrtall? Republik Schleswig-Holstein Wie bestimmt verlautet, soll tn allernächster Zeit in Neumunstec die Loslösung dec Provinz Sschleswig -Ho l st ein von Preußen und die Konstituierung als selbständige dem Reiche angeschloffene Republik Schleswig-Holstein verkündet werden Der „Schlesischen Zeitung" wird von einer hochstehenden Persönlichkeit eine Zuschrift übermittelt, in der mit Rücksicht auf den Berktnec Radikalismus und die Unfreiheit dcc Regierung die Einberufung cmec schlesischen Nationalversammlung gefordert wird. Sie KneBdauer. Der bekannte» Münchener Veröffentlichung, in der gesagt worden war, dem bayrischen E sandten von Lerchenfeld in Berlin sei Mitte Juli 1914 aus dem Reichsaint des Auswärtigen mitgeteilt, man wisse, daß der Krieg Zwischen Oesterreich- Ungarn und Serbien unvermeidlich sei, wenn das br absrchtigte Ultimatum von Wien nach Belgrad ergehe, hoffe aber, daß Rußland durch England und Frankreich von der Teilnahme am Kriege abgehalten werden würde, sind weitere beweiskräftige Dokumente für die Kriegsschuld nicht gefolgt. Es bleibt daher ime.u£väftigt, daß England die Ausschaltung Deutschlands als gleich- ^ berechtigte Seemacht plante und zur Erreichung dieses Zieles die französische Revanchesucht und die russische Ländergier benutzte. Dieser britische Gedanke ist es auch mit gewesen, der die verschiedenen Friedensanregungen während des Krieges vereitelte. Dem deutschen Friedensvorschlage vom Dezember 1916 waren schon entsprechende Anregungen von seiten deutscher Heerführer vorausgegangen. Dag Kronprinz Nupprecht von Bayern bereits im Herbst 1916 einen dahingehenden Antrag unterbreitete, ist erwiesen, und dies Vorgehen hat auch wohl mit zu dem Schritt Kaiser Wilhelms beigetragen. Es ist nicht leicht, zu sagen, wie dem Feinde das Eingehen auf ernste Friedensverhandlungen mundgerecht gemacht werden sollte, denn im deutschen Volke wäre es wohl damals kaum verstanden worden, wenn der Friede mit der Hergabe von Elsaß-Lothringen und der deutschen Kolonien, sowie der Vernichtung der deutschen Flotte hätte erkauft werden sollen. Daß an der Westfront öfter Meinungsverschiedenheiten der obersten Heerführer untsreinandier und mit Ludendorff bestanden, haben wir nachträglich erfahren, aber diese Differenzen können nicht hemmend gewesen sein, denn sonst hätten wir nicht den großen Erfolg mit unserer Frühlings-Offensive von 1918 errungen. Fest steht, daß vor der August-Offensive, Mitte 1918, Hindenburg und Ludendorff den Wasfen- ftillstand angeregt haben. Die Höhe der feindlichen Forderungen scheint diese Anregung noch vertagt zu haben. Wer hierüber das entscheidende Wort sprach, ist bisher nicht gesagt worden. Eine deutsche Verkennung der Verhältnisse liegt auch für Oesterreich-Ungarn nicht vor, denn man wußte schon vor dem Kriege, daß unser Verbündeter ein „kranker Mann" sei. Die totale Niederlage der Italiener im Herbst 1917 hat wohl bei uns wieder zu hohe Hoffnungen erweckt, die sich dann leider nicht erfüllt haben. Es hätte aber aus dem traurigen Stand der Tinge in Oesterreich doch die nötige Folgerung gezogen und im Reichstage Aufklärung gegeben werden müssen. War die habsburgische Monarchie schachmatt, dann konnten wir für die Truppenausstellung im Osten mehr an uns denken und zu große Verzettelungen verhüten. Die Divisionen im Osten hätten wir im Sommer 1918 sehr gut im Westen gebrauchen können. In Wahrheit hat doch nicht der bulgarische, sondern der österreichische Zusammenbruch uns den Abschluß des Waffenstillstandes nahegelegt. Wir standen auf stolzer Höhe militärischen Ruhms, und es ist menschlich sehr erklärlich, wenn es unseren Autoritäten schwer wurde, durch das Joch der feindlichen Bedingungen zu gehen. Auch in der Bevölkerung würde die frühere Bekanntgabe der Tatsachen peinlich gewirkt haben Das erklärt vieles in der Dauer. Aber es mußte das Aufsuchen neuer Wege herbeisühren, die uns mehr Opfer erspart hätten. Wir haben viel für Oesterreich getan, wie es auch unsere Pflicht war. Berücksichtigt ist indessen nicht genügend die Beantwortung der Frage, ob diese Opfer bei der Sachlage in Wien und Budapest nicht zu groß wurden, und ob sie überhaupt deshalb noch angebracht waren. Diese nüchterene Rechnung ist nicht vollauf zur Geltung gekommen, und darin ist wohl der Hauptgrund für die Kriegsdauer zu suchen. Ein bewegter Dezemberiag. Straßenkämpfe i» Berlin. Berlin war in den letzten 24 Stunden der Schauplatz erregter Szenen. Zunächst fand vor dem ReichskanzlerpalaiS ettte Kundgebung von Matrosen und Soldaten statt. Ihr Sprecher verbot es sich, daß der Vollzugsrat mit linkischen Künden in die Regierungsmaschine eingreife und rief kurzer Hand Ebert zum Präsidcnteu dcr deutschen Republik aus. Auf die Frage ,ob er diesem Rufe folgen wolle, erklärte Ebert, daß er sich vorher mit seinen Freunden in der Regierung besprechen müsse. * Zu gleicher Zeit erschien im Abgeordnetenhaus ein größerer Trupp Soldaten mit Maschinengewehren und Flammenwerfern. jeder Mann mit 50 scharfen Patronen ausgerüstet, besetzten angeblich im Aufträge der Negierung Ebert- Haase die Ausgänge und verwehrten unter gleichzeitiger Vornahme einer Durchsuchung der Räume den Mitgliedern des Vollzugsrates das Verlassen des Gebäudes. Als sich später herausstellte, daß man die Namen Ebert-Haase mißbraucht hatte, zogen die Soldaten sofort wieder ab. Ob es sich hier um einen mißverstandenen Befehl oder wirklich um einen Putsch gegen den Vollzugsrat gehandelt hat, konnte noch nicht festgestellt werden. Ter Führer der Verhaftsabteilung, ein junger aufgeregter Feldwebel machte ziemlich konfuse Angaben und befindet sich in Haft. Von verschiedenen Seiten wird das Unternehmen als Streich nach dem Muster des Hauptmanns