cmt (Neueste Nachrichten) vezngspreis 60 Pfg. monatlich Knzeigenx>reis 24 Pftz. vierteljährlich 2,40 Mk., vorauszahlbar, srel INS Hau». Abaeholt in unserer Expedition oder in den Zwerg- auSgabestellen vierteljährlich 1,80 Mk. — Erscheint Dicns.ag, Donnerstag u?Samsiag.-^Redaktionsschlutz Expedition: Lüdanlage 21. srüh 8 Uhr. — Für Aufbcwahrui^ oder Rückjcn düng nicht -erlangter Manuikripte >°ird nicht garantier!. Verlag der Zeitung die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 36 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 100 Pfennig. Extrab eilagen werden nach Gewicht und Größe berechne:. Rabatt kommt bei Ueberschreirung des Zahlungs- zieles (30 Taqe), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorfchriften ohneVerbindlichkeit. Druck der Giestener Vcrlagödruckcrei, Atbin Klein. Sir. 81. Telephon Nr. 362. Dienstag, den 17. September 1918. Telephon Nr. 362. 31. Jahrg. Bei Aper«, c.« »er Aisnr. f>ct »et»«« ««» «« »et Maas sein»,ich- Angriffe abgeschlag.« ^ ^ c\*i r ..«X firnrfifprt iitm oa - r : - 1 n 9Tnf hpm nnr.bllcEien wCCfl flmilic»« aeststbe Cag«»tricb!r wtb. Großes Hauptquartier, 14. ©cpt., 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und B o e h n. Nordöstlich von Bixschoote machten wir bei eigener Unternehniuna und bei Abwehr eines feindlichen Teil- ang indische Teilangriff- folg en. Der Fe-, d wurde abgewiesen. Tagsüber blieb die Gefecht»!«. . keit in mäßigen Grenzen. Nordöstlich von Bcrrr-an-, om Holnou-Waide und bei Effiguy - le-Grand ^nfan- tcrtcgefechte. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Heftige Teiikämpfe zwischen Ailette und Aisne. Nach vergeblichen Vorstößen am ,ruhen Morgen brach der Feind am Abend erneut MM Angriff vor. Im allgemeinen wurde er abgewiesen. Ec hat die Einbruchstelle aus den Kämpfe« der Vortage etwas erweitert und faßte im SüdteUe von Vailly Fuß. Zwischen Aisne und Beste blieb feindliche Infanterie untätig. Wir säuberten die aus den Kämpfen vom 14. 9. zurückgebliebenen kleinen Fcanzosennestcr. Heeresgruppe Gallwitz! Von der CoteS Lorraine bls zur Mosel lebte der Artilleriekampf am Abend zeitweilig auf. Vor unserer neu-n Stellung entwickelte» sich mehrfach heftige ^nfan- teriegescchte, in denen wlc Gefangene machten. Am Abend stand der Feind etwa in Linie ftccSncs St. Hillaire - Haumont —Rembercourt und im Walde von ^pp^-HeereSgruppe Herzog Albcecht. Vorstöße des Feindes an der lothringischen Front wurden abgewiesen. Der SebulMüg ürr Qrossfterzoöin! Zum fünften Mal seit Ausbruch des Weltkrieges begeht das Hessenvolk den Geburtstag seiner Landesfurstm. Eine besondere Bedeutung erhält der Tag m diesem Fahr dadurch daß er einem Werk der Nächstenliebe gewidmet ist von dem man eine nachhaltige Wirkung für die ganze Wohlfahrtspflege unseres Landes erhofft. Es gilt der Fürsorge für unsere Kleinen und Kleinsten. §eä zehn Jahren arbeitet die Großherzogliche Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge in Hessen für die Erhaltung und Gesundung unseres Nachwuchses. Wenn es ihr geümgen ist, eine Organisation zu schaffen, die >m ganzen Reicy als mustergültig angesehen wird so rst dies Zum großen Teil un ersr Landesherrin zu danken, die dis hessische Säuglingsfürsorge von ihren ersten Anfängen an m seder Weise gefördert, insbesondere auch aus eigenen Mitteln reich unterstützt hat. So hat sie sich auch setzt an die Spitze des Unternehmens gestellh das den weiteren Ausbau unserer Kinderfürsorge ermogli^M Hunderte von Hessenkindern können noch alljährlich gerettet werden, wenn wir die Zahl unserer Fürsorgeschwestern unserer Mütterberatungsstellen vermehren, wenn wir die Fürsorge immer mehr über das Säuglingsalter hinaus auf die späteren Lebensjahre erstrecken, in denen Tuberkulose und Rachitis so grausame Opfer fordern. Die dazu erforderlichen Mittel, soweit sie nicht von Staat, Kreis und Gemeinden aufgebracht werden, soll die Sammlung für „Deutschlands Spende für Säuglings- und Kleinmnder- chutz" liefern. Fast überall im Deutschen Reiche ist bereits gesammelt worden; die teilweise recht stattlichen Spenden werden der Fürsorgearbeit in den betreffenden Bundesstaaten nutzbar gemacht, in denen sie emgegangen sind. Die Sammlung für unsere hessischen Kinder hat nunmehr begonnen. Möge sie den großen Hoffnungen, die auf sie gesetzt werden, entsprechen und zu einem Markstein der hessischen Kinderfürsorge werden. Für die Erhaltung unseres Nachwuchses darf uns kem Opfer zu groß sein. ____ - - Als Vergeltung für das fortgesetzte Bewerfen deutscher Städte wurden auf Part« in vergangener Nacht durch die Bombengeschwader 22000 Kg. Bomben abge- wocfen. . Wir schossen gestern 24 feindliche Flugzeuge und 15 Fesselballone ab. Der Erste Genecalquartiermeister: Ludendorsf. Berlin, 16. Sept-, abends. Erneute Angriffe de? Feindes zwischen Ailette und Aisne sind im Großen geschettert. Von den anderen Kampffronten nichts Neue». Mi Staat tisd £a*l * Unwahre Gerüchte. 3m Anschluß an die durch die Presse gegangene Mitteilung, daß der Oberbefehlshaber in den Marken eine Verordnung erlassen habe, wonach die Verbreitung unwahrer Gerüchte auf Grund des Gesetzes über den Belagerungszustand unter Strafe gestellt wird, wird darauf hingewiesen, daß vom stellv. Generalkommando 18. A.-K. eine solche Beiordnung bereits am 31. August 1917 erlassen worden ist. Zur Warnung sei sie nochmals mitgeteilt. Sie lautet dahin, daß mit Gefängnis bis zu einem Jahre, beim Vorliegen mildernder Umstände mit Haft oder Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft wird: 1. jede deutschfeindliche Kundgebung durch Worte oder Schrift, insbesondere auch durch Herausgabe und Verbreitung von Flugschriften, 2. das Ausstreuen und Verbreiten falscher Gerüchte, die geeignet smd, die Bevölkerung zu beunruhigen. Mlitttmdt. Die Sommerzeit endete am Montag, den 16. September, vormittags 3 Uhr. Um 3 Uhr wm- den die öffentlich angebrachten Uhren auf 2 Uhr zurück- gestellt. Zur Ueberleilung in die Winterzelt traten am 15. u. 16. September Änderungen m den Abfahrts- und Ankunftzeiten einzelner dem Personenverkehr dienenden Zügen ein, die von den Eisenbahnverwaltungen besonders bekannt gemacht wurden. •’ V . . j „Deutschland unter alles". Amerika „furchtbar als Friedensstifter". Die angesehene englische Zeitu-g „Daily