(Neu stc Nachrichten) (Mieneuer TageolaLt) vezrigsprers KV psa. monatlich vierteljährlich 2,10Mk., vorauözahlbar, frei inc Hand. Ab ge holt in unserer Expedition oder in den Zweig- ausgabestellen vierteljährlich 1,80 Mk. — Erscheint Dienstag, Donnerstag u. Samstag. — Rcdnktionsschluß früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gicßener Zeitung", Gieren. SLpeditton: Züdanlage 21 r. 77. Telephon Nr. 302. Samstag, dm 7. September 1918 KnzrigeMreis 24 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 36 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 100 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bet Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneVerbindlichkett. Druck der Gicstener Vcrlagsdruckerci, Albiu Klein. Telephon Nr. 382. 31. Jahrg. Im- Wests« vertranensvolle Maßnahme« -er -erttscheo. Führnng. Unsere Einigkeit an der Front und in -er Heimat macht nns stark nu- nnüberwin-bar! 1489S, 1S0OO n. 13000 Br. R-T. = zusammen 40000 Br -R.-T. versenkt. Mit lesker Zimrfklf. Berlin, 5. S(pt. Der Berliner Berichterstatter des Budapester „AZ Eft" hatte eine Unterredung mit Hlndenbmg ttnd Ludendoiff, über die wir das folgende - erfahren: General Luden dor ff sagte über die amcrkanischen Truppen an der Westfront: Die Amerckancr leisten keine unbedeutende Hilft an Menschen und KriegSgerät. dost aber die omerikanische Hilfe für das Schicksal des Krieges ausschlaggebend fei, ist eine eitle Hoffnung des Verbandes. Wir sind mit der russischen Dampfwalz-? sectig geworden und werden auch mit den Amerikanern ftitig. Unser Wille zum Siege bleibt ungebrochen und wir werden den Ver- nichtungswillcn des Feindes zerstören. Ucker die Kriegslage äußerte sich Generalftldmarschall v. Hindenburg so: Der große Kampf im Wsten geht Wecker. An unseren anderen %:o Un ist r§ jetzt Verhältnis- maßt'; ruh-". Dos Nichtdurcbdringen des österreichisch, ungan.'chcn Angriffs an der Piavr ist tragisch zu nehmen' der Grund ist in. einemNaturernguiS, dem übermächtig m A'schwellen dcr Piav , zu suchen. Die Erfolge der öjl rreichisch rmg.:-ischen Truppen in Albanien versorge ^4 w'i lröhnft-i Aule:'nahm?. Bon Albanien geht unsere' F. 0 -. . Welle: na ) Mazedonien, und da hält das tapfere bulgarische Heer die Wache. Wenn der Verband noch einmal anjieif; n.ckll, so können wir d m mir fester Zuversicht cntgegensehen. Unten in Palästina ist es den Engländern ouL nicht gelungen, du ch ih-e verlustreichen Angnffe den tupft.'».-- Widerstand d.-s türkischen Hcercs zu ccfchüttern. Irr und an dcr MurnranLüste ^ will sich England fts-setzen und vcrfoigt damit seine eigensten Zwicke, aber iS will außerdem versuchen, Nuß- Uwb u' HUt in den Keieg zu hetzen- Der Entscheidungs-- kampf für uns Milrdwächte spieck sich indessen hier an oec Wss-front ab. Wir Mittelmächte ha Leu in unserem Verterdtgungskampft Schuster .an Schulter zusammen. Zwar i-ibtTs auch wu- ftstw-cc unter dem Kriege, wir wcrdcn aber stärker - n- ihm hervorgehen. Dafür bürgt uns, daß vl"' Feind unser Bündnis cbeojvwcnig mit Waffengewalt wie ir. t Lockungen zersprengen wird. Uchcre Einigkeit macht uns stalk. Wir werden nach rühm - - chcn Kampf, u gemeinschaftlich in die Heimat zurückk.hren und dann die Früchte unseres Kampfes ernte. Bis zu diesem Ziele heißt "cs durchhaltc«.' ' Hmiiicbe üeutfcde Lsgerdrrstblr. wtb- Großes Hav PL quartier, 4. Sept. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppen 5kronprinz Rupprecht u n d B o c h n . W i .- seits dcr Lys hat sich der Feind in ständft.cr KM! mit unseren Vortruppen bis in Wie Wulveraer di: pp —L-i c St. Muur—Laventie—Ätchcbourg vor gearbeitet^ Unsere gemischten lbt ist igen haben ihn i wesim Klsintämpfcn Jo rffam geschädigt und ihm durc -L>or"ost und Angriff Gefabene abgenomnwn. — A pec ^chlachtfront zwischen Scarpe und Somme verlic V(>c e Tag ruhig. Wir ftuftn während der vorletzten Nach unsere Tcnppen in Linie Acleüx—MoeuvreS—Manan coutt zurückgenommeu. Suse seit einigen Tagen schoi vorbereitet?^ Bewegungen wurden plangemäß und un gestört vom Feinde durchgesühxt. Der Gegner ist ccf om Nachmittag zögernd gefolgt. An der Front zwischn ^emslains und Pcronn^ hat der Feind seine Angriff q - üer ' nicht wiedricholt. — Beiderseits von Noyon führt der Franzose stärkere Angriffe, die sich im besondere, gegen dar: Hühengeläude zwischen Campagne und Bussl lOMtai, Der Feind, ba; hier vicrmr: am Bormittac iv - am Nachruiltog vcrg-blich gegen bewährte die 231. In lu t-. :..-D'.viswn anstürmte, w rde. ebenso wie an der ü '‘- ; qriffsabjchnitten, restlos abgewresm. — Ar öa: "U'tte Erkuttdungsgeftchte. Vorstöße des Feindcr ^.'-)ucy le-Ehutt-uu sch rLecten. Zwischen Ailette unt jeffte d r Franzose im Verein mit Amerikaner,! «uni kyyi. : n naj stärkster Fcmrwii kung zu erneuter .eingriffer^ an. Sie wurden, vieljach r.ach erbittertem ^cahcamps, abgewiesen. Wir schosftn gestern 22 feindliche Flugzeuge und 1 Fesselballone ab. Leutnant Rumly errang seinen 30. Lustsieg. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Südlich von R'pont brachten wir nach erfolgreichem Vorstoß in die französischen Gräben Gefangene und Maschinengewehre zurück. Der Effte Generalquartiermeistec: Ludendorff. m Berli n, 4. Sept , abends. Bisher sind keine größeren Kampfhandlungen gemeldet. — Zwischen Scarpe und Somme fühlte der Feind an unsere neuen Linien heran. Zwischen Ailette und Aisne wurden erneute Angriffe der Franzosen abgewlesen. » wtb. GroßesHauptquartier, 5. Scpt. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und B o e h n. Zwischen Ipern und La Bassee drängte der Feind gegcn unsere ne^cn Linien nach. Im Borgelände belassene Abtl-stlmgen wichen dort befehlsgemäß auf diese Zurück. Bei Wytschaete wurden Teilangriffe dcs Feindes obgewicftn. — Zwischen Scarpe und Somme fühlte der 'Gegner gegen unsere neuen Linien vor. Jnfanteriegeftchte mit unseren SicherungZ.Abteilungen, an der Somme Artillerictätigkeit. Zwischen Somme und Oise haben wir die am 26. August aus der Gegend von Rohe begonncnen Bewegungen fortgcführt und uns in vorletzter Nacht ohne Kampf vom Feinde losgelöst. Die am Feinde belassenen Nachhuten sind gestern nachmittag langsam '(folgt. Der Feind hat am Abend etwa'die Linie VoyenueS—Guiscard—Appiüy mit schwächeren Teilen erreicht. In der Ailette-Niedecung wurden Vorstöße des Feindes obgewiesen. Ebenso scheiterten starke feindliche Attgr'.ffö dicht südlich der Ailette bei Teray Sornh, Clamrcy und Buch !e Long. Vlzewachtmeistec Scheele der 9. Batftrie Feldartillerie-Regiment Nr. 92 hat hier bei den letzten Kümpfen 8 Panzerwagen vernichtet. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Oestlich von SoissonS legten wir die Verteidigung von der Vcsle Zurück. Die Bewegungen wurden plangemäß und vom Feinde ungestöck durchgeführt. Wir schossen gestern 32 feindliche Flugzeuge ab. Der Erste Generalquartis;meister: Ludendorff. , «i Berlin, 5. Scpt., abends. Die GefechtStätigkeit bckeb auf kleiner e Kämpft im Vorgelände unserer neuen Stellungen beschränkt. wtb. Großes Hauptquartier, 6. Sept. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: ^Heeresgruppen Kronprinz Nuppcecht und B o e h n. Erkundungsabteilungen dcs Feindes, die zwischen Ipern und Ln Lasfte vorstießeu und nördlich von Lenz unter starkem Feuerschlag vorbrachen, wurden abgewtesen. Am Abend wiesen hessische Truppen zwischen Ploegsteert und Armentieres Angriffe des Gegncrs zurück. Wir machten hierbei mehr als 100 Gefangene. Erfolgreicher Lorstoß in die englischen Gräben bei Hulluch. Im Vorfelde unserer neuen Stellungen kam es Zu heftigen In. santcriegeftchten an dcr Straße Bapaume—Cambrai, am Waide von Havrincourt und auf den Höhen östlich des Tocrrlle-Abschnlttes. Starke Angriffe, die der rftind auf der Linie Neuville—Manancouct—Moislains führte, wurden abgewiesen. Aus Peronne und über die Somme ist der Feind erst gestern zögernd unseren Nachhuten gefolgt. Zwischen Somme und Oise drängte er stärker nach und stand am Abend westlich der Linie Ham — ChaU 'h. Auch zwischen Oise u. Aisne hat sich die Lü>>lösung vom Gegner plangemäß vollzogen, unsere Posten stehen mit ihm in Gcfechtssühlung in der Linie Amtgny—Bacisis —La Faur— Conde. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Oestlich von SoissonS ist der Fünd über die BeSle gefolgt. Unsere Jnfantecieabteilungen und Artillerie haben ihn lange aufgehaltcn und ihm Verluste zugefügt: auf den Höhen nordöstlich von FtsmeS wurden starke Angriffe der Amerikaner abgewiesen. Der Erste Generalquartiermeifter: Ludendorff. * Berlin, 6. Scpt., abends. An den Kampffronten ruhiger Tag. Kleinere Gefechte im Vorgelände unsere^ Stellungen. I9> Berlin. 6. Sept. Unsere Mittclmeer-U Boote versenkten 13000 Br. Reg.-Tonnen Schiffsraum. Der Chef des Admiralstabes dcr Marine. Ans dem amtlichem Kreisblatt. Stellv. Kommandierende General, 31. 8. 18: Nachtragsbekannt- machung betr. Beschlagnahme und Bestandserhebung von Web-, Wirk- u. Strickwaren. Stellv) Komniandierende General, 31. 8. 18: Nachtragsbekannt- muchung betr. Beschlagnahme und Bestandserhebung von Bekleidungs- u. Ausrüstungsstücken für Heer, Marine und Feldpost. Stellv. Kommandierende General, 15. 8. 18: Versendung von Drucksachen ins Ausland. Stellv. Generalkommando 18. A.-K.: Ausstellung von Ausweiskarten für Näharbeiter der Reichsbekleidungsstelle. Stellv. Kommandierende General, 1. 9. 18: Nachtragsbekanntmachung betr. Bestandsmeldung und Beschlagnahme von Metallen, die au, 1. 11. 1918 in Straft tritt. Hessische Landesgemnsestelle, 29. 8. 18: Großhandels- und Kleinhandelspreise für Gemüse. Hessische Landeskartoffelstelle, 29. 8. 18: Der Höchstpreis für Frühkartoffeln aus der Ernte 1918 beträgt vom 1.’9.1918 ab bis auf weiteres 7,50 Mark für den Zentner. Kreisamt Gießen, 31. 8. 18: Der KleinhandelshöchstpreiS für Kartoffeln wird mit Wirkung vom 4. 9. 18 auf 19 Pfg. für 2 Pfund festgesetzt. Stellv. Kommandierende General, 1. 9. 