■- -! ^Neueste Nachrichten) Ve;v.gspre?s 38 Psg. mvMüich vierteljährlich 2,40 Mk., rorauSzahlünr, frei ins Haus. Abg-eholt in unserer Expedition oder in den Zweig- nusgabestellen vierteljährlich 1,80 Mk. Erscheint Dienstag, Donnerstag u. Samstag. — NedaktionSschluh früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrurrg oder Nücksen- dung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gießeuer Zeitung", Gießen. ' ' ' v> / •w W T 'Tx-rr-ltkon: Züdanlage 21 er Tageblatt) .■:? 44 t*nBreite Petitzei! e, für Auswärts 36 Pfg. "Die 90 rr. rr. breite Reklame-Zeile 100 Pfennig, i v - r a ü e i l agen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt der Ueberschreirung des Zahlungs- ;iel'?.s OSO Daaej, bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschrrften ohneBerbindlichleit. Druck der Gi.chcner Verls gsdruckerei, Albin Mein. Nr. 91. Telephon Nr. 362. Samstag, d u 12. Oktober 1918 e l e p h o n Nr. 362. 31. Jahrg. Neue sch^ers. Kampfs im Weste ^müjchs deuffcDe Dgesftericbtt. wtb. Großes Hauptquartier, 7. Oft 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Nu pp recht. In Flandern und vor Cambcai ruhiger Tag. Heeresgruppe Boehn. Nördlich von St. Quentin dauern die schweren Kämpfe seit Mitte September fast ununterbrochen fort. Trotz wiederholten Einsatzes frischer Verbände hat der Feind hier bisher keine nennenswerten E folge erzielen können. Auch gestern ft.-ib seine Angriffe, die sich am Vormittage nordöstlich von Le Calelet und beiderseits von Lesdins entwickelten und am NaLmittage auf breiter Front nördlich von Ct. Quentin verbrachen, gescheitert. Der Feind, der am Sommekanal zunächst aus Essigry le- Petit Loden gewann, wurde durch erfolgreiche Gegenstöße und nächtliche Unternehmungen wi'der bis auf Renaucourt zurückgedcängt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Der Feind folgte gegen unsere neuen Stillungen an der Aisne und Sulpprs zwischen Pontavcrt und Bazaucouxt scharf nach und fließ vielfach im Angriff gegen sie vor. Kämpfe entwickelten sich bei Pontaverr, Berly au Lac, beiderseits der Straße Reims — Neufchatel und. bet Baza.icourt. Der Fcind wurde überall abgewüsen. An einz lnen Stellen halten sich kleine Abteilungen auf dem nördlichen.SüippeSufer. Mit stärkeren Kräften griff der Gegner an der Arnes unb westlich von £t Etienne an. Auch hier ’OIic n feine Angriffe in unseren Gegenstößen ohne Erfolg. Au der Schlachtfront in der Champagne trat gestern nach zehntägigen erbitterten Kämpfen Gefechtspause ein. Oeftlich von Sr. Etienne, bet Orfeull und Autry wurden Teil angriffe, an vielen Stellen der übrigen Front stärkere Eikunoungsvorstöße des F.indes ab; wiesen. Heeresgruppe Gallwitz. Zwischen den Argonnen und der Maas s tzte der Amerikaner seine heftigen Angriffe fort. Das Infanterieregiment Generalfeldmarschall v. H-ndenburg Nr. 147, das schon westlich der Maas in erfolgreicher Abwehr und im Angriff entscheidend dazu beirrr^g, den Durch bruch des Feindes zu verhindern, schlug euf den Höhen östlich der Air den Feind zurück. Gefreuter Kleinowski tat sich hierbei besonders hervor. Schwerpunkt der feindlichen Angriffe lag auch gestern zu beiden Seiten der von Charpently auf Nvmag^e führenden Straße. Die dort seit Tagen im Kampfe stehenden elsaß-lothein^ischcn und westfälischen Regimenter brachten den mehrfachen Ansturm. des Feindes völlig zum Scheitern. Der Amerikaner erlitt wiederum schwerste Verluste. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. abends. Oertljche Kämpfe nördlich t. Quentin und zwischen Berlin, 7. Oft., der Scarpe. Nördlich von Acgonnen und Maas haben sich in den Abendstunden feindliche Angriffe entwickelt. In der Champagne ruh Tag. wtb. 1918. Großes Hauptquartier, 8. Okt Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Nördlich dee Scarpe griff der Engländer nach Heft. 'n. Feuerkämpf n beiderseits von Oppy an. In Neuvitru! faßte er Fuß. Im übrigen brachten ihn unsere Vorposten zum Stehen. Heeres-gruppe Boehn. ' Nördlich von St. Quentin setzten Engländer und Franzosen ihre starken Angriffe fort. Nördlich von Mortt- vrchain fd)iu icn hannover sche und brnunschwttgische Regimenter fü ffmaligejr Ansturm des Feindes ab. Wetter südlich brach 1er Angefff^oeS Feindes in unftnn Feuer zusammen. V> i und südl.ch von Srqmhart haben posrnsche und hessische Regimenter nach Horrem Kampfe ihr- Stellungen behauptet. Le: dem Kampfe hart an decTrlloy- Höhe brachte!, schlesiiche Bataillon und Pio-.i re im Nahkamps uni durch Gcg'nstoß fctn feindlichen Ansturm zum Scheitern. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Vorfeldkämpfe an der Stilette unb r lsnc. Das nördliche SuppcS-Ufer wurdg ln öerttchen Unternehmungen vom Feinde gesäubert. Am Nachmittag stieß der Gegner in TeilangAffen zwischen Bezancourt und Selles mit starken Kräften beiderseits von St. Clemont an der Arnes vor. Seine Angriffe scheiterten. Oertliche Kämpfe um St Etienne, das von uns^ genommen wurde, im Gegenangriff des Feindes aber wieder verloren gegangen ist. Im Uebrigcn beschränkte sich die Tätigkeit des Feindes in der Champagne auf Teilvorstöße und zeitweilig auftcbenden Artilleriekampf. Beiderseits der Aisne schlugen die in den letzten Kämpfen besonders bewährte 9. Landwehr- und 76. Nefirvedivifion heftige Angriffe dcs Feind s ab Heeresgruppe Gallwitz. Nach stärkster Feuervorbeceitung setzte der Amerikaner erneut zum Durchbruch beiderseits der Aire an. Auf dem westlichen Ufer brachte württcmbergffche Landwehr südlich von Chatel vorbreckende Angriffe zum Scheitern. Von der. Höhe nördlich von Chatel, auf der der Feind vorübergehend Fuß faßte, wurde «r'im Gegenstoß wieder geworfen. Oestlich der Alle brachen die feindlichen An- griffe bald schon in unserem Artilllrirfmer zusammen. — Gegen Abend nahm der Feind beiderseits der von ChorpkNtry auf Romagne und der von Nantillois auf Cunel führenden Straße, sowie westlich der Maas seine Angriffe wieder auf. Nach hartem Kampfe schlugen wir ihn teilweise dstrch Gegenstöße, zurück- Der E ste Gener.alqstarLiermeister: Ludendorff. m Ber lin, 8. Okt, abends Zwischen Eambrai uoch St. Quentin, in Uc Champagne u b an der Maas haben sich neue schwere Kämpfe entwickelt. — Südlich von Eambrai und nördlich von St. Quentin ward- der feindliche Angriff abgewieffn. In der Mitte der Schlacht- fcynt gewann er Boden. Hier standen wir am Abend inrKampfe westlich Bohain und entlang der von Bohatn auf Eambrai und St. Quentin führenden Straße. In der Champagne und an der Maas sind die Angriffe dcs Feindes gescheitert. • wtb. Großes Hauptquartier, 9. Okt. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen Eambrai und - t. Quentin ist die Schlacht von neuem entbrannt. Unter Einsatz gewaltiger Artillerie, mqffcn und unter Zusammenfassung von Panzerwagen und Fliegergeschwadern griff der Engländer im Verein mit Franzosen und Amerikanern unsere Front von Eambrai bis St. Quentin an. Auf dem nördlichen Angriffsflügel war der Ansturm des Feindes nach hartem Kampfe gegen Mittag westlich- der von Eambrai aus Böham führenden Straße Zehrochen. In den Abend stunden sind hier erneute Angriffe des Feindes gescheitert. Zu beiden Seiten der in der Richtung Le Chateau führenden Römerslratze gelang dem Gegner ein tieferer Einbruch in unsere Linien. Wir fingen seinen Stotz- in der Linie Walincourt—Elincourt und westlich von Bohain aus. Auf dem Südflügel des Angriffs konnte Gegner nur weniges Gelände gewinnen; die -südlich von Mont- bcehain kämps- nden Truppen schlugen alle Angriffe des Fundes in ihrer vorderen Znfanteillltelluag ab. Durch den Einbruch in der Mitte der Schlachtfront m ihrer ttüanke bedroht, mußten sie am Abend ihren Flügel an bin Wencarck von Fcesnvy Le-Grand zu.Äckn-chmrn. — In der Ebämpy'gne nahmen Franzosen und Amerikaner zwischen der Suippes und westlich der Aisne unter großen Kcaftentfattung ihre Angriffe wieder auf Auch sie erstrebten nach aufgefundenen Befehlen erneut den Durchbruch durch unsere Fcont. Nur beide..seitS von St. Etienne brach der Feind in'unsere Linien ein. Ein in den-Nqchmittagsftunden angesttzter Gegenangriff Waes den Feind hier wieder zurück. Än der übrigen Front sind die Angriffe des Feindes völlig gescheitert. Örtliche Ettibeuchsiellen wurde;: im Gegenstoß Wieder gesäuderr. Tcilongriffe an der AiEns und sehr heftige Angriffe der Att'.eitkaNec am Qstruude. des Argonnel.waldcs und im Airet.ale wurden abgewiesen. — Aus dem Qstuser der Maas griff der F-ttud zwischen Brabant , und OcncS nach starker Artillcriewirkung an. Der un Wald Consenvoye cndröcr e Gegner wue.de solott Stehen gebracht. An der übrigen Front schlugen wir ihn vor unseren 5tamstslinien ab. Der Erste Generalquartie.meist« von zum A . \ on Deutsciilands Schicksal \k Bist auch D u ein Teil, Ludrn dorff. was Du dem Lande tust, Du rust es Dir jum Heil! Darum zeichne die neuncel wtb. Großes Hauptquartier, 10. Okt. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Auf dem SchlaLtfelde zwischen Eambrai und St. Quentin nahmen wir rückwärtige Stellungen ein. Cam- fttai wurde von uns geräumt. Durch erfolgreiche, von Panzerwagen unterstützte Gegenangriffe, die uns am Abend des 8. Oktober südöstlich von Eambrai wieder in den'Besitz von S-ranvillers und der Höhen berder- s.itS von Esncs b achten, haben in erster Linie bayrische und rheinische Regimenter sowie Truppen der deutschen Jägerdivisionen die Loslösung vom Gegner wesentlich erleichtert. Im Laufe d-s gestrigen Tages ist der Feind beiderseits der Römerstruße in Rrchtung Le Chateau mit stärkeren Kräften gefolgt. Unsere Vortrupp n wehrten > ine hier in Verbindung mir Panzerwagen eingesetzte Kavallerie ab. Mit stärkeren Jnfanteeieitngrtffe» wichen sie schrittweise kämpfend in neue Stellungen aus. Am Abend stand der Feind östlich der Linie Bertry— Busiqny _ In brr, Champagne wurden feindliche T-U- angriffe beiderseits vo» St. Etienne abgewiesen. Zwischen den Argonncn und 'dem Rück'.u von Omes brach der Amerikaner am östlichen Plnas User in Verbindung mrt Franzosen erneut zu einheitlichem Angriffe vor. Am Rande der Argonncn scheiterten sie unter schweren Ver. lüsten für den G-gner. Cornay, in das der FeUrd eindrang, wurde wieder qestymmen. Douptsioß der zwischen Arre und Maas geführten Angriffe war gegen Sommeronce und Romagne gerichtet. Beide Orw bUeben nach wech,cl- vollen Kämpfen in unserer Hand Dem über Romagne und östlich davon bis Cunel vordringenden Feind warfen badische Regimenter zurück. — Auf dem, östlichen Maos- nfer schlugen wir den Feino bei und östlich von Lwry ob und nahmen Sivrh, das vorübergehend Verloren ging, wieder. Nordwestlich und östlich von Beaumont ui bei Ansturm des Gegners vor den Linien österrelch- ungarischer Jäger, und rheinischer Regimenter geschertert. Der Erste Generalquartiermeisier: Ludendorff. • Berlin, 10. Okt. abends. Vor unseren neuen Stellungen an der Schiachtfco t östlich von Eambrai in cH Oacnun und auf b.tden MaaSnfern find feindlich e Angriffe gescheitert. _ Um Stsät Müä Cmö* * Die erste Milliarde ist brt den Zeichnungen für die neunte KrtegSanlclhe mich den Zu- famwenftelkuugcn d-r „Köln- Ztg.- bereits überschritten. Sie beliefen sich schon btS zum vorigen ^rc,tag früh auf über 1030 Millionen Mark. Hoffentlich, geht c» ebenso gut weiter. Unklarheiten der Umsatzstener. Die Frage, ob Umsätze, bei denen die Licscrung vor dem 1. Aug. und die Zahlung nach dststm Zeitpunki erfolgt ist, um* satzstcuerpflichtig sind, war in den 'Mittellangen der SteuerauLkunstsstelle des Deutschen Jndustricrats für den Fall verneint worden, daß der Pflichtige die Steuern nach den, Zahlungseingängen entuajici. Reichs» fchatzamt bat auf Befragen dieser Auffiffung nicht wr-> dersprochen t.nd das Preußische Finanzministerium hat sie uusdcücklich als zutreffend bestätigt. Auch einlge Veraniagungsbehörden nehmen bereits diesen Standpunkt ein. Keine Annahme von Fvnchtstnckgurern. Zur ERwinnung von Waaen stur den Lebe-iSmttte'b, insbeioader< für den Kartoff-lverkchr, loerden lM D.rtt' tionsbeziek Frankfurt Frachtstückgütcr am 10 , 11. und 13. Oktober nicht angenommen. Ae Antwort Wilson;. a fc Ä*&;iT ! yiss, n g i w Fragestellung nach den wirklichen Absichten Deutschlands dar. Infolgedessen ist die Möglichkeit der web leren Verhandlungen gegeben und auch die allerdinas nickt Um^ r °^ e 5 u . s f^' ÜU [ c * ncr Basis des gegenseitigen Ver. trauens zu Friedensverhandlungen zu gelangen SS fej)r weitgefyenbe Bedingung stellt Wilson für den Abschluß geschlagenen Waffenstillstandes: Die Räu^ »*. „Sr Ä'Ä"ÄÄr ät; ffl.