Bezugspreis 30 Pfg. monatlich vierteljährlich 2,40 Mk., vorauSzahlöar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,80 Ml. — Erscheint Dienstag, Donnerstag u. Samstag. — Nedaktionsschlust früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder dung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Giesicucr Zeitung", Gietzcn. L i p c 5» i t1 o k : Züdanlage 21. Krrzekgenprels 24 psg. die 44 rum breite Petitzeile, für Auswärts 36 Pfg. Die 00 ww breite Reklame-Zeile 100 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs- zieles <3 Taae), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gicßcner Verlagsdruckerei, Albin Klein. i nunijwflB MMM3cow «.ttt . na \-.xcwrr r .*!? ■ •jr'wn ''ra'r.namtf»' Nr. 88. Telephon Nr. 362. Donnerstag, d.u 3. Oktober 1918. T c! e p h o n Nr. 362. 31. Jahrg. Jlnllkbe aeutscde CigesfeericbU. Berlin, 30Sept. Im Sperrgebiet um England versenkten unsere U-Boote 13809 BruLtocegistcrtonnen. Der Chef des Admtralstabes der Marine. 9 . wtb. Großes Hauptquartier, 1. Okt. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprccht. Nahe an der Küste nahmen wir bei einem erfolgreichen Vorstoß einige hundert Belgier gefangen. — Unsere neue Front in Flandern verläuft im Zuge der in der vorjährigen Flandernschlacht ausgeöauten rückwärtigen Stellung von dem Handzome-Abschnitt — Wests, von Roeselare vorbei über Ledegem—Gcluve nach Werv k und dann in der Lhs Niederung nach unserer alten Stellung bei BrmentiercS. Der Feind griff gestern nachmittag zwischen Noeselace und Wervik an. Ec wurde vor unseren Linien abgewiesen. Neben Belgiern und Engländern nahmen wir gestern hier auch Franzosen gefangen. — Vorstöße des FeindrS Zwischen Fleurbaix und Hulluch und Teilangriffe gegen die Höhen von Fromelles und AuberS schctrerten. — Beiderseits von Cambrai setzte der Engländer tagsüber seine heftigen Angriffe fort. Am Nachmittage gelang es einer neu eingesetzten kanadischen Division, vorübergehend nördlich an Camb rat vorbei auf Namillics vorzustoßen. U tec Führung des Gencrallcutnants von Fritsch warf die in den Kämpfen zwischen Arras und Cambrai besonders bewährte württembergisch^ 26. Reserve'Division den Feind wieder auf Tilloy zurück. Auch südlich von Cambrai haben wir unsere Stellungen gegen den mehrfachen Ansturm des Feindes restlos behauptet. Heeresgruppe Boehn. Beiderseits von Le Cateüt nahm der. Feind am Vormittag seine Angriffe zwischen Vandhuille und Jou- court wieder auf. Auch südlich von Jovcourt und südlich der Somme entwickelten sich am Abend heftige Kämpfe. Angriffe des Feindes wurden überall abgcwrrsen. Heeresgruppe Deutscher Kroupriuz. Gk'gen unsere Linien zwischen Aisne und Vcsle und über die VeLle zwischen Breuil undJouch-v richtete der Franzose heftige Angriff-?. Trotz mehrmaligem Ansturm sind sie bis auf einer^Teilerfolg, der den Feind 'auf die Höhen nördlich von Breuil führte, gescheit.'t.'— In b?c Champagne beschrankte sich der Feind auf Teilangriffe ErfMreichs Uhwehr im WefteN. östlich dcr Suippcs gegen St. Marie ä Py, nördlich von Somme-Py U)it> gegen unsere neue Linie, die wir in der Nacht nördlich von Aure und Meryaux bezogen hatten. Sie wurden abgewtesen. Bei St. Marie ü Ph nahmen wir hierbei zwei französische Kompagnien gefangen. — Mit stärkeren Kräften griff der Amerikaner östlich der Argonncn an. Brennpunkte des Kampfes waren wiederum Apcemont und der Wald von Mon- trebeau. Wir schlugen den Feind überall zurück. Ec erlitt auch gestern wieder besonders schwere Verluste. Heeresgruppe GallwiH. Auf dem westlichen Maasufer blieb die Gesechts- tätigkelt auf Störungsfeuer beschränkt. — Infanterie, Pioniere und Artillerie haben an dcr Vernichtung zahlreicher feindlicher Panzerwagen gleichen Anteil. In den letzten Kämpfen taten sich hierbei besonders hervor: die Leutnants Suhlig und Burmeistec vom Reserve-Infanterie.Regiment 90, die Vizeseldwebcl Jolkmann vom Garde Reseive Schützen-Bataillon und Pauguth vom Reserve JnfanteLie Regimr'nt 27, die Leutnants Kerbel vom Feldartillerie-Regt. 40, Schreplec vom Feldartillerie- Regt. 74, Ribbelt vom Feldart-Regt. 108, Mayer und Bcäuer vom Reserve-Feldart.-Regt. 241, Darninghaus vom Res.-Fcldart.-Regt. 63 und Unteroffizier Thele vom Feldart. Regt. 40. Ter Erste Gencralquartiermeister: Ludendorff. » Berlin, 1. Okt., abends. Hastige Angriffe des Feindes in Flandern, beiderseits von Cambrai und in der Campagne wurden abgewü'scn- i • wtb. Großes Hauptquartier, 2. Okt. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: In Flandern, beiderseits von Cambrai und in der Champagne wehrten wir heftige Angriffe des Feindes ab. An rührigen Frontabschnitten: bei St. Quentin, nordwestlich von Reims und westlich der Argonrnn nahmen wir Teile voffpringendlr Linien in rückwärtige Stellungen zurück. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Nördlich von Staden machten wir bci Abw hr feindlicher Angriffe etwa 100 Gefangene. Zu beiden Seiten der von Ipern auf Roeselare und Mcnin führenden Straßen griff der Feind mehrfach vergeblich an. In Ledagen faßte er Fuß. Im Gegenstoß nahmen wir den Ostteil des Ortes wieder. Nördlich von Menin zeichnete sich das sächsische Reserve-Grenadier-Regiment 100 unter Führung des Oberstleutnants v. Sigedi ganz besonders aus. Auch das In antecie Regmt. 