| Lezugsprek 80 W. monattiä- ^ v !brtcljiiftr!idf2,4«T9Äf , voranszalgear, fvd in? -ur Arnbewahruog stzer Rücksendung n i ch r verlangter Ärmmu'nvre wird nicht tfimvv. • vt. Bc lag der /.(dießerrer Zeitung", Gießer.. ■ x. M, D u 24 ; Oktober ! 8 . m gNzeigrnyreis 24 Pi?.. ic :nm breite Petitzeile, für Auswärts ua Psg. ic ' > mrr Lreire Reklam e - Zeile 100 Pfennig. > !rub eilagen werden nach'Gewicht und Gröge L-eil r t" r, 'Knbnufommtbei Ueberfchreirung des Zuhlunge- zieles 7 ’ae), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei tyoiil * S in ff?egsall. Platzvorschriften ohneBerbindlichkeil. Druck der 0ckes;eucr Vcrlagsdruckerci, Albin Utcin. 31 . Dentfchlands Antwort m Wiifo Heftige Angriffe der Franzöfen «ud Amerikaner geicheitert. Dr- HShi« -oM Bandy de Feinde 4 irisisv. Jitiiilicbe üerrlfcde €ag«beHcbte. wtb. ©rp|eS ©au J)t quartier, 22. Oft. 1918 Weftlicher" KriegSsch a u platz: Heeresgruppeu Kronprinz Rupprecht An der Lhs und Schelde Jnsante iegefechte. D,ehr fach suchte der Feind mit l eineun u. ü fiä kerrn Abtn- tungen die Flüsse za überschreiten. Nordöstlich von Koc- trif draug ec mit Panzerwagen, südostl-ch von Kortc'.k mit fiarkcu Kräften c. en unsere Linien vor. Ec wurde überall verlustreich abgrwckseu VlzewachtmciperDiüll.r d;^9. Battecie Feld. Artillerie. Rgmcnt Nc. 221 vr nichtete ©teebet 0 Panzerwagen o.s Gcgnecs. Engländer besetzten die von uns geschonten Kirchtiume von St. Amand mit Maschinengewehren. Beiderseits von So- lcSmes und Le Cateau hat der Fund seine Angüsse nicht erneuert. In nächtlichen Teilangriffen fielen die Gehöfte von Amerval in seine Hand. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Französische Ang iffe, die um Morgen nördlich der Secre, am Nmömittage auf l icita'ec Fconr z wisch n Oise und r,r ' unftreLins-" vorbeochen, wur cn . fische T upp.n :.cn o' c chcn Gegeaa . iss djuch. Auf den Aismhöhen östlich von Bonzicrs dauern heftige Kämpfe au. WürttEbergische Negimlnter haben tm Verein mr p uh scheu und bay nfd-en Bock itUonen dem Feinde «n ,r'o^m.rch(n stSgenanp iffeu 'i • Höckrn östlich von B'Ndh, rwischtn Bullay nd Chcst.es und nörd u v n F oijc wikdcr rntriss^n und -uv,™ Uarfe Gegenan uff** -ws » gne S - cha-Pi.l. O.stlich von Olizy sch 'tn T !c.ngr ff des Feldes. tz e e r r S g r"U P p e 'Dallwitz. Dchch heftig chrtilleLlevorbereitung griff der A ,erfi kalck- nörduch von Siommrraues und m breiLcere Front . Neide - s von BauthfiwrUc a... chm Fe um und im Gegenuohe find f‘e Angriffe des Gegner^ g, scheitert. Born hu -ich int Feuer unserer Maschinengewehre und Zpfanter re-.schütze erlitt de Amerikaner wiederum hohe Verlage. * Aus einem Geschwader'von etwa acht sZndllchcn Hkvgzmgcn, das OMchajrcu imL a • niai ang ff, nt$u> ©ut uici Flugzeuge asgeschoff-n. LccktnanL LelljenL errorhg seinen ob. Üuftjtuj. Südö>t licher K^rleg ö j ch a u p la tz: Nvröstlich von Krusevqc und am Bnkov'k sch tertcn fiind-iche Angriffe. Etsolgrr^' - eine«©. Nnlcrn'chwungrn bei Tcubauvo an der fitölu LUor«. um. Der Erste ^cn i alquariie: mcifter: L ü d e u do r s s. m ; . 1 i , 2 ', Oft, ■ v nds. '. tauf A■' ff.- .n Flau, " i'b nrtsfti d > D. tÜtfi. ' ’n - c* 5 b ! i] - . 23. V v i 19? :■• Wcst l! a K i \:ö sf cha tipla tz: Httresgmppe Kronprinz Rupprechl. Die Känfps- rn der Lhs-Nre^erung. dnueu» an. Hastig r ■} (?f ; -? s bei.' V - —^vo RÜpptich- dür ^iaA wurden fu* -nhgrwi' ? n, ,üd''ch •'".•labt t. ch . .ist;., sichern .. ckuuö ew.mv durch GcgrN Nah »eUlich -.ec -<,l»aße Deinze-O zrnH. Lehengü- beacht. Westlich von >lor.l.lk wu den wir vonl Weslronde von B'chte auf der Ostcand zu'Nlig.-driici In reb!L° . N. ^ i ^ !' ^ VvP 9- fischen s ftc\ tv- Inp .- teil • .*:' *0 w n: Du sturm Ltd oeis .hulteu. .ulLsturpst: n - C; i'Uüuiic'mutij üuus. h isj von Döu ual nntz Bal l cruS. Hecrcügruppc Deutscher Kronprinz. «v Südlich von Maele räumten wir den vorübergchcnd vscteidigtcn Brückenkopf an der Serre und Souche und uachmrn unsere Linien hintcr die Bachabschnitft zurück. An der Aisne .witsen wir h-ftige An.olffe des Gegners beiderscilS von Nautcuil uv. Auf östlichem Aisneus^r beiderseits von Vouzrers u-. d östlich von Ol-zy haben die Kämpfe größeren Umfang an^nommen. Unter stärkstem Actilleri-nnfotz g'iff d.r Fcil.d am -frühen Morgen zwischen Terron und alatfe sowie zwischen OUzy und Becrucrpa 'e an. Aus den Höhen westlich von Bolloy konnte der Angriff estwas Boden, e lvinuen. An der übrigen Front ist a voe unseren L.nien geschcckcrt. Auch am Nachmittag brach der Feind nach erneuter stärkster Art.llerievorbereitung zum Angriff voc. Das erste bayerische Infanterie.Regiment unter Führung seines Kommandeuis Major Lchnudtler hat in zäher Lertei. digung die Höhe östlich von Cheftces gegen Mlhrfachen überlegenen Gegner gehalten. ' uch auf der übrigen Front wurde de.c Feind unter fchw ren Verlusten für ihn vssgew-.s.n. Heeresgruppe Gollwitz. Zwischrtl Argonneü und Maas nd zwisch und Mosel r$:' uächrU' e .FcuertäilgkcU. Teilkämpfe Mstfich du Maus und w.'Utch drc Mosel ohne beson dcus E ^rbnis. £eutr nt Büchner errang feinen 40 Luftfieg. 9 .8 c t (in, b;n 20. Oft Oer, ot. rdö. Le kämpfe in Hab n lvir einer cl uuten ?u, ' bu ii)*bafaci} büt Eng« (an: c v.r-iteü. .s> ug- Kamps fanden jn drc Li: c St. Martin - Neuviu BouskS OrS- Eqtillon ihren Abschluß. Aus dem rördl'.-.dfn reuscr und- tict* . cfcitS Bouzicr- wc ich von Grandp sind Angriffe der Franzosen, auf beiden Maasuf.ru sehr hestigc cknguA o. ' 'Alnerikancc gc'-cküt^t. Staatssekretär Erzberger über öleKrlegsanlelhe: Je mehr Kriegsanleihe, öesto näher -er §rieöcn. JS«s Stadt smd anl * Me Grippe und die kalknemc Grrmhrnug Zu dem Rock, K'-UIum zu verw -'-u, sch'Nbs Dx. Rolle ,n Rostock: - lc Wrchi . Mt dcS Kalftü |uc oie Ecnäh. vunfl iU ünbefiriitcn, der Zusatz you Sulcurmkui zum Brot vdd a dt zu Suppen und anderu Speis.'» kansn mu uirmoMu: !' "vbcii'. ü.'u \\t I --zw cl'.ua i; vnb vor ciU h ‘»t.‘Tiqcu fihr w bUli e , < l< ? m - - c ' v an SlUlc von > '9- -.u'zium (anleium qülorstum) \ vre. tu «bin. E u Zusatz von . lncm EKamm zu d ' . p s n, am hofi./' zu Suppe. Brei oder S mc' 1 ' h- zw ck mftßig, einfach und völlig ohm un ünfilzcq Einflufi aus öru u-i-schm ck, un vom Ch'otkai \u n * n t'ai'U.~ B-'N'-n wckb-svmn )ni tu in ' Z««( !' i . .anchcn Fa-mck' n vrjonbcLs surr Se iadc .e.nah un ungcwaitdt.' " «in Wittel gegen die Gippo D I rph Häuslein tu Fe'.dk. ch. de, u s h rvorrr .occ M, '-er d. Rulu.'h-Ukunibekannt ist, schreibt dl- Wiener ^Ret.