« -NW. Immer wieder muß betont werden ^dens^ck^ff^.^?^"^^ Ohnmacht die Ursache unseres Frle.' nsichrittes ist, sondern der Wille, den Krieg durch Derstän. der Volker zu beenden. Dies kann dem Auslande nicht oft genug betont werden. Deshalb warten wir auch in r^ ger Zuversicht den Entschluß unserer Regierung ab. Der Wortlaut der Rote. WTB. Washington, 9. Okt. Der Staatssekretär Lberaab Geschäftsträger folgende Antwort auf Me ^^Staatsdepartement, 8. Oktober. Mein Herr! 5 E im Namen des Präsidenten den Empfang Ir hÄI 0 « 6 ) CttoBer *“ bestätigen, die eine Mittettunq der deutschen Regierung an den Präsidenten einsckloß -Zck °om Pkasidenten beauftragt. Sie zu bitten, dem deuten Reichskanzler folgende Mitteilung zu machen: Ehe er auf das ber kaiserlich deutschen Regierung antwortet, damit und gradsinnig erteilt wird, wie die b e ÖQrln eingeschloffen sind, es erfor- Präsident der Vereinigten Staaten es für not- ® b Ö nÜ? bC0 Ö e " aucn Sinnes der Rote des Reichskanzlers ® rtt ; “ ^^int der Reichskanzler, daß die kaiserlich deutsche Regierung die Bedingungen, die vom Präsidenten nom^8E »Botschaft an den Kongreß der Vereinigten Staaten ?*? b. Januar und in den folgenden Botschaften niederq " 1 d L W Z bett iiud, annlmmt und daß ihr Zweck beim Eintritt Ein elL t^^u nu- der sein würde, sich über die prattWn % ihrerÄnwendung zu verständigen? Der Präsi- bEr Vereinigten Staaten fühlt sich verpflichtet, zn dem ?ickt^^^/s Daffenstillstandes zu erklären, daß'er sich Wien würde, den Regierungen, mit d-nen w^'Erung der Vereinigten Staaten gegen die Mittrl- verbunden (affoziert) ist, einen Waffenstillstand vor. znfchlagen, solange die Heere dieser Mächte auf ihrem Boden M??: ® C V* öt o ®! öu6c bei jeder Diskussion würde offen- «chtl ch von der Zustimmung der Mittelmächte abhängen, so- o tUp ® e ^"nv 6ctofl 005 dem besetzten Gebiet zurück/u- ?k^drastdent glaubt auch zu der Frage berechtigt *?* f ü r diejenigen Gewalten des Reiches spricht, die bisher den Krieg geführt haben. Er hält ; mL ant h ° W Krage von jedem Standpunkte aus für außerordentlich wichtig. — Empfangen Sie. mein Herr, di- rrueute Versicherung meiner Hochschätzung. Robert Lansina. des WTB.: Me Antwort des Präsidenten «ilson liegt in Berlin im amtlichen Text noch nicht vor ne genaue Prüfung des Wortlautes ist vorerst noch nicht mSgltch. Immerhin ergibt sich aus dem Text, daß weitere fSTTf" H* ° eu t fd,en Regierung notwendig fein werden. gm sind sorgsame Erwägungen der Regierung erforderlich auf die Schlußfrage des Präsidenten ist durch Rede des Präsidenten Fehrenbach in der Reichstagssitzung vom 6. 10. erteilt worden, der namens des deutschen Volkes uud des Reichstage erklärte, daß der Reichstag das Friedens- Angebot billige und sich zu eigen mache- Berkümgen ln Berkin. Note Wilsons hat, wie di- Vossische Zeitung meldet, gestern bereits den Gegenstand eingehender Beratun- d--I ° gebildet. Ilm 6. Uhr fand im Auswärtigen Amt eine Besprechung der Antwortnote der Präsidenten Wilson statt. Im Anschluß daran trat im Reichskanzler,,-!. l™ unter dem Borsitz des Reichskanzlers Prinzen Mar von Baden das Kriegskabinett zu einer Derachunq zusao.- men, au der auch andere maßgebende Persöutichkeiteu teil- uahmeu» Ludendorff in Berlin. WTB. Berlin, 10. Okt. Der Erste Generalquartiermeister General Ludendorff traf aus dem Großen Hauptquartier zu !De,prechungen in Berlin ein. * F 1 ö 3^ 11 ^ 0 ) 0 rt Wilsons auf das deutsche Friedens- dNorddeutsche Allg. Ztg.: Wie auch immer ^Entjche dung fallen mag, es muß das deutsche Volk sich bewußt bleiben, daß die Männer, die auf Grund genauer Kenntnis aller Tatsachen ihren Spruch füllen, kein untreres Interejse vertreten, als Deutschlands Wohl und Zukunft zu i ^ ?ossische Zeitung schreibt: Daß die Weiter- ft.hrung der Verhandlungen mit dem gewohnten Nachdruck, aber auch mit sorglicher Erwägung aller Schwicriakeiten und -bideuten erfolgen wird, kann mit Sicherheit angenommen w-cuen. Eine ungeheure BerantworcUi g lastet auf den Männern, die dem Wunsche der deutschen Volksvertreter fotgen-d, m die Regierung eingetreten iiuö. Sie befinden sich ElN imBesitz dör Kenntnis aller Einzelheiten, von denen ?l e Hortung der Wilsonfchen Rote abhängt. Das deutle Volk rann daher in seiner schicksalsschweren Stunde nichts anderes tun, als die Entscheidung der Männer, denen jetzt ou Leitung der Staatsgeschäfte übertragen wurde, ln Geduld a.,zuwarten. — Das Berliner Tageblatt bemerkt: Es ist not- wenvlg, daß man in diesem Augenblick auf störendes Drein- öe F^ ld ^ t und nicht durch Ausbrüche seiner Leidenschaft, 9 ' .^^I^eiche Kritik, durch stactsmännische Ratschläae die ^usgaoe der Regierung noch mehr erschwert. Wie schwer diese Aufgabe ohnehin ist, empfinden alle, denen nicht völlig der ^inn für die Tragik solcher Entscheidungen fehlt. — In fcph,w n f! a S W es: ? lC neue Friedensaktion ist nicht unbedingt hoffnungslos. Im Gegenteil, man darf wohl erwar- ten, daß sich eme Verständigung, so schwer sie auch scheinen wag, heroeisuhren lassen muß. Der 3. Punkt der Wil orsck^en ulote ist bereits io aut wie pHphmf- 9 xL cn» 7 :.- bb. Me Koeuzzeitung faqt: Es m dos erst- Mo! daß auk ein Friedensangebot der Mittelmächte eine ni4 L nn™. 5.rcm ablehnende Antwort erfolqt. Deshalb liegt ke-ns eE?"Llr°'m^^ zu optimistischen dt/Zukunft zn ' ^ musisn unterjcherden zwischen den Antworten bÄ Ä §--°i>en?ang-bot und unser Waffenstillstand^anae" KLis.ssssür.'rsrnZs 8 -BiNKLYtzUSL Lk KSSiSr ol/ne ^Mlsfenstili'stand ^in^Derhandlnnqen^/in^utr^ten^^— ^Die ^ 00 J 505 ^rukiche Friedensangebot ganz anders beban^ a bhulvS vor weniqen Wock>en das österreichisch-ungarische dieser Auffastung Berechtigung. Wer aus ^'iswärti^en Blattern die öffentliche Meinung oder Stinimu7gsmache in der Union jowie in Enaland und Frankreich k^nne w"rde Wilson seine Unabhängigkeit und Selbständigkeit als bob"s Verdienst anrechnen. Natürlich seien wir noch sebr weit von lich^ e . s ^ ric ^ 3r ' schreibt das Blatt, näm. staden tmJrt'hMh! Nelch sein Besitzstand unter allen Um- ÄiÄTÄÄ EÄSrl*,'"*'!