Bezugspreis 60 pfg. monatlich vierteljährlich 1,80Mk., vvrauSzahlbar, frei inS HauS. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweig- auSgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint LfpedillOKI § Mittwochs und SamStagS. — Redaktionöschluß früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gicßener Zeitung", (Siesten. Nr. 71. Telephon Nr. 382. Samstag, den 17 Anzeigenpreis 20 psg. die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung desZahlungr> zieleS (30 Taae), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneBerbtndlichkeit. Druck der Giestencr Verlagödrnckerei, Albin Li lein. AUgUst 1918. Telephon Nr. 362. 3l. Jühtg. Ein Erstarren in der Grotzschlacht eing'treten» 16«««, 3«««« u. 22««« Br.-R -T. ^ zusammen 68««« Br,-R.-T. versenkt. Ans dem amtlichen Kreisblatt. Kreisamt Gießen, 7. 8. 18: Die Tagegelder und Neisekosten-Ver- gütung der Ortsvorstandspersonen der Landgemeinde (Dieselben sind erhöht.) Provinzialdirektion Gießen, 12. 8. 1918: Preise für Schlachtschafe. Kreisamt Gießen, 9. 8. 18: Der Absatz von eingemachten Gurken. Kreisamt Gießen, 12. 8. 18: Zählung der vorhandenen Weidenkulturen und wildwachsenden Weidenstöcke. Hessische Landes-Gemüsestelle Mainz. 13. 8. 18: Verbot des vorzeitigen Erntens von Herbstgemüse und Rüben. Feldbereinigungskommissär Friedberg, 6. 8. 18: Zuteilungsplan der Feldbereinigung Lich. Tagfahrt am 2ä. 9 1918. Zur militärlfcbcn Lage im lvesten. Calais, 12. Aug. Agence Havas. Feindliche Flugzeuge überflogen trotz des Sperrfeuers in der Nacht die Stadt, warfen Bomben und schossen aus Maschinengewehren. Zeegekcbl in (kr vemscben Bucht. Berlin, 12 August. Am 11. August vormittags sichteten unsere auf den fcicfischen Inseln stationierten Aufklärungsflugzeuge, sowie ein in See befindliches Luftschiff im Seegcbtct nördlich Blieland parke englische Secstreitkcäfte, die sich aus mindestens 25 Linienschiffen, 6 Panzerkreuzern und zahlreichen Zerstörer, und Torpedo- bootöflottillen zusammenfitzten. Sie führten außerdem 6 Schnellboote m t, die zusammen mit den Torpedo- fahrzeugen anscheinend zum Minenlegen in größerem Umfange bestimmt waren. Die englischen Flottenteile waren im Vormarsch nach der Deutschen Bucht begriffen. Unsere Flugzeuge, sowie das Luftschiff griffen sofort mit Bomben und Maschinengewehren die Schnellboote und Torpedofahrzeuge an. Es gelang ihnen, 3 Schnellboote zu vernichte» und den Nest der Schnellboote be wegungSunsähig zu machen. Außerdem wurden auf einem Panzerkreuzer und einem Torpedoboot Bomben, treffet erzielt. DaS Torpedoboot wurde so schwer be. schädigt, daß es zuletzt in sinkendem Zustande gesehen wurde. Sofort auf den Kampfplatz vorstoßende eigene Seestreitkräste konnten den bereits abztehniden Gegner nicht mehr stellen. Unsere Verluste betragen: 1 Luftschiff (Kommandant Korvettenkapitän der Neserve Proelß) und 1 Flugzeug. Besonders hervorgetan haben sich bet ^ Abwehr und Angriff die Kumpfstaffcln „Borkum" und „Nordernry" unter Führung der Leutnants zur See Freudenberg und Hammer. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Hmilichr äeulscdr cagrsvericbir. wtb. Großes Hauptquartier, 13. Aug. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Südwestlich von Upern am frühen Morgen heftiger Artilleriekamps. Feindliche Angriffe kamen in unsecm Feuer nicht zur Entwicklung. Südlich von Morris wurden mehrfach wlederholte englische Teilangriffe abgewtesen. Vocfeldkämpfe beiderseits des La Bassee-KanalS und zwischen Scarpe und Ancce. — An der Schlachtfront ruhiger Vormittag. Zwischen Ancce und Avre, südlich der Somme griff der Feind am Nachmittag zu beiden Seiten der RömecstraßeFoucavcourt—V.llers Bretonneux an. Ec wurde abgewtesen. Nördlich der Straße Amiens —Noye schlugen wir am Abend sta, ke feindliche Angriffe ab. Zwischen Avre und Oise tagsüber heftiger Kamps mit teilweise neu eingesetzten französischen Divisionen.— Starke Kräfte griffen im Morgennebel dicht südlich der Avre sowie zwischen Tilloloy und nördlich von Elin court an. Sie brachen vor unseren Linien zusammen. An einzelnen Stellen ivarfen wir sie im Gegenstoß zurück. Zwischen Tilloloy und Cauny, westlich und südwestlich von Lassigny setzte der Feind seine Angriffe bis zum späten Abend, südlich von Tilloloy bis zu 5 Malen fort. Aus dem Matzgrunde herarS stießen schwächere Kräfte vor. Wir schlugen den Feind zurück. Vielfach blieben seine Angriffe schon in unserem zusammenge- faßten Artillerieseuer liegen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nördlich und östlich von FiSmes halten örtliche Angriffsunternehmungen Erfolg und brachten Gefangene ein. Gestern wurden 29 feindliche Flugzeuge abgefchofftn. Leutnant Udet «rcang seinen 53., Hauptmann Berthold seinen 43. und 44., Leutnant Fchc. v. Richthofen seinen 39. und 40, Leutnant Koennecke seinen 29, Bizefeld- webel Thom seinen 28, Leutnant Laumann seinen 24., Oberleutnant Frhr. v. Bönigk seinen 21., Ne Vizefeld- webel Dörr und Mai ihren 20. Luftsieg. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. * Berlin, 13. Aug., abends. Von der Ancce bis zur Avre ruhiger Tag. Zwischen Avre und Oise sind Teilangriffe deS Feindes gescheitert. O Berlin, 13. Aug Im Westausgange des Kanals wurden trotz regster feindlicher Gegenwirkung, zumeist aus Geleitzügen, mehrere Dampsec von zusammen 16000 Bruttoregistertonnen versenkt. — Ferner wurden im Angriff auf zwei von mehreren Zerstörern begleitete kleine Kreuzer sowie an anderer Stelle aus eine U-BootS- falle Torpedotrcffer erzielt, deren endgültige Wirkung infolge lebhafter Ggenwchc u..d unsichtiger Witterung nicht beobachtet werden konnte. Der Chef des Admiralstabes der Marine. » wtb. Großes Hauptquartier, 14. Aug. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Erfolgreiche Vorfeldkämpfe zwischen User und Scarpe. Südlich von Merris und südlich der LhS scheiterten Vorstöße deS Feindes. Heeresgruppe des Generaloberst v. Boehn. Teilkämpfc beiderseits der Somme und nördlich der Avce. Westlich und südwestlich von Lassigny griff der Feind von neuem an. Beiderseits von Canny brach der Angriff in unserem Feuer zusammen. Weiter südlich schlugen wir den Feind im Gegenstoß ab. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Kleinere Jnfanteciegefechte an der Vcsle und öst- von Reims. Leutnant Bolle errang seinen 30., Oberleutnant Lörzec seinen 29 und Leutnant Roeth seinen 20. Lust- sieg. Der Erste Generalquartiermeistec: Ludendorff. 9 Berlin, 14. Aug, abends. Von der Kampffront nichts Neues. Berlin, 14. Aug. Im Sperrgebiet um England versenkte eines unserer U-Boote 18 000 Bruttocegister- tonnen. Der Chef des Admicalstabs der Marine. » Berlin, 14. Aug. In den Gewässern um Eng. land wurden durch die Tätigkeit unserer U-Boote 12000 Bruttoregistertonnen vernichtet. Der Chef des Admicalstabs der Marine. 9 Berlin, 14. Aug. Im Laufe des 13. August haben unsere Flugzeugstreitkcäste deS MarinekorpS 9 feindliche Flugzeuge abgeschoffen. Leutnant z. S. Sachsenberg errang seinen 19. und 20., Leutnant Ostcr- kampf seinen 19. Lustsieg. Der Chef des Admicalstabs der Marine. 9 wtb. Großes Hauptquartier, 15. Auq. 1918. . Westlicher Kriegsschauplatz^ Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht Lebhafte E,kundunqstätigkeit zwtschc» Isec und Scarpe. Südöstlich von Ayette scheiterte ein englischer Tctlangriff vor unsere» Linien. Nördlich der Anece räumten wir in den letzten Nächten den scharf tn den I Feind cinsprtngenden StellungStetl bet Puisteux und Beaumont-Hamel. Es wurde gestern nachmittag vom Feind besetzt. Heeresgruppe des Generaloberst v. Boehn. Keine größeren Kampshandlungen. Am Abend nahm die Feuertätigkeit zwischen Ancce und Oise zu. Teilangriffe des Feindes zu beiden Seiten der Avre und südlich Lassigny wurden abgewiesen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Bet einem Vorstoß auf das südliche Vesle-Ufec nahmen wir die Besatzung des Bahnhofes Bceuii gefangen. Unsere Jagdkräfte stellten ein auf dem Angriffsfluge gegen das Heimatgebiet bestndliches englisches Bombengeschwader vor Erreichen des Zieles zum Kampf und zwangen es unter Einbuße von 5 Flugzeugen zur Umkehr. Gestern wurden 24 feindliche Flugzeuge und 1 Fesselballon abgeschossen. Der Erste Generalquartieimetster: Ludendorff. 9 Berlin, 15. August, ahends. Von der Kampf- front nichts Neues. wtb. Großes Hauptquartier, 16. Aug. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Vorf-Idkämpfe am Kemmel und Vieux Berquin. Stärkere Vorstöße des Feindes südlich der Lys, bet Ahette und nördlich der Ancce wurden abgewtesen. Heeresgruppe des Generaloberst v. Boehn. Westlich von Rohe und südwestlich von Nohon heftiger Feuerkampf, dem betdersetts der Avce gegen Lassigny und auf den Höhen westlich der Oise feindilche Angriffe folgten. Südlich von Thiescourt blieb das Gehöft Atteche in Händen des Feindes. Im übrigen schlugen wir seine Angriffe vor unseren Kampstellnngen, teilweise im Gegenstoß, zurück. Schwere Verluste erlitt der Feind in den Kämpf», um Lasstgny. Hier stürmte er bis zu 6 Malen vergeblich an und wurde nach zrhn- stündigem erbitterten Kampf in seine Ausgangsstellungen zurückgewocfen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An der Vesie nahm die Feuertätigkeit am Abend zu und bltcb auch die Nacht hindurch lebhaft. Wir schossen gestern 24 feindiichs Flugzeuge ab. Leutnant Ud.t crcang seinen 54. und 55, Oberleutnants Koennecke und Loerzer errangen ihren 30., Leutnant Necket seinen 22. und 23., Leutnant North seinen 21. Luftsteg. Der Erste Generalquarttermeister: Ludendorsf. 9 Berlin, 16 Aug., abends. Beiderseits der Avre sind stacke feindliche Angriffe unter schweren Verlusten für den Feind gescheitert.^ Berlin, 16. Aug. Im Mittelmeer versenkten unsere 1l Boote aus stark gesicherten Geleitzügen 6 wert- volle Dampfer von zusammen rund 22 000 Brutto- registcrtonncn, darunter einen vollbesetzten Truppentransporter von mindestens 6000 Brt. Der Chef des AdmiralstabeS der Marine. Der Kampf um Cfbotts In den sehr schweren hin- und herwogenden Kämpfen scheint besonders Lihons im Brennpunkt der Kampf- Handlungen gestanden zu haben, melden doch die Engländer von dort das sehr energische Eingreifen der von unserer Seite herangesührten Reserven. Man kann den vierten Kampftag, so wird der „B. Z. a. M." von unterrichteter Seite geschrieben, als den Tag bezeichnen, an dem sich die Wellen der englischen Offensive gebrochen haben. Ebenso wie bei SoissonS und Reims machen wir auch jetzt dte gleiche Wahrnehmung, baß die Offensive von Tag zu Tag für den Gegner verlustreicher wird und wir die Handlungsfreiheit wieder gewinnen. Nach Lage der Dinge ist mit neuen fchweren Kämpfen zu rechnen. Zu Oberleutnant Cöwenbardts Ccd. Oberleutnant Löwenhardt hat nach 53 Lnftsi-aen den Heldentod gefunden. Nach Richthofen, dessen Schüler er war, ist Löwenhardt der erfolgreichste deutsche Flieger gewesen. Als der Krieg ausbrach, war Löwen Haidt no ^rimaner in der Hanptkadettcnanstalt, so fort tra ein Sohn des verstorbenen Breslauer Urologen ed. Löwenhardt, \n die Armee als Infanterist d Ngld zeichnete er sich aus, bereits im Frühjahr 19i urde ec mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse geschm. Aber die Luftwaffe hatte es chm angetan, 1916 meldete er sich zu den Fliegern. Mansr.d Freiherr von Richthofcn erkannte die großen Fähigkeiten, in seine Jagdstaffel wurde er eingerciht. Am 28. März 1917 konnte er seinen 1. Luftsieg erringen. Am 30. Mai d. I erhielt er den Orden Pouc le merite. Soziaüftifcbe