üs. Grjppe sind Lple ilübcn (Utta rubra tuilflatl ). Mau i vwz dem Patienten einen großen appenteller voll Salat von rote» Rüben im Lause von sechs bis acht Stunden zu eff 5. Ich habe viele Kcanke gesehen, die hatten unb noch G.uutz der roten Rüben n b F uh? d-s andern Tages vollständig fieberfrei waren. vü ci;-u Si NN der Fcanksm.ter Gesundhcits. kocuwission w". r, vo7. Aerzt-n die Beachtung folgender Merksätze dringend empfohlen: 1 Die Grippe ist außerordentlich ansteckend und wird vo N'.hm! ch durch Anhusten *rb Auniesen übertca* acn. 2. Je r Grippekrank, -hör ins Beil! Bei schwe- rer Erkrankung ,! ! v-t es sich, sofort ein Krankenhaus aufzusuchen. 3. Man meide,-soweit irgend möglich, das Zusam» mensein mit vielen Menschen in geschlossenen Räumen. 4. Einfachste Rücksicht auf die Mitmenschen muß es sein, sie nicht anzuhr.sten oder ayzunicsen. Hand voc den Mund halten! Kops abwendcntst 9 Von turu n r Seit- wird mit geteilt: Die bedauer- ZaiUA': o -B die G'ippe be' ihrem Wicdcraustre. teu im Juni und Jul dieses ZahrcS und fitzt seit En. oe September rasch v Saufend, tödliche Lungenentzün» un ' -7 a '2 unter kräftigen jugendlichen Personen ver- msacht hat, und der Umstand, daß diese Erkrankungen zum TcU grupp nweife oufgetrlten s nd. hat zu dem acht '.führt, daß es sich um die gefürchtete „Lun- genpest" Han .Davon kann gar kei^c Rede sein. Daß trabe Lungenentzündung die gefährlichste Bcglciterschei. iA(\ ; (>. pp- , *:? o; id - d , oßen Epidnn \ 1889 und 1890 o> .d i t F ühjab 18 1 er» lebea müssen. Wenn die Gcipp dt sm^ b jon rS heim, tücflfäi v :ic ;ft, s erw Hst : d. : b\ P fl tön. sein L-rhall u danach einz.urichtcn. ^Üerdlrtgs gib. cs uinen- i S-cen Scl'-'tz voc d. außerordentlich leicht übertrag, varcn K> ankh ck, aber doch ann \ D i einzelne viel tun, am bi - .\haniOett von fi ä fecnzähalten, oder nach ihrem Ausbeuch - urn-u schlimmen Verlaus zu verhüten. Zunächst ist regelmäßige Mund und Rasenreintgung zu empfeh. ftn. Morgens nach dem Aufsteh n, mittags voc dem Effcn und abends vor dem Zube'ckg-Hen gurgele man tü'htig mit warmec emprozenilger Lösung von Kochsalz ('/« Te iöfel voll auf ein Wasserglas) und schlürfe die gleiche Lösung. Lief in beide Nasenlöcher cm. Die regel- mach.-c Zahne.inigunn ist fitzt von besonderem Wert und ebenso die häufige und gründliche Reinigung der Hände. iMmetulid) vor fidcm Essen oder vor dec Zubc. Leitung von Speisen. * Mainz. Auch auf dem Lande in Rheinhessen ck'tt ''-ae Grippe, bcgsti fügt du ch das naßk öt. und n -fi . W - r, in :öf rm Umfange auf. Die Zahl der tödlich vekftnfendkn Keankheitssälle Ist jedoch nicht sehr was off gba. mit d n effercn Ecnähcut,gsver- hüll. issen auf dem Lande m Zusammenhang st- ht. * Mainz Eine bed utenbe K artoffel-Ernte hat mau in diesem Jahre in einzelnen Gebieten Rhein- Hessens pr verzeichn, u Dies gilt zunächst voc allem ü ii dem mitle rn Sckztule, wo sich im Sommer recht, z Regengüsse , stellt », oder wo die Lage des oo-.l o\. Bodenart wurigec unter der Bürce lut . Ein Erftm. von 90 —100 Zmt-u vom Morgen ist hier kein Selten .-r. Einzel" Landwirte vcrsicvcrn, du. sie roch nicht oft eine so trüge Kartoffel' Ernte ^,zi licn Wie in diesem Herbst. Dm K-ollen si"d in guten Lätzen von einer ecftounlichen Größe. * Mneburg. -u I- aber ec R. G. E >. -u en 11,! ik . fitctlS- uni) Bccla . Buchhandlung Elottlieb Braun /!- - vaa d.m ö'-oj!h.m..u-. vo-^Hcss-n in Wutd'gnna u Pu- ! , r G H e. . f - Verlagsbuch- Händlers verliehen. " Oöchsi «• bU in cvc -ö 'de Mam- Kcajliv U am Mmnujt brennt Kit ttntgen rn 5 uw. Ein größer' s oldatcnkommando in mit der Abfuhr der noch unvckseh'len Kohlen beschäftigt. DeutsMnLs Antwott. Dennglerch wir nicht genau wissen, ob nlcht etwa doch l pettunpen der Entente, die der Meinung Ausdrruk na. ven daß Wilson mit seiner Antwort an Deutschland das Sie. sprach abgebrochen hat Recht haben, schien es uns doch rich. ^ ntroor x t ols eine Aufforderung zum Fortfüh. r ??? n y i ßöcn -l‘ ^ Waftenstillstandsgesprächs anzusehen. lagt sich gewiß nicht leugnen, daß uns folck-e Fortführung des ""^erfeits vertrauensvoll begonnenen Gesprächs nicht ganz leicht fallt. Denn Wilsons Antwort auf unser Überaus 'loyales Zugeständnis, selbst seine außerordentlich weitgehende Forderung, die von uns noch beseht gehaltenen Gebiete zu raumen, unsererseits zu erfüllen, war zum mindesten einiger- niaßen unwirsch, aber auch dunkel und sicherlich nicht von ^ rohnngen aller Art. Wenn wir dennoch uns dazu ent- schlossen haben, genau so offen und ehrlich, wie wir dies Frie- vensgesprach anfingen, es fortzusehen, so geschah dies, weil Die neue deutsche Regierung nichts verabsäumen will, was da- zu helfen könnte, der gequälten Erde endlich wieder Ruhe zu geben. Und wenn schon der Präsident der Vereiniaten Staaten wirklich nicht mehr die Macht besitzen sollte, vielleicht auch nicht mehr den guten Willen, nach seinen eigenen Grundsätzen den Weltfrieden herbeizuführen, so ist es nur richtig, day Deutschland sich von jeder Schuld freihält, auch von der Schuld, das Gespräch frühzeitig abaebrochen zu haben. Der- jsaat Wilion, so soll er auch den Mut finden, dies einzuae- stehen. Indessen, noch ist es nlcht so weit. Freilich, den Druck, unter dem Wilson heute handelt, darf man nicht außer acht reisen. Man wird abwarten müssen, ob die kriegswütioen Machtpolitkker der Entente so viel Einfluß gewinnen, daß das Friedenswerk an ihrem Wahnsinn zerschellt. Die deutsche Rote ist das Ergebnis langer, forofältioer Beratungen aller in Frage kommenden Faktoren und ist er- füllt von dem echten Geiste der Friedensliebe, der es an Ent. geoenkommen nicht fehlen läßt. Dieses Entaeaenkommen njlt besonders für den U-Bootkrieg, der ja von jeher für Wil'on eine Kriegsursache höchsten Grades gewesen ist; er wird die Zugeständnisse, die wir gerade hier zu machen bereit sind, hoffentlich richtig bewerten. Auch was die sogenannten Rück, zugsgreuel betrifft, Vorgänge, die wir durchaus bestreiten und die ganz gewiß nicht der geistigen Verfassi'.ng unserer Soldaten und Offiziere entsprechen, haben wir alles getan, was man billig von uns verlcmoen kann: wir unterstellen uns der Kontrolle durch Neutrale. Was schließlich Wilsons Herden Zweifel betrifft, ob denn nun die neue Reoieruna wirklich frei und unbehindert von irgend einer absoluten Mackst zu handeln vermag, so haben wir Wilson darauf eine bestimmte und klare Antwort gegeben und besonders betont, daß auch über Krieg und Frieden von nun an nur noch das deutsche Volk zu bestimm n hat. Wenn auch die deu.tsche Regierung bestrebt ist. das Tor zum Frieden offen zu halten, so dürfen unsere Gegner doch keineswegs erwarten, daß ein Volk von 70 