Graphic" erklärt im Uebermut wegen der Fortschritte der Entente in Nordfrankreich: „An Stelle von „Deutschland über alles" muß die Parole des Verbandes sein: „Deutschland unter alles." Das deutsche Volk muß nach Besiegung seiner Heere in seinem Lande eingeschlossen werden. Es darf weder eine Handels- noch eine Kriegsmarine besitzen. Die deutsche Pest muß aus- gestampft werden." Solche Stimmen sind bei der Entente nicht vereinzelt. Das Weltblatt „Times" läßt seinen Eigenbe- richterstatter in Washington verkünden: „Nichts als „ein sehr harter Friede" kann Amerikas Gefühle befriedigen. Man berichtet auch von einer wachsenden Neigung, den Kaiser und seine Mitschuldigen, herab bis zum untersten Offizier, dem besondere Grausam keiten nachgewiesen werden können, persönlich zu bestrafen. Es besteht kein Zweifel, daß dies die allgemeine Richtung darstellt, in der sich die Volksstim- mung hinsichtlich des Krieges kristallisiert. Dies nicht nur infolge solcher Dinge, wie sie gestern hinsichtlich der Kreuzigung eines amerikanischen Soldaten berichtet wurden, sondern aus einer eingehenden Betrachtung über die alltäglichen Grausamkeiten der preußischen Kriegführung zu Wasser und zu Lande heraus." (Dies wagt der englische Korrespondent aufzuwärmen, nachdem General Pershing den Lügner von der Front zur Verantwortung gezogen hat! Red.) Ein wichtiges Handelsblatt befürwortete kürzlich nicht nur die persönliche Bestrafung der deutschen Führer, sondern auch die wirtschaftliche Bestrafung Deutschlands als Ganzes. „Ein blühendes Deutschland," so führt es aus, „innerhalb der nächsten 25 Jahre würde ein Schandfleck der Zi - vilrsation sein und würde beweisen, daß die Zivilisation nicht das moralische Rückgrat und die nötige Mannhaftigkeit hat, um Verbrecher zu bestrafen." Eine andere einflußreiche Handelszeitschrist widmet einen glänzenden Leitartikel der Beweisführung, daß es ganze Klassen von teutonischen Fabrikanten gibt, die als Strafe für gewisse Arten von teutonischen Verbrechen boykottiert werden können. Es muß wiederholt werden, daß man dies in keiner Weise für die nationale Politik halten soll, wohl aber gibt es die amerikanischen Empfindungen wieder. Wenn dies dem deutschen Volke richtig dargestellt wird, so würde es ihm klarmachen, daß, je länger es Widerstand leistet, je länger es seinen Herrschern gestattet, die Zivilisation zu mißachten, um so furchtbarer Amerika als Friedensstifter austreten wird." Diese Pressestimmen werden im deutschen Volke ganz anders wirken, wie sich die Amerikaner denken mögen. Der letzte Deutsche bäumt sich auf gegen den Gedanken an die Sklaverei der Entente. Tie Franzosen sehen sich schon am Rhein. Der französische Prahler Herve schreibt in der „Vrctoire" vom 6. Sept. 1918: „Wenn General Mangin die Eroberung der Hoch- ebene des Soissonnais vollendet haben wird, dann müssen die Deutschen den Chemin des Dames räumen. Es wird gemeldet, daß der Feind eine Stellung längs der belgischen Grenze ausbaue, und daß es den Anschein hätte, als oberganzNordfrank- reich räumen und auf der Linie Nieuport,Lille, Maubeuge, Mezieres Halt machen wollte. Er würde dadurch eine bedeutende Frontverkürzung erzielen und das gesamte Belgien in seiner Hand behalten. Unsere belgischen Freunde sollen sich nicht beunruhigen: Belgien wird ebenso schnell wie Nordfrankreich geräumt werden. Marschall Foch wird den Deutschen nicht erlauben, sich an eine Linie längs der belgischen Südstont anzuklammern. Die deutsche Armee ftt seit dem 18. Juli a uf dem Wege, nicht nur nach der Maas, sondern nach dem Rhein." Der Sowjet herrscht durch Schrecken. Brussilow erschossen. Wie gemeldet wird, ist General Brussilow, der populäre russische General, Führer der letzten großen Offensive Kerenskis, in Moskau in der Nähe des Tagansk-Gefängnisses erschossen worden. Wie die „Russischen Nachrichten" in Bern aus Moskau melden, veröffentlicht die außerordentliche Kommission die Liste der in Moskau Erschossenen. Darunter befinden sich auch die früheren zaristischen Mrnrster Protopopow, Maklakow, ferner der Polrzerchef Bielezkt und das Haupt der „Starken Hundert", W o st e r g o w. Protopopow war der bestgehaßte Minister des letzten zaristischen Regimes. Er galt als die treibende Kraft der russischen Sonderfrredensbestrebungen urld wurde beschuldigt, in Stockholm diesbezügliche Verhandlungen vorbereitet zu haben. Außerdem war er der Mann der Maschinengewehre gegen das Volk uud ferne ungeschickten Maßnahmen in den historischen Märztagen von 1917 verhaften erst der Revolution zu ihrem Erfolg. Seitdem war er eingekerkert. Tie Lage in Petersburg. In bezug auf die Meldungen, daß Petersburg von den Gegenrevolutionären eingenommen sei, wird in Wiener politischen Kreisen mitgeteilt, daß aus Petersburg Nachrichten aus allerletzten Tagen vorliegen, was nicht der Fall sein könnte, wenn in Petersburg ein Umsturz eingetreten wäre. * , ^egen Mithilfe an der Rekrutenwerbung für die Tschecho-Slowaken und die Entente wurden zwei bekannte Polens ührer, die Gebrüder Lustostawski, in Moskau erschossen. > Neue Kämpfe um den Besitz der Baikal-Bahu. Den Tschecho-Slowaken ist es gelungen, nach einer von Norden nach Süden unternommenen Operation sich der Station Karymokoja südlich von Tschita und gleichzeitig der beiden wichtigen Eisenbahnlinien, die nach Charbrn und Wladiwostok führen, zu bemächtigen. Die Sowjettruppen, die etwa 4000 Sol- datLli verloren Latten, erhielten neue Verstärkungen und kämpfen auf Tod und Leben, um die verlorenen Positionen wiederzugewinnen. Bisher haben die Sowjettruppen gute Aussicht, als Sieger die Lage behaupten zu können. * Englands russische Sorgen. Zu den Zusatzverträgen zum Brester Frieden macht der „Manchester Guardian" vom 6. September folgende Bemerkungen: „Was können die Verbandsmächte aus den deutschrussischen Abmachungen ersehen? Soweit Rußland in Frage kommt, treiben wir in einen Krieg, der Moskau und Berlin zu vereinigen droht. Sollten wir das wünschen, so haben wir uns hoffentlich die Folgen überlegt und die notwendigen Vorbereitungen getroffen. Auf alle Fälle sollten die Verbands- regrerungen deutlich sagen, was ihre Ziele in Rußland sind. Niemand versteht, warum unsere Gegenwart und Zukunft im Westen zwecklos gefährdet werden muß, indem wir Rußland gegen uns