Einriebt. * Berlin Die sozialistische „Internationale Korrespondenz" sagt am Schlüsse einer Betrachtung über die Frage, ob der Friede näher komme: Ueber eines müssen wir uns klar sein, der Weg zum Frieden geht heute wie vor vier Jahren nur über den deutschen Sieg. Iede deutsche Schlappe ist ein Triumph der feindlichen Kriegstreiber, die seit Kriegsbeginn in den Berbandsstaaten die Regierung innehaben. Es gibt keine falschere Anschauung als die, daß nur der volle deutsche Sieg die stolzen Feinde davon abhalten, in einen ehrenvollen Dergleichsfrieden zu treten. Ein Narr, wer glaubt, daß wix durch Derbandssiege jemals dem Derständigungsfrieden näher kommen. Die (llli-lfcbalklage unserer Arbeiter i.n Talle einer deutschen Niederlage. Allen schweren Niederlagen zum Trotz, die unsre über alles Lob erhabenen tapfern Heere den feindlichen Armeen beigebracht haben, reden die Gegner nach wie vor vom „Endsieg" ihrer angeblich „gerechten Sache der Befreiung der Welt vom deutschen und preußischen Militarismus" und haben in nichts ihre wahnwitzigen Kriegsziele geändert. Die Amerikaner, die den Mund am vollsten nehmen, wollen - wie sie ganz kürzlich verkündeten - nicht eher ruhen, „bis das Sternenbanner über Berlin weht!" Nun sind zwar über die phantastischen einstigen russischen „Kriegsziele" die Akten geschloffen. Aber unsre westlichen Gegner wollen nach wie vsr, wenn sie es auch unter allerlei Redensarten zu vertuschen suchen, uns Elsaß-Lothringen, das linke Rheinufer, unsre Kolonien rauben, sowie für alle Zeiten unfern auswärtigen Handel vernichten. Dies ihre wichtigsten „Kriegsziele", abgesehen von anderen. Elsaß-Lothringen gehört angeblich Frankreich, sagen die französischen Heißsporne. Das ist eine grobe geschichtliche Unwahrheit. Die Wahrheit ist vielmehr, daß sie uns unsre dortigen Erz- und Kalilager rauben wollen. In Lothringens Boden liegen noch 840 Millionen Tonnen Erz- vorräte, und 80 vom Hundert der gesamten deutschen Eisenerzförderung entfällt auf Lothringen. Ueberhaupt ist in Lothringen das größte Erzlager Europas gelegen. Am linken Rheinufer, vornehmlich im Saargebiet und Aachener Gebiet, liegen unsre riesigen Kohlenvorräte, die nach vorsichtiger Berechnung noch über 600 Jahre ausreichen. In Deutschlands Boden liegt mehr als die Hälfte des gesamten europäischen Kohlenvorates. Durch Raub unsrer mit vielen Millionen deutschen Geldes ertragfähig gemachten Kolonien, sowie durch restlose Vernichtung unsres Ueberseehandels, wollen die Feinde uns von der Weltwirtschaft gänzlich ausschließen, uns zum Volke von Knechten machen, die von ihnen als den geldgierigsten Herren abhängig wären. Wenn nun unsre Feinde diese ihre Ziele wirklich erreichten, was würde die Folge sein? Das deutsche 70 Millionen-Dolk würde aufhören, ein selbständiges, freies Volk zu sein. Ein wirtschaftliches Elend ohnegleichen würde mit Riesenschritten über alle Schichten des deutschen Volkes kommen. Und die kleinen Leute, insbesondere die Arbeiterschaft, würden am schwersten zu tragen haben. Denn, wenn wir nicht mehr genügende Vorräte an Eisenerzen und Kohlen haben, würde mit einem Schlage unsere stolze Industrie ganz zugrunde gerichtet werden. Zehntausende von Arbeitern, besonders der Eisen- und Kohlenindustrie, sowie verwandter Zweige, würden mit ihren zahlreichen Familien arbeits- und brotlos. Sie müßten dann anderswo Unterkommen und Arbeitsgelegenheit suchen und dann wegen großer Ueberfüllung dieser Industrien mit den Löhnen fürliebnehmen, die man ihnen gerade bietet. Jedenfalls müßten sie für erheblich niedrigere Löhne unter erschwerten Bedingungen arbeiten. Ganz ebenso ist es, wenn uns die Kolonien geraubt würden und unser Ueberseehandel vernichtet würde. Seitdem Deutschland Kolonien hat und einen großartigen Ueberseehandel treibt, haben sich in unserm Vaterlande zahllose neue Erwerbszweige gebildet, die zu beträchtlicher Höhe sich entwickelt haben. Zahllose Arbeiter und sonstige kleine Leute finden in den Zweigen der Kolonialwirtschaft und dem Handel mit dem Auslande lohnende Beschäftigung und sicheres Brot. Hörten nach dem Kriege die Kolonialwirtschaft und unser Ueberseehandel auf, oder würden sie auch nur stark beschnitten, dann wären wiederum die Arbeiterschaft und die kleinen Leute die vorzugsweise Leidtragenden. Wo Beschäftigung und Brot finden, wenn andvr Erwerbszweige die nicht mehr aufnehmen können, die in den kolonialen und ähnlichen Erwerbszeigen überflüssig geworden sind? Auch hier wäre ein Arbeiten zu erheblich r v iqen Löhnen die Folge. Und solches Betätigen v- cht die Freude am Arbeiten. Ungeheure Massen uu ö ner Menschenwürden die Folgeerscheinung sein, wenn . westlichen Feinde ihre Raubpläne zur Wirklichkeit machen könnten. Denn nicht ein Industrieoder Handelszweig würde dadurch unberührt bleiben. Dazu kommt, daß die Lebensbedingungen des deutschen Volkes überhaupt hart werden würden. Die Steuerlast würde unerträglich hoch werden. Die Bedürfnisse zum Leben würden dauernd ungemein hoch im Preise stehen, jedenfalls nicht billiger werden, als sie jetzt in der Kriegszeit sind. Und die seit mehr als 30 Jahren als vorbildlich für die Welt bewährte segensreiche Arbeiterschutzge- sehgebung Deutschlands werde sicherlich untergehen. Denn woher sollte das Reich die Gelder dazu nehmen, sie weiterzuführen? Gelänge es den westlichen Feinden, ihre gierigen Dernichtungspläne zu verwirklichen, dann fängt besonders für alle deutschen Arbeiter und kleinen Leute die denkbar schlimmste Zeit wirtschaftlichen Elends an. Uns hilft nur ein deutscher Sieg und ein deutscher Friede! für unsere Noionialkrieger. Sie sind uns alle ans Herz gewachsen, unsere feld- grauen Bruder u unsere blauen Jungen. Unauslöschlichen Dank und den