(Neueste Nachrichten) (Gietzencr Tageblatt) Bezugspreis 86 pfg. monatlich vierteljährlich 2,40Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig- ausgabestellcn vierteljährlich 1,80 Mk. — Erscheint DienStag, Donnerstag u. Samstag. — Redaktionsschluß früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,,Wetzlarcr Zeitung". Rr. 189. Telephon Nr. 362. Anzeigenpreis 24 pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 36 Pfg. Die 90 xnm breite Reklame-Zeile 100 Pfennig. SfPCbiHOtt: SÜÖOItlOQC 21. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bet Ueberschreitung des Zahlungs- zieles (30 Taae), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der „Gicstcner Zeitung", Gießen. Samstag, den 30. November 1918. rel°ph°n Nr. W. 31. Jahrg. Reiebaeitali? Die A.- u. S. Räte in Oldenburg, Ost fries- land, Bremer., Stade, Harburg, Hamburg und Sch lesw i g ' Hv lstein haben elne neue Republik gegründet. Gleichzeitig scheinen Die Bestrebungen zur Loslösung des Rhetnlandes stälker zu werden. Mit zunehmendem Ernst und von einem täglich wachsenden Personenkceis wi d dort die Frage der Loslösung vom Reich und der Bildung eines eigenen Staats- Wesens erwogen. Wie dem „Vorwärts" aus Köln gemeldet wird, liegt bereits ein fix und fextiger Plan vor. Die Grenzen des neu zu bildenden Staates sind nach dem genannten Blatt noch nicht fest abgesteckt. Man 'ist aber bestrebt, das Industriegebiet völlig einzuglic- dein. Rach Süden hin wird man Anschluß an die Rheinpfalz und Hessen suchen. Es haben bekannte Wtrtschoftspolttikec Berechungen über die ökonomische Lebensfähigkeit der neuen Republik angestellt. Ihre Ergebnisse sollen durchaus günstig sein. „Wir werden, so warnt der „Vorwärts", mit der Abtrennung als mit einer fast unvermeidlichen Tatsache zu rechnen haben, sofern in Berlin nicht eine sofortige Konsolidierung gelingt und die Wahlen zur Nationalversammlung mit größter Beschleunigung ausgeschrieben werden. Die Dinge stehen aus dcs Messers Schneide". Rheinische Preß- stimmen sp echen sich gegenwärtig noch gegen die Abtrennungsbestrebung! n aus, aber sie werden mit der Macht der Tatsachen um sich greifen, wenn das Chaos in Berlin länger andaucrt. Sie weiden auch anderwärts Anklang finden. Aus den thüringischen Staaten hört man bereits von Zusammenschlüßum s Bestrebungen. Auch durch ganz Süddeutsch! and und besonders durch Bayern grht eine sehr scharfe sich mit jedem Tage verschärfende Bewegung gegen das, was gegenwärtig in Berlin geschieht. Das demokratische Süddeutschland lehnt die Diktatur des Proletariats, die in Berlin gepredigt wird, mit aller Entschiedenheit ab. Die Polen haben, wie der „Tägl. Rundschau" aus Posen gemeldet wird, jetzt die militärische Macht vollkommen an sich gerissen. In allen Städten bestehen die Soldenräte zum überwiegenden Teil aus Polen. Die alten Behörden sind kopslos, aber auch machtlos. Veröffentlichungen werden verbreitet, daß von dem am 2. Dezember zusawinentreten den „polnischen Land" der Anschluß von Posen und der übrigen östlichen Landest eile an den polnischen Staat verkündet werden soll. Rach einem Karlsruher Telegramm der „München- Augsburgcr Abcudztg." haben sich die Volkscegierungen von Bayern, Württemberg, sowie die maßgeben den Stelle l in Köln und Düsseldorf mit der badischen Volksregierung dahin verständigt, daß sic unter allen Umständen gewillt seien, gegenüber den maßlosen Forderungen der Berliner Liebknecht-Gruppe zusammenzugehen, und daß sie im äußersten Falle nicht vor einer selbständigen Regelung der Geschicke Süddeutschlands und der Rheinlande Halt machen würden. Bei einer SUbständigmochung des deutschen Südens würde w'hcscheinlich Frankfurt der Vorort des neuen Süddeutschlandtz werden. Wir rufen der Regierung zu: Einigt euch in Berlin! Nehmt Fühlung mck den Etnzclstaaien, berücksichtigt ihre Wünsche, soweit sie Berechtigung haben und den Inte rissen des Reiches nicht lviderstreben. Berlin ist nicht Deuischland. Bedenkt: Das Reich ist in Gefahr! Laßt das Reich zu Worte kllmmcn! Gebt uns die Nationalversammlung! Das Voll will eine greifbare Gewähr für die solidarische Demokratie haben. Es will, daß die Negierung klipp und klar die Wahl und die Einberufung der Nationaiversammlung in aller Form und endgültig zu nahen Temrincn ausschccibt. Entweder muß der alte Reichstag ctnDcrufrn werden, oder wir müssen unverzüglich zur Wahl der Nationalversammlung schreiten. Die bisherige Zerfahrenheit in Berlin ruiniert sonst das ganze Reich und das Volk selbst. » „Republik Rheinland“. Berlin. 23. Nov. Unter dieser Ueberschrift läßt sich der „Vorwärts" aus Köln folgendes melden: Im Rheinland wird von einem täglich wachsenden Pcrsonenkretse die Frage Mr Loslösung vom Reich erwogen. Die Träger dieses Planes sind namentlich in klerikalen Kreisen zu suchen, aber auch in allen Schichten dcs rheinischen Bürgertums. Genährt wurde der Plan vor allem durch die Vorgänge in Bexlin, die dem rheinischen Bürgertum die bolschewistische Gefahr als sehr drohend erscheinen lassen. Rach Süden hin werde der neue Staat Anschluß an die Rheinpfalz und an Hessen suchen. DteSozialdemokcattelehntdiesenPlan ab. Wir werden aber mit der Abtrennung zu rechnen haben, falls nicht die Wahlen zur Konstituante mit größter Beschleunigung ausgeschrieben werden. « Süddeutfcbiand grgrn Berlin. Karlsruhe. 