18: Nachtragsbekannt- machung berr. Beschlagnahme und Bestandserhebung der Fahrrad-Bereifung. (Einschränkung des Fahrrad-Verkehrs vom 12. 6. 1916.) Stellv. Kommandierende General, 19. 8. 18: Verhalten bei Fliegeralarm. Kreisamt Gießen, 26. 8.18: Kriegshinterblicbenen-Versorgungs- anträge. Kreisamt Gießen, 3. 9. 18: Der Unternehmer eines landwirtschaftlichen Betriebes kann die Selbstversorgung mit Gerste, Hafer, Mais, Hülsenfrüchten, Buchweizen und Hirse in Anspruch nehmen (falls die gesetzlichen Voraussetzungen bei ihm vorliegen), auch wenn er nicht Selbstversorger in Brotgetreide ist. Kreisamt Gießen, 2. 9. 18: Die Bürgermeistereien haben die Otachlveisung über die Fortschreibung der versorgungsberechtigten Bevölkerung nach dem Stand vom 31. 8. 1918 unverzüglich einzureichen. -im SSiedS ttöd DsiCt. ** Die GoldairIrarrfsstelle Gießen bittet uns mit- zuteilen, daß am Dienstag, den 10. ds. Mts., nachmittags von 2 bis 4 Uhr ihre Geschäftsstelle in der Bezirkssparkasse Gießen (Zohannesstraße) geöffnet ist. * Westlar. Die Buderusschen Eisenwerke A.-G. haben in dem bisher abgelaufenen Zeitraum 1918, wie berichtet wird, eine weitere Steigerung der Umsätze und Erträgnisse zu verzeichnen gehabt. Dte Gesellschaft ist mit Aufträgen reichlich versehen, dte eine volle Beschäftigung über das laufende Jahr hinaus gewährleisten. Kircblicbe Anzeigen* Sonntag den 8. September (15. nach Trinitatis.) In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr. zu- gleich Christenlehre für dte Neukonfirmiecten aus der Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. — Vormittags 9V 2 Uhr: Pfarrer Mahr. — Vormittags 11 Uhr: 5ktnder- kirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Mahr. — Mittwoch den 11. September, abends 8 Uhr: Kriegs- betstunde. Pfarrer Schwabe. In der Ioh a n neskirch e. Bormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für dte Ncukonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Pfarrer AuSfeld. — Vormittags 9V 2 Uhr: Pfarrassiftent Ltz. Reuning. — Vormittags 11 Uhr: Kindeckirche für die Lukasgemeinde. Psarr- assistent Liz. Reunig. Wir stehen in schwc.em Kampf mit unseren Feinden. Wenn zahlenmäßige Überlegenheit allein den Sieg verbürgt, läge Deutschland längst zerschmettert am Boden. Der Feino ireiß aber, daß Deutschland und seine Verbündeten mit den Waffen allein nicht zu besiegen sind. Der Feind weiß, daß jl : Geist, der unseren Truppen und unserem Volke innewohnt, ua;. unbesiegbar macht. Deshalb hat er neben dem Kampf 'gegen die deutschen Waffen den Kampf gegen den deutschen Geist ausgenommen, er will unseren Geist vergiften und glaubt, daß auch die deutschen Waffen stumpf werden, wenn Ider deutsche Geist zerfressen ist. Wir dürfen diesen Plan des Feindes nicht leicht nehmen. Den Feldzug gegen unseren Geist führt der Feind mit verschiedenen Mitteln; er überschüttet unsere Front nicht nur mit einem Troimuelfeuer der Artillerie, sondern auch mit .einem Trommelfeuer von bedrucktem Papier. Seine Flieger werfen neben Bomben, die den -Leib töten, Flugblätter ab, die den Geist töten sollen. Unsere Feldgrauen lieferten an der Westfront von diesen feindlichen Flugblättern im Mai 64 000, im Irmi 120 000 und im Juli 300 000 ab. Eine gewaltige Steigerung. Im Juli 10 000 Giftpfeile täglich. 10 000 Mal täglich der Versuch, dem Einzelnen und der Gesamtheit den Glauben an die Gerechtigkeit unserer Sache und Die Kraft und die Zuversicht zu dem Endsieg zu nehmen. Da- bei können wir damit rechnen, daß ein großer Teil der feindlichen Flugblätter von uns nicht aufgefimden wird. — Der Feind begnügt sich aber nicht nur damit, den Geist unserer Front anzugreisen, er will vor allen Dingen auch den Geist in der Heimat vcrgfften. Er weiß, welche Quellen der Kraft für die Front in der Heimat ruhen. Seine Flugzeuge und Ballons tragen zwar die angehängten Flugschriften nicht weit tn unsere Heimat; fern von ihr liegen ja die Linien, in denen der Feind vergebens um Waffsnsieg ringt. Aber der Feind hofft, daß mancher Feldgraue das Blatt, das so harmlos aus der Lust heruntergeflattert ist, nach Haufe schickt. Zu Hause 'wandert es dann von Hand zu Hand, am Biertisch wird es besprochen, in den Familien, in den Nähstuben, in den Fabriken. auf der Straße. Ahnungslos nehmen viele Tausende den Giftstoff in sich ans; Tausenden wird die Last, die der Krieg ihnen ohnehin bringt, dadurch vergrößert und der Wille und die Hoffnung auf den siegreichen Ausgang des Krieges genommen. All diese schreiben dann wieder von ihren Zweifeln an der Front, und Wilson, Lloyd George und Ele- menceau reiben sich die Hände! Der Feind greift den Geist der Heimat auch sonst noch an. Die unsinnigsten Gerüchte, geeignet, unsere innere Widerstandskraft zu brechen, werden in Umlauf gefetzt. Wir stellen sie gleichzeitig in der Schweiz, in Holland und Dänemark fest. Von dort breiten sie sich wellenartig über ganz Deutschland aus. Oder aber sie tauchen gleichzeitig, in unsinnigen Einzelheiten