*' «->- Äffi« ur ^or qang in den Hintergrund aetreten, der in der varla mentor„chen Geschichte Deutschland- bishe'r wohl °hn/D°r- % LI\ bte Klärung, die der Retchstagspräsident ^J X denkwürdigen Sitzung vom 5. 10. im Anschluß an lont^h^^^??Eus der Mehrheitsparteicn abgab. ^ Cie lautete bekanntlich dahin, d^ß das-deutiche Ralf d^ch Me Mehrheitsparteien des R-Vaqes än den-" Mlritt der neuen Regienmq billige und sich zu eiqeu mack« A'Ärr ausdrücklichen Bestätigung der Nberetnltimmunq des 1° N-Echtigen Regierungsmaßnahme ^ urcht bedurft, denn die ne^e Reaieruna ist aus dem Mehrheitsparteien des Reichstages he^aeaan gen und kann nur in völliger UebereinstimTT'tkn^ bksbe^^deutschen Volkes bandeln. Wenn bich^r die damit festgelegte Verantwortlichkeit der Reich-- regierung der VolksvertreUmg gegenüber noch keinen iw-- fassungsmastigen Ausdruck gefunden hat, so ist dies ein- Ruch in England, dem Mutterlande des Parlamentarismus berubt das parlamentarische Reai-nun^--. system nicht auf geschwieöenen Berfassungspar^r.phen ?on derm auf der fortgesetzten Anwendung^Zeines^^ den^^ böchst»n Interesten des Landes als heilsam erkannten GrundPtes Reichstagspräsidenten offenbart indes-' sen, welch großen Wert der Reichstag darauf legte bei de n bedeutungsvoll,ten ersten Schritt der Negierung ausdrück bch da ten stelle zu übernehmen. Durch diele Erklärung hat ficf) der Reichstag und damit das deüffche Volk zum Mir Pen fllr dt? ciufrtchitpe und topsleu Au^hm des WMon scheu Propramms für die Friedenskonferenz qeumcht Sch ch«n Dorganaen gegenüber w'rd auch die feindlich« Dresse gepen che priedensmaßnabmen der deutlichen Rechsruna mit futem Gewissen nicht mehr die f° oft qehörte Aussicht ^ tend machen können, daß die Crklärunaen d.-r deutschen Re- pierunp keinen Wert Hallen, da sie ledlalich Meinnnnsä, ßerungen einer unverantmorllichen „outokrchischen" Reche rung, nicht aber den Ausdruck des DolkswiMns ".rstelleu. tffiro’ "etrT *s nf *r- Um um Za,... durch BwuUAna des FchA? oder"Kk! fcf « |cit Berteidiaung, dann müsse es Hamburg^ver,leitet TU. WUtere Stimmen aus Frankreich. SSlÜa MM-MZU richtlgkcit gebe und ohne Vorbehalt die Bedinau, sons angenommen habe. -oeoinguiigep Wil- ^ brutsche FriedrnZangshst !7deb b onoo^e^f 5 \f^ t S'~««‘-cf, heute da, ffriebc„ 5f c f)nfu ^r^ r ^ f D r ö [ I Ä , f M, bic ^ ’Ö? Schrlttes der Regierungen °°n Be" in und nn.r ^klleflammt war, zu dämpfen und zum Dnr^s -«MM-ssss MWSWS-SS geist und der Wid^st ^ 3ic ^ en - bis der Kampf. ^jssr* cr Note ist bereits ,o gut wie erledigt. Der 2. Punkt, der Waf- se.istill>land, ist zu einer weiteren Anbahnung des Friedens nicht unbedingt notwendig. Es bleibt also der erste Teil der ernste EckMierigkeiten machen wird. Elster wir hoffen/ daß der gute Wille aller Beteiligten sie lösen wird. — Der Vor- iraii^ sagt: Den ungeduldig Harrenden dürfen wir heute zw- rusen: Seid guten Mutes und voller Zuversicht! Nicht lange mehr kann es dauern, bis das Morden endet. Lin paar Rto. nale später, dann wollen wir uns in einer Welt wiederfinden die ihre Kinder nicht mehr für die Schlachtbank erzieht. Von dem Furckrl'aren. was wir er'ebten, werden wir uns inner- lsth befreien, wenn wir die Merzeugung aussprechen können: L>ar der letzte Krieg, Wlen, 10 . Okt. Im Abgeordnetenhaufe machte SrfS'ir/ Cr öl k un 3 der Ministerpräsident Hussarek offi- zielle Rcitteilung von der seitens der österreichisch-ungarischen A^rung an den Präsidenten Wilson am 4. 10. aerichteten Friedensnote i>nd knüpfte hieran folgende Aussührun^n Einen analogen Schritt unternahmen das deutsche und'das osmamsche 9ielch. Dieser neue, hochbedeutsanre Akt stellt sich °^^onlequenz ^ener ehrlichen und aufrichtioen Friedensbe L-'WLs' WaD0 ? bk Monarchie, von dem GrundgL "nL des VerLeldrgunZskrieges ausgehend,, stets beseelt war und miP 2l x l 1 ^ mit ^ ren treubewährten Verbündeten wiederholt Ausdruck gegeben hat. Insofern er aber nickt nS; ^ Vorschläge enthält, sondern eine von promt- nenter gegnerischer Seite gekennzeichnete Verhandlunas- gri'.nd age akzeptiert, ist er ein Beweis dafür, daß die verbündeten Machte jene Wege zu wandeln bereit sind, die auck nach den Manisestationen der anderen Seite tatsächlich zum Ziele zu fuhren vermögen. Ich w'll nicht vcrlen ien daß die Annahme jener Verhandlungen als Grundlage, obgleich vnd ™ k . m Wesentlich -1 längst zu eigen gemacht und sie von vornl-erem nur aufs wärmste begrüßen konnten manchen Einzelheiten neue Modiffkatlonen politischer tluffass inaen bedingt, an den.n die öffentliche Orientieruna aus rr.'erer Seite bisher festgeha Lm hat. Richtsdestowe,ligcr r l ^ r . öarau f' &Q& das Haus Cc:x neuerlichen Friedens, billigen und U)in dadurch namens der öite:reichisck>-n Volker jenen Nachdruck verleihen wird, dessen er bedarf, um \ n c / n ? r r^ cit ' m öer bic mündigen Völker der Welt ihre Zukunft selbst bestimmen, erfolgreich zum Durchbruch zu aelaii- gen. Der Kraft dieser Idee wollen wir ja auch unsere innere Friedensgestaltung anvertrauen, hoffend, daß auch hier aus der freien Selbstbestimmung der Völker ihr Zii- stcmmenwirken nach gemeinsamen Zielen hervorwachsen wirÄ b ? r ^"er, die in Mißachtung iuiscrer Söe- reltwilligkelt entgegenzukommen, einen rücksichtslosen Ver- nlchtungswillen enthüllen würde, hätte auf der Seite der verbündeten Mächte mit der unbeugsamen Entschlossenheit 4? ^)^e Ehre und ihren Bestand gemeinsam bis zum verteidigen. In diesem weltgeschlcktlickren Au- qenbllck dürfen w'r aber doch der Hoffnung Ausdruck geben daß der gesamten Menschheit eine solche furchtbare Eutschei-' düng erspart bleiben und daß sie aus der Zeit unsäglichen Leidens durch das Tor der Versöhnung, das wir weit aufge- macht haben, in eine schönere Zukunft hinüberfchreiten wird. Die Hetze tzer englische» BlSiter. WiffonsAntwort ist in London zu