verdienten Zoll der Ehre schulden wir unseren Musketieren und Kanonieren, Mlnenwerfern und Fliegern, unseren Hochseekämpfern und unseren U-Boot- Mannschaften. In diesen Tagen aber hat eine Truppe einen besonderen Anspruch an unser Herz: die .Kolonialkrieger. Abgeschnitten von der Heimat, wie einst die Nibelungen in EtzUs brennender Königsburg, ohne Aus' sicht auf Sieg und ohne jede Hoffnung auf Entsatz haben sie die deutsche Flagge im fernen Weltteil hochgehalten, bis sie mit Ehren niedergcholt wurde. Und un- tcx der Führung des tapferen Lettow Borbcck, unseres afrikanischen Hindenburg, hä?t heute noch eine Helden- schar im schwarzen Weltteil das deutsch Banner aufrecht. Mancher Deutsche denkt vielleicht im stillen über liefe Leistungen, denen selbst der Feind seine B.Wanderung nicht vorenthält: Schön und edel, tapfer und heldisch --aber im letzten Grund doch ein unnütz s Opfer an Heldenkcaft, nachdem Luc deutschen Ehre genug getan ist! Demgegenüber macht uns der zu einem Urteil bau f nste Mann, der Staatssekretär des ReichLkolonialamts vr. Solf („Norddeutsche Allgemeine Zeitung" vom 15. August, N '. 414) darauf i.fmerksam, daß der heldenhafte Wied.rstand unserer Ostaseikaner etwa 300 000 Mann feindlicher Truppen von unseren und unserer Verbündeten Grenzm fernhait, daß unsere Feinde unschötz bare Massen von Kriegsgerät, und sonstigen Mitteln der Kriegsführung auf die Ko^onialkttegßschanplätze schaffen mußten, die sonst ge,,™ die Heimatfront zur Verfügung stehen würden! Nun gilt's, den Dank der Heimat unseren Kolonialkriegern zn erstatten. Möge die „Deutsche Kolonial- k-iegerspende" sich drn verschiedenen anderweitigen Volks spenden würdig anreihen und den Beweis erbringen, d"ß das Vaterland auch denjenigen unter seinen Kriege die auf den verlorenen Posten kämpften, Dank uub C zu e?z igcn g- willt ist. Wenn uns heute am Samm gen die Büchsen entgegengehalten werden, so w wir unser Scherslen oder auch unsere ausgiebige S nicht zurückhalten. Die Brav n da drüben — st ben's verdient! HrugiwlrtfcbaniiclKs. Krtegsversorgriugsgetnihreri Mit Wir lang vom 1 Juli erhalten die Hinterbliebenen von Militär- pe^onen der Unterklassen, die Kciegswitwengeld oder Kciegswaistngeld empsangen, Zuschläge zu den Kriegs- versorgungs Gebührnissen. Voraussetzung ist, daß die Hinterbliebenen Familicr.untccstützung beziehen oder bezogen haben. Die Zuschläge betragen ohne Rücksicht auf den Dienstgrad des Verstorbenen monatlich: für eine Witwe 3 Mk., füc eine Halbwaise 3 Mk. und für eine Vollwaise 4 Mark. Sie sind im Voraus zahlbar. Die Hinterbliebenen von Militä Personen der Unterklassen die Kriegswitwengeld oder Kctegswaisengcld empfangen, aber keine Familienunterstützung beziehen, oder bezogen haben, können mit Wirkung vom 1 Juli ans Antrag im Bedünntssalle Zuschläge zu düsen Kricgsvcrordnungs- gcbüh niss.n bewilligt werden. 9 Versorgung der Landwirtschaft mit Schuhwerk «nd Leder. Die Rerchsstelle für Schuhveisoc« gnng wird in len nächsten Monaten für diijenigen Bezirke, in denen die Bodenwrhältrnss, Schuhwerk aus Leder erfordern, eine bestimmte Menge L drrschuhw.rk für die landwirtschaftlichen Brufskrcise zur Verteilung brin- gen. Gleichzeitig gelangt für die Zw cke der iLchuhans- b.sserung eine begrenzte Menge Bodenleder zur Ve.tei- lung. Durch diese Zuweisung soll der dringenste Bedarf der Landwirtschaft an Lederschuhwerk für die F.ldbestel- iung im Herbst gesichert werden. * Erhöhung der Mannschaftslöhne Aus ein Schreiben des ReichstagSabgeordneten Mmqua.t an den ersten Generalgurtiermcister Ludendo ff ist die Mitteilung cingetroff n, daß die Erhöhung der Mannschasls- löhne bereits ab 1. August durch den Kaiser genehmigt worden,'ff. * Von dcr holländischen Grenze, 10. Ang. Die „EUrhcltszigarre" wird nun bald in Holland zur Ausgabe kommen. Mit dem Verkauf soll im September begonnen werden. Es sollen 5 Zigaren für den Tag jedem Raucher zugestanden werden. Die Zigarre ist nur einheitlich in der Zusammensetzung, doch gibt eJ verfehle- I bene Formen. An Fremde dürfen dieselben nicht abge- j geben werden. I Wild und Geflügel in den fleischlosen Wochen. Die fleischlosen Wochen kennzeichnen sich dadurch, daß Fleischkarten in ihnen nicht eingelöst werden, sondern daß an deren Stelle eine Belieferung mit Kartoffeln b.zw. Meh' tritt. Daraus ergibt fick, daß diejenigen Arten von Wild und Geflügel, deren Abgabe bisher ohne Fleischkarten Zulässig war, auch in den fleischlosen Wochen ausgegeben werden dürfen. I doch auch bezüglich des markenpflichtigen Wildes und Geflügels hat der Staatssekretär des Kriegse'näh'-ungsamts mit Rücksicht auf dessen leichte Verderblichkett Ausnahmen, ii sbeson- dere für die Versorgung von Kranken in Lazaretten und Krankenanstalte:-, zugelassen. Die Regelun der notwendigen Anordnun n, um Verderben von W.:d zu verhüten, erfolgt du ch die Kommunalverban . .O> Verbotener Absatz t-on Fcuchtjästen. Die Kriegsgeselljchast für Obstkonseeven und Marmeladen berbietet durch Bekanntmachung vom 12. Juli 1918 (Reichsanzeiger Nr. 184), daß Fruchtsäfte aller Jahrgänge, einschließlich der diesjährigen Pressung, ohne Genehmigung der Gesellschaft von den Erzeugern abgesetzt werden. Dabei wird darauf hlngewiesen, daß auch die Kleinerzeuger, also dicjeni en Presser, die jährlich weniger als 20 Doppelzent»er Feuchtsäfte nichtgewerbsmä- ßig Herstellen, an die Eczeugerpretse für Fruchtsafte, wie sie die Bekanntmachung vom 4. Februar 1918 festsetzt, gebunden sind, und zwar vorläufig auch hinsichtlich der Säfte diesjähriger Pressung. Im übrigen dürfen diese Kleinerzeuger Fcuchtsäste unmittelbar an Verbraucher zwar absetzen, doch ist jeder Weiterverkauf verboten. , 9 Die Soldatenlöhmmg ab 1. August. Die Zulage ab 1. August beträgt 9 Mk. bei