132 unter Führung des Majors Panse hat hier bet den letzten Kämpfen Besonders geletstet. Feindliche Teilangriffe südlich von La Boffee wurden abgewiesen. — Der fünfte Tag der Schlacht um Camprai endete wiederum mit einem vollen Mißerfolge für den Gegner. Nördlich von Sancourt schlugen schlesische und kurhesstsche Regimenter achtmaligen Ansturm des Feindes ab. Weiter südlich drang der Feind vorübergehend über Abancourt, Bantigny und südlich von Blecourt auf Cuvtllers vor. Unser Gegenangriff bei dem sich das Reserve-Infanterie Regiment 55 wiederum besonders auszeichnete, warf den Feind über Abancourt und Bantigny hinaus zurück und befreite die tapferen württembergischnr Verteidiger von Blecourt aus der Umklammerung durch den Gegner. Bei und südlich von Cambrai brachten Regimenter der bewährten 3. Marine- Jnfanterie-Division sowie schleswig-holsteinisch: branden- burgische und bayerische Regimenter den feindlichen Ansturm zum Scheitern. Rumillh blieb in Feindes Hand. Heeresgruppe Boehn. Zwischen Le Catelet und dcr Oise verlies unser Front seit vorletzter Nacht östlich von St. Quentin vorbei nach Berthcnicourt an der Oise. Gegen die Abschnitte von Estrees—Joucourt—Lesdin entwickelten sich im Laufe des Tages heftige feindliche Angriffe. Beiderseits Seque- hart drang der Feind ein. Gegenangriff ostpreußrscher und posensche Bataillone unter persönlicher Führung des Divffionskomondeurs Generals v. d. Chevallerie warf Ihn wieder zurück. St. Quentin, in den gestern nur noch Ertundungsabteilungen standen, wurde vom Feinde besetzt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nordwestlich von Reims nahmen wir unsere Truppen von der Beste in rückwärtige Stellungen zurück. Der Feind folgte mit schwachen Abteilungen und stand am Abend in Linie Vintelay—Dillers Franqueux. — In der Champagne nahm dcr Franzose seine einheitlichen Angriffe wieder auf. Sie richteiea sich am Vormittag gegen die Front St. Marie ä Py bis Monthois und im Laufe des Tages geg'e.r unsere Linien zwischen Somme-Py und Aure. Seine Angriffe sind gescheitert. Oertliche Einbruchsstellen wurden meist durch Gegenstöße wieder gesäubert. Neben den schon seit Beginn der Schlacht in Front stehenden preußischen und bayerischen Divisionen zeichnete (Fortsetzung auf der 4. Seite.) ■«£? £ ei Verkaufen und Versteigerungen aus £uU\+j} 3 | - , * V|V- 5 \ ^ sr v > + i j \ N*' *Vi Vo r ► jrr&L P vcmaltm C. • f* * , T» • Xf 1 rt- A :■ ,-r V ‘ ; •••» fl i» 1X A “Vr 3/ V + l' j Uv + mehr gebraucht werden, kann r Ck schlung an Geldes Statt durch Hingabe von Kriegsanleihe geleistet werden. Diese Vorsihrift.erstreckt sich auf alles, was zur Abgabe an die Bevölkerung frei wird, also insbesondere auf Pferde, Fahi zeuge und Geschirre; Feldbahngerät, Ukotor- lokomotiven und Kraftfahrzeuge nebst Zubehör; Futtermittel und sonstige Vorräte; land- '-Y 4 V 4- j ! / •’ 4 Vsy* «r t V» y 1* Aslivil 4- > I i VV-VS»». j V »V Y^Vv*ft *r /j ?' v 5 cix *4 m t-'i ti t i) -n A : 1 - ■>'+>' v V- 1"' ; 4.4) vj y -yj U v i 1 ^ »i vd/ v-lti tl 1 ^ v i 1 S t & 14- W 0- i K V1 4 ' *.*/ Ql : vtv »i i| \ t> l i V ^ U ’i iV VD' v v ii^C » - « ,■ yi \ v- .) / z. 'U >) i ly y I / ' /*■ fr, * . > sonstiges L>nutz Äolz i Käufer, welche die Bezahlung in Kriegsanleihe leisten, werden bei sonst gleichen Geboten bevorzugt. Die Kriegsanleihe wird zum vollen Nennbeträge mrge- rechnet und bis zur ^öhe des Kauft oder Zuschlagpreises in Zahlung genommen. — 7lls Kriegsanleihe in diesem Ginne gelten sämtliche B/oigen Schuldverschreibungen des Reichs ohne Unterschied sowie die seit der 6. Anleihe ausgegebenen 4 V 2 % igen auslösbaren Schatzanweisungen. Also: PAir die Kriegsanleihe, nicht der Besitz baren Geldes, bietet Sicherheit dafür, daß der Landwirt und der Gewerbetreibende das, was er braucht, aus den: freiwerdenden MMMS Pevüo.te mfr R -olEotte aller 7ftt. KrLegsgerät erwerben kann. Zu MdeMrgs GeSuttstsg. <7 - (2. Oktober) P Don Walter Dloem. An sonnenlichtem Tage Feste zu feiern, ist leicht. Dem Sieger zuzujubeln im Augenblick, da er lorbeergekrönt durch das Triurnphior einreltet — das bringt der Feigste, der Lrbärurlichste fertig. Dem Kämpfer, dem ringenden Hilden zu huldigen Ln dunklen Stmrüen der Schicksalsprüfung, des Rückschlages — in solchen Zeiten gläubigen Herzens, tröstenden Auges vor ihn hinzutreien mit dem Gelöbnis im Blick und Herzen: Du bist dennoch, bist gerade jetzt unser Held und Hort — dazu brauchss schon einer (Stejmmmg, die selber Heldentum ist. Seit das deutsche Volk in einer Einstimmigkeit des Empfindens, wie es solche selten einem seiner VorMmpfer Lsl Lebzeiten entgegengetragen, seinem Generalissimus im Krieg der Kriege zum siebenzichsten Geburtstag entgegen- jubelte, hat sich viel Gewaltiges begeben. Im Osten ist Friede geworden. Kein Friede, der uns vollauf beglücken könnte. Eine ganze Herde von Sphinxen scheint dort gelagert, starren Rütselblicks, die Tigerpranke wie zu neuem Hieb der Tücke gerrampft. Immerhin: Waffenruhe, ftir ,Gegenwart und Zukunft, feierlich verbrieft »von jenen, die in den vormals feindlichen Ländern die Machthaber der Stunde fini). t _ rir Und im Frühjahr holten wrr zu dem furchtbaren Schlaoe gegen unsere westlichen Gegner aus, ixm dem der jüngste Rekrut in der Front und das ärmste Bäuerlein da- heim im entlegenen Waldtal hofften, daß er entscheidend, daß er für unserö Bedränger vernichteird sein würde. Ob der, welcher chn leitente, ob Hindenburg und sein getreuer Kampfgesell die gleiche kindliche Zuversicht gehabt haben mögen? Wir dürfen es bezweiselir. Der stopf weiß meift mi)t, als die Hand, als das Schwert, das sie führt. Gewaltige Erfolge wurden uns zuteil. Es schien um manchem Tage, als feien die wilden Stegeswochen des Vormarsches von 1914 neu gekommen. Doch der Widerstand der Feinde versteifte sich von Stunde zu Stunde. Und schließlich setzte eine machtvolle GegenrÄrkuna der Weltmächte ein, die uns einen großen Teil des Erkämpften wieder aufgeben ließ. Da tat Hindenburg, was er nicht zum erstenmal in diesem fabelhaften Gigantenringen getan: er gab den Befehl, der in deutsche Soldatenohren mißtönig schrill eingeht: den -Rückzugsbe- fehl, der alles Eroberte der Frühjahrs- und Sommerkämpfe dem Feinde