Bezugspreis SO yfg. monatlich vierteljährlich 2,40 Mk., vorauSzahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,80 Mk. — Erscheint Dienstag, Donnerstag u. Samstag. — Redaktionsschluß früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gießener Zeitung", Wietzen. ÄAZeMnpreis 24 psg. die 44 mm breite PetitZeile, für Auswärts 36 Pfg. Die 90 mm breite' Reklame-Zeile 100 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des ZahlungL- 'ieles (30 Laach, bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorfchriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gictzencr Verla^sdruckerei, Albiu Klein. S x p e ö f t i 9 n : Südanlage 21 . Ar. 8V. Telephon Nr. 362. Samstag, dm 5. Oktober 1918. Telephon Nr. 362, 31. Jahrg. PriVZ Max vs« BnHsrr deutscher Reichskauzler. DemoIraLisiernug des deutschen RegisrZmgssyfterns, dis MehrheitsparLeierZ KM Ruder. ätöNig FerSinaAd vsm BnlgarieN abgedknEL. Neue DnrchSrKchsvsrsUchs geschsiLert. ' KiWzlerwech?cl. Berlin, 4. Okt. Eine Sonderausgabe des Rrichs- anzeigers macht bekannt, daß der Kaiser und König dem Retchskanzer, Präsidenten des Staatßmintstertums und Minister der Auswärtigen Argelegenhetten 5!)r. Grafen von Hertling die nachgesuchte Entlassung ouö seinen Aemtern unter Verleihung des OrdrnS vom schwarzen Adler erteilte und den Prinzen Maximilian von Kaden znm Reichskanzler, StaotLmlnister und Minister der Auswärtigen Angelegenheiten ernannte. Ein Friedensschritt Hollands? * Genf, 4. Glrt. Der „Temps" meldet, daß die Perbnudeten über? einen Friedens-Antrag einer neutralen Macht verhandeln, der am 2. Otztodrr eingrgansen fei. maankung Honig ?crfliria!t«!$. Sofia,. 4. Obi. (W. 23.) König Ferdinand hat gestern zu Gunsten seines Sohnes Boris abgedankt. König Boris hat gestern die Negierung angetreten. Jltnüicfee üemsche QgrMricdie. wlb. Großes Hauptquartier, 3. Okt. 1018. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppen Kronprinz. R r: p p recht und Boehn. In Flandern wurden feindliche Angriffe nördlich von Htadeu, nordwestlich und westlich von Noesclare abgewiesen. Wir machten hierbei etwa 200 Gefangene. Ebenso scheiteeteN' am Abend Tülangriff'e L.s Gegners beiderseits dev Straße Z)pcrn— Menin. Armcntiereü und Lens wurden in der Nacht vom 1. zum 2. 10. kämpf los geräumt. Wir bezogen rückwärtige Stellungen östlich ...------------- dieser beiden Städte. Der Feind ist im Laufe des Abends teilweise nach starker ArUllcric Vorbereitungen auf verlassene Stellungen über die Linie Flenrbaix—La Bassee —Hulluck gefolgt. Vor Cambrai ruhiger Tag. Teilanqüffe des GegneiS aus d> c Schcldeniedecung der und südöstlich von Rumillh wurden abgewicsen. Stärkere Angriffe und Vorstöße gegen unsere neuen Linien nördlich und südlich von St. Quentin scheiterten. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Südwestlich von AniZY !e Chateau und nördlich von Filain schlugen wir Teilangnffc dcs Gegners ab. Schleswig-holsteinische Regimenter verteidigten ihre Stellungen auf dem Rücken des Chemin des Damcs gegen starke feindliche Angriffe. Vorfeldkämpfe vor unseren neuen Linien nordwestlich von Reims. Der Feind stand hier am Abend in Linie Chandardcs—Cormicy und dicht vor dem Aisnekanal. — In der Champagne setzte der Franzose mit starken Kräften seine Angriffe östlich der Suippes gegen St. Marie ä Ph sowie zwischen Somme-Ph und Monthois fort. Oectltche Elnbruchstellen südlich von Orfeuil wurd.-n in Gegenstößen verkleinert. Auf der übrigen Front sind die Angriffe vor unseren Linien gescheitert. Auch beiderseits der Ais ne und irr den Avgonncn blieben Teilangriffe des Feindes ohne Erfolg. Der Erste Gencralquartiermeister: Ludendorff. • • Berlin, 3. Okt, abends. Heftige Angriffe des Feindes nordwestlich von Roeselace und auf breiter F ont nördlich von St.Quentin und in dexChampagns sind unter schweren Verlusten für den Feind gescheitert. . * wtü. GroßesHauptquartier, 4. Okt. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. In Flandern giiff der Feind mit starken Kräften Zwischen Hooglede und Roesclare an. Beiderseits der Straße Graden—Roeselare drang ec in unsere Linien ein. Bayerische und rheinische Truppen warfen ihn in schneidigem Gegenstoß wieder Zurück und machten hierbei etwa 100 Gefangene' — Vor Cambrai nichts neues. Teil- kämpfe südlich von Aubencheul und bei Proville, in denen 70 Gefangene eingebcacht wurden. H eereLgruppe Boehn. Auf breiter Front zwischen Le Catelet und nördlich von St. Quentin setzte der England c erneut zu einheitlichem Dmchbruchsversuch an. Beim etstrn Ansturm gelang es dem Gegner, Le Catelet Zu nehmen, bis Beaurevoic und Montbrehain vorzustoßen und in Seque- hart einzudringen. Beiderseits von Le Catelet warfen wir den Feind wieder in und über seine Ausgangsstel- lungen zurück. Teile der Resirve-JnfanLeriercgimenter 90 und 27 unter Major Goder, Rittmeister Frhrn. v. Wangenheim und Oberleutnant Slenner sowie Batterien des 2. Garde-Felda?.tillertecegiments und des Feld- axtillertcregimenls 208 zeichneten sich hierbei besonders aus. Beaurevoir wurde wiedcrgenommen. Umfassend an- qesetzwr Ang iff sächsischer, rhelnischer und lothringischer Bataillone brachte uns wieder tu den Besitz von Mont- brechatn. Slquchart blleb nach wcchselvollem Kampfe in Händen des Feindes. Am Abend folgten starkem Feuer südlich von St. Quentin feindliche Angriffe, die vor unseren Linien scheiterten. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Auf dem Rücken und an den Hängen des Chemin des DameL dauerten die heftigen Vorpostenkämpfe auch gestern an. Stärkerer Angriff der Italiener wurde abgewiesen. An der neuen Aisne- und der Kanalfront nordwestlich von Reims stehen wir überall in GefechtS- berühcung mit dem Feinde.— In der Champagne griff der Franzose mit teilweise frisch eingesetzten französischen und amerikanischen Divisionen auf breiter Front zwischen der Suippes und der Aisne an. Seit Beginn der Schlacht östlich d r Su'ppes und bei St. Marie ü Ph im Kampfe stehende westfälische und Jägerregimenter schlugen auch (Fortsetzung auf der 4. Seite.) 