23. Rov. Die Volksregierungen in Bayern und Württemberg, sowie die maßgeben» dm Stellen in Köln und Düsseldorf haben sich mit der badischen Volksregierung dahin verständigt, daß sie unter allen Umständen gewillt sind, gegenüber den Forderungen der Liebknecht-Gruppe zusammen zu gehen und im äußersten Falle nicht von der selbständigen Regelung der Geschicke Südd utschlands und der rheinischen Städte Halt machen würden. Die Gefahr, die der Entwicklung der Bolksfceiheit von Berlin drohen könnte, würde dadurch ausgeschaltct, da bei einer Selbftändig- machung des deutschen Südens wahrscheinlich Frankfurt der Vorort des neuen deutschen Staates werden würde. für die nationaiverlammiung. Berlin, 26. Rov Wie wir hören, haben sich in der gestrigtn Konfermz der deutjchen Bundesstaaten folgende Bertcetec für die Einberufung der Nationalversammlung außer den NegierungSvertcetern ausgesprochen : Ulrich Hessen, Heimann-Württemberg, Crisptcn.Württemberg, Geiß.Baden, EtsnecBayern (bedingt), Haas- Badcn, Gradnauer. Dagegen haben sich erklärt: Mergcs- Braunschweig und Geitner-Gotha - Sachsen. Der Vorschlag, ein Reichspräsidium zu schaffen, wurde nur zur Kenntnis genommen. Eine Abstimmung darüber erfolgte nicht. Liberair Parteien einigt euch! Der Ernst der Stunde verlangt den Zusammenschluß aller Uolkslrreise. die die Reichseinheit schirmen, die freiheitlichen Errungenschaften sichern un>- ein geordnetes Staats- und Wirtschastsleben auf- recht erhalten wollen. Nach diesem Gebot will die Deutsche Volkspartei handeln, die sich auf Grund von Vereinbarungen zwischen den Mitgliedern der bisherigen Fortschrittlichen Bolkspartei und der National- liberalen Partei unter Zugrundelegung eines den Forderungen des Gesamtlibccaltsmus entsprechenden Pro gramms gebildet hat. Wir fordern alle Anhänger freiheitlicher Staatsauffassung, die jegliche Reaktion entschieden bekämpfen, aber auch jeder politischen und wirtschaftlichen Vergewaltigung entschlossen entgegentceten wollen, zum Beitritt zur Deutschen Volkspartei auf. In schwerer Zeit rufen wir das deutsche Volk auf, über die Zukunft der Nation selbst zu entscheiden. Der Zusammentritt der Nationalversammlung ist die erste Voraussetzung einer demokratischen Staatsent- Wicklung, die wir erstreben. Ohne Volksabstimmung kein Friede, kein Brot, keine Wohlfahrt Auf dem Boden der durch die Umwälzung geschaffenen Tatsachen kämpfen wir für ein Großdeutschland vom Brenncx bis zum Belt, für Freiheit, Ordnung und Gemeinwohl. Zustimmungs- cxkläcungen sind zu richten an die Geschäftsstelle der Deutschen Volkspartei, Berlin W. 66 Wllhelmstr. 46/47. Der vorläufige Ausschuß: Friedberg, M. d. A., Wiemer, M. d. R., Prinz zu Schönaichs Carolath. M. d. R., Rießer, M. d. R., Stresemann, M. d. R., Julius Kopsch, M. d. R. Frau Klara Mendc-Völkec 01 Der geschäftsfühcende Ausschuß des nattonallibecalen Landesvereins für Sachsen hat beschlossenen die deutsche demokratische Partei, sowie on die deutsche Volkspartei die Bitte zu richten, sich ?u vereinigen Solange dies nicht geschehe, werde das liberale Bürgertum in Sachsen aufgefordert, sich von beiden Parteien fcxnzuhalten, denn nur eine einheitliche großdrrrtsche demokratische Partei» die auf die Organisationen der Rationalliberalen und der Fortschrittler aufgebaut sei, könne die Interessen des Knrgertnms. keim Aufbau des neuen Reiches wahren. 9 Die Deutsche Demokratische Partei hat wegen der schwierigen Verkehcsvexhältniffe, die eine ausreichende Verständigung mit den einzelnen Reichsteilcn nicht ge statten, die Vorarbeiten für die Bildung einer großen provisorischen Vorstandes noch nicht abschließen können. Zur Führung der laufenden Geschäfte ist ein vorläufiger Ausschuß gebildet worden. Ec besteht aus Fräulein Dr. Bernhardt (Berlin), Handelsminister Fischbeck (Berlin), Fcl. Else Lübecg (Berlin), Dc. Hjalmar Schacht (Berlin- Zehlendorf), Chefredakteur Ruschke („Berliner Volksztg."), Dc. Pachnicke, Hartmann Frhc. v. Richthofen (Berlin), Prof. Alsred Weber (Heidelberg, Zurzeit Berlin). Das Bureau der Gesellschaft befindet sich in Berlin W 62, Kursürstenstraße 107. Es steht unter der Leitung von Dr. Silberberg und Dr. Jßberger, dem früheren Generalsekretär der Fortschrittlichen Volkspartei. Eine beratende Tätigkeit übt der frühere Generalsekretär der Rational- liberalen Partst, Hermann Kalkhof, aus. Die Aufgaben der neuen demokratischen Partei sind: „Bekenntnis zur republikanischen Staatsfocm, entschiedene Abwehr jeder reaktionären Gegenrevolution, rücksichtsloser Kampf gegen diejenigen, die den unglücklichen Ausgang des Krieges auf ihrem Gewissen haben, offene und vorurteilslose Erfüllung der Forderungen der Zeit auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiete. Bei aller Ablehnung sozialistisch-bolschewistischer Experimente, an der es die neue Partei nicht fehlen lassen darf, wird sie dennoch den sozialen Gedanken in ganz anderer Weise für den politischen und wirtschaftlichen Staatsaufbau fruchtbarer macheu als bisher. Alter und neuer Mittelstand, Arbeiter, Staats- und Pirva'beamte, Krieger, Witwen und Waisen, sowie Kriegsbeschädigte können auf die wärmste Unterstützung der demokratischen Partei rechnen. Die Kciegsgewinne müssen auf daS schärfste beschnitten, Bauernland Muß in Masse dem landhungrigen Volke zur Verfügung gestellt werden. Auch die Industrie muß den Sozialisierungsgedanken dort aufnchmen, wo es möglich ist. Mit allem Persönlichkeitskultus, mit aller Parteibonzenwirtschaft muß rücksichtslos aufgeräumt werden". O Bürgerlicher Zusammenschluß f« Hessen. Ir Daxmstadt wurde eine Demokratischen Partei Darmstadts unter außerordcnlich starker Beiciligung gegründet.. Dem Verein schloffen sich etwa 400 neue Mitglieder, darunter zahlreiche bisherige Nationalliberale, an. — Die in anderen hessischen Orten ins Leben tretenden demokratischen Ortsvereine schließen sich demnächst zur Gründung eines Landesveceins zusammen. » Die wücttembergische Volkspartei ist aus Antrag der Abgeordneten Payer, Hausmann, Liesching und Fischer geschlossen der deutschen demokratischen Partei beigetreten. Hii$ Hessen. Das Staatsmimsterium erläßt folgende Bekanntmachung' In Uebereinstlmmung mit dem hessischen Arbeiter- und Soldatenrat verordnen wir, was folgt: Die beiden Kammern der Land- stände werden hiermit aufgelöstt. Das hessische Staatsministerium hat die Entführung des achtstündigen Arbeitstages für sämtliche staatlichen Betriebe beschlossen. Die Lohnabzüge sollen darunter keine Minderung erleiden. Das Staatsministerium hat ferner beschlossen, daß zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit Mittel bereit zu stellen sind. Für Notstandöarbcitcn sind den heutigen Leüensverhältnissen angepaßte Löhne zu zahlen. Eine erhöhte Arbeitslosenunter stützung hat ohne Anrechnung der gewerkschaftlichen oder sonstigen Unterstützungen zu erfolgen. Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hat das hessische Finanzministcrium in seinem Arbeitsbereich Arbeitögelcgcnhciteu für nahezu 15 000 Arbeiter geschaffen. öürgmak für §radr und Kreis ßiefzen. Der Bürgecrar hicit in den letzten beiden Wochen zwei Sitzungen ob, die sich zunächst mit seinem Ausbau und seinen Aufgaben beschäfttete. Zugcwähit wurden folgende Herren: Oberstaatsanwalt Hofmann, Registraior Rumpf, Kaufmann Motz, Handlungsgehilfe Weise, Sekretär Bäck, der Reinigungsgcomcter Ludwig, Sekretär Kolb, Druckereibesitzec Lange, Kaufmann Leopold Mayer, Kaufmann Heimer, Kaufmann Ringel, Schlosseimeister Kreiling, Ing. Gäbet, Kaufmann Frensdorf und je ein Vertreter des Verbands reisender Kaufleute, des Bankbcamtenvereins und des Werkmcistervcr- bands, außerdem Frau Gcheimrrat Ilsinger, Frau Oberstleutnant Naumann, Frau Rechtsanwalt Leun und Frau Kaufmann Wttttch. In den engeren Arbeitsausschuß wurden gewählt die Herren Nosenbcrg (1. Vor- sitzender), Kiingspoc (2. Vorsitzender), Haubach (3. Voc- fitzender), Krausmulltr (l. Schriftführer), Valentin Müller (2. Schriftführer), Kilb-nger (8. Schriftführer. Die Organisation im Kreis und der Provinz wurde weiter ausgebaut. Die Vertreter verschiedener auswärtiger Bür gerräte wohnten bereits der lrtztcn Srtzung an- Der Vorsitzende konnte mitteiien, daß der Arbeiter- und Soldatenrat die Mitarbeit des Bürgerrates als sehr angenehm bezeichnet und daß gemeinjchaftiiche Sitzungen mit Vertretern des Bürgerrates in Aussicht genommen seien. Die Richtlinien für die Tätigkeit des Bürgec- ratcs wurden unter allgemeiner Zustimmung der Versammlung folgendermaßen sestgrfitzt: Die Aufgabe der Bürgerräte ist nicht die, Ausgangspunkt oder Grundlage einer Gegenrevolution zu bilden, vielmehr wollen sic zur Aufrcchterholtung der Ruhe und Ordnung beitragen und deshalb in Verb in dnng mit den bestehenden Arbeiter-'und Soi- datcnrätcn treten und vor allem mit den Bauern- ' ät-n Zusammenarbeiten. Aufgabe der Bürgerrätc ist vielmehr, 1. das gesamte Bürgertum, ohne Ansehung der Partei zusammen zu faßen, um die Rechte des Mr- gertums den gegenwärtigen Machthabern gegenüber zu vertreten, (müßte aber bald geschehen. D. Red.) 2. dafür zu sorgen, daß die wirtschaftlichen Interessen des Bmgerlums gewahrt und nicht durch die Herrschaft einer et> zelnen Klasse oder eines einzelnen Standes gefährdet werden. Daher sind wirtschaftliche soziale Forderungen einer einzelnen Grupp- nicht durch den Bücgerrat als solchen zu fördern. 3. dafür einzutreten, daß den gegenwärtigen Zuständen durch die baldige Einberufung der Nationalversammlung eine gesrtzliche Grundlage gege- brn werde und dafür zu sorgen, daß das gcsamlc Bürgertum für weirye bürgerliche Partei auch immer an Die Wahlurne trete. 4. an den, durch die Demobilisierung gestellten Auf gaben mit zu arbeiten. Insbesondere dafür zu sorgen, daß in Handil, Industrie und Handwerk für die rück flutenden Truppen Arbeitsgelegenheit geschaffr und und eine Arbeitrvermittlungsstelle wo solche noch nicht besteht, eingerichtet werde. 5. mitzuwirken, bei der Ernährung der Allgenmln- heit durch Förderung der Produktion, durch zweckmä- ßtge Verteilung unter Heranziehung des Handels und durch Bekämpfung des Hamsterns und des Schlrich. Handels. In der lrtztcn Versammlung wurde ferner von den anwesenden Gcwerbetreibcndrn lebhafter Wiederlp uch dagegen erhoben, daß durch Verfügung des Arbe t-r- und Soldatenratcs, ohne Anhörung der bitctligtcn Kreise, der 8 Stundenarbeitstag cingeführt worden ist. Zwar wu.de erklärt, daß man sich der Etnfüh'ung bcs 8 Stur- dmtagrs von dem von der Reichsleitung ln Aussicht genommenen Zeitpunkt an (l. Januar 1919) nicht ent gegenireten wolle. Aber der 8§trmdentag gerade in die. sen Tagen der Demobilisierung und des Zmüäflutens der Tcuppenstclle namentlich das Handwerk, das gegenwärtig wesentliche Arbeiten für die durchziehenden Trup pen aus zuführen habe, vor dem Zusammenbruch und gefährdet dadurch auch die Arbeiter in deren Interesse doch der Achtstundentag ringefühA werde. Außerdem , wurde mit Recht b zweifelt, ob der Anordnung des Arbeiter- and Soidatcnraics überhaupt rechtliche Wirksamkeit z Eomnu, da ihr jede gesrtzliche Grundlage fehle. Zur wkitiren Behandlung dlcser Frage wurde ein Ausschuß bestimmt, in dem außer dem Vorsitzende die Her rrn Gäbe!, Sack und Röhr grwählh wurden. Der Bürge-rat will den zu.ückkchrcnden Truppen dcn Dunk des BUrgr-rlums füc ihre heldenmütige Ab wehe der Feinde >n Form von Liebesgaben üurch Ein richtung von Auskunft und B etca g u n gsstel len und in sonstiger Weise ubstatten. Hm $mt ms im * Das Grttera!1remmarrds des 18. A.-K wird vorläufig seinen Si^ nicht in Frankfurt nehnien, sondern m Bad-Nauheim. Das Stellvertretende Generalkommando des 18. Armeekorps dürfte demnächst aufgelöst werden. Das Frankfurter Landsturm-Infanterie-Ersatzbataillon 18/13 wird nach Dil len bürg verlegt, das Infanterieregiment 81 nach Braunfels bezw. Wetzlar das Feldartillerieregiment 63 nach S ch lü chtern bezw.' Stemau, das hiesige Kommando der Luftstreitkräfte erhält seinen Standort in Bad-Nauheim. Die Verlegungen sind notwendig, da Frankfurt in die vom Militär zu raumende Neutralitätszone, wenn nicht gar in die Besetzunas- zone fällt. 3 " Uuftre J16uct* w b-;n nach rus g-wordencr Mlttcrlung voraussichtlich am 3. oder 4. Drrembcr ü'l.r in Gießen ei nt reffen. §§ Giesten» 30. Nov. Der Schneidermeister Jean Gäe> t war je.r 19)5 ftornrnrninti-ro^tec btc hufipen Landsturm Infantin Bataillons. Das ihm damit über lragine Vertrauen Hut kl in ,-röbstcr WUfe mißbraucht und große Mengen Miüläcgut len dir Kammer ge. stöhlen. Gestern wurde seine Wohnung durchsucht und sind dabei 9 große mit Milrtä'sachen v llgepackte.