auf die Beine bringen." Mit Bezug auf die Türkei drückte das Blatt sodann folgende Erwartungen aus: „Die militärischen Hilfsmittel der Türkei sind sehr begrenzt. Bald wird die Zeit für die Wiederaufnahme des Feldzuges im Osten gekommen sein. Das Tor nach Rußland führt nicht durch das Eismeer oder die Chinesische See, sondern durch das Schwarze Meer. Während des ganzen Krieges hat die Türkei den Schlüssel zu dem Tore in der Hand gehabt. Er muß ihr entwunden werden. Wenn überhaupt, kann nur auf diesem Wege die Ostfront in Rußland wieder ausgebaut werden Wenn wir die Durchfahrt in das Schwarze ... er un s geöffnet yaven (üj, sind Deutschlands ehrgeizige Pläne in Asien und Rußland dahin. Für dl :t gewaltigen politischen Vorteil ist nur eine kleine militärische Anstrengung notwendig." Es ist symptomatisch interessant, daß ein sonst verhältnismäßig nüchtern urtci .ndes englisches Blatt die Chancen des bisherigen Verbandsvorgehens in Rußland so 'ungünstig beurteilt, daß es unter den heute so außerordentlich schwierigen U.nständen eine Wiederaufnahme deS DardanellenubenteuerS befürwortet. + Ter Verlust von Baku. Jüngst haben wir mit den Bolschewisten einen vrivatrechtlichen Vertrag über die Lieferung von Petroleum gegen Kohlen geschlossen. Wir hatten dabei hauptsächlich die Ausfuhr aus Baku im Auge. Voraussetzung für diese Lieferungen ist natürlich, daß Baku rn der Hand der russischen Negierung ist. Zur Zeit ist das nicht der Fall. d'^e das grimmen ist, schildert daS Bmtr „Js- westrja". ein Organ der bolschewistischen Regierung: „Das Proletariat von Backu hat, verhetzt durch Mietlinge der englischen Imperialisten, ein militärisches Kebereinkommen mit den Engländern geschlossen und englische Truppen nach Baku gerufen. Von diesem Augenblick an bekämpfen sich dort zwei Mächte, die m gleicher Weise der Sowjetregierung feindlich sind. Die politischen und militärischen Vertreter der Sow^et- regierung, die zu schwach waren, um den andringenden Türken und Deutschen einerseits und den englischen Imperialisten andererseits entgegenzutreten, konnten nicht in Baku bleiben. Mit schmerzerfüllten Herzen und Verwünschungen auf den Lippen mußten sie Baku verlassen. Sie hoffen, daß das Proletariat von Baku sich erneut an das revolutionäre russische Vaterland anschließen und unter die Fahne der sozialistischen Sowjetrepublik treten wird:" Warum ein russischer General nicht mohr gegen Teutschland kämpfen will. In einer im Großen Rat zu Nowotscherkask gehaltenen Rede wies der Ataman der Donkosaken, General Krasnoff, wie „Kijewskaja Mysl" vom 1. September 1918 mitteilt, darauf hin, daß unter den Kosaken eine Agitation mit englischem Gelde geführt werde, um die Kosaken von neuem in den Krieg gegen Deutschland zu verwickeln. General Krasnoff erklärte: „Ich habe drei und ein halbes Jahr gegen die Deutschen gemmpft und weiß, daß das kranke, verwundete Rußland sie nicht besiegen wird." Eine südslawische Krists. Um Teutschland die direkte Verbindung mit dem Osten abzuschneiden, betreibt England die Bildung eines südslawischen Staates, der sich von den Ostgrenzen Serbiens bis zur Adria ausdehnen und das öster- rerchische Dalmatien und Istrien einschließen soll. Nun hat aber der Londoner Geheimvertrag den Italienern Istrien, Dalmatien und Albanien als Kriegsbeute versprochen und so klafft jetzt ein Abgrund zwi- MEn den englischen und den rtalienischen Kriegszielen. Aehnlich wie England ist Amerika und Frankreich für den selbständigen südslawischen Staat. Englische Blätter forderten Italien zur Anerkennung der Freiheit der südslawischen Völker öffentlich auf, eine wütende Aartation in Italien war die Antwort. Allmählich hat aber ein Teil der Italiener eingesehen, daß die uneingeschränkten Gebietsansprüche unerfüllbar sind, will sich mit dem Jsonzo begnügen und im übrigen ein Süd- slawenrerch an der Adria dulden. An der Spitze dieser Richtung steht Orlando. Die Gegenpartei, die unentwegt fefthält an dem Londoner Seekriegsvertrag, wird von Sonnino geführt. Man spricht von einer Ministerkrisis, dre in Italien durch diesen Meinungsstreit heraufbeschworen sei und erwartet den Rücktritt mehrerer sozialistischer Regierungsmitglieder. In diesem Zeitpunkt finden nun Verhandlungen der österreichischen Südslawen in Laibach statt. Man sucht dort eine Lösung des südslawischen Problems rm Zusammenhang mit der österreichischen Monarchie. Briienarmee in Doullens getroffenen schriftlichen Abmachungen zwischen den Regierungen und Heeresleitungen Englands, Frankreichs und der Vereinigten Staa- .2n dem Vertrage soll festgesetzt worden sein, daß Island eine fünfte Armee aufstellen und die Wehr- pfllcht in Irland durchführen müsse, daß ferner in den Dominions des britischen Weltreiches eine Zwangs- 6anzuw enden sei. falls die Ergebnisse der freiwilligen Rekrutierung nicht ausreichend sein sollten, um die Aufftillung der Lücken in den Uebersee-Truvven- teilen zu garantieren. Außerdem mußte die englische Negierung ihre Zustimmung geben, daß französische Werver in groger Anzahl und unter Förderung der Re- ^L^ugsstellen Englands in Kanada eine „rein franzö- sische Mannschastswerbung" vornehmen dürfen. Was Frankreichs Verpflichtungen anbetrifft, so wird in den Londoner Kreisen mitgeteilt, daß Clemenceau die (be- reits erfolgte) Aushebung der Jahresklasse 1920 zu- hÄ ÖOd L^ näll & 9te ' Mc französische Regierung wäre bereit, nach den Monaten Julr und August eine allae- meme Revision aller bisher als waffenuntauglich erklärten Männer von 18 bis 50 Jahren vorzunehmen, ^an glaubt, daß der französische Ministerpräsident in allernächster Zeit genötigt sein werde, in dem Pariser Heeresausschusse über die Abmachungen des Vertrages von Doullens Mitteilungen zu machen. Das ist auch öer französischen Siegespropaganda und der Versprechungen Clemenceaus, der Sieg wäre noch in diesem Jahre zu erstreiten. Allgemeine Kriegsnachrichten. „Wegen strömenden Regens." ... "'""arischen ia 8 e sind sich ziemlich alle französischen Blatter einig darüber, daß Ifp./ nachdem die deutschen Heere wieder ihre cxIteii Urnen in der Siegfriedstellung eingenommen haben. Foch nrcht mehr viel erreichen könne Die schlechte Witterung werde, wie die Blätter hervor- heben einen weiteren Strich durch die Rechnung machen Man kampsr rm