spät angekom- men, sodaß die Morgenblätter dazu keine Stellung mehr nehmen konnten. Die letzten Aeußerungen der Londoner Presse vor dem Eintreffen der Rote galten der Fortsetzung der Greuelhetze wegen der Zerstörung französischer und belgi- 6 * a . Me ' b'e den Deutschen zur Last gelegt wird. Man behauptet, diese Vernichtung, die man ohne weiteres als des wetteren VorrüLns der Verbündeten erkennt, /‘Js« C ^bn Beweis dafür, dH die neue Negierung Deutsch, sowenig wie die frühere die militärischen Macht- b ^ nf ^ U ß n Lonne. Die Times sagt in einem Leit° ^^el. Wenn die Feinde jetzt die Städte Frankreiclis und Belgiens ^rnichteten. dann müsie man es später doppelt an We?ln Sie Gegner m mMtn F.'O-'rr L rr Ätsst»* mmmmm ftätie nwt. ffimj ähnlich fclon blc'^rp!Si|fA,^XaC Das ,m Früher zwar wesentlich besser erha, «n qzwkn M als 6t. Quentin, jetzt aber wieder -oochenlanq den ^"aer angrkf-pen und dem Geschützfeuer der gÄÄlffiS *:fnSÄt •&t«SSfZ nuuftunn^u bewahren, liege in der rechtzeitigen Be. reit|cha,t ziim Beginn der Verhandlungen mit dem zum Frie.' den ohne Eroberungen entschlossenen deo.tsck)«n Volke ^ AsVsrftetze»dex Re->ier»»8;ro»ch?el i» ölirrre;-;, WTB. Wien, 10. Okt. Die M-?brmbl d-r ^ zeichnet ohne Kommentar die gestrige, in par!aine'utarffcheu Zersen ausgetretene Meinung von einer bevorstehenden Än §2 wurde von Bernina eines uaö AÜlkerbundLmlnisterluws np. sprachen, wobei wiederum Lammasch als Chef desselben op ' nanrt werde. Vielleicht werde die nächste aiÜ S C l e f ^älehuug bringen. Rach den Blättern *^1* « ^d-ratungen d-r Delegationsausschüsse anfangs nüchstcr Woche beginnen. Burian wird am Dienstak,' .k» HÄ, »mMittwoKlmA-NsL ungarisch«,, Au-schuL ^ r «rs 6 b-- r eineä £ ^ feä d°- Minister des Äußern etnkErufen würdet 2a Kaiier r» die AiiitörisHr» ZefehlshaLer. c 1X1 öer Nede des Reichskanzlers erwähnte fehl des Kaisers an die militärischen Befehlshaber ist der 2V4 Sufolpc mzw.s^n ergangen. Danach werden sich die kom.' mandlerenden Generäle in allen nicht rein militärischen An-- gelegenhetten, also namentlich auf dem Gebiete der Oö er prüf i ben t e p r ‘ U h ^ 6an ^ e } ^ GR ^ C ^ sich mit den S St Wird eine Einig,-nq in . Krieasminmer anrerufen werden der den Weisungen de» ReichskanL »» vreutzjsche Wahlrechtsgsrlage. der Reo'ierunv ber Mehrheitspacteien imb Si’äÄiss U°»ust.n„nen dürfte. Es ist.'tue Einigung llÄ cine rg » Reihe von Aendcrungen an den Beschlüsse, de, Äl>a» tenl^uses und des Herrenhauses erzielt oord-7 bürste dabei die A.iersznssai-sttmme fallen «ÄSSafÄtlSlj;; 'nr m - A&öä Der neue Kriegsminister. Di-wir hören. Ist der Krieg,Minister Genera! der °°n Stein auf seinen Wunsch ran seinem Amte als Staats, und Kriegsminister enth-b-n worden. Ei-ichzritip Th's des Feldartilleri-.Si-giments 33 ernannt Über seine weitere Verwendung ist «-stimmte» noch nicht getroffen, gu seinem Nachfolger «st der «h-f des «rtegsamtes, Generalmajor von Scheuch, unter BeiSide- rung zum Generalleutnant, bestimmt. R8ütr!tt des SIEattkks v-,n Eissk-LZtAruFen. bb Statthalter von Elsaß-Lothringen, Dr. von Dallwitz, hat, wie die „B. g.^ hört, die n rchgesuchte Entlassung von feinem Posten erhalten. Der Nachfolger ist zur Ze:t nicht mit Superhett bekannt. Man spricht in politischen Kreisen davon, daß entweder Untcrstaatssekretür Dienten oder der frühere Eta^tssetretür des Rcichswirtschaftsamtes und der gegenwärtige Oberbürgermeister von Stwßbura Dr. Schwader, ihn ersetzen wird. ö ' ©et (Scnftt Sozialisben-Kougreß und Elsaß-Lothringen. Die gestrige Sitzung des Sozialistenkongreßes in Senf war ziemlich bewegt. Der Kientl-aler Blanc erklärte daß er die nnlitarifche Kritik vermeiden werde und führte feme Grunde dafür an. Der Delegierte Bouronnieur wart den Sozmlisien vor daß sie zugleich für Krieg und Frieden seien. Bezüglich Elsaß-Lothringens stellte er fest, es gebe ffnugPUitz in Frankreich für die Bevölkerung, fodaß die ä£s„; 5 " n »+ n «*“ ilm Bas ging es tu letzter Zeit? Don militärischer Seite schreibt man uns: Das Frie- oensangebot, das die neue deutsche Negierung an den Präsidenten der Vereinigter, Staaten gerichtet hat, hat vielleicht bei dem einen oder anderen weniger nervenstarken Menschen den Eindruck hervorgerufen, als wäre die deutsche Front nicht mchr so widerstandsfähig wie bisher. Wenn wir auch denErnft des Augenblicks erkennen müssen, so ist es notwendig, einmal nci) o.e t>rage vorzulegen, was un)ere Gegner eigentlich in den vergangenen Wochen erstrebten. Man wird wohl keine andere Antwort finden, als die, daß sie alle zusammen die Vernichtung der deutschen Armee unter allen Umständen gewollt haben. Es ist der große militärische Erfolg der eben gegangenen Wochen, daß sie den Feinden diese Ab- 'licht vereitelt haben. Wenn die Pläne gelungen wären die S Q sJ selten unserer Feinde gehegt hat, so wäre es vielleicht der politi,chen Reichsregierung garnicht mehr möglich gewesen, das Friedensangebot zu erlassen. Der Plan der Vernichtung wäre durck-geführt gewesen, zum mindesten wäre er unm'.nchiebbar gewesen, wenn Frankreich, England und Amerika ihr Ziel erreicht hätten. ' In jedem Augenblick dieser großen Kämpfe hat es sich darum gehandelt,, den feindlick)en Durchbruchs versuch zu ver- o!* e *? lc P ei !