^iuen gesunden worden. Eckert wurde verhaftet und sieht nun seiner wohlverdienten Strafe entgegen. , Stunde Stunden gute Chaussee. Triedricb hülfe, CifenhiitteiswerK bei Eaubacb in der lüetferati. Unter dieser Ueberschrift hat im Jahre 1830 ein Herr G. M. Claras aus Frankfurt anr Main zu seiner Belehrung und in dankbarer Erinnerung an die gastliche Aufnahme, die er im Hause des Herrn VergratVudsrus gefunden hatte, die nachfolgende hoch interessente Abhandlung geschrieben. Ein Original befindet sich im Besitz des Herrn Pferfenfabrikanten Waldeck zu Alsfeld. Der Schilderung ist eine Uebersicht der auf der Hütte vorkommenden Arbeiten und der dabei beschäftigten ständigen Arbeiterkategorien in Tabellenform vorausge chickt. Die Zahl der Belegschaft betrug solbigmal 164 Mann Die Arbeiter teilten sich in einer Reihe von Prozeduren- Das Klernlrlopfen, Kleinpochen, Auswaschen und Vermengen. Der Rohmaterialien das Kalkbrennen, das Eisenschmelzen, -verschiedene Gießereiprozesse, Putzen, Ziselieren Schleifen, Drehe,» Schlackenpochen und der Jarnhammer- betrieb. An Hilfswerkstätten waren eine Wagnerei Schmiederei, Schreinerei, Holzdreherei und Schosserei vorhanden. Dazu kamen noch die ständigen Holzmacher Reiseraushauer, Holzspalter und Köhler sowie die Tag- öhner. Alljährlich wurden folgende Summen ausbezahlt Gewinnerlohn von Eisensteinen . 2500 Florin = Gulden r , r , r u Gulden = 1,70 m.) Holzmacherlohn . 2200 Spalter- und Köhlerlohn . . . 3800 " Frachten nach der Friedrichshütte 8100 " Frachten von der Friedrichshütte nach den drei Hammerwerken Hessenbrückenhammer, Beorgen- hammer und Louisenhammer . 600 „ und von den fertigen Waren in das In- und Ausland .... , 4000 „ zusammen 21200 Gulden. Elarus schreibt weiter: Die Friedrichshütte (Eigentum des Grafen zu Solms- Laubach) ist in dem Jahr 1699 von dem Grafen Friedrich Ernst zu Solms - Laubach angelegt, zwei Jahre für eigene Rechnung admrmstrirt, und hierauf an einen Hüttenwerkkundigen, Namens Neuburger, verpachtet worden, welcher j bald darauf den Johann Wilhelm Buderus zum Teilhaber an dieser und einigen andern Pachtungen ähnlicher Art aufnahm. Nach einiger Zeit fanden sie es ihrem ! Vorteil angemessener, daß jeder gewisse Hütten und Hämmer allein übernehme, und bei dieser gegen das Jahr 1720 ! geschehenen Abteilung erhielt der ebengenannle 3. W i Buderus die Friedrichshütte, welche von dessen Nachkom- j men.seitdem ununterbrochen, also nunmehr schon über - ern Jahrhundert lang, betrieben worden ist. Dieser 3. W. Buderus, der Großvater des jetzt leben- ' bert Herrn Bergrats Buderus, führte im Jahr 1723 seine Frau heim, und das neue Ehepaar pflanzte bei dieser Veranlassung den noch in dem Hofe der Friedrichshütte stehenden, zu einer Laube gezogenen Lindenbaum der von^ ihren Nachkomnren mit sorgsamer Hand gepflegt Die Buderus'sche Familie widmet sich nun schon im Erlen Glied ausschließlich der Eisengewinnung, und bat ^ EM, sowohl in Ansehung der Mannigfaltigkeit, Vorzüglichkeit und Zierlichkeit der Fabrikate, als durch den Umfang ihres Geschäftsbetriebs, zu einer hohen Stufe gebracht. Außer dem auf diesem Blatte genauer erwähnt werdenden einen Hüttenwerk und drei Hammerwerken (p. q. r.) werden nämlich von ihnen noch betrieben: als Pächter: 1) das gräflich stollbergische Hütten- und Hammerwerk i 3Us^P>rzenharn bei Ortenberg im Großherzogtum ! 2) das Herzog!, nassauifche Hütten- und Hammerwerk zu Lohnberg bei Weilburg, 0 3) der gräflich bassenheimische Hammer zu Schmitten bei Usingen,- als Eigentümer: 1) das Hütten und Hammerwerk zur Audenfchmidt bei 2Vo 2 v; 3 5 Stunde Weilmünster, 2 ) die Christianshütte bei Runkel 3) l?ÄT roerfi „ un v b bk Dratzügs. zu Gen,..„den bei Westerburg, alle drei im Herzogtum Nassau. Die Friedrichshütte liegt eine halbe Stunde van Lanbach, und eine Stunde von dem nächsten Punkte her üoti Düngen nach Grünberg führenden chausirten Land: straße, dem Dorf Radches entfernt. Mittelst Einschlagung FriedrichslMe'^'^^ ble Entfernung von der nach deni Hessenbrücker Hammer nach Grünberg . . . „ Alsfeld. „ Gießen. „ Hungen. „ Nidda.’ ’ „ Friedberg.’ unb von Rädches an findet man überall Dagegen kann man pur auf Feldwegen, welche H?r ungünstigen Jahreszeit und bei starkem Negenwetier beinahe unfahrbar smd, im Herbst und Frühjahr manchmal Orten^Aangens^^^ ^nnen, zu nachfolgenden Laubach - Entfernung Schotten . . . „ Nidda .... LH.;; ; ; Gießen. . . . „ 2m Frühjahr ist der Vorrat an rohen Materialen gewöhnlich unbedeutend. Eisen- und Kalksteine können wegen der grrmdwsen Wege in der Umgegend in der Reger wahrend den Monaten Oktober, November, Februar .Rarz, und April, und, wenn es ein nasser Winter ist' crull) ,n den Monaten Dezember und Januar, nicht anqe- ä°^rei sängt gewöhnlich erst mit hu' ^ ® le Eisensteine werden aus der Aepfelsbach (l ,3 Stunden weit) dem Heckenwald (2 St) cn 11 !!' 11 0 St.), Niederohmen A'U SfV S°?Ä ,n * ^ 2t.) Fellingshausen (9 St.), Waldgirmes e ■ öoI ’ en l° I n ts . (9 St.), Wetzlar (9 St.), - und die Ka,ksteme von Gnedel (5 St.), Klcrnlinden (7 St.) und Bleichenbach (8 St.) herbeigeschaffl. Nur die Eisengruben mr. Heckenwald und m der Aepfelsbach gehör/n zu der FmdnchshuUe. alle andere .find Elgentun, der Herren Der Kalkstein und Basalt werden dem Eisenerz bei- geschlagen, um letzteres leichter in Fluß zii brinaen^ nad) Beschaffenheit des Eisenerzes, so wie mit Berücksich- Ä» b “ erzeugt werden sollenden Ware, wird Kalkstein oder Basalt genommen, und in der Quantität ab- und zugegeben. Wo es angeht, wird Basalt als Beischlag vorgezogen, da er selbst 15 Prozent Eisen enthält Früher ging die Hitze der aus dem Hochofen heroor- loderndsn «und bei Nacht in der einsamen Waldaeaeitd emen ganz besonderen Effect hervorbrrngenden Flamme völlig verloren. Jetzt wird sie auf die angegebene Weise benutzt, und es kairn namentlich kaum so viel Kalk ac- brannt werden, als sich Abnehmer dazu melden. " ? cr Hochofen und das denselben umgebende ae- ^^" 9 e Gebäude zrrr Platten- und Sandgieserei sind im Jahr 1822 neu erbaut worden. Zum letzten Mal wurde der Hochofen am l4. Juni 1827 angeblasen, ist seitdem ununterbrochen fortgegangen, und war demnach am 14 Ium 1830 drei rolle Jahre im Gang. An letzterem Tage gab der Herr Bergrat Buderus aus dieser Veranlassung seinen Arbeitern ein Fest, wozu derselb e im Freien einen Beka«n1machu«g. Vom SS. d. Mts. ab muß auf dcn Strecken Beie n hei in -Nidda und G c ü n b ec g - Lo n d or f der Eisenbahnverkehr aus mllitäAschen Gründen !."