Schmutz, so schreibt der „Temps". unter emem sü, dflutartigen Regen. Es ist daher nicht überraschend, daß die Lage auf dem größten Teile der Front statto är bleibt. Ebenso meint der „Homme lrbre es sei keü Wunder, daß der Kampf des strömenden Regens w.gen stille stehe, da bei einem sol- chen Wetter auch die Flieger und die Sturmwagen nichts ausrichten können. Gustave Herve wird deshalb "Victoire" geradezu elegisch. Diesen schrecklichen Wind und strömenden Regen, schreibt er, hätten wir wahrhaftig nicht nötig, der verwünschte Regen verhindert unseren Vormarsch und verzehnfacht die Arbeit unserer Brüder an der Front. Er untergräbt den militärischen Wert unserer schwarzen Truppen, die das schlechte Wetter so wenig vertragen, er verhindert unsere Flieger, gut zu sehen, und vielleicht verhindert er auch den Marschall Foch, Ludendorff so schnell, wie er es gewünscht hatte, die Fortsetzung seines Manövers zu zeigen. Unsere Soldaten hätten schon verdient, daß ihnen der alte gute französische Gott bis zum Winter noch! 5 bis 6 Wochen Sonne gönnte. Tie Amerikaner berichten über ihren Sieg vom 12. September: „Heute morgen machten unsere im Abschnitt von St.Mihiel operierenden Truppen einen wichtigen Fortschritt. Von französischen Ernheiten unterstützt, brachen sie den feindlichen Widerstand und gingen an gewissen Punkten bis zu einer Tiefe von fünf englischen Meilen (8 Kilometer) vor. Bis jetzt wurden 8000 Gefangene gezählt." — Diese Ziffer ist bestimmt übertrieben. Ter Krieg in Ostafrika. Ein ostafrikanischer Bericht der Engländer beschreibt die „weitere Verfolgung" der Reste der deutschen Streitkräfte. Am 6. September holten zwei unserer Abteilungen diese ein und griffen sie bei Auguren am oberen Luciofluß, 250 Meilen westlich des nordwestlichen Punktes von Mozambique, an. Sie trieben sie mit schweren Verlusten an Toten und Verwundeten nach Westen." Tcm Frieden rräher! Generalfeldmarschall v. Hindenburg antwortete auf die Zustellung des Ehrenbürgerbriefes der Stadt Dil- lenburg u. a.: „Mit Gottes Hilfe werden wir den schweren Kampf bestehen, der un§ dem ehrenvollen, aller Opfer würdigen Frieden näher bringt." Keine Rede von Tnvchbruch. „Daily News" schreiben: „Die Behauptung, daß dre Deutschen infolge des Rückzuges entmutigt seiend sei eine Fabel. Die eigenen englischen Verluste seien schwer, und von einem Zusammenbruch oder Durchbruch könne keine Rede sein." Tie Oesterrcicher an der Westfront. Die Wiener Blätter schreiben: Der österreichischungarische und der deutsche Heeresbericht verzeichnen gestern die Mitteilung, daß die österreichisch-ungarischen Truppen an der Westfront in Aktion getreten sind und in bewundernswerter Gegenwehr gegen die Amerikaner und Franzosen den planmäßigen Abzug der deutschen Truppen sicherten. Es ist dies ein Zeichen, wie ernst Oesterreich-Ungarn seine Bundespflicht nimmt. Trotze dem dle Monarchie durch die Verhältnisse an der Süd- westsront stark gebunden ist, und auch in den besetzten Gebieten starke Kontingente hat, entschloß sich die österreichisch-ungarische Heeresleitung, Truppen an die Westfront zu entsenden. Dadurch ist dem Feinde der Be- wels erbracht, daß der Vierbund in inniger Gemein- schaft den Kampf um seine Unabhängigkeit bis zur vollkommenen Sicherstellung fortführen wird. Der Vertrag von Doullans. Ein geheimnisvoller Vertrag. Von einem Militärvertrage zwischen England, und Amerika erfährt man auf dem Umweg Er Holland Danach sollen angesehene Mitglieder des englischen Unterhauses darauf dringen, den „Militär, vertrag von Doullens" zur Kenntnis der Volksvertre. tung zu bringen. bnr V^t e versteht man die unmittel. dtzt nach dem Rückzüge der t.m Mr» d. $. geschlagene Tie erfolgreichsten deutschen Flieger. Leutnant Udet 60 Luftsiege (bis 1. September), Hauptmann Berthold 44, Leutnant Freiherr o. Richthofen 40, Leutnant Menckhoff (vermißt) 39, Oberleut- nant Loerzer 33, Leutnant Bongartz 33, Leutnant Krollx 33. Leutnant Buckler 33, Leutnant Könnecke 32, Leut- nant Billik (vermißt) 31, Leutnant Karl Bolle 31, Leutnant Veltjens 31, Oberleutnant Scheich 30, Leutnant Rumey 29, Leutnant Thuy 28, Leutnant Thom 28, Leutnant d. Res. Laumann 28 , Oberleutnant Ber- nert 27, Leutnant Wüsthoff (vermißt) 27, Oberleutnant Dostler (vermißt) 26, Leutnant Jacobs 24, Leutnant Nepel 23, Offtzierstellvertreter Doerr 23, Offizierstellvertreter Mai 23, Oberleutnant Goering 22, Oberleut- ü??* AMahrt 22, Leutnant tzanS Klein 22, Leutnant Wsiidisch (vermißt) 22, Leutnant d. Res. Räumer 22, Leutnant d. Res. Roeth 22, Leutnant Freiherr v. Voe- ni^k 21, Leutnant Goettsch (vermißt) 20, Leutnant Büchner 20, Leutnant zur See Sachsenberg 20, Leutnant d. Res. Blume 20. Asquith über Lcttow-Borbeck. Die südafrikanische Zeitung ..Volkostem" veröffentlicht ein Telegramm über eine unbekannt gebliebene Rede von Asquith. In dieser Rede hat Asquith u. a. gesagt: Rur wenige Personen erkennen die Tatsache an. daß die Hartnäckigkeit des deutschen Widerstandes in Ostafrika hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, daß die deutschen Truppen von einem Mann von außerordentlichen strategischen und sonstigen Gaben geführt werden, von einem Mann von großer Geschicklichkeit in der Kunst, dem Gegner zu entweichen, einer Kunst, die, falls sie an richtiger Stelle und auf richtige Art durchgeführt wird, eine sehr wichtige militärische Gabe ist. Finnland: Hclsingfors rüstet sich zum Königsempfang. * Als Aufenthalt für den künftigen König von Finnland in Helfingfors wird der ehemalige kaiserliche Palast mit der größten Beschleunigung eingerichtet. Das bisher dort befindliche Auswärtige Amt zieht aus. Die ehemalige Schloßkapelle wird als Bibliothek des Königs eingerichtet. Der Ankauf eines Landgutes in der Nähe von Helsingsors als Residenz der königlichen Familie ist geplant. Bölkcrfreiheit in England. Das „Berner Tagblatt" meldet aus London: Die amtliche Statistik der Opfer des irischen Aufstandes wurde veröffentlicht. Allein im Stadtdistrikt Dublin wurden während des * Osterfestes 3 0 6 4 Personen getötet, darunter 2535 Zivilisten, 484 Soldaten und 45 Zivilisten. Ferner wurden 14 Teilnehmer an dem Aufstand füsiliert und 144 Personen ins Zuchthaus geworfen. — Einer amtlichen englischen Mitteilung zufolge sind im Jahre 1917 in Britisch-Jndien ausschließlich der sogenannten Eingeborenenstaaten 537 Männer aus politischen Gründen hinge- richtet worden. Amerikas Vorschüsse. Die Darlehen der Vereinigten Staaten an die Ententemächte betrugen .am 1. August: An Großbritannien 3345 Millionen Dollar, an Frankreich 1865 Mill., an Italien 760 Mill., an Rußland 325 Mill., an Belgien 154,5 Mill., an Kuba 15 Mill., an Serbien 12 Mill., an Griechenland 15,8 Mill., zusammen 6 '92 Millionen Dollar. Täglich erhalten die gesamten alliierten Nationen jetzt 10 Millionen Dollar von Amerika. Außerdem hat England seinen Alliierten bis zum 1. August 6160 Millionen Dollar geborgt. Tie Lansdotvne-Partei gegründet. Tie neue Lansdowne-Partei. die für die englischen Neuwahlen gegründet wurde, hielt ihre erste Versammlung in London ab. Ihr Programm lautet: 1. Verständigung. 