übereinstimmend, in den entlegensten Gegenden unserer Heimat auf, in Schlesien, Ostpreußen und im Rheinland, und nehmen von da aus ihren Weg über das übrige Heimatgebiet. Auch dieses Gift wirkt auf Urlauber und stießt in Briefen zur Front. Und wieder reiben sich die Feinde die Hände! Der Feind ist klug. Gr weiß für jeden das Pülvercheu zu mffchru. Die Kämpfer an der Front lockt er. Ein Flugblatt lautet: „Deutsche Soldaten! Es ist eine schändliche Üüge, daß die Franzosen die deutschen Gefangenen mißhandeln. Wir sind keine Unmen- scheu. Kommt nur getrost zu uns herüber! Hier findet ihr rücksichtsvolle Aufnahme, gute Verpflegung und friedliche Unterkunft." Man frage hierzu die tapferen Männer, denen cs unter unsäglichen Mühen gelang, der feindlichen Gefangenschaft zu entrinnen. Äusgeplündert bis auf das Letzte, im Dralltyferch ohne Obdach durch Hunger und Durst für verräterische Aussagen gefügig gemacht oder durch Schläge und Bedrohung mit dem Tode zum Verrat an den Kameraden gezwungen, auf dem Transport zur schweren Arbeit von der französischen Bevölkerung bespien, mit Unrat beworfen: So sieht in Wahrheit das Paradies aus. das der Feind vorgaukelt. Auch naHgedruckte Originalbriefe von Gefangenen werden übgeworfen, in denen die schildern, wie gut es ihnen gehe. Gottlob wird es in England und Frankreich auch noch anständige und menschliche Kommandanten von Gefangenen- lagern geben; sie sind aber die Ausnahme. Und die Briefe, die der Feind abwirft, sind nur 3 verschiedene. Diese aber sendet er in vielen Tausenden von Exemplaren vervielfältigt. Kleinmütige schüchtert der Feind ein: „Euer Kampf ist aussichtslos. Amerika wird Euch den Garaus machen. Eure Uboote taugen nichts. Wir bauen mehr Schiffe, als sie ver- senken. Euer Handel ist vernichtet. Wir sperren Euch nach dem Kriege die Rohstoffe ab; dann muß Deutschlands Indu- strie verhungern. Eure Kolonien seht Ihr niemals wieder." So klingt es aus feinen Flugblättern, bald Lockung, bald Drohung. Wie steht er in Wirklichkeit? Wir haben im Osten den Frieden erzwungen und find stark genug, es auch im Westen zu tun, trotz der Amerikaner. Aber stark und einig müssen wir sein! Das ist es, wogegen der Feind mit seinen Zetteln und Gerüchten kämpft. Er will uns den Glauben und die Zuversicht, den Willen und die Kraft nehmen. Wa- rum sucht der Feind immer noch nach Bundesgenossen im Kampf gegen uns? Warum trachtet er die noch neutralen Völker zum Kampfe gegen uns zu pressen? Weil wir ihm an Kraft gewachsen find. Warum hetzt er fchwarze und andere Farbige gegen deutsche Soldaten? Weil er uns verniäüen will! — Wieder anderen sagt der Feind: „Ihr Deutschen, Eure Regierungsform ist falsch! Kämpft gegen die Hohen- 'ollern, gegen den Kapitalismus, helft uns, — der Entente — Euch eine bessere Staatsform zu geben!" Der Feind weiß genau, welche Stärke unferm Staat und unserem Kafferreich innewohnt. Aber gerade eben deshalb bekämpft er sie. Der Feind versucht auch, al^ Wunden im deuffchen Volkskörper aufzureißen. Mit seinen Flugblättern und durch Gerüchte versucht er, Zwietracht und Mißtrauen unter den Bundesstaaten zu säen. Wir beschlagnahmten am Bodensee viele Tausende Flugblätter, die nach Bayern geschafft wurden und gegen die Norddeutschen aufteizen sollten. Was der jahrhundertelange Traum der Deutschen war und was unsere Väter uns erstatten, das deutsche Kaiserreich, wollen sie zerstören und Deutschland zur Machtlosigkeit des 30jähr!gen Krieges verurteilen. Auch unsere Dnndestreue zu unseren Verbündeten will der ssetnd erschüttern. Er kennt nicht deutsche Art und deut- Manneswort. Er selbst opfert se*ne Verbüiidetri. Wer Eugsirnds Verbündeter ist, stirbr daran. llnd schließlich versendet der Feind nicht den ungesähr- llck-chen seiner in Druckerschwärze getauchten Giftpfeile, wenn er ^.ußerunarn deutscher Männer und deutscher Zeitungeu M . int. Die Äußerungen deutscher Zeitungen sind aus dem nvenhang gerissen. Boi Äußerungen Deutscher, die '.^pacbou werben, denkt er daran, daß cs Verräter am -.lanbr zu jeder Zeit gegeben hat. bewußte u. unbewußte. - u' r n sozü ler Differenzierung nicht dir Rede war, sondern Hoch und niedrig, Arnr und'Reich, io gleicher Weise ihre Pftickt erfüllt haben, so soll auch im Frie- den, den wir erhoffen, keine soziale Differenzierung in der einfach'len politischen Betätigung, im Mahlgeschäfte/ st^ttfln- den. Das ist der Sinn, in dem ich von Anfang an das König, liche Wort verstanden habe, dss ist der Sinn, in dem ich seiner Zeit, als ich dem zum zweiten Male an mich ergangenen Rufe Er. Majestät des Kaisers und Königs nackte kommen bin und trotz aller Bedenken das schwere Amt auf meine alten Schultern genommen h be, meine Aufgabe betrachtets. Jeder, der nack) nur an diese Stelle treten wird, wird sich vor die gleiche Aufgabe gestellt sehen und darum ist es unser aller Aufgabe, den Weg zu suchen, der zur Einlösung des König, li-ck-en Wortes führt. Nach meiner Überzeugung handelt es sich in dieser