Millionen, das in 4 Kriegsjahren unter größten Opfern die höchsien Leistunoeu vollbracht, sich bedingungslos unterwerfen werde, wie es die feindliche Presse in ihren zustimmenden Kommentaren zu Wilsons Auslassungen fordert. Das Maß des Entgeoenkom- mens, das die deutsche Recsteru.na in ihrem Friedensschritt bewies, hat alle Erwartungen weit übertroffen. Aber es gibt Grenzen der Zugeständnisse, die. einmal überschritten, den schmachvollen Untergang eines Volkes bedeuten. Wenn uns der Geaner zum Äußersten treiben sollte, so wird er ein eins, ges Volk hinter der deutschen Regierung finden, entschlossen, auch die letzte Kraft zur Verteidianng von Haus uuid Hof heranzuziehen. Die zahlreichen Kundgebunoen der letzten Tage dürften nicht ohne Einfluß auf unsere Ge^enantwort an den Präsidenten der Dereiniaten Staaten aeblieben sein. Höchst bemerkenswert ist eine Kundgebung des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei, der u. a. saut: „Deutschland und das deutsche Volk ist in Gefahr, das Opfer der Eroberunas. sucht englisch-französilcher Chauvinisten .und Eroberunas. Politiker zu werden. Vas wir am 4. Auaust 1914 erklärt ha- ben: „In der Stunde der Gefahr lasten wir unser Vaterland nicht im Stichs gilt heute im verstärktem Maße. Mit einem Frieden der Veraewaltigu.na. der Demütigung und der Ver. letzunq seiner Lebensintercsten wird sich das deutsche Volk nie und nimmer abfinden." Dieses und ähnliche Kundgebungen dürfen Wilson belehren, daß er nicht mit einem Volke verhandelt, das am Ende seiner Kräkte steht. Wir sind bereit, einen Frieden zu schließen, der uns Lickst und L"kt zum Leben läßt, aber wir sind entschlossen, uns "e-^en einen Gew"ltkrieh"n zu wenden, der uns zu dauernder Ohnmacht verurteilen will. Der Wortlaut der Note. 9BCTV Berlin. 21. Eept. fJfmtlW.') Die deutsche Re- 'pieri'.ng ist bei der Annahme des Vorschlaaes zur Räumung der besetzten Gebiete davon ausoeocmaen. daß das V"rkahren bei der Räumung und die Bedingungen des Waffenstillstandes der Beurteilung militärischer Rataeber überlassen sei und das gegenwärtige Kräfteverhältnis an denFronten denAbmachun- gen zugrunde zu legen ist. die es sickern und verbürgen. Die deutsche Negierung gibt dem Präsidenten anheim, zur Rege- lung der Einzelheiten eine Gelegenheit zu sckmffen. Eie ver- traut darauf, daß der Präsident der Bereinigten Staaten keine Forderungen gutheißen wird, die mit der Ehre des deutschen Volkes und mit der Anbahnung eines Friedens der Gerechtigkeit unvereinbar sein würden. Die deutsche Regierung legt Verwahrung ein gegen den Vorwurf ungesetzlicher und unmenschlicher Handlungen, der gegen die deutschen Land- und Sccstreitkräfte und damit ge- gen das deutsche Volk erhoben wird. Zerstörungen werden durch Deckung des Rückzuges immer notwendig sein und sind insoweit völkerrechtlich gestattet. Die deutschen Truppen ha- ben die strengste Weisung, das Privateigentum zu schonen und für die Bevölkerung nach Kräften zu sorgen. Wo trotz- ^>em Ausschreitungen Vorkommen, werden die Schuldigen bestraft. Die deutsche Regierung bestreitet auch, daß die deut- icke Märine bei Versenkung von Schiffen Rettunasboote mit deren Insassen absichtlich vernichtet hat. Die deutsche Regie- rung schlägt vor, in allen diesen Punkten den Sachverhalt durch neutrale Kommlssionen aufklären zu lassen. Um alles zu verhüten, was das Friedenswerk erschweren könnte, sind auf Veranlassung der deutschen Regierung an sämtliche Unterieebootscommandanten Befehle ergangen, die eine Torpedierung von Passag'erlchiffen oussch ließen. wobei jedoch aus technischen Gründen eine Gewähr dafür nicht über, nommen werden kann, da d'eser Befehl jedes in Eee be- findliche U-Boot vor seiner V.irckkehr nicht erreicht. Als Grundlagebedingung \-rz den Frieden bezeichnet der Präsident die Beseitigung jeder auf Willkür beredenden Macht die für sich unkontrolliert und aus eigenem Belieben den Frieden der Welt stören kann. Darauf antwortet die deutsche Regierung: Im deutschen Reiche stand der Volksvertretung ein Ein. fluß' auf die Bildung der Negierung bisher nicht zu. Die Verfassung sah bei der Entscheidung über Krieg und Frieden 5 ine Lu^oirtung der Vottsvert etung vor. diel^m 1 Verhältnis ist ein grundlegender Wandel elngetretc,». Die crn-^rJ^ f run ^ Est in völliger Übereinstimmung mit den Wünschen der aus dem gleichen, allgemeinen, geheimen und Wahlrecht hervorgeganoenen Volksvertretung qebil. oet. Die Führer der großen Parteien des Reichstages aehö- ren ru ihren Mitgliedern. Auch künftig kann keine Regierung ihr Amt antreten oder weiterführen, ohne das Vertrauen der Mehrheit des Reichstages zu besitzen. Die Verantwortung r*?r*r c c ^ an ^ ers geaenüber der Volksvertretung wird ge- tehlich ausgebaut und sichergestellt. Die erste Tat der neuen Regkerimg ist aber, dem Rekchstaae ein Gesetz oorzulegen, durch das die Verfassung des Reiches dahin geändert wird, daß zur Entscheidung über Krieg und Frieden die Zustim- mun^ der Volksvertretung erforderlich ist. Die Gewähr für die Dauer des neuen Systems ruht aber nicht nur >'n den ge- tetz ichen Bürgschaften, sondern auch in dem unerschütterlichen Willen des deutschen Volkes, das in seiner großen Mehrheit hinter diesen Reformen steht und deren energische Fortfüh. nmg fordert. Die Frage des Präsidenten, mit wem er und die gegen Deutschland verbündeten Regierungen es zu tun haben, wird somit klar und unzweideutig dahin beantwortet, daß das Friedens, und Waffensilllstandsarmebot ergeht von einer Regierung, die. frei von jedem willkürlichen und unver- antwortlicken Einfluß, getragen wird von der überwiegenden Mehrheit des deutschen Balkes. Berlin, den 20. Oktober 1918. (gez.1: S o l f. Staatssekretär im Auswärtigen Amt. WTB. Die Rote an Wilson aing vergangene Nacht in oie Schweiz ad zur Weitergabe nach Washington. Günstige Stimmung km Reichstage. TU. über die Stimmung im Reick>?taae erfährt das Berliner Tageblntt: D"n Eindruck, den die Form und der Inhalt der deutschen Antwort hernoraerufen haben, fgnn als aiinstka bezeichnet werden. Hernoraerufen wurde ins. besondere die Einigkeit des deutschen Friedenswillens die in der Art *,?m Ausdruck komme, wie man hofft, daß die Di«, kussion über den Frieden fortgesetzt wird und daß Wilson nunmehr die Gelegenheit wa-hrnehwen werde, der Welt den von ibm propagierten dauernden Reckstsfrieden zn dringen. Vormittags und Abends fanden im ReicksGge Frafiions. befpreckumgen flott. Den Gegenstand bildete' natürlich in erster Linke die deuttckn Antwort, ferner die Anträge auf 2lbänderimg der Verfassung und schließlich auch