2. Abrüstung, 3. Schiedsgerichte, 4. Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund, 5. Verzichtleistung auf den Wirtschaftskrieg. — Bisher setzt sich die Anhängerschaft Lansdownes aus Offizieren ohne Mannschaften zusammen. Englisches Blaubuch über die deutschen Kolonien. Durch die englische Presse geht ein Schrei des Abscheus über die in einem englischen Blaubuch dargelegte schlechte Behandlung der Eingeborenen von Südwestasrika durch die Deutschen. Selbst wenn es England gelungen sein sollte, für Geld und gute Worte aus gefügigen Eingeborenen die gewünschten Aussagen über vorgekommene Greuel herauszuholeu, ist es erstaunlich, daß es Deutschland auf einem Gebiete anzugreifen wagt, auf dem es selbst Sünden zu verzeichnen hat, mit denen man Bände füllen kann! Wie könnten sich diejenigen, die auf den Schlachtfeldern Frankreichs Hunderttausende von zwangsweise ausgehobenen Eingeborenen als Kanonenfutter in einen ihnen unverständlichen Kampf schicken, als Richter über Eingeborenenbehandlung aufspielen! Die deutsche Antwort wird nicht aus- bleiben. Amerikanische Flieger in der Schweiz. Zwei am Donnerstag bei Fahh (Westfchweiz) gelandete amerikanische Flieger erklärten, sie seien am Morgen in der Gegend von St. Mihiel als Artilleriebeobachter ausgestiegen und durch Sturm nach Süden getrieben worden. Im Glauben, auf französischem Boden zu sein, landeten sie bei Fahh. Sie flogen wieder ab, wurden aber von schweizerischen Posten beschossen und erhielten mehrere Treffer, so daß sie abermals landen mußten. Die Flieger wurden interniert. Der Apparat wurde geborgen. Italien vergißt die Gefangenen. Ein schweizerischer Stabsarzt, der die italienischen Gefangenenlager m Deutschland besuchte, rühmt die deutsche ,,uLlvrge für die Italiener. Es sei gelungen, von der gewaltigen Armee der Kriegsgefangenen aller Nattonen ansteckende Krankheiten fernzuhalten. Sogar die Grippe je: nur unbedeutend aufgetaucht. Die Ernährung sei natürlich nicht reichlich; aber während Engländer und Franzosen von ihren Regierungen direkt stetig Sendungen erhielten, fehle es bei den Italienern völlig. Die Magazine der Franzosen und Engländer rn den Lagern seien immer gefüllt, die der Italiener völlig leer. Dabei falle es jenen nicht ein, den notleidenden Italienern etwas von ihrem Ueber- flug abzugeben, es sei denn gegen vielfach demütigende und beschämende Gegendienste. Die Folae die- les Zustandes sei, daß die Italiener in Massen von Krankheit, zumal Tuberkulose, ergriffen würden, gegen die kerne Wissenschaft etwas vermöge, wenn die Or- ganismen geschwächt sind. Der Arzt empfiehlt, die Austau)chverhandlungen mit Deutschland zu beschleu- dem nahenden Winter wären sonst die des nördlichen Klimas ungewöhnten Italiener schweren Ge- sundhettsschadrgungen ausgesetzt. Ereignisse zur See. Große amerikanische N-Bootbente. Di?,..Unterseeboot-Unternehmung an der atlanti- Me der Vereinigten Staaten nördlich von Cape m den letzten Wochen derart zugenommen, mit ^/^kamsche Kriegspresse Ihrer Unzufrieden- ? en Abwehrmaßregeln lebhaft Ausdruck zu beginnt. Unter den letzten Opfern der deutschen U-Boote, von denen nach übereinstimmenden Berichten mindestens zwei festgesteNt wurden, befindet sich der englische Dampfer „Penistone" (4000 To.), der schwedische Dampfer „Shdland" (3000 To.), der norwegische Frachter „Sommerstad". Dazu kommt noch das amerikanische Oelschiff „Fredric Kelloga" (7500 Tonnen). Als letztes Opfer der deutschen Unterseeboote wird der amerikanische Kohlenftachter „Doroth Barret" (2000 To.) genannt. Die Gesamtziffer der bisherigen versenkten Schiffe an der atlantischen Küste wird mit 31 angegeben. Die amerikanische Presse hebt hervor, daß die „Sommerstad" seinerzeit in der unmittelbaren Nähe der Versenkungsstelle des amerikanischen Schlachtschiffes „San Diego" torpediert wurde. Man bezweifelt die Richtigkeit der amtlichen Feststellungen, der zufolge der Kreuzer „San Diego" von einer Mine zerstört wurde. Der Kommandant des Kreuzers Kapitän Christy gab ausdrücklich an, daß das Schiff torpediert worden sei. Tcr U-Boottttcg noai lange nicht überwunden. Der französische Admiral De gong tormitf in der „Information" auf eine Rede Cleme. -ns am 2. September in London hinsichtlich der Wirkungen des U-BootkrtegeS zurück und erklärt, die Ausführungen Clemenceaus müßten zum Nachdenken veranlassen. Tie Rede, deren Wortlaut in Frankreich noch nicht bekannt sei, weise auf neue peinliche Entbehrungen und neue Opfer hin. DaS Leben werde immer teurer, das sei das Ergebnis des dreieinhalbjährigen U-Vootkrieges. über den man so lange hinweggegangen, und gegen den man nur mehr oder weniger glückliche Abwehrmittel gefunden habe. Man müsse endlich den Mut zu der Erklärung finden, daß der U-Bootkrieg noch 9 ? nicht überwunden sei. Tegouy verlangt schließlich erne Seeoffensive gegen Deutschland, da man nur ,o besonders auch den Neutralen Mut machen könne, ihre Schiffe ausfahren zu lassen. Politische Rundschau. — Die Gesundheit des Reichskanzlers ist heute besser, als sie im Sommer war. Diese Feststellung setzt jene ins Unrecht, die behaupten, es bestehe eine Kanzlerkrisis, weil der Kanzler infolge seines Alters versage. ~ Aus Wien liegen Meldungen vor, wonach diplomatische Schritte des Grafen Burian bevorstehen, wie er sie in seiner Ansprache an die deutschen Pressevertreter angedeutet hatte. Er wünscht eine informative 2 lssprache über die Friedensmöglichkeiten. * * Anfang Oktober. Die sozialdemo- kratrichen