schweren Frage um den Schutz und die Ert)epr. Der König fft zur Srwtd?i' des Besuches des Königs d^r Butg>aren nach ..K* refft- 27 M imm vLrleM. DTB. Berli«, 4. S-?t. Unsere U-D-die versenkten westlichen und m,liieren Lliliei-neer " m S9lS * <£,„ Ehef des Admlralst-b-s Ut Marin«. WTB. BerlI», 5. C-vt. (Amtlich.) A" der OstkL^ Wed« ela ««Wer Wilreurer m der Arde«. bb. Nach dem Berliner L-kalanzelg-r meldet der .Matin, ewwafawaftJHSa senkt. Die Besatzung von 25 Mann wurde bei dem Cap Rare gelandet._ -- Ans MMnd. Der deutlch-rulkilchr Zujatzvertrsg in Moskau augrnsmmen. SU. Der D.Z. zufolge ist die Ratifikation des deutsch- russischen Zusatzvertrages zum Brester Frieden vom Zen- teal.Exekutiv.Komitee in Moskau in Auwesenheü von 500 Nltgliederu beinahe einstimmig erfolgt. Der Feldzug in Sibirien. ^ TU. Die Times meidet aus Madimostock: Der Feind ist an -er Ussurifront im Rückzuge nach Chabarowsk begrasen. Oir: allgemeine Vormarsch der Allnerten hat amVormittogdes 80 August von Schmakonfl aus begonnen. Der at sich gebessert. bb. Nach dem Lo'talonzeioer nieldet die ^Morningpost mittelbar aus Petersburg: Die Räte-Ärgiorung in Moskau ermächtigte die örtlichen Sowjctrate in ganz Rußland zur Verhängung des Belagerungszustandes. Aufsel^nerregende Derhastungen. TU. In Petersburg wurde plötzlich der sich bisher einer großen Gunst der Bolschewiki erfreuende frühere russi che Botschafter tn Tokio, Baron Rosen, verhaftet. Elchzeitig wird die Verhaftung des früheren stellvertretenden Ministers hes Innern, Baron Nolde, gemeldet. DivlomatLN der EKtercke als Wer- MU'srer entlarvt. Nach dem amtlichen russischen Organ .Iswestija* wurde erne Verschwörung aufgedeckt, welche auf die strust^llose yoh- tit der Entente ein grelles Schlaglicht wirft. ^Die Vevschwö- runa war nämlich angezettelt durch engllsch-franzogsche Diplomaten mit dem Chef der britischen Mlision Lockhart, dem französischen Generalkonsul Gronard und dem franzo,ftchen General Lavergne an der Spitze. Sie war darauf gerichtet, durch Bestechung eines Teiles der Rätetruppen sich des Rates der Volkskommissare zu bemächtigen und eine nnlitarr,che Diktatur in Moskau auszuüben. U. a. sind Hinwege ' > funden worden, daß fiir den Fall des gelungenen Umsturzes »in» gefälschte Geheimkorrespondenz der russischen Regierung mit der Regierung Deutschlands veröffentlicht werden und gefälschte Verträge hergestellt werden sollten, um eme geeig. net« Atmosphäre' für die WiedererneucruNg des Krieges mtt Deutschland zu schaffen. Die Verschwörer handelten, indem fte sich durch die diplomatische Immunität deckten und aus Grund von Bescheinigungen, dte mit der persönlichen Unter- schrift des Ehefs der britischen Mission in Moskau ousge,tollt wurden, von welchen sich viele Exemplare ln den Händen des Außerordentlichen Ausschusses befinden. Durch die Hände nur eines der Agenten Lockharts, des englischen Leutnants Ragly, gingen in den letzten anderthalb Wochen 1200 000 Rudel zu Destechungszwecken. Alle verhafteten Mitglieder vom Rate der Volkskommissare sollten sofort n^ch Archangelsk gebracht werden. Dieses war anfänglich geplant. Bald darauf sprach jedoch Rayly Zweifel über die Zweckmäßigkeit aus, Lenin nach Arckmngelsk zu schicken, da es Lenin bei seiner wunderbaren Eigenscl-aft, dem gemeinen Manne nahe zu kommen, während seiner Reise nach Archangelsk gelingen könne, die Wachmannschaft auf seine Seite zu bringen, so daß dies» ihn befreien könnte. Daher erklärte Rayly, es fei am sichersten, Lenin und Trotzky sofort nach der Verhaftung zu erschießen. — In der Nacht zum 1. September erschienen die Beauftragten des Außerock>entlichen Ausschusses in der Woh- nung der Verschwörer, wo die Leiter der Verschwörung zusammenkamen. In der Wohnung wurde eine Versammlung vorgefunde n. Unter den Verhafteten befand sich ein^eng - Zur Unterhaltung und Velehnm. Großer Verdienst au« kleinen Erfindungen. Denn oft Männer, denen die Welt hervorragende unv bedeutungsvolle Erfindungen zu verdanken hat auf keinen grünen Zweig gekommen und vielfach sogar in Not und Elend gestorben sind, so ist es anderseits ebenso häufig, daß klein« praktische Erfindungen, die tm Dienste des Alltags nutzbar gemackft werden konnten, ihren Erfindern Unsummen eingebracht haben. So machte ein glücklicljer Emsall den Amerikaner B. H. Palmer aus Baltimore zum Millionär: »r hatte fldj ein« neue Verschlußkappe für Mer- und Selter- wassersiasck)«n ausgedacht, woran er ein Vermögen verdiente, nachdem er endlich — er mutzte freilich sechs Jahre warten - einen Kapitalisten gefunden lsiitte der fein Unternehmen finanzierte. Auch der erfinderische Kopf, der die glückliche Id«« hatte, die glatte Haarnadel durch die gewellte zu er- setzen, well er imnier beobachtete, daß seiner Frau die glatten aus dem Haare fielen, wurde reich, und ebenso erging es S . L. Limnan ans Philgdelphta, der zuerst Bleistifte anser- gen ließ, an deren Ende ein kleiner Radiergumrm befestigt war, sowie dem