0 ^ -'7 V • verwürfen und Versteigerungen aus j j Befänden der leeres- und Marine- vevtvüinv.ui, cue für szwecre nrcyt ||E Vi/I. 4 V " »UU tiJi t J1 1 den, ka NN die Geldes C i. ‘■'•.in.,-;, 1 >n i, i» *» » Lw/ y . V •»■ gab e von gelei nt r .'Ci den. D kfc Oo r schuft auf alles, iDus ",ur - Hbtu an die feei wird, vti^o insbe | onc ere auf p zeuge imb ^cl \j c * db a h n g ^ >:e Levowerung lokomotiven und dtraftfahrzenge nebst Zubehör; Futtermittel und sonstige Vorräte; landwirtschaftliche Vsta sch inen und Geräte sowie VerkMg; ^abrikeinrichtun-gen mir den zu- gehörigen n und Geräten; '-Vsen, Stuhl und ändere Metalle; Solz und sonstiges Bau- ^ Rohstoffe aller hört. Käufer, welche die Bezahlung in Kriegsanleihe leisten, werden bei sonst gleichen Geboten bevorzugt. Die Nricgs- anleihe wird zum vollen Nennbeträge angc- rechnet und bis zur Höhe des Kauf- oder ZuschlagpOifes in Zahlung genommen. — Als Kriegsanleihe in diesem Ginne gelten sämtliche 5')sigen Gchuldverschreibungen des Reichs ohne Unterschied sowie die seit der 6. Anleihe ausgcgebenen 4'/r % igen auslösbaren Schatz- anwersungen. Also: Niur die Kriegsanleihe, nicht der Besitz baren Geldes, bietet Sicherheit dafür, daß der Landwirt und der Gewerbetreibende das, was er braucht, aus dein freiwerdenden Nriegsgerät erwerben kann. _ Bulgariens; Aö'üll. TiCÜj kann man nicht mit Sicherheit fernen', cb Vulg'- rien wirklich sich von den Mttelinmhtcn losfnqrn uivö, indessen, die Wahrscheinlichkeit, das; dies schließlich dock) ge- schicht, ist groß. Die Gründe, die Bulgarien zu solchem Schritt, der sehr leicht der 2lnfang des Selbstmords sein kann, veranlaßt" haben, sind innnerhin zu übersehen. Eie waren uns auch seit langem bekannt, und da nun müssen wir schon sagen, daß wir es nicht recht verstehen, noch gar billigen tonnen, daß dem deutschen Volk verschwiegen worden ist, wie dort unten auf dem Balkan sich ein Vorgang cinstellte, dessen Auswirkung unter allen Umstünden auf die weitere Entwicklung des Krieges von größter Bedeutung sein muß. Das deutsche Volk hat doch nun wirklich bewiesen, daß es allen Eventualitäten kalt ins Auge zu sehen vermag. Da hätte man ihm ruhig sagen können, was man wußte? daß ,nämlich Bulgarien unter dem Druck mannigfacher Nöt* «ichr als kriegsmüde geworden ist und daß es darum die Waffen sinken lassen möchte. Wir wußten, daß es von jeher in Bulgarien eine an Köpfen immerhin beachtenswerte Partei gab, die gegen das ' Zusamengehen mit den Mittelmächten war. Daß diese Partei in Anbetracht der Rückverlegung der deutschen Wc,t- ,front und unter dem Druck der eigenen militärischen Niederlagen auf die bulgarische Negierung so einzuwirken vermochte, w-ie das schließlich geschehen ist, ließ sich mit einiger Wahrscheinlichkeit errechnen. Ob durch entsprechende Vorsichtsmaßregeln und bestimmte politische Unternehmungen solchem Treiben entgegengearbeitet hätte werden können, wollen wir nicht entscheiden, aber es ließe sich doch immerhin vorstellen, daß Lei richtiger Initiative das Erforderliche zu vollbringen gewesen wäre. Nun müssen wir uns bescheiden. Bulgarien wird ans seinem Abfall — wenn es dazu kommen sollte — keine Vorteile ziehen. Die Friedensbediingungen, die ihm von der Entente diktiert werden, sind, falls die entsprechenden Reu- termeldungen auch nur annähernd wahr sind, die schwer- ften. Alle Hoffnung auf ein größeres Bulgarien und im besonderen die auf Mazedonien wird Bulgarien dahinfahren lassen müssen. Wie im übrigen sein Schicksal sein wird, ist iabzuwarten. Wir werden ihm, wenn es sich absondett und der Entente ausliefert, keine Hilfe mehr bringen können. Aber in seinem eigenen Interesse wird cs sein, wenn wir wenigstens dafür Morgen, daß Bulgarien nicht völlig unter die Gewalt der Entente fällt. Und in einem werden wir -us Selbsterhaltung genötigt sein, sorgfältig acht zu geben: f Ereignisse über stürzen sich so, d I Tr ppen vorerst die Ausgabe erst: !? österreichisch ungarischen tten, unsere militärische und diplomatische Station zu schuhen. Liber neue militärische Unternehmungen seitens l er Entente ar.r dem Balkan ist noch \ nichts bekannt, aber es ist ni.stt ausgeschlossen, daß sie ihren Vormarsch fortsehen werden in der Absicht, mit kleineren Abteilungen auf Sofia vorzustoßen. Mag rnit dem Waffenstillstand auch sowohl auf Seiten der Entente wie in Bulgarien Waffenruhe eingetreten sein, für die österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen kann dieser Waffenstillstand selbst- verständlich keine Geltung haben. Die Operationen in Albanien werden leine Unterbrechung erfahren. Bei Beurteilimg der allgemeinen Lage ist immer im Auge zu behalten, daß Albanien wie Mazedonien Kriegsschauplätze von nur sekun- därer Bedeutung sind und bleiben. Wir sind jedoch unter keinen Unrständen gesonnen, Italien an unserer Küste Fuß fassen zu lassen, da Italinrs Z',:l nur die Italtenisterung Albaniens ist. Genera! Schekow über Bulgarien. WTB. Wien, 3. Ott. Der bulgauische Grneralissinrus Sche'ow, der nach der an chm in Wien vorgenommenen Ost- reiwpercckion zum erstenmal das Sanatorium verlassen tonnte, äußerte sich einem Vertreter der Neuen Freien Presse gegenüber zu den Vorgängen in Bulgarien. Schckow erklärte, da die beiden Flügel der bulgarischen Arn>ee unversehrt geblieben und nur ein Durchhurch in der Mitte erfolgt sei, so sei er überzeugt, daß die bulgarische Armee, von den Bundes- gerwsien mit genügend starten Kräften unterstützt, imstande sei, nicht nur den Vormarsch der Feinde auszuhallen, sondern auch die Lage ganz zugunsten Bulgariens zu andern. Was den Schritt der bulgarischen Regierung betreffe, so könne er sich mit ihm keineswegs einverstanden ertläreiu Er habe sich auch dagegen verwahrt, denn, wenn er auch trank sei, so sei er doch immer noch Generalissimus der bulgarischen Armee und >iehe mach wie vor auf dem unverrückbaren Standpunkt, daß das bulgarische Heer unb Volk das eingegcmgene Bündnis