Geschästsord- nungsfragen für die heutige Vlenarsitzung. Auch heute vor- mittag werden nach einige Parteien'vor der Plenarsitzung Fraktionsbesprechunaen abh^lten. bb. Das Tageblatt schreibt: Der Eindruck, den die Farm und der Inhalt der deutschen Antwart an Wilion im Reichs, tag hernoraerufen hat. kann als günstia bezeichnet werden. Servoraehoben wurde insbesondere die Ehrlichkeit des de"t. chen Friedenswillens, die zum Ausdruck komme. Man hofft, daß d'e Diskussionen über den Frieden fortoeletzt werden, um der Welt den dauernden Rechtsfrieden zn bringen. — Im Vorwärts liest man: Aus der Antwort ivricht ein vallia ver- ändcrter Geist. Was gleich aeblieben ist, ist nur der W'lle zl'r nationalen Selbsterhaltun«. d. h. jetzt aber nicht mehr zur Selbst^rhaltnng regierender Kasten und veralteter Staats- einrichtunaen. sondern zur Erhalt'-ng des deutschen Volkes elbst. Wenn es dem Gegner ernst mit dem Frieden der Demokratie und der unparteiischen Gerechtigkeit ist. so lieat ein Weg vor ihm offen, auf dem kein Hindernis mehr zu überwinden ist. — D'e fraisinniae Zektuna schreibt: Die de"t- che Regierung will, soweit es irgend angänoia ist. alle Hin- dernisse au.f dom Friedensmeae beteiligen. Sie bleibt ihrem Vro-n-amm treu und sie antwortet darum dem amerikanischen Präsidenten nicht in dem von ihm anaeschla^enen Ton. son- dern bewahrt ihre Ruhe und Sachlichkeit, um. falls das Dl"st- veraießen wstt"r fortgesetzt werden muß/bewe!sen zu können, daß auch nickt der Schatten einer Sck"ld und Verantwortung )ierauf auf sie falle. — Die Kreuzzeibu.ng kann sich nur mit den ersten Punkten der Rote einverstanden erklären, und sie gibt sich über das Eckickial der Rote keinem Optimismus hin. Die letzte Wilsonnote und auch die neuerdings an Österreich o"richtcte haben in brutaler Offenheit enthüllt, welche Pläne Wilson hat. Damit tritt die Frage kn den Vordergrund, ob es lohnt, den Weg über Wilson weiter zu verfolgen. Deshalb würden wir es mit Freuden begrüßt haben, wenn gleichzeitig mit der Rote ein Appell an das Volk gerichtet wäre. In der Norddeutschen wird redaktionell geschrieben: Die Note ist sachlich und inhaltlich das Er^-bnis längerer Verhandlnn- gen und stellt den politischen Willen, den sie zum Ausdruck bringt, dar als die vbere'nstimmende Meinung aller znr Mit- wirk"na ber"fen"n Stell«n in der heutigen deutschen Volks- regierung. Die Roie stellt Wilion erneut vor die verantwortungsvoll" Frgge. ob er die unzmstfekholte deutsche Friedens- bere'tick'aft als Hebel benutzen will, um seine Ideale zur Verwirklichung zu bringen, oder ob er sich der Mackst beugt, die o"ck ietzt no-tz eine Fortsetzung des Krieges verlangt, um auch künftig die Welt nach den Grundsätzen der Macht und der Gewalt regieren zu können. kansdswnks Frledens^rdeit. WTB. Nach der „Daily News" fand in der Essexhalle in London eine stark besuchte Versamml'mg statt, die das Lansdowne?omitee einberufen hatte. Die Versammlung nahm einstimmig eine Entschließung an, die besagt, es. sei im Interesse Englands, einen ehrenvollen Frieden auf Grund von Wilson voraeschlagcnen und von Deutschland anoenom- menen Bedingungen zu schließen. Es sei zu hoffen, daß ein Waffenstillstand, der angemessene Bürgschaften vorsehe, schleunigst vereinbart werde. Der Vorsitzende Huah Bell saote, die Bedingungen Wilsons ließen Spielraum für Verhandlungen. E*^ Frieden auf Grund von Verhandlungen fei das, was sie * :er erstrebt hätten. George Lansbury fill>rte aus, er habe ^ srtrauen zu dem arrten Glauben Wilsons, aber nicht zu den Leuten, die Enalond leiteten. Das Parlament scheine außer Stande, die Minister zu einer deutlichen Erklärung ihrer Politik zu nötigen. Ehe das geschehen sei. wisse man nicht, was Wilsons Alliierte wünsckchen oder glaubten. Hätte England Führer aehabt, die ihre Ziele und Bedingungen klar formuliert hätten, so wäre der Krieg längst beendet. Noel Vuxton sagte ,seine Freunde wollten Wilsons Volitik und nichts als diese. Gegen die Erniedrigung der militäri- schen Führer Deutschlands sei nichts einzuwcnden. Wenn aber dem deutsck)on Volke eine Erniedrigung zugefügt werde, gehe man einem neuen Kriege entgegen. Friedensfreund^ in Frankreich. TU. Als Beweggründe der Mißhelligkeiten der Kammerlinken gegenüber Elemeneeaus Losungswort ^Drr Krieg wird fortgesetzt" heben die „HumanUee" und andere friedensfreundliche Blätter die relativ geringeren Verluste d"S deutsckien Heeres bei den jüngsten Overatconen hervor. handelt sich keineswegs um eine militärische Spielerei. Allzu leichten Herzens übernehme die Entenleführung die Derav.t- uiertnng für die nLabfcjbareu Opfer,, falls Deutschland durch <>az« h«yq»,,annk« Sorbrtangett die heimatliche Srde ver. retvrgen müsse. vsterreichs oo^oussichalche Antwort an Wilson. ri S11 - 8? d'r Wilson Note an Sl»errel»-Un, überrascht. Blle Nach. ^'"'"nde somob, wie ans d-m 1 sfnvebischr befand Schaft |„ Vien an da, ^bk, «oberen qslanat waren. Ile»'« er- Mtitm, doft Wrlson der Zertrümmernnq k>N»rr'ich, n'cht in- ^ n7d"k. ^ ""^-Ibunn" der Dina. mled ll , " ^ 2 >-runa ,n versübnllchem Sinn» antworten nnd ^'»«"den Richtlinien- Durch da, Monifel, vom bem. «ms Wilson anstrebr. bereit, an. don?"!- d'r unabhünotnen S'oaten. die sich DiderotIvaebiide -usammentMIeften sollten, sei DI. k. »nd k. Reqlernnq schlnqe dah-r vor. daft de^ ""binett, nachdem die Den-Übr beffebe. doft * ,l4,l l! l S f ^ n Sin-elltoeten voüe Fre'best d-r weile., b'« '«r Selbüünd'o'eit oeq-ben sei. BinLnh.?'! m v^dindere und ehesten, ,« Wetten, di^me^ '!"^"^n werde, mitbrend welcher n . ^ f cn der grenzenlosen Erbitterung, die in Dien omfcfÄr 0 ? ‘l uncr)mcn begriffen ist. und am lbend in der deotich-nattonalen Versammlung Ausdrnck stnden wtrd. ist dag Erstaunen über die beiden letzten Reden Durians ankerordentlich, und die Gerückte Ub-r einen bevor! stehenden W echfel am Ballnlatz gewinnen wieder an Boden Ezernkn w'vd wieder als Netter genannt. Es ist lehr die 4 °^ WMons Antwort sick als ein Danaer-Ge^ckenk an d e Tschechen erwersen wird. In Wien wurden aesterv Nach, richten aus Prag verbreitet, daß die radikas.sorialistiscken dort st and'g an Boden aewinnen und Stanek nicht ^ Me unbeschränkte Mackt aenieße. die langsam, aber sich« an Klofae und die bolschewistischen Elemente übergehe. Die NiliUriWe Lage. Aemde werden as.s der Tatsache, daß mir ihnen Ostende, Lille und den größten Teil der flanderischen Küste überlassen halben, einen großen Sieg machen. Es muß zu, geneben werden, daß die Feinde enieut in der Laae sind, dem Kriegswillen ihrer Völker durch den Hinweis auf die Er- folge