von Köpenick angesprochen. Die Kunde von diesem Vorfall kam bald zur Kenntnis dreier Versammlungen der „Frontsoldaten, Urlauber und Deserteure", die von den Spartakusleuten nach dem Norden Berlins einberufen waren. Der Versammlungsteilnehmer bemächtigte sich sofort eine ungeheure Erregung. In den Germaniasälen schwang sich einer der Anwesenden auf die Bühne und rief in den Lärm: „Kameraden, rächen wir den Vollzugsrat. Laßt uns die Reichskanzlerbude stürmen und Eberl au die nächste Laterne hängen. Folgt mir Nach!" Aus allen Versammlungssälen formierten sich Züge ! zum Marsch nach dem Abgeordnetenhaus. Der Zug aus ! den Sophiensälen mochte etwa 500—600 Mann stark sein, i auch einige junge Mädchen waren dabei. Ihm wurden ' »ine rot» Zahn» und mehrer» Plakats vorangetragsn, di» dt» Aufschrift trugen: Wir fordern unser Recht! Nieder Mit Hindenburg! Heraus mit den Offizieren aus den Soldaten- r^ten. Kurz hinter dem Oranienburger Tor erhielt der Zug die Mitteilung, daß an der Ecke der Jnvalidenstraße Soldaten mit Maschinengewehren sich ihm entgegenstellen werden. Trotzdem zog der Zug weiter, stockte dann kurz vor d«r Jnvalidenstraße angesichts des MtlttärkordonS abermals. Angesichts des offenbar ganz ___ unerwartete» Ernste» der Situai.ou _ gatte sich inzwischen wohl die Hälfte der Demonstranten entfernt. Der Rest setzte sich schließlich abermals in Bewegung. Da ertönte aus den Reihen der Soldaten der Ruf: „Halt, oder wir feuern!" Auf diesen Ruf stürmten die beiden Haufen, der Zug aus den Sophiensälen und der aus den Germaniasälen, auf die Soldatenkette los. Ein kurzes Kommando: „Feuer" und in der Chausseestratze fing das mit der Mündung nach dem Oranienburger Tor aufgestellte Maschinengewehr an zu tackerr. Auch die Soldaten gaben Schnellfeuer in beiden Richtungen ab. Anderthalb bis zwei Minuten nur dauerte das Feuer. Unter furchtbaren Hilferufen und Schreien stob alles auseinander. Durch das die ganze Straße beherrschende Feuer versuchte sich zu retten, was noch nicht am Boden lag. In wahnwitziger Hast schob und drängte einer den anderen beiseite, der eine tiß im Fallen den anderen zu Boden. Als Sanitätsmannschaften und Aerzte die Straße betreten konnte, fanden sie zahlreiche Tote. Man spricht von 28 Toten und 40 Verwundeten. * „Die ganzen überaus traurigen Vorgänge in der Chausseestraße erklären sich aus dem gewissenlosen Treiben der Spartakusleute und der ungeheuren Erbitterung von neun Zehnteln der Berliner Soldaten über dieses Treiben". schreibt der „Vorwärts". In der Tat, die Erbitterung nicht nur der Soldaten, sondern der gesamten ordnungsliebenden und arbeitenden Bevölkerung Berlins über das verbrecherische Treiben der Spartakusleute und ihrer Gefolgschaft von ,.Versprengten und Deserteuren", die ihre Standesinteressen" verteidigen wollen, ist aufs Höchste gestiegen. Bei allem Mitgefühl mit den unschuldigen Opfern (unter den Toten befinden sich ein Kind und ein junges Mädchen, eine Frau wurde im Straßenbahnwagen erschossen) wird es mit Genugtuung empfinden, daß es in Berlin noch Elemente gibt, die sich gegen eine gewissenlose ^traßen-Demagogie auflehnen. Das Organ Liebknecht und der Rosa Luxemburg, die „Rote Fahne" gibt als Antwort für die ..Mörder" die Parole aus Ruf zum Massenstreik. Bisher hat es den Anschein, daß diese gewissenlose Parole bei der Arbeiterschaft keinen Widerhall finden wird. Bet den gewerkschaftlichen Instanzen fanden sich Vertrauensleute aus einzelnen Fabriken und erkundigten sich, was es mit der ..Weisung", in einen Generalstreik einzutreten, auf sich habe. Es wurde ihnen erklärt, daß die Gewerkschaften diesem Treiben vollständig fern ständen und daß es unbedingt notwendig sei, daß die Betriebe weiter arbeiten. Die Arbeiter haben sich darauf in ihre Betriebe begeben und werden in diesem Sinne unter ihren Kollegen wirken. i Vor neuen ZusamMensiößen. Auf der Kommandantur wurde erklärt, daß angesichts der Zuspitzung der Lage leider mit weiteren Zusammenstößen gerechnet werde« müsse. Der Vollzugsrat hat daher angeordnet, daß die Truppen möglichst von der Straße ferngehalten werden sollen. Die republikanische Soldatenwehr von über 10 006 Mann steht geschlossen der Kommandantur zur Verfügung, um Ruhe, Ordnung und Sicherheit in Berlin aufrechtzuerhalten. Außerdem haben sämtliche Soldatenräte der Berliner Truppen einmütig erklärt, auf dem Boden der jetzigen Regierung zu stehen und mit allen erforderlichen Mitteln der Kommandantur zur Verfügung zu stehen. Am Lage. Verlängerung de» Waffenstillstandes. Da» französische Oberkommando hat die »putsche Oberftr Heeresleitung um Bezeichnung von Bevollmächtigten zur Verlängerung de» Waffenstillstandes ersucht. Die Zusammenkunft könnte am 12. oder 13. Dezember vormittag» in Trier statifinden. Ter Vorsitzende der Waffenstillstand»« kommifsion. Staatssekretär Erzberger. Der Stand des Rückmarsches. Der Rhein ist jetzt überall überschritten. Die vorderste Linie der Heimat zu verläuft folgendermaßen: Ibbenbüren — Längerich-Lippstadt Salzkotten Brilon — Biedenkopf — Marburg — Gießen — Schotten Hauswurz — Gelnhausen — Epelbach — Aschassenburg — Wertheim — Osterburken — Heilbronn — Calw — Tübingen — Pfullendorf — Bodensee (nördlich Konstanz). Ludwigshafen wurde am 5. Dezember von Franzosen besetzt. Es gehört in den Bereich der 8. französischen Armee. Osten: Die englische Flotte hat Libau, in nördlicher Richtung fahrend, verlassen. Die Vorbedingung des Friedens. Rach Mitteilungen, die aus dem Ausland eingegangen sind, wird der Vielverband eine Rote an uns richten, in der er seinen Standpunkt dahin festlegt, daß er nur mit einer Regierung, die vom gesamten deutschen Volk getragen ist, Frieden zu schließen gedenkt. Die Entente dürfte