aufrechterhalten und mit seinen Verbmrdeten stehen odor sollen müsse. In diesem Sinne babe er auch seiner Mei- nung dem Chef des bulgarischen Generalslabes gegenüber bt\ fsinen Be bündeton bleiben ii;ü(je, in der sicheren Hoff- ^B^ n ige Unterstützung. v . Mrmg dre Ssömslr. Ecsia, 2. Olt. (Bulgarische Telegraphen-Arentur.) Mi- nksterprasident Malinow eröffnete die außerordentliche Ses- ; un der Sobranje mit folgender, im Namen des Königs v:r- j lesener Thronrede: Meine Herren! Die allgemeine Lage des j Landes und die besonderen Sorgen, deren es bedarf, um die ?' zahlreichen Bedürfnisse der Armee zu befriedioen, die heloen- j Haft ihre Pflicht erfüllt hat, haben im Mai dieses Jahres die Bildung der gegenwärtigen Negierung notwendig ge- f macht. Meine Herren Deputierten! Meine von der öffent- S lichen Meinung designierte und von meinem Vertrauen oe- j tragene Negierung hat während des kurzen Zeitraumes, wäh- wir werden nämlich.nicht dulden, daß die Entente Bulgarien als ein Aufmarschgelände gegen die Mittelmächte mißbraucht. Mr werden das Er fordert ick)« zu vollbringen'l)aben, um zu «rhüten, daß aus Bulgariens Absonderung für uns und Unsere übrigen Bundesgenossen, vor allem für die Verbindung zwischen Deutschland und Österreich-Ungarn einerseits vud der Türkei andererseits schwerer Schaden entsteht. Um solchen Sckmden hintanzuhalten, haben wir genügend Truppen nach Bulgarien gesandt. Uber die Art, wie diese Truppen eingesetzt werden sollen, fcmn heute noch nicksts gesaat -werden. Zu hoffen aber bleibt, daß Bulgarien einsieht, und ! „ s x r - r ^ «. ----- ..., — v -auch entsprechend handelt, daß Deutschland unmöglich wegen * renö ?.essen sie Die Geschäfte des Landes führt, alles getan, der Schwäche eines bisherigen Teilhabers darauf verzichten j ^ öie Ausiande ihr gestatteten, nun die zahlreichen und jkann, die Politik der Mittelmächte fortzuführen.. Zunächst schweren Probleme zu lösen, die die durch eine Reihe von werden wir jedenfalls alles versuchen müssen, upr de-r Zu- Kr^aswaren aeickianene Snn* ihr whom an*;«* R-«™ pmmenhang mit der Türkei sicherzustellen. . ' D-§ Folge» es» MlgorlsLZ AbssS. Wie der ftanzösische Funkeudienst rneldet, haben die Abgeordneten Bulgariens den Waffenstillstand im Hauptquar- ^er der Orientarmee unterzeichnet. Die bulgarische Regierung hat es also für nötig erachtet, die Bedingungen der kntente anzunehmen, obwohl sie so ziemlich das Stärkste -essen darstellen, was einer Macht zrigemutet werden kann, »ie noch einigermaßen verteidigungsfähig ist: Entwaffnung |fnö Demobilisierung der Armee, Herausgabe des Eisenbahnnetzes, Räumung der besetzten Gebiete und freier Zugang zu >en Wegen nach der Türkei, Rumänien und Österreich-Ungarn, mehr konnte wirklich nicht verlangt werden. Nicht mit Unrecht hat die holländische Presse nach dem Dekanntwerden sder Ententeforderungen spöttisch gefragt, welche Vorwürfe pie Alliierten jetzt noch gegen die Friedensschlüsse von Bukarest zu erheben gedenken. Eine nähere Prüfung der Umstände, die zu dem Zusammenbruch Bulgariens geführt haben, zeigt, daß es stch hierbei eigentlich weniger um die Folgen einer militärischen Katastrophe handelt. Die letzten Nachrich- ten von der mazedonischen Front besagen, daß das Dovdrin- oen der Orientarmee durch deutsche u. österreichisch-ungarische ^treillräfte zum Stehen gebracht worden ist. Persagt haben 'm der Hauptsache die Nerven der bulgarischen Staatsmänner, die den Lockungen und den Drohungen der Gegenseite nicht mehr zu widerstehen verinochten. Einen nicht geringen Teil der Schuld daran tragt die Wühlarbeit Wilsons, der den Vertreter Bulgariens in Washington als Ddediuin benutzte, (um in Sofia seine Künste spielen zu lassen. Besteht aber darum Grund zur Mutlosigkeit? Gewiß ^>irgt die neue Lage mancherlei gefährliche Konsequenzen. Zum mindesten.stellt sie die Verbindung Deutschlands nach pem nahen Osten, eine der vornehmsten Errungenschaften des Krieges, erheblich in Frage. Doch alle diese Erwägungen treten zurück vor dem Gedanken, daß auch dieses Ereignis nicht entsche-dcndffür ein Unterliegen Deutschlands sein kann. Plttbt Deutschlands Kampffront im Westen unerschüttert und sieht d>e Entente, daß das Ringen nur auf dem Wege der Ver- Mndigung entschieden werben kann, dann werden auch alle »lese Probleme, die durch den Abfall Bulgariens aktuell ge- swordbr sind, am Verhaudlungsttfch wieder auftauchen. Ihre ^öfkmg muß dann in einem Geiste erfolgen, der weit anders pussicht, als der von heute, wo sich im Lämn der Waffen die eigen:licherr GesichLspnnkte völlig oerzcrrmw Amtliche bulgarische Meldung üder die Einstellung der Felndseliftkeilku. WTV. Sofia, 3. Ott. (Aiutlich.) Mazedonische Fvoiti: Entsprechend dem Abschluß eines Waffenstillstandes, siird die militärischW« Opevai^-ne« etugesiellt. WTB. Wien, 3. Ott. Zur Annahme der Waffenstillstands bedingen gen seiten, Bulgariens schreib: das ^Fremden, ’tfatt*: Die bulgarische Negierung hat vor Dem Feinde kapj- -tuliect. ttapttulierr m einer jv erniev eigen den, umfassenden wie (ausu c in -werte« Beispiel d«r Geschick>tr lehrt. Bulgarien scheidet or>s der Nell^i D« selbsmubi^en Sinnen, wenn 'p\jt ungeheuer Ache« Bedingung, de, W>affenMLstLnb»aer- träges, den die tnllgarischen tn Sa'ouckt Vtrklich erfüllt werden, Zur »UiLLrischs, Lage U» Bulgarien WTB Assen, 8. Ott. Die T&täm schrecke:i über dte milü /irische Lo./e to Bulgarüm «. ^ M&*Dcß- ^zügllch der Derpsümtung, wld# Soartr« > tu/ii’drifmcT Beziehung |ii/ sich uaüm. uocv w -... r ein. Die Kriegsiahren geschaffene Lage chr gestellt hat. Meine Herren Deputierten! Von der größten Loyalität gegen unsere Der- bünüeten erfüllt, hatten ich und meine Negierung nichts andere sim Auge, als unsere Pflicht gogenüber dem Vater- lande zu erfüllen und ihm sowie unseren tapferen Truppen die Möglichkeit zu geben, zu einem ehrenvollen Frieden zu gelangen, entspvechend den schmerzlichen Opfern, die das Volk zur Erringrmg seiner Einheit auf sich gSsiommen hat. In diesem Sinne wurde