*^ c Oberste Heeresleitung hat im Juli und Uugust kampfend den Rückzug auf die Siegst iedstellnng durch, geführt. . Nachdem diese Operationen durchgeführt" waren, haben wir m der Champagne und an der^Maas unsere Limen ollmählich zurückgenommen. Beachtenswerte große Erfolge hat der Gegner im Verlauf dieser Kämpfe zweimal errungen. Wir wollen sie ihm nicht streitig machen. Es waren das der 18. Juli und der 8. August. An diesen beiden Tagen hat der Gegner mit großen Massen von Truppen und Material unsere Verteidigungstruppcn angegriffen. Aber jchon m allerkürzester Zeit war die Lage wieder ausgeglichen. Naturgemäß hat der Verteidiger bei solchen Kämpfen Verluste an Gefangenen und an Material. Die Truppen des Angreifers aber erleiden starke blutiae Verluste. Wahrsck-ein- lich haben unsere Gegner in den letzten Kämpfen unaefähr .ebensoviel Gefangene gemacht, wie wir im ersten Teil des 'Jahres. Praktisch genommen aber, ist der Erfolg der beut- [fc^en Truppen viel höher einzuschätzen, als man schlechten tut. Es ist unseren Truppen gelungen, alle generischen Angriffe zu vereiteln. Vor allem handelt es sich um die An- griffe, die auf den Durchbruch abzielten. Greifen wir die Kämpfe in der Champagne und an der Maas heraus. Lange bevor der feindliche Anariff erfolgte hatte die Oberste Heeresleitung die Näumung der vordersten Streifen angeordnet. Es war befohlen worden, bei beginnendem Trommelfeuer jene Linie oufzuaeben. Dos ist auch geschehen. Nach einem Anfangserfolg setzte der Gegner 10 Tcme lang in der schärfften Form seine Angriffe fort^ In Achten Wellen stürmte der Amerikaner mit vielfacher ttber- ^macht gegen die deutschen Divisionen an, trokdem war ihm der Erfolg versagt. Ec warf seine besten Divisionen in den .Kampf. Am 4. Oktober wogte er noch einmal den Dnrch- vruch. Diesmal hatte er sich besonders weile Ziele gesteckt Em Befehl des Generals Pershing forderte am 4. Oktober das Legen von Fernstrechlinien bis halbwegs nach Sedan. All diese Pläne sind zu Wasser geworden. ^Der Gegner konnt- tediglich an einigen Stellen unsere Linien um Einiges ein- rmcken. wodurch wir hin und wieder Nachbarabschnitte zurück- nehmen mußten. Seit dem 6. Oktober aber ruht auf diesem Gebiets die gesamte Kampftätigkeit. Noch ist es ungewiß, ob «der ,lsemd h.er überhaupt abbaut. Vielleicht sucht er eine neue Stelle der Gesamtfront, um dort seine Angriffe zu beginnen'. bl l r L er ^ Cr Fortsetzung der Kämpfe und zwar Mit schweren Kämpfen rechnen. Was den Balkankriegsschauplatz anlangt., so scheinen nirgends mchr bulgarische Truppen Widerstand zu leisten. Die Franzosen rücken in Serbien langsam vor. während die Serben natürlich erheblich schneller arbeiten. Die serbischen Tri-ppen haben bereits Lestovac erreicht. In Albanien zielzen sich die ösierreickisch-ungarischen Truppen weiterhin zurück C? erweckt den Anschein, als ob die Ententetruppen die west- me Grenze Bulgariens respektiert haben. An der Küste des jflqalfrfven Meeres müssen wir damit rechnen, daß die Engländer und die Grieckien über Drama hinaus Vorgehen. Es ist nick't ansgeschh.ssen. daß feindliche Truppen in den Dardanellen oder im-Meritzagebiet gelandet werden. Ter deMze MMHerW. Berlin. 9. Oft (Amtlich.) Abends: An der zwischen Eambral und St, Quentin haben wir rt-ck^rttae S!>?"adisch-FIandern grenzenden westlichen -reile Belgiens macht es notwendig, daß die Regie- rung auf die Euentualitäten, die daraus für unser Land entstehen können, Rücksicht nimmt. Wenn fremde Truppenteile emes der beiden Knegführenden oder beide unsere Grenzen uoerichrciten sollten, so legt uns das Völkerrecht die Pflicht auf ste zu. internieren. Auch besteht die Möglichkeit, daß wieder eure Anzahl Flüchtlinge bei uns Gastfreundschaft fit* q)en wird, m welchem Falle die Behörden in der Lage sein müssen, die nötigen Maßregeln zu treffen. Die Regierung l>at sich deshalb, um iiber genügend Truppen zu verfügen genötigt gesehen, die gemeinen (methodischen) Urlaube und besonderen Urlaube von kurzer Dauer für die in Seeland stehenden Truppen aufz-cheben.. Sollte sich die Notwendigkeit ergeben, auch für andere Provinzen oder überhaupt in weit- gehendem Maße zu einer derartigen AuHebung der Urlaube uberzugehen, so wird der Befehl dazu erteilt werden. Ein trauriger Gesell, wer nach den vier Jahren ungeheuren Voübringens unseres Voltes, t>L in allen Zeiten hinein em großes Leuchten sein werden, den Kleiiiinut in seine Reihen trägt und damit unserm herrlichen Heer in den Rücken fällt. Das Bündel deutscher Pfeile ist unzerbrechlich, solange es nicht selbst sich löst. Es gibt nur eine Losmrg — Zusammen stehen und Weiterkämpfen zum endgültigen Siege. Aach unsere Kriegsanleihen sind ein Teil dieses Kampfes, der über unseres Voltes Zukunft entscheidet, und in diesem Kampfe darf keiner fehlen, ob er Waffen trägt oder den Arbeitsrock. H a v e n st e i n, Präsident der Reichsbank. Aus RMlMtz. Volschewistifcher HeercsöerlchL. WTB. Moskau, 10. Okt. (P. T.-A.) Am 7. 10. um 8 Uhr abends wurde Samara von unseren tapferen Truppen eingenommen, die mit Jubel von der Bevölterung begrüßt wurden. Roch vor der Einnahme der Stadt hatten sich die Arbeiter gegen die Tschecho-Slowalen erhoben. Die Siegesbeute, die unseren Truppen in die Hände siel, ist ungeheuer und läßt sich im Augenblick auch nicht annähernd überblicken. Damit ist auch der letzte Stützpunkt der Gegenrevolution unter den wuchtigen cochlägen der Roten Armee gefallen. Jetzt ist das ganze Wolgagebiet in unseren Händen. Jetzt werden wir das für das junge Sowjet-Paßlanb so nötige Brot erlarigen. Wie die Volschewrsten sich rächen. DTB. Petersburg, 10. Ott. Die Presse meldet, daß im Plenum als Antwort auf die Ermordung des Mitgliedes der außerordentlichen Kommission Iegoroffs/welcher aus dem Pe- tersbi'.rger Sowjet abtonunandiert war und für den Überfall auf den Gefüngnisauffeher 230 Geiseln erschossen sind. ^ WTÄ. Rach einer Reutermeldung aus Petersburg ist der rühere Ministerpräsident Trepow am 2ö. 9. erschossen worden. Aus WMdmMlMÄ. Elberfeld, 10. Okt. Hier * gelang es der Polizei nack- langen dcachsörfchungen einem Saca-arinschwindel auf die Spur zu kommen und als Bete'.ligte 2ö Personen zu ermitteln, von denen drei Haupttüter verhaftet worden jind. Die geheime Süßstofffabrit lieferte Kilopatete, die aus Zucker und Natron bestanden, unter Beisteurung von 5 Gr. kristallisierten Süßstoff. „ Barmen, 10. Ott. Die in den städt. Kriegsküchen beschäftigten Frauen fiixb in eine Lohnbewegung eingetreten. Sie fordern Erhöhung ihres Tageslohnes von 2,40 Ji auf 4Ji minde-ßens täglich. Einführung des Hamburger Systems und Zubilligung der städtischen Teuerungszulagen. Ein Ausschuß wird diese Forderungen der Stadt gegenüber ve - treten. Neuß, 10. Okt. Ein La,:dwirt von hier wurde, weil er eine Schrotmühle zum Zerkleinern von Getreide benutzt, ferner Getreide verfüttert und zwei Schweine und ein Kalb heimlich abgeschlachtet halle, in eine Geldstrafe von 1600 Ji genommen. Ein Gärtner, der Kartoffeln unter Uberschrei- tung des Höchstpreises unberechtigterweise verkauft hatte, verfiel in 600 Mt. Strafe. Auch muß er den übecerhobenen Preis, insgesamt 890 Jl, ausliefern. LlHeydt, 10. Okt. Ein hiesiger Schuhwarenhändler wurde, weil an im Schaufenster ausge>1ell!en Schuhmaren die Preise nicht angebracht waren, von der Siraflamucer mit 100 Mark Gelbjirastz belegt. f 10. Okt. Die hiesige evangeNsche GMMyK' eÄÄ*' C T protze rheinische Zeitung anzu kaufe n^ums§ winnen.