Vertreter haben in den letzten Zusammenkünften mit dem Reichskanzler und den Parteiführern die sos irtige Einberufung des Reichstages gefordert. Einstweilen steht nur fest, daß der Hauptausschuß im ersten Drittel des Oktober zusammentreten soll. :: Prinz Aribcrt Regent von Anhalt. Nach einem in Dessau veröffentlichten Erlaß geht die Thronfolge im Herzogtum Anhalt auf den 17jährigen Prinzen Joachim Ernst, den ältesten Sohn des verstorbenen Herzogs Eduard, über. Während der Minderjährigkeit des Herzogs führt Prinz Äribert von Anhalt die Regentschaft. :: Treihurrdert Prozent am Staate verdient? In einem Lohnstreit gegen die Zeppelinwerke in Reutin der Lindau erklärte der als Zeuge vernommene Reichstagsabgeordnete für Konstanz, Diez, daß ein Paar Schwimmer in der Herstellung auf rund 15 000 Mark zu stehen kämen, während die Marineverwaltuna dafür 60000 Mark bezahle. Weiter wurde festgestellt, daß sich die Zeppelinwerke Reutin mit großen Landaufkäu- sen ln der Umgebung von Lindau befassen, die ledig- Zu dem Zwecke erfolgten, die Gewinne der Ge- lellschaft nicht so augenfällig in Erscheinung treten ?^^Zen. — Wir geben diese Mitteilungen, die natürlich der Nachprüfung bedürfen, hier wieder, weil sie n der Oeffentlichkeit sicher weiter eine Rolle spielen werden. :Verbesserungen im Postbetrieb. Nachdem bereits ^ einiger Zeit im Bereiche der Postverwaltung ein «Lachverftandigenausschuß zur Prüfung von Personalreformen in Wirksamkeit getreten ist, wird auf Anordnung des Staatssekretärs des Reichs-Postamts jetzt u ^ ^ u fr für Verbesserungen im Postbetriebe gebildet. In dem Ausschuß, der von äU J?. elt ? u Beratungen zusammentreten wird, sind außer Mitgliedern des Reichs-Postamts höhere und mittlere Beamte sowie Unterbeamte aus allen Teilen des Reiches vertreten. , Sozialdemokratie „gegen die Thronfpie- verlautet, daß die Aussprache der Mehr- yeitvpartelen in der interparlamentarischen Konferenz 'Uy wesentlich gegen alles gewandt habe, was neue Verwicklungen im Osten herbeiführen könne. In gleicher Richtung bewegt sich ein scharfer Artikel des „Vorwärts", der fordert, daß die Regierung jeder Thronspielerei und jeder neuen Frontaufrichtung im Osten unbeugsamen Widerstand entgegensetze. Der „Vorwärts" tut so, als stecke hinter dem Acurman-Ultimatum eine wichtige neue Entwicklung der Ostfrage. Er sagt: I in der Presse schon erlvähnt worden, die mic öer Kürze wegen als die Gruppe Helferich bezeichnen wollen, mit dem phan- tastischen Plan umgeht, ganz Rußland zu ukrainisie- ren, den Bolschewikis das Schicksal der Radareaieruna zu bereiten und in Petersburg ein neues Zarar au $ u ™ c fr* en - Die verantwortlichen Stellen sind zur- zeit Gegiier dieser verrückten Idee, man kann aber nach den bisherigen Erfahrungen nie ganz sicher wissen, Wir lange diese Gegnerschaft standhält." •jc.* wan allen wilden Gerüchten entgegnen, müßte man sich täglich darin üben. Wir vertrauen oar^us, oa^ Oie leicenoen Kreise m Deuiichlano tetne Abenteuerpolitik mitmachen. * . 1 * Frankreich: Malvy behalt sein Mandat. s* Temps berichtet, werden von 44 Auöfchußmtt- glredern 23 gegen die Aberkennung der politischen Rechte MalvyS stimmen. ; Aus aller Welt A Auskunft über iit Amerika lebende Deutsche. Wie vom Kriegsministerium auf eine Anftage aus den Kreisen nationalliberaler Abgeordneter mitgeteilt worden ist, ist zwischen der deutschen und der amerikanischen Regierung die Einführung von sogenannten Suchbogen vereinbart worden, die dazu dienen sollen, den deutschen sowie amerikanischen Angehörigen in kürzester Form Mitteilungen über den Aufenthalt und das Befinden bestimmter, auf freiem Fuße lebender Zivilpersonen in Deutschland wie Amerika zukommen zu lassen. Die Weiterleitung dieser Suchbogen hat die Zentralauskunftsstelle für Auswanderer, Berlin W. 35, Karlsbad 10, übernommen. ** Ein Verunglückter, der unbekannt bleiben will. Streckenarbeiter hatten am Sonnabend auf der Strecke Hahnau—Reisicht einen schwer verletzten unbekannten Mann gefunden, der ins städtische Krankenhaus gebracht wurde. Er war vollständig bei Besinnung, verweigerte aber jede Auskunft über seine Person und auch darüber, wie er auf den Bahnkörper gekommen ist. Er hat wohl den Zug verlassen wollen und ist dabei verunglückt. Man vermutet, daß man es mit einem schweren Jungen zu tun hat, denn es wurden verschiedene Einbruchswerkzeuge und über 4000 Mark Geld bei ihm gefunden. Auch der Polizei gegenüber verweigert der Unbekannte jede Angabe über seine Person und die Herkunft des Geldes. ** Ein Bubenstreich. In Koblenz hat man vermittels einer Zeitungsanzeige einer Firma einen bösen Streich gespielt. Das betreffende Blatt veröffentlicht im Brieflasten nachstehende Mitteilung: Infolge eines bedauerlichen Versehens ist am Mittwoch eine Anzeige ausgenommen worden, in der angeblich Herr I. B., Xstraße, alte Seegrasmatratzen zur Zigarettenfabrika- tion sucht. Diese Anzeige ist nicht von Herrn B. aufgegeben worden, der mit Recht vermutet, daß ihm damit ein Streich gespielt lverden sollte. Wir werden versuchen, den Urheber dieses Bubenstreiches zu ermitteln, damit er den entsprechenden Lohn erhält." ** 30 Kinder aus Castrop an Pilzen gestorben. Im Schulhause zu Bierschlin bei Wreschen (Prov. Posen) waren unter der Aufsicht der Lehrerin Eener aus Castrop in Westfalen 43 Kinder untergebracht. Die Kinder hatten aus eigenem Antriebe Pilze gesucht und diese wurden von der für die Kolonie bestellten Köchin zubereitet. Die Köchin behauptete, sie kenne die Pilze genau. 