getan, was möglich war. Schließlich hat nieine Regierung nach reiflicher Erwägung der Lage be- schlossen, unseren zahlreichen Gegnern den Vorschlag zu machen, in Verhandlungen wegen Abschlusses eines Waffen- stillstandes und evtl, eines Friedens einzutreten. Meine Herren Deputierte! Die Negierung, die die geschaffene Lage und die Fülle der Fragen vor Äugen hat, welche diese aufgeworfen und noch au.fwerfen kann, hat beschlossen, die Nattonalversammlung zu einer außerordentlichen Tagung einzuberufen. Es versteht sich von selbst, daß dies nicht ausschließt, daß die Nationalversammlung in ihrer außer- ordentlichen Tagung sich mit anderen Angelegenheiten wird beschäftigen können^ die durch die Notwendigkeiten der ge° wöhnlick-en regelmäßigen Verwaltung sich aufdrängen wür- den. Meine Herren! In der Uberzeugimg, daß Sie in ihren Arbeiten und Enffchlteßungen jene Geschicklichkeit, Weisheit und patriotische Gesinnung an den Tag legen werden, die der gegenwärtige Augenblick erfordert, flehe ich den Segen des Allmächtigen auf Ihre Arbeiten herab und erkläre 'die vierte außerordentliche Session der 17. ordentlichen Nationalversammlung für eröffnet. Es lebe Bulgarien! (Langan- haltender Beifall.) — Nach Verlesung der Thronrede erfolgte die übliche gottesdienstliche Handlung, worauf Ministerprä- sident Malinow vorschluo, daß die Sobranje sich bis Freitag oertigen solle, damit er Volk und Vertreter der Nation eine erschöpfende Darstellung über die allgemeine Lage und auch über die Taffache der zum Abschluß eines Waffen- stillstandes und des Friedens eingeleiteten Verhandlungen geben könne. Die Versammlung nahm diesen Dorschlaa an, worauf die Sitzung geschlossen wurde.. tu Me Koalition oder Mehrheit? Die Verhandlungen, die om Dienstag geführt worden sind, haben in wünsck-enswertester Form eine Klarheit ge- bracht: Es handelt sich nämlich nicht mehr darum, ein Koalitionskabinett zu bilden, sondern man begnügt sich mit der Schaffung einer Negierung der Mehrheit. Welche Gründe waren für diese Politik maßgebend? Es liegt auf der Hand, daß für die entschiedene Fortsetzung des Krieges und für die Wiederherstellung der Stimmimg in der Heimat ein Kabinett, das aus allen Parteien gebildet wird, zweckmäßiger wäre; ein solches Kabinett könnte die nationale Verteidigung in die Hand nehmen. Für ein solches Kabinett gäbe es eben aber dann nur einen Programmpunkt und der hieße: Focttetzung des Krieges zur Erreichung eines Friedens. Es ist ganz klar, daß ein solches Kabinett bei unseren Feinden ganz merk- würdige Anschauungen auslösen würde. Man würde der Auffassung sein, daß die deutschen Innenverhält.ijsse so zerfahren sind, daß nur das Zusammenraffen der äußersten E^krouie und das erzwungene Gleichstellen der sich am meisten widerspreck-enden Gegensätze notwendig wäre, um über- kwupt noch den militärischen und poiitilcher Ansturm der Gezner auszuhalten. Das deutsche Volt selbst weiß, dag von e»n^ solchen Situation nicht gesprochen werden kann. Aus frei ittfxM haben Die itetiuuieiLOlcute ver Äjoue Ae- * m.'',ffchaf!l!ch m!l den Parlamentariern, mit denen verhan, keil worden ist, sich auf den Standpunkt oestellt, daß ciix Kabinett der Mehrheit gebildet werden müsse. Wenn nu«, po'ii'.'.g ehrlich ist, so muß man sagen, daß auch ein so Ich-z Kabinett nur so lanee arbeiten tonn, als auch die C^Ucuun von Links und Rechts es stets unterstützen. Beratung unter dem Vorsitz des Kaisers. WTB. Berlin, 3. OLL. Der Kaiser und Generalfeld r:arschnll von HindrnLurg sind gestern nachmittag zu kurzem Äufertthalt in Berlin eivgttroffen. Nmhnritlags ü Uhr fan» im Ncichskarrzlerp-alais unter dem Vorsitz des Käfers und Königs eine Beratung statt, an welcher Reichslan-'^er Tr. Graf v. Hertling, Generalfeldmarschall von Hino^nbnri, Prinz Ma§ von Baden, Vizekanzler v. Payer, der Vizepräsi* dent des StaaLsminlsterluMS, Dr. Friedse^'g, der Chef des Geheimen ZiottkabineLts v. Berg und mehrere Elaarssekre- tare teilnahmen. bb. Laut LokalanZeiger hat sich die Konferenz auf de^ Grundlage einer aügemLirren Erörterung der militärischen und politischen Lage mit den Fragen beschäftigt, die mit der Neubildung des Kabinetis u-'d den daraus enffpriugendeu Änderungen unserer Politik zusammenhangen. Dieser Beratung ging eine Besprechung i« Relch^-ar.tt des Innern voraus. Auch an dieser nahm Generalfrldmarschall v. Hindenbnrg und Prinz Max von Laden teil. Auch der Kronprinz uud Prinz August Wilhelm find in Berlin eingetrosfeu. Das Aktlonsprogramm der Mehrheitspartrisn. bb. Die Verhandlungen über die Neubildung der Reichs- regieru;,g stehen unmittelbar vor ihrem Abschluß. Das von den Mehrheitsparteien vereinbarte Aktionsprogramm verlangt unbedingtes Festhalten an der Antwort der Reichsregie- runq mrf die Friedensnote des PO'pstes und an der Friedens- enffchließung des Reichstages. Weiter tritt es für die Schaffung eines Völkerbundes ein und fordert eine unzweideutige Erklärung über Belgien und eine angeniellens Entschädigung an dieses Land. Sodann erhebt es die Forderung, daß die bisherigen Friedensschlüsse für den allgemeinen Frieden kein Hindernis bilden würden. Die Autonomie für Elsaß-Lothrin. gen, die Änderung des Gesetzes über den Belagerungszustand und die Beschränkung der Zensur auf rein politische Fragen, die baldige Einführung des gleichen Wahlrechts in Preußen ! und die Einheitlichkeit der Reichsregierung sind weitere Forderungen dieses Aktionsprogramms. Die Kandidatur des Prinzen Max von Duden. TU. Prinz Max von Baden hat gestern die Vsrhandlun» gen mit den Fraltionsführern ausgenommen. Er hat am Vormittag mit dem Abgeordneten Ebert konferiert und nach- mittags mit den Abgg. Gröber (Ztr.) und Fischbeck (Fortschr. Pp.) Seine Aussichten als Kandidat für die Kanzlerschaft scheinen erh-eblich gestiegen zu sein, denn es verlautete am Vormittage im Reichstage, daß die Sozialdcmotratte von ihrem ursprünglick>en Widerstand gegen den Prinzen Max bekehrt und ihr grundsätzliches Einverständnis mit seiner