^'^^^chen evangelisches umd kirchliches Blatt zu oU cm Zwei Männer in einer Wirtschaft die Wirtin^ l k CCI ^ ec * Q ^ Iten mit Papiergeld, so daß cnv i f! r l in ^ um wechseln herausqehen mußte. Als sie die llber li voo^I Schränke, wobei Ihnen “ ™ in die Hände Helen. Alz die Frau wieder zu sich kam, waren die Gauner verschwunden. ^0-Okt. Die Rheinischen Stahlwerke in Mei-- derich gewahrten ihren Angestellten ein doppeltes Gehalt und L^m n°ch eme Teue-un.zMoge von^ehrerMndert m. zwecks Deckung des Wmterbedarfg. Auch die Lütte gegenzukommen.Angestellten in diese? Weis?ent. - Essen io. Okt. Gestern morgen y, 6 Uhr ereianete sich Ä fescher Weichenstellung am Di-morckplatz chn Stra. bcc starker Wogenbeschüdi» ^ng ,fia;rte Die Fahrerin und 6 F-chrgäste sind schwer verletzte 9rö6ere ^ äÄÄ Ä i SSSWKS 5 Ehemann, der in Rußland kämpfte, de^ R^bentod gestorben ser. Eie beantragte die Heimfül-rung der Leiche und ließ die Bestattung in der Heimat vornehmem In der Zwischenzeit bot sich der Frau, die außer für fick auch für. fünf Kinder zusorgen hat Gelegenheit zu einer guten Heirat. Jetzt, nachdem sie die neue Ehe bereits einae^ , cc . !}IpI t ^ r c . aus Warschau eine briefliche Mittei- }ffi? 3 t0 ri C9 C!U i te P er ^ ten Cannes, worin dieser mit- e . r f f 1 ^. in Gefangenschaft befunden habe, jetzt auf Tagen L M Ä Herne, 10. Okt. De! einem Einbruch in die Firma M. Gans wurden Konfektion. Seidenstoffe. Blusen. Anzüge usw. im Werte von über 32 000 JC erbeutet. . ^31 ^0- Oft. Nachts nahm die Polizei in dem Haus Uhlandstr. 19 eme Haussuchung vor. Hierüber be. trat unvermutet^ der der Polizei als Einbrecher bekannt- Metzger Napierer das Haus und feuerte auf die Beamte mehrere Revolverschüsse ab. Der Polizeiwachtmeister Echlös. sei wurde von 2 Schüßen getroffen und schwer verletzt. * r ?5S a ^ ia r? a ' 5 öur Zeit hier in Garnison liegende Ersatzbataillon des Infanterie-Regts. Nr. 15 wird unsere otabt demnächst verlassen und durch ein Bataillon des In, fanterie-Reglments Nr. 16 ersetzt werden. ^ ar Okt. In Marburg gab es nach einem Surm W a>fc U ^f k>as der Vertreter Hägens zu' { 5 das Pfund ankausen wollte. Dies mußte unterbleiben, da die Ausfuhr-Erlaubnis nicht erteilt wurde. Wenige Taqe darauf, konnte man hier Fallobst für 1,50 bis 2L0 Mark dos Pfund kaufen. Auch von der Reichs-Obstftelle ist der S^adt bisher die Heremholung größerer Posten Obst, die- ihr tn die Hand gegeben sind, verweigert worden. M"nden, 10. Okt. Wie hier verlautet, soll Bürgermeister Dr. Overhues das Amt eines Unterstaatssekretärs anqeboten, worden fe'n. a Aus der Soester Borde, 10. Okt. Die Kartoffelernte^ ist im vollen Gange. Die Spätkartoffeln liefern durchschnittlich einen befriedigenden Ertrag, besonders auf Sand- und/ hochlieaenden Lehmboden, während sich auf nassem Kleibo-i den infolge des vielen Regens tm August und September mchr oder weniger kranke Kartoffeln zeigen. Recklinghausen, 9. Okt. In-einer Sitzung des Kreis, ausjchusses der Kriegsbeschädigten für den Landkreis Reck-' Ahausen wurde mitgeteilt, daß im vergangenen Jahre 3803 Kriegsbe chadlgte überwiesen wurden. Davon cur» Den 3034 im alten Beruf wieder untergebracht. Im Kreis, begehen 23 Derufsberatungsstellen. — In einer Sitzung; de- Wohnunasavsschußes des hiesigen Beam.renoenins wurde nach einem Vortrag des Direktors Dormorock (Münster) ein „Beamtenwohnungsverein Recklinghausen, e. G. m. b. S." gegründet. ' Münster, 9. Ott. Eine große Zahl westfälischer Jung--.' mannen war von Mitte Juli bis Ende September in deck besetzten Gebieten von Nordfrankreich mit Erntearbeiten^ beschäftigt. Vor ihrer Heimkehr besuchte sie der deutsche Kronprinz. Er hat nunmehr an den Oberpräsidenten Prinz Nattbor folgendes Telegramm gerichtet: „Euer Exzellenz freue ich mich mitteilen zu können, daß ich heute die Jung, mannen Westfalens, die im Bereiche der Ersten Armee treue und fleißige Arbeit geleistet haben, habe begrüßen können.. Die famose Haltung der Iungens und ihre Stimmung geben! mir die Ueberzeugung, daß wir auch für die Zukunft auf^ Deutschlands Jugend und ihre Tüchttgkeit rechnen könnend tx. i°: Okt. Am Schlüsse der Immatrikulation * (5. Oktober) sind tn die Matrikel der Universität 3260 Studie.I renöe eingeschrieben, unter denen sich 325 Frauen befinden. Zu dreien kommen noch 103 Gasthörer hinzu, so daß die Ge- sämtzahl der Berechtigten 3363 beträgt. Im Vergleich zum 1017=18 ist ein Zugang von 397 und zum Sommer 1918 em jolcher von 193 Studierenden zu verzeichnerr. Hannover, 10. Ott. Die städtischen Kollegien hatten beschloß en, das von der Stadt angekaufte Grundstück Seelhorststraße 32 dem Feldmarschall v. Hindenburg aus Anlaß seiner 71. Geburtstages als Eigentum anzubieten. Adrs aller Welü , Berlin 10. Oft Trotz lebhafter ErinIttlungstLttgkett; wnnte bisher der «in 25. September vermutlich vor bem -msgeübte Diebftalü eines -/. Zentner schweren ^°s1?/rtsockes noch nicht anfgcdcckt werden. Inzwischen veröffentlicht die Oberpostdereition Berlin im „Reichsanzei- gor" die Nummern der abhanden qekommenen Effekten öfe cmcn ©efamtbotcag von 70 atiilionm Mark barstelün. Außer barem Geld- enchtelt der Posffack für 60 450 000.it' unverzinsliche Neichsschatzfchekne und über 00 000 Mar! Cr- ' IMS. ' Vorsicht rst drr bessere TeN. > Der Bräungam bespricht mit der Braut die Veior-aun- Be "ul C3 s r Cn .Vom Standc-amr.' saqt er, »fährst du nach Hause, und wLl)rcnd tm dich umkleidest, fahre Ich erst zu P°i>o wegen der Mitgift und dann zu^ Photographen wegen eines Bildes für den Vak *ur fmdv Seitsreise!