in Flandern neue Nahrung zuzuführen, deren diese Völker drinaend bedürfen: denn die Krieasmttdiakeit hat in England. Frankreich und Italien einen außerordentlich hol>en Grad erreicht. Die Crnährunasschwieriakeiten. mehr sec och noch die Koblennot. verschlechtern die Lage unserer feinde non Taa zir. Tag. Die Nachrichten van.der Front, die der Verband zi, oralen Sieaen stempelt, können daher zwar vorübergehend die Stimmung der feindlichen Völker orleich- tern. einen nachhaltiaen Eindruck um lo weniaer hinterlassen. als dag strategische Ziel des keindlicken Oberbefehls- Habers in immer weitere Ferne rückt. Dieses Ziel ist der Durckbruch der deutickzen Front, welcher allein, mit einer Um- fassung und Vernicht"ng der d"iitichen Streitkräkte. die non Fock unter Einsatz aller nerfiiabaren Kraft onaestrebte Ent- scheid,'.ng des Krieoes brinaen könnte. Der Durckbruch. die Auseinonderreißuna der deutschen Front ist den Feinden nicht gelungen und sie wird ihnen auch nicht gelingen. Trotzdem die gewaltige Kraft fast der gesamten Großmächte der Welt gegen unsere Front wirkte, ist die deutsche Front nnaebrochen aeblieben. Do die deutsche Führung das Festhalten non Frontabschnitten für aeboten hielt, behaupteten in Helden, hastem Widerstand rinsere branon Trupven ihre Stellunaen, wo die Vereitelung des feindlichen D^rrchbruchs in elastischem Ausweichen zweckmäßig erschien. w"rde die Front nicht unter dem Zwange des Feindes .sondern aus freier Entschließung der deutschen Fübruna zurückaenommen. Ob wir größere oder kleinere Gebiete Belgiens oder Frankreichs anfaeben. spielt für unsere militärische Laae aor keine Rolle. Für uns kommt es ganz allein darauf an. daß die Front ein in sich geschlossenes Ganzes dleibt. Konnte der Feind in den ersten drei Monaten seines Rinaens um die Entscheidung die deutsche Front nickt zu.m Zerreißen bringen, obwohl er seine unae. schwächte Anariffskraft einletzen konnte, so wird die Erreichung seines Zieles anocsicht« de« fortschreitenden feindlichen Kräfteverbrauchs immer aussichtsloser. Wir können daher mit immer größerer Zuversicht den weiteren Kämpfen entgegensetzen. Die deutsche Wider- standskraft ist unerfchüttert Weit draußen in Feindesland schirmen unsere Truppen die Heimat, verhindern, daß die Greuel des Krieges in unser Vaterland getragen werden. Wollen die Feinde den Krieg fortsetzen. so tun sie es auf Kosten des belgischen und französischen Gebietes, auf Koste» seiner Bewohner. Tn denAre AbendÄericht. WTB. Berlin, 21. Okt., abends. (Amtklch.1 Der Feind beschrankt sich an den Kawvffronten aus Teikangriffe, d^s von uns obgewiesen wnrden Unsere Gegenangriffe g"gea bis von dem Feinde besetzten Höben ans dem Ssillchen Dis ne- Ufer beideickeits van Veuziers sind kn gutem Fortfckp"-iteu« Der Erste Gsneralqnartiermeistsr: Lndendorff. Der Kriegsminister sttzer die neuen deutschen Tanks. WTB. Der Kriegsminister empfing den Direktor Sto^ berg der »Rorddentschen Allg. Ztg." Im Verlaufe der Unterredung kam das Gespräch auf die neuerliche Behauptuna der gegnerlschen Proste. Deutschland sei aus Mangel au Krlegs» material z'-m Frieden g-Zungen. Der Kriegsminkster er» widerte: Ich kenne die P ' unserer Gegner zu gut. um zu wissen, daß sie mit solchen falschen Behauptungen, die Fr^e- denssehnfucht der feindlichen Dölk"r — denn in jedem Volke drängt ja die Hoffnung auf den Frieden — abschwacken wollen. Trotz des Ansturmes der Gegner konnten alle Anforderungen der Front, insbesondere an Geschützen und Kei"as- material, ohne Unterbrechung erfüllt werden. Untere Ma- tcrlalrrserven, unsere Mnnitionserzeugnisse u. die Fertigung von Gewehren, G^ckrützen nnd Kriegsgerät sind für die Deckung der Ausfälle der letzten Wachen mebr als ausreichend. Was a^o die Entent^artikU sagen, sind wiederum bewußte falsche Bebauvtungen der G?an-r. Dentschiand wird nie aus Mangel an Kriegsmaterial Frieden zu schließen brauchen. Die augenblickliche Überlegenheit des G-gners liegt hauvt- sächlich in dem Gebrauche der Tanks. Gs wird b"nits feit längerer Zeit tatkräftig daran gearbeitet, diese als wichtig er- kannte Waffe in gegebener Zahl herzustellen, segaß wir hinreichend Hilfsmittel zur erfolgreichen Durchführung des Krieges haben werden, falls wir gczwuugrn we-den sollten, iha i fortz.:setzen. t%t M LLteiüe LsiZirn ..'ueircU.- 2?*" Z. Als Vorboten der Befreiung suchen täglich En- tentejlugzeuge die bejejitcn Gebiete auf und wer en aus bisher unzerstörte belgische und französische Städte Bomben. Am 18. 10. nachmittags griffen 12 Flugzeuge Gcnl an. Unter den 08 Opfern befinden sich allein 22 Kinder tot bezw. verlebt. In der Nacht vom 18. zum 10. 10. waren Maubcuge. Hireont. Hautmont, Frvunier und Mcmtcornet Ziele seind- Ilcher Fliegeangriffe. Mieden bettäckstlichem Häuser- und .Brandschaden ist eine Anzahl Personen, hauptsächlich aus der Zioildeoökerung, gelotet oder verwundet worden. Am 19. 10., 2 Uhr nachmittags wurde Mons mit Bomben belegt Das französische Hospital, die Iesuttensttftung, das deutsche Lazarett und einzelne Stadtteile wurden l)eimgefucht. 88 Tote bezw. Verlegte, darunter 23 Frauen. Am 19. 10. t räumont, nordwestlich Rethel, -um ersten Mal von feind» cher Artillerie beschaffen. ErsckMernde Bilder de« Glend«. WTD. Erschütternde Bilder werden aus Belgien irnd 'Nordsrankreich von dem Elend der vor den englischen und ßranzösvschen Granaten flüchtenden Bevölkerung berichtet: Alle deutschen Kolonnen sind mit Flüchtlingen lmloden, oft wehr, als den Pferden zugemutet wergen v^nn. Die Fahrer teilen Essen und Brot mit den Unglücklickxn. Selbst die Batterien müssen helfen, alle die fortzuschaffen, die vor den englischen und französischen Granaten flüchten. Auf den Progen sigen Greise und alte Mütterchon, auf dem Rad sitzen Binder. Die gutmütigen Kanoniere gehen nebenher und h"lfen Handwagen mit armseligem Hausgerät ziehen. Wo es geht, nehmen Eiff'nbahnzüge und Kolönnen die Flüchtlinge «uf. Doch weder Wcmen und Züge reichen für die Aufnahme oller aus. Und fo sieht man zwischen den Kolonnen der mar» schierenden deutschen Truppen, arm und reich bunt durch- einander zu Fuß durch Regen und Kot trotten. Hker fährt ein Sahn seine Mutter auf einem Schiebkavren. dort sitzt ein berühmter Zellist am Straßenrand, müde und frierend kaut er an einem Stück Brat, das ein deutscher Soldat mit ihm teilte. Danen senkt sich kalt und feucht die Dämmerung herab. Der Regen rieselt weiter. Dr und dort bricht ein Wagen zusammen, das Geschrei der Betroffenen, die ihre Habe 1m Straßcnsckpnub zusammensuchcn, gellt durch die Nacht. So geht der Marsch, bis