Kanzlerschaft ertärt hätte. Sin Kabiuett der Mehrheitsyalttrie» unter Prinz Max vov BaLen. TU. Drrliv, 3. Oft Prinz Max von Baden hat cesl-ern die Führer von fast allen Fraktionen des Reichstages empfan-' geiu Die Sozüttdemokraten erklärten, daß sie gegen die Person des Prinzen Riax von Baden nichts einzuroenoen hätten. Sie stellten ober mehrere Bedingungen, von deren Erfüllung sie dorr Eintritt in das Kabinett des Prinzen Max von Baden abhängig xn&äycn. — Die Neubildung des Kabinetts dürfte heute noch erfolgen. Der Prinz will ein Kablnett lrch aus drn Mehrhrit-kparLeien Ulb-en. Es so^en v^r d-e nattcmaltt-eraleu Politiker Dr. v. Krause, Dr. Schlffer uo- Dr. Frirdberg in ihren Ämtern verdl-lbrrr. Das Programm dos Prinzen Max von Baden. TU. Das Programm des Prinzen Max voor Bad-err lebut sich rüg an dss Attionspregr^mm bcr Mrl-rhciL au, gibt ein» §eu Punkten eine prvzffcre Form, geht in audrrru über Li» Forbrrungrn der Mehrhett«i-orteien hinaus und setzt den Haupl.^dtnien vrrau, dom dentfchrn BÄle den FrieLrq in gcberr. Daraus wird d-c Prinz dann wv>l feine prattffchc» Foizerungen zs ziehen hsLeu. Lräbsrger an der Spitze des NeichLprcsseamtes. TU. An die Sptze des neu zu errichtenden Reichspresss- cnntös soll der Abc;. Erzberger treten und ihm ein fortschritt-' licher und ein sozialdemokratischer Abgeordneter beigegeoei» werden. WTB. Berlin. 3. Okt. Der Kaiser verlirh dem Reichs- kanzler Grafen von Hertlirrg den hohen Orden vom Schwär» zen Adler. Das neue Kabinett. bb. Die Berufung des Prinzen Mar von Baden zum Reichskanzler kann, wie die Vofsifche Zeitung berichtet, w?nn auch nicht formell, so doch in Wirklichkeit als veüzogene Tatsache angesehen w?rden. Die Bckauntmachmug soll nach stre, g tonstttnLionrllru Grundsätzen erst ersolgen, nachdem die Eir>^ gung über das Programm vollzogen ist. — Der Borwär.» teilt die Amrisse d77 neuen Regierung mit, so weit sie scöo.» erkennbar find: Nc *, ckanzler Prinz Max ven Baden, kanzler v. Pager, Staats,'efretäre ohne PorcefeniUe Sche'.»' mann und eln Zentrumrabgeordnetkr, ein parlamentarisch?r UnterstaaLsselretür: ein Sozialdemokrat. Lber dis Befeßunz des StaatLsekretariats des Ä»sx:rn sagt der VorwLris: Staatssekretär: Einer von drei vorgeMagenen Diplomaten, die alle drei m'tt ihrer Überzeugung auf dem Bo^en des neuen Rc- gisrungsprogramms steyen; zwei neue parlamentarische lln- terft-aatsselreiüre; Pattei nock) unbestimmt. Dann ko mutt das Nslchsaröeitsamt (neu), StantssekretLr: ein Sozialdemokrat (über die Person soll noch die Generalkommission der G-ewrrk- schafteu befragt werden. Zwei parlamentarische Uniersi.^ts- sekretäre: Ein Fortschrittler und ein Zcutrumsmann. Wc >r da» AelchsamL des Innern. Staatssekretär: Ein FentrumsaL» geordneter. Reichspresseantt (neu), Stoatssekretäe Erzberger; zwei parlamenlarrsck^e Unterfiaatssekretärs: Ein Fottschrü.'er und ein Sozialdemokrat. 9ttich»vrirffchaftsamt, Staatss-ckr:-» tär: Wie bisher v. Stein; ein parlamentarischer Unter staats, sekretar: Ein Soz'aldemvi'vai: Reichsschatzamt, StaetssekretLr: Wie bisher Graf Roedcrn; ein parlamentarischer Unter'taats- sekretör: Ein Zentrumsabgeorducter. Preußisches Slazts- minlsterinm: Sozlaldemckraten, Zentrum uud sorffchrittliche Partei stellen je einen Minister. Die neue Regierung, sagt der Vorwärts, ist als kollegiale gedacht, au deren enffü>rldr,> den Beschlüssen olle Staatssekretäre teiluchmen. Dr-r Reichs- kanzler, der Vizekanzler und die beiden SkaatssrkrejAre ostue Portefeuille sollen ihren engsten Ausschuß darstellen. Die neue Regierung werde es als ihre Aufgabe beiracksten, der Welt und dem deuffckzen Volke den Fr.c^u wieder zu geben. Dieser soll ein dauernder sein. Lr ssll sich auf dem Völkerbund gründen u*b die allgemeine Abrüstung ermöglichen, die politische und wrttschaftlick»e Freiheit der Völker sichern 'ur.d dc^t Wirffchajtsk ' g nach dem Kriege auszufchUetzeu. 32000 Tonnen A-Bsotdeittt. WTD. Berlin, 8. Oll. Amtlich. Im Sperrgebiet um England versenkten unsere U-Boote 82 000 DAT., darunter einen amerikanischen Lruppentransportdampser von etwa 7000 BRT. Außerdem wurde ein anderer amerikanischer Lruppentransportdampser „Mount Vornan^, der frühere Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd „Kronprinzessin Lascilie"» torpediert. Der Erfolg konnte nicht beobachtet werden. Nach feindlichen Presseuachrichten ist der Dampfer beschädigt in einen Hafen eingebracht worden. Der Chef des Admlralftabes der Marine. Spat eingestandener Verlust eines Dampfers. WTB. Als Opfer eines Unterseebootes zählt die erst jetzt eingetroffene Ehikago Daily Tribüne vom 20. 7. den englischen Dampfer Elysia von 6397 BNT. auf, der am 23. 5. m Dttttelmeer ohne Menschenverlufte versenkt wurde. Die ZvkvmmenlUikt des Reichstages. TU. Berlin, 3. Okt. Der Ältesten-Ausschuß des Reichstages beschloß gestern, die nächste Sitzung des Reichstages am nächsten Dienstag oder Mittwoch abzuhslten. Der neue /Reichskanzler wird fein Programm entwickeln, und danach werden die Parteien Stellung dazu nehmen. Rach 2 oder L Tagen wird sich dann der Reichstag, wenn sich nicht in- zwischen Gründe für eine sofortige Fortsetzung der Tagung ergeben, wieder auseinander gehen. Der Hauptausschuß des Reichstages tritt vorläufig nicht zusammen. Berlin, 3. Okt. Die deutsch-konservative Fraktion des Reichstages hat in ihrer gestrigen Sitzung folgenden Beschluß gefaßt: Die konservative Partei war und ist entschlossen, sich Luf den Boden des kaiserlichen Erlasses vom 30. Sept. d. I. Hu stellen und sich auch unter Opfern der Überzeugung an einer Negierung zu beteiligen, die sich zur Aufgabe macht, alle Kräfte des Volkes in geschloffener Einheitsfront für die ehrenvolle Beendigung des Krieges einzusetzen. Herrenhaus uk& WahlrechLsrrssrM. Die Hoffnungen, die von der Regierung und von weiten Kreisen des Volkes auf die Arbeit des Wahlrechts aus schusses des preußischen Herrenhauses gesetzt wurden, h.ben sich erfreulicherweise erfüllt. Der Ausschuß hat dem gleichen, all- gemeinen