Erfinder der Schuhschnalle, die das Aufgehen der Schuhbänder verhindert. Hier ist auch auch der .Ent- beeter* des Kaugummi«, eines im Pankeelande ja bekanntlich unentbehrlichen Stoffes-, ein gewisser Adam, der im L ^amkeit der Besetzung der Arbeitsräume Lenins. Crohkis und anderer verantwortungsvoller Räteführer, run die urku ' - lichen Texte der Verträge und Vereinbarungen mit Deut ch land zu finden. Dabei wurde vorausgesehen. daß sich d st.se Ertrüge als tdentisch mit dem tn der Presse veröftentstchtm erweisen würden. Für diesen Fall wurde beschlogen, ge- fälschte Verträge herzustellen, die das Volk von. dom--D«rat der Bolschewiken an Rußland überzeugen sollten. D.e ftrage über die Erstellung von gefälschten Vertragen wurde ln einer Ke A die oon der britischen Mission v»r°n,Et mi-rden beraten und sofort durch die ersten Daten ocr vor läufigen Untersuchung über die aufgedeckte Verschwörung der englisch-französrschen Diplomaten bestaugt. Es war bsab. sichtet .außer den gefälschten Vertragen auch ein,: Korrespondenz zwischen der ru>si.chen ui.d oi.ut.chen Re^i. ^"°L°?di°^.-such„nq und Drrl)7,sirmg«n nn -ngilickM Botschaftsgebäude in Petersburg berichtet d,e Mo^auer Prawda: In der Außerordentlichen Komnnsuon befinden st) 40 Verhaftete, hauptsächlich Engländer, welche sich am 61. , August in der englischen Gesandt'.chaft am franzost,chen Ki^i ^ in Petersburg befanden. Laut Mitte lungen einer emge- weihten Persönlichkeit wurden diese Verhaftungen und Haussuchungen in der englischen Gesandtschaft aus fMenden Gründen unternommen: In Moskau hatte der Vorsts c der Außerordentlichen Kow.mi,nost D, er, chm ft, Mitteilungen von großer Wichtigkeit über die ^oindung verschiedener aeoenrevolutionärer Organisationen auf dem -^errnomum ver ruiuschen Republik mit den Vertretern der englischen Regie rung und der englischen fanbtfd)aft er * Arschin,st beabsichtigte, nach Petersburg ur Unterstlchung zu restm. Die Lauvfäden der Verschwö .ung der Organijation lie.en in der englischen Gesandtschast in Petersburg zu,ammen. Bereits am 31. August waren die Untersnchungsbcamten dr.r Kommission in Petersburg und traten mit der Untersuchungskommission in Kontakt. Das Kommlsstonsunt- HMer «°r laut i- W u.v a v»vw. _ genrevolutionären und englischen ^—•--- • , ■. . >• len. Laut vorliegenden Daten sollten sich auch m d».r G sandtschaft Cawinkow und Filoneko verbergen. HMr be. ab sich mit dem Kommissar Potisenko, dessen Gehrlsen sowie eme Abteilung von Aufklärern um 5 Uhr abends nach dem G-- bä-'de'der Gesandtschaft. Nachdem das Gobaude uinzmgelt war, gelang es, das untere Geschoß ungehindert zu besten. Als jedoch die Kommissionsbeamten und dl« Moskauer Un- tÄuchungsbeomten zum ersten Stock hmaufgingen und der §ko!nmissarsgehilfe Schenkmann >-ins Z-mmer trat, ertönten vo^^ort SchM. Sch entmann wurde, an der Brust ver. w'-ndet unb fiel hin; der Aufklärer Listen wmbe au.f .der Stelle getötet. Hiller brach ungeachtet der^Schüge mit einer 9 Aufklärer in das benachbarte Zimmer und ver- ffl SÄ«« Unbekannten, welche d e Hände I Sa« fotgenben t&rd S nowfki verwundet. Die m bic Gesandt,chaft cat.rctenotn u > Erneuen eme wie engli,che > Korrespondenz und viele Wafien gefunden, wird orotze Bedeutung beigeleat. __ Ans WMentMMd- Köln, 5. Sept. Die Polizei nahm 11 Personen seit, d'.q durch Schiebung von Metallen, Leder, Sacchmm u,w i i Preise für dir 'll-aren erheblich gesteigert haben, ^as M deutenden Mengen angebotene Saecharin, d.as Kilo zu 1 ^ 00 ^ Mark, bestand zum größten Teil aus Sand. Ferner wurden 4 Personen wegen Hehlerei verhckstet, die mit dem Diebstayl eines Postens Kaffee im Werte von 20 000 JC in Verbindung standen. _ ; KSln, 5. Sept. Auf dem Heimwege wurden drei Spitz' buben nachts von einem Schutzmann gestellt. Auf feinen AN' ruf drangen sie bewaffnet auf den Beamten eui, der emcn der Angreifer, einen 29jährigen Arbeiter erschoß. Die am. deren entliefen, einer davon konnte aber noch verhaftet werden. Lllle drei sind von der Behörde gesuchte Verbrecher. Köln, 5. Sept. Am Leystapelwerft irrte ein etwa U jähriges Mädchen umher; plötzlich schwang das Madien 'ich über das Geländer und sprang in die Trefe. Rettungsver^ suche blieben ergebnislos. Düsseldorf, 5. S«pt. Das Schöffengericht in Neuß den Landwirt'Iosef Dauermeister zu 200 M. urteilt weil er im Winter bei einer Bestandsausn^>me Rog« gen und Wetzen verheimlicht, sowie Getr^de als Huhne^ut. benutt hatte Die Strafkammer als Berufungsinstanz ist jetzt^zu einer Erhöhung der Geldstrafe auf im Jt Bjojrt' ba eine böswillige Übertretung vorliege, durch welche eins geordnete DEsernöhrung in Grade »fahrdet °>°rda Dülleldorr 5. Sept. Zur Ablieferung kamen bei der Mkl?iderstelle Düsseldorf 5490 Anzüge, «ährend nach hen Jor chrfiten der ÄeichsbeNeiduugsstelle 10 900 aufgebracht werden sollten. Die Altklerdersammelstelle Anzüge aufbringen, es wurden bei ihr 12 öoO Anzuge avge- geben, also nahezu die ganze Zahl. .. Di-rfen 5 Sept. Die