die Unterkünfte erreicht find, wo so gut, wie es gehl, Quartier und Verpflegung be- reitgestellt sind. Die aber den SDtott haben, der Gefahr zu trogen und lieber in Ihrem Heim sterben wollen, als es vcr- lassen, verbarrikadieren die Kelleröffnungen, schaffen Ma» tragen und Lebensmittel herunter, und harren des Augen- blicks, bis entweder ihre Häuser zusammenstürzen oder sie bleich und übcrnüchiigt die eknrückendcn Engländer und Franzosen als „Befreier" begrüßen tonnen. Was die Flüchtlinge berichten. TU. Der Nieuwe Rotterdamfche Courant meldet aus Noermond: Flüchtlinge aus Nordfrankrelch, die gestern über die holländische Grenze kamen, berichten, dag Douai von der englisäien Artillerie in Brand geschossen wurde. Die Flüchtlinge befinden sich in traurigster Verfassung. WTD. Zur Untersuchung der Wahrheit der Des Huldigungen über angeblich zwecklose Berwustungcn unb Zerstörungen bei dem Rückzug der deutschen Truppen begab sich eine neutrale Kommission, lestel)cnd aus in Brüssel wohnhaften Vertretern neutraler Stonlen an die Front. Der Chef der politischen Abteilung in Brüssel. Gesandter Freiherr von der Lanken, übernahm die Führung der Mssion. Strafuachlaß gegen Belgier und Dngphörlgsr neutraler Staaten in Belgien. DTD. Brüssel. 22. Okt. (Amtlich.) Der Generalaovv-r. neur Generaloberst Frhr. von Falkenhausen hat allen Belgiern und Angehörigen neutraler Staaten, d e von deutschen Militärgerichten oder militärischen Befehlshabern im Gebiet des Generalgouvernements zu Freiheitsstrafen verurteilt worden sind und ihre Strafe zum Teck in Belgien verbüßt haben, den Rest der Strafe km Gnadenwege erlassen. Ausae- schlossen sind diejenigen, welck^e wegen aenreiner Verbrechen verurteilt sind. Der Generalaouverncur hat weiter bestimmt, daß diejenigen Belaier und Anaehörigen neutraler Staaten, .gegen die durch militärisch polizeilick>es Verfahren Freist?its- sentzieh'.'na verfüat worden ist und die sich zi'.m Teil in Bel- ^»len o>-r in Deutschland im Lcmer befinden, fremelassrn wer- p*n. Mit der Entlassung soll am 21. Oktal- ; benennen werden. Nur eine beschränkte Anzahl von Persönlichkeiten, deren ^reie Beweauna in Belaien nach der Natur der Din^e nicht möglich ist. so lange dort noch gekämpft wird, wird bei der Räumung Delaiens kn Freiheit aesetzt norden. Für diej^niaen B"leier. die ihre Strafe in Deutschland verbüßen, ist ein gleiclnr Gnadend! in Vorbereitung. Drr ofterrelchilch-NAgarlsche hsMstzerW. DTB. D1 1 n , 21. Ott. (Amtlich.) Auf »rm itatte-li- Jch-u Kriegsschaunlaß keine größeren Kampfhandlnn^n. — jDckderseits der südlichen Marawa vncrdrn serbische Teil- Angriffe abqewlefen. — Im G-birgr westlich Zajecar ma.cht sich der serbische Druck stärker fühlbar. Neuer italienischer Generalissimus? Tll. Sehr vorsichtia behandelt man ln Parka die Mel- onng von der bevorstehenden Ersetzung des italienischen Heerführers Diaz durch den Herzog von Avsta. Während vor jüngsten Anwesenheit von Diaz in Varls wurde mehrfach ch"rvorgehoben. daß zwisck)cn Fach und Diaz durck^aus korc^te Beziehungen fortbcstehen. Würde der Herzog von Aosta Generalissimus, so wä - ein gesteigerter Einfluß Fochs auf hie italienischen Operationen unmittelbar zu erwarten. TaMg bcs tschechischen Mtionalmirfchusies. bb. Die Blätter melden aus Prag: Gestern tagte unter dem Vorsitz von Kr n'arfch der tsch?chischa Naliormlausschuß Innd der tfchech-ische Mgeordpetenverb nd.. Die Beratungen .waren vertraulich. Es wurde eine-Resolution gefaßt, in der sich der Rotionalausscduß für die Selbständigkeit des 1sck>e- chischen Staates mit Umgehung der Wiener Instanzen und für den Schuh der Slovaken ausfpr ch. — Die gestern abend wieder neu erschienenen „Rarodni Lysti" schreiben über die Beratungen: In erster Linie wurden neuerlich die Desttr,- mungen der tschecho-slowakischen Ration, welche einzig und ollem mit dem polnischen und tschecho-slowakischen Staaten verbündeten souveränen selbstänki-en ffchechv-slovattschen Staate gipfeln, festgelegt. Cs wurde klar ausgesprochen, haß die Grundlagen des tschecho-slovckischen Staates nichr durch Abtretung von Teilen seines historischen Landes gestört werden könne. Auch solle der tschecha-slovakrsche St rar im weitesten Sinne ein demokratiscs^er sein, welcher grund- sälckich den Bagriss voller Gerechtigkeit gegenüber allen Be- madn.'rn dieses Staate? oln'" Ui'.ler'chied der Nationalität in sich begriffe. Der Nationalunsschuß und mit i,m ans- das ganze tschechische Volk verharren unverbrüch- .ich auf dem Standpunkle. daß es nckl Wien für die tfchecho» slowakische Ration keinerlei Verhandlungen über ihre Zukunft gebs. Tue tscj>ech!sche Frage hc.be aufoestort, eine Frage der inneren Regelung Österreichs zu sein. Sie sei eine internationale Frage uub werde gemeinsam mit allen Welt- fragen gelöst. Die SeWSkdiskett EsNsnds v??d LtÄssdr. TU. Dem Vorsitzenden des Vereinigten Laudesrates von Livll nd. CjUand, Riga uick) Oefel wurde am 10. Oktober laut Baltischer Zeitung in Riga die vom Kaiser am 22. September vollzogene Urkunde überreicht, wonach, nachdem Rußlaru) durch Artikel 7 des deutsch-russischen Ergänzuiuzsvertrages zum Drcster Friedensvertrage auf die Staatshoheit über Estland. und Liol'nd verzichtet hat, diese Gebiete im Namen des Deutschen Reiches als frei und selbständig c rkannt werden. Der ständige Ausschuß des Bereinigten Landesrots trat aus diesem Anlaß am Sonnrrheird im Rigaer Schloß zu- somr. n. Matznuna. Mlchek, sie stecken Dein Haus in Brand! Michel, sie wollen Dein schör'.es L,znd! Michel, sie wollen für Freiheit und Recht Künftige Bettler aus Deinem Geschlecht! RUchel, sie wollen, die Wilson'sche Rotte, Auch noch die jung-stolze, unsere Flotte! Mchel ergrimme und packe zu! G l b ihnen Haue! Erzwinge Ruh! Und zeichne die Otel Else Kazmeier. ZuM Slatttzallekwechsel in EM-Lsttzüngen. Einen nicht alltäglichen Werdegang hat der neue Statthalter von Elsaß-Lothringen, Bürgerulei\rer Dr. Schwander, Staatssekretär a. D. des Reichswirtschaftsamtes,(genommen. An seiner Wiege ist ihm weder von Exzellenzen- noch von Statthalterherctichkeit ».lwas vorgcsungen wor-dcn. Aus einfachsten, kleinbürgerlichen Verhältnissen hervorgegmtgen, zeigte der 'Zlufflicg des jungen Schw-ander, was ein starlcr Wille und hingebender Fleiß vernmg. Dr. Scluvander ist ein Seif- made-r-an in des Wortes vollster Bedeutung. In seiner Baterstaht Colmar besuchte der am 28. Dez. 1868 Geborene zuerst die Volksschule, dann eine Mittelschule. Mit 14 Jahren tret er in die Verwaltung der Stadt ein. Mit eiserner Energie, großenteils durch Nachtarbeiten, bildete er sich in fremden. Sprachen und der M-thematit weiter. Sein besonderes Interesse widmete er der Arinenvevwoltung. In ganz kurzer Zeit wurde er zum Leiter des Eolmarer Arm^n- anites ernannt. Auf Grund eines abgelegten Examens wurde ihm 1897 der ordentliche Besuch der Kaiser-Wilhelms- Un-iveriilät gestaltet. Während seiner Studien schrieb er eine l)ervorragende Schrift über das Arnrenrecht in Elsaß- Lotyrnrgen. 