wieder überließ. Und heute stehen wir von neuem fast in den Ausgangsstellungen der Kämpfe dieses fchreckensoollen Jahres. Ahnt ihr, was das für einen Feldherrn bedeutet?! Habt ihr eine schattenhafte Vorstellung, was in einem Men- fchenherzen vorgeht während solcher Geschehnisse — in je- nem Herzen, das wohl ein auserwähltes Werkzeug des allmächtigen Lenkers aller menschlichen Dinge ist — das aber derrnvch eben auch nur ein Rlenschenherz ist, mit der Wucht von einundsiebzig Lebensjahren, von vier furchtbar langen Ichren die Verantwortung für Millionen Soldatenleoen trägt, für das Schicksal eines ganzen Völkerbundes, einer Welt von Menschenglück und Menschenweh?! Und unser Hindenburg ist kein eiskalter Napoleon, kein Cäsar, der unerschütterten, unbeweglichen Herzens über die Leicheirberge der Schlachtfelder hinritte. Schaut ihm ins Auge, dessen leid kundigen, vergangenen Blick jeder Deutsche kennt, und versucht zu begreifen, was dieser Mann um euretwillen duldet und leidet! Merkt, wie er euch braucht — euch alle, jeden einzelnen unter euch: Mann, Weib und Kind, den (Ärldaten und den Arbeiter, den Streiter und die Dulderin! Und gelobt chm als Geburtstagsspende, was er mit so unvergänglichen Taten sich erkämpft, was chn und euch stark umcht: Euer Vertrauen! Unser Verbündeter Österreich-Ungarn hat noch einmal i*— ja, wirklich noch einmal unseren Feinden die Friedenshand hingestreckt. Auch diesmal haben sie sie cusgeschlagen. Wohlan, es weiß der Einfältigste in Deutschland, was unsere Feinde wallen — unser aller Vernichtung! Nun, wenn es denn sein muß — dann laßt uns alle den Feinden zeigen, daß sie uns noch immer nicht kennen! Hindenburg, des seid gewiß, der wird chnen zeigen: sie kennen chn noch immer nicht! Sie sollen chn kennen lernen: chn und uns! Das Gebot der Btim&e. Auf, deutsches Volk, die Flammenzeichen rauchen! So begeisterte vor mehr als hundert Jahren ein deutscher Sänger das deutsche Volk. Am 31. Juli 1914 zitierte man wieder dieses Wort — und vergaß es bald. Weil unsere Heere überall siegreich waren, wiegte sich das Volk in Sicherheit. Der Massrngegner Rußland wurde gefchla- gen. Im fünften Kviegsjahr zeigt stch nun doch ein anderes Bild. Bulgarien ist militärisch zusannnengebrochen. Das bulgarische Volk, das seit 10 Jahren schon an den Kämpfen auf dem Balkan beteiligt war, war noch nie so übe! daran wie jetzt. Die Ernährung ist schlecht. Die Politik wird von einer ganz dünnen Oberschicht gemacht, von Leuten, die ihre Gesinnungen nicht aus den Wurzeln des Volkes, sondern aus den Goldbeuteln anderer Staaten holen. Unsere Feinde wollen mit Bulgarien nur über den Frieden verhandeln. Das kann nach Lage der Dinge aber nur ein bebingungs- loser Friede sein. Das Verbindungsstück Bulgarien soll aus dem Vierbund herausgerissen werden. Solche Geschehnisse reizen Rumänien, mit dem wir einen Frieden ge- schlossen haben, der politisch wie taktisch unklug war. Die Lage ist ernst, desto energischer muß der Mille zur Lösung aller dieser Fragen zur Geltung kommen. Dann wird es uns gelingen. In solcher Stunde hat sich innerpolitisch eine Konsokb dierung vollzogen. Wir sehen immer mehr Einigkeit aus den politischen Parteien erstehen. Von Links nach Reckte geht durch die großen Parteien ein Ahnen jenes Geistes, den 'die Freiheitssänger von 1813 gepflegt und gefördert haben. Es gibt kein Wort, das unsere Lage von heute besser bezeichne te als Arndts geflügeltes Wort: Die Flommenzeicheu rauchen! Jeder Daterlandsfreund wird stolzen Mutes auf seine Volksgenossen schonen; er wird chnen allen die Hand reichen zur neuen Versöhnung und zum neuen Gelöbnis, jetzt alles zu tun, um die Existenz des Vaterlandes zu sichern. Vaterland ist kein theoretischer Begriff. Er ist für uns Deutsche die Summe all der wertvollen Einrichtung«" . die kein Er- Lenvolk außer uns besitzt; er ist der geistige I ^lt all besten, .oas deutsche Wissenschaft und Technik seit I hrhunderten e. sonnen, wenn auch die, die solcher Geistesarbeit dienten, u als Schwärmer und Dichter bezeichnet worden sind; ^aterlarch iit für uns aber auch der Degrisf, in den, mir alle unsere Existenh haben, dem wir die Möglichkeit unserer Ernährung und Fortbildung danken. Für dieses Volk gibt es in dieser ernsten Stunde keine andere Parole als die: »Frisch «»fl - Es entstehen militärische und politische Notwendigkeiten, die unbedingt und unter allen Umständen jetzt durch- geft'chrt werden müssen. Es gibt nicht mehr Raum zum Straucheln; es ist nicht mehr Zeit zrun Überlegen. Freuen wir uns, daß diese Einigkeit auf dem Wege ist! Freuen wir uns, daß es sich nicht mehr um einen politischen Block des Zufalls handelt! Freuen wir uns, daß die nationale Verteidigung zur Parole wird für alle, dis überhaupt noch denken mrb den Ernst der Stunde erfassen. Wer jetzt nicht untergehen will, wer nicht das Schicksal erleben will, unter englischer, französischer und amerikanischer Oberhoheit für fremde Mächte arbeiten zu müssen, der komme nun freiwillig und verzichte auf Genüsse des Augenblicks. Schon Schiller ließ seinen Freiheitshelden das schone Wort sagen: Seid einig, einig, einig! RMrM ftes MWkMkrs mh des AMZKlrMrs nm Mtze. TU. Berlin, 30. Gspt. Der Berliner Zeitung zu- folae hat der K Ifcr dis RSStrlttsseknche des Reichskanzlers und des Staatssekretärs des Auervüriigru o. Hintze anaenom- men. Die Entscheidung über die Person der Nachfolger ist noch nicht gefallen. Nu Erlatz des Kaisers. WTB. B e r l i u, 30. Sept. S. M. der Kaiser hat an den Reichskanzler Grafen v. Hertlkng folgenden Erlaß gerichtet: Ew. Exzellenz haben mir vorgsschlageu, daß Sie sich nickst mehr in der Lage glauben, an der Spitz; der Regierung zu verbleiben. Ich wiü mich Ihren Gründen nicht verschließen und muß mit schwerem Herzen Ihrer weiteren Mitarbeit entsagen. Der Dank des Vaterlandes für d!e von Ihnen durch dle Über, nähme des Reichrkanfleramtra in ernster Zeit gebrachten Opfer und die von Ihnen geleisteten Dienste bleibt Ihnen sicher. Ich wünsche, daß das Deutsche Volk wirksamer als bis- her an der Vestimmnng der Geschicks des Vaterlandes mitarbeite. Es iffbahrr mein Wille, daß Männer, dir von dem Vertrauen des Volkes getragen sind, in weitem Maße an den Rechten und Pflichten der Regierung tsilnehmen. Ich bitte Sie, Ihr Werk damit abzufchließen, daß Sie die Geschäfte web ter führen und die von mir gewollten Maßnahmen in die Wege leiten, bis ich die Nachfolger für Sie gefunden habe. Ihren Vorschlägen hierfür sehe ich entgegen. Großes Hauptquartier, den 30. September 1918. gez. W i l h e l m I. R. gegengez. Dr. Grafv. Hertlkng. bb. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Das Schreiben, in dem der Rücktritt des Grafen Hertling bewilligt wird, ist von einem in Form einer feierlichen, von dem zurücktretenden Staatsmann selbst gegengezeichneten kaiserlichen Erlaß begleitet. Er enthält ein Reaierungsproarawm nan rin^r wuchtigen Bedeutung, die in der bisherigen Geschichte des Reiches nicht ihresgleichen hat. Was den Abschied Kanzlers von seinem Amt auszetchnet, ist dis natürliche Ergänzung des Bildes, das sich die spätere Zeit von dem setzt scheidenden Kanzler machen wird. Ein aufrechter, klar blickender Staatsmann, der am Abend seines Lebens in kritischer Stunde wiederholt um die Übernahme des höchsten Reichsamtes angegangen worden ist, eröffnet durch seinen Rücktritt den Weg zu einer Entwicklung, die der Kaiser als seinen Wunsch und Wällen bezeichnet. 'Das Leitmotiv, das durch des scheidenden Kanzlers Reden und Handeln bis in die allerletzten Tage hinein aing, war die Sorge um die Einigkeit des Volkes, das Bestreben, überall das Einigende zu betonen und das Trennende wegzurävnien. Die Reden von der Volkseinigkeit müssen wieder heiliger Ernst werden und wenn wir endlich den inneren Fo'eoen schaffen, der die erste Vorbedingung ist für einen äußeren Frieden, wie er von deutschen Männern geschlossen werden kann. — Das B. T. schreibt: Mit der Einsetzung von Parlamentariern in die Regicrungsämter wird die Umgestaltung des Staats- aebäudes nur ermöglicht, keineswegs vollzogen. Die Reform, hie auch eine Reform des Geistes sein muß. Ist nicht vollendet, sondern sie beginnt. * Schneller wie erwartet ist der Rücktritt des Reichskanzlers und auch des Staatssekretärs des Auswärtigen erfolgt, ohne daß bisher die Nachfolger schon ernannt sind. Graf Hertlkng wird zunächst noch eine, Festigung und Ordnung der innervolitischen Verhältnisse vornehmen und noch dem neuesten Erlaß des Kaisers der kommenden Reairrung die Wege ebnen. Man torf erwarten und hoffen, baß die Klärung recht bald erfolgt und eine Regierung des ctTTfctt!« gen Vertrauens und der nationalen Verteidigung alle Mlttel mit der erforderlichen Energie anwendet, um auch die Außenpolitik in die richtigen Wege zu leiten. Der Ernst der Stunde erfordert gebieterisch einen geschlossenen Willen des ganzen Volkes, alles in den Dienst des Vaterlandes und seiner Verteidigung zu setzen. Die nächsten Tage und Wochen entscheiden für unsere ganze Zukunft, für Freiheit, Sein oder Nichtsein. Wir haben das Vertrauen zu der ftnars- männifchen Einsicht des Grafen Hertling, daß er feiner Auf. aabe gerecht wird und die schnelle und sichere Überleitung schafft zu der kraftvollen Regierung der nationalen Verteidigung. Das Entlassungsgefuch von Hintzes. TU. Wie die Germania erfährt, bat Staatssekretär van Hintze zwar dem Kaiser sein Enttassungsgesuch überreicht, doch ist darüber eine Entscheidung v ch nicht getroffen. Sie dürfte erst in den nächsten Togen zu erwarten sein. Die Kandidatenliste. bb. Wer Reichskanzler wird, st"' zur Stunde noch nicht fest. In parlameniarflchen Kreiie.. werben als aussichtsreiche Kandidaten Vizekanzler v. Payer und Staats minister Dr. Solf genannt. Daneben tauchen auch die Namen des Grafen Monts, des Grafen Posadowsky, des Grafen Brock- dorfftRonjum und des Generalgouverueurs v. Beseler auf. An eine Kandidatur des Raichsschatzsekretars Grafen Roe- dern will man in parlamentarischen Krei n nicht glauben. Auch das preuLWe StüMMisterirm tritt zurLL TU. Das Preußische Starttsministerlum ist gestern nach- mittag zn einer Sitzung zufammeugetreten. D^m Vernehmen nach haben die jetzigen Vitglieb-r dem Kaiser ihre Portefeuilles zur Verfügung gestellt um ihm und dem Parlament Freiheit zur Bildung einer neuen Regierung zu geben. Die sämtlichen Staatssekretäre haben bereits im Verlaufe des gestrigen Tgg"s ihr Nllcktrittrgsft'ch ützorreicht. Dle Ent- fchUeßnng darüber dürfle nach Abschluß der Verhandlungen mit dem Parlament in den reckst?.', ^ageu erfolgen. Die Verbau dl unqeu darüber ü'-'d not)» nW a boe schloss »u. Die VMaMungen im ZauptausMZ. WTB. Berlin, 1. Okt. Der Hauptausschug des Reichstages trat gestern nachnüttag wieoer zu einer Sitzung zu- sammen. Don der Negierung waren erschienen Vizekanzler von Payer, Schatzsekretär von Roedern, fast sämtliche Unter- staatssekretäre und eine größere Anzahl von Mitgliedern des Bundesrats und des Reichstages. Vor Eintritt in die Tagesordnung nahm der Präsident des Reichstages. Fehrenbach, Stellung zu der heutigen Meldung des ^Berliner Tageblatts^ dahingehend, er hätte vor der Abreise des Reichskanzlers diesem im Aufträge der Mehvheiteparteien Uner'^'Uiches untgeteilt. Diese Meldung berührt meine Stellung " Prä- sidrnt. Ich fungiere nicht als Vertreter der Mehrhcitspar- teien, sondern als solcher des Reichstages und habe an den Besprechungen der Mehrheitsparteien nnch nicht beteiligt. Entsprechend einer Einladuna des