33 Kinder aßen von dem Gericht, die übrigen lehnten es ab, da sie angaben, daß ihnen Pilze nicht schmeckten. Von den Kinder:: sind 30 gestorben. Vielfach starben die Kinder, bis zum letzten Augenblick plaudernd, ganz plötzlich. ** Wir sind doch bessere Menschen. Daß Deutschland hinsichtlich der Behandlung der feindlichen Ausländer. wie ihres Eigentums, sich vorteilhaft von den mit uns Krieg führenden Nationen auszeichnet, ist eine bekannte Tatsache. Das „Bad. Tageblatt" kann dafür erneut das Zeugnis eines russischen Staatsangehörigen und seiner Gemahlin ins Feld führen, die aus dankerfülltem Herzen ihrer Genugtuung darüber Ausdruck verleihen, in welch mustergültiger Weise sie lhr vor vier Jahren verlassenes Anwesen nach ihrer Rückkehr aus Deutschland vorgefunden haben. In dem Schreiben heißt es u. a.: „Nach mehr als vierjähriger Abwesenheit wurde es uns vergönnt, wieder nach Baden-Baden in unser liebgewonnenes Heim zurückzukehren. welches wir uns vor elf Jahren begründet hatten, um in Ruhe unseren Lebensabend darin verbringen zu können. Unbeschreiblich war daher unsere Freude, alles in tadellosem Zustande und genau so, wie wir es verlassen hatten, wiederzufinden, abgesehen von den allgemein auch bei Reichsangehörigen beschlagnahmten Gegenständen. Es ist uns ein Herzensbedürfnis, allen Staats- und Stadtbehörden, sowie Privatpersonen, denen wir solches zu verdanken haben, unseren innigsten und wärmsten Dank hierdurch öffentlich darbringen zu können für die vorsorgliche Mühewaltung um unser Anwesen, Inventar und sonstige Wahrung unserer Interessen." ** Tie entgegenkommende Eisenbahn. Der gegen 7 Uhr abends aus Stockheim nach Frankfurt abgehende letzte Personenzug wurde an einem der letzten Tage :n Stockheim und allen anderen Haltestellen derart von Kartoffelhamsterern bestürmt, daß die Wagen nur einen winzigen Bruchteil der Menge zu fassen vermochten. Um den Leuten ein Uebernachten auf den Bahnhöfen zu ersparen, fuhr der Zug zunächst alle Menschen, die nur irgendwie in die Wagen hineingepreßt werden konnten, nach Vilbel. Von hier aus kehrte er dann mit zahlreichen leeren Wagen zurück, sammelte unterwegs die zurückgebliebenen Volksmengen, nahm auf dem Heimwege m Vilbel die übrigen* Hamsterer mit und dampfte dann schließlich nach Frankfurt, wo er mit mehrstündiger Verspätuna eintraf. **£)cffenttiifyc Rasicrstube. Im Wiesbadener städtischen Krankenhause ist vom 12. September ab am Montag, Donnerstag und Samstag nachmittag von 4 bis 5 Uhr für Bartflechtkranke Gelegenheit zum Rasieren geboten. p ** Hirfsvcr-wcigeru, g - fahrlässige Tötung. Gegen verschiedene Personen in Frankfurt a. M., die bei dem Fliegerangriff am 12. August auf der Bocken- hetmer Landstraße Unterkunftsuchenden die Häuser nicht geöffnet haben, hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren eingeleitet, und zwar, soweit es sich um Verletzte oder Tote handelt, auch wegen fahrlässiger Körperverletzung und Tötung. ** Reifeprüfung eines türkischen Schülers. An der Oberrealschule II in Kassel fand eine eigenartige Reifeprüfung statt. Prüfling war der junge Türke Burhan Assaf aus Mardin (Mesopotamien). Er hat die Oberrealschule H nahezu zwei Jahre besucht. Der Unterrichtsmmrster hatte ihn zur Reifeprüfting zu- 9 ? Ia ä eT L unö an Stelle des Englischen das Türkische als Prüfungsfach genehmigt. Auf Grund der Klassen- lerstungen und der schriftlichen Prüfung wurde Bur- han Assaf von der mündlichen Prüfung befreit. Rur im Türkischen fand eine Prüfting statt, da er während der Schulzeit keine Gelegenheit zu mündlichen Lerstun- gen gehabt hatte. Rach der Prüfung in diesem Fache entließ der Vorsitzende den ju,:gen Türken mit herzlichem Glückwunsch und gab der Hofftiung Ausdruck, daß er dazu beUragen werde, das Verständnis für mwu Wefon ty drr Türkei LU köLdrrv, ^ V - ■ 1 . - * Aochwaldtzattsett (Vogelsberg). Dcr Grün' er des hiesigen Luftkurortes Joh. Berlitt in Kossel hat aus Anlaß seines 70. Geburtstages dem Hessischen Landesverein für Kriegerheimstätten 100000 Quadratmeter seines hiesigen Grundbesitzes gestiftet. ** Darmstadl. Die 4. Kriegstagung (74. Jahres Versammlung) des hessischen Hauptvcreins der Gustav A olf Stiftung, die am 9. September hier unter dem Vorsitz von Kirchenrat D. Dingeldey — Darmstadt zu- sammentcat, konnte 25 OOO Mk. hessischen, 15 5OO Mk. nichthessischcn Diasporagemeinden und dem Zentralvor- stand in Leipzig zuwenden. Die Gemeinde Hütienfeld wurde neu in den Unterstützungsplan oufgcrwmnun, Amöneburg erhielt die nächstjährige Konfirmmidengobe zugcwiesen. Die Arbeit des Gcsamtvereius, den: sich Hessen als einer der 44 Harpivereine eingliedert, ist durch neue Aufgaben im Osten von Estland bis zur Türkei mächtig erweitert worden. Packende Bilder von dem Leben der evangelische Kirche in Livland gab in der Versammlung wie abends öffentlich Oberpastor Keller aus Riga. * Ans dem Gdernimtd. Ein heilsames Abschreckungsmittel für Felddiebe und solche, die es werden wollen, wenden zahlreiche Gemeinden des vorderen Odenwaldes an. Rücksichtslos wird der Name eines jeden ertappten Obst- bezw. Felddiebes durch die Ortsschelle der Einwohnerschaft bekanntgegeben, eine Methode, die sich bisher als durchaus brauchbar erwiesen hat, zumal ein durch die Ortsschelle gebrandmarkier Dorfgenosse mit Argusaugen bewacht wird, er mag seine Schritte lenken wohin er will. * Aus RsteLustesten. Eine verfrühte Aepfelernte ist aus zahlreichen Gemeinden Rheinhessens zu melden. Viele Baumbesitzer pflückten schon jetzt die Aepfel, die erst in drei bis vier Wochen reif werden, um sie vor dem Diebstahl zu retten. Namentlich die an den Straßen und Feldwegen stehenden Väume werden in vielen Gemeinden schon jetzt abgeerntet, um wenigstens noch einen kleinen Rest der ohnehin schon sehr knapp bemessenen Apfelernte sich zu sichern. Dies Obst kann selbstverständlich nicht als Tafelobst für den Winter aufbewahrt werden, da es noch keine Haltbarkeit besitzt. Man will aber lieber die Aepfel einkochen oder zu Aepfelschnitzen verwenden, als sie stehlen zu lassenund noch obendrein die Bäume der Gefahr rücksichtslosester Zerstörung auszusetzen. Im übrigen werden auch für die halbreifen Aepfel Preise gezahlt, die weit die früheren Obstpreise für die beste Edelforten und {elbft die gewohnten Kriegspreise erheblich übersteigen. Käufer, die 80 Pfg, bis 1 Mark für das Pfund solcher unreifen Aepfel zahlen, überschwemmen täglich die Ortschaften. * Mai«?. Im Stadt - Parlament ging es vor einigen Tagen lebhaft zu. Der Antrag der preußischen Milch- und Fettstelle bei den Kriegsemahrungs- Aemtern den Milch- und Butterpreis um 33 Prozent zu erhöhen, war der Gegenstand einer Interpellation. Der Vorsitzende führte aus, daß die hessischen Städte einstimmig gegen diese Erhöhung protestieren. Die Preissteigerungen aller Lebensmittel würden immer weiter gehen und sei eine Schraube ohne Ende; dem müsse Halt geboten werden. Bei den großen Aufwendungen würden die Städte in immer größere Schulten geraten. Dem Bauernstand sei der größere Verdienst zu gönnen, aber zu Ende müsse