den mobilen, 6 Mk. bei den immobilen Truppen. Die Löhnung beträgt bei den mobilen Truppen (bei den immobilen Truppen setzen wir die Löhnung in Klammer dahinter): Vizefeld- webel, Vizewachtmeister 84 Mk. (75 Mk.), Sergeanten, Oberfahnenschmiede 76.50 Mk. (66 Mk.), Unteroffiziere, Fahnenschmiede, Hoboisten 57 Mk. (48 Mk.), SanitätS- gefreite 37,50 Mk. (28,50 Mk), Obergefreite und Gefreite 33 Mk (22,50 Mk), Gemeine 30 Mk. (21 Mk.). » Grzengerhöchstpreis für Zwiebeln Die Reichs. stelle für Gemüse und Obst hat durch Veröffentlichung im „Reichsanzetgcr" (Nr. 187) den Erzeugerhöchstprets für Zwiebeln (Herbstwarr) auf 14,50 Mk. je Zentner, bei Lieferung onf Grund eines von der Reichsstelle abgeschlossenen oder von ihr genehmigten Ltcserungsv' lrags auf 15 Mk. je Zenter, mit Wirkung vom 11. August 1918 ab fcstgesrtzt. Für die Zeit vom 1. November 1918 ab sind Steigerungssätze mit Rücksicht auf den Schwund vorgesehen. 9 Herstellung und Vertrieb van Grfahlebens- mitteln. Seit dem 1. Mai 1918 dürfen E fatzlebrNL- mittel ohne Genehmigung der zuständigen E.fatzmittel- elle nicht mehr hergestellt werden. Auch bprf der Groß- id Kleinhandel keine nngenehmigien Ecsatziebensmit- ■.ii mehr von den Herstellern kaufen. Verstöße gegen diese Vorschriften werden mit Gefängnis oder Geldstrafe oder mit beiden Strafen geahndet, d. h. im Handel befindlichen Waren lst der Verkauf noch bis zum 1. Oktober 1918 zugelassen, auch wenn das Ersatz'.ebens- mittel nicht genehmigt ist. Die bargeldlose Zahlung, eine Forderung der Stunde! Die Veredelung der Iahlungssitten steht an Bedeutung in nichts nach der Goldsammelbewegung oder der Kriegsanleihepropaganda,- denn „der einzige Vorsprung, den England sich vor unserer Geldwirtschaft im Kriege bebewahrt hat, liegt auf dem Gebiete des Umlaufs der papiernen Zahlungsmittel." Diesen in München gesprochenen Worten ließ der Reichsbankpräsident unmittelbar darauf die Tat folgen,- er rief am 2. Mai d. I. eine Organisation der Werbearbeit für den bargeldlosen Zahlungsverkehr über ganz Deutschland ins Leben, welche die Unterstützung sämtlicher Reichs- und Staatsbehörden, sämtlicher Bundesregierungen und einer Reihe von maßgebenden Privatverbänden und Instituten gefunden hat. Die neue Organisation wendet sich jetzt an alle Kreise der Bevölkerung mit der Bitte, durch die Abkehr von veralteten Iahlungs- gewohnheiten und den Uebergang zu edleren Iahlungs- sitten die Lücke schließen zu heften, welche in der deutschen Rüstung noch klafft! Ein Plakat soll der Allgemeinheit das Wesen des bargeldlosen Iahlverkehrs versinnbildlichen und jeden daran mahnen, sich ein Konto bei einem Geldinstitut oder dem Postscheckamt errichten zu lassen und dort alles nicht benötigte Bargeld einzuzahlen,' er schafft sich dadurch selbst den größten Vorteil und stärkt obendrein die deutsche Geldwirtschaft. Nähere Ausgunft über Wege und Ziele der Organisation erteilt die Landesstelle zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und deren Geschäftsstelle (Hessische Landes-Hypothekenbank) in Darmstadt. Uns Stadt ttsd £asd. Entrichtung des Marennmfatzstempels Die Großh. Finanzämter geben bekannt: Die zur Entrichtung der Abgabe vom Warenumsätze verpflichteten gewerbetreibenden Personen und Gesellschaften werden anfgefordert, den steuerpflichtigen Iahresbetrag ihres Warenumsatzes für die Zeit vom 1. Ianuar 1918 bis 31. Juli 1918 schriftlich oder mündlich beim zuständigen Finanzamt anzumelden. Als steuerpflmstiger Gewerbebetrieb gilt auch der Betrieb der Land- und Forstwirtschaft, der Viehzucht, der Fischerei und des Gartenbaues. Beläuft sich der Umsatz in den oben genannten Zeiträumen auf nicht mehr als 3 000 m, so besteht eine Verpflichtung zur Anmeldung und eine Abgabepflicht nicht. Jur Erstattung der schriftlichen Anmeldung sind Vordrucke zu verwenden. Sie können von den Finanzämtern sowie von den Bürgermeistereien bezogen werden, steuerpflichtige sind zur Anmeldung ihres Umsatzes verpflichtet, auch wenn ihnen Anmeldungsformulare nicht zugegangen sind. * Religionsunterricht in der Fortbildungsschule. Seitens der hessischen Zentrumspaltei soll bei der nächsten Revision des hessischen VolksschulgcsctzcL auch die Einführung des obligatorischen Religionsunterrichtes in den Fortbildungsschulen gefordert werden m Uom VrrsonenvrrKrIfr auf der Kahn Die Eisenbahn Verwaltung teilt mit, daß die Schnellzugszu- sch'äge nicht aufgehoben werden können. Weiter wtid mftgeteW, daß di-Heizung der Zöge im nächsten Winter nicht besser sein werde als im vorigen. Es wür.den nur Züge des Fernverkehrs geheizt werden können. * Aandwerlrsholr für hesstfche Handwerker Bis sitzt sind den hessischen Handwerkern aus staatlichen Waldungen etwa für 75 000Mk. Holz zugefühlt worden. Metzen. Der Obcrarzt der Chirurgischen Klinik in Gießen Prof. Dr. T h i e s, ist im Felde einer Fliegerbombe zum Opf r gefallen. Kad-Uauheim. Der Köm von Bulgarien ist zu längerem Aufenthalt tu Bad Nauheim eingetrofsin. Der König weilt als Graf von Murany in strengstem In kogn to hier, da der Gesundheitszustand des Patientin zurzeit ein derartiger ist, daß völligste Ruhe und Abgeschlossenheit nötig ist. Darmstadt. Kräftig n Widerstand leistete dieser Tage die Mutter eines Deserteurs, sehr vermögende Leute in der Altstadt, einigen Schutzleuten, welche den schon seit einem halben Jahre von seinem Regiment v.rschwundcnen, zum zwcitcnmale verheirateten Sohn verbarg. Mit Gewalt verbuchte sie oie Schutzleute aus der Wohnung zu entfernen und hetzte sogar einen bissigen Hund auf sie, sodaß sich die Leute ernstlich zu wehren hatten. Die fanden den Deserteur schließlich in einem Schrank versteckt vor. Keerfelden. Hier wurde btefrr: Tage auf die Gemeindewage Heu angefahcen, da 2 für die