Reichskanzlers besuchte ich diesen vor seiner Abreise. Das zur Klarstellung. Hierauf nahm der Stellvertreter des Reichskanzlers o. Payer oas Wort und erklärte: Ich habe hiermit Kenntnis zu nehmen von einem kaiserlichen Erlaß an den Reichskanzler. Für diesen Erlaß, durch den der Kaiser dem ernstlichen Mllen Ausdruck gibt, daß dem Wunsch des nun schon seit Jahren nur Gewaltiges leistenden und ertragenden deutschen Volkes nach einer verstärkten Mitwirkung bei der Leitung der Geschäfte des deutschen Reiches weitgehend Rechnung getragen werde, ^bühre chm unser aufrichtiger Dank. Im Aufträge des Relchskanzlers werden wir heute noch in Beralunoen mit den Fichrern der einzelnen Parteien über den besten Weg, zu diesem Ziele zu gelangen, eintreten. Wir haben die sichere Hoffnung, daß es uns gelingen wird, in kürzester Frist diese für die Zukunft unseres Vaterlandes höchst de- deutfame Entwickelung zu einer unsere Einigkeit und Kraft stärkenden Lösung zu bringen. (Die Verlesung des kaifer- lichcn Erlasses wurde mit Bravorufen cuffaenommen.) Der Vorsitzende des Ausschusses, Abg. Ebert. schlug nach diesen Mitteilungen vor, sich zu vertagen. Die Abaq. Ledebour und Eohn von den Ilnabhängkaen Sozialdemokraten widersprachen diesem Bovschlage. Fehrenbach verwies diese Redner auf die vorausgegangene persönliche Unterredung, in weläET er sich auf den Standpunkt stellte, daß der Reichstag nach Benehmen mit der Regierung auf Wimsch der Mehrheitspar- teien e'mberufen werden soll, jedenfalls aber dann, wenn die gegenwärtige Regierungskrise ihren Abschluß gefunden habe. Er schlage vor, daß der Ausschuß nicht auseinandergehen, sondern sich auf einen späteren Zeitpunkt vertagen solle. Dieser Vorschlag fand allgemeine Zustimmuirg. Rur die Un. abhängigen Sozialdemokraten glaubten, sich nicht damit be- richigen zu können. Schließlich machte der Vorsitzende unter Berufung auf die einschlägigen Bestimmungen der Geschäftsordnung den Einreden der ilnnbh. Soüaldemokraten dadurch ein Ende, daß er ihnen das Wort nicht mehr erteilte. Die Sitzung wurde hierauf auf unbestimmte Zeit vertagt. Gemeinsames Programm der Mehrheitsparteien. TU. Die Mcbrbeitsparteien haben ihre Beratungen über ein gemeinsames Attionsprogramm beendet. Da» Programm ist bereits so gut wie fertig nnd lehnt sich eng an bas Mindest- Programm der Sozialdemokratie. Parlamentarisierung. TU. Die vom Vizekanzler anberanmten B-ratuugea mit den Parteiführern fanden gcstsrn abend im Rrichsamt des Innern statt. Der Vizekanzler v. Pager und der Staatssekretär des Reichsschatzamtes Graf Roedern empfingen nach- einandsr die Führer der einzelnen Fraktionen, auch die der Polen nud der unabhängigen Sozialdemokratie. Herr von Bauer fragte, wie sich die Parteien die Parlamentarisierung denken, ob durch ein Koalitionsminiftsrinm, das sämtliche Parteien umfassen soll, oder durch ein Knbin"tt, in dem nur die Mehrbeitspartkien vertreten sind. Die Reckte sowie die Unabhängigen Sozialdemokraten erNLrten, von ihrem Standpunkte an» an einem solchen Kabinett nicht teilnehmen z« können. Man müsse dies den Mehrheitsparteien allein überlassen. Buch die Nationalliberalen fchriusn nicht große Neigung zu bab^n, dem Kabinett bekZntreten. Zerr von Paper erklärte a'wtzrücklich, daß sich die Parlamentarisirrung nicht nur auf di- Relchsämter. sondern auch auf das Preußische Staatsministerlum erstrecken soll. bb. Der Vorwärts teilt mit, daß in den gestrigell Besprechungen zwischen den Sozialdemokraten, der fortschr. Volks- pavtei nnd dem Fenimrm bereits eine we!iael>ende Über- einstimnumg über die so-ialdemokraiiscken Forderungen erzielt wurde. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion se» für Mittwoch zu einer Satzung einberufen. Heute soll zwi- schon den Parteien über die Personenfraae verhandelt wer» den. Die Zeit erfordere ganze Männer mit festem Entschluß. Wir brauchten nickt So-ss^ldenwkroten als Minister, sondern sozialdemokratische Minister, Männer, die in ihrem Amt das blieben, was sie seien und mit leidenschaftlick^r Eneroi» iür das wirkten, was sie als Sozialdemokraten für rtchttg hielten. Der Zusammentritt des Reichstages. TU. Der Ältestenansfchuß des Reichstages tritt am Mittwoch zu einer Sitzung zusammen und wird sich mit der Frage der Einberufung der Vollversammlung des Reichstages de- Ichäfttgen. Die GrchkMuzse im WMen. WTB. Berlin, 80. Sept. Abends. Amtlich. In Flandern im allgemeinen ruhiger Tag. Erneute Massenangriffe der Engländer gegen mrd bridersrtts Cambrai sind un- ter schwersten Verlusten für den Feind gescheitert. Westlich Le Latelet haben sich am Abend Kämpfe entwickelt. In der Ehanrpague validen Teilangrisfe der Franzosen, östlich der Argmrnen starte Angriffe der Amerikaner abgewissen. I WTB. Die Zurücknahme hinter den Handzameab- schnitt in der Nacht vom 28. zum 29. 9. verlief planmäßig. Gegen Milternac't setzte der Belgier seine Angriffe mit star- I ken Kräften von - rdöstlich Dixmuiden bis gegen Houthoulet ohne Erfolg fort. In den Nachmittag- und Abendstunden litten weitere heftige Angriffe zwischen Zarren rmd Moors- iede -ur südwestlich Staden geringen Erfolg. Der 9 Ichr vormittag in Richturrg Gomen eingebrockene Gegner wurde am Nachmittag auf Houthrm zurückgeworfen. Der feindlichr Flie."reinsatz an den Eindruckstellen war außerordentlich start.^ Nachdem an der Cambraiftont die Schlackt südlich der Straße Arr. ^Eanckrat bis ln die Nacht vom 28.