Stadtverordneten beschlossen di« W"itersührung der Vierstadtebahn zum neuen Personenbahnhof und bewilliaten die auf die Stadt Viersen entjallenden Kosten mit 24 000 Ji. Die Stadt ist mit 24 Prozent an der Vierstadtebahn beteiligt. Darmen, 5. Sept. Auf dem Güterbahnhof Darmen-Mt terslMsen wurde ein djähriger Schüler aus der Moh.en. straße, !)er dort zwischen den Waggons sp^Ue, von einem rangierenden Wagen ersaßt und erdrückt. Der -ob trat f rin _ Die Stadtverordneten beschlos,en, oas ^ehrcrinncnseminm: weoen der überfüllung des LehrermneU. Gruses c"n°ehen zu lssieu. - Für die Aussendung von K n. dem in die ^Schweiz bewilligte die Versammlung weitertz 0^'mr'en 6 E«vt. Für die alten Raucher Wer 60 Iah« ..rtÄfstabtrin Ästel Pfund Tab^ A. B. Nr. 2 de, Firina Larstonjen Duisburg gegen Bezahlung des Derkaufs. v reifes von 1 *M>* 1 Sf f, " einem alten Knecht überrascht. Der Knecht schoß, als dre Km. der auf seinen Anruf nicht antworteten, in den Baum, tötete einen Jungen und verletzte den aWeren schwer. , Kamen b. Sept. In den Erkrankungen tst jetzt ein Rückgang festznstellcn. Weitere Todesfälle sind mcht bekannt aeworden. Der größte Teil der nach dem Genuß von Pfer. defleifch erkrankten Personen befindet sich aus dem Wege de, Besserung. .. Buer, 5. Sept. Stadtsekretär Fritz Iürges von hier wurde zuni Bürgermeister der Kreisstadt Sprmge in Han- "°°°Nidda^m^Main, b. Sept. Auf dem Htmmelsbach'schen Sägewerk wurden die Kantinenköchin des Werkes, die 41 Kahre alte Lina Lotz, und das 25 Jahre alte Kuchcnmadchen Ida Laders, mit schweren Schädelverletzungen aufgesunden, Lok verstarb bald, ohne da- Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Laders war tot. Der Mörder hatte em kesUenfor. miges Holz benutzt, das blutbespntzt neben der Leche de, älteren Mädchen- lag. - Rach e.ner »-eueren Meldunz wurde als mutmaßlicher Mörder der Nachtwächter des Wer. les, Kühn aus Eeiß-Nidda, verhaftet. In der Küche, in de, der Mord vollbracht wurde, fand man emen dem Kühn ge. hörenden Taschenspiegel, der Fingerabdrücke trug, u>ch Hrmdespuren. die aller Wchrscheinlichleit nach von Kuhns Hund herrühren. -- —$ Kollegen den kleinen Gegenstand, der so einträglich werden sollte nicht einer langen Arbeit ünd sychnwtiich-m Rechd-n- Sen, sondern einem zufälligen prattischen Lmfall verdantte. Was rauchen wir Im Jahre 1918? Ende dieses Jahres sind in Deutschl'nd die Tabakvor- röte erschöpft und die Herstellung von Zigarren soll emge- stellt werden. Ein schwacher Trost ist es, daß in den andern Ländern Europas infolge der Kriegsverhaltnipe d e eme Einfuhr von üderseei'ck'en Tabaken kaum nca) möglich mo- ü>en. die Zigarre gl v^lls auf den Aussterbe-Etat gesetzt ist. Was rauchen w-.- dann? Wie einem bekannten Fach- mann zu dieser Frage erklärt wird, werden un>cre Feld- grauen ln erster Reihe mit Zigaretten bedacht werden, für die wir noch aus dem Balkan reiches Material erhalten. Daneben sollen sie rcicki»ch mit Rauchtabak für die P,«fe versehen werden, für den inan eher zu MisckMngen greifen kann. Die .givilarmee^ daheim wird sich, foweti das Rau- chen nicht eingeschränkt wird, ebenfalls an die Pfeife und an die Zigarette gewöhnen nillsten. Der Phosphor. Der bekannt« Hofpre-diger Fromme! sichr einmal In der Eisenbahn mit mehreren Reisenden zusammen, unter denen sich ein redseliger junger Mann befand. Dieser kannte of,cn- bar den Hosprediger von Ansehen und wollte .den orthodoxen Pfaffen" gehörig ärger,r. Er erging sich in allerlei traftigen ! Angriffen auf die Kirche und die von ihr gepsieoten religichcn Anschauungen, brachte die neuesten Einsichten der ^rcigeister I vor, bi» er uneingeschränkt tobte, und knm zuletzt auch aus die Erkentnisse der Chemie und Biologie zn sprechen, insbe. sondere auf die Wichtigkeit des Phosphors für das Denken. „Es hängt alles vom Phosphor ab*, sagte er m emem Tone, der keinen Widerspruch anerkennt; ^von Zufall, Vorhero^ stimmung, göttlicher Fügung zu reden, ist ftommer Unsinn. Der Phosphor ist die Grundlage der menschlichen Denk fähig- keit, die alles regelt. Daher ist es z. D. die grotzte ^orheit, die Lokomotivführer, überhaupt das verantwortliche Zugper- sonal länger als 10 Stunden hintereinander^ arbeiten zu lassen, denn dann ist der Phosphor im Hiim diejer Leute durch die nervenanspannende Arbeit vollständig aufgebrancht, und sie sind gewissermaßen unzurechnungsfähig geworden. Das bildet eine große Gefahr für den Zug und die Reijenden. —, Einioe der Zuhörer stimmten halb gedankenlos, halb ausj Höflichkeit zu. Fromm«! aber fragte den Sprecher ruhig: ,Sis haben wohl, ehe Sie die Reise antraten, zehn Stunden gearbeitet?* — „Rein — wieso denn?* entgegnete der jungy^ Mann. — .Run, bei Ihnen ist der Phosphor im Gehirn an- scheinend bereits aufgebraucht, sonst könnten Sitz nickt das reden, was Sie uns eben vortrugen.