und direkten Wahlrecht nach der Regierungsvorlage unter Hinzufüoung einer Zuso^llimme für ein Alter von 40 Jahren zugestimmt. Zwar wird man an der Alterszusatz, stimme von ollen Seilen umnches auszusetzen haben. Die Haltung dieser Körperschaft kann nicht ohne Einfluß aus das Abgeordnetenhaus bleiben. Bei einigen Mitgliedern, die bisher gegen die Reoierungsvvrla.ee gestimmt haben, hat sich angesichts der gegenwärtigen Lage bereits ein Umsckmmng der Ansichten vollzogen. So baden dm westfälischen national- Liberalen Abgeordneten beschlossen, für eine sofortige Verständigung unt der Stantsregipruna arf der Grundlage des 'gleichen Wahlrechts einzutreten. Es ist onzunebmen, daß sich auch die übrigen Nationallibe^alen. die bisher Gegner der Regierungsvorlage waren, vielleicht bis auf wenige Unentwegte zu diesem Schritt entschließen werden, so daß d.'init *— von einer Revision der Anschauungen im Zentrum ganz Abgesehen — bereits e-ine Mehrheit gesichert wäre. Die Verhandlungen ub^r die Wahlrechtsvarlogr. WTB. Berlin, 3. Otü In der gestrigen Sitzung der 17. Kommission des Herrenhauses wurde m der Einzelbevatung .der Bestimmungen der Wahlrechtsvorloge fortgefahren. Als ^wesentliches Ergebnis der Verhandlungen und Abüimmun- 'gen ergab sich dabei bisher Nachsteherü)cs: 1. Unter Aban- bcrnng der Beschlüße des Abgeordnetelckzauses wird di- Regierungsvorlage wieder hergestellt, indem die für die Ausübung des Wahlrechts vorgeschriebene Zeit des Wohnsitzes von zwei Jahre auf ein Jahr ermäßigt wurde, ferner wird nun- rnehr derjenige, welcher innerhalb derselben Gemeinde aus einem Wahlbezirk in den anderen zieht, dadurch nicht für die Wartezeit seines W-chlrechts beraubt, sondern er wählt inner- halb dieser Zeit mach in seinem friiheren Wahlbezirk. 2. Die Wahlausschließungsgründe bleiben im wesentlichen wie im Abgeordnetenhaus? beschloffen. 3. Die Wahlfrist wurde bei- del)alten unter Abänderung der Strafbestimmungen. 4. Die Feststellung der Wählerlisten soll alljährlich erfolgen mit bindender Kraft für ein Jahr. Sächsischer Krön rat. Tll. Dresden, 3. Okt. Lin Kranrat tra* gestern unter dem Vorsitz des Königs und in Gegenwart des Krou- vrlnzen zusammen. Es ist anzuuehmen, daß cr sich mit der innerpolitischen Entwicklung im Reiche und mit der Stellung. Rahme Samens hierzu beschäftigt hat. Uber dar Ergebnis des Krouratcs ist nichts bekannt. Der deMche WsMmcht. DTV. Berlin, 2. Okt. (Abends. Amtlich) Heftige Teilkampfs in Flandern und in der Champagne. Vor Caür- drai ruhiger Tag. L e LLrttscheu Linien im LWerr. WTB. Der englische Heeresbericht vom 29. 9. abends behandelt die Kämpfe zwischen dem Sensee-Fluß und St. Quentin und sagt dann wörtlich: Nördlich von St. Quentin, 'an der äußersten Rechten unternahm das 20. Korps um 5,50 Ilhr früh einen Angriff über den Scheldekanal von einschließlich Dellenglise nach Norden. Die 46. Division, die mit Schwimmgürteln, Matten, Tragbahren, Brückenmaterial und Flößen ausgerüstet war, stürmte unter dem Schutze eines ton- zentrischen Artillerie- und Ma,chlner>>ewehrseuers die Haupt- verteidigungswerke der Hindenburglinie, die hier längs des Ostufers des Kanals läuft. — Wir ersehen hieraus wieder, daß das Propagandamanöver der Entente mit dem Namen Hindenburglinie noch immer nickst abreißt. Wir kennen keine Hindenburglinie. Das im Frühjahr 1917 zur Verkürzung der Front von uns bezogene SteLungsfystsm wurde auf Hin- denburgs Befehl erbaut und erhielt, wie auch feine Fortsetzungen nach Norden und Süden Namen aus der Nibelan- xesfage, wie z. B. Siegfried, Wotan, Hagen ufw. Es handelt sich hierbei nicht um eine einzige Linie, sondern um ein viele Kilometer tief ausgeöautes Stellungesystem, das vielfache Stellungen hintereinander aufweist. Wenn also der Feind l)Ux und da in den vordersten Linien dieses Stcllungssystems F rß liegt doch noch das Verteidlgunasnetz ln seiner ganzen Tiefe vor ibm. Die Absicht dcr Engländer ist zu durch- fr Wig. Sle möchten die Welt glauben machen, als ob nun- v"'ir der Durchbruch gelungen fei. Das ist bewustte Fälschung tk't T'cksachen. Höchstleistungen unserer Bombenflieger. Iln-scklnßige Witterung vcrmna henke weder bei O7-, nv-st bei Nackt unsere Luftstreitkräfte an erfolgreicher -u hinvern. Dag bewiesen unsere Bombengcschwa- - 11 : iu SW;: zum 29. v. trotz eines Sturme» vou 20 Metern in der Sekunde und starker Bewölkung das feindliche Hinterland mit 75 975 Kg. Boniben bcleaten. Ein Geschwader warf in mehreren Flügen allein 32 925 51g. Bomben ad. Eine Besatzung slortcte in dieser Nacht viermal andere sogar fünfmal. Die unermüdliche Arbeit unserer Bomben- flieger beweist am besten die Tatsache, daß ein Geschwader seit dem 1. 1. bis zu dieser Nacht über 700 000 Kg. Bomben abwarf. Don 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens wurde das gesamte Kampfgebiet in Flandern zum Teil mw sehr niedriger Höhe durch Masseneinsatz von Maschinengewehrmuni- tion in Atem gehalten. Der Kolonnenverkehr auf den Stra- ßen und Transportzügen auf mehreren Strecken wurden er- folgreich mit Bomben beworfen und unter Maschinengewehr- feuer genommen. Feuernde Batterien wurden zum Schwei- gen gebracht, Scheinwerfer und Fluoabwehrkancmen lange Zeit 'niedergehalten. In zahlreichen Ortsrurterkünften und Waldlagern um Ppern, Arras und Dapaume und St. Ouentm erzielten unsere Bombengeschwader einwandfreie Treffer. Auf den Bahnhöfen Poperinghe, Peronne und Roisel ent- standen durch Boniben zahlreiche Brände und Explosionen. Sämtliche Flugzeuge kehrten unversehrt ln ihre Heiinathäfen zurück. Der eiserne derttfche Widerstand im Msieu. bb. Im Eorriere della Sera schrvibt Barzini von der Westfront unter dem Titel: „Der deutsche Widerstand": Der Angriff der Armee Gourynd stößt auf der ganzen Linie au einen ungeheuren Widerstand, welcher schon bel der Einlei- tnng der Bewegung klar vvrauszusehen war. Auf dem hüge- ligen Gelände, welches sich ryor der Armee erhebt, sind die Möglichkeiten einer planwäß:este Politik. Das ganze Volk muß es wissen, daß es keine nichtigere Unterstützung aller Frieden^bestre- bungen geben kann als ein Ergebnis der Kriegsanleihe, das den Feinden die absolute Unzerlü;.i.