°?9. angedauert hatte, setzten vom Seeabschnitt bei Arleux bis nördlich St. Ouentin 4 Uhr morgens auf der aanzen Front stark»» Ar tilleriekämpfe ein. Gegen 6 Uhr verstärkte sich das feindlich Feuer zu größter Heftigkeit. Der bei Arleux in einem Tekb verstoß einaedri'irgene Gegner wurde wieder zurückgeworitn Gegen 7 Uhr vormittags traten dle feindlichen Stnrmwellen von starken Panzerwagen- und Flu^esckMadern unterstützt von Epinoy bis zum Omignonbach gm Angriff an. Epmoy ßnff tr.r Feind allein « «uU an. 3>to ^"a.r*nd de« sansev ttrti’ft icürocif« nach stärkster Feuervr obere itung wiedccholten /Endlichen Anstürme führten zu erbitterten. M* in die fc/un- fetortt andauernden Kämpfen. Beiderseits Gouösoucn'.rt veim> er >e.no SLnrmtruppen in gepanzerten Lasttrastwag^n -bis in das oor- ilqe Kampfgelände heran,'ckraffte. ZrRkchen Gou^saneourt und Omignonbach wurden gegen 50 zerschossene Lanks gezr.Y.t. Bei der Tankabwehr zeichnete sich besonders das Feld^Art.- Reaiment 108 und das Reservebataillon des Mo-Art.-^Ägrs. 241 aus. Die blutigen Verluste des Feindes sind^ außerordentlich hoch. Eine Brigade der 3. kanadischen Dtvtnon me.- dcte durch Funkspnuh allein 54 Offiziere und riber 1050 Mann an Toten und Verwundeten. Südlich des Onngnon- baches begann der feindliche Angriff 8,30 Uhr morgens.. In zäher Verteidigung wiesen hier unsere Truppen alle bis »um Abend mehrfach wiederholten feindlichen Amrürma ao. We,t« lich St. Quentin kam ein anscheinend beabpchtvgter selnokäM Angriff in unserem erfolgreichen Mwebeleuer nicht zur fcni- Wicklung. Beiderseits Orvillcrs entwickelten sich nach kurzem starkem feindlichen Feuer Tcilangriffe, die unter Ombel)alt einer größeren Anz-adl Gefangener restlos angewiesen wurden. festlich des Suippes machten w,r rn örtlichen Kämpfen am Hexenberg eine größere Anzahl Gefangener. Das starke Artiiteriefeuer griff auch auf das Hoch engelande westbch der Suippes über. In der Champagne begann der tis,gegliederte feindliche Angriff am Vormittag gegen 8 Uhr nach vorher- gegangener starker Feuervorbereitung. Der Hauptdruck lag -wischen Somme-Ph und Ardeuil. Gegen Abend, griffen starke Fliegerocrbände in den Endkampf ein. Der wiederholt mit Panzerwagen gegen dir Höhen südwestlich Apremont an- stürmende Feind wurde abgeschlagen, östlich Älpremont er- folgte am Vomnittag in Richtung Exermont nach mebvsach abaewicsenen Tankangrifsen ein amerikanischer Einoru.ch. Eigener Gegenstoß warf den Feind über seine Ausgangsstellungen zurück, gufa-mmenaefaßtes Artillemefeuer schlug vernichtend in den zurückflutrnden Feind. Glerchzeltm wur. e Avremont, das bereits mehrfach den Besitzer gewechselt hatte, zurück-',enmnmen. Zwischen Lierges und Drisulles rannte der Amerikaner mit starken Truppen 8 Uhr vormittags beginnend mehrfach gegen unsere Linien an. Ein 4. gegen den Südrand r.^s Waldes von Eunel am Nachmittag unternommener Ansturm brach im zujammenqcfaßten Artillerie- und Maschinen- aewehrfeuer ebenso verlustreich-zusammen, wie seine übrigen Anstürme bei Diera es und Drieulles. Das 3. Bataillon des Inf -Regts. 150, das am 23. bereits 10 feindlickn Anorff,-« oboewiesen hatte, schlug gestern wiederum zwei feindliche Lankangriffe ab und brachte 10 Tanks zur Strecke. Drr englische Bericht. bb. In dem amtlichen englischen Bericht heißt es: Die Marinedtvision und die Kanadier drangen in die Außen, viertel von Cambwi ein. Die britischen Truppen machten in drei Taaen 20 000 Gefangene und erbeuteten 300 Ka- öanen. Aus dem letzten örtlichen französischen Bericht onuyt hervor, daß die Franzosen den Höchstpunkt des Damen-, rdeaes erreichten. Sie sind zwischen Ailette und Arsne nao.) dem letzten amtlichen Bericht rund 3200 Meter duvchschnitt- Sich vorgerückt. — Rach einem amtlichen Bericht aus Palästina stieg die Fahl der von den Engländern bis zum 27. September gemachten Gefangenen auf 50 000, die Zahl der erbeuteten Kanonen auf 325. Zum dsuisch-eugltfchs« Gcfaegeueru-.bkommen. WTB. Berlin, 1. Okt. Reuters Bureau hat kürzlich die Halbamtlichen deutschen Erklärungen zur Frage der Boll- ziehung der deutsch-eiuglischen Vereinbarung vom 14. Julr dieses Jahres über Kriegsgefangene und Zivilpersonen als ungenau bezeichnet, aber dabet keiirerlei Tatsachen Vorbringen können, wodurch die Erklärungen entkräftet werden. Diese werden vielmehr voll aufrechterl-alten. Der Sachsiand ist gegenwärtig der, daß die deutsck-r Regierung den Abänderungsvorschlag der britischen Regierung zu der Ver- einbarung abgclehnt hat. Dieser ging dahin, baß die U- VooLLesatzungen von der He-imbejörverung völlig a-usge- sthlonen werden sollten, was für die deutsche Regierung unannehmbar ist. Deutscherseits ist die Vermittlung der niederländischen Regierung in Anspruch genommen wor- den, um der britischen Regierung die Bereitwilligkeit zur Vollziehung der Vereinbarung auszuspreclxi, falls gen,aß dem von den deutfcl-en Vertretern boi der Unterzeichnung gemachten Vorbehalt die Lage der Deutschen in China unter englisck)er Mitwirkung eine befriedigende Regelung erfährt. Bon der britischen Regierung hängt es nunmehl ab, ob die Vereinbarung vom 14. Juli zur Durchführung gelangt. Der österreichisch-unsarUHe tzeeresLerjcht. WTB. Wien, 50. Sept. Amtlich wird verlantburt: Auf ve» italienischen Kriegsschauplätze erfolgreiche Pirirourllen- unteruehmungen. Unmittelbar westlich des Ochrlda-Sees ha- ben wir, der Lage an der bulgarischen Front Rechnung tragend, nach örtlichen einen Gelönbestreifeu geräumt. Der Chef des Geueraistsbe». Mmge Frsgrn. Don einer Persönlichkeit, die in den letzten Tagen fortgesetzt mit den umßgebeiwcn Rolchsstellen und Mtgliedern des Reichstages verhandeln konnte, erhalten wir folgende Darstellung: De' Sonderschritt Malinows hat angeblich die deutsche Regtcru"J überrascht. Schon vor einigen Taarn war es llar, daß mit einem jolchrn Plan des bulgarischen Wnisterpräsidenten zu rechnen war. Politiker, Militärsund Kaufleute, die sich in Sofia aufhielten, haben seit langem die Gefahr erkannt und gewarnt. Im Auswärtigen Amt war man aber gerct; in sin weiß daß seine Frau eine Russin ist. Und ihn hat mau als oeu großen Deutschenfreund gefeiert! Die Entwicklung irr Bulgarien ist vielleicht wieder einmal ein Be- mit dafür, daß wir in Veutichlmrd zu se'ttimenlal vorgehen. Mer abgesehen versteht uin es nicht, lote dir deutsche Neglorung es venia-cht Hai, Vertrüge mit Bulgarien abzu- schließ,»», die so dehnbar ftlch, da^j ein berart^ier Schritt :^cm E.