nach diesen Mitteilungen in der Frage der Arbeiter- und Soldatenräte ähnlich verfahren, wie es Wilson hinsichtlich der Abdankung des Kaisers getan hat. Man wird nicht direkt die Entfernung der Arbeiter- und Soldatenräte verlangen, wird aber den Frieden nur gewähren wollen, nachdem die Räte durch eine Nationalversammlung ab- gelöst sind, in der der Wille der Mehrheit des Volker ttar Zum Ausdruck kommen kann. Daß Ende der Entente. Even abgeschlossenen englisch-französisch-, italienischen Konferenz hat das Bündnis der Nationen dessen Zweck die Niederringung Deutschlands war, aufgehört zu existieren. Die Entente ist in drei Gruvpen ausemandergefallen. Die erste umfaß: England, Frankreich und Italien, die zwerte Amerika, die dritte die Kleinstaaten. Von einer Entente im bisherigen Sinne kann man nicht mehr sprechen. Das Ereignis kam v erwartet rasch. Ter Sonderbund zwischen Engla >o . nd Frankreich ist aber jedenfalls schon länger per.ek gewesen. Die Londoner Beschlüsse werden vorläufig geheim gehalten. Man will anscheinend Wilson nicht noch die Herausforderung fühlen lassen, die in einer vorzeitigen Veröffentlichung erblickt werden müßte. ' ie große Frage sei jetzt, ob Wilson Wilson bleiben werde, oder ob er den Sirenenklängen der Anglofranzvsen erlregen werde. 0 England fordert die allgemeine Abschaffung der Wehrpflicht. , Li inc . r Rede in Dundee erklärte Churchill, die orrtifcve Regierung würde auf der Friedenskon'^enz ore allgemeine und vollständige Abschaffung der'militärischen Dienstpflicht fordern. Lord Robert Cecil teilte in einer Rede mit, daß die Regierung ihn aufgefordert habe, Me Leitung des Teiles der britischen Friedens- delegarron zu übernehmen, die sich mit der Organisierung des Völkerbundes beschäftigen wird. Er habe die^e Einladung angenommen. Elsaß-Lothringen wird keine Programmnummer der bevorstehenden Friedenskonferenz bilden, obwohl in Wilsons 14 Punkten ausdrücklich Erwägungen darüber vorgesehen waren. Das Auftreten und die Anordnungen der Franzosen im deutschen Reichsland sind derartig, daß wir es aus unserem Eigenrum streichen können. Das fast ganz deutsche Gebiet wird auch sofort wieder französiert, und die deutsche Sprache wird wenig oder keine Freiheit behalten. Die französische Republik hat die Maske abgeworfen, Elsaß-Lothringen wird in eine französische Provinz umgewandelt und die Freiheit der Selbstbestimmung, die es bei uns hatte, muß es völlig ein- bützen. Gewalt wird auch dort vor Recht gehen, aber wir denken, die Proteste des Volkes werden das auch der Welt deutlich zeigen. Das wird auch geschehen, wenn verräterische Elemente dem Präsidenten Poincare jetzt bei seinem Besuche in Elsaß-Lothringen zujubeln. Die Franzosen wollen die deutsche Kultur durch die welsche übertrumpfen. Sie sollen nur erst zusehen, daß sie es uns darin gleich machen. Das Deutschtum wird zwi. scheu Rhein und Mosel doch durch den fremden Firlefanz durchblicken. Entscheidung der Kaisersrage nicht ohne Wilson. Laut Meldungen des amerikanischen Auswärtigen Amtes werden sämtliche Schritte, die im Zusammen- hang mit den Anträgen, den Kaiser anszuliefern, auf- ' gehoben, bis Wilson in Europa angekommen sei. Vor seiner Abreise hat Wilson über diesbezügliche Pläne keinerlei Auskunft in seinen Regierungskreisen erteilt. A.- und S -Rate bolschewistische Einrichtungen. Pichon erklärte im Ausschuß für Auswärtiges. Frankreich sei unverändert der Auffassung, man dürfe nicht die Länder, in denen der Bolschewismus gezüchtet werde, auch noch mit Lebensmitteln versehen Die deutschen Soldaten- und Arbeiterräte seien aber keine demokratischen, sondern bolschewistische Einrich- Lungen. Schutz für HeereScigcntum. Um der unrechtmäßigen Veräußerung und Verschleppung von Kriegsmaterial entgegenzuwirken, hat der Arbeiter- und Soldatenrat in Magdeburg eine Vahnhofsüoerwachung eingerichtet, die sich glänzend bewährt und aNchahmung verdient. Ein einziger Vertreter dieser Bcchnhofswache hat bei der Bahnhofskontrolle die Verschleppung von Kleidungs stücken, Stiefeln. Pferden usw. im Werte von mehrereil hunderttausend Mark verhindert und dadurch die Allgemeinheit vor großem Schaden bewahrt. Vor Ankauf militärischen Eigentums wird neuerdings dringend gewarnt. Befreite» Gesindel. Wie jetzt festgestellt ist, sind in der Nacht des 21. November beim Sturm auf das Polizeipräsidium im ganzen 49 Personen von den Spartakisten aus dem Polizeigewahr- sain befreit worden. Darunter befanden sich 28 Diebe, Plünderer und Einbrecher, 5 Erpresser, 6 weitere wegen verschiedener gemeiner Vergehen Festgenommene, 3 Fahnenflüchtige. 1 wegen ungenügenden Ausweises Festgenommener, 3 Mann von der Schlvßwache. die auf Befehl des Ma- trosenrat? verhaftet waren, insgesamt 45 Personen. Pensionierung der 60jährigen Beamten? In Berliner Beamtenkreisen erzählt man sich, die jetzige Negierung habe vor, alle Beamten mit 58 Jahren zur Disposition zu stellen und mit 60 Jahren zu pensionieren. Wir können uns nicht denken, daß eine solche Maßnahme, die in das wirtschaftliche Leben der durch den Krieg hart mitgenommenen Beamtenschaft so tief eingreist, von der Regierung auch nur geplant ist. Umgehende Aufklärung der Regierung täte hier not. Gegen die Alarm-Nachrichten. Dcr Stellvertreter des Bayerischen Gesandten in Berlin teilt mit: Im Interesse des geordneten Verlaufs der Revolution in allen Teilen Deutschlands liegt es, die vielen alarmierenden Nachrichten über das Verhalten der Besatzungen in der Bayerischen Rheinpsalz sowie im Rheinland, mit aller Reserve aufzunehmen. Die Meldung aus der Pfalz über die Vergewaltigung einer Reihe von Mädchen mußte schon dementiert werden. In Nachrichten aus dem Rheinland wird ein falscher Eindruck dadurch erweckt, daß die in Aachen. Jülich usw. ergangenen Erlasse als spontane Eingebungen des Kommandanten hingestellt wurden, während es sich doch leider nur um eine Wiederholung der Vorschriften handelt, die von der deutschen Besatzung in Belgien Frankreich, Polen usw. allgemein erlassen waren. * * - ' i 1 Der in M.