doch einmal dieser unglaubliche Zustand kommen. Die Stadtverordneten waren mit dem Protest der Städte einverstanden. Humorvolles von der Grippe. Folgender humorvoller Vorgang geht n- Belgischen von Mund zu Munde. Als vor einigen Wochen die „Spanische" so plötzlich ausbrach, geschah es in einem kleinem Dörfchen, daß t'Van Hofbesitz-r und Ortz?Vorsteher ein hölzerner Furterdrog auü dem Stalle gestohlen wurde. Wenige Tage nachher stellte sich jm benachbarten Städtchen einem Arzt n Bauec zur ärztlichen Begutachtung. Der von der guten, alten Schule, sieht den ust ihm zu: „Ihr halt de Gripp !" Der usammmen und stottert: Avver Herr ' ihr datt denn füm?" (sehen). „Kunst» der Arzt, Ihr hatt die Gripp, und ' is Bctt, sonst schleppt Ihr se noch um." „Da sei Gott vor," meinte . dringend- ihn nicht zu verraten, denn habe gedroht, den Dieb ins Zuchthaus o es habe sich Vach nur um einen Scherz Octsvorsteher so geprotzt Härte. Der wußte er Bescheid. Arzt, noch - Mann on Bauer sä ;u Doktor, stÜck/ Cl: und da k&i int ganze De der Bauer uu der Orttzvorste zu bringen. Und gehandelt, weil bt Arzt erstaunte irarr Der Bauer hatte dem Ortsvorsteher die Krippe gestohlen und hatte geglaubt, der Arzt Hütte mit dem ihm unbekannten Wort Grippe die Krippe gemeint. Dterarifcbts. „ftmiä wider Kokarde", Jagdflüge des Leu mts Ernst Udet, heransgxgeben v qn Ernst Friede. Eichler, mit 36 Bildern, M. 2.—. Verlag Gustav Braunbeck G. m. b. H.,^Lettin W 35. Udet, der i.-nge Kampfflieger, der soeben durch ein kaiserliches Handschreiben ausip zeichnet ward, steht an der Spitze unserer 'uiHelden, da er über 60 Flugzeuge zum Absturz brachte. Das Udelbuch gibt uns in kurz packenden Schilderungen ein lebendiges Bild des unendlich schweren Jliegerlebens und zugleich in dem Werdegang des Helden den Beweis deutscher, zäher, unbesiegbarer Kraft. Beranlwörtlich: A l b i n Klein, Gießen. Deulschkands Spende für Säuglingsund Kleinkinde cschuh. Aufruf! Vier Jahre lang wütet nun der Weltkrieg. Furchtbar sind die Opfer, die er von unserem Volk gefordert hat und noch täglich fordert. Die Zukunft unseres Uater- landes ist aufs schwerste gefährdet, wenn es nicht gelingt, einen Ausgleich zu schaffen für die Hunderttausende von blühenden Menschenleben, die uns durch den Krieg entrissen worden sind. Vor allem gilt es, die erschreckend hohe Sterblichkeit der Säuglinge und Kleinkinder zu bekämpfen. In den letzen Friedensjahren gingen von hundert deutschen Kindern fünfzehn bereits inr e rsten Lebensjahr zu Gründe, mehr als ln fast atteu anderen Knlturftaaten. Eine durchgreifende Hilfe durch Ausbau des Mutterschutzes und der Kinderfürsorge ist hier dringend nötig. Dazu sind aber neben den Zuschüssen des Staates, der Kreise und Gemeinden weitere bedeutende Mittel erforderlich, die durch eine große Molksspends aufgebracht werden sollen. Die Sammlung für „Dsrrtschlauds Spende für Sang- lings- und Kleinkinderfchutz" wird in Hessen im September dieses Jahres stattfinden r ihr Ertrag verbleibt ausschließlich unserem engeren Uaterlande. Wir wenden uns an den oft bewährten Opfersinn des Hessenvolkes mit der herzlichen Bitte, an dem großen Werk der Nächstenliebe mitzuhelfen. Möge jeder nach Kräften dazu beitragen, die Fürsorge für unsere Kleinen und Kleinsten zu fördern. Es gilt die Ankunft unseres Volkes. die Macht und Große unseres heißgeliebten Naterlaudes! Darmstadt, im September 1918. Gkeonore Hroßherzogin von Kessen und bei Whein. Der Worstand der Hroßh. Jenirate für Mutter- und Käuglingsfürsorge in Kessen. Ar. Irok. Steilen Sit lieb Men Kaffee > felbft ber. Kaffeebrenner massiv gearbeitet ca. 2—202 Pfund fassend, Stück Mk. 10.50 Nachnahme. 6. üeftittger, Darmstadt. Feldbahn lose und montierte auch Wagen Weichen, Drehscheiben sowie Lokomotiven Dampf oder Benzol kaufen G. Wrsenfeld» Aachen» Dahmeugraben 4. Die Handschrift des Menschen ist der Spiegel seines Charakters. Mancher bleibt von bitteren Erfahrungen verschont oder übt Selbsterziehung durch Einholung eines genauen Charakterbildes nach Einsendung von unbewußten Tintenschriflen, die zurückgehen. Berechnung 3—5 Mk. Nachnahme. Jnttns Tilly, StocKbeitn (Renen). lerer Beamter sucbl bei vornehmer Familie, auch mit Kindern, wenn möglich in Vtllen- gegend behagliches Heim (Wohn- und Schlafzimmer mit elektrisch Licht evtl, auch Dampfheizung) für Anfang Oktober. Offerte mit Preisangabe auch für evtl, volle Pension unter 6718 a. d. Exp. d. Bl. Bekanntmachung. Zur Gewinnung von Wagen für den Ladungs- verkehr, insbesondere für dringende Nahrungsmittel, wird von Mittwoch» den 11. September an» ö s auf weiteres der Ucrfand von Frachtstücks«-» CSü- stückgut und beschleunigtem Gilstückgnt gleichwie im Vorjahre derart eingeschränkt» daß eine Anzahl Güter von der Beförderung ausgeschlossen ist. Für dis noch zugelassenen Güter bleiben die bis' herlgen Höchstgewichtsgrenzm von 100 kg für Eilsrück- gut und von 50 kg für beschleunigtes Etlstückgut bestehen. Anträge auf Zulassung von Ausnahmen, die nur in durchaus dringenden Fallen berücksichtigt werden können, sind für Güter des öffentlichen Verkehrs an die Königliche Eiffnbahndircktisn, für Militär-Mer an die Kriegsomtstelle des Emfangsortes zu richten. Die Annahme von Expreßgut bleibt in der seitherigen Weise eingeschränkt. Nähere Auskunft erteilen die Auskunftstelle für Güter» verkehr im Geschäftsgebüude der Königlichen Eiscnbahn- dicektion, Hohenzollernplatz 35, sowie die Güter-, Eisi gut- und Gepäckabfertigung. Frankfurt (M), den 9. September 1918. Königliche kisenbahnstirMion TranRftrf (Main) lOOÖÖtl Heimstätten «ntf «stft zu bewohnen durch Gartenertrag und eigene Kleintierzucht, wofür wir dem Ausland früher bereits 500 Millionen Mark jährlich zahlten. . Die Klcinfarm. Gründung und Einrichtung rentabler A Wirtschaftsheimstätten. Bon W. Horst,, Preis Mk. 2.75 frei Heimstätten für Familien. Von Abigt, m. 125 Abbildungen Mk. 2.20. Das ländl. Kleinhaus und Heimstätten. 120 Tafeln baureife HauSpl., Mk. 3500—5000 Baukosten, von Brachmann, ,Mk. 18.60. Preisgekr. Ratgeber für Landhausban in heimatl. Bauw. Bon Kahm. Mit 200 Abbildg. Hauspläne. Mk. 5.60 frei. Das Eigenheim und sein Garten. Bauratgeber von Dr. Beetz. Mit 650 Abbild. Hauspläne. Jetzt 35. Tausend Mk. 12.60. 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