>irkeit unserer irmercn Front AU Gemüte führt. Karne der bisherigen Kriegsanlei- l>en hat ein solckies moralisck)es Gewicht gehabt als wie diese! Nur der höchste ftnonzielle Erfolg wird entscheidend dazu baitragen, das Tor zum Weltftiedeu auszustoßcn. Professor Hermann O n ck e \u ' 'M / Die gtte&füsU'ßge im Sßerreichjsche» MßLoröürieMLie. WTB. Wie«, 3. Okt. Das Abgeordnetenhaus begann gestern die Erörterungen über die Erklärungen des Ministerpräsidenten, sowie ü^er die Anträge betreffend die Friedensfrage. Die Siidflawen, Tschechen und Allpolen verlangen in einem gemeinsamen Antra g eine wal)rl)eitsaetreue Dar- jtellung des Standes der Friedens frage, insonderheit betr. den Standpunkt der Rcgiicrung zum Selbstbestimmungsrccht der Nationen. Die deutsä)en Sozialdemokmten verlangen in ihrem Anträge einen Frieden auf folgernder Grundlage: Errichtrmg eines Bölkerbnndesj, Vermeidung eines Wirtschaftskrieges, kolne Annexionen, Wiederherstellung Serbiens, Rlonteriegros und Delgüns, keine Kontributionen, Neuvrd- nung der Ostfragen auf Grund des Eelbstbesiiinmungsrechts Abänderung des Brester und Bukarester Friedensvertrages, Lösung der Polenfrage durch die polnische Konstituante, Lösung der territorialen Streitfragen im Süden ans Grundlage des Selbstbeslimmungsrcchts der Italiener mrd der füdslawi- sck>en Völker, Neugestaltung der Beziehungen der Nationen Österreichs zum Reiche auf Gnmdlage der Freiheit und Selbst- regierung aller Völker. Die Ukrainer beantragen, daß künftig vom Minister des Äußeren beabsichtigte FriedensaUioncn erst nach Anhörung des Reichsrates, bez-w. der Delegatümen unter- nommen werden. In einem anderen Antrag protestieren die Ukrainer gegen die Auslieferung Ostgalizicns an 'das Königreich Polen. Die Polen Daschinski, GlombtnrN und Tertil verlangen in chrcm Antrag namens des polnischen Volkes Wiederherstellung eines unablchngtgen, aus fämtltchen polnischen Landesteilen, zusammemresetzten ;wlntfä)en Staa- tes mit eigener Meeresküste und aus allen vorrviegend von polnischer Bevölkerung bew>ol)nten Gebieten, insbesondere Schlesiens, sowie der Teilnahme der Vertreter des Polen- Volkes an dem Weltfriedenskongreß, der die polnische Frage zu lösen bat. Der tschechisä-e Abgeordnete Stanee entwickelte das tschecyo-flowaklsche staatsrechtlicl-e Prex^ramm und betonte, die Solidarität zwischen Tsä>eck)en, Südstcvwen und Polen. Er erklärte, ein Frieden könne nur durch Annahme der 14 Punkte Wilsons erreicht werden. Als der Redner im Verläufe seiner Ausführungen unter heftigen Angriffen auf Deutschland die Lsckiecho-slowakischen Legionäre verteidigte kam es zu luftigen Lännszenen. Gegen den Ab^. Teufer, der die Rede als Schurkerei bezeichnete/nmrf der ischechisck-e So- rialdeinokrat Soukup die Aktentasche eines Ministers von der RSinisterbank. Ein anderer tschechischer Abgeordneter warf ein Mctallstück von hiner Schreibgarnitur der Minisierbank gegen Teuser, ohne zu treffen. Der RLinister sprach fein Bedauern über diese Vorfälle aus. Sümec wurde im Laufe seiner Rede von dem Präsidenten zur Ordnung gerufen. Der Abg. W c .ner wies die Rede Etanecs als Verrat und schamlosen Staatsbruch zurück und erklärte, wir iverden in gemeinsamem Verteidigungükamps im Bewußtsein der Gerechtigkeit unserer Sache mit aller Kraft untrennbar vereint mit unseren ikm- desgenassen ( ! v-jf. nr ■ im 0.au,nfe für den Lri^-ttswiUen un> «"ich ,. u icu ^viuvr.. fU-hem In der südslawischen Frage stimTnrft die Deutsches der mv atischen Lösung zu, verlangen jedoch Gegengervährung unq Di6>erstellung der Interessen Österreichs. In der PlTlenftaqe billigen sie die Lösung auf Drmrdlage der freien Entschließ ßung des polnischen Volles. Die Deutschen sind bereit, deq nationalen Autonoinie zuzusiinmsen, durch welche allen Volks- stüiim»en die nötige Elrtwicklung ornEglicht, jedoch der eigene; nationale Bositzstvnd insonderheit in den Minderheitsgebis^ ten gesichert und die Lebenokraft des SlaatSl-cmLcn zur Wa^l vung der gemeinsamen In-teressen unangetafiek bisibt. Ministerpräsident v. Huff«rek: Heute vormittag durch eine drin^ gende Beratung an der Anwesenheit im hohen Hause verhindert, habe ich erst aus den stenogwphischen Aufzeichnungen ersehen, daß der erste Redner bei seinen Grörterungen in maß. loser Weise Auffassungen vertreten hat, welche, wie ich fest überzeugt bin, nicht die des tschechischen Dolles sind (lebi^ Beis ll links). Der Kampf für nationale Ideale kann nicht durch Verherrlichung von Hochverrat und Feloni und durch Defchimpftrng jener Staaten geführt werden, deren Truppeck an der Seite der unsrigen fechten. Das Deutsche Rech vnS sein Oberhaupt, der ungarische Staat und die ungavische Rc^ tton stehen zu hoch, mn durch Beleidiguny^^ dieser Art gekränkt zu werden. Aber als Ehef der Regierung bi» ch verpflichtet, foiche Äußerungen zurückzuwetsen. (Lebh. Zustün- muna Lnke, Gegenrufe bei den Tschechen.) Ick wahre die Würde Österreichs gegen solche Ausschreitungen des Ehau« vinlsrmls, der jeden inneren Halt und jedes DerMrdnis für die Wirklichkeit verloren hat und auf den blanken Schild unserer Staatsehre und unsere nnerschältterÄche Treue gegen diq ruhmvollen Verbündeten ksirren Schalten zu wersen vermag! (Lebhafter Beifall und Händeklatschen links, Gegenrufe bei den Tschechen. Der Mtnisterpräsidchrt wirb begKckw-ürft^ Ilechset Taglklid mit bsldiserr FciLdes;. VrrdMSiorrsek? LA. Kspeuhage«, 8. Okt. Rach einem Londover Telegramm des Eoening Standard güinüt man iu Gnalanü nicht an baldige Parlaments wählen. Die Wahlen wLrde« wohl verschoben werden, weil m«n mit der Stäglic^elt rechnet, daß bald allgemeine Friedensbesprechnngen einsetzen. "^"UWestitzlsL ' Köln, S. Okt. In Frechen starb unter Dergistuugsersckei- rrungen eine Fabrikorbviterin. Es soll sich um ein Derbreche« viner weisen Frau handeln, weohaL