^Eurze Zeit eingestellt werden. Crlali durch zrraftwagrnvcrkrhr zwischen Beienhe-m Niddci und Grunbcrg-Londorf. Die Kraftwagen dienen in erster Lrnte dem Milch- und dringendsten Arbriler- veckehr, andere Reiflnde werden nur insoweit zur Mitfahrt zugelassen, als darüber hinaus noch Platz vor- Hände» ist Heber Fahrzeiten des Kcaftwagenverkehrs geben die Llatronc» der gesperrten Strecken Auskunft Tie Benutzring der Kraftwagen erfolgt auf Fahrkarten oes gewöhnlichen Verkehrs. Frankfurt (Main), 28. Nov. 1918. eifenbäbndiiekiion Fninkfiiri (hl). Die MfErungen von Lekleiaungzstijckerr. Bei fast allen urilltäcischen Stellen verlangen ständig Soldaten teils g^nz neue Einkleidung, teils die Abgabe einzelner Betllidungsstücke unter Vorlage der verschieden, sten Ausweise von Sol^atenräten, einzelnen Personen und auch Behörden. Es tjtjedoch erforderlich, daß sämtliche Ansoederungen von Bekleidungsstücken auf ihre Not- wenolsile^ hin gep üft werden, damit unter allen lim standen z-unüchlt einmal die aus deni Felde zurückk hren den Dcuppen ver sorgt werden konutf. Anforderungen an! ^ kstidüngsstück: sind von den Mannschaften aus- U an ihr ; zu Kündigen Er satziruppenteil zu richten. ZurVervollstandigung undzum Umtausch derBekleidungs' Nucke Ieurlaubtee und kcanker Soldat, n iverden in amtlichen Gaknisonen Eittk'cidungsstelleii errichtet. Die Garn so.lkommandos w^din diese Stellen alsbald üffent' lich betanntgeben. Alle nicht zu.- Entlassung:anzug Auslüstungsstück sind sofo.t zruückzugebei.' Frankfurt a. M., 26. November 1918 o* A. des A.» und S. Notes:'Dassieuv. Generalkomniando des 18. Acmeeko ps. besonderen Tanzplah hatte erbauen lassen, und welchem dessen Gattin dem ältesten Arbeiter (dem schon über 60 Jahre in Vuderus'schen Diensten stehenden Iainhan mermeister Wiegel) eröffnete. Die Hitze in d'm Hochofen kann wenigstens zu 16OO o F , oder nah . c n 70ü° R, angerwmmeu werben, da das Eise" diese Hb bedarf, um in Fluß zu kommen. Die in dem Erz ruit dem Ehen verbundenen Erdarten, so wie der beigeschlagene Kalkstein und die in dem Basalt enthaltenen Erdarten, sondern sich in dem Geste!? (dem untersten und innersten Teil des Hochofens, worin die eigentliche Schmelzung stattfindet) von dem Ehen als Schlacke ab, letztere als der leichlern Teil schwimmt in der. Gestellkiste auf dem Eisen oben auf, und wird (wenn sie nicht von selbst abfließt) von Zeit zu Zeit aus dem Heerd herausgenommeü, wo sie an der Luft ziemlich schnell äußerlich erkaltet, jedoch immer noch Eisenteile daran hängen bleiben. So oft die Gestellkiste mit geschmolzenem Eisen gefüllt ist, muß gegossen werden. Dieses geschieht gewöhnlich dreimal innerhalb 24 Stunden, nämlich Vormittags zwischen 8 und 10 Uhr, nachmittags zwischen 5 und 7 *Uhr, und einmal während der Nacht. Dieses alles hängt jedoch von den jedesnraligen Umständen ab, denn wenn viele leichte Waare geformt ist, so bleibt geschmolzenes Eisen in dem Ofen übrig, und das nächste Mal ist derselbe um so viel früher voll. Iu dem nächtlichen Guß werden gewöhnlich Platten gewählt, weil dadurch die wenigsten Arbeiter in der Nachtruhe gestört werden. Zuweilen werden wohl zwei Mal Platten hintereinander ' gegossen, besonders wenn Bestellwrgen es nötig machen, oder wenn die Qualität des Eisens sich als nicht zu andern Maaren geeignet ergibt, denn mancherlei zufällige Umstände. wie Verschiedenheit der Kohlen, aus Wassermangel entstehendes schlechtes Gebläse rc können, trotz der bei dem Betrieb angewendeten größten Sorgfalt, eine Verschiedenheit des Prodructes herbeiführen. So wie das Erz in dem Hochofen bis auf einen gewissen Punkt zusammen geschmolzen ist, zeigt dieses derselbe selbst durch eine Schelle an, damit neues Erz aufgeschüttet werde. Im Durchschnitt werden in einer Woche ungefähr 30,000 Pfunde Gußeisen erzeugt. Die in diesem Jahr (1830) wegen des anhaltenden Negenwetters um die Friedrichshütte herum noch im Juli grundlosen Wege halten die Herbeiführung guter Eisensteine verhindert, der Vorrat davon aus dem Jahr 1829 war erschöpft, und allein aus dieser Ursache mußte der Hochofen , am 9. Juli 1830 plötzlich am geblasen werden. Die aus den ' geringeren Sorten Eisenerz erzeugte Ware fiSt durchgängig zu spröde (brüchig) aus, und mußte zerschlagen werden. Sowohl das Ankäufen als Ausblasen des Hochofens wird jedesmal durch echen aus Gesang und von dein protestantischen Geistlichen des nahen Dorfs Ruppertsburg gehaltene Predigt bestehenden Gottesdienst gefeiert. Es finden sich alle Hüttenarbeiter, die von dem Hüttenwerk einen Verdienst habenden Einwohner der benachbarten Orte und wer sonst Lust hat, dabei ein. Nachmittags wird ein Tanz gemacht, jedem Arbeiter noch ein Geschenk gereicht, und das Brod von 3 Malter Korn an die Armen von Ruppertsburg ausgeteilt. Das Ausblasen des Ofens wird dadurch bewerkstelligt, daß kein neues Erz und Kohlen aufgeschüttet werden, wo beides dann gewöhnlich innerhalb dreißig Stunden herunterschmilzt und brennt, die Flamme aber mehrere Stockwerke hoch über die Gicht hinausschlägt. Cs muß das Ausblasen daher auch einige Tage vorher in der umliegenden Gegend bekannt