1901 promovierte der Hochbegabte im staats- wissenschastlichen Seminar surnma cum laude zum Doktor. Im gleichen Iayre übernahm er die Leitung der Straßburger Armenverw-lltung, die er in für ganz Deutschland inu> icergültiger Weise neu organisierte. Ä.n 11. Oktober 1906 wurde Schwander zuu, Bürgermeister der Stadt Slraßburg gewählt. Die Stadt verdankt ihrem jüngsten Oberhaupte viel. So hat er vor allem in den allen, engen, verwinkelten Gäßcken der Altstadt durch seinen großartig durcl-geführten Sir. ßcndnrchbrnch Lust und Licht geschaffen. Für die kleinen Beamten und Arbeiter errichtete Schwand« die Wald- und Gartenvorstadt Stockfeld. Unter Mchaelis zum Leiter des Reichswirtschaftsamtes berufen, scheint er in Berlin bv! Durchsichrung seines Reformwerks auf ernste Shwle- rigkeiten gestoßen zu sein, so daß er im Winter vorigen Jahres wieder auf seinen Bürgermeister-Posten zurückkel/rke. Schuxnnder ist ein deutschgeslnnier Polililer, dem auch die eingewanderte Bevölkerung in ihrer schwierigen Lage viel Vertrauen entgegenbringt. Aus WeftderrtWssd. Köln, 22. Okt. Der Regierungspräsident hat auf die Ermittelung der Täter, die Sonntag nacht in der Wetzlarer- straße zu Deutz den Schutzmann von Earmrp erschossen und den Musketier Prinz durch einen Bauchschuß schwer verletzt haben, eine Belohnung von 1000 Ji ausaesetzt. Köln, 22. Oft. Aus vorbeugenden Gründen gegen die Grippe ordnete der Oberbürgermeister die Schließung aller Schulen auf die Dauer von 14 Tagen, vom 21. Oktober bis einschließlich 3. November an. BvRU, 22. Okt. Ein Gymnasiast, der im Hilfsdienst mit dem Ausladen von Kartoffeln beschäftigt war, geriet auf dem Güterbahnhof zwischen die Puffer zweier zusammenstoßendec Güterwagen und wurde so sck'wer verletzt, daß er ball» daraus in einem Krankenhause starb. Diire«, 22. Okt. Den Dock zum Gärtner gemacht halte man hier durch Anstellung eines Mannes als Nachtwächter. Derselbe stieg nachts in ein ihm zur Bewachcrng anvertrautes Gebäude und stahl dort 10 Brote, die er einem ^Schmiere" >tel>enden Arbeiter vertuuste. Beide wurden zu 6 Alonaten Gefängnis verurteilt. Eupen, 22. Olt. In den legten Tagen wurden im hiesigen Bezirke an mehreren Stellen Kühe von den Weiden gestohlen und ab^eschlochtet. Düsseldorf, 22. Okt. In einer Versammlung berichtete Beigeordneter Dr. Wilden über dag Iugendfürsorgegesetz und die Errichtung von Jugendämtern. Der Gefährdung der Jugend muß entgegengewirkt werden.' Ein betrübende-, Merkmal für die Verwilderung der Iugendlicl-en ist die starke Zunahme der Bestrafungen Jugendlicher, die in Düsseldorf im Jahre 1914 noch 237, dagegen im Jahre 1917 bereits 648 betragen haben. Immerhin glaubt der Berichterstatter die Zustände nicht als hoffnungslos ansehen zu brauchen. Die Zugend hat während des Krieges viele Beweise einer gesunden -Gesinnumg erbracht, so daß man mit vollem Vertraue in die Zukunft sehen tonne, wenn man nur jetzt alle Kräfte zusamrnenfafse, um die Iugendnct zu beseitigen. Diesem Zwecke dient das Iugendfürsorgegesetz. Dr. Wilden dezeich- nete es für Düsseldorf als notwendig, für die gesamte Jugend, fursorge eine Zentralstelle zu schaffen und eine Vereinheitlichung aller Bestrebungen herbeizuführen. In der Aus- spräche kam die Freude über die geplante Zu.sauunenfass.nrg der Jugendfürsorge und die Bereitwilligkeit der Vereine, hier, bei mitzuwirken, zum Ausdruck. Geheimer Iustizrat Mosler bekräftigte auf Grund feiner reichen Erfahrungen r ls Jugend, r'.chter die Hoffnung des Berichterstatters, Dr. Wilden, daß nach dem Kriege dis Jugend wieder in geordnete Vor- hüllnisse tarne, da sie sich als gesund im Kern erwiesen habe. Dafür spreche atuh der Umstand, daß die meisten Befttlafw« gen infolge von Eigentumsvergehen vorgenommen feien, daA aber die st'vhheitsveraehen bedeutend abgenommen hätten. ^ Düsseldorf, 22. Okt. Die Strafkammer hat am 7. Mar^ den Kaufmann Isidor Landau wegen übermäßiger Preissteigerung zu einer Geldstrafe von 100 000 Jt verurteilt. Der Angeklagte stellte 1916 und 1917 Suppenwürze her, die er mit übermäßigem Gewinn verkaufte, dtach dem Gutachten der Sachverständigen war diese Würze durchaus mlnderwer- tUj und bestand zu 93 Prozent aus Wasser und Salz. Die Revisio:i des Angeklagten wurde vom Reichsgericht als unbegründet verworfen. Barmen, 22. Okt. Auf der Barmer Bergbahn kam ein Wagen ins Rutschen und raste die abschüssige Straße hinab. Dubei erlitten 4 Personen schwere Verletzungen. Dem Wagenführer gelang es, den Wagen zrun Stehen zu bringen, be» vor sich noch schlimmeres Unglück ereignete. Kreirld, 22. Ott. Der Gärtner R. Gahlen, der am 1. Juni feine Ehefrau, mit der er wegen deren unsittlichen Lebenswandels jahrelang in Zwist gelebt, mit einem Gewichtsstein erschlug, wurde in der letzten Sitzung des Schwur- gerichts nach langer Verhandlung freigesprochen und aus der Hast entlassen. Die Geschworenen hotten die Schuld- fr u ge deshalb verneint, weil Gahlen, ein fallfüchttger Mensch, se^n sittlich verkommenes Weib ständig betrogen, gereizt und verhöhnt, bei der Begehung seiner bösen Tat seiner Sinne höchstwahrscheinlich nicht mächtig war. Opladen, 22. Okt. Hier sind in der letzteu gell 6000 To. Zucker aus der Ukraine hereingekommen. Eleve, 22. Okt. Im hiesigen St. Antoniushospital erlagen an einem Tage zwei Krankenschwestern der Grippe. Mülheim (Ruhr), 22. Okt. Zur 9. Kriegsanleche hat die Thyssen-Gruppe 12 Millionen Mark gezeichnet. Die Summe der gesamten Zeichnungen auf alle 5triegsan1echen stellt sich darnach auf 67 Millionen. 