-Gladbach angeschlagene Befehl des belgischen Stadtkommandanten ist in einigen Punkten gegen die gleichen Erlasse in anderen Städten, die früher besetzt wurden, gemildert; so z. B. heißt es nicht, daß diejenigen, die mit» Waffen betroffen werden, erschossen, sondern verhaftet werden. Ferner ist der Zwang, di» Offizier» zu grüßen, fort- ....... i 0 Tie Verfassung der deutschen Republik. Der Staatssekretär de.! Innern, Professor Dr.Lugo Preuß, hat nach dcm Reich^amt des Innern eine Kornmission hervorragender Kenner des Staatsrechts eingeladen, die über den der Nationalversammlung vorzulegen- derr Entwurf einer Verfassung der Deutschen Republik beraten soll. Von der Reichsleitung werben die beiden Juristen Hugo Haaje und Otto Landsberg an dieser Kommission teilnehmen. 0 Französische Offiziere in Berlin. Zur Regelung des Gesangenenabtransportes der französischen Kriegsgefangenen in Deutschland traf, aus Span kommend, der französische General Dupont, begleitet von französischen Seeo ,i ieren, in Berlin ein, wo im Hotel Adlon Quartier beftellt war. ° Beim Hannfried. Die Münchener Anregung, in der thüringischen Universitätsstadt Jena Konferenzen der deutschen Re. icrungsvertreter zur mündlichen Aussprache über geplante politische Schritte abzuhalten, ist leicht erklärlich, denn die sozialdemokratische Parte: hat eine grobe Vorliebe sür Jena, wo schon wiederholt die sozialdemokratischen Parteitage abgehalten worden sind. In Friedewszeiten fuhr man von Berlin in 31/2 Stunden, von München in etwa 7 Stunden nach Jena, das zentral liegt und im Bolkshause, das Pro-' fessor Abbe von den weltberühmten Zeiswerken stiftete, ausgezeichnete Konserenzräume besitzt. Und die ganze Umgebung mahnt unwi lkürsl-ch zur V erträglich- reit. Bloß eine eei steit könnte sich einstellen, nämlich Quartiermn ^ A. Die Zahl, der für die Unr- . ist autzerordentzlcch arotz, so daß auch i: Gasthöfe mit als Studentenbuden in V.u*:pi...■;» genommen werden müssen. Nun, zur Not gi .s in den nahen Städten Weimar und Naumburg hinreichend Unterkunft. Mit dem alten, kirchlichen Hannfried, dem Standbild des kurfürstlichen Stifters der Jenenser Universität, wird sich die hohe, republikanische Versammlung ja wohl vertragen. Und das Lichtenhainer Bier, das Jenenser Nationalgetränk, regt auch nicht mehr zu heftigen Worten auf. — Neue Vorschriften für Bäckereien. Für das Bäckerei- und KonditorgewMbe bringt eine Verordnung d-.'s Rates der Boltsbcaustragten wichtige neue Vorschriften. Den Arbeitgebern wird untersagt, wegen Einführung des Achtstundentages Lohnabzüge zu machen Bei Stücklohn erhöhen sich die Lohnsätze so weit, datz in acht Arbeitsstunden der bisherige Tagesverdienst erzielt wird. Die für die Mehlverteilung zuständigen Kommunalverbände haben Fachausschüsse zu errichten, die aus einem unparteiischen Vorsitzenden und ie drei Beisitzern aus dem Kreise der Arbeitgeber und Arbeitnehmer bestehen. Diese Fachausschüsse sollen von den zuständigen Behörden vor Erlaß wichtiger Anordnungen gehört werden. = Tie Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst bildete bisher für die höheren Lehranstalten ein großes Hindernis für einen gedeihlichen Fortgang des Unterrichts, weil dadurch eine Reihe von Schülern veranlaßt wurde, ohne inneren Drang und ohne Fähigkeit zum Studium wenigstens bis zur Erlangung der wissenschaftlichen Befähigung für den einjährig-freiwilligen Dienst an den Anstalten zu bleiben. Um hier eine Entlastung der höheren Lehranstalten herbeizuführen, ist das bayerische Ministerium für Unterricht und Kultus mit dem Ministerium für militärische Angelegenheiten ins Benehmen getreten, um die Reichsleitung zur Abschaffung des einjährig-freiwilligen Dienstes zu veranlassen. = Aufträge der Eisenbahn für ?> l / 2 Milliarden. Tie preußische Eisenbahnverwaltung hat im ganzen durch ihre Bau- und Beschaffungstätigkeit Aufträge im Werte von über 3 Milliarden Mark in Aussicht genommen, abgesehen noch von 600 Millionen Mark für Wasserbauten. Infolge dieser Maßnahmen kann die Eisenbahnverwaltung etwa 100 000 Menschen mehr beschäftigen. Die während des Krieges in den Eisenbahnbetrieben eingestellten grauen, deren Zahl sich aus rund 100 006 belief, sollen langsam aus dem Dienste herausgezogen und durch männliche Angestellte ersetzt werden = Für das Handwerk. Das Handwerk hat unendlich viel zu tun, nicht nur im Laufe der nächsten Monate, sondern auf Jahre hinaus. Daraus ergibt sich von selbst die Notwendigkeit, für einen tüchtigen Nachwuchs zu sorgen. Pie Lehrlinge haben in der Kriegszeit Tüchtiges geleistet, aber zu verkennen ist doch nicht, datz in ihrem Können Lücken geblieben sind, die ausgefüllt werden müssen. Und wenn auch überall im Handwerk der Achlstunden-ArbeitSag eingeführt werden soll, dann wird es ganz unvermeidlich sein, datz die Lehrzeit auf mindestens vier Jahre festgesetzt wird. , = Preisrückgang im Weinhandel. Man schreibt aus Süddeutschland: Die rückgängige Bewegung im 'Weingeschäft setzt sich unaufhaltsam weiter fort, und zwar lausen dahingehende Meldungen aus allen Weinerzeugungsgebieten ein. Am stärksten war der Preissall bisher in der Pfalz und an der Mosel. Der Handel sieht davon ab, Einlegungen vorzunehmen, so daß das Geschäft säst ganz ins Stocken geraten ist. Als Käufer treten zurzeit nur noch Wirte, die Einkäufe sür sofortigen Verbrauch vornehmen, auf. Obwohl z. V. in der Südpfalz 1000 Liter bereits