- - „Weißt du. Liebster,- wirst „bumit dein Bild auch recht ähnlich wird gche doch lieber zuerst zum Motozrap'.)c>U' ^ Drr Kandrsverelrr Ober Hessen dev Dentschen Uaterlarrdspartet hat sich für die Stellungnahme der Hauptleitung d r Deutschen Vaterlands Partei zu der gegenwärtigen polt' tischen Lage erklärt. Die Stellung der Hauptleitin g ist in folgender Entschließung zu erblicken: „Die Deutsche Vaterlands-Partei erblickt in d c BerhandlungSgrundlagk, die die Negierung anzuneh men sich bereit erklärt hat, das notwendige Ergebnis einer schwachen und zi Hofen politischen Leitung seit Beginn des Krieges. Die Deutsche VatcrlnndSpartei hat seit ihrem Bestehen diese Politik auf das Leb* Hafteste bekämpft, leider ohne Erfolg! Jetzt sehen wir unS einem Scheute gegenüber, den wir als Tatsache hinnehmen müssen und nicht mehr ändern können. Wir halten cs aber für unsere Pflicht, schon sitzt auf die furchtbare Gasuhr hinzuw/isen, in die wir uns begeben würde», wenn wir durch itnetf Waffenstillstand England und unser n Übrigen Feinden die ersehnte Möchttchkeit geben, sich neu zu vcrsorgrn, und uns w wehrlos machen würden, bevor wenigstens eine Gt und läge der Verhandlungen ststgelegt ist, die Ehre, Bestand und Zutuns! des deutschen Volkes wah t. Uns aber und allen G> sinnuligögcnossen erwächst die heilige Pflicht, mit äußerste Kraft alles zu tuu, um doü deutsche Volk zur Erkenntnis der ihm drohenden Gefahren zu bringen und. wenn nötig, zur höchsten Wider- standskraft gegen unsere Feinde auzuspocncn. Nur dann, nur, wenn unsere Feinde eine solche Gesinnung im deutschen Volke erkennen, kann es noch gelingen, statt einer schmad vollen, unsere Zukunst zcrtrümmer- den Unterwerfung einen ehrenvollen Frieden zu eo reichen". O Uorstcht bei Giferrbahnfahrtcir. In letzter Zeit mehren sich die Fälle, in denen Eisenbahnreisende infolge deS bei den meisten Zügen herrschenden starken Andrangs beim Ein und Ausstetgen zu Schaden kommen. Täglich muß beobachtet werden, daß die Personen dicht zusammengcdcängt auf den Plattformen und auch auf den Trittbrettern der Wagen stehen, ohne sich oft an einem Handgriff festhallcn zr/ können. Auch v r- suchen ständig Neisende den schon in der Fahrt bcarlf» fcnen Zügen nachzueilen und aufzuspcingen. Im Hin blick auf die hierdurch entsteh nde große Gefährdung der Passagiere, die im Winter in erhöhtem Maße u muß immer wieder darauf hingewicsen werden, alle entbehrlichen Netsen zu vermeiden, auf Reisen selbst aber die größte Vorsicht zu beobachten. Der g e we rbsnr ei stige Schleichhandel io- wie oic Schleichversorgung mit G e treibe und Kartoffeln, d. h. der unberechtigte Auskauf dieser Früchte durch Verbraucher M den Erzeugern hat in diesim Jahre einen Umfmist erreicht,- der drc Abliefe- rungLverpflrchtuug .der Komlnunaiverbände aus das Ernsteste gefährdet. EL besteht die Gcfah-, daß bei einer Fortdauer nicht nur des gewerblichen Schleichhandels, sondern auch der Schlcichversorgung die be stehende Mehl- und Kar off.-lration, deren Duechhalten int 5. Krtegsjahre das wichtigste eenährungsmirtschaft ltche Gebot bedeutet, ernstlich bedroht wird. Aus diese Gefahr nnd ihre unvermeid'.tchen Folgen, deren Trag weite gar nicht ernst genug bewertet werden können, muß wiederholt mir dem größten Nachdruck hingewtestn werden. Sowohl die NeichSgetreide- als auch die Niichs kartvffelstelle lassen die Kommunalverbände schon heute nicht lm Unklaren, daß sie ihre Ansprüche an die Koni muna'vcrböndc aus Rücksicht aus solche BeUuste durch Schleichhandel und Schleichveisvrguug in keinem Falle mindern könne«. In erster Linie darf die landwirt- schasiltch tätige Bevölkerung darüber nicht im Zweifel gelassen werden, welche Gefahr sie selbst bedroht, wenn eine die Erfassung der erforderlichen Mengen beein trächtigende HerabUtindc'.nng der Vorräte notwendiger Weise zunächst zu einer Herabsetzung der Kopfquote der Selbstversorgung führen müßte. Jeder Erzeuger hat daher an der Bekämpfung dieses Nebels das dringendste Interesse. Auf der andern Seite müssen auch die Verbraucher mit allen Nachdruck auf die Gefahr aufmerksam gemacht werden, die durch jenes unverständige und eigennützige Hamstern herbeigeführt werden können. Mehr Haferrralirimg Für das laufendr Wirt« schaftsjahc stellte der ^tnatßfäftetci-* eine verstärkte Her stellung von Hafecnähcmittekn 1, Aussicht. ** Das Ergebnis der Kmibber-jammlirng im V- e.ch- /> - 18. ?! beträgt 6^00 Z nIr.ft. J'tzt kommt die ''.'ch-ck'^cujammlung au deNih', von deren forgfältiglr Vo:lusliluns und dinckstöh-'U'g a^'u sich Uly OM vn spcickil. Füe dos Kilo Buch ffitn werden 1,6') Mark v cgütet. " * Kad Uanheim. Das Gieß n r Schwingericht vcru> teilte d>n 24 jährigen FtiranzanltSgehtlst n Hugo Moeitz Von hier w-'gel« VekbcechcnS im Arm. zu 1-h Monat u Gefängnis. Der Angeklagte hatte ourch Fast jungen derLobnlisi n für die htesi^ri Fo> st rbeitec irn Laufe vo.t zwei Jahren etwa 20000 Macl unter. fdi J a .i und das Geld m!t „Damen" in hiesig« n nnd Frankfurter Weinkucip-n veipcaßt. Dem An,u.'klagtrn wi: i' - mildernde Umstände zugebilltgt, insosein, als fast jde Konteollc über scinr Abrechnungen fehlte'. BekanntmaÄnng. Arachtstückgüter werden am 10., 11. und 12, Oktober 1918 von Stationen des Direktionsbe- zirks Frankfurt (Main) zur Beförderung nicht angenommen. Die außerhalb dieser Sperrtage gültige Freiliste für den Stückgutversand ist eingeschränkt worden. Nähere Auskunft erteilen die Auskunftsstelle für Güterverkehr, Frankfurt (Main), Hohenzollernplatz 35, sowie die Güterabfertigungen. Frankfurt (M), den 8. Oktober 1918. Königliche kisendadnMekliorr franMiirt (Main). Minna Körners Schule für liöiieres Klavierspiel Theorie der Musik und Vorschule Giessen, West-Anlage 48. Anfang des Winter-Semesters 1918/19 Montag, den 14. Oktober. Die fürforgmrmiuiungsftelle für erwerbstätige Trane* und Mädchen. — —l— Äestanlagr r> . bietet Frauen und Mädchen unentgeltlich Auskunft nnd Beistand in häuslichen und persönlichen Angelegenheiten, sowie Beratung bei der Wahl der Beschäftigung. Mutter- mid 5äug1ingckcl)lttr. Wdeckürlofg-. 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