Heeresverwaltung bestimmt. Dab.i wollte ern Fuhrmann ein oben Versteckt gehaltenes erwachsenes Mädchen mitwiegen lassen. Der Versuch schlug fehl; der Mann kam zur Anzeige. * Archeiigerr. Diebe drückten die Scheibe an einem Saale des neuen Schulhauscs ein und schnitten in fünf Sälen die Vorhänge ab und brachten \o etwa 100 Meter Leinen in ihren Besitz. Rüstelsheim. Herr Heinrich von Opel hat aus der Napojedler Auktion durch seinen T a ner A. Winkler folgende drei Jährlinge ankaufen lassen: Fachs-H.ngst (70 000 Kr.) Fuchs-Stute (40 000 Kronen) Fuchs Hengst 39 000 Kronen) also 149 000 Kronen für drei Jährlinge. Die 70 000 Kronen für den Bogarhengst sind der höchste Preis, der je von deutscher Sette für einen Jährling gezahlt wurde. — Wir geben diese Meldung wieder und überlassen cs den Lesern, sich darüber einen Kommentar zu machen. Main?. Ein empörender Vorgang spielte sich auf dem freien Platze vor dem Hauptbahnhofe ab- Dort saß auf einer Bank ein kranker Soldat, der infolge mehrfacher Verschüttungen und Verwundungen im Felde einen Nervenschock davongetragcn hatte ^nd dabei die Sprache verlor. Zw?t vo.übergehende „Dämchen", die den entstellten, von Nervenzucken befallenen Feld- grauen sahen, brachten es über sich, den armen Soldaten zu verlachen Dies regte den Mann dera t auf, daß er einen neuen starken Nervenschock erlitt. Ec konnte vor Aufregung nicht von der Stelle. In seiner Hilfslosig keit schrieb er Grund seiner Erregung auf ein Blatt Papier. Die Sanitätswache des Hauptbahnhofes nahm sich des armen Kriegers, der keinerlei Angehörige mehr besitzt, alsbald in treuer Fürsorge an. Wenn dergleichen sitzt schon vorkommt, was werden uns dann die Zeiten nach dem Kriege bringen? Garr-Algesheim. Ein Wtederseh n in französischer Gefangenschaft feierten dte Brüder Fr. und Jean Hassemec von hier. Während der erstere schon vor 4 Jahren den Franzosen in dte Hände fiel, hatte sein Bruder Franz vor Jahresfrist das gleiche Schicksal. Diestr dichtete kürzlich an die französische Militärbehörde die Bitte um einen Besuch seines Bruders. Man war entgegenkommend und gewährte sie. * Gngelstadl. Dem Rheinh. Beobachter wird ge-. schrieben: Vom hiesigen Consum-Vecein ward? beffen Mitgliedern Zucker pro Doppelzentner zu 900 Mk. a n» geboten. Indem man seither annahm, daß der freie Verkehr mit Zucker verboten und derselbe beschlagnahnit sei, erscheint es sonderbar, daß man eben Zucker zu solch fabelhaften Preisen erhalten kann. Nach Zeitungsberichten soll der Zucker ab Fabrik im Preis sich nicht höher stellen als tu früheren Jahren. Luftangriff auf Frankfurt. (Amtlicher Bericht . Montag früh gegen 9 Uhr fand ein Fliegerangriff auf Frankfurt statt, d r neben Sachschaden trotz rechtzeitigen Alarms auch mehrere Opfer vornehmlich auf der Straße -forderte. Aus dem Ried Auf den großen Wiesingründen sieht man zur Zeit o't große Scharen von Störchen sich versammeln, dte das chacakter.istischc Verholten vor der Abreise nach dem Süden zeigen. Die auf den Schorn» steinen hoher Wohnhäuser angelegten Nester sind^meistens bereits verlassen In den Ratsversammlungcn, die die Langschnäbe! gegenwärtig oft zu vielen Hunderten abhalten, geht es sehr lebhaft zu. Nicht selten geschieht rs, daß die Störche Ihre kranken und schwachen G nossen, die die Flugproben nicht bestehen, vor der Abreise töten. Was alles möglich ist. In Frankfurt hat die Leiterin einer Butteckartenstelle einer einzigen Person allein 60 Butterkarten geschenkt. Die Person, die sie geschenkt erhielt, hat sich auf dieselbe Weise, nämlich durch Anbiederung bei den Verteilern der Karten, auch 138 Brotkarten, 51 Milchkarten und 41 Käsekarten zu verschaffen gewußt. (Welche unsauberen Zustände!) Das ganze System der Karten- und Markenvcrtei- lung krankt daran, daß, wie es scheint, die Personen, dte die Verteilung vornehmen, nicht kontrolliert werden. Esten. Im Sitzungssaale des Rathauses fand eine Ehrung von 7 4 Müttern mit 8 und mehr lebenden Kindern statt. Jede Mutter erhielt ein auf ihren Namen lautendes Sparkassenbuch der Stadt Essen über 100 Mk. Von den 74 Müttern haben 34 je 8 Kinder, 20 je 9, 9 je 10, 5 je 11, 5 je 12 und eine Mutter 13 Kinder. M.-Gladbach. Im Kreishause für Gladbach-Land wurde durch den Landrat eine Ehrung kinderreicher Mütter (mit mindestens 8 lebende Kindern) aus dem Landkreise vorgenommen. Jede Mutter erhielt einen Gebrauchsgegenstand und ein Sparkassenbuch über 100 Mk. vas Hricflsatm und die Aobnmigslior. Auch das Kriegsamt hält es für seine Pflicht, durch geeignete Maßnahmen der schon vorhandenen oder zu erwartenden Wohnungsnot vorzubeugen. Die Kriegsamtsstellen sind daher angewiesen worden, soweit eine Wohnungsnot wirklich besteht und die Dringlichkeit ihrer Beseitigung nachgewiesen ist, die erforderlichen Bauten wirksam zu unterstützen und die benötigten Baustoffe freizugeben. Die Feststellung der Dringlichkeit erfolgt im Einvernehmen mit den zuständigen givilbehörden. In Betracht kommen: Umbauten und Ausbauten, insbesondere Umbau von größeren Wohnungen durch Zerlegung in kleinere, eine Maßnahme, die meist ohne erhebliche Schwerigkeiten ausführbar und nach Möchlichkeit zu fördern sein wird. Außerdem kommen in Frage Ausoau der Dachböden für Wohnzwecke sowie Neuanlage vo. Kellerwohnungen, letztere sind jedoch nur zulässig in ganz besonderen Notfällen und unter baulich und gesundheitlich besonders günstigen Verhältnissen bei schärfster Verurteilung. - Notstandsbauten, z. B. Baracken in befehlsmä- ßiger Ausführung, sind ein Aushilfsmittel zur beschleunigten Beseitigung der Wohnungsnot, das nur in dringenden Ausnahmefällen zu empfehlen ist. Für Neubauten gilt folgendes: Fertigstellung der stillgelegten Wohnungsbauten: Die Weiterführung ist von Fall zu Fall