mit 2000 Mart abgegeben werden, glaubt man dort noch nicht, baß der Tiefstand schon erreicht ist. Im Detail- geschäft ist das Viertelliter in Neustadt jetzt für 1 Mk. zu kaufen, gegen vorher 1,80 ML., 2 Mk. und 2,20 ML.: in Deidesheim, Königsbach und Ruppertsberg wurde der Ausschantpreis auf 1,20 Mk. festgesetzt. Auch in Kreuznach kostet das Viertel nur noch 1 Mk. Auch aus Württemberg und Bayern wird große Zurückhaltung :m Weingejchäft gemeldet. --- Für das Handwerk. Das Handwerk hat unendlich viel zu tun, nicht nur im Lause der nächsten Monate, sondern aus Jahre hinaus. Daraus erWck sich von selbst die Notwendigkeit, sür einen kräftigen Nachwuchs zu sorgen. Die Lehrlinge haben in der Kriegs- eit Tüchtiges geleistet, aber zu verkennen ist doch nicht, atz in ihrem Können Lücken gehleiben sind, di- ausgefüllt werden müssen. Und wenn auch überall im Handwerk der Achstunden-Arbeitstag eingesührt werden soll, dann wird es g:anz unvermeidlich sein, daß die Lehrzeit auf mindestens vier Jahre festgesetzt wird. Erdrosselung der deutschen Ausfuhr. Die Ausfuhr deutscher Fertigwaren nach Schweden wird jetzt aus Wunsch der Engländer verhindert, mit Hilfe der EEin- und Ausfuhrorganisationen der neutralen Länder, die auf Wunsch der Entente geschaffen wurden. Der deutschen Ausfuhr von Fertigwaren nach Holland dürfte demnächst das gleiche Schicksal bevorstehen. --- Zu wenig Kartoffeln und Fett. Von zuständiger Seite wird behauptet, die alte Regierung habe über unsere Vorräte Berichtete gegeben, die den Tatsachen nicht entsprochen haben. Es haben sich Fehlbeträge bis zu einer Million Tonnen ergeben. Durch die polnischen Umwälzungen ist die Lage noch übler geworden. Die Neugestaltung ber staatlichen Ordnung hat die Erhebung der Vorräte hinausgezögert, so daß die Erzeuger inzwischen in der Lage gewesen sind, mehr zu verbrauchen, als ihnen zustand. Auch Kartoffeln sind zu wenig da. Wie lange sich die bisherige geregelte Fettversorgung aufrecht erhalten läßt, ist überhaupt nicht zu sagen. A Sicherung der Vro Versorgung. Die Aussichten unserer Brotversorgung haben sich in den letzten Tagen dadurch gebessert, daß infolge des frostfreien Wetters die Hackfruchtecnte teilweise rascher als erwartet, beendigt wurde. Dadurch sind viele Arbeitskräfte srei- geworben, so daß die Bemühungen der Reichsgetreidestelle und der Kommunalverbünde den Erfolg hatten, datz mehr Getreide als erwartet wurde, zur Ablieferung gelangte. Wenn der Güterverkehr in vollem Umfang aufrecht erhalten wird, werden sich die Eingänge an Brotgetreide derart steigern lassen, datz die Brotversorgung über den 7. Februar 1919, hinaus gesichert ist. A Preissteigerung für Gänse. Die bisherigen Preise für Gänse, die ohnehin nur mehr sür Kriegsgewinnler erschwingbar waren, sind in Berlin um die Hälfte erhöht worden. Es gelten für frische und gepökelte Ware folgende Preise: Liesenfett 15 Mark, Leber 13,50 Mk.^ Keulen 9,75 Mk., Brust ohne Knochen 13,50 Mk., Gänseklein, bestehend aus Kopf mit Hals, 2 Flügeln, 2 Füßen, Magen, Herz, 6 Mk., Schmalz 21 Mark, Grieben 15 Mk., Gänsebraten 16,50 Mk., Ganseweißsauer 15 Mk. und Gänseleberwurst 12 Mk. A Der Abbau des Bezugsscheines. Tie Reichs- bekleidungsstelle hat nun auch Strümpfe und Socken auf die Freiliste gestellt. Ferner Matratzen, Inletts, Kopftücher, Schals und Umfchlagetücher, Reise- und Schlafdecken sowie Decken für Tiere. Trikothemden und -Jacken sind nicht sreigegeben. Die Beschlagnahme der im Besitz von Hotels, Gast- und Schankwirtschaften und ähnlichen Betrieben sowie Wäscheverleihgeschäften befindlichen Bett-, Haus- und Tischwäsche tritt außer Kraft. * Großfeucr in Berlin. Eiroßfeuer kam aus noch nicht ermittelter Ursache in der Möbelfabrik von Trem- penau, Berlin, Man euffelstrahe 22, zum Ausbruch. Als die ersten Löschzüge an der Brandstelle ankamen, standen schon das zweiie und dritte Stockwerk in Flammen. Diese hatten besonders an den Hol^- und Möbel- Vorräten reiche Nahrung gefunden und gefährdeten andere Betriebe. Es gelang, die Gewalt des Feuers zu brechen. Der Schaden soll erheblich sein. * Aus der Straße ermordet. Ter Besitzer des MeierhojW in Kürnstein, Jungbauer, wurde auf der Straße von Steinbruch nach Kürnstein nachts ermordet. Jungbauer trieb einen größeren Handel und hatte stets viel Geld bei sich. Er hatte die Gewohnheit, sein Geld in Gasthäusern herzuzeigen, was ihm zum Ber- Berhängnis wurde Die Se.dtasche '-wurde bei dem Ermordeten nicht ausgefunden. * Beide Beine abgefahren. Der 16 jährige Eisenbahnarbeiter Karl Minsk aus Gau-Algesheim hatte, um bei den vollbesetzten Zügen doch an seine Arbeitsstelle zu kommen, sich auf den Puffer eines Wagens gesetzt. In Uhlerborn aber stürzte er beim Anziehen des Zuges ab und kam unter die Räder, die ihm beide Beine abfuhren. * Im U.Bootnetz gefangen. Eine unheimliche ^Illustration zu den Schrecken des Krieges gibt der Bericht einiger deutscher Matrosen über den Fund in einem U-Bootnetz. Ten Engländern gelang es anfangs, viele deutsche U-Boote in ihren Netzen zu sangen, bis cknan die großen U-Bootkreuzer baute. Ein solcher Kreuzer stieß auf seiner Fahrt an ein Netz, aber da er mit Scheren zum Durchschneiden der Netze ausgerüstet war, kam er los und brachte das Key im Schlepp nach Ostende. Ais itt das Netz eva >s;vg, fand man, daß drei U-Boote alten Typs darin sestsaßen. Sie hatten zusammen 25 Mann Besatzung an Bord, die hier ohne Aussicht aus Rettung den Tod erlitten hatten. * Zehn Tote bei einem EiscnbahnunsaU in Frankreich. Ter Schnellzug nach Orleans stieß beim Bahnhof von Meung-sür-Loir mit einem amerikanischen Güterzug zusammen. Vier Wagen wurden zerschmettert. Es wurden bereits 10 Tote und 25 Verletzte festgestellt. Unter den Trümmern