gemacht werden, damit man es nicht für eine Feuersbrunst hält. Einmal war dieses in den entfernteren Orten verspätet worden, und es setzten sich Feuerspritzen aus den Gegenden von Friedberg, Gießen, Wetzlar und aus dem Vogelsberg, in der Meinung es sey ein Brand ausgebrochen, in Bewegung. So weit war die Flamme betnerkt worden. Seitdem ein Kalkofen auf der Gicht angelegt ist, schlägt die Flamme weniger hoch über- den Ofen hinaus. Wenn nur eine kurze Campagne gemacht worden ist und das Gestell aus dem Ofen auszubrechen nicht nötig befunden wird, bleibt derselbe noch über 6 Wochen lang warm. Das Mauerwerk des Ofens ist 24 Schuh lang, eben so breit und 30 Schuh hoch. Die iu dessen Mitte befindliche, sich von oben nach unten verengende Höhlung ist dermalen unten ungefähr 5 Schuh weit. Bei der frischen Stellung betrug dieses nur 24 Zoll, und hat sich durch die anhaltende Wirkung des Feuers seitdem so stark geweitet, ungeachtet man die feuerfestesten Steine, die zu bekommen sind, ohne alle Rücksicht auf die Kosten, dazu verwendet. Teils um die Arbeiter zu beschäftigen, teils um die Bestellungen auf Artikel, wovon kein Vorrat ist, sogleich vollführen zu können, wird innerhalb' vierzehn Tagen der hinter dem Hochofen vorsorglich erbaute Eupelen-Ofeu zur Ümschmelzung des Wasch',- Bruch- und alten Eisens augeblasen werden. Vei dieser Eisenbereitung findet, nur ein geringer Zusatz von Eisensteinen statt, und das Product ist feiner von Korn und dennoch zäher als aus dcm Hochofen. Auch hier wird wöchentlich gegen 30,000 Pfunde fertige Waare erzeugt. Aus den Schlacken können Schlackenbäder bereitet werden, wenn man sie glühend, wie sie aus dem. Ofen kommen, in Wasser taucht. Letzteres wird dadurch nicht allein erwärmt, sondern nimmt auch die immer noch in großer Menge in den Schlacken enthaltenen Eisenteile in sich aus, und wird dadurch bekanntlich sehr [tärkeub. Das Wasser wird auf diese Weise so stark erwärmt, daß es, in einem Faß weiter lransportirt, noch folgenden Tags die zu einem Bad erfdorerliche Wärme besitzt. Es ließe sich hier eine Schlackenbadanstalt gewiß mit [ vielem Vorteil anleqen, die auch wegen des anmutigen ? mm der Horloff durchschlängelien, mehrere Stunden langen Wiese..lass und der nahen, schönen, hochstämmigen Büch- walduugen ohne Zweifel großen Zuspruch finden dürfte, wenn nicht die ganze vorhandene Wassermenge während des Sommers znm Betrieb des Werks iu angängig nötig wäre. Herr Vergwt Buderus hat für sich und eine Familie in seinem Garlon ein Vadeha'.'^ mit' zw i Badewannen anaelegt, wohin das Schlackemvasfer in eisernen Röhren geleitet wird. Das Hockofen Geblase wird durch e entrische Räder in Bewegung gesetzt, und liefert bei vollem Wasser 1000 bis 1200 Eubikfuß £ufi von atmosphärischer Dichtigkeit innerhalb. einer Minute führ, anderhalb Pfunden aus den Quadratzoll aus der Düsenöffnung durch die Form in deu Ofen einströmt. Von Bahr zu Jahr ver hrt sich das Begehren nach eleganlen Formen und reiner feiner Arbeit in Eifenwaaren, vorzüglich nach geschliffenen, reich verzierten Iimmeröfen. Aus dieser Ursache wurde die, eine Viertel stunde oberhalb der Friedrick- Hütte gelegene sogenannte Horloffs- mühle von den Herren Buderus kürzlich erhauft, im wird gegenwärtig neu eingericht , auch ein Schleif- und Dreh werk damit verbunden. Auf dem Iaächammer wird Zain- unü Nagcljchmtt eifei? verfertigt. Bei vollem Wasser tut derselbe ungefähr 260 Schläge in einer Minute und bei jedem Schlag huk der Zain (der dünne Eisenstaab) einmal von der hohen auf die flache Seite, und beim folgenden Schlag wieder von der flachen auf die hohe Seite von dem Zainer her umgedreht werden. Auf der Schlackenpoche werden die Schlacken, welche, wenn sie aus dem Hochofen nicht von selbst abgeslossen, sondern herausgenommen worden sind, immer noch vieles Elsen enthüllen, verkleinert, vermittelst einer besonderen Vorrichtung ausgewaschen, und solchergestalt das Eisen von den verglasetErdarten getrennt. Letztere dienen zur Ausbesserung der Wege. In der Schlosserei werden auch die mancherlei Gattungen von Sparherden und Oefen, welche die Friedrichshütte liefert, unb mit allem Zubehör ganz fertig verkauft, beschlageii. Don den 3 ^Hammerwerken gehört das Heffenbrücker der Friedrichs Hütte, die beiden anderen aber der Vuderus'schen Familie eigenUimlid). Bei jedem Hammer werk ist, so wie auf der Fricdrichshütte. ein Wirtshaus, auch befindet stch auf jedem eins Niederlage von (B# wacuen und geschmiedetem Eisen zum. feilen Verkauf. Auf den Großhämmern werden teils Masseln, teils Brucheisen, r its W chckeisen verschmiedet. Erstece müssen in dem Frischfeuer abschmelzen, und werden sowie dieses geschehen ist, in dasselbe nachgeschsben. Die Schlacken werden^ auf ähnliche TR, wie bei dem Hochofen, von dem Eisen • bgeschieden, und, wenn sich die erford-rliche Ouautitä! geschmolzenes Eisen im Heerd gesammelt ha!, unter dem Großh pflugschaaren rc. verschmiedet. In gleicher Weise wird mit dem Brücheisen (Ausschuß bei den Gußrvaaren), den Trichtern, die es bei der Kaftenför .erei giebt, denr Wascheisen und dem erkauften alten Eisen (z. B. gebrauchtes Kochgeschirr, gespruirgene Oefen rc.) verfahren. Ein auf dem Hammerwerk zusammengeschmolzener Klumpen Eisen heißt eine Luppe, von der, wenn sie unter den Großham- mer gebracht wird, die Funken iu dem ganzen Hammergebäude herumfahren, wehwegen die Hammerschmiede, um sich dagegen zu schützen, gewöhnlich runde mit breitem herunterhängenden: Rand . versehene Hüte tragen, die Funkenfänger heißen. Unter den Kleinhämmcn. u . e, e.t die Zainbengel teils zu flachen und vierkantigem Schloffereisen, teils zu Flamm- oder Bandeisen verschmiedet. Sollen die Iainböngel aber in gaineisen verwandelt werden, so wird ein Hammer von anderer Form eingesetzt, und alsdann heißt ein solcher Hammer ein gainhammer, besonders wenn er das ganze Jahr bmö), entweder ausschließlich oder größtenteils, auf gaineisen betrieben wird, wie es bei dem Hammer auf der Friedrichshütte der Fall ist. Wem es die Zeit erlaubt, der versäume nicht auch die Tvur nach dem Hessenbrückerhammer, Ich Stunde von der Friedrichshütte entfernt, und zu dezn unmittelbar gegenüberliegenden der Vuderus'schen Familie gehörenden Braunkohlenwerk etc. hier vereinigten Flüßchen Wetter und Lauter getrieben, und besteht in einem Großhammer mit zwei Feuern. Das Braunkohlenwerk ist im Jahre 1819 von dem Herrn Bergrat Buderus entdeckt worden, 11 . 