zu prüfen und kann, wenn es die Verhältnisse einigermaßen zulassen, namentlich bei geringen Anforderungen an beschlagnahmten Baustoffen, genehmigt werden. Bau von Einzelwohn- und Gruppenhäusern: Die Anträge sind von Fall zu Fall zu prüfen, jedoch unter schärfster Beurteilung, soweit es sich um größere Wohnungen handelt. Luxusbauten sind verboten. Kleinwohnungsbauten sind mit allen Kräften zu fördern. Anträge aus der Industrie auf Herstellung von Arbeiterwohnungen sowie seitens der Gemeinden sind der Bautenprüfstelle umgehend zur Prüfung vorzulegen. Die Genehmigung ist abhängig zu machen von der Zustimmung der zuständigen Landes- und Gemeindebehörden. Die Kriegsamtstellen sind angewiesen worden, die zur Förderung dieser Aufgaben etwa erforderlichen Einzeldis- pense oder grundsätzlichen Dispense von den bestehenden feuer- und baupolizeilichen Vorschriften bei den zuständigen Behörden zu erwirken. Eine Entscheidung über den Zeitpunkt, an dem nach dem Kriege die infolge Umbauten und Ausbauten neu entstandenen Wohnungen geräumt werden müssen, hat durch die jeweils zuständige Regierung (in Preußen durch den Herrn Oberpräsidenten) zu erfolgen. Für die Zuführung der notwendigen Baustoffen ist als Grundsatz festzuhalten, daß die nächstgelegenen Bezugsquellen zu wählen sind und das Laudfuhrwerk sowie Wasserwege für den Transport möglichst ausgenutzt werden. Wohnttttflsuol In einem Aufsatz in den „Deutschen Stimmen" übec die Wohnungsnot berechnet der Ltcht-mberger Stadlsyndikus Dr. Maretzky den nach Frtedensschlnß zu erwartenden Min^estbedarf an neuen Wohnungen, wie er sich infolge der darni'derliegenden Bautätigkeit während- mehr als vier Jahren ergeben wird, auf 1 Million Wohnungen und die Baukosten auf 10 Milliarden Mark. Zwei Fünftel der Baukosten etwa, also 4 Milliarden Mack, blieben mit Rücksicht auf die spät re Verbilligung der allgemeinen Baukosten unrentables Kapital und müßten vom Reich und Staat sowohl bet den gemeinnützigen wie den privatkapitalistischen Bauunterneh'nungen übernommen wer- den- Bei dem g oßen Umfange des Wohnungsbedarfs werde man ohne die Mithilfe privater Bauherren nicht auskommen. Die Versuche, den Gemeinden ein Drittel der Mehcbaukosten aufzuerlegen, würden bet der lieber- lastung der meisten Gemeinden die Gefahr mit sich bringen, daß die zum Besten dts Reichs dringend notwendigen Maßnahmen verzögert würden oder unterbleiben. Bet dem Mangel an Baustoffen, inbesondere an Ziegeln, müßten auch Ersatzstoffe, namentlich Steine aus Zementmischungen u»d Kohlenschlacke usw. Verwendung finden. Wegen des Fehlens gelernter Arbeiter müßten Bauweisen mit leicht zusammensetzbaren Bauteilen, insbesondere mit Focmsteinen, bevorzugt werdend Als Behelfsbauten sollte nur der Ausbau von Dach- und Ecdgeschoßräumen, von freistehenden Läden und gewerblichen Räumen, nach Möglichkeit (aber nicht dte kostspie- iiege und sozial bedenkliche Errichtung von Baracken) in Angriff genommen werden. Tatkräftiges und schleunigstes Handeln aber sei notwendig; denn der innere Frieden des Reichs und die Erhaltung einer starken nationalen Voiksstimmung stehe auf dem Spiele, wenn es dahin käme, daß viele Tausende unserer heimkchcenden Krieger mit ihren Familien der ausreichenden Unterkunft entbehren müßten. Literarilcdez. Mehr Sonne. Das Büchlein von der Liebe und der Ehe. Von Anton Fendr ich. Preis geh. M. 2.25, gbd.M.3.60. Stuttgart, Franckh'sche Verlagsbuchhandlung. Ein Buch des Auf. vaus ist dieses Buch. Es ist gedacht als Aufruf für junge Mädchen und junge Männer, für verheiratete Frauen und Ehegatten, die den Willen zum Kind und die Freude am Kind als persönliche Bejahung des Lebens trotz Tod und Teufel im tiefsten Inneren empfinden und ihn in der Ehe schöpferisch ausführen.. Aus dem Kapitel: „Rosen, Reiser und Ruten" geben wir folgende Aphorismen wieder: ^ Eine Frau, die der Welt nur sechs gesunde Kinder geschenkt hat, kann ruhig darauf verzichten, daß man ihr Frau Doktor oder Frau Geheimrat sagt. — Aber den Stolz kennen die < Wenigsten. Mit dem Heiraten ist es wie mit den Nesseln, die nur dann nicht brennen, wenn man fest und rasch zugreift. Und bekanntlich spinnt man aus ihnen die feinste Leinwand. Die Innigkeit einer Ehe wird vielleicht am besten daran zu erkennen sein, ob überhaupt und wie dann bei einem neuen Kind darüber gesprochen wird, welchem von den beiden es gleichsähe. Wenn Frauen ihre Männer loben, so find sie irgendwie heimlich unglücklich. Glückliche Ehegatten sprechen von sich über- Haupt nicht vor andern. Sei getreu! Aber lieber brich die Ehe, bevor sie dich bricht. Denn als Ehe-Ruine bist du vor allen Instanzen gerichtet. Verantwortlich: Albin Klein in Gießen. Kirchliche Anreizen. Sonntag den 18. August (12. nach Trinitatis.) Kollekte süc die Innere Mission. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr. zu- gleich Chüstenühre für die Ncukonficmierten aus der Matthäusgemeinde. Pfarrer Mahr. — Vormittags 9 1 / 2 Uhr: Pfarrer Schwabe. — Kinderkirche fällt aus. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Siche Stadtklrche! — Vormittags 9V 2 Uhr: Pfarrer Ausfeld. — Kinderkircke fällt aus. — Abends 8 Uhr: Bibclbesprechung im Johannessaal. — Mittwoch den 21. August, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarcasst. stent Lic. Reuning. Das Feldheer braucht dringend Heu und Stroh! Landwirte helft dem Heere! 