>i ntchss voa ?4e(cji Gerüchten/ Ferner v»»b«bEc^ n»:ch 'v^rbcn: lst es richtig, daß i Dkjlituw 4 '•*» aun.cickastst'chi: schaft ln Gosia, der natürlich der unbehinderte Drahtvsr- kchr' mvgblch war, mit dein Entente-Oberkommando in Saloniki verhandeln konnte? Ist es ferner richtig, daß der Rückzug der bulgarischen Trnrpprn bis zu einem gewissen Grad sogar verabredet war? Das deutsch- Volk und seine Vertretung, der Reichstag, hoben heute nicht nur das Recht, fsndsrn o«ch di« Pflicht, ote Antwort auf soW« Fragen zu erlangen. Auch auf deutscher Seils find tn den bulT-arifck'en Angelegenheiten einige Fehler gemacht worden, dir man offen zugeftHen muß. Da cM es nichts anderes als dl« eine Forderung: Ungeschminkte Wahrheit! - Str kuWcMr Kerresderfcht. Sofia, 30. Sept. GrNsralstoLsKerliüt vom 20. Gept.: Mazedonische Front: Westlich des Wardar setzten uuserr Einheiten ihre Brwrgnngen plangemäß fort. FDlfchen Wardar und Struma Kämpfe der Nachhuten mit schwachen feindlichen Kräften. Im StrAmatsle erfo?gre!che PatrouiLengesechte. Die bul§arks'.hs Abrrtznrrng beim Feinde. bb. Reuter meldet aus Paris: Der französische Ober- komuwndierende in Saloniki empfing die bulgarische Abordnung, die über die Bedingungen eines Waffensit Mundes unterhandeln sollte. Cie besteht mis dem bulsrcrrischrn Ft.wnzminister Ltpketoff, dem kommandierenden General der 2. bulgarischen Arms«, Lukeff, und dem früheren TU- nister Rad eff. zcMst Dir BeHingungen der Erbrüt« für Bulgari?«. db. Dl« holländische Press« sagt zu der vorläufigen Antwort der britischen Regierung auf das Waffenftillstmidsan- gebot Bulgariens, daß der Frieden, der sich in dieser Antwort und in den englischen und französischen Pressest'immen der letzten 24 Stunden cxbzeichnet, sich s^r wenig von demFrieden von Litaulsch-Brest, der von der Entente fortgesetzt als schändlich bszoichnet wird und den sie bekämpfen zu müssen vorgibt> unterfchedbet, im Gegenteil, er enthält dis Richtlinie eines viel entehrenderen und ernlvdrtgeirderrn Frirbensfchiusses als der von Litauisch-Vrest. Es ist sehr wohl Möglich, daZ dieser Frieden fllr Bulgarien eine Wolfsgnibr wird, weil die Entente die Regelung oller territorialen Fragen der späteren Frlc- dencckonfercnz Übertragen will, wo Bulgarien vielleicht noch schlechter abschneiden wird als steut«. König Ferdinand v«rfichsrt feine Bsudestreue. Berlin, 1. Okt. Wie wir bestimmt hören, hat Könkg Ferdinand von Bulgarien an Kaiser Will>elm ein Telegramm gerichtet, in welchem er ihm in gleicher Weise wie in seinem Telegramm an den ^riser von -östrrrsich seiner Vunbrstreue versichert. Neues bulgarisches Kabinstt. bb. Laut Voffifcher Zeltuug bst d?r Einmarsch der demt- scheu mib der bftcrrrichisch'kngorische« Truppe« in der Haupt- stadt Bulgariens im «Lgemeiue» eine q»te Wirkung a«sg«- kbt. Dem Bernshuken nach stehe die BUbung eines previfsri- fchen Ka^netts bsvüt, in dem auch mehrere General« Platz l.whtn x-erdc«. Mit der Leitung des Kabinetts foH Pefchrw betraut Verden, der Ut Ministe;um Rvdoelaworv UaterrM^. 4 «- miuistrr »ar und der in der Ssüranje ÄH«r einen grußLn Anhang verfügt. Die Lage in Sofia. TU. W l t w, 1, Okt. Die Blätter erf-ahrrn von rmt«rr:H- teter Seite, daß die La^e in Sofia nach wie vor uugekiLrL ist. Feststeht, daß in drr SoLranje sich elu starker Widerstand gegen Mauuo« heL-.erkL»ar macht und sich um den früheren Minister- prÜsidenteu Radsslawow alle jene bulgarischru Patrioten schar««, welche mit dem Frlsdrasschrltt Malinows nicht einverstanden siud. Diese werden in bu Sobranje den Kampf gegen Malinorv anfnehmen. Dür Bs«bestreue der Türkei. WTB. KoxstLntinopel, l. 'Okt. Das osm-anische Volk hat die Probe, aus die es die bulgariscl)« Nachricht stellte, vollkommen würdig bestanden. Die erst« Überraschung wich ruhiger KaltblütigÄt, besonders nach dem Ely' ■ .ffen. der Rach. Acht von der Ankunft deutscher und öfters. ^ ischer Truppen irr Bulgarien. Di« Presse weist darauf hin,' daß «in solcher Schritt von Mckinow, dem Russen- und Ententesremck), seit Antritt in die Negierung erwartet wurde und daß er schon unter Äradoslcnoow die Disziplin der Armee untergrub. Der beulige ^Terdjuman^ erklärt, vielleicht konnte Malinow bei der Auflösung der Armee nicht anders hairdsln, aber Aä> linow verursachte eben die Ltuflösung. Franzisische Presirsiimmr». TU. Das buloarisll^e Friedensangebot rief tn Paris groß« Erregung hervor. Allgeuwin wird mit großer Befriedigung der höflich« Ton der Antwort des Genesis Fvanchet d'Lspe- cey hervorgehoben. Plastisch erklärt im Petit Parisien, man dürfte Bulgarien nicht allzugroßes Vertrauen entgegen bringen. Dos bulgarische Heer sei noch nicht geschlagen und das bulgarische Gebiet noch nicht vollständig besetzt. Der ^Temvs" hebt hervor, daß die militärischen Operationen gegen Ditlga- rien keinen Stillstand erleiden. Wenn Bnlgarisn auch den Friederl wolle, so müsse es ohne weiteres die Fr leben 5-bedin- gungen der Entente annehmen. Der ^Petit Parisien" enrp- fiehlt das äußerste Mißtrauen gegen Bulgarien; bei etwaigvn Frrederrsverl-andlungen könne es sich nicht nur um bi« Zerstörung der bulgarischen Borherrschcrft arff dem Balkan handeln, virlmehr müßten Serbien, Griechenland und Rumänien unbedingt di« chnen gehörigen Gebiete wieder ergingen. H»Ländisch« Stimnreu. VTD. Amsi-erb»'K, 1. Okt. .Het Baberland" schreibt: Selbst rw'nn