1 b nunmehr seit 9 Jahren in Betrieb. Bis jetzt pctt man fünf Schichten Braunkohlen durchteuft, und befindet sich auf der sechsten. Je tiefer man kümmt, je mächtiger werden sie. Die oberste ist 2 bis 6 Schuh, die fünfte 4 bis 16 Schuh mächtig. Die Mächtigkeit der sechsten ist noch nicht ermittelt. Die Braunkohlen brechen in der Rc 4 nur in großen Stücken, werden aber bei der Gewinnung, um sie leichter zu Tag fördern zu können, in Stücke von 1 bis 3 Fuß Länge und Breite und 3 bis 6 Zoll Dicke abgespalten. . Es werden öfters Stücke bis 31 t 9 Fuß Länge, 5 Fuß Breite und 2 Fuß Dicke gewonnen. Man findet sogar ganze Stämme. Sie find aber alle platt gedrückt, und, selbst wenn sie in ihrer ganzen-Lange Vorkommen, dennoch in den oben angegebenen Längen rechtwinklicht durchklüftet, so, daß jedes einzelne Stück am oberen und unteren Ende splittericht ist. Es- si-.d schon Stämme von 80 Fuß Länge vorgekommen, ungeachtet der Grubenbau nicht erlaubt hat, sie weder an dem oberen, noch an den: unteren Teil, bis an ihre Enden zu verfolgen. So weit sie zu Tag gefördert worden sind, waren sie am unteren Teil, der Breite nach l l Schuh und der Höhe nach 3 bis 4 Schuh dick, am oberen Teil aber 5 und resp. 2 Schuh dick. Dermalen (An- j fangs Juli 1830) liegt ein Stamm auf 45 Schuh Länge zu Tag, welchen der Grubenbau bis an seine Enden zu verfolgen jedoch ebenfalls nicht gestattet. Zwischen den einzelnen Stücken findet man dann uüd wann mit bituminösem Asphalt getränkten Letten, welcher auf glühende Kohlen gestreut, einen den Bernstein ähnlichen Geruch verbreitet. Mau hat vis jetzt dreierlei Gattungen von Früchten in den Stümpfen der zerdrückten und abgestreiften Aeste gefunden, eine Gattung große Nüsse, eine den Kastanien ähnliche Frucht, und eine dritte kleinere Frucht, die noch nicht erkannt worden ist. B a ein S . ilev zu Abführung des Grnben- waffers) getrieben, und vier Schachte abgeteuft, wovon drei zur Förderung der gewonnenen Kohlen dienen. In der wärmeren Jahreszeit erzeugen sich sogenannte böjc Wetter, welche sowohl die Bearbeitung, als den blosen Besuch des Werkes verhindern. Zur Betreibung der beiden Pumpen, welche das Wasser aus der Tiefe bis zu dem Stollen heben, und in allen Jahreszeiten fortarbeiten, mußte ein Kunstgestänge angelegt, und um die hierzu erforderliche Kraft zu erlangen, eine benachbarte Mühle acquirirt werden, welche durch ein Feldgestänge danüt in Verbindung gesetzt ist. Es werden im Winter jeden Tag gewöhnlich 600 Zentner Kohlen efördert, und diese dermalen bei den ge- stiegemm Holzpreisen, zu 15 kr. für den Zentner verkauft. Kohlenstücke kosten nur 12 kr. Das Grubenklein wird auf dem Platz in eigends dazu gemauerten Oefen verbrannt, und die daraus erfalt. nde Asch hauptsächlich zu Dünger für Wiesen und Kleefelde: verwendet. Acht Zentner Braunkohlen sind gleich 50 Eubikfuß, und geben, nach bisherßangestellten Versuchen eben so viel Hitze als ch00 Eubikfuß, oder ein großherzoglich hessischer Stecken trockenes Vuchenscheitholz. Ungeachtct die Braunkohlen nach dem Gewicht verkauft werden, so werden sie dennoch nicht gewogen, sondern wie das Holz gemessen, damit der Käufer seine richtige Quantität erhält, die Braunkohlen mögen naß, feucht oder trocken sein. Es unterliegt keinem Zweifel, daß .das Heffenbrücker Werk die besten Braunkohlen.in ganz Deutschland liefert, und daß die stärksten und längsün Stämme darin Vorkommen. Der Georgenhammer - nach dem Herrn Bergrat Buderus vor: jeinen Herren Neffen benannt - liegt eine Reine halbe Stunde vor: dem Heffenbrücker Hammer entfernt, an der Lauter, in einem schönen Wieseuthale. Er wird in diesem Augenblick (Anfangs Juli 1830) neu aufgebaut, und zu zwei Großhämmern (einem Aufwerfer und einem Schwanzhammer), einem Kleinhammer, der auch Zu einem' Iainhammer umgewandelt werden kann, und einem Schleiswerk angelegt. Die dazu gehörigen zwei Feuer werden durch ein«Eylindergebläse unterhalten. Auch der Besuch des Louisenhammers wird Niemanden gereuen. Cr liegt an der Felda, unmittelbar an der von Grünberg nach Alsfeld führenden Eharrsfie, und genau auf halben: Weg zwischen diesen beiden, 8 Poststunden von einander entfernten, Städten, an der Stelle, wo drei mit schönen Waldungen gekrönte anmutige Wiesentüler Zusammenstößen. Dieses Hammerwerk war vormals Groß- herzoglich Hessische Domaine, ist von der Buderus'scheu Familie schon seit 1779 betrieben, und in dem Jahr 1824 eigentümlich acquirirt worden. Der Louisenhammer enthält einen Groß- und einen Zainhammer mit drei Feuern und Kastengebläse. Er ist im Jahr 1827 neu erbaut und, um der Dauerhaftigkeit willen, vieles in Eisen an demselben ausgeführt worden, was anderwärts in Holz ist. Das Wafferbiet und dessen Tragsäulen, die Wasserräder, die Hammergerüste, die Brandmauer,: an den Feuern, die Türen und Fensterladen, und die Schornsteine, so weit sie über das Dach hervorragen, sind von Eisen, Und letzteres selbst ist mit eisernen Ziegeln gedeckt. Es find mehr als 200,000 Pfunde Eisen auf diese Weise darin verwendet. Ist solchergestalt von dem Herrn Bergrat Buderus alles ausgeboten worden, um diesen Hammer des Namens seiner Gattin, den er ihm beigelegt hat, würdig auszustatten, so haben dagegen die denselben umgebenden Anlagen dem Geschmack und der Sorgfalt dieser letzteren alles zu verdanken. Verantwortlich: A l b i n Klein. Gießen. Kirchliche Knrrigrn. I Sonntag den 1 . Dezember ( 1 . Advent). Kollekte für die Kirchenkasse. Gottesdienst. In de. St dtktrchc. Bo,mittags 9 1 /., Uhr: Pforcer Mohr. Sichte 1 . 