^ Der zerstreute Kommt Bankier Goldsteiner fuhrwerkte zornig lös "wit ^elneA seiner Buchhalter, der das Pech hatte, sich fortwährend zu verrechnen. ,Menschl* schrie er, .Sie wissen ja nicht em- mat mit dem kleinen Einmaleins Bescheid! Hier sit eu> Fehler, und da ist ein Fehler, und hier ist wieder ein Felsien Sie sind überhaupt gar kein Mensch, Sie sind der rein^ Scheck, — „nur zur Verrechnung* lstiegzumlehaftlichsz. r-kichr Suchrckern-Ernte dkffs Jahres t die tn-,starkem «ffi* SÄZ I f t * , 0 r: dte ' ■ « ' ' " - wer H.rob° Sv / ?vai “ ll0P vcrzubruge' W--NN es qel- '.t, ^uch.ckern tn our.en Mengen in die öff; nüiffir ß tb ’u bcfommen und der Cu- und ■; iru-< Sei ,f j , z-ifuhkka. Die Verordnung des KriegSkrnährunas) so. Just d. I steht vö' q»n^^ru und von einem De füite, ix B-Berbotob. MkldtgeyWittlimgOM Ittmi Mr den boriinm Platz gebild, mogl. cinflugreiche Weftsttisge Li füll ^d"m ste das bammeln von Bucheckern arundiststlick B i^ rönft Rc sich, auf Suordnimacn, welche K jrorcfin, einen gewissen Teil de, Buchekcru-Erntc für die allgemeine Versorgung der Bevölkerung <• 7frtt Ein Anreiz,' die glffttSä m LUMühreo, w rd geschaffen .ir. durch einen hohen Sammcl Lohn, sodanu durch eiue^M-ntt!». Ndr Person, welche B-,check r an lne off ntliche Annahmestelle obtt^ferk, nach LH r Mab! entweder nnen Schlagschein ül cckernmengr,Gder einen Bezugssck Oel aus BuÄck *?&**' CI & ält Da «lagen bar firn,» Ii? 0 *8« einen derart irwor- auflfrfr.f^r öf cw R Vnb p,uc in ben ~ ot? dem KricgL- a reii 0de un , b ■ elte zugewiesencN Ocimüh, , Eine gewerbsmäßige Verarbeiiung der ?uch 7 C , ~f f ^^"E/^bcnmehl oder onstigen Erzeugniffen ist gSV* 1 “' Die beim Äucheckemschlag-N g" n Sch agschein gewonnener- -eke nsuchen sind dem Wststch?lt'be?^°^" ZUlückznIiefern und lü ren m d^ ^r Empfänger verbraucht werden. Soweit duS-ckern in freiem Handel obgesetzt werden, pftt !?P--8Al M«?w'F^'d- f«stSksrtzt, Höchstpreis, unter dem nnn^??MPf^ I-Kilogramm. dessen Höhe ammel- bietet Frauen und Mädchen unentgeltlich Auskunft und Beistand in häuslichen und persönlichen Angelegenheiten, sowie Beratung bei der Wahl der Beschäftigung, Miiurr- und Sä«gii*sJlrt«iz. WaMsorge. spsecdsktniüeir- iHoäirag m Donnerstag, abends P rss>lich;ert : A % fl » S> , .. . ! öur selbst. Leitung einer Geschüsts- . , ^ ! stelle cm. emgetrag. ideal Ber- - ^ r ernsskemWarenverlrieb gesucht ' A^-^^tigkeit paßt zu jed. gesell- ' lchaftl. Stellung u. kann j neben beruflich ' Ansgeführt werden. Herren die ' 3?!k?r^ für die Frag, das selbst- ® ÄÄ bevorzugt, ! £ L£rr Wrslcherhert verlangt. Auvführl. Bewerben erb. Verein K. D. Frankfurt a.M. Günthersburgallee 48. mt s Dr. Geyer, Seltersweg 811 hält an Werktagen nachmittags von 3_4 (Jhr wieder Sprechstunden ab S owS’s iffS.'""' * a UUMifcW«. Z""er Schlag. Der Wirtschafisbesitzer Kmik dtubh rn Leppe.rs do:f gehö.te -u d.n fälschlich Tot- gesagten. Seit dem Frühjahr 1915 vermißt, umr so S?I Meldung eingegangm, batet in der Turzanata gefallen sei. Sein Tod war f ^n oer Kanzel v?rkünd.t worden. Seinen fard er aufgeioft vor und vor av-m war dll x,!"'. E'btniunksverfahren verkauft und ' reift wmv.z an entfernte De,wandte ver- l u £?i Jc . ^ü" aber wird es schwer halten, die E.b . Wiede, zuruck-uschaffen und ,' m Hr.m u kehrten r seinem Eigentum v-rhelfen, - ^lkyrrcn zu Gütersloh, Hier wurde der Musketier Scknnidt eTumirt? ' nS St Elisabeth-Hospita! -ingeliefert^weil »ar Äfr Z°"n m v m an !^Ucf)cn Unglück betroffen Dag sich bei Berlin ereignet bat Pn r c ,rdhnW ?uae7?^alt auf dem Wagen eines Mlitärtransport- zuges genommen ; bei Passieren einer Brücke erfaßte die ä e "' m gespannter Draht und trennte den beiden Sonaten aus der Stelle die Köpfe vom Rumpfe. Schmidt stand zur se.ben gert auf dem Trittbrett des Wagens die ,ielm7e7"7lo E ^ SeBommenert Kameraden llr imZf ^ d t m c lb au ^ ben Kopf,, infolgedessen sich au bis ^ fta f^,°PP^ m£ mn eingestellten, die sich 5 ,3«fJBefmnungsIofigkeit steigerten, C v bürfte wabr- ^£ 1 ^. 10 ) eine Gehirnerschütterung davongetragen haben. Die ''et- ,tdeec . i- im Hrllwcg, in “nb & .-.net6.e,n in diesem Jahr», besonders r,?* 5°^'" aogeht, recht befi ed gend L'- Mn. als der Gütp nach. Die ytLe.ctievfaufe .m ^auedonöc waren in eimeiirn ftc- fofee? ffiiTßn' r!°f! teti L kMt ßir ' ‘ :l ttlihercn £X ?*’ ^ndwnts, die dos Setretde auf Sem Felde beifaufe«, erzielten durchweg „,ute Preise, je nach der Zjk- Es wurden 130-150 hl für den Mor^n a7 MKastcr, Zwischen Nr m, und Emsdetten Wnd ein PckzsswmlerRiesenbob-str, io.i denen der größte s>ys*t &— 108 . .. «w H-tthausen Ir. Mer,:». Eia ISjähei ^e- Knabe K K«. ft-?" «"l °>. s- «a tn, Ä„j Der in hs \ mit guter Pension. Off. u. 0788 an oie Exp. d. Bl. Für sofort nach Friedrichsdorf (Taunus) bess. tüchtiges ^Gesucht zum 15. September H dtf* irr äui eilt P jängerin aus guter Familie! Händen Wohnung im Haufe. Gefl . 91 - fftfticn au Felix Krieger, -HoLrl Liaiferhof, Worms a. Nhem. - bas etwas kochen kann, in kdrlos. Haus halt gesucht. Waschfrau vor- Gehal lsau spZcugmsse und Bild an i. .au Wilhelm Hopfe, Friedrichsdorf (Taunus).