die Türkei und sogar Osirrre«ch dem bulgarischen Beispiel folgen, wird Deutschland den Krieg fortsetzen. Eine andere Aussicht können wir nicht sehen, es sei denn, daß Deutsch! ri> einen Frieden erreichen kann, der es nicht wirtschaftlich lähmt und deutsri^s Gebiet unberührt läßt. Den Krieg an der wirklichen Hcnrptsrvnt, nämlich der Westfront, führt Deutschland dl>ch so gut wie allein. Die Türke! und Bulgarien sind für Deutschland Bundesgenossen gewesen, demn es mehr geben mußte, als es von ihnen empfing. mer wieder muß Deutschland bei springen, um ihnen aus der Not zu helfen. Nun kann es feilte Kräfte, dir cs hierzu ab- splitterte, auf der Westfront ansetzen. Wird Deutschland imstande sein, einer Welt von Feinden die Stirn zu bieten? Wir glauben es. Diese vier Kriegsjahre haben dülvbig bewiesen, daß eine gewaltige Kraft im dentsck-en Volke steckt. Sein Widerstandsvermögem seine Hilfsniittel ftir den Krieg, sein Unternehmungsgeist schiienen unerschöpflich. Düsseldorf, 1. Okt. Für die bevorstehenden Stadtvev- ordnetenwahben ist zwischen der Liberalen Bereinigung, der Zcntrumspartei und der Eozlaldemokcatischen Partei, die bisher in der Etadtverorduetenversammlung noch nicht ver- treten war, ein Abkommen getroffen word-.'n. Dos Zentrum tritt an die Sozialdemokraten drei Sitze tn der dritten Abteilung ab. Dafür erh'ilt das Zent'um von den Liberalen swel Sitze, und rnxir eitlen dauernd und einen abwechselnd kür IWnic. Glegb«rg, 1. Okt. Den 100. Geburtstag feter^ i« köv^ perltcher und geisti-er Frische StsiterLinnÄpn« a. D. Ircktus Roche von hier. Dortmund, 1. Okt. Mit der. Frags der Derkürzung der Arbeit«zeit beschäftigte sich eine Versammlung von Ärbeiter- ausschllssen Dortmunder Werke. Die Versiünnckuna yahm eine Entschließung an. tn bet es u. o. heißt: .Nach den Er« klärungen eine« Teils der Werke, daß nach Erleichterung der Krisgslaa« di« Frage der Aroeitszeitverkürzung ernvuß erörtert werden solle, glaubt die Versammlung ihren Mitarbeitern empfehle« zu können, der augenblicklich besonder« schwierigen Kriegskme Rechnung zu trc«en und zurzeit von der Durchführung ihres Forderungen Dbstvnü z« nehmen. Die Versammlung erwartet aber, daß die Herre« Arbeit» geber dank der erneuten Forderung der Arbeiterscbaft auss «nbsprechend« Verkürzung der Arbeitszeit verständntsvoÜ auf der ganzen Linie Rechnung tragen und nicht etwa Kon» kurrenzrüchichten als Ablehnunasgrund in« Feld führst Wenn die Verfmunilung sich entichLießt, ihren MtarüeltM-, däes zu empfehlen, dann erwartet sie, dak einostei!« für em« bessere Ernährung Sorg« getragen wird, andernteils ab«- auch die Arbeitgeber ihnen insofern Entgegenkommen zeb,. aen, als sie ihrer Arbeiterschaft die Weitertraaung diese« ürngen Arbe-itszeit und die Zahlung der kbsrmaßige« Leu^ erungspreise auch ermöglicht. Dortmund, 1. Ott. Die 1000 Iungmmine«, bk 111111 Ass sker Wett. Berlin, 1. Okt. In der gestrigen Sitzung de» ButtdesvcttG wurden angenommen: 1) der Entwurf einer Bekanntmachung' über die Festsetzung de» IahresavbeitsverVienftss tn der land-t^ wtrtschafüichen Unfallverficyerung, 8) der Entwurf einer Be-^ kanntnuichung Über den Betrieb von genehmigungspstiästiger« gewerblichen Anlagen. 3) der Entwurf einer BerordnünF über den Verkehr mit Zucker. WTB. Berlin, 1. Okt. IN Berlin sind ta drn letztE Tagen sieben Fälle von asiatischer Cholera vorgekommen, vor^ denen sechs tödlich verlaufen sind. Die Grkrantten waren Krankenhäusern abgesondert. Die erforderlichen Diatzregelrr sind getroffen. Ein Grund zur Bsunruhtgurrg liegt nicht ov« Laüiau, 1. Okt. An dem tm Kreise Labiau gelegenen. 18 Kilometer langen ^Großen Friedrlchsgraben^, Tei^.streÄ des Pinnenschlffohrtsweaes Könlgsberz-Cilstt-Rußland, hat^ ten sich im August 1914 die Russen festzesetzt und hier durck^ zahlreiche mutwillige Brandlegungen und durch umfassendVl Plünderung in der bekannten Weise gehaust. Durch dc» Sieg bei Tannenbevg wurden sie dann zum Abzüge gezwun*' gen; so sind die verschisdenen an dem wichtigen WasserzugL sich hm ziehenden Ortschaften vor der gänzlichen ZerstörunF bewahrt geblieben. Um das Gedächtnis der beiden Befreiet Ostpreußens dauernd mit dieser Gegend zu verbinden, Ifll kürzlich beschlossen worden, die Namen zwrier am lfriedrichs^ graben gelesenen, gleichnamigen Ortschaften nach Hindenü bürg und Ludendorsf zu tzen^'N^n. diachdem die beiden Feldherren dem Landrat des s ihr« Zustimmung $ut Namensänderung erklärt hatte rrunrnrhr durch allerhöchsten Erlaß vom 9. August d. Zs. aeneKmigt worden, daß drei Landgemeinde Groß Friedr'^c>rvLden I den Namen Hinder»-' bürg und dls Landgeuicinde Groß ffriedrlchsgraben ll Namen Lrrderrdorff erhält. Haft»efehle gegen frühere rumänische Musstet. WTB. Bakareß, 1. Ott. Drr parlomvntarische Un suckMng»au»s' ähnlich im Aussehen, Geruch, Geschmack und Packung ist in der heutigen Zeit der Surrogate und des Ersatzes, die soaiel Minderwertiges auf den Markt bringt, ist cs besonders wissenswert, M. Guttmann's neue verbesserte Pseisenmischung kennen zu lernen. Jeder, der sie einmal probiert, wird ihr ständiger »freund. 43 jährige praktische Erfahrungen ans dem Gebiete der Nauchtabakhcrstellung geben die <. v. beste Gewähr für die sachgemäße Herstellung. Besondere die lange- ' ^ re Einwirkung einer starken kon- zentrierten Tabaklange macht WV wUttyfc f &£waiir«hsef2fc m:b milb und löst o«t uemÄucn Pfeifenrauchern erwünschte o 1}.üjac ii n^ D:, frels 4 °mtte ömif der Herstellung im «Wfett ''lg bemessen werden': für M.1,05 erhalt man in den cmschmgrg^ Geschäften gegen Vorzeigung ‘T- j.'d* fe". 1 ¥ ouuuu.u. Tabaklangc macht S M. Guttniann's neue verbesserte Pfeifen Mischung wohlbekommlich fand erfolgt gegen Nachnahme. 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