liegen noch Leichen. * Ein Schwindler in Feldwebel,miserm. In Hirschberg (Schlesien) meldete sich zum Grenzschutz ein Feldwebel, der angab, Alfred von Ritter zu heißen und aus Straßburg (Elsaß) zu stammen. Er wollte sich aus Oesterreich gerettet und dabei seinen Militär paß. verloren haben. Man übertrug ihm die Feldwebel- geschäste der Kompagnie. Am Sonnabend verschwand der Mann mit der abgehobenen Löhnung in Höhe von 8500 Mark. * Ein glücklicher Walfischfang. Auf Westerland ist in diesen Tagen ein mächtiger Finnwal gefangen worden. Das Tier, das wahrscheinlich durch eine Mine verwundet worden war, hatte die seichten Gewässer am Westrand ausgesucht und war dort von der Küstenwache bemerkt worden, die sofort Jagd aus den 25 ! Meter langen Wal machte. Durch Gewehrschüsse wurde versucht, den Riesen zu töten, doch gelang das nicht. Von einem Boot aus wurde schließlich dem Wal ein Ätück aus der Seite gelöst, woraus er endlich verblutete. Zuerst bestand die Absicht, den Fischriefen, dessen Fleisch in der jetzigen fleischlosen Zeit eine nicht unwillkommene Küchenzugabe ist, durch ein Torpedoboot nach Hamburg schleppen zu lassen, um ihn hier zu zerlegen und fein Fleisch zu verkaufen. Dem hat sich aber der Sylter Soldatenrat widersetzt, sodaß aus der den Hamburgern zugedachten Fleischzulage nichts geworden ist. * Seinen eigenen Vater ans Unvorsichtigkeit erschossen hat in Haimhausen der erst seit kurzem zum zum Militär eingezogene Peter Orthuber. Der Vater des Orthuber war in Low,., als Stationsdiener bedienstet. Als er am Samstag abends 11 Uhr vom Dienste nach Hause kam, war auch sein Sohn auf Urlaub da und hatte ein Gewehr mitgebracht. Bei dem Tändeln mir der Waffe krachte ein Schuß und Vater Orthuber sank getroffen zu Boden. * Wie die Polen arbeiten. In dem deutschen Orte Rosenberg (Wpr.) wohnt eine Anzahl Polen. Vor einigen Tagen sollten in dieser Gemeinde der Bauern- und Land- arbeiterrat gewählt werden. Der Gememdediener, ein Pole, bestellte nun zur Wahl die polnischen Gemeindemitglieder. Die Folge war, datz ein Bauern- und Landarbeiterrat gewählt wurde, der zum größten Teile aus Polen besteht. Kurzerhand wurde der deutsche Gemeindevorsteher für abgesetzt erklärt, ünd ein polnischer Gemeindevorsteher eingesetzt. * Unter Mitnahme von 230 000 Mt. verschwunden ist der Sohn eines Berliner Großkaufmanns. Der junge Mann hatte in der letzten Zeit ein etwas sonderbares Wesen gezeigt und verschiedenlich geäußert, daß er lieber ins Ausland gehen wolle, als sich hier noch weiter aufzuhalten. Diesem Plane wurde von seinen Angehörigen entgegengearbeitet. Dennoch hat denn jetzt der Sohn anscheinend seinen Entschluß ausgeführt und mit 230 000 Mark, die er der elterlichen Kasse entnahm, das Weite gesucht. ** 230030 Mark untcrsHW-n. Unter Mitnahme von 230 000 Mark ist aus der cltciUWohnung der Sohn eines Grotzkausmanns ans Berlin oec- schwunden. Ter junge Mann tzattr m der w^cen Zeit etwas sonderbares Wesen gezeigt und verschied.nuid, geäußert, daß er ins Ausland geben rvoUe. Diesen Entschluß hat er setzt ausgesührt uud i|t unter Mitnahme von 230 000 Mark, die ec der elterlichen Kasse entnahm, abgereist. ** Eine Bataillonskasse mit 100 000 Mark erschwindelt. Die Kasse des 2. Bataillons des Eisenbahnregiments 1, die 100 000 Mark bares Geld enthielt, ist zwei jungen Schwindlern durch ein Betrugsmanöver in die Hände gefallen. (D Zwei Todesurteile vom Reichsgericht bestätigt. Das Reichsgericht bestätigte zwei Todesurteile. Das eine war vom Schwurgericht Neuruppin am 10. Oktober gegen den Musketier Max Fuß aus Wittenberge gefällt worden, der seine Frau ermordet hatte^ um, eine Liebschaft anzuknüpfen, das andere hatte das' Schwurgericht Nordhausen am 21. Oktober gegen den Zigarrenmacher Heinrich Kurs aus Goslar ausgesprochen, der die Barbiersehefrau Kleemann, bei der er in Untermiete wohnte, ermordet hat. GD Zwei Mörder vom Schwurgericht Berlin zum Tode verurteilt. Ein mit seltener Kaltblütigkeit aus- geführler Mord beschäftigte das Schwurgericht des Landgerichts 111 in Berlin. Unter der Anklage des Mordes an der Milchhändlerin Klara Gehler aus der Branden- burgischen Straße 8 zu Wilmersdorf, ferner wegen gefährlicher Körperverletzung haben sich der 23jährige in Wilna geborene Arbeiter Alexander Wojciechowski und der 28 jährige in Kalisch geborene Schlosser Josef Maiewski vor den Geschworenen ^u verantworten. Der Angeklagte Wojciechowski kam un Jahre 1917 aus Wilna nach Berlin. Er war ein fleißiger und geschickter Arbeiter und verdiente über 100 Mark wöchentlich. Masewski lebte schon seit 1915 in Deutschland und arbeitete zuletzt in Mariendorf als Hilfsschlosser. Da Woiciechowskr wiederholt für seinen Arbeitgeber Müller in dem Hause Brandenburgische Straße 8 gearbeitet hatte, fo war offenbar von ihm der Plan ausgegangen, die Frau Klara Gehler, die in diesem Hause 'ein Milchgeschäft betrieb, zu ermorden und zu berauben. Dieser Plan wurde mit allen Einzelheiten vorher ausgearbeitet. Ihren Plan, die Frau G. unter dem Vorgeben erner notwendigen Reparatur an der Wasserleitung in die hinteren Räume zu locken und sie dort zu erdrosseln, setzten die Angeklagten am 2. September d. Js. in die Tat um. Frau G., welche den W. als Arbeiter des Müller kannte, ließ ihre beiden Mörder ohne Arg in die Küche und ging dann wieder in den Laden, um Kunden zu bedienen. Einer Frau Anna Pilz teilte sie mit, daß sie in der Küche zwei Russen hätte und bat sie, ein Weilchen in dem Laden zu bleiben. Während sich die Frau P. vorn im Laden mir einem hinzugekomwenen Kunden unterhielt, spielte sich in den Hinteren Räumen ein grauenvolles Verbrechen ab. Als Frau G. ahnungslos die Küche betrat, warfen ihr die beiden Verbrecher blitzschnell