0101010101019 ®@®®@® Pr&SsräiseiI @®®®@®@®@ Ein Piano oder 1000 Mir. bar Ein Tatelservico für 12 Personen Ein Piüschteppicb, 2X3 m Eine nussbaum Kommode Ein Nähtisch OIOIO Ein Wiener Sessel Eine silberne Damen- od. Herrenuhr 4 Meter Seide zu einer Bluse Verschiedene kleinere Preise ßfi# O T fürs Vaterland. Jedermann, der obige Aufgabe löst, erhält gratis und ohne jede Verpflichtung Anrecht auf die ausgesetzten Preise, welche verteilt werden — Antwort erhalten Sie möglichst sofort, bestimmt jedoch innerhalb 2 Wochen. Wer je einen der 8 Hauptpreise erhalten hat, wird später in unseren neuen Rundschreiben bekannt gemacht Die Versandkosten muss der Löser tragen. Die Einsendung verpflichtet Sie zu nichts. Schreiben Sie uns bitte sofort die Lösung sowie Ihre deutlich geschriebene Adresse, worauf wir mit näherem dienen werden. — Rätsellösungen aus dem Felde oder Lazaretten können nicht berücksichtigt werden. Schreiben Sie noch heute an Verlag Germania, Braunschweig Nr. 757. OIOIOIOIOIO (5)®®! Bekanntmachung. Nom 35. August rtb bis auf weiteres werden nachstehende beschleunigte Personenzüge (zuschlagfrei) mit 2. - 3. Wagenklasse uen eingelegt: Pz. 651 Gießen ab 5.45 N., Wetzlar 6.02, Herborn 6.27, Dillenburg 6.39, Haiger 6.51, Siegen 7.34, Betzdorf 7.59, Wissen 8.14, Au 8.25, Eitorf 8.47, Hennef 9.02, Siegburg 9.13, Troisdorf 9.23, Cöln H. an 9.47, N. Pz. 652 Löln H. ab 8.00 V., Troisdorf 8.26, Siegburg 8.35, Hennef 8.46, Eitorf 9.02, Au 9.27, Wissen 9.38, Betzdorf 9.58, Kirchen 10.06, Siegen 10.27, Haiger 11.00, Dillenburg 11.10, Herborn 11.20, Wetzlar 11.44, Gießen an 12.00 Mitt. PZ- 651 hat in Gießen Anschluß von dem beschleunig, ten Pz. 723 Frankfurt ab 4.13, Gießen an 6.35. Pz. 652 hat in G i e ß e n Anschluß an den beschleunigten Pz 722 Gießen ab 12.13, Frankfurt an 1.38. Cs werden verlegt: T 1653 Wetzlar ab 6.08 (bish. 5.57), Haiger an 7.24 (bisher 7.13), Pz. 3177 Dillenburg ab 7.13, (bisher 7.03), Straßebersbach an 7.55, (bish. 7.45), Pz. 3182 Dillenburg ab 7.12, (bisher 7.02), Gönnern an 8.24, (bish. 8.14), Pz. 3198 (Sonnab.) Gönnern ab 8.27, (bisher 8.20), Biedenkopf an 9.08, (bish. 9.01), T 4933 (W) Weilburg ab 10.42, (bish. 10.55), Gießen an 11.44, (bish. 11.53). Es fallen fort: Pz. 1640 Troisdorf ab 8.16, Hennef an 8.34, u. Pz. 1716 Hennef ab 9.51, Troisdorf an 10.09. Frankfurt (M), den 5. August 1918. Höniallc fte 6 i [cttbaD ttdireKfion Traitkfiirt (Main) Wir suchen v e r k ä u fliehe Häuser an beliebigen Plätzen mit und ohne Geschäft behufs Unlerbrei- tung an vorgemerkte Käufer. Besuch durch uns kostenlos. Nur Angebote von Selbsteigentümern erwünscht an den Verlag der Vermiet,, ». Verkaufs- Zentrale Frankfurt a. M. Hansahaus . r QQQQQQQQQQ Injelheimer Rotwein ganz vorzügliche Qualität liefert in jedem Quantum P.C. Saalwächter WeingntsbesUzer ^! Jfiedcr-lngeleini a. R jiiriBp-böiimis, | Miiacbener Künstler | 5023 Clesamtgew. t. W. v, Mk. 50 Gewinne Im Werte v. Mk. V' I ' 0 n n 4°00 Gewinne im Werle v. Mk. 241 09 ö = SDfßrüger= | OenJinnEntfiSiDtd! Losbriele f'^k. 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Der Studiendirektor: Prof. vr. Chr. Eckert, Geh. Regierungsrat. Aufruf! Deutsche Männer, deutsche Irauen, erinnert Euch! Der Werwolf brach in die deutschen Schutzgebiete! Englands weiße und farbige Hilfsvölker rissen nieder, was deutscher Fleiß in glücklichen Friedensjahren mühsam aufgebaut hatte. Gegen eine Welt von Feinden - ohne Verbindung mit der Heimat - mußte sich das Geschick unserer Kolonien erfüllen! Erinnert Euch derer, die für Deutschlands Ehre einen aussichtslosen Kampf bis zum bitteren Ende kämpften, die ungebrochen des Reiches Flagge hochhielten! Zerstört liegen blühende Pflanzungen, reiche Farmen, der Stolz unserer Landsleute, die Früchte ihrer Arbeit. Denkt daran, daß ihnen allen, die drüben als deutsche Helden zusammen» standen bis zum letzten Mann, der Dank des ganzen deutschen Volkes gebührt, - daß ihre Frauen und Kinder in den berüchtigten englischen Sammellagem schmachten! Treue um Treue - gebt ihnen, wie sie Euch gaben! Tragt Euer Scherflein bei für die amtliche Kolonial-Kriegerspende! Gebt reichlich! Auler, Landtagsabgeordneter, Vensheim. Bernhard, Generalleutnant z. D., Darm, ftadt. Frhr. v. Hevl, Generalleutnant ä la suite, Darmstadt. Lindenstruth, Oberfinanzrat, Darmstadt. Minnich, Reallehrer a. D., Oppenheim. Porth, Bürgermeister, Offenbach a. M. Ritter, Bürgermeister, Laubach. Schmitz, Kaufmann, Alzey. Sevler, Rotariatsbeamter, Bingen a. Rh. Dr. Bogt, Medizinalrat, Butzbach. Waldecker, Hauptmann a. D., Darmstadt. Will, Lehrer a. v., Büdesheim i. Oberhessen. Die Sammlung ist für das Großherzogtum Hessen auf 17. und 18. August festgesetzt und geschieht in gieren in Torrn einer fiaursammlung. (Es wird gebeten, unsere Sammler nicht ohne Spende Weggehen zu lassen. Die Niederlassung Gießen der Bank für Handel und Industrie, die Filiale der Mitteldeutschen Creditbank, die hiesige Gewerbebank und die Bezirkssparkasse nehmen ebenfalls Spenden entgegen. Einzeichnungslisten liegen dort offen. Der Ortsausschuß für die Stadt Gießen Behm, Generalmajor und Kommandant des Kriegsgefangenenlagers Gießen. Geh. Hofrat Prof. Dr. Gisevius, Rektor der Landesuniversität Gießen. Keller, Oberbürgermeister. Geheimerat Dr. Usinger, Provinzialdirektor. Jür die Kassia Kriegervereine Gießens Schiffnie, Rechnungsrat. Frau Geh. Kirchenrat Dr. Eck, I. Vorsitzende der Abteilung Gießen des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft- Frau Geheimerat Dr. Usinger, Vorsitzende der Ortsgruppe Gießen des Landesverbandes Hessen der Frauenvereine vom Roten Kreuz für die Kolonien. Handleiterwagen kräftige Handarbeit Leiterlänge 105 cm Mk. 68,— n D5 „ ,, 78, „ 125 „ ,, 88, stets vorrätig bei V. Bommcr, Limburg. Kittlose srüdbeebfensrer D. R. G. M. aus Kiefer- und Eichenholz, jedes Ouantum sofort lieferbar. Südd. Dachfcnsterfabrik Inh. Karl Brlz, Landau, Pfalz. Flisgeupsärrger IM Sick. 10,- Mk. Schuhcreme 1 Pfd. Dosen Postpaket 9 D 1; portofrei 20,— Mk. Tirttenpulver 100 Btl. 5,- Mk. Albert Wolf, Chem. 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