0 . 3 , Rs heiligen Abcnd- umhls für Matt hau und .Mark', gemeinde. Anmeldung entwinden bo.h.r bei dem. jcd.r Gemeinde crlute -Vormittags llch Uhr: Kinderkicche für die Matthäus uuetndi'. Pfarrer Mich — Abends 5 Uhr. Psarrec Assistent Ltz. Nenning. In < Iah : nncslirc' Vormittags 9H', Uhr: Psa.ivr Bphlolsht-ime-' Beichte und Feier des heiligen Abendmahls tiu: Lukas- und Johaunesgemeinde. Anmeldung u liuibtn vorher bei mm Pfarrer jeder Gemeinde leu h - j ll 1 1 Uh : Kinderkircke für die Lukas . Mi !i:d. Pfarrer ' chtvish'cimec. - Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Siadi-theimr. " ntag. bc 1 . -■ .ca.ber, -achm ttags 3^ Uhr: Alt- Oeidelberg. Schauspiel in 5 Akten von Wilhelm Mehcr-Focrster. .'lb >.ds f 1 /* Uhr: Kchmarzmald mädel Cpiitttc in 3 A kten von August Neidhardt. Musik von Leon Jessel. Kn die steimsl! Die Truppen der 5. Armee, die heldenmütig allen Angriffen vor Verdun getrotzt haben, kehren unerschüttert nach unerhörtesten Anstrengungen in die Heimat zurück. Aufrechten Hauptes im Bewußtsein, ihre vaterländische Pflicht bis zum letzten erfüllt und die Heimat vor den Schrecken des Krieges im eignen Lande bewahrt zu haben, ziehen sie mit klingendem Spiel und Gesang durch die deutschen Gaue ihrer engeren Heimat entgegen. Bewohner der schönen Lande an Mosel und Rhein, von Nassau, Hessen und Franken, bietet den heimkehrenden tapferen Söhnen unseres Vaterlandes einen vank- und Aillksmmengrusr nach dem sie verlangen. Schmückt kure bsuser und Zlrasren rnid Issrt die deutschen Dndesfarben wehen, damit wir daraus die Liebe der Wnm ernennen, die wir solange enlbebrl haben. Ein herzliches Willkommen allen heimkehreude ^'Kameraden! Unbesiegt kehrt Ihr zurück, nachdem Ihr die herrlichsten Ruhmestaten vollbracht, unsagbare Strapazen und Mühsale in Treue gegen das Vaterland ertragen habt. Die Kämpfer für des Reiches Gründung aus 1870/71 und die übrigen alten Kameraden begrüben (Luch, die Helden von 1914/18. Schlicht (Luch unseren alten Vereinen an, oder gründet auch neue Vereine, jedenfalls aber vereinigt Euch in unserem bewährten, Z seit 1872 bestehenden Verbände! Ihr findet bei uns treue Kameradschaft, Hilfe in den Nöten des Lebens, Beratung und Förderung Eurer Ansprüche auf Versorgung. Unsere Einrichtungen find bewährt, sie stehen Euch offen. , Mehr wie je tut jetzt einmütiges Zusammenstehen not! Stärkt deshalb unsere Reihen, zersplittert nicht die Kräfte, je stärker wir sind, desto besser können wir für Euch eintreten. Unsere Satzung kennt keine Befehlsgewalt, nur Mehrheitsbeschlüsse, aber auch vorzügliche wirtschaftliche Einrichtungen. Das Prafidium der KriegerKameradfcbaft Mlla (Geschäftsstelle: Darmstadt, Heinrichstr. 62) Frhr. v. Heyl, 1. Präsident. Helft alle den Soldaten! Vereine und jeder einzelne, greift zu, wo Ihr könnt, zeigt die Quartiere, die Wege, sorgt mit für die Pferde, helft das Gepäk tragen, faßt in die Speichen, wo es nötig ist, erleuchtet die Straßen, bietet Eure Hilfe an. Betrachtet es als vaterländische Pflicht, uns durch Ordnung, Arbeit und Geduld zu unterstützen, um das schwere Werk zu vollbringen, die Armee geordnet und in Gesundheit nach Hause zu führen. = 6in jeder helfe dazu! Unseres Dankes sind alle gewiß, die in treuer Selbstverleugnung und mit vaterländlichen Opfersinn UNS die Heimkehr erleichtern! Der Oberbefehlshaber: von der Marwitz General der Kavallerie. Habe meine Praxis wieder aufgenommen Rechtsanwalt Hornberger -— - Plockstrasse 9, II - Sprechstunden: 2—5 Uhr nachmittags. Ich habe meine Tätigkeit wieder aufgenommen Sprechstunden: 8—9 Uhr vormittags und 2—3 Uhr nachmittags Dr. PI och, Asterweg 34. Die MsorgevermittlliiigMIK für erwerbstätig? 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Es sind hier die gleichen Schwierigkeiten, wie bei dem Rücktranspoet der Mannschaften zu überwinden. Immerhin ist damit zu rechnen, daß in Anbetracht der schnellen Räumung der besetzten Gebiete und wie gesagt unter Bcrücksichtigung der Transportschwierigkeiten, die° ser oder jener Hund nicht oder erst später zurückgebracht werden kann. Hunde, die von den Besitzern zur freien Verfügung gestellt wurden, auf deren Rückgabe also von vornherein verzichtet wurde, gehen in den Besitz der Heeresverwaltung über. Es wird gebeten, Anfragen der Hundebesitzer, wann die Rückführung ihres Hundes erfolgt, wo sich das Tier befindet usw., nicht ergehen zu lassen, da die Nachcichten- Mtttclprüfuugs-Komission Abteilung Kriegshunde unter de» heutigen Verhältnissen selbst nichts Näheres weiß und daher bestimmte Angaben nicht zu machen vermag. Die Nachrichten - Mittclprüfungs' Kommission spricht bei dieser Gelegenheit allen Hundebesitzecn, die ihre Tiere zur Verfügung stellten, ihren besten Dank aus. Die Hunde haben die! Gutes geleistet. naebriebfen ° IMelpiilluM * Homiffion Abteilung Kriegshunde (früher MpeKtion der naebriebteutruppen) Charlvttenburg, Suacezstraße 13, 4. Etage. Polkskindergarten. Walltorstraße 59 wird am Montaq den 2. Dez. ein Volkskindergarten eröffnet. Besuchszeit von vormittags 8 bis nachmittags 6 Uhr. Anmeldungen werden vom Tage der Eröffnung an dafeblst bei der Leiterin Frl. Rhumbler entgegengenommen. Der Kindergarten verein E. B. 1. Wie entferne ich den berstenden Tabakgeschmack k zugleich Anlei tung zum Beizen, 21.-30. Tausend. 2. Selbstherst.v. Zigarren, Zigar- rettcn, Kautabak, 17.-21. Tausend. 3. Verarbeiten der Tabakpflanzen zu Pfeifentabak J Xm ,V Zeichte Anleitungen, jede 90 Pfg. Beize liir Tabak ii Ersatz Iflnsien, Atemnol, — Verschleimung - Schreibe allen Leidenden gerne umsonst, womit ich mich von meinem schweren Lungenleiden selbst befreite. Heinrich Dcicke, Wackersleben Provinz Sachsen. Rückmarke erwünscht. 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