22. Okt. Das drei Jahre alte Kind Amu» der Eheleute Georg Melchers, Karl-Humann-Straße 20, fiel die Treppe hinab. Die Kleine zog sich hierbei eine Schab eioerletz ung zu und starb. Aus sßer Welt. TU. Berlin, 22. Okt. Den polnischen Abgeordnete« Korfanty und Seyda, die sich auf Einladung nach Warschau begeben sollten und als Minister für die deutschen Bestandteile des erbofften Großpolen genannt wurden, sind die Paffe verweigert worden. TU. Berlin, 22. Sept. Trotz aller möHlichen Vorkehrungen und Sick)erungsmaßnahmen greift die Grippe immer weiter um sich. Der Stand der Höchstziffer der Ortskronken- lasse hat gegenwärtig die der letzten Grippeepidemie d. Z. be-, deutend überschritten. Heute fällt bereits in 100 Berliner Schulen der Unterricht wegen Grippe aus. WTD. Berlin, 22. Okt. Die Choleraerkrankungen in Berlin und Umgegend, über welche ausgangs September? berichtet worden ist, sind sämtlich erloschen. Im ganzen handelt es sich um 19 Erkrankungen, wovon 15 tödlich geendet und 4 in Genesung übergegangen sind, sowie um 3 Dazillerr- träger. Wien, 22. Okt. Mit Rücksicht auf den derzetttgen Stand, und Umsang der Grippe wurde der Beschluß gefaßt, von morgen bis auf weiteres den Eintritt in den Kinos und alle Theatervorstellungen zu verbieten. WTB. Wien, 22. Okt. Rach einer Mitteilung der Süd- bcr7)ndireltion stieß am Sonntag abend in Kapfenberg ein von Wien abgehender Schnellzug auf einen Güterzug. Mehrere Wagen gerieten in Brand. Bisher wurden 15 Persorren al« tot und 50 als schwer verletzt gemeldet. TU. Mailand. 22. Okt. In ganz Oberltalien nimmt die Grippe einen gewaltigen Umfang an. In Mailand wurden 100 000 Grippesälle festgestellt. Alle Theater und Dergnü- Ilmgsstätten in den oberitalienischen Städten wurden geschlossen. In Turin starben in der ersten Oktoberhälpte 1450 Personen an der Grippe. Täglich fallen ihr dort noch etwa 125 Menschen zum Opfer. Der Erfinder Marconi ist au der Grippe schwer erkrankt. mim ■■■» > ■■ M -i — ■■ — i 1 ——————% % Vermischtes. Eine Milliarde. In der Kriegszeitung der 10. Armee plaudert Gefreiter G. Uschmann über die Kriegsanleihe und erläutert den Begriff einer Milliarde an verschiedenen interessanten Beispielen. Daß eine Milliarde tausend Millionen sind, weiß . jeder. Eine Milliarde Infanteristen in kriegsstarke Regimenter zu je 3000 Mann eingeteilt, ergäben 333 333 Regimenter. Ein Vorbeimarsch dieses Heeres in Marschkolonnen, je vier ' Mann nebeneinander, würde ununterbrochen elf Jahr« dauern. Um dieses Riesenheer mit der Eisenbahn zu befördern, brauchte man 20 Millionen Wagen zu je 50 Mann. Di». Länge eines Wagens mit 10 Meter berechnet, ergäbe einen Zug von 200 000 Kilometer Länge; er würde fünfmal um die Erde herumreichen. Ein Maschinengewehr, das in der Minute 250 Schuß atgibt, müßte 714 Jahre ununterbrochen Tag i»nb Rächt feuern, um eine Milliarde Patronen zu verbrauchet Lin Milliardär, dessen Vermögen gerade eine Milliarde JC betrügt, kann täglich unbesorgt 1000 Mark ausgeben urrd braucht sein Kapital nicht einmal auf Zinsen anzulegen. Er könnte 2740 Jahre alt werden, bis der letzte Tausendmark- schein verausgabt wäre. Wenn man in der Minute bis 200 zahlt, müßte man 9% Jahre ununterbrochen zahlen, bis man eine Milliarde erreichte. Eine Milliarde Stunden in Jahre »ungerechnet ergibt die ansehnliche Zahl von 114 Jahren.,^ Line Milliarde Mark in Tausendmarkschcinen roiegt 30, in' Zwanzigmarkstücken aber 8000 Zentner. Bei allen diesen Vergleichen handelt es sich nur um eine Milliarde, man muß' also' diese Begriffe ins 12fache übertragen, um einen Deoriff von dem gewaltigen Ergebnis der Kri^sanleihe zu erhalten. Wenn uns unsere Feinde hohnlacberrd die Buttcr- und Fleischpolonaisen verhalten, so können wir ihnen «rtt Stolz entgegnen: Es ist wahr, daß die Leute scharenweise^ vor den Lebensmittelläden gestanden sind, sie haben sich aber nicht minder vor den Danken und Sparkassen gedrängt, al» der Ruf zur Zeichnung der Kriegsanleihe erging. Salomonisches Urteil. g»vei Damen teil. Die eine öff lauten Einspruch, inden. sie geltend mod)*, durch den entstehn den Luftzug werde sie sich den Tod holen. Die erste erklärt wieder der Schlag würde sie rühren, fall» da» Feirste» nicht offen sei. Unterdes ist der Zugschaffner hinzugckom- vup ii, er erweist sich als wal)rer Solomon, indem er entscheidet: ^Ietzt machen wir erst einmal das Fenster auf, von« sterben Sie. und dann schließen wir es und bann sterben und donl» haben, wir errhlich R»che, _ sitzen zusammen in einem Eisenbahnal'-. net das Fenster, die andere aber ert>ebt! ' K-K f 1 -- - t-4 1G 1 $ Sie ffriL für öle Annahme öer^ Wch- nungen auf öle 9. Kriegsanleihe ist um 14 DagL, ö. h. bis einschließlich öen 6 . November, verlängert woeöen. Berlin, lm Oktober 1918 R e l ch s b-a n k -- S l r e k i 0 r t n m v havenstein v. Orimm BekaÄntmaOARg. ArachLstückgütcr werden am 23., 24. und 25. Oktober 1918 von den Stationen des Direktionsbezirks Frankfurt (Main) zur Beförderung nicht. angenommen. Frankfurt (Main), den 21. Oktober 1918. Königliche eifenbaftndireKfion Tranimm (Main). Bekanntwach«Wg. Wir weisen wiederholt darauf hin, daß die Zahlungen für sämtliches das zur. Schlachtung abgegeben wird, ansfchlietzlich den Oderhesfifchen Brehhandelsverband direkt auf die von dem Verkäufer gewünschte Kasse oder Bank erfolgt. IVeun die Zahlung dnrch den mit der Ablieferung betrauten Händler oder auf eine sonstige Weise auge- boten wird, bitten wir nicht darauf einzugehen und uns Mitteilung davon zu machen, da in solchen Fällen der Verdacht besteht, daß die Tiere nicht an im* abgeliefert werden, sondern im Schleichhandel verschwinden. Gießen, den 18. Oktober 19l8* ObetMflfcäer OietzbZnaelzyrrbZNS Der BorsitzeRZe Prof. Rosenberg. 4 DiSüi n i; der BekaNNtMKchUNK. Auf gcund der §§ 11 und 12 der. Herordnung üb r Gemüse, Obst und Südfrüchte vom 3. April 1917, Reichs- gesrtzblatt S. 307, wird bestimmt: M- Folgende Bekantmachungen werden aufgehoben: Die Bekanntmachung über Frühobst ja die Bund ü stauten Bayern. Württenberg, Vad-.ü, Hessen, Elsaß Lothringen und Sachsen vom 10. 'DlA 1918, § 2. Die Bekanntmachung tritt drei X c u .ch lhrcr Lc'- knndigung in Kcaft. Berlin, den 14. Oktober 1918 Kefch$TteIle für 6 emihe ©bft Der Vorsitzende von T t i! y. für eine auswärtige PäSi^ri tov; wird eine Anzahl Frauen und läd m grsücdl. rz den Auskömmliche Verpflegung wird gewährt. Näheres durch Siädi. ArbeilsDsM Giessen, fel-Mtp % lei. 2054. Denisc.en DicMer-Gsdäcinis-Stffliog (Sitz Hamburg -Grossborsfel) Neue Aula der Universität, pünktlich 8 'illnr 24. Oktober : Hessischem Abecf d. Sprecher: Regisseur K a r 1 V oj c k. Giessen und Schauspieler Willy ümminger, Frankfurt a. M. Preise: EinzeJkarien 075Mk., 1.50Mk., 2.50 Mk.. Gruppenkartell (alle Abende zusammen.; mit 20°' 0 Rabatt, also 2.40 Äfk., 4.8,- Lik., 8..— Mk. Für Mitglieder der Stiftung (Jahresbeitrag 2.—Mk.) Ermässigung. Näheres durch, die Stiftung, Hamburg-Grosshorstei. Verkauf durch Ernst. Challier, Musikalienhandlung. K ö t- h e «md, mir grünen Weiden, Oic C0ft und Kartoffeln, in Preislagen von Mk. 6.— Mk. 5. Mk. Mk 3.25 anbieten, mit und ohne Decke! (0.75 das Stück erlra). ' ! F. 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