den schon bereitgehaltenen Strick um den Hals und zogen ihn fest zu, so daß, wie die Leichenöffnung ergab, der Tod aus der Stelle eingetreten sein mußte. Die beiden Räuber kamen jedoch nicht mehr dazu, den beabsichtigten Raub auszuführen, da zufällig der Schwager der Ermordeten, der Schlosser Kleiber, den Laden betrat. Als er nach hinten ging, fand er hier ferne Schwägerin entseelt aus dem Boden liegend und sah gerade noch, wie die beiden Angeklagten aus dem Fenster sprangen. Er verfolgte den W. und holte ihn noch in der Brandenburgischen Straße ein. Es kam zu einem wütenden Kampf, plötzlich sprang Majewski hinzu und versetzte dem K. mit einem Hammer einen wuchtigenH Schlag über beu Kopf, so daß K. sofort öewußtlM zusammenbrach. Tie Verfolgung der beiden Mörder wurde aber von Passanten sofort ausgenommen. Woiciechowskr wurde am Hohenzollerndamm von dem Bankbeamteii Alfred Kuhnert überwältigt, Majewski noch rn Derselben Nacht ermittelt und festgenommen. Zu der Verhandlung da die Angeklagten der deutschen Sprache nicht besonders mächtig sind, Rechtsanwalt Dr. Zborowski als Dolmetscher geladen. Die Geschworenen sprachen beide Angeklagte des Mordes schuldig, woraufhin das Gericht beide zum Tode verurteilte. Lokales. * Versteigerung von MULtärpferderr Die bei b r DcmobÜmockung btt dln TtuppiN ellcB üb-rzählkg wetd ndcn mbeitssäHiuen Pferde sollen dem Wirtschnfls- lcbm ung.säumt zugeführl w.rdn,. Tie Abgabe erfolgt im Wege der öff.ntlichen Versteigerung. Zu den Versteigerungen haben nur solche Personen Zutritt, die im Besitze einer Zulassungskarte sind. Es lr erd «' ausgestellt: 4 c) rote Pferdekartcn für bevorzugte Zulassung, b) w iße Pferdekurt. für nicht bevorzugte Zulassung. Für die bevorzugte Zulassung auf rote .starten kommen nur solche Gebrancher von Pferden in Frage, welche,zu den kleinen unbemittelten Landwirten und Gewerbetreibenden zu Zählen sind und insbesondere die- jenigen unter ihnen, welche durch Verwundung im Felde in ihrer Ei werbstätigkeit beeinträchtig sind, odcx Angehörige, die den Ernährer der Familie aus Anlaß des Krieges verloren haben. Die Lcrsteigerungöbedingungen werden auf den Bürge cmelstkreien aufgelegt werden. Wer zu einte demttüchst stattfindenden Versteigerung zugelassen sein will, muß Antrag nach vorgeschricbencm Formulare stell-n. Die Formular sind unentgeltlich der den Bürgermeistereien erhältlich. Die Ausfüllung Hut durch d;n Antragsteller selbst zu erfolg.n. * Gießen. Die Lagerkommandantur. Gießen gibt bckonrtt, daß eine größere Anzahl Kriegsgefangener hier in Deutschland verbleiben und nicht mehr nach ih.e Heimat zurückühren will. Auch für di.se Leute muß Arbeitsgelegenheit geschaffen werden. Gießen. Beratung für entlassene Kriegsteilnehmer. In den nächsten Tagen werden bedeutende Tcuppen- nrengen zur Entlassung kommen. Die Entlassenen wer-. den Auskunft in den verschiedenen sozialen und wirtschaftlichen Fragen nötig haben. Einer Anregung von draußen entsprechend hat der Bürger'at für Stadt und Kreis Gießen im Gewerbehaus in Gießen. Kwchstraße 16 1, eine Auskunft- und Beratungsstelle süc entlassene Kriegsteilnehmer errichtet. Außer der Beratung in allen sozialen und wirtschaftlich«!! Fragen erfolgt die Anfertigung der notwendigen Schriftstücke durch die Auskunft^ stelle kostenlos. U. A. sollen auch die Ratsuchenden bei der Einreichung von schriftlichen Offerten und bei Abfassung von Zeitungsanzeigen zur Erlangung einer Stellung usw. durch die Auskunftsstelle unterstützt werden; für Bedürftige können die Kosten für Porto, Zeitungsan zeigen usw. übernommen werden. Soweit die entlassenen Kriegsteilnehmer vorerst oder überhaupt keine versichec- ungspstichtige Beschäftigung aufnehmen, wird die Auskunft stelle bemüht 'ein, zu. verhüten, daß den Ratsuchenden bezüglich der Kranken- und Invalidenversicherung Nachteile erwachsen. Mit der Leitung der Auskunsts. stelle wurde Berufsgenossenschaftssekretär Kirchner, Gießen betraut, der bereits über langjährige praktische Ecfahrungen aus diesem Gebiete vecsügt. Der UeveLrr selbständiger Schuhmacher dielt am Montag toi Gastwirt Leichingor eine gulbe suchte Versammlung tb. Nach einer Begrüßun. der Erschienenen durch Schuhmachermeister CH« Weeg fand eine eingehende Besprechung d.s Lehtlingswesens statt. Hierbei wurde besonders zum Ausdruck gebracht, daß zur Heranziehung eines tüchtigen Nachwuchses für das Schuhmochergewcrbe unbedingt auch seitens des Meisters Opfer gebracht werden wüßten, damtt die Eltern schon während der Lehrz.it die Vorteile der Erler mng eines Handwerks erkenn n würden Dem Lehrvertrag sollen deshalb für die kommende Zelt folgende Richtlinie zu Grunde gelegt w.rden: 3 jährige Lehrzeit, wenn möglich Gewährung von Kost und Logis, oder solo it dies nicht angängig, Zahlung einer Vergütung, bte im estrn Jahre 100 KL, im 2. Jahre 250 Mk, im dritten Jahre 500 Mk. bttogen soll. Im weitr.cn Verlauf der V^Handlungen hielt Berufsoenoffenschaftssekrctär H. Kirchner-Gießen ein ku-zes Referat über die für den Handwerker wichtigstcn Bestimmungen des neuen Um- satzsteuergesttzes (Eine Besprechung dieser Bestimmungen m unserer Zeitung folgt in Kürze.) In der. Aussprache wurde besonders auf die Wichtigkeit der Anlage einer geordneten Buchführung htngewiesen und darauf auf. merksam gemacht, daß die Geschäftsstelle des Octsge- wcrbevercin Girtzen die ordnungsmäßige Führung der Bücher für Handwerker übernimmt. Auch die übrigen Punkte der TagcSocdnung: Lederbeschaffung, Veröffentlichung dcr Richtpreise, Beibehaltung der Barzahlung besonders für Reparaturen, Zusammenkunft zu Ehren der aus dem Felde zu. ückgek htten Berufskollegen, gaben Anlaß zu eingehcno.r Aussprache. Kircftlicbe Unreigen. Sonntag den 15. Dezember (3. Advcnt). Gottesdienst. In der Stadtktrche. Vormittags 9V 2 Uhr: Pfarrer Mahr. — Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für bi" Matthäus, und Markusgemeinde gemeinsam. Pfarrer Mahr. — Abends 5 Uhr: Pros. Ehringshauß aus Bochum. Beichte und Feie: des heiligen Ab.'ndmahls für die Malus- gemeinde, wozu besonders die fonft» mtcrtc Jugend einst/ade n wird. Anmeldungen werd n vorher b i dem Pfa-rec dieser. Gmeinde erbeten. In der Johanneskirche. Vormittags 9 L I 2 Uhr: Pros.ssor D. Schran. — Vormittags 11 Uhr: Kinder kirche für dir Lukasgememde. Pfarrer Bechtolshetmec. Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausftld. Beichte und Feie-: des heiligen Abendmahls für die Johanncsgcmeinde, wozu b?.sonders die konsttmierle Jugend cingeladcn wird. Anmeldungen Waden vorher bei dem Pfarrer dieser Gemeinde erbeten. Verantwortlich: A l b i n Klein, Gießen. P ;'8I! Ssider3 Blusen Mki 29—32 neue Formen, schwarz., färb. Mevreilleux Crepe de eliine-'ilussn Mk . 38 schwärt, weiss und farbig mit Matrosenkragen. Japan-E!«sen, Mk. 48 weisse Waschseide Hpcheleg. Ce. de chine- Blus n Mk. 58-78 90 110 Wintermäntel. i 20 Cffi i^., Mk . in warmen, weichen Wollstoffen. Wintermäntel 12) cm i ang m. in farbigen Diagonalstoffen, solide Ware. Wintermäntel m cm Ung Mk . 125 in schwarz Diagonal in. gr. Kragen. i¥!anteikleider Mk 125—165 135 cm lang, in Blau, Grün, Lila und Braun, prmtjjMlheviot. 95 Kostüms SSe^r lt°l Kostüme tt e, S u seI°' lstoff * 125 1 / .- 4 .;;^.- blau Cheviot Kostüme Jacke auf Seide lAftAtiimn 111 feiner Wolle KüSkUme Jacke auf Seide _ dunkelblau Kunsts. i\l v .UuiG ohne Bezugsschein S/rr-Bima reinwollen lUlSXUffid Kammgarn inn blau u. schwarz Mk. Kostüms in schwarz re,n ‘ Mk. Mir. Mk. 525 Mk. !40 Mk. !6Z RÖCkß L^^urnelierle Stoffe mit Taschen ov k dunkelblaue Kunstseide nUGKo ohne Bezugsschein prima Cheviot, blau und Röcka RÖCk8 in reiner ^oUe blau- grun in re grün kariert RÖCrlß in blau Kammgarn 265 | wollenen Stoffen Mk. 26o I Motto m^i/r^oho us Seidene Unter öcki prima Taffet, keine Bandröcke Mk. 28 Mk. Mk. 48 Mk 83 Mk. 88 Mk. 48 ät -<*# Now&ak> Zigarette* an Selbstverbraucher in Postpaketen 2000 Stück sortiert wie folgt: 500 Stück = 100 Mk. 500 „ = 44 „ 1000 62 2000 Siück = 206 Mk. M il z, Dresden, Zöllnerstratze Nr. 9. §-fi i § ss a ä * Sshrdöina s einig JLeichte Erlernbarkeit! Sofort lieferbar! Preis kompl. Mk. Grosse Dauerhaftigkeit! 250.—. Verlangen Sie Prospekt! $€§“SekreU)ntasshineR ß. m. d. y., Berlin W. 66|19 Scheuertücher 5 X50 cm, s. weich, s. saugfähig Probedtzd. 19.— M. Handtücher 50X100 cm, weich, gut trockD. Probedtzd. 36.— M. Mindestabgabe je 1 Dtzd., grössere Posten billiger. Arbeiteranzüge blau Köpergewebe Jacke 10.60 M., Hose 11.— M. Männe*-schürzen 6,25 M. Frauenwirtschaftö8chürzen blau, ohne Träg. 5.80 M., mit Träg. 7.50 M., bedruckt ohne Träg. 7.20 M. mit Trägern 8.70 M. Daiuenhausschürzen schwarz ohne Träg. 14.25 M., mit Träg. 19.25 M., Wienerform 19.50 M. Täudelschürxen blau, m. Träg.6.40M.,schwarz 11.20 türkisch m. Träg. Wienerform 16 M. Kleiderschürzen blau, m. Aermeln 28, 31, 34 M. Kinderschürzen Knabenschürzen, grau 2.— bis '2.25 M., blau 2.80 bis 3.20 M. Mädchenschürzen, blau, mit Latz u. Träg. 4.40—6.40 M., türkisch, Wienerform, sehr eleg. 14—16 M. Mädchenkittelschiirzen, blau, 6.40 bis 12.25 M., türkisch, sehr elegant, 17.80—22.10 M. August Rettig, Berlin-Neutempelhof 291, Kaiserkorso 3. Mauerstrasse 83—84. An Der- Spitze steht Dr. Geulner's Oclwachslederputz Ntzg» »A Braves, fleißiges Die^ftMÜSchrn sofort gesucht. Aug. Zrullmann. Offenbach a. M., Metzgerei, Waldstratze 35. Schatzmarkt denn er entspricht allen Anforderungen: Gibt wasserfesten Hochglanz, macht das Leder weich, wasserdicht und dauerhaft, verdirbt auch bei strengster Kälte nicht. Hersteller, auch des beliebten Parkett' bodenwachses „R o b e r i n": Earl Gentner, Göppingen. Die Lizenz zur einfachen Herstellung von Brlkotfs! * auö Abfall stoffen (Sagemehl, Kohlenstaub, Koksabfälle rc.), auf kaltem Wege und mit jederzeit erhältlichem Bindemittel, vergebe einschließlich Lieferung einer Hand-Brikettpresse, sei es zwecks gewerbsmäßiger Fabrikation und Vertrieb oder für den Selbstbedarf, für 500 Mark. ‘ Ebenso verkaufe die Erfindung provinzen- und staatenweise (auch Ausland) zwecks Unterlizenzenverkauf. Prospekt gratis. A. Roebeksn in Tcbeürnttzstv. 91. Vom Heeresdienst entlassen, habe ich Geschäft wieder eröffnet. §ranz Bourgcois, Schlossermkister, Löwengasse 3 h. mein i ^rauchen 5 is eis gutes Waschmittel? Für Hand , Wäsche- Geräts-Reinigung. Vom Kriegsauss hu88 genehmigt bezüglich Preis und Beschaffen'eit. So kaufen Sie das überall erhältliche |fiagonia-Schmier wasrhmiltgl in Kübeln ä l2'/a, 25 und 50 Kilo. Alleinige Fabrikanten ^Cochgs :anö S Mpt, l JUliinz Telefon i\7. 1 'Brief LiffiMit a mit ctugedlucktcil Rom n biMstg bet Albin Klein Ehepaar sucht 2 gut mvbl. 'Zimmer mit Küche. Offerten und Preisangabe u. 6872 an die Exp. des Bl. Zunger man«, ■4J'Ü /v 4 witerr sucht per Mitte Dezember möbliertes Zimmer. Offerten tu H. Z. 50 an die Exp. d. Bl. Solides Mädchen für kleinen Haushalt in dauernde Stellung sof-rt gesucht. Gute bis 6 Uhr nachmittags. Bad .Homburg v. d. Höhe, Weinbergweg 1*5. Die Handschrift des Menschen ist der Spiegel seines Charakters. Mancher bleibt von bitteren Erfahrungen verschont oder übt Selbsterziehung durch Einholitng eines genauen Charakterbildes nach Einsendung von unbewussten Tintenschriften, die zurückgehen B erechnung 3—5 Mk. Nachnahme ■ 3 r?ih?o Trlly, Stockheim (dessen». Suche für meinen 17jährigcn Sohn, Schüler der Oberrealschule, P c u f i o n in gutem Hause mit Familienanschluß und Klavierbenutzung. Hauptmann Deidesheimer, Limburg a. L.