die StoaLLamoaiLscha^ dir Leichr beschürgirohmt hat. Solingen 8. Okt. Der Ehvensäbal für GEvcilfellrmavt schall von Hindcrckurg, den auf Beschluß des Stodtverordno» terckollecKums die Stadt Solingen dem GerrercrlfvidnmrschaA von Hindenburg anläßlich seines 70. Geburtstages widmetet ist fertiggestellt. Es handelt sich um ein Prachtstück der So4 linger Iirdustrie, das seinem Verfertiger, dem Münzeisen^ sckmrtder und Ebrü>ll*ildhauer F. Otto Hopve, wte der aus» führenden Ftrnn, Alexander Eoppel zur hoyrif Ehre gereicht^' Die Klinge des Säbels ist aus bestem Darnaszensr Siahl ge- scheniedet, mit Goldtcurschierung verschen und entbält auf der Vorderseite folgende Widmung: „Dem Heros der Deut^ schcn, dem rrchn.reichen Führer des Bolkes in Werfen, Ge» nera!feldmarschall von Hindenburg zmn 70. GÄ>urtstag, 3. Oktober 1917, die dankbare Klingcnstadt Soiir^eiu^ Auß der Rückseite befindet sich der Spruch: Daß Du gewandt de^ Lebens Not Mit siegfriedseisenstarker Hcmd Zum Schutz untzi Trutz von Schwarz-'wciß-rot. Das dankt Dir. Held, Dein Sk* terl«ck>. In besonder» künstlerischer Ausführung ist de»' Stahlkorb gehalten, der in Stahlschnigerei Mguren enÄ l)ält, die Front und Heimat versinnblldlicken. Der Knauß des Dege^rs ist aus einer OpalmatriL gebildet. Die Kapp^ enthält das Wappen Hlndenburgs urid da» der Stadt Solingen. Das Etickcklatt enthält in 13 Feldern Embleme dey kviezswichtigen Arbcilsgel>iete. Der Griff ist ein aus Elfen., dein geschnitztes Stabbündcl, die Einigkeit versinnblldllchend^ Die Scheide des De^ns ist aus brüniertem Stahlrohr ge. fertigt und mit Silberdeschlag und vergoldeten Ornamentes versehen. "" ~ r " " " ' ^ — hervorra demnüchs . __ _ __ der Stadt Solingen dem Ge«eraisLL>murjchoÜ überreich werden. Viersen, 3. Okt. Die Sb^dlverordneken stellten 86 006 Mark für Weihnachtsliebesga-ben für die von bier Etnberu- fcnen bereit. Die Stadt hat noch einen Vorrat von 40 000 Zigarren, die bei den Liebesgaben Verwendung finden sollen. RheHdt, 3. Okt. Am 9. Oktober sollten die letzten von hier cmsgesandten Ferie:ckinder aus dem Kreise Dublitz hier wieder eintreffen. Nrrnmehr teltt die zuständige Eisenbahn- direktion mit, daß die Rückreise bis auf weiteres verschoben werden müsse oregerr — Wagemnangels. Bochum, 3. Okt. Der Brotmarkenschwindel Hierselbst hat immer weitere Kreise gezogen. Der Landkreis soll, wie man annimmt, dadurch um 36ÖOO Zentner Mehl geschädigt sein. Schon seit Jahren ist der Schwindel betrieben vwrden. Beteiligt sind daran eine Reil)eAngeftellLe einer hiesigen Druk- kerei, sowie Geschäftsleute und andere Personen, die in Bochum, Dortmund, Essen. Elberfeld usw. Handel mit den Brotmarken trieben. Einer der Druckereiangestellten batte sich schon 28 000 Mark zur Sparkasse gebracht. Der Verdienst der Schwindler wird auf mehr als eine Million Mark bezif- fert. Fortgesetzt erfolgen weitere Verhaftungen, bis jetzt bereits 60. Auch GehelUlschlächtereien ist man im Nachbarkreise Hattingen auf die Spur gekommen,' auch hier sind n^h. rere Verhaftungen erfolgt. Minden, 3. Oft. Nachdem vor kurzer Zeit zwei Bauern, gehöfte in einem Dorfe des linken We-fernfecs von Soldaten lyftematljch umstellt, die Bewohner beorvht und cursaeplün» dort wurden, ist neuerdknas sin schwerer RaubübcrfnL in einem Dorfe rechts der Weser ausgesübrt. Vor einigen Nächten drangen zwei Männer, ein Zivilist und ein vnkwr- mierter. ohne Rücksicht auf das Geräusch bei einem Landwirt ein, drangen auf den Boden und packten Me Fleischvor^te Hru Sic ließen sich auch nicht stören, als die Hansbewo-e,er hinzukamen. Inzwischen litten sie ihre Sacken zusamnien- gepackt, bedrohten den Hauswirt mit einem 'Beil und zogen unbchelligl mit ihrer Skute durch das Haustor von dannen. Am aller Welt. BerNrr, 3. Oft. Der landwlrtsck)aftttckeu Hvchül»»le !ü das Recht verliehen worden, die Würde eines Dvttors der Landwirtsämft und auch chrerüxrlbrr an Perso«vl zu vev^i- hen, die Verdlcnste um die Landwiriftixrft Attentat auf Trogkl. Tll. Nach einer Meldu'.y aus H« Uiugfor» ist auf Trotzft in der Stadt Voin<-fk' ein « ‘c« s »wrd»». Trost kl ev tzü'lt elue Lchutzwaud« in di» stüe ad « »lcht dd gestern wieder olle Nn<" 'iss >es Feindes ab und machten hierbei mehr als 160 Gesänge ne — Nördlich von Somme- Py s'long cS dem ‘ in , auf d m !cb'i ,-rv Zwisten M'.- iah Höhe Fi»ß zu ic . u Im • e.angr ff Warfe» w r den Feind in d Hö h n 3 •:<£ . M • g noi n- r .out zwtsch n ntKer sind zurück; ehr £' faiil und der Ll cur 'find d c '> vor. uns n Lw- , / - . iH vvu i y und südwestlich von Monibo rL kam kc HKtd i zu Vesvtdus hest-j. n Kümpfen, ili. !K . ' 0 ( . 1 .-?.o Pommern, Rh« inlän5 r u nd . ay nwais denF: ud hi r völlig zurück. Im ßa cm mit bayei schcn P ^ Wurdr ^ Nl m 6b- iu.. c V »; c Ort micötr entuff.n. l uch c Innb tu -hr t Angriffe' scheitelten. — Hi \z T iang iffe st.nndfs Zwochau d.c Sne r.- a.r dem : - , c 7. r d wurde abgew sen. Wir sä offen gcstr r» 25 s. radlic Flugz« uge und 7 Fesselballone ab. Leutnant Jacobs errang seinen 35, Vtzrfeldwebkl Toerr srtnön 30. Luftfieg. Der Erste Grnero'q.'art ermc stec: Ludendorsf. Berlin, 4. OKt., abends. Heftige Angriffe des Feindes beiderseits von Roefelare, nördlich von St. D.rrr* lin, am Chernin des Damcs und in d r Chamxc-g e wurden abgervlesen. Zwischen den Arg,! neu und der Maas sind emeule Durchbruchsverjuche der .unerU. i.c gescheitert. Lut - UFKvm % n* - an -. L«M >V ähnlich im Ansschen, Geruch, Gcschrra^ und in der heutigen Zeit der Surrogate und des Ersatzes, die soaiel Ml'nderwertiges ans den Markt briNjlt, ist es besonders roisscns- wert, M. Guttiu'aiiu's ne ue verbesserte Pfeifenmischung teuuen zu lernnn Jeder, der sie .'.'inmal probiert, wird, ihr stin idigcr reund. 13 jährige praktisch e Erfahrungen aus dein Gebiete' der Rauchtabakherstellung geben die beste Gewähr für die sachgem äs;e Herstellung. Besonders die längere Einwirkung einer starken ko n- zentrierten Tabaklauge matt st M. 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